Verschiedene Interpreten – So klingt´s in Ruhpolding (1974)

FrontCover1.JPGTja, liebe Leut´… so klingt´s halt in Ruhpolding, zumindest wenn man dieser Scheibe aus dem Jahr 1974 Glauben schenken darf:

Ruhpolding ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein in den Chiemgauer Alpen. Der Hauptort liegt im Ruhpoldinger Talkessel, der auch „Miesenbacher Tal“ genannt wird. Ruhpolding ist ein überregional bekannter Kur- und Fremdenverkehrsort. Der Name Ruhpolding leitet sich aus dem bajuwarischen „Rupoltingin“ ab und bedeutet „bei den Leuten des berühmten Starken“ (pold = stark bzw. kräftig, Ru(d) = berühmt). Der Aussprache des Bairischen gemäß wird der Ortsname korrekterweise auf der ersten Silbe betont (Rùhpolding) und nicht auf der zweiten Silbe (Ruhpòlding).

Das Klima in Ruhpolding ist gemäßigt, aber warm. Es gibt das ganze Jahr über erhebliche Niederschläge in Ruhpolding. In Ruhpolding herrscht im Jahresdurchschnitt eine Temperatur von 7,6 °C. Innerhalb eines Jahres gibt es durchschnittlich 1840 mm Niederschlag.

Karte

Im Jahr 2009 war Ruhpolding-Seehaus gemäß der Wetterbilanz des Deutschen Wetterdienstes mit einer Niederschlagsmenge von 2456 Millimeter (entspricht 2456 Liter/m²) im Jahr der nasseste Ort Deutschlands.[3] Der langjährige Durchschnitt liegt bei 2230 mm. Dieser Ortsteil liegt fünf Kilometer außerhalb des Zentrums in einem engen schattigen Talkessel, weshalb es dort mehr Stauregen und Schneefall gibt.
Gemeindegliederung

Es sind insgesamt 73 Ortsteile (!)

Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsteils Buchschachen stammt aus dem Jahr 924. Das Gut Ruhpoldingen wurde um 1193 zum ersten Mal erwähnt. Seit 1585 wurde im Gemeindegebiet Erz abgebaut. Im Jahre 1882 wurden die 1818 gegründeten Gemeinden Ruhpolding, Vachenau und Zell zu einer politischen Gemeinde vereinigt. Im Jahre 1895 wurde die Eisenbahnlinie nach Traunstein eröffnet. Bis zum 31. Dezember 1881 gab es im Tal der Bayerischen Traun, auch Miesenbachertal genannt, drei Ortschaften. Diese schlossen sich zum 1. Januar 1882 zur Großgemeinde Ruhpolding zusammen.[6] Die Namensfindung war nicht einfach, da keine der drei selbstständigen Gemeinden Ruhpolding, Vachenau und Zell ihren Namen aufgeben wollte – so gab es damals drei Bürgermeister und drei Freiwillige Feuerwehren. Letztendlich einigte man sich jedoch auf Ruhpolding; hier befanden sich die Pfarrkirche und der Friedhof, das 1821 entstandene erste Schulhaus und die Posthalterei (im jetzigen Hotel Zur Post).

GästebuchBorretsch.jpg

Auszug aus dem Gästebuch der Pension „Borretsch“

Im Jahr 1933 für den Fremdenverkehr entdeckt.

Im Jahr 1933 wurde Ruhpolding durch Carl Degener (1900–1960), der ein Reisebüro in Berlin betrieb, für den Fremdenverkehr größeren Stils entdeckt. Die von ihm initiierten Pauschalreisen (damals in Sonderzügen) führten nach dem Zweiten Weltkrieg in Ruhpolding zu einem regelrechten Tourismusboom. Der Ort war in den 50er und 60er Jahren für den „kleinen Mann zu erschwinglichen Preisen“ eines der Top-Reiseziele. Daher wurde die Nebenstrecke von Traunstein her schon Ende 1955 elektrifiziert.[17] Mitte der 1950er Jahre lagen die Übernachtungszahlen bei 600.000. 1991 war der bisherige Rekord: 1.122.732 Übernachtungen.

