Nikolaus Harnoncourt – Concentus Musicus Wien – Brandenburgische Konzerte (1964)

FrontCover1Für mich ein zentrales Werk im Schaffen des Johann Sebastian Bach:

Die Brandenburgischen Konzerte sind eine Gruppe von sechs Instrumentalkonzerten von Johann Sebastian Bach (BWV 1046–1051). Die erhaltene Partitur von 1721 ist dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt (1677–1734) gewidmet, den Bach im Winter 1718/1719 in Berlin kennengelernt hatte.

Der Titel Brandenburgische Konzerte wurde von Philipp Spitta in seiner 1873–1879 verfassten Bach-Biografie geprägt und hat sich heute allgemein durchgesetzt. Bachs Originaltitel lautet „Sechs Konzerte mit mehreren Instrumenten“, auf Französisch:

Six Concerts Avec plusieurs Instruments.
Dediées A Son Altesse Royalle Monsigneur
CRETIEN LOUIS. Marggraf de Brandenbourg &c:&c:&c:
par Son tres-humble & tres obeissant Serviteur
Jean Sebastien Bach, Maitre de Chapelle de S. A. S.
Prince regnant d’Anhalt-Coethen.

Auf der Rückseite des Titelblatts folgt eine Widmung an den Markgrafen, ebenfalls in französischer Sprache.

Die sechs Konzerte weisen eine hohe stilistische und strukturelle Vielfalt auf. In ihrer Mischung der verschiedenen historischen und zukunftsweisenden Elemente bilden sie eine persönliche und trotzdem allgemeingültige Ausdrucksform.

Als Bach 1721 die Partitur der sechs Konzerte an den Markgrafen von Brandenburg-Schwedt schickte, hatte er die Werke zu diesem Anlass nicht eigens komponiert. Vielmehr hatte Bach die Sammlung aus Kompositionen zusammengestellt, die nicht alle erst in Köthen, sondern zum Teil wohl bereits in seiner Weimarer Amtszeit (1708–1717) entstanden waren.

Briefmarke

Es ist davon auszugehen, dass Bach die am Köthener Hof entstandenen Werke nur mit Erlaubnis seines Arbeitgebers Fürst Leopold einem anderen Fürsten widmen durfte.[1] Doch besteht kein Grund, an dessen Einverständnis zu zweifeln – von ihm kann sogar die Initiative ausgegangen sein, da er nur ein halbes Jahr zuvor dem Fürsten schon einen kristallenen Kronleuchter hatte überreichen lassen.

In Köthen begann Bach, seine Kompositionen zu umfangreichen Zyklen zusammenzustellen, die Ordnungsprinzipien folgten, wie etwa planvolle Abfolgen von Tonarten oder Einzelsätzen – Beispiele sind das Wohltemperierte Clavier oder die Englischen und Französischen Suiten. Von einer derartigen durchgehenden Gestaltung eines Zyklus ist bei den Brandenburgischen Konzerten aber noch nichts zu bemerken – außer in dem Bestreben, jedes damals gängige Instrument mit einer – in vielen Fällen auch solistischen – Partie zu bedenken.

Von fünf der Konzerte sind Abschriften unabhängig von der Widmungspartitur erhalten;

Christian_Ludwig_Markgraf_von_Brandenburg

Christian Ludwig, Markgraf von Brandenburg-Schwedt

keine davon enthält aber mehrere Werke. Man darf davon ausgehen, dass Bach die Sammlung nur für die Widmungspartitur zusammenstellte und die Einzelkonzerte weder davor noch danach als zusammengehörig betrachtete. Die Konzerte bilden also nur eine lose Sammlung ohne jeden Versuch einer weiteren Gestaltung als eine Gesamtheit – Bach wäre es wohl nicht in den Sinn gekommen, die Konzerte zusammen aufzuführen. Eine Gegenthese ist in der aktuellen Inszenierung in Graz vorhanden. Dass Bach in diesem Zyklus die Tugenden barocker Fürsten im Gewand der Mythologie verherrlicht haben könnte, ist keine neue, aber eine ausgesprochen reizende Idee: Der Fürst als Jäger (1), Krieger (2), Musenfürst (3), der Fürst als Hirte seines Volkes (4), Liebhaber (5) und Gelehrter (6). Die Jagdhörner der Diana, die Flöten des Pan, die Geige des Apollo und die neun Musen mit ihren Streichinstrumenten sind ja offensichtliche Anspielungen. Stefan Gottfried schöpft aus diesem Schatz antiker Symbolik, wenn er die „Brandenburgischen“ bei der Styriarte neu interpretiert.

Umgekehrt zeigt sich Bachs sorgfältige Arbeit und damit die Wertschätzung, die er den Konzerten entgegenbrachte, in der Überarbeitung vieler Details der zugrundeliegenden Partituren – etwa die feine Differenzierung der Partien von Violoncello, Violone und Continuo, die er oft mit getrennten Stimmen bedenkt. Auch die gründliche Schreibweise der Partitur lässt sein Engagement für das Werk deutlich erkennen: Die Taktstriche sind fast ausnahmslos mit dem Lineal gezogen. Bach mag sich von der Widmung den Titel eines Hofkapellmeisters und die damit verbundenen lukrativen Kompositionsaufträge versprochen haben.

Neben dem Widmungsexemplar besaß Bach von den einzelnen Konzerten auch Kompositionspartituren, die er in einigen Fällen für spätere Fassungen, etwa als Einleitungssinfonien in Kantaten, nutzte. Keine dieser Kompositionspartituren ist erhalten. Indizien sprechen dafür, dass sein Sohn Carl Philipp Emanuel von einigen Konzerten Abschriften besaß und diese Musik in Berlin bekannt machte. Die Widmungspartitur lag zunächst bis 1850 unentdeckt in der Bibliothek des Markgrafen von Brandenburg-Schwedt und dann in der Königlichen Bibliothek in Berlin (heute Staatsbibliothek zu Berlin). Sie wurde erst bei Erscheinen der Bach-Gesamtausgabe allgemein bekannt.

