Puhdys – Die Puhdys (1974)

FrontCover1.jpgJetzt schlägt´s aber wirklich 13 ! Da sind die Puhdys meine Lieblingsband aus der DDR … davon kann man hier aer nichts mitbekommen … dass ändert sich nun mit dem heutigen Tage:

Die Puhdys waren eine deutsche Rockband. Als Gründungsjahr gibt die Band 1969 an. Bereits zuvor gab es die Puhdys in ähnlicher Besetzung, die sogenannten „Ur-Puhdys“. Die Puhdys zählen zu den bekanntesten Rockbands der DDR. Nach der Bekanntgabe ihrer Auflösung im Februar 2014 gab die Band Anfang 2016 in Berlin ihr letztes Konzert.

Vorläufer der Gruppe war die 1965 gegründete Udo-Wendel-Combo, der neben dem Sänger und Gitarristen Udo Wendel Peter Meyer (Keyboard), Harry Jeske (E-Bass) und Udo Jacob (Schlagzeug) angehörten. Nach Wendels Weggang im selben Jahr vervollständigte Dieter Hertrampf (Gitarre, Gesang) die Band, die sich fortan nach den Anfangsbuchstaben der Vornamen – P, U, H und D – Puhdy-Quartett[1] bzw. ab 1966 Puhdys nannte. Anfangs spielte die Band Tanzmusik.[2] Hertrampf begann 1966 eine Musikerausbildung und schloss sich später dem Teisco-Quartett – wo er auf den Schlagzeuger Gunther Wosylus traf – und anderen Bands an. Meyer leistete von 1966 bis 1968 seinen Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee ab und spielte währenddessen im Musikkorps Eggesin. Die Besetzung der Puhdys wechselte häufig; so gehörten kurzzeitig auch Herbert Dreilich und – als Vertretung für Meyer – Reinhard Lakomy[4] zur Band, die rückwirkend häufig als „Ur-Puhdys“ bezeichnet wird. Udo Jacob verließ die Band im Mai 1969 und schloss sich später Panta Rhei an. Nach Jacobs Weggang traten Meyer und Jeske zusammen mit Dreilich sowie Henry und Jutta Kotowski als Mitglieder des Henry Kotowski Quintetts auf, das aus dem Henry Kotowski Sextett hervorgegangen war.

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Die Puhdys, 1973

1969 kehrten Peter Meyer und Dieter Hertrampf zur Band zurück, Dieter Birr (Gesang, Gitarre) und Gunther Wosylus als Schlagzeuger kamen ebenfalls hinzu. Den Bandnamen behielten die Puhdys bei. Den ersten Auftritt in der neuen Besetzung hatte die Band am 19. November 1969 im Tivoli in Freiberg. Dieser Tag wurde später als Gründungstag der Puhdys bezeichnet. In diesem Konzert spielten sie ausschließlich englischsprachige Coversongs.

1970 erhielt die Band ein Auftrittsverbot im Bezirk Karl-Marx-Stadt. Zwei dortige Kulturbeauftragte hatten bemängelt, dass alle Texte auf Englisch gesungen worden seien und die Leistung der Musikanlage mit 200 Watt mehr als die üblichen 70 bis 80 Watt betragen hätte. Auch habe es „die Kapelle“ nicht verstanden, den Ablauf so zu gestalten, dass „jedwede Hektik unter den jugendlichen Tänzern hätte vermieden werden können“. In der Folge kam es zu einer Aussprache der Band mit den Behörden. In der Folge schrieben die Puhdys eigene Lieder in deutscher Sprache, das Verbot wurde aufgehoben.

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Stilistisch lehnte man sich zunächst an Hard-Rock-Vorbilder wie Deep Purple, Uriah Heep oder Led Zeppelin an. Mit Eigenkompositionen und Texten von Wolfgang Tilgner und Burkhard R. Lasch entwickelten sich die Puhdys zur erfolgreichsten DDR-Rockgruppe der 1970er Jahre. Erste größere Bekanntheit erlangten die Puhdys 1971 durch die Sendungen Basar und Die Notenbank im Fernsehen der DDR. Initiiert durch einen Aufruf von 150 Schülern einer Berufsschule in Gardelegen wurde dort der spätere Hit Türen öffnen sich zur Stadt gezeigt. Schon im Jahr darauf wurde Geh dem Wind nicht aus dem Wege der „Schlager des Jahres“.

Im Jahr 1973 spielten die Puhdys die von Peter Gotthardt und Ulrich Plenzdorf geschriebenen Titel Wenn ein Mensch lebt und Geh zu ihr als Filmmusik zum Film Die Legende von Paul und Paula (unter Regie von Heiner Carow) ein. Dabei wurden die ursprünglich angedachten Titel Spicks and Specks von den Bee Gees und Look Wot You Dun von Slade aufgrund Devisenmangels gestrichen und stattdessen Eigenproduktionen genommen, denen die starke Ähnlichkeit zum Original anzuhören ist. Im gleichen Jahr waren sie im Film Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow mit drei Titeln zu hören und zu sehen.

