Gerhard Polt – Abfent, Abfent (2011)

TitelDas hätte einen ja auch gewundert, wenn ein Gerhard Polt die „staade Zeit“ nicht auch genutzt hätte, um sie auf seine Weise zu beleuchten. Auf seineWeise, das heißt dann … bitterböse, satirisch und mit jener Prise schwarzem Humor gewürzt, der für Polt so charakteritisch ist:

Rechtzeitig zur Weihnachtszeit präsentiert der größte lebende bayerische Satiriker eine Sammlung neuer und bekannter Stücke rund um die „Stade Zeit“. Wenn vorweihnachtlich die Kassen zu klingeln beginnen, versuchen ja heutzutage selbst Heavy-Rocker und Gangster-Rapper mit Glockenklang verzierten Schnulzen aus dem allgemeinen Besinnungstaumel Kapital zu schlagen. Bei Polt ist der Blickwinkel auf die stillen Tage natürlich ein ganz anderer: Mit beißender Ironie seziert er das rituelle Absolvieren vorweihnachtlichen Pflichtprogramms in der großstädtischen Kleinfamilie („Sankt Nikolaus“), beobachtet Radioreporter auf brauchtumsmäßiger Feldforschung beim Gschwendtner-Bauern (das großartige „Advent“) und die von vorweihnachtlicher Nächstenliebe ergriffene Familie Böhm auf der Suche nach einem „Einsamen“, der bei ihnen den Heiligen Abend verbringen möchte (der aber natürlich „koa Ausländer, Raucher, Jugendlicher oder Tatterer“ sein darf).

Polt-Fans könnten zunächst enttäuscht sein, dass ein Teil der 14 Stücke (wenn auch in anderen Versionen) schon von früheren Polt-Platten oder aus der Fernsehserie Fast wia im richtigen Leben bekannt sind — aber die neuen Stücke rechtfertigen die Anschaffung dann doch. Ob Poltist oder nicht — Abfent, Abfent…! ist als mentale Vorbereitung aufs Fest der Feste ideal und kann, wenn einen durch eine Überdosis Plätzchen, Glühwein oder weihnachtlicher Kaufhausmusik der Adventskoller packt, durchaus befreiend wirken. (Hanno Güntsch)

Gerhard Polt, geboren 1942 in München, aufgewachsen im Wallfahrtsort Altötting, studierte in Göteborg und München Skandinavistik. Seit 1975 brilliert Polt als Kabarettist, Schauspieler, Poet und Philosoph auf deutschen und internationalen Bühnen. 2001 wurde er mit dem Bayerischen Staatspreis für Literatur („Jean-Paul-Preis“) ausgezeichnet. Polt lebt und schreibt in Schliersee, München und Terracina. Bei Kein & Aber sind zahlreiche Bücher, CDs und DVDs von und mit ihm erschienen, zuletzt die Werkausgaben „Bibliothek Gerhard Polt“ (10 Bände und ein Begleitbuch) und „Opus Magnum“ (9 CDs im Schuber) und das Interviewbuch mit Herlinde Koelbl „Gerhard Polt und auch sonst“.

Irgendwie bin ich mir sicher, dass ein jeder in dieser Text-Sammlung fündig wird; und besonders veredelt wurde dieses Büchlein durch die Illustrationen eines Volker Kriegel (* 24. Dezember 1943 – † 14. Juni 2003) .. kennt den eigentlich noch jemand ?

 

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Und hier geht´s zum gleichnamigen Hörbuch (click on the pic):

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Manfred Beltz – 1841 – 2011 – 170 Jahre Beltz Tradition und Wandel (2011)

TitelDieses Firmen (Verlags) Portrait liegt mir irgendwie ganz besonders am Herzen:

Die Verlagsgruppe Beltz mit Sitz in Weinheim ist ein deutscher Verlag, der unter anderem die Kinderbücher von Janosch herausgibt.

Julius Beltz gründete 1841 eine Buchdruckerei in Langensalza in der preußischen Provinz Sachsen und erweiterte diese später um eine eigene Buchhandlung, die u.a. Lehrbücher für Religion, Landwirtschaft und Geschichte führte.

Die Zeitung „Die Volksschule“ wurde ab 1909 wichtiges Standbein des Verlages, dessen Tätigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus eingeschränkt wurde. Der Verlag stellte auf Lohndruck wissenschaftlicher Publikationen um.

