Soul (Esoterische Zeitschrift) – Januar Februar 2000

TitelGanz sicher nicht mein Spezialgebiet: „Gesundheit + Esoterik“:

Aber dennoch beschäftige ich mich hin und wieder mit Dingen, die mir eher fremd sind … Stichwort: Erweiterung des eigenen Horizonts.

Und da kam mir diese ganz spezielle Zeitschrift gerade recht.

Leder konnte ich so gar nichts über dieses Magazon im Internet finden, selbst in einer umfangreichen Liste von spirituelle Zeitschriften (da finden sich dann 89 unterschiedliche Zeitschriften !) gibt es keine weiterführenden Informationen (siehe: mystica.tv/rezensionen/zeitschriften).

Und die Herausgeberin dieser Zeischrift hießen dann auch noch Evi Paul und Wolfgang Paul. Diese Namen suche man mal in google … ggg

Der Verlagsort war München und man definierte sich als Zeitschrift für „Gesundheit + Esoterik in Österreich und Bayern“.

Nun gut, eigentlich hätte ich da gerne mehr „liefern“ wollen.

Aber nun zu diesem Heft. Es hat ein verdammt wichtiges Thema: Angst. Und dieses Thema spricht mich aus zweierlei Gründen an. Zum einen war ich ja 11 Jahre in einem Sozialpsychiatrischem Dienst tätig und in dieser Zeit hatte ich natürlich mit den unterschiedlichsten Formen von Angststörungen zu tun.

Zum andere musste ich bei mir feststellen, dass meine Höhenangst mit zunehmendem Alter ganz schön zugenommen hat (einschließlich einer veritablen Panikattacke im letzten Jahr … meine Fresse … da war ich ganz schön fertig.)

Und natürlich ist Angst auch in diesen Monaten der Corona Pandämie von großer Bedeutung.

Und nachdem Angst eben die Titelstory un Schwerpunkt dieser Ausgabe war, ergeben sich dann auch die einzelnen Themen:

  • Informationen über die Ananas
  • Titelstory: Angst
  • Höllische Angst aus heiterem Himmel
  • Wenn Kinder Angst haben
  • Yoga als Hilfe gegen Angstund Depression
  • Angst aus der Sicht der Traditionellen chinesischen Medizin
  • Spiritualität und Esoterik: Weg oder Irrweg ? (Dieser Artikel ist eigentlich ne Schleichwerbung für den  Esoterik König Kurt Fingerlos aus Österreich
  • Geheimnisvolles Salzkammergut
  • Darmreinigung mit Hilfe von Kräter-Kräften
  • Buchtipps, vegetarische Reszepte
  • Tierische Mythen

Ich bezweifle ja gar nicht, dass all die Autorinnen und Autoren mit einer ganz großen Ernsthaftigkeit sich an ihre Zeilen gemacht haben …

Bei so manchen Anzeigen hingegen hat sich meine Stirn in große Falten gelegt … Ei, ei, ei … mit der Esoterik ist das schon so ne Sache … 

Aber in einer solchen Zeitschrift zu blättern, kann durchaus interessant sein …

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Wirklich lesenswertes über die Ananas

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Ich würde weiterhin eher den psychoanalytischen Ansatz bevorzugen

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Und genau das ist die Frage … 

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Nicht minder lesenswert

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Sachen gibt´s … 

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Die Rückseite des Heftes

Dieses Heft stammt aus dem schier unerschöpflichen Fundus der Graugans …

… vielen Dank !

Underground (Zeitschrift) – Juli 1969

UndergroundJuli69_01AGeradezu sträflich vernachlässigt habe ich die Serie „underground“, jene Schülerzeitung aus dem famos-großartigem Verlag Bärmeier & Nikel, die dem aufgeschlossenem und progressiven Schüler Ende der 50er Jahre mit den nötigen Informationen und Thesen versorgte.

Mehr über die Geschichte dieses wirklich ambitionierten Projektes findet man hier.

Also: Asche auf mein Haupt und ich werde zukünftig regelmässiger diese Publikation präsentieren, da gebe ich mein Ehrenwort (hat hoffentlich ne andere Qualität als das Ehrenwort jenes Barschel, der vor vielen Jahren … ach lassen wir das mal für´s erste).

Dieses Heft ist leider ein wenig zerfleddert, da der Vorbesitzer meinte, er müsse wohl zwei Fotos ausschneiden (davon ist leider auch das Titelbild – wie man sehen kann – betroffen).

