Stephan Wald – Stephan Wald´s Hetzparade (1992)

FrontCover1Früher war er in aller Munde, das ist aber schon lange her … höchste Zeit also, sich mal wieder an den famosen Stephan Wald zu erinnern:

Stephan Wald (* 14. April 1951 in Gau-Algesheim) ist ein deutscher Kabarettist, Schauspieler und Stimmenimitator, der vor allem durch die Imitation von Helmut Kohl Bekanntheit erlangte.

Stephan Walds besuchte das Stefan-George-Gymnasium in Bingen, wo er 1970 das Abitur ablegte. Seinen Plan, ein Theologiestudium zu beginnen, um Pfarrer zu werden, gab er zugunsten einer Schauspielausbildung auf. Seinen Wehrdienst verweigerte er nachträglich. Seinen Zivildienst versah er daraufhin im Krankenhaus Bad Dürkheim, wo er 15 Monate lang in der Krankenpflege eingesetzt wurde. Der Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen weckte in ihm wieder den Wunsch, Priester zu werden. Daher begann er ein Studium der Katholischen Theologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Dieses brach er nach zwei Semestern jedoch ab, um Schauspieler zu werden.

Seine Ausbildung erhielt Wald an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hamburg, die er nach dreijährigem Schauspiel-Studium mit dem Diplom abschloss. Anschließend war er für zwei Jahre am Stadttheater Luzern und für drei Jahre am Stadttheater Koblenz engagiert. Später erhielt er das Angebot, in das Ensemble des Hamburger Kabaretts Das Schiff einzutreten, wo er bis 1983 blieb. In Hamburg hatte er zudem Gastrollen an den Kammerspielen und am Ernst Deutsch Theater.

StephanWald1Während seiner Zeit beim Schiff-Ensemble wurde er vor allem als Helmut-Kohl-Parodist bekannt. Im Jahr 1984 engagierte ihn der freie Journalist Günter Walter für das Schallplatten-Projekt Ich bin Kohl, mein Herz ist rein – Die Platte zur Wende, um die Stimme des Bundeskanzlers zu imitieren. Weitere Mitwirkende waren Thomas Freitag (als Franz-Josef Strauß und Ernst Dieter Lueg) sowie Elke Heidenreich. Auf diese erste Satire-Platte über Bundeskanzler Kohl folgten in den folgenden Jahren zahlreichen Rundfunk- und Fernsehauftritte des Kabarettisten. Wald wurde als exzellenter Parodist gefeiert.

In der Rolle Kohls hat Wald einige Male für Verwicklungen gesorgt. Nach einer satirischen Einlage mit Bezug zur so genannten Bitburg-Kontroverse in der am 1. Mai 1985 in der ARD ausgestrahlten Mai-Revue, in der Wald Bundeskanzler Helmut Kohl und Ron Williams US-Präsident Ronald Reagan parodiert hatte, verlangte die schwarz-gelbe Bundesregierung eine Entschuldigung vom WDR, der die Sendung produziert hatte. Auch viele Zuschauer protestierten. Die Satire von Wald und Williams erschien knapp zwei Wochen später auch auf einer Single, die Original-Fassung aber hält der WDR seither unter Verschluss.

Kurz darauf beklagte sich der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Peter Kurt Würzbach, über den Auftritt Walds beim Offiziersball des Streitkräfteamts am 31. Mai 1985 beim stellvertretenden Generalinspekteur Horst Jungkurth. Der Amtschef als Leiter einer Bundeswehrdienststelle habe zugelassen, dass dieses gesellschaftliche Ereignis mit internationalen Gästen durch Walds Parodien zur Politisierung der Bundeswehr benutzt werden konnte. Würzbach sah einen Verstoß gegen die Treuepflicht gegenüber dem Dienstherrn im Frieden und im Verteidigungsfall, da er öffentliche Polemik gegen diesen geduldet habe.

Bereits Anfang Januar 1985 hatte das ZDF Stephan Wald wenige Tage vor der Show Menschen ’84 ausgeladen, weil den Verantwortlichen des Senders die darin vorgesehene Kohl-Parodie in einer Unterhaltungssendung zu „einseitig“ erschien. Ähnliches widerfuhr Wald zehn Jahre später im Jahr 1995 anlässlich der ZDF-Gala zu Inge Meysels 85. Geburtstag, als ihn ein Produktionsleiter bedrängte, auf die eingeplante Kohl-Parodie zu verzichten.

StephanWald

Zu den Persönlichkeiten, die Wald neben Kohl noch imitiert hat, gehören unter anderem Norbert Blüm, Marcel Reich-Ranicki, Alfred Biolek, Regine Hildebrandt, Karl Lagerfeld, Helmut Schmidt, Joschka Fischer, Rudolf Scharping, Johannes Rau, Antje Vollmer, Boris Becker, Inge Meysel, Heinz Rühmann, Ernst Dieter Lueg, Michael Mittermeier, Roman Herzog, Dieter Thomas Heck, Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher, Guido Westerwelle, Gerhard Schröder, Edmund Stoiber, Erich Böhme, Harald Schmidt, Verona Feldbusch, Peter Alexander und Heinz Schenk. Vor diesem Hintergrund antwortete er einmal auf die Frage „Wer ist nicht parodierbar?“ mit „Gott. Und Richard von Weizsäcker.“

Im Herbst 1986 ging er, ermuntert durch seine ersten Schallplattenerfolge – darunter Schwarzwortklinik (1985) – und nicht zuletzt durch Gert Fröbe, mit seinem ersten Soloprogramm Hungergala auf Tournee. Es folgten Öko-SAT (1989, auch als Fernseh-Show mit Wald, Ingolf Lück und Hans Werner Olm), Schizofritz (1993) und Nanga Parbat (1996) – letzterer Titel ist eine bewusste Anspielung auf den gleichnamigen „Schicksalsberg der Deutschen“. Für diese Programme, von denen zumeist auch Tonträgerveröffentlichungen entstanden, arbeitete Wald mit den Autoren Diether Dehm und Erich Virch zusammen. Daneben spielte er eine kleinere Rolle in Walter Bockmayers Heimatfilmparodie Die Geierwally (1988). In der Satire-Show Hurra Deutschland gab er von 1989 bis 1991 zusammen mit Thomas Freitag den in Form von Gummipuppen parodierten Prominenten aus Politik und Unterhaltung die Stimmen.

