Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin – Brandenburgische Sommerkonzerte (1997)

FrontCover1Es gibt sie nun seit 30 Jahren, die Brandenburgischen Sommerkonzerte:

Die Brandenburgischen Sommerkonzerte sind ein Musikfestival, das jährlich von Mitte Juni bis Mitte September an historischen Spielstätten in Brandenburg stattfindet. Seit 1990 verknüpft die Konzertreihe »Klassiker auf Landpartie« klassische Konzerte mit einem touristischen Beiprogramm zu Kulturausflügen. Seit ihrer Gründung haben die Brandenburgischen Sommerkonzerte über 500 Aufführungen an mehr als 200 verschiedenen Spielstätten in Brandenburg veranstaltet.

Das Musikfestival Brandenburgische Sommerkonzerte wurde im Jahr 1990 von Werner Martin in Berlin gegründet. Die Ausgangsidee des Festivals war, den Bewohnern West-Berlins die Erkundung des Berliner Umlandes, sowie des Landes Brandenburg, mit einem kulturellen Ereignis zu verbinden, da ihnen der Besuch des Landes, vor der Wende, nur eingeschränkt möglich war. 1991 hat das Festival mit sieben Veranstaltungen begonnen. Heute werden im Rahmen der Brandenburgischen Sommerkonzerte ca. 30 Konzerte gegeben. Jährlich gibt es weit über 100 Veranstaltungen für die mehr als 20.000 Tickets verkauft werden. Im Jahr 2009 wurden die Brandenburgischen Sommerkonzerte mit dem Tourismuspreis des Landes Brandenburg für ihr Gesamtkonzept, die Auswirkung auf den regionalen Tourismus und die überregionale Ausstrahlung ausgezeichnet.

Sommerkonzert2Das künstlerische Programm der Brandenburgischen Sommerkonzerte setzt den Schwerpunkt auf eine Mischung von international bekannter Solisten und Ensembles, langjährigen Kooperationen mit brandenburgischen Orchestern sowie der Förderung des künstlerischen Nachwuchses. Als Künstler waren unter anderem Vladimir Ashkenazy, Riccardo Chailly, Barbara Hendricks, Olli Mustonen, Lars Vogt, Albrecht Mayer, und Trevor Pinnock zu Gast sowie Ensembles und Klangkörper wie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, The Academy of St. Martin in the Fields, das Gewandhausorchester Leipzig, Il Giardino Armonico und die Kremerata Baltica. Zum Konzept der „Klassiker auf Landpartie“ gehören neben den Konzerten vor allem die Beiprogramme. Durch Schloss-, Dorf- und Museumsführungen, durch Kahnfahrten im Spreewald, Kremserfahrten durch die Prignitz, musikalische Dampferpartien, Besichtigung von Baudenkmälern und historischen Parkanlagen sowie Themenführungen durch Naturreservate erfährt der Besucher etwas über die Region, dazu gehören außerdem Lesungen und Konzerteinführungen. Die Spielorte beziehen sowohl Kirchen als auch Klöster, Schlösser, Natur- und Industriedenkmäler mit ein. Wichtig ist außerdem die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden am Konzertort. Die gastgebenden Gemeinden richten die Kaffeetafeln aus, die den Besucher im Vorfeld des Konzerts u.a. mit regionalen Spezialitäten bewirten. Die Brandenburgischen Sommerkonzerte engagieren sich beim Denkmalschutzes. Nicht nur kommt der Erlös der Kaffeetafeln jeweils einem Denkmalschutzprojekt der ausrichtenden Gemeinde zugute, sondern es werden jährlich ein bis zwei Hauptbenefizprojekte ausgewählt, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Deutschlandfunk durch die Reihe »Grundton-D« unterstützt werden.

Sommerkonzert3
Von der Struktur her bestehen die Brandenburgischen Sommerkonzerte aus einer gemeinnützigen GmbH, der die Planung und Durchführung des Festivals obliegt sowie deren einzigem Gesellschafter, dem Verein »Brandenburgische Sommerkonzerte e.V.«. Der Vereinsvorstand besteht aus z. Z. sechs Personen, die das Amt ehrenhalber ausüben. Die künstlerische Planung erfolgt in Zusammenarbeit des künstlerischen Leiters Joachim Pliquett mit der Geschäftsstelle (gGmbH). Geschäftsführer der Brandenburgischen Sommerkonzerte gGmbH ist Arno Reckers. Den Vorsitz des Kuratoriums hat der ehemalige Bischof Wolfgang Huber inne, Schirmherr der Brandenburgischen Sommerkonzerte ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Matthias Platzeck. Seit ihrer Gründung finanzieren sich die Brandenburgischen Sommerkonzerte ohne Unterstützung öffentlicher Mittel durch Karteneinnahmen, Sponsoring von Unternehmen und Stiftungen sowie Spenden aus privater Hand. (Quelle: wikipedia)

Da kann ich ja nur sagen: So lob´ ich mir das … das ist ja genau meine Kragenweite.

Dieses Konzert wurde im Kloster der Gemeinde Neuzelle (zwischen Schlaubetal und Oder-Neiße-Mündung) aufgenommen. Und es war ein Glückstag !

KlosterNeuzelle

Kloster Neuzelle

Ausführende an diesem Abend waren die Deutschen Kammer-Virtuosen Berlin:

Die Deutschen Kammer-Virtuosen Berlin wurden 1995 aus Solisten des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin gegründet.

Alte Musik auf neuen Instrumenten zu präsentieren – das ist das Ziel, welches sich das Ensemble gesetzt hat.

Moderierte Konzerte im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, Arbeit mit, gerne aber auch ohne Dirigenten, unkonventionelle Veranstaltungsformen, so etwa bei den “ Brandenburgischen Sommerkonzerten“ oder dem Rheingau Musik Festival unter dem Motto “ Soviel Bach muss sein“ oder „Händel und Co.“, kennzeichnen dieses Orchester.

Das Ensemble hat mit so prominenten Künstlern wie Edith Mathis, Igor Oistrach oder Thomaskantor Georg Christoph Biller zusammengearbeitet. Die erste CD-Produktion entstand 1997 mit Werken von Johann Sebastian Bach  in der Stifts- und Wallfahrtskirche Neuzelle. Ein Konzert mit Werken von Georg Friedrich Händel (Moderation Bernhard Morbach) wurde von DeutschlandRadio Berlin bundesweit live übertragen. 1999 erfolgte die Fernsehaufzeichnung eines Weihnachtskonzertes mit Jochen Kowalski durch den ORB. Mit dem Windsbacher Knabenchor und seinem künstlerischen Leiter Karl-Friedrich Beringer besteht seit vielen Jahren eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit, die durch zahlreiche Gastspiele (Rheingau-Musik-Festival, Festspielhaus Baden-Baden, Frauenkirche Dresden, Tonhalle Zürich) und Konzertreisen (Südamerika, Spanien, Sofia, Athen) gekennzeichnet ist. Außerdem liegen mehrere gemeinsam produzierte CD’s mit Werken von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach vor. (Selbstdarstellung)

DeutscheKammerVirtuosenBerlin
Und wie oben erwähnt ist diese CD das Erstlingswerk dieses sympathischen Ensembles und eigentlich für jeden Freund der Bach´schen Musik ein Muss ! Bei diesen Liveaufnahmen perlen die anmutigen Klänge geradezu wie ein Feuerwerk … Bei dem 3. Brandburgischen Konzert muss ist stets schmunzeln, erinnern ich mich doch daran wie der Orgel-Derwisch Keith Emerson mit den Nice dieses Werk interpretiert hatte (und damit auch meine Ohren öffnete).

