Kölner Rundfunk-Chor + Orchester – Die schöne Galathée (Franz von Suppé) (1979)

FrontCover1Und nun zu Franz von Suppè:

Franz von Suppè (* 18. April 1819 in Spalato (Split), Dalmatien; † 21. Mai 1895 in Wien) war ein österreichischer Komponist, der als Schöpfer der Wiener Operette gilt. Sein vollständiger bürgerlicher Name lautet gemäß dem Taufbucheintrag, der Suppè irrtümlich ohne jeglichen Akzent wiedergibt: Francesco Ezechiele Ermenegildo de Suppe. Suppè hinterließ ein Œuvre mit über 200 Bühnenwerken, darunter drei aufgeführte Opern und 26 aufgeführte Operetten, von denen die Ouvertüren zu Dichter und Bauer und Leichte Kavallerie besonders bekannt sind. Seine Operette Boccaccio gehört bis heute zum Standard-Repertoire deutschsprachiger Bühnen.

Die schöne Galathée ist eine komisch-mythologische Operette in einem Akt von Franz von Suppè.

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Das Libretto schrieb Leonhard Kohl von Kohlenegg unter dem Pseudonym Henrion Poly. Uraufführung war am 30. Juni 1865 in Meysels Theater, Berlin. Am 9. September des gleichen Jahres folgte die österreichische Erstaufführung im Carltheater, Wien. Die Aufführung dauert etwa eine Stunde.

Nach dem Großerfolg von Jacques Offenbachs Operette Die schöne Helena 1864 versuchte der Wiener Impresario Karl Treumann das Rezept „mythologischer Stoff in komischer Aktualisierung mit weiblichem Star“ auf die Wiener Operette zu übertragen und gab Suppé den Auftrag. Der Text ist eine Bearbeitung von Victor Massés Opéra comique Galathée (1852).

Der Diener Ganymed war nach damaligen Gepflogenheiten als Hosenrolle ausgelegt und wurde von der berühmten Komödiantin Anna Grobecker dargestellt. Die Pikanterie, dass sie mit Galathee ein Kussduett singen musste, trug wesentlich zum Erfolg des Stückes bei.
Handlung

Die Operette spielt im Atelier Pygmalions auf der Insel Zypern in antiker Zeit.

Der junge, begnadete Bildhauer Pygmalion ist natürlich darauf angewiesen, dass er Käufer für die von ihm erschaffenen Kunstwerke findet, aber eines davon ist unverkäuflich: die Statue der Nymphe Galathée. In sie ist er nicht nur verliebt, sondern regelrecht vernarrt. Deshalb verbirgt er sie hinter einem Vorhang, damit sie keiner seiner Kunden zu Gesicht bekomme. Seinem Diener Ganymed hat er befohlen, sie niemandem zu zeigen.

Kurt Großkurth

Kurt Großkurth

Dem Kunstliebhaber Mydas ist zu Ohren gekommen, welch prächtiges Werk Pygmalion besitzen soll. Weil dieser gerade außer Haus ist, gibt er Ganymed ein reichliches Trinkgeld, damit er ihm die Statue zeige. Dies wirkt. Mydas ist begeistert. Sofort will er die Statue kaufen. Plötzlich kehrt Pygmalion zurück und bemerkt, wie ihn sein Diener hintergangen hat. Wütend jagt er den Kunstsammler zur Tür hinaus.

Pygmalion fleht die Göttin Venus an, sie möge sich erbarmen und seiner Statue Leben einhauchen. Kaum hat er seinen Wunsch geäußert, da wird er auch schon erfüllt. Aber ach: Galathée entpuppt sich als mannstoller Vamp. Erst betört sie Pygmalion, dann seinen Diener Ganymed und – als schließlich wieder der penetrante Kunstliebhaber auftaucht – auch noch diesen. Pygmalion wird wütend. Er hatte geglaubt, in einem schönen Körper müsse auch eine gute Seele stecken. Nun muss er Venus nochmals um Hilfe bitten. Sie soll die Metamorphose rückgängig machen. Venus erhört ihn erneut. Als die schöne Galathée wieder zu Marmor erstarrt ist, verkauft Pygmalion das Luder mit Freuden an Mydas.

Besonders populär wurde die Ouvertüre, darin insbesondere der mitreißende G-Dur-Walzer. Einem größeren Publikum wurde sie als Titelmelodie der Fernsehserie Kir Royal bekannt.

Reinhold Bartel

Reinhold Bartel

Als weitere musikalische Höhepunkte stechen hervor: Der gleich auf die Ouvertüre folgende „Venuschor“, der später nochmals wiederkehrt, die Schlummerarie des Ganymed, das Auftrittslied des Mydas („Ja, ich lieb die Künstlerinnen“), Pygmalions Gebet („Venus, zu dir flehe ich hier“), das Terzett von Mydas, Ganymed und Galathée („Seht den Schmuck, den ich für euch gebracht“), das Trinklied der Galathée („Hell im Glas, da schäumt das duftige Nass“), das Duett zwischen Galathée und Ganymed („Ach, mich zieht’s zu dir“) und das Finale („Herbei, herbei mit frohem Sang, zur Venus hin führt uns heut der Freudengang“). (wikipedia)

Und zu dieser Aufnahme Anmerkungen von einem, der sich wohl in der Welt der Operette auskennt:

Da haben die Macher dieser Aufnahme offensichtlich der Originalgeschichte nicht vertraut und die ganze Geschichte kurzum ins Paris der 20er Jahre verfrachtet. Das ist auf der Bühne nachvollziehbar, auf CD kaum. Aber: die Bearbeitung ist sehr konsequent und durchaus witzig. Hinzu kommen glanzvolle stimmliche Leistungen, Renate Holm ist hervorragend, ebenso Reinhold Bartel und außerhalb des eurodisc-Operettenschmähs kann sich auch Ferry Gruber gut entfalten, Kurt Großkurth ist eine Freude als Mydas. (Werner Ganske)

Ferry Gruber

Ferry Gruber

Nun, die Operette ist nun wirklich nicht mein Ding; hier aber habe ob der drolligen Geschichte zuweilen schmunzeln müssen … und die Galathée ist ein keckes, ziemlich selbstwusstes Frauenzimmer (und nicht kratzbürstig und zänkisch, wie man im Hüllentext lesen kann)

Würde ich den Kern des Stoffes auf die Neuzeit verlegen, fällt mir der Song von Humble Pie ein; „I´m A Foll  For A Pretty Face“.

Vielleicht ist meine leichte Sympathie für diese Operette auch der Tatsache zu verdanken, dass mir das alles gar nicht so unbekannt vorkommt.

Die textlichen Modernisierungen wie „sexy“ und „Mallorca“ waren alles überflüssig wie ein Kropf.

Amüsant aber bei dieser Aufnahme, dass etliche der Dialoge ebenfalls konserviert wurden … das erleichter einerseits den Zugang zur Musik, ist aber auch ansonsten drollig … und der sog. „Kampf der Geschlechter“ wird schon ganz schön plastisch dargestellt.

Aufnahme: Köln, Westdeutscher Rundfunk 1965

BackCover1

Besetzung:
Reinhold Bartel (Pygmalion)
Ferry Gruber (Ganymed)
Kurt Großkurth (Mydas)
Renate Holm (Galathee)
+
Kölner Rundfunkchor + Kölner Rundfunkorchester unter der Leitung von Franz Marszarek

RenateHolm

Renate Holm

 

Titel:
01. Ouvertüre 7.06
02. Bin der größte Kunstmäzen 6.36
03. Welch ein seltsamer Klang 2.55
04. Venus, zu dir flehe ich hier + Gefühl, so warm, so süß 4.58
05. Was sagst du + Wunderbar, ein Mensch zu sein 5.28
06. Der Stein, der düster war 3.32
07. Der Mensch, der Jomo Spiens 4.48
08. Da, ich zieh‘ den Ring vom Finger mir 4:30
09. Hell im Glas, da schäumt das duft’ge Naß 3.11
10. Hinaus! O weh! Ha, was sind das für Manieren! 2.19
11. Du machst mich verrückt mit deinen heißen Blicken 6.53
12. Ich, als alter Kunstmäzen 1.32

Musik: Franz von Suppè
Texte: Leonhard Kohl von Kohlenegg

LabelB1

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Suppée01

Das Egerländer Blasorchester – Egerländer Blasmusik (ca. 1965/66)

FrontCover1Und nun mal wieder Musik aus der Kategorie „Musik der Heimatvertriebenen“, diesmal aus dem Egerland:

Das Egerland (Eghaland, tschechisch Chebsko) ist im engeren Sinne eine Region im Westen Tschechiens. Sie ist benannt nach dem Fluss Eger (tschechisch Ohře). Zum Egerland im weiteren Sinne gehören auch angrenzende Bereiche Oberfrankens und der Oberpfalz.

