Die Biene Maja – Folge 12 (1978)

FrontCover1Kein Frage: Auch so ein Klassiker der Kinderliteratur:

Die Biene Maja ist die Hauptfigur in zwei Anfang des 20. Jahrhunderts erschienenen Romanen des deutschen Schriftstellers Waldemar Bonsels (1880–1952) und in einer zwischen 1975 und 1980 produzierten japanisch-deutschen Zeichentrickserie sowie deren Adaption als Comicserie ab 1976. Hinzu kamen 2013 eine Neuauflage der Serie in animiertem 3D-Format sowie ein darauf basierender Kinofilm 2014. Außerdem existieren mehrere Bühnenfassungen, u. a. ein Theaterstück und ein Musical.

Waldemar Bonsels war in den 1920er-Jahren einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. In seinen Büchern Die Biene Maja und ihre Abenteuer (Erstveröffentlichung 1912) und Himmelsvolk (Erstveröffentlichung 1915) verarbeitete er seine Kindheitserlebnisse in der freien Natur rund um den Bredenbeker Teich in Ahrensburg sowie (nach dem Umzug 1910 nach Schleißheim bei München) seine Beobachtungen im Park der Schlossanlage Schleißheim. Mittlerweile wurden diese beiden Werke in über 40 Sprachen übersetzt.

Buchausgabe

Alte Buchausgabe

Die Biene Maja wird von der Erzieherin Kassandra unterrichtet und für ihren ersten Ausflug vorbereitet. Von diesem kehrt die junge Biene jedoch nicht wie vorgesehen zurück; stattdessen entdeckt sie die Natur. Darunter auch einen namenlosen Regenwurm, von dem der Käfer Kurt ein Stück verspeist, während der Rest des Wurmes weiterkrabbelt. Sie macht Bekanntschaft mit dem Volk der Ameisen, das als Räuberbande (nicht als Soldatenvolk wie im Zeichentrickfilm) beschrieben wird, sowie mit einem Schmetterling, einer Wanze und mit vielen anderen Tieren.

Majas größter Wunsch ist es, einmal das höchste Lebewesen, den Menschen, kennenzulernen. Bereits Kassandra sprach von ihm, und sie traf immer wieder Tiere, die mit ihm zu tun hatten, etwa eine Stubenfliege. Ein Blumenelf kann ihr schließlich den Wunsch erfüllen. Ja, mehr noch, sie sieht nicht nur den Menschen, sondern zwei liebende Menschen im Garten einer Laube. Für den Blumenelf sollte diese Begegnung im Buch Himmelsvolk noch überboten werden.

Als Maja schließlich von den Hornissen gefangen genommen wird, erfährt sie von Kriegsvorbereitungen gegen ihr Volk, doch sie bricht aus und kann ihr Heimatvolk warnen.

Willi

Meine Lieblingsfigur der Serie: Flip, der Grashüpfer

In den 1970er Jahren wurden die Bücher mit Die Biene Maja erstmals als Fernsehserie umgesetzt. Die Trickfilmumsetzung entstand auf Initiative des ZDF beim japanischen Trickstudio Zuiyo Enterprise als Anime Mitsubachi Māya no Bōken  in zwei Staffeln mit je 52 Episoden. Regisseur war Hiroshi Saitō. Der Titelsong der deutschsprachigen Version der Serie, Die Biene Maja, wurde von dem tschechischen Komponisten Karel Svoboda komponiert und von Karel Gott gesungen. (Quelle: wikipedia)

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Und aus den Tonspuren des Trickfilm-Serie entstanden dann die diversen LP`s/ Cassetten für die Kleinen.

Hier mal Folge 12:

Die Geschichten sind einfach nur nett un damals, also 1978 interessierte ich mich natürlich überhaupt nicht dafür.

Das änderte sich dann ziemlich schlagartig … als meine Töchter hellauf begeistert von dieser TV-Serie waren …

Comics

Die Biene Maja als Comic-Figur

Na ja, und ich nutzte diese Serie für bestimmte Gelegenheiten … meist wenn ich mir mal ein wenig mehr Aufmerksamkeit für väterliche Hinweise wünschte … Ich imitierte die nasale Stimme von Willi … hat oft geklappt *ggg*.

Und morgen wandert dann das Teil weiter (ich hab die MC) … meine Enkelkinder freuen sich schon drauf … ich könnte ja mal wieder die „Willi-Nummer“ ausprobieren.

Maja+Freunde

Besetzung:
Willi Friedrichs (Pepe)
Helmut Harun (Spinnerich)
Doris Jensen (Raupe)
Manfred Lichtenfeld (Flip)
Scarlett Lubowski (Maja)
Michael Rüth (Klute)
Inge Schulz Iffi)
Horst Sommer (Fangheuschrecke)
Eberhard Storeck (Willi)

BackCover
Titel:
01. Biene Maja Lied (gesungen von Karel Gott)(Svoboda/Cusano) 1.12
02. Die Raupe bekommt ein Haus 11.55
03. Maja und Iffi im Regen 7.41
04. Maja und die Heuschrecke 11.07
05. Wie die Fliege gefoppt wird 0.36

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Spiel

Ein Biene Maja Spiel aus den 30er Jahren

Arte Magazin – Oktober 2017

TitelGanz eindeutig mein Lieblingssender:

Arte (Eigenschreibweise ARTE, auch arte; Abkürzung für französisch Association Relative à la Télévision Européenne „Zusammenschluss bezüglich des europäischen Fernsehens“) ist ein öffentlich-rechtlicher Rundfunkveranstalter mit Sitz im französischen Straßburg (Hauptsitz). Der Sender ist als Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung[2] (EWIV) organisiert und wird in deutsch-französischer Kooperation von den beiden Mitgliedern Arte Deutschland in Baden-Baden und Arte France in Issy-les-Moulineaux bei Paris betrieben. Arte wurde 1991 durch einen Staatsvertrag vom 2. Oktober 1990 zwischen der Französischen Republik und den damaligen zehn westdeutschen Ländern und West-Berlin gegründet und ging am 30. Mai 1992 das erste Mal auf Sendung.

