Neue Stafette (Zeitschrift) – November 1967

TitelUnd wieder mal so eine „Jugendzeitschrift“ aus meiner Jugend … eine Zeitschrift, die ich mit der pädagogischen Genehmigung meines Vaters lesen durfte und sollte:

Die Stafette ist eine deutsche Zeitschrift für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren. Sie wird von dem zur französischen Bayard-Gruppe gehörenden Sailer Verlag in Nürnberg herausgegeben.

Die Stafette erscheint monatlich mit einer verkauften Auflage von ca. 52.000 Exemplaren. Nach Angaben des Verlags gilt die Zeitschrift als pädagogisch wertvoll und wird von Kultusministerien und der Stiftung Lesen empfohlen. Die Stafette will mit ihrer Themenvielfalt den Spaß am Lesen fördern, Wissen vermitteln, Kreativität wecken, Unterhaltung und auch Lebenshilfe bieten. Die Zeitschrift wird nur per Abonnement verkauft und ist im Zeitschriftenhandel nicht erhältlich.

Mit dem Liliput des Nürnberger Sebaldus-Verlages erhielt die erste Jugendzeitschrift nach dem Zweiten Weltkrieg eine Lizenz. Heft Nummer 1 erschien im Oktober 1946 und war auf diesem Sektor bald führend in Bayern. Ergänzt wurde Liliput später durch die Stafette aus Freiburg. Beide Zeitschriften liefen eine Weile parallel nebeneinander, bis man sie zusammenlegte. Das erste Heft der vereinigten Zeitschriften Liliput/Neue Stafette erschien im September 1967. Ein weiteres Opfer im Medienwettstreit war Treff, das 2013 nach einem Eigentümerwechsel zugunsten der Stafette eingestellt wurde.

Reportagen, Berichte zu Themen wie Sport, fremde Länder, Technik.
Wissensseiten (Woher stammt diese Redensart? Englisch/Französisch-Seiten, Wissensposter)
Rätsel, Wettbewerbe, Experimente, Wissens-Tests, Koch-Club, Brieffreundschaften
Hilfestellung bei altersspezifischen Problemen (Diplompsychologin beantwortet „Problembriefe“ und Fragen zum Thema Schüler und Lehrer)
Unterhaltung, Witze, Comic, Neues aus Kino, TV, Pop, Computer und Internet, Star- und Sportposter

Über die Stafette kann man außerdem Brieffreunde finden, Clubs beitreten oder diese gründen. (wikipedia)

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Ziemlich alte Ausgaben

Und ja, man hat richtig gelesen … diese Jugendzeitschrift gibt es heute noch !

Aber hier nun der Blick zurück … als ich als 12 jähriger Steppke diese Zeitschrift in den Händen hielt, meine Eltern hatten sie für mich abonniert.

Und wenn ich heute diese Zeitschrift durchblättere, kann/muss ich schmunzelnd feststellen, dass sie mir heute besser gefällt als, damals … der „Bravo“ Virus hatte mich längst erfasst … ich mopste mir gelegentlich ein paar Hefte von meinem Bruder … der Beat-Virus war noch stärker (ich hörte die Musik überwiegend heimlich) …

Aber heute darf man feststellen … die Macher haben sich Mühe gegeben … so einen Blick in die Welt zu wagen, zu präsentieren … natürlich für die Augen von Jungs der damaligen Zeit …

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Das war und ist nur furchtbar … 

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City Preachers – The Who – Buck Clayton

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Überraschend: mal ne Werbung die Mädchen als Zielgruppe hat

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Die Filzer von Kreuzer waren damals Kult und Kaba,, na ja … den gab´s jeden Morgern …

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Eine Innovation aus dem Hause Toyo Kogyo (heute: Mazda)

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Ein Bericht über die „Tonics“

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Ergänzender Sprachunterricht

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Dezent kritische Anmerkungen zum Geschichtsunterricht im Jahr 1967

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Ton Steine Scherben – Guten Morgen (1973)

TitelTon Steine Scherben (oft auch kurz „Die Scherben“ genannt) war eine der ersten und einflussreichsten deutschen Rockgruppen der 1970er und frühen 1980er Jahre, die vor allem sozialkritische deutschsprachige Texte in der Rockmusik verwendeten. Mit den ausdrucksvollen emotional-politisch motivierten Liedern ihres Sängers und Frontmanns Rio Reiser wurde diese Gruppe zu einem musikalischen Sprachrohr des linksalternativen Spektrums, beispielsweise der Hausbesetzerbewegung, und zu einer auch nach ihrer Auflösung 1985 bis in die Gegenwart wirkenden Kultband der entsprechenden Szene ihrer Zeit in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin.

