Klaus Doldinger – Doldinger in Süd Amerika (1965)

FrontCover1.jpgFür mich ein weiteres Album von Klaus Doldinger, das bis heute mehr als hörenswert ist:

Einen weiteren Paradigmenwechsel vollzog 1965 Klaus Doldinger mit dem Album „Doldinger in Südamerika“: nicht nur die Rhythmussektion wechselte – so etablierte sich neben Schlagwerker Cees See nun Bassgeiger Peter Trunk als zusätzlicher Impuls – und mit Gitarrist Attila Zoller trat ein renommierter Gastmusiker auf, auch der musikalische Ansatz wurde verfeinert und verschob sich zum freien Extemporieren in brasilianischem Klangkolorit. Dass das Goethe-Institut Doldinger und sein Quartett danach durch Brasilien schickte, durfte als weitere Auszeichnung verstanden werden. (jazzecho.de)

Und auch „Der Spiegel“ berichtete über Doldinger´s Südeamerika-Trip:

Spiegel 34_1965.jpgSie jazzten bei 40 Grad Hitze in Santiago de Chile. Sie swingten bei 90 Prozent Luftfeuchtigkeit in Rio de Janeiro. Sie jamten in der sauerstoffarmen Höhenluft der Andenstadt Quito, und sie wetteiferten mit Bossa-Nova -Stars in Salvador: Elf Wochen lang blies, trommelte und orgelte sich Klaus Doldingers Jazz-Quartett durch Südamerika.
Deutschlands Spitzen-Combo, nach Gastspielen in Skandinavien, Italien, Frankreich und Nordafrika zum fünftenmal im Auftrag des Münchner Goethe -Instituts auf Tournee, hatte ein Echo wie sonst nur die großen Amerikaner Louis Armstrong und Duke Ellington. Das Goethe-Institut in Rio de Janeiro zählte allein bei Doldingers Brasilien -Konzerten 493 450 Zuhörer. (Der Spiegel 34/1965 vom 18. August 1965)

Zwar ist der Titel etwas irreführend, da die Aufnahmen v o r der Südamerika-Tournee Doldingers (in Deutschland!) aufgenommen worden sind, aber der Qualität tut dies keinerlei Abbruch.

Die Besetzung ist wirklich vorzüglich: Neben Doldinger (Sopran- und Tenersaxophon) spielen Ingfried Hoffmann (Klavier & Hammond B3), Attila Zoller (Konzertgitarre), Peter Trunk (Bass) und Cees See (Schlagzeug). Hoffmann hat sich leider aus dem Jazzbetrieb völlig zurückgezogen, Zoller, Trunk und See sind inzwischen gestorben.

Ingfired Hoffmann

Ingfried Hoffmann, 1965

Das musikalische Programm ist sehr abwechslungsreich. Einerseits bietet es Saalkracher wie „Guachi Guaro“ mit einer kochenden und fauchenden Orgel und einem aufpeitschenden Ostinatorhythmus, andererseits zarteste Lyrik wie „Subo“, wo Hoffmann das Klavier streichelt und Doldinger in das Sopransaxophon hineinhaucht.

Attila Zoller

Die überaus kompetente Rhythmusgruppe von Trunk und See lässt keine Wünsche offen. Mit Peter Trunk, der am 31. Dezember 1973 bei einem Autounfall in New York ums Leben gekommen ist, hat nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt einen ihrer besten Bassisten verloren.

Niemand, der den deutschen Jazz der Sechzigerjahre kennt, wird diese Platte ohne Wehmut hören können. (Dr. Horst Wolfgang Boger)

LPBackCover

Besetzung:
Klaus Doldinger (saxophone)
Cees See (drums, percussion)
Peter Trunk (bass)
Attila Zoller (guitar)
Ingfried Hoffmann (keyboards)

AlternativesUSFrontCover.jpg

Alternatives US Front-Cover

Titel:
01. Fiesta (Doldinger) 4.51
02. Viva Brasilia (Doldinger) 3.37
03. Insensatez (Jobim/de Moares) 4.21
04. Subo (Traditional) 3.16
05. Malaguena (Lecuona) 4.02
06. Negra Sin Sandalia (Traditional) 5.02
07. Recado (De Ferreira/Antonio) 3.24
08. Argentinia (Doldinger) 3-47
09. Guachi Guaro (Traditional) 4.45
10. Präludium Nr. 3 (Villa-Lobos) 3.21

TwenLabelA

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KlausDoldinger1965_01

Klaus Doldinger, 1965

 

Bravo (Zeitschrift) – Juni 1965

BravoJuni1965A_01AIch war mal wieder im Keller …. und die regelmäßigen Leser dieses blogs wissen, dass ich dann immer ein paar alte Gazetten hervorzerre, um sie hier zu präsentieren.