Ebenfalls 1973 hatten sie auf den X. (10.) Weltfestspielen der Jugend und Studenten in Ost-Berlin ihren ersten Großauftritt. (Quelle: wikipedia)

Singles

Die ersten Singles der Puhdys

Und 1974 war es dann endlich soweit: Die Puhdys produzierten ihr Debütalbum und hier kann man es hören …

Und es konnte sich nun wirklich hören lassen … klar, die großen Vorbilder – wie oben bereits erwähnt – gucken ganz gewaltig um die Ecke… aber es waren ja auch nicht die schlechtesten Vorbilder … sagen wir es mal so … mit diesem Album haben sie souverän ihr Gesellenstück abgegeben … Die internationale Sprache der damaligen Rockmusik waren die Musikern sowas von gut bekannt.

Aber auch textlich haben sie ihre Duftmarke gesetzt und das haben sie natürlich dem Wolfgang Tilgner zu verdanken, der Texte zwischen Realität und Mystik („Vineta“, „Ikarus“) verfasste.

Nachdem ich viele seiner Texte damals sehr geschätzt habe, war ich umso enttäuschter, als sich später herausstellte, dass er als IM für die Stasi gearbeitet hat.

Na ja, und dann noch er Hinweis auf den Ulrich Plenzdorf Film „Die Legende von Paul und Paula“. In diesem Film erklang auch ein weiterer Puhdys Klassiker der frühen Jahre „Geh zu ihr“.

Summa sumarum: ein prachtvolles Debütalbum … weitere Kracher sollten folgen !

AmigaWiederveröffentlichung (1980)

Amiga Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 1980

Besetzung:
Dieter Birr (vocals, guitar)
Dieter Hertrampf (guitar, background vocals)
Harry Jeske (bass)
Peter Meyer (keyboards)
Gunther Wosylus (drums)

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Titel:
01. Vorn ist das Licht (Meyer/Tilgner) 3.30
02. Von der Liebe ein Lied (Gotthardt/Tilgner) 4.02
03. Mann im Mond (Birr/ Tilgner) 2.51
04. Vineta (Meyer/Tilgner) 5.43
05. Türen öffnen sich zur Stadt (Meyer/Tilgner) 5.18
06. Sommernacht (Birr/Hertrampf/Tilgner) 3.24
07. Ikarus (Birr/Tilgner) 4.44
08. Geh zu ihr (Gotthardt/Plenzdorf) 2.42
09. Wenn ein Mensch lebt (Gotthardt/Plenzdorf) 3.16
10. Zeiten und Weiten (Wosylus/Tilgner)  3.57

LabelB1

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Ambros Seelos – International (1974)

FrontCover1Ja, ja, der gute alte Ambros Seelos mit seinen vielen musikalischen Gesichtern:

Ambros Seelos (* 30. Januar 1935 in Töging am Inn – † 3. August 2015 in Mühldorf am Inn) ist ein deutscher Saxophonist, Klarinettist, Bandleader und Arrangeur.

Ambros Seelos wurde in Töging im Landkreis Altötting (Oberbayern) als fünftes von sieben Kindern geboren. Er absolvierte eine Ausbildung als Installateur, lernte jedoch zusätzlich Klarinette. Nach seiner Lehre studierte er Klassische Klarinette an der Hochschule für klassische Musik in München. Seelos finanzierte sein Studium, indem er ab 1956 mit Paul Würges in einer Rock’n Roll Band im Northern Band Style zusammenspielte.

1958 gründete er zusammen mit Hansl Bauer das Septett Jokers. Daraus ging 1960, zunächst als Septett mit gemischtem Bläsersatz (Trompete, Posaune und zwei Saxophone sowie Piano, Bass und Schlagzeug), später mit 10 Musikern und Sängerin, das Ambros Seelos Orchester hervor. Das erste Konzert fand in Luxemburg statt, wo man die Band aufgrund der vielen Offerten, die Ambros Seelos selbst auf einer Reiseschreibmaschine schrieb, engagierte.

Es folgten Engagements in Tanz- und Unterhaltungslokalen in ganz Europa, dazu Tourneen mit Freddy Quinn, Chubby Checker und Lou van Burg. In Neapel gab es ein dreimonatiges Gastspiel im Offiziers-Club des NATO-Hauptquartiers sowie auf zwei US-Flugzeugträgern. Bei Tourneen in Schweden stand Seelos mit Count Basie und Louie Bellson auf der Bühne und trat dort oftmals in TV-Shows auf. Zudem nahm er mehrere Groove Jazz-Platten für das Label MPS auf, u. a. 1968 das Album ‚Fire‘ mit dem bekannten Song ‚Swingle Beat‘.

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Die Ambros Seelos Show Band war im Hotel Bayerischer Hof in München das Ballorchester. Beim Madame-Ball trat er mit Ella Fitzgerald auf.

In den 1970er und 1980er Jahren tourte Seelos durch Asien. Manila, Hongkong, Bangkok, Bombay, Djakarta, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate waren Stationen während dieser Zeit. Anfang der 1980er war er an Vertonungen der Gedichte Helmut Zöpfls beteiligt. Ab dem Ende der 1980er gab es auch Engagements auf Kreuzfahrtschiffen (u. a. mit Karel Gott, Roberto Blanco, Margot Werner, Andreas Hauff und Edith Prock), im März 1996 stach man mit der Europa bereits zum siebten Mal in See. Begleitet wurden auf dieser Fahrt Kristina Bach, Billy Mo und Henry Arland.