Verfügbar sind die Arte-Programme über Antenne, Kabel, Satellit und das Internet. Für mindestens 7 Tage stehen ausgewählte Sendungen auch noch nach Ausstrahlung kostenlos in der Mediathek Arte+7 zur Verfügung und können mithilfe von Apps auf Smartphones, Tablets und Smart-TVs angeschaut werden.

Die TV-Zeitschrift Arte Magazin bietet jeden Monat einen Überblick über das Arte-Programm mit Hintergrundberichten zu den Programm-Highlights, Interviews mit prominenten Schauspielern und Regisseuren sowie Buch- und Servicetipps. Elementarer Bestandteil des Hefts ist der ausführliche und komplette Programmteil.

Das Magazin hat inzwischen etwa 89.000 Abonnenten und ist seit Januar 2007 auch im Einzelverkauf am Kiosk erhältlich. Die verbreitete Auflage liegt bei über 140.500 Exemplaren monatlich. Das Arte-Magazin steigerte seine verkaufte Auflage 2010 gegenüber 2009 um rund fünf Prozent und gehört damit zu den Ausnahmen in dem durch Auflagenrückgänge gekennzeichneten Printmedienmarkt. Die verkaufte Auflage für das Gesamtjahr 2011 blieb auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, erreichte allerdings im vierten Quartal den höchsten Stand überhaupt.

WeitereArteMagazine

Weitere Arte Magazine

Beginnend mit der Ausgabe Oktober 2015 zeichnet sich erstmals der Axel-Springer-Verlag in Berlin für die Produktion und den Inhalt des Arte Magazins verantwortlich. Der Verlag erhielt von Arte eine Lizenz für fünf Jahre. (Quelle: wikipedia)

Und hier mal das aktuelle Heft … damit auch ja keiner interessante Sendungen auf diesem Kanal verpasst:

Und auch dieses Heft ist wieder mal prll gefüllt, nicht nur mit einem hochwertigen Programm, sondern auch mit bglitenden und vertiefenden Artiekeln …

Und auch dieses Heft entspricht dem Nieau dieser Senders … auf den ich so gar nicht mehr verzichten möchte.

Hier finde ich jene Qualität die ich – erst bei den Privatsendern – so schmerzlich vermisse.

Wer mag, kann sich davon überzeugen …

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Und das „Kursbuch“ gibt es auch noch …

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Ein ganz und gar großartiger Film …

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Dazu schreibe man an

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Die Rückseite des Heftes

Werner Meier – Wann kriagstn scho amoi an Radiergummi gschenkt (2013)

FrontCover1Jetzt übergeb´ ich mal das Wort dem Werner Meier, der erzählt wie er wurde, was er heute ist:

Manche sagen, ich sei ein Multitalent. Ich sag’ das nicht, aber es stimmt. Seit über dreißig Jahren mach’ ich Musik, schreibe satirische Texte, Lieder, Theaterstücke, Shows und Musicals für Erwachsene und Kinder.

Geboren bin ich schon vor mehr als 50 Jahren im oberbayerischen Reichertsheim im Landkreis Mühldorf.

Als siebtes von acht Bauernkindern erwerbe ich mir gleich einmal Durchsetzungskraft, ein schnelles Mundwerk und vor allem die Fähigkeit schnell zu essen. Solchermaßen gut aufs Leben vorbereitet, nehme ich gleich den ersten Bildungsweg direkt in die Volksschule von Reichertsheim.

Meier01Anschließend schicken mich meine Eltern in das Kloster-Internat nach Gars am Inn in der festen Erwartung, dass ich als Pfarrer wieder heimkomme. Dieses Vorhaben scheitert kläglich am anderen Geschlecht.

Genau wie bei Michael Mittermeier, der im selbigen Kloster-Internat etwas später seine ersten Comedy-Eindrücke sammeln konnte.

In den 70er Jahren spiele ich mich als Gitarrist zuerst in die Herzen der Mädchen, dann durch diverse Tanz- und Rockbands, danach mit Folk-Musik – mal solo, mal im Duo mit Gernot Olbert oder Elfriede Fokh – auf die Münchner Kleinkunstbühnen wie Muh, Robinson und Drehleier. Ich verdiene dabei ziemlich gut, satte 30 Mark pro Abend. Ein Vermögen für einen Studenten der Sozialarbeit!

Erste Bekanntschaft mit bayerischen Texten mache ich bei den Auftritten zusammen mit Ekkehard Bauer, Fernsehjournalist, bayerisches Unikum und Wortakrobat. Leider Anfang dieses Jahrhunderts verstorben, scheena Gruaß an dieser Stelle nach oben.

Anfang der 80er entsteht aus Randnotizen meiner Diplomarbeit mein erstes Solo-Programm, das ich gleich mal im Theater im Fraunhofer, München vorstelle. Überrascht und berauscht von meinen ersten Erfolgen wie dem Scharfrichterbeil Passau ’84 werfe ich alle bisherigen Berufspläne auf den Müll und gründe das Kabarett-Trio „Die Meiers“ mit dem Gitarristen Wolfgang Neumann und dem Hackbrettvirtuosen Rudi Zapf.

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Zehn kreative, erfolgreiche und turbulente Jahre mit den „Meiers“ folgen mit vier Programmen, unzähligen Auftritten, Radio, Fernsehen…

Anfang der 90er verbünde ich mich dann auch künstlerisch mit meiner Lebensgefährtin Margit Sarholz. Aus dem Kindertheater „Sternschnuppe“, für das Margit Sarholz schreibt und spielt, entsteht die erste CD „Taxi Maxi“. Nach dem grandiosen Erfolg dieser Erstlingsscheibe geht es Schlag auf Schlag.