Ruhpolding01

Ruhpolding – Blick zum Rauschberg und Sonntagshorn

Ruhpolding ist ein bekannter Austragungsort für Biathlon-Wettkämpfe. 1979 wurde die Biathlon-Weltmeisterschaft erstmals in Ruhpolding ausgetragen. In den Jahren 1985, 1996 und 2012 fanden weitere Biathlon-Weltmeisterschaften in Ruhpolding statt. Dazu finden in der Chiemgau-Arena, dem zweitgrößten Biathlon-Stadion Deutschlands, seit 1980 jährlich im Januar Wettkämpfe im Rahmen des IBU Biathlon Weltcups statt, die bis zu 66.000 Zuschauer anziehen. (Quelle: wikipedia)

Und wir hören hier ganz sicher „musikantenfreie“ Volksmusik jener Region und natürlich dar geschmunzelt werden … aber dabei sollte man nich vergessen, dass sich z.B. die „Biermösl Blosn“ just dieser traditionellen Elementen bedienten um ihre -zugegebenermaßen – rotzfrechen Texte unters Volk zu bringen.

Ruhpolding02.jpg

Die Jodler eignen sich übrigens auch gut als Soundtrack für einen Dia-Abend über prachtvolle Urlaubsabende in dieser Region … ach ja, Dia-Abende sind ja mittlerweile längst out … eventuelle eine Power-Point Präsentation ?

Und über all der Musik thront auch hier der Alfons Bauer … ungekrönter König jener Musik in diesen Tagen.

Alfons Bauer.jpg

Alfons Bauer

Titel:
01. Die Boyern Dirndln: Alperer-Jodler (Traditional) 0.38
02. Alphornruf (Traditional) 0.34
03. Anni Staller & Alfons Bauer: Ja das Bayernland is schee (Staller) 2.21
04. Alfons Bauer und seine Almdudler: Drunt am Stoana Grab´n (Traditional) 2.47
05. Die Boyern Dirndln & Alfons Bauer: Der Himmi glasl hoata (Traditional) 3.05
06. Alfons Bauer mit seiner Hackbrettmusik: Zünftige Einkehr (Schwenk) 2.15
07. Die Ruhpoldinger Dirndl & Alfons Bauer: Da Hochalm zua (Traditional) 2.35
08. Alfons Bauer und seine Musikanten: Im Brotzeit Stüberl (Schwenk) 2.02
09. Michl Berger & Alfons Bauer und seine Almdudler: Bergvagabunden (Traditional) 3.11
10. Falkenstoana Sänger: Inzeller Jodler (Traditional) 0.14
11. Alfons Bauer mit seiner Hackbrettmusik: Resche Madl´n, fesche Buam (Knerr) 2.12
12. Die Ruhpoldinger Dirndl & Alfons Bauer: `s Chiemgauer Lied (Traditional) 2.00
13. Die Ruhpoldinger Plattler: Heitauer Plattler (Traditional) 1.01
14. Die Ruhpoldinger Dirndl & Alfons Bauer: Was schlagt den d drob´m auf´m Tannabam (Traditional) 2.26
15. allge: Im Oberland (Schwenk) 2.10
16. Falkenstoana Sänger & Alfons Bauer: I bin a jungs Burschei (Traditional) 2.21
17. Alfons Bauer mit seiner Hackbrettmusik: Der lustige Jage (Traditional) 2.30

LabelB1.JPG

*
**

Postkarte.jpg

Da kann man´s schon ne Weile aushalten

Verschiedene Interpreten – Grüße aus dem Wienerwald (1968)

FrontCover1Eine überraschend dezente Werbeplatte aus dem Hause Wienerwald:

Wienerwald ist eine Schnellrestaurantkette, die als Franchise- und Systemgastronomie-Unternehmen hauptsächlich Hähnchenprodukte als Schnellkost anbietet. Die Restaurants befinden sich in Deutschland, Österreich, der Türkei und Rumänien.

Gegründet wurde sie 1955 vom Gastronomen Friedrich Jahn mit der Eröffnung des ersten Restaurants in der Amalienstraße in München das anfangs noch als „Linzer Stube“ dann als „Weinstube zum Wienerwald“ firmierte, es folgten bald weitere Filialen in Süddeutschland. Berühmt wurde die Kette mit dem Werbeslogan „Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald“. Alle Filialen hatten ein rustikales gediegenes Interieur und servierten vornehmlich süddeutsche Küche.

