Connie Francis – Wenn du gehst + Gondola d´ amore (1962)

FrontCover1Jetzt mal wieder ein Griff in meine Single-Kiste und schwupp-di-wupp zaubere ich ne nette kleine Schmacht-Single von Connie Francis aus der Kategorie „putzig“ in diesen blog.

Als Connie Fancis Anfang der 60er Jahre auch in Deutschland für Furore sorgte, hatte sich bereits eine sehr bewegte musikalischen Entwicklung in den USA durchgemacht (Wer mehr wissen will kann sich ja via wikipedia informieren).

Auf jeden Fall hatte man sich bei dieser Single dazu entschieden, ihr „maßgeschneiderte“ deutsche Songs zur Verfügung zu stellen, also keine Adaption ihrer amerikanischen Songs.

Nun, wie gesagt, 2 Schmachtfetzen der drolligen Art und man kann angesichts dieser Texte schon ein wenig ins spekulieren kommen, ob all die Beziehungskrisen, von denen ja viele im Laufe ihres Lebens gebeutelt wurden/werden, nicht zumindest zu einem Teil daher rühren, dass wir in einer Welt verkitschter und damit unrealistischer Liebesideale aufgewachsen sind.

Wer sich von solchen Gedanken auch mal trennen kann, wird sich schmunzelnd an diesen Aufnahmen erfreuen können.

Die Rückseite der Single habe ich nicht eingesannt – sie ist identisch mit der Vorderseite ! Schade eigentlich.

ConnieFrancis

Besetzung:
Connie Francis (vocals)
+
unbekanntes Studiorchester

Titel:
01. Wenn du gehst (Scharfenberger/Busch) 2.39
02. Gondola D’amore (Niessen/Relin) 2.26

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Verschiedene Interpreten – Schlager – Hits mit Witz – Vol. 1 (2016)

FrontCover1Jetzt mache ich es mir mal ganz einfach … ich starte mit der Edition „Schlager – Hits mit Witz“:

Jawohl – es gab nicht nur Schlager bei den sich „Herz auf Schmerz“ und „Liebe auf Triebe“ reimte. In dieser 10 CD Box haben wir 200 der witzigsten Schlager zusammengetragen. „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ . „Mein kleiner grüner Kaktus“ – „An der Nordseeküste“ oder auch „Polonäse Blankenese“ – alle diese Titel sind dem gewogenen Hörer deutscher Schlagermusik bestens im Ohr. Alle in dieser Box versammelten Titel sind entweder zum Mitgrölen oder mindestens zum Schmunzeln geeignet. Diese humoristische Schlagerreise führt den Hörer durch zehn Jahrzehnte musikalischer Humorhöhepunkte. 

Von den Comedian Harmonists, Max Kuttner und Willi Rose bis hin zu Klaus & Klaus, Gottlieb Wendehals oder auch Torfrock ist hier fast alles vertreten was Rang und Namen hat oder hatte. (Hüllentext)

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Was macht der Maier am Himalaja? Die humorvolle Antwort auf diese und viele andere Fragen des Lebens findet man in dieser Box mit 200 ganz speziellen Schlagern. Denn hier geht es einmal nicht um Herz und Schmerz, sondern um Lieder mit doppeldeutigen, hintergründigen und witzigen Texten vom Jahr 1920 bis heute.

Schlager waren immer ein Spiegel der jeweiligen Zeit und so spannt sich der musikalische Bogen vom kabarettistischen Trizonesien-Song von 1949 über Peter Igelhoffs Nachtgespenst bis zur unbeschwerten Polonäse Blankenese. Künstler wie Peter Alexander, Evelyn Künnecke, Bill Ramsey, Trude Herr und viele andere sorgen auf einer Reise durch die Jahrzehnte für gute Laune.

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Außerdem bieten die zehn CDs etliche Raritäten zum Schmunzeln wie Curd Jürgens Hühner-Boogie oder einen Twist, in dem Frankreichs Rockstar Johnny Hallyday in schwer verständlichem Deutsch einen Elefanten besingt. (jpc.de)

Mir gefallen natürlich insbesondere (oder fast ausschließlich) all die alten ulkigen Singles aus den 60er Jahren. Wobei die Sammlung nicht so ganz stringent ist, denn was der Dorte Hit „Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben“ in dieser Sammlung zu suchen hat, erschließt sic nicht auf den ersten Blick (außer man hält alle Schlager der 60er Jahre für unfreiwillig komisch … )

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Sei´s drum … net nette Sammlung, die nehm ich vielleicht mal zum nächsten Seniorentanz-Cafe mit … vielleicht kann ich dann mit einer rüstigen Senioren ne kesse Sohle auf dem Tanzparkett hinlegen …

