Bachorchester des Gewandhaus Leipzig (Helmut Koch) – Johann Sebastian Bach – Brandenburgische Konzerte 2 – 3 – 5 (1966)

FrontCover1In wikipedia steht geschrieben:

„Die Klassikaufnahmen des Labels Eterna gehören heute unter Vinylsammlern zu den klanglich und interpretatorisch besten Aufnahmen und sind teilweise sehr gesucht … “

Hier eine Aufnahme von den Brandenburgischen Konzerten Nr.2, Nr. 3 und Nr. 5, eingespielt vom Bachorchester des Gewandhaus Leipzig:

Die musikalische Heimat des 1962 gegründeten Bachorchesters ist Leipzig. Jene Stadt also, in der Johann Sebastian Bach von 1723 bis 1750 als „Director musices und Cantor zu St. Thomas“ die musikalischen Initialen bis auf den heutigen Tag in nachhaltiger Weise prägte. Begründer des Bachorchesters, das sich ausnahmslos aus Mitgliedern des berühmten Gewandhausorchesters zusammensetzt, ist Prof. G. Bosse, der l987 die künstlerische Leitung des Bachorchesters altershalber in die Hände des Gewandhaus-Konzertmeisterkollegen Prof. Chr. Funke legte. Das Repertoire des Bachorchesters ist schwerpunktmäßig von Werken des Barocks, der Frühklassik und Klassik bestimmt. Von der inter-nationalen Kritik immer wieder hervorgehoben wird das vitale Temperament und die musikalisch-gestalterische Fantasie des Ensembles. Der Elan und die spürbare Freude aller Mitwirkenden am schöpferischen Prozess der Interpretation sind ebenso begeisternd wie überzeugend.

Und so manch einer wird sich bei dem Konzert Nr. 3 an die furiose Adaption von Keith Emerson & The Nice erinnern … Schon witzig, dass es ausgerechnet Emerson war, der mir den Weg zu Gevatter Bach ebnete …

Über die Musik braucht man ja eigentlich kaum mehr Worte verlieren. Mit den „Brandenburgischen Konzerten“ hat Bach einen Meilenstein in der Barockmusik komponiert und es erstaunt schon, dass diese Musik (entstanden im Jahr 1721 !) bis heute an Frische und Genialität nichts verloren hat !

Aber auch noch ein paar Worte zu dem Gründer des Ensembles, Gerhard Bosse:

Gerhard Bosse wurde 1922 als Sohn des Militärmusikers Oskar Bosse (1893–1979) geboren und ist in Greiz aufgewachsen. Mit sechs Jahren erhielt er seinen ersten Violinunterricht bei seinem Vater. Ab 1930 wurde er vom Konzertmeister der Reußischen Hofkapelle unterwiesen. Er ging 1936 nach Leipzig und erhielt bei Edgar Wollgandt Unterricht. Nach dem Abitur 1940 studierte er Violine bei Walther Davisson am Leipziger Konservatorium. Schon während des Studiums war er als Substitut beim Gewandhausorchester engagiert. 1943 wurde er ins Reichs-Bruckner-Orchester in Linz berufen und spielte unter Dirigenten wie Karl Böhm, Wilhelm Furtwängler, Carl Schuricht, Herbert von Karajan, Oswald Kabasta und Joseph Keilberth. Außerdem studierte er Gesang am Linzer Konservatorium.

Von 1948 bis 1951 war er Konzertmeister im Kleinen Rundfunkorchester Weimar. Im Jahr 1949 wurde Bosse Professor an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und 1951 Erster Konzertmeister des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig unter Hermann Abendroth. Außerdem erhielt er eine Professur an der Leipziger Musikhochschule. Von 1955 bis 1987 war Bosse Konzertmeister des Gewandhausorchesters unter den Dirigenten Franz Konwitschny, Václav Neumann und Kurt Masur. Von 1955 bis 1977 war er Primarius des Gewandhaus-Quartetts. 1963 gründete Bosse das Bachorchester des Gewandhauses Leipzig, welches er selbst bis 1987 leitete.

1980 gründete Bosse das Kirishima International Music Festival in Japan. Außerdem war er Gastdirigent der New Japan Philharmonic und Gastprofessor an der Tokyo University of the Arts. 2000 wurde er Musikdirektor des Kobe City Chamber Orchestra und zwei Jahre später Berater der New Japan Philharmonic.

Seit 2000 lebte er mit seiner dritten Ehefrau Michiko in Takatsuki. (Quelle: wikipedia)

Todesanzeige2

Besetzung:

Bachorchester des Gewandhausorchesters Leipzig  unter der Leitung von Gerhard Bosse:

Gerhard Bosse (violin)
Friedemann Erben (violoncello)
Heinz Hörtzsch (flute)
Hans Pischner (cembalo)
Konrad Siebach (bass)

Dirigent: Helmut Koch

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Titel:
01. Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047 / 12.21
02. Brandenburgisches Konzert Nr. 6 Dur BMV 1048 / 13.24
03. Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BMV 1050 / 22.29

Kompositionen: Johann Sebastian Bach

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Krzysztof Latala – An der historischen König-Orgel (Basilika Steinfeld) – Zum Bachjahr 2000 (2000)

FrontCover1You can´t judge a record by looking at the cover könnte man hier in Anlehnung an einen Willie Dixon Song meinen.

Zum Bachjahr 2000 veröffentlichete der polnische Organist Krzysztof Latala vermutlich als Privatpressung diese Aufnahmen, entstanden sind sie in der Basilika Steinfeld, die weltberühmt ist für ihre einzigartige König-Orgel von 1727 mit ihrem wundervollen Klang.
Das Kloster Steinfeld liegt inmitten der landschaftlich reizvollen Nordeifel und ist von den Städte-regionen Aachen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier aus sehr gut erreichbar.