Ton Steine Scherben wurde 1970 in West-Berlin von R.P.S. Lanrue (bürgerlich Ralph Peter Steitz), Rio Reiser (bürgerlich Ralph Möbius), Kai Sichtermann und Wolfgang Seidel gegründet, die damals alle etwa 20 Jahre alt waren. Im Januar 1966 fragte R.P.S. Lanrue Rio Reiser, ob er in seiner Gruppe mitsingen wolle. Die Band hieß Beat Kings und coverte hauptsächlich Beatmusik. Noch im selben Jahr gründeten Reiser und Lanrue gemeinsam die Rockband De Galaxis, in welcher sie auch ab und an eigene Stücke spielten. 1967 folgte der Umzug von Niederroden (Rodgau/Hessen) nach Berlin. Beim Theaterprojekt Hoffmanns Comic Teater (sic) in Berlin trafen die beiden auf Seidel und Sichtermann. Der Bandname Ton Steine Scherben leitet sich laut Aussage Rio Reisers aus einem Zitat des Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann ab: „Was ich fand, waren Ton, Steine, Scherben“. In dem Buch „Keine Macht für Niemand“ führt Bassist Kai Sichtermann dagegen aus, dass sich der Name bei einem Brainstorming aus dem Namen „VEB Ton Steine Scherben“ entwickelt habe, was als die wahrscheinlichere Version gilt (assoziativ angelehnt an den Namen der westdeutschen Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden). (Quelle: wikipedia)

TSSUnd „Ton Steine Scherben“ veröffentlichten nicht nur jede Menge Tronträger, sondern auch diese Zeitschrift, die sich „Guten Morgen“ nannte und natürlich auch Ausdruck des politischen Bewußtseins dieser Band sein sollte.

Schon damals spürte ich eine gewisse Skepsis in mir, hinsichtlich der politischen Botschaften, wie sie sich auch in dieser Zeitscghrift (62 Seiten) fanden.

Das hatte damals wie heute weniger damit zu tun, dass die grundsätzliche Kritik an den Machtstrukturen unserer Gesellschaft falsch gewesen wäre, nein, nein. Das hatte und hat vorrangig damit zu tun, dass die „Ton Steine Scherben“ ein sehr diffuses, wenn nicht gar ein positives Verhältnis zur Gewalt als Mittel der politischen Veränderung hatten.

Damals war ich geprägt von einer konsequent pazifistischen Grundhaltung und die Beschäftigung mit dem Thema „Kriegsdienstverweigerung“ hat mich entscheidend geprägt (und zwar bis heute, wenngleich mir klar ist, dass jener gewaltfreier Widerstand, den ich damals propagierte z.B. angesichts des Terrors der von der IS ausgeht, nun wahrlich seine Grenzen hat).

Und dennoch gibt es für die „Ton Steine Scherben“ jede Menge Sympathiepunkte, denn sie lebten und träumten konsequenter wie kaum eine andere Musikgruppe von einer „besseren Welt“ …

Ich behaupte mal: ein unverzichtbares Zeitdukument jener Tage … when I was young …

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Die Formulierung "kaputte Fickgeschichten" finde ich ziemlich danben ...

Die Formulierung „kaputte Fickgeschichten“ finde ich ziemlich daneben …

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Pardon (Zeitschrift) – Oktober 1973

PardonOktober1973_01ADas Projekt “jetzt stell ich mal ein paar Reprints von der Satire-Zeitschrift in diesen blog” ist für mich ganz sicher ne Art Herzensangelegenheit. Zu sehr hat mich die Denke, die Schreibe und auch das Design dieses Heftes geprägt:

Wer mehr über die Geschichte dieser satirischen Monatszeitschrift wissen will, kann sich hier informieren.

Jetzt mal wieder ein Heft aus dem Jahr 1973 und ein Heft das mir ganz besonders gut gefällt (ja, auch heute noch).

Pardon machte ja nicht nur Jux und Tollereien, pardon verstand sich in diesen Jahren auch als politisch und das ist auch in diesem Heft spürbar.

Der damalige Herausgeber des Polit-Magazins „konkret“ erklärt z.B., warum er sich als Herausgeber von konkret zurückzieht. Röhl zu seinem Streit mit „dem Gremliza“: „Was uns trennte war nicht die Politik, sondern die Art der Menschenbehandlung“. Da redete der Richtige ! Manch einer konnte über diese Krokodilstränen nur lachen, angesichts der Tatsache, dass Röhl mit „seinem“ konkret.

Desweitere weise ich noch auf folgende Artkel in:

  • Ein völlig neues Mietgefühl (eine Woche im Frankfurter Wohnungsam)
  • Ruhe, oder es kracht (Hans Traxler in Höchstform)
  •  Ein Beitrag über das russische Satireblatt „Krokiodil“
  • 10 Thesen zu Arno Schmidt (von Peter Knorr)

Ach, das gäb es noch soviel zu schreiben …

Als Appetitanreger eine kleine Vorschau in Bildern:

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Durchaus neckisch: das Pardon Poster in der Mitte des Heftes

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Wie habe ich diese Werbeseiten geliebt ...

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Dieses kleine Späßchen hat schon was.

Dieses kleine Späßchen hat schon was.

Macht besonders viel Sinn: Whiskey Werbung mit Tennis !

Macht besonders viel Sinn: Whiskey Werbung mit Tennis !

