Verschiedene Interpeten – Lord Ulli´s Pop Skiffle Party (1974)

FrontCover1Um die Entstehungsgeschichte dieser munteren Skiffle-LP zu verstehen, müssen wir das Rad der Geschichte ein wenig zurück drehen, sagen wir mal in das Jahr 1959:

„Alles beginnt 1959 in Berlin, als Ulli Günther weitere fünf begeisterte Skiffle-Musiker um sich schart. Mit ihrer im wahrsten Sinne des Wortes „handgemachten“ Musik (Lord Ulli hat sich eigenhändig einen Stehbass aus Sperrholz gebastelt) bringen sie mit Banjo, Gitarre, Waschbrett und Kamm als Skiffle-Lords jeden Tanztee umgehend zum Kochen.

Prompt gewinnen sie 1961 den vom Berliner Kultursenat ausgeschriebenen Wettbewerb um das „Goldene Waschbrett“.

Als zu Beginn der 1960-er Jahre die Beatmusik ihren Siegeszug um die Welt antritt, beschließen die Skiffle-Lords an Silvester 1962 äußerst vorausschauend, das Wort „Skiffle“ aus dem Bandnamen zu streichen …“

Es folgte dann die Karriere der Lords, die irgendwie unterhaltsam war, aber den Rattles konnten sie nie den Rang ablaufen (zumindest für meinen Geschmack).

Anfang 1971 lösten sich die Lords zunächst auf. In den Jahren der Auflösung versuchte sich Ulli auch als Solist und es entstanden einige Singles in deutscher Sprache: „Sweet Memories“, „Mit den Augen der Liebe“, „Danke dem…“, „Ich bin da für dich“, „Sierra Nevada“, „Mein Vater war ein Müllmann“, „Locker vom Hocker“, „Ruf doch die Jungs mal an“, „Schwarze Lady“ und einige mehr.

Und dann hatte der Lord Ulli noch so Idee: „Er lud zur „POP SKIFFLE PARTY“ in’s Kölner Electrola Studio und seine Freunde kamen.“ (Covertext)

Und weiter: „Wichtigstes Mitbringsel der illustren Gäste war der Spaß an der Freude. So kam es dann auch, daß sämtliche Titel dieser Langspielplatte „LIVE“ im Studio mitgeschnitten werden konnten.
Hier ist sie nun!!!  Hör’n Sie mal rein, und… viel Spaß dabei!!!“

Im Klartext: Bei diesen fidelen Sessions zelebrierte man all die Songs der pre-Beatles Ära, die junge Leute wie eben Ulli Günther dazu brachten, Musiker Lonnie Donegan mit großer Leidenschaft nachzueifern. Wobei sich auch Folk- und Gospel-Songs finden. Und geboten werden sage und schreiben 28 Songs ! Und mit von der Partien waren u.a. Howard Carpendale, Leo Lietz (von den „Lords“, der auch „Poor Boy“ schrieb), Phil + John, Ulla Wiesner (Botho Lucas Chor) und dann auch noch – man glaubt es kaum – Porky Fritz (Triumvirat) als Pianist bei 4 Titeln … Das Ergebnis: Ne ziemlich durchgeknallte Party.

Und diese durchgeknallte Party haben wir dem famosen Mr. Jancy (aus dem schönen Hessenland) zu verdanken … Vielen Dank für diese köstliche Leihgabe !

Lord Ulli, 1972

Besetzung (so wie sie auf dem Cover vorgestellt werden):
Monica Morell: Top Star aus der Schweiz. Wow!!!
Howard Carpendale: Der blonde Dauerbrenner aus Süd Afrika.
Phil + John: Die lustigen Pullover des deutschen Showgeschäfts.
Gavin du Porter: Der Riese mit der riesen Stimme.
Ulla Wiesner: Botho Lucas Chorstimme mit Herz und Charme.
Ilian Darc: Bekannt durch Funk und am liebsten auch durch Fernsehen.
Barbara Folk; Die kleine mit der großen Stimme.
Uwe Lenz: Mal singt er Baß, mal singt er besser.
Rondo: lustiger Liedermacher. Wuffi Hinneberq: Geburtshelfer der Skiffle Lords.
Leo Lietz: Ex Lord, Poor Boy Komponist, heute der Fetzer am Banjo.
Ralph Bloch: Der Drummer mit dem duften Drive.
Peter Noll: Die hektische Gitarre.
Jügen Albrecht: Romantischer Liedermacher für Kinder und Erwachsene.
Werner Dies: Der Profi mit Humor.
Richard Smith: Das happy Piano.
+
Porky Fritz (piano)