Und tatsächlich habe ich im Keller noch ein paar alte „Bravo“ Hefte gefunden (viele sind es nicht, da ich nie ein passionierter Bravo–Leser war).

Und was bietet nun dieses Exemplar deutscher Jugendkultur der 60er Jahre:

Hier nun ein Bravo Heft vom Juni 1965 … als die Erwachsenenwelt noch empört den Atem anhielt, ob der zuckenden, langhaarigen Affen auf den Bühnen der Welt und auch im deutschen Fernsehen („Beat-Club“ das damalige Paradies auf Erden !).

  • Natürlich einen Beitrag über die Beatles
  • Einen Beitrag über Marie Versini (die damals in dem Karl May Film „Durchs wilde Kurdistan“ für eine gewisse Aufmerksamkeit sorgtw
  • Die „neue“ Bravo Serie über den Schauspieler Robert Fuller
  • Und natürlich die damals aktuellen Charts (Bravo Musikbox)
  • Empfehungen für den „denkenden Schlagerfreund“
  • Diverse Anzeige
  • Den Dr. Sommer gab´s noch nicht, stattdessen ber#t ein Dr. Christoph Vollmer bei Liebesprobleme wie „Meine Verliebtheit wurde schwankend“, „Sie ist immer gleich beleidigt“ (tja, so sind sie halt …  *ggg*), oder „Unsere Liebe soll geheim bleiben“
  • Der damals wohl unverzichtbare „Bravo-Starschnitt“ (hier die Nr. 11 von Cliff Richards)
  • Einen Kurz-Roman über eine §ergreifende Liebe“
  • Das aktuelle TV-Programm (was war das übersichtlich … damals)

Ich wünsche viel Vergnügen bei dieser vergnüglichen Zeitreise ! Bedauerlicherweise sind be diesem Exempalt einige Seiten dadurch beschädigt, dass Fotos ausgeschnitten wurden (ich war das nicht !) …  Das Vergnügen wird dadurch allerdings nur unwesentlich getrübt ….

Und hier nun eine pralle Reihe von Vorschaubildern, bevor es dann zur Präsentation geht:

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Das Fernsehprogramm, noch sehr überschaubar:

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Wie prophetisch:

Wie prophetisch ...

Ganz wichtig: Adrett und gepfelgt ...

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Impressum

Mehr „Bravo“:

MehrBravo

Bill Ramsey & Paul Kuhn – Ballads & Blues (1965)

FrontCover1Also, da haben wir zum einen, den Bill Ramsey:

William „Bill“ McCreery Ramsey (* 17. April 1931 in Cincinnati, Ohio) ist ein deutsch-amerikanischer Jazz- und Schlagersänger, Journalist, Hörfunkmoderator und Schauspieler. Er wurde in den 1960er Jahren durch deutschsprachige Schlager wie Souvenirs, Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe, Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett oder Pigalle (Die große Mausefalle) zwar populär, aber sein eigentliches Genre sind seit jeher Jazz, Swing und Blues. (uelle: wikipedia)

Und dann noch den Paul Kuhn:

Paul Kuhn (* 12. März 1928 in Wiesbaden; † 23. September 2013 in Bad Wildungen) war ein deutsch-schweizerischer Jazz – Pianist, Bandleader, Sänger und Komponist.

Und beide hatten wohl zeitlebens auch ein wenig damit zu kämpfen, dass man sie entweder als Spaßmacher oder als Unterhaltungsmusiker kannte und wohl auch schätzte.

