Marius Müller-Westernhagen – Westernhagen Live (1990)

FrontCover1Live ist das erste Live-Album von Marius Müller-Westernhagen. Es wurde am 28. September 1990 bei WEA Records veröffentlicht.

Westernhagen und seine Band absolvierten im November und Dezember 1989 vor rund 500.000 Zuschauern die Tournee zum Album Halleluja.
Der Auftritt am 20. Dezember 1989 in der Dortmunder Westfalenhalle vor 20.000 Zuschauern wurde für das Album mitgeschnitten. Danny Dawson, René Tinner und Marius Müller-Westernhagen mischten die Aufnahmen im Can Studio in Weilerswist ab, ohne für die Nachbearbeitung Overdubs zu verwenden.
Die im Oktober 1990 ausgekoppelte Single Freiheit gilt neben Wind of Change der aus Hannover stammenden Hard-Rock-Formation Scorpions als eine der Hymnen der deutschen Wiedervereinigung.
Beim deutschen Bundesverband Musikindustrie wurde 1996 die dritte Platinschallplatte für mehr als 1,5 Millionen verkaufte Tonträger zertifiziert. (Quelle: wikipedia)

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Über den Erfolg dieses Albums brauchen wir also nicht mehr reden … und selbst ein Österreicher war ganz begeistert ob dieser Aufnahmen:

Dieses Live Doppelalbum ist magisch! Als Österreicher habe ich jetzt nicht den ganz intimen Bezug zu Marius‘ Liedern, auch wenn sie sich zeitweilig ins österreichische Radio verirrten. Das was ich kannte, gefiel mir immer. Aber genau dieses Live-Album haut mich echt vom Hocker! Und zwar JEDES mal, wenn ich es einlege!! Marius schnalzt seine urdeutschen Klassiker so bluesrockig unters begeisterte Publikum, dass sich die Balken biegen! Herrlich ungezwungen und völlig befreit von jeglichem vorgegebenen Zeitzwang; jeder Song darf die Zeit beanspruchen die er einfach braucht! Und Marius singt von klar bis typisch krächzend, irrsinnig pur und ungekünstelt. Einfach herrlich echt, dieser Mann! Die instrumentale Begleitung darf sich getrost zum Besten zählen!

Daher auch mein Vergleich mit Bruce Springsteen und dessen phänomenaler E-Street Band. Marius kommt so intensiv, dass sich dieser Vergleich für mich einfach aufdrängt! Die Stimmung könnte auch der „BOSS“ nicht besser hinkriegen, musikalisch steht Marius‘ Begleitband der E-Street Band kaum nach!

Single

Dieses Album  ist in allen Belangen einfach ein Hammer! Perfekt für die starken Momente im Leben!!! Kompliment, Herr Marius Müller-Westernhagen!!! (Smilodonam)

Nun ja, ich habe ja keine so große Affinität zum dem Müller-Westernhagen … Aber eines muss man im lassen: Bei diesem Album geht schon ganz gewaltig die Post ab (da sind schon etliche Kracher dabei wie z.B. „Ladykiller“) und mit dem Gitarristen Jay Stapley hatte er wirklich ein Ass im Ärmel. Überhaupt die ganze Band weiß zu überzeugen, aber das ist auch klar, der Marius holte sich natürlich keine Langweiler auf die Bühne.

Man höre sich mal den Blues „Lieben werd‘ ich dich nie“ an !!

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Besetzung:
Dave Bishop (saxophone)
Dave Plews (trumpet)
Christian Schneider (saxophone, keyboards, guitar, background vocals)
Jay Stapley (guitar)
Vince Sullivan (trombone)
Charlie T. (drums)
Raoul Walton (bass, background vocals)
Marius Müller-Westernhagen (vocals, guitar, harmonica)
Helmut Zerlett (keyboards, background vocals)

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Titel:

CD 1:
01. Händel´s Halleluja (Intro) 1.11
02. Fertig 3.18
03. Weißt du, dass ich glücklich bin 7.34
04. Nur ein Traum 3.57
05. Keine Zeit 4.41
06. Lieben werd‘ ich dich nie 8.13
07. Ladykiller 3.56
08. Halleluja 5.05
09. Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz 6.28

