Verschiedene Interpreten – Das neue Lied – Auswahl I (1968)

FrontCover1Wenn ich mal viel Zeit, könnte ich ja mal so ne Art Seminararbeit schreiben mit dem Thema „Das christliche Lied im Laufge der Zeit“ (unter besonderer Berücksichtigung der 60er Jahre *ggg*)

Hier hätten wir ein ganz besonders feines Beispiel:

Da haben wir massenhaft religiöse Texte (unter Einbeziehung der Schuld, die dann von Gott vergeben wird) … und dieses für mich naive Gottesvertrauen bleibt mir weiterhin fremd. Aber anhand dieser Texte lässt sich sehr gut, die christliche Philosophie bzw. Ideologie studieren.

Dann haben wir aber zum anderen die Musik … und die kann sich z.T. zumindest hören lassen.

Dies gilt insbesondere für die Aufnahmen des Wolfgang Lauth Sextett:

Wolfgang Lauth (* 15. Mai 1931 in Ludwigshafen; † 30. August 2011 in Mannheim) war ein deutscher Jazzmusiker (Pianist, Bandleader, Komponist).
Inhaltsverzeichnis

Nach dem Studium an der Musikhochschule in Mannheim gründete er ein Quartett, dem zunächst Werner Pöhlert (Gitarre), Wolfgang Wagner (Bass) und Joe Hackbarth (Schlagzeug) angehörten, und das sich dem Cool Jazz widmete. Für den Hauspianisten des Heidelberger Cave 54 wurden die Jazzfestivals in Frankfurt am Main zum Sprungbrett in die nationale Szene: 1955 und 1956 wurde er zum Jazzmusiker des Jahres gewählt. Das Wolfgang-Lauth-Quartett erinnerte nun nicht nur von der Besetzung her an das Modern Jazz Quartet, da Lauth auch eine Vorliebe für Barockmusik pflegte. 1956/57 ging Lauth mit Joachim-Ernst Berendt auf eine Tournee unter dem Motto „Jazz und Alte Musik“, die mit 150 Vorstellungen zum erfolgreichsten Projekt der deutschen

Wolfgang Lauth

Wolfgang Lauth

Jazzföderation wurde und für den LP-Mitschnitt 1958 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt. 1957 veränderte sich der Sound der Band: Anstelle der Gitarre ertönte nun das Vibraphon von Fritz Hartschuh; als Bassist war nun Wolfgang Wagner tätig. Für eine Erweiterung der Gruppe zum Septett wurden Albert Mangelsdorff, Joki Freund und Gerald Weinkopf verpflichtet.

Statt amerikanische Standards zu spielen, spezialisierte sich Lauth auf Originalkompositionen, verjazzte aber auch deutsche Operetten- und Schlagermelodien wie „Kauf Dir einen bunten Luftballon“. Durch seine Verbindung von Jazz und Barockmusik sowie Musical- und Schlagermelodien erlangte Lauth große Popularität. Zwischen 1965 und 1967 schuf Lauth drei viel beachtete Ballett-Kompositionen für das Nationaltheater Mannheim, die er mit seinem Jazz-Ensemble, dem neben Hartschuh auch Emil Mangelsdorff und Sigi Schwab angehörten, mehr als 130 Mal aufführte. Bei den Donaueschinger Musiktagen 1967 wurde seine Kantate „Denn Liebe ist stark wie der Tod“ für Chor und Jazz-Ensemble uraufgeführt (Schallplatte 1968). Daneben nahm er auch mit dem Organisten Klaus Wunderlich auf. Ende der 1960er Jahre zog er sich zunächst aus dem aktiven Jazz-Geschehen zurück. In den letzten Jahren ist Lauth wieder mit den Jazz Seniors von Fritz Münzer aufgetreten.

Wolfgang Lauth2.jpgWolfgang Lauth war für die Musik von Manfred Baiers für die BASF produzierten Dokumentarfilm „Um Jahrmillionen voraus“ („Millions of Years Ahead of Man“) über die südamerikanische Blattschneiderameise verantwortlich, der 1976 für den Oscar für den besten Dokumentar-Kurzfilm nominiert war.

Etwa 30 Jahre arbeitete Lauth unter der Leitung des Redakteurs Sigurd König für den damaligen SDR, Sendestelle Heidelberg, als musikalischer Leiter und Hauskomponist. Er schrieb in dieser Zeit unzählige Chansons für Interpreten wie Karin Eickelbaum, Doris Gallart, Iska Geri, Edith Hancke, Hanns Dieter Hüsch, Hans Korte, Otto Stern, Gerd Vespermann u. v. a.

1999 veröffentlichte Lauth seine Erinnerungen mit dem Titel These Foolish Things. (Quelle: wikipedia)

Und so hören wir gekonnt in Szene gesetzte Jazzmusik mit eltoichen solisitschen Ausflügen, da kann man doch glatt über den Text hinweghören.

