Gewandhaus Orchester Leipzig u.a. – Weihnachtsoratorium (Johann Sebastian Bach) (1959/

FrontCover1Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist ohne jeden Zweifel eines der bedeutendsten klassischen Werke zur Weihnachtszeit.

Ein paar einführende Worte zu diesem Werk sollen an dieser Stelle nun wirklich genügen:

Das Weihnachtsoratorium BWV 248 ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli (SATB), gemischten Chor und Orchester von Johann Sebastian Bach. Die einzelnen Teile wurden erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt.

Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien der Gesangssolisten prägen das Oratorium.

Die sechs Teile werden durch die Freude über die Geburt Christi verbunden. Von der musikalischen Gattung steht das Weihnachts-Oratorium Bachs oratorischen Passionen nahe. Es ist das populärste aller geistlichen Vokalwerke Bachs und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen. Das Oratorium wird heute häufig in der Advents- und Weihnachtszeit ganz oder in Teilen aufgeführt. (Quelle: wikipedia)

Und die Aufnahme mit dem Gewandhaus Orchester Leipzig  aus dem Jahr 1959 kann man durchaus als Referenz-Album bezeichnen.

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Als diese Aufnahme von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium 1959 von der Kölner Electrola auf den Markt gebracht wurde, war das eine kleine Sensation und ein höchst willkommenes Weihnachtsgeschenk für alle Klassik-Freunde. Meines Wissens war es die erste ungekürzte Gesamteinspielung. Allerdings konnte sich noch längst nicht jeder Musikliebhaber die Aufnahme leisten: Die Erstausgabe in Stereo erschien auf 3 1/2 LPs und kostete stolze 73,50 DM. Das war für viele damals noch unerschwinglich. Doch schon bald gab es auch Auszüge, so daß sich die weniger Begüterten wenigstens ein paar Ausschnitte anschaffen konnten.

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Das Original Cover aus dem Jahr 1959

Es war eine der wenigen gesamtdeutschen Produktionen, die zu dieser Zeit, im Dezember 1958, noch möglich waren. Aus dem Westen waren die Solisten angereist: Agnes Giebel (Sopran), Marga Höffgen (Alt), Josef Traxel (Tenor) und Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton), während die ostdeutsche Seite den berühmten Thomanerchor und das nicht weniger berühmte Gewandhausorchester Leipzig zur Verfügung stellten.
So ist die alte Aufnahme nicht nur von künstlerischer, sondern auch von zeitgeschichtlicher Bedeutung.

Das Ergebnis kann sich jedenfalls noch heute hören lassen. Sowohl das Solo-Quartett als auch der weltberühmte Chor und das nicht weniger renommierte Orchester sind in bester Verfassung, und die Stereotechnik, die damals noch in den Kinderschuhen steckte (das technische Equipment mußte aus dem Westen nach Leipzig gebracht werden, weil die DDR-Plattenindustrie noch nicht für Stereo ausgerüstet war), ist von erstaunlicher Transparenz und Klarheit.

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Es ist nicht zu leugnen, daß man nicht erst seit heute tempomäßig andere Maßstäbe setzt, und so mag manchem jüngeren Hörer die Aufnahme bei ersten Abspielen ein wenig gewöhnungsbedürftig sein. Das wird aber alles wettgemacht durch die herausragende künstlerische Qualität. Sowohl Agnes Giebel als auch Marga Höffgen zeigen großartige Leistungen, Josef Traxel ist ein idealer Evangelist, ganz in der Tradition eines Karl Erb, und zeigt auch in seinen Arien großes Einfühlungsvermögen. Schließlich der damals noch junge Dietrich Fischer-Dieskau: Er singt mit solcher Begeisterung und mit einem jugendlichen Elan, wie es in späteren Produktion bei ihm nicht immer selbstverständlich war. Hier ist nichts von Überpointierung oder Manierismen zu verspüren, die man ihm vor allem seitens der Kritik oft vorgeworfen hat. Hier ist er voll und ganz bei der Sache und singt seine Partie mit unübertrefflicher Schönheit.

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Der ehrwürdige Thomanerchor ist in allen Lagen spitzenmäßig besetzt, und über das altehrwürdige Gewandhausorchester ist kein Wort des Lobes zu viel gesagt. Es wird vom damaligen Thomaskantor Kurt Thomas mit viel Feingefühl dirigiert.
Alles in allem eine wunderbare Produktion, die ihren Wert über die Zeiten behalten wird und für viele Hörer noch heute eine Bereicherung der Weihnachtszeit darstellt. (K.H. Friedgen)

Meine 3 LP Box war eine der vielen Wiederveröffentlichungen … hier aus dem Jahr 1985.

 

Wohlan lasset den Worten Taten folgen: anhören und schwelgen !

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Besetzung:
Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton)
Agnes Giebel (Sopran)
Marga Höffgen (Alt)
Josef Traxel (Tenor)
+
Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Kurt Thomas
+
Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Kurt Thomas

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Titel:

Kantate I: Am ersten Weihnachtstage:
01. Chor: Jauchzet, frohlocket! 8.42
02. Rezitativ: Es begab sich aber zu der Zeit 1.32
03. Arioso (Alt): Nun wird mein liebster Bräutigam 1.13
04. Arie (Alt): Bereite dich Zion 6.11
05. Choral: Wie soll ich dich empfangen 1.23
06. Rezitativ: Und sie gebar ihren ersten Sohn 0.27
07. Choral: Er ist auf Erden kommen arm / Rezitativ: Wer kann die Liebe recht erhöhn
08.  Arie (Baß): Großer Herr und starker König 5.06
09. Choral: Ach, mein herzliebes Jesulein 1.19

Kantate II: Am zweiten Weihnachtstage:
10. Rezitativ: Und es waren Hirten in der selbigen Gegend 0.52
11. Choral: Brich an, o schönes Morgenlicht 1.10
12. Rezitativ: Und der Engel sprach zu ihnen 0.59
13. Rezitativ (Baß): Was Gott dem Abraham verheißen 0.47
14. Arie (Tenor): Frohe Hirten 3.52
15. Rezitativ: Und das habt zum Zeichen 0.26
16. Choral: Schaut hin! 0.41
17. Arioso (Baß): So geht denn hin! 1.04
18. Arie (Alt): Schlafe, mein Liebster 5.41
19. Rezitativ: Und deshalb war da bei dem Engel 4.12
20. Chor: Ehre sei Gott in der Höhe 3.28
21. Rezitativ (Baß): So recht ihr Engel 0.29
22. Choral: Wir singen dir in deinem Heer 1.52

