Die 68er und die Folgen (12): Ludwig Huber u.a. – Klassen-Kämpfe. Schülerproteste in Westdeutschland 1968-1972 (2018)

TitelAlso … in Nürnberg gibt es seit dem 27.Juli 2018 eine bemerkenswerte Ausstellung und zwar im Schulmuseum Nürnberg:

Vor 50 Jahren rebellieren Schülerinnen und Schüler in ganz Westdeutschland. Diese bislang unbekannte Massenphänomen wird in einer gezielt für Schüler heute aber auch für Besucher allgemein entwickelten Ausstellung wieder lebendig.

Die Ausstellung richtet sich an Schülerinnen und Schüler von Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien sowie an Besucher allgemein. In den Blick genommen werden exemplarisch Gymnasien in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Frankfurt am Main in den Blick.

Sie wehren sich gegen prügelnde Lehrer, Demütigungen und Willkür, aber auch gegen die Zensur ihrer Schülerzeitungen. Sie fordern moderne Lehrmethoden, wollen die Hitler-Diktatur, politische Themen und sexuelle Aufklärung als Unterrichtsinhalte. Und sie kämpfen für die Demokratie – innerhalb und außerhalb ihrer Schulen. Ihre Methoden sind phantasievoll, manchmal wenig zimperlich: brennende Klassenbücher, besetzte Schulämter und Straßenbahnen, Provokationen, aber auch die Haarlänge, Kleidermode und Musik. Neben der rebellierenden Studentenschaft proben vor 50 Jahren auch die Schülerinnen und Schüler den Aufstand. Klassenzimmer werden zur Kampfzone, Eltern und Politik geschickt instrumentalisiert. Wieder und wieder wird die Revolte der Schüler zwischen 1968 und 1972 in den Medien diskutiert, manchmal auch im Bayerischen Landtag.

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Im Mittelpunkt steht der Vergleich der beiden Ballungsräume Nürnberg/Erlangen/Fürth und Frankfurt am Main – ein Zentrum der Schüler und Studentenrevolte in Westdeutschland. Die Ausstellung geht dem heute eher unbekannten Massenphänomen nach, den Zielen und Beweggründen, dem historischen Hintergrund und dem erstaunlichen Erfolg des Phänomens.

Die Ausstellung verbindet konventionelle Ausstellungseinheiten mit einem Lernlaborbereich, in dem sich Schüler und Besucher allgemein die Themen anhand von historischen Objekten selbsttätig und in besonders intensiver Form erschließen können. Gezeigt werden Tagebücher, Briefe, Schuldokumente, Fotografien oder auch Schulaufsätze. Multimediale Tablets und Hörstationen bieten Zugang zu einer Vielzahl von Zeitzeugenberichten und Originaltonbandaufnahmen.

Konzeption:
Das Projekt ist eine Initiative des Schulmuseums Nürnberg und der Zentralkustodie der Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und dem Museum für Kommunikation Frankfurt. (Pressetext)

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Na ja … und wenn ich dann lese „Schülerproteste in Westdeutschland 1968-1972“ werde ich hellwach, denn justg zwischen 1968 und 1972 ging ich in eine Münchner Realschule  … und entwickelt mich just in diesen Jahren zu einem „kleinen Revoluzzer“ … wir unterwanderten die Schülerzeitung, gründeten den „Unabhängigen Sozialistischen Schülerbund (USB)“, organisierten relativ erfolgreiche Sitzstreiks, sprengten eine Schulfaschingsparty (wegen der unerhörten Militarisierung des Faschings durch tanzende uniformierten Jecken) und verteilten illegale Flugblätter (illegal, weil wir das Impressum … „verantwortlich im Sinne des Presserechts“, vergaßen … ähm).

Uns konnten dann dennoch unsere Missetaten nachgewiesen werden (war ja auch nicht wirklich schwer) und ich stand kurz vor dem Rauswurf.

Ein paar verständige Lehrer setzten sich für uns ein … und siehe da: ich wurde dennoch ein anständiger Bürger dieses Landes …

Genug der persönlichen Erinnerungen … hier das Begleitheft zu o.g. Ausstellung … eine Fundgrube allemal …

Beigelegt habe ich dann noch einen kurzen Videoclip, der ebenfalls Eindrücke aus dieser Ausstellung präsentiert.

Mir scheint, Nürmberg ist momentan auf jeden Fall eine Reise wert  …

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Freispruch für Herrn Springer, was sonst …

Und da wundert man sich dann auch nicht mehr …:

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Das „Redaktionsmitglied Christian Ude“ wurde dann später Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München ….

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Austellungshinweis

 

Die 68er und die Folgen (11): Cartoons (2)

Nun denn, meine eine Tochter hat mir neulich zum Geburtstag einen Cartoon-Band namens „Die 68er“ geschenkt. Und nachdem ich dieses symbolische Jahr schon ernst nehme, aber eben nicht bierernst … gibt es nun hin und wieder ein paar Cartoons aus diesem Band … :

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Und dann gestand mir meine Tochter noch: „Weisst Du Papa, ich habe mir das Buch mit meinem Freund durchgeschaut, ich habe gar nicht verstanden, was es da zu schmunzeln oder zu lachen gibt … “

Hach ja … die unschuldige Jugend *ggg* … und den DJ Bobo hat sie – glaube ich – auch mal ganz gern gehabt ….

