Volker Lechtenbrink – Der Macher (1976)

FrontCover1Also irgendwie hatte ich mir von dieser LP doch mehr erwartet, aber davon später mehr, jetzt er mal – wie immer an dieser Stelle – ein paar biographische Notizen:

Volker Lechtenbrink (* 18. August 1944 in Cranz, Ostpreußen) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur, Intendant, Texter und Schlagersänger.

Lechtenbrink, der in Bremen und Hamburg aufwuchs, besuchte die Gelehrtenschule des Johanneums und spielte bereits als 14-Jähriger in dem Film Die Brücke (1959, Regie Bernhard Wicki) mit. Von 1962 bis 1963 spielte er in der Fernsehserie Alle meine Tiere an der Seite von Gustav Knuth und Tilly Lauenstein in allen neun Folgen deren Sohn Ulli. Nach der Mittleren Reife besuchte er eine Schauspielschule in Hamburg und war danach an verschiedenen Theatern engagiert. Am Hamburger Ernst-Deutsch-Theater war er auch als Schauspieler und Regisseur tätig. Von August 2004 bis Juli 2006 war er Intendant dieses Theaters. Volker Lechtenbrink lebt in Hamburg und bezeichnet die Stadt als seine „Heimatstadt“.

1976 nahm er seine erste Schallplatte als Sänger auf. Der Titel Der Macher wurde zu einem ersten Erfolg. Weitere Lieder folgten, zu denen er meist selbst die Texte schrieb. Auch für andere Künstler, zum Beispiel Peter Maffay, war er als Texter tätig. Ebenso schrieb er den Text für den deutschen Beitrag Rücksicht zum Eurovision Song Contest 1983, mit dem die Brüder Hoffmann und Hoffmann den 5. Platz unter 20 Teilnehmern erreichten. 1979 bekam er beim Saarländischen Rundfunk eine eigene Fernsehshow mit dem Titel Live: Volker Lechtenbrink. Anfang der 1980er Jahre war er als Sänger und Sprecher in einem Werbespot für Malzkaffee („Caro, ich mag dich“) zu hören, für den sein Lied Ich mag umgeschrieben wurde. In der Folge Irgendwann der Krimiserie Ein Fall für Zwei spielte Lechtenbrink eine Hauptrolle und komponierte auch den gleichnamigen Titel der Folge. In den 1970er/1980er Jahren trat Volker Lechtenbrink wiederholt in Ilja Richters Musiksendung disco auf und war auch mehrfach in der ZDF-Hitparade zu Gast. Weitere Auftritte hatte er im ARD-Wunschkonzert sowie in Wetten, dass..?.

Lechtenbrink01Von 1995 bis 1997 war Lechtenbrink Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Zwischenzeitlich trat er vor allem in zahlreichen Fernsehfilmen und -serien auf, unter anderem in Der Kommissar, Der eiserne Gustav, Ein Fall für zwei, Derrick, Die Männer vom K3, Großstadtrevier, Glückliche Reise, Der Alte, Siska, Tatort und SOKO Leipzig. In der ZDF-Fernsehserie M.E.T.R.O. – Ein Team auf Leben und Tod spielte er an der Seite von Ursula Karven und Michael Roll den Chefarzt einer Hamburger Tropenklinik.

Ab Anfang der 2000er Jahre war er bei Beckmann, bei Zimmer frei! sowie bei Johannes B. Kerner, bei Herman und Tietjen resp. Tietjen und Hirschhausen sowie in der NDR Talk Show zu Gast und hatte auch in der Show Willkommen bei Carmen Nebel einen Auftritt.

Ab November 2006 stand er im Ernst-Deutsch-Theater Hamburg zum ersten Mal mit seiner jüngsten Tochter Sophie auf der Bühne – in dem Stück Dr. med. Hiob Praetorius von Curt Goetz. 2007 wurde Lechtenbrink für Die Brücke als „Bester Interpret“ mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. 2010 erhielt er für seine Darstellung in Frost/Nixon in den Hamburger Kammerspielen den Rolf-Mares-Preis

Auch Verfilmungen der beliebten Rosamunde-Pilcher- und Inga-Lindström-Reihe gehören zu seinem Repertoire als Schauspieler.

Als Synchronsprecher lieh Volker Lechtenbrink unter anderem Kris Kristofferson, Dennis Quaid und vielen anderen seine sehr markante, sonore Stimme. Er hat einen Sohn und zwei Töchter. (Quelle: wikipedia)

AlternativesFrontCover

Alternatives Frontcover

 

 

Man hätte es auch „Volker Lechtenbrink singt Kris Kristofferson“ nennen können. 8 der 10 Songs stammen von Kristofferson, die deutschen Übersetzungen besorgten dann Volker Lechtenbrink und Knut Kiesewetter und es entstanden sentimental-rührselige Country-Songs. Aber da waren schon Truck Stop die Kings ! Und überhaupt, betrachtet man seine Klamotten auf der Rückseite des Hülle, käme man nicht im Traum darauf, dass sich hier einer als Country-Sänger versucht.

Vielleicht mag es daran liegen, dass ich nun nicht gerade eine glühender Verehrer der Countrymusik bin, aber die Texte gaukeln eine vordergründige Tiefe vor, in Wahrheit sind es eher platt vorgetragene Themen, wie man sie kennt: Liebe, Abschied & Co. Aus der Moral-Ballade „Aus den Augen aus dem Sinn“ machte man dann bei der Single-Veröffentlichung „Junge, lass die Flasche sein“ … na gut …

Aber weil ich den Volker Lechtenbrink als Schaupieler ne lange Zeit schon geschätzt habe, werde ich mich auf die Fährte machen … mal schauen wie sein musikalischer Weg dann weiterging.

