Die Matadors (+ Su Kramer und Joe Kienemann) – Haare – Der Musical-Welterfolg in deutscher Sprache (1970)

FrontCover1.JPGUnd jetzt ein Album, das aus meiner Sicht nicht nur musikalische interessant ist (sofern man sich für das Musical „Hair“ interessieren oder gar begeisern kann). sondern erst recht hinsichtlich der Stories hinter diese LP … z.B. all die Musiker, die da beteiligt waren.

Da ist z.B. die Su Kramer:

Gudrun „Su“ Kramer (* 24. März 1946 in Oldenburg) ist eine deutsche Sängerin, die vor allen Dingen in den Bereichen Schlager, Musical, Disco und Pop gearbeitet hat. Sie trat darüber hinaus als Komponistin, Textdichterin und Schauspielerin in Erscheinung. Ihr größter Hit war Kinder der Liebe im Jahre 1974.

Kramer absolvierte zunächst eine Ausbildung als Erzieherin. Als Sängerin sammelte sie Erfahrungen in Amateurbands. 1968 wurde sie aus 3.000 Mitbewerberinnen ausgewählt, die Hauptrolle der Sheila in der deutschen Uraufführung des Musicals Hair zu spielen. In 18 Monaten absolvierte sie 500 Vorstellungen und wurde fortan „das Mädchen mit dem Afro-Wuschelkopf“ genannt. 1970 erschien die Deutsche Originalaufnahme des Musicals mit Kramer bei Polydor auf LP. Seinerzeit waren auch der Schlagersänger Jürgen Marcus und die spätere Disco-Queen Donna Summer (damals noch als Donna Gaines) Teil des Ensembles.

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Mit dem Titel Hare Krishna, den Su Kramer im Studio mit dem Orchester Les Humphries einspielte, erschien bald darauf ihre erste Single unter ihrem bürgerlichen Namen Gudrun. Noch im selben Jahr nahm sie den Namen „Su“ an und veröffentlichte ihre erste Single Eine Welt für uns beide unter diesem Künstlernamen. Ursprünglich wollte Kramer den Vornamen „Susanne“ annehmen, was jedoch mit der Begründung, dieser klinge nicht international genug, abgelehnt wurde. (Quelle: wikipedia)

Und dann der Joe Kienemann, der war ja eigentlich ein Jazzer, wie er im Buche stand:

Joe Kienemann (* 11. Mai 1938 in Heilbronn, Deutschland) ist ein deutscher Jazzmusiker und -journalist.

Der Pastorensohn Kienemann kam über die Hausmusik der Barock-Meister zur Musik. Mit sechs Jahren hat er Klavier, mit zehn Cello und mit zwölf Trompete gelernt. Das Klavier wurde sein Hauptinstrument.

Während seines Studiums, das er an der Universität Tübingen begann, gründete er 1958 das Jazztrio Tübingen. Seit 1960 ist Kienemann eine der wichtigen Joe Kienemann01.jpgMusikerpersönlichkeiten der Münchner Szene. Der Pianist arbeitet hauptsächlich im Trio, das für ihn die optimale Situation künstlerischen Schaffens gestattet. Daneben arbeitete er bei Dusko Goykovich und Udo Jürgens und trat mit Attila Zoller, Klaus Doldinger, Benny Bailey, Art Farmer und Charly Antolini auf.

Zwischen 1971 und seiner Pensionierung 2003 war er als Jazz-Redakteur beim Bayerischen Rundfunk beschäftigt. Kienemann produzierte und moderierte mit großem Erfolg mehr als zweihundert Sendungen jährlich. Im Herbst 2003 hat er die künstlerische Leitung der BR-Konzertreihe „Bühne frei“ der Musikjournalistin und Jazzerin Beate Sampson übergeben.

2005 wurde Kienemann mit dem Bayerischen Jazzpreis geehrt; 2007 erhielt er den Ehrenpreis des Schwabinger Kunstpreises. „Er habe in seiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit für den Rundfunk ein Stück Radiogeschichte geschrieben“, hieß es in der Begründung. (Quelle: wikipedia)

Wie der hier als männlicher Solo-Sänger dazu kam, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich weiß – sorry Joe – dass er der Su Kramer nicht mal ansatzweise das Wasser reichen konnte.

Aber das ist irgendwie kein Wunder, denn Su Krame ist und bleibt für mich eine jener Ausnahmesängerinnen (hier faucht und schmeichelt sie sowas von rattenscharf), die sich leide mehr als einmal unter dem Scheffel verkauft hat, verkaufen musste.

Aber dafür spendiere ich dem großartigen Jazzpianisten Joe Kienemann demnächst na ganz eigene Präsentation.