Das Unternehmen wuchs rasch zur erfolgreichsten europäischen Restaurantkette mit rund 700 Restaurants allein in Deutschland und Österreich im Jahr 1978 und weltweit 1.600 Lokalen mit fast 30.000 Mitarbeitern. Filialen und Franchisebetriebe befanden sich schwerpunktmäßig in Europa, aber auch Übersee darunter in den USA, Japan, Südafrika. Neben den Restaurants wurden auch Hotels gebaut („Tourotels“ und „Wienerwaldhotels“), eigene Mastbetriebe eröffnet, der Gastronomiegerätehersteller WIWA und das Reiseunternehmen Jahn Reisen gegründet. 1980 erhielt das Unternehmen die österreichische Staatliche Auszeichnung und durfte damit das Bundeswappen im Geschäftsverkehr führen.

TellerDie rasche Expansion war in großen Teilen durch Kredite finanziert. 1982 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung einen Artikel in dem die Kreditwürdigkeit des Unternehmens angezweifelt wurde. Die Banken reagierten umgehend, indem sie die sofortige Rückzahlung der Kredite einforderten. Am 27. August 1982 mussten die Wienerwald-Holding AG und der Inhaber Friedrich Jahn in der Schweiz Insolvenz anmelden. Am 30. August 1982 folgten auch die Wienerwald GmbH Deutschland und weitere Beteiligungsgesellschaften und mussten verkauft werden. Auch die mittlerweile 880 Restaurants in den Vereinigten Staaten mussten verkauft werden[1]. Im September 1982 gab der im Vergleich befindliche Konzern eine Bilanzsumme von 479,6 Millionen Schweizer Franken bekannt.

Ende Juni 1986 erwarb Renate Thyssen den damals angeschlagenen Gastronomiekonzern „Wienerwald“ von der Bayerischen Landesbank, der Dresdner Bank und zwei Schweizer Banken für 12 Millionen Franken statt der ursprünglich veranschlagten 40 Millionen DM. Thyssen fungierte hierbei als Strohmann für Jahn, da eine Option die spätere Übernahme durch Jahn vorsah. Zur politischen Affäre kam es, da der Finanzberater von Thyssen, Dieter Krautzig, in der Verwertungsgesellschaft sowohl die Interessen der Bayerischen Landesbank als auch Thyssens vertrat, sowie weil der Landesbankpräsident Ludwig Huber zu dieser Zeit ein Verhältnis mit Thyssen hatte.[2] Jahn übergab ihr unentgeltlich seine Anteile und wurde dafür bei Wienerwald angestellt. Einige Wochen später kaufte Jahn die deutschen Wienerwald-Lokale für 2,5 Millionen DM. Nach dem Verkauf anderer defizitärer Tochterunternehmen in Frankreich, Schweden und Ägypten konzentrierte Thyssen sich auf das Kerngeschäft in Österreich mit den dortigen 54 Restaurants, 10 Autobahnraststätten, 5 Hotels und 1.500 Mitarbeitern. Das kollidierte mit einer Option für Jahn, nämlich bis zum 31. August 1987 die gewinnbringenden österreichischen Wienerwald-Lokale für 25 Millionen DM zuzüglich Steuern zu erwerben. Ende Januar 1987 wollte Jahn diese Option ausüben. Es begann ein juristischer Streit, der sich bis zu öffentlichen Beschimpfungen steigerte.[3] Jahn konnte schließlich das nötige Geld für die Option Ende August nicht erbringen. Öffentlich wurde die Affäre, als ruchbar wurde, dass Bankpräsident Huber im Juni für „Wienerwald Österreich“ in den Aufsichtsrat ging. Die Bayerische Landesbank war darüber nicht informiert worden, und so musste Huber als Präsident der Bayerischen Landesbank Anfang 1988 zurücktreten. Unter der Führung Thyssens stieg der „Wienerwald“ zum größten Gastronomieunternehmen in Österreich auf. 1988 kürte das österreichische Wirtschaftsmagazin „Erfolg“ sie zur Managerin des Jahres. Ende der 1980er Jahre veräußerte sie das Unternehmen an die Stadt Wien. Jahn musste 1988 die 230 Wienerwald-Gaststätten an den britischen Spirituosenhersteller Grand Met verkaufen.

In den 1990er Jahren existierte somit Wienerwald Österreich und Wienerwald Deutschland.

Postkarte

2002 befand sich Wienerwald Österreich in Insolvenz. Das Verfahren endete damals mit einem Ausgleich.

