Hermann Hagestedt – + Erinnerung an ein Ballerlebnis + Geheimnisse der Etsch (1956/1958)

FrontCover1Auch wenn sein Name vielleicht nicht so bekannt war, viele, viele Freunde der leichten Musik haben ihn wohl in den 50er Jahren gehört: entweder im Radio, oder als Dirigent von Aufnahmen eines Willy Schneiders oder aber auch auf seinen eigenen Singles:

Hermann Hagestedt (* 10. Mai 1903 in Monbijou bei Malmedy; † 23. Dezember 1976 in Dahlhausen (Hennef)) war ein deutscher Dirigent, der hauptsächlich für den Westdeutschen Rundfunk tätig war und dadurch öffentlich bekannt wurde.

Im Jahre 1907 kam Hagestedt nach Moers, wo er die Grundschule und das humanistische Gymnasium besuchte. Der gute Schüler gab Komödiant als Berufsziel an, besann sich aber noch und schlug die Musikerlaufbahn ein. Er studierte Violine bei Marcel Clerc in Duisburg und seit 1921 bei Walter Schulze-Prisca in Köln, wobei er mit Jobs unter Tage für seinen Lebensunterhalt sorgte. Bei Carl Körner an der Musikhochschule Köln schloss er 1925 bis 1930 sein Studium ab. Bereits im Jahre 1930 wurde er Konzertmeister und stellvertretender Dirigent des Kölner Philharmonischen Orchesters. Einer Nervenentzündung im linken Arm wegen musste er 1934 das Geigenspiel aufgeben. So verlagerte er seine Aktivitäten auf das Dirigieren.

HermannHagested1932 wurde er Mitglied des Westdeutschen Kammerorchesters unter der Leitung von Hermann Spitz im Westdeutschen Rundfunk und dort ebenfalls bald Konzertmeister. 1934 stieg er vom Geigenbogen zum Taktstock um und übernahm als Dirigent die Leitung des Westdeutschen Kammerorchesters, aus dem 1936 das Hermann-Hagestedt-Orchester mit etwa 20 Mitgliedern hervorging. Aber auch außerhalb des Senders gab es ein breites Betätigungsfeld. Während des Krieges spielte er mit seinem Tanzorchester vor den deutschen Besatzungstruppen. Gleich nach dem Krieg baute er mit seinen Orchestermitgliedern als Kern das heutige WDR Rundfunkorchester Köln auf. Er war mit Hermann Hagestedt und Seinem Orchester bei Männergesangsvereinen zu Gast und er begleitete instrumental regelmäßig die Prunksitzung des Kölner Karnevals und spielte die dazugehörigen Karnevalslieder, etwa Am Aschermittwoch ist alles vorbei (1950) und Wir kommen alle in den Himmel (1952; jeweils Jupp Schmitz) auf Schallplatten ein.

Er begleitete vor allem Schlagersänger bei Schallplattenaufnahmen, zum Beispiel Jupp Schmitz bei seinem Karnevalslied Wer soll das bezahlen? (aufgenommen am 21. Oktober 1949) oder Willy Schneider bei Man müßte noch mal zwanzig sein (Juni 1953). Beinahe alle Schallplattenaufnahmen von Willy Schneider für Polydor wurden von Hagestedts Orchester musikalisch untermalt. Hagestedt spielte jedoch auch etliche Titel aus dem Bereich der gehobenen Unterhaltungsmusik für Polydor ein. 1959 erhielt er zudem den Dirigentenauftrag für die Fernsehproduktion Peterchens Mondfahrt (Premiere am 25. Dezember 1959). Bis zum Jahre 1968 leitete Hagestedt beim WDR das nach ihm benannte Orchester, mit dem er für den WDR eine Vielzahl von Aufnahmen produzierte. Seine Nachfolge als Orchesterleiter übernahmen 1968 Curt Cremer und Heinz Geese des nunmehr als Kölner Rundfunkorchester firmierenden Ensembles. Hagestedt hatte 1968 sein Pensionsalter erreicht. (Quelle: wikipedia)

Hier nun eine seiner zahlreichen Singles, bei denen er selbst im Rampenlicht steht. Mit seinem Konzert-Orchester Köln spielt er zum einen „Erinnerung an ein Ballerlebnis“ eine Kompositon des deutschen Unterhaltungsmusiker Hand Bund aus dem Jahr 1939 und „Geheimnisse der Etsch“ ein Konzertwalzer aus der Feder des Italieners Felice Carena (entstanden 1932) und so liest man „Standardrepertoir für Blasorchester nördlich und südlich der Alpen“.

Wohlan, trotz gewisser akustischer Beeinträchtigungen kann man sich durchaus an diesen beschwingten Melodien erfreuen und sich vielleicht vergegenwärtigen, dass zur gleichen Zeit in den USA ein Elvis Presley oder ein Cuck Berry daran machten, der „seriösen“ Unterhaltungsmusik den Kampf anzusagen.

