Nilsen Brothers – Aber dich gib´s nur einmal für mich + Weißt du, warum (1963)

FrontCover1Und jetzt hab´ ich wieder dieses Schnulzen-Trio im Angebot, das sich gewaschen hat:

Die Nilsen Brothers sind ein deutsches Schlagertrio, das mit Evergreens wie Tom Dooley und Aber dich gibt’s nur einmal für mich bekannt wurde. Mitglieder waren zuletzt Josef (genannt „Pepe“) Ederer, Marco Ettisberger und Ralph Cottiati.

Die ursprünglichen Nilsen Brothers – Pepe (eigentlich Josef; anfangs unter dem Namen „Pep“) Ederer (1932–2020), Gerd Gudera (* 1933) und Walter Leykauf – kamen alle aus einem oberpfälzischen Dorf. Sie traten als Amateursänger auf kleineren und größeren Veranstaltungen auf und gewannen auch einen Nachwuchswettbewerb des Bayerischen Rundfunks. Daraufhin wurden sie Peter Frankenfeld für dessen Fernsehshow Toi, Toi, Toi empfohlen. Nach ihrem Auftritt in Hamburg erhielten sie von mehreren Schallplattenfirmen Vertragsangebote, die schließlich zu einem Engagement bei dem Kölner Label Electrola führten.

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Ihre erste Single mit der deutschen Version des Kingston-Trio-Hits Tom Dooley wurde im Herbst 1958 produziert und erreichte im Dezember 1958 die deutschen Hitparaden, wo Tom Dooley bis auf Platz eins stieg. In den Automatenmarkt-Charts war der Titel 36 Wochen vertreten, die Jugendzeitschrift Bravo notierte Tom Dooley in ihrer Hitliste Musicbox von Dezember 1958 bis Juli 1959 28 Wochen lang, dabei zwölf Mal als Nummer eins. Die Nilsen Brothers sangen ihren Erfolgssong auch in der Filmkomödie Immer die Mädchen.

Bis 1961 nahmen die Nilsen Brothers zehn Singles bei Electrola auf, darunter auch Platten mit Boy Berger und Angèle Durand. Der mit Angèle Durand aufgenommene Titel Die Cowboys von der Silver Ranch führte zu einem weiteren Hitparadenerfolg (1960, Platz 20). Weitere Hitparadenerfolge waren Tom Dooley II (1960, 40.), Sacramento (1961, 22.) und Stielaugen-Tango (1962, 50.).

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Nachdem der Plattenvertrag mit Electrola ausgelaufen war, gab es nur kurze Engagements bei Ariola, Decca und Philips. Erst 1965 kam es bei der kleinen Duisburger Plattenfirma Populär wieder zu einem längerfristigen Vertrag, der zu über zehn Singleproduktionen führte. Mit dem von Ederer komponierten Titel Aber dich gibt’s nur einmal für mich kamen die Nilsen Brothers nur in Österreich in die Charts (1967, 9.). Neben seinen Schallplattenveröffentlichungen wirkte das Trio auch in zahlreichen Filmen mit.

1969 ließen sich die Nilsen Brothers in der Schweiz nieder. Nachdem Ederer ab 1970 begonnen hatte, Soloplatten zu veröffentlichen sowie als Komponist und Produzent zu arbeiten und auch Leykauf eigene Wege als Sänger Patrizius gegangen war, zog sich das Trio 1972 aus der Öffentlichkeit zurück und gründete stattdessen eine Produktionsfirma. 1975 trennte sich Leykauf endgültig von den Nilsen Brothers und wurde durch Marc Holder (eigentlich Marco Ettisberger, * 1952) ersetzt. Spätere Comebackversuche scheiterten, 2005 veröffentlichte das Trio eine eigene Compact Disc mit dem Titel Vergiss nie deine Träume, die unter anderem neue Versionen von Aber dich gibt’s nur einmal für mich und Mein Schatz, ich hab’ dich heut noch lieb enthält. (wikipedia)

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Hier eine ihrer erfolgreichen Singles aus den frühen 60er Jahren …

Ähm … na gut … der Archivar und Chronist in mir strahlt … der Musikliebhaber in mir gerät in eine gewisse Verzweiflung …

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Besetzung:
Pepe Ederer – Gerd Gudera – Walter Leykauf
+
Pepe Ederer und seine Studioband

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Titel:
01. Aber dich gibt’s nur einmal für mich (Pit/Guley) 3.09
02. Weißt du, warum? (Ederer/Guley) 3.29

LabelB1

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Hüllentext

Es gibt Millionen von Sternen
Uns’re Stadt, sie hat tausend Laternen
Gut und Geld gibt es viel auf der Welt
Aber Dich gibt’s nur einmal für mich
Es gibt tausend Lippen die küssen
Und Mädchen, die trennen sich müssen
Freud und Leid gibt es zu jeder Zeit

Aber Dich gibt’s nur einmal für mich
Schon der Gedanke, dass ich Dich einmal verlieren könnt‘
Dass Dich ein and’rer Mann, einmal sein eigen nennt
Er macht mich traurig, weil Du für mich die Erfüllung bist
Was wär die Welt für mich ohne Dich?

Es blüh’n viele Blumen im Garten
Und gibt viele Mädchen die warten
Freud und Leid gibt es zu jeder Zeit
Aber Dich gibt’s nur einmal für mich

Schon der Gedanke, dass ich Dich einmal verlieren könnt‘
Dass Dich ein and’rer Mann, einmal sein eigen nennt
Er macht mich traurig, weil Du für mich die Erfüllung bist
Was wär die Welt für mich ohne Dich?

Es gibt sieben Wunder der Erde
Tausend Schiffe fahrten über die Meere
Gut und Geld gibt es viel auf der Welt
Aber Dich gibt’s nur einmal für mich

Mehr von den Nilsen Brothers:
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Die Gemeine Wald / Niederbayern würdigt den Pepe Ederer:
Gemeinde Wald Website

Eberhard Schoener – Spurensicherung (1983)

FrontCover1Auch dieses Album von ihm gehört für mich in die Kategorie „exquisit“:

Eberhard Schoener (* 13. Mai 1938 in Stuttgart) ist ein deutscher Dirigent und Komponist.

Schoener studierte von 1954 bis 1959 Violine und Chorleitung an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold. Seit den 1960er Jahren wirkte er als klassischer Violinist und als Operndirigent. 1965 gründete er die Münchener Kammeroper. Ausgehend von der Klassik experimentiert er mit verschiedensten Musikrichtungen.

Er komponierte mehrere Opern und Filmmusiken, letztere vorwiegend für deutsche Fernsehserien wie Das Erbe der Guldenburgs, Der Alte, Derrick oder Siska.

Ab 1968 richtete er an den Bavaria Studios ein Labor für elektronische Musik ein und experimentierte als einer der ersten mit dem Moog-Synthesizer. Der offizielle deutsche Beitrag zur Weltausstellung Expo ’70 in Osaka war von ihm komponiert. In späteren Werken wie z. B. Spurensicherung benutzte er den sample-basierten Synthesizer Fairlight CMI, um Naturklänge, Vogelstimmen und verschiedene Orchester miteinander zu kombinieren.

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Seit den 1970er Jahren bemühte er sich um das Zusammenbringen von klassischer Musik, Popmusik und Weltmusik. Dabei arbeitete er mehrere Jahre mit Bands wie Procol Harum, Tangerine Dream, dem Musiker Sting und den späteren The Police zusammen. Auch auf den Alben Windows von Jon Lord (1974) und The Turn of a Friendly Card von The Alan Parsons Project wirkte er als Dirigent der Musiker der Münchner Kammeroper mit.

Am 21. September 1979 nahm er zusammen mit Musikern aus Java und Bali am Ars Electronica Festival teil. 1979 erhielt Schoener den Auftrag zusammen mit Wilfried Minks das BMW-Museum neu zu gestalten. Das Ergebnis fand zunächst nicht die Zustimmung des Unternehmensvorstandes und die Ausstellung Zeitsignale wurde 1980 erst nach einer Veränderung eröffnet, lief danach aber 4 Jahre lang erfolgreich.[1][2][3] Zwischen 1980 und 1985 präsentierte er fünfmal die Klassik-Rock-Nacht im Bayerischen Rundfunk, welche per Eurovision in bis zu 16 Ländern übertragen wurden. Die letzte dieser Veranstaltungen fand 1985 auf dem Gelände der Weltausstellung in Tsukuba (Japan) statt, dabei wurden Musiker aus München per Satellit zugeschaltet – sie gilt daher als erstes Satelliten-Live-Konzert.[4] 1987 sangen Sting, Gianna Nannini und Jack Bruce Lieder von Brecht/Weill und Hanns Eisler unter Leitung von Eberhard Schoener, der das Staatsopernorchester in Hamburg dirigierte. Diese zwei Konzerte „Popstars singen Brecht/Weill“ wurden für die ARD aufgezeichnet (Erstsendung ARD 30. April 1987).