Dafür ist dieses Heft aber vollständig, wenngleich ich dazu anmerken muss, dass mir dieses Heft als das bisher schwächste Heft erscheint.

Hier ein paar Highlights aus dem Inhalt:

  • Lehrlinge demonstrieren für bessere Berufsausbildung
  • Diese Gesellschaft hat Lungenentzündung (eine Diskussion mit Hans Habe)
  • Sexualität und Agression (Helmut kentler über Sexualerziehung; ganz wichtig damals !)
  • Urlaub nach Maß (Wie man autoritäre Ferien vermeidet)
  • Ganz in schwarz: Roy Black

sowie die üblichen Rubriken (Buch, Platten-und Filmtipps) … und dann noch die Rubrik „Klimbim“ … man lese diese Kleinanzeigen und man erfährt sehr, sehr viel auch über die damaligen Nöte junger Menschen … empfehlenswert !

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Das war damals wohl ne heftige Provokation: Stell mir gerade meine Eltern vor, wenn ich das damals in meinem Zimmer aufgehängt hätte *ggg*

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So sahen sie damals aus: die weiblichen Fans von Roy Black

So sahen sie damals aus: die weiblichen Fans von Roy Black

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Hätte auch in der Satire-Zeitschrift "pardon" publiziert werden können; versteht man allerdings nur, wenn man noch weiß, wer Heinrich Lübke war ...

Hätte auch in der Satire-Zeitschrift „pardon“ publiziert werden können; versteht man allerdings nur, wenn man noch weiß, wer Heinrich Lübke war …

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Fliegende Blätter (Zeitschrift) – Heft Nr. 4 (1865)

TitelDa ist mir neulich eine feine Sammlung der alten Zeitschrift „Fliegende Blätter“ ins Haus geflattert (ein herzliches Dankeschön an den Spender, der anonym bleiben möchte):

Fliegende Blätter war der Name einer humoristischen, reich illustrierten deutschen Wochenschrift. Die Fliegenden Blätter erschienen von 1845 bis 1928 beim Verlag Braun & Schneider, München. Sie wurden 1929 mit der Zeitschrift Meggendorfer-Blätter vereinigt und erschienen bis 1944 unter dem Titel Fliegende Blätter und Meggendorfer-Blätter beim Verlag J. F. Schreiber, München und Eßlingen a. N. Die künstlerische und drucktechnische Güte der Zeitschrift war berühmt.

Zudem war Fliegende Blätter die Bezeichnung von Aphorismen des Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi, die 1817 im Taschenbuch Minerva publiziert wurden.

Kaspar Braun zeigte sich vor allem für die Illustrationen verantwortlich, während sich Friedrich Schneider vor allem um die Texte kümmerte. Neben Karikaturen wurden Gedichte und Erzählungen in den Fliegenden Blättern veröffentlicht, etwa Die Gedichte des schwäbischen Schulmeisters Gottlieb Biedermaier und seines Freundes Horatius Treuherz (seit 1855) von Adolf Kußmaul.

Die einzelnen Ausgaben bestanden aus je acht, lange Zeit undatierten, Seiten und erschienen in einem wöchentlichen Turnus.

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Weitere Ausgaben

Einer Meldung in der Leipziger Zeitung zufolge hatten die Fliegenden Blätter im März 1847 eine Auflage von 15.000 Exemplaren.

Allgemeine Wertschätzung erfuhren die Fliegenden Blätter für ihre zielsichere, satirische Charakterisierung des deutschen Bürgertums. Beliebte Serienfiguren aus der Zeitschrift waren seit 1845 die beiden Typen Biedermann und Bummelmaier (aus ihren Namen entstand der Begriff Biedermeier). Daneben gab es beispielsweise die Abenteuer des fiktiven Barons Eisele und seines Hofmeisters Dr. Beisele zu lesen.

Die Illustrationen in den Fliegenden Blättern stammten von namhaften Künstlern wie Heinrich von Arx, Ferdinand Barth, Wilhelm Busch, Gustav Adolf Closs, Eugen Croissant, Karl Elleder, Josef Nikolaus Geis, Eugen Horstig, Hans Kaufmann, Kaspar Kögler, Franz Kreuzer, Adolf Oberländer, Franz Graf von Pocci, Carl Reinhardt, Emil Reinicke, René Reinicke, Franziska Schlopsnies, Carl Spitzweg, Hermann Stockmann, Gustav Traub, Hermann Vogel und vielen anderen. (Quelle: wikipedia)

Die „Fliegenden Blätter waren also eine der ganz frühen satirischen Zeitschriften in Deutschland … und nachdem für mich Satire lebensnotwendig ist, freue ich mich sehr, mit diesem Heft (Nr. 4, 1865) die Präsentationsreihe zu eröffnen.