Die mir vorliegende Single stammt aus dem jahr 1958, sie wurde allerdings bereits 2 Jahre früher erstmalig veröffentlicht worden:

AlternativesFront+BackCover (1956)

Alternatives Front + Back Cover aus dem Jahr 1956

Besetzung:
Hermann Hagestedt mit seinem grossen Konzert-Orchester, Köln

BackCover1
Titel:
01. Erinnerung an ein Ballerlebnis (Bund) 7.23
02. Geheimnisse der Etsch (Carena) 7.02

LabelB1

*
**

Horst Kudritzki und sein großes Berliner Tanzorchester – Tonfilm, Tanz und 1000 Schlager (1956)

FrontCover1Also, allein schon das Cover dieser 10″ LP ist sowas von schick …

Horst Kudritzki (* 30. Januar 1911 in Königsberg (Preußen); † 2. Juli 1970 in Berlin) war ein deutscher Pianist, Arrangeur, Komponist und Bandleader der Jazz- und Unterhaltungsmusik.

Kudritzki studierte nach dem Abschluss des Realgymnasiums in Berlin von 1928 bis 1932 am Stern’schen Konservatorium bei Alexander von Fielitz und Paul Graener (Dirigieren, Komposition, Instrumentation und Musikgeschichte); anschließend besuchte er die Musikhochschule bis zum Abschluss. Er arbeitete zunächst als Bearbeiter, Arrangeur und Pianist bei den Schallplattenfirmen Elektrola, Telefunken und Odeon. Ab 1936 war er freier Mitarbeiter als Kapellmeister, Komponist, Arrangeur und Pianist beim Reichsrundfunk tätig. Zwischen 1938 und 1944 wirkte er als Komponist und Arrangeur der Berliner Scala; er erwies sich dabei „als Swingexperte, obgleich seine ›kommerzielle Reputation‹ im Vordergrund stand“. Daneben arrangierte er ab 1941 für das Deutsche Tanz- und Unterhaltungsorchester swingorientierte Schlagermusik. Zwischen 1945 und 1950 war er als Kapellmeister und Arrangeur des RBT-Orchesters tätig, das er nach der Demission von Michael Jary gemeinsam mit Erwin Lehn leitete.

HorstKudritzki1946.jpg

Horst Kudritzki, 1946

Nach der Auflösung des Orchesters war er seit 1950 musikalischer Lektor des Bohème Verlages, Wien, tätig und heiratete die Sängerin Gloria Astor. Daneben arbeitete er als Dirigent, Komponist und Arrangeur für die Orchester von FFB, SFB, NDR, WDR und die Schallplattenfirmen Elektrola, Telefunken sowie Bertelsmann. Seit 1956 war er auch als Gast-Dirigent des Ostberliner Deutschlandsenders tätig. Weiterhin schrieb er Filmmusiken (So toll wie anno dazumal, 1962) und Schlager (Deinetwegen, Märchen aus 1001 Nacht, Von acht bis um acht). (Quelle: wikipedia)

 

Eigentlich hätte es diese 10″ LP gar nicht geschafft, hier in diesem blog aufgenommen zu werden … aber ist schon ne sehr rare LP … und das hat mich bewogen, trotz der nun wirklich schlechten Klangqualität, sie hier zu präsentieren … Man höre all jene Schmatzfetzen und leicht frivolen Gesänge aus jener Epoche, wo ein Fräulein noch zart erröten konnte, wenn z.B. in einer Nacht im Mai soviel passieren könnte …

Und neben dem Berliner Tanzorchester treten noch renommierte Solisten wie Bibi Johns, Paul Kuhn, Fred Bertelmann oder Wolfgang Sauer … leider werden ihre Beiträge auf der Hülle nicht eigens ausgewiesen …

Und vielleicht kann ich ja mal ne Scheibe mit besserer akustischer Qualität auftreiben …

Programmausschnitt

Radio-Programm, 1948

Besetzung:
Horst Kudritzki und seinGrosses Berliner Tanzorchester
+
Angéle Durtand – Margot Hielscher – Bibi Johns – Paul Kuhn – Wolfgang Sauer – Barbara Kist – Fred Bertelmann – Will Höhne – Gunnar Winckler – Heinz Schachtner – Hansen-Quartett

