Gerda Prohaska + Peter Pasetti + Erik Werba – Lied und Dichtung (Robert Schumann – Heinrich Heine) (1987)

FrontCover1Tja, der Riffmaster und das deutsche Kunstlied … eine innige Verbindung ist das nun wirklich nicht, aber dennoch haben halt auch solche Scheiben hier ihr Plätzchen, und insbesondere dann, wenn es sich um eine solche Nischenproduktion wie diese handelt.

Und vertiefende Informationen über dieses Album findet sich überhaupt keine, was einerseits nicht verwundert, handelt es sich doch um so ne Art Privatpressung von der Mezzosopranistin Gerda Prohaska, anderseits überrascht es dennoch, denn auch der weitaus bekanntere Schauspieler Peter Pasetti wirkt bei diesen Aufnahmen als Sprecher mit, der zumindest den älteren Semestern hier von diversen Fernsehauftritten noch bekannt sein dürfte:

Peter Viktor Rolf Pasetti (* 8. Juli 1916 in München; † 23. Mai 1996 in Dießen am Ammersee) war ein deutscher Theater- und Fernsehschauspieler sowie Synchron- und Hörspielsprecher.

Pasetti studierte Schauspiel und Musik. Seinen ersten Film drehte er bereits 1940 (Das Fräulein von Barnhelm). Eine weitere Rolle in Venus vor Gericht folgte, dann unterbrach der Zweite Weltkrieg seine Filmkarriere. Erstmals wirkte er wieder 1948 unter der Regie von Heinz Rühmann in Die kupferne Hochzeit neben Hertha Feiler und Hans Nielsen mit. Es folgten u. a. Der Herr vom andern Stern (1948) oder Du bist nicht allein (1949). In den 1950er Jahren agierte Pasetti u. a. 1953 als Lt. Dacano neben Hans Albers in Jonny rettet Nebrador und 1957 als Dr. Busch neben Gertrud Kückelmann in dem DEFA-Film Spielbank-Affäre.

PeterPasettiIn den 1970ern sah man ihn als „Santarin“ in der Simmel-Verfilmung Und Jimmy ging zum Regenbogen (1971) oder 1977 als „Gaspardi“ in Das Chinesische Wunder.

Seit den 1960er und 1970er Jahren widmete sich Pasetti neben seiner Arbeit beim Theater vermehrt dem Fernsehen. Er wirkte in unzähligen Fernsehserien wie Am grünen Strand der Spree (1960) mit Bum Krüger, Werner Lieven, Malte Jaeger, Günter Pfitzmann und Elisabeth Müller sowie Krimi-Serien wie Der Kommissar, Der Alte, Derrick oder Das Kriminalmuseum mit. Er war aber auch beispielsweise in Stücken wie Jacobowsky und der Oberst (1967) nach Franz Werfel oder Schönes Weekend, Mr. Bennett (1980) zu sehen. Zuletzt agierte er 1991 als Heilpraktiker in dem Fernsehspiel Der Knick – Die Geschichte einer Wunderheilung.

Daneben synchronisierte Pasetti unter anderem Humphrey Bogart in Wir sind keine Engel, Gary Cooper in Wem die Stunde schlägt, Orson Welles in Die Lady von Shanghai, Joseph Cotten in Citizen Kane oder auch John Wayne in Piraten im karibischen Meer.

Zudem war Pasetti an zahlreichen Hörspielproduktionen wie der Sherlock-Holmes-Reihe des BR in der Titelrolle, unter der Regie von Heinz-Günter Stamm oder Die drei ??? beteiligt, in der er dem Erzähler Alfred Hitchcock seine Stimme lieh. Seine Auslegung des „Skeletor“ in der Hörspielserie Masters of the Universe (alle 37 Folgen mit Ausnahme von Folge 4 und 5) erlangte Kultstatus. Auch der Rezitation fühlte sich Pasetti verpflichtet. So rezitierte er beispielsweise in den 1970er Jahren Erich Kästner zu moderner Jazz-Musik.

Er war einige Jahre mit der Tänzerin und Sängerin Margot Werner verheiratet.

Peter Pasetti starb nur wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag an Krebs und wurde in München auf dem Nordfriedhof beigesetz. (Quelle: wikipedia)

Die eigentliche tragende Rolle bei dieser LP hat jedoch die schon erwähnte Sängerin Gerda Prohaska:

Gerda Prochaska wurde in Brünn geboren, lebt ab 1949 in Garmisch-Partenkirchen.

GerdaProhaskaDie Grundausbildung ihrer Stimme erhielt sie bei Fr. Prof. Kuhn-Englder in Oberammergau. Danach ging sie 6 Jahre an das Konservatorium der Stadt Wien.

Schon während des Studiums sang sie im großen Musik- Vereinssaal und im Konzerthaus Wien, beim Bruckner – Festival in London, in der Brucknerhalle in Linz und gab Konzerte in Luxemburg.

Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen führten sie letztendlich an die Volksoper Wien. Dort lernte sie ihren Mann, Kammersänger Gerhard Stolze kennen. Nach ihrer Heirat gab die Sängerin ihr Engagement in Wien auf um sich ganz ihrem Mann zu widmen. Nach seinem zu frühen Tod begann für Gerda Prochaska – Stolze ein anderes Leben, in eine andere künstlerische Richtung – als Veranstalterin von Konzerte Prochaska.(Selbstportrait)

Als dritter im Bunde fungiert dann noch Erik Werba als Pianist:

Erik Werba (* 23. Mai 1918 in Baden, Niederösterreich; † 9. April 1992 in Hinterbrühl) war ein österreichischer Komponist und Pianist.

Erik Werba besuchte die Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie die Universität Wien.; 1940 erfolgte an der ErikWerbaUniversität Wien die Promotion zum Dr. phil. (Dissertation: Die Rolle und Bedeutung des Sängers bei Homer, Hesiod und Pindar).

Werba war dann als Musikkritiker tätig und leitete nach dem Zweiten Weltkrieg die Mozartgemeinde. Neben seiner Arbeit als Musikreferent und als Mittelschullehrer spezialisierte er sich auf Klavierbegleitung. Von 1949 bis 1990 war er Professor für Lied und Oratorium an der Wiener Musikhochschule, von 1964 bis 1971 auch an der Hochschule in Graz.