Mehrfach unterstützte Stephan Wald durch Auftritte mit seinen Satire-Programmen, bei denen er auf seine Gage verzichte, die Entwicklungshilfeprojekte des von Pfarrer Elmar Jung gegründeten Hilfswerks HANDinHAND e.V. in Indien. Beide kennen sich seit der gemeinsamen Studienzeit in Mainz, wo sie eine Zeitlang im dortigen Priesterseminar zusammen wohnten.

Personen

Mit dem Ende der Ära Kohl und dem Beginn der Kanzlerschaft Gerhard Schröders im Jahr 1998 ging Wald der wichtigsten Figur seiner Parodienummern verlustig. Der Kabarettist nahm eine zweijährige kreative Auszeit. Im Herbst 2000 kehrte er mit seinem neuen Soloprogramm Zombieland zurück. In diesem Rundumschlag gegen die Auswüchse der Spaßgesellschaft, mit dem er bundesweit auf Tournee ging, hatte Helmut Kohl allerdings „Auftrittsverbot“. 2003 zog sich Wald von der Bühne zurück, um nur noch als Privatier zu leben. Für die Gala der Zeit anlässlich des 90. Geburtstags von Altbundeskanzler und Herausgeber Helmut Schmidt kehrte Stephan Wald jedoch Anfang 2009 nach fünfjähriger Bühnenabstinenz eigens für diesen Abend zurück, um gemeinsam mit Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo die im Zeit-Magazin geführten Gespräche „Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt“ zu persiflieren.

Wald sah sich stets eher als Kabarettisten klassischer Prägung im Stile Werner Fincks und lehnte die um die Jahrtausendwende herum zunehmend aufkommende Comedy-Welle ab: „Als Kabarettist stellen Sie Ansprüche an den Intellekt – ein Comedian ist viel erfolgreicher.“

Stephan Wald hat sich mehrfach öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Andererseits gab er auch an, während seines Schauspielstudiums in Hamburg sehr unglücklich in eine Mitschülerin verliebt gewesen zu sein. (Quelle: wikipedia)

Hier also eine damals durchaus erfolgreichen Alben und er öffnet sich beim hören jenes Zeitfenster, vor dem dann viele von den Menschen erscheinen, die uns damals mehr als geläufig warenDa kommt zumindest bei mir schon ein bisschen Wehmut auf, einfach weil Wald nicht nur ein begnadeter Stimmenimitator war, sondern auch mit Texten jonglieren konnte, die fast immer Substanz hatten. Umso mehr habe ich ich gefreut, als er dann zumindest den 90. Geburtstag von Helmut Schmidt zum Anlass nahm, wieder mal ein Beispiel seines Könnens zum besten zu geben.

Stephan Wald

Besetzung:
Stephan Wald
+
Bonkie Bongaerts (piano)
Harold Nardelli (tuba)
Lupo Noltemeyer (bass)
Göran Walger (piano)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

Booklet1

Titel:
01. Das Gesäss (Dehm/Virch/Wald) 3.40
02. Der zweite Frühling (Walger/Kurbjuhn)  1.00
03. Die Stammwählerin (Kurbjuhn) 2.04
04. Rühmanns Geburtstag (Walger/Borowiak) 1.30
05. Muttermilch (Wald) 1.41
06. Klose, schlaf ein (I) (Walger/Dehm) 0.27
07. Tässchen Kaffee (Kurbjuhn) 0.44
08. Salzletten (Walger/Virch) 1.07
09. Kabarettistenrunde (Virch) 2.15
10. Menschliche Wärme (Dehm/Roos) 2.27
11. Selbstgespräch (Kurbjuhn) 1.42
12. Transfer (Walger/Kurbjuhn) 1.27
13. Abseitsfalle (Hefele) 2.01
14. Am Fenster (Walger/Roos) 0.48
15. Möbelmesse (Walger/Virch) 0.42
16. Schenk und Mercury (Walger/Dehm) 1.39
17. Abchasien ist Überfall (Roos) 0.57
18. Zensur (Walger/Dehm) 1.48
19. Bundestverdienstkreuz (Dehm) 1.16
20. Zorro (Virch) 3.36
21. Schöne Maid (Walger/Dehm) 1.20
22. Zigeunerleben (Traditional/Walger/Dehm/Wald) 2.27
23. Klose, schlaf ein (II) (Walger/Dehm/Wald) 0.57
24. Der blaue Stern (Virch) 3.04
25. Politik und Kunst (Dehm/Virch) 3.44
26. Brunsbüttel (Wald) 4.15
27. Flammende Erde (Roos) 1.02
28. Die Umwelt Umunserum (Dehm/Wald) 3.18
29. Vielsagend (Kurbjuhn/Wald) 1.15
30. Müllers Lust (Virch) 1.25
31. Der erfüllte Wunsch (Kurbjuhn) 1.23
32. Speicherplatz (Virch) 2.11
33. Entspannungsübung (Wald) 5.48

CD1

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Berliner Symphoniker – Symphonie Nr. 9 – Aus der neuen Welt (Dvořák) (1992)

FrontCover1Hier mal wieder ein Klassiker der klassischen Musik:

Die 9. Sinfonie e-Moll op. 95 (B 178) Antonín Dvořáks trägt den Namen Aus der Neuen Welt, da sie von Dvořáks dreijährigem Amerika-Aufenthalt inspiriert wurde. Sie wurde zu Lebzeiten als 5. Sinfonie des Künstlers bekannt.

Als Antonín Dvořák 1892 amerikanischen Boden betrat, um der Berufung zum Direktor des National Conservatory of Music of America Folge zu leisten, war er bereits ein weltbekannter Komponist. Seinen Ruhm begründete er mit den Kompositionen „Die Erben des Weißen Berges“ (1872), früheren Sinfonien, den „Mährischen Duetten“ und den Slawischen Tänzen. Es war daher nicht verwunderlich, dass Jeannette Thurber, die Witwe eines wohlhabenden Kaufmanns und Mitbegründerin des New Yorker Instituts, ihm diesen lukrativen und prestigeträchtigen Posten anbot.

