Friedrich Stoppa – Gitarren zum Tanz – Schlager der Hitparaden (Heft Nr. 56) (1970)

TitelJetzt stellen wir uns mal vor, dieser blog ist so ne Art Trödel- und Ramschladen, in dem es auch ne kleine
Ecke mit Musikalien aller Art gibt.

Hier ein kleines Notenheft mit Schlagern der Hitparaden (dazu zählte dann auch „Cecilia“ von Simon & Garfunkel).

Verantwortlich dafür war der damals schon fast legendäre Friedrich Stoppa.

Und ein Sohn von ihm erinnert sich:

In einer wunderschönen Gegend der Mark Brandenburg im Spreewald wurde Friedrich Stoppa am 26. August 1923 als 3. Kind geboren.

Es kann als Vorzeichen eines musikalischen Talents gedeutet werden, wenn der sechsjährige Friedrich Stoppa aus einer Zigarrenschachtel eine Geige bastelte und darauf spielen konnte. Geld für ein richtiges Instrument war damals nicht vorhanden.

Immer stärker drückte sich der Hang zur Musik aus. Nach der Schule begann das Musikstudium im Cottbuser Konservatorium. Seine musikalische Ausbildung mit den Hauptinstrumenten Geige und Trompete entwickelte sich bei Friedrich Stoppa schneller als bei anderen Mitstudenten. Deshalb durfte der Student früh Leitungspositionen in Orchestern übernehmen. Es entstanden mit 16 Jahren seine ersten Kompositionen.

Nach dem Krieg 1945 begann Friedrich Stoppa auch das Orgel- und Gitarrestudium.

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Friedrich Stoppa

Weil Friedrich Stoppa das Musizieren keine große Mühe machte, vertiefte er sich immer mehr in das Komponieren und Arrangieren. So entwickelte sich in freier Mitarbeit eine Tätigkeit bei dem internationalen Musikverlag Dr. Hans Sikorski in Hamburg. Friedrich Stoppa freute sich, dass hier Notengrafiker, Arrangeure, Komponisten und Autoren gesucht wurden. Ab 1953 begann zwischen Friedrich Stoppa und dem internationalen Musikverlag Dr. Hans Sikorski eine lange Zeit fruchtbarer Zusammenarbeit.
Da es in der Nachkriegszeit kaum brauchbare Grifftabellen und Lehrbücher für moderne Gitarre gab, waren die Bücher von Friedrich Stoppa sehr begehrt. Etliche Neuauflagen und weitere Werke sowie zahlreiche Gitarrebearbeitungen aus Pop und Rock folgten. Die damals vorherrschenden Arbeitsmethoden des Autoren, von Hand mit Feder und Tinte zu schreiben, waren für schnelles Vorankommen hinderlich. Jedoch auch neuen Arbeitmethoden verschloss sich Friedrich Stoppa nicht. Der Umstieg Ende der 80er Jahre auf moderne Computer und MIDI-Technologie ermöglichte dann mehr als bisher, neue musikalische Arbeiten umzusetzen als mit Tinte und Feder, beispielsweise zahlreiche Bearbeitungen für Hanne Darboven.

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Bis zum 78. Lebensjahr am 17. März 2002 war Friedrich Stoppa als selbständiger Arrangeur, Notengrafiker, Komponist und Autor tätig.

Wir ( Die Familie u.a. die 3 Kinder des Autoren) ehren das Andenken als eine große Persönlichkeit – und seine geschaffenen Werke. (Manfred Stoppa)

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Dieses Heft erwarb ich wohl im Alter von ca. 16 Jahren … ich hatte eine steile Karriere als Bassist vor den Augen.

Und so arbeitete ich mich auch durch dieses Heft: mich interessierten damals mehr die Akkordstrukturen, da ich um diese dann meine eigenen Basslinien entwickeln wollte.

Zudem konnte ich ein paar Texte besser verstehen … so war das halt damals.

Also, aus der steilen Karriere als Bassist wurde nichts, ein Helmut Hattler steckte halt doch nicht in mir … dafür konnte aber dieses Heft auch nichts dafür.