Die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ hat selbst mich überzeugt, denn die Sopranistin Melanie Kreuter jubiliert derart ergreifend … dass selbst ich meine Zurückhaltung aufgegeben habe.

Und dann noch traumhaft schön und virtuos das „Doppelkonzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo“ … da kann man nicht genug davon bekommen !

Booklet03AUnd das mehr als informative Bgegleitheft rundet die Sache zu 100% ab. Und diese CD ist dann auch noch ahrlich ne Rarität … veröffentlicht von der Festspielleitung findet man über diese Aufnahmen eigentlich keine Informationn, sehr schade und bedauerlich, denn hier haben wir es mit einer Perle zu tun !

Da kann ich nur sagen: Freunde, der Sommer … er kann kommen !

BookletBackCover1Besetzung:
Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin
+
Isabel Grünkorn (violin bei 09. – 11.)
Melanie Kreuter (sopran bei 04.  07.)
Joachim Pliquett (trumpet bei 04. – 07.)
Dagmar Schwalke (violin bei 09. – 11.)

Booklet04A

Titel:

3. Brandenburgisches Konzert G-Dur BWV 1048
01. Ohne Satzbezeichnung 5.54
02. Adagio 0.23
03. Allegro 54.57

Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“
04. Aria 4.23
05. Recitativo 1.55
06. Aria 4.30
07. Choral 3.40
08. Aria 2.15

Doppelkonzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1043
09. Vivace 3.52
10. Largo ma non tanto 6.02
11. Allegro 4.32

Musik: Johann Sebastian Bach

CD1

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Sommerkonzert

Und auch heuer gibt es sie wieder:

Sommerkonzerte2020

VA – Festliche Weihnachtsmusik 4 (Deutsche Stiftung Denkmalschutz) (2012)

FrontCover1.jpgEine wirklich gute Idee:

Da gibt es die Deutsche Stiftung Denkmalschutz:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist inzwischen zur größten Bürgerinitiative in Sachen Denkmalschutz in Deutschland gewachsen. Die Stiftung hilft vor allem dort, wo öffentliche Mittel nicht ausreichend zur Verfügung stehen. So konnten viele fast verloren geglaubte Kulturschätze in ganz Deutschland bewahrt werden. Dass dies gelang, ist vor allem den über 200.000 Förderern zu verdanken.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

– ist eine private, gemeinnützige Stiftung
– hat das Vertrauen von über 200.000 Förderern
–  hat die denkmalgerechte Restaurierung von bereits mehr als 4.500 Denkmalen gefördert
– konnte schon mehr als 500 Millionen Euro für ihre Arbeit einsetzen
– wurde 1985 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten
– koordiniert bundesweit den Tag des offenen Denkmals
– begeistert Kinder und Jugendliche durch das Schulprogramm denkmal aktiv und die Jugendbauhütten für den Denkmalschutz
– bietet Fachleuten und Laien vielfältige Veranstaltungen in ihrer DenkmalAkademie
– ist bundesweit durch Ehrenamtliche in rund 80 Ortskuratorien vertreten

Jahresbericht2018Wer kurz nach der deutschen Wiedervereinigung Quedlinburg, Görlitz oder Erfurt besuchte, sah, dass hier rasch gehandelt werden musste. Viele Denkmale drohten für immer verloren zu gehen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte hier viel bewegen und leisten – doch ein Blick in die Zukunft zeigt, dass wir erneut vor einer gewaltigen Aufgabe stehen. In den Jahren der solidarischen Kraftanstrengung zugunsten der Menschen und Denkmale in den östlichen Bundesländern ist ein erheblicher Sanierungsbedarf in den westlichen Bundesländern aufgelaufen. Staat und Kommunen können diese Aufgabe kaum alleine bewältigen. Ohne die Bürgergesellschaft, ohne ein neues Mäzenatentum, ohne eine weitere Stärkung des Ehrenamts werden auch diese Denkmale nicht zu retten sein.(Selbstdarstellung)

Und diese Stiftung veröffentlicht auch immer wieder CD´s, nicht nur, aber auch zum Weihnachtsfest. Hier die CD aus dem Jahr 2012, die man kostenlos erwerben und natürlich mit einer Spende die Stiftung unterstützen kann.

Und wer das mit dem Geschenk nicht glaubt, lese gleich nochmals:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz verschenkt auch vor Weihnachten 2012 wieder eine Musik-CD mit festlicher Weihnachtsmusik.

AlteSteine

Zur Einstimmung läuten wie in den letzten Jahren die Glocken der bayerischen Wieskirche in Steingaden.

Dank des Einsatzes der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnten bereits über 4.300 wertvolle Kirchen, Schlösser und Burgen, Parklandschaften, Bürgerhäuser und technische Denkmale vor dem Verfall gerettet und erhalten werden.

Die Spenden für die CD fließen in die Restaurierung gefährdeter Kirchen. (Quelle: werbegeschenkemuseum.de)

Klassische und damit festliche Weihnachtsmusik wird geboten … dargeboten von hochkarätigen Ensembles … und ja … ich genieße derart festliche Musik. Gelegentlich frage ich mich, warum gerade die Barockmusik so viel von dieser festlichen Weihnachtsmusik geschaffen hat. Ich vermute mal, dass all die damaligen Komponisten auch sehr stark ihren Lohn von kirchlichen Fürstentümern erhalten haben … dass Brot ich ess´, des Lied ich sing´.

Aber diese profanen Gedanken sollen natürlich keinen abhalten, schwelgend diese Musik zu geniessen. Und wer sich mit dieser Stiftung näher beschäftigen will, dem habe ich den Jahresbericht 2013 beigelegt.

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Besetzung:
Weitere Angaben entnehme man der CD Hülle

Booklet1

Titel:
01. Kirchenglocken Wieskirche 0.57

Johann Sebastian Bach:
02. Frankfurter Kantorei: Choral No. 10, BWV 147 / 2-54
03. Thomanerchor Leipzig: Jesus bleibet meine Freude 2.27

Johann Samuel Endler:
04. Budapest Strings: Sinfonia à 7 F-Dur – Allegro 4.26
05. Budapest Strings: Sinfonia à 7 F-Dur – Andante 3.26

Paul Gerhardt:
06. Dresdner Kreuzchor: Fröhlich soll mein Herze springen 1.40

Franz Xaver Brixi:
07. Monteverdi Orchester München & Concerto Vocale München:  Missa di Gloria D-Dur – Kyrie eleison 4.16

08. Solistenensemble Gerhard Schnitter: Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel (Traditzional) 3.25

Gaetano Maria Schiassi: Weihnachts-Symphonie Pastorale per il Santissimo Natale di nostre Signor Jesu:
09. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Adagio 1.34
10. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Allegro 2.48
11. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Adagio 1.12
12. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Andante 3.35

13. Regensburger Domspatzen: Brich an du schönes Morgenlicht (Traditional) 1.52
14. Regensburger Domspatzen: O Heiland, reiss die Himmel auf 4.44

Johann Friedrich Fasch:
15. Budapest Strings: Concerto à 8 D-Dur, FWV LD1 – Allegro 3.07

Johann Sebastian Bach:
16. Bach Collegium Stuttgart: Kantate, BWV 62 / 4.44

17. Windsbacher Knabenchor: Jauchzet dem Herrn, alle Welt (Traditional) 4.21

CD1

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Stiftung

André Hartmann – Millionen für Melodien (1997)

FrontCover1Da macht einer im Jahre 1995 sein Abitur im Gymnasium Starnberg, um dann 2 Jahre später quasi im Alleingang diese Benefiz-CD aufzunehmen.

