Relax – Ein weißes Blatt´l Papier + Uns geht´s gut (1984)

FrontCover1Wenn ich über Relax lese … „die vor allem in den 1980er Jahren bekannt war“ … dann erinnerte mich das natürlich an die sog. Neude Deutsche Welle (NDW):

Relax ist eine deutsche Musikgruppe, die vor allem in den 1980er Jahren bekannt war.

Die Gruppe wurde 1981/82 gegründet. Schon vor 1981 hatten Peter Volkmann (Drums) und Klaus Scheldt (Bass) zusammen mit Dieter Klier (Keyboard) und Peter Näder (Gitarre, Vocals) die Gruppe SPY gegründet, die Rockmusik mit englischen Texten sang. Nachdem Peter Näder als Frontmann 1981 die Gruppe verlassen hatte, änderte sich auch der Musikstil.

Relax nahm 1982 in der Besetzung Peter Volkmann (Gesang), Klaus Scheldt (Bass) und Dieter Klier (Keyboard) die Single Radio hör’n auf. Dabei handelte es sich um einen „bayerischen Mundartrock“. Gleich nach den ersten Auftritten fand das Trio Unterstützung von Claus Mathias (Gitarre) und Ernst „Örnie“ Singerl (Schlagzeug) und nahmen Titel im ähnlichen Stil wie „Radio hörn“ auf. Weil i di mog und Marie wurden die ersten großen Erfolge.

1983 ging die Band mit Hubert Kah, Markus und Nena auf große Deutschland-Tour beim Levi’s Rock Festival ’83.

Autogrammkarte21984 nahm die Gruppe mit der Sängerin Cosi (alias Ingrid Häfner) an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil. Ihr Titel Oh, i woaß net (ob das guat geht) erreichte Platz 9. Im gleichen Jahr kam auch die erste Umbesetzung der Gruppe: Dieter Klier verließ die Band und wurde durch Felix Weber am Keyboard ersetzt. 1985 hat die Band mit dem Titel „A weißes Blatt´l Papier“ in Österreich und Süddeutschland den größten Erfolg ihrer Karriere.

Nach einer kreativen Pause nach dem 1986er Album (Ich schenk dir mein Herz) erfolgte die nächste Umbesetzung der Band: Klaus Scheldt und Felix Weber verließen die Band. Dafür stieg SPY-Sänger Peter Näder wieder ein, und Matthias Schmitt ersetzte Felix Weber am Keyboard. Klaus Scheldt lebt seitdem gesundheitlich angeschlagen auf Mallorca. Claus Mathias trat nur noch als Komponist und „Gastmusiker“ in Erscheinung.

1993 erschien bei der Musikfirma Koch das neue Album Ganz relaxed. Die Band war zwischenzeitlich zum Trio geworden, da Ernst „Oernie“ Singerl die Band verlassen hatte. Als bisher letztes Originalalbum kam 1996, „Immerno in die verknoit“, welches Peter Volkmann und Peter Näder als Duo einspielten, auf den Markt.

Peter Volkmann textet und komponiert seitdem in seinem Studio Songs für diverse Künstler, aber auch eigene Stücke. In Stefan Mross´ Sendung „Immer wieder Sonntags“ trat er am 6. Juni 2010 als Überraschungsgast auf.

Einige Versuche, die Band ohne „Frontmann“ Peter Volkmann wiederzubeleben, scheiterten.

Im Jahr 2006, zum 25-jährigen Jubiläum, versuchte Claus Mathias, Autor und Komponist einiger Relax-Hits, erfolglos, mit neuer Besetzung und dem Album Lebensg´fühl (das alle großen Relax-Hits als Neuproduktionen enthält) wieder ins Rampenlicht zu treten.

2010 kehrt die Band mit der Originalstimme von Peter Volkmann und dem neuen Album „Immer sche relaxed bleim“ zurück.