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Die Rückseite des Heftes

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Johannes Runge – Lied und Tanz – Volkslieder und Volkstänze für eine oder zwei Altblockföten (1956)

Lied+Tanz01ATja, das mit der Hausmusik ist so eine Sache … ich glaube mal, sie wird immer weniger gepflegt …

über die Gründe, warum das so ist, braucht man nicht viel zu spekulieren … die Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigungen haben sich halt explosionsartig verzehnfacht (oder so) …

und da bleibt eine Freizeitbeschäftigung, die auch viel mit Mühe und Plagerei zu tun hat, leicht auf der Strecke, wenn der Griff zu einem Konsolen-Spiel so einfach ist.

Aber das Rad der Geschichte lässt sich diesbezüglich vermutlich nicht zurückdrehen, ich vermute dass die Verblödungs-Reizeit-Industrie noch etliche Überraschungen auf Lager hat, um uns die Freizeit zu versüßen.

Aber mit dieser Präsentation werfe ich einfach mal einen Blick zurück, als solche Notenbüchlein unverzichtbarer Bestandteil für Hausmusik war.

Herausgegeben wurde es von Johannes Runge (über den ich nichts in Erfahrung bringen konnte, außer, dass er eine Flut solcher Notenbände veröffentlicht hat, u.a. z.B. „Spielbuch für die Jugend“) und enthält eben „Volkslieder und Volkstänze für eine oder zwei Altblockföten“ (Schwierigkeitsstufe 1)

Diverse Altblockflöten

Diverse Altblockflöten

Erschienen ist es im alt-ehrwürdigen Schott Verlag, Mainz; dieser Verlag wurde bereits 1770 (!) gegründet, aber das wäre auch ein Kapitel mal wert.

Hier mal das ganz ausführliche Liederverzeichnis, vielleicht macht es ja neugierig:

Liederverzeichnis:
Ade zur guten Nacht
Alle Vögel sind schon da
All mein Gedanken
Auf, auf, ihr Wandersleut
Auf, ihr Brüder, seid bereit
Bald gras ich am Neckar
Das Lieben bringt groß Freud
Der Mai, der lustige Mai
Der Mond ist aufgegangen
Der Winter ist vergangen
Die Blümelein, sie schlafen
Die Gedanken sind frei
Die güldene Sonne
Es wollt ein Jägerlein jagen
Gestern beim Mondenschein
Grüß Gott, du schöner Maien
Horch, was kommt von draußen rein
Ich bin ein freier Wildbretschütz
Ich fahr dahin
Im Frühtau zu Berge
Im Märzen der Bauer
Jetzt gang i ans Brünnele
Kein Hälmlein wächst auf Erden
Kein schöner Land in dieser Zeit
Kommet, ihr Hirten
Kuckuck, Kuckuck
Nun will der Lenz uns grüßen
O du fröhliche
O Jubel, o Freud
O Tannenbaum
Rosestock, Holderblüh
Sandmännchen: Die Blümelein sie schlafen
Schwesterlein, Schwesterlein
Stille Nacht, heilige Nacht
Trarira, der Sommer, der ist da
Und in dem Schneegebirge
Weiß mir ein Blümlein blaue
Wenn alle Brünnlein fließen
Wenn die bunten Fahnen wehen
Widele, wedele
Winter, ade
Wohlan, die Zeit ist kommen
Tänze: Altenglischer Tanz
Altenglischer Volkstanz
Alter Nürnberger Dreher
Aufzugsmusik
Bandltanz
Bauernmarsch
Böhmischer Wind (Zwiefacher)
Der Hirt von Crumau
Marsch
Marsch der Sensenschiede
Mudder witsch
Spätzchen Madelon
Tanz aus Wien
Wiener Ländler
Zwei Ländler
Zwei Salzburgische Ländler

Bei dieser bunten Mischung ist ganz sicher was dabei … so etliche der Lieder erwärmen mein Herz und dass der Klassiker „Die Gedanken sind frei“ auch dabei ist, ist natürlich mehr als lobenswert.