Das Gebiet des historischen Egerlandes liegt heute in Tschechien und Bayern. Der tschechische Teil mit einer Fläche von knapp 1000 km² bildet den größeren Teil des Okres Cheb, ohne den nach Deutschland hineinragenden Ascher Zipfel. Es umfasst das Egerer Becken (Chebská pánev) mit Teilen seiner Randgebirge, dem Elstergebirge im Norden, dem Český Les (Ostseite des Oberpfälzer Waldes) im Südwesten und dem Kaiserwald (Slavkovský Les, früher auch Císarský Les) im Osten. Die Ostgrenze verlief entlang des Leibitschbaches (Libocký Potok) und von dessen Mündung in die Eger weiter südwärts bis zum Tillenberg (Dyleň). Auch Teile des Sechsämterlands sowie die Städte Karlsbad (Karlovy Vary), Loket (Elbogen), Sokolov (Falkenau), Marienbad (Mariánské Lázně), Teplá (Tepl) und Luditz (Žlutice) gehörten zum Egerland.

In der Antike wurde das Gebiet von den den Illyrern zugerechneten Naristern (Laristern) bewohnt, die in römischer Zeit unter germanischen Einfluss kamen. In der Völkerwanderungszeit wurde es von Slawen besiedelt.

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Districtus Egranus (Karte von Johann Christoph Müller, ca. 1710)

Eine Urkunde von 1061 über die Ostkolonisation im benachbarten oberen Maingebiet erwähnt mit dem von dort aus ostwärts führenden Handelsweg auch den Ort Eger. 1135 wurde die Regio Egire erstmals als Teil des bayrischen Nordgaues im Besitz der Grafen von Vohburg erwähnt. Im Zuge der deutschen Ostkolonisation wanderten bairische Siedler ein. Durch Erbschaft kam das Egerland 1167 an Kaiser Friedrich Barbarossa aus dem Geschlecht der Staufer. Daher ist Eger der einzige Ort der Tschechischen Republik mit einer Kaiserpfalz. Die Staufer bauten die Provincia Egrensis zum reichsunmittelbaren Musterland aus. Das reichsunmittelbare Land wurde nach dem Niedergang der Staufer aufgeteilt.

Der Westen des Gebietes mit Anteil am Fichtelgebirge gelangte Stück für Stück in die Herrschaft fränkischer Hohenzollern.

Bereits nach 1268 eignete sich König Ottokar II. widerrechtlich die Stadt Eger und ihr Umland an, was maßgeblich zum Konflikt mit König Rudolf beitrug und in die Schlacht von Dürnkrut mündete. Die seit 1277 formal reichsunmittelbare Stadt Eger und das dazugehörende Landgebiet wurden von Kaiser Ludwig dem Bayern 1322 dem Kurfürsten und König von Böhmen Johann von Luxemburg verpfändet „bei Garantie der völligen Unabhängigkeit vom Königreich Böhmen“. Die historische Bezeichnung für das Egerland ist daher Reichspfandschaft Eger. Dieses Pfand konnte von Ludwig und seinen Rechtsnachfolgern niemals eingelöst werden. Nachdem die Kronen des Heiligen Römischen Reiches und des Königreichs Böhmen unter Karl IV., dem Sohn Johanns, in einer Hand vereinigt waren, war für eine Einlösung des Pfandes kein Grund mehr gegeben. Dies hatte zur Folge, dass das Egerland lange Zeit einen eigenen Landtag besaß und nicht als staatsrechtliches Territorium Böhmens galt.

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Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Egerland teils von den Kriegsparteien wie ein Teil Böhmens behandelt, teils betonten die Mächtigen die Eigenständigkeit aus ihrem Machtinteresse heraus. So verwehrte Rudolf II. der zeitweilig dem Luthertum zuneigenden Reichsstadt Eger die zu dieser Zeit den böhmischen Ständen zugestandene religiöse Toleranz. 1628 wurde die staatliche Einheit Bayerns formal wiederhergestellt, das Egerland verblieb dennoch als nichteingelöstes Reichspfand bei Böhmen. Die formale Eigenständigkeit innerhalb der Habsburgermonarchie verlor immer mehr an Bedeutung. 1751 wurde das Gebiet dem Elbogener Kreis (Loketský kraj) zugeordnet, einer Untergliederung des Königreichs Böhmen. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1806 wurde es integraler Bestandteil des österreichischen Kronlandes Böhmen.

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Bei der Auflösung der Donaumonarchie am Ende des Ersten Weltkrieges wurde das Egerland 1918/19 Teil der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Der Versuch der gleichzeitig ausgerufenen Republik Deutschösterreich, Böhmen und Mähren zu teilen und die mehrheitlich von Deutschböhmen bewohnten Randgebiete dem Deutschen Reich zuzuführen, scheiterte. Die Verfassung der Tschechoslowakei war ohne Beteiligung des deutschen Bevölkerungsteils ausgearbeitet worden, die deutschen Bürger der Republik waren zwar offiziell als Staatsbürger gleichberechtigt, jedoch führte die praktizierte Nationalitätenpolitik mit Bevorzugung der Tschechen gegenüber den nationalen Minderheiten zu Spannungen im Land. Die Konfrontationen zwischen mehrheitlich deutschen Gemeinden und dem tschechoslowakischen Staat hörten nie ganz auf und nahmen nach der Machtübernahme der NSDAP in Deutschland deutlich zu. Auch im Egerland gewann Henleins Sudetendeutsche Partei, die die Spannungen zwischen den Nationalitäten anheizte, zunehmend an Macht und Einfluss.

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Nach dem Münchener Abkommen vom 29. September 1938 und dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht ins Sudetenland am 1. Oktober 1938 wurde das Egerland mit seinen 88.000 Einwohnern Bestandteil des Deutschen Reichs. Im neu geschaffenen Sudetengau wurde es dem Regierungsbezirk Eger mit 800.000 Einwohnern auf 7466 Quadratkilometern mit Sitz in Karlsbad zugeordnet, welcher größtenteils aus altböhmischem Gebiet mit verschiedenen traditionellen Regionen, wie dem Ellbogener (Loketský), Pilsener (Plzeňský), Tachauer (Tachovský) und Saazer (Žatecký) Kreis, bestand.

Das Egerland war bis 1945 zu mehr als 90 Prozent von Deutschböhmen bewohnt, von denen die meisten nach dem Zweiten Weltkrieg infolge der Beneš-Dekrete enteignet, ausgewiesen und vertrieben wurden.

Nach dem Krieg 1945 setzte eine verstärkte und staatlicherseits geförderte Zuwanderung hauptsächlich aus Zentralböhmen, aber auch aus Mähren und der Slowakei ein. Ferner zogen viele Repatrianten sowie Angehörige der ethnischen Minderheit der Roma in das Egerland. In den Städten wie beispielsweise Cheb wohnen viele Vietnamesen, die während der Zeit der ČSSR als RGW-Vertragsarbeiter in das Land kamen.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

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Burg Elbogen (Loket) an der Eger

Der historische Begriff Regio Egrensis wird seit 1990 von der grenzüberschreitenden Landesplanung reaktiviert.

Unter dem Begriff Euregio Egrensis ist 1991 eine Form der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Mitteleuropa entstanden. Die Organisation wurde zu einem Wegbereiter für Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien. Neben der Euregio Egrensis haben sich die grenznahen Orte um das vogtländische Dreiländereck – Ortschaften des Böhmischen Vogtlands um Aš und des sächsischen Vogtlandkreises – zur tschechisch-deutschen Mikroregion Freunde im Herzen Europas zusammengeschlossen.
Kultur

Die volkstümliche Kultur des Egerlandes war ein Teil der deutschsprachigen Kultur in Böhmen. Typisch für das Egerland sind die stattlichen Fachwerkhöfe mit großen Speicherbauten. Schönbach (Luby) wurde wegen seiner Herstellung von Musikinstrumenten als das Cremona Österreichs bezeichnet. Die Instrumentenproduktion lebt fort und es gibt in der Stadt eine Fachschule für Instrumentenbau. Auch in Graslitz gab es eine bedeutende Instrumentenproduktion. Hier stellte unter anderem die Firma Koestler Blech- und Holzblasinstrumente von hoher Qualität her.

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Ernst Mosch gründete 1956 die Original Egerländer Musikanten.

Das Egerland war bis nach dem Zweiten Weltkrieg das letzte deutschsprachige Gebiet, in dem der traditionelle Bock, ein böhmischer Dudelsack, gespielt wurde.

1907 wurde der Bund der Eghalanda Gmoin e. V. gegründet, der sich der Pflege der Egerländer Mundart widmet und heute von Deutschland aus weitergeführt wird, wobei der Begriff Egerland hier auf das ganze Gebiet des früheren Regierungsbezirkes Eger ausgeweitet wird. (wikipedia)

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Blick auf Maria Loreto von der böhmischen Seite aus

Wie man sieht … hatte auch das Egerland im  Laue der Jahrhunderte vielen Herren zu dienen.