Und dann ist noch die Eva Vargas:

Eva Vargas (* 20. September 1930 in Freiburg im Breisgau; † 28. Juni 2010 in Heidelberg) war eine deutsche Sängerin, Komponistin, Journalistin und bildende Künstlerin.

Eva Vargas lebte seit 1965 in Heidelberg, seit 1984 im Trafohaus des Heidelberger Stauwehrs bei Wieblingen. Sie nannte ihre selbst kreierte Kunst „Rest-Art“ und führte damit verbundene Ausstellungen und Aktionen mit ökologischen, humanitären und politischen Zielsetzungen durch. Ihre Tätigkeiten umfassten die Bereiche Literatur, Musik, Malerei, Gestaltung und Aktion. Sie war Inhaberin und Leiterin des Kleinsttheaters auf Rädern „Heidelberger Lumpen-Paradies“. Sie initiierte wiederholt Förderprogramme in Schulen, Jugend- und Strafanstalten.

Am 28. Juni 2010 starb sie an den Folgen einer Krebserkrankung. (Quelle: wikipedia)

Eva VargaS hat eine wirklich beeindruckende Entwicklung hingelegt … da gibt es z.B. ihr Bild „Orgasmus in grün“ …. ein weiter Weg  von christlichen Texten bis hin zu einer freien künstlerischen Entfaltung.

EvaVargas

Na ja, und dann noch „The Believers“, die gewannen beim 4. Preisausschreiben der Evangelischen Akademie Tutzing/Obb. den Förderpreis für christliche Beatmusik …

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Vermutlich aufgrund dieses Erfolges spendierte man ihnen diese Single, die auch auf diesem Sampler zu hören ist.

Musikalische Archäologen der 60er Jahren können hier also jede Menge rares Zeug entdecken … wenngleich man da dann doch textliche Banalitäten billgend in Kauf zu nehmen hat.

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Titel:
01. Wolfgang Lauth Sextett (*): Das Alte ist vergangen (Lauth/Lehmann/Jourdan) 3.27
02. Eva Vargas: Von Zeit zu Zeit (Vargas) 2.09
03. Wolfgang Lauth Sextett (*): Draußen vor der Kirchentür (Lauth/Lehmann/Jourdan) 3.26
04. The Believers: Er offenbart sich überall (Hein/Bader) 2.04
05. Eva Vargas: Wenn Gott es will (Vargas) 2.05
06. The Believers: Einst war sie Welt (Stremmel) 2.17
07. Uwe-Borns-Chor: Diesen Tag, Herr (Schneider) 3.00
08. Musica Nova Chor Regensburg: Gott meint es gut mit dir (Schneider) 1.40
09. Wolfgang Lauth Sextett (*): Beth-Lehem (Lauth/Lehmann/Juhre) 3.33
10. Uwe-Borns-Chor: Bleibe bei uns, Herr (Schneider) 3.34
11. Wolfgang Lauth Sextett (*): Keiner kann von Worten leben (Lauth/Lehmann/Jourdan) 3.30
12. Motettenchor Pforzheim: Herr, wohin sollen wir gehen (Schweizer/Valentin) 2.37
13. Musica Nova Chor Regensburg: Laß uns spüren, daß du da bist (Zoller) 2.17
14. Musica Nova Chor Regensburg: Weil du „Ja“ zu mir sagst (Blarr/Heuser) 1.34
15. Motettenchor St. Matthäus München: Danke (Schneider) 1.47

(*) Das Wolfgang Lauth Sextet wird gesanglich unterstützt von der „Hann. Mündener Kantorei“.

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Unfreiwillig komisch … dieser Text zur Existenzbererechtigung der „Beat Musik“

 

Hanns Ernst Jäger ‎– Bertolt Brecht – Songs Gedichte Prosa (1968)

FrontCover1Wie bitterböse Bertold Brecht sein konnte, das kann man hier auf dieser Hanns Ernst Jäger LP hören. Veröffentlicht wurde diese LP 1968 bei „Pläne Records“ (die Geschichte dieses Labels wäre auch ein eigener Beitrag wert !)

Aber zurück zu Hanns Ernst Jäger:

Hanns Ernst Jäger wurde am 1. Januar 1910 als Sohn eines Kriminalrats in Wien geboren. Nach dem Abitur studierte er zunächst Jura und Medizin, entschied sich dann aber für die Schauspielerei. Schon während des Studiums war er aufgefallen, wenn er mit seiner unverwechselbaren Stimme aus Werken der Weltliteratur rezitierte. Sein Bühnendebüt gab der angehende Schauspieler am Wiener „Scala-Theater“, weitere Engagements in Linz, Graz und Chemnitz schlossen sich an, wo Jäger meist den klassischen jugendlichen Helden gab. Zwischen 1941 und 1944 trat Jäger in Darmstadt auf, musste dann seine Karriere zunächst beenden, da er noch gegen Ende des 2. Weltkrieges als Soldat eingezogen wurde. Erst nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft konnte der Schauspieler seine Laufbahn fortsetzen, über Baden-Baden, Essen, Mannheim und Frankfurt kam er schließlich 1951 nach Bochum, wo er bis 1955 auf der Bühne stand, anschließend war er drei Jahre lang am Wiener Burgtheater verpflichtet. Danach band sich Jäger nicht mehr fest an ein Haus, arbeitete als freischaffender Schauspieler.