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1993 gestaltete er die Eröffnungsfeier der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Stuttgart. Musiker aus fünf Kontinenten spielten über Satellit zeitgleich mit Musikern im Gottlieb-Daimler-Stadion. Die CD dazu, Harmonia Mundi, erschien 1993. 1996 erschien die erste CD mit den Short Operas Cold Genius mit Kurt Moll, Laurence Gien und George Kochbeck und Palazzo dell’ Amore mit u. a. Andrea Bocelli, Gianna Nannini, Kurt Moll und Helen Schneider. 1998 gestaltete er die Eröffnungsfeier des Potsdamer Platzes in Berlin, und 2001 erschien die zweite CD der Short Operas Eine Rache nach einer Kurzgeschichte von Isabel Allende mit u. a. Helen Schneider und Willy DeVille sowie Beleza Negra. 2002 stellte er die erste Internetoper ins Netz: Virtopera, die Auseinandersetzung einer virtuellen Figur mit einer realen Person, dargestellt von Dieter Meier. In Mantua (Italien) Salvador da Bahia (Brasilien), Kalkutta (Indien) und Köln wurden die Aufführungen live ins Internet gestreamt.

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2005 dirigierte er das Münchner Rundfunkorchester beim Münchner Sommernachtstraum, einem Großereignis im Olympiapark in München. Im Jahr darauf, 2006, erschien die CD Eberhard Schoener and Friends. 2010 schrieb er die Musik zu Dieter Wedels Film Gier. 2011 gründete er das Tegernseer Sommerfestival mit der Aufführung des Walpurgiszauber. Im Rahmen dieses Festivals folgte im Jahr 2012 Traumpfade der Musik. Diese Produktion wurde für das Bayerische Fernsehen aufgenommen und ist am 5. September 2013 gesendet worden. Am 22. November 2014 wurde Eberhard Schoener mit dem Ehrenpreis der SoundTrack Cologne ausgezeichnet.

Im Mai 2019 übergab Schoener seinen Synthesizer Modular Moog IIIp an das Deutsche Museum München.

Schoener ist seit 1967 mit der Kunsthistorikerin und Autorin Stefanie Schoener verheiratet, die 2009 seine Biographie verfasst hat. (wikipedia)

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Hier ein weieres, seiner nun wirklich vertrackten Werke … die man nicht als „leichte Kost“ nzeichnen kann.

Mit Sängern/innen von Ralf Zacher bis Hazel O’Connor, mit Musikern von Paul Vincent, Mark Nauseef, Ian Bairnson und dem großartigen Mel Collins entwickelt, entfacht er eine Musik, die einerseits gelegentlich nur schwer verdaulich ist, anderereits aber derartig großartig ist, dass einem der Atem stehen bleiben könnte.

Wie sagte Fritz Rau:

Eberhard Schoener machte schon Weltmusik, als es diesen Begriff noch gar nicht gab.

Ein Album, das es zu entdecken gilt, abseits aller Torheiten des Mainstreams,

Eberhard Schoener ist ein wahrer „Musikpionier“. Er mischte E- und U-Musik, als das eigentlich noch undenkbar war … kann man auch hier nachhören …

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Besetzung:
Ian Bairnson (guitar)
Mel Collins (saxophone)
David Garland (vocals, synthesizer)
John Giblin  (bass)
Michael Goltz (guitar)
George Kochbek (vocals, synthesizer)
Mark Nauseef (percussion)
Hazel O’Connor (vocals)
Morris Pert (vibraphone, synthesizer)
Eberhard Schoener (synthesizer)
Paul Vincent (guitar)
Rolf Zacher (vocals)
+
Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden
+
Mönche aus dem Kloster Sama (Nepal)
Inlet01Titel:
01. Spuren 3.20
02. Sunday Morning In Manhattan 9,21
03. Systeme 5.07
04. Twilight In Venice 6.20
05. Reforma 3.45
06. Realzeit (Tepotzlan – Ein Markt In Mexico) 8.01
07. Butterflies 4.15
08. Tag – Wege zum Machhapochhare 9.27

Musik und Texte: Eberhard Schoener

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Hüllentext

Und Golf spielen kann er auch:
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Mehr von Eberhard Schoener:
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Die offizielle Website:
Website

Alte Bücher … ein letzter Blick: Milt Creighton – Sherlock Holmes – Explosion in der U-Bahn (Krimi Abenteuer Spiel Buch) (1988)

SherlockHolmes01Wenn man in so ein gewisses Alter kommt, dann wird es höchste Zeit, auch den Bestand an all diesen alten Büchern zu durchforsten, um sich dann – nach einem letzten Blick – von etlichen Werken zu verabschieden.

Und die Rubrik „Alte Bücher … ein letzter Blick“ gibt natürlich auch in einem besonderen Maße einen Einblick in meine persönliche oder auch berufliche Biographie.

Und hier geht´s mal wieder um einen Krimi, aber so ganz anders, als man sich das gemeinhin vorstellen mag.

Hier präsentiere ich mal so eine „Krimi-Spiel-Buch“ (Ursprungsland: USA ), d.h. dass man als Leser aufgefordert ist, den präsentierte Kriminalroman quasi selber zu lösen.

Man schlüpft also in die Rolle des Detektives und je nach Entscheidung wechselt an zu einer anderen Seite des Buches … um dort weiter zu machen … bis halt das Rätsel gelöst.

Und vom eigenen Geschicke hängt es ab, bis man den „Fall“ gelöst hat:

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Und da ich ein Mensch bin, der sich auch gut und gerne alleine beschäftigen kann und will, hat mir früher diese Art von Lektüre von Zeit zu Zeit viel Vergnügen bereitet .. später kamen dann allerings ähnliche Spiel als PC-Spiele auf den Markt, die dann freilich noch interessanter und spannender waren.

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Diese Buchidee scheint damals sehr populär gewesen zu sein … betrachtet man sich die weiteren Angebote des Verlages:

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Can – Monster Movie (1969)

LPFrontCover1Schon ihr erstes Album war starker Tobak und eine Provokaqtion im Hinblick auf die damaligen Hörgewohnheiten:

Can war eine 1968 in Köln gegründete avantgardistische Band, die keinem bestimmten Musikstil zuzuordnen ist und es ablehnte, als Rockband bezeichnet zu werden. Sie bewegte sich zwischen Free Jazz und Avantgarde-Jazz, Funk und innovativen Krautrock- und Psychedelic-Rock-Elementen, experimentierte darüber hinaus mit elektronischer Musik.

Gründer und künstlerischer Kern der Band waren der Keyboarder Irmin Schmidt und der Bassist Holger Czukay. Beide hatten bei Karlheinz Stockhausen an der Musikhochschule Köln Komposition studiert. Sie versammelten Anfang 1968 Musiker mit kontrastierenden musikalischen Hintergründen um sich und bildeten mit ihnen ein Experimentierkollektiv. David C. Johnson war zu diesem Zeitpunkt Dozent für elektronische Musik. Vom Free-Jazz kam der Schlagzeuger Jaki Liebezeit, der zuvor mit Manfred Schoof zusammengearbeitet hatte. Gitarrist Michael Karoli suchte noch nach musikalischer Identität. Zunächst nannte sich die Band Inner Space. Aus einem Konzert vom Juni 1968 wurden zunächst die Singles Agilok & Blubbo (Juli 1968) und Kamasutra (November 1968) veröffentlicht. Das Management übernahm Hildegard Schmidt, Irmin Schmidts Frau.

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Ab 1968 probte die Band zunächst in Schloss Nörvenich, wo sie sich im Juni 1968 zu einer Jamsession in der Besetzung Karoli, Czukay, Schmidt, Liebezeit und Johnson traf. Hierbei wurden sie kurzfristig ergänzt von Manfred „Manni“ Löhne (Gesang, Perkussion, Flöte). Diese Jamsession wurde 1984 als Bootleg Prehistoric Future veröffentlicht, das in limitierter Auflage von 2000 Exemplaren erschien und Samples der Studentenunruhen an der Pariser Sorbonne beinhaltete.

Im August 1968 lernte Hildegard Schmidt in Paris den Bildhauer Malcolm Mooney kennen, der als neuer Sänger zur Band stieß. Die übrigen Bandmitglieder akzeptierten seinen Vorschlag, die Band The Can zu nennen. Er verließ die Gruppe wenig später, da er die immer rockigere Ausrichtung der Musik nicht mittragen wollte.

Im November 1968 nahmen Can den Soundtrack zum Kinofilm Kamasutra – Vollendung der Liebe auf, der am 5. Juni 1969 in die Kinos kam. Die erste LP Monster Movie entstand am 25. Juli 1969 in Schloss Nörvenich und beinhaltet Spontankompositionen. Deren lediglich auf 500 Exemplare veranschlagte erste Auflage wurde in zwei Wochen verkauft.

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Monster Movie ist das Debütalbum der deutschen Avantgarde-Rockband Can. Das Album wurde 1969 eingespielt und erschien zunächst mit einer Auflage von 500 Stück über das Label Music Factory. 1970 wurde es von Liberty Records neuveröffentlicht. Den internationalen Vertrieb übernahm United Artists Records.