Original Deckblatt

Das Original Deckblatt der Kompositionen von Bach löst bei mir schon ganz viel Ehrfurcht aus

Die Konzerte sind hochgradig individuell in Instrumentation und allen kompositorischen Details. Dennoch lassen sich stilistisch einzelne Gruppen unterscheiden:

Das erste und dritte Konzert folgen der Form einer italienischen Ouvertüre aus Konzertsatz, langsamem Mittelsatz und Tanz – das erste Konzert in seiner Urform BWV 1071 ist wohl auch als eine solche Ouvertüre verwendet worden. Die langsamen Sätze enden hier jeweils mit einem phrygischen Halbschluss. Beide Konzerte vertreten deutlich die ältere Form eines Gruppenkonzerts, in dem nicht solistische Instrumente einem Orchester, sondern Orchestergruppen einander gegenübergestellt werden. Dabei erhalten aber auch hier die Stimmführer der einzelnen Instrumentalgruppen Gelegenheit, solistisch hervorzutreten. Nach heutigem Forschungsstand sind die beiden Werke sicher vor 1715, also noch in Weimar, geschrieben worden.
Das fünfte und sechste Konzert sind die stilistischen Extreme der Sammlung; aus heutiger Sicht können sie aber durchaus in zeitlicher Nähe entstanden sein, wohl 1718/1719. Bach gelingt es hier, innerhalb der dreisätzigen italienischen Konzertform und mit ihren Mitteln deutlich auf einen bestimmten Nationalstil anzuspielen: Im fünften Konzert ist es der zeitgenössischen höfischen französischen Musik, im sechsten Konzert die Musik der Generation von Bachs deutschen Vorgängern, so dass das sechste Konzert lange als das älteste des Zyklus angesehen werden konnte.

OriginalNoten

Beide Konzerte setzen drei Soloinstrumente ein, stellen diesen aber nur ein sehr kleines, dreistimmiges Tutti gegenüber: Im fünften in der Urfassung nur Violine, Viola und Violone (was Bach später durch ein Violoncello ergänzte, nicht aber um eine zweite Violine); im sechsten besteht die Begleitung nicht einmal aus Instrumenten der Violinfamilie, sondern aus zwei Gamben und Violone. In beiden Werken wird der Mittelsatz von den Soloinstrumenten alleine oder mit Continuo bestritten.
Das zweite und vierte Konzert stellen eine kleine Gruppe von Soloinstrumenten einem Streichorchester gegenüber und repräsentieren damit die moderne Form eines Konzerts für mehrere Soloinstrumente; hier sind die Schlusssätze immer mehr oder weniger voll ausgebaute Fugen. Auffällig ist, dass jeweils das Instrument, das die Ecksätze dominiert (Trompete im zweiten, Violine im vierten Konzert), im Mittelsatz ganz schweigt oder auf eine rein begleitende Funktion reduziert ist; Bach legte offenbar noch andere Maßstäbe an als eine aus heutiger Sicht saubere Trennung instrumentaler Funktionen. Das zweite und vierte Konzert dürften aus heutiger Sicht die jüngsten der Sammlung sein, dies legt bereits die geringe Zahl an Korrekturen in der Widmungspartitur nahe.

Wenig bekannt sind Max Regers Bearbeitungen der Brandenburgischen Konzerte für Klavier zu vier Händen (1905) (wikipedia)

Und hier die Interpretation von Nikolaus Harnoncourt und seinem Concentus Musicus Wien (veröffentlicht in einer schicken Box mit ausführlichen Begleittexten)

Nikolaus Harnoncourt (* 6. Dezember 1929 in Berlin; † 5. März 2016 in St. Georgen im Attergau; eigentlich Johann Nikolaus Harnoncourt, adelshistorisch auch als Johann Nikolaus Graf de la Fontaine und d’Harnoncourt-Unverzagt bekannt) war ein österreichischer Dirigent, Cellist, Musikschriftsteller und einer der Pioniere der historischen Aufführungspraxis

Alice+Nikolaus Harnocourt

Alice & Nikolaus Harnoncourt

Für mich eine ganz und gar überzeugende Darbietung, die natürlich gewiss ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, denn die Verwendung von „historischen Musikinstrumente“ mag angesichts des doch ein wenig veränderten Klangspektrums, verwirren.

Ich hätte mir von Herrn Harnoncourt mehr erwartet. Das Orchester müht sich durch die einzelnen Sätze und ich habe immer den Eindruck, dass es bei jedem Stück eine Aufwärmzeit brauchen, bis es richtig spielt. Leider springt nie der Funke gleich von Beginn an über. Erst nach 5 /6 Takten ist das Orchester im Werk. Da gibt es wirklich konzentriertere und dadurch bessere Aufnahmen (Martin)

Aber:
Hier zeigt sich, dass zupackende Sinnlichkeit und das Bewusstsein für die historischen Bedingungen und Parameter eines Werks sich nicht ausschließen. Wie die Streicher zum Beginn des Dritten schwingen und weich auslaufen, widerspricht allen Klischees trockener Aufführungspraxis.« (Fono Forum 05 / 16)

Concentus Musicus Wien

Concentus Musicus Wien

Dem schließe ich vorbehaltslos an !

Na ja, und weilich´s nicht lassen kann, gibt´s dann am Ende dann noch die Version „Brandenburger“ von The Nice mit dem großartigem Keith Emerson an der Orgel. Denn just diese Fassung hat mich damals  dazu bewegt, mich diesem Werk von Bach zu nähern.

BackCover1

Besetzung:
Georg Fischer (harpsichord)
Hans Fischer (horn)
Otto Fleischmann (bassoon)
Siegfried Führlinger (violin)
Alice Harnoncourt (violine, violino piccolo)
Nikolaus Harnoncourt (cello, viola da gamba)
Walter Holy (trumpet)
Eduard Hruza (violone)
Ernst Knava (viola da gamba)
Stefan Plott (violine)
Hermann Rohrer (horn)
Jürg Schaeftlein (oboe)
Josef de Sordi (violin)
Leopold Stastny (flute)
Kurt Theiner (viola)

Musikalische Leitung: Nikolaus Harnoncourt

Booklet02A

Titel:

LP 1:

Concerto 3 G-dur, BWV 1048:
01. Allegro 6.20
02. Adagio 0.30
03. Allegro 5.00

Concerto 1 F-dur, BWV 1046:
04. Allegro 4.22
05. Adagio 4.31
06. Allegro 4.40
07. Menuet – Trio – Menuet – Polonaise 9.16