„André Hasrtmann, geboren 1976 in Starnberg, erhielt seit seinem 5. Lebensjahr Klavierunerricht bei seiner Schwester Astrid Hofmann, bis er 1995 sein Studium an der Hochschule für Musik begann.

Sein Mitwirken an Konzerten und Soloabende führten ihn bisher unter anderem nach Estland und in die Ukraine.“ (Kurzvita aus dem booklet).

Und diese CD hatte seine ganz besondere Bewandtnis:

„Diese CD wurde im Sommer 1997 zugunsten der Hilfskation für krebkranke Kinder „Millionen für Melodien“ produziert und wird bundesweit verteilt. Ab Dezember 1997 sind Informationen über das Spendenergebnis bei André Hartmann erhältlich“.

nun dnn, bis zum Jahr 2002 kamen so 50.000 € zusammen … da kann man nur sagen: Respekt !

AndréHartmann02
Aber das ist bei weitem nicht alles, was über diesen André Hartmann zu berichten ist. Denn so ging´s mit ihm dann weiter (man lese und staune):

2012: 2. Preis Goldene Weißwurst (München)

2010: Debüt als Singspiel-Darsteller von Münchens OB Christian Ude beim Starkbieranstich
auf dem Nockherberg in München (bis 2012)

2009: Übernahme des Zepters als Herzog Kasimir III bei den Damischen Rittern

2006: Förderpreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft

2005: Moderation German Ball der Deutschen Handelskammer in Beijing / China

MichaelHartmann012005: Debüt als Singspiel-Darsteller von Bundeskanzler Gerhard Schröder beim Starkbieranstich
auf dem Nockherberg in München (bis 2008)

2003: 2. Staatsexamen als Musiklehrer an Gymnasien in Bayern

2003: 2. Preis Kabarett Kaktus (München)

2001: Mit 25 Jahren bereits Solo-Konzerte und Kabarettshows auf allen 6 Kontinenten

2001: Moderation mehrerer Faschingskonzerte an der Hochschule für Musik und Theater
in München (bis 2008)

2000: Abschluss an der Hochschule für Musik und Theater in München

1999: Pianist der Entertainerin und Sängerin Veronika von Quast (bis 2003)

1998: Gründung des gemeinnützigen Vereines Nepalhilfe Starnberg e.V. und der dadurch
vollfinanzierten Grundschule für ärmste Kinder in Lalitpur/Nepal

1997: Pianist des Verwandlungskünstlers Frank Astor (bis 2004)

1997: Sammlung von über 50.000 € für krebskranke Kinder in München mit der Benefiz-CD
“Millionen für Melodien” (bis 2002)

1995: Abitur am Gymnasium Starnberg

Diese Aufzählung ist alles andere als abschließend … 2019 erhielt er den Schwabinger Kunstpreis.

Also, wenn da einer sein musikalisches Talent mit seiner kabarettistischen Ader verknüpft, dann ist das schon mal eine besondere Erwähnung wert … Und demnächst tritt er in der Lach- und Schießgesellschaft in München auf … ich denke mal, das Vergnügen gönn´ ich mir.

Hier aber der klassische Pianist in Reinkultur … und auch da macht er wahrlich keine schlechte Figur !

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André Hartmann mit Christian Ude (dem damaligen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und einer Lokalpolitikerin namens Annette Ganssmüller-Maluche (SPD)

Besetzung:
André Hartmann (piano)

Booklet01A

Titel:

Johann Sebastian Bach:
01. Präludium c-Moll 1.56

Ludwig van Beethoven:
02. Mondscheinsonate op. 27 Nr. 2 Adagio sostenuto 5.23

Robert Schumann:
03. Träumerei 1.54
04. Wichtige Begebenheit 1.24

Felix Mendelssohn-Bartholdy:
05. Lieder ohne Worte op. 19 Nr. 1 2.26

Frederic Chopin:
06. Fantasie-Impromptu op. 66 4.47
07. Mazurka op. 7 Nr. 2 3.35
08. Mazurka op. 68 Nr. 3 1.40
09. Walzer cis-Moll op. 64 Nr. 2 2.256

Sergej Rachmaninow:
10. Prélude cis-Moll 4.41

George Gershwin:
11. Prélude No. 1 2.34
12. Oh Lady Be Good 1.13

Ernst Toch:
13. Der Jongleur op. 31 Nr. 3 1.57

CD1

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Und hier die Startseite seiner Homepage im Jahr 2019:

Website

Michael Schneider – An der Orgel in Amorbach (1979)

FrontCover1Dass das Billig-Label Europa sich bei seinen Musikproduktionen des öfteren „unbekannter, namenloser“ Musiker bediente, ist hinlänglich bekannt. Dieses Label konnte aber auch anders, wie diese Produktion beweist.

Michael Schneider (* 4. März 1909 in Weimar; † 26. November 1994 in Köln) war ein deutscher Organist, Chorleiter, Musikpädagoge und Musikwissenschaftler.

Michael Schneider studierte von 1927 bis 1930 an der Musikhochschule Weimar bei Bruno Hinze-Reinhold Klavier, bei Friedrich Martin Orgel und bei Richard Wetz Komposition. Anschließend ging er für ein Jahr an das kirchenmusikalische Institut in Leipzig, wo Karl Straube (Orgel), Kurt Thomas (Chorleitung) und Robert Teichmüller (Klavier) seine Lehrer waren.

Nach Abschluss seines Studiums wurde er zum Organisten an der Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche) in seiner Heimatstadt berufen und unterrichtete zugleich an der dortigen Musikhochschule. 1934 wurde er Hauptorganist und Kantor an der Matthäuskirche in München sowie 1935 Lehrer an der Staatlichen Akademie der Tonkunst.

MichaelSchneider011936 bis 1941 war Schneider Professor für Orgel und Leiter der Abteilung für evangelische Kirchenmusik an der Musikhochschule Köln und übernahm gleichzeitig die künstlerische Leitung des Kölner Bach-Vereins. An der Universität Köln promovierte er 1940 über Die Orgelspieltechnik des frühen 19. Jahrhunderts in Deutschland, dargestellt an den Orgelschulen der Zeit (erschienen Regensburg 1941, ²1964, ³1973) und schloss damit sein musikwissenschaftliches Studium, das er in Jena (Werner Danckert) und München (Rudolf von Ficker) begonnen hatte, ab. Während des Krieges leitete er von 1942 bis 1944 die Berliner Kantorei (Singgemeinschaft Rudolf Lamy), 1944/45 den Bruckner-Chor in Linz. 1945 ging er zurück nach München und wurde Organist und Kantor an der Markuskirche (1949 Kirchenmusikdirektor); ab 1948 unterrichtete er wieder an der Münchener Musikhochschule.