Wienerwald Österreich wurde 2003 vom Gastronomen Christian Ziegler von der Investorengruppe Altacon gekauft und erfolgreich saniert. In Österreich gab es auch Wienerwald-Hotels. Seit Januar 2006 gehörte Wienerwald dem BZÖ-Politiker Harald Fischl. Das Unternehmen sei zum Bilanzstichtag 2006 mit einer Million Euro überschuldet gewesen, bei einem Jahresumsatz von 10 Millionen Euro.[6] 2010 wurde Wienerwald Österreich von Peter Binder übernommen, dem Inhaber der Kette Schnitzl Land.[7] Aktuell betreibt das Unternehmen laut Unternehmenswebseite 8 Restaurants, davon fünf in Wien und drei in Oberösterreich und Kärnten.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Alfons Buhr betrieb bis zum 30. November 2007 ein Wienerwald-Restaurant in Westerland auf Sylt. Der Inhaber dieses Restaurants ist seit dem 1. Dezember 2007 die Hanseatisches Gastronomie Kontor GmbH, die auch das Jedermanns in Lübeck führt.

2003 musste die Firma mit 38 unternehmenseigenen und circa 50 Franchise-Filialen auf Grund der Hühnerpest und Konjunkturkrise zum zweiten Mal Insolvenz beantragen, auch der erste Wienerwald in der Münchener Amalienstr. 23 musste schließen. Das Verfahren konnte aber 2005 beendet werden, daraufhin verkündete Wienerwald, mit „Wienerwald Express“ erneut expandieren und bis 2009 70 weitere Filialen eröffnen zu wollen. In Anpassung an herkömmliche Schnellrestaurants sollte nicht mehr wie in der Vergangenheit auf Sitzplatz-Restaurants mit Bedienung am Platz, alpenländischen Stil und Schrammelmusik gesetzt werden, sondern eher auf Selbstbedienungsrestaurants mit Sitzecken und Expressbedienung sowie Fingerfood bzw. Fastfood anstatt bürgerlicher Küche. Der Lieferservice hendl@home lieferte Gerichte ähnlich wie beim Pizzaservice nach Hause oder an den Arbeitsplatz. 2006 waren bei der Wienerwald AG in Deutschland 105 Mitarbeiter beschäftigt, davon sieben Auszubildende. Die 65 Restaurants befanden sich schwerpunktmäßig in Süddeutschland.

Jahn01.jpg

Friedrich Jahn umgab sich wohl gerne mit Blondinen dieser Art …

Nachdem der Versuch weiterer Kapitalbeschaffung durch Auflegen einer Anleihe ohne Erfolg blieb, musste die Wienerwald AG am 2. April 2007 beim Amtsgericht München erneut Insolvenzantrag stellen (Nr. 1504 IN 1140/07), was zu weiteren Filialschließungen und Entlassungen führte.

Seit dem 1. Juni 2007 befindet sich der Markenname Wienerwald im Besitz der Kinder Friedrich Jahns, Margot Steinberg und Evi Peitzner. Im Jahre 2008 wurde unter einer neuen Geschäftsführung wieder vorsichtig expandiert, so entstanden neue Restaurants in Dresden, Duisburg, Essen, Rosenheim. Das Restaurant in Dresden wurde zwischenzeitlich geschlossen.

Seit Sommer 2010 kann man in zwei Prototypen in München das neue Wienerwald-Konzept mit neuem Innenraumdesign und neuen Gerichten wie z. B. Wraps, Salaten und Chicken Burger erleben. Zudem hat Wienerwald seit Sommer 2009 mittlerweile 33 Restaurants in der Türkei eröffnet. Am 14. April 2011 wurde das erste Wienerwald-Restaurant in Rumänien eröffnet. Derzeit gibt es zwei Wienerwald-Restaurants in Rumänien, beide in Bukarest.

Am 16. Februar 2012 wurde in Berlin wieder eine Wienerwald-Filiale eröffnet, nachdem Wienerwald dort einige Jahre lang nicht vertreten war. (Quelle. wikipedia)

Und hier nun diese Schallplatte (10″) aus dem Jahr 1968. Ich bezeichnete sie vorhin als dezent und zwar weil weder das Logo noch irgendein Hähnchen zu sehen sind. Es finden sich lediglich ein paar Zeilen von Friedrich Jahn, der natürlich seine „Wienerwald-Brathendlstationen“ anpreist:

Grußwort
Musikalisch werden dann halt jene Melodien angeboten, die man wohl als typisch wienerische Melodien bezeichnen kann (also: sentimental-kitschig-wehmütig) … warum auch nicht. Das „Harry-Lime-Thema“ fehlt natürlich auch nicht und dann gibt es noch zwei Kompositionen von Friedrich Schall, die speziell für die Gastronomie-Kette Wienerwald komponiert wurden („Wienerwald Marsch“ und „Das Lied vom Wienerwald“).