BackCover1

Titel:
01. Komm, spiel mit mir blinde Kuh (Kreuder) 1.17
02. Irgendwo auf der Welt (Heymann) 0.43
03. High Noon (Tiomkin) 1.07
04. Laß mich einmal deine Carmen sein (Hollaender) 0.35
05. Man kann sein Herz nur einmal verschenken (Grothe) 0.51
06. Ich bin heute ja so verliebt (Schmidt/Gentner) 1.01
07. You Are My Lucky Star (Brown) 0.52
08. Moulin Rouge (Auric/Larue) 1.03
09. Frauen sind keine Engel (Mackeben) 0.48
10. Sassa (Raymond) 0.34
11. Kauf dir einen bunte Luftballon (Profes) 1.21
12. The Hight And The Mighty (Tiomkin/Washington) 2.01
13. In der Nacht ist der Mensch nicht gern allein (Grothe) 0.55
14. Wie hab ich nur leben können ohne dich (Hollaender) 1.01
15. Ay, ay, ay (Edens) 1.05
16. Zwei in einer großen Stadt (Kreuder) 1.44
17. Ein Freund, ein guter Freund (Heymann) 0.34
18. In einer Nacht im Mai, da kann soviel passieren (Kreuder/Schwenn) 1.07
19. Annelie (Haentzschel) 1.23
20. Nimm mich mit, Kapitän (Schultze) 1.01
21. Mäckie-Boogie (Jary) 0.58
22. Drei Münzen im Brunnen (Styne) 1.31
23. San Francisco (Kaper/Jurmann) 0.34
24. Wenn mich mein Prinz erst küßt (Churchill) 1.25
25. Ich wollt, ich wär ein Huhn (Kreuder) 0.43
26. Anette (Meyer) 1.09
27. Tico-Tico (Zequinha/Abreu) 0.32
28. Der Wind hat mir erzählt (Brühne) 1.07
29. Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern (Jary) 0.46

LabelA1

*
**

Rita Streich – Valsas e Cancoes (1956)

FrontCover1.JPGWahrlich und weiterhin nicht wirklich meine Kragenweite … aber natürlich hat auch die Rita Streich ihren Platz in diesem blog mehr als verdient:

Rita Streich (* 18. Dezember 1920 in Barnaul, Region Altai, Russland; † 20. März 1987 in Wien) war eine deutsche Opernsängerin (Koloratursopran). Sie wurde als Wiener Nachtigall bezeichnet und als Mozart- und Strauss-Interpretin gerühmt.

Rita Streichs Vater war als deutscher Kriegsgefangener in Sibirien interniert. Ihre Mutter war eine Russin. Nach der Entlassung des Vaters aus der Kriegsgefangenschaft zog die Familie nach Deutschland, zuerst nach Essen, dann nach Jena. Rita wurde zweisprachig erzogen, was ihr für ihre spätere Karriere äußerst hilfreich war. Ihre Stimme ließ sie in Augsburg und Berlin ausbilden. Zu ihren Lehrern zählten Paula Klötzer, Willi Domgraf-Fassbaender, Erna Berger, die sie entdeckte und förderte, und Maria Ivogün.

Ihr Debüt als Opernsängerin gab sie 1943 am Stadttheater von Aussig in Böhmen in der Rolle der Zerbinetta in der Oper Ariadne auf Naxos von Richard Strauss. Drei Jahre später bekam sie ihr erstes festes Engagement an der Deutschen Staatsoper in Berlin. Sie debütierte als Page in Verdis Rigoletto. Der Oper in Berlin gehörte sie bis 1952 an und wechselte folgend an die Wiener Staatsoper. 1953 lieh sie für den Film Die Stärkere ihre Singstimme an Antje Weisgerber.

RitaStreich01.jpg

Rita Streich als Olympia in der Oper Hoffmanns Erzählungen, 1946

Gastauftritte führten die Künstlerin nach Bayreuth, Salzburg, Rom, an die Mailänder Scala, nach Covent Garden, Chicago, Aix-en-Provence und Glyndebourne. 1957 unternahm sie eine ausgedehnte Tournee durch Nordamerika und gastierte dabei auf allen bedeutenden Bühnen u. a. an der San Francisco Opera.

Ab 1974 lehrte Rita Streich an der Essener Folkwang-Hochschule und an der Musikakademie in Wien, ab 1983 gab sie während der Salzburger Festspiele Meisterklassen und leitete zu dem das Centre du Perfectionnement d’art lyrique in Nizza.

Zu ihrem Repertoire gehörten u. a. Partien aus Idomeneo, Così fan tutte, Die Entführung aus dem Serail, Die Zauberflöte, Die Hochzeit des Figaro, Der Rosenkavalier, Ariadne auf Naxos, Der Freischütz und Don Giovanni. Da sie zweisprachig aufgewachsen war, konnte sie auch die Werke russischer Komponisten wie Rimski-Korsakow beinahe akzentfrei singen.

Darüber hinaus war Rita Streich eine hervorragende Interpretin der klassischen Operette. Schon am Anfang ihrer Karriere gehörten die Adele in der „Fledermaus“ oder die Fiametta in „Boccaccio“ zu ihrem Repertoire und war sie in Querschnitten der Firma Polydor unter Franz Marszalek zu hören. Später (in den sechziger Jahren) entstanden Aufnahmen, die Rita Streich mit dem Tenor Nicolai Gedda zusammenführten („Der Zigeunerbaron“, „Eine Nacht in Venedig“, „Der Zarewitsch“, „Der Bettelstudent“).