Kantate III: Am dritten Weihnachtstage:
23. Chor: Herscher des Himmels, erhöre das lallen 2.07
24. Rezitativ: Und da die Engel von ihnen gen Himmel 0.10
25. Chor: Lasset uns nun gehen gen Bethlehem 0.56
26. Rezitativ (Baß): Er hat sein Volk getrößt´t 0.49
27. Choral: Dies hat er alles uns getan 0.48
28. Duett (Sopran Und Baß): Herr, Dein Mitleid, dein Erbarmen 8.42
29. Rezitativ: Und sie kamen eilend und fanden beide 1.27
30. Arie (Alt): Schliesse, Mein Herze 5.25
31. Rezitativ (Alt): Ja, ja, mein Herz soll es bewahren 0.33
32. Choral: Ich will dich mit Fleiss bewahren 0.58
33. Rezitativ: Und die Hirten kehrten wieder um 0.25
34. Choral: Seid froh dieweil, daß euer Heil 0.48
35. Chor: Herrscher des Himmels 2.09

Kantate IV: Am Neujahrstage:
36. Chor: Fallt mit danken, fallt mit loben 6.24
37. Rezitativ: Und da acht Tage um waren 0.40
38. Rezitativ Und Arioso Mit Choral (Solo-Baß Und Solo-Sopran): Immanuel, O süßes Wort 2.53
39. Arie (Sopran): Flößt mein Heiland, flößt dein Namen 5.47
40. Rezitativ (Baß): Wohlan! Dein Name soll allein in meinem Herzen sein! 2.04
41. Arioso (Sopran): Jesu, meine Freud´ und Wonne 2.34
42. Arie (Tenor): Ich will nur dir zu Ehren leben 6.18
43. Choral: Jesus richte mein beginnen2.34

Kantate V: Am Sonntage Nach Neujahr:
44. Chor: Ehre sei dir, Gott, gesungen
45. Rezitativ: Da Jesus geboren war zu Bethlehem
46. Chor: Wo ist der neugebohrene König der Juden!
47. Rezitativ (Alt): Sucht ihn in meiner Brust
48. Chor: Wir haben seinen Stern gesehen
49. Rezitativ (Alt): Wohl euch, die ihr dies Licht gesehen 2.09
50. Choral: Dein Glanz all´Finsternis verzehrt 0.48
51. Arie (Baß): Erleucht´auch meine finstre Sinnen 4.12
52. Rezitativ: Da das der König Herodes hörte 0.17
53. Rezitativ (Alt): Warum wollt ihr erschrecken? 0.46
54. Rezitativ: Und lies versammeln alle Hohepriester 1.47
55. Terzett (Sopran, Alt und Tenor): Ach! Wann wird die Zeit erscheinen! 5.55
56. Rezitativ (Alt): Mein liebster herrschet schon 0.38
57. Choral: Zwar ist solche Herzensftube 0.52

Kantate VI; Am Feste der Erscheinung Christi:
58. Chor: Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben 6.09
59. Rezitativ: Da berief Herodes die Weisen 0.48
60. Rezitativ (Sopran): Du Falscher, suche nun den Herrn zu fällen 0.55
61. Arie (Sopran): Nur ein Wink von seinen Händen 3.49
62. Rezitativ: Als sie nun den König gehöret hatten 1.19
63. Choral: Ach steh an deiner Krippen hier 1.08
64. Rezitativ: Und Gott befahl ihnen im Traum 0.25
65. Rezitativ (Tenor): So geht! Genug mein Schatz 2.03
66. Arie (Tenor): Nun mögt ihr stolzen Feinde schrecken 5.16
67. Rezitativ (Sopran, Alt, Tenor und Baß): Was will der Hölle Schrecken nun 0.38
68. Choral: Nun seid ihr wohl gerochen 3.52

Musik: Johann Sebastian Bach

 

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Ricardo Havenstein – Johann Sebastian Bach – Hofkapellmeister zu Köthen (1995)

FrontCover1Einfach nur klassisch gut:

Ricardo Havenstein wurde 1964 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Mit 12 Jahren erhielt er seinen ersten Gitarrenunterricht. Bereits mit 15 Jahren debütierte er als Solist am Teatro des Libertador in Córdoba.
1982 zog Ricardo Havenstein nach Deutschland um in der Meisterklasse von Eliot Fisk an der Hochschule für Musik in Köln sein Können zu vervollkommnen. 1988 absolvierte er dort sein Studium mit der höchsten Bewertung.

Er startete eine intensive Konzerttätigkeit in ganz Europa und trat in den renommiertesten Konzertsälen, wie der Beethovenhalle Bonn, der Hochschule der Künste Berlin und im Gasteig in München auf. Konzertreisen führten ihn nach Österreich, Italien, Spanien, Dänemark, Ungarn und USA.
Zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen dokumentieren sein hohes künstlerisches Niveau. (Selbstdarstellung)

Ergänzende biographische Notiz:

In dem Begleitheft dieser CD findet sich dann noch folgender Satz:

„Seit Ende 1995 lebt er mit seiner Familie wieder in Argentinien.“

Mittlerweile scheint er wieder nach Deutschland zurückgekehrt zu sein .. .ein Wanderer zwischen den Kontinenten …

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Ich vermute mal, dies ist sein Debütalbum (es wird nicht mal auf seiner eigenen Website erwähnt). Vermutlich liegt der Grund in der Tatsache begündet, dass diese CD als ne Art „Sonderauflage“ von dem Magazin „Gitarre & Laute“ veröffentlicht wurde, und vermutlich in keiner allzugroßen Stückzahl.

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Die Musik von Johann Sebastian Bach, die hier wiedergegeben wird, bezieht sich ausschließlich auf seine sog. „Köthener Zeit“ … und bevor er dort seine Zelte aufchlagen konnte, musste er erstmal in den Arrest:

Hüllentext

Weitere Informationen dann im Begleitheft.

Es geht wirklich auf keine Kuhhaut, was der Bach alles so komponiert hat … diese CD ist sovoll von innig-intensiven Melodien … und die Transkription von Klaviermusik auf Gitarre ist auch kein Zuckerschlecken.

Aber der Ricardo Havenstein meistert das mühelos undm so hören wir eine zauberhafte Musik, die ob ihrer Nachdenklichkeit auch gut in diese Jahreszeit passt.

Wer in der Adventszeit besinnliche Muik hören will, ohne das entsprechende Weihnachtsgedöns … hier habe ich eine Alternative ! Und was für eine !

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Oder aber auch:

„… ein junger Musiker und eine ausgereifte Meisterschaft rufen bei Ricardo Havenstein einen Virtuosen der Gitarre hervor, mit feiner Sensibilität und aussergewöhnilichem Talent. Er besitzt eine der vollendesten Techniken seiner Generation, mit einem prächtigen und ungewöhnlichen Klang. Er verfügt über Intensität in der Interpretation jedes Werkes, estaunliche Sicherheit und eine besondere Erhabenheit, jene Erhabenheit von der die Gitarre so viel benötigt. Die Musik Argentiniens hat in diesem Interpreten, ehrwürdiger Bewunderer der Kunst Bachs, einen Botschafter unbezweifelten Ranges.“ (Revista Clásica).