Internationale Bekanntheit erlangte er als Begleiter prominenter Sänger wie Irmgard Seefried, Christa Ludwig, Walter Berry, Peter Schreier und Nicolai Gedda. In Salzburg, Gent, Stockholm, Tokio und Helsinki unterrichtete er auch Liedbegleitung.

Weiters war er in den Redaktionen des Mitteilungsblattes der Mozartgemeinde „Wiener Figaro“, der „Österreichischen Musikzeitschrift“ und der „Musikerziehung“ tätig. Er trat auch als Komponist von Bühnen- und Kammermusik sowie von Liedern hervor. (Quelle: wikipedia)

Im Zentrum dieser Aufnahmen stehen die Vertonungen von Heinrich Heine durch den romantischen Komonisten Robert Schumann und die beiden waren wohl ein ganz besonderes Päärchen:

„Von allen Komponisten, die Heine vertont haben, ist Schumann wohl der bedeutendste. Und von allen Dichtern, die Schumann vertont hat, spielt Heine die wichtigste Rolle.

Heinrich Heine und Robert Schumann scheinen wie ein romantisches Traumpaar. Seine berühmtesten Lieder hat Schumann auf Gedichte von Heine geschrieben, darunter befindet sich der Zyklus „Dichterliebe“, der zum Inbegriff des romantischen Lieds wurde. Weltschmerz, Sehnsucht, das tiefe Gefühl – in der „Dichterliebe“ ist es sowohl in Worten als auch in der Musik zu fassen. Und sogar die Ironie, obwohl Schumann immer wieder (fälschlicherweise) vorgeworfen wurde, dass er Heines Ironie nicht verstanden und deshalb auch nicht vertont habe.

Heinrich Heine

Heinrich Heine

Begegnet sind sich Heine und Schumann nur ein einziges Mal, 1828 in München. Da war Schumann gerade 17 Jahre alt und, im Gegensatz zu Heine, noch nicht berühmt. Sie sprachen nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik, zum Beispiel über Napoleon, von dem Schumann anschließend notiert, dass er begonnen habe, „unsern europäischen Augiasstall von dem obskuranten Pfaffen und Papstthum zu reinigen“.

RobertSchumann

Robert Schumann

Sie haben sich danach nicht wieder getroffen, aber geschätzt, bis zum Bruch 1836, als sie sich über ein Werk von Giacomo Meyerbeer in die Haare gerieten. Heines Musikverständnis, so beschreibt es das vorliegende Buch, war „hauptsächlich politisch motiviert“, während Schumann eher musikorientiert argumentierte und der Musik größere Autonomie zuwies. Es lag wohl an diesen Differenzen, die die beiden Journalisten öffentlich austrugen, dass Heine sich für die schönsten aller Vertonungen seiner Gedichte nie bei dessen Urheber bedankte“ (Quelle: Deutschland-Radio)

Romantische Lieder voller Weltschmerz und Sehnsucht erwarten uns also (dies kann durchaus auch als Warnung verstanden werden; ich übernehme keinerlei Haftung für schwerwiegende seelische Erschütterungen !).

Bemerkenswert ist die Interpretation des Liedes „Auf ihrem Grab“: hier spricht Pasetti den Text und Gerda Prohaska singt sie ihn ein wenig zeitversetzt … und schwupp-di-wupp wird eine ganz besondere Intensität erreicht. Davon hätte ich mir mehr gewünscht.

Seite 2 bringt dann „Weihnachtslieder“ von Peter Cornelius (* 24. Dezember 1824 in Mainz; † 26. Oktober 1874 ebenda), verziert durch Zwischentexte eines Arthur Miller … und dann noch Auszüge aus den „Geistlichen Liedern“ von Ludwig von Beethoven. Die Texte schuf – und den Namen lasse man sich mal über die Zunge gehen – ein Christian Fürchtegott Gellen *ggg*.

Auch hier, wenn man es bös´ meinen will eine Ansammlung schwülstiger Lieder …

Besetzung:
Peter Pasetti (Sprecher)
Gerad Prohaska (vocals)
Erik Werba (piano)

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Titel:

Zyklus: Lied und Dichtung
01. Die Lotusblume ängstigt (Schumann/Heine) 1.39
02. Was will die einsame Träne (Schumann/Heine) 0.49
03. Mir träumte, traurig schaute der Mond (Heine) 0.43
04. Du bist wie eine Blume (Schumann/Heine) 1.39
05. Man glaubte, daß ich mich gräme (Heine) 0.49
06. Der Hans und die Grete (Schumann/Heine) 1.17
07. In meiner Brust (Heine) 1.19
08. Der arme Peter (Schumann/Heine) 1.56
09. Lehn deine Wang an meine Wang (Heine) 0.30
10. Dein Angesicht so lieb und schön (Schumann/Heine) 1.59
11. Auf Flügeln des Gesanges (Heine) 1.01
12. Anfangs wollt´ ich fast verzagen (Schumann/Heine) 0.47
13. Entflieh mit mir (Heine) 0.30
14. Es fiel ein Reif + Auf ihrem Grab (Schumann/Heine) 3.43
15. Wie kannst du ruhig schlafen (Heine) 0.35
16. Mit Myrten und Rosen (Schumann/Heine) 3.34

Peter Cornelius: Weihnachtslieder op. 8:
17. Christbaum 1.53
18. Unsterblich ist das Samenkorn 0.55
19. Alma Ater 0.43
20. Die Hirten 2.41
21. Sterne 0.38
22. Simeon 2.05
23. Die holde Mär 0.27
24. Christus der Kinderfreund 2.43
25. Wer uns gelehrt hat (Das ewige Kind) 1.07
26. Christkind 1.59
Verbindende Dichtung von Arthur Miller

Ludwig van Beethoven: Geistliche Lieder op. 48:
27. Bitten 1.36
28. Die Liebe des Nächsten 1.55
29. Vom Tode 2.12
30. Gottes Macht und Vorsehung 1.29
31. Bußlied 4.43
Texte: Christian Fürchtegott Gellen

LabelA1

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Im Studio

Im Studio: Erik Werba – Peter Pasetti – Gerda Prohaska

Erich Kästner: Weihnachtslied, chemisch gereinigt (Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!) (1927)

Weihnachtslied, chemisch gereinigt ist ein Gedicht des deutschen Schriftstellers Erich Kästner. Es erschien erstmals in der Weihnachtsausgabe 1927 der Zeitschrift Das Tage-Buch. Ein Jahr später nahm Kästner es in seine erste Gedichtsammlung Herz auf Taille auf. Seither wurde es in verschiedenen Anthologien abgedruckt und von zahlreichen Künstlern vorgetragen.