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Mehr pardon:

MehrPardon

Emma (Zeitschrift) – Januar 2007

TitelGut möglich, dass dieser Beitrag auch sher kontroveers erlebt wird:

Emma ist eine deutschsprachige feministische Publikumszeitschrift. Sie wurde 1977 von der Journalistin Alice Schwarzer gegründet und erscheint zweimonatlich. Im Jahr 2019 betrug die verkaufte

Der Name „Emma“ wurde wegen seiner Griffigkeit und als Wortspiel auf „Emanzipation“ gewählt. Die Herausgeberin Alice Schwarzer sagte dazu:

„Der war irgendwann mal aufgetaucht und gefiel uns. Nicht nur wegen der Anspielung auf die Em(m)anzipation, sondern auch, weil er das selbstironische Gegenteil vom platt Erwarteten war: Wie würde sie wohl heißen, diese Zeitschrift der jetzt vollends größenwahnsinnigen Schwarzer? Nora? Die Rächerin? Die Amazone? Nein. Emma. Ganz einfach Emma.“

Die erste Ausgabe der Emma erschien am 26. Januar 1977 mit einer Auflage von rund 200.000 Exemplaren. Den Start des Magazins finanzierte Alice Schwarzer mit 250.000 Mark aus ihren Autorenhonoraren sowie mit 20.000 Mark aus Krediten von zwei Mitarbeiterinnen (die sie nach einem Jahr mit 10 Prozent Zinsen zurückzahlte).[4] Emma gilt seit der ersten Ausgabe als Leitblatt des Feminismus im deutschsprachigen Raum. In der ersten Redaktion saßen Alice Schwarzer, Fernsehredakteurin Angelika Wittlich,

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Die Erstausgabe der Emma (Januar 1977)

Lokalredakteurin Sabine Schruff und Christiane Ensslin (Schwester von Gudrun Ensslin). Die Zeitschrift hat sich ausdrücklich politisch und wirtschaftlich unabhängig positioniert; laut eigenen Aussagen kann sie sich bis heute fast alleine durch den Kioskverkauf und Abonnementsgebühren finanzieren und ist nicht auf Anzeigen angewiesen.

Anfang Dezember 2007 gab Schwarzer bekannt, die Chefredaktion von Emma spätestens im Frühjahr 2008 an die Fernsehjournalistin und Kolumnistin Lisa Ortgies zu übergeben.[6][7] Schwarzer erklärte, weiterhin als Verlegerin, Herausgeberin und Autorin mitzuwirken. Zum 31. Mai 2008, zwei Monate nach ihrem Antritt, hat Ortgies die Zeitschrift jedoch wieder verlassen. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unterstrich die Vermutung, Alice Schwarzer habe weiterhin das Tagesgeschäft dominiert und so einen Generationswechsel zum Scheitern gebracht. Bezüglich der Gründe der Trennung teilte Lisa Ortgies über eine dpa-Meldung mit: „Beobachter glauben, dass Ortgies ihre Ideen für die Zeitschrift nicht durchsetzen konnte.“ Die Emma-Redaktion erwiderte: „Zu unserem Bedauern eignet sich die Kollegin nicht für die umfassende Verantwortung einer Chefredakteurin.“ Diese Erklärung wurde in den Medien teilweise als ein Nachkarten bezeichnet, das ebenso unprofessionell wie unsolidarisch gewesen sei. Die Nichteignung zur Chefredakteurin wurde unter anderem damit begründet, dass Ortgies zu viel Zeit mit ihrer Familie verbracht habe. Dies wurde als ein Scheitern der Redaktion an der feministischen Forderung nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesehen.

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Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2010 (Ausgabe 294) erschien die Emma nur noch viermal im Jahr und nicht mehr alle zwei Monate wie in den Jahren zuvor. Gleichzeitig kündigte sie einen Relaunch und die Verstärkung des Online-Auftritts an. Seit der Ausgabe Januar/Februar 2013 erscheint die Zeitschrift aber wieder im Zwei-Monats-Rhythmus. Gründe dafür seien der vielfache Wunsch von Leserinnen und die wieder steigende Aktualität von „Frauenfragen“. Zudem wurde der Heftpreis von 9,80 Euro auf 7,50 Euro gesenkt, um jüngeren Leserinnen entgegenzukommen.

Die Emma gehört zu den deutschen Zeitschriften mit den größten Auflagenverlusten der vergangenen Jahre. Die verkaufte Auflage betrug im zweiten Quartal 2007, dem Zeitpunkt der letztmaligen Meldung an die IVW, 44.687 Exemplare. Danach stellte das Blatt die Meldung der Auflagenzahlen an die IVW ein. Laut eigenen Angaben betrug 2019 die verkaufte Auflage 25.717 Stück. Das entspricht einem Rückgang von 31.193 Exemplaren oder 55 Prozent gegenüber 1999.

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Die Emma befasst sich mit einer Reihe von Themen wie Ausbildung, Familie, Politik und Arbeitswelt sowie Kultur, Medien, Religion und Pornografie. Laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2005 machen Politik, private Rollenverteilung und Medien die meisten Artikel aus. Damit unterscheide sich die Emma grundlegend von konventionellen Frauenzeitschriften und nehme eine besondere Stellung in der deutschen Medienlandschaft ein.

Emma setzt sich nach eigener Aussage für Frauen und für uneingeschränkte Chancengleichheit von Frauen und Männern ein, was sich aus Sicht des Magazins in konkreten Projekten und Kampagnen ausdrückt, die von Emma unterstützt oder initiiert wurden, zum Beispiel:

  • Proteste gegen Klitorisverstümmelung (1977)
  • Thematisierung und konkrete Hilfsaktionen bei sexuellem Missbrauch (1978)
  • Aktionen gegen Pornografie (ab 1978) und PorNO-Kampagne
  • Diskussionen und Kampagnen gegen fundamentalistischen Islamismus und Kopftuch (ab 1979)
  • Forderung nach Ganztagsschulen und Ganztagsbetreuung (ab den 1980ern)
  • Emma-Kampagne für Frauenfußball (1998)
  • Unterstützung des Girls’ Day (ab 1999)

Des Weiteren thematisiert die Zeitschrift immer wieder (selbst)kritisch die Kontroversen innerhalb der modernen Frauenbewegung und Themen wie „Missbrauch mit dem Missbrauch“ und Wehrpflicht für Frauen.