Zuletzt lebte Ambros Seelos mit seiner Frau in Mettenheim (Oberbayern). 2011 zog sich Seelos bei einem Sturz einen mehrfachen Ellenbogenbruch zu und war daraufhin nicht mehr in der Lage, ein Instrument zu spielen. Die letzten Tage vor seinem Tod verbrachte er im Haus der Caritas in Mühldorf am Inn. Er hinterließ neben seiner Ehefrau drei Söhne. (wikipedia)

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Ambros Seelos an seinem 75. Geburtstag

Hier nun als zweites Beispiel seines Schaffens eine Aufnahme aus dem Jahr 1974, veröffentlicht auf dem kleinen Schweizer Label „CH Record“  … und wir hören den routinierten Arrangeur für gepflegte Unterhaltungsmusik.

Und, schon ein wenig bemerkenswert. Seelos lässt weitaus experiementierfreudiger aufspielen als z.B. der James Last dieser Jahre. Man höre sich dazu mal „Serengeti“, „Mabusso“ oder „Brass Glitter“ an … das ist dann schon so ein richtig fetzender Bigband-Sound mit Prog-Rock Elementen …

Und natürlich ist „Salute To Mozart “ ein nette Verbeugung vor dem Großmeister aus Salzburg.

Großartiges Saxophon dann bei Piccola e Fragile

Also, ganz so bieder wie man bei dem Blick auf die LP-Hülle meinen könnte, ist dieses Album wahrlich nicht.

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Eine Altherren-Mannschaft, die es in sich hat …

Besetzung:
Jo Curtis (percussion)
Ian Fenby (trumpet, fluegelhorn)
Butch Kellern (trombone)
Horst Michalke (bass)
Alban Mosch (drums)
Ambros Seelos (saxophone, flute, clarinet)
Ed Sperber (saxophone, flute, clarinet)
Alan Veltin (keyboards, glockenspiel)

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Titel:
01. The Lord Will Show The Way (Seelos/Fenby) 2.25
02.  Soleado (Zakar) 3.46
03. El Picador (Seelos/Fenby) 3.20
04. Hollywood (Kolonovits) 3.30
05. Serengeti (Weiner) 2.14
06. Mabusso (Seelos/Michalke) 2.44
07. Salute To Mozart (Seelos/Michael) 3.22
08. Piccola e Fragile (Riccardi/Albertelli) 3.23
09. Flitzer (Seelos/Sperber) 2.47
10. Brass Glitter (Michalke/Brosi) 3.06
11. Manolito (Seelos/Jung) 2.18
12. Sylvester Party (Seelos/Lysy) 2.49

LabelB1

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Ambros Seelos (* 30. Januar 1935  – † 3. August 2015)

Friedhelm Riegel – Pommfritz (1974)

FrontCover1Ja, um Himmelswillen, wer ist denn dass nun schon wieder ? Nun, iese Fragen stellen sich vielleicht so einige Leserinnen und Leser, sofern sie nicht aus Düsseldorf kommen.

Denn in den 70er Jahen war er wohl in dieser Stadt ne angesagte Nummer:

Friedhelm Riegel (* in Düsseldorf-Oberbilk) ist ein Düsseldorfer Humorist, der seine größten Erfolge in den 1970er Jahren hatte. Der Büttenredner, Sänger, Entertainer und Bühnenbildner ist heute auch als Kunstmaler tätig.

Riegel lernte zunächst den Beruf des Dekorateurs, auch studierte er einige Semester Kunst und Malerei. Bekanntheit aber erlangte er, der im Hauptberuf für eine örtliche Brauerei unter anderem als Botschafter des Düsseldorfer Altbieres tätig war, durch Auftritte beim Karneval und als Humorist. Seine selbstverfassten Monologe und nahezu pointenlosen Sketche – von denen der Künstler mehrere zusammen mit Angelika Milster aufnahm – sowie musikalischen Albernheiten erschienen in den 1970er Jahren auf fünf Langspielplatten, aus denen auch Singles ausgekoppelt wurden.

Ein Hit wurde Riegels Rang zang zang. Hiernach bereiste er ein Jahrzehnt lang als Unterhalter auf Kreuzfahrtschiffen die Welt. Im Fernsehen war er später alljährlich als Mitmoderator von Manfred Breuckmann bei den Übertragungen des WDR des Rosenmontagszuges zu hören.

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Reginald Rudorf charakterisierte für die Satirezeitschrift Pardon Riegels Humor einmal als Verdichtung und Stilisierung der peinlichen Situationen des Alltagslebens und nannte ihn einen „Humoristen der Entfremdung“ sowie den „zur Zeit“ (1976) einzigen wirklich komischen deutschsprachigen Humoristen. Nach dem Eintritt in den Ruhestand verlegte sich Riegel vermehrt auf die Kunstmalerei.