Das Gedicht parodiert das bekannte Weihnachtslied Morgen, Kinder, wird’s was geben und verkehrt dessen Inhalt in die Aussage, dass es für arme Kinder nichts geben wird. Es folgen satirische Begründungen, warum Geschenke und ein prachtvolles Weihnachtsfest für arme Kinder auch nicht notwendig oder erstrebenswert seien. Kästner reagierte mit dem Gedicht auf die sozialen Spannungen in der Weimarer Republik. Dazu unterzog er die Sentimentalität des Weihnachtsfestes einer „chemischen Reinigung“ im desillusionierenden und sprachlich nüchternen Stil der Neuen Sachlichkeit.

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch Eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht so weit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden,
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden,
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen –
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heilge Nacht –
Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit . . .
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Lesbos

Ein Flüchtlingskind – ertrunken vor der griechischen Insel Lesbos

Verschiedene Autoren – Wir gratulieren – Gedichte für festliche Tage (1965)

TitelUnd jetzt mal ein ganz kleines Büchlein aus dem Franz Schneider Verlag:

Der Franz Schneider Verlag war ein deutscher Verlag mit einem Schwerpunkt im Druck und Vertrieb von Kinderbüchern. Im Jahr 2003 wurde der Verlag in die Egmont Verlagsgesellschaften gegliedert und damit aufgelöst. Dabei blieb bis heute der Markenname Schneiderbuch erhalten.

Am 1. April 1913 wurde der Verlag von Franz Schneider (1875–1946) in Berlin gegründet. Nach dem Tod des Gründers 1946 führte seine Frau Luise Schneider den Familienbetrieb gemeinsam mit dem Sohn Franz-Joachim Schneider, der das Unternehmen dann von 1964 bis 1985 als Alleininhaber leitete.[1] 1953 wurde der Unternehmenssitz nach München verlegt. 1985 verkaufte Schneider Verlag und Marke an die dänische Unternehmensgruppe Egmont. 2003 übernahm die Egmont Verlagsgesellschaft Köln den Vertrieb und Verkauf und benannte die Marke in Schneiderbuch. Hauptstandorte der Geschäftstätigkeit sind seitdem neben Berlin auch Köln und München.

Bekannte Buchreihen sind unter anderem die Hanni-und-Nanni-Serie für Mädchen und die Burg-Schreckenstein-Serie für Jungen. Auflagen von über 100.000 erhielten die Auszeichnung Goldenes Schneider-Buch.

Der Slogan Kinder lieben Schneider-Bücher war unten auf der Buchrückseite aufgedruckt. Zudem war oft eine Altersempfehlung (von-bis) angegeben.

Auf dem Buchrücken war unten nur das „S“-Logo vorhanden. Bücher für Jungen hatten dort ganz oben oft die Kennzeichnung „J“; außerdem war der Name des Autors in hellblauer Schrift geschrieben. Bei Büchern für Mädchen war der Autorenname in roter/violetter Schrift, und mit der Kennzeichnung „M“ am oberen Buchrücken. Bücher für Jungen und Mädchen waren zunächst ebenfalls rot, später gelb gekennzeichnet.

Seit dem Jahr 2003 wird die Zielgruppe schwerpunktmäßig auf Kinder und Jugendliche bis zwölf Jahre gelegt. Dabei werden Comics, Märchen- und Abenteuerromane als Schwerpunkt veröffentlicht, wobei auch Filmbegleitbücher, Storybooks oder Themenwelten eine wichtige Rolle spielen.

Allerdings werden auch klassische Schneiderbuchrreihen wie die Burg Schreckenstein immer wieder neu aufgelegt.

Weitere Buchreihen sind dabei Bibi Blocksberg, Kommissar Kugelblitz und Ein Fall für dich und das Tiger-Team. Zu einigen Kinderbücher entstanden auch Kinofilme, zu denen Schneiderbuch dementsprechende Filmbegleitbücher herausbrachte.

Comic-Romane bei Schneiderbuch sind unter anderem Dork Diaries, Olivia Viewegs Bin ich blöd, oder was?! sowie Bücher der Reihen Tom Gates, Oscar, Luisa und Ein Fall für Kitti Krimi.
Autoren
Zu den veröffentlichten Romanen gehören unter anderem Werke von Enid Blyton, Tina Caspari, Alfred Bekker, Sabine Bohlmann, Thomas C. Brezina, Erhard Dietl, Klaus Jamin, Tommy Krappweis, Dagmar H. Mueller, Rachel Renee Russell, Ursel Scheffler, Jens Schumacher, Vincent Andreas, Betina Gotzen-Beek, Gerhard Hahn, Ute Krause sowie Bernd Perplies. (Quelle: wikipedia)

Stutzig macht mich bei diesem wikipedia Entrag, dass die Jahren 1914 – 1945 völlig ausgeblendet werden … hm.

Und hier geht´s nun um „Gedichte für festliche Tage“, auf dass die Kleinen bei Familien- und sonstigen Festen auch artig ihre Rolle als wohlerzogene Knaben und Mädchen spielen.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich den Drill der Eltern, dass ihre Sprößling die jeweiligen Gedichte (darunter sind auch Autoren wie Goethe und Fontane) möglichst gu auswendig lernten und dann auch fehlerfrei aufsagen konnten.