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Und dann … natürlich „Die Matadors“:

Diese tschechische Band ging Anfang 1965 aus den Fontanas hervor. Ihr ersten Engagement führte sie im Mai 1965 in die DDR, wo sie im Rundfunk Titel prodzierten. Leider sind keine Plattenaufnahmen bei Amiga entstanden. In der DDR wohl bekannteste LP, ist die 68er Supraphonscheibe „The Matadors, Supraphon SUA ST 53992. Hladik, damals schon bester tschechischer Gitarrist, den man auch „den tschechischen Eric Clapton“ (Covertext „The Blue Effect – A Benefit of Radim Hladik“) nannte.

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Die Matadors

Und diese Band wäre nicht denkbar gewesen ohne den Hanuš Berka:

(* 15. Dezember 1941 in Prag; † 14. April 1978 in München) war ein tschechoslowakischer Jazzmusiker (Tenor- und Sopransaxophon, Flöte, Piano).

Berka, dessen Vater Mitglied des Philharmonieorchesters der Stadt Prag war, erhielt bereits mit fünf Jahren klassischen Klavierunterricht. Später lernte Berka auch noch Gitarre, Klarinette, Saxophon und Flöte zu spielen.[1] Nach dem Studium am Prager Konservatorium wurde er 1964 auf dem Deutschen Amateur-Jazz-Festival als bester Tenorsaxophonist ausgezeichnet. 1966 wirkte er als Arrangeur für den Sänger Karel Gott und verbrachte ein Jahr in Las Vegas. In Prag gehörte er zum Traditional Jazz Studio und spielte zusammen mit Jan Hammer und Miroslav Vitouš. Ende der 1960er-Jahre war er musikalischer Leiter der deutschen Version des Musicals Hair, in der die Prager Beat-Band The Matadors auftrat. Beim Jazzfestival Oslo führte er seine Jazzmesse auf, für die er eine Auszeichnung erhielt.

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Hanus Berka

Anfang der 1970er – Jahre gründete er in München, zusammen mit Jiří Matoušek und Otto Bezloja, die Band Emergency, bei der zunächst auch Dusko Goykovich und Udo Lindenberg spielten. Zwei LPs mit bläserlastigem Jazzrock nahm Emergency für CBS auf, ehe sie sich auflöste. Für das Brain-Label entstanden unter Leitung von Berka zwischen 1973 und 1975 in veränderter Besetzung drei weitere Alben der Gruppe. Berka war als Studiomusiker auch für Tiger B. Smith, Ken Rhodes, Donna Summer, Marsha Hunt und Heidelinde Weis tätig und spielte weiterhin in der Munich Big Band von Dusko Goykovich. Er starb an den Folgen eines Autounfalls. (Quelle: wikipedia)

Also: wir hören hier ein hochkrätiges Ensemble, das auch meiner Sicht später dann als „Emergency“ ein Juwel des frühen deutschen Jazz-Rock war.

Auch wenn sie hier durch das enge Korsett des Musicals arg limitiert waren, hört man immer wieder diese Klasse des Ensemble durch: So z.B. bei dem knackigen Bass-Solo bei „Hare Krishna“, oder die Jazzimprovisation bei „Haare“.

Bei den vielen deutschen Hair Produktionen der damaligen Zeit … sind diese Aufnahmen schlicht und ergreifend eine Perle …

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Und die Matadors haben dann auch noch ne englischsprachige Version des Musicals eingespielt, ebenfalls mit der Su Kramer und einem Sänger namens John McLaren … aber davon später irgendwann mal mehr.

Jetzt kann man aber – wer denn will – dieses Musical in einer wirklich spannenden Aufnahmen genießen.

Und eins will ich schon auch noch los werden: Die Botschaften dieses Musical-Welterfolges haben aus meiner Sicht auch heute noch ihren Sinn, ihre Berechtigung (“ … warum sind die Leute nur so herzlos …“)

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Besetzung:
Joe Kienemann (vocals)
Su Kramer (vocals)
+
Hanus Berka (saxophone)
Otto Bezloja (bass)
Tony Black (drums)
Jiří Matoušek (organ)
Petr Netopil (guitar)
Reddy (guitar)

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Titel:
01. Su Kramer Und Ensemble: Wasserman (Aquarius) 2.31
02. Joe Kienemann: Haare (Hair) 2.22
03. Su Kramer: „Nein“ sagt sich so leicht (Easy To Be Hard) 2.44
04. Joe Kienemann: Ich hab kein… (Ain’t Got No) 2.39
05. Ensemble + Joe Kienemann: Hare Krishna (Wo geh ich hin) (Where Do I Go) 4.24
06. Su Kramer und Joe Kienemann: Dead End 1.58
07. Su Kramer: Die letzten Sterne (Good Morning Starshine) 2.33
08. Joe Kienemann: Schweben im Raum (Walking In Space) 5.50
09. Su Kramer und Joe Kienemann: Hat’s der Mensch nicht weit gebracht (What A Piece Of Work Is Man) 2.18
10. Su Kramer und Ensemble: Laßt den Sonnenschein (Let The Sunshine In) 2.33

Musik: Galt Mac Dermot
Original-Text: Gerome Ragni – James Rado
Deutscher Text:
Walter Brandin
Gerd Thumser (bei 06.)