BackCover1

Titel:
01. Tom Dooley (Traditional) 1.39
02. Gloryland (Donegan) / John Brown’s Body (Traditional)  3.17
03. Last Train To San Fernando (Pademore/Devere) 1.40
04. Freight Train (Williams) 1.45
05. Railroad Steamboat (Reeves) 1.47
06. Joshua Fit The Battle Of Jericho (Traditional) 1.44
07. Down By The Riverside (Traditional) 1.34
08. If I Had A Hammer (Hays/Seeger) 1.39
09. Cotton Song (Cotton Fields) (Traditional) 1.43
10. Take This Hammer (Traditional) 1.51
11. We Shall Not Be Moved (Traditional) 1.47
12. Nobody Loves Like An Irishman (Traditional) 1.37
13. Michael (Traditional) 1.51
14. Chewing Gum (Traditional) 1.30
15. On Top Of Old Smoky (Traditional) 1.36
16. Oh Susanna (Traditional) 1.44
17. Lonesome Traveller (Hays) 1.25
18. Battle Of New Orleans (Driftwood) 1.37
19. Have A Drink On Me (Ledbetter/Lomax) 1.49
20. Midnight Special (Traditional) 1.46
21. Go Tell It On The Mountain (Traditional) 1.35
22. Puttin‘ On The Style (Cazden) 1.44
23. This Train (Traditional) 1.41
24. Nobody Knows The Trouble I’ve Seen (Traditional/Hinneberg) 1.44
25. Long Summer Day (Lomax/Donegan) 1.48
26. Hey Liley Liley Lo (Whyton/Austin/Lomax) 1.50
28. Hey Ma (Traditional) 1.52

AlternateFront+BackCover.jpg

Diese LP gab´s dann auch noch auf dem Billig-Label „mfp Records“

*
**

Label

Emil Steinberger – E wie Emil – Ein-Mann-Kabarett (1974)

FrontCover1Am 09. September 2017 schrieb ich in diesem blog, als ich erstmalig den Emil Steinberger präsentierte:

Wie auch immer: Noch heute kann ich mich über diesen “Emil” köstlich amüsieren und von daher wird es nicht verwundern, wenn es im Laufe der nächsten Wochen weitere Werke von ihm hier zu hören gibt.

Nun aus den „nächsten Wochen“ wurden leider viele. viele Monate, aber jetzt ist es mal wieder soweit: Emil live, und zwar wie er leibt und lebt und damals (also in den 70er Jahren) nicht nur mich begeisterte.

Emil Steinberger kam 1933 als drittes Kind armer Leute in Luzern zur Welt. Sein komisches Talent wurde zuhause ignoriert, aber schon in der Grundschule war er der Klassenmittelpunkt, der lustige Bub, der mit tausenderlei Faxen alle zum Lachen brachte.

Die Eltern zwangen ihn dazu, einen „anständigen“ Beruf zu erlernen, und so „spielte“ Emil, eher widerwillig, neun Jahre lang den Postbeamten. Heimlich jedoch, hinter dem Rücken der Eltern, trat er abends im Kabarett auf und absolvierte später, ebenso heimlich, eine Ausbildung zum Werbegrafiker.
Kabarett-Karriere als „Emil“

Der Post blieb er in gewissem Sinne treu: Der ungeliebte Beruf inspirierte ihn zu seinem berühmtesten Programm der 60er und 70er Jahre. Ab 1971 begeisterte er auch das deutsche Fernsehpublikum mit so unvergesslichen Figuren wie dem Telegrafenbeamten, der beim Lösen des Kreuzworträtsels kein „Grautier mit 4 Buchstaben“ kennt.
Mit 54 Jahren hörte er auf nur lustig zu sein

Er ging für ein paar Jahre in die USA, schrieb Bücher über diese Zeit, nun hält er Lesungen. Er gesteht allerdings, dass er den „Emil“ nicht völlig abschütteln könne, er trage ihn stets in der Westentasche mit sich rum – und so wäre Emil Steinberger nicht Emil, wenn er seine Leser und Zuschauer nicht weiterhin ab und zu auf den Arm nehmen würde. (WDR)

Und hier sein Album bei dem er nicht nur als „Telegrafen-Beamter“ für Lachkrämpfe sorgt. Auch „Nachts auf dem Polizeirevier“ ist ein Brüller …  nur schade, dass man bei einer LP die Mimik nicht sehen kann … überhaupt: Vielleicht ist sein Humor nicht mehr zeitgemäß … wenn dem so wäre …. spräche es nichtfür die Zeit in der wir leben.

Und ich verspreche hoch und heilig, dass nicht mehr ein ganzes Jahr dauert, bis hier der nächste Emil aus den 70er Jahren vorbeischaut …

EmilSteinberger

Besetzung:
Emil Steinberger

BackCover1

Titel:
01 . Stereo-Test 6.20
02. Die Sache mit der Garderobe (I) 3.07
03. Der Telegrafen-Beamte 10.57
04. Nachsts auf dem Polizeirevier 6.40
05. Im Restaurant: Der Feinschmecker 3.52
06. Vater, warum fliegt das Flugzeug ? (Ein Besuch im Verkehrsmuseum) 6.27
07. Die Sache mit der Garderobe (II) 1.37

Alle Texte: Emil Steinberger

labelb1

*
**

Moskauer Kammerorchester – Haydn Biber Hummel (1974)

FrontCover1Seit meinen weihnachtlichen Musikexzessen bin ich wieder mal vernarrt in klassische Bläsermusik. Und da kam mir diese LP aus dem Jahr 1974 gerade recht.

Und hier werden gleich drei – eher unbekannte Komponisten (okay, für Haydn gilt das a nicht) entsprechend virtuos gewürdigt.