Meiner Frau Gemahlin habe ich neulich angekündigt, dass, wenn ich mal in Rente bin, Klavier lernen werde und dann machen wir es  uns gemütlich Abende vor dem Ofen: Ich präsentiere dann Udo Jürgens Melodien und sie sitzt artig dabei und häkelt … Hach … aber ihr Gesichtsausdruck sagte mir, dass sie da irgendwie ganz andere Vorstellung hat … na, ich werd´sie schon noch soweit bringen …

Hier ein paar Vorschaubilder und dann ab zur Präsentation:

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Lied+Tanz12A

Lied+Tanz20A
Lied+Tanz27A

Ach ja, bevor ich es vergessen: Volkslieder können auch ganz schön fetzig sein: Man denke nur an das „Horch was kommt von draußen rein“ in der Fassung von Manuela ! Das fetzt, aber so richtig !

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Hier fetzt es allerdings nicht.

Hier fetzt es allerdings nicht …

Weihnachten 2018 (04): Die schönsten Advents- und Weihnachtslieder (1985)

TitelUnd jetzt mal wieder ein Stück aus meinem Kellerarchiv … passend zur Jahreszeit ein kleines Liederheftchen, spendiert von der Bayerischen Vereinsbank mit – wie der Titel schon sagt – den „schönsten“ Advents- und Weihnachtsliedern.

Dieses Büchlein war in jenen Jahren, als meine Töchter noch so richtig begeisterungsfähig für Weihnachten waren (heute sind es sicherlich auch noch … aber natürlich auf einer anderen Ebene), stark im Gebrauch. Die Rückseite ist z.B. bis heute mit Wachsresten verziert.

Angenehm fand ich es damals, dass bei den Liedern die Gitarrenakkorde vermerkt waren, so konnten wir damals ein wenig Hausmusik betreiben mit dem Papa an der Gitarre.

Damals wie heute empfand ich dieses Büchlein recht liebevoll gestaltet; das liegt hauptsächlich daran, dass die Illustration von Wenzel Fieger wirklich ansprechend sind.

Er hat sie im Jahre 1891 für eine Papierkrippe gemalt. Die Krippe steht heute im Bayerischen Nationalmuseum in München.

Hier ein paar Beispiele aus diesem Büchlein:

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Rückseite1

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Lutz Wolf (Hrsg.) – Puppchen du bist mein Augenstern – Deutsche Schlager aus vier Jahrzehnten (1981)

TitelIn diesem blog tummeln sich ja immer wieder auch Schlager … oftmals auch Schlager längst vergangener Dekaden … und von daher macht es ja auch Sinn, mal ein Büchlein zu präsenteiren, das sich mit Schlagertexten aus vier Jahrzehnten beschäftigt … und damit sind in diesem Fall Schlagertexte der Jahre 1900 – 1940 gemeint

Wir kennen sie alle – die Schlager von gestern. Was Komponisten und Texter wie Walter Kollo, Robert Gilbert, Ralph Benatzky, Robert Stolz und Peter Kreuder, was Idole wie Marlene Dietrich, Marika Rökk oder Zarah Leander, Hans Albers oder Heinz Rühmann auf die Bühne und auf die Leinwand gebracht haben, erfüllt noch heute den Äther. Texte und Melodien, vor allem aber das „Feeling“ der Lieder haben sich tief in die deutsche Seele gegraben und prägen das Kollektive Unbewusste bis auf den heutigen Tag. Natürlich ist diese Sammlung erfolgreicher Lieder all jenen gewidmet, die sich gern an die fröhlichen oder bitteren Stunden erinnern, die sich untrennbar mit ihnen verbinden. (Klappentext)

Oder aber auch:
Beispiel05„Musik im besten Sinne bedarf weniger der Neuheit, ja vielmehr, je älter sie ist, je gewohnter man sie ist, desto mehr wirkt sie.“ (Johan Wolfgang von Goethe)

Aber dieses Taschenbuch (208 Seiten) begnügt sich nicht mit dem Abdrucken all jener Hits von – wie bereits geschrieben – längst vergangener Dekaden – nein, sie stellt diese Texte in ihren kulturhostorischen Zusammenhang und zwar in einer gerade vorbildlichen Weise … verantwortlich für diese kulturhistorischen Betrachtrungen war ein gewisser Maurus Pacher, dem man unterstellt hat, ein „Boulevard-Feuilletonist“ zu sein.