Da wir beide Kindsköpfe aus Leidenschaft sind, schreiben und produzieren wir im Laufe der Jahre gemeinsam viele CDs mit Liedern für Kinder, quirlige Bühnenshows für unsere Live-Konzerte, Theaterstücke, Bücher und …

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Die Meiers

Parallel zum Kinderprogramm gründe ich die Band „Werner Meier & die Heimatpfleger“ mit Ingo Sandhofen, Joe Warrlich, Wolfgang Lohmeier und Sepp Bartl. Für diese Formation schreibe ich das sehr erfolgreiche Programm „Heimatabend – Eine unheimliche Begegnung der bayerischen Art“. Krönender Abschluss unserer gemeinsamen Spielzeit ist die CD „Hans bleib do!“ im Jahre ’96.

Danach geht es wieder solo weiter mit den Programmen „Jawosammadenn“, „Oh mei, oh Meier!“ sowie „Zum Paradies“, zu denen jeweils eine Live-CD erscheint.

Für die Spielzeit 2008/2009 schreibe ich zur Abwechslung für das Theater Ingolstadt: „Mir san mir – Ein starkes Stück Bayern“, eine große Bühnenproduktion, die wie in einem kabarettistischen Kaleidoskop die bayerischen Befindlichkeiten spiegelt und für ein immer ausverkauftes Haus sorgt.

13 Mir san mirAußer für viele wunderbare Sternschnuppe Kinderlieder-CDs zeichnen Margit Sarholz und ich auch für das Kult-Musical „Die Kuh, die wollt ins Kino gehn“ verantwortlich. Seit 2006 erfreut dieses lustige Bühnenstück Kinder und Erwachsene im Lustspielhaus München.

Wenn wundert’s, dass wir mit dem Kinder-Musical „Ritterland“ gleich nachlegen. Fünfzehntausend Kinder sehen das Musical in der Spielzeit 2010/2011 im Theater Ingolstadt.

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Werner Meier und Margit Sarholz als Musikanten für Kinder

Das größte und ruhmreichste Projekt der letzten Jahre aber ist ‚Ristorante Allegro’, ein Familien-Musical in Kooperation mit den Münchner Philharmonikern. 80 Orchestermusiker, 8 Schauspieler, 1 Dirigent und über 2500 Zuschauer feiern am 9. Oktober 2011 eine überwältigende Uraufführung in der Philharmonie im Gasteig München. Seitdem wird das philharmonische Musical für die ganze Familie regelmäßig im Rahmen des Kinder- und Jugendprogramms Spielfeld Klassik aufgeführt.  Am 10.09.2012 erscheint dazu die gleichnamige CD, ‚Ristorante Allegro’, ein Audio-Live-Mitschnitt aus der Philharmonie. Spitzenklang trifft Kinderspaß – so schön kann Klassik sein!

Inzwischen haben uns unsere beiden Enkelkinder, Clara und Mia, voll im Griff. Ihnen sind auch die Sternschnuppe-Titel „Schlaf Kindlein schlaf“ und „Töff, töff, töff, die Eisenbahn“ gewidmet.

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Um den ganzen modernen Kommunikationswahnsinn geht es bei meinem Kabarett-Lieder Programm ‚… apps geht imma!‘, das im Herbst 2012 im Alten Kino in Ebersberg Premiere feiert.

Ein Jahr später entsteht endlich wieder einmal eine ganz ‚originäre‘ Sternschnuppe CD mit eigenen Liedern. ‚Herbstlieder‘, so der Titel, ist nach ‚Sommerlieder‘ und ‚Winterlieder‘ die dritte Jahreszeiten CD.

Schon im Frühjahr 2014 folgt die CD ‚Tierlieder‘, eine Auswahl der schönsten Tierlieder von Sternschnuppe mit lustigen Gedichten zwischen den Liedern.

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Und fast zeitgleich lege ich mit der neuen Kabarett-Lieder-CD nach: ‚Wann kriagstn scho amoi an Radiergummi gschenkt‘. Lieder mit Gitarre und Gebläse, aufgenommen und arrangiert von Florian Riedl in München-Giesing. Dazu startet die gleichnamige ‚Radiergummi-Tournee‘ zur CD mit Florian Riedl (Saxophon, Klarinette, Querflöte), Uli Wangenheim (Saxophon, Klarinette) und Jutta Keeß (Tuba). Wunderbare Auftritte mit diesen tollen Musikern begeistern das Publikum von Rosenheim bis Ingolstadt. Parallel zu den Combo-Auftritten läuft mein Solo-Programm ‚… apps geht imma!‘ weiter.

Mit Sternschnuppe starten wir, also meine Frau Margit Sarholz und ich, 2015 ein folgenreiches, arbeitsreiches und sehr erfolgreiches Projekt: die CD Produktion ‚Bayerische Kinderlieder‘. Sieben von uns getextete und sechs traditionelle bayerische, zum großen Teil umgetextete Lieder produzieren wir für diese Scheibe. Eingesungen werden sie von Chorkindern aus sechs bayerischen Musikschulen zwischen Berchtesgaden und Regensburg und mit einem mobilen Aufnahmestudio aufgenommen. Die CD wird zum Senkrechtstarter und geht weg ‚wia de warma Semmeln‘.

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Für den Aktionstag ‚Musik in Bayern‘ komponieren und texten wir gemeinsam das Lied ‚Hand in Hand‘. Die Schülerhymne geht gleich ins Ohr und wird im Rahmen der Aktion 2015 von ca. 140000 Kindern an den Grundschulen Bayerns gesungen. Erstmals veröffentlicht wird der Liedttitel auf der Sternschnuppe-CD ‚Lustige Hits für Schulkinder‘, die im Herbst 2016 erstmals in den Schultüten steckt.

