Knut Kiesewetter – Springe nicht in mein Boot (1978)

FrontCover1Seit den 60er Jahren hat der Knut Kiesewetter bei mir einfach einen Stein im Brett … vermutlich weil er doch ein ganz schön musikalische Spannbreite hatte … und wer dies so ganz ausführlicher wissen will, kann sich natürlich informieren und zwar hier.

Hier hören wir ihn als wirklich bemerkenswerten Liedermacher der seine durchgehend anspruchsvollen Texte, miteiner Schar von veriertedn Musikern ganz fein und sensiblen instrumentiert.

Da ist kein Bombast, da klingen die leisen Töne und entfalten eine große Wirkung.

In seinen besten Momenten erreicht er das Niveau eines Reinhard Meys („Bin ich denn schon konservativ“) … und das will schon was heißen.

Textlich konnte und wollte er wohl nicht hinter dem Berg halten mit seiner Sicht der Dinge, und nimmt er kein Blatt vor dem Mund, z.B. bei Liedern wie „Euer Scheinheiligkeit“, „Wachlied“, oder „Der Ritt nach Westen“.

Hits Hits Hits Hits Hits Hits Musiksendung Deutschland 1978 Mitwirkende Knut Kiesewetter Cop

Knut Kiesewetter in der ZDF Musiksendung „Hits, Hits, Hits Hits, Hits“, 1978 

Aber auch Momenta von privatem Glück kommen nicht zu kurz („Gleiten“, „Komm, wir geh’n in die Matten“)

Gelegentlich zelebriert er seine Liebe zur Gospelmusik („Springe nicht in mein Boot).

Und seine eigene ersion von „Morning Has Broken“ ist auch mehr als hörenswert.

Von daher ein längst vergessenes Album … höchste Zeit also,  dass es in einem blog wie diesem, wieder mal hervorgekramt wird.

Und ich freu mich jetzt schon wie ein Schnitzel, wenn ich demnächst mal eine wunderbare Zusammenstellung seiner Jazz-Seite hier präsentieren kann und werde.

BackCover1

Besetzung:
Vic Abram (guitar)
Rainer Bach (pedel steel-guitar)
Werner Becker (piano)
Stefan von Dobrzynski (saxophone, flute)
Detlef Hagge (zink)
Knut Kiesewetter (guitar, vocals, percussion)
Ulli Kliem (harmonica)
Walfried Kohlert (trombone)
Peter Kuchta (violin)
Jan-Rasmus Mahler (bass)
Pete McCrory (guitar, banjo)
John O´Brien-Docker  (guitar, mandoline)
Helga Schmedecke (vibraphone, glockenspiel)
Manfred Sperling (dums, percussion)
Harald Strutz (trombone)
Karl-Heinz Vögler (trombone)

Single

Titel:
01. Springe nicht in mein Boot 4.26
02. Euer Scheinheiligkeit 3:31
03. Gleiten 3.02
04. Komm, wir geh’n in die Matten 3.46
05. Wachlied 4.11
06. Ohne dich zu sein 2.45
07. Die Jagd nach dem Glück 4.39
08. Morgenlicht 3.35
09. Der Ritt nach Westen 5.53
10. Bin ich denn schon konservativ 2.49
11. Gebrauchtwagen 3.45

Musik und Texte Knut Kiesewetter.
außer bei 08.: Traditional („Morning Has Broken“)

LabelB1

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Ihr Herren in schwarz so bieder
sorgt euch ums Seelenwohl
Und was Gemeindeglieder
Und jeder wählen soll

Mit Gott und Katechismus
seid ihr zum Kampf bereit
Gegen den Sozialismus
Euer Scheinheiligkeit

Oh weißen Herren warten 
wie in Südafrika 
Seid ihr nicht aufzuhalten
Ihr seid mit ihnen da

Den Schwarzen wie zum Hohne
Habt ihr den Trost bereit
Dass Gott die Arme lohne
Euer Scheinheiligkeit

KnutKiesewetter02

Knut Kiesewetter (* 13. September 1941 in Stettin; † 28. Dezember 2016 in Garding)

Robert Long – Homo Sapiens (1981)

FrontCover1Als Robert Long im Dezember 2006 verstarb, veröffentlichte des Branchenmagazin „Musikwoche“ einen Nachruf, der insbesondere deshalb so wertvoll ist, weil Michael Kunze zur Feder griff:

„Am 13. Dezember verstarb der niederländische Liedermacher Robert Long an Krebs.
Long begann seine Karriere in der niederländischen Kabarettszene. Seine Songs wurden in den Übersetzungen von Dr. Michael Kunze in den frühen 80er-Jahren auch in Deutschland sehr populär, vor allem spöttisch-bissige Nummern wie „Feste Jungs“. Sein bekanntestes Album „Homo Sapiens“ kam 1981 auf Platz 27 in den deutschen Longplay-Charts, „Hinter dem Horizont“ brachte es 1986 auf Rang 56.

In Holland und Belgien war Long auch als Fernsehmoderator beliebt, er schrieb Zeitungskolumnen, Fernsehdrehbücher und Bühnenstücke, darunter gemeinsam mit Dimitri Frenkel Frank das erfolgreiche Musical „Tschechow“. Nach einem überstandenen Herzinfarkt hegte er auch für Deutschland wieder Tourpläne. Das Doppelalbum „Seine Lieder“ mit seinen schönsten deutschsprachigen Aufnahmen soll laut Karin Wirthmann (Blue Box Music & Media) nun posthum im Januar 2007 auf seinem eigenen Label Sound Of The Seas erscheinen. Der Vertriebspartner steht noch nicht fest.

Der bekannte Liedtexter Dr. Michael Kunze, der für die deutschen Übersetztungen von Longs Liedern verantwortlich zeichnet, verfasste zur Erinnerung an seinen Freund folgenden bewegenden Nachruf:

Text In der Sonne„Er war ein Stern am weiten Himmel der europäischen Popmusik. Kein greller Komet, kein blinkender Planet. Klein aber nur deshalb, weil er Lichtjahre entfernt war vom Super- und Megastarkult unserer Wegwerfbranche.

Der Holländer Robert Long verweigerte sich jedem Klischee und jeder Vereinnahmung. Auch ihn führte zunächst seine Begeisterung für Elvis und die Beatles zur Musik. Erste Chartserfolge in den Niederlanden machten ihn als Sänger bekannt. Weil ihn aber die Produktion von Tageshits bald anödete, begann er Lieder zu schreiben, die von seinen eigenen Gefühlen erzählten. Durch zahllose Live-Auftritte in der niederländischen Kabarettszene wurde er rasch zu einem der bekanntesten ‚Liedermacher‘ Hollands.

Seine Musik ist eingängig und unverkrampft emotional. Aus seinen Texten spricht ein kritischer Geist und eine verletzliche Seele. Nichts in seinen Liedern ist gekünstelt oder auf Effekt berechnet. Es gibt keine ehrlicheren Songs.

Das sorgte manchmal für einigen Ärger. Als 1979 seine erste Platte in Deutschland erschien (‚Über kurz oder lang‘), sah sich die EMI zur Zensur genötigt. Einer der Titel (‚Jesus führt‘) missfiel der katholischen Kirche, die sich zu Recht angegriffen fühlte. Ein Wagnis war auch Roberts offener Umgang mit seiner Homosexualität. Dass ein Mann ein Liebeslied für einen anderen Mann sang (‚Warum heulst du denn?‘), war Anfang der 80er-Jahre ein Novum in der deutschen Musikbranche.

Er konnte bitter sein (‚Lebenslänglich‘), ironisch (‚Feste Jungs‘), bissig (‚Morgen sind wir tolerant‘), doch am tiefsten berührte er durch seine leisen Lieder. Sein trotziger Abschied vom Vater, der ihm schmerzhaft fremd geblieben war (‚Pa‘), seine Beschreibung einer tapferen Trennung (‚Stark sein‘) und seine Erinnerung an eine große Liebe (‚Thorbeckeplatz‘) sind bewegende Zeugnisse eines Empfindsamen.

In allem, was er als Künstler und Mensch tat und sagte, war Robert Long authentisch. Das Rollenspiel, die Attitüde und vor allem die Lüge in allen ihren Formen waren ihm verhasst. Wer das Glück hatte, ihm persönlich zu begegnen, lernte einen stillen, freundlichen und hochintelligenten Mann kennen. Sein Blick war offen, sein Lächeln entwaffnend, sein Auftreten bescheiden. Er war, nicht nur wegen seiner 1,92 m einer der Großen.

Robert Long ist am 13. Dezember 2006 an einer Krebserkrankung gestorben. Mag sein, dass die Musikbranche, die ihn ohnehin weitgehend ignorierte, sein Fehlen gar nicht bemerkt. Doch für die vielen, die ihn kannten und nicht vergessen werden, hat sich der Himmel verdunkelt.“

RobertLong

Und auch auf diesem Album gibt es wahrlich keine leicht Kost zu verdauen.

Und ich wiederhole mich jetzt, denn bereits bei meinem ersten Beitrag über Robert Long schrieb ich: „Selten habe ich ein Album gehört, dass sich auf all jene schmerzlichen Seiten des Lebens konzentriert wie dieses. Wehmut, Verzweiflung, Resignation sind die Farben dieses Albums“.