Als da wären:

Joseph Haydn:

Franz Joseph Haydn (* 31. März oder 1. April 1732 in Rohrau, Niederösterreich; † 31. Mai 1809 in Wien) war ein österreichischer Komponist zur Zeit der Wiener Klassik. Er war Bruder des Komponisten Michael Haydn und des Tenors Johann Evangelist Haydn.

Den größeren Teil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte Joseph Haydn als Hofmusiker Haydn.jpgauf dem Landsitz der wohlhabenden ungarischen Familie Esterházy, wo er deren Orchester und Oper leitete. Die Abgeschiedenheit von anderen Komponisten und musikalischen Strömungen beschrieb er mit dem bekannten Zitat: „Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irremachen und quälen, und so musste ich original werden.“

1797 vertonte Haydn für den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Franz II. das hierzu bei Lorenz Leopold Haschka ebenfalls vom Hof bestellte Gedicht Gott! erhalte Franz, den Kaiser, Unsern guten Kaiser Franz!. Die Melodie war bis zum Ende der Habsburgermonarchie 1918 die der Österreichischen Kaiserhymnen und fand auch danach noch in der Ersten Republik Anwendung. Im Jahr 1841 wurde ihr das extra hierzu gedichtete Lied der Deutschen von Heinrich Hoffmann von Fallersleben unterlegt, das in dieser Form 1922 die Hymne des damaligen Deutschen Reiches wurde und bis heute mit der dritten Strophe des Hoffmann-Gedichts die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland ist.

Heinrich Ignaz Franz Biber:
Heinrich Ignaz Franz Biber von Bibern (getauft 12. August 1644 in Wartenberg, Böhmen als Hennericus Pieber; † 3. Mai 1704 in Salzburg als Heinrich Ignaz Franz Biber von Bibern) war ein böhmischer Komponist und berühmter Geiger der Barockzeit.

In vielen seiner Frühwerke benutzte Biber die Skordatur (das Umstimmen einzelner Saiten), um besondere Klangeffekte zu erzielen und um schwierige Griffe in den unteren Biber.jpgLagen sowie auf leeren Saiten zu ermöglichen.

Biber schrieb Messen, zwei Requien, zahlreiche Violinsonaten und Tafelmusiken. Sein monumentalstes Werk schuf er 1682 anlässlich der 1100-Jahr-Feier des Erzstiftes Salzburg, eine Messe mit 53 Stimmen, die Missa Salisburgensis und den Hymnus Plaudite tympana. Diese Messe wurde früher Orazio Benevoli zugeschrieben. In den 1970er Jahren wurde angenommen, auch Bibers Vorgänger Andreas Hofer komme als Schöpfer des Werkes in Frage. Seit 1975 gilt Biber als der Komponist. Der größte Teil seiner geistlichen Werke ist so gut wie unbekannt. Von seinen Opern ist nur Chi la dura la vince erhalten.

Von wenigen Geigern und Komponisten vor seiner Zeit findet man so häufig Doppelgriffe, Dreier- und Viererakkorde wie bei Biber. Er beherrschte, damals selten, das Violinspiel bis in die siebte Lage.

Johann Nepomuk Hummel:
Johann Nepomuk Hummel (* 14. November 1778 in Pressburg; † 17. Oktober 1837 in Weimar) war ein österreichischer Komponist und Pianist.

Hummel veröffentlichte unter anderem sechs Konzerte für Klavier und Orchester, acht Klaviersonaten (darunter zwei zu vier Händen), zahlreiche weitere Kompositionen für Klavier solo sowie Kammermusik; außerdem komponierte er eine Reihe von Opern und Singspielen, Kantaten und Messen. Lediglich Sinfonien fehlen in seinem Werkverzeichnis; wahrscheinlich wollte er sich auf diesem Gebiet nicht mit Ludwig van Beethoven vergleichen.

Unter Hummels Werken für Klavier solo übten besonders die Fantasie Es-Dur op. 18 und die Sonate fis-Moll op. 81 großen Einfluss auf die Zeitgenossen aus, zum Beispiel auf Franz Schubert und Felix Mendelssohn Bartholdy. Hummels Einfluss ist auch in den frühen Werken Frédéric Chopins und Robert Schumanns deutlich erkennbar. Unter seinen kammermusikalischen Werken ist das Septett d-Moll für Klavier, Flöte, Oboe, Horn, Bratsche, Violoncello und Kontrabass op. 74 bemerkenswert, ebenso das Quintett Es-Dur/es-Moll für Klavier, Geige, Bratsche, Violoncello und Kontrabass op. 87, das die Besetzung von Schuberts Forellenquintett vorwegnimmt.

Hummel.jpg

Von unverminderter Bedeutung ist das Konzert Es-Dur (eigentlich E-Dur) für Trompete und Orchester, dessen erster Satz heute ein Standardwerk für Aufnahmeprüfungen und Orchestervorspiele ist (WoO 1 von 1803).

Hummels Musik repräsentiert den Übergang von der klassischen zur romantischen Ära. Dies lässt sich gut an seinen Kompositionen für Flöte verfolgen: Die frühen Werke ähneln denen seines Lehrers Mozart, die mittleren sind frühromantisch. Das Spätwerk ist hochromantisch in virtuoser Prägung. (Alle biographischen Angaben: wikipedia)

Die hier vorliegende Aufnahme ist eine Gemeinschaftsproduktion zwischen dem DDR Eterna Label und dem Мелодия (Melodia) Label aus der damaligen UdSSR.