2001 wurde dem Humoristen – allerdings für soziale Verdienste – durch Johannes Rau das Bundesverdienstkreuz verliehen. (Quelle: wikipedia)

Ein Humorist also … aha … Und es ist ja nicht so, dass ich zum Lachen in den Keller gehen … aber dieser Humor erschließt sich mir nicht …

Humor dieser Art ist tendenziell frauenfeindlich, albern und sehr schlicht. So leid´s mir tut … dieser Erkenntnis ist vermutlich nicht neu … aber sie drängt sich einem geradezu auf.

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Einzige Ausnahme: die Karel Gott Parodie bei „Ich wär so gern ein Star“.

Und man glaubt es nicht, von diesem Album (das mir nur als MC-Fassung vorliegt) erschienen dann doch glatt mindestens 5 Singles !

In späteren Jahren machte sich dann der Friedhelm Riegel einen Namen als Düsseldorfer Stadtmaler …  da fabrizierte er zumindest weniger Unsinn …

Aber vielleicht fehlt mir ja auch nur das „Düsseldorf-Gen“.

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Friedhelm Riegel als Düsseldorfer Stadtmaler

Besetzung:
Friedhelm Riegel (vocals)
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01 Rang Zang Zang (Hömig/Riegel)  3.00
02. Pommfritz (Hoppenrath/Hollerbaum/Riegel) 3.30
03. Der Alleinunterhalter (Dieter/Riegel/Raschek) 2.29
04. Anda Ole (Pisart/Bells/Riegel) 2.34
05. Ich wär so gern ein Star (Dieter/Riegel) 3:11
06. Hallo (Hall/Riegel) 2.55
07. Wackeln (Classen/Menne/Riegel) 3:22
08. Maghrebinische Love Story (Dieter/Horse) 2.48
09. Tango enorm (Dieter/Horse/Riegel) 2.40
10. Der taktvolle Kavalier (Dieter/Raschek) 2.56
11. Walzer kaputt (Raschek/Riegel) 2.52
12. Striptease daheim (Birth/Riegel) 3.00

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Margot Werner – Und für jeden kommt der Tag (1974)

FrontCover1Ganz sicher wieder einmal so ein Künstlerinnen-Biographie die von himmelhochjauzend bis zu Tode betrübt verlaufen ist:

Margot Werner (* 8. Dezember 1937 in Salzburg; † 1. Juli 2012 in München) war eine österreichische Balletttänzerin und Chansonsängerin.

Als Tochter eines Kaufmanns und einer Pianistin wuchs Margot Werner in Salzburg auf und machte am Realgymnasium bei den Ursulinen die Mittlere Reife. Sie hatte eine enge Beziehung zu dem Tanzkollegen Heinz Bosl. In erster Ehe war sie mit dem Schauspieler Peter Pasetti verheiratet. Seit 1978 war sie mit dem Kaufmann Jochen Litt verheiratet, dessen Hotel in Tirol sie bis zu seinem Konkurs im Jahr 2005 finanziell unterstützte.

Margot Werner erhielt schon mit drei Jahren ersten Ballettunterricht. Sie absolvierte die klassische Tanzausbildung am Salzburger Landestheater und bei Friderica Derra de Moroda. Mit 17 Jahren wurde sie am Bayerischen Staatsballett in München engagiert, wo sie innerhalb von drei Jahren zur Vortänzerin avancierte. Seit 1959 war sie Solistin. Es gab gemeinsame Arbeiten mit Choreografen wie John Cranko und John Neumeier. Sie tanzte in Balletten wie Giselle, Der grüne Tisch von Kurt Jooss. Sie trat bis 1975 auch oft mit Heinz Bosl auf, nach dessen Tod sie sich zusammen mit Konstanze Vernon für die Heinz-Bosl-Stiftung engagierte.

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Der Komponist Bert Grund komponierte 1972 drei Lieder für Margot Werner, mit denen sie eine zweite Karriere startete, bei der auch Abi Ofarim ein wesentlicher Förderer war. 1972 sang sie im Wiener Konzerthaussaal mit Peter Kreuder. Es folgten eine eigene Fernsehshow mit dem Titel Von Margot bis Montag (Regie: Peter Hajek, Gäste: Klaus Kinski, Heinz Bosl u. a.), Auftritte im Spielcasino von Travemünde und von November 1973 bis März 1974 ein Gastspiel bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Seit 1975 trat Werner in zahlreichen Fernsehshows als Tänzerin, Sängerin und Entertainerin auf, etwa bei Hans-Joachim Kulenkampff in Feuerabend, bei Max Greger oder Roberto Blanco, in Dalli Dalli und Am laufenden Band.

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1976 ging sie mit dem Programm Wasser, Feuer, Luft und Erde auf Deutschland-Tournee, weitere Tourneen folgten. 1977 hatte sie mit dem Song So ein Mann einen ihrer größten Erfolge. Zahlreiche Auftritte im In- und Ausland mit ihrem musikalischen Begleiter Max Greger Jr. schlossen sich an. Ab 1986 trat sie beinahe jährlich im Stuttgarter Renitenztheater auf. Ein Höhepunkt ihrer Karriere als Entertainerin war der Auftritt beim New Yorker Metropolitan Opera Ball. Mit Movie Classics feierte sie 1994 Erfolge in der Münchner Philharmonie und der Stuttgarter Liederhalle.