Und natürlich gibt s in den Gedichten dann auch diese Botschaften:

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Meine Töchter waren von solchen Verpflichtungen gänzlich befreit, aber vor einiger Zeit gestanden sie mir, dass die Vorbereitungen für das weihnachtliche Blockflötenspiel ziemlich ätzend waren … ähm … grübel …

Die drolligen Illustrationen aus dem Büchlein (36 Seiten) stammen von Ulrike Zehe-Weinberg, der damaligen Haus – Illustratorin des Franz Schneider Verlages und waren typisch für die Ästhetik der 50er und 60er Jahre.

Aus dem Inhalt:

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Hermann Hesse – Vom Baum des Lebens (1952)

TitelIch vermute mal, ich muss hier den Hermann Hesse nicht ausführliche vorstellen, er war wohl einer jener Dichter, der insbesondere meine Generation prägte und uns wichtige Impulse mit auf dn Weg hinein ins pralle Leben gab. Dennoch ein paar Informationen über ihn:

Hermann Karl Hesse, Pseudonym: Emil Sinclair (* 2. Juli 1877 in Calw, Königreich Württemberg, Deutsches Kaiserreich; † 9. August 1962 in Montagnola, Kanton Tessin, Schweiz; heimatberechtigt in Basel und Bern), war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Dichter und Maler. Bekanntheit erlangte er mit Prosawerken wie Siddhartha oder Der Steppenwolf und mit seinen Gedichten (z. B. Stufen). 1946 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur und 1954 der Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste verliehen.

Als Sohn einer württembergischen Missionarstochter und eines deutsch-baltischen Missionars war Hesse durch Geburt Staatsbürger des Russischen Kaiserreichs. Von 1883 bis 1890 und erneut ab 1924 erhielt er das Bürgerrecht der Schweiz, dazwischen besaß er die Staatsbürgerschaft des Königreiches Württemberg.

Der Schriftsteller Ken Kesey hatte Hesses mystische Erzählung Die Morgenlandfahrt, in der ein Geheimbund von Träumern, Dichtern und Fantasten nicht der Vernunft, sondern dem Herzen folgt, mit Begeisterung gelesen. In Anlehnung an die Erzählung betrachtete er sich und die Merry Pranksters als dem Geheimbund Zugehörige und den großen Bustrip von 1964 quer durch die USA als seine Variante der „Morgenlandfahrt“.

Der deutschstämmige Musiker Joachim Fritz Krauledat alias John Kay hatte 1968, nach der Lektüre eines Hesse-Romans, seine damalige Bluesband Sparrow neu formiert und in Kalifornien in Steppenwolf umbenannt.

Hermann Hesse 1927

Hermann Hesse, 1927

Santana, eine andere Rockband aus San Francisco, benannte ihr zweites und höchst erfolgreiches Album von 1970 nach einem Begriff aus dem Hesse-Roman Demian, der damals in der Band zirkulierte. Carlos Santana: „Der Titel Abraxas stammt aus einem Buch von Hermann Hesse, das Gregg, Stan und Carabello lasen.“ Die betreffende Stelle aus dem Buch ist auch auf dem Plattencover wiedergegeben, allerdings in der englischen Übersetzung.

In Kathmandu, einer Stadt am Hippie trail, hat sich eine Hermann Hesse Gesellschaft gegründet.

Calw, Hesses Geburtsstadt im Schwarzwald, bezeichnet sich selbst als die Hermann-Hesse-Stadt und nutzt dieses Attribut zugleich als Claim zur Eigenwerbung.[50] In Calw informiert das Hermann-Hesse-Museum über Leben und Werk des berühmtesten Sohnes der Stadt.

Seit 1977 findet in unregelmäßigen, mehrjährigen Abständen jeweils unter wechselndem Hauptthema das Internationale Hermann-Hesse-Kolloquium in Calw statt. Hierzu referieren renommierte Hesse-Fachleute aus dem In- und Ausland aus ihrem Fachgebiet über zwei bis drei Tage. Die Tagungsteilnahme steht jedem Bürger nach Anmeldung offen. Das Programm wird meist wechselnd durch Vertonungen von Gedichten[52] Hesses, weitere musikalische Darbietungen, Tanz und Schauspiel mit Themen zu oder aus Hesses Literatur und/oder durch eine Dokumentar- oder Literaturverfilmung begleitet.

SignaturHermannHesse

Vergleichbar den Calwer Kolloquien finden seit 2000 in Sils-Maria im Schweizer Engadin in jährlichem Rhythmus die Silser Hesse-Tage statt, drei bis vier Tage im Sommerhalbjahr. Die Vorträge und Diskussionen stehen jeweils unter einem Schwerpunktthema.

Im Gedenken an Hesse wurden drei Literaturpreise nach ihm benannt: der seit 1957 verliehene Karlsruher Hermann-Hesse-Literaturpreis, der von der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung seit 1990 verliehene Calwer Hermann-Hesse-Preis, und der seit 2017 von der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft in Calw verliehene Preis der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft.

Mit Hermann Hesse fühlt sich auch der Rockmusiker Udo Lindenberg verbunden.[54] 2008 veröffentlichte er bei Suhrkamp eine Auswahl von Hesse-Texten unter dem Titel Mein Hermann Hesse: Ein Lesebuch.[55] Seine 2006 in Calw gegründete Udo-Lindenberg-Stiftung will junge Texter und Musiker mit Wettbewerben fördern und „Hermann Hesses Dichtung mit Musik verbinden“. Alle zwei Jahre werden Preise verliehen, darunter ein Sonderpreis für die beste Hermann-Hesse-Vertonung. Alljährlich findet das Hermann-Hesse-Festival in Calw statt, bei dem die Gewinner und Udo Lindenberg auftreten. (Quelle: wikipedia)

Und hier nun jener Hesse, der mir dato eher fremd geblieben ist … Hesse der Lyriker … hat aber hauptsächlich damit zu tun, dass ich mir mit der Lyrik generell eher schwer tue.

Erschienen ist das Büchlein im renommierten Insel Verlag. Dieser hatte nach dem II. Weltkrieg zwei Verlagssitze. In Westdeutschland war dies Wiesbaden, in der DDR Leipzig. Dieses Büchlein (82 Seiten) kam aus Leipzig.