Solist ist der russische Trompeter Timofej Dokschizer

Timofei Alexandrowitsch Dokschizer (* 13. Dezember 1921 in Neschin, Gouvernement Tschernigow, Ukrainische SSR; † 16. März 2005 in Vilnius, Litauen) war russisch-sowjetischer Trompeter, Dirigent und Komponist ukrainischer Herkunft.

Der 1921 geborene Musiker war Sohn eines musikalischen Autodidakten, wurde 1931 als Zögling in ein Armee-Blasorchester aufgenommen und lernte seit 1933 an der Glasunow-Musikschule bei Anton Wassilewski, dem damaligen Solotrompeter des Bolschoi-Theaters. Ab 1935 unterrichtete ihn dann der Nachfolger Wassilewkis Michail Tabakow, erst an der Zentralmusikschule in Moskau, später dann an der Gnessin-Musikakademie. Wichtig für Dokschizers Entwicklung war die Begegnung mit dem Komponisten Wladimir Peskin, der für ihn ab 1937 eine Reihe von Werken von damals präzedenzloser Schwierigkeit schrieb. Von 1941 und bis 1987 war Timofei Dokschizer Solotrompeter des Bolschoi-Orchesters. 1952 besuchte er die Dirigentenklasse des Moskauer Konservatoriums und legte 1957 dort seine Prüfung als Orchesterleiter bei Ginsburg ab.

Timofej Dokschizer.jpg

Im Laufe seines Lebens schuf Dokschizer über 80 musikalische Transkriptionen und Stücke für Trompete. In seinem Heimatort in der Ukraine trägt eine Musikschule den Namen des Musikers. Neben seinem umfangreichen Repertoire, das, nach Meinung einiger Experten, praktisch alles umfasste, was es für Trompeten gab, arbeitete er 25 Jahre als Professor am staatlichen musikpädagogischen Institut.

Im Alter von 17 Jahren gewann er den sowjetischen Unionswettbewerb, sowie einen internationalen Wettbewerb in Prag im Jahre 1947. (Quelle: wikipedia)

Und es spielte das Moskauer Kammerorchester unter der Leitung von Rudolf Barshai:

Rudolf Borissowitsch Barschai (* 28. September 1924 in der Staniza Labinskaja, RSFSR; † 2. November 2010 in Basel) war ein russischer Dirigent und Violaspieler.

Barschai studierte zunächst Geige, dann Bratsche am Moskauer Konservatorium bei den Professoren Lew Zeitlin und Wadim Borissowski. Bei Dmitri Schostakowitsch erhielt er Kompositionsunterricht und musizierte zusammen mit ihm. Bei Ilja Musin studierte er Theorie und Praxis des Dirigierens.

Rudolf Barshai.jpg

Als Bratschist konzertierte Barschai sowohl als Solist als auch zusammen mit Swjatoslaw Richter und David Oistrach, zusammen mit Mstislaw Rostropowitsch und Leonid Kogan bildete er ein Trio. Barschai gewann zahlreiche sowjetische und internationale Wettbewerbe.

1945 war Barshai Gründungsmitglied des Borodin-Quartetts, welches er 1953 wieder verließ.

Unter dem Eindruck der Konzerte des Kammerorchesters Wilhelm Stross, das 1955 im Zuge des historischen Staatsbesuchs von Konrad Adenauer als erstes Orchesterensemble nach dem Krieg in der Sowjetunion auftrat, und dort Triumphe feierte, gründete Barshai das Moskauer Kammerorchester, das wie das Stross’sche Orchester „im Stehen“ spielte. Er blieb dessen Dirigent und Leiter bis zu seiner Emigration nach Israel 1977. Dort war er Leiter des Israeli Chamber Orchestra, danach Dirigent des Bournemouth Symphony Orchestra (1982–1986). Seither lebte er in der Schweiz. Barshai dirigierte viele namhafte Orchester, unter ihnen das Vancouver Symphony Orchestra, Vancouver, das London Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, das WDR Sinfonieorchester Köln, das Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, Orchester in Stuttgart, Houston, Miami, Cincinnati und viele andere.

Barschai wurde berühmt als Interpret und durch seine Transkriptionen der Musik von Dmitri Schostakowitsch und Sergei Prokofjew ebenso wie durch seine Dirigate der Musik von Gustav Mahler und Schostakowitsch. Viele seiner Aufnahmen gewannen internationale Preise. Mit der vom Komponisten autorisierten Instrumentierung des 8. Streichquartetts von Schostakowitsch für Kammerorchester schrieb er Musikgeschichte. Das Stück wurde vom Komponisten als Opus 110a in sein Werkverzeichnis aufgenommen.

In seinen letzten Lebensjahren lebte Barschai mit seiner vierten Ehefrau Helena in Ramlinsburg in der Schweiz, wo er auch bestattet wurde. (Quelle: wikipedia)

USMCFrontCover2.jpg

Dieses Album erschien in den USA, auch als MC

So, das war jetzt viel biographisches Material, aber mir bleibt es wichtig, die ausführenden Künstler aber auch die Komponisten hier ein wenig vorzustellen.