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Su Kramer – Dich will ich nur + Herzen kalt wie Stein (1972)

FrontCover1Irgendwie habe ich das Gefühl, Su Kramer wurde mehr als einmal unter ihrem Wert verkauft:

Su Kramer (* 24. März 1946 in Oldenburg; eigentlich Gudrun Susanne Kramer) ist eine deutsche Sängerin, die vor allen Dingen in den Bereichen Schlager, Musical, Disco und Pop gearbeitet hat. Sie trat darüber hinaus als Komponistin, Textdichterin und Schauspielerin in Erscheinung. Ihr größter Hit war Kinder der Liebe im Jahre 1974.

Kramer absolvierte zunächst eine Ausbildung als Erzieherin. Als Sängerin sammelte sie Erfahrungen in Amateurbands. 1968 wurde sie aus 3.000 Mitbewerberinnen ausgewählt, die Hauptrolle der Sheila in der deutschen Ur-Aufführung des Musicals Hair zu spielen. In 18 Monaten absolvierte sie 500 Vorstellungen und wurde fortan „das Mädchen mit dem Afro-Wuschelkopf“ genannt. 1970 erschien die Deutsche Original-Aufnahme des Musicals mit Kramer bei Polydor auf LP. Seinerzeit waren auch der Schlager-Sänger Jürgen Marcus und die spätere Disco-Queen Donna Summer (damals noch als Donna Gaines) Teil des Ensembles. Mit dem Titel Hare Krishna, den Su Kramer im Studio mit dem Orchester Les Humphries einspielte, erschien bald darauf ihre erste Single unter ihrem bürgerlichen Namen Gudrun. Noch im selben Jahr nahm sie den Namen „Su“ an und veröffentlichte ihre erste Single Eine Welt für uns beide unter diesem Künstlernamen. Ursprünglich wollte Kramer den Vornamen „Susanne“ annehmen, was jedoch mit der Begründung, dieser klänge nicht international genug, abgelehnt wurde.

Mit Frei sein erschien 1971 das Debüt-Album der Oldenburgerin auf dem Label Telefunken. Die LP wurde von 50 Musik-Journalisten als „beste Produktion des Jahres 1971“ ausgezeichnet. Die LP enthält neben eigens für Kramer geschriebenen Titeln unter anderem Cover-Versionen international bekannter Hits von Elton John, Mikis Theodorakis oder Simon & Garfunkel. Kramer hatte die deutschsprachigen Texte mit ihrem Team, Rudi Bauer und Gerd Thumser, erarbeitet. Ralph Nowy war als Arrangeur für die internationalen Titel verantwortlich. Mit der aus Frei sein ausgekoppelten Single Wie das Wasser, so fließt die Zeit gelang Kramer im selben Jahr ein kleinerer Single-Erfolg. In dieser Zeit trat sie auch regelmäßig in der ZDF-Hitparade auf (Quelle: wikipedia)

Hier eine Single, die zwar 1972 erschien, aber von ihrem 71er Album „Frei sein“: 2 saustarke Songs mit einem großartigem Gosepl/Soul – Feeling und einer triumphal klingenden und singenden Su Kramer !

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Su Kramer, 1972

Besetzung:
Su Kramer (vocals)
+
eine Schar unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Dich will ich nur (Bauer/Thumser) 3.33
02. Herzen kalt wie Stein (Bauer/Thumser) 2.45

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Verschiedene Interpreten – Haare (Hair) – Originalaufnahme der deutschsprachigen Uraufführung (1969)

OriginalFrontCover1Um mal mit einem abgedroschenem Spruch zu beginnen: Jetzt wird es haarig … im Klartext: Hier geht´s um das wohl erste Rock-Musical „Hair“ und hier natürlich insbesondere um die Aufnahmen der „deutschsprachigen Uraufführung“:

Hair (im Untertitel The American Tribal Love/Rock Musical) ist ein US-amerikanisches Musical, das als Meilenstein der Popkultur in den späten 1960er Jahren gilt. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Gruppe der Hippie-Bewegung. Buch und Liedtexte stammen von Gerome Ragni und James Rado, die Musik ist von Galt MacDermot. Nach einer Off-Broadway-Vorpremiere im Oktober 1967 in Joseph Papp’s Public Theater begann die Produktion im April 1968 mit der Uraufführung am Broadway.