Ramsey Kuhn

Bill Ramsey & Paul Kuhn in den 60er Jahren

Und noch war er Bill Ramsey nur mein Spaßmacher, noch war er Paul Kihn ein lupenreiner Unterhaltunsmusiker.

Nein, die beiden liebten und zelebrierten auch den gepflegten Jazz früherer Tage, ls Jazz noch in den Charts waren.

Und das kann man auf diesem Album vortrefflich studieren … mehr als souverän hatten sie ein Programm im Gepäck, das sich heute noch gut  anhören lässt.

Neben dem unverwüstlichen „Yesterday“ der Beatles hören wir dann überwiegend Jazz-Standards, und zwar absolut stilsicher vorgetragen.

Hinweisen will ich dann noch auf den John Loudermilk Klassiker „Tobacco Road“ … wirklich hörenswert.

Und man lasse sich nicht täuschen: Hier hören wir zwar diese von mir so sehr geliebte Nachtclub-Musik, aber nicht nur von Paul Kuhn musikalisch begleitet. Nein … die desweiteren engagierten Studiomusiker bringen ein ums andere mal superbe Klangtupfer ins Spiel … da kann einer wie ich nur mit der Zunge schnalzen.

Ramsey Kuhn2

Besetzung:
Paul Kuhn (keyboards)
Bill Ramsey (vocals)
+
Kurt Becker (flute, vibraphone)
Stuff Combe (drums)
Jimmy Deuchar (trumpet)
Karl Drewo (saxophone)
Johnny Fischer (bass)
Derek Humble (saxophone)

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Titel:
01. But Not For Me (Gershwin) 2.29
02. Yesterday (Lennon/McCartney) 3.24
03. Fly Me To The Moon (Howard) 2.42
04. Gone With The Wind (Wrubel/Magidson) 3.54
05. What’s New (Haggart/Burke) 3.12
06. There’ll Never Be Another You (Warren/Gordon) 3.09
07. Kansas City (Leiber/Stoller) 3.08
08. Tobacco Road (Loudermilk) 3.38
09. Willow Weep For Me (White/Forest/Ronell) 3.54
10. It’s The Same Old Story (Ramsey) 3.24
11. Round Midnight (Hanighen/Williams/Monk) 3.23
12. It Won’t Be Long (McFarland) 2.32

LabelA1

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Die Innenhüllen der LP

Vicky (Leandros) – Messer, Gabel, Schere, Licht + Wann wird das sein Dream Boy (1965)

FrontCover1Vicky Leandros (griechisch Βίκυ Λέανδρος; * 23. August 1952 in Paleokastritsa auf Korfu; gebürtig Βασιλική Παπαθανασίου Vassiliki Papathanasiou, bürgerlich seit 1986 Freifrau von Ruffin) ist eine Sängerin aus Griechenland mit deutscher und griechischer Staatsbürgerschaft, die über 55 Millionen Tonträger weltweit verkaufte.

Unterstützung ihres Vaters Leandros Papathanasiou, der bereits in Griechenland und Deutschland als Leo Leandros erfolgreich war, machte auch sie eine Karriere in beiden Ländern. Vicky Leandros bekam eine Gesangs-, Ballett- und Gitarrenausbildung. 1958 kam die Sängerin nach Deutschland und wurde fortan Vicky genannt. Die Familie verbrachte gemeinsame Jahre in Hamburg, bis sich Vater Leo 1961 von seiner Frau Kyriaki Protapapa scheiden ließ. Vicky wuchs beim Vater in Hamburg auf und besuchte das Gymnasium an der Wartenau.

Bereits ihre erste Single, Messer, Gabel, Schere, Licht (1965), wurde in Deutschland zu einem Erfolg … (Quelle: wikipedia)

Und voila … hier ist sie .. ihre erste Single.

Bei „Messer, Gabel, Schere, Licht“ verweist sie ihren jugendlichen Liebhaber in seine Schranken:

„Lad´ mich nie wieder ein, wenn deine Eltern aus
sei bitte ehrlich
ES geht nicht, dass wir bei dir allein zu Haus´ sind
Das ist gefährlich.
Oh, Messer, Gabel, Schere, Licht
und noch so mancherlei
dürfen kleine Kinder nicht, oh no, no, my boy“

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Allein auf großer Fahrt … aufgepasst !

