Die Cartwrights – Bonanza – Ein Abend auf der Ponderosa (1968)

FrontCover1Dann machen wir gleich mal weiter mit dem großartigem Thema „Western“ und diesmal in einer ganz anderen Schattierung:

Kein Kind, das seine Kindheit überwiegend in den 60er Jahren erlebt hat … kann leugnen, dass die US-TV-Serie „Bonanza“ keinen prägenden Eindruck auf ihn hinterlassen hätte.

Bonanza ist eine der bekanntesten US-amerikanischen Fernsehserien der 1960er Jahre, die im Western-Milieu der 1860er Jahre spielt. Mit über 430 Folgen ist sie nach Rauchende Colts (635 Folgen) die zweitlängste Westernserie der Welt. Nach der deutschen Fernsehausstrahlung ist sie sogar die längste, da bis auf 5 Folgen alle Episoden im Lauf der Zeit im deutschen Fernsehen zu sehen waren. Rauchende Colts brachte es „nur“ auf 229 deutsche Folgen.

Bonanza ist ein englisches Wort spanischen Ursprungs für „ergiebige Goldgrube“ oder auch „Glücksfall“. Die Familie Cartwright, um die sich die Serie dreht, besteht aus dem Vater und seinen drei Söhnen. Die Ranch, auf der die vier Männer leben, heißt Ponderosa, benannt nach der dort wachsenden Ponderosa-Kiefer. (Quelle: wikipedia)

Oder aber auch:

Würde man eine Umfrage starten, welche Westernserie wohl die beliebteste aller Zeiten ist, gäbe es wohl nur eine einzige Antwort: Bonanza! Natürlich gab es Big Valley, Am Fuß der Blauen Berge, Rauchende Colts (das war zumindest die langlebigste), Die Leute von der Shiloh Ranch, Lancer, High Chaparal – ohne Zweifel alles gut gemachte Serien, die alle ihre Anhänger hatten. Aber welches Kind, das zwischen 1955 und 1980 geboren wurde, hat niemals Bonanza geschaut? Bonanza ist Kult – Bonanza ist das Synonym für Western.

Bonanza wurde erstmals 1959 im US-Fernsehen ausgestrahlt, in Deutschland startete die Serie am 13. Oktober 1962 in der ARD – richtig gelesen, Bonanza lief auch einmal im Ersten. Aber nicht lange – nach 13 Folgen meinte man, dass die Serie zu brutal sei. Das Publikum war jedoch anderer Meinung, und so entschloss man sich wenigstens, diese Folgen zu wiederholen. Ab August 1967 lief Bonanza dann im ZDF – und spätestens ab dann wurde Bonanza zu einer Legende.

MapPondorosa

Was machte Bonanza aus? Warum wurde gerade diese Serie zur Lieblingsserie von vielen? Da streiten sich die Geister… Tatsache ist, an Bonanza kam keiner vorbei, und niemand mochte diese Serie überhaupt nicht. Es gab auch keinen Bösewicht in Bonanza, und wenn, waren es immer die Gaststars, von denen es wirklich viele gab.

Bonanza war streng genommen keine klassische Westernserie, es war eine Serie, die zufälligerweise im Wilden Westen spielte. Es war eine Familienserie, nicht nur, weil eine Familie darin die Hauptrolle spielte, sondern auch, weil sich Sonntagabend die Familie um den Fernseher versammelte und Bonanza anschaute, sowohl Opa als auch Enkelin. (Quelle: tv-nostalgie.de)

Und natürlich musste der auch bei uns gigantische Erfolg dieser Serie entsprechend vermarktet werden und so erschien dann 1968 diese LP „Bonanza – Ein Abend auf der Ponderosa“.

Grundlage für diese LP war eine amerikanische TV Show aus dem Jahr 1965, die dann noch im gleichen Jahr als „Ponderosa Party Time“ erschien. (demnächst in einem blog, der sich mit internationaler Musik beschäftigt). Beide LP´s sind allerdings nicht identisch, wenngleich etliche Songs auf beiden LP´s zu finden sind.