CD 2:
10. Lieb‘ mich 5.15
11. Ganz und gar 4.59
12. Sexy 6.15
13. Nimm mich mit 8.20
14. Dicke 4.14
15. Lass‘ uns leben 5.13
16. Geiler is‘ schon 2.31
17. Freiheit 2.48
18. Johnny W. 5.33

Musik und Texte: Marius Müller-Westernhagen

CD1

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Merchandising

Na klar … Merchandising …

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Reinhold Wiedenmann + Osvaldo Parisi – Titurel (Wolfram von Eschenbach) (1989)

FrontCover1Die Titurel-Fragmente stammen vom mittelalterlichen Dichter Wolfram von Eschenbach (um 1170 – um 1220) und erzählen in strophischer Form die Geschichte des Liebespaares Sigune und Schionatulander. Über die Entstehungszeit der Fragmente ist sich die Forschung bis heute nicht einig. Eine verbreitete Annahme ist nach wie vor, dass der „Titurel“ zwischen den beiden anderen großen Werken Wolframs, dem „Parzival“ (höfischer Roman) und dem „Willehalm“ (Heldenepos), entstanden sei. Der „Titurel“ ist der erste Stoff der deutschen Literatur aus dem Artuskreis, der über keine fremde Vorlage verfügt. Bekannter als sein Ursprungswerk ist nur der „Jüngere Titurel“ des Albrecht von Scharfenberg, der um 1260/1270 entstanden sein dürfte und in dem Wolframs Werk zu einem Epos von über 6300 Titurelstrophen ausgearbeitet wird. (Quelle: wikipedia)

Soweit so gut; und dann gibt es eine deutschen Sänger mit solider Ausbildung (Gesangsstudium in Erlangen, Nürnberg und Frankfurt) und einem argentinischen (!) Lautenspieler (ebenfalls mit einer soliden Ausbildung in einer Meisterklasse) die sich mit jenen Fragmenten einer vergangenen Epoche beschäftigten. Herausgekommen ist dieses Album … wer sich auf eine musikalische Zeitreise begeben möchte … bitteschön: hier ist sie !

Wiedenmann

Reinhold Wiedemann und seine Frau Gisela, die sich gemeinsam das
Schloss Habelsee in Ohrenbach leisten, um dort ihren musikalischen
Leidenschaften zu frönen.

Besetzung:
Osvaldo Parisi (lute)
Reinhold Wiedenmann (vocals)

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Osvaldo Parisi

Titel:

Erstes Fragment:
01. 1-12 Titurel Abdankungsrede 6.27
02. 13-24 Kyot und Schoysiane. Geburt der Sigune. Schoysianes Tod 6.41
03. 25-36 Kondwiramurs und Sigune bei Tampunteire. Sigune zu Herzeloyde 5.29
04. 37-46 Einführung Schionatulanders. Rangordnung 4.12
05. 47-56 Erste Liebe 3.56
06. 57-72 Erster großer Dialog Sigune – Schionatulander 7.47
07. 73-78 Aufbruch in den Orient (1) 3.36
08. 79-87 Aufbruch in den Orient (2) 5.10
09. 88-107 Dialog Gahmuret und Schionatulander 9.20
10. 108-131 Dialog Herzeloyde und Sigune 9.37

Zweites Fragment:
11. 132-153 Schionatulander fängt dem Jagdhund. Sigune liest die Geschichte 7.04
12. 154-170 Flucht des Hundes. Sigune fordert Schionatulander auf, den Hund wieder einzufangen 6.16

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John F und die Gropiuslerchen – Berlin, Berlin + Entspannung (1987 +1989)

FrontCover1Einerseits ne eher simple Single … mit jenen Sounds, die den Zeitgeist Ende der 80er Jahre begleiteten … kein Zeitgeist, der mir hier in Westdeutschland besonders gefiel … zumindest was die Kohl-Ära betrifft.