Während seiner Zeit in Bochum brillierte Hanns Ernst Jäger beispielsweise als „Shylock“ in einer der ersten Nachkriegsinszenierungen von Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ (1952), seine Titelrollen in Kleists „Amphitryon“ und Shakespeares „Othello“ waren ebenso eindrucksvoll wie seine Verkörperungen des Kurfürsten in Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“, des Marquis Posa in Schillers „Don Carlos“ oder des vermögenden Kaufmanns Lopachin in Tschechows „Der Kirschgarten“. Doch vor allem als herausragender Brecht-Darsteller machte sich Jäger einen Namen, mit seinen Interpretationen des „Herrn Puntila“ oder des „Schweyk“ schrieb er Theatergeschichte. Die Figur des „Schweyk“ wurde zu einer seiner Paraderollen, Brecht selbst hatte in seinem Vermächtnis verfügt, dass nur Jäger seinen „Schweyk im zweiten Weltkrieg“ in Westdeutschland spielen solle. 1954 hatte Bertolt Brecht den Ausnahmeschauspieler in Frankfurt als Dorfschreiber Azdak im „Kaukasischen Kreidekreis“ gesehen und war beeindruckt von Jägers eigenwilligen Gestaltung der Rolle, drei Jahre nach Brechts Tod stand Hanns Ernst Jäger 1959 als erster westlicher „Schweyk“ auf der Bühne – mehr als 300 Mal begeisterte er – verschmitzt, aggressiv und listig – damit sowohl Zuschauer als auch Kritiker.
Weitere Glanzrollen von Jäger waren unter anderem der Dorfrichter Adam in Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“, der „Theodor“ in Hofmannsthal Posse „Der Unbestechliche“ oder der Diener Ludwig in Walsers Schauspiel „Überlebensgroß Herr Krott“. Doch vornehmlich ist er als Brecht-Interpret in Erinnerung geblieben, gab auch Brechts „Galilei“ („Das Leben des Galilei“) oder den Koch in „Mutter Courage und ihre Kinder“, arbeitete mit so renommierten Brecht-Regisseuren wie Peter Palitzsch, Harry Buckwitz und Manfred Wekwerth zusammen. Seine Liebe zu Brechts Werken aber auch zu Brecht als politischem Menschen zeigt Jäger auch mit der heute auf CD erhältlichen Veröffentlichung „Songs, Gedichte und Prosa“, dass er beispielsweise auch Texte von Kurt Tucholsky bevorzugte, beweist die Audio-Produktion „Opposition! Opposition!“ mit Texten und Liedern wie „Was darf die Satire“, „Über Krieg“ oder „Rückkehr zur Natur“.

Jäger01Auch vor einem großen Publikum konnte Jäger seine Glanzrollen wie den Dorfschreiber Azdak oder den „Schweyk“ darbieten, das Fernsehen zeigte beispielsweise 1958 Brechts „Der Kaukasische Kreidekreis“ in einer Inszenierung von Franz Peter Wirth, Rainer Wolffhardt setzte 1961 „Schweyk im zweiten Weltkrieg“ in Szene. Weitere Literatur-Adaptionen waren unter anderem Peter A. Horns Tschechow-Verfilmung von „Der Bär“ (1955) mit Jäger als „rasend“ verliebter Gläubiger Smirnóff und Käte Jaenicke als trauernde Witwe Popówa oder das von Egon Monk inszenierte Maxim Gorki-Stück „Wassa Schelesnowa“ mit Therese Giehse (Wassa Schelesnowa) und Josef Dahmen (Sergej Schelesnow).

Vereinzelt übernahm Jäger auch Aufgaben in Kinoproduktionen, so spielte er in Josef von Bákys „Dunja“ (1955, nach Puschkins Novelle „Der Postmeister“) neben Eva Bartok und Ivan Desny, war an der Seite von Gert Fröbe und Hansjörg Felmy in Paul Mays Verfilmung von Trygve Gulbranssens „Und ewig singen die Wälder“1) (1959) zu sehen. Kurt Hoffmann besetzte ihn mit der Rolle des „Schlender“ in „Die Ehe des Herrn Mississippi“ (1961, nach Dürrenmatt), mit Wolfgang Reichmann und Heinz Weiss spielte er in dem Kriegsdrama „Division Brandenburg“ (1960).
Dass Jäger auch in Krimis zu überzeugen wusste, bewies er auf dem Bildschirm 1960 als zwielichtiger Zahnarzt Dr. Stevens in dem Mehrteiler „Es ist soweit“2), der ersten Durbridge-Produktion des deutschen Fernsehens. Drei Jahre später tauchte er in einer Episode von „Das Kriminalmuseum“ auf, mimte in der Folge „Das Haus bei den Blutbuchen“ (1968) aus der Reihe „Sherlock Holmes“ den merkwürdigen Mr. Rucastle. Zu Jägers letzten Arbeiten vor der Fernsehkamera zählen 1970 bzw. 1972 zwei Episoden aus der populären TV-Serie „Der Kommissar“ sowie der Mehrteiler „Die Reise nach Mallorca“ (1973).