Mit der 9. Sinfonie, die während seines dreijährigen Amerika-Aufenthaltes entstand, schuf Dvořák sein wohl populärstes sinfonisches Werk. Obwohl Dvořák als Dirigent und Lehrer die Aufgabe übernommen hatte, eine junge Musikergeneration heranzubilden, die einen national-amerikanischen Musikstil entwickeln sollte, ist seine 9. Sinfonie keinesfalls amerikanische Musik. In einem Zeitungsinterview erklärte er seine Vorgehensweise:

„Ich studierte sorgfältig eine gewisse Zahl Indianischer Melodien, die mir ein Freund gab, und wurde gänzlich durchtränkt von ihren Eigenschaften – vielmehr ihrem Geiste. Diesen Geist habe ich in meiner neuen Sinfonie zu reproduzieren versucht, ohne die Melodien tatsächlich zu verwenden. Ich habe schlichtweg originäre Themen geschrieben, welche die Eigenheiten der Indianischen Musik verkörpern, und mit den Mitteln moderner Rhythmen, Harmonie, Kontrapunkt und orchestraler Farbe entwickelt. […]
Nun, ich stellte fest, dass die Musik der Neger und die der Indianer praktisch identisch war.“

Titelblatt

Titelblatt der Partitur von Dvořáks 9. Sinfonie

Der letzte Satz illustriert, dass Dvořáks Kenntnis authentischer Musik von Indianern und Schwarzen nicht sehr tiefgehend gewesen sein kann. Die Einflüsse sind dennoch in verschiedenen harmonischen und rhythmischen Eigenheiten der Sinfonie erkennbar. So basiert die Englischhorn-Melodie des 2. Satzes auf der halbtonlosen fünftönigen Skala der Pentatonik, die in der Musik der Indianer gebräuchlich war. (Wichtiger ist aber die große Rolle, die Longfellows Dichtung über „Hiawatha“ – das ist der Häuptling, der den Irokesen-Bund der Indianer begründete – in der Sinfonie spielt, siehe unten.) Rhythmisch fallen auch die für Negro Spirituals typischen Synkopen auf (1. und 3. Hauptthema des 1. Satzes). Daneben zeigt sich unverkennbar der böhmische Musiker mit seiner in der heimatlichen Volksmusik verwurzelten Tonsprache, wie z. B. beim gemütvollen Ländler des Scherzo-Trios.

Die Themen der Ecksätze sind kurz und prägnant und der oben erwähnten Grundkonzeption zyklisch untergeordnet: das 1. Hauptthema des 1. Satzes erscheint in allen folgenden Sätzen. Im Finale sind außerdem die Hauptthemen des 2. und 3. Satzes andeutungsweise verarbeitet. (Quelle: wikipedia)

In den USA

Antonín Dvořák in den USA (ca. 1895)

Hier in einer Einspielung mit den Berliner Symphonikern unter der Leitung von Alun Francis zu hören.

Keine Referenzaufnahme, aber dennoch … in einem Klassik-Forum schreibt ein Waler Krause folgendes:

„Zwar nicht unter den Spitzenleistungen, aber auch nicht so schlecht klingt in meinen Ohren die Aufnahme mit Alun Francis und den Berliner Symphonikern. Zu Beginn klingt sie zwar nicht besonders, aber dann steigern sich Dirigent und Orchester und finden zu einer recht ansprechenden Leistung. Was der Einspielung im Vergleich schadet, ist die nicht so spitzenmäßige Tonqualität. Da das Bessere bekanntlich des Guten Feind ist, war von der Francis-Aufnahme meines Wissens nur in einem anderen Dvorak-Thread und eher abwertend die Rede.

Übrigens: Der Dirigent stammt aus Wales, wurde 1943 geboren und hat eine ziemlich bunte Karriere in Europa und Amerika gemacht. Zuletzt war er, soweit mir bekannt, wieder in Deutschland tätig.“

Übrigens: Selten habe ich eine so lieblose Präsention eines klassischen Albums gesehen …

Na ja … immerhin gibt´s dann noch als Zugabe die Konzertouvertüre Othello, ebenfalls von Dvořák komponiert.

Neue Welt

Hat Antonín Dvořák die neue Welt jemals so gesehen ?

Besetzung:
Berliner Symphoniker unter der Leitung von Alun Francis

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Das Begleitheft präsentiert ausschli0elich andre Aufnahmen des Labels

Titel:

Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 9 – Aus der neuen Welt:
01. 1. Satz: Adagio – Allegro molto 11.49
02. 2. Satz: Largo 12.59
03. 3. Satz: Scherzo, Molto vivace 7.33
04. 4. Satz: Allegro con fuoco 11.08

Antonín Dvořák: Othello:
05. Konzertouvertüre fis-moll op. 93

CD1

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Alun Francis

Alun Francis

 

Verschiedene Interpreten – Songs gegen Sucht (1993)

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Tja, da gab´s mal ein engagiertes Kreisjugendamt im oberbayerischen Landkreis Starnberg … und das lobte einen Wettbewerb aus; dieser „sollte über das Medium Rockmusikeine Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen und zu einer positiven Lebenseinstellung führen“ (Hüllentext).

Und so kamen drei Amateurbands aus dediesem Landkreis dann in den Genuss, in einem Studio ihre Songs gegen Drogen usw. einzuspielen.

Aufnahmeort waren dann die „Red Rooster Studios“ in Tutzing und der Kenner der deutschen Musikszene ahnte bereits, wer da als  musikalischer Schirmherr fungiert hat: Kein anderer als Peter Maffay, dem Eigner der Red Rooster Studios …

Und mit dem großartigem Drummer Pete York (der damals ebenfalls im Landkreis Starnberg lebte) hatte man gleich ein zweites Schwergewicht der (internationalen) Musikszene im Boot.

Und so entstanden dann drei Aufnahmen, die dann als CD veröffentlicht und verkauft wurden …  Diese CD wurde dann auch noch in ein flott gestaltetes Begleitheft verpackt …  … Soweit so gut und auch wenn die Texte ein wenig bemüht klingen, musikalisch sind hier überzeugende Beispiele aus der deutschen Amateuer-Szene jener Jahre entstanden.