Die 68er und die Folgen (10): Cartoons (1)

Nun denn, meine eine Tochter hat mir neulich zum Geburtstag einen Cartoon-Band namens „Die 68er“ geschenkt. Und nachdem ich dieses symbolische Jahr schon ernst nehme, aber eben nicht bierernst … gibt es nun hin und wieder ein paar Cartoons aus diesem Band … Und mit dem geht´s los:

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Und dann gestand mir meine Tochter noch: „Weisst Du Papa, ich habe mir das Buch mit meinem Freund durchgeschaut, ich habe gar nicht verstanden, was es da zu schmunzeln oder zu lachen gibt … “

Hach ja … die unschuldige Jugend *ggg*

Die 68er und die Folgen (9): Uli Edel – Der Baader Meinhof Komplex (DVD rip) (2008)

BaaderMeinhof00Also, mich hat dieser Film ziemlich aufgewühlt, weil … nun ja …

Der Spielfilm Der Baader Meinhof Komplex aus dem Jahr 2008 schildert Vorgeschichte und Aktionen der linksextremistischen Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF) von 1967 bis 1977. Das von Produzent Bernd Eichinger verfasste Drehbuch folgt weitgehend dem gleichnamigen Sachbuch von Stefan Aust (erstmals erschienen Ende 1985). Das Drehbuch verzichtet auf identifikatorische Figuren und einen durchgehenden Handlungsbogen. Unter der Regie von Uli Edel spielten in dem Film – auch in Nebenrollen – einige der bekanntesten deutschen Darsteller mit. Er ist eine der teuersten deutschsprachigen Produktionen und zählte zweieinhalb Millionen Kinobesucher. Die ARD, die den Film kofinanzierte, strahlte ihn ein Jahr nach der Kinopremiere als längeren Fernsehzweiteiler aus. Die Kritik nahm den Film sehr gespalten auf. Sie war uneins darüber, ob er den Zuschauer mitreißt oder unbeteiligt lässt, ob er die RAF-Mitglieder nüchtern darstellt oder mythisch überhöht und ob er Neues zur Debatte über die RAF beiträgt. Wegen der Art der Darstellung einiger realer Personen gab es einige Gerichtsprozesse gegen die Verantwortlichen.

Der größte Teil der Handlung dreht sich um die Entstehung und die Aktionen der RAF im Zeitraum 1967 bis 1977. Beim Staatsbesuch des Schahs Mohammad Reza Pahlavi in West-Berlin kommt es zur gewaltsamen Auflösung einer Demonstration, bei der Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg vor der

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Dem Spiegel war dieser Film eine Titelstory wert

Deutschen Oper erschießt. Ein knappes Jahr später wird Studentenführer Rudi Dutschke, Redner am Vietnam-Kongress im Audimax der TU Berlin, auf offener Straße von einem jungen Hilfsarbeiter angeschossen und schwer verletzt. Als Reaktion folgt ein Protest gegen den Axel-Springer-Verlag, an dem auch Ulrike Meinhof teilnimmt. Nach der Brandstiftung in zwei Frankfurter Kaufhäusern als Protest gegen den Vietnamkrieg werden die Täter am nächsten Tag festgenommen. Meinhof schreibt als Journalistin über den Prozess und lernt dabei die angeklagten Studenten Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Andreas Baader kennen.

Die Angeklagten werden zu drei Jahren Haft verurteilt, aber schon im Juni 1969 wieder entlassen, bis das Gericht über die Revision ihrer Urteile entscheidet. Als im November 1969 ihre Revision abgelehnt wird, tauchen Andreas Baader und Gudrun Ensslin in den Untergrund ab, unter anderem in Rom. Nach Berlin zurückgekehrt, wohnen sie zeitweise bei Meinhof. Während einer Fahrzeugkontrolle wird Baader festgenommen und inhaftiert, aber einen Monat später gelingt Meinhof und Ensslin die so genannte „Baader-Befreiung“ in Berlin. Damit wechselt Meinhof in die Illegalität und lässt ihre zwei Töchter zurück. Im Sommer 1970 lässt sich die Gruppe in einem Camp der Fatah militärisch ausbilden. Noch im selben Jahr verüben sie in Berlin fast gleichzeitig drei Banküberfälle, bei denen sie insgesamt über 200.000 DM erbeuten. Es kommt zu Verhaftungen, unter anderem von Horst Mahler und Astrid Proll. Als erste Tote auf RAF-Seite wird Petra Schelm in einem Hinterhof von der Polizei erschossen. Die RAF verübt mehrere Bombenanschläge, unter anderem auf das V. US-Korps in Frankfurt am Main, auf die Polizeidirektion Augsburg und auf das Verlagshaus der Axel Springer AG. BKA-Präsident Horst Herold wendet zur Ergreifung der Terroristen eine Rasterfahndung an. Schließlich – im Sommer 1972 – werden die wichtigsten Leitpersonen, darunter Baader, Ensslin, Meinhof und Holger Meins, gefasst und im Hochsicherheitstrakt von Stuttgart-Stammheim inhaftiert.