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Titel:
01. Klaus & Klaus: An der Nordseeküste (1985) (deReede/Ortel/v.Hill/Büchner) 3.39
02. Bill Ramsey: Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett (1962) (Gietz/Bradtke) 3.02
03. Gus Backus: Da sprach der alte Häuptling der Indianer (1960) (Scharfenberger/ Wehle) 2.50
04. Muskelkater: Mich kennt keine Sau (1990) (Bruhn) 3.20
05. Tennessee: Tote Hose im Wilden Westen (1997) (Walendowski/David-Ohlmeier/ Heinrichs/Meifert) 3.08
06. Billy Mo: Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut (1962) (Niessen/Rüger) 2.26
07. Paul Kuhn: Es gibt kein Bier auf Hawaii (1963) (Rolle/Röckelein) 2.54
08. Die Regento Stars: Leila (1959) (Dauber/v.Breda) 2.35
09. Torfrock: Volle Granate Renate (1979) (Büchner/Voß/Rieckmann) 4.02
10. Dorthe: Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben (1968) (Bruhn/Buschor/Förster) 2.39
11. Trude Herr: Ich will keine Schokolade (1960) (Morrow/Blecher) 2.26
12. Vico Torriani: Cafe Oriental (1960) (Alstone/Tabet) 2.18
13. Billy Sanders: Gartenzwerg-Marsch (1962) (Bruhn/Bradtke) 2.56
14. Die Jokies: Unser Stammlokal (1983) (Floppkopp/David-Ohlmeier/Heinrichs/ Waleridowski) 3.14
15. Ralf Bendix: Babysitter Boogie (1961) (Parker/Relin) 2.07
16. Hazy Osterwald Sextett: Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt (1966) (Feltz/Peeters) 3.30
17. Rex Gildo: Speedy Gonzales (1962) (Kaye/Hill/Lee/Charles/Gerard/Gordan) 2.37
18. Chris Howland: Die Mutter ist immer dabei (1960) (Jagert/Schwabach) 2.30
19. Bill Ramsey: Maskenball bei Scotland Yard (1962) (Gietz/Bradtke) 2.35
20. Gottlieb Wendehals: Polonäse Blankenese (Neuaufnahme) (1981) (Böhm-Thorn/Jud) 4.02

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Die Rückseite der 10 CD Box

Teddy Parker – Nachtexpress nach St. Tropez + Bossa Nova in Panama (1962)

FrontCover1.jpgAlso, der Teddy Parker hat mich damals schon ziemlich beeindruckt:

Teddy Parker, gebürtig Claus Herwig (* 17. April 1938 in Brünn, Tschechoslowakei), ist ein deutscher Schlager- und Volksmusik-Sänger sowie Radiomoderator.

Teddy Parker wuchs zunächst in Brünn auf, kam aber nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei mit seinen Eltern nach Bamberg. 1955 zog er nach München. Während der Schulzeit nahm er Gesangsunterricht. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften. 1957 gewann er einen Nachwuchswettbewerb und bekam einen Schallplattenvertrag bei dem Label Tempo. Er besang als Imitator von Stars wie Frank Sinatra, Peter Alexander und Peter Kraus Schallplatten, wobei er mehrere Pseudonyme (Ralph Herwig, Bernd Anderson, Bobby Stern, Jimmy Fields, Johnny) verwendete.

Nach dem Staatsexamen bekam er einen zweiten Schallplattenvertrag. So entstand 1960 die erste Single unter seinem bürgerlichen Namen Claus Herwig. Diese eröffnete ihm seine eigene Gesangskarriere. Im gleichen Jahr stand er erstmals vor der Filmkamera in dem Spielfilm Schlagerparade 1960. Es folgten die Filme Immer will ich dir gehören (1960) und Davon träumen alle Mädchen (1961).

TeddyParker021961 sang er mit Leonie Brückner beim Deutschen Schlager-Festival in Wiesbaden die Titel Musikanten der Liebe und Abends in Madrid. Dann nahm er bei verschiedenen Plattenfirmen Titel auf, bis er schließlich unter seinem heute bekannten Namen Teddy Parker bei Telefunken 1962 seine erste Single Muli Mexicano veröffentlichte. Dann kam der erste große Erfolg. 1963 war der Titel Nachtexpress nach St. Tropez mehrere Wochen in den Charts vertreten. Es folgten weitere Titel sowie 1963 ein weiterer Filmauftritt in dem Musikfilm … denn die Musik und die Liebe in Tirol unter der Regie von Werner Jacobs.

Dann wurde es etwas ruhiger um Parker als Sänger. Anfang der 1970er Jahre wurde er Redakteur beim Bayerischen Rundfunk sowie Diskjockey in der Sendung Club 16 um 17. Dann gelang ihm mit den Titeln Wie eine Ladung Dynamit und Du, ich habe mein Herz verloren zwei weitere Hits, die ihm 1971 Auftritte in der ZDF-Hitparade einbrachten. 1972 nahm er an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest mit Ich setze auf dich teil, bei der er den vorletzten Platz erreichte.