1951 war er drei Monate bei Marcel Dupré in Paris und folgte im gleichen Jahr einem Ruf an die Musikhochschule Detmold, wo er wiederum Professor für Orgel und Leiter der Abteilung für evangelische Kirchenmusik wurde und dort 1953–57 die Position des stellvertretenden Direktors bekleidete. Parallel dirigierte er von 1951 bis 1959 den Bielefelder Musikverein.

Ab 1958 lehrte er an der Berliner Musikhochschule und leitete von 1961 bis 1965 zugleich die Studentenkantorei der Technischen und der Freien Universität. Außerdem war er Organist an der Kirche zum Heilsbronnen. 1965 wechselte er nochmals an die Musikhochschule Köln und wurde hier erneut Leiter der Abteilung für evangelische Kirchenmusik, Orgelprofessor und zugleich Organist des Gürzenich-Orchesters. Nach seiner Emeritierung 1975 nahm er in Köln weiterhin einen Lehrauftrag wahr. Darüber hinaus setzte er seine umfangreiche Konzert- und freie Lehrtätigkeit im In- und Ausland fort, unter anderem auch als Gastprofessor an mehreren amerikanischen Universitäten.
Bedeutung

MichaelSchneider03
Durch Karl Straube direkt mit der Reger-Tradition verbunden, versuchte er in seiner Spiel- und Unterrichtspraxis die Prinzipien der Leipziger Schule Straubes mit denen der Pariser Schule Duprés zu vereinigen. Dabei stand er neuen musikwissenschaftlichen Erkenntnissen und daraus resultierenden Entwicklungen für das Orgelspiel stets offen gegenüber. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen neoklassizistischen Orgelschule. Werke von Johann Nepomuk David, Karl Höller, Max Baumann, Hermann Schroeder (Orgelkonzert op. 25) und Frank Michael Beyer verdanken ihm ihre Uraufführung. Seit den 1950er Jahren machte er auch zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen, unter anderem mit Musik von Scheidt, Buxtehude, Pachelbel, Bach und Schroeder.

Michael Schneider prägte als Lehrer an fünf bedeutenden Musikhochschulen über Jahrzehnte die Organistenausbildung. Zu seinen Schülern gehörten Jürg Baur, Paul Damjakob, Egidius Doll, Hans Eugen Frischknecht, Johannes Geffert, Klaus Germann, Rudolf Innig, Klaus Dieter Kern, Jon Laukvik, Heinz Lohmann, Stefan Palm, Roland Ploeger, Andreas Rothkopf, Almut Rößler, Hartmut Schmidt, Ernst Triebel und Gerd Zacher. (Quelle: wikipedia)

Aufgenommen wurde diese exquisite Scheibe im Kloster Amorbach:

Kloster Amorbach

Kloster Amorbach

Das Kloster Amorbach im Odenwald war eine Benediktinerabtei und eine der frühesten Klostergründungen im mainfränkischen Raum. Es lag in Amorbach und wurde 1803 im Rahmen der Säkularisation aufgehoben. Seit 1803 gehören die Gebäude und Ländereien den Fürsten zu Leiningen.

Vier Benediktinerklöstern war von der fränkischen Zentralgewalt der Karolinger die Aufgabe zugewiesen, das unbesiedelte Waldgebiet des Odenwaldes zu erschließen: das Kloster Lorsch von Westen her[, das Kloster Fulda von Norden, das Kloster Amorbach von Osten und das Kloster Mosbach von Süden. Das Kloster Amorbach hatte die größte Bedeutung für die kirchliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im östlichen Odenwald. (Quelle: wikipedia)

Und die dort beheimatete Orgel kann auf eine wahrlich beeindruckende Historie zurückblicken:

Als die heutige Fürstliche Kirche (damalige Benediktiner-Abteikirche) 1782 von der Werkstatt Stumm in Rhaunen-Sulzbach/Hunsrück ein Orgelwerk mit 45 Stimmen auf drei Manualen und Pedal erhielt, dessen Bau acht Jahre in Anspruch genommen hatte, besaß Amorbach nicht nur die größte jemals erbaute Stumm-Orgel, sondern zugleich eine der größten Barockorgeln Europas. Der monumentale, ganz in Weiß und Gold gehaltene Prospekt ist mit bildhauerischem Schmuck der Brüder Schäfer aus Karlstadt am Main verziert.

Karte

Eine erste Umgestaltung erfuhr die Orgel 1868 durch G.F.Steinmeyer & Co.; danach kam es im 20. Jahrhundert zu weiteren Veränderungen, bis 1982 eine durchgreifende Restaurierung durch die Firmen G.F.Steinmeyer & Co. und Johannes Klais erfolgte, welche die Orgel ihrem Originalzustand wieder näher brachte. Dabei wurden die drei Stumm’schen Manualwerke in Disposition und technischer Anlage originalgetreu rekonstruiert, die Pedaldisposition erweitert und ein Récit französischer Prägung als 4.Manual hinzugefügt, sodass die Orgel heute 66 Register besitzt, von denen 25 ganz oder teilweise noch von 1782 stammen. Zu den insgesamt 5116 Pfeifen kommen noch 30 Schalenglocken eines Diskant-Glockenspiels hinzu.

Das Instrument steht im Mittelpunkt der „Amorbacher Abteikonzerte“, einer mit international renommierten Künstlern besetzten Reihe, die seit mehr als 60 Jahren einen Anziehungspunkt für Musikfreunde aus ganz Deutschland bildet.

Um die Stumm-Orgel auch breiteren Hörerkreisen zu erschließen, finden darüber hinaus Orgelvorspiele und Orgelführungen statt. Des weiteren erklingt das Werk bei den regelmäßigen Gottesdiensten der evangelischen Gemeinde. (Quelle: orgel-information.de)

Man höre und geniesse und diesem Genuss haben wir mal wieder dem Mr. Yancy aus dem schönen Hessenlande zu verdanken !!!

Die Orgel im Kloster Amorbach

Die Orgel im Kloster Amorbach

Besetzung:
Michael Schneider (organ)

BackCoverTitel:
01. Präludium und Fuge in G-moll (Buxtehude) 8.03
02. Choralvorspiel „In Dir Ist Freude“ BWV 615 (Bach) 2.47
03. Präludium und Fuge d-moll op.37 Nr.3 (Bartholdy) 8.04
04. Sonate Nr. 1 Es-dur BWV 525 (Bach) 10.01
05. Choralvorspiel „Wachet Auf, Ruft Uns Die Stimme“ BWV 645 (Bach) 4.48
06. Ciacone In F (Pachelbel) 7.20
07. Präludium Und Fuge In A-moll BWV 543 (Bach) 7.55

LabelB1

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CDFront+BackCover

CD Front+ Backcover

Michael Kapsner – Die Oßmannstedter Orgelhandschrift (2010)

FrontCover1Als ich damals, im Jahre 2015 n.Chr. in Weimar weile und  auf Geheiß des ehrenwerten Herrn Ärmel das Wielandsgut Oßmannstedt besichtigte (das ist dann aber schon ein eigenes Kapitel wert !) stieß ich auf einen bemerkenswerten Fund.