In den hier veröffentlichten Gedichten beschäftigt sich Hesse mit Leben im allgemeinen und besonderen … er schlägt dabei einen großen Bogen von Kindheit über Jugend bis hin zum Alter … dabei bedient er sich überwiegend einer eher pessimistischen Sichtweise.

Hesse hin, Hesse her: es bleibt wohl dabei … Lyrik ist weiterhin nicht mein Metier. Aber dennoch kann man durchaus mal in so einem Büchlein blättern …

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Diese Zeilen sind schon arg pessimistich

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„Der Knulp“ zählt zu meinen Lieblingswerken von Hesse

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Handschriftliche Widmung in dem Buch – was auch immer das heißen mag …

Claudia Peters (Hrsg.) – Jedem Alter wohnt ein Zauber inne (2012)

TitelFür gewöhnlich präsentiere ich hier ja sehr gerne Druckerzeugnisse, die Auskunft geben, über den jeweiligen Zeitgeist meist vergangener Jahrzehnte und Zeiten, die auch z.T. Auskunft geben über meine persönliche biographischen Prägungen ,,,

Bei diesem Büchlein verhält es sich nun ganz anders:

Aus der Verlagsankündigung:

Rainer Maria Rilke schrieb einmal: »Arbeiten und alt werden, das ist es, was das Leben von uns erwartet. Und dann eines Tages alt sein. Aber noch lange nicht alles verstehen, nein. Aber anfangen, aber lieben, aber ahnen, aber zusammenhängen mit Fernem und Unsagbarem, bis in die Sterne hinein.« Folgen Sie den Gedanken dieses Buches und entdecken sie zahlreiche weitere kleine Wahrheiten, überraschende Lebensweisheiten und andere glückliche Wege zu den Sternen.

Dieser ext ist so ziemlicher Quatsch, denn in diesem Büchlein (42 Seiten) geht es eigentlich weniger um den Griff nach den Sternen, sondern schlicht und ergreifend um die Auseinandersetzung mit dem Alter … bzw.mit all den Empfindungen, die sich bei einem einstellen können und auch werden … wenn man z.B. „When I´m 64“ trällern kann.

Oder wie die Herausgeberin, Claudia Peters in ihrem Vorwort schreibt:

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Und:

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Und wir finden in diesem Buch mehr als eine handvoll whrlich bemerkenswerter Texe, die sich eben mit all den Schattierungen des Älterswerdens beschäftigen und was für ein Glück, dass dabei christliches oder salbungsvolles Gesabbere unterbleibt.

Claudia Peters.jpgVielleicht hat das auch was mit der Herausgeberin, die in Freiburg wohnt,  zu tun:

Claudia Peters * 1968
verheiratet, 2 Söhne
über 30jährige eigene Yoga-Praxis
Lehrerin, Lektorin und Autorin
Hatha-Yogalehrerin seit mehr als 20 Jahren
zertifizierte Iyengar-Yogalehrerin seit 2016

Keine Frage, dieses Buch ist als gelungener Mutmacher zu verstehen … und viele meiner Präsentationen hier werden anschließend sinnvoll wieder in irgendeinen Waren-Kreislauf gebracht; dieses Büchlein bleibt hier … denn ich habe den dringenden Verdacht, dass es mir als Mutmacher noch das eine oder andere mal dienen kann und wird.

Von daher mein Kompliment an die Herausgeberin für die so ansprechende und treffende Auswahl der Texte !

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So ein Text entspricht mir natürlich aus dem Herzen

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Also, da vergleich ich mich doch lieber mit einem Whisky .. aber nur „from good ol´  Scotland“

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Tja … ne feine Metapher … die Scherben des Lebens …

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Gregor Bloeb – Heinrich Heine in Paris (Hörbuch) (2006)

FrontCover1Der Heinrich Heine hat ja auch heute noch einen klangvollen Namen:

Heinrich Heine (eigentlich: Harry Heine) wurde wahrscheinlich am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf geboren. (Das Datum ist nicht ganz sicher, weil die entsprechenden Dokumente, die darüber Auskunft geben könnten, verschollen sind.) Sein Vater war der jüdische Textilhändler Samson Heine. Seine Mutter, die mit ihrem Mädchennamen Elisabeth („Betty“) van Geldern hieß, brachte nach ihm noch seine Geschwister Charlotte (1800), Gustav (1805) und Maximilian (1807) zur Welt.

Von 1807 bis 1814 besuchte Heinrich Heine ein katholisches Lyzeum und eine Handelsschule in Düsseldorf. Dann fing er in Frankfurt am Main eine Banklehre an, die er 1816 bei seinem Onkel Salomon Heine, einem erfolgreichen Bankier in Hamburg, fortsetzte, obwohl er lieber Gedichte schrieb. Er verliebte sich in seine Cousine Amalie Heine, die seine Gefühle jedoch nicht erwiderte.

HeinrichHeine01Mit dem Kommissionsgeschäft für englische Tuche, das ihm der reiche Onkel 1818 einrichtete, machte Heinreich Heine innerhalb eines Jahres Bankrott, aber Salomon Heine finanzierte ihm auch noch ein Jurastudium in Bonn (1819/20), wo August Wilhelm Schlegel zu Heinrich Heines Dozenten gehörte. Bücher von Dieter Wunderlich Im Wintersemester 1820/21 wechselte der Student an die Universität Göttingen, wurde jedoch am 23. Januar 1821 wegen eines Duells relegiert. Daraufhin immatrikulierte Heinrich Heine sich in Berlin, wo er Vorlesungen von Georg Wilhelm Friedrich Hegel hörte und zu den Besuchern des Salons von Rahel Varnhagen gehörte, die er als „geistreichste Frau des Universums“ verehrte. Im Oktober 1824 besuchte er Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Obwohl Heine religiös indifferent war, konvertierte er am 28. Juni 1825 vom Judentum zum Protestantismus und ließ sich in Heiligenstadt auf den Namen Christian Johann Heinrich taufen. Sarkastisch bezeichnet er den Taufschein als „Entreebillet zur europäischen Kultur“. Im Juli 1825 schloss er sein Jura-Studium in Göttingen mit der Promotion ab.

