Verschiedene Interpreten – Saison in Salzburg (Fred Raymond) (1961)

FrontCover1Fred Raymond (* 20. April 1900 in Wien als Friedrich Raimund Vesely; † 10. Januar 1954 in Überlingen) war ein in seiner Zeit überaus erfolgreicher österreichischer Schglager- und Operetten – Komponist.

Hier eine Single (extended play) mit einem Querschnitt aus seiner Operette „Saison in Salzburg“ (Alternativtitel: „Salzburger Nockerln)“:

Das Werk erlebte seine Uraufführung am 31. Dezember 1938 an den Städtischen Bühnen in Kiel.

Die Operette spielt in der österreichischen Stadt Salzburg und im nahegelegenen Wallfahrtsort Maria Plain zur Zeit der Uraufführung, also in den späten 1930er Jahren.

Der Eigentümer des Gasthauses „Zum Salzburger Nockerl“, Alois Oberfellner, hat sein Lokal vollkommen heruntergewirtschaftet, sodass er jetzt pleite ist. Morgen soll die Wirtschaft versteigert werden. Toni Haberl, der Wirt vom „Blauen Enzian“, rechnet sich gute Chancen aus, den Zuschlag zu bekommen. Allerdings fehlt ihm noch das geeignete Personal, vor allem für die Geschäftsführung und die Küche. Als Kandidatin für diese Aufgaben hat er Vroni Staudinger ins Auge gefasst. Sie hat den Ruf, die beste Mehlspeisköchin von Salzburg zu sein. Er weiß auch, dass er ihr nicht unsympathisch ist. Was also liegt näher, als ihr einen Heiratsantrag zu machen? Vroni ist gleich Feuer und Flamme, als sie Tonis Absichten vernimmt. Rasch inszeniert sie ein Zerwürfnis mit ihrem Chef. Dies hat zur Folge, dass ihr fristlos gekündigt wird.

Fred RaymondDer Parfümeriefabrikant Max Liebling hat ein Auge auf Erika Dahlmann geworfen. Die aber schwärmt nur für den Rennfahrer Frank Rex. Der wiederum verehrt Steffi Oberfellner, die Nichte des insolventen Nockerlwirts. Steffi ist gerade aus Wien angereist, um ihrem Onkel in der Hauptsaison tatkräftig unter die Arme zu greifen. Dass dessen Gasthaus unter den Hammer kommen soll, erfüllt sie mit Sorge.

Um Erikas penetranten Nachstellungen zu entgehen, hat Frank mit einem Bergführer die Kleidung getauscht. Unter dem Namen „Franz Rieger“ schmeichelt er sich bei Steffi ein und hört sich ihre Sorgen an. Dann beauftragt er seinen Mechaniker F. W. Knopp, das „Salzburger Nockerl“ zu ersteigern und Steffi als Wirtschafterin anzuwerben. Dies gelingt ihm auch, was bei Toni und Vroni Unmut hervorruft. Auf Steffis Bitten hin stellt Knopp auch noch den „Bergführer Franz Rieger“ als Hausbursche ein.

Während sich Toni immer mehr zu Steffi Oberfellner hingezogen fühlt, bändelt Vroni ungeniert mit dem Parfümeriefabrikanten an. Darüber geraten Toni und Vroni in Streit, der damit endet, dass Vroni ihrem frisch Verlobten den Laufpass gibt und zur Konkurrenz überläuft.

Mittlerweile haben Christian Dahlmann und seine Tochter Erika herausgefunden, wo sich Frank Rex vor ihnen versteckt. Unverblümt sagen sie Steffi Oberfellner, wer ihr angehimmelter „Franz Rieger“ in Wirklichkeit ist. Steffi glaubt jetzt, einem Betrüger auf den Leim gegangen zu sein. Flugs lässt sie sich als Köchin im „Blauen Enzian“ anheuern. Das Ergebnis dieses Tohuwabohus sind drei Paare, von denen jeweils zumindest ein Teil für den andern nichts empfindet.

Tags darauf treffen alle Beteiligten im Wallfahrtsort Maria Plain wieder aufeinander, wo ein Fest mit Tanz gefeiert wird. Olga Rex, die lebenskluge und praktisch veranlagte Tante des Rennfahrers, zieht nun die Fäden und sorgt dafür, dass sich der Knäuel entwirrt und sich die richtigen Paare in Eintracht wieder zusammenfinden: Frank und Steffi, Toni und Vroni sowie Max und Erika. (Quelle: wikipedia)

Notenheft02

Bei dieser Aufnahme aus dem Jahr 1961 wirkten etliche populäre Sänger mit, allen voran Peter Alexander und Renate Holm. Und die Veröffentlichung stand damals ganz sicher im Zusammenhang mit dem gleichnamigen Film, der Mit Peter Alexander als Hauptdarsteller ebenfalls 1961 in die Kinos kam. Aufmerksam lauschens sollten wir bei „Und die Musik spielt dazu“ … da gibt es feine Anleihen an den Jazz.