Dann begann Teddy Parker auch selbst zu komponieren. Mit Titeln wie Wie ein Bumerang und Fang noch einmal an mit mir rief sich der Sänger für kurze Zeit wieder in Erinnerung. Parker arbeitete weiter als Redakteur und Moderator.

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Mitte der 1980er Jahre begann er schließlich volkstümliche Lieder zu singen und hatte erneut Erfolge. Titel wie Jeder Tag ist ein Geschenk, Eine Tür steht immer offen oder Ein Mutterherz soll niemals weinen gehören bis heute zu den Dauerwunschliedern volkstümlicher Sendungen. Seither war er auch immer wieder Gast in verschiedenen Fernsehsendungen. (Quelle: wikipedia)

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Und hier sein erster großer Hit, und wenn ich ehrlich sein darf, wippen heut enoch meine Füße mit. Ein fetziger Schlager … und diesmal werden mal ausnahmsweise die Sehnsüchte des Mannes artikuliert, bzw. thematisiert:

Nachtexpress nach St. Tropez
Oh-oh-oh bring mich schnell nach St. Tropez
Ja, ja, ja, denn wenn ich am Fenster steh
Im Nachtexpress nach St. Tropez
Ja, ja, ja, ja, träum‘ ich vom weißen Strand
Wo die Liebe, die große Liebe ich fand

Holiday in St. Tropez
Oh-oh-oh machen wir in St. Tropez
Ja, ja, ja, und den Twist von St. Tropez
Tanzen wir in St. Tropez
Ja, ja, ja in zwei Stunden komm‘ ich an
Wo die Liebe, die große Liebe begann

Ich bin kein reicher Mann
Ich bin kein Ali Khan
Doch schaut sie mich nur an
Fühl ich wie ein König mich

Oh-oh-oh Nachtexpress nach St. Tropez
Oh-oh-oh bring mich schnell nach St. Tropez
Ja, ja, ja, denn wenn ich am Fenster steh
Im Nachtexpress nach St. Tropez
Ja, ja, ja, ja, träum‘ ich vom weißen Strand
Wo die Liebe, die große Liebe ich fand

Der Sound wurde dann auch für den Film „Übermut im Salzkammergut“ (1963 verwendet und das schaute dann damals so aus:

Der Song beginnt übrigens mit Zuggeräuschen, Soundgimmicks dieser Art wurden damals sehr gerne verwendet, um den Songs wohl noch mehr Pfiff zu geben,

Na ja und dann die nette kleine Geschichte, dass es damals gar keinen Bahnhof in St. Tropez gab … aber sei´s drum … das Lied mache einfach Spaß.

Die- B-Seite trägt den Titel „Bossa Nova in Panama“, und ist ein drolliger Bossa-Nova Song …. damals in Deutschland noch nicht so gewöhnlich. Aber auch hier gilt: Musik die gute Laune machen kann …

Und … weil er halt so ein kleines Idol für mich war, habe ich noch ein liebevolles und ausführliches Portrait des SWR 4 beigelegt.

Und dann noch ein Telefoninterview aus dem Jahr 2018 …

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Teddy Parker beim Bayrischen Rundfunk

Besetzung:
TeddyParker (vocals)
+
Chor und Orchester Henry Mayer

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Teddy Parker, als er noch Claus Herwig hieß, in dem Film „Wenn die Musik spielt am Wörthersee“ (1962)

Titel:
01. Nachtexpress nach St. Tropez (Mayer/Niessen) 2.27
02. Bossa Nova in Panama (Mayer/Hertha) 2.13

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Und 1994 durfte der Teddy Parker seine Hymne auf St. Tropez nochmals im Fernsehen trällern:

Gerhard Wendland – Schläfst du schon ? + Schau mir nochmal in die Augen (1962)

FrrontCover1Der Gerhard Wendland war schon ein rechter Schnulzensänger:

Gerhard Wendland (* 19. April 1916 in Berlin; † 21. Juni 1996 in München) war ein deutscher Schlagersänger.

Gerhard Wendland brach ein Jurastudium ab und wandte sich dem Gesangsstudium an der Musikhochschule Berlin zu. Er hatte beschlossen, Opernsänger zu werden. Der Dirigent und Komponist leichter Musik, Franz Grothe, überredete ihn zu Schlageraufnahmen. Mit 27 Jahren brachte Wendland seine erste Schallplatte Du warst für mich der schönste Traum heraus. Im Jahr 1940 wurde Wendlands Karriere durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen; er wurde einberufen und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Im Jahre 1948 nutzte er seine in der Gefangenschaft geknüpften Kontakte und trat vermehrt in amerikanischen Offiziersclubs als Sänger auf. Bald erhielt er Engagements vom Bayerischen Rundfunk und von Werner Müller mit seinem bekannten RIAS Tanzorchester. Hier arbeitete er oft mit der Sängerin Gitta Lind zusammen.