Die Rede ist von der sog. „Oßmannstedter Orgelhandschrift“

Und so erzählt sich die Geschichte dieser Handschrift:

Ursprünglich ging es bei dieser CD-Produktion darum, das wunderbar sorgfältig restaurierte Meisterwerk des jungen Orgelbauers Benjamin Witzmann mit einem historisch passenden Programm vorzustellen. 1810 wurde die Orgel in der Oßmannstädter Peterskirche fertiggestellt. Doch was wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf dieser Orgel typischerweise gespielt? Die landläufige Meinung zur Orgelgeschichte besagt, daß die Entwicklung der Orgelmusik mit Bach zunächst aufhört, um dann erst mit Mendelssohn und Liszt wieder neu zu beginnen. Betrachtet man die sogenannte „Heroengeschichte“, also die bedeutendsten Komponisten zwischen ca. 1750 und 1850, dann scheint dieser Eindruck auch durchaus zu stimmen. Die Großmeister der musikalischen Klassik interessieren sich einfach nicht besonders für die Orgel.

Inschrift
Wie es der Zufall will, wurde im Rahmen der Aufräumarbeiten zur Vorbereitung der Orgelrestaurierung in der Peterskirche eine Handschrift gefunden, genauer eine handschriftliche Zusammenstellung verschiedener Orgelwerke, die mit ihren deutlichen Gebrauchsspuren offensichtlich als Sammelwerk zum Orgelspiel in der Gemeinde verwendet worden ist. In dem Band lassen sich unterschiedliche Handschriften erkennen und einer der Kopisten trug das Datum 1850 ein. Durch diesen Fund war klar: Mit diesen Werken soll die Orgel auf dieser CD vorgestellt werden.

Betrachtet man die in der Handschrift vertretenen Komponisten, dann finden sich zwischen wenigen Werken von J. S. Bach und G. F. Händel auf der einen, und Mendelssohn und Spohr auf der anderen Seite, vor allem Werke von Kittel, Rink, Fischer und Töpfer. Das sind in der Thüringer Orgeltradition keineswegs unbekannte Namen, die in Lehrer- Schüler- Beziehung eine ungebrochene Musiziertradition von Bach bis Mendelsohn repräsentieren, als deren Zentrum die Predigerkirche in Erfurt gesehen werden kann. Damit füllt sich zumindest für Thüringen die Lücke zwischen Bach und Mendelsohn, wie diese Handschrift eindrucksvoll belegt. Auch zeigt sie in der Gewichtung der Komponisten deutlich das Bestreben, vor allem die damals „zeitgenössische“ bzw. „aktuelle Musik“ zur Verfügung zu stellen.

Booklet01A
Eine musikwissenschaftliche Aufarbeitung der Ossmannstädter Orgelhandschrift steht noch aus. Daher werden die hier aufgenommenen Werke auch nach ihrer Zuschreibung bezeichnet, wie sie in der Handschrift vorgenommen wurde. Es ist durchaus möglich, daß sich hier noch unbekannte Werke  befinden. So ist z.B. ein „Adagio“ für Orgel, das hier Luis Spohr zugeschrieben wird, in dessen Werkverzeichnis nicht zu finden. Ob es sich um eine Adaption eines anderen Werkes von Spohr handelt oder möglicher Weise um ein bisher nicht verzeichnetes Originalwerk, ist derzeit nicht zu klären.

Michael Kapsner

Michael Kapsner

Interessant ist auch die Frage, ob diese Handschrift eine Ausnahme darstellt, oder ob es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts üblich war, handschriftlich Sammelbände für die Landgemeinden zu erstellen. In jedem Fall wirft diese Handschrift ein erhellendes Licht auf die lebendige Orgelkultur jener Zeit und das mit Werken, deren hohes Niveau in Bezug auf das Kompositionshandwerk dem Organisten ein erhebliches spieltechnisches Können abverlangt. Wer hätte dies in der kleinen ossmannstädter Dorfkirche vermutet?

An dieser Stelle ist besonders Prof. Michael Kapsner zu danken, der mit großer Sorgfalt einen repräsentativen Querschnitt an Werken aus der Handschrift für diese CD ausgewählt und durch sein besonderes Engagement als Organist diese Aufnahmen überhaupt erst möglich gemacht hat.(Quelle: Begleitheft)

Und Dank dieses wohl wirklich einmaligem Fund können wir hier nun nicht nür die „Klassiker“, Bach, Händel und Mendelssohn Bartholdy hören. Nein, hier erklingen nun erstmalig auch meisterliche Werke von so unbekannten Komponisten wie Johann Christian Kittel, Johann Christian Heinrich Rink, Michael Gotthard. Fischer und Johann Gottlob Töpfer.

Also, wenn das kein Leckerbissen für Freunde der gepflegten Orgelmusik ist, dann weiss ich es auch niht mehr … Viel Vergnügen !

Booklet02A
Besetzung:

Michael Kapsner (organ)

BookletBackCover1

Titel:
01. No: 5 / Fuge (Händel) 3.05
02. No: 17 / Praeludium / Allegro con brio (Rink) 2.27
03. No: 19 / Adagio (Rink) 1.15
04. No: 21 / Con allegrezza. Laßt uns alle fröhlich sein (Töpfer) 0.56
05. No: 22 / Manualiter. Vom Himmel hoch da komm ich her (Fischer) 0.49
06. No: 25 / Praeludium (Kittel) 1.56
07. Adagio cantabile (ohne Nummer nach der No: 25 eingefügt).(Rink) 1.10
08. No: 29 / Praeludium.(Kittel) 2.03
09. No: 30 / Praeludium.(Kittel) 2.01
10. No: 31 / Fuge (bekannt als BWV 543).(Bach) 6.08
11. No: 33 / Praeludium./ Moderato. Mit zarten Stimmen (Rink) 1.51
12. No: 36 / Fuga.(Händel) 3.22
13. No: 40 / Nachspiel fürs volle Werk./ Mäßig langsam.(Fischer)  5.01
14. No: 41 / Vorspiel zu: ein´ feste Burg ist unser Gott. / Risoluto.(Fischer) 1.25
15. No:45 / Praeludium und Fuge über den Namen „Bach“ (Bach) 5.08
16. No: 48 / Sonate v / Andante (Mendelssohn Bartholdy) 1.15
17. No: 48 / Sonate v / Andante con Moto (Mendelssohn Bartholdy) 2.41
18. No: 48 / Sonate v / Allegro maestoso (Mendelssohn Bartholdy) 4.32
19. 61  / Fughette / Mit vollem Werk (Bach) 1.25  [ 1:25]
20. 62 / Adagio. Mit sanften Stimmen und abwechselnden Manualen (Spohr) 5.46
21. 65 / Praeludium über: Nun danket alle Gott. Vivace / Volles Werk (Töpfer) 1.08
22. 68 / Praeludium: Allein Gott in der Höh sei Ehr. Animato (Töpfer) 1.10
23. 70 / Praeludium: Mir nach spricht Christus (Töpfer) 2.01
24. 78. / Fugirtes Nachspiel. Moderato (Rink) 5.48
25. No 79. / Gravita. Für volle Orgel (Rink) 1.51

CD1

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StPetersKirche

Die St. Peter Kirche zu Oßmannstedt

Albert Schweitzer – Bach (1952)

FrontCover1Der Albert Schweitzer (* 14. Januar 1875 in Kaysersberg im Oberelsass bei Colmar; † 4. September 1965 in Lambaréné, Gabun) war  ein deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist.

