Konzertfotographie: Ludwig Seuß Band (08. Juni 2019)

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Wann auch immer ich in ein Konzert gehe, habe ich ne Kamera dabei (erst einmal wurde sie mir abgenommen … ausgerechnet bei einem Konzert der späten Humble Pie … ).

Gestern war ich auf dem Klangfest Event in München und mich hat insbesondere der Ludwig Seuss interessiert:

Der ist seit ewigen Zeiten als Boogie, Blues & New Orleans Pianist unterwegs (nebenbei spielt er dann noch als Keyboarder bei der Spider Murphy Gang).

Leider spielte die Band nur 30 Minuten (diese Zeit war für all die Bands beim Klangfest 2019 verbindlich) … aber ich war schlicht und ergreifend begeistert …

Hier ein paar Fotos von diesem Auftritt (und natürlich spielte er auch eine Reminiszenz Dr. John !):

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Peter Kaiser – Das große Sterben für die Freiheit (Deutschlandradio) (2019)

TitelEin wahrlich bedeutsames Datum, der 05.06.1944 … Der sog. „D-Day“:

In der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 begann im Zweiten Weltkrieg die Landung der Alliierten in der Normandie: Um den sogenannten „Atlantikwall“ des Deutschen Reiches zu erstürmen. Keine 24 Stunden hielt das Bollwerk dem Angriff stand.

Ziel dieser noch heute in der Weltgeschichte größten Streitmacht war der sogenannte Atlantikwall der deutschen Wehrmacht. Über eine Länge von 2685 Kilometern sollte dieser „Gürtel aus Bollwerken“ (Adolf Hitler), bestehend aus insgesamt 8119 Bunkern, das Deutsche Reich an der Atlantikküste vor Angreifern schützen. Mehr als 1000 Kriegsschiffe, 3100 Landungsboote, unterstützt von 7500 Flugzeugen, mit insgesamt mehr als 150.000 US-amerikanischen, britischen und kanadischen Soldaten setzten vom Ärmelkanal zur Küste der Normandie über.

Die Nazi-Bollwerke hielten dem Angriff der alliierten Streitkräfte keine 24 Stunden stand.

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Britische Truppen landen während der Invasion in Nordfrankreich mit ihren Pontons an der französischen Küste.

Mit einem blutigen Preis. Auf beiden Seiten fielen an diesem Tag mehr als 20.000 Männer, manche noch fast Kinder. Der D-Day, wie der Tag in den Geschichtsbüchern später bezeichnet werden sollte, eröffnete zur Ostfront eine zweite Front, die Westfront. Das Ende des Nazireiches zwischen diesen zwei Fronten hatte am 6. Juni 1944 begonnen.

Heute wird dieser gewaltigen Schlacht an der normannischen Küste in den Museen an den Landungsstränden wie etwa Utah Beach, Omaha Beach oder Juno Beach unterschiedlich gedacht. Stehen im Landungsmuseum der Juno Beach die Frauen inmitten der Kampfhandlungen, im sogenannten Frauen-D-Day, im Mittelpunkt einer Ausstellung, so sind andere Museen etwa um die Wehrmachtsbunker gebaut worden, zum Teil noch mit den originalen Geschützen. Und es gibt überall geführte Battlefield-Touren, Schlachtfeldtouren an der HKL, der Hauptkampflinie.

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Foto von der Landung aliierter Soldaten in der Normandie

Dazu kommen noch das Merchandising mit T-Shirts, Sweatshirts, Baseballcaps, Tassen, Tellern, Regenschirmen und vielem mehr. Es scheint, als sei das große Sterben für die Freiheit Europas vor 75 Jahren eher ein Geschäft geworden.

Anlässlich des 75. Jahrestag des D-Day hat das Deutschlandradio am 1.Juni im Rahmen einer „langen Nacht“ ein imponierendes Radio-Feature ausgestrahlt (knapp 3 Stunden !) ausgestrahlt.

Neben historischen Aufnahmen hören wir eine umfassende Dokumentation der damaligen Ereignisse einschließlich aktueller Beiträge zum Thema „Geschichtsvermittlung“.