Die Anfänge der Orgelgeschichte in der Abteikirche Steinfeld reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die erste Orgel befand sich entweder als Schwalbennest-Orgel an der nördlichen Langschiffswand oder auf dem Lettner (als Lettner-Orgel), der sich bis 1509 unter dem dritten Joch befand, bis er dann ins Eingangsjoch der Basilika zurückversetzt wurde.

Dort wurde um 1600 vermutlich durch Floris Hoque (Brabant) die erste große Orgel gebaut, von der es in einer Quelle von 1701 heißt, dass sie (vermutlich mit 17 Registern) mit allen Orgeln der Domstadt Köln wetteifern konnte, mit Ausnahme der Domorgel. 1678 errichtete der Klosterbruder Michael Pirosson ein neues achtfüßiges Hauptwerksgehäuse mit schwerem Barockdekor, dem nach 1720 der Chorherr Norbert Windheiser ein Rückpositivgehäuse und zwei Pedaltürme in der Emporenbrüstung hinzufügte.

Unter Verwendung der alten Pfeifenbestände (17 Register) vollendete Balthasar König aus Bad Münstereifel 1727 ein Orgelwerk mit 29 Registern. Die mit Holzattrappen versehenen Pedaltürme erhielten erst 1879 selbstständige Pedalregister.

König-Orgel

Infolge der Säkularisation 1802 wurde die Prämonstratenser-Abtei aufgehoben. Die Klostergebäude wurden enteignet und versteigert; die heutige Basilika blieb als Pfarrkirche erhalten. Die Pfarrgemeinde besaß aber nicht die Mittel, das alte Kulturgut so zu pflegen, wie es wünschenswert und notwendig gewesen wäre. So wurden auch die Schäden an der Orgel immer größer, bedeutende Reparaturen waren nicht möglich, aber – nachträglich gesehen ein Glücksfall – die Orgel wurde auch in ihrer Substanz nicht wesentlich verändert. Weitere Informationen finden sich dann in dem Beiblatt, das dieser Präsentation beigefügt ist.

Auf dieser geschichtsträchtigen Orgal also musizierte also Krzysztof Latala und nahm sich anläßlich des Bachjahrtes 2000 Perlen aus den vielzähligel Orgelkompositionen des alten Meisters vor.

Lebenslauf

Lebenslauf Krzysztof Latala

Und sein Spiel ist fulminant, der Klang der Orgel phänomenal … meist erklingt sie in all ihrer Pracht … wuchtig und dominant … aber auch die leiseren Passagen sind einfach nur Genuss pur !

Anhören ! Genießen !

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Besetzung:
Krzysztof Latala (organ)

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Titel:
01. Choral ‚Nun komm, der Heiden Heiland‘ BWV 599 / 1.02
02. Toccata und Fuge d-moll BWV 565 / 7.50
03. Fuge g-moll BWV 578 / 3.31
04. Fantasie G-dur BWV- Tres vietement, Gravement, Lentement / 7.15
05.  Choral ‚Gelobet sei’st du, Jesu Christ‘ BWV 604 / 1.41

Acht kleine Preludes und Fugen:
06. C-dur BWV 553 / 3.12
07. d-moll BWV 554 / 2.34
08. e-moll BWV 555 / 3.34
09. F-dur BWV 556 / 2.42
10. G-dur BWV 557 / 2.58
11. g-moll BWV 558 / 3.15
12. a-moll BWV 559 / 2.41
13. B-dur BWV 560 / 3.31

Triosonate Es-dur BWV 525:
14. Ordinario / 2.57
15. Adagio / 7.13
16. Allegro / 3.34

17. Prealudium und Fuge e-moll BWV 546 / 11.18
18. Choral ‚Das alte Jahr vergangen ist‘ BWV 614 / 2.32

Musik: Johann Sebastian Bach

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Johann Sebastian Bach – Berühmte Orgelwerke (Karl Richter – Siegfried Hildenbrand – Wilhelm Krumbach) (1963)

FrontCover1Johann Sebastian Bach hat ja nicht nur die grandiosen „Brandenburgischen Konzerte“ komponiert, nein er hat auch eine geradezu magische Orgelmusik geschaffen.

Und davon erzählt diese LP aus dem Jahre 1963 … und die Namen der Organisten (Karl Richter – Siegfried Hildenbrand – Wilhelm Krumbach) lässt einen nur mit der Zunge schnalzen … Hochkaräter halt !

Hier ein paar einführende Erläuterungen zum Orgelwerk von Johann Sebastian Bach … wer mag kann sich mit dieser Thematik gerne intensiver beschäftigen:

Johann Sebastian Bach gilt als einer der bedeutendsten Orgelkomponisten. Zum einen sind nahezu alle Form- und Satztypen in seinem umfangreichen Werk anzutreffen, zum anderen weisen viele der Stücke den von ihm geschätzten virtuosen Fugenstil auf.

Die Vielseitigkeit der Orgelwerke Bachs, der über lange Zeit für die Orgel komponierte, stellt Historiker vor viele Fragen. Weiterhin stellen zahlreiche dieser Werke bis heute recht hohe technische Ansprüche an den Organisten, beispielsweise die sechs Triosonaten.

Die „Werke für Orgel“ sind im Bach-Werke-Verzeichnis (BWV) unter den Nummern 525-771, 1090-1120 und 1128 aufgeführt. Lässt man diejenigen beiseite, die vermutlich nicht von Bach stammen, bleiben etwa 220 Orgelkompositionen – ein Fünftel seines Gesamtwerks. Diese Zahl zeigt die Bedeutung der Orgel für Bach. Instrumentale Choralbearbeitungen, Partiten, Fantasien, Präludien, Fugen, also orgelspezifische musikalische Formen, bildeten von früher Jugend bis ins hohe Alter die Grundelemente seiner Kompositionen.