Im Jahr 1951 war sein Schlager Das machen nur die Beine von Dolores in allen Radiostationen zu hören. Er war in den 1950er-Jahren einer der meistgefragten Interpreten. Im Jahr 1960 nahm er mit dem Lied Alle Wunder dieser Welt an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil, wo er den dritten Platz erreichte. Im Jahr 1964 nahm er erneut – wenn auch erfolglos – mit dem Lied Wohin ist der Sommer an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil.

Der Tango Tanze mit mir in den Morgen erhielt 1961 eine Goldene Schallplatte. Das Lied war für 46 Wochen in den Hitparaden vermerkt und wurde zum sogenannten Ohrwurm. Im Jahr 1964 erhielt er den Auftrag, das Lied der ARD-Fernsehlotterie aufzunehmen und sang den Song Bald klopft das Glück auch mal an deine Tür in zahlreichen Fernsehsendungen.

Am 18. Januar 1969 trat er in der ersten Ausgabe von Dieter Thomas Hecks ZDF-Hitparade mit dem Titel Liebst Du mich? auf, wirkte aber zwischen den um Jahrzehnte jüngeren Protagonisten der Schlagerszene anachronistisch.

Mit Beginn der Fußball-Bundesliga bekannte er sich zu seiner Lieblingsmannschaft Borussia Dortmund und war dort oft Gast auf der Tribüne. Daneben war Wendland auch auf der Leinwand zu sehen, wo er manchmal auch sich selbst spielte. Auftritte im Theater und als häufiger Gast bei Galaveranstaltungen rundeten sein Künstlerleben ab.

Gerhard Wendland starb am 21. Juni 1996 in seinem Haus bei München. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Riem in München. (Quelle: wikipedia)

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Gerhard Wendland als Charmeur in dem film „Die Post geht ab“, 1962 (rechts an seiner Seite: Vivi Bach)

Diese Single enthält den Titel „Schläfst du schon ?“ und dieser wurde auch in dem Film „Die Post geht ab“ verwendet:

Die Post geht ab ist ein deutscher Schlagerfilm des Regisseurs Helmuth M. Backhaus. Die Uraufführung erfolgte am 21. September 1962 im Kölner Capitol.

Eigentlich hoffte Trompeter Willy von der Bambus-Band auf eine große Erbschaft, doch hat sein Onkel ihm nur einen schrottreifen Autobus vermacht. Mit seinem Freund Franz plant er dennoch eine Urlaubsreise in den Süden. In der von Willy und seinen Leuten geführten Bambus-Bar findet ein Talentwettbewerb statt, den die Tochter des berühmten Schlagersängers Rudolf Lothar, Barbi, gewinnt. Der junge Till wird Zweiter und beide erhalten einen Gutschein für eine zweiwöchige Busferienreise in den Süden. Willy hat die Preise schon verteilt, als Franz ihm mitteilt, dass das Reisebüro, bei dem sie die Gutscheine erstanden haben, pleite ist. Da sie fürchten, bei Klagen ihre Bar schließen zu müssen, beschließen beide, die Gewinner mit dem schrottreifen Bus auf ihren Urlaub nach Triest und Jugoslawien mitzunehmen. Es schließen sich verschiedene Freunde der Gewinner an: Barbi nimmt Harry und die Sekretärin Wilma und die notgedrungen ihren Chef Herrn Ratsam mit, Till nimmt seine gute Freundin Petra mit und unterwegs sammeln sie noch die fast volljährige Anja auf, die vor ihren Eltern und ihrem britischen Verlobten John geflüchtet ist.

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Während der Autobus langsam gen Süden rollt, nehmen die Väter von Barbi, Harry und Petra die Verfolgung auf, zumal Rudolf sowieso ein Konzert in Triest geben muss. Vor allem Harrys Vater Walter macht sich Sorgen, dass sein Sohn mit so vielen jungen Frauen unterwegs ist, will er ihn doch eigentlich mit der Fabrikantentochter Gina verkuppeln. Da Harry sich stets geweigert hat, Gina auch nur kennenzulernen, greift Walter zu einem Trick. Als der Autobus in Triest ankommt, lassen die Väter ihn zu ihrem Hotel geleiten. Dort wiederum zeigt sich Walter mit der jungen Gina an seiner Seite und lässt Harry denken, dass sie seine neue Geliebte sei. Harry reagiert mit Unverständnis, will sie davon überzeugen, seinen Vater aufzugeben, und verliebt sich schließlich in sie. Es finden sich am Ende weitere Paare: Nach einigem Chaos sind Anjas Eltern froh, ihren Verlobten John loszuwerden, und stimmen in eine Heirat von Anja und Franz ein. Till und Petra werden ein Paar, Herr Ratsam macht Wilma einen erfolgreichen Heiratsantrag und auch Barbi und Willy verlieben sich ineinander.
Entstehungsgeschichte

DVDHelmuth M. Backhaus, der auch Regie führte, schrieb das Drehbuch nach einer Idee von Hans Billian. Der Arbeitstitel des Films lautete zunächst Niemand sündigt im Bikini. Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Jugoslawien statt. Für die Filmbauten waren die Filmarchitekten Johannes Ott und Mirko Lipuzić verantwortlich. Die Kostüme entwarf Ingrid Neugebauer. Als Kameramann verpflichtete man Gerhard Krüger. Herstellungsleiter war Alfred Bittins.