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Als Schauspielerin stand Margot Werner zunächst als Jenny in Brechts Dreigroschenoper auf der Bühne des Münchener Residenztheaters. Es folgten Fernsehproduktionen wie Insel der Krebse, Lieb Vaterland, magst ruhig sein (nach dem Roman von Johannes Mario Simmel, 1976), die Operette Im weißen Rößl am Wolfgangsee mit Helmuth Lohner (1979), die Fernsehserie Liebt diese Erde (1984) und die Tatort-Folge Das Archiv (1986).

Noch die strahlende Diva: Margot Werner

Am 1. Juli 2012 verstarb Margot Werner durch Suizid. Die Urne wurde in aller Stille und im engsten Familienkreis auf dem Kommunalfriedhof in Salzburg beigesetzt (Quelle: wikipedia)

Wobei sich da der Autor, die Autoren es sich ein wenig leicht gemacht haben bei ihrem wikipedia-Artikel über Margot Werner. Deshalb hier noch ein paar vertiefte Informationen:

„Sie hatte – vielleicht blind vor Liebe – immer mehr Geld in das von der Pleite bedrohte Vier-Sterne-Hotel ihres Mannes gepumpt, man munkelt von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro. Aber vergeblich: 2005 ging der „Berwanger Hof“ endgültig in Konkurs und Margot Werner verlor ihr gesamtes Vermögen, ihre Villa in Grünwald und ihre Wohnung in Salzburg. Über diesen Tiefpunkt sagte sie später: „Das wäre ein guter Augenblick gewesen, um unter der Linde in meinem geliebten Garten diese Welt zu verlassen. Aber ich hatte nicht die Courage dazu.“ Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude berichtet von einem Brief, in dem ihm die Künstlerin seinerzeit ihre verzweifelte finanzielle Lage schilderte. Seitdem wohnte das Ehepaar Werner-Litt in einer Sozialwohnung.

TourBooklet1

Aus dem Tourbooklet

Liebe Freunde, ruhmreich und ruhmarm, Margot Werners Ende finde ich sehr tragisch. Doch was genau in ihrer Karriere ist schiefgegangen? Die Kritikerin Eva-Elisabeth Fischer schreibt in der Süddeutschen Zeitung ganz vorsichtig: „Bei ihrer zweiten Karriere hatte sie nicht die besten künstlerischen Berater. Sie blieb eine Marlene fürs Hausgemachte“.

Es war sehr ruhig um sie geworden – praktisch nur noch einmal jährlich stand sie im Rampenlicht, wenn nämlich die Fotografen und das Publikum bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth auf Margots neueste außergewöhnliche Modekreation samt dramatischem Kopfputz warteten. Keine Villa in Grünwald mehr, sondern eine Sozialwohnung im Münchner Osten. Keine eigene Personalityshow im Hauptabendprogramm, keine Auftritte und Schlagzeilen mehr, vermutlich in letzter Zeit nur noch (Nerven-)Schmerzen und Depressionen. „Sie stürzte“, heißt es sachlich richtig, anstatt „Sie stürzte sich“ oder gar „Sie sprang“ zu schreiben.“ (Quelle: hallohierbryan.de)

MargotWerner

So was nennt man wohl eine „tragisches Ende“ … sie sprang aus dem 3. Stock einer Münchner Klinik.

Hier aber nochmal der Blick zurück zu ihrem Debütalbum (als die Welt noch in Ordnung war). An ihrer Seite stand ne famosen Begleitmannschaft (von Ralph Nowy über Klaus Weiss bis hin zu Paul Vincent).

Auch wenn das Album nicht der ganz große Wurf geworfen ist, so zeigen sich doch immer mehr als lohnenswerte Ansätze und man mag sich des Eindrucks von Eva-Elisabeth Fischer anschließen … und feststellen, dass das Potential der Margot Werner ausbaufähig gewesen wäre …

Dieser Präsentation liegen dann noch das Tour-Booklet sowie ein Promo-Booklet der Künsterlin bei (mit zwei Signaturen)

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Besetzung:
Thor Baldursson (keyboards)
Viktor Behrends (trumpet)
Ralf Nowy (flute, saxophone)
Franz Löffler (violin)
Abi Ofarim (guitar)
Gary Unwin (bass)
Paul Vincent (guitar)
Monika Vincent-Gunia (background vocals)
Klaus Weiss (durms, percussion)

Booklet (mit Signatur)1

Das Booklet mit Signatur Margot Werner

 

Titel:
01. Und für jeden kommt der Tag (Ofarim/Pacher/Jacobi)
02. Das kann nur Liebe sein (Ofarim/Pacher/Jacobi) 3.44
03. So ein Herz  (Ofarim/Pacher/Jacobi) 3.20
04. Ich bin ´ne kleine Frau (Khan/Pacher) 2.52
05. Weiße Vögel (Ofarim/Pacher)n 3.34
06. Er war ein Grande (Ofarim/Pacher) 3.04
07. Liebe ist wie ein Buch (Ofarim/Pacher/Jacobi) 3.11
08. Kleiner Hampelmann (Ofarim/Pacher/Kabel) 2.48
09. In unserm Park (Pacher/Schöne) 3.30
10. Und wenn man Glück hat (Ofarim/Jacobi) 3.22
11. Von Herzen gern (Ofarim/Pacher) 3.35
12. Ich fall immer wieder rein (Ofarim/Pacher/Kabel) 3.04

OriginalLabelB1

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DanksagungMargotWerner

Xhol – Hau-RUK (1971)

FrontCover1Erst hießen sie „Soul Caravan“, dann „Xhol Caravan“ und schließlich nur noch „Xhol“ … und sie waren fantastisch !