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Franziska Becker

Seit Gründung der Zeitschrift bis heute sind die satirischen Cartoons von Franziska Becker ein fester Bestandteil der Emma. Mit ihren Bildergeschichten kommentiert Becker in jeder Ausgabe feministische Themen und die Welt von Frauen und Männern. Für ihr Lebenswerk wurde sie als „witzigste Frauenrechtlerin Deutschlands“ mit dem Satirepreis «Göttinger Elch» 2012 ausgezeichnet.

Emma steht in Deutschland prototypisch für Formen feministischer Medienöffentlichkeit, stieß jedoch mit ihren Positionen zum Beispiel zur Pornografie oder Frauen im Islam innerhalb des feministischen Diskurses auf Widerstand. Wie andere internationale feministische Medien hat die Zeitschrift Themen in die gesellschaftliche Diskussion gebracht, die zuvor keine Öffentlichkeit fanden.

Seit 1990 wird alle zwei Jahre der von Alice Schwarzer initiierte Emma-Journalistinnen-Preis vergeben, seit 2012 unterstützt von der Bundesregierung. Kulturstaatsminister Bernd Neumann sieht den Preis als Förderung des Qualitätsjournalismus. „Der Preis von EMMA soll gerade diejenigen Journalistinnen und Journalisten fördern und auszeichnen, die sich mit gesellschaftlichen Fragen kritisch auseinandersetzen – aber handwerklich professionell, d. h. informativ und kreativ bei sauberer Recherche.“ (wikipedia)

Alice Schwarzer wird 70

Alice Schwarzer

Und als die Zeitschrift ihren 30. Geburtstag feierte (allen Unkenrufen zum Trotz), ließen sich Alice Schwarzer & Kolleginnen nicht lumpen, und veröffentlichten dieses pralle Heft, das man getrost auch als „Sonderheft“ bezeichnen kann, da es sehr intensiv auch eine Rückschau auf die vergangenen 30 Jahren ist.

Nun ist es ja, dass dieser durch Alice Schwarzer bei uns los getretene Femminismus ab den 70er Jahren mein Leben schon stark geprägt hat, denn – wie´s der Teufel will – hatte ch doch viele Kontakte zu Frauen, die sich schon auch feministisch definierten. Und das führte dann schon auch zu etlichen Konflikten in meinem Leben … und ihr Buch „Der kleine Unterschied“ war für mich damals ein Ärgernis.-

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Und dennoch will ich mit diesem Beitrag der Alice Schwarzer meinen Respekt zollen (ja, ja, ich weiß, dass sie sich auch der Steuerhinterziehung schuldig gemacht hat, und ja, ich weiß dass sie durchaus auch einen Hang zur Selbstinszenierung hat).

Schaut man sich unter beispielsweise die „wichtigen Themen“ der Emma-Reaktion über all die Jahre an, dann kann mir keiner erzählen, dass hier nicht mit einer beispiellosen Konsequenz gesellschaftliche Tabuthemen angesprochen und und aus dem Schattenreich der Tabuisierung geholt wurden.

Und ja, ich halte auch die „#metoo“ Bewegung für wichtig (von der war damals noch gar nicht die Rede).

Und von daher ist dieses Jubiläumsheft zugleich auch ein ausgesprochen wertvolles zeitgeschichtliches Dokument, zeigt es doch all jene Konflikte jener Jahrzehnte, die von etlichen Männern gerne ausgeblendet werden, weile es der eigenen, patriarchalen Grundhaltung zu wider läuft. (Stichwort: It’s a Man’s Man’s Man’s World).

Und weil es eben ein ziemlich pralles Heft ist (174 Seiten) gibt´s nun auch ne pralle Vorschau.

Howgh, ich habe gesprochen !

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Da schau her: Die CDU und die Bild-Zeitung gratulieren auch (Schwarzer´s Connection zur Bild – Zeitung gehört zu ihren peinlichsten Pannen)

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Der überflüssigste Beitrag: Alice Schwarzer und ihr Friseur

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Ganz schön freizügig, wobei diese Foto allerdings nich tauft, um eine männliche Vorherrschaft im Bett zu illustrieren. Mir wurde von mehreren Frauen bestätigt, dass dieses Foto sinnlich ist und den erotischen Bedürfnissen von Frauen durchaus entspricht.

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Hier hopsen allerdings auch so etliche Scharlatane rum …

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Und zu den „grossen Themen“ zählen dann:

  • Vorbilder (Virginia Wolf, Simone de Beauvoir)
  • Sexueller Missbrauch
  • Girlsday
  • Pornografie
  • Islamismus
  • Frauen und Humor
  • Genital – Verstümmelung
  • Brustkrebs
  • Homoehe
  • Frauen & Militär
  • Kinderganztagsbetreuung
  • Ess-Störungen
  • Sexualität & Identität
  • Frauen in der (ex) DDR
  • Fussball
  • Tierrechte

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Diese Werbung zielt ja ehr auf männliche Leser …

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Die Rückseite des Heftes und natürlich wollte auch „Der Spiegel“ gratulieren

Und diesen Beitrag habe ich dem famosen Archiv der nicht minder famosen Graugans zu verdanken !!!