Zur Zeit des Nationalsozialismus verlegte Beltz die sehr weit verbreitete Reihe Hefte für Mütterschulung, Krippen, Kindergärten und Horte in Stadt und Land für die Kurse der NS-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verließen die Inhaber die Sowjetische Besatzungszone und gründeten in Weinheim eine Nachfolgefirma, während der Betrieb in Langensalza enteignet wurde.

Beispiel09Der neue Betrieb spezialisierte sich wieder auf pädagogische Literatur und legte 1971 auch ein Kinderbuchprogramm (Beltz & Gelberg) auf. Bereits 1975 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 35 Millionen DM.

Nach der Wende erfolgte der Rückkauf des alten Stammbetriebs in Bad Langensalza, zum Jahrtausendwechsel betrug der Umsatz ca. 80 Millionen DM

Zum Unternehmen gehören die eigentlichen Beltz Verlage und die Buchhandlungen Beltz in Weinheim, die Beltz Rübelmann Holding, die Beltz, Herrmann & Co. GmbH als Zentralversand in Hemsbach sowie die Druckereien Druck Partner Rübelmann ebenda und das Druckhaus „Thomas Müntzer“ in Bad Langensalza.

Rückwirkend zum 1. Januar 2012 hat Beltz den auf Kinderbücher spezialisierten Bajazzo Verlag übernommen, zu deren Autoren Martin Baltscheit und Isabel Pin zählen

Zur Verlagsgruppe Beltz gehört seit 1985 auch der von Martin Faltermaier gegründete Juventa Verlag für soziologische und sozialwissenschaftliche Schriften

Der Verlag veröffentlicht wissenschaftliche Bücher und Zeitschriften für Psychologie und Pädagogik, z. B. Psychologie Heute, aber auch Kinderbücher, darunter die bekannten Janosch-Bücher. Ein Teil der Neuerscheinungen wird gleichzeitig als Hörbuch auf CD oder in einem Downloadportal als Mp3 veröffentlicht. (Quelle: wikipedia)

Firmen+MarkenDer Grund, warum mir dieses Verlagsportrait so ganz besonders am Herzen liegt, ist eigentlich sehr einfach:

Zum einen hat mich dieser Verlag während meines Studiums mehr als einmal mit seiner Fachliteratur intensiv begleitet und zum anderen habe ich dann später so diverse Janosch-Werke (und andere Kinderliteratur vom Beltz-Verlag) meinen Töchtern mit viel Begeisterung (bei allen Beteiligten) vorgelesen.

Hier nun die prachtvoll gestaltete und reichhaltig bebilderte Verlagsgeschichte (112 Seiten), die entsprechend anspruchsvoll und damit der Verlagsgeschichte und der Verlagsphilosophie angemessen gestaltet wurde. Erzählt wird nicht nur die Isolation des Verlages im III. Reich, erzählt wird nicht nur über die Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft während des Arbeitskampfes 1984 (es ging u.a. um die Einführung der 35 Stunden Woche), erzählt wird auch die Übernahme der VEB Druckerei Thomas Müntzer (die im eigentlich Stammhaus in Langensalza in der gesammten DDR-Zeit aktiv waren).

Bedenkt man es recht, so ist diese Broschüre nicht eine Verlagsgeschichte, sondern auch eine Geschichte unserers Landes … von mein Prädikat: Empfehlenswert !

Der Firmengründer Julius Beltz und Familie (fotografiert am 9. Juli 1860 beim Kunstmaler F. Tellgmann in Mühlhausen)

Der Firmengründer Julius Beltz und Familie (fotografiert am 9. Juli 1860 beim Kunstmaler F. Tellgmann in Mühlhausen)

Erstausgabe 1933

Erstausgabe 1933

Der Demontagebefehl - handgeschrieben 1946. Das Ende des technischen Betriebes - bis auf Reste.

Der Demontagebefehl – handgeschrieben 1946. Das Ende des technischen Betriebes – bis auf Reste.

Das neue Betriebsgelände in Weinheim, Werderstraße 10

Das neue Betriebsgelände in Weinheim, Werderstraße 10

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Beispiel eines Werbebriefes, mit dem die Julius Beltz Druckerei sich im neuen Umfeld bekannt macht.