In seinen Orgelkompositionen wurde Bach besonders von der norddeutschen Orgelschule beeinflusst, also von Komponisten wie etwa Dietrich Buxtehude, Nicolaus Bruhns und Johann Adam Reincken. Auch andere musikalische Stile, die sein gesamtes Schaffen prägten (wie beispielsweise das italienische Concerto und die höfische französische Verzierungstradition), blieben nicht ohne Einfluss auf sein Orgelwerk.

BachBachs Orgelmusik lässt sich zwanglos in zwei Gruppen einteilen, je nachdem, ob ein Choral zugrunde liegt oder nicht. Auch das Bachwerkeverzeichnis nutzt dieses Kriterium zur Untergliederung.

Ein großer Teil von Bachs Orgelmusik legt eine Choralmelodie zugrunde. Sein Verfahren der Choralbearbeitung, das auf Vorbilder wie etwa Dietrich Buxtehude zurückgeht, führt zu eher kurzen Einzelsätzen, deren Form durch die Abfolge der Choralzeilen bestimmt wird. Bach neigt dazu, mehrere derartige Sätze, die unterschiedliche Choräle verwenden, aber in Anlage und Umfang zusammenpassen, zusammenzustellen.

Ein Beispiel ist das bereits in Weimar begonnene Orgelbüchlein (BWV 599–644), nach Albert Schweitzer das „Wörterbuch der Bachschen Tonsprache“; es umfasst 46 Sätze. Ähnlich angelegt sind die in Leipzig entstandenen Achtzehn Choräle (BWV 651–668) und der Dritte Teil der Clavierübung (hier sind die Choralbearbeitungen eingerahmt von Präludium und Fuge Es-Dur – siehe unten).

Die Sechs Choräle von verschiedener Art (BWV 645–650), unter dem Namen „Schüblersche Choräle“ bekannt, sind zunächst einzeln als Kantatensätze entstanden und später von Bach für Orgel bearbeitet und zusammengestellt worden.

In einigen Fällen kombinierte Bach auch mehrere Variationen über den gleichen Choral zu mehrsätzigen „Partiten“, wie etwa die Partite diverse sopra „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ (BWV 768) oder die Canonischen Veränderungen über „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ (BWV 769), das zu Bachs kontrapunktischem Spätwerk zählt.

Ein großer Teil von Bachs Orgelschaffen bezieht sich nicht auf einen Choral. Die Mehrzahl dieser Werke folgt der zweisätzigen Struktur aus Präludium und Fuge; in Einzelfällen hat Bach hier das Präludium auch als Fantasie oder Toccata bezeichnet.

Das möglicherweise bekannteste Orgelwerk überhaupt ist die vielgespielte Toccata und Fuge d-Moll (BWV 565), die entweder ein Jugendwerk Bachs darstellt oder gar nicht von ihm selbst stammt.

Weitere Toccaten sind die Toccata und Fuge in F-Dur (BWV 540), die häufig als „dorische“ Toccata und Fuge bezeichnete BWV 538 (die Tonart ist echtes d-Moll) und Toccata, Adagio und Fuge C-Dur (BWV 564), die im Aufbau der drei Sätze an ein Konzert anspielt.

Zu den meistgespielten zweisätzigen Stücken zählen das Präludium und Fuge D-Dur (BWV 532), die Fantasie und Fuge c-Moll (BWV 537), und das Präludium und Fuge C-Dur (BWV 547). Bemerkenswert ist auch die harmonisch kühne Fantasie und Fuge g-Moll (BWV 542). Hermann Keller spricht dem h-Moll-Präludium (aus Präludium und Fuge BWV 544), einen „lyrisch-schmerzlichen Grundcharakter“ zu und bescheinigt der Fuge einen interessanten Entwicklungsgang. Unter BWV 572 findet sich die frühe Fantasie G-Dur (auch als „Pièce d’Orgue“ bezeichnet).

Bach selbst zeigte seine Wertschätzung von Präludium und Fuge Es-Dur (BWV 552), indem er es als Teil des Dritten Teils der Clavierübung drucken ließ.

SignaturBach

Die Acht kleinen Präludien und Fugen (BWV 553–560) werden heute von der Musikforschung einem von Bachs Schülern zugeschrieben, etwa Johann Tobias Krebs oder dessen Sohn Johann Ludwig Krebs.

Das achttaktige Bassthema der Passacaglia c-Moll (BWV 582) ist Basis von zwanzig Variationen; die Fuge verwendet die Themenhälften als Thema und ersten Kontrapunkt und fügt noch ein zweites Kontrapunktthema hinzu.

Die Sechs Sonaten (BWV 525–530), die zunächst didaktische Absicht hatten (die musikalische Ausbildung seines ältesten Sohns Wilhelm Friedemann), gelten als ein Höhepunkt dreistimmigen Orgelsatzes und zählen wegen der vollen Integration und Gleichberechtigung des Pedals zu Bachs schwierigsten Werken. Die Kompositionen folgen nicht der viersätzigen Form der Sonata da Chiesa, sondern zeigen schon die modernere, am italienischen Concerto orientierten Folge von drei Sätzen.

Bei den Sechs Konzerten (BWV 592–597) handelt es sich um Bearbeitungen von Instrumentalkonzerten anderer Komponisten, die sich Bach zu Studienzwecken anfertigte. (Quelle: wikipedia)

Und ,wie ich,  seine Freude an grandioser Orgelmusik hat … kommt hier voll auf seine Kosten !

KarlRichter

Karl Richter

Besetzung:
Siegfried Hildenbrand (organ (bei 02.)
Wilhelm Krumbach (organ bei 01.)
Karl Richter (organ bei 03. + 04.)