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Tja, da gab´s mal einen engagierte Kreisjugendpfleger im oberbayerischen Landkreis Starnberg, der dieses Projekt ausgeheckt hat und sich auch den Arsch aufgerissen hat, um die Finanzierung beim Kreiskämmmerer durchzubringen. Und er war damit erfolgreich. Und dieser Kreisjugendpfleger hieß Eduard Zenger … und ab hier wird´s nun sehr persönlich, denn ich nenn den Eduard von nun an Edi … denn ich habe ihn bereits in den 80er Jahren, als er noch in Weilheim arbeitete …

Und ich erinnere mich an so etliche durchzechte Nächte, bei denen wir aus dem Lachen nicht mehr herauskamen ,,, einfach weil der Edi ein Supertyp war und er und sein Humor sowas von ansteckend war …

Und in den 90er Jahren sind wir uns immer wieder mal um über den Weg gelaufen, haben uns angegrinst, ob unserer früheren Nächten voller Lebenslust … aber beruflich gingen wir dann halt unterschiedliche Wege … und so verlor ich ihn ein wenig aus den Augen … bis ich dann erfuhr, dass er an der Parkinsonschen Krankheit litt …  aber das hielt ihn nicht ab, seine geliebte Jugendarbeit weiter zu betreiben:

Er ist eine Institution im Landkreis Starnberg. Der Profi-Jugendliche ist seit 25 Jahren im Dienst. Kreisjugendpfleger Eduard „Edi“ Zenger will noch zwei Jahre im Amt bleiben.

Ehe der gebürtige Burgweintinger, Sohn eines Postbeamten, am 1. Januar 1988 sein Amt beim Fachbereich Jugend und Sport im Landratsamt Starnberg antrat und damit eine ganze Ära einläutete, hatte er seit 1981 bereits das Weilheimer Jugendzentrum geleitet. Für den damals selber noch jungen Mann ein ziemliches Kontrastprogramm zu den eigenen, „wilden Jahren“. Eigentlich wollte er ja Nautik studieren, erzählt Zenger und schaut wie ein Seebär, der nur kurz an Land gegangen ist: „Ich habe bei der Bundeswehr eine Marinetaucher-Ausbildung gemacht und bin dann zu einer Reederei im norwegischen Stavanger gegangen.“

Bevor Zenger sein Studium begann und nach Weilheim ging, hat er sich aber noch fremde Länder und Menschen angeschaut und seine Sinne geschärft – zum Beispiel in Indien, Indonesien und Südamerika. In Peru lernte er einen Pater kennen, der die von den Machthabern des Landes äußerst misstrauisch beäugte Befreiungstheologie lehrte. Edi, wie ihn Freunde und Mitarbeiter nennen, brachte also seinen weiten Blick auf die Welt und eine starke Verbundenheit zum Meer mit in seine Arbeit ein.

Unter der Überschrift Erlebnispädagogik wurde gleich mal Segeln ins Programm des Jugendamtes aufgenommen. „In jahrelanger Arbeit haben wir uns einen 20er Jollenkreuzer, die Shanty, selber hergerichtet“ – Jugendarbeit am Wasser sozusagen. Reisen nach Frankreich, Ungarn, Italien/Sizilien gehörten damals auch zum Angebot des Jugendamtes.

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Mittlerweile haben sowohl die institutionalisierte Jugendarbeit (Jugendamt und übergeordnete Ebenen, Jugendherbergswerk, Suchtberatung) wie auch die offene Jugendarbeit (Jugendhäuser) auf die vielschichtige Problematik in den Familien reagiert. Es gibt auf Anregung von Eduard Zenger auf Kreisebene das Internationale Jugendcamp, den Arbeitskreis Sucht, es gibt die Suchtpräventionsberatung bei Condrobs, es gibt Programmangebote für Alleinerziehende und deren Nachwuchs. Die hohe Scheidungsrate hat ihre Auswirkungen auch auf die Jugendarbeit. „Am Anfang war es relativ einfach, für diese Herausforderungen ein Konzept zu schreiben und es dem damaligen Leiter des Kreisjugendamtes, Bernhard Frühauf, vorzulegen“, erinnert sich Zenger, „heute ist der Verwaltungsaufwand mehr geworden.“
„Wichtig für Effektivität war die Vernetzung zwischen Schulen, offener und Verbandsjugendarbeit“, stellt Zenger fest. Er kann stolz sein auf das in fast drei Jahrzehnten Erreichte: Der von ihm mit konzipierte Jugendhilfe-Plan von 1990 für den Landkreis Starnberg hat als Vorbild für ganz Bayern gedient.

Anfangs gab es hauptamtlich betreute Jugendzentren nur in Starnberg und Gauting, während die Jugendhäuser in Seefeld, Inning und Wörthsee in Selbstverwaltung liefen. Erst das „zweite Standbein“, die offene Jugendarbeit, habe den Stellenwert der Jugendarbeit insgesamt gehoben, lautet die heutige Einschätzung. Inzwischen kümmert man sich in Pöcking, Seefeld, Gilching und Krailling hauptamtlich um Jugendliche, in Tutzing und Feldafing gebe es immerhin Ansätze, nur Andechs und die etwas zersiedelte Gemeinde Berg seien noch weiße Flecken auf der Karte.

„Ich selber möchte heute trotz des verbesserten Angebots kein Jugendlicher sein“, sagt Zenger. Früher habe man zum Beispiel auf dem Dorf nur die Vereine gehabt und „halt genommen, was da ist“ – heutzutage gerieten die jungen Leute dagegen eher in Freizeitstress, was wiederum mit dem Anspruchsdenken mancher Eltern in Starnberg und Umgebung zu tun habe: Das „Kind“ soll Reiten lernen, Klavier/Geige, Ballett, Taekwondo, es soll Fußball spielen und Ski fahren können, rudern und segeln – und außerdem noch gute Schulnoten haben.

Junge Leute bis 25 Jahre können sich an dem vom Landratsamt, dem Kino Breitwand und der Peter Maffay Stiftung ausgelobten Wettbewerb beteiligen. Sie sollen einen Kurzfilm drehen zum Thema "Landkreis Starnberg - Ort der Vielfalt" mit einer Länge von 90 Sekunden. (auch bei diesem Projekt hatte der Edi seine Finger im Spiel)

Junge Leute bis 25 Jahre können sich an dem vom Landratsamt, dem Kino Breitwand und der Peter Maffay Stiftung ausgelobten Wettbewerb beteiligen. Sie sollen einen Kurzfilm drehen zum Thema „Landkreis Starnberg – Ort der Vielfalt“ mit einer Länge von 90 Sekunden. (auch bei diesem Projekt hatte der Edi seine Finger im Spiel)

So oder so hat Zenger ein gewisses Statusdenken beobachtet am Starnberger See: „Die Eltern setzen sich selbst und ihre Kinder unter einen bestimmten materiellen Druck.“ In der Schule heißt derlei „Markenklamotten-Terror“. Er habe schon mit Eltern zu tun gehabt, die ihren Sprösslingen 50 Euro Taschengeld für die Jugendfreizeit in Oberammergau mitgeben und auf Einzelzimmer bestehen, berichtet Zenger.