Concerto 4 G-dur, BWV 1049:
08. Allegro 7.30
09. Andante 4.08
10. Presto 5.01

LP 2:

Concerto 6 B-dur, BWV 1051:
01. Allegro 5.53
02. Adagio Ma Non Troppo 4.47
03. Allegro 6.08

Concerto 5 D-dur, BWV 1050:
04. Allegro 11.07
05. Affetuoso 6.04
06. Allegro 5.53

Concerto 2 F-dur, BWV 1047:
07. Allegro 6.25
08. Andante 3.47
09. Allegre Assai 3.34
+
The Nice: Brandenburger (1969; studio version) 4.24

Musik: Johann Sebastian Bach

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Radio-Symphonie-Orchester Berlin (Lorin Maazel) – Oster Oratorium (Bach) (1966)

FrontCover1Wenn nicht heute, wann dann:

Das Oster-Oratorium (BWV 249, D-Dur) ist ein Oratorium von Johann Sebastian Bach, das er zum ersten Mal am 1. Ostertag 1725 (1. April) aufführte. Es existieren drei verschiedene spätere Fassungen mit auffallenden Abweichungen in Besetzung und Text. Das Werk wird als Oratorium eingeordnet, weil ihm ein erzählender Bibeltext zu Grunde liegt; dieser wird aber abweichend von der üblichen Oratorienform nicht von einem Evangelisten vorgetragen, sondern in frei nachgedichteter Form wiedergegeben.

Protagonisten der Kantate sind Maria Magdalena (Alt), Maria Jacobi (Sopran), Petrus (Tenor) und Johannes (Bass). Nachdem Maria Magdalena dem auferstandenen Jesus zuvor begegnete und dieses den Jüngern berichtete (was in der Kantate zu Beginn des ersten Rezitativs nur ganz kurz angedeutet wird), eilen die Jünger zum Grab und finden dieses leer, da Jesus auferstanden ist.

Das Oster-Oratorium greift zurück auf die liturgische Darstellung des Osterlaufes und des Osterlachens, so wie es seit dem Mittelalter in den Gottesdiensten üblich war, um das Ostergeschehen darzustellen (ähnlich wie das Kindelwiegen in den Weihnachtsgottesdiensten).

Noten

Textdichter des Oster-Oratoriums war vermutlich Picander. Bach griff im Parodieverfahren auf eine für den Weißenfelser Hof (Geburtstag des Herzogs Christian von Sachsen-Weißenfels) geschriebene Schäferkantate „Entfliehet, verschwindet, entweichet, ihr Sorgen“ (BWV 249a) zurück, von der wiederum mindestens zwei verschiedene Fassungen existieren; lediglich die Rezitative der weltlichen Fassungen wurden nicht in das Osteroratorium übernommen und durch neu komponierte Rezitative ersetzt. Die ersten drei Sätze des Oster-Oratoriums bzw. der Schäferkantate sind wohl Umarbeitungen eines verschollenen Instrumentalkonzertes. (wikipedia)

Johann Sebastian Bach

Verantwortlich für diese Version war Lorin Maazel ( (* 6. März 1930 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich; † 13. Juli 2014 in Castleton, Rappahannock County, Virginia), der ja mit meiner Heimatstadt München in besonderer Weise verbandelt war:

Er galt weltweit als einer der größten Pultstars seiner Zeit: Lorin Maazel. Als erster Klassikkünstler in Deutschland erhielt er eine Platinschallplatte. Von 1993 bis 2002 formte er als vierter Chefdirigent das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Kritiker bewunderten ihn für seine Gedächtniskraft, Musikalität, präzise Schlagtechnik und Stilsicherheit. „Er ist mit Sicherheit ein Genie – ein Genie mit allem, was dazu gehört. Mit seiner technischen Perfektion vermittelte er dem Orchester eine unumstößliche Sicherheit“, so der Kontrabassist Otmar Kopold. Lorin Maazel war dafür bekannt, dass er stets präzise seine Proben und Konzerte vorbereitete, weil er glaubte, „dass man eine emotionale Interpretation nicht ohne eine absolut sichere technische Grundlage erreichen kann.“

Eben solche Professionalität verlangte er auch von den Musikern beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Sie lernten unter ihm, schnell und aufmerksam zu arbeiten, flexibler zu werden, um sich innerhalb kürzester Zeit ein umfangreiches Repertoire anzueignen. Und trotz dieser hohen technischen Anforderungen schaffte es Maazel, jedes Konzert zu einem unvergleichlichen Erlebnis werden zu lassen. Der Maestro führte das Orchester auf zahlreiche Tourneen. Gastauftritte in den wichtigsten Konzertsälen der Welt manifestierten abermals den internationalen Ruf des Orchesters als Spitzenklangkörper. Ein besonderer Höhepunkt dieser Reisetätigkeit war die Uraufführung von Pendereckis Monumentalwerk „Die sieben Tore von Jerusalem“ anlässlich der 3.000-Jahr-Feier Jerusalems im Jahr 1997.

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Wien, 2005

Einer Retrospektive in der bildenden Kunst gleich, setzte Maazel mit großen Komponistenzyklen programmatische Akzente. Derartige Projekte sind eher selten, denn nicht viele Dirigenten wagen sich an eine komprimierte Konzertreihe durch das Schaffen eines Komponisten – eine konditionelle und intellektuelle Herausforderung. Doch das Risiko war es wert, denn das Münchner Publikum nahm die zyklischen Aufführungen symphonischer Werke von Beethoven (1995 und 2000), Brahms (1998), Strauss (1998), Mozart und Bruckner (1999) sowie Schubert (2001) mit Begeisterung auf. Als krönenden Abschluss seiner Münchner Zeit ließ Maazel 2002 einen Mahler-Zyklus folgen.

Nachdem er 2002 seinen Vertrag mit dem Bayerischen Rundfunk auslaufen ließ, wollte sich Maazel verstärkt dem Komponieren und Geigespielen widmen. Dann ereilte ihn jedoch ein Ruf als Chefdirigent des New York Philharmonic Orchestra. Sein Vertrag in der Metropole lief bis Ende der Saison 2008/2009. Ab 2012 übernahm Maazel die Leitung der Münchner Philharmoniker, legte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen allerdings Mitte Juni 2014 nieder.

