Dixieland-Messengers – 4 x Dixieland (1965)

FrontCover1Eine jener unzähligen „Tip Schallplatten“ EP mit flotten und gepflegten Dixie-Klängen einer Combo namens „Dixieland-Messengers“ und erfreulicherweise gibt es über diese Combo doch ein wenig mehr berichten, als über viele der Interpreten für dieses Label, das inzwischen schon ein wenig Kultstatus hat.

Die Dixieland-Messengers (ursprünglich nannten sie sich ja „Firestone“) stammten aus Berlin und waren wohl seit Ende der50er/Anfang der 60er Jahre aktiv und zählten zur damals scheinbar sehr vitalen Jazz-Szene Berlin.

Sie traten regelmässig in dem legendären Berliner Jazz-Club „Eierschale“ auf (allein die Geschichte dieses Clubs wäre ein eigenes Kapitel hier in diesem blog wert !).

Wer mehr zur „Eierschale“ wissen will … hier geht´s lang.

Wie lange es dann die Dixieland-Messengers dann tatsächlich gab, habe ich in der Kürze nicht mehr heraugefunden … aber für mich sind sie (stellvertretend für alle jene Jazzbands der frühen Jahre) kleine Helden, da sie vermutlich unter arg widrigen Umständen ihrer Leidenschaft frönten … und wer auf die irre Idee kommt, den Can-Can von Jacques Offenbach als Dixie-Jazz-Nummer zu interpretieren, der ist wirklich kreativ.

Und: ich weiss nicht wieviele Versionen es von „Midnight In Moscow“ gibt, aber als Dixie-Nummer habe ich diese Schnulze noch nie gehört !

Dixieland-Messengers

Besetzung:
Joachim „Blaschke“ Bläsing (saxophone)
Micki Dörmann (bass)
Klaus Fuhlbrück (banjo)
Joe Körner (trombone)
Thomas Newiger (trumpet)
Robbi (piano)
Tom Wetzel (drums)
+
Konrad Grewe Chor (bei 04.)

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Titel:
01. Creole Jazz (Luter) 2.28
02. South (Hayes/Moten) 2.04
03. Can-Can (Offenbach) 2.39
04. Midnight In Moscow (Ball/Burgers) 3.14

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Roberto Delgado – Caramba (1965)

FrontCover1Da haben wir wieder mal so ne Größe der deutschen Unterhaltungsmusik, die vorrangig in den 60er Jahren durch eine Flut von Aufnahmen auf sich aufmerksam machte:

Horst Wende (* 5. November 1919 in Zeitz; † 23. Januar 1996 in Hamburg) war ein deutscher Orchesterleiter, Komponist, Arrangeur und Akkordeonist. Er trat auch unter den Pseudonymen Roberto Delgado, Die Akkordeon Melodiker und Mister Pepper auf.

Horst Wende wirkte schon im Alter von sechs Jahren in der Tanzkapelle seines Großvaters mit. Er spielte Klavier, Akkordeon, Xylophon sowie Marimba. Nach seinem Abitur studierte er am Landeskonservatorium der Musik in Leipzig. Im Zweiten Weltkrieg wurde Wende als Soldat eingezogen. Gegen Ende des Krieges lernte er in einem britischen Gefangenenlager in Dänemark den Gitarristen Ladi Geisler kennen, mit dem er eine Band zusammenstellte.

Nach dem Krieg ließ sich Wende in Hamburg nieder, wo er mit Geisler (Gitarre), Hans Bekker (Schlagzeug) und Franz Rasch (Kontrabass) ein Quartett gründete, in dem er selbst Akkordeon spielt. Im Vergnügungsviertel St. Pauli fanden sie mit aktuellen amerikanischen Hits schnell ein begeistertes Publikum. Wende arbeitete unter anderem mit Edmundo Ros und dem noch unbekannten Freddy Quinn zusammen.

Passend zum Fasching ...

1950 wurde Wende, der praktisch alle populären Stilrichtungen beherrschte, von der Plattenfirma Polydor entdeckt. Dort nahm er, zumeist mit einer kleinen Besetzung, zahlreiche eigene Singles auf. Außerdem begleiteten Horst Wende und seine Tanz-Solisten namhafte Interpreten wie Lale Andersen, Melitta Berg, Bully Buhlan, Margot Eskens, Renée Franke, Gerhard Gregor, Monika Grimm, Friedel Hensch und die Cyprys, Udo Jürgens, Lonny Kellner, René Kollo, Detlev Lais, Danny Mann und Peter Steffen bei deren Schallplattenaufnahmen. 1956 nahm er mit Freddy Quinn den Titel Heimweh (Dort wo die Blumen blüh’n) auf. Die deutsche Version des US-amerikanischen Hits Memories Are Made of This hielt sich 14 Wochen auf dem ersten Platz der deutschen Charts. In den 1960er Jahren arbeitet Wende unter anderem mit Knut Kiesewetter zusammen.