Beispiel eines Werbebriefes, mit dem die Julius Beltz Druckerei sich im neuen Umfeld bekannt macht.

Der Verlag hat sein neues Programm gefunden: Bücher für das Lehrerstudium und die Unterrichtspraxis.

Der Verlag hat sein neues Programm gefunden: Bücher für das Lehrerstudium und die Unterrichtspraxis.

1964: Die neue Bilderbuch-Serie

1964: Die neue Bilderbuch-Serie

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… und, und, und … ich könnt gar nicht aufhören, weitere Illustrationen aus dieser
prachtvollen Verlagsgeschichte zu präsentieren …

Und hier geht´s zur Präsentation:

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Aktuelle Website (27.09.2014)

Website am 27.09.2014

AktuelleWebsite2018

Aktuelle website (09.12.2018)

 

Beno Salamander – Kinderjahre im Displaced-Persons-Lager Föhrenwald (2011)

KinderjahreInFöhrenwald01AHeiter ist dieser Beitrag wahrlich nicht … aber auch das Teil dieses blogs … der ja irgendwie so ne Art Bestandsaufnahme deutchen Lebens und deutscher Kultur sein soll.

Und darum geht es:

Das Lager Föhrenwald im Ortsteil Waldram in der Stadt Wolfratshausen in Oberbayern als anfängliche städtische Siedlung wurde zu einem Lager für Zwangsarbeiter und nach 1945 zur einem Lager für Flüchtlinge und ist heute wieder eine Wohnsiedlung.

Erbaut 1937, war die Anlage zunächst eine Wohnsiedlung in Einfamilien- und Reihenhaus-Bauweise zur Unterbringung von Beschäftigten der Sprengstoff- und Munitionsfabriken der Deutschen Sprengchemie GmbH (DSC) und der Dynamit Actien-Gesellschaft (DAG) im Staatsforst von Wolfratshausen. Bei den Beschäftigten handelte es sich um Zwangsarbeiter, Angehörige des Reichsarbeitsdienstes in der Zeit des Nationalsozialismus sowie um zivile Angestellte (vorwiegend in der Verwaltung). Neben dem Lager Föhrenwald existierten in der Nähe noch die Lager Buchberg auf der heute sogenannten Böhmwiese gegenüber dem Rathaus von Geretsried sowie Stein (heute Stadtteil von Geretsried).

Aus dem Lager Föhrenwald entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein Auffanglager für so genannte Displaced Persons (DP), die der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik entkommen waren. Daher wird das Lager Föhrenwald in der Literatur auch als DP-Lager bezeichnet.

Straße im DP-Lager Föhrenwald bei Wolfratshausen 1956

Unmittelbar nach dem Kriegsende in Bayern wurde das Lager von der amerikanischen Armee zur Unterbringung von befreiten Zwangsarbeitern verwendet. Auch einige Überlebende des Todesmarsches der Gefangenen des Konzentrationslagers Dachau wurden nach ihrer Befreiung Anfang Mai 1945 im Lager Föhrenwald untergebracht.

Mit der Zeit kamen immer mehr jüdische Überlebende des Holocaust nach Föhrenwald, so dass das Lager im September 1945 zum Jewish Displaced Person Center erklärt wurde.

Plan des Lagers Föhrenwald

Ab November 1945 übernahm eine internationale Hilfsorganisation, die UNNRA, die Verwaltung aller DP-Lager in der amerikanischen Besatzungszone. Das Lager Föhrenwald wurde danach in weitgehender Selbstverwaltung von einem lokalen Rat unter dem Vorsitz von Henry Cohen geleitet. Diese Veränderungen standen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Vorschläge des Harrison-Reports, der die allgemeine Lage in den DP-Lagern in Deutschland und Österreich scharf kritisiert hatte. Zwischen 1946 und 1948 war Föhrenwald mit ungefähr 5.600 Bewohnern eines der größten DP-Lager in der Amerikanischen Besatzungszone.

Für die meisten Bewohner des Lagers Föhrenwald kam eine Repatriierung in ihre Herkunftsländer oder ein Verbleiben in Deutschland nicht in Frage. Die Mehrheit bemühte sich darum, nach Israel (zunächst noch britisches Mandatsgebiet) beziehungsweise in die Vereinigten Staaten oder Kanada auszuwandern. Viele der Auswanderer kehrten jedoch nach persönlichen Rückschlägen oder infolge von gesundheitlichen Problemen illegal nach Föhrenwald zurück. Ein anderer Teil der Bewohner war durch das erlittene Unrecht geschwächt oder krank. Diese Menschen waren daher dauerhaft auf Unterstützung durch Hilfsorganisationen wie zum Beispiel das American Joint Distribution Committee und die deutsche Fürsorge angewiesen.

