Christine Jury – Die Blümelein sie schlafen (1981)

FrontCover1Und wieder mal so eine Schallplatte mir ganz und gar reizend eingespielter Kinderlieder.

Es ist ja unstrittig, dass die DDR Klassik Aufnahmen (erschienen auf Eterna) fast durchwegs sehr hochwertig waren und irgendwo bilde ich mir, dass man auch die DDR-Kínderbühcher als anspruchsvolle Kinderbücher bezeichnen darf („An Kinder- und Jugendbüchern herrschte in der DDR kein Mangel. Doch nicht nur die Fülle war beeindruckend, auch qualitativ mussten die Bücher keinen internationalen Vergleich scheuen.“; MDR)

Und gleiches gilt für mich zumindest auch für dieses Album. Auf ganz schlichte Art und Weise werden hier all diese traditionellen Kinderlieder (ein paar neue sind auch dabei) interpretiert. Diese traditionelle Art ist einfach nur wohltuend … Kein Schnick-Schnack, keine Sound-Gags … herrlich !

Über die Interpretin Christine Jury ist leider nicht viel bekannt. ich weiß nur, dass dieses Album sowie ein weiteres Amiga Album (demnächst auch hier) sich großer Beliebtheit erfreute; sie war wohl damals „Kindergärtnerin“.

Und es fällt auf, dass dieser Hoffmann von Fallersleben recht aktiv war, auch im Bereich der Kinderlieder:

Hugo von Fallersleben

Hoffmann von Fallersleben, 1819

August Heinrich Hoffmann, bekannt als Hoffmann von Fallersleben (* 2. April 1798 in Fallersleben, Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg; † 19. Januar 1874 in Corvey) war ein deutscher Hochschullehrer für Germanistik, der wesentlich zur Etablierung des Fachs als wissenschaftlicher Disziplin beitrug, Dichter sowie Sammler und Herausgeber alter Schriften aus verschiedenen Sprachen. Er schrieb die spätere deutsche Nationalhymne, Das Lied der Deutschen, sowie zahlreiche populäre Kinderlieder. Zur Unterscheidung von anderen Trägern des häufigen Familiennamens Hoffmann (zum Beispiel dem Kinderbuchautor Heinrich Hoffmann vom Struwwelpeter) nahm er als Zusatz den Herkunftsnamen von Fallersleben an.

Neben seiner politischen Lyrik schuf der Dichter 550 Kinderlieder, von denen er 80 vertonte, viele in Zusammenarbeit mit seinem Freund Ernst Richter. (Quelle: wikipedia)

Und auch das Cover ist einfach nur große Klasse ! Und natürlich eine mp3 Version dieses Albums an meine Enkelkinder weitergereicht …

Christine Jury1

Christine Jury

Besetzung:
Christine Jury (vocals)
+
Eisenbahner-Kinderchor Berlin + Ernst Barnetz-Chor unter der Leitung von Ehm Kurzweg
+
Studio-Orchester unter der Leitung von Jo Kurzweg

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Titel:
01. Alle Vögel sind schon da (Traditional/v.Fallersleben) 1.53
02. Alle meine Entchen (Traditional) 1.33
03. Die Blümelein, sie schlafen (v.Zuccalmaglio) 3.10
04. Kam ein kleiner Teddybär (Naumilkat/Wener-Böhnke) 1.04
05. Wi-Wa-Watschelente (Hinrich) 1.21
06. Dornröschen war ein schönes Kind (Traditional) 1.59
07. Zwischen Berg und tiefem Tal (Traditional) 1.46
08 Kinderlieder Potpourri 1.49
08.1. Es tanzt ein Bi-Ba Buzemann (Traditional)
08.2. Der Sandmann ist da (Traditional)
08.3. Häschn in der Grube (Traditional)
08.4. Ringel, Ringel Reihe (Traditional)
08.5. Ringlei, ringlein, du mußt wandern (Traditional)
09. Guter Mond, du gehst so stille Traditional) 2.56
10. Summ, summ, summ (Traditional/v.Fallersleben) 1.36
11. Liebe Schwester, tanz mit mir (Traditional) 1.49
12. Kindlein mein (Traditional) 1.48
13. Fuchs, du hast die Gans gestohlen (Anschütz) 2.02
14. Kleine Meise (Kalcher) 1.37
15. Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald (Traditional) 1.53
16. Der Kuckuck und der Esel (Zelter/v.Fallersleben) 1.19
17. Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald (v.Fallersleben) 1.07
18. Leise, Peterle, leise (Zimmermann/Dehmel) 2.29