Alternatives Front+Back Cover

Besetzung:
Peter Alexander
Franz Fehringer
Renate Holm
Ralf Paulsen
+
Grosser Chor und grosses Operetten-Orchester unter der Leitung von Franz Marszalek

 

BackCover1

Titel:
01. Einleitung + Wenn der Toni mit der Vroni 2.37
02. Warum denn nur bin ich in dich verliebt 0.59
03. Reich mir die Hände 1.05
04. Enzian Marsch 2.12
05. Salzburger Nockerln-Walzer 1.22
06. Der Grosspapa von Grossmama 1.39
07. Weisst du denn, wie schwer es ist 1.15
08. Und die Musik spielt dazu 3.53

Musik. Fred Raymond:
Libretto: Max Wallner und Kurt Feltz

LabelB1

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Verschiedene Interpreten – Das gibt´s nur einmal – Die schönsten Tonfilm-Melodien von Werner Richard Heymann (1958)

FrontCover1Er war wohl ne ganz schön lange Zeit ne ganz große Nummer:

Werner Richard Heymann (* 14. Februar 1896 in Königsberg; † 30. Mai 1961 in München) war ein deutscher Komponist und Dirigent. Er gilt als einer der bedeutendsten Musikschöpfer der Weimarer Republik.

I
Berliner Gedenktafel am Haus Karolingerplatz 5a, in Berlin-Westend
Liedauskopplung mit Christels Lied aus dem Film Der Kongreß tanzt.
Einweihung von Heymanns Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin mit seiner Tochter (2012)

Seinen ersten Musikunterricht erteilte ihm Max Brode, der Leiter der Königsberger Philharmonie. Bereits im Alter von 12 Jahren trat Heymann in diesem Orchester als Violinist auf. Im Jahre 1912 siedelte er mit seinen Eltern nach Berlin über. Dort besuchte er die Königliche Hochschule für Musik; sein Lehrer war Paul Juon. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er für kurze Zeit – bis zur krankheitsbedingten Entlassung – Soldat.

Heymann01Nach einem kurzen Aufenthalt in Wien begann er als Komponist mit verschiedenen Berliner Kabaretts zusammenzuarbeiten, u. a. mit dem Kabarett „Schall und Rauch“, dessen Leiter seinerzeit Max Reinhardt war. Heymann übernahm die Leitung des Kabaretts. Mitte der 1920er Jahre trat er durch Vermittlung von Erich Pommer die Stellung eines Assistenten des Generalmusikdirektors der UFA an. Bereits kurze Zeit später, im Jahre 1926, stieg er selbst zum Generalmusikdirektor auf. Sein Zuständigkeitsbereich in dieser Position umfasste die Kompositionen und Arrangements von Stummfilmen. Die Ablösung des Stummfilms durch den Tonfilm kam Heymann in Anbetracht seines musikalischen Hintergrundes sehr entgegen und legte den Grundstein für seine späteren Werke, mit denen er sich Weltgeltung verschaffen sollte.

1933 wurde ihm wegen seiner jüdischen Abstammung von der UFA gekündigt. Er ging in die Emigration – zuerst nach Paris, dann versuchte er in Hollywood eine neue Heimat und Wirkungsstätte zu finden, was jedoch misslang. Er kehrte daher nach Paris zurück und ging später nach London. Ende der 30er Jahre begab er sich ein weiteres Mal in die USA. Diesmal gelang es ihm, dort Fuß zu fassen. In Hollywood komponierte er mit großem Erfolg zahlreiche Filmmusiken, unter anderem für die Ernst Lubitsch-Filme Ninotschka mit Greta Garbo und Sein oder Nichtsein. Er wurde mehrmals für den Oscar nominiert, u. a. für die Filmmusik für den Film Blaubarts achte Frau, die in Kooperation mit Friedrich Hollaender entstand.

Heymann03Im Jahre 1951 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er sich weiterhin dem Komponieren widmete und 1957 nach einem Kulturtest die deutsche Staatsbürgerschaft wiedererlangte.[1] Er heiratete in vierter Ehe die Schauspielerin Elisabeth Millberg, mit der er eine Tochter, Elisabeth Charlotte Trautwein-Heymann (* 3. November 1952), bekam. Heymann starb 1961 in München. Er ist auf dem Münchener Waldfriedhof (Neuer Teil) begraben.

Seine kompositorischen Werke sind sehr umfangreich und vielfältig. Sie umfassen Operetten, Bühnenwerke, Filmmusiken, Kabarettmusiken, Schlager, Chansons sowie Lustspiele. Er vertonte außerdem Texte von Robert Gilbert, Walter Mehring, Kurt Tucholsky, Leo Heller und vielen anderen. Den größten Bekanntheitsgrad erreichten seine Filmmusiken; als Interpreten traten u. a. Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann, Paul Hörbiger, Hans Albers und die Comedian Harmonists in Erscheinung.

Die Filmemacherin Helma Sanders-Brahms porträtierte ihn, sein Werk und die Zeit seiner größten Erfolge 2012 in ihrer letzten filmischen Arbeit, dem Dokumentarfilm So wie ein Wunder – Das singende Kino des Herrn Heymann.