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Titel:
01. Toccata und Fuge d-moll BMV 565 / 9.32
02. Präludium und Fuge G-dur BMV 541 /
03. Fantasie G-dur BMV 57204. Passaglia und Fuge c-moll BMV 582
04. Passacaglia und Fuge c-moll BMV 582

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Karl Münchinger + Stuttgarter Kammerorchester – Brandenburgische Konzerte Nr. 3 und 5 (Bach) (1961)

FrontCover1Ich kann mir einfach nicht helfen … von den „Brandenburgischen Konzerten“ krieg ich einfach nicht genug:

Die Brandenburgischen Konzerte sind eine Gruppe von sechs Instrumentalkonzerten von Johann Sebastian Bach (BWV 1046–1051). Die erhaltene Partitur von 1721 ist dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt (1677–1734) gewidmet, den Bach im Winter 1718/1719 in Berlin kennengelernt hatte.

Der Titel Brandenburgische Konzerte wurde von Philipp Spitta in seiner 1873–1879 verfassten Bach-Biografie geprägt und hat sich heute allgemein durchgesetzt. Bachs Originaltitel lautet „Sechs Konzerte mit mehreren Instrumenten“, auf französisch:

Six Concerts Avec plusieurs Instruments.
Dediées A Son Altesse Royalle Monsigneur
CRETIEN LOUIS. Marggraf de Brandenbourg &c:&c:&c:
par Son tres-humble & tres obeissant Serviteur
Jean Sebastien Bach, Maitre de Chapelle de S. A. S.
Prince regnant d’Anhalt-Coethen.

Auf der Rückseite des Titelblatts folgt eine Widmung an den Markgrafen, ebenfalls in französischer Sprache.

Christian Ludwig, Markgraf von Brandenburg-Schwedt

Christian Ludwig, Markgraf von Brandenburg-Schwedt

Christian Ludwig, Markgraf von Brandenburg-Schwedt

Die sechs Konzerte weisen eine hohe stilistische und strukturelle Vielfalt auf. In ihrer Mischung der verschiedenen historischen und zukunftsweisenden Elemente bilden sie eine persönliche und trotzdem allgemeingültige Ausdrucksform.

Als Bach 1721 die Partitur der sechs Konzerte an den Markgrafen von Brandenburg-Schwedt schickte, hatte er die Werke zu diesem Anlass nicht eigens komponiert. Vielmehr hatte Bach die Sammlung aus Kompositionen zusammengestellt, die nicht alle erst in Köthen, sondern zum Teil wohl bereits in seiner Weimarer Amtszeit (1708–1717) entstanden waren.

Es ist davon auszugehen, dass Bach die am Köthener Hof entstandenen Werke nur mit Erlaubnis seines Arbeitgebers Fürst Leopold einem anderen Fürsten widmen durfte. Doch besteht kein Grund, an dessen Einverständnis zu zweifeln – von ihm kann sogar die Initiative ausgegangen sein, da er nur ein halbes Jahr zuvor dem Fürsten schon einen kristallenen Kronleuchter hatte überreichen lassen.

In Köthen begann Bach, seine Kompositionen zu umfangreichen Zyklen zusammenzustellen, die Ordnungsprinzipien folgten, wie etwa planvolle Abfolgen von Tonarten oder Einzelsätzen – Beispiele sind das Wohltemperierte Clavier oder die Englischen und Französischen Suiten. Von einer derartigen durchgehenden Gestaltung eines Zyklus ist bei den Brandenburgischen Konzerten aber noch nichts zu bemerken – außer in dem Bestreben, jedes damals gängige Instrument mit einer – in vielen Fällen auch solistischen – Partie zu bedenken.

Von fünf der Konzerte sind Abschriften unabhängig von der Widmungspartitur erhalten; keine davon enthält aber mehrere Werke. Man darf davon ausgehen, dass Bach die Sammlung nur für die Widmungspartitur zusammenstellte und die Einzelkonzerte weder davor noch danach als zusammengehörig betrachtete. Die Konzerte bilden also nur eine lose Sammlung ohne jeden Versuch einer weiteren Gestaltung als eine Gesamtheit – Bach wäre es wohl nicht in den Sinn gekommen, die Konzerte zusammen aufzuführen.

Umgekehrt zeigt sich Bachs sorgfältige Arbeit und damit die Wertschätzung, die er den Konzerten entgegenbrachte, in der Überarbeitung vieler Details der zugrundeliegenden Partituren – etwa die feine Differenzierung der Partien von Violoncello, Violone und Continuo, die er oft mit getrennten Stimmen bedenkt. Auch die gründliche Schreibweise der Partitur lässt sein Engagement für das Werk deutlich erkennen: Die Taktstriche sind fast ausnahmslos mit dem Lineal gezogen. Bach mag sich von der Widmung den Titel eines Hofkapellmeisters und die damit verbundenen lukrativen Kompositionsaufträge versprochen haben.

Neben dem Widmungsexemplar besaß Bach von den einzelnen Konzerten auch Kompositionspartituren, die er in einigen Fällen für spätere Fassungen, etwa als Einleitungssinfonien in Kantaten, nutzte. Keine dieser Kompositionspartituren ist erhalten. Indizien sprechen dafür, dass sein Sohn Carl Philipp Emanuel von einigen Konzerten Abschriften besaß und diese Musik in Berlin bekannt machte. Die Widmungspartitur lag zunächst bis 1850 unentdeckt in der Bibliothek des Markgrafen von Brandenburg-Schwedt und dann in der Königlichen Bibliothek in Berlin (heute Staatsbibliothek zu Berlin). Sie wurde erst bei Erscheinen der Bach-Gesamtausgabe allgemein bekannt. (Quelle: wikipedia)

Briefmarke

Hier eine Einspielung von Karl Münchinger:

Karl Münchinger (* 29. Mai 1915 in Stuttgart; † 13. März 1990 ebenda) war ein deutscher Dirigent.