Rita Streich starb an einem Gehirntumor. Ihr Grab befindet sich auf dem Perchtoldsdorfer Friedhof bei Wien. (Quelle; wikipedia)

RitaStreich02.jpgHier eine in unseren Breitengraden eher seltene EP aus Brasilien, basierend auf der britischen Ausgabe, die sich „Rita Streich Sings Famous Waltzes And Unforgettable Melodies “ nannte.

Wir hören einen Querschnitt internationaler Operettenmelodien und ich kenn´ mch da ja gar nicht aus. Aber was „Die Zeit“ anlässlich ihres odes schrieb, beeindruckt dann doch:

Abschied von einer Stimme: von einem glockenhellen, schwerelosen Klang, der uns immer durch atemberaubende Brillanz in Staunen versetzen konnte. Abschied aber auch von einem Menschen, der diese Traumstimme niemals dazu eingesetzt hat, uns durch technische Zauberkunststückchen zu verblüffen. Wenn Rita Streich die Zerbinetta darstellte, so war da nie allein das Faszinosum gestochen scharfer Koloraturen, sondern immer in Gebärden und Tönen eine Person, die den Zuschauer ebenso um den Finger zu wickeln verstand wie den armen Komponisten auf der Szene. Wenn Rita Streich als „Königin der Nacht“ auftrat, war der Opernfreund eine sehr lange Strecke in der „Zauberflöte“ auf ihrer Seite, obwohl ihr Mozart nur sehr wenige Momente schenkt, um uns mit unfehlbar sicher servierten Tonkaskaden von der Wahrhaftigkeit ihres Strebens zu überzeugen.

Das Geheimnis der Rita Streich war, daß sie die Urbegabung, die ihr geschenkt war, ihr strahlendes Timbre, nicht zu artistischem Selbstzweck mißbrauchte, was eine höchst einfache und wirkungsvolle Möglichkeit zu einer großen Karriere gewesen wäre. Rita Streich versenkte sich so in jene Partien, die dem leichten Charakter ihrer Stimme entsprachen, daß sie dem scheinbar Gehaltlosen tatsächlich „unerhörte“ Facetten abgewann. Eine kluge Sängerin, eine hinreißende Liedinterpretin, die aber auch ungeheuer komisch und witzig zu sein verstand.

RitaStreich03.jpg

Mit der Kammerzofe Adele in Strauß’ „Fledermaus“ lieferte sie eine köstliche Studie in wienerischem Charme, ein Idiom, das sie beherrschte, obwohl sie aus Südsibirien stammte. Als Tochter eines deutschen Kriegsgefangenen und einer Russin kam sie 1920 zur Welt. Ihre Familie übersiedelte früh schon nach Deutschland, wo sie sofort Furore machte: Die große Erna Berger nahm sich der jungen Sängerin an – keinem anderen Menschen wurde diese Ehre zuteil. Nach kleinen Anfängen engagierte man sie nach Berlin, wo sie bereits ihr Repertoire absteckte: Die Olympia in Offenbachs „Hoffmann“ sang sie, die Gilda, und vor allem Mozart. Mit der Papagena reüssierte sie an der Wiener Staatsoper, der sie als treues, viel bejubeltes Mitglied angehörte, bis sie sich Anfang der siebziger Jahre zurückzog, um ihre Erfahrungen an kommende Generationen weiterzugeben. Jetzt ist Rita Streich an den Folgen eines Gehirntumors gestorben – bleiben wird vor allem die Erinnerung, wie tiefgründig Koloraturen auch sein können. (Quelle:Wilhelm Sincovicz, Die Zeit, 27. März 1987)

RitaStreich04.jpg

Na wenn das so ist, könnte man ja mal reinhören … gelegentliches knistern ließ sich leider nicht vermeiden … nun gut, die Platte hatte ja einen langen Weg … von Brasilien zu uns und zudem hat sich auch schon etliche Jahrzehnte aus dem Buckel.

kurt gaebel

Besetzung:
Rita Streich (Koloratursopran)
+
RIAS Symphonie Orchester unter der Leitung von Kurt Gaebel

BackCover1.jpg

Titel:
01. Andorinhas da Austria, valsa (Strauss) 5.12
02. O Rouxinol, folclore russo (Alabieff) 3.54
03. Les filles da Cadix, bolero (Delibes) 4.07
04. Last Rose Of Summer (Flotow) 2.56
05. Villanelle, cancao (d.Aqua) 4.11
06. Draussen in Sievring blüht schon der Flieder (Strauss) 4.04
07. Il bacio, valsa (Arditi) 4.01

labelb1

*
**

UKFront+BackCover.jpg

Die britische Ausgabe der EP (selbst in Australien ist sie erschienen)

Weihnachten 2018 (27): Walter Lutze – Stille Nacht, heilige Nacht + O du fröhliche … (1956)

FrontCover1.jpgSo, bevor nun das diesjährige Advents- und Weihnachtsspektakel hier zu Ende geht … (Stichwort: Morgen Kinder, wird´s was geben …) noch schnell ein wenig Resteverwertung, denn auch diese Single soll nicht noch ein weiteres Jahr bei mir herumliegen.