Im Jahr 2011 feiert Relax das 30-jährige Bühnenjubiläum mit zahlreichen Live- und Fernsehauftritten. (Quelle: wikipedia)

Mit diesr Single hatte die Band also ihren größten Erfolg und Relax verbreitet hier jenen Hauch von „österreichischem“ Liedermacher-Charme (obwohl sie ja eigentlich aus München kamen)Trotzdem kann man sich ja, der bei der Damenwelt ganz sicher gut ankam. Und sicherlich fanden viele Mädchen der damaligen Zeit die Jungs  „einfach nur süß“ … trotzdem kann man sich ja diesen charmanten Schmäh mal anhören.

AutogrammkarteBesetzung:
Claus Mathias (guitar)
Klaus Scheldt (bass)
Ernst „Örnie“ Singerl (drums)
Peter Volkmann (vocals)
Felix Weber (keyboards)

BackCoverATitel:
01. Ein weißes Blatt´l Papier (Mathias/Scheldt) 3.40
02. Uns geht´s gut (Mathias/Scheldt) 3.25

LabelA1

 

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Karl und seine Band – Nie mehr Schule + Der einsamste Mann in der Stadt (1982)

FrontCover1Bisher wurde hier ja die „Neue Deutsche Welle“ (BDW) eher stiefmütterlich behandelt. Das könnte man ja nun allmählich ändern.

Zum Beispiel mit dieser typischen Eintagsfliege (man kann ja nicht mal mehr von einem „One Hit  Wonder“ reden, da der Song in den Charts keinerlei Bedeutung spielte).

Und über „Karl und seine Band“ gibt es kaum keine weiterführende Informationen. Zumindest findet man in einem Promo-Text von Telefunken folgende Informationen:

„Karl und seine Band, neues Quartett aus Frankfurt/Main, hörten vor einigen Tagen die brandneue LP „Einzelhaft“ von Falco und waren besonders von dem Titel „Nie mehr Schule“ sofort begeistert.

Zwei Tage später ging Karl mit seinen Mannen ins Berliner Hansa Studio, um mit Hilfe von Peter Wagner, dem Co-Produzenten von Peter Maffay, rechtzeitig zum Ferienbeginn seine eigene Version des Falco Titels zu produzieren“.

Nun bei „Nie mehr Schule“ hat man das Gefühl, dass Falco zum Teufel komm raus versucht hatte, endlich den Klassiker „School´s Out“ von Alice Cooper abzulösen. Deshalb ist der Song wohl auch eher im Bereich Power-Pop, denn NDW anzusiedeln.

Gänzlich dem lakonischen Treiben der NDW verschrieben hat sich dann die B-Seite „Der einsamste Mann in der Stadt“.  In jenen Jahren war meine erste Tochter gerade ein Jahr alt, die zweite Tochter war quasi schon in der pipeline … Ich hatte mich damals von der aktuellen Musikentwicklung daher ein wenig verabschiedet, zumal mir klar wurde, das die NDW ne andere Zielgruppe im Auge hatte.

Aber: vielleicht hat der Song damals ja einigen gefallen oder gar aus dem Herzen gesprochen. Ich erinnere mich jedenfalls noch, wie ich mir zu passenden Gelegenheiten oben erwähntes „School´s Out“ dröhnend gegeben habe …

Und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass wir mit jener Band aus Frankfurt/Main ein reines Retortenprodukt hören, dass sich aus irgendwelchen Studiomusikern zusammensetzt …

NDWSampler

Auf diesem NDW Sampler sind „Karl und seine Band“ auch mit dem Song „Nie mehr Schule zu hören.

Besetzung:
Karl und seine Band

PromoBackCover1Titel:
01. Nie mehr Schule (Ponger/Falco) 4.32
02. Der einsamste Mann in der Stadt (Neumühl) 3.33

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Nuala – Energie (1983)

frontcover1Also, die 80er Jahre waren für mich musikalisch weniger interessant … das mag auch daran liegen, dass in diesem Jahrzehnt meine ganz aktive Familienzeit lag … beruflich hatte ich mich zu etablieren und zeitgleich (wie das halt so ist) … hatte ich eine bezaubernde, kleine Familie zu ernähren … da fehlte mir oft auch die Zeit, mich um die aktuelle Musik zu kümmern. Was ich allerdings dann schon noch mit bekam, war die „Neue Deutsche Welle“ und die löste bei mir zu 90% gähnendes Desinteresse aus. Deshalb bin ich diesbezüglich ziemlich unterbelichtet, bzw. inkompetent. Aber da gab´s auch ne Gruppe namens Nuala:

Die ersten musikalischen Lebenszeichen der Kapelle aus Norddeutschland beginnen 1979 als Kisser, Rosenwinkel, Unruh und Koll mit Jazzrock experimentieren. Als 1981 Sünje Kesseler zur Gruppe stösst, gründet sich dann NUALA. Kesseler wird fortan Frontfrau und Mittelpunkt – kurz darauf nimmt Frank Mille (Rattles) NUALA unter Vertrag und die Aufnahmen für die erste LP „Aufriss“ beginnen. Mit flottfrechen und konsumkritischen Texten, sowie einem tollen Bühnenprogramm beginnt der Aufstieg der Kapelle mit rund 100 Konzerten 81/82 – der große Durchbruch bleibt ihnen allerdings verwehrt.

Allenfalls im norddeutschen Raum erspielt sich NUALA einen festen Kern an Fans. (Quelle: wikipedia).

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Also ich hab als leibhaftiger Südstaatler von denen damals gar nichts mitbekommen, aber wie gesagt – siehe oben – galt meine damalige Aufmerksamkeit anderen Dingen un ganz sicher nicht in der Entdeckung der NDW.

Aber wie ich mittlerweile weiß, hatte die Band damals durchaus so eine Art Kultstatus … Von daher erfülle ich gerne den Leserwunsch, ihr Debütalbum hier zu präsentieren.

Und wenn ich freimütig gestehe, dass mir auch heute noch der Zugang zu diesen Klängen fehlt, bitte ich um wohlwollende Nachsicht.

Und hier zum Abschluss der Nuala Trilogie ihr zweites Album mit dem Namen „Energie“ nd hoppla … da gibt es doch tatsächlich zumindest ein paar Tracks, die mich nicht völlig kalt lassen, und das geht schon beim Intro „Der dicke Butt“ los das nenn´ ich  schrägen Humor … passend dann dazu das Folgestück „Cinema Brutal“ (Prädikat: ganz schön fetzig)

Feine Basslinien dann bei „Spinnenparanoia“ und „Space-Party“.

Und Songs wie „Du gehst mir unter die Haut“ oder erst recht „Cucudua“ weisen schon darauf hin, dass sich die Band von diesem fröhliche „NDW“ Image lösen wollte … Nun hat nicht so recht geklappt …

Aber eben wollte ich nun endgültig die „Nuala“ Akte schließen, da stelle cih fest, dass es quasi vierte LP gibt … die ist dann unter dem Titel „Human Drive“ erschienen und die Band nannte sich nun „The Drive“ … von der Besetzung fehlt allerdings nur die Sünje Kesseler …

Aber mit dem Thema beschäftige ich mich mal nach meinem Urlaub …

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Besetzung:
Sünje Kesseler (vocals, percussion)
Thomas Kisser (drums, percussion, vocals)
Arthur Koll (bass)
Bernd-Dietrich Rosenwinkel (guitar, percussion)
Andreas Unruh (keyboards)

backcover

Titel:
01. Der dicke Butt 1.00
02.  Cinema Brutal 3.36
03. Spinnenparanoia 2.47
04. Space-Party 3.27
05. Du gehst mir unter die Haut 3.18
06. Vollmondnacht 3.34
07. Hitch-Hike Lilly 4.07
08. Cucudua 3.28
09. New York 3.20
10. Back Into The Night 3.41
11. Das Attentat 1.47
12. Der Verkehrsnetzkiller 2.25

Musik und Texte:
Sünje Kesseler – Thomas Kisser – Arthur Koll – Bernd-Dietrich Rosenwinkel – Andreas Unruh

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Nuala – Aufriss (1982)

FrontCover1.jpgAlso, die 80er Jahre waren für mich musikalisch weniger interessant … das mag auch daran liegen, dass in diesem Jahrzehnt meine ganz aktive Familienzeit lag … beruflich hatte ich mich zu etablieren und zeitgleich (wie das halt so ist) … hatte ich eine bezaubernde, kleine Familie zu ernähren … da fehlte mir oft auch die Zeit, mich um die aktuelle Musik zu kümmern. Was ich allerdings dann schon noch mit bekam, war die „Neue Deutsche Welle“ und die löste bei mir zu 90% gähnendes Desinteresse aus. Deshalb bin ich diesbezüglich ziemlich unterbelichtet, bzw. inkompetent. Aber da gab´s auch ne Gruppe namens Nuala:

Die ersten musikalischen Lebenszeichen der Kapelle aus Norddeutschland beginnen 1979 als Kisser, Rosenwinkel, Unruh und Koll mit Jazzrock experimentieren. Als 1981 Sünje Kesseler zur Gruppe stösst, gründet sich dann NUALA. Kesseler wird fortan Frontfrau und Mittelpunkt – kurz darauf nimmt Frank Mille (Rattles) NUALA unter Vertrag und die Aufnahmen für die erste LP „Aufriss“ beginnen. Mit flottfrechen und konsumkritischen Texten, sowie einem tollen Bühnenprogramm beginnt der Aufstieg der Kapelle mit rund 100 Konzerten 81/82 – der große Durchbruch bleibt ihnen allerdings verwehrt.

Allenfalls im norddeutschen Raum erspielt sich NUALA einen festen Kern an Fans. (Quelle: wikipedia).

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Also ich hab als leibhaftiger Südstaatler von denen damals gar nichts mitbekommen, aber wie gesagt – siehe oben – galt meine damalige Aufmerksamkeit anderen Dingen un ganz sicher nicht in der Entdeckung der NDW.

Aber wie ich mittlerweile weiß, hatte die Band damals durchaus so eine Art Kultstatus … Von daher erfülle ich gerne den Leserwunsch, ihr Debütalbum hier zu präsentieren.

Und wenn ich freimütig gestehe, dass mir auch heute noch der Zugang zu diesen Klängen fehlt, bitte ich um wohlwollende Nachsicht.

Und dann, quasi als Zugabe kommt dann noch im Laufe dieser Woche ihr 2. Album mit dem Titel „Energie“ in diesen Laden.

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Besetzung:
Sünje Kesseler (vocals, percussion)
Thomas Kisser (drums, percussion, vocals)
Arthur Koll (bass)
Bernd-Dietrich Rosenwinkel (guitar, percussion)
Andreas Unruh (keyboards)

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Titel:
01. Dekadenz 3.15
02.  Die Caravane 4.02
03. Die Welt ist Klarstatt 3.36
04. Heut´geh ich in die Disco 3.26
05. Der Einzelkämpfer 2.35
06. Make Up 4.23
07. Gran Canaria 4.30
08. In Teufels Namen 8.10

Musik und Texte:
Sünje Kesseler – Thomas Kisser – Arthur Koll – Bernd-Dietrich Rosenwinkel – Andreas Unruh

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Nuala – Volcano (1984)

FrontCover1Also, die 80er Jahre waren für mich musikalisch weniger interessant … das mag auch daran liegen, dass in diesem Jahrzehnt meine ganz aktive Familienzeit lag … beruflich hatte ich mich zu etablieren und zeitgleich (wie das halt so ist) … hatte ich eine bezaubernde, kleine Familie zu ernähren … da fehlte mir oft auch die Zeit, mich um die aktuelle Musik zu kümmern. Was ich allerdings dann schon noch mit bekam, war die „Neue Deutsche Welle“ und die löste bei mir zu 90% gähnendes Desinteresse aus. Deshalb bin ich diesbezüglich ziemlich unterbelichtet, bzw, inkompetent. Aber da gab´s auch ne Gruppe namens Nuala:

Die ersten musikalischen Lebenszeichen der Kapelle aus Norddeutschland beginnen 1979 als Kisser, Rosenwinkel, Unruh und Koll mit Jazzrock experimentieren. Als 1981 Sünje Kesseler zur Gruppe stösst, gründet sich dann NUALA. Kesseler wird fortan Frontfrau und Mittelpunkt – kurz darauf nimmt Frank Mille (Rattles) NUALA unter Vertrag und die Aufnahmen für die erste LP „Aufriss“ beginnen. Mit flottfrechen und konsumkritischen Texten, sowie einem tollen Bühnenprogramm beginnt der Aufstieg der Kapelle mit rund 100 Konzerten 81/82 – der große Durchbruch bleibt ihnen allerdings verwehrt.