Neben denjenigen, die noch auf eine Ausreise warteten, mussten zwischen 1949 und 1953 insgesamt circa 3.500 sogenannte „Rückwanderer“ zeitweise in Föhrenwald untergebracht werden. Dies waren Menschen, die bereits in andere Länder – zumeist nach Israel – ausgewandert waren, die sich jedoch dort keine Existenz hatten aufbauen können, oder aus gesundheitlichen Gründen zurückkehren mussten.

LageDem Lager Föhrenwald angegliedert war auch eine Barackensiedlung nahe Königsdorf, das ehemalige Hochlandlager, das 1936 für Zwecke der Hitlerjugend und des BDM errichtet worden war. Nach dem Krieg wurden im Hochlandlager von der Hagana Offiziere für die bevorstehenden Auseinandersetzungen um die Staatsgründung Israels ausgebildet.

Ab Dezember 1951 kam das Lager Föhrenwald unter deutsche Verwaltung und wurde zum „Regierungslager für heimatlose Ausländer“ erklärt. Das Lager Föhrenwald wurde offiziell 1956 aufgelöst, die letzten Bewohner verließen das Lager jedoch erst im Februar 1957.

Das Gelände und die Wirtschaftsgebäude waren bereits im Oktober 1955 durch das von Kardinal Joseph Wendel gegründete Diözesansiedlungswerk und die Erzdiözese München und Freising erworben worden, die hier später auch das Spätberufenenseminar St. Matthias mit Gymnasium und Kolleg einrichtete. Ab April 1956 wurden auf dem Gelände heimatvertriebene Familien angesiedelt, so dass zeitweise Displaced Persons und deutsche Heimatvertriebene gemeinsam auf dem Gelände des Lagers Föhrenwald lebten.

Die Gebäude wurden renoviert und zu günstigen Konditionen an Heimatvertriebene und Wolfratshauser Familien verkauft. Im Laufe der Nachkriegszeit entstand so aus dem ehemaligen Lager Föhrenwald seit 7. November 1957 der Wolfratshauser Ortsteil Waldram. (Quelle: wikipedia)

Und ein Beno Salamander (Jahrgang 1944)  hat als Kind in diesem Lager gelebt;

KurzbiographieBenoSalamanderWie es dazu kam, dass er dann schlußendlich seine Erinnerungen an jene Jahre aufzeichnete (veröffentlicht von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in Zusammenarbeit mit dem Jüdischem Museum, München, 80 Seiten), ist mir grad nicht bekannt, aber es sind wertvolle Erinnerungen, denn Geschichte ist immer auch die Geschichte von Individuen und ganz sicher nicht nur die Geschichte von großen Konferenzen und Plenardebatten.

Beno Salamander kam mit seiner Familie 1951 nach Föhrenwald:
„War das Leben für uns Kinder unbeschwert und voller Abenteuer, so war es für die Erwachsenen bedrückend und voller Entbehrungen: Ein Provisorium mit einer ungewissen Zukunft,“ schreibt Beno Salamander und erzählt auf bewegende Weise über das Leben in einem DP Lager. Er erzählt von den Freundschaften zu anderen DP-Kindern, die teilweise bis heute noch bestehen, aber auch von der schweren Krankheit seiner Mutter. Wer das Leben in einem DP-Lager einmal durch Kinderaugen sehen möchte, dem sei die Lektüre „Kinderjahre im Displaced-Persons-Lager Föhrenwald“ von Beno Salamander empfohlen.

Und nachdem ich mehr als 20 Jahre genau in jener Gegend (also Geretsried und Wolfratshausen) gelebt habe, packt mich das Thema ganz besonders, insbesondere weil ich mich damals sehr wenig über jenen historischen Ort gekümmert habe … Das will und kann ich hier nun ein wenig nachholen.

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Das Zeugnis des Beno Salamanders aus dem Jahr 1951

Kinderheilstätte, Ruhpolding (1952)

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Benno Salamander signiert sein Buch (2012)

Und heute ist er wohl ein erfolgreicher Internist.