 

Single - Auskopplungen

Besetzung:
Volker Lechtenbrink (vocals)
+
ein Haufen unbekannten Studiomusiker

BackCover1
Titel:
01. Volker und das Kind (Jody And The Kid) (Kristofferson/Lechtenbrink/Kiesewetter) 3.09
02. Der Macher (The Taker) (Kristofferson/Lechtenbrink/Kiesewetter) 3.09
03. Sonntag Morgen (Sunday Morning Coming Down) (Kristofferson/Lechtenbrink/Kiesewetter) 4.45
04. Hilf mir durch die Nacht (Help Me Take It Through The Night) (Kristofferson/Lechtenbrink/Kiesewetter) 3.04
05. Was fängst du nur an (What’cha Gonna Do) (Fritts/Reid/Lechtenbrink/Kiesewetter) 3.01
06. Alles schien viel leichter (Everything Was Easier) (     4:18
07. Aus den Augen, aus dem Sinn (Out Of Mind, Out Of Sight) (Kristofferson/Lechtenbrink/Kiesewetter) 3.08
08. Der Engelszungenteufel (The Silver Tongued Devil And I) (Kristofferson/Lechtenbrink/Kiesewetter) 4.27
09. Keiner gewinnt (Nobody Wins) (Kristofferson/Lechtenbrink/Kiesewetter)     3.08
10. Susanna (Sweet Susanna) (Guilbeau/Lechtenbrink/Kiesewetter) 2.29

LabelA1

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Verschiedene Interpreten – Musik für Millionen – Eine musikalische Reise um die Welt (1964)

FrontCover1Die gute alte „Fernsehlotterie“ (früher hiess sie ja „Ein Platz an der Sonne“) … :

Die Deutsche Fernsehlotterie hat ihre Wurzeln in der Zeit der Berliner Blockade von 1948. Damals flogen die sogenannten Rosinenbomber der Alliierten, später dann die drei Fluggesellschaften PanAm, Air France und British European Airways Kinder aus dem isolierten West-Berlin nach Westdeutschland aus, damit diese dort ein paar erholsame Ferienwochen auf dem Lande unter dem Motto Ein Platz an der Sonne erleben konnten.

Das Motto ist auch als Maxime des deutschen Kolonialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts bekannt. Der damalige deutsche Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Bernhard von Bülow, erklärte am 6. Dezember 1897, die Deutschen verlangten auch einen „Platz an der Sonne“ wie die anderen europäischen Kolonialmächte.

Ab 1956 wurde diese Hilfsaktion vom Ersten Deutschen Fernsehen unterstützt, indem die Losziehung erstmals am 28. April unter dem Motto Ferienplätze für Berliner Kinder im noch jungen Medium Fernsehen übertragen wurde. Dies war die Geburtsstunde der ARD-Fernsehlotterie. Als ihr Gründervater gilt Jochen Richert, damals Pressesprecher des Hilfswerks Berlin. Von ihm stammt auch der Slogan der Ziehung „Mit 5 Mark sind Sie dabei“. Beteiligt an der Entstehung der Fernsehlotterie waren darüber hinaus Ruprecht Essberger und Volker Starke. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Theodor Heuss spielte die Fernsehlotterie unter dem Titel Die Glückskarosse im Jahr 1959 umgerechnet 1,8 Millionen Euro für die Deutsche Künstlerhilfe ein.

Aufgrund der ständig wachsenden Beliebtheit und des Erfolgs der Lotterie wurde 1960 die Deutsche Fernsehlotterie GmbH gegründet, die auf gemeinnütziger Basis seither die Fernsehlotterie organisiert. Nachdem anfänglich vor allem Kindern geholfen wurde, dehnte man die Empfängergruppe ab 1959 auch auf kranke und ältere Menschen aus.

Im Jahr 1961 wurde die damals größte Lostrommel der Welt, der sogenannte Glückswirbel in Betrieb genommen. Es wurden bei einem Umsatz von rund 14 Mio. DM rund 2,8 Mio. Teilnehmer gezählt. (Quelle: wikipedia)

HeidiBrühl1963

Heidi Brühl wirbt für die Fernsehlotterie (1963)

Und im Jahre 1964 liess sich der Konzern Philips nicht lumpen und veröffentlichte eine „Philips-Sonderproduktion zur Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“. Um diese Langspielplatte allerdings zu erhalten, musste man dem Händler eine Einzahlung für die Fernsehlotterie nachwweisen (ganz schön perfide, im Jahr 2014 geht das einfacher *zwinker*).

Damals kam der „Reinerlös“ dieser Schallplatte der Stiftung „Hilfswerk Berlin“ zugute.  Na bitte … Wer will denn da meckern !

Musikalisch ist die LP ziemlich spannend, aufschlußreich und interessant – denn: zeigte sie uns damals doch, welch spannende Msuik es auserhalb unserer Breitengraden gab … und wer´s nicht glauben mag … soll einfach mal reinhören !

Von daher ist diese „Sonderproduktion“ eine echte Bereicherung !