Monster Movie entstand aus einer Serie von Jam-Sessions im Schloss Nörvenich nahe Köln, wo die Band 1968 ihr Studio bezog. Stilistisch vereinigt es Elemente des Free- und Avantgarde-Jazz mit experimentellen Kraut- und Psychedelic-Rock-Komponenten. Die Protagonisten des Werks waren Organist Irmin Schmidt, der unter anderem acht Jahre bei Karlheinz Stockhausen studiert und als Theaterkapellmeister Erfahrungen mit Symphonieorchestern gesammelt hatte, Gitarrist Michael Karoli, der als Jurastudent in Schweizer Jazz- und Pop-Combos gearbeitet hatte, Bassgitarrist Holger Czukay, der unmittelbar vor seiner Can-Karriere in den Elektronikstudios von Pousseur und Stockhausen verbracht hatte und Schlagzeuger Jaki Liebezeit, der bei prominenten Jazzern, wie Chet Baker und Manfred Schoof, engagiert war. Als Sänger stieß der US-Amerikaner Malcolm Mooney zur Band.

Can02

Vorangegangen waren der Veröffentlichung die beiden Singles Agilok & Blubbo (Juli 1968) und Kamasutra (November 1968) sowie das Album Prepared to Meet Thy Pnoom, das zunächst unveröffentlicht blieb, da der Musikstil der Band in kein Vermarktungsschema der Plattenindustrie passte; erst 1981 wurden Stücke daraus als Kollektion von Raritäten und Outtakes auf »Delay« 1968 herausgegeben.

Im August 1968 lernte Hildegard Schmidt (Ehefrau von Irmin Schmidt) in Paris den Bildhauer Malcolm Mooney kennen, der als neuer Sänger zur Band stieß. Auf ihn ging der ursprüngliche Bandname The Can zurück (im New Yorker Dialekt heißt das auch „Arsch“)[3], bevor man den Artikel später eliminierte. Einige Veröffentlichungen des Albums trugen den Untertitel „Made in a castle with better equipment“, in Anspielung auf das im 14. Jahrhundert errichtete Schloss Nörvenich, wo die Aufnahmen stattfanden und wo Eierboxen sowie ausgediente Militärmatratzen als Klangbildner dienten.

Das Album wurde positiv rezensiert. Pitchfork wählte es auf Platz 48 der 200 besten Alben der 1960er Jahre. (wikipedia)

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Das Cover von Monster Movie nennt seine Schöpfer „The Can“, ein Kollektivname, der den Konventionen einer Rockband der 60er Jahre entspricht. Und zumindest in der ersten Hälfte des Albums ähneln Can tatsächlich einer konventionellen Gruppe: „Outside My Door“ klingt wie ein Versuch, Pink Floyds „Interstellar Overdrive“ in heulenden Garagenrock zu verwandeln, und ihre narkotische Verdrehung des traditionellen Kinderlieds „Mary, Mary So Contrary“ verstärkt die geistige Verwandtschaft zwischen Psychedelia und Kinderunterhaltung.

Doch mit Malcolm Mooney besaßen Can einen Sänger, der ebenso gut folgen wie führen konnte: Als sich „Father Cannot Yell“ von einem zerlumpten Rave-Up im Velvets-Stil in einen vakuumversiegelten Motorik-Schub verwandelt, fügen sich seine keuchenden Vokal-Ticks in Holger Czukays Bass-Groove wie menschliche Maracas ein.

MC

Und auf „Yoo Doo Right“ – dem 20-Minuten-Koloss, der die gesamte zweite Seite verschlingt – erforscht die Band Variationen eines Themas wie ein Maler, der das gleiche Muster wiederholt, bis sich die Farben und Formen zu einer unerkennbaren Unschärfe verzerren und die Leinwand aufreißt, um ein Portal in eine andere Dimension zu enthüllen. Angetrieben von den donnernden Schlägen und elastischen Rhythmen von Jaki Liebezeit – dem John Bonham der Avantgarde – prophezeite „Yoo Doo Right“ das hypnotische, herzzerreißende Auf und Ab elektronischer Musik in traditioneller Rock-Besetzung. Von da an ließ Can das „The“ fallen – und auch jeden Anschein, wie eine normale Rockband zu funktionieren. (Stuart Berman)

Ganz sicher ein Album, das ein beredtes Beispiel für jene Zeit ist, in der musikalische Ausdruck dieser Generation geradezu explodierte …

Ganz sich ein Album, das hypnotisch-magische Elemente hatte … insbesondere bei dem 20 Minuten Trip „Yoo Doo Right“ !

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Besetzung:
Holger Czukay (bass)
Michael Karoli (guitar)
Jaki Liebezeit (drums)
Malcolm Mooney (vocals)
Irmin Schmidt (organ)

Die Originalausgabe auf dem „Music Factory“ Label:
Originalausgabe

Titel:
01. Father Cannot Yell 7.02
02. Mary, Mary so Contrary 6.19
03. Outside My Door 4.08
04. Yoo Doo Right 20.28

Musik und Texte:
Holger Czukay – Michael Karoli – Jaki Liebezeit – Irmin Schmidt – Malcolm Mooney

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Der Hüllentext auf der Liberty Edition:
Hüllentext

Mehr von Can:
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Radi Radenkovic – Bin i Radi – bin i König + Gib mein Herz mir zurück (1965)

FrontCover1Also, diese Single ist eher albern und läppisch … aber er war halt einer der unangefochtenen Helden meiner Kindheit, deshalb nützte ich die Möglichkeiten dieses blogs, um ihn mal ein kleines Denkmal zu setzen:

Petar Radenković (serbisch-kyrillisch Петар Раденковић; * 1. Oktober 1934 in Belgrad), genannt „Radi“, ist ein ehemaliger jugoslawischer Torwart und war einer der ersten ausländischen Spieler in der deutschen Fußball-Bundesliga.

Mit ihm erreichte der TSV 1860 München seine bisher größten Erfolge: 1964 DFB-Pokalsieger, 1965 Endspielteilnahme am Europapokal der Pokalsieger und 1966 Deutscher Meister. Nach dem Abstieg des TSV 1860 München aus der Bundesliga beendete Radenković 1970 nach 215 Bundesligaspielen seine Fußballkarriere.

Radenkovićs Vater war ein Folkloresänger und Gitarrist (Künstlername Rascha Rodell), mit seiner Frau begab er sich häufig auf Auslandsreisen. Wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges konnten die Eltern nicht aus den USA zurückkehren, daher wurde Petar in Belgrad von seinen Großeltern aufgezogen.

Hier besuchte er das Gymnasium und schloss 1953 mit dem Abitur ab. 1949 trat er dem Fußballverein Šumadija bei. Hier begann er in der Jugendmannschaft als Feldspieler, später wechselte er ins Tor. 1951 ging er zu Roter Stern Belgrad, ein Jahr später zu OFK Belgrad. In den Jahren 1953 und 1955 gewann er mit dem Vorgängerverein BSK zweimal den Pokal. Bis 1958 bestritt er 93 Spiele für den BSK/OFK Belgrad, für den er bis 1960 spielte.

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Am 29. Juni 1955 heiratete er Olga Borić, eine Basketballspielerin der jugoslawischen Nationalmannschaft. 1956 gewann er in Melbourne mit der jugoslawischen Olympiaauswahl die Silbermedaille. Das Finale am 8. Dezember 1956 in Melbourne vor 86.716 Zuschauern war sein zweites Länderspiel, und er traf dabei auf die Torhüterlegende Lew Jaschin im siegreichen Team der UdSSR. Laut Bausenwein soll Jaschin bei der Verabschiedung im olympischen Dorf zu Radenković gekommen sein und ihm seine Handschuhe geschenkt haben. Radenković probierte das Spiel mit Handschuhen aus und war so angetan von dem neuen Fanggefühl, dass er es nie mehr missen mochte. Insgesamt brachte es Radenković auf 3 A-Länderspiele. 1958 wurde er zum Militär eingezogen, was seine Teilnahme an der Fußball-WM verhinderte. Nach dem Ende der Militärzeit bemühte er sich um einen Wechsel zu dem Spitzenverein Roter Stern Belgrad, dies wurde aber von Funktionären verhindert. Für den OFK Belgrad kam er in der Saison 1959/60 nur noch zu drei Einsätzen.