Eine großartige Leistung des Autors Peter Kaiser:

Peter Kaiser

Peter Kaiser

Peter Kaiser, geboren 1957 in Berlin, Abendstudium Industriefachwirt, war in der Industrie tätig, bis er anfing, für den Rundfunk zu arbeiten. Seitdem Feature, Reportagen, Kritiken, Beiträge und Reiseberichte in allen ARD-Sendern, sowie im SPIEGEL. Verschiedene Texte haben inzwischen Eingang in Abitur-Schulbücher gefunden. Dazu kommen etliche Buchpublikationen, zuletzt: „Element 17“ und „Tief unten. Tief im Flughafen. Tief im BER“.

Was er da in Szene gesetzt hat, ist starker Tobak (nicht nur wegen der Länge) … es ist wieder ein Rückblick in die deutsche Geschichte … die einen wie mich gruseln lässt, schaudern lässt.

Übrigens: Mein Vater, ganz sicher kein überzeugter Nationalsozialist (er war eher eine strammer Anhänger der damaligen Zentrumspartei) brachte es Zeit seines Lebens nicht über sich, diesen Tag als Beginn der Befreiung zu definieren. Für ihn blieb es der Beginn der Niederlage Deutschlands.

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Denkmal am Omaha Beach zur Erinnerung an den D-Day.

Besetzung:
Frank Arnold (Sprecher)
Gilles Chevalier (Voice Over männlich)
Christiane Guth (Voice Over weiblich)
Birgit Paul (Zitatorin)
Jan Uplegger (Zitator)

Autor: Peter Kaiser
Redaktion: Dr. Monika Künzel
Regie: Beate Ziegs:

Sendetermin: 1. Juni 2019 DeutschlandfunkKultur (1./2. Juni 2019) Deutschlandfunk

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Tischset mit Motiven der Landung der Allierten in der Normandie

Titel:
01. Das große Sterben für die Freiheit 2.50.39

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Vier Veteranen des D-Day im Jahr 2019

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Neben der eigentlichen Radiosendung habe ich noch das dazu passende Manuskript wie weitere Informationen zum D-Day beigelegt,.

 

Oliver Kobold und Jochen Wobser – Nur bei uns – Wie Zweitausendeins die Gegenkultur verlegte (SWR 2) (2019)

Titel

Tja, wo Trikont ist, da ist Zweitausendeins nicht weit … Oder wie schrieb der treue Lese dieses blogs, Hermann anlässlich der Präsentation des Trikont Kataloges aus dem Jahre 1979 (siehe hier):

„Danke für den Beitrag. in meiner Jugend wurde aber eher bei 2001 bestellt ….“

Und dann flatterte mir in den letzten Tages dieses ganz aktuelle Radiofeature vom SWR 2 ins Haus … :

Comics von Robert Crumb, Gedichte von Wondratschek und Bukowski, LPs von Dylan und Cohen, die Geistesblitze der Neuen Frankfurter Schule, Karl Kraus und das Kursbuch als Nachdruck im Backsteinformat.

Der 1969 gegründete Zweitausendeins Verlag lieferte die kulturelle Wegzehrung für den langen Marsch der Linken durch die Institutionen, esoterische Abwege eingeschlossen.
Audio herunterladen.

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50 Jahre nach der Gründung lohnt ein Blick zurück: Was hat ein bestimmtes Milieu zu einer bestimmten Zeit gelesen, gehört, geglaubt? Wie klang der Sound der Gegenkultur? Und wann hörte er endgültig auf, vernehmbar zu sein? (Quelle: SWR 2)

Und so ging´s mit diesem völlig unmöglichem Versand los:

Beispiel 1

Beispiel 2

Und den Rest der Geschichte kann man hier in diesem faszinierendem Radiomitschnitt hören … Faszinierend nicht nur, weil die Geschichte von Zweitausendeins faszinierend ist, sondern weil hier auch viele Zeitzeugen zu Worte kommen und von daher dieser Beitrag besonders authentisch ist und da dieser Beitrag mit vielen Detailinformationen aufwarten kann, die z.B. mir bisher noch nicht bekannt waren.

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Exklusiv bei Zweitausendeins: Das legendäre Moods Label

Und vermutlich geht´s da nicht nur mir so: Ohne Zweitausendeins wäre mein Leben ärmer gewesen, ohne Zweitausendeins hätte ich diverse musikalische und literarische Anregungen gar nicht so einfach mitbekommen.

Zum Verständnis der links-alternativen Szene, die sich ab Ende der 60er Jahre hier bei uns entwickelte, ist diese Radio-Sendung unverzichtbar.