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Nordkorea, 2008

Als Sohn amerikanischer Eltern russischer Abstammung wurde Lorin Maazel 1930 bei Paris geboren. Ihm wurde eine außergewöhnliche Musikalität in die Wiege gelegt und dazu eine ungewöhnliche Intelligenz. Der Vater war Sänger, die Mutter Pianistin, der Großvater Konzertmeister in Moskau und später an der New Yorker Metropolitan Opera. Bereits als Fünfjähriger erhielt Maazel ersten Violinunterricht. Zwei Jahre später begann er mit dem Klavierspiel und lernte Grundlagen der Orchesterleitung bei Wladimir Bakaleinikoff in Pittsburgh. Mit acht stand er erstmals am Pult eines Studentenorchesters und dirigierte die „Unvollendete“ von Schubert. Schnell wurde „Little Maazel“ zur nationalen Attraktion. Sogar Arturo Toscanini lud den Elfjährigen ein, zwei Konzerte des NBC Symphony Orchestra zu leiten.

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Ingolstadt 1994

Das Wunderkind empfand seine Kindheit als unbelastet. Für ihn war es selbstverständlich, in einer Saison etwa zehn Konzerte zu dirigieren, ausgiebig Fußball zu spielen, Mickey Mouse und Schopenhauer zu lesen. Mit 16 gründete er das „Fine Arts String Quartett of Pittsburgh“ und er wurde Konzertmeister bei den Symphonikern in Pittsburgh. In seinen Universitätsstudien der Mathematik, Philosophie, Sprachen und Literatur sah er eine Ausbildung fürs „wahre Leben“. Er überlegte sogar, Schriftsteller zu werden. Doch die Liebe zur Musik siegte. Zahlreiche Begegnungen mit zeitgenössischen Komponisten wie Hartmann, Dallapiccola, Strawinsky, Hindemith, Rachmaninow sowie den großen Dirigenten Toscanini und de Sabata prägten Maazel als Musiker und Komponisten. Was er von den großen Künstlern gelernt hatte, gab Maazel später an die nächste Generation weiter: Mit jungen Musikern zu arbeiten und mit Jugendorchestern zu proben, machte ihm große Freude. (Bayerischer Rundfunk)

So können wir nun dem großen Meister lauschen … die Instrumentalpassagen gefallen mir – wie immer bei Vokalwerken der Klassik – am besten.

BackCover

Besetzung:
Helen Donath (Sopran – Maria Jacobi)
Ernst Haefliger (Tenor – Petrus)
Anna Reynolds (Alt – Maria Magdalena)
Martti Talvela (Bass – Johannes)
+
Georg Donderer (vioncello)
Wolfgang Meyer (organ, harpsichord)
Johann Nowak (bass)
Günther Passin (oboe d´amore)
Karl-Bernhard Sebon (flute)
Koji Toyoda (violin)
Günther Zorn (oboe)
+
Radio-Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Lorin Maazel
+
RIAS Kammer Chor unter der Leitung von Günther Arndt

OriginalAusgabe1966

Die Originalausgabe aus dem Jahr 1966

 

Titel:
01. Sinfonia
02. Adagio
03. Duetto (Tenore-Basso) E Coro: „Kommet, eilet und laufet“
04. Recitativo (Soprano-Alto-Tenore-Basso): „O kalter Männer Sinn“
05. Aria (Soprano): „Seele, deine Spezereien“
06. Recitativo (Alto-Tenore-Basso): „Hier ist die Gruft“
07. Aria (Tenore): „Sanfte soll mein Todeskummer“
08. Recitativo Ed Arioso (Soprano-Alto): „Indessen seufzen wir – Ach! Ach! Könnt‘ es doch nur bald geschehen“
09. Aria (Alto): „Saget, saget mir geschwinde“
10. Recitativo (Basso) E Coro: „Wir sind erfreut – Preis und Dank“
11. Corale: „Es hat mit uns nun keine Not“ (Aus der Kantate: „Herr Gott, dich loben alle wir“ BWV 130)

Musik: Johann Sebastian Bach

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Aus dem Orinal-Hüllentext

Verschiedene Interpreten – Rendevous der Sinne – Die sinnlichste Classic-Collection der Musikgeschichte (1991)

FrontCover1Passend zu dem vorhin vorgestellten Musik über klassische Musik nun hier einer jener unzähligen Sampler, die es auch im Bereich der klassischen Musik gibt.

Eigentlich bin ich ja kein Freund von Samplern, aber hier mache ich mal ne ausnhame. Nicht, weil ich den Titel besonders interessant finde (im Gegenteil: der Titel ist eher aufgeblasen und albern …), sondern weil er eben die günstige Gelegenheit bietet, sich mit unterschiedlichen Werken der Klassik vertraut zu machen.

So ein Sampler kann also eine Art Appetitanreger sein, und dieser ist so einer.

Es geht schon los mit dem wuchtigen Carmina Burana und dann geht´s quasi Schlag auf Schlag …

Klangvolle Namen, klangvolle Orchester, klangvolle Dirigenten, klar dass da Sony Music in den Tiefen des Archivs fündig wurden. Nur schade, dass dieser Sampler dann so liebnlos gestaltet wurde … vermutlich diente er eh nur dazu, der Abteilung „Marktforschung“ (= Marketing) weitere Aufschlüsse über das Konsumentenverhalten zu liefern (sofern man die beigefügte Postkarte ausfüllte und zurückschickte).

Habe ich nicht getan, aber erfreuen können mich dann all diese Klänge schon sehr, wenn ich z.B. damit mein Kfz beschalle und vergnügt durch das bayerische Voralpenland fahre … und im Augenblick bin ich übrigens ganz vernarrt in die „Morgenstimmung“ aus der Peer Gynt Suite …

Booklet01A
Titel:

01. The Cleveland Orchestra (Michael Tilson Thomas): Carmina Burana – O Fortuna (Orff) 2.29
02. Israel Philharmonic Orchestra (Zubin Mehta): Pelleas Et Melisande, Op. 80 (Faure) 3.47
03. The Cleveland Orchestra (Pierre Boulez): Daphnis And Chloe Suite No. 2; I. Daybreak (Ravel) 5.32
04. English Chamber Orchestra (Raymond Leppard): Air From Suite No. 3 In D Major, Bwv 1068 (Bach) 5.36
05. New York Philharmonic (Zubin Mehta): Pictures At An Exhibition – Gnomus (Mussorgsky) 2.16
06. New York Philharmonic (Leonard Bernstein): Peter und der Wolf – Masch und Finale (Prokofieff) 3.15
07. Oslo Philharmonic (Esa-pek Salonen): Peer Gynt Suite – Morgenstimmung (Grieg) 4.18
08. New York Philharmonic /Leonard Bernstein): Eine Nacht auf dem kalen Berge (Mussorgsky) 7.42
09. BBC Symphony Orchestra (Pierre Boulez): Der Feuervogel – Finale (Stravinsky) 3.08
10. New York Philharmonic (Zubin Mehta): Also sprach Zarathustra, Op. 30 (Strauss) 1.34
11. The Philharmonia Orchestra (Andrew Davis): Pavane Op. 50 (Faure) 6.04
12. Saint Paul Chamber Orchestra (Pinkas Zukerman): Die vier Jahreszeiten – Sommer: Presto (Vivaldi) 2.54
13. New Philharmonia Orchestra (Pierre Boulez): Nocturnes – Fetes (Debussy) 5.51
14. Tchaikovsky Chamber Orchestra (Lazar Gosman):  Prelude Nr. 10 (Shostakovich) 1.46
15. Philippe Entremont: Gymnopedie III (Satie) 2.54
16. The Philharmonia Orchestra (Andrew Davis): Pomp And Circumstance – March No. 1 (Elgar) 6.35
17. London Symphony Orchestra (Michael Tilson Thomas): Der Schwanensee – Thma (Tschaikovsky) 3.12
18. L’Orchestre National de France (Lorin Maazel): Bolero – Finale (Ravel) 7.05

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Booklet02A

Brass Quartett Stuttgart – Ten Years On (1997)

FrontCover1Und mal wieder exquisite Bläser-Klänge, diesmal aufgeführt von dem Stuttgart Brass Quartett:

Seit 1986 bereichert das Stuttgart Brass Quartett die Kammermusikwelt, ganz besonders die Szene der Blechbläser, mit seinem unverwechselbaren Klang und mittlerweile über 70 Eigen- und Auftragsarrangements. Dabei stehen zwei Aspekte für die vier Instrumentalsolisten im Vordergrund: Sie möchten sich einerseits von konventionellen Brassformationen wie Quintett oder zehn- und mehrköpfigen Ensembles absetzen, und sich andererseits ein eigenes Repertoire erarbeiten. Ihr Spektrum reicht von Barockmusik über Werke von Johannes Brahms und Georges Bizet bis zu zeitgenössischen Kompositionen, Negro Spirituals und Jazz. Ihr ungewöhnliches Repertoire führt die Zuhörer durch alle Epochen der Musikgeschichte, sie interpretieren und bearbeiten die Stoffe dabei auf ihre ganz eigene Weise. (Selbstdarstellung)

Artikel

Hier ist ihr drittes Album und es zeigt, warum dieses Ensemble schon damals zu Spitze der deutschen Blechbläserensembles gezählt werden musste. Damals entwickelte sich gerade ein zartes Pflänzchen namens Crossover … hier zu hören z.B. in ihrer Interpretation des Gershwin Klassikers „I Got Rhythm“.

Wir hören also eine Zeitreise durch dreihundert Jahre Musikgeschichte. Das Programm beginnt mit Klängen aus dem Barock, wo Blechblasinstrumente für festliche Anlässe – sowohl weltliche wie geistliche – reserviert waren. Es folgen romantischer Klangzauber und dann eben Gershwin und Paul Hindemith (1895 – 1963).

SBQ

Und da wenig originäre „klassische“ Musik für Blech¬bläserensembles existiert, hat sich das SBQ bei den Arrangements auf beliebte Werke der Musikgeschichte konzentriert. („Rondo alla Turca“ von Mozart). Und dann haben sie auch noch mir gänzlich unbekannte Komponisten wie William Watson, Arthur Pryor und Daniel Speer ausgegraben.

So lob ich mir das … und von daher wird es geneigten Leser nicht verwundern, wenn ich im Lau des Jahres weitere Perlen dieses Quartetts aus dem Hut zaubern werde.

BookletBackCover1

Besetzung:
Dieter Eckert (trombone)
Ernst Hutter (trombone)
Ekkart Kleinbub (trumpet)
Dale Marrs (trumpet)

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Titel:

Henry Purcell:
01. Ouverture, The Indian Queen – March 2.05
02. A Ground In Gamut 3.10
03. March – Rigadoon – March 2.09
04. The Queen’s Dolour 3.13
05. Trumpet Tune, Called The Cebell 1.07
06. Prelude And Air 2.26
07. Trumpet Tune And Air 2.17

Franz von Suppé:
08. Ouverture ‚Leichte Kavallerie‘ 6.50

Johann Sebastian Bach:
09. Fuge in G Dur 3.30

William Watson:
10. A Litany 3.28

Giuseppe Tartini:
11. Concerto in D-Dur- Allegro moderato 3.27
12. Concerto in D-Dur- Andante 2.21
13. Concerto in D-Dur- Allegro grazioso 3.41

Arthur Pryor:
14. Blue Bells Of Scotland 6.12

George Gershwin:
15. I Got Rhythm 1.34

Wolfgang Amadeus Mozart:
16. Rondo alla Turca 3.21

Daniel Speer:
17. Sonata 2.48
18. Gigue 2.44

Paul Hindemith:
19. Morgenmusik- Mäßig bewegt 3.11
20. Morgenmusik- Lied 2.11
21. Morgenmusik- Bewegt 1.13

CD1

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Hüllentext

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Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin – Brandenburgische Sommerkonzerte (1997)

FrontCover1Es gibt sie nun seit 30 Jahren, die Brandenburgischen Sommerkonzerte:

Die Brandenburgischen Sommerkonzerte sind ein Musikfestival, das jährlich von Mitte Juni bis Mitte September an historischen Spielstätten in Brandenburg stattfindet. Seit 1990 verknüpft die Konzertreihe »Klassiker auf Landpartie« klassische Konzerte mit einem touristischen Beiprogramm zu Kulturausflügen. Seit ihrer Gründung haben die Brandenburgischen Sommerkonzerte über 500 Aufführungen an mehr als 200 verschiedenen Spielstätten in Brandenburg veranstaltet.