Xhol beabsichtigten 1970, auf dem Ohr-Label ein Doppel-Album herauszubringen, eine LP mit Live-, eine weitere mit Studio-Aufnahmen. Für die Live-LP waren die für dieses Album verwendeten Aufnahmen vorgesehen. Da dieses Doppel-Album an R.U.Kaisers Widerstand scheiterrte und deshalb nicht zu realisieren war, erschien Ende 1970 auf Ohr diese Einzel-LP.Man hat lange gerätselt, was den nun der Titel des Albums sei, es hat sich nun manifestiert, dass hau-RUK der Titel ist. RUK bedeutet offensichtlich Rolf Ulrich Kaiser, auf den die Jungs wegen des nicht realisierten Doppel-Albums nicht gerade gut zu sprechen waren. Im Januar 2003 hat Garden of Delight (GOD) eine offizielle Version des Albums in recht guter Tonqualität und mit einem sehr informativen und umfangreichen Booklet sowie einem Bonus-Track herausgegeben. GOD hat 1.000 Exemplare dieser CD aufgelegt, davon sind fast keine mehr in Handel erhältlich, man sollte also zugreifen, wenn noch ein Exemplar angeboten wird. Zuverlässige Bezugsquellen sind Milestone-Mailorder und Green-Brain.

Die zwei am 1. und 2 Juli 1970 im Center Göttingen live aufgenommenen, jeweils ca. 20minütigen Tracks sind vermutlich die musikalisch gelungensten Teile längerer Stücke – Xhol waren ja bekannt für ihre sehr ausladenden Sessions.
„Breit“ ist ein sehr ruhiger, jazzig/psychedelischer Titel, der sich stetig weiterentwickelt, ohne dabei langweilig zu werden. Langsam und ruhig lässt Tim sein elektronisch verstärktes Saxophon eine Melodie finden, untermalt von modulierenden Tönen von Öckis Hammond. Bass und Schlagzeug greifen erst spät in das musikalische Geschehen ein, die schwebend-epische Stimmung bleibt aber auch dann erhalten. Bedächtig, stetig fortschreitend und konsequent entwickelt sich das Stück weiter, nur kurz unterbrochen von einigen freejazzigen Ausbrüchen, die aber schnell wieder zur melancholischen Grundstruktur des Stücks zurückführen. Der Titel wird in manchen Besprechungen mit Titeln aus dem Album Soft Machine III verglichen. Dies stimmt zwar wegen der Länge des Titels und der Instrumentierung, aber musikalisch sind doch einige Unterschiede zu erkennen. Xhols Musik, auch in diesem Titel, ist wesentlich emotionaler und basiert auf anderen, an Soul und Psychedelic orientierten Ursprüngen, dieser Aspekt fehlt bei Soft Machine völlig.

Konzertplakat
„Schaukel“ beginnt mit einer musikalisch unbefriedigenden, man könnte auch sagen, einer technisch etwas misslungenen Einblendung, wird dann sehr bluesig/rockig und endet mit einer melancholischen Melodie aus alten Xhol Caravan-Zeiten, nämlich Talking to my soul. Tims elektrisch verstärktes und verfremdetes, mit Echo und Wah-Wah ausgestattetes Saxophon und Öckis Hammond bestimmen auf beiden Titeln das Geschehen. Drummer Skip übernimmt im rockigen Teil von Schaukel die schrägen vocals

Beide Titel erschliessen sich dem Hörer voll und ganz erst nach mehrmaligem Anhören. Man erkennt dann – aber das gilt ja für die gesamte Musik der Band seit 1969 – wie sich die Musik aufbaut, weiterentwickelt, die Melodien von den Bandmitgliedern improvisiert und variiert werden und zu einem logischen kollektiven Ende geführt werden. Auch viele Details prägen sich einem dann erst nach und nach ein. Auf der Cover-Rückseite hat die Band den schönen alten hessischen Spruch -Haste einen Freund, dann raach mit ihm den Scheund- verewigt. Diese Aufforderung haben bei diesem Konzert, wie bei vielen anderen Konzerten der Band, wohl nicht nur die Musiker, sondern auch die Zuhörer freudig befolgt.

Klanglich entsprechen diese Aufnahmen dem damaligen Stand der Technik für eine Live-Aufnahme, von einem analogen 2-spur Bandgerät kann man nicht mehr erwarten.