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Nachdem Meins in einem kollektiven Hungerstreik der RAF-Gefangenen stirbt, erschießen Terroristen den Berliner Kammergerichtspräsidenten von Drenkmann. Zwecks Freipressung sämtlicher Gesinnungsgenossen besetzt das „Kommando Holger Meins“ die deutsche Botschaft in Stockholm und nimmt zwölf Geiseln („Geiselnahme von Stockholm“). Während dieser Aktion ermorden sie Oberstleutnant Andreas von Mirbach und Wirtschaftsattaché Heinz Hillegaart. Bei einer Befreiungsaktion kommt es zu einer Explosion; alle sechs Kommandomitglieder werden verletzt. Während des Prozesses versuchen die Häftlinge, den Ablauf zu boykottieren, indem sie sich fortwährend als verhandlungsunfähig darstellen, den Richter beleidigen und damit den Prozess stören. Meinhof überwirft sich mit ihren Mithäftlingen und tötet sich im Mai 1976. Nach Verbüßung ihrer Haftstrafe wird Brigitte Mohnhaupt zum führenden Kopf der Gruppe, die weitere Attentate begeht. Die RAF ermordet Generalbundesanwalt Siegfried Buback, seinen Fahrer und einen weiteren Begleiter in Karlsruhe. Mohnhaupt und Christian Klar erschießen bei einem Entführungsversuch Jürgen Ponto, den Vorstandssprecher der Dresdner Bank AG, in seinem Haus in Oberursel. Nachdem die Stammheimer Häftlinge erfahren haben, dass die Entführung des Flugzeugs Landshut durch die PFLP zu ihrer Freipressung fehlgeschlagen ist, nehmen sie sich in der Todesnacht von Stammheim das Leben. Daraufhin erschießen die letzten Anhänger der Gruppe in einem Waldstück den Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, den sie 43 Tage zuvor entführt hatten (siehe Deutscher Herbst).

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Stefan Aust

Der Film folgt weitgehend dem gleichnamigen Sachbuchbestseller von Stefan Aust. Eichinger und Edel erhoben den Anspruch größtmöglicher Authentizität. Sie betonten, mit welcher Akribie sie die Bilder nachgestellt hätten. Man brachte an Fahrzeugen übereinstimmende Kfz-Zeichen an und zählte die Schüsse gemäß den Polizeiberichten präzise ab. Das Regal in Meinhofs Zelle wurde mit jeder LP und jedem Buch in genau derselben Reihenfolge aufgebaut, und bei Nacktauftritten sorgten Schamhaar-Perücken für Übereinstimmung mit damaligen Gepflogenheiten. Wo immer Gespräche wörtlich überliefert sind, übernahm sie Eichinger; viele andere Dialoge entstammen schriftlichen Äußerungen, etwa bei der Herold-Figur. Die Auseinandersetzungen der Inhaftierten wurden aus Kassibern rekonstruiert. Echt sind auch die Sätze von Pastor Ensslin im Interview, das aber nicht – wie im Film dargestellt – Stefan Aust führte.

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Das Buch

Eichinger erklärte, dass man sich der historischen Wirklichkeit lediglich annähern könne. Manchmal erlaubte er sich, von den historischen Fakten im Sinne einer dramaturgischen Verdichtung abzuweichen, sofern dies die Geschichte nicht verzerrte.[8] Beispielhaft ist die Spielfilmszene, in der Baader seine Freundin mit Peter-Jürgen Boock in der Badewanne antrifft. Tatsächlich war Boock mit Ensslin in der Badewanne. Tatsächlich hat Baader dem jungen Boock einmal eine Lederjacke geschenkt. Doch Eichinger fasste zwei voneinander getrennte Ereignisse zu einem zusammen. Die Verhaftung Baaders wird zeitlich stark gerafft wiedergegeben. Eine erfundene Figur ist Herolds Assistent Koch, die dazu dient, dass Herold seine Gedanken einer anderen Person und damit dem Publikum mitteilen kann. Des Weiteren werden beim Stammheim-Prozess zwar einige Anwälte gezeigt, die aber weder in Sprechrollen auftreten noch namentlich genannt werden. Die seinerzeit beim Prozess involvierten Anwälte und späteren Politiker Hans-Christian Ströbele und Otto Schily treten im Film nicht in Erscheinung. (Quelle: wikipedia)

Da hätten Eichinger und Edel machen können, was sie wollten, sie hätte es ganz sicher nicht allen recht machen können.

So wurde in der Kritik öfters moniert, dass zuviel Gewalt- und Actionszenen verwendet wurden: Das Geschrei hätte ich hören wollen, hätte man nicht jene brutale Seite des Terrors gezeigt hätte … von Verharmlosung wäre die Rede gewesen. Allein die Entführung von Schleyer war ein barbarisches Gemetzel … das ist belegt.