Das Musikfestival Brandenburgische Sommerkonzerte wurde im Jahr 1990 von Werner Martin in Berlin gegründet. Die Ausgangsidee des Festivals war, den Bewohnern West-Berlins die Erkundung des Berliner Umlandes, sowie des Landes Brandenburg, mit einem kulturellen Ereignis zu verbinden, da ihnen der Besuch des Landes, vor der Wende, nur eingeschränkt möglich war. 1991 hat das Festival mit sieben Veranstaltungen begonnen. Heute werden im Rahmen der Brandenburgischen Sommerkonzerte ca. 30 Konzerte gegeben. Jährlich gibt es weit über 100 Veranstaltungen für die mehr als 20.000 Tickets verkauft werden. Im Jahr 2009 wurden die Brandenburgischen Sommerkonzerte mit dem Tourismuspreis des Landes Brandenburg für ihr Gesamtkonzept, die Auswirkung auf den regionalen Tourismus und die überregionale Ausstrahlung ausgezeichnet.

Sommerkonzert2Das künstlerische Programm der Brandenburgischen Sommerkonzerte setzt den Schwerpunkt auf eine Mischung von international bekannter Solisten und Ensembles, langjährigen Kooperationen mit brandenburgischen Orchestern sowie der Förderung des künstlerischen Nachwuchses. Als Künstler waren unter anderem Vladimir Ashkenazy, Riccardo Chailly, Barbara Hendricks, Olli Mustonen, Lars Vogt, Albrecht Mayer, und Trevor Pinnock zu Gast sowie Ensembles und Klangkörper wie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, The Academy of St. Martin in the Fields, das Gewandhausorchester Leipzig, Il Giardino Armonico und die Kremerata Baltica. Zum Konzept der „Klassiker auf Landpartie“ gehören neben den Konzerten vor allem die Beiprogramme. Durch Schloss-, Dorf- und Museumsführungen, durch Kahnfahrten im Spreewald, Kremserfahrten durch die Prignitz, musikalische Dampferpartien, Besichtigung von Baudenkmälern und historischen Parkanlagen sowie Themenführungen durch Naturreservate erfährt der Besucher etwas über die Region, dazu gehören außerdem Lesungen und Konzerteinführungen. Die Spielorte beziehen sowohl Kirchen als auch Klöster, Schlösser, Natur- und Industriedenkmäler mit ein. Wichtig ist außerdem die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden am Konzertort. Die gastgebenden Gemeinden richten die Kaffeetafeln aus, die den Besucher im Vorfeld des Konzerts u.a. mit regionalen Spezialitäten bewirten. Die Brandenburgischen Sommerkonzerte engagieren sich beim Denkmalschutzes. Nicht nur kommt der Erlös der Kaffeetafeln jeweils einem Denkmalschutzprojekt der ausrichtenden Gemeinde zugute, sondern es werden jährlich ein bis zwei Hauptbenefizprojekte ausgewählt, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Deutschlandfunk durch die Reihe »Grundton-D« unterstützt werden.

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Von der Struktur her bestehen die Brandenburgischen Sommerkonzerte aus einer gemeinnützigen GmbH, der die Planung und Durchführung des Festivals obliegt sowie deren einzigem Gesellschafter, dem Verein »Brandenburgische Sommerkonzerte e.V.«. Der Vereinsvorstand besteht aus z. Z. sechs Personen, die das Amt ehrenhalber ausüben. Die künstlerische Planung erfolgt in Zusammenarbeit des künstlerischen Leiters Joachim Pliquett mit der Geschäftsstelle (gGmbH). Geschäftsführer der Brandenburgischen Sommerkonzerte gGmbH ist Arno Reckers. Den Vorsitz des Kuratoriums hat der ehemalige Bischof Wolfgang Huber inne, Schirmherr der Brandenburgischen Sommerkonzerte ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Matthias Platzeck. Seit ihrer Gründung finanzieren sich die Brandenburgischen Sommerkonzerte ohne Unterstützung öffentlicher Mittel durch Karteneinnahmen, Sponsoring von Unternehmen und Stiftungen sowie Spenden aus privater Hand. (Quelle: wikipedia)

Da kann ich ja nur sagen: So lob´ ich mir das … das ist ja genau meine Kragenweite.

Dieses Konzert wurde im Kloster der Gemeinde Neuzelle (zwischen Schlaubetal und Oder-Neiße-Mündung) aufgenommen. Und es war ein Glückstag !

KlosterNeuzelle

Kloster Neuzelle

Ausführende an diesem Abend waren die Deutschen Kammer-Virtuosen Berlin:

Die Deutschen Kammer-Virtuosen Berlin wurden 1995 aus Solisten des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin gegründet.

Alte Musik auf neuen Instrumenten zu präsentieren – das ist das Ziel, welches sich das Ensemble gesetzt hat.

Moderierte Konzerte im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, Arbeit mit, gerne aber auch ohne Dirigenten, unkonventionelle Veranstaltungsformen, so etwa bei den “ Brandenburgischen Sommerkonzerten“ oder dem Rheingau Musik Festival unter dem Motto “ Soviel Bach muss sein“ oder „Händel und Co.“, kennzeichnen dieses Orchester.

Das Ensemble hat mit so prominenten Künstlern wie Edith Mathis, Igor Oistrach oder Thomaskantor Georg Christoph Biller zusammengearbeitet. Die erste CD-Produktion entstand 1997 mit Werken von Johann Sebastian Bach  in der Stifts- und Wallfahrtskirche Neuzelle. Ein Konzert mit Werken von Georg Friedrich Händel (Moderation Bernhard Morbach) wurde von DeutschlandRadio Berlin bundesweit live übertragen. 1999 erfolgte die Fernsehaufzeichnung eines Weihnachtskonzertes mit Jochen Kowalski durch den ORB. Mit dem Windsbacher Knabenchor und seinem künstlerischen Leiter Karl-Friedrich Beringer besteht seit vielen Jahren eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit, die durch zahlreiche Gastspiele (Rheingau-Musik-Festival, Festspielhaus Baden-Baden, Frauenkirche Dresden, Tonhalle Zürich) und Konzertreisen (Südamerika, Spanien, Sofia, Athen) gekennzeichnet ist. Außerdem liegen mehrere gemeinsam produzierte CD’s mit Werken von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach vor. (Selbstdarstellung)

DeutscheKammerVirtuosenBerlin
Und wie oben erwähnt ist diese CD das Erstlingswerk dieses sympathischen Ensembles und eigentlich für jeden Freund der Bach´schen Musik ein Muss ! Bei diesen Liveaufnahmen perlen die anmutigen Klänge geradezu wie ein Feuerwerk … Bei dem 3. Brandburgischen Konzert muss ist stets schmunzeln, erinnern ich mich doch daran wie der Orgel-Derwisch Keith Emerson mit den Nice dieses Werk interpretiert hatte (und damit auch meine Ohren öffnete).