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Personnel:
Ricardo Havenstein (guitar)

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Titel:

Französische Suite BWV 813 in e-Moll
01. Alemande 3.55
02. Courante 1.43
03. Sarabande 4.16
04. Air 1.39
05. Menuet 1.27
06. Gigue 2.48

Aus dem Wohltemerierten Klavier:
07. Präludium Nr. 9 BWV 854 / 1.40
08. Präludium Nr. 4 BWV 849 / 3.01
09. Präludium Nr. 12 II BWV 881 / 2.25
10. Präludium Nr 1. BWV 846 / 1.61
11. Präludium Nr. 13 BWV 858 / 2.19
12. Präludium Nr. 8 BWV 853 / 4.11
13. Prälidium Nr. 6 BWV 851 / 1.44
14. Präludium Nr. 12 BWV 857 / 4.06
15. Präludium Nr. 5 BWV 850 / 1.25

Suite BWV 818 in a-Moll:
16. Alemande 3.55
17. Courante 1.37
18. Sarabande simple 4.05
19. Sarabande double 2.20
20. Gigue 3.27

21. Präludium BWV 934 / 3.33
22. Präludium BWV 935 / 1.42
23. Invention Nr. 6 BWV 777 / 4.01
24. Fughetta BWV 961 / 2.37
25. Präludium BWV 926 / 1.04
26. Arie aus den Goldberg Variationen BWV 988 / 3.01

Musik: Johann Sebastian Bach

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Ricardo Havenstein, 1994

Ach ja … Ricardo Havenstein betreibt mit seiner Frau Brigitte auch ein ganz spezielles argetinisches Reisebüro („Finest Argentinia“): Und sie leben wieder in Argentinien:

FinestArgentinia

Martin Stadtfeld – Piano Concertos (Johann Sebastian Bach) (2006)

FrontCover1.jpgAuch die Klassik kann sich über reichlich, mehr als talentierten Nachwuchs nicht beklagen. Ein Beispiel ist der Pianist Martin Stadtfeld:

Der Pianist Martin Stadtfeld gab mit 9 Jahren sein Konzertdebüt und studierte ab seinem 14. Lebensjahr an der Musikhochschule Frankfurt bei Lev Natochenny, seinerseits Schüler des legendären Lev Oborin.
Die Reihe seiner Wettbewerbserfolge hatte ihren Höhepunkt im Jahr 2002, als er als erster bundesdeutscher Pianist den Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig gewann. Der erste Preis dieses traditionsreichen Wettbewerbs, der 14 Jahre zuvor nicht vergeben worden war, öffnete dem Künstler endgültig die Türen zu den wichtigsten Konzertpodien Europas.
„Bach ist zwar das Alpha und Omega seines Denkens, doch mitnichten das ganze Alphabet. Der junge Deutsche kann noch viel mehr“ (Die Zeit). So reicht die Bandbreite der von Martin Stadtfeld interpretierten Werke von Bach über die Wiener Klassik hin zu den Werken der Romantik (Schumann, Liszt, Wagner, Brahms) und den großen romantisch-expressiven Klavierkonzerten wie Tschaikowsky und Rachmaninoff.
Konzertauftritte führen ihn in die wichtigsten Musikzentren und zu den großen Orchestern Europas, der USA und Japans. Er konzertiert mit Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, der Academy of St Martin in the Fields, dem Leipziger Gewandhausorchester, der Staatskapelle Dresden, den Wiener Symphonikern, der Tschechischen Philharmonie Prag und dem Mozarteum Orchester Salzburg. Neben regelmäßigen Auftritten auf den großen deutschen Konzertpodien gastiert er zudem in der Sumida Triphony Hall in Tokio, dem Seoul Arts Center, dem National Center of Performing Arts in Peking, im Wiener Konzerthaus und Musikverein, der Tonhalle Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam und vielen weiteren international renommierten Konzerthäusern. Bei den großen Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Rheingau Musik Festival, dem Schleswig Holstein Musik Festival, Lockenhaus Festival, der Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems und dem Menuhin Festival Gstaad ist er regelmäßig zu Gast.

MartinStadtfeld

Den furiosen Auftakt zu seinen zahlreichen Einspielungen machte 2003 seine CD mit J.S. Bachs „Goldberg-Variationen“, die in der Presse höchste Beachtung fand und zu seinem ersten ECHO-Klassik-Preis als „Nachwuchskünstler des Jahres“ führte. Auch für seine zweite CD „Bach Pur“ erhielt er ein Jahr später den ECHO für die „Solistische Einspielung des Jahres“. Martin Stadtfelds Einspielung von Bachs Klavierkonzerten wurde 2007 mit seinem dritten ECHO-Klassik-Preis in der Kategorie „Die Konzerteinspielung des Jahres“ ausgezeichnet. Seine CD mit zwei der großen Sonaten des Spätwerks von Franz Schubert bekam den ECHO Klassik 2008 als „Beste Soloeinspielung (19. Jahrhundert)“ verliehen. Es folgte Buch I des „Wohltemperierten Klaviers“ von Bach, das Album „Der junge Beethoven“ sowie die CD „Deutsche Romantik“. Auf seiner aktuellen CD hat er drei Klavierkonzerte mit dem Philharmonischen Kammerorchester München eingespielt.
Ein großes Anliegen des Künstlers ist es darüber hinaus, Kindern und Jugendlichen in Schulen den Zugang zur klassischen Musik zu ermöglichen. So spricht Martin Stadtfeld bei regelmäßigen Schulbesuchen mit Schülern über seine Arbeit als Pianist, stellt ihnen die Musik vor und vermittelt so außerhalb des Konzertlebens auf eine unmittelbare persönliche Art die Begeisterung für klassische Musik. (Promotext)

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Hier nun sein Album mit Klavierkonzerten von Johann Sebastian Bach. Für diese CD wurde – wie bereits erwähnt – Martin Stadtfeld mit dem ECHO Klassik 2007 (Kategorie: Konzerteinspielung des Jahres) ausgezeichnet.

„Martin Stadtfeld sollte einmal als zweiter Glenn Gould Furore machen. Vier Alben später nun hat er ein eigenes Profil. Sein neuer Bach-Sampler swingt – einen derart quirlig perlenden, absolut transparenten Bach wie im Allegro des Konzerts d-Moll BWV 1052 hat man selten gehört. Auch in den langsamen Sätzen überzeugt der 26-Jährige.“
Musik: 5 Punkte, Klang: 4 Punkte (Audio, 11/2006)

„Sein Credo „Wenn man Spaß daran hat, das zu spielen, dann sprudelt die Fantasie“ hat Stadtfeld in dieser Aufnahme insgesamt überzeugend umgesetzt Er beherrscht eine glasklare Artikulation und hält mit kleinen dynamischen Rückungen die Spannung aufrecht. Die Basstöne kullern deutlich hörbar, nie derb oder bedrohlich, nie zu nett… Die Festival Strings Lucerne klingen etwas stählern, aber sehr homogen und wunderbar aufeinander abgestimmt. Die Präludien und Fugen wirken wie Kontrapunkte: innig, pianolastig und geheimnisschwanger. Es ist ein subtil verwobenes, verträumtes, bisweilen romantisch angehauchtes Bach-Spiel… Das klingt nie zu analytisch, sondern immer auch poetisch.“Musik & Klang: 4 Punkte (Fono Forum, 11/2006)