Unser auch nach 10 Aufführungsjahren im Lustspielhaus München immer noch sensationell erfolgreiches Familien-Musical ‚Die Kuh, die wollt ins Kino gehn‘ schicken wir ab Dezember 2016 in einer eigenen Sternschnuppe-Produktion auf Tour durch ganz Bayern.

Mit der CD ‚Frühlingslieder‘ machen wir endlich, endlich im Frühjahr 2017 den Sternschnuppe-Jahreszeiten-Reigenkomplett. Wieder spielen wir sie ein im Studio von Florian Riedl mit grandiosen Musikern wie Reingard Greiner, Knud Mensing, Florian Rein, Andrea Hermenau und natürlich mit Flo Riedl und an allen möglichen und unmöglichen Instrumenten.

Danach laufen die kreativen Vorbereitungen für das neue Kabarett-Solo-Programm ‚Werner Meier NAH DRAN‘ an, welches im Februar 2018 Premiere feiern wird.

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Und hier ein erstes Beispiel dieser ungeheuren Schaffenskraft … das Album „Wann kriagstn scho amoi an Radiergummi gschenkt“:

Beim wilden Akustik-Techno „I hob mei Handy vergessen!“ jagen atemlose Querflöten die Reime vor sich her. In einer einfühlsamen, antizölibatären Popballade begleiten Altsaxophon, Tuba und Flügelhorn den „Verliebten Pfarrer“ durch die stürmische „Tatort“-Nacht und der Sepp aus Eislfing schwebt mit luftigen Bläser-Grooves direkt ins World Wide Web.

Bläser-Beats und Blasmusik, Blues und Bossa Nova – außergewöhnliche Bläser-Arrangements in Verbindung mit Meiers feinem Sprachwitz und bayerisch-verquerem Humor machen dieses Album zu einem Hoch-Genuss für Liebhaber guter Texte und guter Musik. (quelle: www.muenchenticket.de)

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Wer bayerischen Humor und den bayerischen Dialekt mag, sollte sich diese CD nicht entgehen lassen! Was der Musik-Kabarettist Werner Meier hier an Liedern zusammengestellt hat, ist einfach grandios! Inhaltlich wie musikalisch unglaublich witzig, geistreich und vor allem niveauvoll! Wir sind in unserer Familie (und mittlerweile auch in unserem Bekanntenkreis) alle absolut begeistert, hören die CD immer wieder gerne und kommen aus dem Schmunzeln (und Mitsingen) auch beim X-ten Anhören gar nicht mehr raus. Klar, alles ist Geschmacksache – aber unseren Geschmack hat diese CD voll getroffen! (Martinus B)

Und ja, ja ja … Sprachwitz trifft auf sehr aufmerksame Beobachtungen des Alltags und das wird dann noch gepaart mit musikalischen hochwertigsten Zutaten … (von Quadro Nuevo bis hin zur Biermösl Blosn … )

Das Album enthält 12 Titel … ich hätte da mal 12 Anspieltipps ….

Und selbst für Hörer, die der bayerischen Sprache nicht so mächtig sind … lohnt sich das Hinhören … ganz sicher sogar !

Ja und dann is da noch das liebevoll gestaltete Begleitheft … Herz, was willst du mehr ?

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Besetzung:
Reinhard Greiner (trumpet, fluegelhorn)
Uli Haider (horn, fluegelhorn, trumpet)
Jutta Kees (tuba)
Marco Lobo (drums, percussion)
Knud Mensing (guitar)
Florian Riedl (saxophone, clarinet, flute, kalimba, xylophon)
Werner Meier (vocals, guitar)

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Titel:
01. I hob mei Handy vergessn (Meier) 2.48
02. Verliebter Pfarrer (Meier) 3,15
03. Wann kriagstn scho amoi an Radiergummi … (Meier) 3.17
04. Der Kettenhasser (Meier/Sarholz) 3.15
05. Mei Frau schmeißt alles weg (Meier) 4.06
06. Des Lebn, des is koa Sparkasse (Meier) 4.58
07. Mia fragn an Sepp (Meier) 3.32
08. Da Sepp im Worldwideweb (Meier/Sarholz) 3.37
09. Der Stromanbauer (Meier) 4.41
10. Entspannte Züge (Meier/Riedl) 4.30
11. Ebbs geht imma! (Meier/Sarholz) 4.17
12. I hob mei Handy vergessn – Heit hob i frei (Meier/Riedl) 3.34

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Und hier eine feine Zusammenfassung eines Konzertes von Werner Meier beim „Klangfest“ in München:

Georges Brassens – Auf dem Bildchirm (Fernsehserie) (1962)

FrontCover1Und schon wieder so ein Ausländer in diesem blog … aber einer, der es wirklich drauf hatte:

Georges Brassens [bʁasɛ̃s] (* 22. Oktober 1921 in Sète; † 29. Oktober 1981 in Saint-Gély-du-Fesc bei Montpellier) war ein französischer Dichter und Schriftsteller, vor allem aber in den 1950er bis 1970er Jahren ein berühmter Chansonnier.