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Titel:
01. Orchester Erwin Lehn & Die Jankowski-Singers: Ungarisches Mädel (Abraham) 2.34
02. Heidi Brühl + Chor und Orchester des „Theater Des Westens“: Hernandos Hideaway (Adler/Leader/Rumpf/Ross/Siegel) 2.31
03. Edi von Csoka mit seinem Zigeunerorchester:  Königs-Hora (Traditional) 1.54
04. Esther & Abi Ofarim: Viva la Feria () 1.46
05.  Roy Etzel  & Orchester Gert Wilden:  Non Ho L’Eta (Panzeri/Nisa) 2.59
06. Nana Mouskouri & Orchester Jakobus Dentjos: To Fegari Ine Kokkino (Der rosarote Mond) (Hadjidakis) 2.13
07. Gerhard Wendland & Orchester Heinz Alisch: Wenn der Herrgott will (Schwabach/Jary) 2.34
08.  Jan Maaten: La Paloma (Yradier) 2.13
09. Bill Justis und sein Orchester: Java (Toussiun7Tyler/Friday) 1.56
10.  Robert Trehy + Orchester des „Theater des Westens“: Wundervoll ist dieser Morgen (Oh, What A Beautiful Morning) (Hammerstein II/Rodgers/Storch) 2.33
11.  Pete Drake & his Talking Guitars: Sleep Walk (Farina/Johnny/Santo) 2.21
12.  Robert  Cocoi mit Bill Ador und sein Orchester: Je Serais Mieux Chez Moi (Dills/Gérald/Tillis) 3.09
13.  Tango-Orchester Malando: Ole Guapa (Malando) 3.03
14.  Luis Alberto del Parana und sein Trio Los Paraguayos mit Orchester: Perfidia (Warum ist Liebe nichts als Illusion?) (Domingues/Heagney/Cugat) 3.27
15.  Violetta Ferrari + Harald Juhnke + Orchester der „Komödie“, Berlin:  Du brauchst gar nichts zu sagen (Breffort/Bernhardt/Monnot) 2.24
16.  Chor + Orchester der Air Force, Hilversum: Eurovisions-Marsch (Coupertin) 3.00

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Werbeplakate60erJahre

Werbeplakate aus den Jahren 1963 und 1967

Matthias Brandt – Psycho (Robert Bloch) (Hörbuch) (2010)

FrontCover1Keine Frage: Ein Klassiker der Filmgeschichte – Grundlage für diesen Hitchock Film war ein Roman:

Der Roman Psycho wurde 1959 von Robert Bloch veröffentlicht und zweimal verfilmt (1960 und 1998).

Mary Crane, eine Angestellte in einem Immobilienbüro, unterschlägt 40.000 Dollar ihres Arbeitgebers und ist auf dem Weg zu ihrem Verlobten, Sam Loomis, um ihm einen Teil des Geldes abzugeben, da er Schulden hat. Jedoch verfährt sie sich und kommt nachts bei einem Unwetter zu Bates Motel. Der Inhaber, Norman Bates, empfängt sie und erzählt ihr von sich und seiner Mutter. Mary geht in ihrem Zimmer duschen und Bates beobachtet sie durch ein Loch in der Wand. Bates ist betrunken und schläft ein. Der Duschvorhang wird von einer „alten verrückten Frau“ aufgerissen, die Mary mit einem Schlachtermesser den Kopf abschneidet. Als Norman wieder aufwacht, ist Mary bereits tot und er beseitigt die Leiche, das Auto und alle Spuren, die auf einen Mord hinweisen könnten, in einem angrenzenden Sumpf, um seine Mutter zu schützen.

Seitdem ist eine Woche vergangen und Lila, Marys jüngere Schwester, macht sich auf die Suche, um Mary zu finden, und besucht Sam. Auch Sam hatte sich Sorgen um Mary gemacht, da sie nicht auf seine Briefe antwortete. Kurz nach Lilas Eintreffen in Sams Laden kommt Milton Arbogast, ein Versicherungsinspektor, hinzu und verhört Sam und Lila wegen des gestohlenen Geldes und Marys aktuellem Aufenthaltsort.

Robert Bloch

Robert Bloch

Sam und Lila erzählen ihm, dass sie selbst Mary vermissen und nicht wissen, wo sie sei. Arbogast macht sich auf die Suche nach Mary und gelangt zu Bates Motel. Dort sieht er eine Frau im Fenster sitzen. Als er jedoch Norman verhört und auch seine Mutter befragen will, wird er ebenfalls umgebracht. Wie bei Mary wird Arbogasts Leiche samt seinem Wagen in den Sumpf gefahren. Norman versteckt seine Mutter im Obstkeller, damit sie keinen Unsinn mehr anstellt.

Lila und Sam warten vergeblich auf Arbogast und beschließen, den Sheriff zu informieren. Dieser glaubt jedoch nicht, dass Norman im Stande wäre, jemanden zu töten, und gibt sich keine große Mühe. Lila und Sam fahren auf eigene Faust zum Motel, geben sich als Paar aus und nehmen Marys Zimmer. Dort finden sie einen Ohrring und Blut. Lila soll zum Sheriff fahren, während Sam auf Norman aufpasst. Norman erzählt Sam, dass er seine Mutter, nachdem sie vergiftet wurde, ausgegraben und ausgestopft hat, weil er es nicht ertragen konnte, dass sie tot war. Außerdem berichtet er von dem Gespräch zwischen Lila und Sam, welches er belauscht hat, und sagt, dass Lila nicht weggefahren, sondern im Haus sei. Als Sam zu ihr will, schlägt Norman ihm eine Flasche auf den Kopf. Als Sam wieder zu sich kommt, sitzt der Sheriff bei ihm und sie hören Lilas Schrei. Lila hat das Haus durchsucht und ist im Keller angelangt, wo die mumifizierte Mrs. Bates liegt, und stößt einen Schreckenschrei aus. Norman erscheint auf der Treppe, geschminkt, in einem Spitzenkleid (als Mrs. Bates verkleidet), mit einem Messer in der Hand und will Lila töten, wird jedoch von Sam überrascht.