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Prospekt der Wanderausstellung

Dudenredaktion (Herausgeber) – Passende Worte für jede Gelegenheit (2011)

TitelIch finde solche Bücher immer wieder mal ganz hilfreich, zumal es zu meinem beruflichen Obliegenheiten zählt, Ansprachen aller Art zu halten:

„Ob Familienereignis oder Jubiläum im Kollegen- und Bekanntenkreis – zu herausragenden Momenten möchte man die richtigen Worte finden und mit ebenso persönlichen wie angemessenen Formulierungen reagieren. Dieser Band hilft, diesem hohen Anspruch gerecht zu werden: er ist eine Fundgrube der passenden Formulierungen, Zitate und Gedichte für die unterschiedlichsten Anlässe.“ (Verlagsankündigung)

Und natürlich traut man es der Dudenredaktion zu, hier ein Füllhorn von eben „passenden“ Texte zusammengetragen zu haben, auch wenn einen (bzw. mir), nicht alle Texte gleich zusagen … Aber alles andere wäre ja auch verwundlich.

Und da passt das Stich Aphorismen:

„Ein Aphorismus ist ein einzelner Gedanke, ein Urteil oder eine Lebensweisheit, welcher aus nur einem Satz oder wenigen Sätzen selbständig bestehen kann. Oft formuliert er eine besondere Einsicht rhetorisch kunstreich als allgemeinen Sinnspruch (Sentenz, Maxime, Aperçu, Bonmot). Dagegen gelten geflügelte Worte und pointierte Zitate literaturwissenschaftlich nicht als Aphorismen.“ (Quelle; wikipedia)

Erwähnen möchte ich noch die wirklich reizenden Illustration von Nicole Schneider, die sich so direkt in mein Herz gemalt hat.

Hier jetzt erstmal das Inhaltsverzeichnis (Das Buch hat 290 Seiten)

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Und nun – wie üblich bei Druckerzeugnissen in diesem blog, ein paar Vorschaubilder:

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Die Rückseite des Buches

Gesellschaft für Strahlenschutz – Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl (2011)

TitelWahrlich kein lustiges Thema:

„Über 600 Millionen Menschen in Europa sollen nach Angaben von Atomkritikern gesundheitlich von der Katastrophe in Tschernobyl betroffen sein. Das geht aus einer Veröffentlichung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und der Gesellschaft für Strahlenschutz (GfS) hervor, die am Freitag zu Beginn eines Tschernobyl-Kongresses in Berlin vorgestellt wurde. Darin wurden mehrere Studien zu den Folgen des Unglücks vor 25 Jahren zusammengefasst.

Bei den ausgewählten Studien handele es sich um „methodisch saubere und prinzipiell nachvollziehbare Analysen“, heißt es in dem Bericht. Es wurden allerdings auch Untersuchungen mit einbezogen, die nicht von externen Gutachtern überprüft wurden, also den „Peer-Review-Prozess“ von Fachzeitschriften durchlaufen haben.

Angaben zu den gesundheitlichen Folgen und Opferzahlen der Tschernobyl-Katastrophe schwanken extrem – sie sind eine Definitions- und Glaubensfrage. Auch die IPPNW räumen ein, dass das bisherige Wissen einem Mosaik gleiche, dem viele Steine fehlten.

Die IPPNW gehen davon aus, dass sich auch sehr geringe Strahlendosen über einen langen Zeitraum negativ auf die Gesundheit auswirken und etwa zu genetischen Schäden führen können. Einer Studie aus dem Jahr 2007 zufolge würden 600 Millionen der europäischen Bevölkerung in geringer strahlenbelasteten Gebieten leben – und somit den Angaben zufolge auch gesundheitlich an der Radioaktivität leiden.

Am meisten an den Folgen einer besonders hohen Verstrahlung leiden demnach die Aufräumarbeiter: Bis 2005 seien von 830.000 der sogenannten Liquidatoren zwischen 112 000 und 125 000 gestorben. Über 90 Prozent seien heute schwer krank. Sie würden nicht nur an Krebs leiden, sondern auch an hirnorganischen Schäden, Bluthochdruck und Magen-Darm-Erkrankungen. „Das sind Menschen, die multimorbide sind“, sagte IPPNW-Mitglied Angelika Claußen.