Walter Lutze (* 22. August 1891 in Wittenberg; † 23. November 1980 in Berlin-Charlottenburg) war ein deutscher Dirigent und Komponist.

Walter Lutze war der Sohn eines Justizobersekretärs. Seine Ausbildung erhielt er am Konservatorium in Halle. Nachdem er von 1911 bis 1914 als Korrepetitor am Stadttheater Bremen tätig gewesen war, wurde er dort zum Zweiten Kapellmeister ernannt. Von 1916 bis 1920 war er zusätzlich Erster Kapellmeister in Bremerhaven. Von 1920 bis 1925 war er als Kapellmeister am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin engagiert.[1]

Am 1. Juni 1932 trat er sowohl in die NSDAP (Parteinummer 1.181.594) als auch in die NS-Betriebszellen-Organisation ein. Von 1934 bis 1935 war er Vertrauensmann der Reichsmusikkammer für den „Gau Mecklenburg“, anschließend bis 1937 ehrenamtlicher Landesleiter der Reichsmusikkammer des „Gaues XVI Mecklenburg“. Von 1935 bis 1944 war er als Dirigent am Deutschen Opernhaus in Berlin engagiert, nicht zuletzt, weil ihn der Intendant Wilhelm Rode für eines Verwandten des SA-Stabschefs Viktor Lutze hielt. Am 20. April 1938 wurde Lutze von Adolf Hitler zum Staatskapellmeister ernannt. Am 10. September 1943 erhielt er die Kündigung wegen mangelnder künstlerischer Leistung. Trotzdem wurde er anlässlich der Schließung der Theater 1944 als Kapellmeister eines Kammeropernensembles zur Truppenbetreuung uk. gestellt, aber nicht in die Gottbegnadeten-Listen aufgenommen.

Weihnachten1943.jpg

Dass die Nazis das Weihnachtsfest für ihre Zwecke instrumentalisieren wollten, ist nahe liegend. Es schien aber wenig aussichtsreich, dieses beliebteste aller christlich geprägten Feste in seiner bisher bestehenden Form einfach abzuschaffen, und deshalb versuchten die Nazis es schrittweise auf seinen angeblichen Ursprung zurückzuführen, zu germanisieren.
Das Ziel einer christfreien Weihnacht konnte vor allem über die Schule erfolgen, bzw. über die Gestaltung der Schülerbücher und der einzelnen Unterrichtsfächer sowie durch ein entsprechendes Angebot von Spielen usw. für die Freizeitgestaltung. (Quelle: Ernst Huber.de)

Von 1937 bis 1943 und noch einmal 1951/52 machte Lutze eine Reihe von Schallplattenaufnahmen für die Telefunkenplatte. Hier dirigierte er meist Werke der leichten Klassik oder begleitete Sänger wie Peter Anders, Anton Dermota, Tiana Lemnitz oder Karl Schmitt-Walter.

Lutze spielte am 6. April 1943 das Rondo der 1. Orchesterserenade op. 11 von Johannes Brahms mit dem großen Berliner Rundfunkorchester in Stereophonie ein. Es war die erste Stereoaufnahme der Musikgeschichte. Neben anderen Tonbändern wurde auch diese Aufnahme aus dem Berliner Rundfunkarchiv nach dem Zweiten Weltkrieg von der Roten Armee beschlagnahmt und nach Moskau mitgenommen. Im Rahmen von Gorbatschows Perestroika wurde sie ans Rundfunkarchiv des SFB zurückgegeben.

Weihnachten1943_02.jpg

In der Nachkriegszeit war Lutze 1948 Gastdirigent an der Berliner Staatsoper, von 1951 bis 1954 war er Generalmusikdirektor in Dessau und anschließend wieder Gastdirigent an der Staatsoper in Berlin. Nach einer kurzen Tätigkeit als Kapellmeister im Opernstudio Berlin war er seit 1957 ohne Engagement.

Neben seiner Arbeit als Kapellmeister war Lutze auch kompositorisch tätig. Zu seinen Werken gehören eine Oper Das Märchen von der Liebe (1922), eine Sinfonie in g-Moll, Kammermusik, Klavierstücke, Chöre und Lieder. (Quelle: wikipedia)

Wer bereits 1932 in die NSDAP eintrat, war ganz sicher kein Mitläufer … so gesehen wieder mal ein trauriges Kapitel deutscher Musikgeschichte.

Hier zelebriert er 2 Klassiker der Weihnachtszeit und zumindest kann man positiv erwähnen, dass beide Lieder endlich ausgespielt werden und nicht nur in Kurzfassungen erklingen. Ergänzend dann noch dieses traditionelle Glockengeläut.