Ergänzend dazu fällt bei diesem Album auf, dass er sich ganz offen auch mit der gleichgeschlechtlichen Liebe auseinanderzusetzen. Und politisch, ja hochpolitisch war er bei diesem Album auch …

Das Album wurde bereits 1979 in den Niederlanden aufgenommen und erschien dort bei EMI. Warum die es dann nicht gleich auch in Deutschland veröffentlicht hatten, versteht kein Mensch. Stattdessen erschien die deutsche Ausgabe bei der Konkurrenz Polydor.

Und der Michael Kunze wird mir immer sypathischer …

Text Jeder Mensch ist einsamBesetzung:
Eef Albers (guitar)
Lex Bolderdijk (mandolin)
Rudy Bosch (trombone)
Wim Brieffies (saxophone)
Ruud Brink (clarinet, saxophone)
Fons Diercks (trumpet)
Pieter v.d. Dolder (trombone)
Wim Essed (bass)
Leo Gerritsen (saxophone)
Jos Hermeler (drums, percussion)
Wim Hogervorst (banjo)
Hans Jansen (piano)
Henk Knöps (oboe)
Hans Koppes (tuba)
Jaap Leben (trumpet)
Chris Lookers (guitar)
Harry Mooten (accordion)
Nard Reijnders (clarinet)
Peter Schön (synthesizer)
Koos Seriese (bass)
Harry Verbeke (saxophone)
Gerbrand Westveen (saxophone)
+
De Waagzangertjes (children choir)
+
Background vocals:
Harry Sibum – Koos Mark – Wim Brieffies – Wim Voorhaar

Inlet der niederländischen Ausgabe

Titel:
01. Homo Sapiens 4.18
02. Mit viel Gefühl 3.52
03. Jos 6.46
04. Du bist erst 17 2.33
05. Du und Ich 5.25
06. Krebserreger 4.12
07. Er sagte: „Schatz…“ 2.53
08. Jeder Mensch ist einsam 3.29
09. In der Sonne 4.26
10. Tolerant 5.32

Musik: Robert Long
Texte: Robert Long/Michael Kunze

Labels der niederländischen und deutschen Ausgabe

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Linkshänder

Klaus Hoffmann – Veränderungen (1982)

FrontCover1Klaus Hoffmann (eigentlich: Klaus-Dieter Hoffmann, * 26. März 1951 in Berlin) ist ein deutscher Sänger, Schauspieler, Autor und Liedermacher.

Klaus Hoffmann wurde als einziges Kind des Finanzbeamten Erich[2] und der Fabrikarbeiterin Waldtraud Hoffmann geboren und wuchs in der Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg auf. Einschneidendes Erlebnis seiner als einsam beschriebenen Kindheit war der frühe Tod des Vaters im Jahr 1961. Dieser hatte, an Diabetes und einem Herzfehler leidend, sein musikalisches Talent und seine künstlerischen Ambitionen nicht verwirklichen können und unter der Enge und Eintönigkeit seiner Tätigkeit im Finanzamt gelitten.

Nach dem Realschulabschluss 1967 absolvierte Hoffmann eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann für Stahl und Eisen bei Klöckner-Eisenhandel GmbH & Co. KG.[9] In dieser Zeit begann Hoffmann seine Laufbahn als Liedermacher mit ersten Auftritten in Berliner Szenekneipen. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung unternahm er 1969 eine Reise nach Afghanistan, die ihn mehrfach in lebensbedrohliche Situationen brachte. 1970 begann er eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule in West-Berlin. Neben seiner Schauspielausbildung arbeitete er intensiv an seiner Karriere als Liedermacher.

KlausHoffmann1968.jpg

Klaus Hoffmann, 1968

Ab 1974 erhielt Hoffmann Engagements an der Freien Volksbühne Berlin unter Intendant Kurt Hübner und am Hamburger Thalia-Theater unter Intendant Boy Gobert. Er spielte in mehreren Film- und Fernsehproduktionen mit, so etwa in Ingmar Bergmans Das Schlangenei oder Tom Toelles Die Kameliendame. Einem breiten Publikum wurde Hoffmann bekannt durch die Titelrolle in der Verfilmung von Ulrich Plenzdorfs Die neuen Leiden des jungen W. Für diese Rolle wurde er mit dem „Bambi“ sowie der „Goldenen Kamera“ der TV-Zeitschrift Hörzu ausgezeichnet.

Sein erstes Album Klaus Hoffmann erschien 1975. Die ausnahmslos von ihm selbst geschriebenen Lieder des 1978er Albums Was fang ich an in dieser Stadt? drehten sich überwiegend um seine – damals geteilte – Heimatstadt Berlin. 1978 erhielt Hoffmann für seine Lieder den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson. 1979 folgte seine erste große, ausverkaufte Deutschland-Tournee sowie 1980 der Deutsche Schallplattenpreis für die LP Westend. Hoffmann hat bis heute mehr als 40 Alben eingespielt.

Reinhard Mey

Mit Reinhard Mey

Im Jahr 2006 nahm Hoffmann den Kulturpreis der Boulevardzeitung B.Z. in Empfang und forderte in seiner Dankesrede, dass die Kunst- und Kulturförderung nicht den Banken überlassen werden dürfe.

Am 27. März 2011, einen Tag nach seinem 60. Geburtstag, feierte Klaus Hoffmann seinen runden Geburtstag im Berliner Friedrichstadt-Palast mit zahlreichen Wegbegleitern, allen voran Reinhard Mey. Weitere Gäste des über vierstündigen Konzerts, das bereits Monate zuvor ausverkauft war, waren Hannes Wader, Herman van Veen, Lydie Auvray, Romy Haag, Rolf Kühn und Robert Kreis. Im selben Jahr trat er bei Songs an einem Sommerabend auf, genau so wie auch 2014 und 2016.

Hoffmann verbindet eine enge Freundschaft mit dem Liedermacher Reinhard Mey, den er in seiner Autobiografie als seinen „Bruder“ bezeichnet. Mey schrieb anlässlich des 60. Geburtstags von Klaus Hoffmann sein Lied Für Klaus; beide Künstler haben diverse Lieder wie Alle Soldaten woll’n nach Haus, Schenk mir diese Nacht sowie Meine Zeit gemeinsam aufgenommen.

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Klaus Hoffmann und Malene Staeger

Seit August 2001 ist Klaus Hoffmann mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Malene Staeger verheiratet; als Trauzeugen fungierten Hella und Reinhard Mey. Klaus Hoffmann lebt in seiner Heimatstadt Berlin und geht regelmäßig nach jedem neuen Album auf ausgiebige Deutschlandtournee.

Am 1. Oktober 2019 wurde Klaus Hoffmann der Verdienstorden des Landes Berlin verliehen.

Musikalisch gleichermaßen von amerikanischen Singer-Songwritern wie Bob Dylan sowie vom französischen Chanson und dem spezifischen Berliner Chanson in der Tradition von Harald Juhnke und Hildegard Knef beeinflusst, sind Hoffmanns Texte bestimmt von der Auseinandersetzung mit seiner Kindheit im kleinbürgerlichen Nachkriegs-Berlin (Berlin, Was fang ich an in dieser Stadt?, Brett vorm Kopp, Der Boxer, Kreuzberger Walzer, Man vergisst nichts, Die Straßen von Berlin, Der König der Kinder, Hoffmann-Berlin) sowie der Aufbruchstimmung der 68er-Generation, die sich gegen die Enge und Ängstlichkeit der Elterngeneration auflehnte (Estaminet, Die Mittelmäßigkeit, Das alte Lied, Ein neuer Anfang, Sechseinhalb Uhr morgens). Durchgehendes Motiv in Hoffmanns Liedern ist dabei der Konflikt zwischen der Wärme und der kindlichen Geborgenheit des Vertrauten auf der einen Seite sowie dem Aufbegehren angesichts der Möglichkeiten und Herausforderungen des Unbekannten, der nur über die Versöhnung mit der Widersprüchlichkeit der eigenen Geschichte und der Berlins gelöst werden kann (Sehen, Stille, Wenn du liebst, Wenn ich sing, Morjen Berlin, Berliner Sonntag, Wenn ich dich wiederseh, Ich glaub noch dran, Hier bin ich zu Haus).

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Hoffmann gilt als der führende deutsche Interpret des belgischen Chansoniers Jacques Brel, dessen Musik er als Zündfunken seiner Befreiung aus Elternhaus und Kleinbürgertum beschrieb. Bereits Hoffmanns erstes Album (1975) enthielt Versionen der Brel-Titel Ces gens-là (So sind hier die Leute), Amsterdam und Adieu Emile, wobei er in zwei Fällen deutsche Textadaptionen von Heinz Riedel übernahm. Auch das Nachfolgealbum Was bleibt? von 1976 enthielt zwei von Brel geschriebene Lieder, Marieke und Geh nicht fort von mir (Ne me quitte pas). 1977 folgte das Live-Doppelalbum Ich will Gesang, will Spiel und Tanz mit all diesen Stücken und den beiden Brel-Songs Mein Flanderland (Le plat pays) und Allein.

Ermöglicht durch den Kontakt zu Therèse Brel, der Witwe Jacques Brels, begann Hoffmann 1996 mit der Arbeit an dem Musical Brel – die letzte Vorstellung. Darin blickt der sterbenskranke Brel auf sein Leben, indem er es durch seine Chansons – gesungen in deutscher Übersetzung – Revue passieren lässt. Am 12. Juni 1997 fand die Premiere des Musicals im Schillertheater in Berlin statt. Im gleichen Jahr erhielt Hoffmann hierfür die „Goldene Europa“ für das „Bühnenereignis des Jahres“.