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Norman kommt in die Psychiatrie. Es stellt sich heraus, dass Norman unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung litt und drei Persönlichkeiten hatte: sich selbst, den jungen Norman und seine Mutter. Seine Mutter und sein Onkel Joe wollten heiraten, jedoch vergiftete Norman beide mit Strychnin (Rattengift), schrieb einen Abschiedsbrief seiner Mutter an sich und wurde ins Krankenhaus gebracht. Später bereute er es, seine Mutter vergiftet zu haben, grub sie aus, stopfte sie aus und trug sie mit sich herum wie eine Puppe. Als Norman Mary Crane ermordete, tat er es in einem Zustand, in dem seine Mutter von ihm Besitz ergriffen hatte, da „sie“ auf die Gefühle eifersüchtig war, die Norman für Crane empfand. Am Ende des Romans hat die Mutter komplett die Persönlichkeit Bates‘ übernommen. (Quelle: wikipedia)

Dieses Hörbuch (5 CD´s ) orientiert sich ausschließlich an der Romanvorlage.

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Die Aufmachung des Hörbuchs ist sehr gelungen. Das kleine Booklet ist interessant und kurzweilig zu lesen, aber vor allem muss dem Hörbuch 5 von 5 Punkten gegeben werden, da Matthias Brandt den Roman einfach gigantisch vorträgt. Bereits der Einstieg im Bates Wohnzimmer während der Regennacht ist mehr als fesselnd! Brandt liest nicht nur, er achtet in seinem Vortrag auf die kleinsten Nuancen aus Paranoia, Wahnsinn und Spannung und so schafft er es eine Atmosphäre zu erzeugen, die man als Kino im Kopf bezeichnen könnte und dabei wird der Hörer feststellen, die literarische Vorlage ist besser als der Hitchcock-Film! (Peter Wacker)

Hitchcock

Alfred Hitchcock erklärt der Schauspielerin Janet Leigh die legendäre „Duschszene“

Na ja, ganz so euphorisch bin ich nicht, aber was Matthias Brandt hier als Sprecher abliefert, ist schon mehr als bemerkenswert … von daher … Prädikat atemberaubend !

Und interessant ist dann noch zu realisieren, dass die Romanvorlage etliche weitere Facetten ausleuchtet, die bei einer Literaturverfilmung naturgemäß eben nicht gänzlich erfasst werden können, hier z.B. das Psychogramm der Mary Crane.

Aber Achtung: Laufzeit ca 344 min … da brauch tman ein wenig Zeit und Geduld ! aber das lohnt sich allemal.

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Besetzung:
Matthias Brandt (Sprecher)

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Titel:

CD 1:
01. Ansage – Norman Bates hörte das Geräusch
02. Er wollte ihr ins Gesicht schreien 8.57
03. Schon seit mehreren Minuten hatte es drauflosgeregnet 6.43
04. Du machst jetzt Urlaub 7.44
05. Mary hasste ihn 10.28
06. Suchen sie ein Zimmer ? 7.38
07. Mary klopfte aufs neue 10.21
08. Er verstummte 11.23

CD 2:
01. Kaum war Norman im Büro, fing er zu zittern an 8.58
02. Norman trank noch einen Schluck 10.10
03. Norman machte die Tür hinter sich zu 8.33
04. Draußen in der Finsternis 9.51
05. Er tat es fast mechanisch 11.44
06. Um Punkt 6 Uhr 9.39
07. Er nickte 6.06

CD 3:
01. Der graue Stetson lag auf dem Tisch 7.46
02. Also fuhr ich nach Norden 8.27
03. Aus dem Morgen wurde heute 7.18
04. Leila machte einen entspannten Eindruck 5.07
05. Draußen im Laden klingelte das Telefon 8.02
06. Am Sonnabendnachmittag rasierte sich Norman Bates 7.14
07. Am vorigen Sonntag hatte er natürlich hinten am Sumpfrand endlich aufgeräumt 6.29
08. Aber bis gegen vier Uhr ereignete sich nichts 11.11
09. Bestimmt nicht 11.17

CD 4:
01. Norman sah den älteren Herrn lächelnd an 9.00
02. Das sei es gewesen 8.17
03. Sam und Leila saßen im Hinterzimmer des Ladens 10.07
04. Als sie auf die Straße hinauskamen 9.56
05. Sam und Leila aßen im Hotel 11.25
06. Lange bevor Norman sie in die Zufahrt einbiegen sah 9.50
07. Der Mann trat an den Tisch heran 11.52

CD 5:
01. Einen Augenblick lang hoffte Sam 7.49
02. Eigentlich haben wir keinen Mangel an Aufregung 8.39
03. Leila ging die Stufen hinauf 9.40
04. Verdutzt hielt Leila inne 7.18
05. Leila machte kehrt und rannte die Treppe hinunter 7.36
06. Man benötigte fast eine Woche 6.02
07. Sam zündete sich eine Zigarette an 11.20
08. Das eigentliche Ende kam leise und still 5.52

CDs

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Und seit geraumer Zeit geht Matthias Brandt mit einer Lesung von Psycho auf Tournee. Begleitet wird er dabei von dem famosen Jazz-Pianisten Jens Thomas:

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Und diese Live-Lesungen mit musikalischer Begleitung sind noch erheblich stärker … da liest ein Brandt, der die psychisch kranke Persönlichkeit des Norman Bates bis in die letzten Winkel auslotet.