Allenfalls im norddeutschen Raum erspielt sich NUALA einen festen Kern an Fans. 1983 legen die Jungs um Frontfrau Kesseler das Nachfolgealbum „Energie“ nach. Auch hier bleibt der Erfolg aus und Kesseler steigt aus. Mit der Nachfolgesängerin Bettsie Schischke ändert sich nun auch allmählich der Musik-Stil von NUALA. Jazzanleihen sind auf dem dritten Album
„Volvano“ nicht zu überhören, ebenfalls enthält die LP erstmals englischsprachige Titel. Nuela01Mit neuem Label und Platte im Rücken starten NUALA 1984 auf Deutschlandtournee – 1985 war dann alles vorbei. Deutsche Musik war „megatot“ – aus NUALA wurde The Driveund mit der „Volcano“-Besetzung spielte man ein komplett englischsprachiges Album namens „Human Drive“ ein. Das Projekt verläuft sich im Sande.

Thomas Kisser spielt später bei Pink Pollution Service und Ten Beers After, veröffentlicht 1990 unter Mithilfe seines Weggefährten Unruh ein beachtliches Solo-Album (u.a. „Nie wieder Wiener Walzer“)- nebenher komponiert er für TV-Sendungen („Hallo Spencer“) und richtet sich ein Studio ein. (Quelle: ichwillspass.de)

Hier nun ihr drittes Album und nachdem ich mich aufgrund der obigen Vorbemerkungen zu dieser Musik eher inkompetent (da unwillig) bin, lass ich anderen den Vortritt, ein paar Zeilen über dieses Album zu verlieren:

„Da die Band zumindest in Norddeutschland eine „Nummer“ war, überregional oder in den oberen Regionen der Charts sich da aber nichts tat, war ich über den Werdegang der fünf auch nicht immer im Bilde. Irgendwann 1983/1984 hat Sünje Kesseler die Band dann aber verlassen. Sie war meines Wissens 1984 noch mit einem neuen Bandprojekt in Bremen zu Gast – dummerweise hatte ich da grad „Stubenarrest“ und konnte das Konzert nicht besuchen (shit happens….) Die Nachfolge als Sängerin bei NUALA trat Bettsie Schischke an, und mit ihr wechselte die Band zu Polydor, wo sie Ende 1984 ihr drittes Album „VOLCANO“ (Singleauskopplung: „Casanova“) veröffentlichte.

Zu dieser Zeit war die „Neue Deutsche Welle“ erfolgsmäßig schon mächtig am straucheln, und das merkte man auch dieser LP an. Deutsche und englische Songs wurden bereits munter miteinander verwurstet. Die Texte waren aus meiner Sicht auch schon ein wenig verflacht – musikalisch war es dafür aber immer noch sehr hörenswert. Einfach guter, eingängiger und sehr abwechslungsreicher „Pop“.(Dietmar im prog-rock-forum.de)

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Besetzung:

Thomas Kisser (drums)
Arthur Koll (bass)
Bernd D. Rosenwinkel (guitar)
Bettsie Schischke (vocals)
Andreas Unruh (keyboards)
+
Carmen Heckmann (background vocals)
Detlef Schaper (percussion)

BackCover1

Titel:
01. Casanova 4.26
02. Urlaub auf dem Mond 4.13
03. The Trap 3.06
04. Tokaido Express 3.16
05. Secret Service 3.51
06. Gesichter der Nacht 3.29
07. Give It Up 3.55
08. I Am The President 3.15
09. Volcanic Heartbeat 5.04
10. Robot 3.24

Texte und Musik: Thomas Kisser – Arthur Koll – Bernd D. Rosenwinkel – Bettsie Schischke – Andreas Unruh

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Verschiedene Interpreten – Ich will NDW (1998)

FrontCover1.jpgBisher wurde diese „Neue Deutsche Welle“ hier in diesem blog mehr als stiefmütterlich behandelt …

Die Neue Deutsche Welle (NDW) ist die Bezeichnung für die deutschsprachige Variante des Punk und New Wave, die ab 1976 aufkam und Anfang der 1980er Jahre ihren kommerziellen Höhepunkt erfuhr.