Mit seinem Programm „Klaus Hoffmann singt Jacques Brel. Wenn uns nur Liebe bleibt“ ging Hoffmann 2006 und 2007, nur begleitet vom Pianisten Hawo Bleich, auf Tournee. Am 9. Oktober 2008 trat er anlässlich des 30. Todestages von Jacques Brel mit seinem Programm im „Maison Heinrich Heine“ in Paris auf.

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Mit dem Programm „Klaus Hoffmann singt Brel“ geht Klaus Hoffmann im Jahr 2020 erneut mit seinem Pianisten Hawo Bleich auf Tournee durch Deutschland und Luxemburg. Das Programm feierte am 17. Februar 2020 im Osnabrücker Theater am Domhof Premiere.

Im Jahre 2000 erschien Klaus Hoffmanns erster Roman unter dem Titel Afghana, der Aufbruch und Reise des Protagonisten durch das Afghanistan der späten 60er Jahre beschreibt. 2004 wurde sein zweiter Roman Der Mann, der fliegen wollte veröffentlicht, den Klaus Hoffmann, begleitet am Klavier von Hawo Bleich, auf einer großen Lesereise mit Musik in ganz Deutschland vorstellte. Im Februar 2011 erschien schließlich Klaus Hoffmanns dritter Roman Phillip und die Frauen, der wie die vorigen Romane stark autobiographische Züge aufzeigt. Seine Autobiografie mit dem Titel Als wenn es gar nichts wär erschien im Oktober 2012. (wikipedia)

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Und hier ein weiteres, aus meiner Sicht, sehr beeindruckendes Album von Klaus Hoffmann:

1982 war Klaus Hoffmann als Sänger schon gut im Geschäft. Die Schauspielerei klang mehr oder weniger aus, der Weg in die Zukunft war voll und ganz auf die Musik ausgerichtet. Nach dem tief-bewegenden -Westend-, für mich bis heute eines der besten Hoffmann Alben überhaupt, und vor dem verspielten -Ciao Bella- erblickte das Album -Veränderungen- das Licht der Welt. Bis auf wenige Ausnahmen sind die 12 Lieder auf -Veränderungen- nicht Hoffmann-typisch. Es hört sich fast an, als wäre der Berliner Sänger auf der Suche nach einer musikalischen Richtung, der er folgen soll. Wer alle Hoffmann Alben kennt, der weiß: 1982 war dieser kleine Stilbruch in der Hoffman-Erfolgsgeschichte zu verzeichnen. Heute hört man die Songs von -Veränderungen- nur noch selten. Sie sind einfach anders. Ich lege die CD immer wieder mal in den Player, denn hörenswert sind die Lieder allemal. Für Hoffmann-Hörer sowieso.

Single

Lieder wie -So wie ich bin, Mir geht’s ähnlich, Nur mal so sein, und Ich fühl mich gut- sind klassische Selbstreflexionen, die Hoffmann mit starken Texten ausgestattet hat. -Sind da auch so viele Steine- ist noch am ehesten ein typischer Hoffmann Song. -Veränderungen, Mann o Mann, und Er dachte- sind tiefsinnige Lieder mit jeder Menge Nachdenklichkeit. Alle Lieder sind mit starken Musikern eingespielt. -Veränderungen- ist und bleibt ein Stein am Wegesrand der Karriere von Klaus Hoffmann. Ein Album, das nicht leicht zugänglich und relativ unbekannt ist. Wer Klaus Hoffmann nicht kennt, sollte zunächst Bekanntschaft mit anderen Alben des Sängers machen. Wer Hoffmanns Musik liebt, für den ist -Veränderungen- ganz sicher ein MUSS für die eigene Sammlung. (Thomas Knackstedt)

Stehst du vor ’ner Mauer, reiß sie ein
Schaffst du’s nicht allein
Dann such dir Freunde
Bist du isoliert, dann mach dich frei
Schaffst du’s nicht allein
Dann such dir Freunde.
Glaub an dich, glaub an dich
Zweifeln ist in Ordnung
Aber einmal kommt der Augenblick,
Da mußt du handeln,
Sonst bleibst du immerzu dein eigener Gefang’ner.
Mit der Angst zu leben reicht nicht aus
Wenn die andern schweigen,
Mußt du laut sein.
Lachen dich die Mächtigen auch aus.
Mensch, wenn die vom Frieden reden,
Kann bald Krieg sein.
Glaub an dich, glaub an dich
Ruhe ist in Ordnung
Aber einmal kommt der Augenblick,
Da mußt du laut sein,
Sonst wirst du unbemerkt auf einmal völlig still sein.
Jeder kann was tun,
Du brauchst nicht zu verzweifeln.
Es geth auch auszuruh’n
Und Schwächen zu begreifen.
Hast du Angst vor Krieg, dann schrei es raus.
Vielleicht wird es morgen schon zu spät sein
Es sieht ja alles danach aus,
Wofür üben die
Denn mal muß doch Premiere sein
Glaub an dich, glaub an dich
Warten ist in Ordnung
Aber einmal kommt der Augenblick,
Da mußt du da sein,
Sonst wirst du unbemerkt auf einmal völlig weg sein.
Jeder kann was tun,
Du brauchst nicht zu verzweifeln.
Es geht auch auszuruh’n
Und Schwächen zu begreifen.
Stehst du vor ’ner Mauer, reiß sie ein
Schaffst du’s nicht allein
Dann such dir Freunde
Bist du isoliert, dann mach dich frei
Schaffst du’s nicht allein
Dann such dir Freunde.
Glaub an dich, glaub an dich
Ruhe ist in Ordnung
Aber einmal kommt der Augenblick,
Da mußt du laut sein,
Sonst wirst du unbemerkt auf einmal völlig still sein.
Völlig still sein, völlig still sein, völlig still sein

Hier hören wir ein verdammt ehrliches und zugleich hoffnungsvolles Album … da wird nichts beschönigt und zugleich auch viel Mut gemacht, sich auf den Weg zu machen … einen Weg in dem man auch alten Ballast abwerfen kann.

Und wer bei „Ich dachte“ keine Gänsehaut bekommt … nun, dann kann ich auch nicht mehr helfen.

BackCover1

Besetzung:
Martin Cyrus (guitar, vocals)
Klaus Hoffmann (vocals)
Stefan Holm (drums)
Thomas Holm (vibraphone, percussion)
Dave Kreitner (saxophone)
Matthias Raue (keyboards, vocals)
Stefan Warmuth (bass)

Inlet01Titel:
01. Veränderungen 3.29
02. So wie ich bin 4.37
03. Mann o Mann 3.07
04. Aber wenn, dann ganz 3.59
05. Mir geht’s ähnlich 4.11
06. Zu den Wurzeln zurück 3.18
07. Nur mal so sein 3.31
08. Ich fühl‘ mich gut 3.18
09. Er dachte 4.31
10. Glaub an dich 2.37
11. Durchs Tor der Schatten 3.37
12. Sind da auch so viele Steine 5.00
+
13. Liebe Freunde (Video; Corona-Lied 2020)

Musik und Texte: Klaus Hoffmann

LabelB1

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Und hier einer dieser Texte, der auch soviel mit mir mir und meinem Leben zu hat:

Es gibt Momente in mir
Da habe ich mich lieb
So wie ich bin
Da seh ich alle Fehler an mir
Und mag mich
So wie ich bin
Da frag ich nicht
Wie muß ich sein
Um dir gut zu gefallen
Da bin ich einfach
So wie ich bin.

Es gibt Momente in mir
Da lasse ich mich los
So wie ich bin
Da halte ich mich nicht mehr fest
Und bin doch so wie ich bin
Da möchte ich kein andrer sein
Um dir gut zu gefallen
Da bin ich einfach
So wie ich bin.

Ich spiele oft den starken Mann
Den Vater, den Retter, den Held
Ich habe mir das alles nicht ausgesucht
Laß dich dadurch nicht verwirren
Ich habe Angst, daß es nicht ausreicht
Laß dich dadurch nicht verwirren
Ich habe Angst, daß es nicht ausreicht
Laß dich dadurch nicht verwirren
Ich habe Angst, daß es nicht ausreicht
So wie ich bin.

Es gibt Momente in mir
Da habe ich mich lieb
So wie ich bin
Da fühle ich mich richtig wichtig
So wie ich bin
Da spür ich eine große Kraft
Die mich noch lieben läßt
Da bin ich glücklich
Da bin ich
So wie ich bin.

Ich spiele oft den starken Mann
Den Vater, den Retter, den Held
Ich habe mir das alles nicht ausgesucht
Laß dich dadurch nicht verwirren
Ich habe Angst, daß es nicht ausreicht
Laß dich dadurch nicht verwirren
Ich habe Angst, daß es nicht ausreicht
Laß dich dadurch nicht verwirren
Ich habe Angst, daß es nicht ausreicht
So wie ich bin …

Mehr von Klaus Hoffmann:
Mehr

Stephan Sulke – Ausgewähltes (1983)

FrontCover1Er ist ein Großmeister der leisen Töne:

Stephan Sulke (* 27. Dezember 1943 in Shanghai) ist ein Schweizer Liedermacher, Keyboarder und Gitarrist.

Sulke, Sohn Berliner Juden, wurde in China im sogenannten Shanghaier Ghetto geboren, weil seine Eltern vor den Nationalsozialisten geflüchtet waren. 1949 wollte die Familie nach Deutschland zurück, doch starb der Vater und seine Mutter heiratete in der Schweiz, so dass Sulke hauptsächlich dort aufwuchs. Gelegentlich kam er zu den Großeltern nach Berlin und auch in die USA.