Soul (Esoterische Zeitschrift) – Januar Februar 2000

TitelGanz sicher nicht mein Spezialgebiet: „Gesundheit + Esoterik“:

Aber dennoch beschäftige ich mich hin und wieder mit Dingen, die mir eher fremd sind … Stichwort: Erweiterung des eigenen Horizonts.

Und da kam mir diese ganz spezielle Zeitschrift gerade recht.

Leder konnte ich so gar nichts über dieses Magazon im Internet finden, selbst in einer umfangreichen Liste von spirituelle Zeitschriften (da finden sich dann 89 unterschiedliche Zeitschriften !) gibt es keine weiterführenden Informationen (siehe: mystica.tv/rezensionen/zeitschriften).

Und die Herausgeberin dieser Zeischrift hießen dann auch noch Evi Paul und Wolfgang Paul. Diese Namen suche man mal in google … ggg

Der Verlagsort war München und man definierte sich als Zeitschrift für „Gesundheit + Esoterik in Österreich und Bayern“.

Nun gut, eigentlich hätte ich da gerne mehr „liefern“ wollen.

Aber nun zu diesem Heft. Es hat ein verdammt wichtiges Thema: Angst. Und dieses Thema spricht mich aus zweierlei Gründen an. Zum einen war ich ja 11 Jahre in einem Sozialpsychiatrischem Dienst tätig und in dieser Zeit hatte ich natürlich mit den unterschiedlichsten Formen von Angststörungen zu tun.

Zum andere musste ich bei mir feststellen, dass meine Höhenangst mit zunehmendem Alter ganz schön zugenommen hat (einschließlich einer veritablen Panikattacke im letzten Jahr … meine Fresse … da war ich ganz schön fertig.)

Und natürlich ist Angst auch in diesen Monaten der Corona Pandämie von großer Bedeutung.

Und nachdem Angst eben die Titelstory un Schwerpunkt dieser Ausgabe war, ergeben sich dann auch die einzelnen Themen:

  • Informationen über die Ananas
  • Titelstory: Angst
  • Höllische Angst aus heiterem Himmel
  • Wenn Kinder Angst haben
  • Yoga als Hilfe gegen Angstund Depression
  • Angst aus der Sicht der Traditionellen chinesischen Medizin
  • Spiritualität und Esoterik: Weg oder Irrweg ? (Dieser Artikel ist eigentlich ne Schleichwerbung für den  Esoterik König Kurt Fingerlos aus Österreich
  • Geheimnisvolles Salzkammergut
  • Darmreinigung mit Hilfe von Kräter-Kräften
  • Buchtipps, vegetarische Reszepte
  • Tierische Mythen

Ich bezweifle ja gar nicht, dass all die Autorinnen und Autoren mit einer ganz großen Ernsthaftigkeit sich an ihre Zeilen gemacht haben …

Bei so manchen Anzeigen hingegen hat sich meine Stirn in große Falten gelegt … Ei, ei, ei … mit der Esoterik ist das schon so ne Sache … 

Aber in einer solchen Zeitschrift zu blättern, kann durchaus interessant sein …

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Wirklich lesenswertes über die Ananas

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Ich würde weiterhin eher den psychoanalytischen Ansatz bevorzugen

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Und genau das ist die Frage … 

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Nicht minder lesenswert

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Sachen gibt´s … 

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Die Rückseite des Heftes

Dieses Heft stammt aus dem schier unerschöpflichen Fundus der Graugans …

… vielen Dank !

Underground (Zeitschrift) – Juli 1969

UndergroundJuli69_01AGeradezu sträflich vernachlässigt habe ich die Serie „underground“, jene Schülerzeitung aus dem famos-großartigem Verlag Bärmeier & Nikel, die dem aufgeschlossenem und progressiven Schüler Ende der 50er Jahre mit den nötigen Informationen und Thesen versorgte.

Mehr über die Geschichte dieses wirklich ambitionierten Projektes findet man hier.

Also: Asche auf mein Haupt und ich werde zukünftig regelmässiger diese Publikation präsentieren, da gebe ich mein Ehrenwort (hat hoffentlich ne andere Qualität als das Ehrenwort jenes Barschel, der vor vielen Jahren … ach lassen wir das mal für´s erste).

Dieses Heft ist leider ein wenig zerfleddert, da der Vorbesitzer meinte, er müsse wohl zwei Fotos ausschneiden (davon ist leider auch das Titelbild – wie man sehen kann – betroffen).

Dafür ist dieses Heft aber vollständig, wenngleich ich dazu anmerken muss, dass mir dieses Heft als das bisher schwächste Heft erscheint.

Hier ein paar Highlights aus dem Inhalt:

  • Lehrlinge demonstrieren für bessere Berufsausbildung
  • Diese Gesellschaft hat Lungenentzündung (eine Diskussion mit Hans Habe)
  • Sexualität und Agression (Helmut kentler über Sexualerziehung; ganz wichtig damals !)
  • Urlaub nach Maß (Wie man autoritäre Ferien vermeidet)
  • Ganz in schwarz: Roy Black

sowie die üblichen Rubriken (Buch, Platten-und Filmtipps) … und dann noch die Rubrik „Klimbim“ … man lese diese Kleinanzeigen und man erfährt sehr, sehr viel auch über die damaligen Nöte junger Menschen … empfehlenswert !