Hair gilt als eines der erfolgreichsten Musicals überhaupt und wurde in der Folge auch in zahlreichen anderen Ländern aufgeführt. Uraufführung der für Deutschland in die deutsche Sprache adaptierten Fassung Haare war am 24. Oktober 1968 in München. 1979 wurde Hair durch Miloš Forman verfilmt.

Hair erzählt die Geschichte einer Gruppe gegen das Establishment eingestellter langhaariger (daher der Name des Musicals) Hippies, die in der Stadt New York unter dem Vorzeichen des „Zeitalters des Wassermanns“ leben und lieben und sich gegen die Einberufung als Soldaten für den Vietnamkrieg auflehnen. Der frisch vom Land hinzugestoßene Claude Hooper Bukowski, die junge Frau Sheila und ihr charismatischer Zimmergenosse Berger leben in einer Dreiecksbeziehung lustvoll aber ziellos in den Tag hinein. Claude gerät, hin und her gerissen zwischen den patriotischen Impulsen seiner bürgerlichen Herkunft und den im Kreise seiner neuen Freunde erstarkten pazifistischen Idealen, in einen inneren Konflikt, denn mit Eintreffen der Einberufung muss er sich entscheiden, ob er wie die anderen den Kriegsdienst verweigern (und damit eine drohende Gefängnisstrafe und gesellschaftliche Ächtung in Kauf nehmen) oder seine pazifistischen Ideale missachtend, sich der militärischen Autorität unterwerfen, Menschen töten und sein Leben in Vietnam riskieren soll.

Hair wurde in den USA von 1967 Off-Broadway und von 1968 bis 1972 am Broadway ohne Unterbrechung aufgeführt. Das Musical war aber auch weltweit erfolgreich.

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Alternative Frontcover

In Deutschland (wie auch in England) war Hair vor Jesus Christ Superstar das erfolgreichste Musical seiner Zeit. Die deutsche Version „Haare“ lief 2 1/2 Jahre, sie war in allen deutschsprachigen Ländern ein Erfolg. Es gab Aufführungen in München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Böblingen bei Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, Köln, Essen, Duisburg, Wien, Zürich usw. und zuletzt Ulm.

In den deutschen Aufführungen wurde die Rolle der Sheila von Su Kramer bzw. Freya Weghofer gespielt, die später die Rolle der Jeannie übernahm. Weiter traten Reiner Schöne als Berger, Ron Williams als Hud, Jürgen Marcus als Claude sowie Donna Gaines (die später als Donna Summer bekannt wurde) und Liz Mitchell als Donna auf.

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Die Münchner Truppe von „Haare“, wie das Musical auf Deutsch hieß: Mit dabei waren 1968 unter anderem Donna Summer (vorne rechts) und Ron Williams (links daneben, mit Kette)

Die Liedertexte wurden größtenteil wörtlich übersetzt von Walter Brandin, dabei teilweise jedoch an die europäischen (wie z. B. in Amsterdam, London und in Stockholm) bzw. deutschen Gegebenheiten und Mentalitäten und die deutsche Sprache angepasst.

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Plakat der Uraufführung im Theater in der Briennerstraße, München (1968)

Die deutschen Szenen und Traumbilder sind nicht in allen Teilen direkte Übersetzungen, orientieren sich aber inhaltlich an den englischen Vorbildern. Sie wurden teilweise in fast kabarettistischer Art und Weise sogar spontan tagesaktuell gebracht, wie z. B. die Generals-Szene (Peter Kern), welche die hierarchischen Strukturen der Gesellschaft verspottet. In der Väter-Mütter-Szene, Anerkennung der Jugend („Ich hab kein Geld…“), kritische Anspielungen auf Medien und Reklame („HB-Männchen“, „Mainzelmännchen“ „Touristenlady“ u. a.), „vaterlandslose Gesellen“ (die CDU hat die SPD als „vaterlandslose Gesellen“ bezeichnet). Daneben gab es lokale Anspielungen wie „Komm wir gehen auf den Ku’damm Wessis erschrecken…“ und viele andere. Insofern war Hair weniger ein Musical mit fortlaufender Handlung (wie im Film) als mehr ein Rock-Kabarett mit aufeinanderfolgenden Songs und Szenen ohne besondere Örtlichkeit. Auch daher rührte der Erfolg der drei deutschsprachigen Ensembles. (Quelle: wikipedia)