„Noch immer ist es Stadtfelds Anschlag, der mächtig beeindruckt: Ohne dass es manisch wirkte oder die Brillanz beeinträchtigte, scheint die Kontrolle hundertprozentig zu sein. So entsteht eine gleichzeitig hyperwache wie auch fast traumwandlerisch anmutende Interpretation. Und wo fast nur noch ein Hauch von Orchester herüberweht, also im Largo des f-Moll-Konzerts, wirkt Stadtfeld, als kapsele er sich ein in einen Kokon, einsam von absoluter Schönheit träumend.“ (Die Zeit, 28.9.2006 )

Inlay1

Besetzung:
Martin Stadtfeld (piano)
+
Festival Strings Lucerne unter der Leitung von Achim Fiedler:

Daniel Dodds (violin)
Gianluca Febo (violin)
Jonas Iten (violincello)
Zuzana Kulanova (violin)
Alexander Kionke (violincello)
Mia Lindblom (violin)
Anita Mazzantini (bass)
Piotr Nikiforoff (violin)
Michal Ondruj (viola)
Thomas Schrott (violin)
Yvo Wettstein (violin)
Markus Wieser (viola)
Susanne Wolf (viola)
Droujelub Yanakiew (violin)

Fiedler

Achim Fiedler

Titel:

CD 1:

Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll BWV 1052:
01. Allegro 6.49
02. Adagio 6.38
03. Allegro 6.50

Präludium und Fuge es-Moll BMV 853:
04. Präludium und Fuge es-Moll 8.26

Klavierkonzert Nr. 2 E-Dur BMV 1053:
05. [ ] 7.07
06. Siciliano 3.46
07. Allegro 5.49

Präludium und Fuge b-Moll BMV 867:
08. Präludium und Fuge b-Moll 4.46

Klavierkonzert Nr. 5 f-Moll BMV 1056:
09. Allegro 3.13
10. Largo 2.19
11. Presto 3.09

Adagio aus dem Konzert für Oboe und Streichorchester op. 1 d-Moll von Alessandro Marcedllo (arrangiert von J.S.Bach für Cembalo Solo) BMV 974:
12. Adagio aus dem Konzert für Oboe und Streichorchester op. 1 d-Moll von Alessandro Marcedllo (arrangiert von J.S.Bach für Cembalo Solo) 2.49

Musik: Johann Sebastian Bach

CD 2 (bonus disc):

Alban Berg:
01. Sonate für Klavier op. 1 12.12

Arnold Schönberg – Sechs kleine Klavierstücke op. 19:
02. Leicht, zart 1.11
03. Langsam 0.43
04. Sehr langsame Viertel 1.00
05. Rasch, aber leicht 0.22
06. Etwas rasch 0.34
07. Sehr langsam 1.01

CD1A

 

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Nachbemerkung zu CD 2:

Man lasse sich nicht durch kryptische Zeichen wie:

Kryptisch

irritieren – CD 2 ist CD 2 … ganz einfach … was auch immer der Media Player von Microsoft sich da zusammenspinnt !

Johann Mattheson – Gedanken zur Musik und Heilkunst (1985)

FrontCover1Also mir war er bis dato nicht bekannt:

Johann Mattheson gilt als bedeutendster Musiktheoretiker der frühen deutschen Aufklärung. Vor 250 Jahren starb der Komponist und Herausgeber der ersten deutschen Musikzeitschrift. Mit seinen Schriften löste er eine kontroverse Debatte über die gesellschaftliche Bedeutung der Musik aus.

Johann Mattheson gehört zu den Begründern der modernen Musikwissenschaft.

Johann Mattheson, 1681 in Hamburg geboren, lässt als erster Kantor am Dom seiner Heimatstadt ab 1715 – gegen das paulinische Schweigegebot – Frauenstimmen in der Kirchenmusik zu. Später kommentiert er dies ironisch:

„Ich weiß, was mir’s für Mühe und Verdruss gekostet hat, die Sängerinnen in der hiesigen Dom-Kirche einzuführen. Anfangs wurde verlangt, ich sollte sie bei Leibe so stellen, dass sie kein Mensch zu sehen kriegte; zuletzt aber konnte man sie nie genug hören und sehen.“

BuchDie Hamburger Musikwissenschaftlerin Birgit Kiupel würdigt die liberale Haltung Matthesons, die ihn in die Konfrontation mit der orthodoxen Geistlichkeit führte: „Wenn es um die Schönheit der Musik ging und um musikalisches Gotteslob, dann kannte Johann Mattheson keine Vorurteile. Sein wichtigstes Anliegen war es, in der Kirchenmusik alle Mittel einzusetzen, welche die Musik bot.“

Entscheidend für Matthesons musikalische Laufbahn wird, dass der Direktor der Hamburger Oper den Neunjährigen als Sänger entdeckt. Die folgenden fünfzehn Jahre steht er 2.000 Mal auf der Bühne. Das Singen gilt ihm als Grundlage der Musik, die menschliche Stimme als das „allerschönste und richtigste Instrument, das Muster aller klingenden Werkzeuge“.

Nach einem – unblutig endenden – Duell mit seinem Freund Georg Friedrich Händel Ende 1704 beendet Mattheson seine Opernkarriere und wird Sekretär beim englischen Gesandten. Der neue Beruf lässt ihm hinreichend Zeit zum Komponieren und Publizieren.

Ab 1713 entstehen musiktheoretische Werke und praktische Anleitungen zur Musik. Seine Generalbassschulen und der „Vollkommene Capellmeister“ sind bis heute Referenzwerke für junge Musiker. Aus seinen Erfahrungen als Opernsänger entwickelt er eine Affekten- und Melodienlehre. Mattheson erklärt „die Melodie zum Grunde der ganzen Setz-Kunst“ und verfasst die erste ausführliche Fugenlehre in deutscher Sprache. Dabei schwört er allen dogmatischen Regeln ab und vertraut der Urteilskraft der Sinne:

„So lange nur ein musikalisches Gehör nicht verletzet, so lange ist nichts zu tadeln noch zu verwerfen. […] Was dem Gehör gefällt, ist gut; so lange der Verstand nicht widerspricht. Was dem Gehör aber nicht ansteht, ist ausdrücklich und ohne Einwendung böse […]. Ohne Vernunft kann in der Musik wenig gutes sein; aber ohne den Beifall der Ohren noch weniger.“

Johann Mattheson

Johann Mattheson

Ab 1715 kämpft Mattheson als Kantor darum, die Schönheiten der Oper auch für die Kirchenmusik zu nutzen, als Publizist wendet er sich gegen Johann Christoph Gottsched, der dem Musiktheater das Existenzrecht anspricht. Als Kritiker liebt er die Polemik. Mit seinen Zeitschriften stößt er eine kontroverse öffentliche Debatte über die gesellschaftliche Bedeutung der Musik an. Den wissenschaftlichen Autoritäten schreibt er ins Stammbuch:

„In Wissenschaften gilt die autorité einer Meinung von tausend Leuten nicht so viel / als ein Fünklein Vernunft eines einzigen. […] Öffentlichen Lehrern darf man ihre Irrtümer […] gar wohl öffentlich zu erkennen geben […]. Es gehöret zu den öffentlichen Wohltaten.“

Selbst zu schauen, selbst zu erfahren und selbst zu urteilen, lautet Matthesons Credo. Er gilt als bedeutendster Musiktheoretiker der frühen deutschen Aufklärung. Als Sammler von Musikerbiographien wird er Mitbegründer der Musikgeschichte. Seit den 1950er-Jahren ist er zum Kronzeugen der Alte-Musik-Bewegung geworden. Sein kompositorisches Werk, darunter zahlreiche Opern und Oratorien, wird seit einigen Jahren neu entdeckt.

