Richard Oesterreicher Quartett – Swing im Night Club (1965)

FrontCover1Von Richard Oesterreicher war hier schon mal die Rede und zwar im Zusammenhang mit seiner Single aus dem Jahr 1977, auf der er Klassiker wie „An der schönen blauen Donau“ im Discoi-Gewand präsentierte. Damals schreib ich angesichts seiner Biographie, dass man da eigentlich nur staunen könne.Und ich zitiere mal wieter:

„Richard Oesterreicher (fälschlich oft Österreicher; * 10. November 1932 in Wien) ist ein österreichischer Dirigent und Jazzmusiker.

Richard Oesterreicher ist der Sohn eines Musiklehrers. Er studierte zunächst beim Vater und begann ab 1947 eine Lehre als Schriftsetzer, neben der er am Konservatorium der Stadt Wien Gitarre und Klavier studierte. Er absolvierte ein Studium bei Walter Heidrich in Wien. Von 1958 bis 1967 war er als Berufsmusiker mit eigener Combo tätig, danach als Studio-Gitarrist, Arrangeur und Musiker im ORF-Unterhaltungsorchester.“

Hier eines seiner Frühwerke; mit seinem Quartett zelebriert er „Swing im Night Club“ und macht dabei eine fast durchgehend gute Figur, zumindest wenn man jazzige Unterhaltungsmusik jener Tage mag. So ist z.B. ihr „If I Had A Hammer“ wirklich pfiffig arrangiert (sie orientieren sich freilich am Arrangement von Trini Lopez). Leider sind die Stücke für meinen Geschmack zu kurz geraten.

Das besondere an dieser LP ist allerdings, dass wir hier die ganz frühe, junge Marianne Mendt als Sängerin zu hören bekommen. Mendt war damals mit ihrer eigenen Combo „The Internationals“ als Sängerin und Bassistin aktiv. Hier also „nur“ als Sängerin, möglichweise handelt es sich bei diesen Aufnahmen um ihr Schallplattendebüt. Jedenfalls macht auch sie ne gute Figur und von daher ist diese LP einfach ein akustischer Ohrenschmaus …

(Die akustischen Beeinträchtigungen bei „April In Paris“ bitte ich zu entschuldigen … ist halt so)

 

BackCover1

Besetzung:
Richard Oesterreicher Quartett
+
Marianna Mendt (vocals bei 09. – 11.)

Titel:
01. Dancing In The Dark (Schwartz/Dietz) 2.03
02. Frauen sind keine Engel (Mackeben/Beckmann) 1.58
03. Si Yote Quiero (Oesterreicher/Weizmann) 2.24
04. Casino (Oesterreicher) 2.43
05. Signorina (Kruntorad/Weizmann) 2.56
06. Ay Merenge (Oesterreicher/Weizmann) 2.46
07. Twist On The Blues (Oesterreicher/Weizmann) 1.58
08. If I Had A Hammer (Seeger/Hays) 2.57
09. Mackie Messer (Weill/Brecht) 2.55
10. Non Ho L´eta (Nisa/Panzeri) 1.49
11. Danke schön (Kaempfert/Schwabach/Gabler) 4.07
12. A Foggy Day In Londontown (Gershwin) 2.30
13. I Left My Heart In San Francisco (Cory/Cross) 3.02
14. April In Paris (Duke/Harburg) 2.04
15. All Right, OK, You Win (Wyche/Mayme) 3.06
16. So schön wie damals (Oesterreicher/Weizmann) 2.27

LabelA1

 

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Henry Vahl – Die gute alte Zeit + Mach dir keine Sorgen (1965)

FrontCover1.jpgVon dem beliebten Hamburger Volksschauspieler Henry Vahl war hier schon mal die Rede und zwar hier. Als Südstaatler kannte ich ihn natürlich aus dem Ohnesorg Theater und ich fand ihn damals – als Kind – schon irgendwie witzig … ert war aber auch knorrig und knarzig, wenn ich das mal so sagen darf.

Das trifft auf diese Single eher nicht zu.

Gelegentlich beschreibe ich ja die gute alte Schlagermusik als Illussionsmusik.

Hier passt jedoch der Begriff „Beschwichtigungsmusik“ besser … nicht unbedingt meiner Kragenweite … und am liebsten würde ich ergänzen: „Du lass dich nicht beschwichtigen in dieser Zeit“.