Und hier nun die passende Musik:

„Kaum eine Blasmusik ist so bekannt und beliebt wie die böhmische Blasmusik. Schwungvolle Melodien, gefühlvoll und schmissig gespielt, sprechen Herz und Gemüt an, begeistern so die ständig wachsende Fangemeinde und sind ein Garant für volle Konzertsäle.“

Aha, kann man wohl oder auch vermutlich so sehen …

Ich bin ja mittlerweile in meinem Freundes- und Bekanntenkreis schon fast verschrien, dass ich mich auch mit obskuren Tonträgern aller Art beschäftige. Und so kommt es, dass ich immer öfters zu einem musikalischen Nachlassvererwalter werde, wenn wiedermal der Haushalt älterer Herrschaften aufzulösen ist.

Aus einem solchen Fundus stammt auch die LP … und dass ich sie hier präsentieren fällt unter die Rubrik „ein letzes Blick“  (so formulierte es mal die Graugans)

Und dann noch ein Wort zum Cover: wie man darauf kommen konnte, diese zerrupfte Baumgruppe auf die Vorderhülle der LP zu packen, ist mir bis heute ein Rätsel; die Wiederveröffenlichung weist ein weitaus stimmungsvolleres Motiv auf.

BackCover1

Besetzung:
Das Egerländer Blasorchester

AlternativesFront+BackCover

Alternative Front + Back Cover

Titel:
01. Blasmusik vom Egerland 1.55
02. U wenn i froih 2.19
03. Bauern Polka 1.56
04. Annaberger Polka 2.51
05. Ich kann dich nicht vergessen 2.36
06. Hohe Tannen 1.45
07. Die gute alte Zeit 4.07
08. Af Matzl Booch bin i gefoare 1.45
09. Kuckucks Polka 2.10
10. Böhmischer Wind 3.09
11. Klarinetten Polka 2.46
12. Ein Herz voller Liebe 3.14
13. Freiberger Kirmes 3.19

LabelB1

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Egerland03

 

Werner Müller – Germany (1965)

FrontCover1Ja, ja, da hat der gute Werner Müller mal all den Amis, Engländern, Australiern und Spaniern gezeigt, was wir hier so drauf haben, musikalisch und so.

Während der Fußball-WM erklang sie beinahe täglich, jeder kann sie mitpfeifen: die Titelmelodie der ARD-Sportschau. Geschrieben hat den dynamischen Ohrwurm ein Berliner mit dem Allerweltsnamen Werner Müller – nicht zu verwechseln mit dem früheren Bundeswirtschaftsminister. In der Welt der Tanzmusik genießt der Name noch heute einen hervorragenden Ruf. Ein Könner gleichermaßen als Komponist, Instrumentalist, Arrangeur und Bandleader, sowie mit großer Leidenschaft für Swing und Streicher, hat Werner Müller vier Jahrzehnte lang einen modernen Tanzorchester-Sound geprägt.

Seine Swing-Begeisterung nimmt Müller, Jahrgang 1920, aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft mit. 1947 erhält der ausgebildete Musiker, der bereits als zehnjähriger Solist mit Mozarts Violinkonzerten aufgetreten war, vom RIAS die Chance seines Lebens. RIAS, das ist der Rundfunk im amerikanischen Sektor, ein Propagandasender, so amerikanisch wie die USA selber – und mit der heißesten Musik. Müller spielt gerade Posaune in einem Berliner Jazz-Orchester, als der Sender dem 27-Jährigen die Gründung und Leitung eines eigenen RIAS-Tanzorchesters anvertraut. Fünf Jahre, etliche Tourneen und Schallplatten später sind Werner Müller und sein 36 Mann starkes Orchester eine feste Institution. Wenn Bully Buhlan singt, Helmut Zacharias geigt oder Caterina Valente Platten einspielt, dann tun sie das meist in Begleitung von Werner Müller und seinen Musikern.

WernerMüller01Nach 18 höchst erfolgreichen Jahren, in denen das RIAS-Tanzorchester bis nach Japan und sogar in die US-Hitparaden vordringt, gibt Müller in Berlin den Stab ab. 1966 wechselt er an den Rhein und übernimmt in Köln die Leitung des WDR-Tanzorchesters, dem Vorläufer der WDR Big Band, mit dem er unverzichtbarer Bestandteil unzähliger Fernsehshows und Hörfunk-Konzerte wird. Auch wenn sich der kleingewachsene Orchesterchef gern bei Proben, so heißt es, wie ein Napoleon am Pult aufführt, „wusste man, wen man vor sich hatte“, erzählt der Produzent Wolfgang Hirschmann. Denn Müllers Sound, geprägt von satten Bigband-Bläsersätzen und einem weichen Streicherteppich hat internationales Format und gibt die Klangfarbe des ganzen Senders vor. 1985 geht Werner Müller beim Westdeutschen Rundfunk in Pension. Im Ruhestand schreibt er Thriller – und erlebt in Japan unter dem Namen Ricardo Santos mit Tango-Platten eine exotische Spätkarriere. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hat er 1995 anlässlich seines 75. Geburtstags in Berlin mit der RIAS Bigband. Am 28. Dezember 1998 stirbt Werner Müller in Köln. (Quelle: wdr.de)

Spanische Ausgabe: " Werner Müller Y Su Orquesta* ‎– Alemania"

Spanische Ausgabe: “ Werner Müller Y Su Orquesta* ‎– Alemania“

Hier seine für das Ausland produzierte LP mit gutem, deutschen Liedgut … von Wagners „Ritt der Walküren“, über „Lili Marlene“ und „Mack The Knife“ (eine ziemlich harmose Fassung) … bis hin zu Gassenhauern wie „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ und natürlich das „In München steht ein Hofbräuhaus“ (in einem schauderhaftem bayerisch).

Es ist allerdings anzumerken, dass gerade Klassiker wie „Lili Marlene“ oder „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ bei weitem nicht an die Originalversion heranreichen konnten.

Das fichte allerdings die Texter der „liner notes“ nicht an, denn sie schrieben u.a.:

LinernotesBesetzung:
Werner Müller und sein Orchester

BackCover1Titel:
01. Drinking Song (From “The Student Prince“) (Donnelly/Romberg) 2.40
02. Die Lorelei (Traditional) 2.49
03. Hoch Heidecksburg (Herzer) 3.34
04. Falling In Love Again (Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt) (Hollander/Connelly/Winstrom) 2.36
05. Lili Marlene (Leip/Schultze/Connor) 2.34
06. The Ride Of The Valkyries (Ritt der Walküren) (Wagner) 4.58
07. The Hunters‘ Chorus (from “Der Freischütz“) (Weber) 3.27
08. Yours Is My Heart Alone (Lehár/Smith/Graham) 2.32
09. Mack The Knife (Brecht/Weill/Blitzstein) 2.16
10. In München steht ein Hofbräuhaus (Reiter/Richter/Gabriel) 2.32
11. Lichtensteiner Polka (Kotscher/Seener/Lindt) 2.04
12. Auf Wiederseh’n Sweetheart (Storch/Sexton/Turner) 2.23

LabelB
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Nilsen-Brothers – Zwei Guitarren – Eine Sweetheart Melodie + Aber dich gibt’s nur einmal für mich (1965)

FrontCover1Und jetzt hab´ ich ein Schnulzen-Trio im Angebot, das sich gewaschen hat:

Die Nilsen Brothers sind ein deutsches Schlagertrio, das mit Evergreens wie Tom Dooley und Aber dich gibt’s nur einmal für mich bekannt wurde. Mitglieder sind heute Josef (genannt „Pepe“) Ederer, Marco Ettisberger und Ralph Cottiati.

Die ursprünglichen Nilsen Brothers – Pepe (eigentlich Josef; anfangs unter dem Namen „Pep“) Ederer (* 1932), Gerd Gudera (* 1933) und Walter Leykauf – kamen alle aus einem oberpfälzischen Dorf. Sie traten als Amateursänger auf kleineren und größeren Veranstaltungen auf und gewannen auch einen Nachwuchswettbewerb des Bayerischen Rundfunks. Daraufhin wurden sie Peter Frankenfeld für dessen Fernsehshow Toi, Toi, Toi empfohlen. Nach ihrem Auftritt in Hamburg erhielten sie von mehreren Schallplattenfirmen Vertragsangebote, die schließlich zu einem Engagement bei dem Kölner Label Electrola führten. Ihre erste Single mit der deutschen Version des Kingston-Trio-Hits Tom Dooley wurde im Herbst 1958 produziert und erreichte im Dezember 1958 die deutschen Hitparaden, wo Tom Dooley bis auf Platz eins stieg. In den Automatenmarkt-Charts war der Titel 36 Wochen vertreten, die Jugendzeitschrift Bravo notierte Tom Dooley in ihrer Hitliste Musicbox von Dezember 1958 bis Juli 1959 28 Wochen lang, dabei zwölf Mal als Nummer eins. Die Nilsen Brothers sangen ihren Erfolgssong auch in der Filmkomödie Immer die Mädchen.