In seinen letzten Lebensjahrzehnten bleibt Mattheson als Schriftsteller produktiv, doch seine zunehmende Schwerhörigkeit bis zur völligen Taubheit führt zur sozialen Isolierung. Sein Nachlass – die ungeheure Summe von 44.000 Mark – wird schon zu Lebzeiten für eine neue Orgel der abgebrannten Michaeliskirche verwandt. Am 17. April 1764 stirbt Johann Mattheson in dem festen Glauben, dass es auch im Himmel Musik geben werde. Für seine Trauerfeier hat er sich ein Oratorium komponiert, das „Fröhliche Sterbelied“; es wird so machtvoll geklungen haben wie das Gotteslob in seinem fast fünfzig Jahre älteren „Magnificat a due cori“. (Holger Böning)

Und er hat sich auch zur heilenden Wirkung von Musik geäussert …

Hüllentext01.jpg
Na ja … und dann gab es noch die Firma „ICI Pharma“ und die waren sehr rührig in Sachen pharmazeutischer Produkte:

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Deutsches Ärzteblatt, 1983

Aber wie es halt so ist … ging dann IVI Pharma dann in dem Konzern Zeneca auf:

 

Zeneca

Und mittlerweile gibt es dann einen Konzern, der nennt sich „AstraZeneca“:

AstraZeneca ist ein internationaler Pharmakonzern, der 1999 aus der schwedischen Astra AB und der britischen Zeneca PLC entstand. Zeneca war 1993 aus der Pharmasparte des britischen Chemieunternehmens Imperial Chemical Industries entstanden. Der Hauptsitz ist in London, die Entwicklungs- und Forschungsabteilung sitzt im schwedischen Södertälje südlich von Stockholm. AstraZeneca ist 2015 mit 24,7 Milliarden US-Dollar Umsatz und 57.500 Mitarbeitern einer der größten Arzneimittelhersteller weltweit. (Quelle: wikipedia)

Aber genug der Firmengeschichten, hier soll es ja vorrangig um diese LP gehen. Und damals hatte ICI Pharma eine Serie konzipiert, die eigentlich ganz spannend klingt:

ICI Phama

Und ihm Rahmen dieser Reihe erschien aben auch diese LP, die im Begleitheft sehr ausführlich eben o.g. Johann Mattheson würdigt (einschließlich Faksimilie-Abbildungen)

Und bei mir rennt man natürlich offene Türen ein, wenn es um die Aussage geht, dass Musik heilende Wirkung entfalten kann … in meinen früheren Jahren habe ich mich aus beruflichen Gründen u.a. auch mit Musiktherapie beschäftigt … heute allerdings beschäftige ich mich eher mit §§§§§ und nochmals §§§§§ …

Leider hören wir hier keine Komposition von Johann Mattheson … Dafür aber ganz und gar großartige Werke von Johann Sebastian Bach (erneut stellt er hier seine Meisterschaft unter Beweis) und dann noch von einem zumindest damals sehr bekannten französischem Barockkomponisten namens  Jean-Philippe Rameau … Und dieser zelebriert in kleinen musikalischen Miniaturen die Quintessenz der Barockmusik … ein Genuss der ganz besonderen Sorte.

Ach ja, geworden wurde mit diesem Album natürlich auch und zwar für das Medikament „Tenormin“ . Verwendet wird dieses Medikament u.a. bei „Herz-Kreislauf-Beschwerden, die sich z. B. in einer Neigung zu dauerhaft erhöhter Herzfrequenz und zeitweise erhöhtem Blutdruck äußern können.“

Nun ist es aber genug mit Informationen der unterschiedlichsten Art …

Man lausche und genieße !!! Denn hier handelt es sich um hochwertige Aufnahmen das Labels „Harmoni Mundi“, Freiburg … ein Garant für perfekte Aufnahmequalität.

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Besetzung:
Le Petite Bande unter der Leitung von Sigiswald Kuijken

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Titel:

Johann Sebastian Bach: Aus vier Ouvertüren (Orchestersuiten) Ouvertüre Nr.1 C-Dur BWV 1066:
01. Ouverture 5.46
02. Courante 2.35
03. Gavotte I und II 3.53
04. Forlane 1.16
05. Menuett I und II 3.38
06. Bourrée I und II 2.23
07. Passepied I und II 3.00

Jean-Philippe Rameau: Orchestersuite Aus „Hippolyte Et Aricie“B1 Prologue Ouverture.

Prologue – Ouvertüre:
08. Entrée des habitants de la forêt 3.03
09. Air en rondeau pour les amours 1.46
10. Gavottes 1 et 2 4.14
11. Menuets 1 et 2 1.58
12. Gavottes vives 1 et 2 1.58
13. Matches 0.59

1. Acte:
14. 14 – Marche des prêtresses de Diane 2.01
15. Premier air (gracieusement et doux) 2.98
16. Second air (un peu gai) 1,43
17. Tonnette

2. Acte:
18. Premier air des furies (gravement) 1.40
19. Deuxième air des furies (vite) 1.44
20. Troisième air des furies 2.02

LabelB1
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Hüllentext02

Hüllentext03

Nikolaus Harnecourt – Bauern-Kantate + Kaffee-Kantate (Bach) (1968)

FrontCover1Gevatter Bach war ja ein musikalischer Tausendsassa. Neben all seinen Suiten und kirchlichen Werken schuf er auch noch die sog. „weltlichen Kantaten“. Hier haben wir zwei seiner wohl bekanntesten:

Bauernkantate:
Mer hahn en neue Oberkeet (BWV 212) ist eine der bekanntesten weltlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs. Bekannt ist sie unter der Bezeichnung „Bauern-Kantate“; Bachs originale Bezeichnung war „Cantate burlesque“. Hochdeutsch lautet ihr Titel „Wir haben eine neue Obrigkeit“.

 

Der Text der Kantate stammt von Christian Friedrich Henrici (genannt Picander) und entstand für den 30. August 1742. An diesem Tag feierte der Erb-, Lehn- und Gerichtsherr Carl Heinrich von Dieskau, kurfürstlich-sächsischer Kammerherr, auf dem Rittergut Kleinzschocher bei Leipzig mit einem großen Feuerwerk seinen 36. Geburtstag und nahm gleichzeitig, wie damals üblich, die Huldigung der ihm untergebenen Bauern entgegen.