1963 erschien in Paris unter dem Pseudonym „Steff“ seine erste Single Mon tourne-disque, für die er den Grand Prix du Premier Disque erhielt. 1965 veröffentlichte er in Deutschland die Single He, Little Blondie (Little Honda), in den USA eine weitere (Where Did She Go), die vor allem in den Südstaaten erfolgreich wurde. Deshalb veröffentlichte er bis 1967 weitere Singles in den USA, aber auch in Frankreich. 1967 kehrte er wieder in die Schweiz zurück und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Zürich und Bern, ohne einen Abschluss zu erlangen. Gleichzeitig veröffentlichte er unter verschiedenen Pseudonymen Schallplatten in Englisch und Französische Sprache.

StephanSulke1969 baute er sein eigenes Tonstudio in Biel, wo er für Künstler aus der Jazz- und Pop-Szene Aufnahmen machte. 1972 gründete er eine Elektronik-Firma für Studiotechnik in London, die später nach Biel verlegt wurde. 1974 erschienen dann unter seinem richtigen Namen seine ersten eigenen Lieder in deutscher Sprache. Er wurde bald im ganzen deutschsprachigen Raum bekannt und war auch in zahlreichen Fernsehsendungen zu Gast. Neben seinen eigenen Liedern schrieb er aber auch Texte für andere Künstler wie etwa Katja Ebstein oder Erika Pluhar. Das Lied Ich hab’ dich bloß geliebt wurde 1983 von Herbert Grönemeyer auf seiner LP Gemischte Gefühle gecovert.

1982 erschien sein wohl bis heute bekanntestes Lied Uschi. Damit erreichte er im Juli Platz 3 der ZDF-Hitparade. Daraufhin erschienen weitere Titel, die aber nicht mehr an den Erfolg von Uschi anknüpfen konnten. 1982 machte er auch als Buchautor von sich reden. Kekse hieß sein Werk, gefolgt von Liebe gibt’s im Kino (1984).

1987 zog sich Sulke zunächst aus der Branche zurück. Ab 1991 arbeitete er mit dem Architekten Kurt Feldweg in Berlin an verschiedenen Bauprojekten.

StephanSulke2Im Frühjahr 1994 meldete sich Sulke mit schweren Kopfverletzungen an der polnischen Grenze bei der Polizei in Frankfurt (Oder); er gab an entführt und verprügelt worden zu sein. Da sein 500er Mercedes später ausgebrannt aufgefunden wurde, spekulierte die Polizei auf die sogenannte Auto-Mafia als Täter.

Danach zog sich Sulke 1994 zeitweilig aus der Öffentlichkeit zurück. 1999 brachte er aber eine neue CD heraus, und im Jahr 2000 war er auch wieder auf der Bühne zu sehen und tourte erfolgreich durch Deutschland und die Schweiz.

2001 geriet Sulke in die Schlagzeilen, da er bei seinen Immobiliengeschäften auch einen Vertrag mit dem MDR geschlossen hatte. So wurde mit dem damaligen Leiter des MDR Udo Reiter 1992 ein Wohnungsbauprojekt vereinbart, da nach der Wiedervereinigung der Wohnungsmangel auch für MDR-Mitarbeiter spürbar war; aber unterm Strich dem MDR bis 2005 mehrere Millionen Euro Verlust einbrachte.

2002 trat Sulke auch als Maler und Bildhauer in Erscheinung. In Frankfurt am Main war seine Ausstellung Bilder und Skulpturen von Stephan Sulke zu sehen.

2005 schrieb Sulke zusammen mit Christian Berg das Kindermusical Heidi.

Zeitungsartikel

Eigentlich mag ich ja solche Sampler gar nicht so recht. Hier mache ich mal ne Ausnahme. Zum einen dachte ich mir, dass „Ausgewähltes“ ein kleiner, aber feiner Überblick über seine „ersten Jahre“ als Liedermacher sind und zum anderen befinden sich fünf bis dahin unveröffentlichte Versionen auf der LP.

Mir hat´s dabei ganz besonders „Mein lieber Onkel May“ angetan, eine liebevolle Hommage an Karl May, jenen Autor, der so vielen Jungs glühende Backen geschenkt hat.

Wer sich von der Poesie des Stephan Sulkes gefangen nehmen will .. bitteschön ! .

InletsBesetzung:
Stephan Sulke (vocals, guitar, keyboards)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1Titel:
01. Lotte 3.00 (*)
02. Mein lieber Onkel May 2.09 (*)
03. Ulla 2.26 (*)
04. He du da 1.49
05. Der Mann aus Rußland 2.49 (*)
06. Ich hab dich bloß geliebt 3.04
07. Mensch Johnny 3.08
08. Heut seid ihr alle eingeladen 2.56
09. Butzi 2.09
10. Den einen noch 3.23
11. Schnulzensingender Poet 2.20
12. Bist wunderbar 2.51
13. Uschi 1.50
14. Die Moral 4.05
15. Die andere 2.39
16. Der Typ von nebenan 3.55 (*)

Musik und Texte: Stephan Sulke

(*) bisher unveröffentlichte Versionen

LabelB1

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Mein lieber Onkel May, das war ein toller Mann.
Mein lieber Onkel May, an den kam keiner ran.

Wie der mich mit auf Reisen nahm in seine heile Welt,
so mitten aus den Schulaufgaben, komm wenn’s dir gefällt,
da tauschte ich mein Zimmer und bekam wein weites Sternenzelt.
Bei dem war alles klar, da gab’s nur Böse oder gut,
der eine war der Feuerhans der andre war der Shout,
und manchmal floss dabei ein wenig Blut.

Mein lieber Onkel May, war das ein toller Mann.
Mein lieber Onkel May, an den kam keiner ran.

Wie der doch immer alles ohne Zögern gleich verstand,
der konnte einen Vogel treffen, mit der linken Hand,
und ich saß schön im Feuerschein in einem wilden fremden Land.
Mit dem, da ging das Reiten machmal ganze Tage lang,
des nachts, da schliefen wir an einem düstern Felsenhang,
und manchmal wurde mir ein bisschen bang.

Mein lieber Onkel May, das war ein toller Mann.
Zu schade, Onkel May, dass ich nicht mehr mit dir reiten kann.

Konstantin Wecker – Live In München (1981)

FrontCover1Ganz sicher einer der bedeutendsten Songpoeten, die wir „in diesem unserem Lande“ haben … auch wenn ich viele Jahre mich mit dem Konstantin Wecker schwer getan habe …

Hier ein weiteres Beispiel seiner unglaublichen Schaffenskraft … und zwar der komplette Live-Mitschnitt eines Konzertes im Münchner Circus Krone Bau (April 1981); dort spielte er vier Abende lang vor ausverkauften Haus … viel besser lässt sich ja nicht belegen, welche Kultstatus er damals schon hatte.

Und seine damaligen Live-Auftritte waren ja fast sowas wie musikalische Orgien … an Intensität kaum zu überbieten !

Wir hören also den wortgewaltigen frühen Konstantin Wecker  … vieles davon ordne ich als zeitlos ein … so manches lebt von dem Wecker typischen Pathos …. und wie immer hatte er eine Schar großartiger Musiker mit an Bord. Über die ausgeprägte Musikalität des Konstantin Weckers brauchen wir eigentlich auch nicht diskutieren.

Und ja … auch seine immer wieder klaren politischen Statements finden oftmals meine Zustimmung, wenngleich sie auch von einer gewissen Naivität geprägt sein mögen.

Konzertplakat1981

Aber … das ist dann halt auch der Wecker, der wohl genau in diesem Zeitraum mit seinem Kokain-Konsum begonnen hat, ein Konsum, der ihn dann an den Rand eines Abgrundes geführt hat. Berichte über den Zustand seiner Villa in Grünwald lassen einen schaudern.

Und vermutlich aufgrund dieses Kokain-Konsums wurde auch so ein Hedonist, der sich -mit Verlaub- im Jahre all der Jahre zu einem kompletten Arschloch entwickelt hat. Und dies betrifft insbesondere seinen Umgang mit Frauen … seine ex- und hopp Mentalität dieser Jahre darf und muss auch mal angesprochen werden …

Und dies ist der Grund, warum ich immer wieder mal meine liebe Mühe mit ihm hatte, denn, wenn sich einer aufschwingt, neue Werte zu predigen und selbst dann zügel- und rücksichtslos lebt … dann … nu ja … kommen mir Zweifel hinsichtlich der Authentizität.

Dennoch hier hören wir sage und schreibe 37 Lieder (und ja, natürlich war und ist er auch ein Poet) aus der Feder des Konstantin Wecker.