Aber das soll seine Verdienste insbesondere für all die Nordlichter und Hanseaten schmälern … seine TV-Auftritte waren dennoch besser als diese Single.

HenryVahl01

Legendär: Das Duo Henry Vahl + Heidi Kabel

Besetzung:
Henry Vahl (vocals)
+
Walter Stock und sein Orchester

HenryVahl02

Titel:
01. Die gute alte Zeit (Stock/Lüth) 2.21
02. Mach dir keine Sorgen (Amberg/Doelle) 2.47

LabelB1.jpg

 

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Die Limburger – 28 Akkordeon-Trümpfe (1965)

FrontCover1.JPGTja, „Die Limburger“ was gäbe es da zu berichten … Hm … gar nicht so einfach.

Aber dennoch: Nein, sie kommen nicht aus Garmisch-Partenkirchen, neun sie kommen auch nichtg aus dem Allgäu (ich hatte da an den Limburger Käse gedacht), sondern aus … Trommelwirbel …

… dem Städtchen Limburg in den Niederlanden ! Und dort waren sie als „Jean en Willy“ bekannt.

Bei uns traten sie zumeist in bayerischen Lederhosen auf und vermittelten so einen alpenländischen Flair … mir soll´s recht sein.

Ein Blick auf die Titelliste verät einem dann auch noch, was hier zu Gehör gebracht wird … und wer den Klang des Akkordeons mag, kommt hier natürlich voll auf seine Kosten, wenngleich ich schon ein wenig wehmütig an Jazzmusiker wir Art van Damme denke, der diesem Instrumente noch ganz andere Facetten entlockt haben.

Single

Die Single zur LP

Erschienen ist das Album wohl 1965. die Bestellnummer „G 12/LP 101“ könnte doch glatt darauf hinweisen, dass dies die erste LP des Labels war … Das Label „Golden 12“ war damals übrigens ein Sub-Label von Metronome. Beat-Freunden ist das Label wohl insbesondere durch seine Veröffentlichungen von dem Unikum Casey Jones (& The Governos).

Nun gut … ich verweise auf das Titelbild … das ich einfach nur Klasse finde … siehe unten.

DieLimburger01

Besetzung:
Jean „Sjeng“ Kraft (accordeon)
Willy „Wiel“ Scheilen (accordeon)

BackCover1

Titel:

01. 28 Akkordeon-Trümpfe (Teil 1) (14.58)
01.01.  Schneewalzer (Koschat)
01.02. Beim Kronenwirt  (Traditional)
01.03. Sennerin Abschied von der Alm (Traditional)
01.04. Ach, wär ich doch… (Boermans/Luxembourg/Hoes)
01.05. Der treue Husar (Traditional)
01.06. Kaiser-Wilhelm-Marsch (Traditional)
01.07. Schön ist die Jugend (Traditional)
01.08. Waldeslust (Tradtional)
01.09. Lustig ist das Zigeunerleben (Traditional)
01.10. Eine Seefahrt, die ist lustig (Traditional)
01.11. Muß i denn (Traditional)
01.12. Colonel Bogey (Alford)
01.13. Über den Wellen (Traditional)
01.14. Aloha Oe (Traditional)

02. 28 Akkordeon-Trümpfe (Teil 2) (14.58)
02.01. Tiroler Holzhacker Buab’n (Bultermann)
02.02. Trompeten-Echo (Avsenik)
02.03. Wien bleibt Wien (Traditional)
02.04 Kuckucks-Walzer (Jonasson)
02.05. Silberfäden im Goldhaar (Traditional)
02.06. Der schneeweiße Busen (Traditional)
02.07 Bummel-Petrus (Kersten)
02.08. Oh, Susanna (Traditional)
02.09. Schön ist ein Zylinderhut (Traditional)
02.10. La Paloma (Traditional)
02.11. La Golondrina (Traditional)
02.12. My Bonnie (Traditional)
02.13. Köhlerliesel (Ulisch)
02.14. Hohe Tannen (Traditional)

LabelB1

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FrontCoverA

Karl May – Winnetou – Folge 5 – (Am Martherpfahl) (Hörspiel) (1965)

FrontCover1.jpgAlso … vor wenigen Tagen war ich mal ein wenig länger im Keller (da war es ein wenig kühler) und ich habe versucht, dem Prinzip Ordnung ein wenig Gehör zu verschaffen. Ob das ne gute Idee  war, ich weiß es nicht. Der Keller ist aufgräumter, mein Arbeitszimmer ein wenig voller … denn so etliche „Schmuckstücke“ meines persönlichen Werdegangs durften mal wieder ans Tageslicht.