Tja, dieses Musical hat damals wohl wirklich für Furore gesorgt:

Das Musical, 1968 in New York uraufgeführt, kam 1969 nach Deutschland und traf den Nerv der Zeit. Allein schon der Wunsch, Hair zu besuchen, löste bei Eltern und Erwachsenen Stürme der Entrüstung hervor.
„In dem Musical Hair artikuliert sich der Protest der Jugend gegen Krieg und Wehrdienst, gegen Intoleranz, Brutalität und Entmenschlichung. Gezeigt wird das Hippie-Dasein als mögliche Lebensform, in der Liebe, Glück und Freiheit des Einzelnen dominieren. Der Protest der Hippies gegen erstarrte Gesellschaftsformen und Auswüchse menschlicher Unzulänglichkeit und Hybris vollzieht sich stets im Rahmen der Gewaltlosigkeit. Wenn Hippies ihren Gegnern und Feinden Blumen schenken so hoffen sie auf die heilsame Wirkung dieser Geste der Sanftheit. Zu Recht tragen sie deshalb den Namen Blumenkinder.“ (Dr. Rolf Cyriax)

Nun, natürlich darf man sich über die Naivität jener Hippiephilosophie amüsieren, aber wenn ich mich gerade im Januar 2019 so in der Welt umschaue, dann wünscht man sich schon ein wenig, dass die Welt ein wenig mehr von dieser „naiven“ Friedfertigkeit hätte …

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Und deshalb gestatte ich es mir auch, beim mehrfachen hören dieses Musicals ein paar Tränchen auf die Reise zu schicken …

Und weil ich mich halt weiterhin dafür interessiere … wie auch dieses Ereigniss damals publistisch verarbeitet wurde … habe ich dieser Präsentation ein paar Artikel beigelegt:

Besprechungen zur Urauffführung aus „Der Zeit“ und „Der Spiegel“ … sowie eine Erinnerung des zeitgeschichtlichen Archivs des WDR sowie eine Erinnerung an die Uraufführung aus dem Jahr 1968 anlässlich eines Remakes des Musicals im Jahre 2013 und zwar ebenfalls in München.

SingleAuskoppelungen

Besetzung:
Ann: Ann Helstone
Barbara: Barbara Eff
Berger: Reiner Schöne
Charlie: Charles Berry
Claude: Bernd Redecker
Crissy: Birgit Rüssmann
Donna: Donna Gaines (Summer)
Horst: Horst Twieg
Hud: Ronnie Williams
Jeanie: Elke Koska
Lyvia: Lyvia Bauer
Minoru: Minoru Terada
Nando: Bernd Tischer
Renate: Renate Mauerer
Sheila: Gudrun Kramer (Su Kramer)
Stella: Stella Mooney
Tommy: Shirley Thompson
Udo: Udo Janson
Verina: Verina Weiss
+
Orchester Les Humphries unter der Leitung von Steve Gilette

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Titel:
01. Wasserman (Aquarius) (Donna Gaines) 3.05
02. Donna (Reiner Schöne) 2.33
03. Manchester (Bernd Redecker) 1.14
04. Ich bin ein Farbiger (Colored Spade) (Ronnie Williams) 1.11
05. Ich hab kein… (Ain’t Got No) (Bernd Tischer, Charles Berry, Lyvia Bauer) 0.49
06. Luft (Air) (Elke Koska, Birgit Rüsmann, Donna Gaines) 1.20
07. Ich bin reich (I Got Life) (Bernd Redecker) 2.53
08. Bergab (Going Down) (Reiner Schöne, Horst Twieg) 1.52
09. Haar (Hair) (Bernd Redecker, Reiner Schöne) 2.25
10. Nein“ sagt sich so leicht (Easy To Be Hard) (Gudrun Kramer) 2.35
11. Frank Mills (Birgit Rüsmann) 2.00
12. Hare Krishna  (Ensemble) 3.18
13. Wo geh‘ ich hin (Where Do I Go?) (Bernd Redecker)  2.44
14. Black Boys (Renate Mauerer, Stella Mooney, Barbara Eff, Verina Weiss) 1.02
15. White Boys (Donna Gaines, Shirley Thompson, Ann Helstone) 2.25
16. Schweben im Raum (Walking In Space) (Donna Gaines, Minoru Terada, Renate Maurer) 4.50
17. Rot, blau und weiß (Don’t Put It Down) (Bernd Tischer, Udo Janson) 1.33
18. 3500 (Ensemble) 3.13
19. Hat’s der Mensch nicht weit gebracht? (What A Piece Of Work Is Man?) (Shirley Thompson, Birgit Rüsmann) 1.29
20. Die letzten Sterne (Good Morning Starshine) (Gudrun Kramer) 2.38
21. Finale (Lasst den Sonnenschein) (Let The Sunshine In) (Bernd Redecker , Gudrun Kramer, Donna Gaines, Ensemble) 3.50