BackCover

Besetzung:
Willi Alt (horn)
Hildi Hadlich (violoncello)
Raymond Huber (keyboards, bass)
Toni Mattheis (trombone)
Markus Sing (guitar, percussion)
Konstantin Wecker (vocals, piano)
Dennis Werb (trumpet)

Booklet

Titel:

CD 1:
01. Oamoi von vorn ofanga 7.19
02. Fragwürdig 2.05
03. Endlich wieder unten 4.11
04. Und doch läßt etwas Kirschen blühen im April 1.23
05. Warum sie geht 3.27
06. Wenn man darüber rausschauen könnte 1.41
07. Genug ist nicht genug 5.10
08. Nächtens 6.20
09. Fragwürdig 3.34
10. Wenn der Sommer nicht mehr weit ist 4.48
11. Text zum Thema Sucht 5.15
12. Der Schutzengel 4.44
13. Der dumme Bub 3.59
14. Statistisch erwiesen 2.06
15. Vater, laß mi raus 4.11
16. Tod Eines Familienvaters 2:40
17. Manchmal weine ich sehr 4.08
18. Es sind nicht immer die Lauten stark 2.35
19. Wer nicht genießt ist ungenießbar 3.21

CD 2:
01. Fragwürdig 2.22
02. Liebesflug 3.25
03. Schafft Huren, Diebe, Ketzer her 4.05
04. Vaterland 5.00
05. Weckerleuchten 4.01
06. Lang mi ned o 6.20
07. In diesen Nächten 6.40
08. Zwischenräume 4.37
09. Bleib nicht liegen 4.00
10. Frieren 7.17
11. Lauscher hinterm Baum 3.19
12. Der alte Kaiser 5.37
13. Susi, oh Susi 5.56
14. Du bist so häßlich 4.42
15. Heut schaun die Madln wia Äpfel aus 3.53
16. Liebes Leben 1.04
17. Zirkus 2.21
18. Verabschiedung 0.50

Musik und Texte: Konstantin Wecker

CD2A

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CDBooklet02A

CDBooklet02B

Ein feines Dokument des damaligen Zeitgeistes

 

Robert Long – Tag, kleiner Junge (1984)

FrontCover1Der niederlänsiche Liedermacher Robert Long ist ein Paradebeispiel für die 80er Jahre und zwar im Bezug auf all jenen Menschen, die frauenbewegt und sozialkritisch waren, und alle jene Menschen, die sich so dringend wünschten, dass Männer endlich mal „weicher“ werden:

Robert Long (eigentlich Jan Gerrit Bob Arend Leverman; * 22. Oktober 1943 in Utrecht; † 13. Dezember 2006 in Antwerpen) war ein niederländischer Liedermacher.

Jan Leverman absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Schaufensterdekorateur und sang nebenbei in einer Amateurband, deren Musik beeinflusst war vom Beat und den frühen 1960er Jahren. Seine Unit Gloria hatte Erfolg mit niederländischen Schlagern. Dies war ihm jedoch zu langweilig und er begann, seine eigenen Texte zu schreiben. Leverman nannte sich fortan aufgrund seiner Körperlänge von 1,92 m Robert Long und hatte Anfang der 1970er Jahre erste Erfolge als Liedermacher. Seine erste Langspielplatte veröffentlichte er in den Niederlanden 1974. Sein Erfolg in Deutschland begann 1981 mit seiner zweiten deutschsprachigen LP Homo Sapiens. Seine holländischen Texte wurden von Michael Kunze ins Deutsche übertragen. Long schrieb außer den Texten auch die Musik selbst und arbeitete mit dem erfolgreichen Komponisten und Arrangeur Erik van der Wurff zusammen.

Robert Long bekannte sich von Beginn seiner Karriere an offen zu seiner Homosexualität. Seine Texte sind weitgehend autobiografisch inspiriert. Seine größten Erfolge hatte er in Deutschland zu Beginn der 1980er Jahre mit Liedern wie Feste Jungs, Wenn man mich mal fragen würde und Tolerant. Feste Jungs wurde auch von Katja Ebstein aufgenommen für ihr Album He du da. Weiterhin sang er die Titelmelodie der Fernsehserie Q & Q und die niederländische Titelmelodie der Kinderserie Gummibärenbande.

Nachdem erst wenige Tage zuvor bekannt gegeben worden war, dass er nicht mehr lange zu leben habe, starb Robert Long 2006 an einer Krebserkrankung. (Quelle: wikipedia)

Dieses Album erschien ursprünglich in Holland im Jahr 1983 bei EMI unter dem Titel “ Dag kleine Jongen“ und das Album ist alles andere als eine leichte Kost.

NLCovers

Die holländische Originalausgabe (1983)

Selten habe ich ein Album gehört, dass sich auf all jene schmerzlichen Seiten des Lebens konzentriert wie dieses. Wehmut, Verzweiflung, Resignation sind die Farben dieses Albums, z.B. bei „Verrückte Weiber“

Louise Maier, wohnhaft in der Goethestraße
schreckt auf aus ihren Träumen früh um vier
Mit Stiefeltritten brechen Männer durch die Tür
Sie hört Geschrei und sieht, noch ohne zu begreifen
wie Fremde ihren Sohn zu einem Auto schleifen
Erst hat sie Angst – dann packt die Wut sie immer mehr
Im Morgenmantel rennt sie raus, dem schwarzen Wagen hinterher
doch das ist sinnlos – sie ist zu alt
Die Polizei läßt dieser ganze Vorfall kalt
Die aufgeregte Frau im Nachthemd amüsiert sie sehr
So kriegt sie nicht mal eine Strafe für ihr Keifen.

Und auf dem Marktplatz stehen stumm
ein paar verrückte Weiber rum
Die kommen täglich – trotz Verbot der Polizei
Sie haben Trauerkleidung an
Die Zeitung meldet dann und wann
daß diese Frau’n nicht bei Verstand sind
und eine Schande für das Land sind
und daß Moskau sie bezahlt
für ihre dreiste Lügerei.

Isolde Schmidt hatte mehr Glück als Verstand
daß sie den Mann und ihre Söhne wiederfand
Ihr Mann lag tot in einem Bushc am Straßenrand
Und sie fand auch, nach einer Suche ohnegleichen
in einem Keller, voll von halbverfaulten Leichen
die beiden Söhne, von der Folter ganz entstellt
Frau Kreuz fragt bei Behörden an, wo man den Sohn gefangen hält
und stellt Gesuche allerseits
sie schreibt auch lange Briefe an das Rote Kreuz
Und abends sitzt sie in der Küche, tränenleer und ausgebrannt
mit der Hand über ein kleines Photo streichen.

Und auf dem Marktplatz stehen stumm
ein paar verrückte Weiber rum
Die kommen täglich – trotz Verbot der Polizei
Sie haben Trauerkleidung an
Die Zeitung meldet dann und wann
daß diese Frau’n nicht bei Verstand sind
und eine Schande für das Land sind
und daß Moskau sie bezahlt
für ihre dreiste Lügerei.

Maria Schulze wurde Zeugin des Verhörs
von ihrer Tochter, die ein Baby in sich trug
Sie sah, wie man sie mit dem Gummiknüppel schlug
und dann, als sie sich trotzdem weigerte zu reden
begann, ihr mit den Stiefeln in den Bauch zu treten
bis sie dann starb unter dem Kolben des Gewehrs
Nun werden sicher viele sagen, die Geschichte sei pervers
Solche Visionen gehn zu weit
Doch alles dies ist leider bitt’re Wahrheit
Verändert hab ich nur die Namen und die Orte Vers für Vers
als hätt‘ das alles was zu tun mit unserm Leben.

In Santiago stehen stumm
ein paar verrückte Weiber rum
Wen interessiert es? Südamerika ist weit –
Die Zeitung schreibt was, dann und wann
Wir denken: Was geht uns das an
Für uns ist das nur halb so wichtig
Und außerdem, womöglich richtig
wenn man behauptet, diese Weiber
sind im Kopf nicht ganz gescheit.

Nicht minder bitter ist dann auch das Lied „Die Nachbarin“:

Ich hab gesehn, wie’s mit der Nachbarin bergab ging
ihr der Mann starb, war auch sie nicht mehr sehr jung
Sie schloß sich ein für sieben Wochen
und ertrug ihr Leid ganz stumm
Nun ja, ihr Sohn der unten wohnt, hat ziemlich viel zu tun
Und sie saß oben ganz allein und kam vor Trauer um
Da war sie auf der andern Seite meiner Wand
Ich wohnte hier und ahnte wohl, wie’s um sie stand
und konnte auch nicht helfen, das ist dann das Blöde

Ich hab gesehn, wie meine Nachbarin verwelkte
Wenn sie die Blumen geß bei sich auf dem Balkon
stand sie mit rot verheulten Augen da, ich kannte das ja schon
und sprach mit ihr im verkrampft harmlosen Plauderton
Während sie mit den Tränen kämpfte, hörte ich den Sohn
wie er die Tür zuschob im Erdgeschoß ganz leis
Dem ging die Heulerei der Mutter auf den Geist
Ich ließ sie stehen, um meine Wohnung aufzuräumen

Ich hab gesehn, wie sich die Nachbarin ertränkte
Sie schwankte oft, wenn sie nach Haus kam aus der Stadt
Ich sah, wie sie die leeren Flaschen
auf den Mülll geworfen hat –
Ab und zu sprach ich noch mit ihr, doch sie war ziemlich knapp
Das Sich-zusammenreißen hat sie gründlich satt gehabt
Doch in der Nacht war sie allein mit ihrer Angst
und eines Morgens holte sie die Ambulanz

Ich hab gesehn, wie’s meine Nachbarin erwischt hat
auch wenn sie sich nochmal erholt, bevor sie stirbt
An jenem Abend lag ich neben meinem Liebsten
und fragte mich, wie das mit ihr wohl enden wird
Komisch, wie so was einem gleich den Tag verdirbt.

Die deutschen Übersetzungen besorgte übrigens Michael Kunze.

Robert Long sinniert über den „kleinen Jungen“ in sich, macht ich ein wenig lustig über Nicole´s „Ein bißchen Frieden“ (wir erinnern uns: Nicole trällerte sich mit diesem Lied an die Spitze des Eurovision Song Contest im Jahr 1982)

Und mehr als einmal muss man (aslo ich) arg heftig schlucken, ob der schmerzlichen Widrigkeiten des Lebens, über die Robert Long singt.