Die NDW stellte keinen einheitlichen Musikstil dar, sondern zeigte sich sehr mannigfaltig. Es lassen sich für viele der Künstler Attribute finden, die sie von der Masse anderer Künstler unterscheiden würden. Kennzeichnend waren jedoch vor allem die deutsche Sprache, die relative Kurzlebigkeit und die häufige Rohheit und Kühle. Letzteres war der Grund, weshalb sich manche Bands gegen den Trend dieser Zeit davon distanzierten, jede deutschsprachige Popmusik der NDW zuzuordnen, wie z. B. Spliff.[1] Aber auch ein Minimalismus der Darbietungen ist oft Stilmittel gewesen. Viele der Künstler waren nur damals musikalisch aktiv oder erfolgreich, einige hatten um 2000 ein Comeback.

Eine frühe Erwähnung des Begriffes Neue Welle findet sich im 1977 erschienenen Fanzine Die 80er Jahre des Joseph-Beuys-Schülers Jürgen Kramer. Der Begriff Neue Deutsche Welle tauchte erstmals in einer Anzeige des Berliner Plattenversands Der Zensor (Burkhardt Seiler) im Hamburger Musikmagazin Sounds im August 1979 auf. In der Anzeige wurde er zur Kategorisierung des ersten Albums der Deutsch Amerikanischen Freundschaft benutzt. Zwei Monate später wurde der Begriff, der natürlich den Terminus New Wave aufgriff, von dem damaligen Musikjournalisten und späteren Labelbetreiber Alfred Hilsberg für den Titel einer dreiteiligen Artikelserie in Sounds verwendet („Neue Deutsche Welle – Aus grauer Städte Mauern“).

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Im ersten halben Jahrzehnt bis etwa 1981 war die Neue Deutsche Welle, obwohl sie damals noch nicht so hieß, eine Untergrundbewegung, deren Ursprünge auf die britischen Punk- und New-Wave-Musik zurückgehen. Sehr schnell entstand aus diesen Anfängen eine originäre Formensprache, die stark geprägt war von der (im Vergleich zum Englischen) eckigeren und kantigeren Rhythmik der deutschen Sprache, für die sich ein großer Teil der Bands bereits früh entschieden hatte. Zu den Vertretern dieser Phase zählen Mittagspause, Abwärts, The Wirtschaftswunder, Der Plan oder DAF. Soundspezifisch bildeten Synthesizer, die in jenen Jahren zu erschwinglichen Preisen auf den Markt kamen, die klangliche Basis für viele Werke, etwa elektronische Instrumente wie die Korg-Modelle MS-10 und MS-20.

Die NDW dieser Jahre hatte im Wesentlichen drei Hauptstädte, nämlich West-Berlin, Düsseldorf (Labels Rondo, Schallmauer-Records und Ata Tak) und Hamburg (ZickZack Records). Kleinere Nebenzentren waren unter anderem Limburg, der Raum Rhein-Main (Mainz, Wiesbaden, Frankfurt) und Hannover (No Fun Records).

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Ein wichtiger Bestandteil der NDW in dieser Zeit war ihre Verbindung zur bildenden Kunst. Wichtige Veranstaltungsorte wie der Ratinger Hof oder zeitweise das SO36 wurden von Künstlern geführt, Künstler wie Jürgen Kramer mit seinen Bands Das Weltende und Das Zwanzigste Jahrhundert sowie seinem Fanzine Die 80er Jahre bzw. der Berliner Salomé (Geile Tiere), Martin Kippenberger, Moritz R® (Der Plan), Walter Dahn oder Die Tödliche Doris machten diese Verbindung deutlich.