Vor allem Kinder würden durch die Ansammlung der radioaktiven Stoffe in einigen Organen an Schilddrüsenkrebs erkranken. Viele der bösartigen Tumore würden zudem erst Jahre später entdeckt. Die Organisation bezieht sich hierbei auf eine Untersuchung von 2007, in der berechnet wurde, dass durch Tschernobyl bis 2056 knapp 240.000 zusätzliche Krebsfälle in Europa auftreten werden.“ (Quelle: NDR)

Und wer´s ganz genau wissen will, kann sich hier in dieser 88 Seiten umfassenden Studie informieren …

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Und im Jahr 2014 wendete sich Greenpeace wieder mal an die Öffentlichkeit:

„Europa betritt eine neue Ära des atomaren Risikos“, erklärte die Umweltschutzorganisation am Mittwoch mit Blick auf eine Expertenstudie, der zufolge das Durchschnittsalter der Meiler inzwischen bei 29 Jahren liegt. An Akw in sechs Ländern protestierten rund 240 Greenpeace-Aktivisten.

Die international tätige Organisation forderte den Ausstieg aus der Atomkraft und das sofortige Aus für Reaktoren, die ihre sogenannte Auslegungslebensdauer erreicht hätten. Diese liegt nach dem für Greenpeace verfassten Gutachten des Öko-Instituts bei 30 bis 40 Jahren. Von den etwa 150 aktiven Akw in der EU und benachbarten Ländern seien heute bereits 66 älter als 30 Jahre, sieben sogar älter als 40 Jahre. Oftmals seien Laufzeit-Verlängerungen auf 50 bis 60 Jahre geplant.

Statt über Abschaltungen der entsprechenden Anlagen werde in vielen Ländern auf Betreiben der Akw-Eigner aber über Laufzeitverlängerungen und eine Steigerung der Leistung diskutiert, kritisierte Greenpeace. „Die überalterten Atomkraftwerke sind tickende Zeitbomben. Der Weiterbetrieb ist absolut unverantwortlich“, warnte Atom-Experte Heinz Smital.“ (Quelle: Münchner Merkur)

Na ja … und da war ja dann noch die Katastrophe von Fukushima (11. März 2011) und eine Frau Angela Merkel machte eine Pirouette hinsichtlich der deutschen Atompolitik ….

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Ich erinnere mich noch an jene Tage im Jahre 1986 … Unseren beiden kleinen Töchtern verboten wir das Spielen im Sandkasten … alle Sandkästen in Deutschland waren verwaist … und Milchpulver ging weg wie die warmen Semmeln … Angesichts der tickenden Zeitbombe Atomkraftwerk krieg ich auch heute noch eine trockene Kehle.

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Alpstein Tourismus GmbH & Ko KG – Allgäu – Tourenbüchle (2011

TitelAuch wenn mich meine Reisen immer wieder auch in ferne Länder führen, so bin ich dennoch immer wieder ganz begeistert, wenn ich die unterschiedlichsten Regionen unseres Landes erforschen kann.

Und das Allgäu hat es mir schon auch besonders angetan …

Das Allgäu ist eine alpin geprägte Landschaft mit kulturellen und sprachlichen Eigenheiten. Häufig wird das Allgäu auch als Region bezeichnet. Es lässt sich geografisch nicht genau eingrenzen, besteht aber in allen Fällen aus dem südlichsten Endteil des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben. Neben dem alpinen Allgäu gehören auch geringe Teile des Voralpenraums zum Allgäu. So bildet der bayerische Landkreis Oberallgäu und die südlichen Teile des Landkreises Ostallgäu den Kern des Allgäus. Teile des baden-württembergischen Landkreises Ravensburg zusammen mit Teilen des bayerischen Landkreises Lindau gehören als Westallgäu dazu. Das zu Österreich gehörende Grenzgebiet Kleinwalsertal wird wegen der fehlenden Anbindung zum eigenen Land zunehmend zum Allgäu gerechnet. Der ursprüngliche Allgäu erstreckt sich als schmaler Streifen südlich von Kempten zwischen Scheidegg, Oberstaufen über Sonthofen und Oberstdorf nach Bad Hindelang.