Darunter diese 6teilige EP-Serie „Winnetou“ aus dem Jahr 1965. Diese Serie war ein Glanzstück meiner Kindheit im Jahre 1965, und klar, dass Winnetour-Fieber hatte sich längst bei uns ausgebreitet und auch mich erfasst.

Aber nicht nur ich war und bin begeistert:

Klasseklasseklasse! Unter Offenbachs Regie entstand eine wunderbare Winnetou-Adoption (die einen Teil des Buches „Winnetou I“ beinhaltet). Winnetou und Sam Hawkens sind vorbildlich gesprochen und Erik Brädt setzt ein Glanzlich als unübertroffen fieser Tangua, dem man einfach nur die Pest an den Hals wünscht. (Das Fehlen der ersten Single der Philips-Aufnahme macht sich hier zum Glück nicht störend bemerkbar – bei der Fass-Produktion von „Der Schatz im Silbersee“ sieht das leider anders aus.) (Cartman)

Die Hörspielfassung verrät den professionellen Dramaturgen: Uwe Storjohann hat die Marterung Rattlers (unglaublich intensiv: Reinhard Brox) vor den alles entscheidenen Kampf zwischen Intsch-tschuna und Old Shatterhand vorgezogen, sodaß der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten bleibt. Bedauerlich bleibt allein, daß in der gekürzten LP-Version neben der 1.Single-Folge ‚Der Grizzly und das Greenhorn‘ auch die Pueblo-Szenen mit Nscho-tschi und Old Shatterhand (Single-Folge 5, Seite 1) unter den Schneidetisch fielen.

Jenseits der unterhaltenen Abenteuer-Aspekte nimmt diese vorzügliche Fassung die Thematiken von Recht und Unrecht, Töten und Getötetwerden, von Liebe und Hass reclativ ernst, und so ist etwa auch Offenbachs Hawkens ein mitunter nachdenklicher Charakter mit mehr Tiefe als die doch etwas schablonenhafte Figur bei May vorgibt.

GiselaGressmann

Gisela Greßmann als Nscho-tschi

Mit anderen Worten: Der ‚Winnetou‘-Klassiker schlechthin – und bislang unerreicht: also eigentlich 6 Punkte wert. Es wäre mehr als wünschenswert, daß die Gesamtaufnahme aller 6 Singlefolgen nochmals als CD wiederveröffentlicht würde. (thoschw)

Diesem frommen Wunsch wurde bisher nicht entsprochen … dafür gibt es hier aber alle Original-Single Aufnahmen (bei der o.g. besprochenen LP Ausgabe – die mir nicht bekannt ist), fehlen wohl einige Teile (wie z.B. die 1. Folge).

Regie führte ein gewisser Joseph Offenbach (der auch die Rolle des kauzigen Sam Hawkins mübernommen hat) … Experten unter uns werden ihn noch kennen, als den Vati Kurt Scholz bei der großartigen TV-Serie „Die Unverbesserlichen“.

Mich überzeugen diese Aufnahmen heute noch … ganz sicher werden aber viele diese Aufnahmen eher als antiquiert betrachten … aber wenn man mit glühenden Backen – damals … long time ago … gehört hat, dann ist das halt einfach so.

Wohlan .. .hier nun die fünfte Folge und nun beginnt die quälende Gefangenschaft von Old Shatterhand, Sam Hawkins, Stone & Parker … aber immerhin tritt nun die charmante Nscho-tschi auf den Plan … na ja … damals hatte ich jedenfalls glühende Bäckchen … *ggg* … trotz der drollinge Begrüßung von „Good day“ … sollte vermutlich „guten Tag“ heißen …

Ein Extra-Lob für die Darstellung der Schruken und Halunken namens Tangua und insbesonder des Rattler (der zelebriert diese Rolle geradezu atemberaubend … )

und …

… das dramatische Finale folgt dann demnächst in diesem Theater.