Brassens war der Sohn eines kleinen Bauunternehmers, der selbst aus Sète (Département Hérault) stammte. Seine Mutter war eine sehr gläubige und musikliebende Neapolitanerin. Im Alter von rund 14 Jahren begann der junge Georges Chansons zu schreiben. Nach Abbruch seiner Studien im Collège Paul-Valéry in seiner Heimatstadt brach er 1939 nach Paris auf. Dort wohnte er bei seiner Tante Antoinette Dagrosa und arbeitete kurze Zeit bei den Renault-Werken im nahen Boulogne-Billancourt als Lehrling. Als Frühaufsteher verbrachte er ganze Tage in der Bibliothek beim Studium der Meister der französischen Dichtkunst. In genauer Analyse der gewählten Sprachbilder, Themen und rhythmischen Kadenzen erwarb er sich autodidaktisch einen großen dichterischen Kenntnisfundus. 1942 veröffentlichte er 13 Gedichte unter dem Titel A la venvole. Im März 1943 wurde er als Zwangsarbeiter ins Deutsche Reich deportiert und arbeitete in der Flugzeugmotorenfertigung in Basdorf. Als er ein Jahr später eine Genehmigung erhielt, für zehn Tage nach Paris zu fahren, kehrte er nicht zurück und versteckte sich in Paris bis zur Befreiung im Spätsommer 1944.

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Nach dem Krieg fand er eine Unterkunft in der Wohnung von Jeanne Le Bonniec und ihrem Mann Marcel Planche in der Impasse Florimont 9 im 14. Arrondissement in Paris. Jeanne, um 30 Jahre älter als er, blieb seine mütterliche Freundin bis zu ihrem Tode. Brassens schrieb berühmt gewordene Lieder auf ihren Mann (Chanson pour l’Auvergnat), für sie (Jeanne) und auf ihre Ente (La cane de Jeanne). Das erste Chanson, das er öffentlich vortrug, war Le gorille, oberflächlich ein frivoles Couplet über einen brunftigen Affen, in seiner Pointe ein Plädoyer gegen die Todesstrafe. Es wurde später von Franz Josef Degenhardt in einer deutschen Fassung (Vorsicht! Gorilla), von Jake Thackray in einer englischen Fassung (Brother Gorilla) sowie von Fabrizio De André ins Italienische (Attenti al gorilla) übertragen und weiterverbreitet.

1952 hatte Brassens seine ersten erfolgreichen öffentlichen Auftritte im Pariser Cabaret der bekannten Chanteuse Patachou, der er seine Chansons angeboten hatte. Sie befand jedoch kurzerhand, dass diese viel sinnvoller von ihm selbst vorzutragen seien. Bald folgten aufgrund der rasch wachsenden Popularität die ersten Plattenaufnahmen. Während der 1950er- und 1960er-Jahre wurde Brassens zu einem der populärsten Vertreter des künstlerischen französischen Chansons überhaupt. Politisch stand er, wie sein Kollege Léo Ferré, den Anarchisten nahe, häufiger sang er zugunsten der Anarchistischen Föderation „Fédération Anarchiste“ und deren Zeitung Le Libertaire bzw. Le Monde Libertaire.

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Brassens lebte eher zurückgezogen und bevorzugte persönliche Freunde vor jedem Starrummel. Ein Satz von ihm (aus Le Pluriel): „Wo mehr als Vier zusammenhocken, wird’s ein Deppenhaufen.“

Er wohnte auch nicht unter einem Dach mit seiner estnischen Lebensgefährtin Joha Heyman (La non-demande en mariage), die er liebevoll „Püppchen“ nannte und die ihn auf allen Tourneen und bis zu seinem Lebensende begleitete. Nach Erscheinen jeder neuen Langspielplatte trat er jeweils einige Monate in Frankreich auf.

Außerhalb seines Heimatlands trat er zweimal in Luxemburg und je einmal in Großbritannien (dieses Konzert wurde als einzige Brassens „Live“-Aufnahme veröffentlicht) und der Schweiz auf.

In dem Film Porte des Lilas (auf deutsch: Die Mausefalle) von René Clair (1956) spielt Brassens den „Artiste“ und singt dort auch einige seiner Chansons, darunter das Titellied.

Brassens03Die 1970er-Jahre waren bereits von schwerer Krankheit überschattet. Brassens litt an Nierenkrebs, wurde 1980 operiert und starb 1981 in der Nähe seiner Geburtsstadt. Er ruht auf dem Friedhof „Le Py“, gegenüber dem seinem Leben und Werk gewidmeten Museum „Espace Brassens“[2] in Sète, nicht weit vom Strand, wie er es sich im Chanson Supplique pour être enterré à la plage de Sète gewünscht hatte. Nach seinem Tod wurde der Pariser Park in der Nähe seiner alten Wohnung, in dem er sich oft aufgehalten hatte, zu seinen Ehren auf den Namen Parc Georges Brassens umbenannt.

Um die unmittelbare eindringliche Wirkung seiner lebensnahen, ethischen wie poetischen Texte nicht zu verdecken, trug Brassens seine (zuvor am Piano ausgearbeiteten) Chansons stets nur mit einfachster Instrumentierung vor: seiner akustischen Gitarre und dem Bass seines ständigen Konzert-Begleiters Pierre Nicolas.

Brassens gilt als einer der Großmeister des literarisch anspruchsvollen Chansons in der französischen Kultur. Den Reiz seiner Chansons macht eine einzigartige Mischung aus der Sprache der klassischen französischen Poesie und des Argot aus. Die Texte verweben einfühlsame mit sarkastischen Gedanken, ergänzt durch eine herbe, manchmal gewollt ans Obszöne grenzende Erotik. Der Individualist Brassens geht auf Abstand zu der als neunmalklug und letztlich als bösartig empfundenen „großen“ Welt. Die Musik, die sich oft an den Swing anlehnt, ordnet sich mit wenig eingängigen Melodien der bänkelsängerartigen Textdarbietung unter.

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Neben eigenen Texten vertonte er auch Werke französischer Dichter der unterschiedlichsten Epochen wie François Villon (Ballade des dames du temps jadis), Louis Aragon, Victor Hugo, Lamartine, Paul Verlaine und Paul Fort. Brassens war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Chansonniers des 20. Jahrhunderts. Aus der deutschen Liedermacherszene sind ihm etwa Wolf Biermann, Franz Josef Degenhardt, Dieter Süverkrüp, der frühe Hannes Wader (Hannes Wader singt), Walter Mossmann und der Schweizer Mundartliedermacher Mani Matter am nächsten, die ihn auch alle als ihr Vorbild nennen. (Quelle: wikipedia)

Und hier ne EP aus dem Jahr 1962, spezielle für den deutschen Markt gemacht (und deshalb auch hier präsentiert).