Die ganz große Anerkennung wie sie Herman van Veen erreichte, bekam er nicht. Vielleicht lag es ja auch daran, dass er schwul war, un die weiblichen Fans hier in Deutschland, dann doch lieber auch mal textlich angeschmachtet werden wollten ?

Einer der ganz wertvollen Liedermachen ist er dennoch gewesen. Wer gerade ein wenig depressiv ist, sollte sich allerdings dieses Album nicht anhören … die Texte schlagen einem auf den Magen !

RobertLongBesetzung:
Robert Long (vocals)
+
ein kleiner Haufen Studiomusiker

BackCover1Titel:
01. Tag, kleiner Junge  2.55
02. Der Frühling, der Frühling 3.04
03. Wenn du je fortgehst 2.51
04. Warum heulst du denn? 3.33
05. Bei uns herrscht Ordnung 3.46
06. Hat ein Kind noch eine Zukunft? 4.20
07. Verrückte Weiber 5.00
08. Total 2.39
09. Die Nachbarin 4.25
10. Werd auch ich wenn ich mal alt bin 2.28
11. Grabspruch 1.19
12. Toter Fisch 4.11

Musik und Texte; Robert Long
deutsche Übersetzungen: Michael Kunze

LabelA1

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Anzug

Man müsste mir schon verdammt viel Geld zahlen, damit ich einen solchen Anzug anziehen würde …

Wolf Biermann – 4 neue Lieder (1968)

FrontCover1Nun – wie angekündigt – jene Wagenbach EP die 1968 parallel zu dem Buch „Mit Marx- und Engelszungen“ erschien.

Es müssen recht abenteuerliche Wege gewesen sein, auf denen Wolf Biermann seine Kontakte in die BRD pflegte und auf denen auch diese Aufnahmen dann beim Wagenbach Verlag landete, hatte er doch seit 1965 ein Auftrittsverbot in der DDR.

Das stelle man sich mal vor:

Wolf Biermann ist der Sohn von Emma und Dagobert Biermann. Sein Vater, ein jüdischer Hamburger Werftarbeiter, der im kommunistischen Widerstand organisiert war, wurde 1943 im KZ Auschwitz ermordet. Er hatte Schiffe der Kriegsmarine sabotiert. Die Luftangriffe auf Hamburg im Sommer 1943 (Operation Gomorrha) überlebte Wolf Biermann dadurch, dass sich seine Mutter Emma mit ihm durch einen Sprung in den Nordkanal vor den Flammen des brennenden Stadtviertels Hammerbrook rettete.

Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Wolf Biermann den Jungen Pionieren bei und vertrat 1950 die Bundesrepublik Deutschland beim 1. Deutschlandtreffen der Jugend in der DDR. Er besuchte die Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg-Winterhude und war dort Klassenkamerad von Klaus-Michael Kühne.

WolfBiermann1961

Wolf Biermann, Studio IV des Deutschen Fernsehfunks, Berlin-Adlershof am 04.11.1961

1960 lernte Biermann Hanns Eisler kennen, der ihn nach eigener Aussage maßgeblich prägte. Biermann begann, Gedichte und Lieder zu schreiben. 1961 gründete er in Ost-Berlin das Berliner Arbeiter-Theater (b.a.t.). Seine Inszenierung des Stückes Berliner Brautgang, das vom Mauerbau handelt, wurde verboten, und noch vor der Premiere 1963 musste das Theater geschlossen werden. Über Biermann wurde ein befristetes Auftrittsverbot verhängt, das ein halbes Jahr währte. Außerdem weigerte sich die SED 1963 ohne Angabe von Gründen, ihn nach seiner Zeit als SED-Kandidat als Mitglied aufzunehmen.[6] Aus den nach der Wende gefundenen Stasi-Akten Biermanns geht hervor, dass die in der SED Zuständigen die Vorstellung hatten, Biermann müsse regelmäßiger Konsument aufputschender Drogen gewesen sein, und vor diesem Hintergrund eine Parteiaufnahme ablehnten.1953 übersiedelte er als Sechzehnjähriger kurz vor dem 17. Juni in die DDR, lebte in einem Schulinternat in Gadebusch bei Schwerin und begann nach dem Abitur 1955 ein Studium der Politischen Ökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin, das er 1957 abbrach, um bis 1959 als Regieassistent am Berliner Ensemble tätig zu sein. Danach studierte er bis 1963 Philosophie bei Wolfgang Heise und Mathematik an der Humboldt-Universität, bekam aber trotz erfolgreich verteidigter Abschlussarbeit im Fach Philosophie kein Diplom ausgehändigt. Die Urkunde erhielt er erst nachträglich am 7. November 2008, als ihm die Humboldt-Universität Berlin die Ehrendoktorwürde verlieh.

WolfBiermann1962

Wolf Biermann trat 1962 auf dem Lyrikabend mit politischen Liedern auf. Der Gastgeber des Abends Stephan Hermlin musste danach vor der Parteiführung Stellung beziehen und verlor seinen Posten als Sekretär der Sektion Dichtkunst und Sprachpflege in der Akademie der Künste.

Seinen ersten Gastspielauftritt in der Bundesrepublik hatte Biermann 1964. Im April 1965 trat er mit seinen Liedern in einem Kabarett-Programm von Wolfgang Neuss in Frankfurt am Main auf, dessen Aufnahme als LP unter dem Titel Wolf Biermann (Ost) zu Gast bei Wolfgang Neuss (West) erschien. Im selben Jahr veröffentlichte Biermann den Lyrikband Die Drahtharfe im Westberliner Verlag Klaus Wagenbach, im Dezember verhängte das 11. Plenum des ZK der SED ein totales Auftritts- und Publikationsverbot in der DDR gegen ihn. Das Ministerium für Staatssicherheit entwickelte daraufhin einen 20-Punkte-Plan zur „Zersetzung“ seiner Person.

Nachdem Biermann in dem Bemühen, eine Veröffentlichung seiner Lieder auf den DDR-Plattenlabels Amiga nicht auf immer unmöglich zu machen, über Jahre hinweg auf Schallplatten-Veröffentlichungen in der Bundesrepublik verzichtet hatte,[9] erschien 1968 seine erste eigene Langspielplatte Chausseestraße 131. Durch die mit dem Auftritts- und Publikationsverbot einhergehende Unmöglichkeit, ein professionelles Tonstudio zu nutzen, entstanden die Aufnahmen zu Chausseestraße 131 in Biermanns Wohnung mit Hilfe eines aus dem Westen geschmuggelten Grundig-Tonbandgeräts sowie eines Sennheiser-Mikrofons, das durch seine Kugelcharakteristik auch noch die Geräusche der vorbeifahrenden Straßenbahn einfing.[10] Für dieses Album erhielt er 1969 den Fontane-Preis, einen 1948 gestifteten Kulturpreis des Landes Berlin. Bei dessen Verleihung kam es zu einem Eklat, als Biermann den Preis – ebenso wie Peter Schneider, der den Förderungspreis erhalten hatte – öffentlich an die Außerparlamentarische Opposition weitergab. Außerdem überwies er 10.000 DM des Preisgeldes an den Anwalt Horst Mahler, der Rechtsbeistand für in der BRD politisch Verfolgte leistete. (Quelle: wikipedia)

AusbürgerungMan höre Wolf Biermann mit seiner brüchigen und zugleich aufbegehrenden Stimme, man lausche seinen Texten, voller Wut, manchmal aber auch voller Verzweiflung …

WolfBiermann1965

Wolf Biermann und Eva Maria Hagen auf dem Robert-Koch-Platz, Berlin-Mitte. 1965

Besetzung:
Wolf Biermann (vocals, guitar)

BackCoverTitel:
01. Drei Kugeln auf Rudi Dutschke 3.57
02. Ermutigung 2.43
03. Es senkt das deutsche Dunkel …  2.40
04. Noch 5.00

Musik und Texte: Wolf Biermann

LabelB1

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BiermannMerkel

Ja, ja …

Du, laß dich nicht verhärten
in dieser harten Zeit.
Die allzu hart sind, brechen,
die allzu spitz sind, stechen
und brechen ab sogleich.

Du, laß dich nicht verbittern
in dieser bittren Zeit.
Die Herrschenden erzittern
– sitzt du erst hinter Gittern –
doch nicht vor deinem Leid.

Du, laß dich nicht erschrecken
in dieser Schreckenszeit.
Das wolln sie doch bezwecken
daß wir die Waffen strecken
schon vor dem großen Streit.

Du, laß dich nicht verbrauchen,
gebrauche deine Zeit.
Du kannst nicht untertauchen,
du brauchst uns und wir brauchen
grad deine Heiterkeit.

Wir wolln es nicht verschweigen
in dieser Schweigezeit.
Das Grün bricht aus den Zweigen,
wir wolln das allen zeigen,
dann wissen sie Bescheid

Wolf Biermann – Mit Marx- und Engelszungen (1968 – 1976)

Marzx+Engelszungen01AEin aus meiner rückblickenden Sicht ungemein wichtiges Buch für all jene, deren Herz links schlägt.

Und Wolf Biermann war damals, als das Buch 1968 beim Wagenbach Verlag erschien in Ost und West in den „herrschenden Kreisen“ alles andere als beliebt, denn er mischte sich hie wie da auf seine ganz eigene und provozierende Weise ein.