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Bis 1961 nahmen die Nilsen Brothers zehn Singles bei Electrola auf, darunter auch Platten mit Boy Berger und Angèle Durand. Der mit Angèle Durand aufgenommene Titel Die Cowboys von der Silver Ranch führte zu einem weiteren Hitparadenerfolg (1960, Platz 20). Weitere Hitparadenerfolge waren Tom Dooley II (1960, 40.), Sacramento (1961, 22.) und Stielaugen-Tango (1962, 50.). Mit dem von Ederer komponierten Titel Aber dich gibt’s nur einmal für mich kamen die Nilsen Brothers nur in Österreich in die Charts (1967, 9.). Nachdem der Plattenvertrag mit Electrola ausgelaufen war, gab es nur kurze Engagements bei Ariola, Decca und Philips. Erst 1965 kam es bei der kleinen Duisburger Plattenfirma Populär wieder zu einem längerfristigen Vertrag, der zu über zehn Singleproduktionen führte. Neben seinen Schallplattenveröffentlichungen wirkte das Trio auch in zahlreichen Filmen mit.

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1969 ließen sich die Nilsen Brothers in der Schweiz nieder. Nachdem Ederer ab 1970 begonnen hatte, Soloplatten zu veröffentlichen sowie als Komponist und Produzent zu arbeiten und auch Leykauf eigene Wege als Sänger Patrizius gegangen war, zog sich das Trio 1972 aus der Öffentlichkeit zurück und gründete stattdessen eine Produktionsfirma. 1975 trennte sich Leykauf endgültig von den Nilsen Brothers und wurde durch Marc Holder ersetzt. Spätere Comebackversuche scheiterten, 2005 veröffentlichte das Trio eine eigene Compact Disc mit dem Titel Vergiss nie deine Träume, die unter anderem neue Versionen von Aber dich gibt’s nur einmal für mich und Mein Schatz, ich hab’ dich heut noch lieb enthält. (wikipedia)

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Die Nilsen-Brothers im reiferen Alter …

Und hier einer ihren wohl durchaus erfolgreichen Hits der 60er Jahre.

Kann man sich mal anhören, aber auch (setzt aber gute Nerven voraus !) … solle man sich das anhören, weiß man jedoch, warum man dann 1965 doch lieber die Rolling Stones, The Spencer Davis Group oder die Kinks hörte …

BackCover1

Besetzung:
Josef „Pepe“ Ederer (guitar, vocals)
Gerd Gudera
Walter Leykauf
+
Pepe Ederer und sein Studio-Orchester

Nilsen-Brothers04

Kategorie: Strahlemann & Söhne

Titel:
01. Zwei Guitarren – Eine Sweetheart Melodie (Ederer/Selva) 2.47
02. Aber dich gibt’s nur einmal für mich (Pit/Guley) 3.06

LabelB1

Die Single erschien 1965, kam aber erst 1968 unter den Weihnachtsbaum … was wohl aus dem Klaus und seiner Flamme wurde ?

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Hüllentext

Na, wenn das so ist …

Schweizerisches Festspielorchester (Kurt Redel) Telemann – Matthäus-Passion (Telemann) (1965)

FrontCover1Auch passend zum Tage:

Georg Philipp Telemann (* 14. Märzjul./ 24. März 1681greg. in Magdeburg; † 25. Juni 1767 in Hamburg) war ein deutscher Komponist des Barock. Er prägte durch neue Impulse, sowohl in der Komposition als auch in der Musikanschauung, maßgeblich die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Georg Philipp Telemann verbrachte seine Jugendzeit ab 1697 in Hildesheim. Hier erhielt er eine maßgebliche Förderung, die seine musikalische Entwicklung entscheidend prägte. In den vier Schuljahren am Gymnasium Andreanum erlernte er mehrere Instrumente und hier komponierte er die Singende und Klingende Geographie. Danach erhielt er zahlreiche Aufträge für weitere Kompositionen.

Später erlernte er die Musik weitgehend im Selbststudium. Erste größere Kompositionserfolge hatte er während seines Jurastudiums in Leipzig, wo er ein Amateurorchester gründete, Opernaufführungen leitete und zum Musikdirektor der damaligen Universitätskirche aufstieg. Nach kurzzeitigen Anstellungen an den Höfen von Sorau und Eisenach wurde Telemann 1712 in Frankfurt am Main zum städtischen Musikdirektor und zum Kapellmeister zweier Kirchen ernannt, daneben begann er mit der Veröffentlichung von Werken im Selbstverlag. Ab 1721 besetzte er als Cantor

Telemann

Georg Philipp Telemann

Johannei und Director Musices der Stadt Hamburg eines der angesehensten musikalischen Ämter Deutschlands, wenig später übernahm er die Leitung der Oper. Auch hier stand er weiterhin mit auswärtigen Höfen in Verbindung und veranstaltete für die städtische Oberschicht regelmäßige öffentliche Konzerte. Mit einem achtmonatigen Aufenthalt in Paris 1737/38 erlangte Telemann endgültig internationalen Ruhm.

Telemanns musikalischer Nachlass ist außerordentlich umfangreich und umfasst alle zu seiner Zeit üblichen Musikgattungen. Typisch für Telemann sind gesangliche Melodien, einfallsreich eingesetzte Klangfarben, vor allem im Spätwerk auch ungewöhnliche harmonische Effekte. Die Instrumentalwerke sind oftmals stark von französischen und italienischen, gelegentlich auch folkloristischen polnischen Einflüssen geprägt. Im Zuge des gewandelten kulturgeschichtlichen Ideals wurde Telemanns Schaffen im 19. Jahrhundert kritisch betrachtet. Die systematische Erforschung des Gesamtwerks begann erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dauert aufgrund seines großen Umfangs an. (wikipedia)

Und der Telemann war ja sowas fleißig (und geschäftstüchtig):

Hüllentext1

Wir hören hier also sein 2. Matthäus-Passion aus dem Jahr 1730

Georg Philipp Telemann schrieb insgesamt 46 Passionen, von denen die hier aufgenommene Matthäus-Passion in der Behandlung der Chöre und Arien eine der schönsten ist. Sie entstand im Jahre 1730 und zeigt eine besonders illustrierende Schreibweise des Komponisten. Die zweistimmige Anlage der Chöre erweist sie sich mit dem Orche¬stersatz zusammen als eine überaus gekonnte Komposition mit einfachen Mitteln. Die Choräle sind als Gemeindegesang gedacht. Das Passionsgeschehen wird in Telemanns Matthäus-Passion in eine frohe Darstellung des dramatischen Geschehens als Freude über die Erlösung gekehrt. (jpc.de)

Aha … wenn da so ist ..

Verantwortlich für diese Aufnahme war der Dirigent Kurt Redel:

Kurt Redel (* 8. Oktober 1918 in Breslau; † 12. Februar 2013 in München) war ein deutscher Flötist und Dirigent.

Redel studierte am Konservatorium von Breslau Orchesterleitung, Flöte, Violine, Komposition und Musikgeschichte. 1938 wurde er Soloflötist der Meininger Landeskapelle. Noch im selben Jahr, als Zwanzigjähriger, erhielt er eine Professur für Flöte am Salzburger Mozarteum. 1941 ging er als Soloflötist zum Bayerischen Staatsorchester nach München. Von 1946 bis 1956 lehrte er als Professor für Flöte an der Nordwestdeutschen Musikakademie, der heutigen Hochschule für Musik Detmold. Zu seinen Schülern gehörten Karlheinz Zöller und Paul Meisen.

Kurt Redel

Kurt Redel

1952 gründete Redel in München das Kammerorchester Collegium Pro Arte, mit dem er zahlreiche Konzerte gab und preisgekrönte Plattenaufnahmen machte, vor allem der Werke von Bach, Telemann, Haydn und Mozart. Zwanzig Jahre leitete er das von ihm gegründete Osterfestival von Lourdes, daneben arbeitete er mit vielen bedeutenden Orchestern Europas. Für sein Wirken erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrmals den Grand Prix du Disque, den Prix Orphée der Pariser Oper, den Grand Prix Edison in Amsterdam und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Kurt Redels Sohn ist der Komponist Martin Christoph Redel (* 1947). (wikipedia)

Ich vermag mir nun wahrlich kein fundiertes Urteil über diese Aufnahmen erlauben, das wäre geradezu vermessen … Und von daher glaub ich einfach mal, dass wir hier eine ziemlich hochwertige Interpretation hören.