Aber damit wird man dem Boulevard-Feuilletonist wahrlich nicht gerecht … leider konnte ich bis jetzt keine weiteren Informationen über ihn finden, aber seine ergänzenden Informationen sind nicht nur kenntnisreich, sondern auch gut zu lesen … diesen Namen merke ich mir einfach mal.

Beeindruckend auch das rare Bildmaterial und deshalb bekommt dieses Buch aus dem Jahr 1981 von mir auch das Prädikat „vorbildlich“.

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Klingende Illustrierte – Heft 2 (1943)

TitelViel konnte ich über diese „Klingende Illustrierte“ herausbringen. Erstmalig (also Heft 1) erschien sie 1943.

Und sie überlebte wohl auch den II. Weltkrieg, denn Heft Nr. 5 erschien dann im Jahr 1948.

Die „Klingende Illustrierte“ enthielt Schlagerpartituren der jeweiligen Gassenhauer je ner Zeit.

Und blättert man dann durch dieses Heft, so wird es zumindest mir ein wenig gruselig zumuten … angesichts des II. Weltkrieges der in Europa tobte.

Und hier wird mein gelegentlich verwendeter Begriff der Illussionsmusik am deutlichsten spür- und nachvollziehbar.

Aber das Leben an der Heimatfront ging halt weiter … und ein wenig musikalische Zerstreuung … war wohl auch gewünscht … Das gleiche gilt auch für all jener Filme … stellvertretende dafür die Feuerzangenbowle mit Herinz Rühmann.

Vielleich tmag dem einen oder anderen die eine oder andere Melodie bekannt sein … Ganz sicher kennt man den Illustrator diese Heftes, den Kurt Hilscher, denn der hat auch noch in den Jahrzehnten der Nachkriegszeit als Gebrauchsgraphiker unseren ästethischen Alltag geprägt … davon aber später etwas mehr …

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Das nationalsozialistische“ Märchen war erst zwei Jahre später vorbei.

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Letztlich arg zynisch — amngesichts des Jahres 1943

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Und bei 2 Liedern gab man sich graphisch richtig Mühe:

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Ja, ja … bla bla ….

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Die Rückseite des Heftes mit Graphiken von Kurt Hilscher

Christian Anders – Beat Gitarren Schule, Vol. 1 (1965)

FrontCover1Und jetzt steigen wir mal wieder ganz tief in den Keller der extremen Raritäten deutscher Musikgeschichte:

Es begab sich in jenen Tages des Jahres 1965, dass ein junger Mann namens Antonio Augusto Schinzel-Tenicolo sich daran machte, seinen Altersgenossen das Gitarrenspiel beizubringen, damit man auch ordentlich eine „Beat-Gitarre“ spielen konnte.

Und so erschien dann im gleichem Jahr die „Beat Gitarren Schule“ auf dem Label „Joker Schallplatten“.

Und ein kleiner Rückblick auf die frühen Jahre des Herrn Schinzel-Tenicolo:

Christian Anders (* 15. Januar 1945 in Bruck an der Mur, Deutsches Reich, heute Österreich als Antonio Augusto Schinzel-Tenicolo) ist ein österreichischer Schlagersänger, Musiker und Komponist. Er wirkt auch im Filmgeschäft und als Schriftsteller.

ChristianAnders1965Zum Kriegsende wanderten seine Eltern mit ihm nach Italien, der Heimat seines Vaters, aus. Die ersten neun Jahre seines Lebens verbrachte er auf der Mittelmeerinsel Sardinien, wo er in Cagliari eine italienische Klosterschule besuchte. Als er zehn Jahre war, zog seine Familie mit ihm nach Deutschland und lebte in einem Asylheim in Offenbach am Main. Anders schloss die mittlere Reife ab und begann eine Ausbildung zum Elektroinstallateur.