Die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ hat selbst mich überzeugt, denn die Sopranistin Melanie Kreuter jubiliert derart ergreifend … dass selbst ich meine Zurückhaltung aufgegeben habe.

Und dann noch traumhaft schön und virtuos das „Doppelkonzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo“ … da kann man nicht genug davon bekommen !

Booklet03AUnd das mehr als informative Bgegleitheft rundet die Sache zu 100% ab. Und diese CD ist dann auch noch ahrlich ne Rarität … veröffentlicht von der Festspielleitung findet man über diese Aufnahmen eigentlich keine Informationn, sehr schade und bedauerlich, denn hier haben wir es mit einer Perle zu tun !

Da kann ich nur sagen: Freunde, der Sommer … er kann kommen !

BookletBackCover1Besetzung:
Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin
+
Isabel Grünkorn (violin bei 09. – 11.)
Melanie Kreuter (sopran bei 04.  07.)
Joachim Pliquett (trumpet bei 04. – 07.)
Dagmar Schwalke (violin bei 09. – 11.)

Booklet04A

Titel:

3. Brandenburgisches Konzert G-Dur BWV 1048
01. Ohne Satzbezeichnung 5.54
02. Adagio 0.23
03. Allegro 54.57

Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“
04. Aria 4.23
05. Recitativo 1.55
06. Aria 4.30
07. Choral 3.40
08. Aria 2.15

Doppelkonzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1043
09. Vivace 3.52
10. Largo ma non tanto 6.02
11. Allegro 4.32

Musik: Johann Sebastian Bach

CD1

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Sommerkonzert

Und auch heuer gibt es sie wieder:

Sommerkonzerte2020

VA – Festliche Weihnachtsmusik 4 (Deutsche Stiftung Denkmalschutz) (2012)

FrontCover1.jpgEine wirklich gute Idee:

Da gibt es die Deutsche Stiftung Denkmalschutz:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist inzwischen zur größten Bürgerinitiative in Sachen Denkmalschutz in Deutschland gewachsen. Die Stiftung hilft vor allem dort, wo öffentliche Mittel nicht ausreichend zur Verfügung stehen. So konnten viele fast verloren geglaubte Kulturschätze in ganz Deutschland bewahrt werden. Dass dies gelang, ist vor allem den über 200.000 Förderern zu verdanken.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

– ist eine private, gemeinnützige Stiftung
– hat das Vertrauen von über 200.000 Förderern
–  hat die denkmalgerechte Restaurierung von bereits mehr als 4.500 Denkmalen gefördert
– konnte schon mehr als 500 Millionen Euro für ihre Arbeit einsetzen
– wurde 1985 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten
– koordiniert bundesweit den Tag des offenen Denkmals
– begeistert Kinder und Jugendliche durch das Schulprogramm denkmal aktiv und die Jugendbauhütten für den Denkmalschutz
– bietet Fachleuten und Laien vielfältige Veranstaltungen in ihrer DenkmalAkademie
– ist bundesweit durch Ehrenamtliche in rund 80 Ortskuratorien vertreten

Jahresbericht2018Wer kurz nach der deutschen Wiedervereinigung Quedlinburg, Görlitz oder Erfurt besuchte, sah, dass hier rasch gehandelt werden musste. Viele Denkmale drohten für immer verloren zu gehen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte hier viel bewegen und leisten – doch ein Blick in die Zukunft zeigt, dass wir erneut vor einer gewaltigen Aufgabe stehen. In den Jahren der solidarischen Kraftanstrengung zugunsten der Menschen und Denkmale in den östlichen Bundesländern ist ein erheblicher Sanierungsbedarf in den westlichen Bundesländern aufgelaufen. Staat und Kommunen können diese Aufgabe kaum alleine bewältigen. Ohne die Bürgergesellschaft, ohne ein neues Mäzenatentum, ohne eine weitere Stärkung des Ehrenamts werden auch diese Denkmale nicht zu retten sein.(Selbstdarstellung)

Und diese Stiftung veröffentlicht auch immer wieder CD´s, nicht nur, aber auch zum Weihnachtsfest. Hier die CD aus dem Jahr 2012, die man kostenlos erwerben und natürlich mit einer Spende die Stiftung unterstützen kann.

Und wer das mit dem Geschenk nicht glaubt, lese gleich nochmals:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz verschenkt auch vor Weihnachten 2012 wieder eine Musik-CD mit festlicher Weihnachtsmusik.

AlteSteine

Zur Einstimmung läuten wie in den letzten Jahren die Glocken der bayerischen Wieskirche in Steingaden.

Dank des Einsatzes der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnten bereits über 4.300 wertvolle Kirchen, Schlösser und Burgen, Parklandschaften, Bürgerhäuser und technische Denkmale vor dem Verfall gerettet und erhalten werden.

Die Spenden für die CD fließen in die Restaurierung gefährdeter Kirchen. (Quelle: werbegeschenkemuseum.de)

Klassische und damit festliche Weihnachtsmusik wird geboten … dargeboten von hochkarätigen Ensembles … und ja … ich genieße derart festliche Musik. Gelegentlich frage ich mich, warum gerade die Barockmusik so viel von dieser festlichen Weihnachtsmusik geschaffen hat. Ich vermute mal, dass all die damaligen Komponisten auch sehr stark ihren Lohn von kirchlichen Fürstentümern erhalten haben … dass Brot ich ess´, des Lied ich sing´.

Aber diese profanen Gedanken sollen natürlich keinen abhalten, schwelgend diese Musik zu geniessen. Und wer sich mit dieser Stiftung näher beschäftigen will, dem habe ich den Jahresbericht 2013 beigelegt.