Hanns Ernst Jäger starb am 15. August 1973 im Alter von 63 Jahren in einem Münchener Krankenhaus an Herzversagen. Während einer Aufführung von Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ – Jäger spielte wie immer grandios den „Puntila“ – hatte er im März einen Zusammenbruch erlitten, von dem er sich nicht mehr erholte.
Der Theaterwissenschaftler, Dramaturg und Journalist Werner Schulze-Reimpell würdigt Jäger in Rowohlts „Theaterlexikon 2“ als einen vitalen, in seinen Mitteln verschwenderisch ausladendenden, manchmal auch zu effektverliebten Darsteller mit großer Ausstrahlung und den Qualitäten eines Volksschauspielers. (Quelle: steffi-online)

Die „Fraqgen eines lesenden Arbeiters“ haben mir vor vielen, vielen Jahren die Augen geöffnet, haben nicht nur meinen Zugang zur Geschichte grundlegend verändert, hat mich zu Bert Engelmann geführt.

Und heute, beim wiederhören dieser LP empfinde ich ich so viel Sympathie – insbesondere bei seinen mehrals deutlichen Anti-Kriegs-Texten. Beeindruckend die Klarheit seiner Worte, beeindruckend die Radikalität seiner Worte !

Jäger

Besetzung:
Hanns Ernst Jäger (Sprecher)
+
mir unbekannte Musiker (die musikalische Leitung hatte Klaus Melchers)

 

BackCover

Titel:
01. Vom armen B. B. 3.03
02, Das Lied von der Schlacht 1.20
03. Das Lied von der Widersinnigkeit des Krieges 2.16
04. Das Lied vom Chaos, von der Schönheit der Revolution 3.44
05. Legende von der Entstehung des Buches Taoteking 4.12
06. Gegen Verführung 1.06
07. Fragen eines lesenden Arbeiters 2.07
08. An meine Landsleute 1.27
09. Der Soldat von La Ciotat 4.02
10. Bei der Kanone dort 1.17
11. Der Kälbermarsch 2.14
12. Das deutsche Miserere 2.12
13.  Das Lied von der Moldau 1.40
14.  Die Nachtlager 1.25
15.  Die Regierung als Künstler 1.57
16.  Bei der Geburt eines Sohnes 0.45
17.  Wenn die Haifische Menschen wären 4.03
18.  Kinderhymne 0.50
19.  Ich benötige keinen Grabstein 0.23

Texte: Berthold Brecht – Musik Hanns Weil

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Andreas Bauer – Onkel Toms Hütte (Harriet Beecher-Stowe) (1978)

FrontCover1.JPGKeine Frage – „Onkel Toms Hütte“ ist ein Klassiker der Jugendliteratur …

Die Geschichte von „Onkel Toms Hütte ist mehr als hundert Jahre alt. Harriet Beecher-Stowe (1811-1896) veröffentlichte sie im Jahre 1852 zuerst als Fortsetzungsgeschichte in einer Zeitung in Washington. Als das erste Kapitel erschienen war, löste es ein außerordentlich heftiges Interesse aus. Wurde doch der amerikanischen Gesellschaft in den Südstaaten erbarmungslos ein Spiegel vorgehalten, in dem die nackte Gewalt, die Barbarei der Sklaverei zu besichtigen war. Seit dieser Zeit ist das Buch in einer kaum noch zu nennenden Zahl von Ausgaben auf der ganzen Erde erschienen. Manches kommt uns als der Vergangenheit gehörig vor – vieles aber ist uns ganz gegenwärtig. Gegenwärtig aus dem heutigen Amerika. Es gibt keine „Sklaverei“ mehr in Amerika – aber es gibt nach wie vor die gleiche Barbarei, Gewalt und Brutalität gegen die um ihre Gleichberechtigung kämpfenden Neger in den USA. Der Bericht eines Zeitgenossen von Harriet Beecher-Stowe aus dem Jahre 1853 mutet uns an wie ein Bericht einer amerikanischen Zeitung aus dem heißen Sommer des Jahres 1968. Gestern und heute. Die Bilder gleichen sich auf erschreckende Weise:

„Jeden Augenblick gab es einen öffentlichen Ausbruch. Eine Presse wurde zerstört, ein Haus demoliert, ein freier Neger gestohlen, Gericht über die Freiheit von Negern gehalten … es fand ein bewaffneter Angriff auf die Negerquartiere statt, ein Negerschulhaus wurde bis auf den Grund zerstört, ein Sklave tötete Frau und Kinder im Gefängnis, um sie vor dem Verkauf nach dem Süden zu schützen. Einmal entließ ein Bürgermeister um Mitternacht die Aufrührer, welche die Häuser einiger Farbigen demoliert hatten mit den Worten: „Jetzt, Jungens, laßt uns nach Hause gehen, wir haben heute genug getan …“ Im Jahre 1840 griffen die Sklavenfänger, unter Beihilfe der Bevölkerung und von gewissen Politikern und Kaufleuten dazu aufgestachelt, die Quartiere an, in welchen die Neger wohnten. Einige Häuser derselben wurden mit Kanonen in den Grund geschossen. Mehrere Tage hindurch war die Stadt von Gewalttaten erfüllt …“

Die Bilder gleichen sich auf erschreckende Weise – nur: die farbigen Menschen in den USA haben kämpfen gelernt. Sie kämpfen um ihre Rechte im Norden und Süden der Vereinigten Staaten. Und wenn man auch ihre mutigen Führer wie Martin Luther King ermordet, die Befreiung der Sklaven von gestern, der Unterdrückten von heute ist nicht aufzuhalten. „Sie fürchten sich nicht … und eines Tages werden sie triumphieren.“ Das ist ihre Hymne, unter deren wunderbarer Melodie sie sich vereinigen und ihren langen, langen Weg zum Sieg marschieren. Onkel Tom freilich wird diesen Sieg nicht mehr erleben – seine Enkel aber, all die zahllosen farbigen Kinder in den USA – sie werden es schaffen. (D. S., Hüllentext)

Hier nun en Hörspiel, das wohl 1968 für den Rundfunk der DDR produziert wurde, als Litera-Aufnahme erschien sie allerding erst 1978.

Auch wenn das Hörspiel ein wenig hölzern klingt, es ist immer ne gute Sache, Jugendlichen klar zu machen, welche Herrschaftsverhältnisse es früher mal in den USA gab … und wie sehr dieses Herrschaftsdeken bis heute wirken, nachwirken …

Na ja, und dann singt auf dier LP der Manfred Krug noch zwei alte Gospel-Songs… quasi als Bonus … auch keine schlechte Idee.

Diverse Buchausgaben

Diverse Buchausgaben

Besetzung:
Rita Barg (Eva – des Farmers Tochter)
Peter Bause (Adolf – Sklave)
Ralph Borgwardt (Farmer)
Ellen Damm (Rachel – Quäkerin)
Ursula Figelius ( Chloe – Toms Frau)
Ingrid Hille ( Elisa – Sklavin)
Roman Kretschmer (Mose – Toms Sohn)
Wilfried Kretschmer (Arzt)
Ruth Langer (Marie – des Farmers Frau)
Jörg  Lichtenstein (Harry – ihr Sohn)
Annelise Matschulat (Mrs. Shelby)
Eberhard Mellies (Tom)
Gerd Micheel (Haley – Sklavenhändler)
Klaus Pönitz (Sambo – Aufseher)
Hans Rohde (Simeon – ihr Mann)
Frank Schenk (Andy – Sklave)
Elsbeth Schönfeld (Frau)
Christian Stövesand (George – ihr Mann)
Dieter Unruh (Mr. Shelby – Farmer)
Kurt Wetzel (Legree – Plantagenbesitzer)
+
Manfred Krug (vocals bei 02. + 04.) + Instrumentalgruppe unter der Leitung von Hermann Anders

Regie: Christine van Santen
Regie-Assistenz: Werner Schurbaum

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Titel:
01. Onkel Toms Hütte (Teil 1) 16.03
02. Nobody Knows The Trouble I See (Traditional) 2.16
03. Onkel Toms Hütte (Teil 2) 21.23
04. Swing Low, Sweet Chariot (Traditional) 2.30

Text: Harriet Beecher-Stowe – Bearbeitung: Andreas Bauer

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Josef Meinrad – Der Mann von La Mancha (1968)

FrontCover1Vermutlich war dem Joseph Meinrad die Rolle des (Don Quijote in dem Musical „Der Mann von La Mancha“ auf den Leib geschnitten.

Der Mann von La Mancha ist ein Musical von Mitch Leigh, Dale Wasserman und Joe Darion.

Auf der Grundlage des Klassikers Don Quijote von Miguel de Cervantes schrieb Wasserman 1959 das Fernsehstück I, Don Quixote. In diesem spielt der von der Spanischen Inquisition eingekerkerte Dichter den Mitgefangenen seinen Ritterroman vor und übernimmt dabei die Rolle Don Quijotes. 1965 wurde das zum Musical adaptierte Stück am 22. November am ANTA Washington Square Theater in Greenwich Village mit Richard Kiley in der Titelrolle uraufgeführt. Die Musik stammte von Mitch Leigh, die Liedtexte wurden von Joe Darion geschrieben. 1966 erhielt das Musical 5 Tony Awards, unter anderem für das Beste Musical und den Besten Schauspieler. Die Original-Produktion erreichte 2328 Aufführungen.