BookletFrontCover

Besetzung:
Theo Altmeyer (Tenor)
Franz Crass (Bass)
Horst Günter (Baritone)
Sena Jurinac (Soprano)
+
Oskar Birchmeier (organ)
Leonard Hokanson (harpsichord)
+
Schweizerisches Festspielorchester unter der Leitung von Kurt Redel
Luzerner Festwochenchor unter der Leitung von Guido Fässler

 

Booklet03+04

Titel:

01. Matthäus-Passion (Teil 1): (24.30)
01.01. Introduction
01.02. Choral : Wenn meine Sünd‘ mich kränken
01.03. Récitatif : Und es begab sich, da Jesus alle diese Rede bollendet hatte
01.04. Chœur : Ja nicht aus das Fest
01.05. Récitatif : Da nun Jesus war zu Bethanien
01.06. Chœur : Wozu fienet dieser Unrat
01.07. Récitatif : Da Das Jesus Merkte
01.08. Air (Basse) : Höchst unsel’ges Unterfangen
01.09. Récitatif : Aber am ersten Tage der süssen Brot‘
01.10. Chœur : Wo wiltu, das wir dir bereiten
01.11. Récitatif : Er sprach – Gehet hin in die Stadt
01.12.  Chœur : Herr nin ich’s
01.13. Récitatif : Er antwortete und sprach – Der mit der Hand mit fir
01.14. Air (Soprano) : Ach Heiland, wie nähret

02. Matthäus-Passion (Teil 2): (28.30)
02.01. Choral : Ach wie hungert mein Gemüte
02.02. Récitatif : Und fa die denn Lobgesang gesprochen
02.03. Soliloque (Soprano) : Bis in den Tod, ach ew’ges Leben
02.04. Choral : Was ist doch wohl die Ursach
02.05. Air (Soprano) : Meine wehrmutvolle Seele
02.06. Choral : Du Nacht voll Angst
02.07. Récitatif : Und ging hin ein wenig
02.08. Air (Soprano) : Was ist das Schmeicheln dieser Erden
02.09. Récitatif : Jesus aber sprach zu ihm – Mein Freund, warum bist du kommen
02.10. Soliloque (Soprano) : Dein Mund, ach ew’ges Wort
02.11. Récitatif : Und der Hohepriester antwortet‘ – Ich beschwöre dich
02.12. Chœur : Er ist des Todes schuldig

03. Matthäus-Passion (Teil 3): (27.00)
03.01. Récitatif : Da speieten sie aus in sein Angesicht
03.02. Chœur : Weissage uns
03.03. Récitatif : Petrus aber sass draussen im Pallaste
03.04. Récitatif : Als er aber zur Tür hinausging
03.05. Chœur : Wahrlich du bist auch einer von denen
03.06. Récitatif : Da hub er an sich zu verfluchen
03.07. Air (Soprano) : Die Seele wird mir selbst zur Hölle
03.08. Duo (Le Pécheur-Jésus) : Ich lege mich, ich fasse dich
03.09. Récitatif : Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester
03.10. Chœur : Was gehet uns das an
03.11. Furioso (Judas) : Ach wehe mir
03.12. Récitatif : Und er warf die Silberlinge
03.13. Récitatif : Jesus aber stund vor dem Landpfleger
03.14. Choral : Ich kann’s mit meinen Sinnen
03.15. Récitatif : Aus das Fest aber hatte der Landpfleger
03.16. Chœur : Barrabam
03.17. Air (Ténor) : So geht es, keiner rufet Jesum
03.18. Récitatif : Pilatus sprach zu ihnen – Was zoll ich den machen
03.19. Chœur : Lass ihn Kreuzigen
03.20. Récitatif : Der Landpfleger sagte – Was hat er denn über getan
03.21. Chœur : Lass ihn kreuzigen
03.22. Récitatif : Da aber Pilatus sahe
03.23. Air (Soprano) : Lass dich bitt’re Tränen netzen

04. Matthäus-Passion (Teil 4): (28.37)
04.01. Récitatif : Da nahmen die Kriegsknechte
04.02. Chœur : Gegrüsset seist du, Judenkönig
04.03. Récitatif : Und speieten ihn an
04.04. Chœur : Der du den Tempel Gottes zerbrichst
04.05. Récitatif : Desgleichen auch die Hohenpriester
04.06. Chœur : Andern hat er geholfen
04.07. Récitatif : Desgleichen Taten auch die Mörder
04.08. Air (Basse) : Gott ruft selbst
04.09. Récitatif : Aber Jesus schrie abermal laut
04.10. Choral : O grosse Not
04.11. Air (Soprano) : Frohloket, hochbetrübte Seelen
04.12. Récitatif : Und siehe da, der Vorhang
04.13. Chœur : Wahrlich dieser ist Gottes Sohn gewesen
04.14. Chœur : Es stimmen der Göttlichen Lehre zu Ehren
04.15. Récitatif : Am Abend aber kam
04.16. Choral : O Traurigkeit, o Herzeleid
04.17. Air (Soprano) : So ruhe sanft in deiner Kammer
04.18. Choral : Nun wir danken dir bon Herzen

Musik: Georg Philipp Telemann

LabelB1

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Albert de Klerk – Orgelmusik (1965)

FrontCover1Einerseits ganz großartige Musik von Georg Friedrich Händel, andererseits ein Werbegeschenk (eine Single) einer Pharmafirma, die traurigen Weltruf erlangt hat … damals Anfang der 60er Jahre.

Die Grünenthal GmbH ist ein 1946 in Stolberg (Rhld.) gegründetes deutsches Pharmaunternehmen mit Sitz in Aachen, das sich in Besitz der Unternehmerfamilie Wirtz befindet. Es war das erste Unternehmen, das Penicillin auf dem deutschen Markt einführte, dessen Produktion in Deutschland damals vom Alliierten Kontrollrat untersagt war.

Größere Bekanntheit erlangte Grünenthal durch den Contergan-Skandal, verursacht durch den Wirkstoff Thalidomid im 1957 als Schlafmittel rezeptfrei erhältlichen Beruhigungsmittel, welches 1961 wegen gravierender Nebenwirkungen aus dem Verkehr genommen wurde.

Das Unternehmen hat neben den beiden Niederlassungen in Deutschland Tochtergesellschaften in Europa, Lateinamerika sowie den Vereinigten Staaten (Forschungsstandort) und erzielt mehr als 50 % seines Umsatzes mit Schmerzmedikamenten, wie den von ihm entwickelten Wirkstoffen Tramadol und Tapentadol. Grünenthal ist Mitglied im Verband forschender Arzneimittelhersteller. (Quelle: wikipedia)

Mehr zu dieser Tragödie „Contergan“ findet dann z.B. hier.

Contergan

Zurück zur Musik: Die niederländische Organist Albert de Klerk hat dieses Orgelwerk von Georg Friedich Händel eingespielt:

Albert de Klerk (* 4. Oktober 1917 in Haarlem; † 1. Dezember 1998 ebenda) war ein niederländischer Dirigent, Organist und Komponist.

De Klerk ist der Sohn des Musikers Jos de Klerk (1885–1969), der als sein erster Lehrer auftrat. Albert de Klerk studierte am Conservatorium van Amsterdam, unter anderem bei Anthon van der Horst, Orgelspiel und schloss sein Studium 1939 mit einem Diplom mit der Note summa cum laude ab. Bereits 1934 folgte er auf Hendrik Andriessen als Organist an der St. Joseph-Kirche in Haarlem, ein Amt, das er bis zu seinem Tode hielt.

AlbertDeKlerk

Von 1946 bis 1964 unterrichtete de Klerk Orgel am Institut für Katholische Kirchenmusik Utrecht, bevor er von 1965 bis 1983 als Professor für Orgel am Amsterdamer Konservatorium lehrte. Von 1956 bis 1986 deckte er zusammen mit Piet Kee das Amt des Stadtorganisten von Haarlem ab.

De Klerk komponierte Werke im Bereich der Kammermusik für Orgel, Klavier, Glockenspiel, Chor und Sologesang. Außerdem betätigte er sich als Dirigent und Orgelimprovisator. (Quelle: wikipedia)

Und nachdem ich eine solche großartige Musik dann doch nicht trennen kann von einem Werbegeschenk just jener Firma … („Überreicht in Verbindung mit unserer Aussendung zu Supramycin“)

BackCover1

Besetzung:
Albert de Klerk (organ)
+
Amsterdamer Kammer-Orchester unter der Leitung von Anthon van der Horst

Booklet

Titel:

Konzert für Orgel und Orchester Nr. 9 B-Dur Op. 7,3:
01. Allegro 3.38
02. Organo ad libitum 2.46
03. Spiritoso 3.19
04. Menuett 1.28

Musik: Georg Friedrich Händel

LabelB1

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Hüllentext

Die Orgel

Die Orgel in Loenen aan de Vecht/Niederlande

Lex Barker – Mädchen in Samt und Seide + Ich bin morgen auf dem Weg zu dir (1965)

FrontCover1Nicht nur Pierre Brice, sondern natürlich auch Lex Baker hatte seinen großen Anteil am Erfolg von all diesen Karl May Filmen bei uns hier in den 60er Jahren.Und eshalb will ich auch mal an ihn erinnern:

Lex Barker, geboren als Alexander Crichlow Barker Jr. (* 8. Mai 1919 in Rye, New York; † 11. Mai 1973 in New York City), war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Barker war ein direkter Nachkomme des Gründers der Kolonie Rhode Island, Roger Williams, und ein Nachfahre von Sir Henry Crichlow, ehemals Generalgouverneur von Barbados. Er wurde als Alexander Crichlow Barker als zweites Kind eines wohlhabenden Bauunternehmers geboren.