Schweitzer gründete ein Krankenhaus in Lambaréné im zentralafrikanischen Gabun. Er veröffentlichte theologische und philosophische Schriften, Arbeiten zur Musik, insbesondere zu Johann Sebastian Bach, sowie autobiographische Schriften in zahlreichen und vielbeachteten Werken. 1953 wurde ihm der Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 zuerkannt, den er 1954 entgegennahm. (Quelle: wikipedia)

Hier mal ein wenig ausführlicher seine Lebensleistung als Musiker und insbesondere Bach-Interpret:

Albert Schweitzer war ein bekannter Organist, Musikwissenschaftler, Theoretiker des Orgelbaus und einer der für das 20. Jahrhundert stilbildenden Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs.

Schweitzers Ansichten zum Orgelspiel sind von seinen religiösen Vorstellungen nicht zu trennen. So meint er z. B. in Bezug auf die Wiedergabe von Orgelwerken im Konzertsaal:

„Durch die Wahl der Stücke und die Art der Wiedergabe suche ich den Konzertsaal zur Kirche zu machen. […] Durch ihren gleichmäßigen und dauernd aushaltbaren Ton hat die Orgel etwas von der Art des Ewigen an sich. Auch in dem profanen Raum kann sie nicht zum profanen Instrument werden.“

Als einer der Hauptvertreter der sogenannten Elsässisch-Neudeutschen Orgelreform propagierte Schweitzer seit Anfang des 20. Jahrhunderts gegen die damals in Deutschland üblicherweise gebauten Instrumente einen neuen Orgeltyp: Diese Orgel sollte den ausgewogenen Plenum-Klang der französischen spätromantischen Orgel Cavaillé-Colls, die verschmelzungsfähigen Zungenstimmen der deutschen und englischen Romantik und den Obertonreichtum der alten klassischen Orgeln des Elsass („Silbermann-Orgeln“) miteinander verbinden. Eine neue Spieltischgestaltung sollte die Logik und Übersichtlichkeit der französischen Spielanlage und die in Deutschland gebräuchlichen Spielhilfen vereinen (Deutsche und französische Orgelbaukunst und Orgelkunst. Leipzig 1906).

OrgelStraßburg

Die nach den Plänen von Albert Schweitzer 1905 gebaute Orgel in der Thomaskirche in Straßburg

Vor allem im Elsass wurden mehrere Orgeln nach Schweitzers Vorstellungen realisiert. Registerreiche Reformorgeln entstanden in St. Reinoldi, Dortmund (1909, V/P 105, 1939 um ein Rückpositiv mit sechs Registern erweitert, 1943/44 zerstört), und Sankt Michaelis, Hamburg (1912, V/P 163, nach Kriegsschäden 1943 durch den Neubau von 1962 ersetzt). Schweitzers Vorstellungen von der Orgel galten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit der zunehmenden Bedeutung der Orgelbewegung zunächst als weitgehend überholt. Mit der erneuten Wertschätzung der Orgel des 19. Jahrhunderts, mit der Begeisterung für Orgelbau und Orgelmusik der französischen Spätromantik seit den 1970er Jahren zeigen besonders im deutschsprachigen Raum viele Orgelneubauten, die eine Synthese verschiedener historischer Stilelemente anstreben, eine Nähe zu Schweitzers Vorstellungen. Schweitzer wirkte bewusstseinsbildend für die wachsende Wertschätzung alter Orgeln im frühen 20. Jahrhundert. Auch in der Zeit seines Wirkens in Afrika setzte er sich immer wieder für die Erhaltung historischer Instrumente ein und begleitete Neubauten mit seinem Rat.

AlbertSchweitzer02Neben der Orgel beschäftigte Schweitzer sich mit dem Geigenbau, genauer mit dem Geigenbogen. Ausgangspunkt war seine Kritik an dem Spiel der mehrstimmigen Passagen in Bachs Solo-Violinsonaten und Suiten für Violoncello solo. Mit dem modernen, steifen, leicht konkaven Bogen lassen sich nur zwei Saiten gleichzeitig zum Klingen bringen. Als Notbehelf wird arpeggiert oder mit Intervallzerlegung gearbeitet, d. h. zunächst werden die unteren beiden, danach die oberen beiden Töne gespielt. Schweitzer störte das Zerbrechen der Akkorde, die damit verbundenen Kratzgeräusche, die Pausen zwischen den Akkorden, das ständige Fortespiel und die unsinnige Stimmführung. Dagegen ging er davon aus, dass vierstimmiges Geigenspiel zu Bachs Zeit auch tatsächlich möglich und üblich war und sah sich in Berichten zum Beispiel über den norddeutschen Musiker und Bachs älteren Zeitgenossen Nicolaus Bruhns bestätigt. Der Schlüssel lag in der Verwendung eines konvexen Bogens, dessen Haare beim Spiel so entspannt werden können, dass ein gleichzeitiges Anstreichen aller Saiten möglich ist. Schweitzer sah die einzige Möglichkeit, das Problem zu lösen, in einer Neukonstruktion; gemeinsam mit dem Geiger Rolph Schröder entwickelte er einen konvexen Bogen mit einer Hebelapparatur am unteren Ende, mit der die Entspannung der Haare beim Spiel möglich war. Er nannte diesen Bogen „Bachbogen“, wohl wissend, dass er damit kein historisches Instrument aus Bachs Zeit, sondern eben eine Neukonstruktion vorgelegt hatte. Heute wird dieser Bogen als Rundbogen bezeichnet. Nur wenige Geiger praktizieren heute dieses Spiel, unter ihnen Rudolf Gähler, der zu diesem Thema auch ein Buch veröffentlicht hat.

Als Bach-Interpret wandte sich Schweitzer gegen die seiner Meinung nach übertriebene dynamische und farbliche Differenzierung des spätromantischen Orgelspiels, wie sie sich in Deutschland und Mitteleuropa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss der Liszt-Schule etabliert hatte. Er wurde darin bestärkt durch seine Kenntnis der französischen Tradition des Bach-Spiels und seine Studien bei Charles-Marie Widor, Komponist und Organist an Saint-Sulpice in Paris.