Xhol

Eine absolute Überraschung im positiven Sinn – sowohl musikalisch als auch aufnahmetechnisch – ist der ca. 22minütige Bonus-Track „Süden twi Westen“. Er wurde 1974, also 2 Jahre nach der Auflösung der Band, im Dierks-Studio in Stommelen aufgenommen. Leider fehlt Klaus Briest am Bass (ihn ersetzt sehr gut Norbert Dömling von Missus Beastly), dafür ist Hansi Fischer wieder dabei. Die Länge des Titels lässt darauf schliessen, dass ggf. hier ein Album geplant war und dieser Titel eine Seite dieses Album sein sollte. Leider konnte das aber nicht realisiert werden.
Ein direkter Vergleich mit den zwei ursprünglichen Titeln von hau-RUK zeigt, dass es keine Ähnlichkeiten gibt – auch wenn das in diversen Rezensionen behauptet wird. Denn schon nach wenigen Takten ist es wieder da – das typische Xhol Caravan-Feeling von 1969 und 1970, das man auch in den Xhol-Reunion-Konzerten hören konnte: Bass und Drums liefern eine solide rockende und vor allem jazzend/swingende Basis, Öckis Keyboards sorgen für wunderschöne Melodien, Tim und Hansi lassen es röhren wie zu besten Zeiten – beide nun wieder ohne elektronische Verfremdung der Instrumente – und zum Schluss sorgt Öcki für einen richtig schönen melancholischen Ausklang. Für diesen Titel gilt auf jeden Fall: Kopfhörer auf, Lautstärke auf, Augen zu und dann: Jazzen mit rhythmischem Kopfnicken und Fusswippen! (Reinhard Horlacher)

Unglaublich: die Magie dieser Musik ist auch 2014 noch vorhanden … von daher: Ein zeitloser Klassiker … keine Frage !

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Besetzung:
Tim Belbe (saxophone)
Öcki Brevern (keyboards)
Klaus Briest (bass)
Skip van Wyck (drums)
+
Norbert Dömling (bass bei 03.)
Hansi Fischer (flute, saxophone bei 03.)

BackCover1

Titel:
01. Breit (Belbe/Brevern/Briest/v.Wyck) 24.13
02. Schaukel (Belbe/Brevern/Briest/v.Wyck) 20.20
03. Süden twi Westen (Belbe/Brevern/Dömling/Fischer/v.Wyck) 21.52

LabelB1
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Ulrich Roski – Der kleine Mann von der Straße (1974)

FrontCover1Er war ein Sprachakrobat der ganz besonderen Art:

Ulrich Roski (* 4. März 1944 in Prüm in der Eifel; † 20. Februar 2003 in Berlin) war ein deutscher Liedermacher, der seine größten Erfolge in den 1970er Jahren hatte.

Ulrich Roski wuchs im Berliner Bezirk Wedding auf. Während der Schulzeit am Französischen Gymnasium in Berlin waren er und der spätere Liedermacher Reinhard Mey Klassenkameraden.

Ulrich Roski beschrieb in seinen Liedern mit einer Mischung aus lakonischem Humor und Wortwitz die Tücken des Alltags. Er war Preisträger bei den Internationalen Essener Songtagen für sein Lied Beschreibung eines Stierkampfes. Seit 1970 veröffentlichte er mehr als 20 Platten und CDs. Einige seiner Lieder schafften es Mitte der 1970er Jahre bis in die oberen Plätze der Hitparaden. In dieser Phase trat er unter anderem in der Hamburger Musikhalle und der Berliner Philharmonie auf. Die meisten seiner Auftritte absolvierte er allein, wobei er sich am Klavier oder mit der Gitarre begleitete. Im Rahmen einer gemeinsamen Tournee spielte er auch zusammen mit Schobert und Black und Hannes Wader.

Später kehrte er wieder auf Kabarett- und Kleinkunstbühnen zurück. Der unmittelbare Kontakt zum Publikum sei ihm wichtig und biete Stoff für neue Texte, erklärte er damals. Meistens schrieb Roski seine Musik und Texte selbst. Nur auf der Platte So hat es die Natur gewollt veröffentlichte er, neben drei eigenen Liedern, acht von ihm vertonte Gedichte des österreichischen Schriftstellers Andreas Okopenko aus dessen Gedichtband Warum sind die Latrinen so traurig, Spleengesänge und eins von Georg Bungter (der hauptsächlich für seine von Schobert & Black vorgetragenen Limericks bekannt ist).

Live1

In den 1980er Jahren komponierte er Instrumentalstücke auf diversen Synthesizern und verwendete dafür das Pseudonym Riko Chruils, ein Anagramm seines Namens.

Neben Liedern und Bühnentexten verfasste Roski auch Sketche und Kurzhörspiele für Rundfunk und Fernsehen (unter anderem für Diether Krebs in Voll Daneben).

Im Jahr 2002 veröffentlichte er seine Autobiografie In vollen Zügen. In mehreren Interviews und seinen letzten Bühnenprogrammen hatte er mit Galgenhumor auch über seine Erfahrungen mit seinem langjährigen Krebsleiden berichtet.

Ulrich Roski starb am 20. Februar 2003 an einer inneren Blutung, verursacht durch ein Zungenkarzinom. Er liegt auf dem Waldfriedhof Heerstraße im Feld 4-b (neben Paul Wegener) in Berlin-Westend begraben.