Karl Münchinger studierte nach jugendlichem Violinunterricht Orchesterleitung bei Carl Leonhardt an der Musikhochschule Stuttgart und arbeitete an der Stuttgarter Marienkirche als Chorleiter und Organist. Nach anschließenden Dirigierstudien bei Hermann Abendroth am Leipziger Konservatorium und Sommerkursen bei Clemens Krauss verhalf ihm die Unterstützung Wilhelm Furtwänglers zur Leitung des Niedersächsischen Symphonieorchesters Hannover (1941–1943). Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft gründete er aus eigener Initiative heraus 1945 das Stuttgarter Kammerorchester, das er rasch zu internationalem Ansehen brachte und bis 1987 leitete. 1953 erhielt Karl Münchinger den Professorentitel des Landes Baden-Württemberg und das Großkreuz der Bundesrepublik Deutschland, »in Anerkennung seiner künstlerischen Verdienste«.

Karl Münchinger

Auch wenn Münchinger nicht zu den Verfechtern der historischen Aufführungspraxis gehörte, vertrat er von Anbeginn an ein von romantischen Vorstellungen befreites und entschlacktes Klangbild. Geringstimmige Besetzungen, rigorose Einhaltung von Tempovorgaben sowie stilistische und interpretatorische Maßgaben der Komponisten galten ihm als Leitfäden seiner Interpretationen, die durchweg von einem transparenten und homogen schlanken Klangbild geprägt waren.

Der Name Münchinger wurde rasch zum Synonym für exemplarische (d. h. anti-romantische) Interpretationen der Orchesterwerke Johann Sebastian Bachs. Die Grundpfeiler der Arbeit mit dem Stuttgarter Kammerorchester bildeten ein weit gefächertes Repertoire frühbarocker und barocker Kompositionen, von denen zahlreiche Schallplattenaufnahmen mit nationalen wie internationalen Preisen bedacht wurden.

Inlets

Die Innenhüllen dieser 10″ LP

In der unmittelbaren Nachkriegszeit standen zudem verstärkt Kompositionen zeitgenössischer Komponisten auf den Konzertprogrammen. Erst zu Beginn der 1960er Jahre wurde das Barock-Repertoire um Kompositionen der Wiener Klassik erweitert; dazu gründete Münchinger 1966 die Klassische Philharmonie Stuttgart. Seither wurde er auch verstärkt als Dirigent ins europäische Ausland und in die USA verpflichtet. (Quelle: wikipedia)

Bonn, Konzert Landesvertretung Baden-Württemberg

Das Stuttgarter Kammerorchester mit Karl Münchinger

Und, schon irgendwie witzig … es war nicht mein bildungsbürgerliches Elternhaus, das mir diese Konzertreihe nahegebracht hat, nein es war ein gewisser Mr. Keith Emerson mit der Gruppe „The Nice“ der mich mit seiner Version des Allegros (3. Konzert) angefixt hat … und seitdem krieg ich eben nicht genug davon.

Keith Emerson

Keith Emerson (einfach weil er für mich stilprägend war)

Besetzung:
Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Karl Münchinger

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Titel:

Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur:
01. Allegro 10.43
02. Affetuoso 5.37
03. Allegro  5.49

Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-dur:
04. Allegro 6.33
05. Adagio – Allegro 3.58

Kompositionen: Johann Sebastian Bach

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AlternativesFrontCover

Vermutlich das Cover der Originalausgabe (irgendwann in den 50er Jahren)

Verschiedene Interpreten – Auslese `84 – Bach aus Leipzig (1985)

FrontCover1Auf der Hülle kann man lesen:

„Johann Sebastian Bach: 1685 – 1985“:

Johann Sebastian Bach (* 21. Märzjul./ 31. März 1685greg. in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Kantor sowie Orgel- und Cembalovirtuose des Barocks. In seiner Hauptschaffensperiode war er Thomaskantor zu Leipzig. Er ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Zu Lebzeiten wurde Bach als Virtuose, Organist und Orgelinspektor hoch geschätzt, allerdings waren seine Kompositionen nur einem relativ kleinen Kreis von Musikkennern bekannt. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in Vergessenheit und wurden kaum noch öffentlich aufgeführt. Nachdem die Komponisten der Wiener Klassik sich mit Teilen von Bachs Werk auseinandergesetzt hatten, begann mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahre 1829 die Bach-Renaissance in der breiten Öffentlichkeit. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehören seine Werke weltweit zum festen Repertoire der klassischen Musik. (Quelle: wikipedia)

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Bach Statue in Leipzig

Zum 300. Geburtstag des großen Meisters veröffentlichte man auf einem Sub-Label von Ariola („Auslese“) diese prachtvolle Hommage an Bach.

Geboten wird dabei fast die gesamte Bandbreit des Bach´schen Musiktreibens .. .wobei mir – wie immer bei Musik dieser Art – seine (Instrumentalwerke deutlich mehr zusagen.

Seine religiösen Werke stoßen bei mir quasi eher auf taube Ohren *ggg*.

Die ausführenden Künstler stammten samt und sonders aus der DDR; es ist also zu vermuten, dass man sich hier aus diversen Eterna Alben bediente. Leider fehlen entsprechende discographische Angaben.

Dafür gibts aber auf einem Beiblatt den Stammbaum der Familie Bach … und da staunt man nicht schlecht …

Hören und geniessen ist hier die Devise !