Mit einer spielrischen Leichtigkeit trägte er diese vier Lider vor … und da bedauere ich es doch sehr, dass ich kein französisch kann … Und auf welchen Bildschirm-Auftritt sich diese EP bezieht, entzieht sich auch meiner Kenntnis. Aber interessant, dass er schon 1962 einen Platz bei der ARD hatte … oder gar beim ZDF, das 1962 gegründet wurde.

Und so bleibt es mir nur möglich, mich an dem federleichten Vortrag zu erfreuen.

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Besetzung:
Georges Brassens (vocals, guitar)

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Titel:
01.  Marinette  (Brassens) 1.54
02. Je me suis fais tout petit  (Brassen) 4.00
03. Le nombril des femmes dagents  (Brassens) 2.30
04.  La légende de la nonne (Brassens/Hugo) 3.14

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Joy Fleming – Viele Gesichter (1994)

JoyFlemingFrontCoverViele Gesichter hatte sie wahrlich … die Joy Fleming … und jetzt ist sie tot.:

Ihren ersten Hit landete Joy Fleming Anfang der Siebzigerjahre mit „Neckarbrückenblues“, der Song in Mannheimer Mundart machte sie weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt bekannt.

1975 vertrat Fleming mit dem Song „Ein Lied kann eine Brücke sein“ Deutschland beim Grand Prix, landete damals jedoch weit hinten auf Platz 17. Trotzdem wurde die Sängerin, die vom Blues, Soul und Jazz kam, hierzulande immer wieder mit diesem Lied assoziiert. Über 40 Jahre lebte Fleming auf einem Bauernhof in Sinsheim bei Mannheim mit ihrem französischen Lebenspartner.

Am Mittwochabend starb die Mannheimer Sängerin mit der schwarzen Stimme im Alter von 72 Jahren, wie ihr Sohn und ihr Manager am Donnerstag bestätigten. In ihrer Mitteilung hieß es: „Mit ihr verlieren wir eine großartige Sängerin, eine aufopferungsvolle Mutter und eine liebevolle Lebensgefährtin, welche voll im Leben stand.“ (Quelle: Der Spiegel)

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Und das Gesicht, das sie auf dieser CD zeigt, gehört zu den wirklich beeindruckenden Gesichtern.

Bedauerlicherweise wird dieses Album in der online basierten Fachliteratur kaum erwähnt. Und das ist ausgesprochen schaden, denn hier kann sie sich mit ihren ganz besonderen Stärken präsentieren:

Und zwar mit ihrer ausdrucksstarken Blues-und Soul getränkten Stimme.

Und eine Kunde von amazon brachte es mit ein paar wenigen Worten auf den Punkt:

Joy Fleming – eine tolle Sängerin!!!
Das war noch eine Künstlerin / Sängerin, die singen kann. Und dies in verschiedenen Musik-Richtungen.
Heute ist sie über 70 Jahre! (Sigi aus Bremen)

Man höre sich z.B. den eindrucksvollen Gospel „Zaubermann“ an, wo sie fast unbegleitet als Ausnahmesängerin brilliert:

TextZaubermann

Und erinnert man sich an ihr Interview, das ich mal anderswo präsentiert habe, dann versteht man den Song „Laßt die Kinder frei“ noch, viel, viel, besser. Gänsehaut pur … Gesanglich kann man sie hier durchaus mit Maggie Bell vergleichen und das will schon was heißen !!!

Eine feine Band hatte sie da … und wenn ich mir das recht gemerkt habe, spielten noch eine lange Zeit für Joy Fleming … das nenn´ ich auch ne Form von Tradition, und zwar im feinsten Sinne des Wortes.

Also: Joy Fleming: das ist genuss pur … anhören und sich überzeugen lassen !

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Besetzung:
Maher Fladung (guitar)
Joy Fleming (vocals)
Martial Krier (keyboards)
Martin Quinten (drums)
Alain Wittische (bass)

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Titel:
01. Du rufst mich an 3.23
02. Mr. Boogie 3.29
03. Viele Gesichter 3.33
04. Spring‘ auf 3.47
05. Zaubermann 2.18
06. Liebesland 3.49
07. Feuer und Flamme 3.29
08. Laßt die Kinder frei 3.30
09. Raff‘ Dich auf 3.31
10. In Dich verschossen 3.41
11. Spitze 3.34
12. Meine Freunde 2.38

Musik und Texte: Joy Fleming, Maher Fladung, Bernd Liebenow

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Joy Fleming (* 15. November 1944 in Rockenhausen, Nordpfalz; † 27. September 2017 in Sinsheim-Hilsbach)

 

Konzertplakat

Und das Konzert muss leider ausfallen

Grundig – Revue (Herbst 1959)

TitelEine wahrliche feine Leihgabe, die mir da ins Haus gefalttert ist … die Anregung war die so ganz spezielle Grundig LP von Chris Barber.

Die Firma Grundig war ein vom Radiohändler Max Grundig gegründetes deutsches Unternehmen für Unterhaltungselektronik mit Sitz in Fürth und später Nürnberg. Es wurde zu einem Symbol des westdeutschen Wirtschaftswunders und galt lange Zeit als Traditionsunternehmen. Im April 2003 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Aus Grundig gingen u.a. die Grundig Intermedia und die Grundig Business Systems hervor, die den Markennamen bis heute weiter nutzen.