Musik: Galt MacDermot
Originaltext: Gerome Ragni/James Rado
Deutscher Text: Walter Brandin

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Verschiedene Interpreten – Kinder erwünscht (1980)

FrontCover1.JPGUnd wieder einmal ne Benefiz-LP; diesmal ist sie dem Thema „Kinder“ gewidmet und das Anliegen ist klar: „Kinder brauchen das Gefühl, erwünscht zu sein. Kinder sind die Stiefkinder unserer Gesellschaft“. Hinter dem Projekt steht „Eine Aktion der privaten Initiative für die Familie“ und hinter diesem etwas sperrigen Titel verbergen sich Firmen wie Allianz Versicherung, BAT Cigaretten Fabriken, Fisher-Price Spielware, Gruner # Jahr AG, Lego, Dr. August Oetker und, und und … Bei so mancher Firma würde man sich wünschen, dass sie der guten Absicht auch guten Taten folgen lassen, z.B. was familienfreundliche Arbeitsbedingungen in ihren Konzernen betrifft. Und der Schalk in mir lacht hämisch auf … Doch noch ein paar Worte zu ausgewählten Musik. Klar stehen kinderbezogene Themen im Mittelpunkt und da hatte man durchaus ein gutes Händchen und so manch rare Sachen kann man da auch hören. So z.B. Lieder von Su Kramer, Julia Migenes, Nina Lizell, Nadja Tiller + Walter Giller, Hildegard Knef oder Erika Pluhar …

Aber, und das muss auch gesagt werden: Gelegentlich wird die Schmerzgrenze zum Kitsch ganz gewaltig überschritten („Hey Yvonne“ oder „So wie dein Daddy“)

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Bedauerlicherweise ist die Qualität dieses Vinyl-Rips gelegentlich arg durchwachsen …  aber so ist das halt bei alten Schallplatten … überwiegend lässt sie sich aber ziemlich störungsfrei anhören … Viel Vergnügen !

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Titel:
01. Su Kramer: Wo liegt m Sommer der Schnee (Rehbein/Kramer/Francis) 4.12
02. Julia Migenes mit Tochter Martina:  Aba Heidschi-Bumbeidschi (Volksweise) 3.35
03. Gunter und Yvonne Gabriel: Hey, Yvonne (Warum weint die Mammi) (G.Gabriel/Y.Gabriel) 3.45
04. Nina Lizell: Ich Wünsch mir ein Kind von dir (Siegel/Meinunger/Daum) 4.00
05. Nadja Tiller + Walter Giller: Meine Tochter, deine Tochter (Niessen/Weyrich) 3.58
06. Mary Roos:  Paff, der Zauberdrache (Yarrow/Coplet/Wilden) 3.58
07. Hildegard Knef: Christina (Humphries/Knef) 3.48
08. Wencke Myhre: So wie dein Daddy (Adrian/Dahmen/Faltermeier) 3.00
09. Michael Holm: Wunschkind (Pietsch/Holm) 2.46
10. Lena Valaitis: O Mein Papa (Burkhardt/Rödelberger) 4.12
11. Michael Schanze: Das Kind mit dem Tambourin (Weindorf/Kuntze) 5.02
12. Erika Pluhar: Die Lehren Einer Mutter An Ihre Töchter (Datin/Dabadie/Heller/Wolf) 4.30

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Tommy Fortmann & Beat Hirt – Tell ! (Original Schallplatten-Fassung des Musicals) (1977)

FrontCover1Ich kann mich noch relativ gut an den Hype erinnern, als dieses Musical 1977 veröffentlicht wurde, denn allein die Mixture der Gastsänger ist irgendwie atemberaubend, schwindelerregend: Jürgen Drews, Alexis Korner, Udo Lindenberg, Su Kramer, Jackie Carter und Romy Haag gemeinsam auf einem Album … wann gab´s das denn schon mal ?

Aber: In der Sprache der Arbeitszeugnisse müsste man diesen Hype mit den Worten „man gab sich Mühe“ charakterisieren.

Ich weiss gar nicht, wo ich da aufangen und wo ich da aufhören soll.

Da ist ein Udo Lindenberg, der seinen gewohnt schnodrigen Gesangsstil zelebriert und sich insgeheim vor Lachen in die Hose machte, da ist ein Jürgen Drews, dem man – ausgerechnet ihm – den „besten“ Song des Albums geb („Amigo).