Dieses Heft enthält einen „Bericht“ über das närrische Treiben von tanzwütigen Frauen und Männern (noch heute ein amüsanter Spaß !) sowie diverse Spottgedichte, vornehmlich auf die Obrigkeit .. .Jawohl, so gehört sich das auch !

Und auch all die Illustrationen sind mit „spitzer Feder“ gezeichnet … und  für dieses völlig veraltete Malstil kann – zumindest – ich mich auch heute noch erwärmen (Ich mag ja auch all die alten Sherlock Holmes Illustrationen).

Von daher ein kleines Heft (8 Seiten) für den Liebhaber deutscher Satirekunst.

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Ziemlich avantgardistisch für das Jahr 1986, würde ich mal sagen

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Demnächst in diesem Theater:

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Der komplette Jahresband aus dem Jahr 1845

Telefunken – Sprecher (Aktuelle Informationen für den Fachhandel) – Heft 45 (1968)

TitelUnter dem etwas holprigen Titel „Telefunken – Sprecher“ veröffentlichte die Telefunken seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ihre „aktuellen Informationen für den Fachhandel“.

Zur Erinnerung:

Die Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H. (ab 1955 Telefunken GmbH) war ein deutsches Unternehmen der Funk- bzw. Nachrichtentechnik. Telefunken und seine Nachfolgeunternehmen bauten Sende- und Empfangsgeräte für die Funktelegrafie, den Rundfunk sowie die drahtlose und kabelgebundene Übertragungstechnik. Das 1903 von den beiden Elektrokonzernen Siemens & Halske (S & H) und AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft) gemeinsam gegründete Unternehmen hielt über 20.000 Patente, war führend an der Entwicklung der Radartechnik beteiligt und Erfinder des Farbfernsehens nach dem PAL-System.

Ab 1941 war Telefunken ein hundertprozentiges AEG-Tochterunternehmen. Nach der Umwandlung zur TELEFUNKEN AG im Jahr 1963 entstand durch die Fusion mit der Muttergesellschaft Anfang 1967 die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft AEG-TELEFUNKEN. Die Firma wurde 1979 in AEG-Telefunken Aktiengesellschaft geändert.

Georg Graf von Arco

Telefunken-Mitbegründer
Georg Graf von Arco (1931)

Nach der Übernahme durch Daimler-Benz im Jahre 1985 änderte sich deren Name in AEG Aktiengesellschaft und die restlichen Telefunken-Geschäftsbereiche wurden diversen neuen Gesellschaften übertragen. Die AEG AG ist seit 1996, dem Jahr der Löschung im Handelsregister von Frankfurt am Main, nicht mehr existent.

Bis ca. 2005 waren noch ehemalige AEG-Telefunken-Unternehmensbereiche, die in der Tradition der früheren Telefunken-Gesellschaft standen, mit diesem Namen als Teil der Firma am Markt vertreten. Heute ist Inhaberin der Rechte an der Marke die Telefunken Licenses GmbH, welche Lizenzen zur Verwendung des Begriffs „Telefunken“ erteilt.

Mittlerweile werden unter der Marke „Telefunken“ Elektroartikel fast jeder Kategorie angeboten, darunter Radiowecker, Autoradios, Ladegeräte, Smartphones, Waschmaschinen sowie automatisierte externe Defibrillatoren (AED). (Quelle: wikipedia)

Wie gesagt, diese Magazin für den Handel gab es schon lange … bei diesem Magazin hat man sich wohl besonders viel Mühe gegeben, denn es galt ja, bei der Einführung des Farbfernsehens die Nase vorn zu haben.

Aber auch an die jugendliche Käufergruppe wurde gedacht … schicke Koffer-Radios ohne Ende …

Viel Vergnügen bei dieser Zeitreise, die natürlich auch eine Zeitreise in die deutsche Konumgeschichte ist.