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Das war damals wohl ne heftige Provokation: Stell mir gerade meine Eltern vor, wenn ich das damals in meinem Zimmer aufgehängt hätte *ggg*

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So sahen sie damals aus: die weiblichen Fans von Roy Black

So sahen sie damals aus: die weiblichen Fans von Roy Black

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Hätte auch in der Satire-Zeitschrift "pardon" publiziert werden können; versteht man allerdings nur, wenn man noch weiß, wer Heinrich Lübke war ...

Hätte auch in der Satire-Zeitschrift „pardon“ publiziert werden können; versteht man allerdings nur, wenn man noch weiß, wer Heinrich Lübke war …

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Fliegende Blätter (Zeitschrift) – Heft Nr. 4 (1865)

TitelDa ist mir neulich eine feine Sammlung der alten Zeitschrift „Fliegende Blätter“ ins Haus geflattert (ein herzliches Dankeschön an den Spender, der anonym bleiben möchte):

Fliegende Blätter war der Name einer humoristischen, reich illustrierten deutschen Wochenschrift. Die Fliegenden Blätter erschienen von 1845 bis 1928 beim Verlag Braun & Schneider, München. Sie wurden 1929 mit der Zeitschrift Meggendorfer-Blätter vereinigt und erschienen bis 1944 unter dem Titel Fliegende Blätter und Meggendorfer-Blätter beim Verlag J. F. Schreiber, München und Eßlingen a. N. Die künstlerische und drucktechnische Güte der Zeitschrift war berühmt.

Zudem war Fliegende Blätter die Bezeichnung von Aphorismen des Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi, die 1817 im Taschenbuch Minerva publiziert wurden.

Kaspar Braun zeigte sich vor allem für die Illustrationen verantwortlich, während sich Friedrich Schneider vor allem um die Texte kümmerte. Neben Karikaturen wurden Gedichte und Erzählungen in den Fliegenden Blättern veröffentlicht, etwa Die Gedichte des schwäbischen Schulmeisters Gottlieb Biedermaier und seines Freundes Horatius Treuherz (seit 1855) von Adolf Kußmaul.

Die einzelnen Ausgaben bestanden aus je acht, lange Zeit undatierten, Seiten und erschienen in einem wöchentlichen Turnus.

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Weitere Ausgaben

Einer Meldung in der Leipziger Zeitung zufolge hatten die Fliegenden Blätter im März 1847 eine Auflage von 15.000 Exemplaren.

Allgemeine Wertschätzung erfuhren die Fliegenden Blätter für ihre zielsichere, satirische Charakterisierung des deutschen Bürgertums. Beliebte Serienfiguren aus der Zeitschrift waren seit 1845 die beiden Typen Biedermann und Bummelmaier (aus ihren Namen entstand der Begriff Biedermeier). Daneben gab es beispielsweise die Abenteuer des fiktiven Barons Eisele und seines Hofmeisters Dr. Beisele zu lesen.

Die Illustrationen in den Fliegenden Blättern stammten von namhaften Künstlern wie Heinrich von Arx, Ferdinand Barth, Wilhelm Busch, Gustav Adolf Closs, Eugen Croissant, Karl Elleder, Josef Nikolaus Geis, Eugen Horstig, Hans Kaufmann, Kaspar Kögler, Franz Kreuzer, Adolf Oberländer, Franz Graf von Pocci, Carl Reinhardt, Emil Reinicke, René Reinicke, Franziska Schlopsnies, Carl Spitzweg, Hermann Stockmann, Gustav Traub, Hermann Vogel und vielen anderen. (Quelle: wikipedia)

Die „Fliegenden Blätter waren also eine der ganz frühen satirischen Zeitschriften in Deutschland … und nachdem für mich Satire lebensnotwendig ist, freue ich mich sehr, mit diesem Heft (Nr. 4, 1865) die Präsentationsreihe zu eröffnen.

Dieses Heft enthält einen „Bericht“ über das närrische Treiben von tanzwütigen Frauen und Männern (noch heute ein amüsanter Spaß !) sowie diverse Spottgedichte, vornehmlich auf die Obrigkeit .. .Jawohl, so gehört sich das auch !

Und auch all die Illustrationen sind mit „spitzer Feder“ gezeichnet … und  für dieses völlig veraltete Malstil kann – zumindest – ich mich auch heute noch erwärmen (Ich mag ja auch all die alten Sherlock Holmes Illustrationen).

Von daher ein kleines Heft (8 Seiten) für den Liebhaber deutscher Satirekunst.

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Ziemlich avantgardistisch für das Jahr 1986, würde ich mal sagen

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Demnächst in diesem Theater:

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Der komplette Jahresband aus dem Jahr 1845

Telefunken – Sprecher (Aktuelle Informationen für den Fachhandel) – Heft 45 (1968)

TitelUnter dem etwas holprigen Titel „Telefunken – Sprecher“ veröffentlichte die Telefunken seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ihre „aktuellen Informationen für den Fachhandel“.

Zur Erinnerung:

Die Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H. (ab 1955 Telefunken GmbH) war ein deutsches Unternehmen der Funk- bzw. Nachrichtentechnik. Telefunken und seine Nachfolgeunternehmen bauten Sende- und Empfangsgeräte für die Funktelegrafie, den Rundfunk sowie die drahtlose und kabelgebundene Übertragungstechnik. Das 1903 von den beiden Elektrokonzernen Siemens & Halske (S & H) und AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft) gemeinsam gegründete Unternehmen hielt über 20.000 Patente, war führend an der Entwicklung der Radartechnik beteiligt und Erfinder des Farbfernsehens nach dem PAL-System.