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Konrad Körner & Das Amiga Studio-Orchester – Bist du einsam heut´ nacht (1983)

FrontCover1.JPGAlso, bei dem Titel dieser LP habe ich spontan an die Ingrid Steeger gedacht … ist heute wohl mein Ingrid Steeger Tag ..

Möglich gemacht hat diese LP eigentlich der Konrad Körner, denn sein Klarinetten-Spiel trägt dieses Album … und zwar ganz entscheidend:

Konrad Körner (* 8. September 1941 in Berlin) ist ein deutscher Saxophonist und Klarinettist, bis zu seiner Pensionierung auch Hochschullehrer für Klarinette und Saxophon sowie einige Jahre Rektor der Musikhochschule Leipzig.

Körners musikalische Laufbahn begann als Klarinettist bei den Jazz Optimisten Berlin, denen er 1961 bis 1964 angehörte. Im Jahr 1966 schloss er sein Studium als Saxophonist und Klarinettist ab und war von 1966 bis 1979 als freiberuflicher Musiker in verschiedenen Jazzensembles tätig, unter anderem bei der Theo-Schumann-Jazzformation und bei Panta Rhei. Von 1979 bis 1980 war er Mitglied des Rundfunktanzstreichorchesters Berlin, von 1981 bis 1992 mit Altsaxophon, Klarinette und Querflöte Mitglied der Radio-Bigband Berlin sowie des Rundfunktanzorchesters KonradKörner02.jpgBerlin. Im Jahr 1982 gründete er mit dem Ensemble Jazzterday sein eigenes Quartett.

Von 1986 bis 1990 war er als Saxophonist und Querflötist Mitglied der Dieter Keitel Bigband, von 1987 bis 1990 mit Saxophon und Klarinette Mitglied des Orchester Max Greger.

Von 1991 bis 1992 nahm er Lehraufträge für Klarinette und Saxophon an der Hanns-Eisler-Musikhochschule Berlin sowie an der Musikhochschule Leipzig wahr. Seit 1992 ist er künstlerischer Leiter des Landesjugend-Jazzorchesters Brandenburg, das er selbst gegründet hat.

Von 1992 bis 2006 war Körner Inhaber einer Professur für Saxophon, Improvisation und Ensemblespiel an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Seit Oktober 2000 war er dort Dekan des Fachbereiches III. Zwischen 2003 und 2006 wirkte er als Rektor der Hochschule.

Körner trat auf zahlreichen Konzerten zusammen mit Musikern wie Peter Herbolzheimer, George Gruntz, Thad Jones, Alexander von Schlippenbach, Ack van Rooyen und Greetje Kauffeld auf und war Teilnehmer an Jazzfestivals in Los Angeles, Sacramento, Ljubljana, Debrecen, Radenci, Berlin, Breda, Hannover, Prag und Dresden. KonradKörner01Er war als Studiomusiker sowie als Theater- und Filmmusiker tätig. (Quelle: wikipedia)

Und hier hören wir einerseits mehr als gepflegte Unterhaltungsmusik und mein gerne verwendeter Begriff der „Schmachtfetzen“ ist auch hier wieder angebracht.

Titel wie „“Only You“, „Blue Bayou“, „Smoke Gets In Your Eyes“, „Amazing Grace“ oder „Greensleeves“ sprechen da eine beredte Sprache.

Aber dann: Diese Klarinette !!! Dieser Schmelz !!!

So kann eigentlich nur ein gestandener Jazzer spielen, der aus seinem Instrument die allerfeinsten Nuancen entlocken kann …

Und von daher habe ich mich auf die Spuren gemacht … Diesen Konrad Körner gilt es zu entdecken !