Aber nun zur Musik: Virtuos und häufig furios gespielte Trompetenmusik der Klassik … und ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich da einen Favoriten hätte.

Und wie in anderen Bereichen der Musik kann man hier hören, dass auch unbekanntere Komponisten der Klassik zuweilen sensationelles zustande gebracht haben. Wer´s nicht glaubt … der solle hören !

Tja, die Trompete: da gibt es eben nicht nur den Miles Davis oder den Till Brönner … es gibt eben auch diesen Timofej Dokschizer, den ja nicht nur ich als Meister seines Fachs bezeichne.

Kurz und bündig: Ein phantastisches Album !

Und dann mag ich noch auf den Hüllentext verweisen, der wieder mal sehr kenntnisreich in die Musik und ihre Hintergründe einführt. So lob´ ich mir das  !

AlternativeFrontCover.jpg

Alternative Frontcover

Besetzung:
Moskauer Kammerorchester unter der Leitung von Rudolf Barshai
+
Timofej Dokschizer (trumpet)

BackCover1.JPG

Titel:

Joseph Haydn: Konzert Es-Dur HOB VII E:1 Für Trompete und Orchester:
01. Allegro 5.49
02. Andante 3.56
03. Finale – Allegro 5.41

Heinrich Ignaz Franz Biber: Sonate B-Dur für sechs Stimmen:
04. Allegro (Adagio)- Allegro (Tempo Ordinario) 6.31.

Johann Nepomuk Hummel: Konzert Es-Dur für Trompete und Orchester:
05. Allegro Con Spirito 9.13
06. Andante – Rondo 9.05

LabelB1.JPG

*
**

MC2.jpg

Hüllentext.jpg

Weihnachten 2018) (29): Verschiedene Interpreten – Frohe Weihnacht (1974)

FrontCover1.jpgWie gesagt, heute ist Resteverwertung und das gilt auch für diese LP, auch wenn ich sie gar nicht mal madig machen möchte, wie man vermuten könnte.

Ausgeheckt hat dieses Weihnachtsalbum zum einen der Kurtz Feltz:

Kurt Feltz (* 14. April 1910 in Krefeld; † 2. August 1982 in Pollença/Mallorca) war einer der erfolgreichsten deutschen Schlagertexter und Musikproduzenten, der über 40 Jahre den deutschen Schlager mitprägte. Seine Spezialität waren deutsche Texte zu fremdsprachigen Hits, inhaltlich oft orientiert an der Sehnsucht nach südländischer Ferne. Dabei nutzte er auch Pseudonyme wie Edi Hartges, Walter Stein, André Hoff, Bernd Heim, Joachim Janson und Alexander Kühn. (Quelle: wikipedia)

Und der andere im Bunde war dann der Heinz Gietz:

Heinz Gietz (* 31. März 1924 in Frankfurt am Main; † 24. Dezember 1989 in Köln) war ein deutscher Komponist, Musikproduzent, Arrangeur und Liedtexter. Gemeinsam mit Kurt Feltz bildete Gietz in Köln eines der erfolgreichsten Autorenteams des deutschen Nachkriegsschlagers. Er erhielt 30 Goldene Schallplatten und verfasste über 40 Filmmusiken. (Quelle: wikipedia)

Da waren also zwei altgediente Haudegen der deutschen Schlagermusik am Werk und als ausführende Künstlern haben sie sich bekannter B- bzw. C Promis bedient:

Freddy Breck – Cindy & Bert – Peter Rubin – Die Detmolder Schloßspatzen – und dann noch die unverwüstlichen Westfälischen Nachtigallen.

CDFrontCovers.jpg

CD Ausgabe, auch mit unbekannter Signatur

Und natürlich hören wir hier sentimental-kitschige Texte … geziert von all den alt bekannten Melodien.

Und Kurt Feltz ließ s sich natürlich nehmen, auch die Klassikern mit eigenen Zeilen zu ergänzen.

Musss man nicht mögen, aber wer´s gerne so richtig traditionell-rührselig will, könnte sich an so einer LP durchaus erfreuen.

Interessant dann noch, dass just diese LP 1995 auf CD unter dem Titel „Melodien zur Weihnachtszeit“ erneut veröffentlicht wurde.