Ab 1941 war Telefunken ein hundertprozentiges AEG-Tochterunternehmen. Nach der Umwandlung zur TELEFUNKEN AG im Jahr 1963 entstand durch die Fusion mit der Muttergesellschaft Anfang 1967 die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft AEG-TELEFUNKEN. Die Firma wurde 1979 in AEG-Telefunken Aktiengesellschaft geändert.

Georg Graf von Arco

Telefunken-Mitbegründer
Georg Graf von Arco (1931)

Nach der Übernahme durch Daimler-Benz im Jahre 1985 änderte sich deren Name in AEG Aktiengesellschaft und die restlichen Telefunken-Geschäftsbereiche wurden diversen neuen Gesellschaften übertragen. Die AEG AG ist seit 1996, dem Jahr der Löschung im Handelsregister von Frankfurt am Main, nicht mehr existent.

Bis ca. 2005 waren noch ehemalige AEG-Telefunken-Unternehmensbereiche, die in der Tradition der früheren Telefunken-Gesellschaft standen, mit diesem Namen als Teil der Firma am Markt vertreten. Heute ist Inhaberin der Rechte an der Marke die Telefunken Licenses GmbH, welche Lizenzen zur Verwendung des Begriffs „Telefunken“ erteilt.

Mittlerweile werden unter der Marke „Telefunken“ Elektroartikel fast jeder Kategorie angeboten, darunter Radiowecker, Autoradios, Ladegeräte, Smartphones, Waschmaschinen sowie automatisierte externe Defibrillatoren (AED). (Quelle: wikipedia)

Wie gesagt, diese Magazin für den Handel gab es schon lange … bei diesem Magazin hat man sich wohl besonders viel Mühe gegeben, denn es galt ja, bei der Einführung des Farbfernsehens die Nase vorn zu haben.

Aber auch an die jugendliche Käufergruppe wurde gedacht … schicke Koffer-Radios ohne Ende …

Viel Vergnügen bei dieser Zeitreise, die natürlich auch eine Zeitreise in die deutsche Konumgeschichte ist.

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Das war wohl damals so ein „High End“ Gerät

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Schaut ja ganz schön kompliziert aus

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Man ahnt die Zielgruppe …

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Beispiel12

Dem Herren lins sieht man die Begeeierung an, die Dame danben liebt wohl eher die leisen Töne und der daneben versucht sich als Ersatz Heino … und der Herr rechts ist wohl eher intellektuell … 

Beispiel13

Ela ? … 

Beispiel14

… ein Verstärker-System

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Der Leiter der Fernseh-Grundlagenentwicklung, Dr. Ing. Walter Bruch erhält das Bundesverdienstkreuz

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Beispiel18

Die Rückseite des Heftes

Weitere Hefte dieser Art werden wohl folgen ….

Das Bayernland – Illustrierte Wochenschrift (Nr. 33; Mai 1913)

DasBayernlandMai1913_01ADas stelle man sich mal vor, “Das Bayernland – Illustrierte Wochenschrift für Bayerns Land und Leute” gab´s im Jahr 1913 schon 25 Jahre ! Gegründet wurde es also 1899 und zwar von einem Heinrich Leher; Herausgeber im Jahre 1913 war dann ein Dr. Josef Weiß.

Das Heft kostete 25 Pfennige und erschien alle 14 Tage.

Thematisch war es ein “Heimatblatt”, dass sich mit Geschichte und Kultur der Bajuwaren beschäftigte.

Das Bayerland war die älteste bayerische Zeitschrift für Kultur und Tradition, Zeitgeschehen, Wirtschaft und Technik, Kunst, Umweltfragen, Landesentwicklung und Fremdenverkehr.

Weitere Untertitel lauten Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, illustrierte Halbmonatsschrift für Bayerns Land und Volk, illustrierte bayerische Monatsschrift, der illustrierte Zeitspiegel seit 1889.

Erscheinungsjahre: von 1890 bis 1990.(Quelle: muenchenwiki.de)

In diesem Heft finden sich dann folgerichtig u.a. folgende Themen:

  • Alte und merkwürdige Bäume Bayerns
  • Dr Greis (Kurzgeschichte)
  • Die Pilgerreise des Herzogs Alexander von Zweibrücken nach dem heiligen Lande 1495 und 1496
  • Das neue Verkehrsministeralgebäude in München

und … und … und

Und dass ich die damalige Werbung einfach nur drollig finde, versteht sich fast von selbst …

Und wer sich darin üben möchte, die alte deutsche Schrift noch lesen zu können, kann und darf ja mal in dieser Zeitschrift rumblättern und damit der Frohsinn nicht abhanden kommt, empfehle ich die Kola Pastillen der Marke Dallmann …

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Westermann´s Monatshefte – Welt Kunst Kultur – Januar 1970

TitelUnd jetzt gibt´s mal ne geballte Ladung Bildung:

Westermanns Monatshefte war eine deutsche Kulturzeitschrift, die ab Oktober 1856 monatlich zuerst unter dem Titel Westermann’s illustrirte deutsche Monats-Hefte. Ein Familienbuch für das gesamte geistige Leben der Gegenwart im Verlag von George Westermann in Braunschweig erschien. Die letzte Ausgabe wurde im Februar 1987 herausgebracht.