„Weil Bachs Musik Architektur ist, sind bei ihr crescendi und decrescendi, die in der Beethovenschen und Nachbeethovenschen Musik Gefühlserlebnissen entsprechen, nicht angebracht. Eine Abwechslung zwischen Stark und Schwach ist in ihr sinnvoll insoweit, als sie dazu dient, Hauptsätze hervor- und Nebensätze zurücktreten zu lassen. Nur innerhalb dieser forti und piani sind deklamatorische crescendi und descrescendi angebracht. Verwischen sie den Unterschied zwischen forte und piano, so machen sie die Architektur des Stückes zunichte.“

AlbertSchweitzer03Schweitzer propagierte für die freien Orgelwerke Bachs eine einheitliche, behutsam terrassendynamisch gestaffelte Registrierung. Der Jalousieschweller sollte allenfalls für großräumige Steigerungen und zum Nachzeichnen melodischer Bögen verwendet werden. Der Gebrauch des Registerschwellers (Walze) beim Solovortrag alter Orgelmusik galt Schweitzer als unkünstlerisch. Er vermied als Interpret Extreme. Er wählte und propagierte langsame Tempi, die seiner Ansicht nach die Erfassbarkeit der polyphonen Strukturen gewährleisten, der Aufführungspraxis zu Bachs Zeit entsprächen, und sah die häufige Praxis eines aus seiner Sicht zu schnellen Spiels als erfolglosen Versuch des Ausgleichs mangelnder Plastik des Vortrags. Außerdem praktizierte er eine zurückhaltende Agogik. Die Phrasierung soll nach Schweitzer immer dem jeweiligen Formzusammenhang untergeordnet sein. Er verwirft dabei gleichermaßen ein durchgängiges staccato wie legato.

„Während man zur Mitte des 19. Jahrhunderts Bach merkwürdigerweise durchgängig staccato spielte, verfiel man nachher in das andere Extrem, ihn in monotonem Legato wiederzugeben. Also lernte ich es 1913 bei Widor. Mit der Zeit aber ging mir auf, daß Bach lebendige Phrasierung verlangt. Er denkt als Violinist. Die Noten sind bei ihm in der Art untereinander zu verbinden und voneinander abzusetzen, wie dies dem Violinbogen natürlich ist. […] Es ist ganz falsch, zu meinen, daß in der monotonen Bindung den Anforderungen des Meisters am besten entsprochen wird.“

In Lambarene spielte Schweitzer nach seiner Arbeit im Hospital auf einem extra für ihn gebauten tropenfesten Klavier mit Orgelpedal. Er übte damit auch für seine Schallplatteneinspielungen und die Orgelkonzerte, deren Erlös seiner karitativen Arbeit zugutekam. Seine Schallplattenaufnahmen mit Werken Bachs in Allhallows Barking-by-the-Tower, London (Dezember 1935), und Sainte-Aurélie, Straßburg (Oktober 1936), sowie an der 1931 nach seinen Vorstellungen gebauten kleinen Orgel der Pfarrkirche in Günsbach (Anfang 1950er-Jahre) mit Werken von Bach, Franck und Mendelssohn liegen in verschiedenen Wiederveröffentlichungen vor.

Schweitzers Orgellehrer Charles-Marie Widor regte auch ein Buch über Johann Sebastian Bach an, durch das die französische Orgelwelt stärker mit der für Bach grundlegenden protestantischen Kirchenmusik und ihrem Wortbezug vertraut gemacht werden sollte (J. S. Bach, le musicien-poète. Paris u. Leipzig 1905). Widor selbst, Schweitzer freundschaftlich zugetan, verfasste dazu das Vorwort. Er riet auch zu einer deutschen Fassung, woraus durch völlige Neubearbeitung Schweitzers große Bach-Monographie (Johann Sebastian Bach. Leipzig 1908) entstand, ebenfalls mit einem Vorwort Widors versehen. Während die biographischen Details und die Datierung insbesondere der Kantaten inzwischen durch die Bachforschung weitgehend überholt beziehungsweise erweitert worden sind, ist die Bach-Monographie in musikästhetischer Hinsicht nach wie vor ein Standardwerk von großer geistes- und wissenschaftsgeschichtlicher Bedeutung. Schweitzer hebt besonders den im Werk J. S. Bachs konventionalisierten Gebrauch von Themen und Motiven, Tonarten und Instrumenten hervor. Er hat damit vergleichsweise früh, ohne die Termini zu verwenden, die rhetorische Qualität („Klangrede“) der Alten Musik und die Bedeutung der Affektenlehre thematisiert. Den Schlüssel sah er dabei in den Kantaten. Er fand immer wiederkehrende, sehr bildliche Motive, am auffallendsten bei der Beschreibung von Bewegungen wie etwa Gehen, Laufen, Fallen, Darniedersinken oder bewegungsintensiven Dingen wie Schlangen, Wogen, Schiffe, Flügel, ebenso abstrakte, bestimmte Affekte wie Freude, Trauer, Schmerz oder Lachen, Seufzer, Ächzen, Weinen beschreibende Motive. Schweitzer stellt diese musikalische Sprache systematisch dar und gibt dem Bach-Interpreten Hinweise, wie einzelne Motive zu artikulieren und gestalten seien, um die zugrunde liegenden Bilder herauszuarbeiten. Er zeigt auch, dass zum Beispiel die Orgel-Choralbearbeitungen diese Sprache enthalten und zum Verständnis und zur Darbietung dieser Musik die Kenntnis des Choraltextes gehört.

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Ein wichtiger Denkanstoß dürfte Schweitzer von der an sich völlig anders gearteten Leitmotivik Richard Wagners gekommen sein, dessen Musik er sehr schätzte. Allerdings arbeitet er in dem Kapitel „Dichterische und malerische Musik“ seiner Bach-Monographie die grundlegend unterschiedlichen Herangehensweisen der beiden Komponisten beim Umgang mit Themen und Motiven heraus. Bei Wagner und anderen „dichtenden“ Musikern werde versucht, ein dramatisches Geschehen als „ästhetische Ideenassoziationen“ mit der Musik auf die Zuhörer zu übertragen; sie richteten sich mitsamt ihren (Leit-)Motiven an das Gefühl. Bach und andere „malende“ Musiker stellten das Geschehen in Bildern oder aufeinander folgenden Bildern dar. Ihre Motive und Themen wendeten sich an die Vorstellungskraft und die Phantasie der Zuhörer.
Herausgeber von Bachs Orgelwerken

Schweitzer war auch Mitherausgeber einer Ausgabe von Bachs Orgelwerken. Die ersten fünf Bände der Bachschen Orgelwerke erschienen 1912/13 in Deutsch, Englisch und Französisch. Herausgeber waren Charles-Marie Widor und Albert Schweitzer. Sie enthalten die Präludien, Toccaten, Fantasien, Fugen, die Canzona und Passacaglia, sowie die Konzerte und Triosonaten. Band VI wurde 1954 veröffentlicht, die Bände VII und VIII folgten erst 1967 nach Schweitzers Tod. Die von Widor und Schweitzer damals angewandten Prinzipien wie die Ausgabe der Noten als unberührtem Urtext ohne z. B. nachträglich eingefügte dynamische Abstufungen, Fingersätzen, usw., die genaue Beachtung aller auf Bach selbst zurückgehenden Anordnungen, und die Beschränkung der Auffassung der Herausgeber auf das Vorwort waren für die damalige Zeit ungewöhnliche und zukunftsweisende Prinzipien. (Quelle: wikipedia)

AlbertSchweitzer01

Albert Schweitzer an der Orgel der Pfarrkirche zu Günsbach (Elsass) – Hier entstanden die Aufnahmen dieser EP

 

Hier nun einer seiner großartigen Bachaufnahmen, ergänzt habe ich sie um eine Alternativfassung von dem Choralvorspiel „“O Mensch, bewein´dein´Sünde gross“: Man höre, staune und genieße !