In dem Film Die Post geht ab, den das Stuttgarter Filmunternehmen Piran-Film in Zusammenarbeit mit dem Gloria-Filmverleih produzierte, sind folgende Schlager zu hören:

Gerhard Wendland: Schau mir nochmal in die Augen (Musik: Karl Götz; Text: Kurt Hertha)
Gerhard Wendland: Schläfst du schon? (Musik: Karl Götz; Text: Heinz Hellmer und Kurt Hertha)
Chris Howland: Cleopatra (Musik: Heinz Gietz; Text: Georg Buschor)
Jack Ross: Happy-Jose (Ching, Ching, Ching) (Instrumental; Musik: Norman Malkin und Jesse Gonzales)
Vivi Bach: Wenn wir zwei uns wiedersehn (Musik: Christian Bruhn)
Vivi Bach: Bitte, bitte nimm mich mit (Musik: Christian Bruhn)
Peter Fritsch: Ein kleines Zelt (Musik: Christian Bruhn)
Vivi Bach und Peter Fritsch: Die Lebensleiter (Musik: Christian Bruhn)

Die Uraufführung des Films fand am 21. September 1962 im Kölner Capitol statt. Im Fernsehen lief der Film erstmals am 11. April 1964 auf DFF 1.

Das Lexikon des Internationalen Films meinte: „Statt einer erzählbaren Handlung: Gags, Kalauer, Schlager, Tänzchen. Der Filmversuch eines Conférenciers.“ Der film-dienst bezeichnete Die Post geht ab als „knallbuntes 60er-Jahre-Urlaubs-Kino“.

Cinema befand: „Schlager, Scherzchen und Bella Italia: selbst nach Genremaßstäben zu flach. Fazit: Trallala-Roadmovie mit ganz flachen Späßen.“ (Quelle: wikipedia)

Man sieht, dieser vermutlich eher plumpe Film ist eigentlich eine Eldorado für Schlagerfans dieser Zeit … Chris Howland, Vivi Bach, Peter Fritsch … und eben Gerhard Wendland.

Die B-Seite mit dem Titel „Schau mir nochmal in die Augen“ sollte wohl auch die Damen-Welt entzücken, wobei wenn Gerhard Wendland dann z.B. singt „… früher mal war ich ein Casanova …“ könnte man schon heftig grinsen …

Viel Vergnügen bei dieser perfekten Illussionsmusik.

GerhardWendland2Besetzung:
Gerhard Wendland (vocals)
+
Orchester Heinz Alisch

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Titel:
01. Schläfst du schon ? (Götz/Hellmer/Hertha) 3.01
02. Schau mir nochmal in die Augen (Götz/Hertha) 2.51

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Orchester Teddy Todd + Teddy Parker – Junge komm bald wieder + Western Rose (1962)

FrontCover1Also, das Tempo Label war schon irgendwie ein drolliges Label, damals in jenen Jahren des Wirtschaftswunder … und die Geschichte des Labels ist auch sehr interessant:

Tempo war ein deutsches Plattenlabel der 1930er bis 1970er Jahre.

1931 gründete Otto Stahmann in Berlin-Wilmersdorf das Tonträgerunternehmen Schallplattenindustrie Otto Stahmann – Brillant AG. Schwerpunkt war die Produktion von Schallplatten mit einem populären Repertoire zu einem günstigen Preis, bestimmt für den Verkauf in Warenhäusern und Einheitsgeschäften. Die Firma entwickelte sich in den 1930ern zu einem Quasi-Monopolisten im Billigsektor. Die Platten wurden unter anderem unter den Labels Brillant-Special, Record und Grohag verkauft. Schon wenige Jahre später konnte Stahmann ein größeres Presswerk in Potsdam-Babelsberg errichten. Mitte 1937 wurde der Markenwechsel von Brillant-Special zu Tempo vollzogen. Gleichzeitig fand die Umbenennung der Firma in Tempo Schallplatten GmbH Otto Stahmann statt.

Von einigen amerikanischen Matrizen des Labels Clangor, ungarischen Einspielungen von Radiola abgesehen, veröffentlichte Tempo schon vor dem Krieg vor allem Eigenproduktionen. Obwohl Tempo als eine billige Kaufhausmarke galt, war die künstlerische und technische Qualität der Schallplatten bemerkenswert hoch. Während des Zweiten Weltkrieges veröffentlichte Tempo unter anderem populäre Tanzmusik bekannter Orchester von Bernard Etté, Kurt Widmann oder Horst Winter.