Und als Zugabe gab´s dann noch ne absolut schräge Fassung von „Highway To Hell“ !

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Schalmeienkapelle Wiebelskirchen e. V. – Rote Schalmeien aus Wiebelskirchen (1972)

FrontCover1Die Schalmeienkapelle Wiebelskirchen e.V kann auf eine wahrlich bewegt Geschichte zurück blicken. Gegründet wurde sie im Jahre 1927 in Wiebelskirchen (Saarland). Sie war Teil des Rotfrontkämpferbundes (RFB). Und: Der Bergarbeitersohn Erich Honecker war Mitglied dieser Schalmeienkapelle.

Nach der Zerschlagung dieser kämpfrischen Kapelle wurde sie erst wieder als eingetragener Vereinim Jahre 1969 neu gegründet.

Und man hatte natürlich nichts besseres zu tun, als dann jenem Erich Honecker (mittlerweile Chef der DDR Einheitsprtei SED) die Ehrenmitgliedschaft in diesem Verein anzutragen. Die nahm an und bedankte sich auch artig in einem persönlichem Schreiben.

Und das war dann dem kämpferischem Pläne Verlag eine Single wert, die dann 1972 erschien.

Die A-Seite umfasst ein „Arbeiterlied Potpourri“ und auch auf der B-Seite erschallen klassenkämpferische Töne, gspielt eben auf den Schalmeien der Kapelle.

Honecker1929

Vater und Sohn (vorne rechts im Bild) einträchtig nebeneinander:
„Spielmannszug des Roten Frontkämpferbundes in Wiebelskirchen – etwa 1929.
Hinter der großen Trommel Wilhelm Honecker, neben ihm sein Sohn Erich.“

Weitere Jahre später (nämlich 1987) kam es dann auch noch anlässlich des Honecker-Besuches der Bundesrepublik Deutschland zu einer persönlichen Begegnung zwischen Honecker und der Schalmeinekapelle Wiebelskirchen.

Honecker1987

Erich Honecker in seiner Heimat:
Begrüßung des DDR-Staatsratsvorsitzenden vor dem Bürgerhaus Neunkirchens
durch den Oberbürgermeister Peter Neuber (r.)
und eine Schalmeienkapelle aus Wiebelskirchen (dem Geburtsort Honeckers)

Was aus allen den wackeren Musikanten geworden ist, ich weiss es nicht, aber hier, am 1. Mai 2014 dürfen sie nochmals erklingen ! Und weitere Informationen finden sich dann noch auf der Rückseite der Single Hülle.

Spiegel-Artikel

Spiegel-Artikel (Februar 1973)

Besetzung:
Schalmeienkapelle Wiebelskirchen e.V. (*) unter der Leitung von Arnold Bromm (38 Jahre, Hüttenarbeiter)

(*) als da wären:
Anja Latterner, Christel Bäsel, Claudia Bomm, Dieter Hinz, Dieter Hoppstädter, Erich Kraushaar, Fritz Hoppstädter, Fritz Neu, Gaby Vollmar, Harald Kirchner, Harald Laub, Heinz Müller, Hermann Bäsel, Inge Setz, Kurt Ziermann, Monika Kersch, Petra Bäsel, Petra Pfordt, Rainer Setz, Roger Thery, Sonja Seel, Ulrike Kraushaar, Werner Zins, Wolfgang Neufang

BackCover1Titel:
01. Arbeiterlieder-Potpourri 8.44
(u. mit den Liedern „Der kleine Trompeter“, „Lied der Jugend“ und „Auf auf zum Kampf“)
02. Bergarbeiter-Marsch 3.41
03. Die rote Fahne 4.05

Musik: Traditionals

LabelA1

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Kalle (Karlheinz Freynik) – Ich bin ein Deutscher ! (1966)

FrontCover1Also, erstmal stolpert man vermutlich über den markant-knackigen Titel dieser LP und dann noch auf Star-Club Records (der damaligen musikalischen Verheißung für paradiesische Zustände ala Rattles & Co. schlecxhthin) veröffentlich ! Unerhört !

Aber der Reihe nach:

Der Kalle hieß eigentlich Karhein Freynick, Kam im Juli 1946 in Hamburg zur Welt. Das Gymnasium hat er dann irgendwann geschmissen und beschloss die Welt zu erkunden. Er trampte durch England, Frankreich, Österreich, Italien, Dänemark, Schweden und Finnland. Damals war er vermutlich der Inbriff des „Gammlers“, zumal er sich seinen Lebensunterhalt als Straßenmusiker mit dem Absingen von Bob Dylan Songs verdiente. Bob Dylan wurde ihm dann suspekt, als dieser zur elektrischen Gitarre griff (mir war das nur recht … ) und so findet sich auf diesem Album auch eine Art Spottlied auf Dylan („Falling Stones“ basierend auf der Melodie von „Like A Rolling Stone“).