LPBackCover.jpg

Titel:
01. Freddy Breck & Cindy & Bert: Melodien zur Weihnachtszeit (Traditional) 3.37
02. Peter Rubin & Die Westfälischen Nachtigallen: Kalenderlied (Dehmel/Grothe) 2.27
03. Cindy & Bert & Die Detmolder Schloßspatzen: Süßer die Glocken nie klingen (Traditional) 1:20
04. Freddy Breck & Die Westfälischen Nachtigallen: Kling Glöckchen (Traditional/ Feltz) 1.19
05. Cindy & Bert & Die Westfälischen Nachtigallen: Die grüne Tanne (Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen) (Traditional(Feltz) 1.46
06. Peter Rubin & Die Detmolder Schloßspatzen; Schneeflockenzählen (Bradtke/ Oldörp) 0.58
07. Freddy Breck & Die Westfälischen Nachtigallen: Jingle Bells (/Feltz) 2.55
08. Peter Rubin: Susani, Susani (Traditional) 2.50
09. Cindy & Bert & Die Detmolder Schloßspatzen: Heidschi-Bumbeidschi (Traditonal) 2.43
10. Freddy Breck & Die Westfälischen Nachtigallen: Einmal im Jahr (Gietz) 2.50
11. Peter Rubin: Die Stunde, sie wird kommen (Traditional/Feltz) 2.09
12. Freddy Breck & Die Detmolder Schloßspatzen: Ihr Kinderlein, nun kommet (Traditional/Feltz) 1.48
13. Freddy Breck & Peter Rubin & Die Westfälischen Nachtigallen: Laßt uns froh und munter sein (Traditional/Feltz) 2.18
14. Freddy Breck & Die Westfälischen Nachtigallen: Eine Muh – Eine Mäh (Alfredo/ Lindemann) 2.04
15. Cindy & Bert: Es ist Weihnachtszeit (Traditional/Feltz) 2.07
16. Cindy & Bert: Still, Still (Traditional/Feltz) 2.40
17. Freddy Breck & Cindy & Bert & Peter Rubin & Die Westfälischen Nachtigallen & Die Detmolder Schloßspatzen: O, du fröhliche (Traditional) 2.32

LabelB1

*
**

Booklet1.jpg

Diese Weihnachtsalben bleiben den Lesern dieses blogs heuer erspart

Max Greger – In The Mood For Hits (1974)

FrontCover1Natürlich gefällt mir der Max Greger immer dann am besten, wenn er sich auf seine Jazzvergangenheit besinnt … so wie auf diesem Album, das eine weitere kleine Verbeugung vor dem Großmeister Glenn Miller ist.

„Die ersten Stationen seiner Karriere wurden von Miller Titeln begleitet, und noch heute schätzt Max Greger den „Glen-Miller-Satz“ (eine Klarinette, zwei Alt- und zwei Tenorsaxophone statt des üblichen Saxophonsatzes) als eines der wichtigsten stilbildenen Elemente in der Entwicklung der Big Band.

„Ich finde diesen Sound so schön, daß er es verdient, auch heute noch gehört zu werden“ meint der Münchner Orchesterchef. So veröffentlichte er bereits mit „In The Mood For Dancing“  und „Max Greger Plays Glen Miller“ zwei Langspielplatten mit Miller-Titeln, die ihm eine große Publikumsresonanz und hervorragende Kritiken einbrachten. Ohne Schwierigkeiten hätte Max Greger diesen Weg fortsetzen können, denn das originale Miller-Repertoire ist sehr groß.

„In The Mood For Hits“ allerdings präsentiert Neues. Lange hatte sich Max Greger Gedanken gemacht, wie man den Miller-Sound aktualisieren könnte, ohne daß er an Ausdruckskraft und Brillanz verliert. Wie würde Glen Miller, wenn er noch lebte, heute spielen ? In Zusammenarbeit mit dem einfallsreichen Arrangeur Delle Haensch und dem Produzenten Bobby Schmidt entstand die vorliegende Produktion, die als eine der schönsten und interessantesten nicht nur treuer Greger-Fans begeistern wird.

Wie aktuell der Sound, der vor rund 30 Jahren entstand, sein kann, zeigen die vorliegenden Aufnahmen zwölf bekannter Titel der internationalen Hitparaden, die nichts von ihrer Eigenart verloren, aber neue klangliche Aspekte hinzugewonnen haben“ (Hüllentext der LP)

Na denn, dann wünsche ich viel Vergnügen bei einem wirklich spannendem Max-Greger-Album !

MaxGregerLive

Besetzung:
Max Greger Orchester

BackCover1

Titel:
01. Ich hab‘ die Liebe geseh’n (Theodorakis/Arnie) 2.20
02. Tie A Yellow Ribbon Round The Ole Oak Tree (Levine/Russell/Brown/Raschek) 2.27
03. I’d Love You Want Me (Lavoie) 2.52
04. Sweet Gypsy Rose (Levine/Russell/Brown/Prost) 3.00
05. Goodbye, My Love, Goodbye (Panas/Munro) 2.33
06. Ich komm bald wieder (Scharfenberger/Feltz) 2.39
07. Pour Un Flirt (Delpech/Orloff) 2-50
08. Der kleine Prinz (Orloff) 3.02
09. Michaela (Puschmann/Frankfurter) 2.15
10. Rote Rosen (v.Suppé) 2.56
11. Wenn ein Schiff vorüberfährt (Iglesias) 2.43
12. Eviva España (Caerts/Bradtke) 2.31

LabelB1.JPG

*
**

Verschiedene Interpreten – In dr Hammerschenk – Volksmusik aus dem Erzgebirge (1974)

FrontCover1Man mag ja über die Trachten, die man auf dem Cover sehen kann, schmunzeln, aber ich garantiere, über unsere jugendlichen Mode-Sünden wird man später auch mal schmunzeln … meine Töchter können sich heute schon darüber amüsieren.