Zur Einstimmung auf dieses Buch eine Rezension des Buches aus dem Spiegel vom 4.November 1968:

Wolf Biermann: „Mit Marx- und Engelszungen“. Wagenbach: 84 Seiten; 5,80 Mark.

Vor fünf Jahren verbreiteten sich, dank fieberhafter Überspielerei, seine Lieder im politischen Untergrund der Bundesrepublik. Ein paar privat aufgenommene, halbwegs geschmuggelte Tonbänder mit Gesängen erreichten rasch, daß es in fortschrittlichen Großstadtzirkeln beider deutscher Staaten „keine Party ohne Biermann“ gab. Und während der Ost-Berliner in einem gleichbetitelten Lied über seine geheime, nicht ins Volk dringende Popularität in der DDR höhnte und kleinbürgerlichen Dogmatismus, linke Erstarrung glossierte, wuchs sein Ansehen im Westen: Wolf Biermann, 36, wurde zum meistgefragten Gast von drüben, machte herüben kein Hehl aus seiner grundsätzlichen Vorliebe für die DDR und mußte dort dennoch zwangsläufig in Ungnade fallen.

Wolf Biermann. 1968

Wolf Biermann, 1968

Die Verbannung aus der gesamtdeutschen Öffentlichkeit hat zumindest seinen Versen gutgetan. Zu den pazifistischen Hetzliedern gegen den Krieg, die Biermann schon vor Jahren sang, gesellt sich nun beispielsweise ein dringliches „Aber / die Schönheit der Maschinenpistole / über der Schulter des Guerilla-Kämpfers …“ Und er findet den deprimierend allgemeingültigen „Morgenspruch des General Ky“: „Eine Regierung, die nichts weiter fürchten muß / als das Volk, / kann lange dauern, solange / das Volk nichts weiter fürchtet / als die Regierung.“

Biermanns Brillanz ist allerdings höchst selten aphoristisch. Freiheit und Radikalität für poetische und politische Kraftakte bezieht er aus dem Balladenton und seiner handfesten, sinnlichen Metaphorik. Am schönsten sind da die Vergangenheitssplitter und Hoffnungsschimmer in den Liedern über seine Hamburger Oma Meume. Dagegen wirkt die immer noch fröhliche Villon-Attitüde zu glatt: „Da ging ich mit der Dicken / die ersten Kätzchen pflücken / trotz Magistratsverbot / zum Mont-Klamott.“

Die Glanzstücke sind aber nun nicht mehr Biermanns traditionsfeste“ sangbare Strophen, sondern die Gedichte, etwa das an eine Bronzeskulptur des Ost-Berliner Bildhauers Fritz Cremer“ „Der Aufsteigende“, mit der Frage: „Macht er Fortschritte? / Oder macht er Karriere?“

Wolf Biermann, dessen große Karriere als politischer Sänger vor vollen Häusern recht plötzlich — auch durch ihn selbst — unterbrochen wurde, macht größere Fortschritte als politischer Dichter; auch wenn ihm zwischendurch immer wieder Liedersänger-Sentimentalitäten unterlaufen. (DER SPIEGEL 45/1968)

Und hier ein Beitrag aus der „Zeit“ vom 23. August 1968:

Drei Jahre liegt das Erscheinen der „Drahtharfe“ inzwischen zurück – seitdem hat der Ostberliner Dichter Wolf Biermann („kein WolfBiermann01Zuckersack, doch Kommunist“) geschwiegen, freiwillig jedenfalls nicht: Es war und ist ein Boykott über ihn verhängt, dessen Einzelheiten, lächerlich, wenn sie nicht so ernst wären, entgegen den Wünschen seiner Urheber allerdings auch dafür gesorgt haben, daß Biermann nicht vergessen wurde, um so weniger, als er heute mit seinem Ja zum Sozialismus und seinem Nein zu dessen totalitären Versionen zumindest außerhalb seiner DDR längst nicht mehr so allein steht, wie es vor ein paar Jahren noch schien. Im kommenden September nun veröffentlicht Klaus Wagenbach einen zweiten Band mit Gedichten, Liedern und Noten von Wolf Biermann, betitelt „Mit Marx- und Engelszungen“, und gleichzeitig eine 17-cm-Schallplatte mit vier Liedern.

Und gleich noch ein paar weitere Stimmen aus der damaligen Zeit:

»Extravagant, bieder, einleuchtend, immer überschaubar und durchschaubar: so präsentieren sich Biermanns unheiter-heitere Verse. Ein Außenseiter formuliert das Bewusstsein einer Generation, ein Einzelgänger spricht für viele.« Süddeutsche Zeitung

Originalausgabe, 1968

Originalausgabe, 1968

»Neben Aufsässigkeit und pathetischer Anklage, neben Bitterkeit und Ironie spielt so manchmal eine Heiterkeit mit, die im fließenden, klaren Rhythmus der Sprache aufgehoben ist.« Urs Strässle im Zürcher ›Tages-Anzeiger‹

»Wolf Biermann, engagierter Sozialist, Protestler seit Jahren, ist unbequem, hüben wie drüben … Ein Bändchen, das man jedem Bundesbürger überreichen müsste. Vielleicht wäre es um seinen Schlaf nicht mehr ganz so gut bestellt.« Marie Hüllenkremer in den ›Aachener Nachrichten‹

Also nein, liebe Süddeutsche Zeitung (auch wenn ihr mein Leib- und Magenblatt seid), „bieder“ waren diese Texte wahrlich nicht !

Ganz im Gegenteil: bitter und scharfzüngig sind viele seiner Texte und so verwundert es eigentlich nicht, dass viele gerade der Texte aus diesem Band zu Klassikern des neuen deutschen Liedgutes wurde. Allein seine „Hetzlieder gegen den Krieg und Lobpreisungen des Friedens“ sind ein unglaubliches Stück wertvollster Literatur.

Ich erwähne da nur mal „Soldat, Soldat“. Und auch andere Texte wie z.B. „Drei Kugeln auf Rudi Dutschke“ oder insbesondere „Ermuting“ („Du, laß dich nicht verhärten in dieser harten Zeit … „) sind und bleiben Klassiker !

Die mir vorliegende Ausgabe stammt aus dem Jahr 1976 und wurden wohl deshalb nochmals neu aufgelegt, weil just in diesem Jahr Biermann „ausgebürgert“ wurde … und von daher hat man auch gleich das Titelbild aktualisiert (es zeigt Biermann bei einem seiner legendären BRD-Tournee nach seiner Ausbürgerung – dieses Kapitel seiner Biographie ist wahrlich einen eigenen Beitrag wert).

Hier ein paar Vorschaubilder, bevor es dann zur Präsentation geht und als nächste Eintrag in diesem blog wird dann die oben angesprochen EP von Wolf Biermann mit dem Titel „4 neue Lieder“ sein, die der Wagenbach Verlag damals zeitgleich veröffentlichte.

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Titelbild einer Neuausgabe

Titelbild einer Neuausgabe

Nicht verschwiegen werden soll in diesem Zusammenhang,
dass Wolf Biermann viele, viel Jahre später
eine eigenartig anmutende Annäherung an den Springer Verlag wagte …

Mario Hené – Lieber allein, als gemeinsam einsam (1977)

FrontCover1Mario Hené (* 8. Februar 1954 in Berlin-Charlottenburg) ist ein deutscher Liedermacher. Hené wuchs mit seinem Bruder Piet bei seiner Mutter Hilde im Märkischen Viertel in West-Berlin auf. Sein Vater starb, als Mario drei Jahre alt war. Im Alter von zwölf Jahren fing Hené an, Gitarre zu spielen. Neben klassischen Stücken lernte er auch das Fingerpicking der Folkmusiker. Diese Stilmischung prägt die Musik von Mario Hené. 1971 begann Hené eine Lehre als Orgelbauer in Landshut, brach diese aber vorzeitig ab. Stattdessen sang er Blues- und Folksongs in Berliner Kneipen und spielte nebenbei auch in der Band Sanatorium. 1977 erscheint sein Debütalbum „Lieber allein als gemeinsam einsam“, dem bis 1990 sieben weitere Alben folgen. Von Ende der 1990er Jahre bis 2012 trat Hené zusammen mit Jürgen von der Lippe auf. Gemeinsam veröffentlichten sie verschiedene CDs. MarioHené01Seit 2006 war Hené mit dem Programm „Leise ist laut genug“ in Deutschland auf Solotour. Unter gleichem Namen erschien 2012 nach 20 Jahren Pause erstmals wieder ein neues Soloalbum. (Quelle: wikipedia) Hier nun sein Debütalbum aus jenen buten 70er Jahren, wo sich aus zunehmend Männer getrauten, ihre sensiblen Seiten zu zeigen (auch wenn das damals von der frauenbewegten Latzhosen-Fraktion sehr kritisch beäugt wurde) Allein der Blick auf die Titel seine Lieder weisen schon darauf hin: „Wie ein Baum im Herbstwind“, „Der Weg nach nirgendwo“, „Der Wind hat mir ein Märchen erzählt“ oder „Lied vom Steppenwolf“. Und schon wieder so ne LP, die ich damals – also 1977 – kaum beachtet hätte, die mich heute aber hellauf begeistert. Und so erinnert sich Mario Hené an dieses Album: „Das Debüt-Album „Lieber allein als gemeinsam einsam“ erscheint, arrangiert von John O’Brien Docker. Mit seinen poetischen Texten und der verträumt melancholischen Instrumentierung wird das Album auf Anhieb zum Erfolg. (Die Textzeilen des Titelsongs werden zum geflügelten Wort und sind auch 25 Jahre später noch häufig in Kontaktanzeigen zu lesen…)