Ich habe dieser Präsentation noch 2 Artikel beigelegt: Einmals aus der „Zeit“ über das Scheitern des Friedrich Jahns und dann noch die „Wienerwald-Story“ aus dem Magazin „Franchise-Erfolge“ (6/2005)

DieWienerwaldStory1A

Besetzung:
Alfons Bauer (zither)
Inge Drexel (vocals)
Erich Giuliani (vocals)
Hubert Knoflach (zither)
+
Die Wienerwald-Meisterschrammler
Blaskapelle Willy Bössl

BackCover1

Titel:
01. Das silberne Kanderl (Fiebrich) 4.25
02. Wiener Fiakerlied (Pick) 4.21
03. Secht’s Leutl’n so war’s  (Domanig-Roll/Allmeder) 3.30
04. Café Mozart (Karas) 2.19
05. Wienerwald Marsch (Schall) 2.00
06. Harry-Lime-Thema (Karas) 2.24
07. Herr Doktor, Erinnern Sie Sich Noch An’s Zwölfer Jahr…  (Huebsch/Haller) 5.15
08. Mei Muatterl aar a Weanerin (Gruber) 4.13
09. Ein kleiner Lausbub  (Schima/Schneider) 4.02
10. Das Lied vom Wienerwald (Schall) 1.54

LabelB1.jpg

*
**

Noch ne Postkart (wo einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen könnte)

Noch ne Werbe – Postkarte (wo einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen könnte)

Weihnachten 2018 (04): Verschiedene Interpreten – Schlesische Weihnacht – Bei ins derrheeme (1963)

SchlesischeWeihnachtFCDiese Weihnachtsaufnahmen aus der schlesischen Region habe ich schon mal vor Jahren anderweitig präsentiert. Hier er Text, wie ich ihn damals formulierte hatte:

Die Heimatvertriebenen waren in der jungen Bundesrepublik Deutschland ein sehr eifriges Völkchen und neben den damals üblichen politischen Aktivitäten zur Wiedervereinigung pflegten sie auch eifrig die Bewahrung des kulturellen Erbes ihrer Heimat, die sie durch die Vertreibung verloren hatten. Und so gab es natürlich auch jede Menge weihnachtlicher Angebote aus der alten Heimat.

Hier nun ein Weihnachtsalbum mit Texten und Melodien aus dem alten Schlesien. Das Manuskript und die Regie für dieses Album stammt von Alfons Teuber;

SchlesischeWeihnachtBCAlfons Teuber (* 15. Mai 1903 in Breslau; † 23. Juli 1971 in Haag bei München[1]) war ein deutscher Schriftsteller und Schauspieler.

Alfons Teuber, gelernter Bäcker, ging 1932 nach München und studierte dort Schauspiel bei Otto Falckenberg. Später spielte er an den Kammerspielen und am Staatstheater und schrieb Dramen und Komödien.

Im Kino war Teuber unter anderem in den Filmen Quax, der Bruchpilot und Die Brücke zu sehen. (Quelle: wikipedia).

Teuber war aber auch sehr aktiv in der Heimatvertriebenen-Bewegung und er hat in diesem Bereich viele kulturelle Schätze gepflegt, konserviert und veröffentlicht.

Nun, das Album ist eben voll mit üblichen Weihnachtsgeschichten und der entsprechenden Musik, wobei insbesondere die Instrumental-Teile des Albums sich bis heute sehr hübsch anhören. Und das „Transeamus“ ist ja ganz sicher ein Klassiker der Weihnachtsmusik.

Damals erhielt ich folgende Leserzuschrift, die mich freute und irgendwie auch bewegte:

Einfach wunderbar – vielen, vielen Dank! Ich habe diese Aufnahmen seit fast 40 Jahren nicht mehr gehört. Als Kind musste ich mir die Platte gemeinsam mit den Eltern und Geschwistern an Weihnachten immer anhören (mit der Betonung auf „musste“;-)). Die Platte ist seit Jahrzehnten verschollen. Beim erneuten Hören nach langer, langer Zeit werden Kindheitserinnerungen wach, mir kommen fast die Tränen… Nostalgie pur! Ich bin sicher, dass ich nichts Illegales tue, wenn ich diese Aufnahmen meiner 92-jährigen Mutter zur Verfügung stelle. Ein ganz großes Dankeschön noch mal!!
Andreas M. Wittig
Übrigens… der erwähnte Autor Josef Wittig beim Titel 4 ist mein Großonkel.