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Deshalb verließ Radenković 1960 Jugoslawien Richtung Deutschland. Zunächst spielte er in der Saison 1961/62 bei Wormatia Worms in der Fußball-Oberliga Südwest. Durch seine einjährige Sperre konnte er erst in der Rückrunde in das Ligageschehen eingreifen. Der vormalige Keeper von OFK Belgrad debütierte am 18. Spieltag, den 17. Dezember 1961, beim Heimspiel gegen den VfR Kaiserslautern in der Oberliga Südwest. Horst-Dieter Strich hatte die ersten 17 Rundenspiele für die Wormatia bestritten und Worms hatte dabei 18:16 Punkte erreicht. Mit Radenković im Tor kam Worms in den restlichen 13 Punktspielen auf 19:7 Punkte, und der Torhüter aus Belgrad verwandelte am 25. März 1962 beim Auswärtsspiel gegen Mainz 05 einen Foulelfmeter. Trainer Max Merkel holte den „Fangkünstler“ zur letzten Oberligarunde 1962/63 zu 1860 München in die Fußball-Oberliga Süd. Der Tabellensiebte der Runde 1961/62 stand wegen der Bundesliganominierung zur Saison 1963/64 unter erhöhtem Leistungsdruck. „Radi“ debütierte am 19. August 1962 beim 1:0-Auswärtserfolg bei Hessen Kassel in der Oberliga Süd – in der ersten Runde im DFB-Pokal 1962 hatte er aber bereits am 28. Juli[3] beim 6:1-Heimerfolg gegen Kassel sein erstes Pflichtspiel für den Traditionsklub aus Giesing bestritten – und absolvierte in seiner ersten Saison für die „Löwen“ alle 30 Ligaspiele. Mit drei Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger 1. FC Nürnberg holten sich die Merkel-Schützlinge die Meisterschaft im Süden und wurden dadurch als Gründungsmitglied in die Fußball-Bundesliga aufgenommen. Dem Lokalrivalen FC Bayern München reichte dazu sein dritter Rang dagegen nicht aus, die „Roten“ traten 1963/64 in der zweitklassigen Fußball-Regionalliga Süd an.

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Radenković gehört zu den 176 Fußballspielern, die am ersten Spieltag der Bundesliga, dem 24. August 1963, im Einsatz waren. Darunter befanden sich neben Radenković nur drei weitere Ausländer. 1860 München belegte in der Debütrunde der Bundesliga den siebten Rang und der Torhüter hatte zusammen mit Rudolf Steiner, Manfred Wagner und dem Neuzugang Otto Luttrop von Westfalia Herne alle 30 Rundenspiele absolviert. Mit der Durchschnittsbewertung von 2,67 rangierte er in der Kicker-Rangliste auf dem 9. Rang der Spielerbenotung der gesamten Liga, Luttrop wurde mit 2,90 als zweitbester „Löwen“-Spieler notiert. Die Runde wurde aber durch den Gewinn des DFB-Pokals 1964 gekrönt. Beim Halbfinalerfolg am 3. Juni bei Altona 93 durch einen 4:1-Sieg nach Verlängerung wurde die Leistung des Keepers besonders herausgehoben:

„Münchens Trainer Max Merkel konnte sich bei Torhüter Petar Radenković bedanken, der mit zahlreichen Glanzparaden das mögliche 2:0 für Altona verhindert hatte.“ (Matthias Weinrich)

Im zweiten Bundesligajahr, 1964/65, fehlte „Radi“ nur in einem Spiel und die „Löwen“ belegten den vierten Rang. Im Europapokal der Pokalsieger setzten die Münchner aber internationale Akzente und kamen über drei Spiele im Halbfinale gegen den AC Turin in das Finale. Das Hinspiel am 20. April 1965 im Stadio Comunale in Turin ging zwar mit 0:2 Toren verloren, der Münchner Torhüter bekam aber ausgezeichnete Kritiken:

„Das Spiel lief mit wenigen Ausnahmen in eine Richtung – in die des von Petar Radenković allerdings vorzüglich gehüteten 60er Tores.“ (Matthias Weinrich)

Auch beim mit 2:0 gewonnenen Entscheidungsspiel am 5. Mai 1965 im Letzigrund in Zürich wurde dem „Löwen“-Torhüter Weltklasseform bescheinigt. Nach dem mit 0:2 Toren verlorenen Finale am 19. Mai in London gegen West Ham United fasste „Radi“ Radenković hernach zusammen:

„Wir haben verloren. Aber das große Erlebnis, in Wembley in einem Finale gespielt und dabei gut ausgesehen zu haben, das nimmt uns niemand mehr.“

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Als die Merkel-Elf in der Saison 1965/66 den Meistertitel nach München holte, stand „Radi“ in allen 34 Rundenspielen im Tor des neuen Deutschen Meisters. Er war die Konstante in der Defensive, und die Offensive erzielte mit 80 Toren die meisten Treffer in dieser Bundesligasaison. Im Jahr der Titelverteidigung, 1966/67, kam eine Vizemeisterschaft hinzu, aber die spätere Talfahrt der „Löwen“ setzte durch die internen Turbulenzen bereits ein. Peter Grosser, der damalige Kapitän, wird mit folgender Aussage zitiert:

„Dass wir 1964 Pokalsieger wurden und ein Jahr später ins Europacup-Finale einzogen, war auch Merkels Verdienst. Aber Meister sind wir trotz Merkel geworden.“

Das waren noch Zeiten: 1966 wurde die Mannschaft deutscher Meister, 1967 gab es einen Sieg gegen FC Bayern München, sehr zur Freude von Bernd Patzke, Torwart Petar Radi Radenkovic, Rudolf Zeiser und Rudolf Steiner (von links):
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Merkels Defizite im Bereich der Menschenführung – dazu passte auch die Verpflichtung von Wolfgang Fahrian, um damit den aufmüpfigen „Radi“ klein halten zu können – und der angehäufte „Schuldenberg“, der die Handlungsfähigkeit des Vereines stark beeinträchtigte, eskalierten mit der Trennung von Merkel zum 10. Dezember 1966. Als es 1969/70 in die siebte Bundesligarunde ging, konnten die „Blauen“ neben dem Torhüter nur noch auf Željko Perušić, Manfred Wagner und Rudolf Zeiser aus der Meistermannschaft von 1966 zurückgreifen. Zwar kamen mit Alfred Heiß und Wilfried Kohlars ab dem 7. November noch zwei reaktivierte Spieler hinzu, aber auch unter dem neuen Trainer Franz Binder konnte der Abstieg nicht mehr verhindert werden. „Radi“ hütete nochmals in 32 Ligaspielen das Tor und erlebte am 7. März 1970 immerhin noch den 2:1-Erfolg gegen den amtierenden Deutschen Meister, FC Bayern München, im Derby gegen die „Roten“. Am 34. Spieltag, den 3. Mai 1970, bestritt der Torhüter beim 0:0-Heimremis gegen Rot-Weiss Essen sein letztes Ligaspiel für 1860 München. Nach acht Runden für die „Löwen“ beendete der gebürtige Belgrader im Sommer 1970 mit 35 Jahren seine aktive Spielerlaufbahn. In Legenden in Weiß und Blau wird festgehalten, „dass er trotz Max Kob sicherlich der beste Torwart in der Geschichte des TSV 1860 und zu seiner Zeit wohl auch der populärste Torhüter der Bundesliga, nach eigener Einschätzung ohnehin ‚bestes Torwart von Welt‘ gewesen sei.“

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Er begeisterte das Publikum mit den damals noch völlig unüblichen weiten Ausflügen aus dem Strafraum. Bausenwein[10] umschreibt das mit der Formulierung „der berühmteste Torwart-Feldspieler in Deutschland war aber mit Sicherheit Petar Radenković von 1860 München“. In der Saison 1962/63 machte er am sechsten Spieltag im Derby gegen Bayern München den ersten seiner später so berühmten Ausflüge: Mit dem Ball am Fuß dribbelte er bis ins Mittelfeld. „Radi“ war der erste Fußballer in Deutschland, der den Rasen eines Stadions als regelrechte Showbühne begriff. Er wusste, dass es nicht nur auf guten Sport allein ankommt, auf Erfolg und Sieg, sondern auch auf Effekte. Er hatte seinen unverwechselbaren Stil. Der „Radi“ tat mehr, als nur die Bälle zu fangen und sie seinen Kollegen wieder vor die Füße zu werfen. Er war ein Fußball-Entertainer. Aber Grundlage seiner zuweilen bühnenreifen Komikeinlagen war seine jahrelange überdurchschnittliche Torwartkunst. Diese basierte auf einem erstklassigen Stellungsspiel, Reaktionsvermögen, Sprungkraft, Sicherheit bei Flankenbällen, vorausblickendes Einschätzen der Spielsituation, Ballbehandlung, die ihn befähigte, auch außerhalb des Strafraums sich sicher mit dem Ball zu bewegen und dadurch passgenau das eigene Spiel in Gang zu bringen, sowie Qualitäten zur Organisation der Defensivformation.

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Radenković nahm Mitte der 1960er Jahre Schallplatten auf („Bin i Radi, bin i König“) und erreichte damit noch während seiner sportlichen Karriere eine Auflage von 400.000. Er arbeitete nach seiner sportlichen Karriere als Hotelier und Gastronom in München. Sieben Jahre nach seinem Karriereende kamen 1977 zu seinem Abschiedsspiel 28.000 Zuschauer ins Olympiastadion, um zu sehen, wie die Meistermannschaft von 1966 die aktuelle Löwentruppe mit 4:1 besiegte.