Bevor es jedoch soweit war, musste Mario sich noch einmal live bewähren: Auf der Präsentation des Plattenlabels NATURE im Hamburger LOGO musste er „den Pausenclown machen“. Irgendwann im Laufe dieses Abends sagte man ihm schließlich, dass er jetzt einen Plattenvertrag bekomme.“ MarioHené02Später schreibt er dann noch über dieses Album, dass es wohl auch von Selbstmitleid geprägt war … aber, wenn man quasi vaterlos aufwächst, dann ist eine solche Phase durchaus notwendig. Besser eine solche Phase durchleben, als z.B. die Schmerzen der Kindheit zu verleugnen und zu verdrängen. Auf jedenfall findet man au diesem Album eine Flut von nachdenkenswerten Texten und dies gepaart mit einer Musik, die treffsicher und traumhaft schön ist (da hat wohl auch der alte Studiohase Peter Weihe einen großen Anteil daran, Bassist Dieter Horns dürfte einigen als Mitglied von „Lucifer´s Friends“ bekannt sein). Ein Namen, den man sich wirklich merken sollte, zumal dieser Mario Hené im Laufe der Jahre sehr unterschiedliche musikalische Projekte angegangen ist. Ein völlig anderer Hené zeigt sich dann, als er als musikalischer Partner von Jürgen von der Lippe unterwegs war (man glaubt es kaum). Hier empfehle ich mal dieses Video. Wie auch immer: Die Empfehlung des Monats !

MarioHené03

Mit Alexis Korner

Besetzung:
John O’Brien Docker (guitar)
Peter Franken (drums)
Mario Hené (vocals, guitar)
Dieter Horns (bass)
Bob Lanese (trumpet)
Manfred Sperling (percussion)
Peter Weihe (guitar)

BackCover1Titel:
01. Wie ein Baum im Herbstwind 2.34
02. Du stehst am Fenster 3.41
03. Der Weg nach nirgendwo 3.20
04. Der Wind hat mir ein Märchen erzählt 3.11
05. Gestern, heute und morgen 4.55
06. Ein Leben lang 3.07
07. Vielleicht 4.46
08. Ich brauche dich 3.47
09. Zeit(t)räume 3.50
10. Lieber allein, als gemeinsam einsam 3.10
11. Lied vom Steppenwolf 5.15

Musik und Texte: Mario HenéLabelB1

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MarioHené04

Bis heute aktiv: Mario Hené

Michael Fitz – Hier (1999)

FrontCover1Den Michael Fitz hat man ja nochals Tatort-Schauspieler im Kopf, aber er ist ja nicht nur Schauspieler, sondern auch Musiker …  Und sostellt er sich dann selbst als Musiker vor:

Im zarten Alter von 13 Jahren habe ich damals angefangen Gitarre zu spielen, ehrlich gesagt weniger um als Interpret von Etüden und klassischen Gitarrenstücken zu glänzen, sondern eher um in der Lage zu sein, dass was unsereins damals so hörte, nachspielen zu können. Dylan, Cohen, Crosby-Stills-Nash & Young aber auch Genesis, Gentle Giant und Yes waren damals die Götter meines Olymps und natürlich wollte man die Wirkung von 4-Stimmigen, gesungen Harmonien gerne selbst ausprobieren, dazu musste zumindest Einer in der Lage sein, die Begleitung dazu auch zu spielen. Ich gab mir dabei alle Mühe, war aber – zugegeben – zunächst besser beim Satzgesang aufgehoben, als bei den Gitarrenvirtuosen, die damals schon großen Wert darauf legten das Solo von „Stairway to Heaven“ möglichst originalgetreu nachzuspielen. MichaelFitz01Das war meine Sache nicht, ich wollte mich und meine Songstimme zunächst lediglich begleiten und fing an, selbst geschriebene und auch andere Gedichte zu vertonen und zu singen. Singer/Songwriter nennt man das heute, früher hieß das Liedermacher und im italienischen Sprachraum besonders schön, „cantautori“. Zu jenen zählte ich mich von Anfang an, vor allem auch deshalb, weil mir der gelungene Umgang mit Sprache, z.B. eines Reinhard May, sehr gut gefiel und mir eine große Inspiration war.

Mit 16 hatte ich immer wieder Phasen, wo es dann schon mal bayrischer Dialekt wurde, aber grundsätzlich dachte ich, als Post-Hippi-Kind das nun in die NDW-Zeit hinein wuchs eher an Hochdeutsches, um bundesweit verstanden zu werden. Nach ersten Bühnenerfahrungen mit eigener Band und eigenem Material und viel vergeblichen Songwriting wurde daraus Ende der 80iger dann ein Major-Deal bei einer großen MichaelFitz02Plattenfirma in München. Herwig Mitteregger (ex Spliff) produzierte die erste vielversprechende Single „hörst du die Trommel nicht“. Anschließend durfte ich, unter meinem Namen zwei Alben („Fitz“ und „Gefühlsecht“) einspielen und veröffentlichen. Beim Hamburger Ableger der gleichen Firma erschien anschließend noch ein weiteres Studioalbum, mit Namen „Loopings“ . Doch schlussendlich, nach vier Jahren major deal, Musste ich mir und auch der Company eingestehen, dass mein Output nicht Massenkompatibel war und ich es wohl besser auf eigene Faust mit eigenem Label probieren sollte.

Tat ich auch und tourte in den 90igern mit meiner damaligen Unplugged-Band ausgiebig durch Deutschland und landete dann 2001 meinen ersten, eigenen großen Treffer. Das Album „Gleichgewicht“ war zwar über eine Fernsehserie, für die ich sowohl Titel als auch Score produzierte, bekannt geworden, aber die Serie floppte, während das Album gut lief MichaelFitz03und mich für Wochen in die mittleren Bereich der Album Top 100 katapultierte. Aber irgendwas stimmte nicht. Irgendwas war nicht authentisch, nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte und nach zwei Jahren faktisch Durcharbeiten mit eigenem Label und eigener Tournee-Agentur, stand ich im Herbst 2001 auf der Bühne und fand mich in dem, was da um mich herum abging und was ich angezettelt hatte, nicht mehr wieder

Also trat ich auf die Bremse beendete das Ganze, stellte die Gitarre wieder in den Schrank und verordnete mir erst mal eine kreative Auszeit.

Nach vier Jahren juckte es dann wieder in den Fingern, es wollte etwas raus, etwas wollte ans Licht und das kam auch so. Ich wollte nur noch Musik machen, die an erster Stelle mich und dann vielleicht auch die Anderen berühren konnte. Mike Scott, Damian Rice, Tom McRae waren mir da eine große Inspiration genau wie der „cantautori“ Gianmaria Testa.

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Was aus mir raus kam, war bayrisch, Mundart also, die mir erlaubte nah und authentisch zu sein und zu bleiben. Zwei Alben entstanden zu Hause indem wir das alte Bauernhaus, in dem meine Familie und ich zu dieser Zeit lebten, in ein lebendiges Aufnahmestudio verwandelten. Live präsentierte ich das ganze erst mal zusammen mit dem Perkussionisten Wolfgang Lohmeier, später dann auch mit einem ausgewachsenen Ensemble und der nächste wichtige Schritt war das Solo. Allein auf der Bühne, nur mit Gitarre und Stimme die Menschen in den Bann ziehen. Eine wichtige Erfahrung und auch die Gitarre, die ich in meinem Leben oft stiefmütterlich behandelt habe, kam nun endlich zu ihrem Recht. Über die vergangenen elf Jahre wurde tatsächlich noch ein recht brauchbarer Gitarrist aus mir und auch heute lerne ich immer noch jeden Tag dazu.

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Und wie sich der Michael Fitz als Musiker und Liedermacher anhör, kann man nun auch auf diese Scheibe hören … Sensible Poesie, gepaart mit nicht minder sensiblen musikalischen Einfällen und Ideen … bravorös ins Szene gesetzt (kein Wunder bei diesen Begleitmusikern)

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Das signierte Booklet Frontcover

Gewünscht hätte ich mir, dass er nicht nur Texte aus der Kategorie „Nabelschau“ verfasst … neben all den verdammt gut und differenziert verfassten Texten zur eigenen Befindlichkeit, gibt s ja nun auch noch genügend andere Themen …

Dennoch und trotz dieser Einschränkung  verleihe ich diesem Album das Prädikat „absolut empfehlenswert“ … das musiziert und singt einer direkt aus dem Herzen.

Und dann darf ich noch abschließend auf das vorbildliche Begleitheft (auf deutsch „Booklet“) hinweisen.

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Besetzung:
Mick Brehmen (bass)
Michael Fitz (vocals, guitar)
Ossi Schaller (guitar)
Thomas Simmerl (drums, percussion)
+
Oliver Hahn (keyboards)
Ludwig Seuss (organ, accordeon)

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Titel:
01. Soweitsogut 3.42
02. Clown 3.04
03. Weil ich nicht anders kann 3.52
04. Kein Wasser im Blut 4.45
05. Hier 4.04
06. Es tut so weh 3.09
07. Red mit mir 4.49
08. Hörner 3.25
09. Es ist schwer 3.09
10. Wozu brauchst du mich 4.45
11. Zu Fuss 5.17
12. Non C’e Acqua Nel Sangue 4.44
13. Ora E 4.02

Musik und Texte: Michael Fitz

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