Also: viel Vergnügen mit diesen alten Klängen ! Diese LP stammt wieder mal aus  meinem Fundus familiärer Schalldokumente. Diese LP war das Lieblingsalbum meines Vaters, der eben aus Schlesien stammte.

SchlesischeWeihnacht

Alfons Teuber

Titel:
01. Glockengeläut der Kirche von Wang im Riesengebirge 0.22
02. Alfons Bauer, Eva Pflug u.a.: Heimatlied aus Schlesien + Gruß an die alte Heimat (Traditional) 1.26
03. Glatzer Gesangstrio: Auf, ihr Hirten (Traditional) 0.54
04. Christian Marschall: Die Glatzer Neisse (Wittig) 1.45
05. Schlesischer Heimatchor: O Freude über Freude (Traditional) 1.19
06. Alfons Teuber: Morgenstimmung in der Bauernstube (Schenke) 0.50
07. Alfons Bauer: Zitherklänge auf der Baude (Kraus) 0.36
08. Elionor von Wallerstain: Die Legende vom einfachen Büble (Traditional) 1.43
09. Glatzer Gesangstrio: Auf dem Berge, da wehet der Wind (Traditional) 1.07
10. Alfons Bauer: Schlesische Weihnachtsmusik (Traditional) 1.33
11. Herbert Kroll & Elionor Wallerstain: Volksbäuche am Heiligen Abend (Teuber) 1.44
12. Kinderchor: Vom Himmel hoch da komm ich her (Luther) 1.15
13. Die Wölkinger Turmbläser: Weihnachtliche Turmmusik (Traditional) 0.44
14. Ilse Siano: Rorate-Amt (Traditional) 1.10
15. Kinderchor: Ecca Dominus (Traditional) 0.52
16. Kinderchor: Ihr Kinderlein kommet (Traditional) 0.39
17. Ilse Siano, H. Kroll & Alfons Teuber: Nikolo Szene (Traditional) 3.50
18. Glatzer Gesangstrio: Es tagt ja schon (Traditional) 1.08
19. Eva Pflug & Alfons Bauer: Das Riesengebirge + Weihnacht im Riesengebirge (Hauptmann/Traditional) 2.03
20. Christian Marschall: Die Schlittenfahrt (Schwarz) 0.33
21. Glatzer Gesangstrio: Inmitten der Nacht (Traditional) 1.16
22. Eva Pflug: Maria mit dem Jesukind ist schon auf der Reise (Richter) 0.37
23. Schlesischer Heimatchor: Schlaf wohl, du Himmelsknabe du (Traditional) 1.23
24. Herbert Kroll: Verse von Angelus Silesius (Silesius) 0.22
25. Kinderchor: Kommet ihr Hirten (Traditional) 1.22
26. Elionar Wallenstaun, Christian Marschall & Alfons Teuber: Im Schoberhäusl (Keller) 4.22
27. Alfons Bauer: Weihnachtliche Zithermusik aus Schlesien (Bauer) 0.49
28. Alfons Bauer: Stille Nacht, heilige Nacht (Gruber) 1.08
29. Eva Pflug & Christian Marshall: Erinnerungen an die Oder + Glockengeläut des Breslauer St-Johannes-Domes (Teuber) 2.06
30. Schlesischer Heimatchor: Transeamus (Traditional) 2.53

LabelB1.JPG

*
**

Alfons Bauer – Moskauer Nächte (1967)

FrontCover1Die spannendste Frage bei diesem Album kann ich nicht beantworten:

Wie kam der bayerische Zitherkönig Alfons Bauer dazu, ausgerechnet für Amiga Schallplatten mindestens 3 Langspielplatten zu veröffentlichen ?

Nach „Zither Party“ und „Alfons Bauer und seine Almdudler“ dann eben diese „Moskauer Nächte“.

Der Titel war natürlich für die DDR auch als Brudergruß an die UdSSR gedacht, aber auch bei uns im Westen gab´s damals eine – für mich ein wenig rätselhafte – Neigungen, sich mit Klängen die scheinbar so direkt aus der russischen Seele kam, zu versorgen.