Andererseits ein Stück Zeitgeschichte, das es irgendwie in sich hat:

John F. und die Gropiuslerchen war das deutsche Musik-Projekt des Produzenten Jens Tröndle und des Musiker- und Autoren-Teams Rainer Konstantin, U. W. A. Heyder (Uwe Heyder) und Conny Göckel (Konrad Göckel).

Zu Berlins 750-Jahr-Feier erschien 1987 unter dem Namen John F. und die Gropiuslerchen der Titel Berlin, Berlin (… dein Herz kennt keine Mauern). Der als Geheimtipp gehandelte Dancetrack war mit O-Tönen von John F. Kennedy, Willy Brandt, Walter Ulbricht und Ernst Reuter bestückt, wurde von den Berliner Radiosendern, insbesondere dem RIAS, häufig gespielt, erreichte jedoch deutschlandweit keine Chartplatzierung.

DieMauer

Nach dem Fall der Berliner Mauer entstand Berlin, Berlin (Die Mauer ist Weg), eine der Zeit angepasste Version des Liedes mit O-Tönen von Hans-Dietrich Genscher, Walter Momper und Ost-Berliner Demonstranten. Im Dezember 1989 gelang der Sprung in die deutsche Hitparade, wo sich der Titel 9 Wochen hielt und Platz 29 erreichte.

Ebenfalls 1989 kam 2-4-6-8! (Who Do We Appreciate) mit Samples von Humphrey Bogart, Louis Armstrong und Marilyn Monroe in die Läden. Diese Produktion verfehlte, genau wie die 1995er Single Wir sind die Kid’s, eine Hitparadennotierung. (Quelle: wikipedia)

Wer es ganz genau wissen will, der kann sich hier und hier noch vertieft informieren.

Die B-Seite der Sngle ist übrigens, ausgenommen vom wirklich starkem Bass eher ne Nullnummer …

Die Gropiuslerchen

Die Gropiuslerchen

Und jede Zeit hat ihre Gassenhauer … hier hören wir einen aus einer ganz bedeutsamen Zeit deutscher Geschichte.

FrontCover (89 Remix Version)

Das Cover der ´89 Remix Version

Besetzung:
John F und die Gropiuslerchen:

Andrea – Britta – Sandra – Susanne – Tina – Wiebke

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Titel:
01. Berlin, Berlin (… Dein Herz kennt keine Mauern) (Heyder/Konstantin/Göckel) 4.15
02. Entspannung /Heyder/Konstantin) 1.55
+
03. Berlin, Berlin (… Dein Herz kennt keine Mauern) (12″ Extended Maxi Version) 5.37
04. Berlin, Berlin (Die Mauer ist weg! 9. November ’89 – Remix) 4.16

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Das Video zur 89er Remix Version:

 

Und hier die Mitklatsch-Version in der ZDF Hitparade:

 

Und die Mauer wird fallen (Willy Brandt)

Chiemgauer Akkordeonorchester – Chiemgauer Akkordeonorchester (1989)

FrontCover1Einerseits ist diese MC schon ein wenig drollig, andererseits weiß sie durchaus zu überraschen und mit bestimmten bayuwarischen Klischees aufzuräumen.

Fangen wir mal mit dem Ende des Chiemgauer Akkordenorchesters an:

„Meine Ära ist jetzt zu Ende“

Ulrich Membré legte nach 32 Jahren die Leitung des Chiemgauer Akkordeonorchesters nieder

Traunstein (awi). Rocco Granatas 50er-Jahre Evergreen „Marina“ gab mit seinem markanten Akkordeonsolo den Ausschlag für eine besondere musikalische Tätigkeit: „Papa, ich möchte gern Akkordeon lernen“, sagte der vierjährige Bub Ulrich Membré zu seinem Vater. Aus dem lernwilligen jungen Akkordeonspieler wurde ein Vollblutmusiker, den die regionalen Musikfreunde vor allem als Leiter des Chiemgauer Akkordeonorchester kennen. 32 Jahre leitete Membré das beliebte Orchester. Jetzt hat er die Leitung des Orchesters niedergelegt.