AlleFolgen

Alle Folgen dieser EP-Serie

Besetzung:
Jörg Behringer (Howard)
Volker Brandt (Old Shatterhand)
Erik Brädt (Tangua)
Charles Brauer (Winnetou)
Reinhard Brox (Rattler)
Rudolf Dobersch (Klekih-petra)
Benno Gellenbeck (Intschu tschuna)
Gisela Greßmann (Nscho-tschi)
Heinz-Horst Hofmann (Will Parker)
Immo Kroneberg (Dick Stone)
Joseph Offenbach (Sam Hawkens)
Mariette Termer (Alte Squaw)
Karlheinz Wüpper (Bancroft)
+
andere Mitglieder der Hamburger Bühnen
+
Geräuscheffekte: Willy Wany

Regie: Joseph Offenbach

BackCover1

Titel:
01. Am Marterpfahl (Teil 1) 6.09
02. Am Marterpfahl (Teil 2) 6.55

LabelB1.jpg

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Karl May – Winnetou – Folge 4 – Old Shatterhand am Rand des Grabes (Hörspiel) (1965)

FrontCover1.jpgAlso … vor wenigen Tagen war ich mal ein wenig länger im Keller (da war es ein wenig kühler) und ich habe versucht, dem Prinzip Ordnung ein wenig Gehör zu verschaffen. Ob das ne gute Idee  war, ich weiß es nicht. Der Keller ist aufgräumter, mein Arbeitszimmer ein wenig voller … denn so etliche „Schmuckstücke“ meines persönlichen Werdegangs durften mal wieder ans Tageslicht.

Darunter diese 6teilige EP-Serie „Winnetou“ aus dem Jahr 1965. Diese Serie war ein Glanzstück meiner Kindheit im Jahre 1965, und klar, dass Winnetour-Fieber hatte sich längst bei uns ausgebreitet und auch mich erfasst.

Aber nicht nur ich war und bin begeistert:

Klasseklasseklasse! Unter Offenbachs Regie entstand eine wunderbare Winnetou-Adoption (die einen Teil des Buches „Winnetou I“ beinhaltet). Winnetou und Sam Hawkens sind vorbildlich gesprochen und Erik Brädt setzt ein Glanzlich als unübertroffen fieser Tangua, dem man einfach nur die Pest an den Hals wünscht. (Das Fehlen der ersten Single der Philips-Aufnahme macht sich hier zum Glück nicht störend bemerkbar – bei der Fass-Produktion von „Der Schatz im Silbersee“ sieht das leider anders aus.) (Cartman)

Die Hörspielfassung verrät den professionellen Dramaturgen: Uwe Storjohann hat die Marterung Rattlers (unglaublich intensiv: Reinhard Brox) vor den alles entscheidenen Kampf zwischen Intsch-tschuna und Old Shatterhand vorgezogen, sodaß der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten bleibt. Bedauerlich bleibt allein, daß in der gekürzten LP-Version neben der 1.Single-Folge ‚Der Grizzly und das Greenhorn‘ auch die Pueblo-Szenen mit Nscho-tschi und Old Shatterhand (Single-Folge 5, Seite 1) unter den Schneidetisch fielen.

Jenseits der unterhaltenen Abenteuer-Aspekte nimmt diese vorzügliche Fassung die Thematiken von Recht und Unrecht, Töten und Getötetwerden, von Liebe und Hass reclativ ernst, und so ist etwa auch Offenbachs Hawkens ein mitunter nachdenklicher Charakter mit mehr Tiefe als die doch etwas schablonenhafte Figur bei May vorgibt.

Mit anderen Worten: Der ‚Winnetou‘-Klassiker schlechthin – und bislang unerreicht: also eigentlich 6 Punkte wert. Es wäre mehr als wünschenswert, daß die Gesamtaufnahme aller 6 Singlefolgen nochmals als CD wiederveröffentlicht würde. (thoschw)

Diesem frommen Wunsch wurde bisher nicht entsprochen … dafür gibt es hier aber alle Original-Single Aufnahmen (bei der o.g. besprochenen LP Ausgabe – die mir nicht bekannt ist), fehlen wohl einige Teile (wie z.B. die 1. Folge).