Nach Aufenthalten u. a. auf Norderney, in Lüneburg, Hamburg und München sowie Reisen nach England (1827) und Italien (1828) kehrte Heinrich Heine wegen des Todes seines Vaters am 2. Dezember 1828 vorübergehend nach Hamburg zurück.

Weil er wegen seiner politischen Ansichten immer wieder angefeindet wurde, übersiedelte Heinrich Heine am 1. Mai 1831 nach Paris, wo er seinen Lebensunterhalt als Korrespondent der Augsburger „Allgemeinen Zeitung“ von Johann Friedrich Cotta verdiente und Honoré de Balzac, Alexandre Dumas d. Ä., Victor Hugo und George Sand, Hector Berlioz, Frédéric Chopin und Franz Liszt kennen lernte. 1834 begegnete er Créscence Eugénie („Mathilde“) Mirat (1815 – 1883), die am 31. August 1841 seine Frau wurde. 1841 duellierte Heinrich Heine sich aufgrund eines Streits mit dem Frankfurter Kaufmann Salomon Strauß und wurde an der Hüfte verletzt. Ende 1843 lernte er Karl Marx kennen, mit dessen Ansichten er sympathisierte.

Im Februar 1848 brach Heinrich Heine zusammen. Er litt vermutlich an myatropischer Lateralsklerose. Zunehmend gelähmt, konnte er seine „Matratzengruft“ schließlich nicht mehr verlassen. Nur mit Morphium konnte er seine Schmerzen ertragen. 1855 besuchten ihn seine Freundin Elise („Mouche“) Krinitz sowie seine Geschwister Charlotte und Gustav. Am 17. Februar 1856 starb Heinrich Heine. Drei Tage später wurde er auf dem Montmartre-Friedhof beerdigt.

Heinrich Heine gilt als romantischer Dichter und zugleich als Überwinder der Romantik. Der politisch engagierte Journalist und Schriftsteller, der eine elegante deutsche Sprache pflegte, versuchte, Kunst und Realität zur Deckung zu bringen.(Dieter Wunderlich)

HeinrichHeine03Und dieses Hörbuch bietet einerseits eine große Auswahl seiner Gedichte (78 an der Zahl !) und dann aber – fast noch spannender – eine ausführliche Darstellung seiner Pariser Zeit und damit seines letzten Lebensabschnitts. Ungemein spannend, all diese Facetten des Heinrich Heines zu lauschen (allein seine Beziehungen zu Frauen – innerhalb und außerhalb von Bordellen – wäre ein mehr als ausführliches Thema; bereits seine Gedichte zeigten ja, dass er wahrlich kein Kostverächter war). Und wie es sich für eine gute Biographie gehört, werden die politischen Wirrnisse jener Jahre deutlich und konkret im Zusammenhang mit Heines Entwicklungen gestellt.

Vorlage für diesen 2. Teil des Hörbuches ist das Buch „Heinrich Heine in Paris“ von Jörg Aufenanger, das allerdings nicht ganz unumstritten war:

„Heinrich Heine hat selbst in seinem Brief an Ferdinand Hiller das Bonmot geprägt:
„Fragt Sie jemand wie ich mich hier befinde, so sagen Sie: wie ein Fisch im Wasser. Oder vielmehr, sagen Sie den Leuten; daß, wenn im Meere ein Fisch den anderen nach seinem Befinden fragt, so antworte dieser: ich befinde mich wie Heine in Paris.“
Damit wollte er zum Ausdruck bringen, dass er sich in Paris zunächst am Ziel seiner Wünsche angekommen glaubte. Hier konnte er Flaneur und Genießer, Liebhaber und Korrespondent sein und ein Leben führen, wie es ihm in den beengten und rückständigen deutschen Verhältnissen nicht möglich schien.

AufenangerHeineInParis

Die Buchvorlage für den biographischen Teil des Hörbuches

Dennoch ist es ein empfehlenswertes Hörbuch geworden und verantwortlich für dieses Projekt ist wohl federführend der Sprecher, Gregor Bloeb: Im Laufe der Zeit verflog die Euphorie und die „Hauptstadt der Welt“ zeigte auch ihre Schattenseiten, die Fassade des Juste-Milieu wurde rissig und ließ neue soziale Spannungen hervortreten. Verbote und Haftbefehle in Preußen und anderen deutschen Staaten machten eine Rückkehr in die Heimat unmöglich und aus seinem Auslandsaufenthalt ein dauerhaftes Exil. Am Ende wurde für ihn auch Paris im wahrsten Sinne des Wortes unzugänglich, weil eine tückische Krankheit ihn die letzten acht Lebensjahre an sein Lager fesselte.
Aufenanger schildert Heines Pariser 25 Jahre mit ihren Höhen und Tiefen und verbindet damit auch einige Informationen über die Stadt, ihre Bewohner, politische Verhältnisse und historische Veränderungen während der Julimonarchie.
Beim Vergleich mit einigen jüngeren Gesamtdarstellungen Heines habe ich allerdings den Eindruck, dass Aufenanger deren Ergebnisse weitgehend ignoriert und eher ein Heine-Bild vermittelt, wie es vor Jahrzehnten vorherrschte. Er zieht den Dichter Heine dem Journalisten, Essayisten und Prosaschriftsteller vor, die in den Text eingestreuten Zitate stammen überwiegend aus den Gedichten. Er kritisiert eine ganze Reihe von Schwächen und Inkonsequenzen Heines, was mich an die alte These: „Ein Talent – doch kein Charakter“ erinnert. Politisch ortet Aufenanger Heine als Anhänger der konstitutionellen Monarchie, dem weiter reichende revolutionäre Bestrebungen nicht geheuer waren. Dementsprechend wird auch Heines Kontakt mit Karl Marx nur sehr flüchtig behandelt und in Zusammenhang mit Ferdinand Lassalle scheinen die gemeinsamen Bordellbesuche das erwähnenswerteste zu sein… (B. Gutleben)

Gregor Bloéb (* 3. Jänner 1968 in Innsbruck, Österreich) ist ein österreichischer Theater-, Film- und Fernsehschauspieler.