Und da ist ein Alexis Korner, der sich mal als Schlagersänger ausprobieren durfte … gar nicht so übel, wenn´s nicht so arg wehtun würde …

Neben eher simplen Rocksongs wurde natürlich auch der damalige Disco Sound der „Munich Scene“ zelebriert … damals wie heute mein bevorzugtes Abführmittel …

Und wenn man liest, dass sich Musiker wie Curt Cress, Kristian Schultze oder Frank Diez bereitschlagen ließen, an dieser Produktion mitzuwirken, dann könnte einem der Hut hochgehen ! Und wenn man bedenkt, dass Tommy Fortmann entscheidenden Anteil an der schweizerischen Rockband Demon Thor hatte (die nun wirklich eine gute Band waren), versteht man die Welt nicht mehr.

ImStudio

Tommy Fortmann, Beat Hirt & Dieter Dirks (Produzent)

Und dann die message dieses Musicals … Ich zitiere im Original:

„Tell ist ein junges, popiges Musical aus der Feder der beiden Schweizer Tommy Fortmann (Musik) und Beat Hirt (Text). Das Werk entstand in mehrjähriger Zusammenarbeit der Autoren. Hirt ist 37 Jahre alt, Fortmann 26jährig. Tell ! ist ihr Erstling.

Es geht im Musical Tell ! nur bedingt um Wilhelm Tell, es geht vielmehr zum Beispiel um Wilhelm Tell. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der menschliche Hang zur Glorifizierung von Helden, seien diese nun in der Sportwelt, derf Politik oder eben in der Geschichte zu Hause.

Am Beispiel Tells wird gezeigt, daß Helden auch menschliche (oder un-menschliche) Seiten und Schwächen haben. Daß sie sich in schillernden Heldenrollen nur bedingt wohlfühlen können, weil sie ihre eigenen Schwächen kennen.

Trotz der Infragestellung der Tellenfigur (auch aus der Sicht historischer Quellen) wird Tell nirgends heruntergemacht. Er wird nicht als Tölpel hingestellt. Im Gegenteil: er soll sympathisch und menschlich sein. Wir allen sollen uns im teilweise gequälten Erfolgsstrebens Tells wiedererkennen.“

Aha, alles klar !

Programmheft

Programmheft (Auszug)

Zu ergänzen wäre noch, dass dieses Musical tatsächlich auch live aufgeführt wurde (wie oft, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis); von den auf diesem Album mitwirkenden Musiker konnte allerdings nur Alexis Korner überredet werden, mitzuwirken.

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Tell live, mit Alexis Korner

Nun … reinhören lohnt sich dennoch … mit einer gewissen Prise Humor kann das durchaus amüsant sein: Ich vermute, dies ist die einzige Aufnahme, in der Alexis Korner deutsch singt. Und als Rarität kann man dieses Album durchaus bezeichnen … Und so kommt´s auch, dass Lindenberg auf seinem Raritäten Album auch den Song „Gitarrenlied“ aufgenommen hat …

CoverIllustration

Besetzung:
Jackie Carter (Gertrud Stauffacher)
Jürgen Drews (Wilhelm Tell)
Romy Haag (Werner Stauffacher)
Alexis Korner (Landvogt Gessler)
Su Kramer (Hedwig Tell)
Udo Lindenberg (Gitarrist)
+
Besetzung

Titel:
01. Intro (Wilhelm Tell-Melodie)
02. Sag uns 2.15
03. Gitarrenlied (Udo Lindenberg) 3.38
04. Amigo (Jürgen Drews) 2.40
05. Helden (Su Kramer) 2.58
06. Rock Tell 2.33
07. Tellenlied (Jürgen Drews) 3.10
08. Schüsse (Alexis Korner) 2.23
09. Unsere Welt will immer nur Gewinner sehen (Jackie Carter) 2.42
10. Tells Flucht 3.09
11. Tell, was wär´ passiert ? (Udo Lindenberg / Jürgen Drews) 2.48
12. Weiberrock (Romy Haag) 2.43
13. Liebeslied (Jürgen Drews / Jackie Carter) 4.30
14. Gesslerlied (Alexis Korner) 3.14
15. Hallo Uri Uno ! (Jürgen Drews / Udo Lindenberg) 2.13
16. Wilhelm Tell (Udo Lindenberg / Alexis Korner / Jackie Carter) 4.03

Musik: Tommy Fortmann
Text: Beat Hirt

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SpiegelKritik

Der Spiegel 33/1977 (08. August 1977)

Verschiedene Interpreten – Stimmen Sie sich ein ! (1975)

frontcove1Die Weihnachtszeit ist ja auch ne Zeit, in der man von „Geschäftspartnern“ mit Geschenken übrhäuft werden kann, vorausgesetzt man hat überhaupt solche Geschäftspartner.