Ansonsten gibt es noch zu berichten, dass sich bei diesen Aufnahmen jenes heimelige Knistern nicht vermeiden ließ … jenes Knistern, dass darauf verweist, dass ich die Original-Single aus dem Jahr 1956 (damals war ich ein Jahr alt) digitalisiert habe.

SchellackVersion.jpg

Die Schellackversion dieser Single

Besetzung:
Gemischter Chor unter der Leitung von Walter Lutze
+
Traute Richter (organ bei 01.)
Traute Wagner (organ bei 02.)

LP.jpg

Die Single stammt aus dieser LP, ebenfalls aus dem Jahr 1956

Titel:
01. Stille Nacht, heilige Nacht (Gruber/Mohr) 4.27
02. O du fröhliche

LabelB1.jpg

*
**

Franz Schubert – Fünf deutsche Tänze + Fünf Menuette (1956)

FrontCover1Hier ein weiteres Beispiel aus der 50er Jahre Edition „Berühmte Künster – Unsterbliche Musik“:

Über den österreichischen Komponisten weiss wikipedia u.a. folgendes zu berichten:
In der Literatur wird Schubert traditionell gerne als verkanntes Genie dargestellt, das seine Meisterwerke unbeachtet von der Öffentlichkeit schuf. Wahr ist daran, dass Schubert mit seinen Großwerken – etwa seinen Sinfonien – keine große Wirkung erzielte und ihm mit seinen Opern nicht der ersehnte Durchbruch gelang. Ein wesentlicher Grund dafür war, dass er selbst nicht die Öffentlichkeit suchte und anders als Mozart und Beethoven erst 1827 von seinen Freunden zu einem eigenen Konzert überredet werden konnte, das dann auch ein großer Erfolg wurde.

Andererseits war Schubert durchaus überregional bekannt. Vor allem Vogl sorgte als Sänger für die Verbreitung seiner Lieder, und gegen Ende seines Lebens begannen sich auch die Verleger dafür zu interessieren. Rund 100 seiner Werke wurden zu seinen Lebzeiten im Druck veröffentlicht – gemessen an der Zahl von insgesamt etwa 600 Liedern nur ein kleiner Anteil, jedoch mehr, als viele seiner Zeitgenossen publizierten.

FranzSchubert1Nach Schuberts Tod veröffentlichte Diabelli in den folgenden Jahren noch zahlreiche Lieder und andere kleine Kompositionen. Es dauerte allerdings lange, bis auch die Sinfonien, Messen und Opern der Öffentlichkeit zugänglich wurden. Bei einem Aufenthalt in Wien besuchte Robert Schumann Ferdinand Schubert, der ihm einige Kompositionen aus dem Nachlass zeigte. Schumann begeisterte sich sofort für die Große Sinfonie in C-Dur und setzte sich für sie ein. Am 21. März 1839 fand ihre Uraufführung unter Felix Mendelssohn Bartholdy im Leipziger Gewandhaus statt. Die Unvollendete Sinfonie gelangte erst 1865 aus dem Besitz von Anselm Hüttenbrenner in die Hände des Dirigenten Johann von Herbeck, der sie am 17. Dezember in Wien uraufführte.

Schubert hat trotz seines kurzen Lebens in allen Gattungen seiner Zeit Außerordentliches geschaffen und wird in der heutigen Musikwissenschaft neben Beethoven als der Begründer der romantischen Musik im deutschsprachigen Raum angesehen. Anders als die Komponisten der Wiener Klassik, in deren Tradition er wirkte, räumte er auch den kleineren lyrischen Formen (Lieder, Klavierstücke) einen breiten Raum in seinem Schaffen ein, was sich in den Œuvres vieler romantischer Komponisten fortsetzte, angefangen bei Mendelssohn und Schumann, bis in das 20. Jahrhundert (Hugo Wolf, Skrjabin). Während das 19. Jahrhundert in ihm vor allem den eigentlichen Schöpfer des Kunstliedes bewunderte, gewann im 20. Jahrhundert auch seine Instrumentalmusik zentrale Bedeutung im Konzertrepertoire. Die Gesänge der Deutschen Messe sind im kirchlichen Alltag, insbesondere in Österreich, bis zum heutigen Tag sehr verbreitet und populär. Lediglich seine Opern fristen, hauptsächlich wohl wegen der oft wirren und theatralisch unergiebigen Textbücher, bis heute ein Schattendasein.

Auf dieser 10 inch LP finden sich zwei seiner Kompositionen:

Die „Fünf deutschen Tänzen“ sind im Zusammenhang mit der Entwicklung des Walzers zu sehen:

„Anfang des 19. Jahrhunderts ging der „Deutsche“ unter Beschleunigung des Tempos in den Walzer über. Der Ländler und nur teilweise der Deutsche Tanz überlebten weiter in der Volksmusik. Seit dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts taucht der Begriff „Ländler“ zum ersten Mal für die langsame Art des Tanzens mit Figuren auf.