Bekanntheit erlangte Bloéb erstmals durch die Verkörperung des Bürgermeister- und Hoteliersohns „Stefan Wechselberger“ in Felix Mitterers Piefke-Saga, in der auch sein Bruder Tobias Moretti mitwirkte.

Nach sechs Jahren Intendanz beim Theatersommer Haag übergab Adi Hirschal Ende 2008 diese Funktion an Gregor Bloéb, der 2008 den „Phileas Fogg“ in In 80 Tagen um die Welt gab. Bloéb spielte im ersten Jahr der Intendanz die Hauptrolle in dem Stück Cyrano de Bergerac.

Abseits der Schauspielerei widmet sich Bloéb auch der Musik. Seine Band Gregor Bloéb und seine Tantiemen ist mit ihrem aus Musik und Comedy bestehenden Programm mittlerweile weit über die Landesgrenzen Tirols hinaus bekannt.

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Gregor Bloeb

Ab März 2006 wirkte Gregor Bloéb an der Seite seiner Tanzpartnerin Michaela Heintzinger als Promitänzer in der 2. Staffel der ORF-Show Dancing Stars mit, die er nach der 5. Runde, am 7. April, verlassen musste.

Im Film Keinohrhasen (2007) spielt er mit seiner Frau Nina Proll, in einer Gastrolle, ein Paar.

2010 spielte er in der Bushido-Biographie Zeiten ändern dich dessen Tourmanager Marek Lieberberg.

2013 ahmte er in dem gleichnamigen Drama „Jägerstätter“ von Felix Mitterer Franz Jägerstätter nach, die Uraufführung war am 20. Juni 2013 im Theater in der Josefstadt. Im gleichen Jahr gab er den Sigismund in der Neuverfilmung des Singspiels von Ralph Benatzky Im weißen Rössl – Wehe Du singst!. Als Vorlage diente das gleichnamige Alt-Berliner Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Bloéb steht somit in den Fußstapfen der Verfilmungen von 1952 eines Ulrich Beiger und von Gunther Philipp, der noch mit dem legendären Hugo Lindinger – er gab den Bürgermeister – über die Leinwand flimmerte. Beim Bockbierfest von Stiegl in der Stadt Salzburg waren die ersten Ausschnitte der Neubebilderung mit Bloéb zu sehen.

Bloéb hat zwei Kinder mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin Ute. Er lebt in Berlin und Pfaffenhofen. 2008 wurde der gemeinsame Sohn von Bloéb und Nina Proll geboren, kurz davor haben die beiden geheiratet, 2010 kam der zweite Sohn zur Welt. Bloéb ist ein Bruder des Schauspielers Tobias Moretti und Christoph Bloeb.

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Der kranke Heinrich Heine (Bleistiftzeichnung von Gleyre um 1851)

Sprecher:
Gregor Bloeb

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Titel:

CD 1 (Gedichte):
01. Ich halt ihr die Augen zu 0.41
02. Den Tag, den hab ich so himmlisch verbracht 0.38
03. Diese schönen Gliedmaßen 0.32
04. Das Hohelied 1.59
05. Nimmer glaub ich, junge Schöne 0.25
06. In welche soll ich mich verlieben 0.34
07. Und bist du erst mein eh’lich Weib 0.25
08. Meinen schönsten Liebesantrag 0.23
09. Die Launen der Verliebten 3.10
10. Die Flaschen sind leer 0.42
11. Ich liebe solche weiße Glieder 0.43
12. Schöne, wirtschaftliche Dame 0.31
13. Welch ein zierlich Ebenmaß 0.49
14. Es kommt der Lenz 0.24
15. Der Kampf 3.18
16. Welcher Frevel 0.33
17. Liebste, sollst mir heute sagen 0.47
18. Donna Clara 3.44
19. Du liebst mich nicht 0.22
20. Ein Weib 0.54
21. Auf meiner Herzliebsten Äugelein 0.47
22. O schwöre nicht und küsse nur 0.32
23. Die Welt ist dumm 0.25
24. Saphire sind die Augen dein 0.43
25. Sie saßen und tranken am Teetisch 0.56
26. Der Schmetterling 0.39
27. Wie entwicklen sich doch schnelle 0.40
28. Gellert hab ich nach Herzenswunsch 0.26
29. Mir redet ein die Eitelkeit 0.42
30. Das Glück ist eine leichte Dirne 0.27
31. Ich hab‘ dich geliebet 0.15
32. Sag mir, wer einst die Uhren erfund 0.35
33. Der Brief 0.24
34. Kind! Es wöre dein Verderben 0.21
35. Habe mich mit Liebesreden 0,25
36. Wir fuhren allein im Dunkeln 0.23
37. Auf deinen schneeweißen Busen 0.32
38. Über die Berge o.32
39. Sie tanzt 0.51
40. Mädchen 0.30
41. Glaube nicht, dass ich aus Dummheit 0.39
42. Laß mich mit glüjmden Zangen 0.49
43. Citronia 3.26
44. Emma 0.25
45. Hast du die Lippen mir wundgeküßt 0.20
46. Der Ungläubige 0.51
47. Andre beten zur Madonne 0.20
48. Zum Hausfrieden 0.25
49. Heut Nacht, im Traum 0.17
50. Das Fräulien stand am Meere 0.17
51. Ich wandle unter Blumen 0.22
52.  In meiner Erinnrung 0.33
53. Wenn junge Herzen brechen 0.32
54. Die Liebe begann 0.53
55. Du hast Diamanten und Perlen 0.30
56. Sie haben heut abend Gesellschaft 0.34
57. Theurer Freund ! 0.24
58. Einst sah ich 0.54
59. Ich wollte bei dir weilen 0.36
60. Dass du mich liebst 0.29
61. Zu der Lauheit und der Flauheit 0.21
62. Küsse, die man stiehlt im Dunkeln 0.31
63. Wechsel 0.41
64. Sie liebten sich beide 0.22
65. Die Welt war mir 0.55
66. Ein Jüngling liebt ein Mädchen 0.29
67. Wenn ich in deine Augen seh 0.21
68. Es geht am End 0.28
69.  Ich kann es nicht vergessen 0.27
70. Es war ein alter König 0.32
71. Erfahrung 0.35
72. Wer zum erstenmal liebt 0.22
73. In den Küssen welche Lüge 0.20
74. Der Abgekühlte 1.02
75. Alte Rose 0.56
76. Nun ist es Zeit 0.55
77. Die Liebesgluten o.18
78. Narretei 0.27