Die Jugend von heute: Unpolitischer soll sie angeblich sein, überwiegend eine Scheu vor Gremien und dauerhaftem Engagement haben. „In bestimmten Entwicklungsphasen eines jungen Menschen ist es völlig untypisch, sich festzulegen“, weiß Zenger längst. Kurzzeitige Projekte spiegelten viel eher das wahre Leben und seinen rasanten Wandel wider. Was aber die „neuen Medien“ propagieren, habe mit der Wirklichkeit nichts zu tun, wecke nur nicht erfüllbare Sehnsüchte, kritisiert der erfahrene Jugendbegleiter. „Zu unserer Aufgabe ist es auch geworden, die Medienkompetenz junger Menschen als Schlüsselqualifikation zu fördern.“ Das kann schon mit Kinderkino beginnen, wie es das Jugendamt vor einiger Zeit sogar in Dörfern wie Machtlfing ins Leben gerufen hat. „Andere Sehgewohnheiten“ lautet die Zielsetzung – man könnte auch sagen: Kritisch-selektives Fernsehen.

Bis 63 will er noch arbeiten, obwohl ihm seit 2012 eine Parkinson-Erkrankung zusetzt: „Ich werde mich auch danach noch in der Jugendarbeit engagieren, vielleicht als Coach für Mittelschüler“, sagt Zenger, „den Bezug zur Jugend möchte ich nicht verlieren.“ (Münchner Merkur, 23.02.2013)

Tja … die letzten Jahre waren dann sehr schlimm … ich konnte seinen Verfall, der wöchentlich fortschritt kaum ertragen … die letzten Wochen in der Arbeit waren für alle Beteiligten wohl eine Qual, und gut 2 Jahre nach dem oben zitierten Artikel ist der Edi dann gestorben:

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Und so widme ich diese 3Track CD dem Edi … und man glaube mir … diesen Beitrag zu schreiben, fiel mir nicht leicht …denn er war ein ganz besonderer Edi …

Und wer jetzt den Eindruck hat, ich habe dem Edi hier ein kleines Denkmal gesetzt … ja, der hat recht, denn wer ihn einmal kennengelernt hat, den Edi … der weiss, dass er genau das verdient hat !

Besetzung:

besetzung

Titel:
01. Troubadour: Der Zug (Ziegleder) 5.57
02. Klabund: In der Hand (Friedrich/Steinbrecht) 7.01
03. Celsius Allstar Project: Einmal ist keinmal (Steffes/Thalmeier) 5.31

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(diesmal ohne Passwort)

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Bruno Jonas – Wir Enkelkinder (1992 (VHS rip)

frontcover1Der Bruno Jonas – ganz sicher einer der profiliertesten Kabarettisten der vergangenen Jahrzehnte- Zur Erinnerung: Seine Wurzeln liegen im damals erzkonservativen, pechschwarzem Passau/Niederbayern

Wenn man sich da keinen satirischen Humor zulegt … war man verratzt … Und ganz sicher erklärt sich auch so, dieser köstlich spöttische Film über die Entwicklung einer Generation, die wohl auch meine Generation ist.

Wir Enkelkinder ist eine deutsche Filmsatire aus dem Jahre 1992 von und mit Bruno Jonas. An seiner Seite treten eine Reihe von Kabarett-Kollegen aus der Münchner Lach- und Schießgesellschaft auf, allen voran Dieter Hildebrandt.

Der Film ist eine kabarettistisch-satirische Zeitreise durch die Bundesrepublik Deutschland der Jahre 1957 bis 1987. Im Zentrum der Geschichte stehen die beiden einstigen Schulfreunde Ulli Lasser und Willi Steiger. In vielem ähnelten sie sich, doch beide sollen in der alten Bundesrepublik sehr unterschiedliche Lebenswege einschlagen. Bei ihrer ersten Liebe, wo sie sich gleichermaßen schüchtern und gehemmt anstellten, waren sie auf gleicher Spur, doch schon hier traute sich der sanfte, progressive Ulli kaum mehr, als von dem Klassenschwarm Claudia nur zu träumen. Mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter gingen ihre Wege eines Tages auseinander: Während sich der anpasserische, konservative Willi für eine Politikerlaufbahn bei der „CLU“, einer Verballhornung der CSU, entschied, studierte Ulli, der idealistische Weltverbesserer, lieber auf Lehramt. An der Universität wird er nolens volens von der Studentenbewegung nahezu aufgesogen und gerät, ganz unwillentlich, in die Fänge einer maoistischen Gruppierung. Fremdbestimmt, lässt sich Ulli sogar die zukünftige Frau vorschreiben: Renate.

kinoplakat

Filmplakat

Die Ehe wird prompt ein Reinfall, aber sein Studium schließt Ulli, der die ganze End-60er- und 1970er-Jahre-Entwicklung von Wohngemeinschaft und Antikriegsdemo über Maoismus bis Frauenbewegung und Ökopaxler-Szene durchlaufen hat, mit Erfolg ab. Jetzt aber sieht er sich mit neuen Problemen konfrontiert. Bei seiner „maoistischen Vergangenheit“ fällt er unter den Radikalenerlass und hat keine Chance auf die Übernahme als Lehrer in den Schuldienst. Ihm zum Verhängnis wird eine überdies Verurteilung wegen „Beleidigung der Bundesrepublik“ während seiner maoistischen Sturm-und-Drang-Zeit, und seine Teilnahme an diversen Demonstrationen brachte ihn gleichfalls in den Fokus des Staatsschutzes. Seit seiner Verurteilung gilt Ulli als vorbestraft. Nun aber ist Alt-Freund Willi zur Stelle und besorgt ihm einen Job als Redakteur bei dem CLU-Haussender Bayerischer Rundfunk, wo dieser unter dem linientreuen Intendanten Dr. von Wuest gerade Karriere zu machen beginnt. Zeitgleich beginnt Willis rasanter Niedergang, und er endet, wie weiland Uwe Barschel in einer Badewanne.