Bei den großen Plattenfirmen galt die NDW zunächst als unkommerziell und deshalb als schwer zu vermarkten. Auch bei den Bands gab es, wie auch beim Publikum, Vorbehalte gegen eine Zusammenarbeit mit der Industrie. Dies änderte sich allerdings, als erste Vermarktungskampagnen mit Gruppen wie Fehlfarben, Extrabreit, Ideal oder DAF auf überraschend viel Resonanz stießen. Als die NDW immer erfolgreicher wurde, vermarktete man unter diesem Etikett auch deutschsprachig singende Interpreten – darunter auch aus Österreich und der Schweiz –, die mit der NDW eigentlich nichts gemein hatten, oder schuf einschlägige Retortenbands. Das Genre wurde schließlich zunehmend von Interpreten beherrscht, die in modernisierter, teils auch ironischer Form Elemente des Schlagers verwendeten. Dazu gehörten etwa Hubert Kah, Markus, UKW und Combo Colossale.

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Einige Interpreten kamen zu beachtlichen internationalen Erfolgen. Nena (99 Luftballons), Trio (Da da da), Falco (Der Kommissar) und Peter Schilling (Major Tom) konnten selbst im englischsprachigen Raum Hits platzieren, wobei sich hier meist eigens produzierte englische Versionen durchsetzten.

Die Kommerzialisierung durch die Musikindustrie führte bei den Urhebern der Bewegung, den Untergrund-Bands, zu Frustration, und die NDW-Bewegung löste sich schnell wieder auf. Aber auch die kommerzielle Variante der NDW büßte rasch an Bedeutung ein. Durch die inflationäre Veröffentlichungspolitik der Plattenfirmen und die massive Medienpräsenz des Genres war das Publikum bald übersättigt. Viele Musiker beendeten ihre Karrieren und nur wenige Projekte überlebten. So ging die NDW in den Jahren 1983–1984 zu Ende. (Quelle: wikipedia)

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Ichhabe die NDW erst so richig mitbekommen, als sie ein gigantischer kommerzieller Erfolg wurde … und damals wie heute stehe ich einigermaßen ratlos vor dieser Musik.

Okay, ein paar Ohrenwürmer gab´s, ansonsten sehe ich diesen musikalischen Trend eher als einen Trend der zur Verflachung musikalischer Ansprüche führte … und auch textlich konnte hier von einer „rebellischen Jugendmusik“ ganz sicher keine Rede sein. (Denn UKW Titel „Ich will“ nehm ich da mal aus) … Die Banalität wurde zum Thema …

Und hier eine Zusammenstellung aus dem Jahr 1998 und man kann es gerne auch im Hinblick auf die von mir angesprochene Banalität betrachten und untersuchen.

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Und die ganze Zerrissenheit des Begriffes „NDW“ zeigt sich dann bei Interpreten wie Geier Sturzflug, die Spider Murphy Gang und erst recht die Ina Deter … die wurden halt in diesen Sack gesteckt … kommerziell hat es ihnen ganz sicher nicht geschadet … aber wirklich reingehört haben sie in diesen Sack natürlich nicht.

Interessant aber auch … all die graphischen Ideen zu den einzelnen Singles … vielfältig und schrill … diese Beschreibung passt ja auch vielleicht zur Musik.

Und bei dem Hubert Kah Song „Einmal nur mit Erika'“ musste ich schmunzeln, aber das ist ne andere Geschichte.

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Titel:
01. Andreas Dorau & Die Marinas: Fred vom Jupiter (Dorau/Maurischat) 2.44
02. Markus: Kleine Taschenlampe brenn (Klopprogge/Taylor/Kind) 3.32
03. Ixi: Der Knutschfleck (Kautsky/Balthasar/Tiedemann) 4.03
04. Geier Sturzflug: Bruttosozialprodukt (Baierle/Geratsch) 3.02
05. UKW: Ich will (Hubert) 3.27
06. Extrabreit: Polizisten (Wiegand) 5.10
07. Frl. Menke:  Hohe Berge (Menke/Gutowski) 2.51
08. Spider Murphy Gang: Skandal im Sperrbezirk (Sigl) 3.37
09. Ina Deter: Neue Männer braucht das Land (Deter) 3.48
10. Trio: Anna (Remmler/Kralle) 4.42
11. Fehlfarben: Ein Jahr (Es geht voran) (Hein/Schwebel/Kemner/Fenstermacher/Bauer/Nicolaidis) 2.52
12. Hubert Kah: Einmal nur mit Erika (Kemmler/Zundel) 3.12
13. Snäp: Sommer, Sonne, Sand und Meer (Fischer/Gusovius/Büttgen/Heckmann/Markert) 3.11
14. Konec: Tanze (Morawietz) 3.32