Damals, also 1975 hatte ich solche Geschäftspartner, weil ich noch in irgendeiner Datei als Redakteuer einer Schülerzeitung gespeichert war. Und der Geschäftspartner hieß „TELDEC »Telefunken-Decca« Schallplatten GmbH“ mit Sitz in Hamburg.

Meine Schülerzeitungszeit war längst vorbei, aber natürlich sagte ich nicht nein, zu dieser Doppel-LP, die mir frei ins Haus flatterte.

„Die Teldec wünscht Ihnen einen besinnliches Weihnachten … und einen beschwingten Start in das neue Jahr“. war dann zu lesen ..

Musikalisch gab es zum einen die „Weihnachtsmischung“: Hier erklingt eine feine Mischung klassischer perlen von Vivaldi Beethoven, Chopin und Mozart … dakann man für den gepflegten Weihnachtsabend nichts falsch machen. Gott sei Dank verzichtete die Teldec damals darauf, sich es ganz einfach zu machen und Weihnachtslieder zu präsentieren.

Die 2. LP umfasste dann eine „Silvestermischung“. Und hier kann man sich nun mit der bundesdeutschen Schlagerherrlichkeit jener Jahre vertraut machen.

Und eine solche Mischung ist natürlich immer ne Gradwanderung des guten bzw. schlechten Geschmack.

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Aber immerhin kann man Gilbert Becauds auf englisch singen hören,  während man andererseits feststellen muss, dass die Les Humphries Singers bereits aus den letzten Lööchern pfeiffen. Dafür standen dann Truck Stop in denn Startöchern (auch die singen hier noch englisch) und auch ein Peter Maffay machte sich daran, einSuperstar zu werden.
Maffay glänzt übrigens mit einem Lied, das man heute als köstliche Cowboy-Lagerfeuer Parodie interpretieren könnte.

Und eine Su Kramer verkaufte sich mal wieder unter Wert …

Dann hört man noch rätselthafte Gruppe wie „Please“ oder Teach-In“ … Tom Jones, Neil Diamond, Ray Charles & Co. waren da natürlich weitaus bekannter.

Und zum Schluß knarzt und knödelt dann noch Udo Lindenberg sein Lied vom „Malocher“ … Prost !

Für die Innenseiten des Doppelabums hatte man sich dann noch was ganz besonders einfallen lassen (Gimmick nennt man das wohl):

Auf jeder Seite fanden sich dann jeweils 64 Klebesticker, die man abziehen konnte und so als Dekoration für Geschenke oder Einladungskarten oder oder oder verwenden konnte. Ziemlich aufwendig für meinen Geschmack, aber die Teldec ließ sich halt nicht lumpen, wenn es darum ging, wichtige Geschäftspartner wie mich zu beglücken !

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Titel:

Weihnachtsmischung:
0
1. Concentus Musicus Wien: Concerto Für Oboe A-Moll (Vivaldi) 9.30
02. Mozarteum Orchester Salzburg: Rondo für Klavier und Orchester Nr. 1 D-Dur KV 382 (Mozart) 10:11
03. Vladimir Ashkenazy: Etüden Op. 10 (Chopin) 11.34
04. Chicago Symphony Orchestra: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 (Beethoven) 14.05

Silvestermischung:
05. Jürgen Marcus: Ohne Ziel ist diese Liebe (White) 3.12
06. Tony Christie: If I Miss You Again Tonight (Black/Mareno) 2.39
07. Gilbert Bécaud: A Little Love And Understanding (Becaud/Amade/Stellman) 3.20
08. Telly Savalas: You’ve Lost That Loving Feeling (Spector/Mann/Weil) 3.03
09. Ray Charles: Sunshine (Newbury) 3.40
10. The Les Humphries Singers: Day After Day (Humphries) 3.21
11. Su Kramer: Nur wer das Leben liebt (Moroder/Bellotte/Hauptmann) 3.42
12. Tom Jones: Memories Don’t Leave Like People Do (Dean/Butler/Glover/Bristol) 3.00
13. Peter Maffay: Wilde Pferde (Maffay/Heilburg) 2.53
14. Teach-In: Goodbye Love (Versteeg) 2.58
15. Neil Diamond: Goldwater Morning (Diamond) 3.17
16. Engelbert: Forever And Ever (Canstantinos/Vlavianos) 3.37
17. Gilbert O’Sullivan: I’ll Believe It When I See It (O`Sullivan) 5.13
18. Please: The Photograph (David/Maria) 2.36
19. Truck-Stop: You’tt Find The Way (Bach) 2.56
20. Udo Lindenberg: Der Malocher (Lindenberg) 3.54

 

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