BackCover1.jpg

Besetzung:
Weitere Angaben entnehme man der CD Hülle

Booklet1

Titel:
01. Kirchenglocken Wieskirche 0.57

Johann Sebastian Bach:
02. Frankfurter Kantorei: Choral No. 10, BWV 147 / 2-54
03. Thomanerchor Leipzig: Jesus bleibet meine Freude 2.27

Johann Samuel Endler:
04. Budapest Strings: Sinfonia à 7 F-Dur – Allegro 4.26
05. Budapest Strings: Sinfonia à 7 F-Dur – Andante 3.26

Paul Gerhardt:
06. Dresdner Kreuzchor: Fröhlich soll mein Herze springen 1.40

Franz Xaver Brixi:
07. Monteverdi Orchester München & Concerto Vocale München:  Missa di Gloria D-Dur – Kyrie eleison 4.16

08. Solistenensemble Gerhard Schnitter: Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel (Traditzional) 3.25

Gaetano Maria Schiassi: Weihnachts-Symphonie Pastorale per il Santissimo Natale di nostre Signor Jesu:
09. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Adagio 1.34
10. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Allegro 2.48
11. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Adagio 1.12
12. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Andante 3.35

13. Regensburger Domspatzen: Brich an du schönes Morgenlicht (Traditional) 1.52
14. Regensburger Domspatzen: O Heiland, reiss die Himmel auf 4.44

Johann Friedrich Fasch:
15. Budapest Strings: Concerto à 8 D-Dur, FWV LD1 – Allegro 3.07

Johann Sebastian Bach:
16. Bach Collegium Stuttgart: Kantate, BWV 62 / 4.44

17. Windsbacher Knabenchor: Jauchzet dem Herrn, alle Welt (Traditional) 4.21

CD1

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Stiftung

André Hartmann – Millionen für Melodien (1997)

FrontCover1Da macht einer im Jahre 1995 sein Abitur im Gymnasium Starnberg, um dann 2 Jahre später quasi im Alleingang diese Benefiz-CD aufzunehmen.

„André Hasrtmann, geboren 1976 in Starnberg, erhielt seit seinem 5. Lebensjahr Klavierunerricht bei seiner Schwester Astrid Hofmann, bis er 1995 sein Studium an der Hochschule für Musik begann.

Sein Mitwirken an Konzerten und Soloabende führten ihn bisher unter anderem nach Estland und in die Ukraine.“ (Kurzvita aus dem booklet).

Und diese CD hatte seine ganz besondere Bewandtnis:

„Diese CD wurde im Sommer 1997 zugunsten der Hilfskation für krebkranke Kinder „Millionen für Melodien“ produziert und wird bundesweit verteilt. Ab Dezember 1997 sind Informationen über das Spendenergebnis bei André Hartmann erhältlich“.

nun dnn, bis zum Jahr 2002 kamen so 50.000 € zusammen … da kann man nur sagen: Respekt !

AndréHartmann02
Aber das ist bei weitem nicht alles, was über diesen André Hartmann zu berichten ist. Denn so ging´s mit ihm dann weiter (man lese und staune):

2012: 2. Preis Goldene Weißwurst (München)

2010: Debüt als Singspiel-Darsteller von Münchens OB Christian Ude beim Starkbieranstich
auf dem Nockherberg in München (bis 2012)

2009: Übernahme des Zepters als Herzog Kasimir III bei den Damischen Rittern

2006: Förderpreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft

2005: Moderation German Ball der Deutschen Handelskammer in Beijing / China

MichaelHartmann012005: Debüt als Singspiel-Darsteller von Bundeskanzler Gerhard Schröder beim Starkbieranstich
auf dem Nockherberg in München (bis 2008)

2003: 2. Staatsexamen als Musiklehrer an Gymnasien in Bayern

2003: 2. Preis Kabarett Kaktus (München)

2001: Mit 25 Jahren bereits Solo-Konzerte und Kabarettshows auf allen 6 Kontinenten

2001: Moderation mehrerer Faschingskonzerte an der Hochschule für Musik und Theater
in München (bis 2008)

2000: Abschluss an der Hochschule für Musik und Theater in München

1999: Pianist der Entertainerin und Sängerin Veronika von Quast (bis 2003)

1998: Gründung des gemeinnützigen Vereines Nepalhilfe Starnberg e.V. und der dadurch
vollfinanzierten Grundschule für ärmste Kinder in Lalitpur/Nepal

1997: Pianist des Verwandlungskünstlers Frank Astor (bis 2004)

1997: Sammlung von über 50.000 € für krebskranke Kinder in München mit der Benefiz-CD
“Millionen für Melodien” (bis 2002)

1995: Abitur am Gymnasium Starnberg

Diese Aufzählung ist alles andere als abschließend … 2019 erhielt er den Schwabinger Kunstpreis.

Also, wenn da einer sein musikalisches Talent mit seiner kabarettistischen Ader verknüpft, dann ist das schon mal eine besondere Erwähnung wert … Und demnächst tritt er in der Lach- und Schießgesellschaft in München auf … ich denke mal, das Vergnügen gönn´ ich mir.

Hier aber der klassische Pianist in Reinkultur … und auch da macht er wahrlich keine schlechte Figur !

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André Hartmann mit Christian Ude (dem damaligen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und einer Lokalpolitikerin namens Annette Ganssmüller-Maluche (SPD)

Besetzung:
André Hartmann (piano)

Booklet01A

Titel:

Johann Sebastian Bach:
01. Präludium c-Moll 1.56

Ludwig van Beethoven:
02. Mondscheinsonate op. 27 Nr. 2 Adagio sostenuto 5.23

Robert Schumann:
03. Träumerei 1.54
04. Wichtige Begebenheit 1.24

Felix Mendelssohn-Bartholdy:
05. Lieder ohne Worte op. 19 Nr. 1 2.26

Frederic Chopin:
06. Fantasie-Impromptu op. 66 4.47
07. Mazurka op. 7 Nr. 2 3.35
08. Mazurka op. 68 Nr. 3 1.40
09. Walzer cis-Moll op. 64 Nr. 2 2.256

Sergej Rachmaninow:
10. Prélude cis-Moll 4.41

George Gershwin:
11. Prélude No. 1 2.34
12. Oh Lady Be Good 1.13

Ernst Toch:
13. Der Jongleur op. 31 Nr. 3 1.57

CD1

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Und hier die Startseite seiner Homepage im Jahr 2019:

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