Die Sicht der Angehörigen der Opfer ist nachzuvolziehen:

„Michael Buback, der Sohn des 1977 von der RAF ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, moniert, dass Uli Edel und Bernd Eichinger in „Der Baader Meinhof Komplex“ zu wenig auf die Opfer eingingen, und es sich sich um einen reinen „Täterfilm“ handele.“

Also, mich hat dieser Film ziemlich aufgewühlt, weil … nun ja … in jenen Jahren befand ich mich in den Jahren der Politisierung, und die zynische, menschenverachtende und völlig unrealitische Einstellung von Baader & Co. hat mich schon damals geschmerzt, denn … dass Akteure wie Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof ja eigentlich sehr idealistisch und menschlich geprägt waren, ist bekannt. Sie haben diese Haltung eingetauscht: Von der Schreibmaschiene zur Waffe ….

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Besetzung:

In der Reihenfolge ihres Auftretens:

Martina Gedeck: Ulrike Meinhof
Hans-Werner Meyer: Klaus Rainer Röhl
Jasmin Tabatabai: Hanne
Volker Bruch: Stefan Aust
Jan Josef Liefers: Peter Homann
Christian Näthe: Jochen
Martin Glade: Benno Ohnesorg
Leonie Brandis: Friederike Dollinger
Johanna Wokalek: Gudrun Ensslin
Michael Gwisdek: Helmut Ensslin
Thomas Winter: Bernward Vesper
Moritz Bleibtreu: Andreas Baader
Johannes Suhm: Thorwald „Thorsten“ Proll
Tom Schilling: Josef Bachmann
Sebastian Blomberg: Rudi Dutschke
Simon Licht: Horst Mahler
Vinzenz Kiefer: Peter-Jürgen Boock
Katharina Wackernagel: Astrid Proll
Bruno Ganz: Horst Herold
Heino Ferch: Herolds Assistent
Susanne Bormann: Petra „Peggy“ Schoenau
Peter Schneider: Gerhard Müller
Anna Thalbach: Ingrid Schubert
Alexandra Maria Lara: Petra Schelm
Nina Eichinger: Telefonistin Springer Verlag
Smail Mekki: Abu Hassan
Daniel Lommatzsch: Christian Klar
Andreas Tobias: Manfred Grashof
Annika Kuhl: Irmgard Möller
Stipe Erceg: Holger Meins
Niels Bruno Schmidt: Jan-Carl Raspe
Sunnyi Melles: Frau Buddenberg
Nadja Uhl: Brigitte Mohnhaupt
Hannah Herzsprung: Susanne Albrecht
Michael Schenk: Siegfried Haag
Britta Hammelstein: Hanna Krabbe
Sandra Borgmann: Sieglinde Hofmann
Christian Blümel: Siegfried Hausner
Hans Peter Hallwachs: Günter von Drenkmann
Thomas Thieme: Richter Dr. Prinzing
Alexander Held: Siegfried Buback
Hubert Mulzer: Jürgen Ponto
Kirsten Block: Ignes Ponto
Hannes Wegener: Willy Peter Stoll
Bernd Stegemann: Hanns Martin Schleyer
Andreas Borcherding: Pastor
Alexander Grünberg: Polizeibeamter
Albert Mollenkopf: Anwalt

Regie: Uli Edel
Drehbuch: Bernd Eichinger
Produktion: Bernd Eichinger
Musik: Peter Hinderthür,Florian Tessloff
Kamera: Rainer Klausmann
Schnitt: Alexander Berner

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Die Schläger des Schahs schreiten zur Tat (unten den Augen der Polizei)

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Wendepunkt 1: Der Tod von Benno Ohnsorg

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Ulrike Meinhof agiert im deutschen Fernsehen

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Gudrun Ensslin empört sich

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Sie diskutiert mit ihrem Vater, der Pastor ist

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Ulrike Meinhof trennt sich von ihrem Ehemann, Klaus Rainer Röhl (Herausgeber von „konkret“), da er als Playboy es nicht lassen kann

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Bader und Ensslin sind inzwischen ein Paar

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Das Kaufhaus brennt

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Es folgt die Verhaftung

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Der Vietnam-Krieg löst bei vielen Bestürzung aus

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Josef Bachmann schaut sich den Dutschke im Fernsehen an

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Josef Bachmann schreitet zur Tat

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Der Springer Verlag und die Zeitung „Bild“ …

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Che Guevara

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Black Power

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Der Prozess gegen die Brandstifter beginnt

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Horst Mahler, der Anwalt

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Noch ist die Schreibmaschine ihre Waffe

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Ulrike Meinhof trifft Gudrun Ensslin im Gefängnis

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So sahen damals Fürsorge-Zöglinge aus

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Die legendäre Regierungserklärung von Willy Brandt („Mehr Demokratie wagen“)

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BKA Chef Herold

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Man plant die Befreiung von Baader

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Mit diesem Sprung entsheidet sich Meinhof für die Illegalität

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In einem palästinesischem Lager beginnt die paramilitärische Ausbildung

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Zur Finanzierung dienen Banküberfälle

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Zur Rechtfertigung werden Grundsatzpapiere veröffentlicht

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Kennzeichen werden gestohlen