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Das Logo von Tempo, 1937 bis 1950er Jahre

Nach dem Krieg ging das kaum zerstörte Presswerk in Babelsberg in Besitz des VEB Lied der Zeit über. Die Schallplatten der Marke Tempo wurden fortan von der neu gegründeten Schallplattenfabrik Special-Record GmbH in Großhesselohe bei München hergestellt. Hier begann eine völlig neue Produktion, jedoch wurden einige alte Aufnahmen auf den Labels Special Record und Union Record herausgebracht. Es folgten einige Übernahmen belgischer Matrizen der Marken Sphinx und Ronnex. Im Gegenzug dazu erschienen Tempo-Aufnahmen auf Billiglabels in Belgien und den Niederlanden.

Das Konzept der Vorkriegszeit konnte während der großen Zeit des Schlagers in den 1950er Jahren erfolgreich fortgesetzt werden. Nahezu alle damaligen Hits wurden bei Tempo mit eigenen Vertragsmusikern neu eingespielt. Aufgrund des nach wie vor günstigen Verkaufspreises waren die Singles und EPs der Marke Tempo während der Zeit des Wirtschaftswunders fester Bestandteil der deutschen Alltagskultur. Einige bei dem Billiglabel engagierte Musiker konnten sogar eine gewisse Popularität erreichen und ihre Karriere bei größeren Plattenfirmen fortsetzen. Zu den bekanntesten Interpreten, die bei Tempo oft unter Pseudonymen arbeiteten, gehörten Fred Bertelmann, Rainer Bertram, Peggy Brown, Christian Bruhn, Fancy (als Tess Teiges), Gerd Fitz, Tommy Kent (als Tommy Shane), Charlotte Marian sowie Teddy Parker (als Bernd Anderson, Jimmy Fields, Bobby Stern etc.). Auch die Aufnahmen der Humoristen Herbert Hisel und Kathi Prechtl stießen beim Publikum auf eine große Nachfrage.

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Das Logo von Tempo in den 1950er und 1960er Jahren

Das Aufkommen der Beatmusik verringerte die Verkaufszahlen des Billiglabels ab Mitte der 1960er Jahre erheblich. Die Produktion wurde wahrscheinlich um 1980 eingestellt. Die Lizenzen der Aufnahmen liegen heute bei Heloton Multimedia mit Sitz in Prüm. (Quelle: wikipedia)

In den frühen 60er Jahren war es wohl eine Spezialität des Labels, deutsche Schlagerhits mit „no name“ Sängern zu covern … so es z.B.  Coverversionen von „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ oder „Die Rose vom Wörthersee“ oder „St. Tropez Twist“ oder oder oder.

Hier der Freddy Quinn Erfolg „Junge komm bald wieder“, gesungen von einem „Jonny“ und auf der B-Seite finden wir „Western Rose“ von Bernd Anderson (der, wir wir nun wissen kein anderer als der großartige Teddy Parker war). Und auch hinter diesem „Johnny“ steckte Teddy Parker, der eigentlicht ja Claus Herwig  hieß … Und das Orchester Teddy Todd spielte auf diversen Tempo-Schallplatten die Musik ein …

Und irgendwie muss diese Aufnahme gewinnbringend gewesen sein, denn sie wurde zweimal neu auf den Markt gebracht und zwar mit jeweils unterschiedlichen Hüllen (eines schöner als das andere):

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Alternative Front Cover

Nun gut, für Leute mit einem gewissen schrägen Humor sind solche Aufnahmen irgendwie „Gold“ wert … von daher wünsche ich viel Vergnügen mit jenen sehnsuchtsvollen Melodien, die so manchen entzücktend, be vor, ja bevor der Beat aus Liverpool alles veränderte.

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Claus Herwig alias Jonny, alias Bernd Anderson, alias Teddy Parker …

Besetzung:
Orchester Teddy Todd
+
Bernd Anderson (vocals bei 02.)
Jonny (vocals bei 01.)

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Titel:
01. Johnny: Junge komm bald wieder (Olias/Rothenburg) 3.01
02. Bernd Andersson: Western Rose (Scharfenberger/Feltz) 2.11

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Oberstaufener Finken-Quartett -Spielt und singt für uns (ca. 1962)

FrontCover1Erstmal war es gar nicht so einfach, verwertbare Informationen über dieses Qunitett zusammenzutragen, dann aber hat sich doch allmählich das „Bild“ dieser Allgäuer Formation geschärft.

Gegründet wurde es 1961 und noch im gleichen Jahr gewannen sie auf Anhieb den 1. Preis beim „Schwäbischen Volksmusikwettbewerb“ und dann gings quasi Schlag auf Schlag: Auftritte in Berlin und diverse Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk (der damals natürlich noch viel Volksmusik im Porgramm hatte).