1954 erschien erstmals eine Single von Wende unter dem Pseudonym Roberto Del Gado, das später in Roberto Delgado geändert wurde. Unter diesem Namen spielte Wende mit Studio-Orchestern vor allem Instrumental-Titel mit südamerikanischen Rhythmen sowie Cover-Versionen aktueller Hits ein. Außerdem wurden ganze Langspielplatten von Delgado Kompositionen aus Skandinavien, Russland, Griechenland, Israel und anderen Ländern gewidmet. Neben seinem Weggefährten Ladi Geisler wirkten namhafte Studiomusiker aus den Orchestern von Bert Kaempfert, Alfred Hause und James Last an den Produktionen mit. In den 1960er und 1970er Jahren fanden die Musikalben von Roberto Delgado im In- und Ausland großen Absatz. Zu seinen größten Single-Hits gehörten Mexico (1962) und Letkiss (1964). Parallel dazu erschienen weiterhin Schallplatten unter seinem eigenen Namen, die vor allem Polka- und Stimmungsmusik enthalten.

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Alernatives Front Cover

Wende, der sich Anfang der 1980er ins Privatleben zurückzog, starb am 23. November 1996 in seinem Wohnort Hamburg. Im Zuge des Easy-Listening-Revivals sind seit Ende der 1990er Jahre immer wieder Aufnahmen von Horst Wende alias Roberto Delgado auf CD erschienen. (Quelle: wikipedia)

Hier eine LP aus dem unerschöpflichen Repertoire des Horst Wende: Ebenfalls passend zum Karneval betörende Latin und Rumba Klänge aus Südamerika … ja, ja, wenn die Brasilianer erstmal Karneval feiern, dann bleibt uns Deutschen der Mund offen … Caramba !

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Auf diesen inlets konnte man sich dann immer informieren, was es sonst noch so gab … auch wenn es sich hier Werbung für EMI handelte (aber darin steckte meine LP halt)

Besetzung:
Roberto Delgado And His Orchestra

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Titel:
01. Rumba Tambah (Hernández) 2.01
02. Bésame Mucho (Velázquez) 2.52
03. Navidad Negra (Barros) 2.06
04. En Un Pueblito Español (Wayne/Lewis/Young) 2.27
05. Siboney (Lecuona/Manzo) 2.20
06. Moliendo Café (Manzo) 2.32
07. Macarenas (La Virgen De La Macarena) (Monterde) 2.11
08. El Manisero (The Peanut Vendor) (Simons/Sunshine/Gilbert) 2.52
09. Tres Palabras (Farres/Gilbert) 2.30
10. Amapola (Lacalle/Gamse) 2.55
11. Rumba De La Playa De Miami (Fields/Gamse) 2.07
12. Mucho Mucho (Grever/Paquale) 2.27
13. Marianella (Scotto) 2.15
14. Tabú (Stillman/M. Lecuona) 2.00

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Orchester Max Greger – Bal Paré (1965)

FrontCover1Das „Bal Paré“ war (oder ist) wohl was ganz besonderes:

„Der glanzvollste Ball am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig XIV, hieß „Bal Paré“. 1897 fand zum erstenmal ein Bal Paré in München statt und in der Isarstadt ist der das größte gesellschaftliche Ereignis bis heute geblieben. Fröhlichkeit ist die Devise dieses Festes. Prominenz des In- und Auslands von Bühne, Film, Funk und Fernsehen, aus Politik und Wirtschaft ist jedes Jahr Gast beim Verleger der „Bunten“, Senator Dr. Franz Burda, um das größte und rauschendste Fest des Münchner Faschings zu feiern.

Max Greger mit seiner Band entfesselt ein musikalisches Brilliantfeuerwerk und begeistert auch jene Gäste, die selber Stars sind. Er spielt die bekanntesten Hits und seine Musiker überbieten einander an Glanzleistungen. Der Bal Paré so sagen alle Gäste, ist der schönste Ball – nicht nur in München, sondern in der ganzen Bundesrepublik.