 

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Erste weibliche Fleischergesellin nach 1945 – Ferien auf dem Lande (1982)

FrontCover1Also, auf einen solchen Bandnamen muss man auch erstmal kommen:

Die „Erste weibliche Fleischergesellin nach 1945“ war eine 1982 gegründete, deutsche Band um den Mathematiklehrer Thomas Hermann aus Hagen. Sie zählt zur Neuen Deutschen Welle. Einige Male trat die Band auch als Opener bei Gigs von Extrabreit auf.
Phillip Boa spielte 1983 als Gitarrist auf zwei Stücken des ersten Albums mit. Alle anderen Tapes waren bereits eingespielt. Trotz hoher Erwartungen floppte das Projekt, denn lediglich 300 Schallplatten wurden verkauft. Es wurden weitere Demobänder aufgenommen, nun alle unter Beteiligung von Boa, die aber einige Monate später gar nicht erst von der Plattenfirma angenommen wurden.

SchrägeGesellen

Dieses Fallengelassenwerden, nachdem der Gruppe zuvor große Hoffnungen und Versprechungen gemacht worden waren, bezeichnete Boa später als eine Erfahrung mit der Musikindustrie, die seine Karriere geprägt habe.
Herrman gründete später das JA!-Plattenlabel. Er produzierte bis etwa 1985 die ersten Plattenauflagen von Phillip Boa. (Quelle: wikipedia)

Und ne Single wurde ihnen auch noch spendiert … Dazu schreibt der Karl May Wiki kurz und knapp:

Winnetou und die 7 Geißlein war eine Musiksingle der 1982 gegründeten und weitgehend erfolglosen NDW-Band „Erste Weibliche Fleischergesellin nach 1945“. Gründer war Thomas Hermann aus Hagen.

SingleFront+BackCover

Nun ja — ähm … ich sitze mittlerweile ziemlich sprach- und fassungslos an meinem Schreibtisch ob der mir dargebotenen musikalischen Kost … damals wie heute war ich naürlich nicht die Zielgruppe für diese NDW-Klänge … dennoch: starker Tobak, sehr schräg und ich überlege mir gerade, welche psychiatrischen Notfallmaßnahmen nun bei mir einzuleiten sind … aber, das Cover ist wirklich gut !

Aber andere sind ganz schön angetan von dieser Scheibe:

Obscure and much underrated German band formed by the mathematician Thomas Hermann.Phillip Boa played guitar in a couple of songs.Music is pure NDW ,with much weirdness sometimes remindig a mix of punk and Residents or some Geistefahrer,Wirtshaftswunder early recordings. (by http://mutant-sounds.blogspot.com)

Na bitte … kann man also auch so sehen …

Inlets

Die inlets

Besetzung:
Siggi Acker (drums)
Peter Niemann (percussion)
Thomas Hermann-Seibert (vocals, guitar, keyboards, trombone, drum programming)
+
Uli „Phillip Boa“ Figgen (guitar bei 02. + 10.)
Eberhard Schnellen (piano bei 07.)
Susanne Ulbrich (vocals)

BackCover

Titel:
01. Fröhliche Kinder (Hermann-Seibert) 3.28
02. Born To Be Wild (Bonfire) 3.33
03. Winnetou und die sieben Geißlein (Hermann-Seibert) 3.42
04. Seele auf Eis I (Hermann-Seibert/Niemann) 3.55
05. Ich fress dir aus der Hand (Hermann-Seibert) 3.11
06. Schädel (Hermann-Seibert) 2.20
07. Seele auf Eis II (Hermann-Seibert) 4.11
08. Menschenland (Hermann-Seibert) 3.01
09. Das grosse Lalula (Hermann-Seibert/Morgenstern) 3.32
10. Der Ratzeburger Achter (Hermann-Seibert) 3.41
11. Die Wiedergeburt der Gitarre (Hermann-Seibert) 3.58

Label

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Günstiger

Geht auch günstiger