Wir Enkelkinder wurde am 5. November 1992 uraufgeführt.

Michael Fengler war Produktionsleiter. Die Bauten und Ausstattung entwarf Werner Achmann und wurde dabei von Rolf Zehetbauer beraten.

Mehrere bekannte Zeitgenossen traten in Gastrollen auf, darunter der Fälscher der Hitler-Tagebücher Konrad Kujau und die beiden einstigen „Jungfilmer“-Regisseure Klaus Lemke und Thomas Schamoni.

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Die Besetzung von Hildebrandt als Chef des Bayerischen Rundfunks (BR), eine Art Helmut Oeller-Parodie, ist nicht ohne Pikanterie, hatte sich doch der CSU-nahe BR aufgrund von Hildebrandts unionskritischen Kabarettauftritten jahrzehntelang an diesem gerieben. Oeller hatte 1986 vergeblich versucht, Hildebrandts Satiresendung Scheibenwischer abzusetzen. Als ihm dies ARD-weit nicht gelang, klinkte sich der BR kurzerhand aus dem laufenden ARD-Programm aus.

„Nach dem ironischen Vorspiel hält Bruno Jonas Märchenstunde: Achtundsechzig, zu kurze Cordjacken, Maobibel, Uni-Mensa, Kommune 1. Clearasil und die Lenorfrau, Ashram in Poona, Feminismus, Berufsverbot, Latzhosen. Kohl, Stoiber, Barschel und noch mal Kohl – Jonas zählt auf, führt vor, klappert ab. Stationen im Leben eines Apo-Opas, Schulstunde im Imperfekt, fein säuberlich sortiert: Es war einmal, und es war doch ganz nett. Stammheim ist ein Slapstick mit Strick, das Nacktfoto der Kommunarden ein Witz über abzutrainierende Pfunde, der Marsch durch die Institutionen ein Klospruch in der Herrentoilette des BR. (…) Auch der Film traut sich höchstens heimlich. Im lockeren Bilderreigen entschärfen die Pointen sich gegenseitig, den Boden des Grundgesetzes verlassen sie höchstens im Fahrstuhl. Dort trifft Ulli auf den Intendanten (Dieter Hildebrandt), der um Stellungnahme zum gestern abgesetzten „Scheibenwischer“ bittet: eine Fangfrage. Ansonsten wird die Chronik der Ereignisse durch den humorigen Off-Kommentar in gehörige Distanz gerückt. Nicht mal die CSU wird beim Namen genannt und zur CLU verballhornt – München, wie es singt und lacht. (…) Bruno Jonas hat den Film gemacht, den Edgar Reitz uns mit der „Zweiten Heimat“ zum Glück ersparte. Nicht nur die jüngste deutsche Geschichte, auch die sechziger Jahre taugen bis heute offenbar nicht zum Witzemachen. Die Selbstkritik schwingt sich höchstens zur Witzelei auf. Jonas’ Humor fehlt der nötige Ernst.“ (Die Zeit, Ausgabe vom 30. Oktober 1992)

„Den Titel „Wir Enkelkinder“ wählte Bruno Jonas für sein Leinwand-Debüt in Anlehnung an die Klassiker der 1950er und 1960er Jahre „Wir Wunderkinder“ und „Wir Kellerkinder“. Damit hören die Ähnlichkeiten jedoch auf. Jonas‘ Film ist ein Parforce-Ritt durch das Leben eines Mannes, in dem auch das politische Geschehen dieser Jahre immer mal wieder gestreift wird. Die Story an sich tritt in den Hintergrund, einige Szenen bleiben in Erinnerung – besonders köstlich Hildebrandts Dialog mit Jonas im Fahrstuhl … Das Ergebnis ist am Ende uneinheitlich, nicht restlos überzeugend aber doch sehr unterhaltsam. Gastauftritte haben hier auch Jonas‘ Kabarettisten-Kollegen Jochen Busse und Rainer Basedow.“ (film-lexikon.com)

„Eine satirische Revue durch 30 Jahre Nachkriegsdeutschland (1957-1987). Ein hintergründiger Spaß, der eine Fülle von Themen aufgreift, auf seiner privaten Ebene liebevollen Spott treibt und in seinen parteipolitischen Bezügen auch brisante Vorfälle aufgreift. Durch Gespür für satirische Überhöhung am richtigen Objekt ist ein weitgehend vergnüglicher Rückblick entstanden.“ (Lexikon des Internationalen Films)

„Jonas’ Humor fehlt der nötige Ernst.“ fehlt der nötige Ernst … diesen Satz erkläre mir mal bitte einer !

Vermutlich fehlt mir die nötige kritische Distanz … denn, jener „Ulli Lasser“ , ja jener“Ulli Lasser“ … erinnert mich in vielen Bereichen an mich selbst … vom schüchternen Jungen bis hin zum politisierten Studenten (okay, die Maoisten waren mir schon damals suspekt). Und auch all die privaten Turbulenzen … ja … sie kommen mir wahrlich nicht unbekannt vor (bis hin zu jener Latzhosen Generation der Weiblichkeit). Öko, Bio, Anti AKW-Bewegung all das hat auch meinen Weg begleitet … und von daher ist diese satirische Zeitreise so ganz nach meinem Geschmack … denn wenn man darüber nicht auch mal schmunzeln dürfte, dann gute Nacht !