So ging das bis in das Jahr 1965, bis sich die Eheleute Jutta und Ferdinand Kerber entschlossen, ihr eigenes Ensemble aufzubauen.  Die beiden reisten mit ihrer Allgäuer Stubenmusik – meist im Auftrag des Deutschen Musikrates – in viele Länder, darunter Kanada, Japan und Iran.

Jutta und Ferdl Kerber bauten dann auch noch Musikschulen in Krumbach, Oberstdorf und Immenstadt auf. Letztere erhielt noch eine Zweigstelle in Oberstaufen. Darüber hinaus leitete Ferdl Kerber von 1981 bis 1997 die Stadtkapelle Immenstadt. Und er war Dirigent der Musikkapelle Stein bei Immenstadt. Und Jutta Kerber veröffentlichte noch etliche Aufnahmen mit ihrer Harfen-Musik.

Die anderen machten – sicherlich in wechselnder Besetzung – unverdrossen weiter und so feierte man dann 2013 das 50jährige Bühnenjubiläum, bei der dann auch Jutta Kerber teilnahm (siehe beiliegender Artikel). Ferdinand Kerber starb dann noch im gleichen Jahr.

Und hier ihre allerersten Aufnahmen, die als Single veröffentlicht wurden. Und nachdem das Quintett damals auch aktiv in der „Katholischen Landjugend Bayern“ tätig waren, wurde es von derem Label, der „KLJB Schallplattenreihe“ veröffentlicht.

Ich sag´s mal so: wer sich für handgemachte und unverfälschte bayerische Volksmusik interessiert, kann hier durchaus fündig werden.

OberstaufenerFinkenQuintett

Oberstaufener Finken Quintett (1962)

Besetzung:
Hans Fink (dulcimer)
Michael Fink (zither)
Ferdinand Kerber (bass)
Jutta Kerber (harp)
Josef Wagner (guitar)

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Titel:
01. Strohschneider 2.19
02. Hütebüa 2.14
03. s´Baureweible 2.38
04. Frisch-auf-Polka 2.00
05. Der Schwarzerdner 1.50
06. Hinterm Holderbosche 2.22

Alle Titel: Traditionals

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NachrufFerdlKerber

Ein kleiner Nachruf auf den Ferdl Kerber (liegt dieser Präsentation bei)

Friedel Hensch – Mein Ideal + Mein Hannes (1962)

FrontCover1Um diese Single, bzw. die A-Seite dieser Single zu verstehen, muss man den Charles Aznavour Song „Du lässt Dich gehen“ kennen. Aber davon später mehr. Jetzt erstmal wieder biographisches:

Friedel Hensch (* 7. Juli 1906 in Landsberg an der Warthe; † 31. Dezember 1990 in Hamburg), die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg Erfolge als Sängerin feierte und in Berlin unter anderem bei Eric Charell engagiert war, Werner Cyprys (* 19. April 1922; † 30. Juli 2000) und Karl Geithner (* 11. Oktober 1922 in Chemnitz-Markersdorf; † 1976) bewarben sich 1945 unabhängig voneinander bei einem Varieté in Flensburg. Weil der Bühnendirektor keine Theaterlizenz der Alliierten Militärregierung vorweisen konnte, gründeten die drei im Oktober des gleichen Jahres eine eigene Band. Am 1. November 1945 reisten sie in Begleitung ihres neuen Mitgliedes Heinz Bartels nach Hamburg, wo sie auf ein dauerhaftes Engagement hofften. Im Januar 1946 traten sie im Ballhaus „Trichter“ auf der Reeperbahn erstmals als Friedel Hensch und die Cyprys auf. Es folgten Gastspiele in zahlreichen Städten Westdeutschlands. Anfang 1947 verließ Bartels die Gruppe, um eine Stelle als Kapellmeister in Bremen anzutreten. Ende 1947 heirateten Friedel Hensch und Werner Cyprys in Bielefeld. 1948 stieß Kurt Grysok (* 5. Oktober 1922 in Hindenburg O.S.) auf die Band und wurde deren vierter Mann.

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Friedel Hensch und die Cyprys (50er Jahre)

