Hape Kerkeling – Hannilein & Co. (1985)

FrontCover1Keine Frage: Der HapeKerkeling ist ein Unikat in der deutschen Unterhaltungs-Szene und etliche seine Sketche, bzw. Kurzfime sind längst Klassiker geworden.

Hans-Peter Wilhelm „Hape“ Kerkeling (* 9. Dezember 1964 in Recklinghausen) ist ein deutscher Komiker, Autor, Moderator, Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher.

Hape Kerkeling wurde 1964 als Sohn eines Tischlers und einer Floristin in Recklinghausen geboren. Nach dem Suizid seiner Mutter 1973 zogen seine Großeltern väterlicherseits zu seinem Vater, seinem Bruder Josef und ihm. Die Familie seines Großvaters stammt aus den Niederlanden; daher kommt auch der Familienname.

1984 legte Kerkeling das Abitur am Marie-Curie-Gymnasium in Recklinghausen ab. In seiner Schulzeit war er Ministrant. Mit einigen Mitschülern brachte er unter dem Bandnamen Gesundfutter eine Schallplatte mit dem Titel Hawaii auf den Markt.

Kerkelings Bemühungen um Fernsehpräsenz begannen mit einem Misserfolg: 1977 bewarb sich der damals Zwölfjährige bei Loriot für die Rolle des moppeligen Kindes Dicki im Sketch Weihnachten bei Hoppenstedts. Die Rolle erhielt jedoch Katja Bogdanski. Seinen ersten Fernsehauftritt hatte er mit 17 Jahren im Talentschuppen. Er trat bei verschiedenen Talentwettbewerben auf und gewann 1983 den damals erstmals vergebenen Passauer Kabarettpreis Scharfrichterbeil. Er arbeitete für verschiedene Rundfunkanstalten, unter anderem für den WDR und den BR. Den Durchbruch schaffte Kerkeling 1984/85 in der Musik- und Ulk-Show Känguru.

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Zur gleichen Zeit trat er in Kerkelings Kinderstunde mit der Figur des Vorschulkindes Hannilein auf. Es folgten Gastauftritte und Sketche (unter anderem mit Margarethe Schreinemakers) in der Radio-Bremen-Sendung Extratour. In seiner Biografie erwähnt Kerkeling, dass Otto Waalkes einen großen Beitrag zu seinem Karrierestart leistete, indem er ihn zur richtigen Zeit mit den richtigen Leuten bekanntmachte. (Quelle: wikipedia)

Und als Einstieg in die wunderbare Welt des Hape Kerkeling, sein Debütalbum aus dem Jahr 1985 (ich erwähne aus archivarischen Gründen natürlich auch sein Album mit der Gruppe  „Gesundfutter“ aus dem Jahr 1983 … damals war er 18 Jahre und wohnte noch bei Mutti und Bati …  demnächst hier in diesem Theater).

Wir hören hier den blutjungen Hape … und auch wenn dieses Album ein wenig gewöhnungsbedürftig ist … es ist sein Gesellenstück … pechschwarzer, absurder Humor … sehr häufig im Zusammenhang mit jenen Szenen, in denen er ein „ungezogenenes Kind“ (= Hannilein) verkörpert …

Aber auch Titel wie „Stierkampf“ und „Norwegen“, „Grand Prix“ (da bin ich fast vom Stuhl gefahlen vor Lachen) zeigen die Klasse des frühe Hape …

Und da fällt mir doch glatt sein letztes Werk, „Der Junge muss an die frische Luft“ wieder ein:

Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere – und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen. (Promo-Text)

Oftmals gibt es ja den Bild des „traurigen Clowns“ … ich denke  mal Hape Kerkeling steht genau in dieser Tradition … was er daraus gemacht hat … ist einfach nur großartig !

Und schon bei diesem Frühwerk kann man das spüren ….

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Besetzung:
Hape Kerkeling (Sprecher)

BackCover
Titel:
01. Intro 0.27
02. Meerschweinchen 2.49
03. Spielzimmer 2.11
04. Jugend 2.36
05. Herta 1.53
06. Fahrprüfung 4.31
07. Kirche 0.27
08. Eierlikör 2.01
09. Zundenkuss 0.27
10. Boh – Wat Langweilig 3.29
11. Dänisch-Kurs 4.54
12. Mau Mau 2.36
13. Bären 0.41
14. Italienisches Restaurant 2.34
15. Gehirn 0.34
16. Stierkampf 4.04
17. Norwegen 4.21
18. Grand Prix 5.52
19. Gunilla 3.54

Alle Texte: Hape Kerkeling

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Frühe TV-Sketche von Hape Kerkeling (1985):