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Die Fahndung läuft nun auf Hochtouren

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Herold erläutert die Prinzipien der Rasterfahndung

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Straßenkontrollen bestimmen bald den Alltag

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Erste Verhaftungen

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Erste Tote auf Seiten der RAF

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US Kasernen werden mi selbst gebastelten Bomben angegriffen

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Ulrike Meinhof schreibt weiter …

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Die Rasterfahndung läuft

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Dieses Attentat trifft die Frau eines Gerichtspräsidenten

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An weiteren Sprengsätzen wird fieberhaft gearbeitet

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Bader und Raspe, die Garage ist das Ende ihrer Freiheit

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Ensetzen bei Gudrun Ensslin& Co. …

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… Verzweiflung bei Ulrike Meinhof

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Raspe wird von der Polizeit gedemütigt und geqäult

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Ulrike Meinhof wird verhaftet

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Holger Meins beginnt seinen Hungerstreik

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Telegramm des Innenministers: Der glaubt, mit den Verhaftungen sein der Terror zu Ende … welch Irrtum

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Holger Meins wird zwangsernährt … und stirbt

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Und dann dieser unsägliche Auftritt von Rudi Dutschke am Grab von Holger Meins. Er ruft mit erhobener Faus „Holger, der Kampf geht weiter“ …

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Die Botschaft in Stockholm brennt

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Der Prozess in Stammheim beginnt

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Ulrike Meinhof erklärt sich für verhandlungsunfähig

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Ulrike Meinhof begehrt auf und bestimmt den Vorsitzenden Richter als „Arschloch“

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Gudrun Ensslin legt nach und tituliert den Richter als „alte Sau“

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Der lässt sich das nicht gefallen

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Die Einigkeit in der Gruppe beginnt zu bröckeln

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Weitere Attentate der 2. Generation der RAF folgen

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Die Ermordung von Ponto

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Schließlich wird Hans Martin Schleyer entführt …

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Sein Begleitpersonal wird erschossen

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Es wird eine Flugzeugentführung geplant

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Tod in Stammheim

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Die grausame Logik: Hans Martin Schleyer wird ermordet

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Die 68er und die Folgen (7): Claudia Decker – Die Revolution im Bett – Die 68er und die sexuelle Befreiung der Frau (Radio-Doku, Bayerischer Rundfunk) (2018)

FrontCover.jpgIn dieser Woche gibt es beim Bayerischen Rundfunk eine Themenwoche, die sich mit den „68er Bewegung“ beschäftigt.

Ein Beitrag beschäftigte sich mit:

Die 68er und die sexuelle Befreiung der Frauen

Die 68er stehen zwar für freie Liebe, aber davon profitierten vor allem die Männer. Von der Revolution im Bett spürten die Frauen noch nichts. Mit den 68ern begann allerdings die Emanzipation und mit ihr kam die sexuelle Befreiung der Frauen.

Die Medien stürzten sich ab Ende der 60er Jahre auf Geschichten von wildem Sex in Studentenbetten. Aber für die Frauen gab es in Wahrheit keine Revolution im Bett, sondern bestenfalls eine Evolution. Sie mussten sich erst von der Bevormundung ihrer Genossen emanzipieren und ihre eigene Sexualität entdecken.

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Wolfgang Ettlich Filmemacher und Besitzer einer Kleinkunstbühne in München („Heppel & Ettlich„)

Der Trauschein war für den Mann der Freibrief für Sex. Erfüllte eine Ehefrau ihre Beischlafpflicht nicht, konnte das für den Ehemann ein Scheidungsgrund sein. „Schuldig geschieden“ bedeutete für die Frau, Unterhaltsansprüche und das Sorgerecht für die Kinder zu verlieren. Und wer kein oder kein weiteres Kind haben wollte, tat sich schwer mit Verhütung. Die Pille gab es zwar bereits, aber ein Rezept bekamen nur verheiratete Frauen – oft nur, wenn sie mindestens drei Kinder hatten und der Mann einverstanden war.

Im Jahr 1968 schien es vorbei zu sein mit Keuschheit und Gehorsam. Tabus wurden gebrochen. Die 68er propagierten freie Liebe als Gegenmodell zur bürgerlichen Kleinfamilie. Die Medien stürzten sich darauf. Das Lotterleben der Kommunarden wurde zum Tagesgespräch einer empört-staunenden Öffentlichkeit.

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Christina von Hodenberg: Historikerin und Professorin an der Queen Mary, University of London

Die Historikerin Christina von Hodenberg schreibt in ihrem Buch „Das andere Achtundsechzig“, so manche Frau fühlte sich unter Hinweis auf den hehren Dienst an der Revolution zum Beischlaf genötigt. Die Frauen im Umfeld der ersten Kommunen und des West-Berliner Sozialistischen Deutschen Studentenbundes SDS berichten übereinstimmend:

„…dass Promiskuität vor allem für die Männer galt und deren sexuelle Befreiung absolut auf Kosten der Frauen ging – ‚immer mit dem Gefühl, wenn du das nicht machst, bist du ne Bürgerliche!'“ (Auszug „Das andere Achtundsechzig– Gesellschaftsgeschichte einer Revolte“ von Christina von Hodenberg)