Petar Radenković hat zwei Töchter. Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 2009 zog Radenković wieder nach Belgrad. Dort hat er erneut geheiratet. (wikipedia)

Petar Radenkovic03

Hier also seine überaus erfolgreiche Single aus dem Jahr 1965:

Mit dieser Nummer lag Radenković wochenlang auf Platz eins der Hitparade – vor den Beatles. Mit Roy Black ging er während der Fußball-Sommerpause auf Tournee. Radenković erzählte später mal, mit dem Song habe er mehr verdient als in seiner Eigenschaft als Profi-Fußballer. Er konnte sich schnell einen Mercedes leisten. Mit Autotelefon.

Sein damals ebenfalls erfolgreicher Schlager „Bisschen Glück in Liebe“, dessen Text schön den operettenhaften Akzent des in Belgrad gebürtigen Jugoslawen zur Geltung brachte, ist heute vergessen.

Petar Radenkovic05

Aber „Bin i Radi“ wird immer noch gespielt. Bei den Löwen jedenfalls. Und noch heute werden Torhüter mit ihm verglichen, wenn sie ihren Job einigermaßen passabel erledigen. Ein gewisser Franz Beckenbauer sagte einmal, Radenković zähle „bestimmt zu den besten Torhütern aller Zeiten“.
Er wurde bestaunt für seine Rolle

Weltberühmt wurde Petar Radenković für seine unkonventionelle Interpretation der Torhüterrolle. Oft verließ er seinen Strafraum mit dem Ball am Fuß, manchmal drang er sogar in die gegnerische Spielfeldhälfte vor. Heute wirken diese Bilder wie Komik-Einlagen. Aber er meinte das ernst. Und er wurde bestaunt dafür. (Rudolf Neumaier)

Petar Radenkovic04

Mein Gott, bei wie vielen Umzügen hat mich diese Single begleitet (ich kann meine Umzüge schon bald nicht mehr zählen) … und jetzt hängt sie rechts von meinem Schreibtisch an der Wand … und bleibt auch dort ! Ja, ja … und die Bayern München Fans sanen damals „Bin i Radi, bin i Depp, König ist der Maier Sepp“ …

All seine anderen Singles haben mich damals dann nicht mehr interessiert … denn die Rolling Stones, The Kinks und die Pretty Things erschienen mir damals dann noch weitaus bedeutender.

Es gab dann auch noch eine Fan-Edition (Auf der Rückseite die Stadion Hymne des TSV 1860 München):
FanEditionFC

Besetzung:
Petar „Radi“ Radenkovic (vocals)
+
Orchester Charly Niessen

Die Single wurde sogar nochmals, und zwar 1988 veröffentlicht:
Re-Issue

Titel:
01. Bin  Radi – bin i König (Rauch/Niessen) 1.55
02. Gib mein Herz mir zurück (Niessen) 2.43

LabelB1

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Der Radenkovic auf der Website des serbischen Fußball-Verbandes:
WebsiteSerbischerFußballverband01

Günter Sommer – Hörmusik (1979)

FrontCover1Manchmal, bzw. immer wieder mal, bin ich erstaunt über die musikalische Bandbreite, die es auf dem Amiga-Label zu entdecken gibt: Hier ist ein ziemlich radikales Beispiel dafür:

Günter „Baby“ Sommer (* 25. August 1943 in Dresden) ist ein international profilierter deutscher Schlagzeuger und Perkussionist. Er zählt zu den Free-Jazz-Musikern der ersten Generation in Europa.

Nach ersten Erfahrungen in Amateurgruppen während seines Studiums gehörte Sommer ab 1965 der Klaus Lenz-Big Band und ab 1966 dem Friedhelm-Schönfeld-Trio, dem Manfred Ludwig Sextett, 1971 der Jazzrock-Gruppe SOK und anschließend der Gruppe Synopsis an. In den zuletzt genannten Gruppen spielte er bereits mit Ulrich Gumpert zusammen, der sein Spielpartner wurde und mit dem er als Duo in den siebziger Jahren zahlreiche Konzerte im In- und Ausland gab.

Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, an die Sommer 1995 als Professor für Schlagzeug und Perkussion zurückkehrte, fand er zur europäischen Avantgarde des Free Jazz und entwickelte sich in Begegnungen und Auftritten mit Musikern wie Peter Brötzmann, Alexander von Schlippenbach, Paul Lovens, Peter Kowald oder Evan Parker musikalisch weiter.

Günter Sommer01

Zu dieser Zeit begann Sommer mit anderen, zum Teil auch selbstgebauten Instrumenten zu experimentieren (z. B. Pauken, Hörnern, Orgelpfeifen), um seine Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Nicht nur bezüglich dieser Erweiterung des Instrumentariums, sondern auch bezüglich seiner Öffnung hin zu anderen Musikkulturen und dem Arbeiten mit Pausen und Stille als Gestaltungsmittel hatte der Komponist und Instrumentenexperimentator Hans-Karsten Raecke Einfluss. Dabei zwang der (bei Solokonzerten) hinter einem Vorhang spielende Sommer sein Publikum, die Aufmerksamkeit vom Zusehen beim Musikmachen zum konzentrierten Hin-Hören zu lenken. Erste Solo-Auftritte mit dieser Hörmusik fanden in der damaligen Westberliner Philharmonie und der DDR-Jazzbühne Berlin statt. Seit 1985 hat Sommer sein Hörmusik-Konzept im Sinne des Musiktheaters um eine Zusammenarbeit mit Tänzern und Schauspielern erweitert.

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Ab 1977 gab Sommer auch im Duo mit dem Merseburger Domkantor Hans-Günther Wauer Konzerte, reiste 1979 mit DDR-Musikern und dem Trio Kowald-Smith-Sommer durch Europa und nach Japan, nahm an zahlreichen Jazz-Veranstaltungen und internationalen Workshops teil. Seit 1984 ist er Drummer beim Zentralquartett, mit dem er bis heute zusammenarbeitet.

Im weiteren arbeitete er eng mit Schriftstellern wie Christa Wolf und Christoph Hein zusammen und gestaltete deren Texte musikalisch. Außerdem begann eine künstlerische Kooperation mit dem Schriftsteller Günter Grass: Zu der Publikation Es war einmal ein Land (1987), in der Grass zu Sommers Perkussionsmusik aus seinen Werken Die Blechtrommel und Die Rättin liest, schrieb Sommer für den Textband auch das Vorwort und eine Anleitung zum richtigen Hören.

Seine Hörmusik fand auch ihren Niederschlag dadurch, dass seine Musik zu integrierten und doch eigenständigen Elementen von Hörspielen wurde – so in den Hörspiel-Produktionen des Deutschlandradios Berlin Das wilde Fest des Autors Joseph Moncure March 1997 und der von Helma Sanders-Brahms erarbeiteten modernen Fassung der traditionellen Geschichten aus Tausendundeine Nacht 1993, 1995, 1999 (1. bis 14. Nacht) und 2002 (15. bis 17. Nacht).

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Nach der politischen Wende verlagerte sich Sommers Wirkungskreis auch räumlich, zunächst in den Alpenraum, eine Zusammenarbeit mit Inge Mißmahl und dem Off-Off-Theater Konstanz, den Swiss Horns und dem italienischen Crams Percussion Staff entwickelte sich. 2000 spielte er mit Dietmar Diesner die Musik zu Jürgen Böttchers Film Konzert im Freien.

2007 arbeitete Sommer in der genreübergreifenden Reihe OPER Leipzig unplugged von Heike Hennig und Friedrich Minkus mit der Tänzerin Zufit Simon, dem Countertenor Alex Nowitz und dem Saxophonisten Hartmut Dorschner.

Im Jahre 2009 leitete er das von Oliver Schwerdt konzipierte Transatlantic Freedom Suite Tentet mit Ensemblemitgliedern aus vier Generationen; Wadada Leo Smith, Axel Dörner, Urs Leimgruber, Ernst-Ludwig Petrowsky, Axel Andrae, Oliver Schwerdt, Barre Phillips, Michael Haves, Christian Lillinger und Sommer traten auf den 33. Leipziger Jazztagen auf. Nach eingehender Beschäftigung mit dem Massaker der deutschen Wehrmacht an der Zivilbevölkerung von Kommeno entstanden seine Songs for Kommeno mit Savina Yannatou, Floros Floridis, Evgenios Voulgaris und Spilios Kastanis.[3] Die CD Three Seasons mit Patrick Bebelaar und Michel Godard wurde von The New York City Jazz Record zu einem der Albums of the year 2014 gewählt.

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Sommers Schlagzeugspiel ist auf 105 Tonträgerveröffentlichungen (2012) dokumentiert.[4] Infolge der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit gegenüber seinem künstlerischen Werk[5] sind erste Versuche, das spezielle Instrumentarium, welche der Free Jazz entwickelte, zu musealisieren, öffentlich dokumentiert.[6]

Sommer verwendet auch das Pseudonym Romondoprath Ulfkutter.

Sommer lebt mit seiner Frau in Radebeul bei Dresden.