Karte

Während das Allgäu selbst größtenteils zu Deutschland gehört, liegen die Allgäuer Alpen als südliche Grenze des Allgäus etwa zur Hälfte auf österreichischem Gebiet. Eine offizielle Eingrenzung für das Allgäu gibt es nicht, vielmehr gibt es unterschiedliche Gesichtspunkte für die Zuordnung diverser Grenzorte zum Allgäu, was insbesondere auf die Landkreise Unterallgäu (Bad Grönenbach), Ostallgäu (Kaufbeuren) und Ravensburg (Wangen) zutrifft. Seit den 1970ern wird der Begriff Allgäu mit seinem guten Ruf sukzessive für eine Vermarktung verwendet, womit nicht in der Region gelegene Orte wie Bad Wörishofen, Ravensburg, Lindau am Bodensee oder Kißlegg als „im Allgäu“ gelegen beworben werden. Teilweise wird das Allgäu als geografische Teilregion Oberschwabens gesehen. (Quelle: wikipedia)

Nun ja … und neulich ist mir diese kleine Broschüre (36 Seiten) in die Hände gefallen und mit einer gewissen Vorfreude habe ich darin geblättert … denn Wandervorschläge finde ich immer ziemlich gut.

Und gerne teile ich mein Vergnügen … vielleicht steckt diese Tourismus-Broschüre ja auch ein wenig an.

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Hach …

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John Hendrik Weitzmann + Philipp Otto – Irights-Dossier – Verlängerung der Schutzfrist für Tonaufnahmen (2011)

Um was geht´s denn hier nun so ganz konkret ? Hier Titeldie Antwort:

„Seit 2005 wird auf Betreiben der Rechteinhaber in Europa die Debatte über die Verlängerung der Leistungschutzrechte an Musikaufnahmen vorangetrieben. Ein Werk soll nicht mehr nur 50, sondern 70 Jahre kommerziell verwertet werden können, bevor es gemeinfrei wird.

Experten aller bedeutenden Forschungsinstitute in Europa sprechen sich einhellig gegen die geplante Verlängerung aus – insbesondere, weil sie eine juristisch kaum umkehrbare Entscheidung ist. Trotzdem stimmte das Europaparlament der Verlängerung bereits 2009 zu. Wegen einer fehlenden Mehrheit im Ministerrat konnte die Verlängerung bisher aber nicht durchgebracht werden. Nun haben sich die Mehrheitsverhältnisse im Rat durch ein Umkippen Dänemarks und Portugals geändert, und die polnische Ratspräsidentschaft hat die Gelegenheit genutzt, das Thema im Eilverfahren auf die Tagesordnung zu setzen.

irights.info warnt:

Die Zeit drängt. Bereits am 07. September 2011 wird der ständige Ausschuss der nationalen Vertretungen und Botschaften in Brüssel COREPER das Thema behandeln. COREPER bereitet die Arbeitssitzung der Ratsarbeitsgruppe Urheberrecht vor. Aller Voraussicht nach wird die Verlängerung dann dort formal bereits am 12. September 2011 beschlossen werden, da ein positives COREPER-Votum die Beschlusslage im Europäischen Rat in der Regel vorwegnimmt.

Ebenfalls für irights.info haben John Hendrik Weitzmann & Philipp Otto ein Dossier zur geplanten Verlängerung verfasst, mit finanzieller Unterstützung durch den Wikimedia e.V. Das Dossier ist auch auf Englisch verfügbar. Es umfasst 12 Seiten, ist gut geschrieben, gut gestaltet und steht unter CC-Lizenz, wie man es von den immer lesenswerten irights-Dossiers gewohnt ist.

Schön werden darin die hahnebüchenen Hauptgründe für die Verlängerung zusammengefasst und widerlegt:

Gleichziehen mit anderen Ländern (und deren Fehler)
Fairness (gegenüber anderen Kreativen)
Unterstützung der ausübenden Künstler (gemeint sind natürlich die Rechtverwerter)
Anreize zur Investition in neue Musik (Beispiel: Die Twist&Shout-Aufnahme der Beatles genießt noch ein Schutzrecht bis 2015)
Erhöhung der Zahl verfügbarer Werke (statt frei verfügbarer Werke)
Aufrechterhaltung einer positiven Aussenhandelsbilanz (was empirisch in Großbrittannien als widerlegt gilt)

Beispiel

Soweit so gut … und sich zu informieren über Hintergründe zum Urheberrecht ist ja nie verkehrt …

Rückseite

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