Aber zum meckern hab´ ich auch was: Wer kam da nur auf die eigentlich absurde Idee eine LP mit „Melodien zum träumen“ unter dem Titel „Bist du einsam heut´ nacht“ zu veröffentlichen.

Wer unter der Einsamkeit in der Nacht leidet … verspürt wohl kaum Lust auf solche Melodien, die eigentlich das Gegenteil versprechen, zumindest musikalisch.

Noten

Besetzung:
Konrad Körner (clarinet)
+
Das Amiga Studio-Orchester unter der Leitung von Martin Hoffmann

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Titel:
01. Bist du einsam heut‘ Nacht (Are You Lonesome Tonight) (Handman/Turk) 3.04
02. Something (Harrison) 2.41
03. Petite Fleur (Bechet/Bonifay) 2.35
04. Only You (Rand/Ram) 2.49
05. Blue Bayou (Melson/Orbison) 2.38
06. Bride Eyes (Batt) 3.49
07. Some Broken Hearts Never Mend (Holyfield) 2.42
08. Smoke Gets In Your Eyes (Parker) 2.41
09. Words (Fitoussi) 3.07
10. Amazing Grace (Traditional) 2.29
11. Du entschuldige – I kenn‘ di (Cornelius) 3.31
12. Greensleeves (Traditional) 2.52
13. Maledetta Primavera (Savio/Casella) 3.48

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Amiga Studio Orchester – Die goldene Gitarre – Welt-Hits im Gitarren-Sound (1980)

FrontCover1Von der Unterhaltungsmusik West zur Unterhaltungsmusik Ost … nur ein paar Jahre später:

Das Amiga Studio Orchester war ja bei vielen Aufnahmen von DDR-Künstlern beteiligt, natürlich vorrangig von DDR-Künstlern die sich eher der leichten Muse verschrieben haben.

Darüber hinaus haben sie auch immer wieder eigene Langspielplatten veröffentlicht. Die vermutlich erste von ihnen stammt aus dem Jahr 1969 („Stereo Par Excellence (Tausend Takte Tanzmusik)“), die letzte entstand dann im „Schicksalsjahr“ 1989 (“ Je T’Aime – Traummelodien 2″).

Und diese hier stammt aus dem Jahre 1980 und trägt den etwas irreführenden Titel „Die goldene Gitarre“. Wer nun mein, die Gitarre sein als Hauptinstrument durchgehen präsent, der irrt. Mehr als einmal ist z.B. bestreitet eine Panflöte den Charakter einer Kompositon. Und natürlich ist bei „A Whiter Shade Of Pale“ die Orgel das dominierende Instrument. Und auch Trompeten erklingen desöfteren sehr laut und deutlich.

Egal, das Amiga Studio Orchester erledigt seine Arbeit auf bravoröse Art; natürlich ist die Aussage so zu verstehen, dass wir es hier natürlich mitlupenreiner Unterhaltungsmusik („Easy Listening“) zu haben.

Und irgendwie finde ich es schade, dass die Geschichte dieses Orchester noch scheinbar relative unerforscht geblieben ist. Das sollte so eigentlich nicht bleiben.

ArndtBause

Dirigent Arndt Bause (1936 – 2003)

Besetzung:
Amiga Studio Orchester unter der Leitung von Arndt Bause

+
City-Singers (background vocals)
+
Hardy Fritsch (guitar)

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Titel:
01. Popcorn (Kingsley) 3.10
02. El Condor Pasa (Robles) 3.15
03. Moon River (Mancini) 2.42
04. Wheels (Petty) 2.30
05. A Whiter Shade Of Pale (Brooker/Bach) 3.15
06. Greensleeves (Traditional) 2.55
07. Tico-Tico (Abreu) 2.12
08. Elisabeth-Serenade (Binge) 2.56
09. Dolannes Melodie (Touissant/de Seneville) 3.12
10. Le Rêve (Traditional) 3.22
11. A Banda (de Hollanda) 2.35
12. Blue Spanish Eyes (Kaempfert) 2.53
13. Vaya Con Dios (Russell) 2.35
14. La Cucaracha (Traditional) 2.35

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