Es ist eine ganz eigene Geschichte, die den musikalischen Werdegang des Orchesters – und damit auch seines Leiters – prägte. Kein Verein, keine Musikschule, in der begabte Schüler spielen konnten, und auch keine öffentlichen Zuschüsse stehen hinter dem Erfolg der Künstler, in deren Repertoire Gospels und jazzige wie auch klassische Stücke sind. Laut Orchesterchronik wurde bereits 1975 ein Akkordeonorchester gegründet, das aber nach einigen Jahren wieder aufgelöst werden sollte. Das änderte sich, als Membré den Taktstock und die Organisation der Konzerte übernahm. Schon bald stellten sich landesweite und internationale Erfolge und Auftrittsmöglichkeiten ein.

Das Orchester habe sich stets durch eigenes Engagement der Mitglieder getragen, erklärte Membré. „Es war letztlich mein eigenes Orchester“, sagt er und ist stolz, viele junge Musiker über einen langen Zeitraum mitbegleitet und geführt zu haben. „Ich fühle mich schon ein bisschen als Steigbügelhalter für die Jugend und konnte so manches Kind musikalisch bis zur Studienreife bringen“, sagt er.

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Nach dem Ende der  »Chiemgauer Akkordeonorchesters«. gründete Ulrich Membré dann 2013 ein Ensemble das sich  »Amici Fisarmonica« nannte.

Der gebürtige Planegger, der nach der Schulzeit Geige und Klavier studierte, zog in den 70ern nach Vachendorf und arbeitete zunächst bei der Musikschule Traunwalchen, bevor er mehr als zwei Jahrzehnte Akkordeonlehrer in der Musikschule Inzell war. Im Deutschen Harmonikaverband wurde er zum ehrenamtlichen Bezirksvorsitzenden ernannt.

„Neben der Ausbildung und dem Fördern der Teamfähigkeit war mir soziales Engagementimmer wichtig. Die Einnahmen aus den Auftritten wurden fast ausschließlich wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt“, so Membré. Das Orchester hat mit seinen vielen Konzerten, die bis auf wenige internationale Einsätze in der Region stattfanden, stets soziale Projekte unterstützt und finanzielle Hilfen für Menschen in Notlagen im Landkreis „erspielt“.

Für den „Macher“ des Akkordeonorchester wichtig und zugleich mit einer schweren persönlichen Zeit verbunden war das Benefizkonzert für die Krebspatienten der Kreiskliniken Traunstein und Trostberg, das einen Reinerlös von 8000 Euro erbrachte. Auch Membrés Frau ist an Krebs verstorben. Das Orchester habe weitergemacht, ihn in der schweren Zeit „mitgetragen“.

Fast schon wehmütig klingt es, wenn er nach 32 Jahren Leitung des einzigen symphonischen Akkordeonorchesters im südostbayerischen Raum, das Originalsätze gespielt hat, kurz und knapp betont: „Meine Ära ist zu Ende und mein Orchester gibt es jetzt nicht mehr.“ Er hat seine Arbeit aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen beendet. Ein „weiter so wie bisher“ wird es beim Chiemgauer Akkordeonorchester nicht mehr geben, auch wenn Dr. Martin Schultheiß als Nachfolger zur Verfügung steht. „Aber die Gruppierung muss sich neu bilden“, betont Membré.

Die Verantwortung für das Orchester sei etwas Wertvolles in seinem Leben gewesen, habe aber auch viel Zeit und Kraft gekostet. Jede Woche wurde im Vachendorfer Pfarrheim geübt, dazu immer ein bis zwei Monate intensive Vorarbeit vor den Konzerten. Das Orchester habe vor jedem Konzert immer rund ein Jahr Vorbereitungs- und Übungszeit gebraucht – „und dann ist alles in zwei Stunden vorbei“. (Chiemgauer Heimatzeitung)

Das klingt alles schon ein wenig frustriert und auch verbittert … Dabei ist zumindest diese MusikCassette durchaus ambitioniert gewesen: Der musikalische Bogen spannt sich von einem Präfugium über ein West Side Story – Medley über den Radetzky Marsch bis hin zuRock Around The Clock … da kann man schon sagen: Respekt für diese musikalische Bandbreite ! Und von daher freue ich mich mal wieder, ein musikalisches Schmankerl der raren Art hier präsentieren zu können.