In seiner ersten Band Christian Anders and the Tonics spielte er Gitarre, sang in einem amerikanischen Klub und schloss sich einer Band an, mit der er umherreiste und sein erstes Geld verdiente. 1966 nahm er ein Tonband auf, schickte es an eine Plattenfirma und erhielt einen ersten Schallplattenvertrag. (Quelle: wikipedia)

Aber bevor er eben zu diesem ersten Schallplattenvertrag kam, hatte er bereits diese LP veröffentlicht:

Mit einer für sein Alter erstaunlichen Seriosität und Ernsthaftigkeit wird dem Hörer nun das kleine ABC des Gitarrenspiels erläutert. Das geht bei den Grundlagen los („Sie sehen hier eine sogenannte Halbresonanz Gitarre, die es Ihnen ermöglicht mit oder ohne Verstärkung zu spielen. Nachdem Sie sich die Erklärungen der Begriffe Hals, Kopf, Schallkörper, Schlagbrett, Bund, Tonabnehmer und Plektrum durchgelesen haben, wenden wir uns nun den 6 Saiten der Gitarre zu“)

Und so geht´s dann weiter. Heute klingt das ganze ziemlich schulmeisterlich („Ich hoffe Sie haben Ihre Lektion gelernt und können G7 und C-Dur einigermaßen greifen“), aber das erhöht den Amüsier-Faktor nur.

Und unweigerlich erinnert man sich an die ersten eigenen Gehversuche, so eine Beat-Gitarre zum klingen zu bringen. Verkrampfte Finger, hochroter Kopf und 07AVerzweiflung im Gesicht.

Immerhin kann man dann am Schluß der 40 Minuten die Begleitgitarre zu den Hits  „Green Green Grass Of Home“ (Tom Jones) und „Memphis Tennessee“ (Chuck Berry) spielen.

Und natürlich konnte sich dieses Projekt nur realisieren lassen, wenn der LP auch ein ausführliches Begleitheft beigelegt wurde, in dem man nicht nur die gesamten Texte nachlesen konnte, sondern auch viele Detailfotografieren das Lernen erleichtern sollten.

Von daher gesehen war das schon ein verdammt ambitioniertes Projekt, wenngleich es sicherlich kein sonderlich großer Erfolg war. Die LP wurde scheinbar von Framus Gitarrenbau unterstützt, denn Christian Anders spielt nicht nur auf einer Framus Gitarre, sondern es wurde der LP auch ein 6seitiger Framus-Katalog beigelegt.

Aber die Erfolge stellten sich für Christian Anders dann ja weniger Jahre später umso heftiger ein.

Und: wie sollte es anders sein, dass auch diese Rarität aus dem Fundes von Mr. Jancy stammen und ich mich mal wiederganz, ganz herzlich bei ihm für diese Leihgabe bedanken möchte !!! Einfach nur super !

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Besetzung:
Christian Anders (guitar)
+
ein paar Studiomusiker zur Begleitung bei „Green Green Grass Of Home“ und „Memphis Tennessee“

 

Titel:

Seite 1:
01. Lektionen 01 – 04

Seite 2:
02. Lektionen 05 – 08

Und hier noch ein paar Beispiele aus dem Beiheft:

10A
21A
23ADie angekündigte „nächste Folge“ der Beat-Gitarren-Schule ist dann übrigens nie erschienen.

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Übrigens, noch einfacher als der C-Dur Griff ist der E moll Griff zu spielen !

Franz Josef Degenhardt – Zwischen null Uhr null und Mitternacht – Baenkel-Songs – Das Liedheft (1963)

TitelUnd nun, wie vorhin angekündigt … das Original Liedheft zum Debütalbum „Zwischen Null Uhr Null und Mitternacht – Baenkel-Songs“ aus dem Jahr 1963.

Auch wenn ich vorhin geschrieben habe, dass es sich bei diesem Album um einen ganz besonders poetischen Franz-Josef Degenhardt handelt … man lasse sich da nicht täuschen …

Auch dieser Degenhardt war schon subversiv und spöttisch hinterfragte er all die bürgerlichen Lebensfassaden … all die bürgerlichen Lebenslügen …

Und als ich mich heute inensiver mit dieser LP beschäftigte, da fragte ich mich immer wieder … welche Menschen denn damals diese LP gekauft haben … die Tatsache, dass eigens dieses Liedheft auch noch veröffentlicht wurde, zeigt ja wohl, dass es dafür bereits 1963 einen Markt dafür gab …

Für jene Lieder mit all den feinen Zwischentönen …

Hier kann man sie nachlesen und vielleicht auch mal die Gitarre zur Hand nehmen …

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Beispiel09