Regie führte ein gewisser Joseph Offenbach (der auch die Rolle des kauzigen Sam Hawkins mübernommen hat) … Experten unter uns werden ihn noch kennen, als den Vati Kurt Scholz bei der großartigen TV-Serie „Die Unverbesserlichen“.

Mich überzeugen diese Aufnahmen heute noch … ganz sicher werden aber viele diese Aufnahmen eher als antiquiert betrachten … aber wenn man mit glühenden Backen – damals … long time ago … gehört hat, dann ist das halt einfach so.

Wohlan .. .hier nun die vierte Folge und nun beginnt die kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Apachen und den Bleichgesichtern.

Die „Kampfhandleungen“ entbehren nicht einer gewissen Kominik … aber wir schrieben damals halt das Jahr 1965 … na ja … damals hatte ich glühende Bäckchen … *ggg* …

und …

… die restlichen Folgen werden im Laufe der nächsten Tage hier präsentiert …

AlleFolgen

Alle Folgen dieser EP-Serie

Besetzung:
Jörg Behringer (Howard)
Volker Brandt (Old Shatterhand)
Erik Brädt (Tangua)
Charles Brauer (Winnetou)
Reinhard Brox (Rattler)
Rudolf Dobersch (Klekih-petra)
Benno Gellenbeck (Intschu tschuna)
Gisela Greßmann (Nscho-tschi)
Heinz-Horst Hofmann (Will Parker)
Immo Kroneberg (Dick Stone)
Joseph Offenbach (Sam Hawkens)
Mariette Termer (Alte Squaw)
Karlheinz Wüpper (Bancroft)
+
andere Mitglieder der Hamburger Bühnen
+
Geräuscheffekte: Willy Wany

Regie: Joseph Offenbach

BackCover.jpg

Titel:
01. Old Shatterhand am Rand des Grabes (Teil 1) 6.32
02. Old Shatterhand am Rand des Grabes (Teil 2) 5.52

LabelB1

*
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Karl May – Winnetou – Folge 3 – Winnetou in Fesseln (Hörspiel) (1965)

FrontCover1Also … vor wenigen Tagen war ich mal ein wenig länger im Keller (da war es ein wenig kühler) und ich habe versucht, dem Prinzip Ordnung ein wenig Gehör zu verschaffen. Ob das ne gute Idee  war, ich weiß es nicht. Der Keller ist aufgräumter, mein Arbeitszimmer ein wenig voller … denn so etliche „Schmuckstücke“ meines persönlichen Werdegangs durften mal wieder ans Tageslicht.

Darunter diese 6teilige EP-Serie „Winnetou“ aus dem Jahr 1965. Diese Serie war ein Glanzstück meiner Kindheit im Jahre 1965, und klar, dass Winnetour-Fieber hatte sich längst bei uns ausgebreitet und auch mich erfasst.

Aber nicht nur ich war und bin begeistert:

Klasseklasseklasse! Unter Offenbachs Regie entstand eine wunderbare Winnetou-Adoption (die einen Teil des Buches „Winnetou I“ beinhaltet). Winnetou und Sam Hawkens sind vorbildlich gesprochen und Erik Brädt setzt ein Glanzlich als unübertroffen fieser Tangua, dem man einfach nur die Pest an den Hals wünscht. (Das Fehlen der ersten Single der Philips-Aufnahme macht sich hier zum Glück nicht störend bemerkbar – bei der Fass-Produktion von „Der Schatz im Silbersee“ sieht das leider anders aus.) (Cartman)

Die Hörspielfassung verrät den professionellen Dramaturgen: Uwe Storjohann hat die Marterung Rattlers (unglaublich intensiv: Reinhard Brox) vor den alles entscheidenen Kampf zwischen Intsch-tschuna und Old Shatterhand vorgezogen, sodaß der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten bleibt. Bedauerlich bleibt allein, daß in der gekürzten LP-Version neben der 1.Single-Folge ‚Der Grizzly und das Greenhorn‘ auch die Pueblo-Szenen mit Nscho-tschi und Old Shatterhand (Single-Folge 5, Seite 1) unter den Schneidetisch fielen.

Jenseits der unterhaltenen Abenteuer-Aspekte nimmt diese vorzügliche Fassung die Thematiken von Recht und Unrecht, Töten und Getötetwerden, von Liebe und Hass reclativ ernst, und so ist etwa auch Offenbachs Hawkens ein mitunter nachdenklicher Charakter mit mehr Tiefe als die doch etwas schablonenhafte Figur bei May vorgibt.