Picander hatte in seiner Eigenschaft als Vorsteher der Stadt-Trank-Steuereinnahme, Weininspektor und Visir im Kreis Leipzig den Kreissteuerinspektor Dieskau zum Vorgesetzten. Sein Text trägt volkstümlich-derbe und manchmal ironische Züge und spielt auf eine Reihe lokaler Personen und Ereignisse der damaligen Zeit (z. B. Verletzung von Fischerei-Recht) an, wobei auch die Nachbarorte Knauthain und Cospuden genannt werden.

Es gilt als möglich, dass Picander Bach bat, seine Dichtung in Musik umzusetzen. Bei der Bauernkantate handelt sich um die Bach-Kantate mit dem spätesten feststellbaren Entstehungsdatum.

ErinnerungstafelBauernkantate

Erinnerungstafel am Ort der Uraufführung (auf dem Rittergut Kleinzschocher bei Leipzig

Es finden Feierlichkeiten statt, zu denen der Kammerherr Bier ausschenken lässt. Dies ist der Anlass für ein Gespräch zwischen einem namentlich nicht genannten Bauern (Bass) und der Bäuerin Mieke (Sopran), deren Dialog nach dem rein instrumentalen Eingangsstück die ganze Kantate prägt. Sie freuen sich über das Fest, tauschen teils zweideutige, teils eindeutige erotische Angebote aus und sprechen auch über die Machenschaften des Steuereinnehmers (Schösser); das Hauptthema ist jedoch das Lob des Gutsherrn Dieskau; auch dessen Frau und ihre Sparsamkeit werden erwähnt. Stellenweise wird dabei obersächsische Mundart verwendet („Guschel“ = Mund, „Dahlen“ = Liebesspiel, „Ranzen“ = Bauch, „prinkel“ = bisschen, „Neu-Schock“ = 60 Groschen).

Entsprechend dem Charakter des Textes schuf Bach eine relativ schlicht gehaltene Komposition mit kurzen Sätzen und meist einfacher Begleitung. Mehrfach griff er auf populäre Tanzformen und volkstümliche Melodien zurück (zum Beispiel das Volkslied „Mit dir und mir ins Federbett, mit dir und mir aufs Stroh“) sowie Teile aus früheren eigenen Stücken (Satz 14 aus BWV Anhang 11 und Satz 20 aus BWV 201/7).

Die Ouvertüre besteht aus einer groben Aneinanderreihung verschiedener höfischer Tänze ohne Übergänge, ohne Rücksicht auf Takt- und Tonartenwechsel (von A-Dur nach a-Moll und wieder zurück). Diese gewissermaßen bäuerliche Kompositionsart wird gelegentlich als ironische Anspielung auf die Thematik seitens Bachs interpretiert.

Die Arie Dein Wachstum sei feste und lache vor Lust! stammt ursprünglich aus der Kantate Der Streit zwischen Phoebus und Pan, wo Pan sie mit den Worten Zu Tanze, zu Sprunge, so wackelt das Herz vorträgt.

Concentus musicus Wien

Concentus musicus Wien

Kaffeekantate:
Schweigt stille, plaudert nicht (BWV 211), auch bekannt als Kaffeekantate, ist eine weltliche Kantate von Johann Sebastian Bach.

 

Dem Werk liegt eine Dichtung von Picander zugrunde, die dieser 1732 veröffentlichte. Vermutlich entstand die Kantate 1734, um im Zimmermannschen Kaffeehaus in Leipzig aufgeführt zu werden. Der Text muss zur damaligen Zeit populär gewesen sein, da er neben Bach von mindestens zwei weiteren Komponisten aufgegriffen wurde, wobei nur Bachs Interpretation einen zusätzlichen Schlussteil aufweist, dessen Urheberschaft durch Picander oder Bach selbst nicht gesichert ist. Es wird davon ausgegangen, dass Bach die Uraufführung der Kantate im Leipziger Café Zimmermann geleitet hat.

295px-Zimmermannsches_Caffeehaus

Zimmermannisches Caffee-Hauß (rechts) in Leipzig

Im Gegensatz zu den meisten anderen weltlichen Kantaten Bachs ist dieses Werk keine Huldigung an die Obrigkeit, sondern skizziert humorvoll-ironisch eine Szene aus dem bürgerlichen Leben der Leipziger: Herr Schlendrian (Bass) versucht mit wütenden Drohungen seiner Tochter Liesgen (Sopran) die Unsitte des täglichen Kaffeetrinkens abzugewöhnen. Erst als er ihr die Erlaubnis zur Heirat in Aussicht stellt, lenkt die eigenwillige Tochter zunächst in der Arie „Heute noch, lieber Vater tut es doch“ ein, lässt aber im anschließenden Rezitativ des Erzählers heimlich verbreiten, dass sie nur einen Mann akzeptiert, der ihr auch in der Ehe jederzeit das Kaffeetrinken gestattet. Mit einem ironisch-versöhnlichen Trio der drei Gesangssolisten „Die Katze lässt das Mausen nicht“ endet die Kantate. (Quelle: wikipedia)

Dargeboten werden diese beiden Werke von dem Concentus musicus Wien unter der Leitung vom großen Nikolaus Harnoncourt:

Nikolaus Harnoncourt (* 6. Dezember 1929 in Berlin als Johann Nicolaus Graf de la Fontaine und d’Harnoncourt-Unverzagt;  † 5. März 2016 in St. Georgen im Attergau) war ein österreichischer Dirigent, Cellist, Musikschriftsteller und einer der Pioniere der historischen Aufführungspraxis.(Quelle: wikipedia)

„Historische Aufführungspraxis“ hieß dann bei Harnoncourt dass er sein Ensemble mit historischen Instrumenten spielen ließ … finde ich total faszinierend, denn diese Instrumente hatten ja ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel.

Ursprünglich erschienen diese Aufnahmen im Jahr 1968 (eingespielt bereits 1967) … Diese Ausgabe war kostengünstig („Sonder-Ausgabe 10,– DM“)  und diente wohl auch Werbezwecken. In dem aufwendig gestaltetem Begleitheft gab es es ausführliche Übersicht über das Kantatenwerk von Bach … natürlich mit entsprechenden Kaufhinweisen.

Sei´s drum … eine nette Ergänzung zum Gesamtwerk von Bach (das ja kaum zu überblicken ist) sind diese Aufnahmen allemal.