Na, da wird sich der Boy aber bedanken, als „kleines Kind“ bezeichnet wird … diese Beziehung wird keine nachhaltige werden.

Aber in „Wann wird das sein Dream Boy“ schmachtet sie ebenjenen Dream Boy an … aber wehe er lädt sie mit seinem Wagen auf eine Reise sein …

Nun gut … herrliche Schlagerwelt jener Tage, textlich so gestaltet, dass sich unsere Erziehungsberechtigten keine Sorgen machen mußten.

Und auch diese Single stammt aus dem Fundus meines älteren Bruders.

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Besetzung:
Vicky Leandros (vocals)
+
Orchester Arno Flor

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Titel:
01. Messer, Gabel, Schere, Licht (Lander/Panas/Arnie) 2.07
02. Wann wird das sein Dream Boy (Panas/Rasch) 2.55
+
03. Dream Boy (englishe Version) (Panas/Rasch/Freynik) 2.33

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Ein wirklich nett gestaltete Video-Clip aus jenen Jahren (Prädikat: drollig), als man den Begriff Video-Clip noch gar nicht kannte:

 

Dixieland-Messengers – 4 x Dixieland (1965)

FrontCover1Eine jener unzähligen „Tip Schallplatten“ EP mit flotten und gepflegten Dixie-Klängen einer Combo namens „Dixieland-Messengers“ und erfreulicherweise gibt es über diese Combo doch ein wenig mehr berichten, als über viele der Interpreten für dieses Label, das inzwischen schon ein wenig Kultstatus hat.

Die Dixieland-Messengers (ursprünglich nannten sie sich ja „Firestone“) stammten aus Berlin und waren wohl seit Ende der50er/Anfang der 60er Jahre aktiv und zählten zur damals scheinbar sehr vitalen Jazz-Szene Berlin.

Sie traten regelmässig in dem legendären Berliner Jazz-Club „Eierschale“ auf (allein die Geschichte dieses Clubs wäre ein eigenes Kapitel hier in diesem blog wert !).

Wer mehr zur „Eierschale“ wissen will … hier geht´s lang.

Wie lange es dann die Dixieland-Messengers dann tatsächlich gab, habe ich in der Kürze nicht mehr heraugefunden … aber für mich sind sie (stellvertretend für alle jene Jazzbands der frühen Jahre) kleine Helden, da sie vermutlich unter arg widrigen Umständen ihrer Leidenschaft frönten … und wer auf die irre Idee kommt, den Can-Can von Jacques Offenbach als Dixie-Jazz-Nummer zu interpretieren, der ist wirklich kreativ.

Und: ich weiss nicht wieviele Versionen es von „Midnight In Moscow“ gibt, aber als Dixie-Nummer habe ich diese Schnulze noch nie gehört !

Dixieland-Messengers

Besetzung:
Joachim „Blaschke“ Bläsing (saxophone)
Micki Dörmann (bass)
Klaus Fuhlbrück (banjo)
Joe Körner (trombone)
Thomas Newiger (trumpet)
Robbi (piano)
Tom Wetzel (drums)
+
Konrad Grewe Chor (bei 04.)

BackCover1
Titel:
01. Creole Jazz (Luter) 2.28
02. South (Hayes/Moten) 2.04
03. Can-Can (Offenbach) 2.39
04. Midnight In Moscow (Ball/Burgers) 3.14

LabelA1

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Roberto Delgado – Caramba (1965)

FrontCover1Da haben wir wieder mal so ne Größe der deutschen Unterhaltungsmusik, die vorrangig in den 60er Jahren durch eine Flut von Aufnahmen auf sich aufmerksam machte:

Horst Wende (* 5. November 1919 in Zeitz; † 23. Januar 1996 in Hamburg) war ein deutscher Orchesterleiter, Komponist, Arrangeur und Akkordeonist. Er trat auch unter den Pseudonymen Roberto Delgado, Die Akkordeon Melodiker und Mister Pepper auf.