Die deutschsprachige Erstaufführung in der Fassung von Robert Gilbert erfolgte am 4. Januar 1968 im Theater an der Wien in Wien unter der Regie von Dietrich Haugk mit Josef Meinrad in der Titelrolle und Blanche Aubry als Aldonza sowie Fritz Muliar als Sancho Panza.

MeinradMuliarDas Stück spielt durchgehend ohne Pause in einem Verlies der spanischen Inquisition. Cervantes und sein Diener sind der Gotteslästerung angeklagt und warten unter Räubern, Mördern und Prostituierten auf ihr Verfahren. Der Anführer der Insassen nimmt ihnen alle Habe weg, darunter ein Manuskript. Um zu beweisen, dass es sein künftiges Buch ist, verkleidet sich Cervantes als seine Figur Don Quijote und spielt mit den Mithäftlingen die Geschichte vor. So wird das Gefängnis zur Straßenspelunke. Aldonza ist ein schlampiges Serviermädchen, doch Don Quijote nennt sie Dulcinea und macht ihr den Hof. Währenddessen versuchen seine Nichte Antonia und ihr Verlobter Dr. Carrasco immer wieder, Don Quijote von seinen sinnlosen Kämpfen gegen imaginäre Feinde abzuhalten. Als Spiegelritter verkleidet zwingt ihn Carrasco, der Realität ins Auge zu sehen, zu erkennen, dass er nicht der Erretter der Menschheit ist, sondern ein ärmlicher alter Mann. Nur Aldonza, die einzig von Don Quijote als Dame behandelt wurde, fleht ihn an, den unmöglichen Traum fortzusetzen und die Rüstung wieder anzuziehen. Don Quijote stirbt in ihren Armen. Aldonza nennt sich fortan Dulcinea und träumt nun selbst den Traum ihres Helden weiter. Das Spiel ist aus. Ergriffen reicht der Anführer Cervantes sein Manuskript zurück. Von oben senkt sich eine Leiter, und Cervantes wird vor das Inquisitionstribunal gerufen. (Quelle: wikipedia)

Liest man sich all die Kritiken durch, die auf der Rückseite der Hülle zu dieser LP zu lesen sind, muss man davon ausgehen, dass diese deutsche Uraufführung damals ein Riesenerfolg war. So schreibt z.B. die Kronen-Zeitung am 5.1.1968:

Josef Meinrad als Don Quijote hat wieder eine Meisterleistung seiner liebenswerten Kunst vollbracht. Fritz Muliar mit seinem Sancho beweist den großen Bogen seiner schauspielerischen Fähigkeiten. Und doch möchte man fast  Blanche Aubry an allererster Stelle nennen – ihre Aldonza-Dulcinea ist nicht nur von der an Brecht geschulten Gesangstimme her ein Phänomen, sondern hat auch eine immense schauspielerische Strahlkraft.

Ein wirklicher Höhepunkt ist das zornige „Aldonza“ bei der man sich von der gewaltigen Stimme von Blanche Aubry überzeugen kann.

Die Ouvertür kommt klanglich ein wenig holprig daher, der Rest der LP ist aber akustisch durchaus geniessbar !

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Besetzung:
Blanche Aubry (Aldonza)
Frank Dietrich (Dr. Carasco)
Brunhilde Feuchtmeier (Antonia)
Norman Foster (Der Gastwirt)
Carlo Lando (Der Barbier)
Josef Meinrad (Don Quijote)
Fritz Muliar (Sancho – Diener)
Bianca Zambelli (Die Haushälterin)
+
Maultiertreiber:
Rudolf Katzböck – Jörg Maria Berg- Berno Cramm – Hannes Müller – Harald Sielaff – R.W. Wasserlof

Musikalische Leitung: Johannes Fehring

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Titel:
01. Ouvertüre 3.45
02. Josef Meinrad, Fritz Muliar: Ich bin ich, Don Quijote  2.23
03. Blanche Aubry, Maultiertreiber: Mir’s jeder recht 3.03
04. Josef Meinrad, Maultiertreiber: Dulcinea 1.33
05. Brunhilde Feuchtmaier, Bianca Zambelli, Egon Simonet: Ich denke nur noch an ihn 3.07
06. Fritz Muliar, Blanche Aubry: Ich mag ihn 1.58
07. Blanche Aubry: Was will er bloß von mir 2.41
08. Rudolf Katzböck, Maultiertreiber: Kleiner Fink 1.56
09. Egon Simonet: Hab‘ deine Dulcinea 1.42
10. Josef Meinrad – Der unmögliche Traum 2.08
11. Carlo Lando, Josef Meinrad, Fritz Muliar, Norman Foster, Ensemble – Der Goldhelm des Mambrino
12. Norman Foster, Blanche Aubry, Fritz Muliar, Ensemble: Der Ritterschlag (Ritter von der traurigen Gestalt)
13. Rudolf Katzböck: Die Vergewaltigung 1.33
14. Blanche Aubry, Josef Meinrad: Aldonza 3.33
15. Fritz Muliar: Ein bißchen tratschen 1.32
16. Josef Meinrad, Blanche Aubry, Fritz Muliar, Egon Simonet, Norman Foster, Ensemble: Sterbeszene und Finale 6.52