Barker besuchte die Fessenden School sowie die renommierte Phillips Exeter Academy. Während seiner Schulzeit machte er besonders durch seine guten Leistungen als Leichtathlet und Football-Spieler auf sich aufmerksam. Anschließend begann er an der Elite-Universität in Princeton ein Studium zum Bauingenieur, um später den familieneigenen Betrieb übernehmen zu können. Doch sehr zum Leidwesen seines Vaters brach Barker das Studium bereits nach kurzer Zeit ab, um eine Schauspielausbildung zu beginnen, die ihn an den Broadway führte. 1940 spielte er im Theaterstück Fünf Könige unter der Regie von Orson Welles. 1942 heiratete er Constance Thurlow.

LexBarker01Barkers Ausbildung und die Schauspielerei wurden durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Er meldete sich freiwillig zur Infanterie der United States Army und diente in Nordafrika und Italien. Auf Sizilien wurde er schwer verwundet; bis zu seinem Lebensende trug er eine Silberplatte im Schädel. Nach einer Beinverletzung schied Barker 1945 als jüngster Major der US-Armee aus dem Dienst. Am 28. November des gleichen Jahres erhielt er seinen ersten Filmvertrag.

Seiner körperlich guten Verfassung und seinem guten Aussehen verdankte der 1,93 Meter große leidenschaftliche Gin-Rommé-Spieler, Raucher und Whisky-Trinker seine erste große Hauptrolle als Tarzan (als Nachfolger von Johnny Weissmueller) in Tarzan und das blaue Tal (1949), die ihn in den USA bekannt machte. Weitere vier Tarzanfilme und zahlreiche Westernrollen folgten in den 1950er-Jahren.

Wegen zunehmender Schwierigkeiten, in Hollywood an gute Rollen zu kommen (u. a. spielte er einen Apachenhäuptling im Film Rebell der roten Berge (Original: War Drums), wo er auf den Filmplakaten der späteren Darstellung von Pierre Brice als Winnetou sehr ähnlich sieht), zog Barker 1957 nach Europa. Dort spielte er zunächst Rollen in verschiedenen mittelmäßigen italienischen Abenteuerfilmen, wie Rebell ohne Gnade (Capitan Fuoco, 1958) oder Robin Hood und die Piraten (Robin Hood e i Pirati, 1960), bevor er durch eine Nebenrolle in La Dolce Vita (1960) von Federico Fellini größere Aufmerksamkeit erzielte.

Als Anfang der 1960er-Jahre die Verfilmungen von Romanen des deutschen Autors Karl May anstanden, erinnerte sich der Produzent Horst Wendlandt sofort an den „deutscher als alle Deutschen“ aussehenden Amerikaner, der kurz zuvor in zwei Doktor-Mabuse-Filmen von Konkurrent Artur Brauner mitgespielt hatte, und besetzte ihn als Old Shatterhand in der ersten Verfilmung eines Western-Romans von Karl May, Der Schatz im Silbersee. Barker war zuerst wenig begeistert davon, in deutschen Filmen mitzuspielen, da sie damals international kaum Bedeutung erlangten. Auch das verhältnismäßig geringe Budget der Karl-May-Filme hielt er für wenig professionell. Erst durch das Zureden seiner damaligen Frau, der Schweizerin Irene Labhardt, der die Bedeutung der Figur bekannt war, unterschrieb Barker. Die Folge war eine regelrechte Karl-May-Film-Hysterie in Deutschland und ein Kult um die Hauptdarsteller Lex Barker und Pierre Brice. Barker erhielt sogar einen Bravo-Starschnitt. Das Leder-Kostüm, das Barker während der Dreharbeiten trug, war in Anlehnung an seine Rolle als Lederstrumpf in der Verfilmung Der Wildtöter (in den 1950er-Jahren) gewählt worden. Der Gürtel, eine Navajo-Silberarbeit, war ein Geschenk eines Sioux-Indianers an Barkers Urgroßvater gewesen, den Barker aus seinem Privatbesitz beisteuerte.

1966 erhielt Lex Barker den Bambi als bester ausländischer Schauspieler.

LexBarker03Neben den Western spielte Lex Barker darüber hinaus auch als Kara Ben Nemsi und Dr. Karl Sternau in weiteren Filmen mit, die auf Romanen von Karl May basieren. Produziert wurden diese Streifen von Artur Brauner.

Gegen Ende der Karl-May-Verfilmungen war eine neue Kinoserie mit Lex Barker geplant, die auf den erfolgreichen Mister-Dynamit-Kriminalromanen des Autors Karl-Heinz Günther (C. H. Guenter) basieren sollte. Doch schon bei den Dreharbeiten zum ersten Film Mister Dynamit – Morgen küßt Euch der Tod von 1967 kam es zu Unstimmigkeiten, als Barker seine Gage erst einklagen musste. Danach hatte er kein Interesse mehr an weiteren Verfilmungen, was das Ende dieses Projektes bedeutete.

Barker wurde während seines Karrierehöhepunktes in den 1960er-Jahren in der deutschen Presse und Gesellschaft aufgrund seines immer noch blendenden Aussehens gerne als „sexy Lexy“ bezeichnet. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache waren seine große Schwäche die Frauen, deren Anziehungskraft er sich nur sehr schwer erwehren konnte, wie Artur Brauner in seiner Biographie schrieb und auch Pierre Brice immer wieder bestätigte, wenn die Rede auf seinen Freund Lex kam. Barker vernachlässigte seine Gesundheit, die durch nächtliche Partybesuche, Kettenrauchen und seinen Alkoholkonsum stark beansprucht wurde. Trotz seiner ausgiebigen sportlichen Betätigungen forderte diese Lebensweise, zusammen mit einigen harten Schicksalsschlägen in seinem Leben, letztlich ihren Tribut.

Barker war auf dem Fernsehbildschirm auch in Serien wie FBI (The F.B.I.) und Ihr Auftritt, Al Mundy (It Takes A Thief) zu sehen und plante eine eigene Fernsehserie. Einer seiner letzten Filme war der spanische Film Aoom, der ihn als einen über das Leben reflektierenden alternden Schauspieler zeigt. Mit diesem Film erfüllte sich Barker seinen langgehegten Wunsch: eine Rolle spielen zu dürfen, die sein ganzes schauspielerisches Können erforderte.

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Lex Barker mit Lana Turner

In der Presse wurde offen über Alkoholismus und Armut als Todesursache des Schauspielers spekuliert. Die tatsächlichen Umstände seines Todes blieben dabei weitgehend unberücksichtigt, ebenso die Tatsache, dass bereits Barkers Vater an einem Herzanfall verstarb. Die Trauerfeier fand in New York statt. Die Urne nahm seine letzte Ehefrau „Tita“ Cervera mit nach Spanien.In seinen letzten Lebensjahren wurden für Lex Barker die Rollenangebote rar, weshalb er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückzog. Auf seine Familienangehörigen und Freunde wirkte Barker, nicht zuletzt durch seine zunehmenden gesundheitlichen Probleme, beruflichen Misserfolge, aber auch durch die Konflikte mit seiner letzten Ehefrau, müde und verbraucht. Seine letzte Arbeit war eine Folge der amerikanischen Mystery-Fernsehserie Night Gallery, Episode The Waiting Room. Im deutschen Fernsehen wurde dieser Streifen unter dem Titel Wo alle Wege enden gezeigt. Kurze Zeit nach dessen Erstausstrahlung im Jahr 1973 starb Lex Barker: Drei Tage nach seinem 54. Geburtstag erlag der Schauspieler an der Kreuzung Lexington Avenue/61. Straße in Manhattan (New York) einem Herzinfarkt, als er auf dem Weg zu seiner damaligen Freundin, der Schauspielerin Karen Kondazian, war. Da Barker keine Papiere bei sich hatte, konnte der einst so populäre Schauspieler erst anhand der Gravur seiner Armbanduhr identifiziert werden.

Barker sprach außer Englisch auch Französisch, Spanisch und Italienisch fließend, mit Akzent. Die deutsche Sprache konnte Barker zwar verstehen, sprach sie aber nur selten, und wenn, dann nur ein paar Sätze anlässlich von Premierenfeiern.

Barker war insgesamt fünfmal verheiratet und hatte drei Kinder:

Constanze Thurlow (27. Januar 1942 – 2. November 1950, geschieden), Tochter Lynne (* 21. Januar 1943, † 2010), Sohn Alexander („Zan“) (* 25. März 1947, † 2. Oktober 2012)
Arlene Dahl (16. April 1951 – 15. Oktober 1952, geschieden); sie heiratete 1954 den argentinischen Schauspieler und Filmproduzenten Fernando Lamas, deren gemeinsamer Sohn der Schauspieler Lorenzo Lamas ist
Lana Turner (8. September 1953 – 22. Juli 1957, geschieden)
Irene Labhardt (14. März 1959 – 23. Oktober 1962, die Ehe endete durch ihren Tod), Sohn Christopher (* 2. Mai 1960)
María del Carmen Rosario Cervera Fernández de la Guerra, bekannt als Carmen „Tita“ Cervera (6. März 1965 – 11. Mai 1973, die Scheidung war beantragt, die Ehe endete durch seinen Tod); sie heiratete 1985 Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza de Kászon.