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Besetzung:
Walter Heinz Bernstein (cembalo)
Gisela Burkhardt (sopran)
Ludwig Güttler (trumpet)
Hannes Kästner (organ)
Christoph Kircheis (organ)
Karl-Heinz Passin (flute)
Konrad Ragossnig (lute)
Peter Schreier (tenor)
+
Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer + Hans-Joachim Rotzsch)
Rostocker Madrigalchor

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Titel:

Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer)
01. Overtüre aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1068 / 10.23
02 Air aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1068 / 4.05

Ludwig Güttler + Christoph Kircheis:
03. Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 645 / 3.51

Ludwig Güttler, Thomanerchor Leipzig + Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Hans-Joachim Rotzsch)
04. Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 12 / 0.58

Walter Heinz Bernstein + Karl-Heinz Passin:
05. Menuett BWV-Anhang 132 / 1.14

Peter Schreier + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
06. Bist du bei mir BWV 508 / 2.35

Gisela Burkhardt + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
07. Dir, dir Jehova will ich singen BWV 299 / 3.31

Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer)
08. Rejouissance aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1069 / 2.20
09. Andante aus dem 2. Brandenburgischen Konzert F-Dur BWV 1047 / 4.32

Ludwig Güttler + Christoph Kircheis:
10. Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter BWV 650 / 3.50

Karl-Heinz Passin + Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer)
11. Badinerie aus der Orchestersuite H-Moll BWV 1067 B / 1.25

Hannes Kästner:
12. Toccata D-Moll BWV 565 / 2.44

Rostocker Madrigalchor + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss):
13. Choral: Jesu meine Freude BWV 227 / 1.07

Peter Schreier + Konrad Ragossnig:
14. Willst du dein Herz mir dchenken BWV 518 / 2.59

Walter Heinz Bernstein:
15. Menuett BWV-Anhang 114 / 3.47

Peter Schreier + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
16. Wer nur den lieben Gott lässt walten BWV 691 / 5.08

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Gewandhaus Orchester Leipzig u.a. – Weihnachtsoratorium (Johann Sebastian Bach) (1959/

FrontCover1Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist ohne jeden Zweifel eines der bedeutendsten klassischen Werke zur Weihnachtszeit.

Ein paar einführende Worte zu diesem Werk sollen an dieser Stelle nun wirklich genügen:

Das Weihnachtsoratorium BWV 248 ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli (SATB), gemischten Chor und Orchester von Johann Sebastian Bach. Die einzelnen Teile wurden erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt.

Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien der Gesangssolisten prägen das Oratorium.

Die sechs Teile werden durch die Freude über die Geburt Christi verbunden. Von der musikalischen Gattung steht das Weihnachts-Oratorium Bachs oratorischen Passionen nahe. Es ist das populärste aller geistlichen Vokalwerke Bachs und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen. Das Oratorium wird heute häufig in der Advents- und Weihnachtszeit ganz oder in Teilen aufgeführt. (Quelle: wikipedia)

Und die Aufnahme mit dem Gewandhaus Orchester Leipzig  aus dem Jahr 1959 kann man durchaus als Referenz-Album bezeichnen.

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Als diese Aufnahme von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium 1959 von der Kölner Electrola auf den Markt gebracht wurde, war das eine kleine Sensation und ein höchst willkommenes Weihnachtsgeschenk für alle Klassik-Freunde. Meines Wissens war es die erste ungekürzte Gesamteinspielung. Allerdings konnte sich noch längst nicht jeder Musikliebhaber die Aufnahme leisten: Die Erstausgabe in Stereo erschien auf 3 1/2 LPs und kostete stolze 73,50 DM. Das war für viele damals noch unerschwinglich. Doch schon bald gab es auch Auszüge, so daß sich die weniger Begüterten wenigstens ein paar Ausschnitte anschaffen konnten.

OriginalFrontCover1959

Das Original Cover aus dem Jahr 1959

Es war eine der wenigen gesamtdeutschen Produktionen, die zu dieser Zeit, im Dezember 1958, noch möglich waren. Aus dem Westen waren die Solisten angereist: Agnes Giebel (Sopran), Marga Höffgen (Alt), Josef Traxel (Tenor) und Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton), während die ostdeutsche Seite den berühmten Thomanerchor und das nicht weniger berühmte Gewandhausorchester Leipzig zur Verfügung stellten.
So ist die alte Aufnahme nicht nur von künstlerischer, sondern auch von zeitgeschichtlicher Bedeutung.

Das Ergebnis kann sich jedenfalls noch heute hören lassen. Sowohl das Solo-Quartett als auch der weltberühmte Chor und das nicht weniger renommierte Orchester sind in bester Verfassung, und die Stereotechnik, die damals noch in den Kinderschuhen steckte (das technische Equipment mußte aus dem Westen nach Leipzig gebracht werden, weil die DDR-Plattenindustrie noch nicht für Stereo ausgerüstet war), ist von erstaunlicher Transparenz und Klarheit.

Booklet06A

Es ist nicht zu leugnen, daß man nicht erst seit heute tempomäßig andere Maßstäbe setzt, und so mag manchem jüngeren Hörer die Aufnahme bei ersten Abspielen ein wenig gewöhnungsbedürftig sein. Das wird aber alles wettgemacht durch die herausragende künstlerische Qualität. Sowohl Agnes Giebel als auch Marga Höffgen zeigen großartige Leistungen, Josef Traxel ist ein idealer Evangelist, ganz in der Tradition eines Karl Erb, und zeigt auch in seinen Arien großes Einfühlungsvermögen. Schließlich der damals noch junge Dietrich Fischer-Dieskau: Er singt mit solcher Begeisterung und mit einem jugendlichen Elan, wie es in späteren Produktion bei ihm nicht immer selbstverständlich war. Hier ist nichts von Überpointierung oder Manierismen zu verspüren, die man ihm vor allem seitens der Kritik oft vorgeworfen hat. Hier ist er voll und ganz bei der Sache und singt seine Partie mit unübertrefflicher Schönheit.