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Das war wohl damals so ein „High End“ Gerät

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Schaut ja ganz schön kompliziert aus

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Man ahnt die Zielgruppe …

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Dem Herren lins sieht man die Begeeierung an, die Dame danben liebt wohl eher die leisen Töne und der daneben versucht sich als Ersatz Heino … und der Herr rechts ist wohl eher intellektuell … 

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Ela ? … 

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… ein Verstärker-System

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Der Leiter der Fernseh-Grundlagenentwicklung, Dr. Ing. Walter Bruch erhält das Bundesverdienstkreuz

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Die Rückseite des Heftes

Weitere Hefte dieser Art werden wohl folgen ….

Das Bayernland – Illustrierte Wochenschrift (Nr. 33; Mai 1913)

DasBayernlandMai1913_01ADas stelle man sich mal vor, “Das Bayernland – Illustrierte Wochenschrift für Bayerns Land und Leute” gab´s im Jahr 1913 schon 25 Jahre ! Gegründet wurde es also 1899 und zwar von einem Heinrich Leher; Herausgeber im Jahre 1913 war dann ein Dr. Josef Weiß.

Das Heft kostete 25 Pfennige und erschien alle 14 Tage.

Thematisch war es ein “Heimatblatt”, dass sich mit Geschichte und Kultur der Bajuwaren beschäftigte.

Das Bayerland war die älteste bayerische Zeitschrift für Kultur und Tradition, Zeitgeschehen, Wirtschaft und Technik, Kunst, Umweltfragen, Landesentwicklung und Fremdenverkehr.

Weitere Untertitel lauten Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, illustrierte Halbmonatsschrift für Bayerns Land und Volk, illustrierte bayerische Monatsschrift, der illustrierte Zeitspiegel seit 1889.

Erscheinungsjahre: von 1890 bis 1990.(Quelle: muenchenwiki.de)

In diesem Heft finden sich dann folgerichtig u.a. folgende Themen:

  • Alte und merkwürdige Bäume Bayerns
  • Dr Greis (Kurzgeschichte)
  • Die Pilgerreise des Herzogs Alexander von Zweibrücken nach dem heiligen Lande 1495 und 1496
  • Das neue Verkehrsministeralgebäude in München

und … und … und

Und dass ich die damalige Werbung einfach nur drollig finde, versteht sich fast von selbst …

Und wer sich darin üben möchte, die alte deutsche Schrift noch lesen zu können, kann und darf ja mal in dieser Zeitschrift rumblättern und damit der Frohsinn nicht abhanden kommt, empfehle ich die Kola Pastillen der Marke Dallmann …

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Westermann´s Monatshefte – Welt Kunst Kultur – Januar 1970

TitelUnd jetzt gibt´s mal ne geballte Ladung Bildung:

Westermanns Monatshefte war eine deutsche Kulturzeitschrift, die ab Oktober 1856 monatlich zuerst unter dem Titel Westermann’s illustrirte deutsche Monats-Hefte. Ein Familienbuch für das gesamte geistige Leben der Gegenwart im Verlag von George Westermann in Braunschweig erschien. Die letzte Ausgabe wurde im Februar 1987 herausgebracht.

Erster Redakteur der Monatshefte war Adolf Glaser, der dieses Amt mit Unterbrechungen bis 1907 innehatte und prägend für den literarischen Rang der Zeitschrift war. Im ersten Jahr hatten die Monatshefte 3.000 Abonnenten, der Höchststand war 1960 mit 105.000 erreicht. Von Oktober 1944 bis 1948 war das Erscheinen kriegsbedingt eingestellt.

Die Monatshefte richteten sich an das Bürgertum; sie enthielten Vorabdrucke verschiedener zeitgenössischer literarisch künstlerischer Werke, so des poetischen Realismus. Zu den Autoren, die in ihnen abgedruckt wurden, zählten z. B.: Marie von Ebner-Eschenbach, Theodor Fontane, Friedrich Hebbel, Wilhelm Raabe und Theodor Storm.

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Die Erstausgabe (Oktober 1856)

Westermann hatte sich bei der inhaltlichen Gestaltung seiner Monatshefte zunächst an englischsprachigen Vorbildern, wie beispielsweise dem Harper’s New Monthly Magazine orientiert. Je ein Drittel des Inhalts bestand aus allgemein kulturellen Themen, geografischen oder naturwissenschaftlichen Artikeln und Novellen. Ab 1878 wurde der Schwerpunkt weiter in Richtung Belletristik verlagert.