LexBarker05Die Ehe mit der Schauspielerin Lana Turner war von Skandalen geprägt und oft Thema in der Regenbogenpresse. Im Gegensatz dazu verlief die vierte Ehe mit der Schweizer Schauspielschülerin Irene Labhardt harmonisch. Doch Irene Labhardt nahm sich 1962 sechsundzwanzigjährig das Leben, als sie erfuhr, dass sie unheilbar an Leukämie erkrankt war. Barker selbst bezeichnete sie als die einzige große Liebe seines Lebens. Seine letzte Ehe mit der spanischen Schönheitskönigin Carmen „Tita“ Cervera endete in einem exzessiven Scheidungskrieg, dessen Folgen sich bis über seinen Tod hinauszogen. Seine letzten Lebensmonate verbrachte Lex Barker an der Seite der Schauspielerin Karen Kondazian.

Lex Barkers Sohn aus der Ehe mit Irene Labhardt, Christopher Barker, hat eine klassische Gesangsausbildung als Opernsänger und damit verbunden auch eine Ausbildung zur Schauspielerei genossen. Er trat in den 1980er- und 1990er-Jahren in Musicals und Fernsehserien auf, spielte bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg die Rolle seines Vaters, den Old Shatterhand, und versuchte, sich in Deutschland als Schlagersänger zu etablieren. Christopher Barker lebt abwechselnd in der Schweiz, wo er aufgewachsen ist, und in New York City, wo er sich auch als Immobilienmakler betätigte.

In den 1980er-Jahren erregte Lex Barkers Name negative Schlagzeilen, als Cheryl Crane, die Tochter von Lana Turner, in ihrer Buch-Biographie behauptete, von ihm sexuell missbraucht worden zu sein. Christopher Barker, der sich für seinen Vater einsetzte und ihn gegen diese Anschuldigungen öffentlich in Schutz nahm, warf der Turner-Tochter eine schmutzige und rücksichtslose Werbekampagne auf Kosten des Rufes seines Vaters vor, der sich nach seinem Tod gegen diese Behauptungen nicht mehr verteidigen könne.

Ebenfalls in die Presse geriet der Streit um Barkers Erbe (unter anderem eine wertvolle historische Waffensammlung), um das sich Christopher Barker mit Maria del Carmen „Tita“ Cervera, der Witwe seines Vaters, gerichtlich auseinandersetzte; Christopher fühlte sich nicht nur wesentlich benachteiligt, sondern sah auch das Vermächtnis seines Vaters von ihr nicht hinreichend gewürdigt.

1965 nahm der Komponist Martin Böttcher mit Barker zwei Musiktitel auf: Ich bin morgen auf dem Weg zu dir und Mädchen in Samt und Seide. Böttcher äußerte später, dass „für Lex Barker im Studio keine technischen Spielereien angestellt werden mussten und seine Stimme so stark war, dass sie gedämpft werden musste.“ Zwei weitere bereits aufgenommene Titel blieben letztlich unveröffentlicht, da Barkers Plattenvertrag auf eigenen Wunsch hin aufgelöst wurde; nach eigenen Aussagen konnte er sich „mit Musik und Text“ dieser Stücke „nicht identifizieren“. (Quelle: wikipedia)

Musikalisch haben die 60er Jahre ganz sicher aufregenderes zu bieten gehabt (um es mal so zu formulieren) … aber diese Verbeugung vor Lex Barker war jetzt einfach notwendig.

LexBarker06

Besetzung:
Lex Barker (vocals)
+
Werner Scharfenberger Orchester

BackCoverTitel:
01. Mädchen in Samt und Seide (Scharfenberger/Buschor) 2.28
02. Ich bin morgen auf dem Weg zu dir (Böttcher/Blecher) 3.05

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The Rainbows – Balla Balla + Ju Ju Hand (1965)

FrontCover1Und jetzt wird es irgendwie ganz schön drollig … oder man könnte auch Balla Balla sagen:

Die Rainbows waren eine deutsche Beatband der 1960er Jahre aus West-Berlin, deren Lied Balla Balla 1965 international erfolgreich war. Das Lied läuft heute unter dem Namen: My Baby Baby Balla Balla.

Die Rainbows erreichten mit Balla Balla den Platz 3 der wöchentlichen deutschen Singles-Charts 1965 sowie Platz 16 in der Jahreswertung. 1966 erhielt die Band aufgrund ihrer damaligen Popularität in Deutschland hinter den Beatles und den Rolling Stones den Bronzenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift BRAVO.

In der Band spielten ab 1965 die Musiker

Hartmut Münster (* 1944, Gesang, Gitarre)
Rolf Schröder (* 1944, Gesang, Gitarre)
Heinz-Dieter Heinze (* 1943 Schlagzeug) und
Horst Lippok (* 1941, Bass)
Gerhard (Hardy) Glöckner (* 1945, Gesang, Bass)
Udo Lombard (* 1945, Schlagzeug, Percussions)

Autogrammkarte.jpg1966/67 löste der damalige Bassist der Gruppe The Shads Gerhard Glöckner aus London kommend Horst Lippok ab. Die Band kam durch den Einfluss der Musiker Lombard und Glöckner zu einem neuen Grundbeat, der bei den Fans ankam. 1971 verließen Rolf Schröder und Hardy Glöckner die Band endgültig.

Anfang der 1980er spielten die Rainbows noch einmal mit einer neuen Besetzung. Zu den beiden Gründungsmitgliedern Hartmut Münster und Hans Dieter Heinze kamen drei weitere Musiker der Berliner Szene: Burkhard Hamburger, Rudolf Fischer und Darko Presicek. (Quelle: wikipedia)

Und in einem anderem Kurzportrait kann man den etwas rätselhaften Satze lesen:

Auf ihrer ersten Single heißt das Lied noch: „Balla Balla“, heute läuft es jedoch unter dem Namen: „My Baby Baby Balla Balla“.
Bereits 1965 nimmt Chubby Checker einen Song namens „Baby Baby Balla Balla“ auf. Den Rainbows gelingt es nicht, ihr Lied rechtlich zu schützen, so dass sehr viele andere Interpreten sich dies zunutze machen und mit eigenen Versionen dieses kurzfristig populären Songs auf dem damaligen Plattenmarkt erscheinen. (pop-history.eu)

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Hier also diese epochale Debüt Single … die man natürlich auch Gaga Gaga hätte nennen können.

Und natürlich hat gerade dieser Song eine ausführliche Werkanalyse verdient:

Balla Balla (auch: My Baby Baby Balla Balla) ist ein Lied aus dem Jahre 1965, das vor allem in der Version der deutschen Beat-Band Rainbows bekannt ist. Für den englischsprachigen Raum wurde das Lied von Chubby Checker aufgenommen. Dessen Version erschien ebenfalls 1965 bei dem Label Cameo-Parkway. Geschrieben wurde das Lied von Horst Lippok (* 1941), dem Bassisten der Rainbows, und Klaus Lippok (* 1942)

Der Text der im deutschsprachigen Raum veröffentlichten Version der Rainbows weist sehr wenig Variationen auf. Er besteht nur aus Wiederholungen der Wortfolgen balla balla und My baby baby balla balla. Dabei wird das Wort Balla im Text insgesamt 64 mal gesungen. Außerdem gibt es Gitarrensoli.

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Singlehüllen von Coverversionen

Aufbau des Liedes:

Strophe: 5× „My Baby Baby Balla Balla“, beendet mit einem „Huh – Balla Balla“, danach Instrumentalteil
Strophe: 15× „Balla“, kurze Pause, nochmals 15× „Balla“, beendet mit einem langgezogenen „Aahhh“
und 4. Strophe: siehe 1. Strophe (in der 4. Strophe am Schluss nur „Huh“)

Auf ihrer ersten Single hieß das Lied noch: Balla Balla, heute läuft es unter dem Namen: My Baby Baby Balla Balla. Laut Coveraufdruck der Platte von CBS 2117 wurde das Lied von Horst Lippok, dem Bassisten der Rainbows, geschrieben. Auf Chubby Checkers Platte ist dieser zusätzlich angegeben.

Den Rainbows gelang es nicht, ihr Lied rechtlich zu schützen, so dass sehr viele andere Interpreten sich dies zunutze machten und mit eigenen Versionen dieses kurzzeitig populären Songs auf dem damaligen Plattenmarkt erschienen.

Chubby Checkers Version hat einen längeren Text mit mehr Variationen. Die zusätzlichen Texte wurden von Checker und Lodewijk Post geschrieben.

Die Akkorde folgen dem zwölftaktigen Blues-Schema.