Zum Nachlesen habe ich dann noch das Sendemanuskript beigelegt …

Besetzung:

Sprecher:
Janik Petry – Klaus Profalka Ardani – Lisbeth Felder

Redaktion:
Walter Filz

Regie:
Tobias Krebs

Text:
Oliver Kobold und Jochen Wobser

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Räumungsverkauf: das Zweitausendeins Geschäft in der Türkenstraße, München

Titel:
01. Nur bei uns – Wie Zweitausendeins die Gegenkultur verlegte 55.30

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Und so ging´s dann mit Zweitausendeins weiter:

Zweitausendeins gibt „Merkheft“ ab

Ab Februar 2017 wird das legendäre „Merkheft“ des Kulturversandhauses Zweitausendeins von Frölich & Kaufmann herausgegeben − einem Unternehmen der Ganske Verlagsgruppe.

Zweitausendeins übergibt damit Produktion und Versand des bekannten Kataloges an das Berliner Versandunternehmen für Bücher aus dem Bereich Kunst und Kultur, so eine Ganske Mitteilung.

„Wir freuen uns, nach der Integration von Artservice und Cultous das Angebot von Frölich & Kaufmann nun um das ‚Merkheft‘ erweitern zu können“, so Frank-H. Häger, Vorstand der Ganske Verlagsgruppe; „das Themenangebot wird für unsere Kunden nun noch attraktiver.“ Dabei verstehe sich Ganske quasi als Dienstleister für Zweitausendeins, so ein Sprecher der Verlagsgruppe auf Anfrage. Über die Konditionen machte er keine Angaben. Ziel sei es, das „Merkheft“ zu erhalten und dessen Verbreitung zu steigern. Der Versand der Bestellungen laufe wie bisher. Das bedeute zudem keine Übernahme von Zweitausendeins, das Unternehmen bleibe eigenständig, betont der Ganske-Sprecher.

Michael Kölmel, Inhaber von Zweitausendeins, freut sich über den kompetenten Nachfolger Frölich & Kaufmann für das „Merkheft“. Die Kooperation sei „ein wichtiger Baustein für die zukünftige inhaltliche Arbeit von Zweitausendeins. Zweitausendeins wird sich weiterhin hochwertigen Inhalten im Bereich Buch, Musik und Film widmen“, so Kölmel. Zukünftig werde sich Zweitausendeins hier als reines Online-Unternehmen engagieren (die Frage ist, was dann mit den Shop-in-Shops geplant ist).

Der langjährige Chefredakteur Axel Winzer wechselt ebenfalls zu Frölich & Kaufmann und wird dort die Redaktion des Katalogs, der zunächst unter der Bezeichnung „Merkheft bei FRÖLICH & KAUFMANN“ erscheint, weiter verantworten.

„Das Merkheft war seit Beginn meiner Laufbahn ein großes Vorbild, deshalb freue ich mich sehr darauf, es gemeinsam mit Axel Winzer in bewährter Qualität fortzuführen und auch weiter zu entwickeln“, sagt Andreas Kaufmann, Geschäftsführer von Frölich & Kaufmann.

Frölich & Kaufmann ist ein Unternehmen der Ganske Verlagsgruppe und wurde 1978 von Gerd Frölich und Andreas Kaufmann gegründet. Das Unternehmen gilt als größter Versand für Bücher aus dem Bereich Kunst und Kultur in Europa.

Zweitausendeins Versand Dienst, gegründet 1969, ist ein Kulturversandhaus. Zweitausendeins verkauft eigene und fremde CDs, DVDs, Software und eigene und fremde Bücher sowie Restauflagen. (Quelle: Börsenblatt, 2016)

 

Und dann … gab´s wieder plötzlich einen aktiven Verand, der sich Zweitausendeines nennt:

Zum 1. Oktober haben der Medienunternehmer Michael Kölmel und seine Frau, die Kunsthistorikerin Doris Apell-Kölmel, die Leipziger Verlagsgruppe Seemann Henschel übernommen, die Anfang März beim Amtsgericht Leipzig Insolvenz beantragen musste. Kölmel gehörte mit seiner 1998 an die Börse gebrachten Kinowelt AG zu den führenden deutschen Filmverleihern; 2001 ging die gemeinsam mit seinem Bruder Rainer gegründete Firma pleite. Inzwischen ist der 63-jährige Wahl-Leipziger, der seit 2003 in der Messestadt lebt, mit seiner neu gegründeten Firma Weltkino und anderen Unternehmungen wieder gut im Geschäft, daneben hat sich der Eigentümer der Red Bull Arena Leipzig laut Medienberichten mit dem Bundesligisten RB Leipzig über einen Verkauf des Stadions geeinigt, kolportierter Kaufpreis: 70 Millionen Euro.