Mit anderen Worten: Der ‚Winnetou‘-Klassiker schlechthin – und bislang unerreicht: also eigentlich 6 Punkte wert. Es wäre mehr als wünschenswert, daß die Gesamtaufnahme aller 6 Singlefolgen nochmals als CD wiederveröffentlicht würde. (thoschw)

Diesem frommen Wunsch wurde bisher nicht entsprochen … dafür gibt es hier aber alle Original-Single Aufnahmen (bei der o.g. besprochenen LP Ausgabe – die mir nicht bekannt ist), fehlen wohl einige Teile (wie z.B. die 1. Folge).

Regie führte ein gewisser Joseph Offenbach (der auch die Rolle des kauzigen Sam Hawkins mübernommen hat) … Experten unter uns werden ihn noch kennen, als den Vati Kurt Scholz bei der großartigen TV-Serie „Die Unverbesserlichen“.

Mich überzeugen diese Aufnahmen heute noch … ganz sicher werden aber viele diese Aufnahmen eher als antiquiert betrachten … aber wenn man mit glühenden Backen – damals … long time ago … gehört hat, dann ist das halt einfach so.

Wohlan .. .hier nun die zweite Folge und hier prallen gans massiv die verschiedenen Welten aufeinander: Die Welt der „Rothäute“ und die der weißen Eindringle … die im Auftrag der Pacific Railroad das Land für den Bau einer Eisenbahn vermessen … aber auch die Welt des höflichen, zuuweilen in wenig naiven Old Shatterhad und die des rüppelhaften, unverschämten Trinkboldes Mr. Rattler, der kein Maß und Ziel kennt … mit tragischen Konsequenzen … z.B. dass Winnetou und  gefesselt auf ihren Tod warten … aber da ist ja noch Old Shatterhand … und sein gewiefter Freund Sam Hawkins …

und …

… die restlichen Folgen werden im Laufe der nächsten Tage hier präsentiert …

AlleFolgen

Alle Folgen dieser EP-Serie

Besetzung:
Jörg Behringer (Howard)
Volker Brandt (Old Shatterhand)
Erik Brädt (Tangua)
Charles Brauer (Winnetou)
Reinhard Brox (Rattler)
Rudolf Dobersch (Klekih-petra)
Benno Gellenbeck (Intschu tschuna)
Gisela Greßmann (Nscho-tschi)
Heinz-Horst Hofmann (Will Parker)
Immo Kroneberg (Dick Stone)
Joseph Offenbach (Sam Hawkens)
Mariette Termer (Alte Squaw)
Karlheinz Wüpper (Bancroft)
+
andere Mitglieder der Hamburger Bühnen
+
Geräuscheffekte: Willy Wany

Regie: Joseph Offenbach

BackCover1.jpg

Titel:
01. Winnetou in Fesseln (Teil 1) 6.03
02. Winnetou in Fesseln (Teil 2) 5.59

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Diese EP bekam ich zu meinem 10. Geburtstag und meine Mutter neigte immer wieder dazu, solche Geschenke mit ihrer Wdmung zu versehen:

Widmung

Karl May – Winnetou – Folge 2 – Fluch des Feuerwassers (Hörspiel) (1965)

FrontCover1Also … vor wenigen Tagen war ich mal ein wenig länger im Keller (da war es ein wenig kühler) und ich habe versucht, dem Prinzip Ordnung ein wenig Gehör zu verschaffen. Ob das ne gute Idee  war, ich weiß es nicht. Der Keller ist aufgräumter, mein Arbeitszimmer ein wenig voller … denn so etliche „Schmuckstücke“ meines persönlichen Werdegangs durften mal wieder ans Tageslicht.

Darunter diese 6teilige EP-Serie „Winnetou“ aus dem Jahr 1965. Diese Serie war ein Glanzstück meiner Kindheit im Jahre 1965, und klar, dass Winnetour-Fieber hatte sich längst bei uns ausgebreitet und auch mich erfasst.