Musik: Mitch Leigh – Text: Joe Darion – Deutscher Text: Robert Gilbert

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Peter Alexander – Serviert Spezialitäten aus Böhmen, Ungarn und Österreich (1968)

FrontCover1Ja, ja der Peter Alexander, auch so ein Hans Dampf in allen Gassen … und ganz sicher sehr, sehr beliebt bei den Damen der damaligen Zeit … ein Charmeur halt.

Hier zelebriert er „musikalische „Spezialitäten aus Böhmen, Ungarn und Österreich“.

Und es geht los mit „Wie Böhmen noch bei Österreich war“ und schon bekam ich ein mulmiges Gefühl … denn bei Liedern wie diesen wird einfach die Vergangenheit unkritisch verherrlicht … das geht dann selbst mir zu weit.

Aber ganz so schlimm ist dann diese LP nun doch nicht. Peter Alexander führt launig durch das Programm und gönnt sich einfach eine kitschig-rührselig-sentimentale Sammlung von Melodien, zu denen zumindest auch eine Kreisler Komposition („Telefonbuch-Polka“) gehört.

Begleitet wurde er dabei von dem Orchester Johannes Fehring, ein langjähriger Wegbegleiter von Peter Alexander.

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Johannes Fehring und Peter Alexadner

Sein komödiantisches Talent kann er dabei natürlich mit Genuss zelebrieren.

Wer also den ganzen Wiener Schmäh nicht völlig abgeneigt ist, kann sich wie ich – allerdings mit Abstrichen (wegen der all zu sehr triefenden Heimatduselei) – durchaus eine vergnügliches Stündchen machen.

AlternativesFront+BackCover

Alternatives Front + Backcover (mit 2 abweichenden Titeln)

Besetzung:
Peter Alexander (vocals)
+
Orchester Johannes Fehring

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Titel:
01. Wie Böhmen noch bei Österreich war (Petratz/Fiedler) 2.25
02. Nimm, Zigeuner, deine Geige (Jenbach/Stein/Kálmán) 3.35
03. Am Besten hat’s ein Fixang’stellter (Heller/Herz/Leopoldi) 3.29
04. Da draußen in der Wachau (Weil/Arnold) 4.32
05. Powidltatschkerln (Skutajan/Leopoldi) 2.44
06. Das hat ka Goethe g’schrieben (Siolny) 3.14
07. Ja, so ein Mädel, ungarisches Mädel (Grünwald/Beda/Abraham) 2.33
08. Telefonbuch-Polka (Weigel/Kreisler) 3.41
09. Der Wiener braucht sein Stammcafé (Marischka/Uher) 2.56
10. Von der Pußta will ich träumen (Balz/Brüne) 3.06
11. Tief im Böhmerwald (Traditional) 2.40
12. Das hat schon der alte Novotny gesagt (Meder/Lang) + Komm, Czigany (Grünwald/Brammer/Kálmán) 8.20
13. Potpourri 2.45
13.1. Kaiserjäger-Marsch (Traditional)
13.2. O du mein Österreich (Traditional)
13.3. Wir sind vom K. und K. Infanterieregiment (Traditional)

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Powidltascherln (auch Powidltatschkerln oder Powidldatschgerl) sind in der österreichischen und böhmischen Küche mit Powidl (Pflaumenmus) gefüllte Teigtaschen. 

 

Bayerische Vereinsbank – Die drei Freier (1968)

FrontCover1Eine Werbe-Single der Bayerischen Vereinsbank, vermutlich 1968 veröffentlicht.

Die Geschichte „Die drei Freier“ basiert frei und zwar ziemlich frei auf dem gleichnamigen Märchen von Levin Schücking (1814 – 1883).

Es ist eine ärgerliche Geschichte. Zum einen wird eine heiratswillige Tochter als komplett unfähig eine Entscheidung zu treffen dargestellt und zum anderen sind dann die Aufgaben, die der Vater dieser Tochter den drei Freiern stellt, mehr als dümmlich.

Und so gesehen ist dieses Hörbuch schon ein gutes Beispiel auf welchem Niveau man damals die Menschen für blöd verkaufte.