Unsere Absicht ist es Ihnen mit dieser Platte ein wenig von dem Glanz dieses Fest in ihr Heim zu zaubern. Sicher haben Sie Lust, den Bal Paré auch einmal zu Hause zu feiern. Viel Vergnügen ! “ (Hüllentext)

Nein, dazu habe ich keine Lust Stattdessen fiel mir der Spruch „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ ein … Aber sei´s drum: auf der Rückseite der Hülle kann man dann tatsächliche ein paar Prominente erkennen, die mir auch heute noch geläufig sind: Max Schmeling, Dietmar Schönherr/Vivi Bach, Heinz Rühmann, Pierre Brice, Herbert von Karajan. Elke Sommer und Senta Berger.

Und dass auch der Beatles Titel „A Hard Day’s Night“ mit im Programm war, zeigt, dass die Beatles (wohl im Gegensatz zu den Rolling Stones) damals schon ziemlich salonfähig waren … Ich weiß schon, warum ich mich damals zur Fraktion der Rolling Stones Fans zählte … Unabhängig davon lässt sich heute feststellen, dass der Maxl Greger natürlich bravorös aufspielen lässt !

Und heute würde man dann ganz sicher Iris Berben und die Burda Gattin Maria Furtwängler bei einem solchen Ball sichten können … und, ach ja, der Till Schweiger wäre ganz sicher auch dabei.

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Max Greger mit Peter Frankenfeld

Besetzung:
Orchester Max Greger

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Titel:
01. Münchner G’schichten (Mackeben) 3.37
02. Danke schön (Kaempfert) 2.35
03. Never On Sunday (Hadjidakis) 2.40
04. Moon River (Mancini) 2.10
05. A Hard Day’s Night (Lennon/McCartney) 2.31
06. Dinah (Akst) 1.52
07. Let’s Kiss Again (Reich) 2.11
08. Ich hätt getanzt heut nacht (Loewe) 2.17
09. Wunderbar (Porter) 2.22
10. Nur eine Stunde (Kreuder) 2.12
11. Das war eine schöne Party (Gainsbourg) 2.19
12. Bambi Bossa Nova (Leyh) 2.15
13. Durch dich wird diese Welt ers schön (Jary) 2.38
14. Es ist nur die Liebe (Grothe) 2.51
15. Münchner G’schichten (Mackeben) 1.15

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Martin Lauer – Silver Dollars + Das ist die große Straße (1965)

FrontCover1Singende Sportler sind bei Schlager-Sammlern ganz sicher ein interessantes Thema:

Und von dem Martin Lauer war hier schon mal die Rede und zwar hier.

Der Leichtathlet und Olympiasieger mußte ja aus tragischen Gründen 1962 seine Karriere beenden und noch im Krankenhaus bateltze er an seiner neuen Karrie als Schlagersänger mit dem Wild Wes Image.

Und das geling ihm ziemlich erfolgreich, denn in den 60er Jahren erschienen diversen Singles von ihm.

Hier ist so ein Exemplar …

Und wenn man seine Ohren für diese Schlagerwelt der 60er Jahre öffnen kann, so ist diese Single gar nicht mal so schlecht.

„Silver Dollars“ ist ein schwungvolles Lied (Kategorie Western Swing oder so), bei dem es wohl darum geht, die Puppen tanzen zu lassen sofern man vorher  beim Spielen noch entsprechende viel Geld verdient.

Nachdenklich und sentimental dann „Das ist die große Straße“ („…wir gehen die große Straße und von uns allen kommt keiner an … „) Und die Rosen sind auch schon mit von der Partie …

Nun gut … so war´s halt damals.

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Alternatives Front Cover

Besetzung:
Martin Lauer (vocals)
+
eine kleine Schar von Studiomusikern

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Titel:
01. Silver Dollars (Peeters/Feltz) 2.23
02. Das ist die große Straße (Laine/Rüger) 2.50

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Alternatives Back Cover

Johanna Von Koczian ‎– Chim Chim Cheree + Ein Tag one dich (1965)

FrontCover1Ach ja, die Johanna von Koczian:

Auch hier präsentiert sie auf den ersten Blick zwei Schlager, aber wie so oft inihrer Gesangskarriere waen auch diese ein wenig anders, als der Rest dieser Schlagerwelt in der Bundesrepublick:

Da ist z.B. die Song „Chim Chim Cheree“:

Chim Chim Cher-ee ist ein Lied, das Robert B. Sherman und Richard M. Sherman für den Film Mary Poppins schrieben. Es wurde 1964 veröffentlicht und im Film von Dick Van Dyke und Julie Andrews interpretiert. Die deutsche Version wurde von Monika Dahlberg und Harry Wüstenhagen gesungen. Die Sherman-Brüder gewannen für ihren im Walzer-Takt angelegten Song 1965 den Oscar in der Kategorie Bester Song. Robert B. und Richard M. Sherman erhielten auch den Oscar für die Beste Original-Musik. Die Inspiration zum Lied stammt von der Zeichnung des Drehbuchautors Don DaGradi, die einen Schornsteinfeger zeigt, der den Leuten der Überlieferung nach Glück bringt.

Johanna von Koczian1

Johanna von Koczian als Mary Poppins

Das Lied wurde oft gecovert, darunter in mehreren Jazzversionen. Eine stammt von John Coltrane und wurde 1965 auf dem Album The John Coltrane Quartet Plays veröffentlicht. Duke Ellington veröffentlichte ein komplettes Album mit Liedern aus Mary Poppins, Duke Ellington Plays Mary Poppins. Auch Louis Armstrong veröffentlichte das Lied auf Disney Songs The Satchmo Way. Deutsche Versionen des Songs stammen aus dem Jahr 1965; das Lied wurde in der Übersetzung von Hans Bradtke sowohl von Rex Gildo als auch von Johanna von Koczian interpretiert. (Quelle: wikipedia)

Schon irgendwie witzig … da singt diese Johanna von Koczian ein Liedchen aus einem US_Musical, das im gleichen Jahr von einem gewissen John Coltrane ebenfalls interpretiert wurde …

Und dann noch die B-Seite: Einerseits so ein x-beliebiger Schmachtschlager, und plätzlich wanderten meine Gedanken zu meiner Frau … und wie´s mir so geht, wenn wir – z.B. aus beruflichen Gründen – mal „getrennt“ sind … und plötzlich wurden mir meine Gefühle der Sehnsucht wieder mal bewusst … und jenes Gefühl, jene Hoffnung,  dass diese Tage – ohne sie – bald wieder vorbei sind …

Ja, ja, so ist das mit den verdammten Schlagern … oftmals treffen sie, mit all ihrer Vereinfachung, dann doch des Pudels Kern.

Johanna von Koczian2

Besetzung:
Johanna von Koczian (vocals)
+
Gerd Wilden und sein Orchester

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Titel:
01. Chim Chim Cheree (Bradtke/R. M. Sherman/R. B. Sherman) 2.34
02. Ein Tag ohne dich (Niessen/Relin) 2.27

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Chim Chim Cher-ee

Und hier geht´s dann noch zu einem weiteren Schlager der Johanna von Koczian, der ebenfalls ein bisschen anders ist (click on the pic):

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Otto Bänkel – Schwupp, sagt der Otto + Mich haben die Weiber versaut (1965)

FrontCover1.jpgDen Otto Bänkel gab´s natürlich nicht … er war ein Pseudonym für den Karl-Heinz (Charlie) Goldbeck.

Über den ist nicht allzu viel bekannt. ABer … er war im Dunstkreis  mit der Ikone Wolfgang „Ronny“ Roloff, er soll mit ihm freundschaftlich verbunden gewesen sein.

Und er war einer dieser unzähligen Musikanten der 50er und 60er Jahre, die auf obskuren Labels vornehmlich „humorvolle“ Musik aufnahmen. Er soll u.a. bei folgenden Projekten beteiligt gewesen sein sollen

So sang er u.a. als Otto Bänkel, Toni Hofer, Opa Dreyer,
Claus und Charlie, Mit Horst Half, K.H.Goldbeck, Sigi Hoppe als The Lasers und The Rio Rangers .

The Rio Rangers bestand aus, Klaus Jacob – Pseudonym – Ken Jackson Horst Half – Pseudonym – Tom de Gruyther K. H. Goldbeck – Pseudonym – Charles Goldberg Sigi Hoppe – Pseudonym – H. H . Bullerman

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Er verstärkte unter anderem bei SNB-Studio-Produktionen den Chor und das Orchester.
Er war auch Musikredakteur bei Radio Bremen. Karl-Heinz Goldbeck verstarb im Alter von 70 Jahren am 24.09.2004 in Bremen. Wunschgemäß wurde er seebestattet (Quelle: ronny-fan-club.de)

Seine „Karriere“ ging übrigens weiter …  bis in die 80er Jahre und zwar auf weiteren obskuren Singles und LP´s.