Franz Schubert (1797-1828) nennt seine Walzer anfangs noch „Deutsche“. Er verwendet auch abwechselnd beide Begriffe für dasselbe Musikstück. Nach dem Wiener Kongress (1815) setzte sich der deutsche „Nationaltanz“ international durch und wurde zum führenden Gesellschaftstanz des 19. Jahrhunderts.“ (Quelle: wikipedia)

Und auch seine „Fünf Menuette“ waren letztlich Tanz- und Unterhaltungsmusik. Auf dem Cover der LP finden sich dann auch folgende Zeilen:

„Diese scharfe Trennung zwischen der sogenannten „Klassischen“ und Unterhaltungs- bzw. Tanzmusik hat es in früherer Zeit nicht gegeben … Wie Mozart. so hat auch Schubert die leichte Muse nicht verschmäht und darf als Tanzkomponist sogar als Vorläufer seines nicht weniger berühmten Landsmannes Johann Strau0 bezeichnet werden.“

Na bitte … wohlan: auf zum Tanzvergnügen, so wie man es sich damals anhörte.

Und natürlich auch noch ein paar Informationen über den Dirigenten Karl Münchinger:

Karl Münchinger studierte nach jugendlichem Violinunterricht Orchesterleitung bei Carl Leonhardt an der Musikhochschule Stuttgart und arbeitete an der Stuttgarter Marienkirche als Chorleiter und Organist. Nach anschließenden Dirigierstudien bei Hermann Abendroth am Leipziger Konservatorium und Sommerkursen bei Clemens Krauss verhalf ihm die

Karl Münchinger, 1968

Unterstützung Wilhelm Furtwänglers zur Leitung des Niedersächsischen Symphonieorchesters Hannover (1941–1943). Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft gründete er aus eigener Initiative heraus 1945 das Stuttgarter Kammerorchester, das er rasch zu internationalem Ansehen brachte und bis 1987 leitete. 1953 erhielt Karl Münchinger den Professorentitel des Landes Baden-Württemberg und das Großkreuz der Bundesrepublik Deutschland, »in Anerkennung seiner künstlerischen Verdienste«.

Auch wenn Münchinger nicht zu den Verfechtern der historischen Aufführungspraxis gehörte, vertrat er von Anbeginn an ein von romantischen Vorstellungen befreites und entschlacktes Klangbild. Geringstimmige Besetzungen, rigorose Einhaltung von Tempovorgaben sowie stilistische und interpretatorische Maßgaben der Komponisten galten ihm als Leitfäden seiner Interpretationen, die durchweg von einem transparenten und homogen schlanken Klangbild geprägt waren.

Der Name Münchinger wurde rasch zum Synonym für exemplarische (d.h. anti-romantische) Interpretationen der Orchesterwerke Johann Sebastian Bachs. Die Grundpfeiler der Arbeit mit dem Stuttgarter Kammerorchester bildeten ein weit gefächertes Repertoire frühbarocker und barocker Kompositionen, von denen zahlreiche Schallplattenaufnahmen mit nationalen wie internationalen Preisen bedacht wurden. In der unmittelbaren Nachkriegszeit standen zudem verstärkt Kompositionen zeitgenössischer Komponisten auf den Konzertprogrammen. Erst zu Beginn der 1960er Jahre wurde das Barock-Repertoire um Kompositionen der Wiener Klassik erweitert; dazu gründete Münchinger 1966 die Klassische Philharmonie Stuttgart. Seither wurde er auch verstärkt als Dirigent ins europäische Ausland und in die USA verpflichtet. (Quelle: wikipedia)

Leider sind auch bei diesem Album klangliche Störungen zu beklagen.

AlternativesFrontCover

Alternatives Frontcover


Besetzung:

Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Karl Münchinger

BackCover1
Titel:
01. Fünf deutsche Tänze 10.40
02. Fünf Menuette 15.03

Musik: Franz Schubert

LabelA1
*
**

Die sieben Raben – Smoky + Oklahoma-Tom (1956)

FrontCover1Sehr viel Informationen über „Die sieben Raben“ sind nicht aufzutreiben – irgendwie ein wenig verwunderlich, denn in den 50er Jahren waren sie mehrfach in den deutscher Schlager-Charts anzutreffen.

Der wikipedia Eintrag ist geradzu spartanisch:

Die sieben Raben sind eine Musikgruppe. Die deutsche Formation stand ab dem 24. November 1956 mit dem Titel Smoky für acht Wochen auf Platz 1 in der deutschen Hitparade.

Geschrieben wurde der Titel von Kurt Feltz. Auf der B-Seite der Polydor – Schellackplatte befand sich der Titel Oklahoma-Tom. Dieser erreichte immerhin den Platz 11. Die Sieben Raben waren vier Mitglieder des Comedian-Quartetts: Herbert Imlau, Fred Ritter, Werner Schliebietz und Karl-Heinz Nowak. Die weiblichen Stimmen stammten von den Sängerinnen des Sunshine-Quartetts oder von Ille Wappler, Mitglied der Moonlights.