Nach Aktenlage der Stasiunterlagen-Behörde wurde Sommer während seines Studiums in den 1960er Jahren als „Geheimer Informator“ für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) geführt; eine Verpflichtungserklärung liegt nicht vor. Den Akten nach wurde er wegen mangelhafter Disziplin, Nichterscheinens bei Treffen und Unzuverlässigkeit nach fünf Jahren „zur Ablage gebracht“.[8] Der Vorwurf der MfS-Tätigkeit erreichte die Öffentlichkeit als Offener Brief von Dietmar Diesner einen Tag nach Bekanntwerden der Entscheidung, Sommer den Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden 2011 zuzuerkennen. Eine Regelüberprüfung in den 1990er Jahren hatte ergeben, dass keine belastenden Kontakte zur Staatssicherheit bestanden. (wikipedia)

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Hier ein für ich schon bemerkenswertes Album: drums & percussion only  … und was weiß ich für Instrumenten.

Entstanden ist diese Aufnahme in Zusammenarbeit mit dem BRD Jazz-Label FMP („Free Music Production“).

Es handelt sich um eine Live-Aufnahme aus der Akademie der Künste, Berlin vom 11. August 1979 und wurde auch in der BRD veröffentlicht.

Seit 1979 spielt Günter Baby Sommer Solokonzerte. Damals, zu den „Berliner Jazztagen“ in der Philharmonie und zu „Jazz in der Kammer“ am Deutschen Theater erregte er nicht zuletzt Aufsehen mit der als „Hörmusik“ vorgestellten Inszenierung, das Solo unsichtbar hinter einem Vorhang zu spielen. Jenseits seiner Rolle als Impulsgeber für musikalische Prozesse im Ensemblespiel entfaltet Sommer im Solospiel die Klangqualitäten seines über Jahrzehnte gereiften Instrumentariums. Kontrapunktisch werden warme Naturfelle und zwirbelnde Becken, in die Tiefe hallende Gongs und Schalmeiensalven, trillernde Orgelpfeifen und ostinate Röhrenglocken mit Virtuosität zu einer faszinierenden Mehrstimmigkeit zusammengesetzt.

Günter Sommer03

Durch den Rhythmus einer gewachsenen menschlichen Persönlichkeit und seiner meisterlichen Erfahrung gestalten diese Klänge einen organischen Raum. Sommer weiß klingende Materialien und musikalische Formen zu anspruchsvollen Kompositionen zu ordnen, die in konzertanter Darbietung durch die Lebendigkeit dieses Menschen gänzlich erfreuen können. Dokumentiert ist diese Entwicklung auf den Tonträgern „Hörmusik“ (1979 , AMIGA/FMP), „Hörmusik Zwei“ (1983, NATO) und „Hörmusik III. Sächsische Schatulle“ (1988-1992, INTAKT). (Pressetext)

Früher hätte ich bei einer solchen Aufnahme wohl nur mit dem Kopf geschüttelt, aber auch meine Hörgewohnheiten unterliegen einem Wandel.

Und er wer sich vertrackte rhythmische Eskapaden interessieren oder gar begeistern kann, ist hier mehr als gut bedient …

Prädikat: Faszinierend !

BackCover1

Besetzung:
Günter Sommer (drums, percussion)

Das Frontcover aus der BRD:
BRD FrontCover

Titel:
01. Hörmusik (1. Teil) 18.00
02. Hörmusik (2. Teil) 16.18

LabelB1

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Die offizielle Website:
Website

Detlef Bierstedt – Der Regler (Max Landorff) (2011)

FrontCover1Nachdem ich zweimal täglich aus Gründen der körperlichen Ertüchtigung auf meinem Hometrainer rumstrampel, sind solche Hörbücher für mich Gold wert …:

Er ist der REGLER. Für die Reichen und Mächtigen regelt er alles – Liebe, Karriere, Geld, Sex. Bis er erkennen muss: Du kannst alles regeln. Nur nicht deine Vergangenheit.

Gabriel Tretjak ist der Regler. Im Auftrag seiner Klienten greift er in ihre Biographie ein, legt sich an ihrer Stelle mit dem Schicksal an – ohne moralische Grenzen. Seine Preise sind hoch, seine Methoden bedienen sich wissenschaftlicher Erkenntnisse von der Psychologie bis zur Gehirnforschung. Seine Geschäftsgrundlage ist die Sehnsucht der Menschen, dass am Ende alles gut ausgeht, egal, wie verfahren eine Situation ist. Aber was heißt schon gut – gut für wen?

Dann wird in einem Pferdetransporter die Leiche eines renommierten Hirnforschers gefunden, dem die Augen ausgeschält wurden. Das erste Opfer eines Mörders, dessen Spuren alle in eine Richtung weisen: zum Regler. Während Tretjak noch versucht, durch seine Methoden Herr der Lage zu bleiben, breitet sich in ihm ein Gefühl aus, das er sich sonst nur bei anderen zunutze macht: Angst. Denn schnell wird klar, dass die Morde ihr Motiv in Gabriel Tretjaks Vergangenheit haben. Und die kann nicht einmal der Regler regeln. (Pressetext)

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„Raffiniert und echt spannend: Spitzenthriller made in Germany.“ (TV Movie)

„Ein unterhaltsames, spannendes Buch, das ich quasi in einem Rutsch durchgelesen habe. (Nele Neuhaus)

Nicht überall kam das Buch so gut an, bei Krimi-Experten fiel das Urteil weitaus durchwachsener aus (siehe pdf-Datei in der Präsentation).

„Bei einer ernsthaften Betrachtung entdeckt man einige Ungereimtheiten, die dem versierten Krimi-Leser sauer aufstoßen können. Thrillerfreunde sind ja in dieser Hinsicht toleranter.“ (Jürgen Priester)

Und nachdem ich dann wohl zu dieser Kategorie von Thriller Lesern gehöre, hat mir schon das Buch schon ausgesprochen gut gefallen.

Das Buch zum Hörbuch:
Buch

Und dass das Hörbuch dann nicht minder packend war, hat nicht nur ein wenig mit dem Sprecher zu tun:

Detlef Bierstedt (* 10. Juni 1952 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher sowie Hörspiel- und Hörbuchsprecher. Seine Stimme ist vor allem durch zahlreiche Synchronisationen der Schauspieler George Clooney, Bill Pullman, John C. Reilly, Stellan Skarsgård, John Carroll Lynch, Michael McGrady und Jonathan Frakes bekannt. Zudem synchronisiert er auch gelegentlich Jason Alexander und Robert Englund.

Er ist der Vater von Marie Bierstedt, welche ebenfalls als Hörbuch-Hörspiel- und Synchronsprecherin tätig ist.

Detlef Bierstedt absolvierte von 1973 bis 1976 eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Ost-Berlin und erhielt sein erstes Bühnenengagement am Hans Otto Theater in Potsdam. Es folgten weitere Engagements an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlins, darunter Auftritte an der Tribüne und am Renaissance-Theater. Darüber hinaus verkörperte Bierstedt diverse Nebenrollen in DEFA- und DFF-Filmen.

Seiner Übersiedlung nach Westdeutschland im Jahr 1985 folgten überwiegend Gastrollen in Fernsehserien. Er spielte unter anderem in Drei Damen vom Grill die wiederkehrende Rolle des Brinkmann jr. sowie in Edel & Starck, Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei, Praxis Bülowbogen, Der Hausgeist, Klinikum Berlin Mitte – Leben in Bereitschaft und Peter Strohm. Anfang 2010 übernahm er die Rolle des Kimmo Kankunnen in Anna und die Liebe. In der Fernsehserie Babylon Berlin, die seit 2017 ausgestrahlt wird, verkörpert er den Berliner Oberbürgermeister Gustav Böß.

Detlef Bierstedt02

Bekanntheit erreichte Bierstedt vor allem durch seine Filmsynchronisationarbeit. Seit 1978 kam er in über tausend Produktionen als Sprecher zum Einsatz. Neben Martin Umbach wird Bierstedt wiederkehrend mit der Stimme von George Clooney besetzt, darunter in allen Folgen der Krankenhausserie Emergency Room – Die Notaufnahme (1995–2009) oder in Kinoproduktionen wie Batman & Robin (1997), Projekt: Peacemaker (1997), Der schmale Grat (1998) und O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee (2000). Darüber hinaus leiht er seine Stimme prominenten Kollegen, wie Bill Pullman (unter anderem Casper und Independence Day), John C. Reilly (unter anderem Gangs of New York und Aviator) oder Robert Englund in Teil 1, 4 und 5 der Nightmare-Reihe sowie in deren Ableger Freddy vs. Jason.