Aber nicht nur ich war und bin begeistert:

Klasseklasseklasse! Unter Offenbachs Regie entstand eine wunderbare Winnetou-Adoption (die einen Teil des Buches „Winnetou I“ beinhaltet). Winnetou und Sam Hawkens sind vorbildlich gesprochen und Erik Brädt setzt ein Glanzlich als unübertroffen fieser Tangua, dem man einfach nur die Pest an den Hals wünscht. (Das Fehlen der ersten Single der Philips-Aufnahme macht sich hier zum Glück nicht störend bemerkbar – bei der Fass-Produktion von „Der Schatz im Silbersee“ sieht das leider anders aus.) (Cartman)

Die Hörspielfassung verrät den professionellen Dramaturgen: Uwe Storjohann hat die Marterung Rattlers (unglaublich intensiv: Reinhard Brox) vor den alles entscheidenen Kampf zwischen Intsch-tschuna und Old Shatterhand vorgezogen, sodaß der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten bleibt. Bedauerlich bleibt allein, daß in der gekürzten LP-Version neben der 1.Single-Folge ‚Der Grizzly und das Greenhorn‘ auch die Pueblo-Szenen mit Nscho-tschi und Old Shatterhand (Single-Folge 5, Seite 1) unter den Schneidetisch fielen.

Volker Brandt

Volker Brandt

Jenseits der unterhaltenen Abenteuer-Aspekte nimmt diese vorzügliche Fassung die Thematiken von Recht und Unrecht, Töten und Getötetwerden, von Liebe und Hass reclativ ernst, und so ist etwa auch Offenbachs Hawkens ein mitunter nachdenklicher Charakter mit mehr Tiefe als die doch etwas schablonenhafte Figur bei May vorgibt.

Mit anderen Worten: Der ‚Winnetou‘-Klassiker schlechthin – und bislang unerreicht: also eigentlich 6 Punkte wert. Es wäre mehr als wünschenswert, daß die Gesamtaufnahme aller 6 Singlefolgen nochmals als CD wiederveröffentlicht würde. (thoschw)

Diesem frommen Wunsch wurde bisher nicht entsprochen … dafür gibt es hier aber alle Original-Single Aufnahmen (bei der o.g. besprochenen LP Ausgabe – die mir nicht bekannt ist), fehlen wohl einige Teile (wie z.B. die 1. Folge).

Regie führte ein gewisser Joseph Offenbach (der auch die Rolle des kauzigen Sam Hawkins mübernommen hat) … Experten unter uns werden ihn noch kennen, als den Vati Kurt Scholz bei der großartigen TV-Serie „Die Unverbesserlichen“.

Mich überzeugen diese Aufnahmen heute noch … ganz sicher werden aber viele diese Aufnahmen eher als antiquiert betrachten … aber wenn man mit glühenden Backen – damals … long time ago … gehört hat, dann ist das halt einfach so.

Wohlan .. .hier nun die zweite Folge und hier prallen gans massiv die verschiedenen Welten aufeinander: Die Welt der „Rothäute“ und die der weißen Eindringle … die im Auftrag der Pacific Railroad das Land für den Bau einer Eisenbahn vermessen … aber auch die Welt des höflichen, zuuweilen in wenig naiven Old Shatterhad und die des rüppelhaften, unverschämten Trinkboldes Mr. Rattler, der kein Maß und Ziel kenntg … mit tragischen Konsequenzen …

und …

… die restlichen Folgen werden im Laufe der nächsten Tage hier präsentiert …

AlleFolgen

Alle Folgen dieser EP-Serie

Besetzung:
Jörg Behringer (Howard)
Volker Brandt (Old Shatterhand)
Erik Brädt (Tangua)
Charles Brauer (Winnetou)
Reinhard Brox (Rattler)
Rudolf Dobersch (Klekih-petra)
Benno Gellenbeck (Intschu tschuna)
Gisela Greßmann (Nscho-tschi)
Heinz-Horst Hofmann (Will Parker)
Immo Kroneberg (Dick Stone)
Joseph Offenbach (Sam Hawkens)
Mariette Termer (Alte Squaw)
Karlheinz Wüpper (Bancroft)
+
andere Mitglieder der Hamburger Bühnen
+
Geräuscheffekte: Willy Wany

Regie: Joseph Offenbach

BackCover1.jpg

Titel:
01. Fluch des Feuerwassers (Teil 1) 7.03
02. Fluch des Feuerwassers (Teil 2) 5.20

LabelB1

 

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