Irgendwie ist die Geschichte der Sieben Raben arg verwirrend bzw. kompliziert. Sie waren auch verbandelt mit dem „Roland Trio“ und auch unter den Namen „Musikanten-Quartet mit Chorbegleitung“ lieferten sie ihre Lieder ab.

Später musizierten sie dann noch mit solchen Stars wie Margot Eskens, Peter Alexander oder Bill Ramsey … und dennoch: ihren Spuren verlieren sich im Sand … eigentlich schade …

Der Hit „Smoky“ fand übrigens auch seinen Platz in den USA. Johnny Desmond sang ihn unter dem Titel I Just Want You To Want Me (1957). Ich habe diese Version als Bonus mit in das kleine Päckchen gepackt.

An dieser Stelle mag ich mal dem Rock N Roll Schallplattenforum danken, die sich mit einer unglaubliche Akribie all jenen Helden vergangener Jahrzehnte widmen.

Anzeige

Anzeige, 1956

Besetzung:
Herbert Imlau, Fred Ritter, Werner Schliebietz und Karl-Heinz Nowak
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

AlternativesFrontcover1

Titel:
01. Smoky (Gietz/Feltz) 2.56
02. Oklahoma-Tom (Schauberg/Bartels) 3.15
+
03. I Just Want You To Want Me (Gietz/Feltz/Washington) 2.42

LabelA1

*
**

Welterfolg

Verschiedene Interpreten – Hits im Doppelpack (2013) (CD 1)

FrontCover1Die Grundidee dieser CD Edition ist schon amüsant:

Man nehme: Original-Schlager und Hits der 50er  vornehmlich aus den USA und stelle sie den dann später folgenden deutschen Cover-Versionen gegenüber und dann gibt es nicht nur ein buntes Stell-Dich-Ein mit Stars dieser Jahre (Willy Hagara, Bibi Johns etc.), sondern es laufen einem auch jede Menge unbekannte Musikanten über den Weg (Jörg Maria Berg, Bob & Eddy, Hula Hawaiian Quartett9

Und wenn auch die meisten Original-Versionen geschmeidiger sind, so gibt es immer wieder deutsche Interpretationen, die einen aufhorchen lassen, z.B. die von der Evelyn Künnecke und natürlich die famose Inge Brandenburg.

Und so manche Songs sind schon ein wenig keck, man ist fast geneigt zu vermerken, dass sich hier ein unsittliches Gedankengut breit gemacht hat, dass doch sehr bedenklich ist !

Und somit ist diese Präsentation durchaus vergnüglich … mehr als eine Prise Nostalgie wird frei Haus geliefert und das schönste ist, ja, dass weitere 9 Exemplare dieser Art folgen werden !

SingelHüllen01
SingelHüllen02
SingelHüllen03
KünneckeBoogieFC

Titel:
01 . Mcguire Sisters: Sugartime (Phillips/Echols) (1957) 2.32
02. Willy Hagara: Nur In Portofino (Phillips/Echols/?) (1957) 2.20

03. Glenn Miller: Chattanooga Choo Choo (Gordon/Warren) (1941) 3.16
04. Bully Buhlan: Kötschenbroda Express (Gordon/Warren(?) (1947) 5.14

05. Dean Martin: Bella Bimba (DeMejo) (1952) 2.47
06. Bibi Johns: Bella Bimba (DeMejo/Feltz) (1953) 3.07

07. Johnny Ray: Hernando’s Hideaway (Ross) (1954) 2.24
08. Evelyn Künneke: Hernando’s Hideaway (Ross/Adler/Neumann (1956) 3.01

09. Jimmie Rodgers: Woman From Liberia (Whiting/Rodgers) (1958) 2.07
10. Ted Herold: Isabell (Whiting/Rodgers/Bradtke) (1960) 2.01

11. Franky Lymon: Goody Goody (Vars/Dunham/Mercer) (1957) 2.12
12. Inge Brandenburg: Goody Goody (Vars/Dunham/Mercer/Holland) (1960) 2.08

13. Perez Prado: Patricia (Prado) (1958) 2.20
14. Jörg Maria Berg: Prado (Prado/Beckmann) (1958) 2.52

15. Kay Starr: Rock And Roll Waltz (Allen) (1955) 2.58
16. Evelyn Künneke: Boogie im Dreivierteltakt (Allen/Bradtke) (1956) 2.50

17. Ken Colyer´s Skiffle Group: Casey Jones (Traditional) (1954) 2.33
18. Bob & Eddy: Casey Jones (Traditional/Roda/Petersen) (1959) 2.42

19. Bing Crosby: Jim, Johnny & Jonas (Bond) (1954) 3.03
20. Hula Hawaiian Quartett: Jim, Johnny & Jonas (Bond/Heinzli) (1954) 3.09

CD1
*
**