Nun, diese LP ist wohl nur für Nostalgiker interessant, wenngleich sie ein paar humoristische Aspekte enthält, Selbst der Hüllentext spricht davon, dass z.B. „Little Joe“  … „kein so gewaltiger Stimmband-Künstler“ sei.

Und über den ollen Hoss wird dann geschrieben:
„Und Dan Blocker ? Nun ja, er singt. Bisweilen sogar für viel Geld in Warenhäusern. Doch mehr zur Belustigung der Zuhörer. Nicht schön – aber laut – so sagt man unter Freunden.“

 

Carwrights

Hach … das waren noch echte Kerle …

Aber ganz so hoffnungslos ist dann doch nicht …

Denn der Daddy der Familie, Lorne Greene, der hatte es schon ein wenig drauf und so stellt sich hin hin wieder dieses wohlige Johnny Cash Feeling ein … bei Songs wie „Blue Guitar“, „Ghost Riders In The Sky  “ (kennt man ja auch von Johnny Cash), oder aber auch „Oh! What A Town“ (würde ich mal gerne von Dr. John hören !)

„Careless Love“ von Michael Landon ist dann auch noch ok … meine Güte … es sind halt Country-Schmalznummer …  wie auch „Early One Morning“ von Pernell Roberts …alles andere wäre ja auch verwunderlich gewesen, oder ?

Als Quartett treten sie übrigens nur bei einem Song („Skip To My Lou“) auf …

ImStudio

Die Cartwrights im Studio, 1962


Besetzung:

Dan Blocker – Lorne Greene – Michael London – Pernell Roberts
+
ein kleiner, unbekannter Haufen Studiomusiker
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Titel:
01.  Lorne Greene: Einleitung
02. Lorne Greene: Bonanza (Livingston/Evans) 1.49
03. Michael Landon: Careless Love (Traditional) 2.41
04. Lorne Greene: Blue Guitar (Fotine/Stanton) 2.46
05. Pernell Roberts: Early One Morning (Traditional) 2.14
06. Lorne Greene:  An Ol‘ Tin Cup (Rich) 2.51
07. Lorne Greene: Oh! What A Town Burnette) 2.45
08. The Cartwrights: Skip To My Lou (Traditional) 1.47
09. Lorne Greene: Ghost Riders In The Sky (Jones) 2.29
10. Pernell Roberts: In The Pines (Riggs) 2.49
11. Lorne Greene: Ponderosa (Rice) 1.30
12. Michael Landon: Shenandoah (Traditional) 1.56
13. Lorne Greene: Tumbling Tumbleweeds (Nolan) 2.35
14. Dan Blocker: The Hangin‘ Blues (Nolan) 1.27
15. Lorne Greene: The Man (Kilgore) 2.46

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TV-Ankündigung

An old cowboy went riding out one dark and windy day
Upon a ridge he rested as he went along his way
When all at once a mighty herd of red eyed cows he saw
A-plowing through the ragged sky and up the cloudy draw
Their brands were still on fire and their hooves were made of steel
Their horns were black and shiny and their hot breath he could feel
A bolt of fear went through him as they thundered through the sky
For he saw the riders coming hard and he heard their mournful cry

Yippie yi ooh
Yippie yi yay
Ghost riders in the sky

Their faces gaunt, their eyes were blurred, their shirts all soaked with sweat
He’s riding hard to catch that herd, but he ain’t caught ‚em yet
‚Cause they’ve got to ride forever on that range up in the sky
On horses snorting fire
As they ride on hear their cry
As the riders loped on by him he heard one call his name
If you want to save your soul from hell a-riding on our range
Then cowboy change your ways today or with us you will ride
Trying to catch the devil’s herd, across these endless skies