Sein älterer Bruder war der Rechtsreferendar und Schriftsteller Walter Heymann (1882–1915). (Quelle: wikipedia)

Und hier hören wir auf einer kleinen EP einen bunten strauß seiner berühmtesten „Ton-Fim Melodien“ … neu eingespielt mit einer illustren Sängerschaft (Peter Alexander, Gerhard Wendland usw,)

Und den Gassenhauer „Ein Freund, ein guter Freund“ kennt man wohl heute noch.

Heymann02

Die musikalische Leitung bei diesen Aufnahmen hatte im übrigens Franz Marszalek, ein weiteres Urgestein er damaligen Unterhaltungsmusik:

Franz Marszalek (* 2. August 1900 in Breslau (Schlesien); † 28. Oktober 1975 in Köln) war ein deutscher Dirigent und Komponist.

Marszalek studierte in Breslau. Nach ersten Jahren musikalischer Tätigkeit in Schlesien (als Kino- und Theaterdirigent und als Kapellmeister bei der Schlesischen Funkstunde AG, dem Breslauer Rundfunk) war er ab 1933 in Berlin als Dirigent und gefragter Arrangeur (auch für den Tonfilm) tätig. In den Kriegsjahren arbeitete er beim „Reichsrundfunk“.

Von 1949 bis 1965 war er der Dirigent des Kölner Rundfunkorchesters. Mit diesem Orchester setzte er beim Westdeutschen Rundfunk Köln (WDR) Akzente im Bereich der Operette, der leichten Klassik und gehobenen Unterhaltungsmusik; so pflegte er beispielsweise intensiv das Werk seines Freundes Eduard Künneke. Ganz besonders setzte er sich auch für die von ihm sehr geschätzten Leo Fall und Walter Wilhelm Goetze ein. Er legte frühe Gesamtaufnahmen von Der Zigeunerbaron und Karneval in Rom (Johann Strauss (Sohn)), Das Land des Lächelns und Paganini (Franz Lehár) sowie Liebe im Dreiklang (Walter Wilhelm Goetze), allesamt mit Peter Anders, vor. Marszalek galt als „wandelndes Operettenlexikon“. Sein Können und seine Kenntnisse auf diesem Gebiet sind unerreicht.

Franz Marszalek

Seine Einspielungen, die durch natürliche Lebendigkeit und hohe Qualität hervorstechen, gehören auch heute noch zum Repertoire des Hörfunks. Zu den von ihm häufig eingesetzten Künstlern gehören u.a. Anny Schlemm, Franz Fehringer, Herta Talmar, Renate Holm, Ingeborg Hallstein, Sándor Kónya, Heinz Hoppe, Rita Bartos, Willy Hofmann, Benno Kusche, Willy Schneider und Herbert Ernst Groh. Für das Fernsehen betreute Marszalek in den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren die Musikaufnahmen etlicher Operettenproduktionen (u.a. mit dem jungen Fritz Wunderlich). Nicht nur im Rundfunk und Fernsehen, sondern auch in der Schallplattenindustrie war Franz Marszalek tätig. Das Label Polydor der Deutschen Grammophon veröffentlichte in den 1950er und 1960er Jahren Dutzende von Operettenquerschnitten und Komponistenbildern, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Marszalek war nicht nur ein eminenter Operettendirigent. Mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester nahm er ein umfangreiches Repertoire klassischer Musik auf. Auch hier, wie im Bereich der Operette, spielte er viele Raritäten ein.

Daneben betreute Franz Marszalek in den 1950er und 1960er Jahren eine Rundfunksendung des WDR unter dem Titel Herr Sanders öffnet seinen Schallplattenschrank, in der er klassische Musik und Opern in historischen Aufnahmen vorstellte.

Sein Sohn war der Kameramann Michael Marszalek (1930–2014). Die Grabstätte Marszaleks befindet sich auf dem Westfriedhof in Köln. (Quelle: wikipedia)

Wohlan … tauchen qir ein in all die Glückseligkeit der frühen, deutschen Tonfilme … für Nostalgiker ein garantiertes Gänsehautgefühl, zumal diese EP wieder mal das Prädikat „astrein“ verliehen bekommt.

SunshineQuartett

Besetzung:

Gesang:
Peter Alexander, – Herbert Ernst Groh – Maria Mucke – Herta Talmar – Gerhard Wendland,
+
Comedien-Quartett – Roland-Trio – Sunshine-Quartett
+
Großes Operettenorchester
+
Gemischter Chor

Musikalische Leitung: Franz Marszalek

BackCover1

Titel:

01. Das gibt´s nur einmal (Teil 1) 5.47
Das gibt´s nur einmal – Das muss ein Stück vom Himmel sein –  Hoppla, jetzt komm ich – Erst kommt ein großes Fragezeichen – Einmal schafft´s jeder – Es führt kein andrer Weg zur Seligkeit – Irgendwo auf der Welt – Das ist die Liebe der Matrosen

02. Das gibt´s nur einmal (Teil 2) 5.29
Du bist das süssete Mädel auf der Welt – Ein Freund, ein guter Freund – Liebling, mein Herz lässt dich grüßen – Wir zahlen keine Miete mehr – Eine Nacht in Monte Carlo – Das gibt´s nur einmal

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