Hier eine seiner zahlreichen „Otto Bänkel“ Aufnahmen aus den 60er Jahren (bei eine dieser Aufnahmen war allerdings dann tatsächlich DER Ronny am Mikrophon):

Auf der Single-Hülle prangt der Schriftzug „Für Jugendliche ungeeignet“

Nun denn, der „frivole“ Humor, der sich breit machen sollen, ist eher der ganz schlichten Art .. und letztlich ein beredtes Beispiel für die Verklemmtheit, jener Republik, der dann später der Oswald Kolle den Marsch zu blassen hatte. Der Titel der B-Seite darf durchaus als frauenfeindlich eingestuft werden.

Ach ja … kleine Labelkunde: … das Elite Special Label war Teil der Schweizerischen Turicaphon AG (gibt´s heute noch !)

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Weitere „Otto Bänkel“ Singles

Besetzung:
Karl-Heinz (Charlie) Goldbeck (vocals)
+
eine kleine Schar von Studiomusikern

Karl-Heinz (Charlie) Goldbeck

Karl-Heinz (Charlie) Goldbeck im Jahr 1980

Titel:
01. Schwupp, sagt der Otto
02. Mich haben die Weiber versaut

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Verschiedene Interpreten – Das grosse Stimmungsfass – Ein Riesenspass (1965)

FrontCover1Wenn das Plattenlabel „Fass“ heißt, dann kann man sich natürlich mit dem Titel „Das grosse Stimmungsfass“ ein nettes Wortspiel leisten. Und ich gestehe: Fast hätte ich es vergessen, was der 11.11. für viele Menschen in unserer Republik bedeutet. Wäre da nicht so eine Kollegin, die ich sehr schätze, die mich vor ein paar Jahren mal als rheinische Frohnatur keck-jeck anblinzelte und mich augenzwinkernd daran erinnerte … dass am 11.11. ja die Karnevals-Saison eingeläutet wird.

Nun denn, dann will ich mal nicht so sein, und natürlich auch dieses Großereignis hier entsprechend würdigen, denn der nächste 11.11. kommt bestimmt ….

Dieser „Riesenspass“ („Ein großes Potpourri voller Stimmung, Schwung und guter Laune“) besteht aus insgesamt 46 Gassenhauern, die im damaligen Medley-Stil wie Perlen auf einer Kette aufgereiht ohne Pause oder sonstwas durch die Boxen knallen, auf das ja keine Verschnaufpause eintreten könnte.

Wem das dann noch nicht reicht, kann sich auf der Rückseite über allseits beliebte Partyspiele informieren, die dann z.B. „Das musikalische Wanderspiel“, „Der Huttanz“ oder auch Das Frage- und Antwort-Spiel“ heißen. Da kommt dann bei mir als bekennenden Party- und Faschingsmuffel besonders gut an. Und Titel wie „O alte Burschenherrlichkeit“ lösen bei mir geradezu größte Heiterkeit aus …

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So lustig kann der Karneval sein …

Sie´s drum: ‚Allen Jecken und Narren und die, die es noch werden wollen, wünsche ich mit dieser Stimmungsplatte viel Vergnügen und natürlich wird dies nicht die einzige bleiben, die das närrische Treiben 2014/15 hier begleiten wird.

Aber noch ein Wort zu diesem für mich eher rätselhaftem Label.

Ein gewisser „sif“ gestaltete auf der informativen Seite „rateyourmusic.com“ die Fass-Label-Discographie“ Seite. Und dort steht dann zu dieser LP „Das ist meines Wissens nach die erste FASS LP. Und wegen der Pedanterie: auf dem Cover ist als Best.Nr. „stereo 1431 FASS“ angegeben, auf dem Label steht „1431 FASS“.

Die zweite bekannte FASS LP ist dann nach Weihnachts-LP, die dritte (und hier wird das Jahr 1966) angegeben wiederum eine Stimmungsplatte. Ich vermute daher, dass diese LP so ca. im November 1965 (also passend zum Auftakt der närrischen Zeit) erschienen ist. Aber genaueres weiss man ja bei diesen Billig-Labels eh nie so genau.

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Karnevals-Veranstaltung (1965) mit Jupp Schmitz

Und über einen der Mitwirkenden, Erwin Hartung habe ich auch noch ein paar biographische Informationen gefunden:

Erwin Hartung (* 4. März 1901 in Bromberg (damals: Provinz Posen); † 25. Januar 1986 in Düsseldorf) war ein deutscher Sänger. In den 1930er Jahren war er einer der meistbeschäftigten Refrainsänger auf deutschen Schallplatten.