Verwunderlich ist eigentlich nur, dass dieser Film nie auf DVD erschienen ist …

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Besetzung:
Michael Abelski (Kreuzträger)
Mario Andersen (Kommunarde)
Henry Arnold (Kommunarde)
Peter Baer (Faust)
Rainer Basedow (Polizist)
Richard Beek (alter Mann)
Arthur Brauss (Merklein)
Torsten Buchsteiner (Fritz Teufel)
Jochen Busse (Pfiffchen)
Susanne Czepl (Renate)
Florian Ernstberger (Fabrikleiter)
Veronika Fitz (Ulli’s Mutter)
Guenther Gross (Kommunarde)
Michael Habeck (Ober)
Dieter Hildebrandt (Dr. von Wuest)
Jonas (Baby)
Bruno Jonas (Ulli Lasser)
Jochen Kahn (Kritiker)
Rudolf Klaffenböck (Kreuzträger)
Andrea Lüdke (Inge)
Daniela Lukas (Kommunarde)
Thekla Mayhoff (Magda)
Heinz Meier (Vater Radunski)
Toni Netzle (Zuschauerin)
Volkmar Ohms (Standesbeamter)
Horst Pasderski (Moser Heini)
Christian Polito (Peter)
Karin Rasenack (Henriette)
Christiane Rheinfurt (Kommunarde)
Walter Richarz (Bhagwantyp)
Stefanie Richter (Gretchen)
Jophi Ries (Maoist Bernd)
Thomas Schamoni (Faust Regisseur)
Antje Schmidt (Claudia)
Heinrich Schmieder (Mephisto)
Klaus Peter Schreiner (Pater Schröder)
Johanna Schubert (Kommunarde)
Ilona Schulz (Gisela)
Angelika Sedlmeier (Kommunarde)
Hans-Jürgen Silbermann (Meter)
Manon Straché (Emanze)
Horst Tomayer (Bio-Lehrer)
Edith Volkmann (Ulli’s Tante)
Stephan Wald (Helmut Kohl Stimme)
Rainer Wiehr (Fälscher)
Dieter Woll (Ulli’s Vetter)
Michael Wüst (Kreuzträger)
Vitus Zeplichal (Willi Steiger)
Martin Zauner (Klaus)

Regie: Bruno Jonas
Musik. Nich Woodland

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Franz Lambert + Peter Beil – Melodien aus Gold (1992)

frontcover1Getreu dem Motto, dass sich hier wahrlich vieles tummeln darf, bekommt nun diese Scheibe ihren Auftritt:

Franz Lambert (* 11. März 1948 in Heppenheim) ist ein deutscher Musiker, Komponist und Organist (Wersi-Orgel). Er veröffentlichte unter anderem 107 Alben.

Als Jugendlicher lernte Lambert vier Jahre lang am Konservatorium Klavier und absolvierte eine Hotelfachlehre. In der elterlichen Gaststätte „Zum Felsenkeller“ in Sonderbach spielte er mit 16 Jahren zum ersten Mal in der Öffentlichkeit an einer Hammond-Orgel. Im Jahr 1969 trat er erstmalig in der TV-Unterhaltungssendung Zum Blauen Bock auf. Im Anschluss folgte sein erster Plattenvertrag. Lambert trat in zahlreichen Fernsehsendungen, wie etwa Der Große Preis oder Das Traumschiff, auf, aber auch vor und mit Prominenz, wie z. B. Königin Sophia von Spanien, Prinz Charles und Helmut Schmidt, mit dem er unter anderem vierhändig spielte.

In südamerikanischen Stadien spielte Lambert schon vor 80.000 Menschen.

Zu seinen Kompositionen zählen u. a. die offizielle FIFA-Hymne (vom Album For You), die seit der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 weltweit – bei von der FIFA organisierten Fußballspielen – verwendet wird, sowie die Titel Lady in Blue, Begegnungen, Why, La Musica, Victory und First Love.

Im Jahr 2005 startete Franz Lambert seine Jubiläums-Tournee.

Auf besonderen Wunsch von FIFA-Präsident Joseph Blatter hat Franz Lambert live beim WM-Endspiel 2006 in Berlin die von ihm komponierte offizielle FIFA-Hymne sowie die beiden Nationalhymnen gespielt.

Die „DFB-Hymne“ – komponiert und produziert von Franz Lambert und Christian Wildermuth – wurde erstmals bei der 100-Jahr-Feier des DFB/Deutscher Fußball-Bund präsentiert und dient heute bei den Spielen im DFB-Pokal als Einlaufmusik. Sie kommt aber auch bei Spielen der Deutschen Nationalmannschaft zum Einsatz – ebenfalls beim Einlauf der Mannschaften.

Für das Album Pop Orgel Hitparade 40 Super Hits erhielt Lambert 1979 eine Goldene Schallplatte in Deutschland. (Quelle: wikipedia)

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Da bleibt einem ja die Spucke weg …

Hier spielt er nun zusammen mit Peter Beil, den ich eigentlich als Schlagersänger in Erinnerung hatte …  war er auch, aber eben nicht nur:

Peter Beil, eigentlich Tom Karrasch (* 9. Juli 1937 in Hamburg; † 13. April 2007 ebenda), war ein deutscher Schlagersänger, Trompeter, Komponist und Bandleader.

Peter Beil nahm als 12-Jähriger Geigenunterricht. Ferner spielte er im Posaunenchor, wo er die Trompete für sich entdeckte. Nach der Schule machte er zunächst eine kaufmännische Lehre. Später arbeitete er als Angestellter am Hamburger Flughafen. Schließlich studierte er an der Staatlichen Musikhochschule klassische Trompete. Mit

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Der junge Peter Beil

einem Studienfreund trat er an Wochenenden bei Feiern auf. Im Laufe der Zeit vergrößerte sich die Gruppe bis auf sechs Mitglieder und nannte sich „Crazy Combo“. Leadsänger war Peter Beil. 1958 konnte die Band in Peter Frankenfelds Sendung „Toi, Toi, Toi“ auftreten. Daraufhin erhielt Peter Beil einen Plattenvertrag beim Label Fontana, einem Tochterunternehmen von Philips. Die ersten Aufnahmen waren jedoch wenig erfolgreich. Der Durchbruch gelang ihm im Frühjahr 1961 mit der deutschen Aufnahme des Ray-Peterson-Hits Corinna, Corinna. Dieser Song konnte sich wochenlang in den deutschen Charts halten. Gleichzeitig wurde unter dem Pseudonym Ricky Boys seine deutsche Version des Ricky-Nelson-Erfolgs Hello Mary Lou veröffentlicht, bei der er selbst die zweite Stimme sang.

Im Folgejahr konnte sich Peter Beil mit dem Titel Ein verliebter Italiener für die Deutschen Schlager-Festspiele in Baden-Baden qualifizieren, landete dort jedoch nur auf dem letzten Platz. Auch das Projekt Ricky Boys wurde weiterverfolgt, diesmal mit Franco Duval als Gesangspartner. 1962 trat Peter Beil auch in einem Schlagerfilm auf. Mit seinem Titel Carolin-Carolina wirkte er im Film Tanze mit mir in den Morgen mit.