In der Buchbranche ist Kölmel kein Unbekannter: 2006 hat er, wiederum gemeinsam mit seinem Bruder, den in finanzielle Schieflage geratenen Verlag und Buchversender Zweitausendeins übernommen. 2011 erfolgte der Umzug der Firma nach Leipzig; in den Jahren 2013 bis 2016 wurden sukzessive die Ladengeschäfte geschlossen, während die Shop-in-Shop-Kooperationen mit dem stationären Buchhandel bis heute weiter gepflegt werden. Aktuell bieten bundesweit rund 20 Buchhandlungen das Zweitausendeins-Sortiment an. Seit Mai liegt die Geschäftsführung in den Händen von Neffe Nicolas Kölmel und Peter Deisinger, der seit 2011 als Texter, Copy-Editor und Einkäufer bei Zweitausendeins tätig war.

2003 hatten Bernd Kolf und Jürgen A. Bach die drei Verlage E. A. Seemann, Henschel und Edition Leipzig von der Dornier-Gruppe übernommen; 2004 holten sie auch Koehler & Amelang an den Gründungsort zurück. Die nun als E. A. Seemann Henschel GmbH & Co. KG firmierende Verlagsgruppe hat ihr Domizil im Leipziger Haus des Buches verlassen und ihren neuen Standort unterm Zweitausendeins-Dach in der Karl-Tauchnitz-Straße bezogen. Annika Bach, Tochter des Altverlegers, hat als Mitgesellschafterin die Geschäftsführung der neuen Verlagsgruppe übernommen. Die gebürtige Freiburgerin hatte nach Volontariaten bei Chr. Links und Bärenreiter seit 2014 die Programmleitung der Verlage Henschel sowie Koehler & Amelang inne. (Quelle: Börsenblatt,  2017)

Alles irgendwie ganz schön verwirrend, aber auch spannend …

Nur mal so nebenbei: Erstens: es kommt anders …

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Also: Erstens: es kommt anders, als zweitens: man es sich denkt.

Wir haben unseren Urlaub abgebrochen. Meine Tochter zog sich eine schwere Schwangerschaftsvergiftung zu, die letzten drei Tage waren leider sehr bedrohlich. Mittlerweile ist nun ihre Tochter per Kaiserschnitt zur Welt gekommen (ist ein sog. Frühchen) und die Zeiten bleiben gesundheitlich noch ein wenig schwierig.

Da hat mich natürlich nichts mehr in Hurghada gehalten und natürlich bin ich momentan in einer emotional sehr aufgewühlten Verfassung.

Aber auch hier soll das Leben weitergehen.

Daher ein paar photographische Eindrücken von diesen turbulenten Tage in Ägypen (es ging schon los, dass wir am Samstag geschlagene 3 Stunden im Flugzeug warten mussten, bis aufgrund des Schneechaos der Flug endlich freigegeben wurde).

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Die „Plastikwelt“ eines 5 Sterne Hotels (Landeskategorie)

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Der Pool bei Nacht …

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… bei Tag

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Bier und Santa Claus (der US Kitsch lässt grüßen)

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Auf dem Fischmarkt und – na klar – eine der Moscheen in Hugharda

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Glasmalereien in der koptischen Kirche von Hurghada

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Was auch immer das heißen mag … 

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Die koptische Kirche von außen

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Kunst im Hotel

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Auf dem Obst – und Gemüsemarkt (den Gewürzmarkt habe ich leider nicht mehr geschafft):

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Schwerst bewacht: die koptische Kirche (bei allen Touristenansammlungen hatte ich natürlich auch ein mulmiges Gefühl)

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Mein Lieblingsfoto:

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Meine Frau Gemahlin übt die Vollverschleierung (aber nur, weil sie angesichts des heftigen Windes endlich ihre Zigarette anzünden wollte)