ErwinHartungVon Hause aus war er Schauspieler und Operettenbuffo, sein Rollenfach war der »singende Bonvivant«. Er begann seine Laufbahn 1920 an den Städtischen Schauspielen in Bayreuth, bevor er nach weiteren Engagements in Konstanz und Breslau 1925 nach Berlin kam. Hier gehörte er (nach verschiedenen kleineren Engagements) seit 1926/27 dem Ensemble des Theaters im Admiralspalast an und wirkte dort in den Haller-Revuen mit. 1929 wurde er von dem Orchesterleiter Paul Godwin für die Schallplatte entdeckt. Seitdem riss die Serie der Schallplatten-Aufnahmen mit ihm als Refrainsänger nicht ab, zum Teil unter Pseudonym (oft als Ernst Harten oder Hans Horsten). Es gibt mindestens 3000 Aufnahmen mit ihm, wahrscheinlich über 5000. Von 1939 bis 1946 war er mit der erfolgreichen Operettensängerin Mara Jakisch verheiratet. Aus dieser Ehe ging ein Sohn, Götz Hartung, hervor.

Neben seiner Schallplatten-Tätigkeit wirkte er auch weiter als Schauspieler auf der Bühne und in Filmen mit. In dem Film »Husarenliebe«, einem Militärschwank von 1932, spielte er eine Hauptrolle.

Weitere Filme: Kind, ich freu mich auf dein Kommen (1933, Regie: Kurt Gerron) + Heiratsinstitut Ida & Co. (1937) und andere.

Schon 1936 trat er (mit Emanuel Rambour und seinem Orchester) auch im Fernsehen auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Hartung als Interpret von Stimmungsliedern hervor und spielte bis in die 1970er Jahre vereinzelt kleine Rollen am Theater und im Fernsehen. (Quelle: wikipedia)

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Besetzung:
Erwin Hartung, dem „Trio Sorrento“, den „Ping-Pongs“, vielen anderen und einem Stimmungs-Orchester.

(Eine Zuordnung der Interpreten ist nicht möglich)

BackCover1

Titel:

Seite 1:  Das grosse Stimmungsfass – Ein Riesenspass (Teil 1) (18.15):
01. Ein Prosit der Gemütlichkeit
02. Schon wieder eine Seele vom Alkohol gerettet!
03. O, du lieber Augustin
04. Die Vogelhochzeit
05. Aus der Jugendzeit
06. Alle Vögel sind schon da
07. Ein Jäger aus Kurpfalz
08. Waldeslust
09. Wir sind die Sänger von Finsterwalde
10. Warum weinst du, holde Gärtnersfrau
11. Lang, lang ist’s her
12. Drunten im Unterland
13. Es geht ein Rundgesang
14. Das Lieben bringt groß‘ Freud‘
15. Mein Herz, das ist ein Bienenhaus
16. Schön ist die Jugend
17. Ach, wie ist’s möglich dann
18. Im Wald, im grünen Walde
19. Mädle, ruck, ruck, ruck
20. Auf de schwäbsche Eisebahne
21. Mein Hut, der hat drei Ecken
22. Muß ich denn zum Städtele hinaus
23. Es war einmal ein treuer Husar

Seite 2:  Das grosse Stimmungsfass – Ein Riesenspass (Teil 2) (18.28):
24. Horch, was kommt von draußen rein
25. Du, du liegst mir im Herzen
26. Schwarzbraun ist die Haselnuß
27. Ein Heller und ein Batzen
28. Lustig ist das Zigeunerleben
29. O alte Burschenherrlichkeit
30. Guter Mond, du gehst so stille
31. Ich bin ein Musikante
32. Eine Seefahrt, die ist lustig
33. Hamburg ist ein schönes Städtchen
34. Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein
35. Im tiefen Keller sitz ich hier
36. Drum, Brüder, wir trinken noch eins
37. Denn wir hab’n den Kanal noch lange micht voll
38. Bier her, Bier her
39. Keinen Tropfen im Becher mehr
40. Alt-Heidelberg, du feine
41. O wie wohl ist mir am Abend
42. Freut euch des Lebens
43. Das Wandern ist des Müllers Lust
44. Du bist verrückt, mein Kind
45. Daß du mich liebst, das weiß ich
46. O du wunderschöner deutscher Rhein

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