Überhaupt: kaum ein deutscher Liedermacher der damaligen Zeit hat das Unbehagen einer ganzen Generation so bissig, klar und unmissverständlich auf den Punkt gebracht, wie eben Kalle. Von daher wundert es ein wenig, dass er im deutschen Protest-Bewußtsein doch eher unter ferner liefen. An den Texten kann das nicht liegen. Sein Titelsong ist einfach nur gut … und dann geht´s Schlag auf Schlag: Den Klassiker „Universal Soldier“ sang er auf deutsch (den Text verfasste Max Colpet, der auch schon die deutsche Fassung von „Where Have All The Flowers Gone“ schrieb). Einmal durchlesen kann nicht schaden:

Er ist klein und schwach, er ist groß und stark;
Er kämpft mit Bomben, Colt und Speer,
Ist ein Kerl, ein Supermann, ist blutjung, fast noch ein Twen
Und Soldat seit tausend Jahren und mehr.
Er ist Muselmann, ist Hindu, Buddhist und Atheist,
Ist Jude, Katholik und Protestant.
Und es heißt: Du sollst nicht töten!
In der Bibel, im Koran.
Ist er blind? Sieht er die Schrift nicht an der Wand?
Er kämpft für USA und Vietnam,
Für Kuba, Pakistan, er geht als Söldner in das fernste Land;
Kämpft für China und Formosa, für Franco und de Gaulle.
Ist er blind? Sieht er die Schrift nicht an der Wand?

Und er kämpft so für den Westen, für den Osten unentwegt;
Es liegt allein in seiner Hand, ob man Länder ausradiert,
Ob ein ganzes Volk krepiert.
Ist er blind? Sieht er die Schrift nicht an der Wand?
Ohne ihn hätt‘ Hitler niemals halb Europa unterjocht.
Und Nero hätte niemals Rom verbrannt.
Er alleine muß bezahlen mit dem letzten Tropfen Blut.
Ist er blind? Sieht er die Schrift nicht an der Wand?
Er wird ewig ein Soldat sein, und der Krieg wird weitergehn,
Bis zum Tag, wo alle Waffen man verbannt,
Und keiner ihm, wie gestern und auch heut‘,
Sand in die Augen streut und er dann endlich
Die Schrift sieht an der Wand!

Man ist schon ein wenig erstaunt mit welcher Klarheit der damals 20jährige die Dinge auf den Punkt brachte … auch in all den weiteren Songs, die zumeist aus seiner Feder stammten. Sein „Das habe ich heute dazugelernt“ erinnert natürlich ein wenig an „What Did We Learn In School Today“. Und nun ja, und mit Bob Dylan hat er sich dann auch wieder irgendwie versöhnt, denn am Ende ertönen flotte Versionen von „With God Our Side“ und „Mr. Tambourine Man“.

Bemerkenswert auch der Cover-Text von Siegfried Schmidt-Joos. Selten habe ich einen Covertext gewissenhafteren Text, der zugleich sehr geschmeidig ist, für eine Platte dieser Art gelesen:

CoverText

Nach diesem Debütalbum war dann Schluß mit der akiven musikalischen Karriere, aber er bleib em Musikgeschäft noch viele, viele Jahre verbunden, auch wenn er ab ca. 1968 seine Brötchen vorwiegend als Produzent & Drehbuchautor für Film & Fernsehen verdiente.

Aber da waren ja noch Aktivitäten wie:

  • Mitglied der City-Preachers (bei der 1. Inga Rumpf Solo-Single aus dem Jahr 1965 war er auch schon beteiligt)
  • das deutsche Libretto zu ‚Hair‘ geschrieben
  • Scheißhausrecords gegründet
  • die erste Can-LP  herausgebracht
  • Einen Prozess gegen Abi Ofarim geführt wg. der Rechte, etc.pp.)

KalleHeuteUnd vieles mehr (siehe die beigelegte Kurzbiographie).

Und im Jahr 2012 wirkte er bei einer Jimi Hendrix Ausstellung in Berlin mir.

Und dann noch sein Buch „Mein Pech war, dass ich so viel Glück hatte“ (erschienen 2012)  über das man dann lesen kann:

Ein biografischer Roman über den suchtkranken Schauspieler Karl Maslo. Ein hartes Buch, geschrieben von einem, dem es ähnlich ging. Kalle Freynik war, wie Maslo, viele Jahre drogenabhängig und beschreibt deshalb mit schmerzhafter Nähe das Leben am Abgrund.
Dass dieses Buch dennoch ein Rock’n’Roll-Roman voller swingender Heiterkeit ist, liegt wahrscheinlich an der unbeschreiblichen Freuder beider Protagonisten, überhaupt noch am Leben zu sein!
(Ein Rowohlt-Paperback der Kategorie: „unbedingt lesen!“)

Und mit seiner Frau Hildburg hat er die Firma „Sparta Film“ gegründet …

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, ich hätte diesen Eintrag auch „Ein deutsches Leben“ beginnen können …

Aber, das wichtigste zuletzt: Es ist wieder mal Mr. Jancy aus dem schönen Hessenland zu verdanken, dass ich hier diese nun wirklich mehr als rare Scheibe präsentieren kann. Eine Leihgabe der ganz besonderen Art. Vielen Dank !

BackCover1

Besetzung
Karlheinz „Kalle“ Freynik (vocals, guitar, harmonica)
+
und ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

CityPreachers

mit Inga Rumpf von den City Preachers

Titel:
01. Ich bin ein Deutscher  (Freynick) 3.03
02. Der ewige Soldat (Sainte-Marie/Colplet) 2.28
03. Wiegenlied (Freynick) 2.56
04. Lucky Man (Freynick) 3.04
05. Das hab‘ ich heut dazugelernt (Freynick) 1.43
06. Falling Stones (Freynick/Dylan) 4.27
07. Riding On The Sun (Freynick) 2.54
08. Die Lage war noch nie so ernst (Freynick) 3.50
09 . With God Our Side (Dylan) 5.42
10. Mr. Tambourine Man (Dylan) 4.30

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Nevo Mavar – Das angenehme Piano No. 3 (2007)

FrontCover1Wer kennt sie nicht: Jene namenslose Pianisten, die in Bars, Restaurant oder im Lounge-Bereich eines Hotels aufspielen … Notiz nimmt man eigentlich kaum von ihnen, aber wäre diese perlende Klaviermusik nicht da, da würde so einem wie mir was fehlen. Und immer wieder haben ich sie heimlich beobachten, wie sie im feinen Frack und mit einer ewig guten Laune im Gesicht ihren sicherlich nicht sonderlich gut bezahlten Job verrichten. Und wenn ich dann begleitet von oftmals sentimentalen Klängen mir so vorstellte, wie diese Pianisten abseits der glänzenden Fassade eines solche Etablisements ihr Leben „fristen“ (so kam es immer in den Sinn), konnte ich selbst ein wenig schwermütig werden.

