Berlin Brass – Berlin Brass (1991)

frontcover1Keine Frage: hier kann ich eine ganz und gar exquisite Scheibe vorstellen … wo ich schlicht und ergreifend zu dem Urteil komme: Prädikat ganz besonders wertvoll !

Keine Frage: hier sind hochkarätige Musiker am Werke gewesen …  die sich abseits des klassischen Elfenbeinturms mit ganz viel Vergnügen in dieses Vergnügen gestürzt haben.

Berlin Brass ist aus dem 1983 gegründetem Blechbläserquintett der Deutschen Oper Berlin hervorgegangen und setzt sich heute (also: 1991) aus Mitgliedern des Orchesters der Deutschen Oper Berlin und des Berliner Philharmonischen Orchesters zusammen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Ensemble mit einem umfangreichem Repertoire auseinandergesetzt, das Werke der Renessaince sowie Jazz und Moderne umfaßt. Neben zahlreichen Orchester- und Kammermusiktätigkeiten liegt den Mitgliedern des  Quintetts auch sehr daran, dem Publikum bekannte und zu unrecht vergessene Opernmusik vorzustellen. Die hier vorliegende CD umreißt nur einen kleinen Ausschnitt des Repertoires. (aus dem Begleitheft)

Das glaubt man gerne .. angesichts der Vielfalt der hier präsentierten Musik.

Und das war die Intention der Musiker, sie wollten

ein gemischtes Programm präsentieren das erklärtermaßen die Mauern zwischen E und U Musik abreißen soll. Es reicht von der Renaissance über den Barock bis hin zum Beginn des Jazz und zur zeitgenössichen (ernsten) Musik; allerdings kommt auch diese mit einem zwinkerndem Auge daher. Ich habe es so verstanden, daß „ernste Musik“ dem Hörer Freude machen darf und „Unterhaltungsmusik“ seriös dargeboten werden soll (Hans W. Stickart in dem Begleitheft)

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Und in der Tat: hier hören wir eine abenteuerliche Mischung aus vielen Jahrhunderten … so abenteuerlich … dass es einem den Atem verschlägt (sofern man Bläsersätze dieser Art mag !).

Und dann noch als Sahnehäubchen das Begleitheft (36 Seiten !) …. vorbildlicher kann man es nicht gestalten …

Also … ein audiophiler Leckerbissen im sog. „Kunstkopf“ Verfahren … wer hier nicht zugreif, ist einfach nur selber schuld.

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Besetzung:
Thomas Clarmor (trumpet)
Gerhard Greif (trumpet)
Wolfgang Wiest (trombone)
Ulrich Wittke (tuba)
Roland Wußler (horn)

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Titel:
01. The Prince of Denmark’s March (Clarke) 2.12

Music Hall Suite (Horowitz)
02. Soubrett Song 1.16
03. Trick-Cyclists 1.16
04. Adagio-Team 2.33
05. Soft Shoe Shuffle 2.20
06.  Les Girls 1.37

Fancies, Toyes And Dreames (Farnaby)
07. The Old Spagnoletta 0.57
08. His Rest 1.07
09. Tell Mee Daphne 1.30
10.  A Toye 1.11
11. His Dream 1.02
12. The New Sa-Hoo 1.14

13. Porgy and Bess (Medley) (Gershwin) 5.56
14. Canzon Bergamasque 4.57
15. Frère Jacques (Traditional) 3.36
16. Intrada (Traditional) 1.06
17. Sonata (Banchieri) 1.37

Salute To Glenn Miller:
18. American Patrol (Meacham) 3.06
19.  Moonlight Serenade (Miller) 4.ß5
20. That’s A Plenty (Pollack) 2.10
21. Triangles (Stevens) 11.32
22.  Just A Closer Walk (Traditional) 3.03
23. Säbeltanz (aus ‚Gajaneh‘) (Chatschaturjan) 2.21

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(Passwort wie bekannt)

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Eine audiophile Kostbarkeit in limitierter Auflage

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