Die Geschichte des Konzerns begann 1930 in Fürth mit der Gründung des Radio-Vertriebs Fürth, Grundig & Wurzer (RVF) in der Sternstraße 2 (heute Ludwig-Erhard-Straße), das Geschäft eröffnete am 15. November 1930, Grundigs Eigenkapital zur Geschäftsgründung betrug 3000 Mark. Der Mitgründer Karl Wurzer stieg schon bald aus. Am 21. Juni 1934 pachtete Grundig schräg gegenüber in der Schwabacher Straße 1 ein größeres Geschäft mit Obergeschoss, wo nun Büro, Buchhaltung, Inventarlager und die

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Altes Logo von Grundig mit Fürther Kleeblatt im Firmenlogo

Reparaturwerkstatt ihren Platz bekamen. Da aufgrund der unterschiedlichen Stromarten in Fürth und Nürnberg – hier Gleich-, dort Wechselstrom – öfters Transformatoren durchbrannten, installierte der Geschäftsgründer im ersten Stock Wickelmaschinen und stellte damit Spulen und Transformatoren her – der Schritt vom Handel zur eigenen Produktion. Schon 1938 machte der Betrieb mehr als eine Million Reichsmark Umsatz. Im Krieg wurde die Produktion wegen der Gefahr von Luftangriffen in den Vorort Vach in die Festsäle zweier Gastwirtschaften verlegt. Dort wurden zunächst täglich bis zu 200 defekte Transformatoren repariert, bald standen hier 100 Wickelmaschinen, an denen 150 Arbeitskräfte arbeiteten, wobei es sich zumeist um ukrainische „Fremdarbeiterinnen“ (also Zwangsarbeiterinnen) handelte, die von AEG und Siemens „bereitgestellt“ wurden. Neben den Transformatoren stellte Grundig Steuerungsgeräte für die V1- und V2-Raketen her, auch elektrische Zünder für Panzerabwehrwaffen, beides im Auftrag von Siemens und AEG. 1944 produzierte Grundig 50.000 Kleintransformatoren.

Nürnberg, Firma Grundig

Endfertigung von Stereo-Rundfunkempfängern., 1959

Am 18. Mai 1945 transportierte Grundig mit zwei Mitarbeitern einige Wickelmaschinen und Apparate auf einem Leiterwagen von Vach zurück in die Schwabacher Straße 1 und öffnete das Geschäft, das vor allem mit amerikanischer Kundschaft gut anlief. Den Reparaturen folgte die Produktion, Rohstoffe waren in Vach noch vorhanden, zudem schuldete Siemens 6,5 Millionen und AEG 4,5 Millionen Reichsmark für gelieferte Waren. Im Juni 1945 konnte der RVF im Hinterhaus Jakobinenstraße 24 – einer ehemaligen Spielwarenfabrik – seine Produktion aufnehmen, 11 Männer und 31 Frauen bauten in den 400 m² großen Räumen Universaltransformatoren zum Stückpreis von 37 Reichsmark. Zum Jahresende 1946 waren 111 Arbeiter und Angestellte beschäftigt, der Umsatz belief sich auf 1,3 Millionen Reichsmark.

Nach Kriegsende 1945 erkannte Max Grundig den Absatzmarkt für Radios und leitete die Produktion des Gerätebausatzes „Heinzelmann“ ein, mit dem Restriktionen der Besatzungsmacht bzgl. der Herstellung von gebrauchsfertigen Rundfunkgeräten umgangen werden konnten.

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Max Grundig (vermutlich ein Patriarch)

Anfang 1947 kaufte Max Grundig von der Stadt Fürth den ehemaligen Kurpark des König-Ludwig-Bades, einer staatlich anerkannten Heilquelle, inklusive zehn Prozent des Heilwassers. Die Grundsteinlegung erfolgte am 3. März 1947, am 17. September 1947 zogen 280 Mitarbeiter mit der Straßenbahn vom vormaligen Produktionsstandort im Hinterhof des Anwesens Jakobinenstraße 24 zum neuen Standort Kurgartenstraße 37. Auf 5.500 m² „Arbeitsfläche“ waren Ende 1948 rund 650 Beschäftigte tätig. Am 7. Juli 1948 benannte Grundig die „RVF Elektrotechnische Fabrik“ in „Grundig Radio-Werk-GmbH“ um, schon am 1. Dezember kam es zu einer weiteren geringfügigen aber vielsagenden Änderung, aus dem „Werk“ wurden „Werke“. Am 15. November 1948 begann der Bau des ersten Verwaltungs- und Direktionsgebäudes, in dem sich heute das Rundfunkmuseum Fürth befindet.

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Das Grundig Werk im Jahre 2008

Im Februar 1949 verließ das 100.000 Radio die Kurgartenstraße, 800 Beschäftigte produzierten in 25 Werkshallen und Verwaltungsgebäuden, die Monatsproduktion belief sich auf 12.000 Rundfunkgeräte, der Marktanteil betrug 20 Prozent, Grundig war damit Marktführer. Ein sichtbares Zeichen für die Verbindung mit der Stadt Fürth war die Aufnahme des Fürther Wappens mit dem Kleeblatt in das Unternehmenslogo.

Der Werkssender im Direktionsgebäude an der Fürther Kurgartenstraße – maßgeblich vom Rundfunkpionier Walter Mayer konstruiert – sendete im September und Oktober 1951 eventuell das erste regelmäßige deutsche Fernsehprogramm der Nachkriegszeit.

1951 wurden die ersten Fernsehempfänger in einer neuen Fabrikhalle gefertigt – der Standort und das Unternehmen wuchsen rasant. Grundig war zu dieser Zeit Europas größter Rundfunkgerätehersteller. Unternehmen aus Nürnberg, Frankfurt am Main und Karlsruhe wurden aufgekauft, darunter die Adlerwerke und Triumph. Beide Werke fusionierten 1956 zur Triumph-Adler AG und produzierten seither nur noch Büromaschinen, jedoch nicht unter der Bezeichnung Grundig, sondern mit eigenen Namen. 1955 war Grundig der größte Tonbandgerätehersteller der Welt und beschäftigte 8.600 Arbeitskräfte, der Umsatz belief sich auf 150 Millionen Mark.