Booklet07A
Der ehrwürdige Thomanerchor ist in allen Lagen spitzenmäßig besetzt, und über das altehrwürdige Gewandhausorchester ist kein Wort des Lobes zu viel gesagt. Es wird vom damaligen Thomaskantor Kurt Thomas mit viel Feingefühl dirigiert.
Alles in allem eine wunderbare Produktion, die ihren Wert über die Zeiten behalten wird und für viele Hörer noch heute eine Bereicherung der Weihnachtszeit darstellt. (K.H. Friedgen)

Meine 3 LP Box war eine der vielen Wiederveröffentlichungen … hier aus dem Jahr 1985.

 

Wohlan lasset den Worten Taten folgen: anhören und schwelgen !

Booklet08A

Besetzung:
Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton)
Agnes Giebel (Sopran)
Marga Höffgen (Alt)
Josef Traxel (Tenor)
+
Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Kurt Thomas
+
Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Kurt Thomas

Booklet03A

Titel:

Kantate I: Am ersten Weihnachtstage:
01. Chor: Jauchzet, frohlocket! 8.42
02. Rezitativ: Es begab sich aber zu der Zeit 1.32
03. Arioso (Alt): Nun wird mein liebster Bräutigam 1.13
04. Arie (Alt): Bereite dich Zion 6.11
05. Choral: Wie soll ich dich empfangen 1.23
06. Rezitativ: Und sie gebar ihren ersten Sohn 0.27
07. Choral: Er ist auf Erden kommen arm / Rezitativ: Wer kann die Liebe recht erhöhn
08.  Arie (Baß): Großer Herr und starker König 5.06
09. Choral: Ach, mein herzliebes Jesulein 1.19

Kantate II: Am zweiten Weihnachtstage:
10. Rezitativ: Und es waren Hirten in der selbigen Gegend 0.52
11. Choral: Brich an, o schönes Morgenlicht 1.10
12. Rezitativ: Und der Engel sprach zu ihnen 0.59
13. Rezitativ (Baß): Was Gott dem Abraham verheißen 0.47
14. Arie (Tenor): Frohe Hirten 3.52
15. Rezitativ: Und das habt zum Zeichen 0.26
16. Choral: Schaut hin! 0.41
17. Arioso (Baß): So geht denn hin! 1.04
18. Arie (Alt): Schlafe, mein Liebster 5.41
19. Rezitativ: Und deshalb war da bei dem Engel 4.12
20. Chor: Ehre sei Gott in der Höhe 3.28
21. Rezitativ (Baß): So recht ihr Engel 0.29
22. Choral: Wir singen dir in deinem Heer 1.52

Kantate III: Am dritten Weihnachtstage:
23. Chor: Herscher des Himmels, erhöre das lallen 2.07
24. Rezitativ: Und da die Engel von ihnen gen Himmel 0.10
25. Chor: Lasset uns nun gehen gen Bethlehem 0.56
26. Rezitativ (Baß): Er hat sein Volk getrößt´t 0.49
27. Choral: Dies hat er alles uns getan 0.48
28. Duett (Sopran Und Baß): Herr, Dein Mitleid, dein Erbarmen 8.42
29. Rezitativ: Und sie kamen eilend und fanden beide 1.27
30. Arie (Alt): Schliesse, Mein Herze 5.25
31. Rezitativ (Alt): Ja, ja, mein Herz soll es bewahren 0.33
32. Choral: Ich will dich mit Fleiss bewahren 0.58
33. Rezitativ: Und die Hirten kehrten wieder um 0.25
34. Choral: Seid froh dieweil, daß euer Heil 0.48
35. Chor: Herrscher des Himmels 2.09

Kantate IV: Am Neujahrstage:
36. Chor: Fallt mit danken, fallt mit loben 6.24
37. Rezitativ: Und da acht Tage um waren 0.40
38. Rezitativ Und Arioso Mit Choral (Solo-Baß Und Solo-Sopran): Immanuel, O süßes Wort 2.53
39. Arie (Sopran): Flößt mein Heiland, flößt dein Namen 5.47
40. Rezitativ (Baß): Wohlan! Dein Name soll allein in meinem Herzen sein! 2.04
41. Arioso (Sopran): Jesu, meine Freud´ und Wonne 2.34
42. Arie (Tenor): Ich will nur dir zu Ehren leben 6.18
43. Choral: Jesus richte mein beginnen2.34

Kantate V: Am Sonntage Nach Neujahr:
44. Chor: Ehre sei dir, Gott, gesungen
45. Rezitativ: Da Jesus geboren war zu Bethlehem
46. Chor: Wo ist der neugebohrene König der Juden!
47. Rezitativ (Alt): Sucht ihn in meiner Brust
48. Chor: Wir haben seinen Stern gesehen
49. Rezitativ (Alt): Wohl euch, die ihr dies Licht gesehen 2.09
50. Choral: Dein Glanz all´Finsternis verzehrt 0.48
51. Arie (Baß): Erleucht´auch meine finstre Sinnen 4.12
52. Rezitativ: Da das der König Herodes hörte 0.17
53. Rezitativ (Alt): Warum wollt ihr erschrecken? 0.46
54. Rezitativ: Und lies versammeln alle Hohepriester 1.47
55. Terzett (Sopran, Alt und Tenor): Ach! Wann wird die Zeit erscheinen! 5.55
56. Rezitativ (Alt): Mein liebster herrschet schon 0.38
57. Choral: Zwar ist solche Herzensftube 0.52

Kantate VI; Am Feste der Erscheinung Christi:
58. Chor: Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben 6.09
59. Rezitativ: Da berief Herodes die Weisen 0.48
60. Rezitativ (Sopran): Du Falscher, suche nun den Herrn zu fällen 0.55
61. Arie (Sopran): Nur ein Wink von seinen Händen 3.49
62. Rezitativ: Als sie nun den König gehöret hatten 1.19
63. Choral: Ach steh an deiner Krippen hier 1.08
64. Rezitativ: Und Gott befahl ihnen im Traum 0.25
65. Rezitativ (Tenor): So geht! Genug mein Schatz 2.03
66. Arie (Tenor): Nun mögt ihr stolzen Feinde schrecken 5.16
67. Rezitativ (Sopran, Alt, Tenor und Baß): Was will der Hölle Schrecken nun 0.38
68. Choral: Nun seid ihr wohl gerochen 3.52