Bei vielen Revoluzzern der 68er stand die Gleichberechtigung ihrer Mitstreiterinnen nicht auf der Agenda, weder gleiche Rechte in der Küche noch gleiche Rechte und Bedürfnisse im Bett. Die Historikerin Christina von Hodenberg schreibt über die 68er-Studentinnen:

„Sie waren sämtlich Mütter kleiner Kinder, deren Väter ihnen trotz ihres Studiums die Hauptlast der Kinderbetreuung aufbürdeten. Die Entstehung der neuen Frauenbewegung ist untrennbar mit dieser familiären Situation verknüpft.“ (Auszug „Das andere Achtundsechzig– Gesellschaftsgeschichte einer Revolte“ von Christina von Hodenberg)

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Nicolai Tregor: Bildhauer

Der Satz „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“ ist legendär. Viele junge Frauen der damaligen Zeit spürten dabei aber weniger Freiheit als Frauenverachtung. Weder das ungehemmte Reden über Sexualität noch deren Zurschaustellung in Medien und Film brachte den 68er-Frauen die Anerkennung ihrer sexuellen Autonomie. Sie mussten ihre sexuelle Befreiung selbst in die Hand nehmen und setzen den Machos des Studentenbundes diesen Satz entgegen: „Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen!“

Abseits der Frauen, die in Kommunen lebten und Teil der Dauer-Disco waren, mussten Frauen ihren täglichen Kampf im banalen Alltag ausfechten. Wie befreiten sie sich? Die Ärztin Renate Schicketanz gehörte zum Team der ersten Beratungsstelle von pro familia in München 1969. Sie leistete Pionierarbeit in der Familienberatung nach dem Krieg: Von Information über Empfängnisverhütung bis hin zur Erfahrung des eigenen Orgasmus‘.

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Inga Tränker: Damals Playgirl für Prominente (wie Curd Jürgens), heute: Künstlerin und Schriftstellerin

„Ganz viele Frauen, auch mit Kindern, kannten keinen Orgasmus. Der Mann war wichtig, aber nicht die eigene Sexualität.“ (Renate Schicketanz, Ärztin und Psychotherapeutin)

Basisarbeit war notwendig, um den Frauen zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen. Revolutionär war die Gruppenberatung für Frauen, die pro familia anbot, und in der die Teilnehmerinnen den weiblichen Körper erforschten. (Pressetext)

Ganz sicher ein Thema, das nicht nur für mich von Interesse ist … Ich selbst – damals pubertierender und arg schüchterner Knabe – wurde natürlich von all diesen „wilden Thesen“ gefesselt … später haben sie dann schon auch mein Leben als erwachsener Mann begleitet.

Die Gespräche mit Zeugen der damaligen Zeit sind bemerkenswert, insbesondere die „Lebensbeichte“ der Inga Tränker … da wäre eine wohl fast verbrannt, ob ihres ausschweifenden Lebens.

Und die Ärztin Renate Schicketanz (Gründerin von pro familia, die mehrere „Beratungsstellen und Informationen rund um Sexualität, Verhütung, Kinderwunsch, Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch“ betreibt) weist mit eindringlichen Worten auf die damalige Notwendigkeit, dass die Frauen natürlich auch ihrer Weg hin zu einer selbstbestimmten Sexualität zu gehen hatten … auch wenn´s den Männer nicht immer so gut gefallen hat.

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Redaktion:
Claudia Decker

Titel:
1. Die Revolution im Bett – Die 68er und die sexuelle Befreiung der Frau (Radio-Doku) 22.58

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Die 68er und die Folgen (6): Oskar Roehler – Elementarteilchen (2006)

TitelTja … und auch hier schwingen die 68er mit, und das nicht zu knapp:

Elementarteilchen ist ein deutscher Film von Oskar Roehler aus dem Jahr 2006. Er beruht auf dem gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq, verlegt dessen Handlung allerdings von Paris nach Berlin.

Premiere feierte der Film am 12. Februar 2006 im Rahmen der 56. Berlinale. In den deutschen Kinos lief er ab dem 23. Februar 2006, auf DVD wurde er am 5. Oktober veröffentlicht. Im deutschen Free-TV war der Film erstmals am 27. März 2008 in der ARD zu sehen.
Zur Handlung:

Bruno und Michael sind Halbbrüder. Ihre Mutter Jane schiebt sie zu unterschiedlichen Großmüttern ab, sodass beide zunächst nicht voneinander wissen.