Ferner ist Bierstedt in zahlreichen Serienhauptrollen zu hören, darunter für Jonathan Frakes als Commander Riker in Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert und Star Trek: Picard sowie in X-Factor – Das Unfassbare, für Richard Biggs als Dr. Stephen Franklin in Babylon 5, für Jason Alexander als George Costanza in Seinfeld (1995–2000), für Stephen Collins als Eric Camden in Eine himmlische Familie, für Skipp Sudduth als John Sullivan in Third Watch – Einsatz am Limit, für Chi McBride als Steven Harper in Boston Public, für Mark Addy als Bill Miller in Still Standing und für Peter Stormare in der Rolle des John Abruzzi in Prison Break. Zudem leiht er CIA-Agent und Familienvater Stanley „Stan“ Smith in der Zeichentrickserie American Dad sowie Yusaku Kudo in Detektiv Conan seine Stimme. Des Weiteren sprach Bierstedt den „Schöpfer“ in dem Spiel Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney für den Nintendo 3DS, welches im März 2014 erschienen ist. 2016 übernahm er die Stimme von Simon Brezhnev in der Anime-Serie Durarara!! (Drrr!!). Für die Rolle des Rowland Hill lieh er 2016 dem britischen Schauspieler Ben Abell seine deutsche Stimme in Victoria. Zuletzt synchronisierte er die Rolle von Stellan Skarsgård als Bill Anderson in dem britisch-US-amerikanisches Filmmusical Mamma Mia! Here We Go Again (2018).

In der Animeserie Fullmetal Alchemist, sowie in Fullmetal Alchemist – Der Film: Der Eroberer von Shamballa war Bierstedt neben seiner Tochter Marie zu hören, wobei er die Rolle des Alex Louis Armstrong auch in Fullmetal Alchemist: Brotherhood synchronisierte.

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Neben seiner Tätigkeit im Synchronatelier arbeitet Detlef Bierstedt auch als Sprecher für Hörspiele, Hörbücher, Dokumentationen und Werbespots. Fans der Hörspielreihe Die drei ??? kennen seine Stimme aus den Folgen 118 Das düstere Vermächtnis und 165 Im Schatten des Giganten sowie aus der Live-Inszenierung der Debütfolge Der Superpapagei anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Hörspielreihe, im Rahmen derer er 2004 in der Hamburger Color Line Arena in mehreren Rollen als Gastsprecher auftrat. Seit 2000 leiht Bierstedt dem Journalisten Bill Conolly in der Neuauflage von Geisterjäger John Sinclair seine Stimme; seit 2005 ist er neben seiner ebenfalls im Synchron- und Hörspielgewerbe tätigen Tochter Marie Bierstedt in einer Festrolle in der Mystery-Hörspielserie Offenbarung 23 zu hören. In der Sherlock-Holmes-Reihe der Titania Medien übernahm er die Rolle des Dr. Watson.[1] Im Jahr 2006 trat Bierstedt neben Kollegen wie Torsten Michaelis, David Nathan und Oliver Rohrbeck in einer inszenierten Lesung der von Lauscherlounge Records produzierten Hörspielfassung zu Bram Stokers Romanklassiker Dracula in Berlin, Hamburg und Essen auf.

Als Hörbuchinterpret vertonte Bierstedt unter anderem mehrere Romane von Dick Francis, Wolf Serno und Rebecca Gablé, darunter Der König der purpurnen Stadt, Das zweite Königreich und Das Spiel der Könige, sowie Diabolus von Dan Brown. Weitere umfangreiche Lesungen von ihm sind die Pendergast-Reihe von Douglas Preston & Lincoln Child ab Band 5, die bisherigen 7 Bände der Fantasyromanreihe Die Feuerreiter Seiner Majestät von Naomi Novik, die Zyklen Hyperion/ Endymion und Ilium/Olympos und weitere Romane von Dan Simmons, alle (oder fast alle) bisherigen Hörbücher von Brandon Sanderson (9 Bände, außer dem von R. Jordan übernommenen Rad-der-Zeit-Abschluss), Neal Stephenson (5 Romane, Gesamtspieldauer 172 Stunden!), Bernhard Hennens Drachenelfen-Zyklus ab Teil 2, Harlan Coben (16 Bände + 11 gekürzte Fassungen, Bierstedts liebste eigene Hörbücher), Glenn Meade (5 ungekürzte), Alex Berg (6 Romane), Alex Berenson und Stuart MacBride, sowie Metro 2033/Metro 2034 von Dmitry Glukhovsky. In der gleichnamigen Computerspiel-Adaptation übernahm er zudem die Vertonung der Hauptfigur Artjom. Seine Stimme lieh er außerdem Dr. Nathan Gould, einer der Protagonisten im Videospiel Crysis 2 (2011). Von Dan Simmons las Bierstedt 2009 den historischen Roman Drood. Die über 29 Stunden dauernde Lesung liegt in ungekürzter Fassung nur als Download bei Audible vor. (wikipedia)

Detlef Bierstedt01

Detlef Bierstedts volle und markante Stimme erzeugt eine Spannung, der man sich nicht entziehen kann. Er schafft die perfekte Thrilleratmosphäre. (Pressetext)

So isses ! Und auf eine Verfilmung dieses Stoffe warte ich noch heute !

Aber wer nun dieser Max Landsdorff wirklich ist, habe selbst ich nicht herausgebracht …

BackCover

Besetzung:
Detlef Bierstedt (Sprecher)

Regie: Jessica Güsken

Hier irrte Gabriel Tretjak:
Text03

Titel:

CD 1:
Kapitel 02 – 15 / 70.24

CD 2:
Kapitel 16 – 30 / 79.35

CD 3:
Kapitel 31 – 43 / 75.49

CD 4:
Kapitel 44 – 59 / 79.41

CD 5:
Kapitel 60 – 74 / 79.22

CD 6:
Kapitel 75 – 91 / 79.15

CD6A

*
**

Text01

Roy Black – Rot ist dein Mund + Hallo Dolly (ARAG Werbesingle) (1966)

FrontCover1Au weia, das auch noch … für mich war er damals die totale Reizfigur ….:

Roy Black (* 25. Januar 1943 in Straßberg bei Augsburg; † 9. Oktober 1991 in Heldenstein bei Mühldorf am Inn; bürgerlich Gerhard Höllerich) war ein deutscher Schlagersänger und Schauspieler, der in mehreren deutschen Musikfilmen und in der Fernsehserie Ein Schloss am Wörthersee mitwirkte.

Gerhard Höllerich wurde als ältester Sohn des Kaufmanns Georg Höllerich (1917–1990) und dessen Frau Elisabeth (1922–2013) geboren. Er besuchte in seinem Geburtsort Straßberg, südlich von Augsburg, die Volksschule. 1958 übersiedelte die Familie Höllerich nach Göggingen, heute ein Stadtteil von Augsburg. In der Fuggerstadt besuchte Gerhard Höllerich das Holbein-Gymnasium Augsburg, machte dort das Abitur und wollte Biologie studieren, entschied sich dann aber aus finanziellen Gründen für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, das er nicht abschloss.

Seine (kurzen) Beatjahre: Roy Black And The Cannons:
Seine (kurzen) Beatjahr: Roy Black And The Cannons

Erstmals öffentlich sang Höllerich im Fasching 1963 in der Band The Honky Tonks, die in der Augsburger Kneipe Charlys Affenstall auftrat. Am 14. September 1963 gründete er mit den Musikern Günter Ortmann, Dieter Schwedes, Peter Schwedes, Helmut Exenberger und Dieter Sirch die Rock ’n’ Roll-Band Roy Black and his Cannons. Sein Pseudonym „Roy Black“ verweist zum einen auf sein schwarzes Haar, das ihm den Spitznamen „Blacky“ eintrug, und zum anderen auf sein Idol, den amerikanischen Sänger Roy Orbison, dem er den Vornamen entlieh. Roy Black and his Cannons hatten ihren ersten offiziellen Auftritt, laut der Roy-Black-Chronik von Manfred Langner und Arno Löb, am 6. Dezember 1963 im Augsburger Tanz-Club Femina, was eine abgebildete Anzeige aus der Augsburger Allgemeinen belegt. Sie spielten aber auch als Cover-Band mit Liedern von Elvis Presley bis zu den Beatles in den drei großen US-Kasernen von Augsburg. Am 16. Juni 1964 gewannen Roy Black and his Cannons einen Talentwettbewerb bei einem Schülerball im Augsburger Moritzsaal.

Bravo Titelbilder mit Roy Black im Jahr 1966:
Bravo Titelbilder mit Roy Black im Jahr 1966

Von diesem Auftritt der Cannons erfuhr der Polydor-Produzent Hans Bertram durch einen TV-Bericht, als er gerade in München weilte. Er schrieb von Köln aus an das Holbein-Gymnasium, die Schule von Roy Black, um mit Gerhard Höllerich Kontakt zu bekommen, wie das Originalschreiben im Besitz des Roy-Black-Biografen Arno Löb belegt. Am 25. August 1964 wurde aus Gerhard Höllerich „Roy Black“, und am 1. September 1964 erhielt er einen Plattenvertrag. Roy Black brach sein Studium der Betriebswirtschaftslehre in München ab, um sich auf die Musik zu konzentrieren.