Bis weit in die 1960er Jahre nahm Beil erfolgreich deutsche Coverversionen US-amerikanischer Songs auf, darunter Und dein Zug fährt durch die Nacht (Original: 500 miles from home), das in Deutschland vor allem in der von Richard Anthony gesungenen französischen Fassung J’entends siffler le train bekannt wurde. 1965 nahm Beil an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil. Sein Beitrag Nur aus Liebe landete mit null Punkten auf einem der drei letzten Plätze unter den insgesamt sechs Teilnehmern.

1966 wechselte Peter Beil zur Plattenfirma CBS, wo er mit Fremde in der Nacht, der deutschen Version des Frank-Sinatra-Hits Strangers in the Night einen weiteren großen Erfolg verbuchen konnte. Ein erneuter Versuch der Teilnahme bei den Deutschen Schlager-Festspielen 1966 mit Dahin möcht ich gehen misslang. 1970 war Peter Beil in einer der ersten Ausgaben der ZDF-Hitparade mit dem Titel Der Blitz schlug ein zu sehen und nahm mit Blaue Augen, rote Lippen und kastanienbraunes Haar an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil, erreichte aber mit null Punkten nur den letzten Platz der sechs Teilnehmer. Trotzdem hatte er in der Folgezeit noch viele erfolgreiche Singles mit Titeln wie Du, ich, wir beide, Frage die Liebe oder Ein Mädchen zum Verlieben. Bis Ende der 1970er Jahre übernahm er auch die musikalische Leitung der Hitparadentour mit Dieter Thomas Heck.

Neben seinen eigenen Aufnahmen komponierte er auch für andere Künstler. 1984 stieg er schließlich beim Hazy-Osterwald-Sextett als Trompeter ein. Danach war er gelegentlich als Chorsänger bei verschiedenen Künstlern zu sehen und zu hören.

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Peter Beil ist der Vater der Moderatorin und Schauspielerin Caroline Beil, deren Mutter, Barbara Kalweit, Miss Hamburg 1964, er bei den darauffolgenden Miss-Germany-Wahlen in Berlin kennenlernte und 1966 heiratete. Er verstarb 2007 an Lungenkrebs und wurde auf dem Altonaer Friedhof in Hamburg beigesetzt. (Quelle: wikipedia)

Zu zweit musizieren sie sich hier durch jene Melodien, bei denen man wohl dachte, dass sich hier die Kombination Orgel + Trompete besonders gut machen würde.

Soweit so gut … Als ich das kleingedruckte dann im Begleitheft las, stolperte ich dann noch über einen anderen Namen: Herman Weindorf (der tritt hier als Produzent und Arrangeuer auf) … und der war mir eigentlich als ein ganz anderes Kaliber bekannt:

Hermann Weindorf ist Komponist, Arrangeur und Produzent.

Er wurde 1953 in Isny im Allgäu geboren. Nach seinem Studium am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium folgten Arbeiten an verschiedensten, eigenen Projekten und Bands wie z. B. „Zarathustra“, „Octagon“ und „Panarama“. In den 80iger Jahren war er Keyboarder bei Klaus Doldingers „Passport“ und an mehreren Cross-over-Projekten u. a. mit dem „Royal Philharmonic Orchestra“, London, mit den German Tenors, Eva Lind und den Jungen Tenören beteiligt.

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Hermann Weindorf

Weiterhin schrieb er zahlreiche Filmmusiken u. a. für den „Tatort“ und für Kinofilme wie z. B. Willi Bogners „Fire and Ice“.

Im volkstümlichen Bereich arbeitet Hermann Weindorf als Komponist und Produzent für viele bekannte Interpreten: Karel Gott, Florian Silbereisen, Stefanie Hertel und Stefan Mross, Klostertaler, Wind, Semino Rossi, Dschingis Khan oder die Alpenrebellen.

In den letzten 20 Jahren schrieb er auch zahlreiche sakrale Werke wie z. B. das Oratorium „Der Rufer in der Wüste“ und zahlreiche Psalmen-Vertonungen. Zuletzt komponierte er das Märchen-Singspiel „Dornröschen“ nach dem Libretto von Renate Stautner.

Hermann Weindorf lebt und arbeitet in München.(Selbstdarstellung)

Da kann man ja nur sagen … ja holla die Waldfee … na ja … Geld verdienen muss man halt auch.

Geboten werden geschmeidige, sanft säuselnde Klänge …

„Dieses Projekt wurde 1992 initiiert und bietet 16 wunderschöne, teils flotte, teils melancholische, aber immer perfekt gemachte, wundervolle, sehnsuchtsvoll-romantische Fassungen berühmter Welthits. Dieses Album ist zwar eine extreme Rarität und wurde damals trotz Veröffentlichung unter dem vor allem unter Senioren (ich denke, das haben außer mir auch nur Senioren gekauft) verbreiteten Label „Freizeit-Revue Musik“ auch kaum verkauft, aber es ist wunderschön, und wenn man es kriegt, sollte man es sich kaufen, egal was es kostet: Es lohnt sich!!! Man wird belohnt mit herzlicher, liebevoller Kurgast-Musik vom Feinsten. Ein Titel ist schöner als der andere!“ (Franz Panzer)

Na bitte … da muss man ja nicht gleich den Mitternachtsblues bekommen.

backcover1

Besetzung:
Peter Beil (trumpet)
Franz Lambert (organ)

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Titel:
01. Mon Amour (Lambert) 4.44
02. Schiwago Melodie (Jarre/Webster) 3.01
03. This Is My Song (Chaplin) 4.24
04. Irish Coffee (Beil) 3.30
05. Wunderland bei Nacht (Neumann) 3.24
06. Love Story (Lai/Sigman) 4.05
07. What A Wonderful World (Weiss/Thiele) 4.03
08. Amazing Grace (Traditional) 3.40
09. Dolanes Melodie (De Senneville/Toussaint) 4.34
10. Romantic Affair (Beil) 2.45
11. Mitternachtsblues (Grothe/Dehmel) 4.08
12. Viva Ana-Maria (Lambert) 3.50
13. Il Silenzio (Rosso/Celeste) 4.20
14. Cherry Pink (Louiguy) 3.05
15. All Aquaintance Be Forgotten (Traditional) 2.55
16. Dornenvögel-Rhapsodie (Mancini) 5.29

 

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