 

Die Zeitschrift wechselte im Laufe der Zeit mehrfach Titel und Untertitel, erst ab Oktober 1906 erhielt sie den, der bis zur letzten Ausgabe blieb: Westermanns Monatshefte.

Die in den Jahren 1927 bis 1929 beim Schünemann Verlag in Bremen erschienene Zeitschrift Schünemanns Monatshefte Deutsche Blätter für Kunst und Leben wurden übernommen. 1943 ging die Zeitschrift Der Türmer. Monatsschrift für Gemüt und Geist in Westermanns Monatsheften auf.

In den 1950ern und 1960ern waren Westermanns Monatshefte eine auf Kunstdruckpapier herausgegebene, mit Schwarzweiß- und Farbdrucken höchster Qualität ausgestattete Kulturzeitschrift, die sich Architektur, Design, Literatur, Musik und Theater widmete. Auch wissenschaftliche Themen wie die Entwicklung von Flugzeugmotoren vom Propeller- bis zum Raketenantrieb spielten eine Rolle.[7]

1981 wurde die Zeitschrift mit dem Niedersachsenpreis für Publizistik ausgezeichnet.

Ein Wandel in der Leserschaft und den Lesegewohnheiten, gepaart mit finanziellen Problemen des Verlages, der sich in zunehmendem Maße auf das Schulbuchgeschäft konzentrierte, führten schließlich dazu, dass die Monatshefte 1985 verkauft und ihr Erscheinen 1987 endgültig eingestellt wurde. (Quelle: wikipedia)

Und auch dieses Heft (118 Seiten + einer 4seitigen Beilage; 2 Farbseiten waren auf hochwertigen Karton gedruckt, um sie so heraus trennen zu können und sie so als Kunstdrucke zu verwenden) ) wendet sich natürlich an den gut betuchten Bildungsbürger.

Und hier das Inhaltsverzeichnis:

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Und natürlich gab man sich auch für dieses Heft jede Menge Mühe, um eine hochwertige Zeitschrift auf den Markt zu bringen … die Themenvielfalt aber auch das journalistische Niveau können auch heute noch beeindrucken. Und natürlich hat auch der kritische Geist jener Jahre Einzug in dieses Magazin gehalten … Wahrlich nicht die schlechteste Idee. Journalismus in den Zeiten sozial-liberaler Aufbruchsstimmung.

Überrascht hat mich, dass keine Schallplatten-Besprechungen zu finden waren (Buchbesprechungen gab´s ja auch). Zumindest neue Einspielungen aus dem Bereich der Klassi oder das Jazz hätten durchaus sehr gut zu diesem Heft gepasst.

Und auf meiner Schulter sitzt gerade der kleine Bildungsbürger in mir, zupft mich am Ohrläpchen und kichert …

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Das Konzept des „mobilen Tankens“ ist wohl nicht aufgegangen

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Ganz schön futuristisch

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Einer der kritischen Artikel: Milliarden für die Raumfahrt … und Teile der Menschheit hungern …

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Mutmaßungen über die Raumfahrt

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Sehr schwierig: Dali in schwarz/weiß … oder: geht eigentlich gar nicht

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Fotographie wie gemalt

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Das Zeichen für Fortschritt: Ein neuer Atomreaktor

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Emil Nolde: Dschunken auf dem Han-Fluß (1913)

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Hier geht es um Chemie in Lebensmitteln …sehr weitsichtig…

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Männliches Abenteuertum am Beispiel von Nordpol-Expeditionen wird in Frage gestellt

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Also, das Töchterheim Schloß Eisenburg hätte mich schon auch interessiert …

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Auf der rechten Seite: Informationen zur Sammelbeilage des Heftes

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Rechts: der Vorläufer des Handys

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Griechenland in den Zeiten der Militärdiktatur

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Die Rückseite des Heftes

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Die Vorderseite des Beilage: Schmuckgeschichte (Alter Orient, Ägypten)

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Pardon (Zeitschrift) – September 1980

PardonSeptember1980_01ABei meinem ersten „pardon“ scan war der Willy Brandt auf dem Cover, nun, ein weiteres „pardon“ Heft hier in diesem blog und nun ziert Bundeskanzler Helmut Schmidt das Cover.

Eine Frau Merkel war noch gänzlich unbekannt (die arbeitete damals noch amZentralinstitut für physikalische Chemie (ZIPC) der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Adlershof) und „wir“ redeten noch von der „Bonner Republik“.