Nachdem sich der sexuell frustrierte Literaturlehrer Bruno, der in seiner Freizeit rechtsradikale Texte verfasst, seiner Schülerin Johanna unsittlich genähert hat, begibt er sich freiwillig in psychiatrische Behandlung zu Frau Dr. Schäfer. Ihr offenbart er, dass sein bisheriges Leben aus einer Aneinanderreihung von Tiefpunkten und Rückschlägen bestand. Mit zwei Jahren hat ihn seine Mutter verlassen, um nach Puna auszuwandern, weshalb er bei seiner Großmutter aufwuchs. Sein Großvater starb kurz nach seiner Ankunft beim Pilzesuchen im Wald und wurde erst drei Tage nach seinem Tod gefunden. Als Bruno 13 Jahre alt war, starb seine Großmutter auf tragische Weise beim Zubereiten des Mittagessens. Daraufhin wurde er in ein Internat gebracht, wo er von den älteren Mitschülern drangsaliert wurde. Einmal im Jahr holte ihn seine Mutter aus dem Internat ab und nahm ihn in eine Hippie-Kommune mit. Seine ersten sexuellen Erfahrungen hatte Bruno mit einer Verwandten auf der Trauerfeier seiner Großmutter.

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Seine aktuelle Beziehung befindet sich in einer Krise, seine Frau ist mit seiner Tochter aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen, weshalb er beschließt, in einem esoterischen New Age-Camp neue Kontakte zu knüpfen. Dort lernt er die sexuell aktive Christiane kennen und lieben. Gemeinsam leben sie ihre Lust in Swinger-Clubs mit wechselnden Sexpartnern aus. Bei einer Sexorgie bricht Christiane zusammen – sie leidet an Steißbeinnekrose in fortgeschrittenem Stadium, ihre Beine sind fortan gelähmt und sie ist dadurch auf den Rollstuhl angewiesen. Bruno zögert, sich zu ihr zu bekennen und ihr anzubieten, zu ihm zu ziehen. Christiane stirbt durch Suizid, als sie sich vom Balkon ihrer Wohnung in die Tiefe stürzt. Bruno begibt sich erneut in psychiatrische Behandlung und lebt seither mit der Illusion weiter, dass Christiane an seiner Seite lebt. So sieht man ihn in der unten erwähnten Schlusseinstellung am Strand des Seebads sitzen, vermeintlich Hand in Hand mit Christiane.

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Brunos Halbbruder ist im Gegensatz zu ihm nicht an Frauen interessiert. Der introvertierte Michael, seit seiner Jugend mathematisch hochbegabt, widmet sich inzwischen beruflich mit fast autistischer Hingabe der Molekularbiologie, um neue Wege der Reproduktion menschlichen Erbguts zu entdecken. Weil das Grab seiner Großmutter durch den Baubeginn der örtlichen Bundesstraße bedingt umgebettet werden muss, reist er nach Winzhofen, in den Ort seiner Kindheit, wo er seine Jugendfreundin Annabelle wiedertrifft. Als Schülerin hatte diese vergeblich auf die Erwiderung ihrer Gefühle für ihn gehofft. Sie verführt Michael, der zuvor noch nie mit einer Frau geschlafen hat, und sie werden ein Liebespaar. Annabelle wird schwanger, doch wird bei ihr ein Unterleibstumor festgestellt, weshalb sie einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen muss. Michael eilt aus Irland zurück, wohin er wegen seiner Forschungsarbeiten übersiedelt ist, um ihr während ihrer Genesung Beistand zu leisten. Schließlich bittet er sie, zu ihm nach Irland zu ziehen, worauf sie einwilligt.

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Kurz vor ihrem Aufbruch nach Irland verabschieden sich Michael und Annabelle von Bruno, indem sie ihn an einem sonnigen Tag aus der psychiatrischen Klinik abholen und einen Tag gemeinsam am See verbringen.

Dem Film stand ein geschätztes Budget von etwa 6 Millionen Euro zur Verfügung.[5] Elementarteilchen erreichte in den europäischen Kinos über 1,1 Millionen Zuschauer, darunter 840.000 in Deutschland, über 100.000 in Italien, 50.000 in Frankreich und 35.000 in Österreich.

Der Film entstand größtenteils in Berlin. Darüber hinaus wurden Außenaufnahmen am Bahnhof von Hetschburg vorgenommen und Innenaufnahmen im alten Pfarrhaus von Drößnitz durchgeführt.

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Das Lexikon des internationalen Films erkennt in Elementarteilchen eine „Verfilmung des gleichnamigen Romans von Michel Houellebecq, die weniger die kulturpessimistischen Weitungen der Vorlage als primär die seelische Befindlichkeit der Protagonisten ausloten will. Ein inszenatorisch etwas zu glatter, vor allem in der ersten Hälfte überdeutlicher Parforce-Ritt durch die Tiefen menschlicher Abgründe, der durch das hervorragende und engagierte Schauspieler-Ensemble überzeugt.“

Michael Dlugosch schrieb auf filmrezension.de: „Eine seltsame Seichtigkeit anstelle des gesellschaftskritischen Zynismus Houellebecqs macht sich im Film, der den Roman inhaltlich wesentlich umkrempelt, breit.“ Er kritisierte, dass „Roehler sich nach Agnes und seine Brüder thematisch wiederholt, ohne einen Fortschritt zu erlangen“, und gab dem Film zwei von fünf möglichen Punkten.