Wenden wir uns also dem eigentlichem zu … der Musik:

Und wir stellen dabei so einiges fest:

In der DDR wurde seitens des Eterna Labels sehr intensiv die traditionelle Volksmusik gepflegt. Beschäftigt man sich mal mit dem Back-Katalog von Eterna, dann wird dies mehr als deutlich.

Als Westler stellt sich mir da die Frage, ob diese „traditionelle“ Ausrichtung im Sinne der damals dort Herrschenden war … denn von einem „sozialistischem Klassenbewusstsein“ zeugen diese Lieder ganz sicher nicht.

Aber vermutlich hatten auch die Herren Honecker & Co. so ne traditionelle Seite in sich, so dass sie diese Art von Musik vermutlich sehr mochten (ganz sicher mehr, als jene „Beatmusik“, die in der DDR von Beginn an für Irritationen sorgte).

Erzgebirge1

Hier nun „Volksmusik aus dem Erzgebirge“:

Das Erzgebirge (tschechisch: Krušné hory) ist ein Mittelgebirge in Sachsen und Böhmen. Knapp nördlich der Kammlinie verläuft die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien. Die höchsten Erhebungen sind der Keilberg (tschech. Klínovec) (1244 m ü. NN) und der Fichtelberg (1215 m ü. NN).

Die erzgebirgische Natur wurde seit der ersten Besiedlungswelle im Mittelalter intensiv durch menschliche Eingriffe geformt und hat eine vielseitige Kulturlandschaft entstehen lassen. Insbesondere der Bergbau mit Halden, Stauanlagen, Gräben und Pingen prägte an vielen Orten das Landschaftsbild und die Lebensräume von Pflanzen und Tieren auch direkt. In den Hochlagen sind Wintersportgebiete vorhanden, und das Erzgebirge ist ein Wandergebiet.

Die höheren Lagen ab etwa 500 m ü. NN auf deutscher Seite gehören dem Naturpark Erzgebirge/Vogtland an – der mit 120 km Längenausdehnung größte seiner Art in Deutschland. Das östliche Erzgebirge steht als LSG Osterzgebirge unter Landschaftsschutz. Weitere kleinere Gebiete auf deutscher und tschechischer Seite, stehen als Naturschutzgebiete und Naturdenkmale unter staatlichem Schutz. In den Kammlagen befinden sich außerdem mehrere größere, nur von Regenwasser gespeiste, Hochmoore. (Quelle: wikipedia)

Erzgebirge

Und wie so oft bei traditionellen Klängen dieser Art sprechen mich die instrumentalen Teile dieser LP deutlich mehr an, als jene, mit vokalen Beiträgen an.

Und der informative Text von Manfred Blechschmidt auf der Hülle erläutert auch die historischen Hintergründe der Lieder. Von daher: ein gelungenes Beispiel für Heimatpflege (ein Begriff über den ich früher arg geschmunzelt hätte; heute sehe ich das anders). Und dazu gehört ha auch, dass die Vielzahl der regionalen Dialekte nicht vergessen werden. Bei vielen Titeln dieser Schallplatte wird dann genau der Dialekt des Erzgebirges angewandt … und man gelegentlich darüber stolpern … macht aber auch nix.

Der Miniaturpark Klein-Erzgebirge im sächsischen Oederan ist eine Ausstellung detailgetreuer Nachbildungen erzgebirgischer Bauwerke.Hier ein Modell der Oederaner Kirche im Klein-Erzgebirge.

Besetzung:
Ergon Hermann (Bergzither)
Sigmar Jargoscvh (oboe)
Werner Leonhadrdt (Berglaute)
Helmutg Merkel (organ)
Donals Seiffert (kniefibel)
Karl Süß (Glockenspiel)
Kurt Weigel (Konzertina)

BackCover1

Titel:
01. Erzgebirgs Ensemble: s´ Hoppserle (Merkel) 1.21
02. Siegfried Jacobi: De Lieb (Volksweise) 2.41
03. Erzgebirgs Ensemble: Alte Schneeberger Bergmusik (unbekannt) 2.46
04. Uwe Georgi: Bargarm (Merkel/Blechschmidt) 2.05
05. Siegfried Jacobi & Lothar Hirschligau & Günter Scheffler:  Wenn’s Gelöckel dreie lett (unbekannt) 1.34
06. Erzgebirgs Ensemble: Erzgebirgischer Wandermarsch (Richter) 2.03
07. Heimatgruppe Raschau: Heit gieht’s nooch Sachsen naus (Volksweise) 1.43
08. Ruth Leonhardt: Mutter, back fei Hefenkließ (Volksweise) 1.33
09. Erzgebirgs Ensemble: Gieh mer mol nüber (Volksweise) 2.23
10. Erzgebirgs Ensemble: Schlog ich e Licht nu a (Merkel) 1.28
11. Erzgebirgs Ensemble: Blaufarbenwerkermarsch (Merkel) 1.58
12. Heimatgruppe Raschau: Kuchnsinge (Merkel/Blechschmidt) 2.38
13. Erzgebirgs Ensemble: Traute Lieder hör´ ich wieder (Volksweisen) 2.43
13.1. Grüß dich Gott, mei Arzgebirg
13.2. Der verliebte Boß
13.3. Mei Haamit läßt mich grüßen
14. Heimatgruppe Raschau: In dr Hammerschenk (R.Krauß/F.Krauß) 2.32
15. Ruth Leonhardt: Ben Wasserhaus de Habutt blüht (Merkel/Blechschmidt) 3.06
16. Zschorlauer Nachtigallen: Feierobnd (Günther) 2.27
17. Erzgebirgs Ensemble: Bargluft (Weigel) 1.47
18. Zschorlauer Nachtigallen & Heimatgruppe Raschau: Ruck mer nazamm (Heeg/Blechschmidt) 2.20