Und immerhin: 2013 trat Ulrich Membré wieder mal musikalisch in Erscheinung und zwar in einem Konzert im Café Tres, Traunstein/Obb. und bot dort wieder mal sehr abwechslungsreiche Musik: „Almwalzer, steirische Polka, sizilianische Walzer, Musettewalzer, Tangos, Rumba, Czardas, sogar Bluesmusik mit dem Gastmusiker Gerhard Mayer an der Bluesharp und einen »Boogie Chromatica« mit dem kleinen Max, einem Buben im Grundschulalter, stellten die Musikanten dem meist andächtig lauschendem Publikum vor.“ (Traunsteiner Tagblatt, 10.Mai 2013)

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Besetzung:
Chiemgauer Akkordeonorchester unter der Leitung von Ulrich Membré

 

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Ulrich Membré (3. v.l.) im Café Tres, Traunstein/Obb

Titel:
01. West Side Story (Medley) Bernstein) 10.10
02. Eine Nacht in Monte Carlo (Herold) 2.38
03. Valencia (Padilla) 2.22
04. Espana (unbekannt) 2.32
05. Präfugium (Bach) 5.00
06. La Danza (Rossini) 3.22
07. Radetzky Martsch (Strauß) 2.35
08. Alles Macht mit (unbekanntz) 3.58
09. Rock Around The Clock (Freedman) 2.41

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Da kann es einer nicht lassen:

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Quelle: berchtesgadener-anzeiger.de

Puhdys – 20 Jahre Puhdys (Jubiläumsalbum) (1989)

FrontCover1Vielleicht kam es bisher noch gar nicht so zum Ausdruck: Die Puhdys sind für mich eine der wichtigsten DDR-Bands, und das hat viele Gründe (die ich vielleicht später mal ausführlicher beleuchten werde).

Jedenfalls feierten sie just im Jahre 1989 ihr 20jähriges Jubiläum und zu diesem Anlass erschien dieses Doppelalbum, das es wirklich in sich hat, denn:Dieses Doppel-Album beinhaltet zum einen die Coverversionen mit denen die Puhdys ihre Karriere begannen (z.B. „Born To Be Wild“, „Lady In Black“ u.a.) und zum anderen Titel der Puhdys von anderen Künstlern gecovert (u.a. IC, Berluc, Amor & Die Kids, Helga Hahnemann) und seltene Single-Versionen, die auf LPs nie erschienen waren …

Fangen wir mal mit all diesen Cover-Versionen an …Irgendwie unglaublich mit welcher Souveränität sich die Puhdys an die ganz großen Klassiker der Rockmusik herangewagt haben … Und ihre Versionen sind wirklich fulminant (okay, beim „Summertime Blues“ hat man die Who im Ohr und da schneiden sie erkennbar schlechter ab).

Man könnte fast meinen, sie hätte meine Playlist der Klassiker geklaut … Nummer für Nummer musizieren sie, zelebrieren sie jene Musik jener Tage, als genau diese Musik in der DDR eher verpönt war (zumindest von offizieller Seite). Aber wir schrieben das Jahr 1989 und die Aufnahmen sind zwischen dem Januar und Mai 1989 entstanden und fast könnte man den Eindruck haben … dass genau diese Aufnahmen den Herrschenden zeigen sollten, dass ihre Zeit bald vorbei sein wird … Im Booklet unterlief den Machern allerdings ein kleiner, aber feiner Fehler. Der Song „Poor Boy“ wird als Elvis Presley Song ausgewiesen, was totaler Quatsch ist. „Poor Boy“ ist die Heavy-Fassung des Lords-Klassikers aus den 60er Jahren … ein musikalischer Handschlag zur BRD … Ich habe es mir erlaubt, diesen Fehler in der Titelliste zu korrigieren.

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Auf der zweiten CD dann Puhdys -Songs in neuer Form:  Für Puhdys Hardcore-Fans ganz sicher mehr als spannend, aber hier zeigt sich, dass ihre Original-Aufnahmen doch deutlich stärker sind; diese Diskrepanz ist bei ihren Cover-Versionen der Rock-Klassiker deutlich geringer … irgendwie witzig.