Horst Wende wirkte schon im Alter von sechs Jahren in der Tanzkapelle seines Großvaters mit. Er spielte Klavier, Akkordeon, Xylophon sowie Marimba. Nach seinem Abitur studierte er am Landeskonservatorium der Musik in Leipzig. Im Zweiten Weltkrieg wurde Wende als Soldat eingezogen. Gegen Ende des Krieges lernte er in einem britischen Gefangenenlager in Dänemark den Gitarristen Ladi Geisler kennen, mit dem er eine Band zusammenstellte.

Nach dem Krieg ließ sich Wende in Hamburg nieder, wo er mit Geisler (Gitarre), Hans Bekker (Schlagzeug) und Franz Rasch (Kontrabass) ein Quartett gründete, in dem er selbst Akkordeon spielt. Im Vergnügungsviertel St. Pauli fanden sie mit aktuellen amerikanischen Hits schnell ein begeistertes Publikum. Wende arbeitete unter anderem mit Edmundo Ros und dem noch unbekannten Freddy Quinn zusammen.

Passend zum Fasching ...

1950 wurde Wende, der praktisch alle populären Stilrichtungen beherrschte, von der Plattenfirma Polydor entdeckt. Dort nahm er, zumeist mit einer kleinen Besetzung, zahlreiche eigene Singles auf. Außerdem begleiteten Horst Wende und seine Tanz-Solisten namhafte Interpreten wie Lale Andersen, Melitta Berg, Bully Buhlan, Margot Eskens, Renée Franke, Gerhard Gregor, Monika Grimm, Friedel Hensch und die Cyprys, Udo Jürgens, Lonny Kellner, René Kollo, Detlev Lais, Danny Mann und Peter Steffen bei deren Schallplattenaufnahmen. 1956 nahm er mit Freddy Quinn den Titel Heimweh (Dort wo die Blumen blüh’n) auf. Die deutsche Version des US-amerikanischen Hits Memories Are Made of This hielt sich 14 Wochen auf dem ersten Platz der deutschen Charts. In den 1960er Jahren arbeitet Wende unter anderem mit Knut Kiesewetter zusammen.

1954 erschien erstmals eine Single von Wende unter dem Pseudonym Roberto Del Gado, das später in Roberto Delgado geändert wurde. Unter diesem Namen spielte Wende mit Studio-Orchestern vor allem Instrumental-Titel mit südamerikanischen Rhythmen sowie Cover-Versionen aktueller Hits ein. Außerdem wurden ganze Langspielplatten von Delgado Kompositionen aus Skandinavien, Russland, Griechenland, Israel und anderen Ländern gewidmet. Neben seinem Weggefährten Ladi Geisler wirkten namhafte Studiomusiker aus den Orchestern von Bert Kaempfert, Alfred Hause und James Last an den Produktionen mit. In den 1960er und 1970er Jahren fanden die Musikalben von Roberto Delgado im In- und Ausland großen Absatz. Zu seinen größten Single-Hits gehörten Mexico (1962) und Letkiss (1964). Parallel dazu erschienen weiterhin Schallplatten unter seinem eigenen Namen, die vor allem Polka- und Stimmungsmusik enthalten.

AlternativesFrontCover.jpg

Alernatives Front Cover

Wende, der sich Anfang der 1980er ins Privatleben zurückzog, starb am 23. November 1996 in seinem Wohnort Hamburg. Im Zuge des Easy-Listening-Revivals sind seit Ende der 1990er Jahre immer wieder Aufnahmen von Horst Wende alias Roberto Delgado auf CD erschienen. (Quelle: wikipedia)

Hier eine LP aus dem unerschöpflichen Repertoire des Horst Wende: Ebenfalls passend zum Karneval betörende Latin und Rumba Klänge aus Südamerika … ja, ja, wenn die Brasilianer erstmal Karneval feiern, dann bleibt uns Deutschen der Mund offen … Caramba !