NikolausHarnoncourt

Nikolaus Harnoncourt

Besetzung:
Concentus musicus Wien unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt
+
Max Van Egmond (Bass)
Kurt Equiluz (Tenor bei 02.)
Rotraud Hansmann (Sopran)

Booklet03A

Titel:
01. Mer hahn en neue Oberkeet (BWV 212) („Bauernkantate“) BWV 212 / 29.33
02. Schweigt stille, plaudert nicht („Kaffeekantate“ ) BWV 211 /  27.00

LabelB1

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OriginalLPFront+BackCover

Front + Back Cover der Erstausgabe aus dem Jahr 1968

 

 

 

Christiane Jaccottet – Das wohltemperierte Klavier (Johann Sebastian Bach) (2000)

FrontCover1Anlässlich das sog. „Bach-Jahr 2000“ (man feierte, zelebrierte den 250. Todestag des Meisters) erschienen Bach Aufnahmen in Hülle und Fülle. So auch diese Doppel-CD, die sich mit dem „wohltemperierten Klavier“ auseinandersetzte.:

Das Wohltemperierte Klavier (BWV 846–893) ist eine Sammlung von Präludien und Fugen für ein Tasteninstrument von Johann Sebastian Bach in zwei Teilen. Teil I stellte Bach 1722, Teil II 1740/42 fertig. Jeder Teil enthält 24 Satzpaare aus je einem Präludium und einer Fuge in allen Dur- und Molltonarten, chromatisch aufsteigend angeordnet von C-Dur bis h-Moll.

Bachs Eigentitel auf dem Titelblatt des Autographs von 1722 lautet:

Das Wohltemperirte Clavier oder Præludia, und Fugen durch alle Tone und Semitonia, so wohl tertiam majorem oder Ut Re Mi anlangend, als auch tertiam minorem oder Re Mi Fa betreffend. Zum Nutzen und Gebrauch der Lehrbegierigen Musicalischen Jugend, als auch derer in diesem studio schon habil seyenden besonderem Zeitvertreib auffgesetzet und verfertiget von Johann Sebastian Bach. p. t: Hochfürstlich Anhalt-Cöthenischen Capel-Meistern und Directore derer Camer Musiquen. Anno 1722.

Mit dem Begriff „Clavier“, der alle damaligen Tasteninstrumente umfasste, ließ Bach die Wahl des Instruments für die Ausführung bewusst offen. Die Orgel scheidet in den meisten Fällen aus, da Bach keine separate Pedalstimme notierte oder als solche

Titelblatt des Autographs von 1722

Titelblatt des Autographs von 1722

bezeichnete und die Orgeln seiner Zeit mitteltönig gestimmt waren. Der größte Teil des Werks ist offenbar für Clavichord oder Cembalo konzipiert. Nach einer Äußerung Johann Nikolaus Forkels hatte Bach eine Vorliebe für das Clavichord. Im Nekrolog von 1754 steht dagegen über Bach: „Die Clavicymbale wußte er, in der Stimmung, so rein und richtig zu temperiren, daß alle Tonarten schön und gefällig klangen.“ Das Werk wird heute sowohl auf dem Cembalo als auch auf dem modernen Klavier bzw. Flügel gespielt.

 

Der Begriff „wohltemperiert“ bezieht sich möglicherweise auf die 1681 von Andreas Werckmeister erfundene, von ihm so genannte wohltemperierte Stimmung. Dabei wurde die mitteltönige Wolfsquinte auf Kosten der reinen Terzen entschärft, um das Spielen in allen Tonarten zu ermöglichen. In seinem 1707 posthum erschienenen Werk Musicalische Paradoxal-Discourse schlägt Andreas Werckmeister sogar schon die gleichschwebende Stimmung vor und nennt auch sie „wohl temperirt“. Hier stehen alle Tonarten gleichberechtigt nebeneinander. Bei der bis dahin und auch noch parallel üblichen mitteltönigen Stimmung dagegen sind Tonarten umso verstimmter, je weiter sie von C-Dur entfernt sind, so dass die Komponisten diese entfernten Tonarten mieden. 1710 führte Johann David Heinichen den Quintenzirkel ein, der die 24 Dur- und Moll-Tonarten in ein gemeinsames tonales System brachte und so ihre Beziehungen zueinander definierbar machte. Doch vor Bach nutzten Komponisten diese Neuerungen noch kaum praktisch aus und komponierten allenfalls einzelne Werke in den bisher gemiedenen Tonarten, so dass Johann Mattheson 1717 beklagte: „Obgleich alle Claves nunmehr per Temperaturam so eingerichtet werden können, daß man sie diatonicé, chromaticé & enharmonicè sehr wohl gebrauchen mag, eine wahrhaftige demonstratio fehlt.“

Mit seinem Werk wollte Bach die Eignung der wohltemperierten Stimmung zum Komponieren und Spielen in allen Tonarten praktisch demonstrieren. Damit trug er wesentlich zu ihrer historischen Durchsetzung bei. Welche der zu seiner Zeit üblichen wohltemperierten Stimmungen Bach tatsächlich nutzte, ist jedoch unbekannt. (Quelle: wikipedia)

Bach

Johann Sebastian Bach

Diese Aufnahmen entstanden allerdings schon 1979  … Und die Interpretin war Christiane Jaccottet:

 

Christiane Jaccottet (* 18. Mai 1937 in Lausanne; † 26. Oktober 1999 in Rivaz) war eine Schweizer Cembalistin.

 

In einer Musikerfamilie geboren erhielt sie mit vier Jahren ersten Klavierunterricht. 1955 bis 1957 studierte sie Cembalo an der Wiener Musikakademie bei Eta Harich-Schneider (und war damit eine ihrer ersten Schülerinnen in Wien). Bei ihrem Abschluss „mit vorzüglichem Erfolg“ war Christiane Jaccottet noch nicht einmal 20 Jahre alt. Als weitere Lehrer sind Elise Faller, Josef Mertin und Gustav Leonhardt zu erwähnen.
Lehrtätigkeit

Jaccottet unterrichtete die folgenden Kurse:

Conservatoire de Lausanne: Cembalo und Alte Musik (ab 1962, Jaccottet war beauftragt, diese Klassen zu gründen)
Conservatoire de musique de Genève: Cembalo und Alte Musik (ab 1975 bis zu ihrem Tode)
Meisterkurse in der Schweiz, Australien, Österreich, Deutschland und Italie

Christiane Jaccottet wirkte bei über 800 Konzerten und mehr als 120 Schallplatten- bzw. CD-Aufnahmen mit.

Christiane Jaccottet

Christiane Jaccottet, 1984

Christiane Jaccottet war eine Vorreiterin der Historischen Aufführungspraxis. Sie spielte oft auf Instrumenten ihrer eigenen Sammlung wertvoller historischer Tasteninstrumente (z. B. Hans Ruckers, Antwerpen 1642). Viele ihrer Aufnahmen (unter anderem sämtliche Cembalowerke Johann Sebastian Bachs) waren bei Billiglabels untergebracht und fanden dadurch weite Verbreitung. Gerade bei jungen Musikliebhabern waren diese günstig erhältlichen Aufnahmen prägend für den Musikgeschmack bzw. die Vorstellung von Interpretationsmöglichkeiten. (Quelle: wikipedia)

 

Und nachdem Zyx Records auch ein Billig-Lael ist, verwunderte es nicht, dass über Christiane Jaccottet oder gar über Details der Aufnahme auch nur eine Zeile zu finden ist. Das holen ich jetzt mal nach:

Aufgenommen wurden diese Aufnahmen in Rivaz/Schweiz und zwar im Mai 1979.

Ansonsten gilt jedoch, dass wir hier sage und schreibe 48 Fingerübungen (eine stattliche Zahl!) hören … nach all den Nationalhymnen eine akustische Wohltat der besonderen Art !