Texte: Heinrich Heine

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CD 2 (Biographie Heinrich Heine in Paris):
01. Kapitel 01 / 6.01
02. Kapitel 02 / 8.57
03. Kapitel 03 / 4.21
04. Kapitel 04 / 10.11
05. Kapitel 05 / 4.42
06. Kapitel 06 / 8.28
07. Kapitel 07 / 6.15
08. Kapitel 08 / 2.00
09. Kapitel 09 / 3.01
10. Kapitel 10 / 2.43
11. Kapitel 11 / 2.49
12. Kapitel 12 / 2.43
13. Kapitel 13 / 8.03

Text: Jörg Aufenanger

CD1A

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Heinrich Heine Collage (Klaus Oppermann)

 

Alois Dreyer – Kindergärtlein – Dichtungen für die kleine Welt (1903)

TitelJetzt ein Büchlein, das wahrlich schon mehr als ein Jahrhundert auf dem Buckel hat. Verfasst wurde es von einem Alois Dreyer:

Aloys Dreyer (* 3. September 1861 in Landshut; † 17. September 1938 in München; auch Alois Dreyer) war ein bayerischer Lehrer, Schriftsteller und Bibliothekar.

Aloys Dreyer wird in Straubing geboren. Wenig später zieht seine Mutter, Thekla Biebl, mit ihm nach Landshut. Als uneheliches Kind trägt er zunächst ihren Namen. Er erfährt davon aber erst 1916, im Alter von 55 Jahren, als er anlässlich seiner Heirat mit der Münchnerin Pauline Köhler eine Taufurkunde benötigt. Ein eigener königlicher Erlass gestattet ihm, den Namen Dreyer zu behalten.

Der frühe Tod seines Stiefvaters Simon Dreyer, des leiblichen Vaters seiner Schwester, zwingt ihn dazu, den ursprünglichen Plan zu studieren aufzugeben und unmittelbar den Lehrberuf anzustreben. Er besucht das Lehrerseminar in Straubing und erhält anfänglich eine Stelle in dem kleinen Ort Vilsheim bei Landshut. Nach vier Jahren wird er nach Passau versetzt, wo er seine ersten literarischen Werke verfasst, als Theaterreferent für die Passauer Zeitung tätig ist und mit zwei Gebirgspossen zu seiner ersten Veröffentlichung (bei Reclam) kommt. Bald folgt ein Band mit mundartlichen Gedichten, über die sich Maximilian Schmidt lobend ausspricht.

Dreyer gibt den Lehrberuf auf und holt in fortgeschrittenem Alter das Abitur am Ludwigsgymnasium in München nach. Mit fast vierzig Jahren beginnt er ein Studium der

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Alois Dreyer

Germanistik, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte und Geographie in München, das er 1903 mit einer Dissertation über Franz von Kobell abschließt. Von 1904 bis zu seiner Pensionierung 1930 leitet er die Zentralbibliothek des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, die er zu einer der größten alpinen Fachbibliotheken ausbaut.

Dreyer wird auch Vorstand einer Vereinigung Münchner Mundartdichter, der u.a. Wilhelm Dusch, Fritz Druckseis, Max Hofmann, Josef (Sepp) Mitterer, Elise Beck und Anny Schaefer angehören. Er ist in regem Kontakt mit den literarischen Größen in Bayern wie Paul Heyse, Ludwig Ganghofer oder Michael Georg Conrad.

Dreyer ist ein äußerst vielseitiger und produktiver Autor, der über dreißig Theaterstücke, Mundartlyrik (Bergmoas’n und Spötterln), Romane (Der Schuhknecht), Erzählungen, Biographien zu Karl Stieler, Franz Graf von Pocci und Maximilian Schmidt sowie kulturhistorische Schriften wie Die Sendlinger Mordweihnacht in Geschichte, Sage und Dichtung oder Altmünchen im Spiegel des Humors verfasst.

Seit seiner Hochzeit 1916 lebt Dreyer in der Ainmillerstraße 13 in Schwabing, unterbrochen nur von regelmäßigen Aufenthalten in seinem Sommerhaus in Oberammergau.

Seine Autobiographie aus dem Jahr 1934, 70 Jahre im Rucksack, lässt im Vorwort erkennen, dass er zu Beginn des Nationalsozialismus, verblendet wie viele seiner nationalgesinnten Zeitgenossen, die „Wiedergeburt“ Deutschlands erhofft. Das Erscheinen seiner letzten Publikation, der Geschichte der Alpinen Literatur von 1938, hat er nicht mehr erlebt. (Quelle: literaturportal-bayern.de)

Oder aber auch:

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Diese Analyse findet sich übrigens in dem eigentlich unglaublichem Buch von  Gerhard J. Bellinger und Brigitte Regler-Bellinger: Schwabings Ainmillerstrasse und ihre bedeutendsten Anwohner. Ein repräsentatives Beispiel der Münchner Stadtgeschichte von 1888 bis heute. Norderstedt 2003. Dieser Schmöker hat doch glatt 536 Seiten … und dort wird eben auch der Alois Dreyer und sein Lebensweg geschildert. Eine immense Fleißaufgabe ! Und lesenwert ist es auch noch.

Aber zurück zu diesem Büchlein eines eben unbedarften Heimatschriftstellers … Dass ich es überhaupt habe, hat seinen speziellen Grund. Meine 1. Ehefrau wird nun bald in den wohlverdienten Ruhestand treten und nachdem sie seit bald 2 Jahrzehnten  Leiterin eines Kindergartens ist … werde ich ihr das wohl als kleine Erinnerung an ihr Kindergärtlein schenken …

Aber pssst: nicht weitersagen !

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