Nevo Mavar schreibt über diese CD: „Die Idee war: Musik zum Dinner so angenehm wie möglich zu machen, denn wenn man ißt, möchte man nicht durch zu eindringliche Musik vom kulinarischen Genuss abgelenkt werden. Es sind außerdem mit Sicherheit Gäste da, die naturgemäß jeder für sich einen eigenen musikalischen Geschmack haben, verschiedenen Alters sind und somit nicht so leicht unter einen Hut zu bringen sind.

So lag der Gedanke nahe, nicht Musik zum zuhören zu spielen, sondern vielmehr eine Art Atmosphäre im Raum zu schaffen, die nicht ein bewusstes Zuhören verlangt, sondern nebenbei aufgenommen wird. Für mich hieß es folglich: nicht auf den Rhythmus zu setzen, sondern auf eine beinahe chanson- oder romanzenartige musikalische Präsentation zu achten.

Diese dritte CD dieser Reihe setzt die Schöpfung der Atmosphäre eines Galadinners fort, denn jedes Dinner ist für den jeweiligen Pianisten immer ein Galadinner.

Zum Programm: Eine bunte Mischung bekannter Melodien und eigener Titel, mit vielen kleinen Übergängen die eine fast pausenlose Darbietung ermöglichen und jeden Tag ein anderes Gesicht zeigen. Wie im richtigen Leben!

Sollten Sie mit Freunden einmal einen Kaffeenachmittag verbringen, legen Sie diese CD auf und Sie werden merken: Es liegt was in der Luft!“

NevoMavar
Nun, um es kurz zu machen, diese CD ist ein Kleinod dieser Gattung von Musik; nicht nur weil Nevo Mavar etliche eigene und durchaus hörenswerte Kompositionen zum besten gibt (sogar ein flotter Senioren-Boogie ist mit im Programm), sondern weil er sie wirklich kunstvoll mit den Fremdkompositionen verknüpft … Insgesamt sind mindestens 4 Ausgaben dieser „Das angenehme Piano … “ erschienen.

Leider habe ich über diesen Pianisten so gut wie nichts an weiteren Informationen gefunden,; er ist in Bad Reichenhall zu Hause, ich glaube aufgrund des Namens nicht, dass er Deutscher ist … irgendwie und irgendwann hat ihn sein Lebensweg eben in die bayerische Alpen verschlagen …

Und irgendwie gehörte er mal  zu der Firma Amaz-Music Factory e.U. in Mattighofen/Österreich, einer Musikagnetur, die ihren eigentlichen Schwerpunkt im Bereich österreichische Country-Musik hat.

Und irgendwann mal hatte er in dem Nobelhotel Axelmannstein, Bad Reichenhall ein längeres Engagement (zumindest weist eine eigene CD mit dem Titel „Memories Of Axelmannstein“ darauf hin). Und viel mehr habe ich dann auch nicht mehr herausfinden können … nun denn …

… und weil ich gleich wieder ein wenig sentimental werde, widme ich diesen Eintrag all jenen namenslosen Pianisten auf der ganzen Welt …

BackCoverA

Besetzung:
Nevo Mavar (piano)

BookletA

Titel:

01. Medley 1: 13.18
1. Ein Schiff Am Königssee (Mavar) 3.01
2. I Could Have Danced All Night (Loewe) 2.10
3. Jedesmal wenn der Regen kommt (Mavar) 2.54
4. Das kleine Kirchlein (Mavar) 2.00
5. C´est si bon (Betti) 3.10

02. Medley 2: 14.31
1. Bossa In The Night (Mavra) 3.11
2. Around The World (Young) 2.53
3. If You Think (Mavra) 2.46
4. Die einsame Trompete (Mavra)
5. Carbaret (Kander) 2.30

03. Medley 3: 14.00
1. Ein Abend ohne dich (Mavra) 3.25
2. Singing In The Rain (Brown) 2.42
3. Der Weg zu dir ist ein Regenbogen (Mavra) 3.18
4. Charmaine (Rapee/Pollack) 2.05
5. Good Morning Mr. Boogie (Mavra) 2.26

04. Medley 4: 17.29
1. Traum (Pavlov) 3.05
2. Closing Time (P.Mavar) 2.573. Letitia (Lazar) 3.18
4. Raindrops Keep Falling On My Head (Bacharach) 2.08
5. Eine Liebe geht zu Ende (Mavar) 3.02
6. Night In Casablanca (Mavar) 2.58

05. Medley 5: 17.48

1. Du, immer wieder (Mavar) 3.10
2. Sie hiess Doreen (Mavar) 3.35
3. Yorki (Lazar) 2.19
4. Dezember (Mavar) 3.31
5. Finally Home (P.Mavar) 3.01
6. Honeysuckle Rose (Waller) 2.10

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Jürgen Werth – Gefährten (1989)

FrontCover1Also, mit dieser explizit christlich Liedermacher Szene habe ich nun wirfklich nicht viel am Hut … aber natürlich kann hier hin und wieder auch mal ein Exemplar dieser Gattung auftauchen. So wie jetzt;:

Jürgen Werth (* 14. Mai 1951 in Lüdenscheid) ist ein deutscher Journalist, Buchautor und Liedermacher. Von 1994 bis 2014 war er Direktor des Evangeliums-Rundfunks bzw. hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender von ERF Medien in Deutschland. Er lebt als freier Schriftsteller in Wetzlar.