Die Single der Rainbows erreichte Chartplatzierungen in Deutschland und Österreich. Allein im Weihnachtsgeschäft 1965 wurden 300.000 Exemplare der Single verkauft. Auch in der Schweiz (Charts erst ab 1968) verkaufte die Single sich gut. Auf den Philippinen und in Japan platzierte sich die Single in den Billboard-Charts. (Quelle: wikipedia)

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US Single

Besetzung:
Heinz-Dieter Heinze (drums)
Horst Lippok (bass, background vocals)
Hartmut Münster (guitar, background vocals)
Rolf Schröder (guitar, background vocals)

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Das japanische Cover

Titel
01. Balla Balla (H.Lippock) 2.08
02. Ju Ju Hand (Samudio) 2.03
+
03. Chubby Checker with ZZ & De Maskers: Baby Baby Balla Balla (H.Lippock/Checker/ Post) 2.20
04. The Blue Cats: Balla Balla 2.09
05. The Scorpions: Baby Baby Balla Balla 2.15
06. Die Beat-Oma: Balla Balla 1.50
07. The Sorrows: Baby Baby Balla Balla 2.04
08. The Bullets: Baby Baby Bala Bala 6.03

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Und hier live und in schwarz-weiß … und auch das tanzende Publikum ist doch sehr vergnüglich:

 

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Herbert Hisel – Obergefreiter Hisel (Jahrgang 22 II Folge) + Der letzte Arbeitslose (1965)

FrontCover1Nicht, dass wir den Herbert Hisel, dem Großmeister des fränkischen Humors hier ganz vergessen, wenngleich justament diese Live-Aufnahme aus dem Jahr 1967 zu seinen Großtaten zählen würde.

Vom Büttenredner zum Schallplatten-Millionär, vom Abteilungsleiter einer großen Nürnberger Radiogerätefabrik zur Humorkanone Nr.1 – es war ein harter und weiter Weg.

Worin liegt das Geheimnis seines Erfolgs ? – Man kann es nur schwer analysieren, man kann es vielleicht etwas umschreiben. Denn letztlich ist es das Geheimnis seiner Persönlichkeit. Wenn „der Hisel“ auf der Bühne stand, dann füllte er den Raum aus, dann wurde es ruhig im Saal oder auch im Festzelt. Hisel bekommt sein Publikum sofort in den Griff, da ist es gleichgültig, ob er vor einem Ärztekongress auftritt oder auf einem Hausfrauennachmittag, vor älternen Menschen oder vor Jugendlichen.

Herberts Humor ist trocken, schlagfertig. Seine Pointen kommen unerwartet, zielsicher, manchmal fast brutal – aber nie grob, nie verletzend, nie beleidigend. Wenn sich Hisel über jemanden lustig macht, dann immer so, dass der andere von Herzen mit lachen kann.
Autogrammkarte    Autogrammkarte

Hisel01„Was machen Sie, wenn Sie auf Posten stehen und es kommt ein Offizier vorbei ?“ – „Dann präsentier‘ ich das Gewehr !“ – „Gut ! Und wenn Sie auf Posten stehen und es kommt ein Haufen betrunkener Soldaten vorbei, was machen Sie dann ?“ – „Mei, no, da präsentier‘ ich auch !“ – „Aber warum denn ?“ – „Weil bei dem Haufen besoffener Soldaten bestimmt ein Offizier dabei ist…“ (aus Jahrgang 22)
Diese Pointe ist typisch für Hisel. Es geht nicht etwa gegen die Offiziere, er sagt nicht „…das sind dann bestimmt Offiziere“, sondern er stellt eine Gemeinsamkeit her, alle saufen, also auch die Offiziere. Und so wird die Pointe nicht verletzend, sondern sie ist im Gegenteil auch für die Betroffenen eigentlich sogar positiv !

Hisel schildert Szenen des Alltags, Grundsituationen – jeder kann sich da sofort identifizieren. Und diese Situationen treffen auf jede Generation zu, auf jede Gesellschaftsschicht. Er erzählt keine Zoten, er macht sich auch nicht über religiöse Tabus lustig und er witzelt nicht über Politik. „Ich will die Leute unterhalten – aber nicht beleidigen oder belehren !“, sagt er. So ist er und das macht ihn so sympatisch – jou werkli ! (Quelle: herbert-hisel.de)

Vermutlich ist Hisel´s Humor nicht jedermanns Sache … aber ich kann mich immer noch amüsieren … nicht über alles, aber ein paar seiner Gags sind wirklich zeitlos.

Diesmal offerierte er weitere Scherze aus dem militärischem Bereich (nehm ich immer ganz besonders gerne an) …. na, und seine Präsentation des „letzten Arbeitslosen“ ist bedingt witzig oder ich bin heute halt auf dieses Thema humoristisch nicht gut anpsrechbar.

Hisel02

Besetzung:
Herbert Hisel (Sprecher)

BackCover1

Titel:
01. Obergefreiter Hisel (Jahrgang 22 II Folge) 7.06
02. Der letzte Arbeitslose 7.41

Texte: Herbert Hisel

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Mehr Herbert Hisel:

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Klaus Doldinger – Doldinger in Süd Amerika (1965)

FrontCover1.jpgFür mich ein weiteres Album von Klaus Doldinger, das bis heute mehr als hörenswert ist:

Einen weiteren Paradigmenwechsel vollzog 1965 Klaus Doldinger mit dem Album „Doldinger in Südamerika“: nicht nur die Rhythmussektion wechselte – so etablierte sich neben Schlagwerker Cees See nun Bassgeiger Peter Trunk als zusätzlicher Impuls – und mit Gitarrist Attila Zoller trat ein renommierter Gastmusiker auf, auch der musikalische Ansatz wurde verfeinert und verschob sich zum freien Extemporieren in brasilianischem Klangkolorit. Dass das Goethe-Institut Doldinger und sein Quartett danach durch Brasilien schickte, durfte als weitere Auszeichnung verstanden werden. (jazzecho.de)

Und auch „Der Spiegel“ berichtete über Doldinger´s Südeamerika-Trip:

Spiegel 34_1965.jpgSie jazzten bei 40 Grad Hitze in Santiago de Chile. Sie swingten bei 90 Prozent Luftfeuchtigkeit in Rio de Janeiro. Sie jamten in der sauerstoffarmen Höhenluft der Andenstadt Quito, und sie wetteiferten mit Bossa-Nova -Stars in Salvador: Elf Wochen lang blies, trommelte und orgelte sich Klaus Doldingers Jazz-Quartett durch Südamerika.
Deutschlands Spitzen-Combo, nach Gastspielen in Skandinavien, Italien, Frankreich und Nordafrika zum fünftenmal im Auftrag des Münchner Goethe -Instituts auf Tournee, hatte ein Echo wie sonst nur die großen Amerikaner Louis Armstrong und Duke Ellington. Das Goethe-Institut in Rio de Janeiro zählte allein bei Doldingers Brasilien -Konzerten 493 450 Zuhörer. (Der Spiegel 34/1965 vom 18. August 1965)

Zwar ist der Titel etwas irreführend, da die Aufnahmen v o r der Südamerika-Tournee Doldingers (in Deutschland!) aufgenommen worden sind, aber der Qualität tut dies keinerlei Abbruch.

Die Besetzung ist wirklich vorzüglich: Neben Doldinger (Sopran- und Tenersaxophon) spielen Ingfried Hoffmann (Klavier & Hammond B3), Attila Zoller (Konzertgitarre), Peter Trunk (Bass) und Cees See (Schlagzeug). Hoffmann hat sich leider aus dem Jazzbetrieb völlig zurückgezogen, Zoller, Trunk und See sind inzwischen gestorben.

Ingfired Hoffmann

Ingfried Hoffmann, 1965

Das musikalische Programm ist sehr abwechslungsreich. Einerseits bietet es Saalkracher wie „Guachi Guaro“ mit einer kochenden und fauchenden Orgel und einem aufpeitschenden Ostinatorhythmus, andererseits zarteste Lyrik wie „Subo“, wo Hoffmann das Klavier streichelt und Doldinger in das Sopransaxophon hineinhaucht.

Attila Zoller

Die überaus kompetente Rhythmusgruppe von Trunk und See lässt keine Wünsche offen. Mit Peter Trunk, der am 31. Dezember 1973 bei einem Autounfall in New York ums Leben gekommen ist, hat nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt einen ihrer besten Bassisten verloren.

Niemand, der den deutschen Jazz der Sechzigerjahre kennt, wird diese Platte ohne Wehmut hören können. (Dr. Horst Wolfgang Boger)

LPBackCover

Besetzung:
Klaus Doldinger (saxophone)
Cees See (drums, percussion)
Peter Trunk (bass)
Attila Zoller (guitar)
Ingfried Hoffmann (keyboards)

AlternativesUSFrontCover.jpg

Alternatives US Front-Cover

Titel:
01. Fiesta (Doldinger) 4.51
02. Viva Brasilia (Doldinger) 3.37
03. Insensatez (Jobim/de Moares) 4.21
04. Subo (Traditional) 3.16
05. Malaguena (Lecuona) 4.02
06. Negra Sin Sandalia (Traditional) 5.02
07. Recado (De Ferreira/Antonio) 3.24
08. Argentinia (Doldinger) 3-47
09. Guachi Guaro (Traditional) 4.45
10. Präludium Nr. 3 (Villa-Lobos) 3.21

TwenLabelA

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KlausDoldinger1965_01

Klaus Doldinger, 1965