Briefmarke

Besetzung:
Albert Schweitzer (organ)

BackCover1
Titel:
01. Choralvorspiel „O Mensch, bewein´dein´Sünde gross“, BWV 622 (Version I) / 5.36
02. Toccata und Fuge d-moll, BWV 565 / 8.54
03. Choralvorspiel „Nun komm´ der Heiden Heiland“, BWV 659 / 5.13
04. Präludium und Fuge, f-moll, BWV 534 / 10.17
+
05. Choralvorspiel „O Mensch, bewein´dein´Sünde gross“, BWV 622 (Version II) / 5.36

LabelA1

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Matthias Dreißig – An der Schuke-Orgel (Predigerkirche Erfurt) (2005)

Interessant, dass diverse Orgel-Alben stets in Verbindung mit dem jeweiligen Orgelerbauer gebracht werden. So auch hier:

Die Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH ist eine deutsche Orgelbaufirma aus Potsdam.

Das Unternehmen wurde 1820 durch den Orgelbauer Gottlieb Heise in Potsdam gegründet. Im Jahr 1848 übernahm sein Schüler Carl Ludwig Gesell die Firmenleitung, zunächst zusammen mit Gustav Schulz, der sich aber bald selbstständig machte. Ab 1868 übernahm der Sohn Carl Eduard Gesell die Führung. Als dieser 1894 kinderlos starb, kaufte Alexander Schuke das Unternehmen, das er in der Folgezeit zu einer der bekanntesten Orgelbaufirmen machte. Nach seinem Tod 1933 leiteten die beiden Söhne, Karl Ludwig Schuke und Hans Joachim Schuke, das Unternehmen gemeinsam.

1950 entschieden die beiden Brüder, in Berlin eine zweite Orgelbauwerkstatt zu gründen. Die damalige politische und wirtschaftliche Situation im Nachkriegs-Deutschland ließ es ratsam erscheinen, im Fall sich wirtschaftlich weiter einengender Verhältnisse im Westteil Berlins eine betriebsbereite Arbeitsmöglichkeit zu schaffen. Hans-Joachim Schuke führte die Potsdamer Firma, die weiter in Privathand war, allein weiter. Karl Schuke nahm mit seinem Umzug 1953 nach Berlin die Gelegenheit wahr, die Berliner Werkstatt vom Potsdamer Betrieb zu trennen und führte sie SchukeOrgelunter dem Namen Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH weiter. 1972 wurde das Unternehmen in der DDR enteignet und als VEB Potsdamer Schuke Orgelbau weitergeführt. Orgelbaumeister Matthias Schuke, seit 1974 Mitarbeiter, reprivatisierte 1990 im Zuge der ökonomischen und politischen Wende das Unternehmen erfolgreich und ist seit dieser Zeit Inhaber und Geschäftsführer.

2004 bezog das Unternehmen ein neues Werkstattgebäude in den Havelauen in Werder (Havel).

Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Auslieferung von Orgelneubauten in die Ukraine und nach Russland sowie von Zahlungsausfällen aus diesen Ländern musste die Firma im November 2014 Insolvenz anmelden. Aus Solidarität mit der traditionsreichen Orgelbaufirma zogen einige Kunden geplante Aufträge vor. Der Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorf, der das Unternehmen saniert, geht davon aus, dass die Alexander Schuke Orgelbau GmbH Mitte des Jahres 2015 wieder auf eigenen Füßen stehen wird.

Alexander Schuke baute zunächst die Kegellade, die er bei seinem Lehrmeister Eduard Gesell kennengelernt hatte. In solider Konstruktion verband er diese Technik mit der Röhrenpneumatik. Bald entwickelte sich die Firma neben Dinse und Sauer zu einem der führenden Orgelbauunternehmen in Brandenburg. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die elektrische Traktur standardmäßig eingeführt. Im Zuge der Orgelreformbewegungen unter Albert Schweitzer und Hans Henny Jahnn orientierte Schuke sich jedoch wieder an den Prinzipien des klassischen Orgelbaus und kehrte zur mechanischen Schleiflade zurück. Ende der 1950er Jahre wurden die ersten Restaurierungen historischer Instrumente durchgeführt. Inzwischen ist das Unternehmen durch bedeutende Restaurierungen hervorgetreten, so bei der Scherer-Orgel in Tangermünde (1624) und den Wagner-Orgeln in Brandenburg an der Havel (1725) und Angermünde (1744). In Zusammenarbeit mit Schuke entwickelt die Universität Potsdam Messverfahren, mit denen die originalgetreue Klanggebung historischer Orgelpfeifen ermittelt werden kann.

Die Opus-Liste umfasst 627 Orgelneubauten zwischen 1895 und 2011. Hinzu kommen mehr als 60 Restaurierungen, deren Anteil seit dem Ende der 1990er Jahre stark zugenommen hat, sowie etliche Umbauten und Erweiterungen bestehender Werke. (Quelle: wikipedia)

Und auf der Schuke Orgel in der Predigerkirch zu Erfurt verzaubert uns Matthias Dreißig mit machtvollen Orgelklängen, die, ja, die ich immer wieder aufs neue liebe.

MathiasDreissig
Und allein seine Kurzvita ist beeindruckend:

1979 – 1984 Studium der Kirchenmusik an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar bei Prof. Rainer Böhme

1984 – 1988 Zusatzstudium im Rahmen der Absolventenförderung bei KMD Prof. Johannes Schäfer

1983 Teilnahme an den Prager Meisterkursen

1984 Diplom und 4. Platz beim Internationalen Orgelwettbewerb „Prager Frühling“

seit 1984 Dozent für Orgel an der Evang. Hochschule für Kirchenmusik Halle/Saale

1985 – 1994 Kantor in Bad Frankenhausen/Kyffh.

seit 1994 Organist der Predigerkirche Erfurt

seit 1995 Lehrauftrag für Orgel an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar

2000 Verleihung des Titels „Kirchenmusikdirektor“

2005 Berufung zum Honorarprofessor an die Musikhochschule „Franz Liszt“ Weimar

rege Konzerttätigkeit im In-und Ausland (Tschechien, Schweiz, Italien, Rumänien, Frankreich, Polen, Russland, Finnland, Dänemark, Litauen)

Also … lausche, wer lauschen kann (und mag) und lese, wer lesen kann (*g*), denn im Begleitheft findet man eine Fülle von Informationen zu den einzelnen Werken.

Booklet01ABesetzung:
Matthias Dreißig

Booklet12A

Titel:

Johann Sebastian Bach:

Präludium und Fuge c-moll BWV 546:
01. Präludium 7.30
02. Fuge 6.29

Aus dem Dritten Teil der „Clavier-Übung“

03. „Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit“ BWV 669, 3.00
04. „Christe, aller Welt Trost“ BWV 670, 4.59
05. „Kyrie, Gott heiliger Geist“ BWV 671, 4.57

Felix Mendelssohn Bartholdy:

Sonate Nr. 1 f-moll, op. 65
06. Allegro moderato e serioso, 5.55
07. Adagio, 3.34
08. Andante – Rezitativ, 3.58
09. Allegro assai vivace, 03:33

Johann Pachelbel:
10. Ciacona f-moll, 8.39

Sigfrid Karg-Elert:

Passacaglia und Fuge über B-A-C-H, op. 150
11. Passacaglia, 14.45
12. Fuge, 07:26

InletA
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