Musik: Johann Sebastian Bach

 

LabelF1

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BookletFront+BackCover1

Ricardo Havenstein – Johann Sebastian Bach – Hofkapellmeister zu Köthen (1995)

FrontCover1Einfach nur klassisch gut:

Ricardo Havenstein wurde 1964 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Mit 12 Jahren erhielt er seinen ersten Gitarrenunterricht. Bereits mit 15 Jahren debütierte er als Solist am Teatro des Libertador in Córdoba.
1982 zog Ricardo Havenstein nach Deutschland um in der Meisterklasse von Eliot Fisk an der Hochschule für Musik in Köln sein Können zu vervollkommnen. 1988 absolvierte er dort sein Studium mit der höchsten Bewertung.

Er startete eine intensive Konzerttätigkeit in ganz Europa und trat in den renommiertesten Konzertsälen, wie der Beethovenhalle Bonn, der Hochschule der Künste Berlin und im Gasteig in München auf. Konzertreisen führten ihn nach Österreich, Italien, Spanien, Dänemark, Ungarn und USA.
Zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen dokumentieren sein hohes künstlerisches Niveau. (Selbstdarstellung)

Ergänzende biographische Notiz:

In dem Begleitheft dieser CD findet sich dann noch folgender Satz:

„Seit Ende 1995 lebt er mit seiner Familie wieder in Argentinien.“

Mittlerweile scheint er wieder nach Deutschland zurückgekehrt zu sein .. .ein Wanderer zwischen den Kontinenten …

RicardoHavenstein03

Ich vermute mal, dies ist sein Debütalbum (es wird nicht mal auf seiner eigenen Website erwähnt). Vermutlich liegt der Grund in der Tatsache begündet, dass diese CD als ne Art „Sonderauflage“ von dem Magazin „Gitarre & Laute“ veröffentlicht wurde, und vermutlich in keiner allzugroßen Stückzahl.

BookletBackCover1

Die Musik von Johann Sebastian Bach, die hier wiedergegeben wird, bezieht sich ausschließlich auf seine sog. „Köthener Zeit“ … und bevor er dort seine Zelte aufchlagen konnte, musste er erstmal in den Arrest:

Hüllentext

Weitere Informationen dann im Begleitheft.

Es geht wirklich auf keine Kuhhaut, was der Bach alles so komponiert hat … diese CD ist sovoll von innig-intensiven Melodien … und die Transkription von Klaviermusik auf Gitarre ist auch kein Zuckerschlecken.

Aber der Ricardo Havenstein meistert das mühelos undm so hören wir eine zauberhafte Musik, die ob ihrer Nachdenklichkeit auch gut in diese Jahreszeit passt.

Wer in der Adventszeit besinnliche Muik hören will, ohne das entsprechende Weihnachtsgedöns … hier habe ich eine Alternative ! Und was für eine !

RicardoHavenstein04

Oder aber auch:

„… ein junger Musiker und eine ausgereifte Meisterschaft rufen bei Ricardo Havenstein einen Virtuosen der Gitarre hervor, mit feiner Sensibilität und aussergewöhnilichem Talent. Er besitzt eine der vollendesten Techniken seiner Generation, mit einem prächtigen und ungewöhnlichen Klang. Er verfügt über Intensität in der Interpretation jedes Werkes, estaunliche Sicherheit und eine besondere Erhabenheit, jene Erhabenheit von der die Gitarre so viel benötigt. Die Musik Argentiniens hat in diesem Interpreten, ehrwürdiger Bewunderer der Kunst Bachs, einen Botschafter unbezweifelten Ranges.“ (Revista Clásica).

RicardoHavenstein01

Personnel:
Ricardo Havenstein (guitar)

Booklet01A

Titel:

Französische Suite BWV 813 in e-Moll
01. Alemande 3.55
02. Courante 1.43
03. Sarabande 4.16
04. Air 1.39
05. Menuet 1.27
06. Gigue 2.48

Aus dem Wohltemerierten Klavier:
07. Präludium Nr. 9 BWV 854 / 1.40
08. Präludium Nr. 4 BWV 849 / 3.01
09. Präludium Nr. 12 II BWV 881 / 2.25
10. Präludium Nr 1. BWV 846 / 1.61
11. Präludium Nr. 13 BWV 858 / 2.19
12. Präludium Nr. 8 BWV 853 / 4.11
13. Prälidium Nr. 6 BWV 851 / 1.44
14. Präludium Nr. 12 BWV 857 / 4.06
15. Präludium Nr. 5 BWV 850 / 1.25

Suite BWV 818 in a-Moll:
16. Alemande 3.55
17. Courante 1.37
18. Sarabande simple 4.05
19. Sarabande double 2.20
20. Gigue 3.27

21. Präludium BWV 934 / 3.33
22. Präludium BWV 935 / 1.42
23. Invention Nr. 6 BWV 777 / 4.01
24. Fughetta BWV 961 / 2.37
25. Präludium BWV 926 / 1.04
26. Arie aus den Goldberg Variationen BWV 988 / 3.01

Musik: Johann Sebastian Bach

CD1

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RicardoHavenstein02

Ricardo Havenstein, 1994

Ach ja … Ricardo Havenstein betreibt mit seiner Frau Brigitte auch ein ganz spezielles argetinisches Reisebüro („Finest Argentinia“): Und sie leben wieder in Argentinien:

FinestArgentinia