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Auf diesen inlets konnte man sich dann immer informieren, was es sonst noch so gab … auch wenn es sich hier Werbung für EMI handelte (aber darin steckte meine LP halt)

Besetzung:
Roberto Delgado And His Orchestra

BackCover1

Titel:
01. Rumba Tambah (Hernández) 2.01
02. Bésame Mucho (Velázquez) 2.52
03. Navidad Negra (Barros) 2.06
04. En Un Pueblito Español (Wayne/Lewis/Young) 2.27
05. Siboney (Lecuona/Manzo) 2.20
06. Moliendo Café (Manzo) 2.32
07. Macarenas (La Virgen De La Macarena) (Monterde) 2.11
08. El Manisero (The Peanut Vendor) (Simons/Sunshine/Gilbert) 2.52
09. Tres Palabras (Farres/Gilbert) 2.30
10. Amapola (Lacalle/Gamse) 2.55
11. Rumba De La Playa De Miami (Fields/Gamse) 2.07
12. Mucho Mucho (Grever/Paquale) 2.27
13. Marianella (Scotto) 2.15
14. Tabú (Stillman/M. Lecuona) 2.00

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Orchester Max Greger – Bal Paré (1965)

FrontCover1Das „Bal Paré“ war (oder ist) wohl was ganz besonderes:

„Der glanzvollste Ball am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig XIV, hieß „Bal Paré“. 1897 fand zum erstenmal ein Bal Paré in München statt und in der Isarstadt ist der das größte gesellschaftliche Ereignis bis heute geblieben. Fröhlichkeit ist die Devise dieses Festes. Prominenz des In- und Auslands von Bühne, Film, Funk und Fernsehen, aus Politik und Wirtschaft ist jedes Jahr Gast beim Verleger der „Bunten“, Senator Dr. Franz Burda, um das größte und rauschendste Fest des Münchner Faschings zu feiern.

Max Greger mit seiner Band entfesselt ein musikalisches Brilliantfeuerwerk und begeistert auch jene Gäste, die selber Stars sind. Er spielt die bekanntesten Hits und seine Musiker überbieten einander an Glanzleistungen. Der Bal Paré so sagen alle Gäste, ist der schönste Ball – nicht nur in München, sondern in der ganzen Bundesrepublik.

Unsere Absicht ist es Ihnen mit dieser Platte ein wenig von dem Glanz dieses Fest in ihr Heim zu zaubern. Sicher haben Sie Lust, den Bal Paré auch einmal zu Hause zu feiern. Viel Vergnügen ! “ (Hüllentext)

Nein, dazu habe ich keine Lust Stattdessen fiel mir der Spruch „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ ein … Aber sei´s drum: auf der Rückseite der Hülle kann man dann tatsächliche ein paar Prominente erkennen, die mir auch heute noch geläufig sind: Max Schmeling, Dietmar Schönherr/Vivi Bach, Heinz Rühmann, Pierre Brice, Herbert von Karajan. Elke Sommer und Senta Berger.

Und dass auch der Beatles Titel „A Hard Day’s Night“ mit im Programm war, zeigt, dass die Beatles (wohl im Gegensatz zu den Rolling Stones) damals schon ziemlich salonfähig waren … Ich weiß schon, warum ich mich damals zur Fraktion der Rolling Stones Fans zählte … Unabhängig davon lässt sich heute feststellen, dass der Maxl Greger natürlich bravorös aufspielen lässt !

Und heute würde man dann ganz sicher Iris Berben und die Burda Gattin Maria Furtwängler bei einem solchen Ball sichten können … und, ach ja, der Till Schweiger wäre ganz sicher auch dabei.

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Max Greger mit Peter Frankenfeld

Besetzung:
Orchester Max Greger

BackCover1
Titel:
01. Münchner G’schichten (Mackeben) 3.37
02. Danke schön (Kaempfert) 2.35
03. Never On Sunday (Hadjidakis) 2.40
04. Moon River (Mancini) 2.10
05. A Hard Day’s Night (Lennon/McCartney) 2.31
06. Dinah (Akst) 1.52
07. Let’s Kiss Again (Reich) 2.11
08. Ich hätt getanzt heut nacht (Loewe) 2.17
09. Wunderbar (Porter) 2.22
10. Nur eine Stunde (Kreuder) 2.12
11. Das war eine schöne Party (Gainsbourg) 2.19
12. Bambi Bossa Nova (Leyh) 2.15
13. Durch dich wird diese Welt ers schön (Jary) 2.38
14. Es ist nur die Liebe (Grothe) 2.51
15. Münchner G’schichten (Mackeben) 1.15

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