Da fällt einem spontan das Berthold Brecht Zitat aus der Dreigroschen-Oper ein:

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? “

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Und obwohl sich die Bayerische Vereinsbank damals nicht lumpen ließ und der Single ein ausführliches Beiheft mit dem Text des „Märchens“ belegte, war man nicht in der Lage, auch nur ein Wort über die Ausführenden des kleinen Hörbuch zu verlieren. Ein kleiner, verräterischer Hinweis, wie wichtig einer Bank die Menschen tatsächlich sind.

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Zur Geschichte der Bayerischen Vereinsbank:

Die Bayerische Vereinsbank AG war eine Großbank mit Geschäftsschwerpunkt in Bayern. 1998 fusionierte sie mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank AG zur Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG.

Initiiert von Münchner und Augsburger Hofbankiers, Angehörigen des Hofadels und bürgerlichen Geschäftsleuten, erhielt sie am 11. April 1869 die Bankkonzession und eröffnete am 1. Juli 1869 ihre Schalter. Kundenstamm wie auch Bankhaus mitsamt Personal und Anwesen in der Prannerstraße 5 in München übernahm sie vom Mitgründer Christoph Robert von Froelich.

Zwei Jahre später erhielt sie die Erlaubnis für das Bodenkreditgeschäft und wurde so zum „gemischten Institut“. Im Gegensatz zu den meisten Banken durfte die Bayerische Vereinsbank fortan außer dem Bank- auch das Hypothekenbankgeschäft betreiben. Anfang der 1950er-Jahre eröffnete die Bayerische Vereinsbank erste Geschäftsstellen im Ausland. Durch die Fusion mit der Bayerischen Staatsbank entstand schließlich eine der größten Banken Deutschlands. Zur Bayerischen Vereinsbank gehörten auch die Hypothekenbanken Bayerische Handelsbank AG, Süddeutsche Bodencreditbank AG und Nürnberger Hypothekenbank AG.

1971 übernahm die Vereinsbank vom Freistaat Bayern die Bayerische Staatsbank. Der weitere Ausbau der Bankengruppe wurde unter anderem 1978 durch die Fusion mit dem Bankhaus Röchling (Saarbrücken) und 1991 mit der Simonbank (Düsseldorf) forciert.

1998 fusionierte die Bayerische Vereinsbank mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank durch Übernahme deren Aktienmehrheit zur Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, kurz HypoVereinsbank. In diese Fusion ist die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank mit einer schweren Hypothek gegangen, da sie erhebliche Altlasten, insbesondere aus der Vergabe von Immobiliendarlehen in den neuen Bundesländern hatte. (Quelle: wikipedia)

Booklet04A

Besetzung:
Unbekannt

LiebeKinder

Titel:
01. Die drei Freier (Teil 1) 6.38
02. Die drei Freier (Teil 2) 6.36

LabelA1

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Harmonika-Duo Günter Iller – Die aktuelle Harmonika-Parade (1968)

FrontCover1.jpgUnd jetzt mal wieder ein Griff in meine Single-Kiste …und was taucht auf ? Eine recht skurrile Scheibe aus dem Jahr 1968.

„Die aktuelle Harmonika-Parade“ enthält 4 Medleys (entsprechend dem jeweiligemTanz bzw. Musikstil) und bietet dabei so ein paar Hits aus diesem Jahre an.

Von „My Name Is Jack“ bis zu „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben“ gibt es dann Instrumental-Versionen bei denen natürlich die Ziehharmonika das den Klang prägende Instrument ist. Kurz und bündig: nett anzuhören.

Und mir stellt sich dann aber auch die Frage, wie wohl die Zielgruppe solcher Singles damals ausgeschaut haben mag und bezüglich dieser Frage bleibe ich wenig ratlos.

Das Label „S+ R International war übrigens ein Sub-Label Ariola und Ariola war damals natürlich fest in der Hand des Bertelmann Konzerns in Gütersloh.

Das Harmonika-Duo Günter Iller hinterließ allrdings in der damaligen Musikszene so gut wie keinen Eindruck … von daher: wieder mal ein wenig skurriles aus deutschen Landen.

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Besetzung:
Das Harmonika-Duo Günter Iller

Titel:

01. Fox-Medley: 3.04
– Help Yourself (Fishman/Donida)
– Zu der Ponderosa reiten wir (Mahr(Jung/Schatz)
– Arivicerci Hans (Mayer/Buschor)

02. Beat-Medley: 2.59
– Wer das verbietet (Mayer/Buschor)
– Mathilda (Span)
– My Name Is Jack (Simon)

03. Slow-Medley: 2.29
– Du sollst nicht weinen (Hausmann/Jorge/Schwarzmann)
– Deine Welt – meine Welt (Quinn/Relin/Bach)

04. Hillbilly-Medley: 3.24
– Die Sonne von Mexiko (Hein)
– Wärst du doch in Düsseldorf geblieben (Bruhn/Buschor)
– Mississippi Shuffle Boat (Maxyer/Buschor)

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