Während eines Auftritts im Sommer 1949 in Hannover wurde Kurt Richter, der Chef der Plattenfirma Polydor, auf das Quartett aufmerksam. Noch im gleichen Jahr erschien mit dem Titel Mit der Zeit lernst auch du es die erste Schallplatte der Gruppe: Die Samba wurde als B-Seite des Schlagers Maria aus Bahia, der von René Carol und Danielle Mac gesungenen deutschen Version des Welterfolges Maria de Bahia von Ray Ventura, veröffentlicht. Auch die nächste Schallplatte, unter anderem mit Werner Cypris‘ Eigenkomposition Mein Kaugummi, verkaufte sich mehr als zufriedenstellend. 1950 erschienen zunächst einige Singles, auf denen Friedel Hensch und die Cyprys lediglich als Chor bei Aufnahmen des Sängers Heinz Woezel und anderer Interpreten zu hören sind. Im gleichen Jahr trat das Ensemble mit zwei von Michael Jary komponierten Schlagern in dem Film Mädchen mit Beziehungen auf. Dieser erste von insgesamt 11 Filmauftritten bedeutete einen weiteren Karriereschub für das Quartett. Unter dem Namen Tante Fröhlich und die Hutzelmännchen nahm die Gruppe im gleichen Zeitraum etwa 20 Kinderlieder für Gnom, die Kinderserie der Plattenfirma Polydor, auf.
Ihren bis dahin größten Erfolg verbuchten die vier Musiker Ende 1950 mit dem Titel Holdrio — liebes Echo. In den folgenden Jahren veröffentlichte die Gruppe immer wieder volkstümliche Schlager, die neben den modernen, oft leicht satirischen Liedern zu ihrem Markenzeichen wurden. Der Titel Heideröslein befand sich im Sommer 1954 drei Monate auf dem ersten Platz der deutschen Charts. 1955 erhielt das Ensemble eine Goldene Schallplatte für den Gesamtverkauf von über drei Millionen Schallplatten. Es folgten 15 Tourneen durch Deutschland und Europa sowie Auftritte in mehr als 60 Fernsehshows und bei über 200 Rundfunkveranstaltungen. Weitere Top-10-Hits waren Oh Jägersmann (1956) und Solang‘ die Sterne glüh’n (1957). Bis 1970 veröffentlichten Friedel Hensch und die Cyprys rund 15 Langspielplatten und fast 90 Singles.
FriedelHensch03Die Band war in den 1950er Jahren mit Liedern namhafter Komponisten und Texter wie Ernst Bader, Bruno Balz, Walter Brandin, Fini Busch, Kurt Feltz, Heino Gaze, Gerhard Jussenhoven, Kurt Schwabach, Günther Schwenn oder Gerhard Winkler erfolgreich. Daneben erschienen weiterhin eigene Titel von Werner Cyprys, der sich in den 1950er Jahren auch als Komponist und Musikproduzent für andere Interpreten einen Namen machte.
1957 wanderte Kurt Grysok nach Kanada aus und wurde durch Hans-Joachim Kipka ersetzt, der bis 1961 Mitglied der Gruppe blieb. Seither trat das Ensemble nur noch als Trio auf. 1961 nahm die Gruppe mit dem Titel Colombino am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil, den Lale Andersen gewann. 1962 landeten Friedel Hensch und die Cyprys mit Mein Ideal, der Antwort auf Charles Aznavours Du läßt dich geh’n, und Der Mond von Wanne-Eickel (Original: Un clair de lune à Maubeuge) ihre letzten Hits. 1963 traten Friedel Hensch und die Cyprys mit dem Titel Ja, beim Bossa-Nova-Ball bei den Deutschen Schlagerfestspielen in Baden-Baden auf und belegten damit den vorletzten von 12 Plätzen. Nachdem 1965 ihr letzter Vertrag bei der Polydor ausgelaufen war, veröffentlichten die drei ihre letzten Schallplatten unter dem Telefunken-Label.
Ihren letzten gemeinsamen Auftritt hatte die Gruppe im Oktober 1970 in Wim Thoelkes Fernsehshow Drei mal Neun.
Friedel Hensch wurde auf dem Neuen Niendorfer Friedhof in Hamburg bestattet. (Quelle: wikipedia)

Hier eben die auch im wikipedia Beitrag genannte Single „Mein Ideal“. Diese wurde allerdings nicht mit den Cyprys eingespielt, sondern Friedel Hensch agiert hier als Solistin, begleitet von dem Orchester Rüdiger Piesker.

Und es war eben die Antwort auf jenen Charles Aznavour-Song, der mit seiner unverblümten, biestig-giftigen Attacken auf die Frau damals wohl für Furore gesorgt hat. Nicht minder giftig der deutsche Text dieses Aznavour Chansons freilich mit der Wendung (so wie es sich für deutsche Frauen auch geziemt), dass man den Mann trotz all seiner „Mängel“ halt doch bedingungslos liebe *ggg*

Und die B-Seite mit „Mein Hannes“ ist ebenfalls ein adretter Chanson bei dem die körperlichen Mängel (bis hin zur Schuhgröße 60) des geliebten Mannes im Zentrum der Betrachtungen stehen.

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Friedel Hensch und die Cyrpys (1961)

Besetzung:
Friedel Hensch (vocals)
+
Orchester Rüdiger Piesker

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Leider bietet die Rückseite dieser Hülle keine Werbung für andere Platten

Titel:
01. Mein Ideal (Aznavour/Bader) 3.36
02. Mein Hannes (Arnie/Hee) 3.15

LabelA1

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