OriginalLPFront+BackCover

Original Ausgabe aus dem Jahr 1979

Besetzung:
Christiane Jaccottet (Cembalo)

Booklet01A

Titel:

CD 1: Teil1 :
01. Präludium und Fuge I C-Dur 3.45
02. Präludium und Fuge II C-Moll 3.28
03. Präludium und Fuge III Cis-Dur 3.58
04. Präludium und Fuge IV Cis-Moll 5.55
05. Präludium und Fuge V D-Dur 3.19
06. Präludium und Fuge VI D-Moll 3.25
07. Präludium und Fuge VII Es-Dur 5:46
08. Präludium und Fuge VIII Es-Moll 7.15
09. Präludium und Fuge IX E-Dur 2.50
10. Präludium und Fuge X E-Moll 3.54
11. Präludium und Fuge XI F-Dur 2.34
12. Präludium und Fuge XII F-Moll 5.24

CD 2: Teil 2:
13. Präludium und Fuge XIII – Fis-Dur 3.29
14. Präludium und Fuge XIV Fis-Moll 4.19
15. Präludium und Fuge XV G-Dur 4.03
16. Präludium und Fuge XVI G-Moll 3.33
17. Präludium und Fuge XVII As-Dur 3.39
18. Präludium und Fuge XVIII Gis-Moll 3.29
19. Präludium und Fuge XIX A-Dur 4.29
20. Präludium und Fuge XX A-Moll 5.39
21. Präludium und Fuge XXI B-Dur 3.01
22. Präludium und Fuge XXII B-Moll 4.30
23. Präludium und Fuge XXIII H-Dur 2.54
24. Präludium Und Fuge XXIV H-Moll 8.17

Musik: Johann Sebastian Bach

 

CD2A

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AlternativeFrontCovers

Weitere Ausgaben dieser Aufnahmen

 

 

Elmar Schloter – Die Orgel der Philharmonie im Gasteig München (1989)

FrontCover1Ja, ja … die Philharmonie im Gasteig München … früher ein Prestigeobjekt der Landeshauptstadt München, heute ein Zankapfel, das zuweilen zu possenhafter kommunalpolitischen Streitigkeiten geführt hat:

Das Gasteig ist ein großes Kulturzentrum in München und umfasst den großen Konzertsaal Philharmonie mit 2387 Sitzplätzen, zahlreichen Veranstaltungsräumlichkeiten und den Sitz der Münchner Philharmoniker, Münchner Volkshochschule sowie der Münchner Stadtbibliothek. Das Gasteig liegt am östlichen Hochufer der Isar in Sichtweite zum Deutschen Museum und Müllerschen Volksbad am S-Bahnhof Rosenheimer Platz, im Stadtteil Haidhausen.

Der Bau wurde ab 1978 nach Plänen der Architektengemeinschaft Raue, Rollenhagen und Lindemann erbaut und 1984/85 eröffnet. Im Gebäudekomplex befinden sich auf 23.000 m² Fläche unter anderem der Konzertsaal der Münchner Philharmoniker, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule. Die Einrichtungen haben täglich mehrere tausend Nutzer; die Veranstaltungen werden von 750.000 Menschen jährlich besucht. Wegen andauernder Kritik an Räumlichkeiten und Akustik steht seit 2014 eine Grundsanierung oder ein Neubau zur Debatte.

Gasteig02

Das Gebäude wird vom Gasteig München GmbH verwaltet, die eine 100%ige Beteiligungsgesellschaft der Stadtverwaltung München ist.„Gasteig“ bezeichnete auch den Anstieg zum Isar-Hochufer von der Ludwigsbrücke aus (heute Rosenheimer Straße); „Am Gasteig“ heißt die an das Kulturzentrum nordwestlich angrenzende Straße (zwischen Rosenheimer Straße und Innere Wiener Straße). (Quelle: wikipedia)

Gasteig01

Der Konzertsaal im Gasteig

Und diese Philharmonie hat auch eine Orgel:

Die Orgel der Philharmonie wurde 1985 von der Orgelbaufirma Johannes Klais (Bonn) erbaut. Das Instrument hat 74 Register (ca. 6.000 Pfeifen) auf vier Manualen und Pedal. Die Disposition lehnt sich an diejenige französisch-sinfonischer Instrumente an. Eine Besonderheit ist das Horizontaltrompetenensemble im Hauptwerk. Die Orgel kann von zwei Spieltischen aus bedient werden: von einem mechanischen Spieltisch auf der Orgelempore und einem elektronischen Spieltisch, der auf der Bühne der Philharmonie eingesetzt werden kann. Das Orgelgehäuse ist asymmetrisch. Das Instrument wurde 2004 grundlegend renoviert und neuintoniert, wobei das Instrument – in Anpassung an die Akustik der Philharmonie – nun grundtöniger erklingt. Kustos der Orgel ist seit 2001 Prof. Friedemann Winklhofer. (Quelle: Wikipedia)

Und wie die Orgel im Urstand klingt, kann man nun hier nachhören. Eingespielt wurde die klassischen Orgelkonzerte von Elmar Schloter:

Elmar Schloter (* 6. März 1936; † 23. Mai 2011)[1] war ein deutscher Organist und Dirigent.
Schloter war ein Schüler von Karl Richter. Nachdem er Organist der Münchner Philharmoniker war, wechselte er zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und fungierte dort als ständiger Organist. Von 1973 an leitete er daneben den Fachbereich Orgel und Kirchenmusik am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Eine weitere Aufgabe, die Schloter bis 2005 wahrnahm, war die des ersten Organisten der Münchner St. Michaelskirche und er betreute ab 1977 auch deren Chor und Orchester als Dirigent.

Schloter01

Der Junge Elmar Schloter

Die Disposition der Orgel in der Münchner Philharmonie, sowie das klangliche Konzept der neuen Orgel der St. Michaelskirche, gehen auf ihn zurück.
Bekanntheit erlangte Schloter durch zahlreiche Schallplatten-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie weltweite Konzertauftritte. (Quelle: wikipedia)

Und wir hören hier eine ganz und gar großartige Orgelmusik … leise, sensibel … und dann wieder laut und aufbrausend … da saß wahrlich ein Meister an der Orgel ! Und von daher: Ein Meisterwerk !

BackCover1
Besetzung:
Elmar Schloter (organ)

Booklet04A

Titel:

Johann Sebastian Bach: Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542:
01. Fantasie 6.02
02. Fuge 6.12

Wolfgang Amadeus Mozart:
03. Rondo (Andante) F-Dur für Orgel KV 616 6.50

Johann Sebastian Bach:
04. Fantasie G-Dur BWV 572 8.25

Georg Friedrich Händel: Orgelkonzert op, 7 Nr.4:
05. Adagio, Allegro 12.01
06. Aria, Larghetto 3.17
07. Allegro (quasi presto) 3.47

Franz Liszt: Präludium und Fuge über B-A-C-H:
08. Präludium 4.38
09. Fuge 8.12

CD1

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Todesanzeige