Und dies war dann auch ihre letzte offizielle „Ost“ – Platte, denn dann kam der November 1989 … und in diesem Jahr lösten sie sich auf (vorübergehend auf) … und im Jahre 2014 gehen sie unter dem Motto „Es war schön“ auf ihre Abschiedstournee 2014/2015:

Am 31. Oktober 2014 feiern sie in der O2 World in Berlin ihr 45-jähriges Bühnenjubiläum und den offiziellen Auftakt ihrer großen Abschiedstournee 2014/2015. Am 19. November 1969 gaben sie ihr erstes Konzert, der Beginn einer beispiellosen Karriere …

Live

Besetzung:
Dieter Birr (guitar, vocals)
Dieter Hertrampf (guitar, vocals)
Peter Meyer (keyboards, vocals)
Harry Jeske (bass)
Klaus Scharfschwerdt (drums, vocals)

BookletA

Titel:

CD 1:
01. Born To Be Wild (Bonfire) 3.58
02. Light My Fire (Densmore/Krieger/Manzarek/Morrison) 3:11
03. The Lady In Black (Hensley) 3.46
04. Sunshine Of Your Love (Bruce/Brown/Clapton) 4.05
05. Death Of A Clown (Davies) 3.20
06. Poor Boy (Lietz/Gietz) 2.53
07. Rock’N’Roll (Page/Plant/Jones/Bonham) 3.56
08 . Who’ll Stop The Rain (Fogerty) 2.22
09. Summertime Blues (Cochran/Capehart) 2.03
10. Teenage Wasteland (Townshend) 3.23
11. A Wither Shade Of Pale (Brooker/Reid) 4.27
12. Black Night (Blackmore/Gillan/Glover/Lord/Paice) 3.05
13. Paint It Black (Jagger/Richards) 3.16

CD 2:
01. Puhdys mit Helga Hahnemann: Rockerrente (Birr/Meyer) 2.35
02. Puhdys:  Der Außenseiter (Birr/Meyer/Tilgner) 4.30
03. Rosalili: Wenn Träume sterben (Birr/Meyer/Tilgner/Jeske/Hertrampf/Wosylus) 4.32
04. Puhdys: Die Wärme der Nacht (Tilgner/Hertrampf) 3.55
05. Amor & die Kids: Geh zu ihr (Gotthardt/Plenzdorf) 2.42
06. Puhdys: Die Boote der Jugend (Birr/Myer) 2.53
07.  Die Lords:  1992     3:22
08. Puhdys:  Ich will nicht vergessen (Birr/Meyer/Lasch)  4.14
09. IC und Studioband: He, John (Lasch/Schmidt) 4.25
10. Puhdys: TV-Show (Birr/Meyer)  3.07
11. Berluc: An den Ufern der Nacht (Dirr/Meyer/Lasch/Berluc) 4.25
12. Puhdys: Das Buch (Birr/Meyer) 5.16

CD 1A

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Konzertkarte1989

Franz K. – Zieh deine schwarzen Schuhe an (1989)

FrontCover1Wenn´s nicht so traurig wäre, könnte man nur noch lachen … da gab es mal ne Band, die nannten sich Franz K. (natürlich in Anlehnung an Franz Kafka) und in den 70er Jahren hatten sich auch tatsächlich was zu sagen … in den 80er Jahren … tja kam ein gewisser Peter Orloff irgendwie mit ins Boot … und wikepedia schreibt über diese Zeit:

“ … und unter dem Produzenten Peter Orloff bewegten sie sich musikalisch in den Schlager-Bereich hinein.“

Wie sich das anhört (und anfühlt) kann man auf diesem Sampler hören … mit Songs wie „Wahnsinn“ z.B. könnten sie Bierzelte zum toben bringen … und „Doctor Basic“ erfüllt so manch kitschig-romantischen Traum. Und bei „Rebellen der Liebe“ könnte einem glatt schlecht werden.