UlrichSandraRoski

Ulrich + Sandra Roski

Seine Tochter Sandra Roski lud seither im April 2004, im Oktober 2005, im März 2009 und im März 2013 Künstlerinnen und Künstler zu Ulrich-Roski-Memorials in der Berliner Kalkscheune und ins „TiPi“ am Kanzleramt ein. Weggefährten von Roski und Mitglieder der Berliner Kleinkunstbühne sorgten dabei mit ihren Interpretationen von Roskis Liedern für sein Andenken. (Quelle: wikipedia)

Klar, man muss seinen schrägen Humor mögen … wenn man aber dafür `ne Antenne hat … kann man sich ob  des blühenden Blödsinns auf höchstem Niveau nur erfreuen … und dankbar sein, dass es solche Querdenker gab und gibt !

Single

Besetzung:
Ulrich Roski (guitar, vocals, keyboards)
+
Die Kai Rautenberg-Combo
Die Ozark-Combo

BackCover1

Titel:
01. Der kleine Mann von der Straße  4.30
02. Lasche Lotte 2.39
03. Der Eimer 3.30
04. Plastic-Joe 3.20
05. Nichts wie Ärger 2.39
06. Die Brautwerbung 4.45
07. Am liebsten wär‘ ich tot 3.27
08. Goldener Herbst 2.32
09. I’m A Lonesome Rider 5.20
10. Das Ding 3.02
11. Dabeisein ist alles 3.23
12. He Was A Lazy Man 3.50

Texte und Musik: Ulrich Roski

Labels

 

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Das Oberkrainer Sextett – Weihnachten in Oberkrain – Lieder für die festliche Zeit (1973)

FrontCover1Und nun geht´s schon los … und damit läute ich (wie bereits vorhin angekündigt) jenen Monat ein, in dem ich hier diverse Beiträge zur Weihnachtszeit präsentieren will.

Ich gestehe, erstmal wollte und mußte ich mich informieren, wo „Oberkrain“ eigentlich so ganz genau liegt …

„Das Land Krain (auch die Krain genannt, analog zu ungarisch Krajina „Grenze, Grenzland“; slowenisch: Dežela Kranjska, romanisch und englisch: Carniola, französisch: Carniole) war um 973 (nach anderen Quellen 976) eine dem Herzogtum Kärnten vorgelagerte Mark. Nach der Abkoppelung von Kärnten um 1002 wurde die Krain eine selbstständige Grenzmark mit eigenen Markgrafen. Seit 1364 war sie Herzogtum und seit 1849 österreichisches Kronland. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 ging die Krain in Slowenien auf, das dem SHS-Staat angehörte, der 1929 von König Aleksandar I. Karađorđević in Königreich Jugoslawien (Kraljevina Jugoslavija) umbenannt wurde. Heute ist das ehemalige Herzogtum Krain ein Teil der Republik Slowenien, jedoch keine Gebietskörperschaft. Die einstige Hauptstadt des Herzogtums, auf Deutsch Laibach, auf Slowenisch Ljubljana (nach 1918 FrancKorbar wurde in Slowenien nur mehr die slowenische Version verwendet), ist heute die Hauptstadt Sloweniens.“ (Quelle: wikipedia)

FrancKorbar

Franc Korbar

Verantwortlich für dieses Projekt war Franc Korbar, der zwar nicht den Rum eines Slavko Avsenik hatte, aber in diesem Genre durchaus über viele Jahrzehnte erfolgreich war.

So ganz klar ist mir noch nicht, warum die „Oberkrainer“ musikalisch in Deutschland zumindest in den 50, 60 und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts so eine wichtige musikalische Rolle gespielt haben … aber, sei´s drum: Hier nun sentimental-kitschige Weihnachtslieder, bei denen zumindest die Instrumentalnummer „Eisblume“ wirklich aufhorchen lässt … eine bravoröse Trompete leitet zumindest für mich den Advent 2013 ein ….

Bemerkenswert noch ein Titel namens „Denk nicht an vergangene Tage“ … kommt vermutlich eher selten vor, dass bei so einer Musik der Blick nach vorne gerichtet wird … Und rührend die persönliche Widmung auf der Rückseite des Albums … und so manches Klarinetten-Solo wirkt nicht minder rührend.

BackCover1

Besetzung:
Das Oberkrainer Sextett
+
Inge Brüggemann (vocals)
Danica Filipilic
Franc Korbar (trumpet, vocals)
Ivo Zupaeie (clarinet)
+
Oberkrainer Gesangsquartett

Oberkrain

Das schöne Oberkrain (alte Ansichtskarte)

Titel:
01. Hirtentraum (Traditional) 3.36
02. Weihnachtssterne (Traditional) 2.21
03. Weihnachtserinnerung (Keller/Eichwalder) 2.36
04. Soldaten-Weihnacht (Korbar/Weinkopf) 2.44
05. Eisblumen (Korbar) 3.31
06. Weit so weit (Korbar/Winterberger) 2.47
07. Denk nicht an vergangene Tage (Keller/Eichwalder) 3.00
08. Leuchten die Sterne (Korbar/Pichler) 3.47
09. Oberkrainer Weihnachtsklänge (Oh Du fröhliche – Ihr Kinderlein kommet – O Tannenbaum) (Traditional) 2.14
10. Stille Nacht, heilige Nacht (Gruber/Mohr) 3.53

LabelA1

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