Erster Redakteur der Monatshefte war Adolf Glaser, der dieses Amt mit Unterbrechungen bis 1907 innehatte und prägend für den literarischen Rang der Zeitschrift war. Im ersten Jahr hatten die Monatshefte 3.000 Abonnenten, der Höchststand war 1960 mit 105.000 erreicht. Von Oktober 1944 bis 1948 war das Erscheinen kriegsbedingt eingestellt.

Die Monatshefte richteten sich an das Bürgertum; sie enthielten Vorabdrucke verschiedener zeitgenössischer literarisch künstlerischer Werke, so des poetischen Realismus. Zu den Autoren, die in ihnen abgedruckt wurden, zählten z. B.: Marie von Ebner-Eschenbach, Theodor Fontane, Friedrich Hebbel, Wilhelm Raabe und Theodor Storm.

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Die Erstausgabe (Oktober 1856)

Westermann hatte sich bei der inhaltlichen Gestaltung seiner Monatshefte zunächst an englischsprachigen Vorbildern, wie beispielsweise dem Harper’s New Monthly Magazine orientiert. Je ein Drittel des Inhalts bestand aus allgemein kulturellen Themen, geografischen oder naturwissenschaftlichen Artikeln und Novellen. Ab 1878 wurde der Schwerpunkt weiter in Richtung Belletristik verlagert.

 

Die Zeitschrift wechselte im Laufe der Zeit mehrfach Titel und Untertitel, erst ab Oktober 1906 erhielt sie den, der bis zur letzten Ausgabe blieb: Westermanns Monatshefte.

Die in den Jahren 1927 bis 1929 beim Schünemann Verlag in Bremen erschienene Zeitschrift Schünemanns Monatshefte Deutsche Blätter für Kunst und Leben wurden übernommen. 1943 ging die Zeitschrift Der Türmer. Monatsschrift für Gemüt und Geist in Westermanns Monatsheften auf.

In den 1950ern und 1960ern waren Westermanns Monatshefte eine auf Kunstdruckpapier herausgegebene, mit Schwarzweiß- und Farbdrucken höchster Qualität ausgestattete Kulturzeitschrift, die sich Architektur, Design, Literatur, Musik und Theater widmete. Auch wissenschaftliche Themen wie die Entwicklung von Flugzeugmotoren vom Propeller- bis zum Raketenantrieb spielten eine Rolle.[7]

1981 wurde die Zeitschrift mit dem Niedersachsenpreis für Publizistik ausgezeichnet.

Ein Wandel in der Leserschaft und den Lesegewohnheiten, gepaart mit finanziellen Problemen des Verlages, der sich in zunehmendem Maße auf das Schulbuchgeschäft konzentrierte, führten schließlich dazu, dass die Monatshefte 1985 verkauft und ihr Erscheinen 1987 endgültig eingestellt wurde. (Quelle: wikipedia)

Und auch dieses Heft (118 Seiten + einer 4seitigen Beilage; 2 Farbseiten waren auf hochwertigen Karton gedruckt, um sie so heraus trennen zu können und sie so als Kunstdrucke zu verwenden) ) wendet sich natürlich an den gut betuchten Bildungsbürger.

Und hier das Inhaltsverzeichnis:

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Und natürlich gab man sich auch für dieses Heft jede Menge Mühe, um eine hochwertige Zeitschrift auf den Markt zu bringen … die Themenvielfalt aber auch das journalistische Niveau können auch heute noch beeindrucken. Und natürlich hat auch der kritische Geist jener Jahre Einzug in dieses Magazin gehalten … Wahrlich nicht die schlechteste Idee. Journalismus in den Zeiten sozial-liberaler Aufbruchsstimmung.

Überrascht hat mich, dass keine Schallplatten-Besprechungen zu finden waren (Buchbesprechungen gab´s ja auch). Zumindest neue Einspielungen aus dem Bereich der Klassi oder das Jazz hätten durchaus sehr gut zu diesem Heft gepasst.

Und auf meiner Schulter sitzt gerade der kleine Bildungsbürger in mir, zupft mich am Ohrläpchen und kichert …

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Das Konzept des „mobilen Tankens“ ist wohl nicht aufgegangen

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Ganz schön futuristisch

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Einer der kritischen Artikel: Milliarden für die Raumfahrt … und Teile der Menschheit hungern …

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Mutmaßungen über die Raumfahrt

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Sehr schwierig: Dali in schwarz/weiß … oder: geht eigentlich gar nicht

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Fotographie wie gemalt

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Das Zeichen für Fortschritt: Ein neuer Atomreaktor

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Emil Nolde: Dschunken auf dem Han-Fluß (1913)

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Hier geht es um Chemie in Lebensmitteln …sehr weitsichtig…

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Männliches Abenteuertum am Beispiel von Nordpol-Expeditionen wird in Frage gestellt

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Also, das Töchterheim Schloß Eisenburg hätte mich schon auch interessiert …

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Auf der rechten Seite: Informationen zur Sammelbeilage des Heftes

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Rechts: der Vorläufer des Handys

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Griechenland in den Zeiten der Militärdiktatur

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Die Rückseite des Heftes

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Die Vorderseite des Beilage: Schmuckgeschichte (Alter Orient, Ägypten)

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