Dabei konnten sie es auch damals noch … hört man sich z.B. das Solo auf „Ich verbrenne“ an …

Aber der Rest ist einfach Schlagermusik mit ein paar härteren Sounds … macht es aber auch nicht wirklich besser, wenn man weiss, wie diese Band angefangen hat … Und da hilft es auch nix mehr, wenn das Album z.b. bei ebay-Auktionen als „mega-rar“ beworben wird …

Nun ja, auch ein Stück deutsche Musikgeschichte …

BackCover

Besetzung:
Mick Hannes (guitar)
Peter Josefus (bass, vocals)
Stefan Josefus (drums)

Single

Single-Veröffentlichung

Titel:
01. Zieh deine schwarzen Schuhe an (Hannes/P.Josefus/S.Josefus) 3.40
02. Heute Nicht (Maxi-Version) (Hannes/P.Josefus/S.Josefus) 6.06
03. Wasser in er Wüste (Hannes/P.Josefus/S.Josefus) 3:12
04. Purer Wahnsinn (Hannes/P.Josefus/S.Josefus) 3:52
05. Vulkan unterm Eis (Hannes/P.Josefus/S.Josefus) 3.20
06. Ewig und 3 Tage (Hannes/Neuhaus/ 3:42
07. Extra-Mischung (Maxi-Version) (Hannes/P.Josefus/S.Josefus) 4:53
08. Dr.Basic (Hannes/P.Josefus/S.Josefus) 4:24
09. Rebellen Der Liebe (Maxi-Version) (P.Josefus/S.Josefus) 5:35
10. Die 7.Dimension (Hannes/P.Josefus/S.Josefus) 3:22

CD
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Werner (Wichtig) – Pump ab das Bier + Mein Dosenbier (1989)

FrontCover1Jetzt wird es abartig … wir tauchen ein in die Musik der Ballermann – Generation:

Werner Wichtig war das Pseudonym des deutschen Sängers Raymund Thielecke (* 15. Januar 1962; † 6. Oktober 1992). Der Titel Pump ab das Bier machte ihn 1989 zum One-Hit-Wonder.

 

Der gelernte Großhandelskaufmann nahm 1989 Pump ab das Bier, eine deutschsprachige Coverversion des Hits Pump Up the Jam des belgischen Danceprojekts Technotronic, auf. Die Single stieg im Februar 1990 binnen zweier Wochen an die Spitze der deutschen Charts und hielt diesen Platz drei Wochen. Kurze Zeit später erreichte der Song Platz 3 in Österreich und der Schweiz. Produziert wurde die Single von Frank Meyer-Thurn.

Werner Wichtig veröffentlichte die Single zunächst unter dem Namen „Werner“ und profitierte dabei von dem damaligen Kult um die gleichnamige Comicfigur Werner. Auf Einspruch des Comiczeichners Rötger Feldmann alias Brösel akzeptierte er einen Namenszusatz und nannte sich nun „Werner Wichtig“.

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Mit seiner zweiten Single Kebab (Jetzt kommt Maradona), eine Anspielung auf den argentinischen Fußballer Diego Maradona, die nach dem gleichen Strickmuster auf Basis des Technotronic-Hits Get Up rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft 1990 erschien, verfehlte Werner Wichtig allerdings die Charts. Auch die Veröffentlichungen Bumm Bumm Bumm (1991) und Let’s Talk About Sex – Deutsche Originalversion (1992) floppten. (Quelle: wikipedia)

Ich sag´s mal so … wer wissen will, wie sich so ne Ballermann-Hymne anhört … kann sich hier bedienen. Am deutschen Text sollen vier Leute beteiligt gewesen sein … vier geistige Tiefflieger auf einen Haufen !

Selten habe ich eine Single so gerne ausgemustert … denn was soll man von einem Vollpfosten halten, dem das Dosenbier lieber als seine Frau ist.

Keine Frage: der künstlerische Tiefpunkt in diesem blog ist wohl erreicht …

Ballermann

Besetzung
Werner (vocals)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1

Titel:
01. Pump ab das Bier (Kamosi/deQuincey/Thielecke/Beyer/Hüther/Meyer/Thurn) 3.19
02. Mein Dosenbier (Meyer-Thurn/Bayer/Hüther/Thielecke) 3.45

LabelB1
* (demnächst oder auch nicht)
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