1960 entstand das erste Grundig-Werk im Ausland – in Belfast (Nordirland) wurden Tonbandgeräte gefertigt. 1965 folgte eine Fabrik für Autoradios in Braga (Portugal). Auch auf der Fürther Hardhöhe und in Nürnberg-Langwasser entstanden neue Fertigungshallen. 1965 war Grundig der größte deutsche Fernsehgeräteproduzent, 1966 verließ das 16 Millionste Gerät seit 1945 die Werke. (Quelle: wikipedia)

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Lehrlingsausbildung im Jahr 1959

Nun ja … und der Rest ist Geschichte … bis hin zum Niedergang der Firma …

Zur Geschichte der Firma Grundig gehören natürlich auch die Kataloge für die Verbraucher und hier ist ein ganz feines Beispiel aus dem Jahr 1959.

Ein wenig verblüfft ist man schon, wie viele unterschiedliche Produkte in den Sparten Fernseher und Radio damals im Angebot waren …

Und eine Fernsehkamera hatten sie auch schon im Angebot …

Für alle Freunde der gepflegten Nostalgie ein wunderbares Angebot … ein herzlichen Dank an den Leser dieses blogs, der mir es möglich gemacht hat, diesen Katalog (42 Seiten !) hier zu präsentieren !!!

 

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Ja, ja … Robert Lemke & Co. ….

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Das war ein Modell für die oberen Zehntausend … 3.650 DM … das war mehr als ne Stange Geld damals …

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Noch so ein Ungetüm …

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Illustrationen und Witzchen wie diese sollten den Katalog wohl auflockern …

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Die Rückseite des Katalogs

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Heute werden solche Prozesse zertifiziert …

 

 

 

Danyel Gerard – Starportrait – Neue Lieder in deutscher Sprache (1973)

FrontCover1Also, 1971 sorgte dieser französische Barde für einen ganz schön mächtigen Wirbel in der deutschen Schlagerszene und zwar … natürlich mit seinem Mega-Hi „Butterfly“:

Danyel Gérard (* 7. März 1939 in Paris; bürgerlich Gérard Daniel Kherlakian) ist ein französischer Schlagersänger und Komponist.

 

Gérard wurde als Sohn eines Armeniers und einer Italienerin in Paris geboren, wuchs aber überwiegend in Rio de Janeiro auf. 1953 kehrte er nach Paris zurück und war unter anderem Chorknabe in der Kirche Notre Dame. Später spielte er in der Rock’n’Roll-Band „The Dangers“. Von 1959 bis 1961 war er als Soldat in Nordafrika. Anschließend tingelte er als Sänger und Gitarrist durch Bistros. Er begann zu komponieren und schrieb unter anderem Titel für Stars wie Johnny Hallyday, Sylvie Vartan, Dalida, Richard Anthony, Caterina Valente und Udo Jürgens.

Gérards erste eigene Aufnahme als Sänger war Memphis Tennessee. Seinen Durchbruch hatte er 1971 mit Butterfly, das er aufgrund des Erfolgs schließlich in sechs Sprachen aufnahm. Es war in mehreren Ländern wochenlang in den Charts, wurde mehrfach mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet und zählt mittlerweile zu den Evergreens. Das Lied fand auch Einzug in den Spielfilm Die tollen Tanten schlagen zu (Regie: Franz Josef Gottlieb). Bis heute ist das Lied Butterfly Gérards erfolgreichster Hit in Deutschland. 2003 wurde es in der RTL-Sendung Die ultimative Chartshow als erfolgreichster Hit in den deutschen Single-Charts der letzten 30 Jahre vorgestellt.

Nach ein paar weiteren Aufnahmen widmete sich Gérard wieder mehr dem Komponieren für andere. Er lebt auf einem Bauernhof in der Nähe von Paris. (Quelle: wikipedia)

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Na ja … er hatte also einen Hit, eine Eintagsfliege oder „One Hit Wonder“ wie die Briten sich auszudrücken pflegen.

Nach „Butterfly“ folgen weitere deutsche Aufnahmen, die hier auch die Sampler (eine sog. Club-Sonderauflage) zu hören sind.

Und erwarten jede Menge sentimental-kitschige Schmachtfetzen …

Ein wenig witzig zumindest „Teddybär“ … und Höhepunkt dieser irgendwie ganz schön schrägen LP ist dann ganz sicher „Halleluja – Jesus Christ“ (mit der epochalen Zeile „Er hängt am Kreuz in jener Nacht/Und was er wolle, war vollbracht/Hallelujah“)

Nun gut … kein Album für die Ewigkeit *ggg* … aber mit einem sehr hohem Drolligkeitswert …

Singles

Single Veröffentlichungen

Besetzung:
Danyel Gerard
+
eine bunte Schar unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Meine Stadt (Von Japan nach Amerika) (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 4.24
02. Teddybär (Juris/Gérard/Barnes) 2.33
03. Harlekin (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 3.35
04. Marie-Jeabel (Juris/Gérard/Barnes) 3.18
05. Caroline (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 3.41
06. Halleluja – Jesus Christ (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 3.35
07. Sie war nicht schön (Juris/Gérard/Bernet) 4.09
08. Nur wer wagt, gewinnt (Juris/Gérard/Barnes) 3.48
09. Du bist da (Juris/Gérard/Bernet) 4.04
10. Einsamer Clown (Juris/Gérard/Barnes/Bernet/Loose) 3.42
11. Butterfly (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 3.26

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