Nun ein paar Infos über diesen Alfons Bauer, der schon auch ein schräger Vogel war (verkleidet als „Alfonsine“ im prächtigen Dirndl G’wand bei einem seiner berühmt-berüchtigten Hausbälle brachte ihm neben 100 roten Rosen und 5 Heiratsanträgen allerdings auch eine Strafanzeige wegen Beleidigung ein, was letztlich allerdings ohne Folgen blieb; siehe Biografie von Christoph Schwarzer)

Alfons Bauer (* 13. Mai 1920 in München-Freundorf; † 3. Februar 1997) war ein deutscher Komponist und Zitherspieler.

AlfonsBauer.jpgAlfons Bauer erlernte als 8-Jähriger das Zitherspiel und nahm als 15-Jähriger seine erste Schallplatte auf. Nach der Schule erlernte er zunächst den Beruf des Hutmachers, da seine Eltern ein Hutmachergeschäft betrieben. Anschließend studierte er am Konservatorium in München Klavier und Tonsatz. Bis in die 1950er Jahre hatte er schon mehr als 1 Million Schallplatten mit seiner Zither verkauft. Dann gründete er eine eigene Schallplattenfirma und war auf dem Sektor der volkstümlichen Musik tätig. Er schrieb auch Titel für andere Künstler, zum Beispiel für Maria und Margot Hellwig, Hansl Krönauer und Esther Egli. Er komponierte über 200 Titel.

Bauer spielte auch zusammen mit dem Orchester James Last und dem Berliner Rundfunkorchester Melodien von Johann Strauß bis Robert Stolz und Ralph Benatzky ein. Er gehörte zusammen mit Rudi Knabl zu den erfolgreichsten Zitherspielern des 20. Jahrhunderts.

Er war seit 1968 verheiratet mit der Sängerin und Folklore-Tänzerin Rita geb. Fendt. Aus seiner ersten Ehe hat er eine Tochter.

Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Gauting . (Quelle: wikipedia)

Im Rahmen dieses Genres hat er mit diesem Album ein durchaus angenehm-geschmackvolles Album produziert … meine ich mal.

BackCover1.jpg

Besetzung:
Alfons Bauer (zither) und sein Ensemble

Alfonsine.jpg

Alfons Bauer als „Alfonsine“

Titel:
01. Moskauer Nächte (Solojow/Sedoi) 2.21
02. Stenka Rasin (Traditional) 1.57
03. Weites Land (Barthel) 2.19
04. Kiewer Walzer (Maubopogol) 2.35
05. Tscherkessen-Tanz (Pleyer) 2.31
06. Abendglocken (Traditional) 2.37
07.  Mitternacht in Moskau (Krapf) 2.28
08. Habe Mitleid (Traditional) 2.31
09. Taiga-Fahrt (Artmeier) 2.34
10. Moskauer Spaziergang (Artmeier) 2.19
11. Schwarze Augen (Traditional) 2.21

LabelB.jpg
*
**

Alfons Bauer Sextett – Party bei Alfons (1968)

FrontCover1Aha … so klingt das also, wenn er Alfons Bauer zur Party lädt … zumindest so klang das damals, als man wohl versucht war, der aufkeimenden Partylaune der Jugend auch was dagegen zusetzen und sei´s nur deshalb, um der reiferen Jugend auch mal so ne Party zu spenden.

Freilich die Musik dieser LP hätte bei der damaligen Jugend allenfalls schallendes und gröhlendes Gelächter ausgelöst.

Alfons Bauer, eigentlich ein sachkundiger Musiker traditoneller Volksmusik versucht sich hier als Partylöwe …

Und gelegentlich überrascht er sogar ein wenig:

Bei „Tiritomba“ spielt er mit so einem Tremolo, als hätte er vorher die „Shadows“ gehört und „Mein Hut der hat drei Ecken“ beginnt dann gleich mal mit einem knackigen E-Bass und der Drummer wird geradezu ekstatisch. der „Radetzky-Marsch“ kommt dank der sanften Zitherklänge so gar nicht militärisch daher, bei „Haberna“ kommen Percussion-Instrumente zum Einsatz …

Da kann jeder für sich – wenn man denn mag – kleinere Soundüberraschungen hören und na ja … der legendäre „Can-Can“ ist nicht totzukriegen.

Von daher: eine LP mit hohem Drolligkeitsfaktor !