Und – kleiner Rückblick – bei uns tobte zudem der Bundestagswahlkampf: Die Alternativen waren Franz Josef Strauß und Helmut Schmidt:

Die Bundestagswahl 1980 fand am 5. Oktober 1980 statt. Bei der Wahl zum 9. Deutschen Bundestag wurde die Sozialliberale Koalition unter Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) bestätigt.

Am 24. Mai 1979 gab der damalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß bekannt, als Kanzlerkandidat beider Unionsparteien zur Verfügung zu stehen. Die Aufforderung zur Kandidatur sei auch von CDU-Politikern gekommen.

Wie sich die Zeiten geändert haben: CDU/CSU. SPD + FDP können von solchen Ergebnissen nur noch träumen und die Grünen können sich amüsieren:

Wie sich die Zeiten geändert haben: SPD + FDP können von solchen Ergebnissen nur noch träumen und die Grünen können sich amüsieren ...

Danach folgte ein ausgesprochen emotionsgeladener Wahlkampf, der sich sehr schnell auf die Auseinandersetzung zwischen dem amtierenden Kanzler Helmut Schmidt und seinem Herausforderer konzentrierte.an ihn herangetragen worden, erklärte Strauß. Am 28. Mai 1979 sprach sich der CDU-Bundesvorstand für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht aus. Der CDU-Vorsitzende Helmut Kohl hatte zuvor auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Die CSU reagierte daraufhin verstimmt und kritisierte die Form der Benennung durch die CDU. Nach wochenlangen öffentlichen Auseinandersetzungen wählte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 2. Juli 1979 in geheimer Abstimmung Franz Josef Strauß zum gemeinsamen Kanzlerkandidaten. Er erhielt 135 der 237 anwesenden Abgeordneten (57 %); 102 Abgeordnete stimmten für Ernst Albrecht (43 %).

Für die sozialliberale Koalition wirkte sich das stark polarisierende Bild des Unionskandidaten positiv aus, wobei hiervon insbesondere die FDP mit 10,6 % der Zweitstimmen profitierte, während die SPD eher stagnierte. Auf die Frage, ob er die Sozialliberale Koalition auf weitere vier Jahre fortzusetzen gedenke, sagte FDP-Chef Hans-Dietrich Genscher, der der SPD zwei Jahre später die Koalition aufkündigte, in der Wahlnacht in der Bonner Runde: „Ja, man macht’s ja nicht für drei Monate.“

Im Wahlkampf thematisiert wurden unter anderem die gewalttätigen Proteste bei einem Feierlichen Gelöbnis der Bundeswehr am 6. Mai 1980 in Bremen, welche erhebliche innerparteiliche Konflikte um die Sicherheitspolitik innerhalb der SPD offenlegten. Im sehr hart geführten Wahlkampf selbst kam es ebenfalls in Bremen zu Ausschreitungen bei einer Kundgebung von Franz Josef Strauß. Wenige Tage vor der Wahl wurde zudem ein Anschlag auf das Oktoberfest in München verübt.

Die im selben Jahr gegründeten Grünen kandidierten erstmals auf Bundesebene und erhielten dabei nur mäßige 1,5%. Dies mag daran gelegen haben, dass angesichts der im Lager der Neuen Linken entstandenen Stoppt-Strauß-Kampagne einige Grünen-Anhänger die SPD gewählt hatten, um eine Kanzlerschaft von Franz Josef Strauß unbedingt zu verhindern. (Quelle: wikipedia)

Dementsprechend war dieses Heft natürlich stark vom Bundestagswahlkampf geprägt. Und so ganz zahnlos war „pardon“ noch nicht … und so finden sich etlich herzllich-bissige Beiträge bzw. Karikaturen zu diesem Thema.

Desweiteren eine Kolumne mit dem von mir damals sehr gesch#tzten Freimut Duve, der Rötger „Brösel“ Feldmann begann seine Karriere ja bei Pardon und der Altmeister. Dann gibt es noch einige Satiren auf die Zeitschrift „Stern“, sowie diverse weitere Beiträge aus der Rubrik blühender Blödsinn. Also: zu entdecken gibt es da vieles …

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Man glaubt es kaum ...

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Und: Justament in diesem Monat bin ich dann noch in den heiligen Stand der Ehe eingetreten !

Beispiel13

Mehr von „pardon“:

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