LabelB1

*
**

Die Burg Scharfenstein im Erzgebirge

Ulrich Roski – Der kleine Mann von der Straße (1974)

FrontCover1Er war ein Sprachakrobat der ganz besonderen Art:

Ulrich Roski (* 4. März 1944 in Prüm in der Eifel; † 20. Februar 2003 in Berlin) war ein deutscher Liedermacher, der seine größten Erfolge in den 1970er Jahren hatte.

Ulrich Roski wuchs im Berliner Bezirk Wedding auf. Während der Schulzeit am Französischen Gymnasium in Berlin waren er und der spätere Liedermacher Reinhard Mey Klassenkameraden.

Ulrich Roski beschrieb in seinen Liedern mit einer Mischung aus lakonischem Humor und Wortwitz die Tücken des Alltags. Er war Preisträger bei den Internationalen Essener Songtagen für sein Lied Beschreibung eines Stierkampfes. Seit 1970 veröffentlichte er mehr als 20 Platten und CDs. Einige seiner Lieder schafften es Mitte der 1970er Jahre bis in die oberen Plätze der Hitparaden. In dieser Phase trat er unter anderem in der Hamburger Musikhalle und der Berliner Philharmonie auf. Die meisten seiner Auftritte absolvierte er allein, wobei er sich am Klavier oder mit der Gitarre begleitete. Im Rahmen einer gemeinsamen Tournee spielte er auch zusammen mit Schobert und Black und Hannes Wader.

Später kehrte er wieder auf Kabarett- und Kleinkunstbühnen zurück. Der unmittelbare Kontakt zum Publikum sei ihm wichtig und biete Stoff für neue Texte, erklärte er damals. Meistens schrieb Roski seine Musik und Texte selbst. Nur auf der Platte So hat es die Natur gewollt veröffentlichte er, neben drei eigenen Liedern, acht von ihm vertonte Gedichte des österreichischen Schriftstellers Andreas Okopenko aus dessen Gedichtband Warum sind die Latrinen so traurig, Spleengesänge und eins von Georg Bungter (der hauptsächlich für seine von Schobert & Black vorgetragenen Limericks bekannt ist).

In den 1980er Jahren komponierte er Instrumentalstücke auf diversen Synthesizern und verwendete dafür das Pseudonym Riko Chruils, ein Anagramm seines Namens.

Neben Liedern und Bühnentexten verfasste Roski auch Sketche und Kurzhörspiele für Rundfunk und Fernsehen (unter anderem für Diether Krebs in Voll Daneben).

Im Jahr 2002 veröffentlichte er seine Autobiografie In vollen Zügen. In mehreren Interviews und seinen letzten Bühnenprogrammen hatte er mit Galgenhumor auch über seine Erfahrungen mit seinem langjährigen Krebsleiden berichtet.

Ulrich Roski starb am 20. Februar 2003 an einer inneren Blutung, verursacht durch ein Zungenkarzinom. Er liegt auf dem Waldfriedhof Heerstraße im Feld 4-b (neben Paul Wegener) in Berlin-Westend begraben.

Seine Tochter Sandra Roski lud seither im April 2004, im Oktober 2005, im März 2009 und im März 2013 Künstlerinnen und Künstler zu Ulrich-Roski-Memorials in der Berliner Kalkscheune und ins „TiPi“ am Kanzleramt ein. Weggefährten von Roski und Mitglieder der Berliner Kleinkunstbühne sorgten dabei mit ihren Interpretationen von Roskis Liedern für sein Andenken. (Quelle: wikipedia)

UlrichSandraRoski

Ulrich + Sandra Roski

Klar, man muss seinen schrägen Humor mögen … wenn man aber dafür `ne Antenne hat … kann man sich ob  des blühenden Blödsinns auf höchstem Niveau nur erfreuen … und dankbar sein, dass es solche Querdenker gab und gibt !

Live1

Besetzung:
Ulrich Roski (guitar, vocals, keyboards)
+
Die Kai Rautenberg-Combo
Die Ozark-Combo
BackCover1

Titel:
01. Der kleine Mann von der Straße  4.30
02. Lasche Lotte 2.39
03. Der Eimer 3.30
04. Plastic-Joe 3.20
05. Nichts wie Ärger 2.39
06. Die Brautwerbung 4.45
07. Am liebsten wär‘ ich tot 3.27
08. Goldener Herbst 2.32
09. I’m A Lonesome Rider 5.20
10. Das Ding 3.02
11. Dabeisein ist alles 3.23
12. He Was A Lazy Man 3.50

Texte und Musik: Ulrich Roski

Labels

*
**