Prost

Prost ! (Man beachte die beachtliche Auswahl an Spirituosen)

Besetzung:
Alfons Bauer (zither)
+
Das Alfons Bauer Sextett

BackCover1

Titel:
01 La Paloma (Yradier) 2.31
02. Amboss-Polka (Traditional) 1.33
03. Bacarole (aus Hoffmanns Erzählungen) (Offenbach) 2.06
04. Radetzky-Marsch (Strauss sen.) 2.04
05. Tiritomba (Traditional) 1.48
06. Mein Hut der hat drei Ecken (Paganini) 1.45
07. Haberna (Ja, die Liebe hat bunte Flügel (aus Carmen) (Bizet) 2.38
08. Schwarze Augen (Traditional) 2.22
09. Cancan (aus Orpheus in der Unterwelt) (Offenbach) 2.00
10. Overtüre (zu Die lustigen Weiber von Windsor) (Nicolai) 1.42
11. Aloah Oé (Traditional) 2.09
12. Jägerchor (Aus Der Freischütz) (Weber) 2.02
13. Santa Lucia (Traditional) 1.54
14. Wiegenlied (Traditional) 2.17

LabelB1

*
**

Verschiedene Interpreten – Rund um´s Hofbräuhaus (1955)

FrontCover1So, bevor ich nun den Koffer packe … hier noch ein kleiner musikalischer Gruß aus München:

Eine 10 “ Scheibe, justament aus dem Jahr 1955 .. jenem Jahr, als ich das Licht der Welt erblickte …

„Rund um´s Hofbräuhaus“ … was kann man da erwarten:

Nun ja, jene folkloristische Musik, die Touristen von Hamburg bis Japan die Tränen in die Augen treibt … wobei vermutlich diese Gefühlswallungen in Beziehungen stehen … wieviele Maß man intus hat.

Wir hören den frühen Max Greger, wie hören Jodelmusik und wir hören den legendären Weiß Ferdel mit seinem Klassiker „Ein Wagen der Linie 8“ … ich kann mich heute noch köstlich über dieses urtypische Münchner Lied aus dem Jahr 1948 erfreuen.

Single1948

Besetzung:

Max Greger und seine Münchner Musikanten

Alfons Bauer mit seinem Orchester;
Alfons Bauer (zither)
Michel Berger (vocals)
Loni Heumann (vocals)

Weiß Ferdl

 Jodel-Duo Geschwister Fahrnberger

Rudi Knabl und seine Volksmusikanten

Bauernkapelle Radio Vorarlberg

Rudi Knabl + Anni Fahrnberger:
Anni Fahrnberger (vocals)
Rudi Knabl (zither)

BackCover1

Titel:
01. Max Greger und seine Münchner Musikanten: Bayrisches Bilderbuch 3.37
02.Alfons Bauer mit seinem Orchester: Almenrausch und Edelweiss 3.44
03. Weiß Ferdl: Ein Wagen der Linie 8 (Ritt/Ferdl) 7.05
04. Jodel-Duo Geschwister Fahrnberger; Jodelpost 3.13
05. Rudi Knabl und seine Volksmusikanten: Alt-bayrischer Ländler 2.44
06. Bauernkapelle Radio Vorarlberg; Erzherzog Johann-Jodler 3.04
07. Rudi Knabl + Anni Fahrnberger: Bayrisches Bilderbuch 3.14
+
08.  Weiß Ferdl: Ein Wagen von der Linie 8 (Originalversion 1948) (Ritt/Ferdl) 9.39

LabelB1

*
**

Alfons Bauer – Unbeschwert mit Alfons Bauer (Ende 50er Jahre)

FrontCover1Und da ist er mal wieder, der ungekrönte König der Zither, der ein beachtliches Maß an Musikaufnahmen hinterlassen hat.

Und dass er damit ziemlich erfolgreich war, zeigt nicht nur die Tatsache, dass er 1967 sein eigenes Label „Isarton“ gründen konnte (die ersten LP produzierte er mit Maria und Margot Hellwig), sondern dass er sich dann auch noch 1977 auf Teneriffas (Spanien) nicht nur ein feines Ferisnhaus, sondern dort auch noch ein eigenes kleines Studio einrichten ließ.

Es sei ihm gegönnt.

Auf diesen Aufnahmen – anders als bei vielen, vielen anderen … zeigt er sich Teil eines Ensembles („Die fröhlichen Geiger“) und so erklingt seine Zither eingebettet in schwungvollen Streichermelodien und das ergibt einen wirklich netten Sound.

AlfonsBauer

Besetzung:
Alfons Bauer (zither)
+
Die fröhlichen Geiger

BackCover1

Titel:
01. Herzensfreude (Kraus) 2.50
02. Charlott (Bauer) 2.44
03. Unbeschwert (Schmid) 2.31
04. Herziges Mädel (Bauer) 2.20

LabelB1
*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net