Von einer „Sensation“ sprach dagegen Jan Schulz-Ojala im Tagesspiegel: „Der souveräne Umgang mit dem schwierigen Material bereitet den Boden für zwei der schönsten, melancholischsten, gebrochensten Skizzen der Liebe, die man seit langem im Kino hat sehen können. (…) Der Mensch ist eine von der Evolution überholte, dennoch zähe und deshalb anrührende Spezies: Roehler transponiert dieses Credo Houellebecqs wie traumwandlerisch bis in die Großaufnahmen, mit denen die Kamera die Gesichter ausforscht (…)“ (Quelle: Wikipedia)

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Und was hat dieser Film nun bitteschön mit den 68er zu tun? Jede Menge … wenn man sich den Strömungen jener Jahre bewusst ist …

Da ging es natürlich auch um die „freie Liebe“ … und die Folgen … und ja, da ging es auch um die Folgen der „freien Liebe“ … da ging es um Fragen wie Verantwortung für das eigene Tun … und Nina Hoss spielt die „Schlampe aus Poona“ großartig …

Und im Laufe meiner Lehr- und Wanderjahre sind mir all die Charaktere dieses Films mehr als einmal begegnet ….  und wenn ich ehrlich, ich bin war wohl selbst einer dieser Charaktere …

Talkin´ `bout my Generation …

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Das ungleiche Brüderpaar

 

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Michael trifft seine alte Jugendliebe wieder …

 

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… und man kommt sich näher …

Besetzung:
Dieter Bach (Kates Lover)
Hermann Beyer (Anabeles Vater)
Moritz Bleibtreu (Bruno Klement)
Simon Böer (Janes Liebhaber)
Thomas Drechsel (Bruno als Junge)
Martina Gedeck (Christiane)
Michael Gwisdek (Professor Fleißer)
Corinna Harfouch (Dr. Schäfer, Brunos Therapeutin)
Wilfried Hochholdinger (Krankenhausarzt)
Nina Hoss (Jane)
Ursula Karusseit (Großmutter)
Deborah Kaufmann (Hannelore)
Herbert Knaup (Sollers)
Joachim Kretzer (Christoffersen)
Ulrike Kriener (Aabelles Mutter)
Nina Kronjäger (Katja)
Hussi Kutlucan (Italiener)
Simon Licht (Kursleiter)
Tyra Misoux (Swingerclub-Mädchen)
Manfred Möck (Forscher)
Uwe Ochsenknecht (Brunos Vater)

Franka Potente (Annabelle)
Tom Schilling (Michael als Junge)
Jasmin Tabatabai (Yogini)

Christian Ulmen (Michael Djerzinski)
Jennifer Ulrich (Johanna Rehmann, Schülerin)

Regie: Oskar Roehler

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Bruno tobt sich in der Psychiatrie schriftstellerisch aus ..

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Die „alte Hippie-Schlampe“ liegt im Sterben

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Brunos Vater

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Bruno lernt Christiane kennen …

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Michael in seinem Metier als hochbegabter Wissenschaftler

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Annabelle erhält die schreckliche Diagnose

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Man trifft sich im Swinger-Club ….

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Die Entscheidung …

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Die 68er und die Folgen (5) – Der Spiegel (Geschichte) (Zeitschrift) – Die 60er Jahre (August 2016)

TitelDass ein solches Heft in diesem blog mal auftauchen muss, versteht sich eigentlich fast von selbst … bin ich doch ein Kind der 60er Jahre (um es mal zu verkürzen)

Es war ein Aufbruch, eine „große, fantastische, verrückte Zeit, widersprüchlich, teilweise gaga, aber auch wunderschön“. Der ehemalige Studentenführer und Grünenpolitiker Daniel Cohn-Bendit sagt das im neuen SPIEGEL-GESCHICHTE-Heft „Die 60er Jahre“. Das Jahrzehnt war prägend: Menschen flogen auf den Mond, die Beatles sangen, die „Gastarbeiter“ kamen nach Westdeutschland, und ein Tomatenwurf auf die Machos in der Studentenbewegung zeigte, dass die Frauen es satthatten, in der zweiten Reihe zu stehen. Das Heft über die wilden Jahre und ihre Folgen … (Verlagsankündigung)

Und hier erstmal ein Blick in das Inhaltsverzeichnis:

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Also … man muss den „Spiegel“ nicht mögen, aber der Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt schon, dass man bei der Planung dieses Heftes schon versucht hat,  sehr umfassend jenes „verrückte“ Jahrzehnt zu beleuchten … und natürlich darf und muss man eigentlich auch die Narreteien dieses Jahrzehntes kommentieren.

Wäre ja auch ansonsten fast langweilig… denn „die 60er Jahre“ haben entscheidenden Impulse für die Zukunft gegeben … wer das ernsthaft bezweifeln möchte, dem ist fast nicht mehr zu helfen.

Hier also ein Rückblick … mit viel Liebe zum Detail und die Graphiker konnten sich so richtig austoben … Ein Einstieg in dieses Jahrzehnt, das nun wirklich bemerkenswert war.

 

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Daaniel Cohn-Bendit und Joschka Fischer auf einer Grünen Versammlung, 1987

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Das bitterste Produkt der 68er ….

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Auch kein Ruhmesblatt: Der „Aktionskünstler“ Otto Mühl

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Er war bahnbrechend: Alexander Sutherland Neill

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