Werth begann im Alter von 14 Jahren, eigene Lieder zu schreiben. Er hat bei der Westfälischen Rundschau in Hagen, Lüdenscheid und Dortmund eine Ausbildung als Journalist absolviert. Ab 1973 war er bei ERF Medien (früher: Evangeliums-Rundfunk) in Wetzlar beschäftigt. Von 1977 bis 1984 war er Leiter des Jugendprogramms „e.r.f. junge welle“, 1986 wurde er Chefredakteur. 1994 übernahm er das Amt des Direktors von seinem Vorgänger Horst Marquardt. Werth moderierte bis Juni 2014 im Fernsehprogramm ERF1 insgesamt 246 mal die Gesprächssendung „Werthe Gäste“,[2] sowie die „Wartburg-Gespräche“. Er war drei Jahre lang Sprecher der ARD-Sendung Das Wort zum Sonntag. Seit 2007 war er hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender. Sein Nachfolger ist seit Oktober 2014 Jörg Dechert.

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Jürgen Werth, 1975

Werth hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und ist als Liedermacher tätig. Seine bekanntesten Lieder sind „Du bist du (Vergiss es nie)“, eine Übertragung des englischen Liedes „I got you“ von Paul Janz, und „Wie ein Fest nach langer Trauer“. Das letztere Lied ist in drei Regionalteilen zum Evangelischen Gesangbuch veröffentlicht: Baden, Elsass und Lothringen (666), Pfalz (666) und Württemberg (660). Er schrieb als Texter zusammen mit den Komponisten Johannes Nitsch und Hans-Werner Scharnowski mehrere Musicals, 2012 das Luther-Musical Bruder Martinus mit Siegfried Fietz.

Er gehörte viele Jahre dem Vorstand des evangelikalen Vereins ProChrist an, einem Organisator von mehrtägigen christlichen Evangelisations-Veranstaltungen, wo er auch als Moderator tätig war. Werth war von 2007 bis 2011 als Nachfolger von Peter Strauch Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz, dessen Hauptvorstand er seit 1997 angehört.

Werth entschuldigte sich 2011 öffentlich bei den Homosexuellen für Respektlosigkeit und schlimme Erfahrungen durch einzelne Evangelikale und rief auf, den Begriff evangelikal wieder im Sinne von evangelisch zu definieren und verwies auf die vier Soli der Reformation, die die evangelikale Bewegung kennzeichnen: Sola gratia, sola fide, sola scriptura, solus Christus. Nur die Gnade, der Glaube, die Schrift, Christus.

Jürgen Werth ist verheiratet mit Angela Werth. Die beiden haben drei erwachsene Kinder. (Quelle: wikipedia)

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Jürgen Werth mit Ehefrau

Und der Mann hat ja ganz emsig LP für LP veröffentlicht … Hier ist eine davon, es dürfte sein siebtes Album sein …

Und – siehe oben – all diese christlichen Texte – sie gehen mir z.T. gewaltig auf den Keks – Religion als Opium fürfs Volk und als Möglichkeit, kriegerische Auseinandersetzungen zu rechtfertigen … davon habe ich mittlerweile die Schnauze gestrichen voll.

Aber dennoch: eines muss man ihm lassen: Musikalis ch bewegt er sich – auch dank seiner Begleitmusiker –  auf hohem Niveau … mjusikalisch sind da etliche Perlen dabei .. und gelegentlich hat auch mal wieder der Reinhard Mey mit seiner stilprägenden Variante für die Liedermacher-Szene seine Händ mit ihm Spiel .. man höre sichj da mal „Dein Lächeln schmilzt Grönland“ an … und der Drummer heißt Boris Becker … *ggg*

Wirklich feinsinnige Musik zu Texten, die mir fremd sind und bleiben …

BackCover1

Besetzung:
Boris Becker (drums, percussion)
Dirk Benner (keyboards)
Robert Foede (cello)
Luca Genta (cello)
Bettina Kahl (violin)
Dale King (harmonica)
Clemens Kitchen (accordeon)
Fritz Krisse (bass)
Johannes Nitsch (piano)
Carlos Roncall (flute)
Peter Schneider (guitar)
Peter Schulte (saxophone)
Jürgen Werth (vocals, guitar)

Booklet03A

Titel:
01. Du sollst leben (Werth) 4.09
02. Mut (Werth) 2.58
03. Adieu, du altes Haus (Werth) 4.24
04. Denn nur du kriegst das hin (Werth)
05. Kein Tag ohne Radio (Knibe/Werth) 3.34
06. Hast du Lust auf diesen Tag? (Traditional/Werth) 3.40
07. Sieh nach allen (Traditional/Werth) 4.08
08. Dein Lächeln schmilzt Grönland (Werth) 3.35
09. Einfach ich (Werth) 3.23
10. Wo sind sie geblieben? (Werth) 4.03
11. Komm ich zu dir (Werth) 3.01
12. Und da sind Menschen (Schneider/Werth) 4.43

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Booklet05A