Die beiden ersten Singles von Roy Black and his Cannons, aufgenommen im Sommer 1964, hießen Sweet Baby mein und Darling my Love. Die erste wurde ein kleiner Achtungserfolg, nicht zuletzt durch den Einsatz eines Augsburger Automatenaufstellers, der für kurze Zeit Roy Blacks Tourmanager wurde. Die zweite Single war kein Erfolg.

RoyBlack

Die dritte Single Du bist nicht allein, die Black ohne The Cannons sang, wurde sein erster kommerzieller Erfolg. Diese Soloaufnahme erreichte im Winter 1965 die Top Ten der deutschen Hitparaden. Hinter den Rolling Stones mit Satisfaction, den Byrds mit Mr. Tambourine Man und den Rainbows mit Balla Balla kam sie bis auf Platz vier. Der Autor Arno Löb ist der Meinung, dass besonders Elisabeth Bertram, die Ehefrau des Produzenten, die bei Radio Luxemburg großen Einfluss auf das Programm hatte und die Platten ihres Mannes einsetzen ließ, die Karriere von Roy Black beeinflusst hat.

Mit dem Lied Ganz in Weiß nach dem Text von Kurt Hertha und der Musik von Rolf Arland wurde Black im Frühjahr 1966 schließlich zum Schlager-Star in Deutschland. Rund 2,5 Millionen Singles wurden verkauft. 1966 erschien unter dem schlichten Titel Roy Black das erste Musikalbum des Künstlers. (wikipedia)

Roy Black04

Und von dieser LP wurden zwei Titel für eine ganz besondere Single ausgekoppelt, denn diese Single (nicht im Handel erhältlich !) war eine Werbesingle für die spezielle Autofahrer-Rechtsschutzversicherung ARAG:

Die ARAG SE ist die operative Holding des deutschen ARAG-Versicherungs­konzerns. ARAG steht für Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG. Die Unternehmenszentrale des ARAG-Konzerns ist im ARAG-Tower am Finanzplatz Düsseldorf. Die vermögens- und beteiligungsverwaltende ARAG Holding SE ist das Mutterunternehmen des Konzerns.

Das erste ARAG Logo:
ARAG4

ARAG ist der größte deutsche Versicherungskonzern in Familienbesitz. Im Geschäftsjahr 2019 betreute ARAG 8,0 Millionen Policen, wovon 4,4 Millionen auf das internationale Geschäft entfielen.[2] Damit zählt der ARAG-Konzern zu den drei weltweit größten Rechtsschutzversicherern.
ARAG-Tower, Düsseldorf, mit Konzernzentrale

1935 wurde die Deutsche Auto-Rechtsschutz-AG (DARAG) durch den Düsseldorfer Unternehmer und Rechtsanwalt Heinrich Faßbender als Rechtsschutzversicherung gegründet.

ARAG

Nach einer Erweiterung über den reinen Verkehrs-Rechtsschutz hinaus im Jahre 1949 wurden 1962 weitere Sparten (Kompositversicherung) in der Versicherungsbranche erschlossen und gleichzeitig mit der internationalen Vermarktung der Geschäftsidee der Rechtsschutzversicherung begonnen. Ab 1965 stieg der ARAG-Konzern in das Geschäft der Lebens- und ab 1985 in das der Krankenversicherung ein, wozu andere Versicherer übernommen wurden. Die ARAG Krankenversicherungs-AG betreibt ihr Versicherungsgeschäft von München aus, dem zweiten deutschen Unternehmensstandort des ARAG-Konzerns. Die Lebensversicherungssparte wurde in 2017 rückwirkend zum 1. Januar an die Frankfurter-Leben Gruppe verkauft.

Im Lauf der Jahre folgten weitere Zukäufe sowie Neugründungen internationaler Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaften. Der fortschreitenden Internationalisierung trug die ARAG im Dezember 2011 durch Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) Rechnung.

Das alte ARAG Logo aus den 60er Jahren:
ARAG2

Im Jahr 2001 wurde die Konzernzentrale, der ARAG-Tower im Düsseldorfer Stadtteil Mörsenbroich bezogen, erbaut von Lord Norman Foster und den Düsseldorfer Architekten RKW Rhode Kellermann Wawrowsky Architektur + Städtebau.

Im Jahr 2020 wurde das New-Work-Konzept „Studio 17“, zur Förderung der Mitarbeiterkommunikation und Innovation im ARAG-Tower, mit dem InnoWard des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) ausgezeichnet.

Stand 2020 ist der Konzern in 19 Ländern aktiv. (wikipedia)

ARAG3

Soweit diese kleine Firmengeschichte.

Die beiden Song sind – wie kaum anders zu erwarten – eigentlich nicht der Rede wert.

Interessant natürlich das Werbegeplauder mit Frank Elstner (damals bei Radio RTL) … bedauerlicherweise endet dieses etwas abrupt, da bei meinem Plattenspieler sich der Tonarm einfach – unverschämterweise – zu früh in die Ausgangsposition verabschiedete … vielleicht war selbst ihm das Gesülze zu viel.

BackCover1

Besetzung:
Roy Black (vocals)
+
eine kleine Schar unbekannter Studiomusiker

Titel:
01. Rot ist dein Mund (Quanz/Weingarten) 2.30
02. Gespräch mit Frank Elstner 1.03
03. Hallo Dolly (Hermann/Lilibert) 2.35
04. Roy Black´s Werbebotschaft 0.11

LabelB1

*
**

Mehr von Roy Black:
FrontCover1

Silke Höllerich beschrieb ihren Ehemann als einen einerseits phasenweise sehr empathischen, liebevollen Menschen, andererseits als paranoiden, geizigen Egozentriker, der sie vor anderen lächerlich machte, sie betrog, keine Beziehung zu seinem Sohn Torsten aufbauen konnte und im Alltag von seiner Familie und seinem Freundeskreis dieselbe Verehrung erwartete wie von seinem Publikum. Zeit seines Lebens soll Roy Black Probleme gehabt haben, die Gratwanderung zwischen seiner Rolle, der Kunstfigur „Roy Black“, und seinem privaten Ich, Gerhard Höllerich, zu bewältigen. Besonders mit dem Verlust dieser Anerkennung durch das Publikum in den 1970er Jahren konnte er wohl nur schwer fertigwerden; diese Erfahrung machte ihn depressiv, sagte Silke Höllerich. Sie selbst starb laut Medienberichten im Jahr 2002 an der Einnahme einer Überdosis Schlaftabletten.

Roy Black02

Roy Black wurde als „Schnulzensänger“ vielfach kritisiert, seine Schlager waren auf dem Radiosender Ö3 des Österreichischen Rundfunks aufgrund des gegen ihn gerichteten Schnulzenerlasses verboten. Er selbst konnte sich mit dieser Rolle nie identifizieren. Der Filmproduzent Karl Spiehs berichtete über ihn: „Er riss gerne Witze über sich selbst, vor allem, wenn er sich unglücklich fühlte. Sein Lieblingswitz: ‚Wie bekommt man das Gehirn eines Schlagersängers auf Erbsengröße? – Einfach aufblasen!‘“ Ähnlich äußerte sich seine mehrfache Filmpartnerin Uschi Glas: „Ich versuchte ihn immer wieder davon zu überzeugen, dass er auch den Roy richtig mögen und akzeptieren sollte. Das war aber einfacher gesagt als getan.“

Roy Black03

Auch Thomas Gottschalk sprach in seiner Trauerrede dieses Thema an: „Als Gerhard Höllerich verstand er es, anderen Hoffnung und Mut zu machen. Obwohl er selbst ohne Hoffnung war. Als Roy Black hat er gestrahlt und wurde bewundert. Obwohl er selbst gelitten hat und voller Zweifel war. Mögen die beiden in der Ewigkeit zusammenfinden.“ Die Medien erinnerten daran, dass der Star, der in den 1970er Jahren an privaten Enttäuschungen, Alkoholexzessen, Depressionen, gesundheitlichen Problemen und musikalischen Flops litt, mit seinem Comeback im Fernsehen und der Geburt seiner Tochter erst kurz vor dem Tod sein Leben augenscheinlich wieder in den Griff bekommen zu haben schien. Freunde und Vertraute wie Dagmar Berghoff und Tony Marshall, die an die Freitodtheorie glauben, sind von einer „Kurzschlusshandlung“ überzeugt. Berghoff wird im Focus zitiert: „Er musste ja oft ganz andere Dinge machen, als er wollte. Er sträubte sich, aber er tat es dann doch.“ (wikipedia)

Roy Black01

Verschiedene Interpreten – Märchen aus aller Welt (1967)

FrontCover1Mit Märhen stehe ich zwar nicht gerade auf dem Kriegsfuß, aber besonders viel anfangen kann ich mit ihnen nicht.

Aber immer wieder mal versuche ich mein Glück, vielleicht in der Hoffnung, nun doch mal einen Zugang zu diesem Genre zu bekommen.

Und mit dieser Litera Aufnahmen habe ich wieder mal mein Glück versucht.

Wir hören „“Märchen aus aller Welt“, in diesem Fall bedeutet das Märchen aus dem asiatischem Raum.

Wie eigentlich bei allen Litera Produktionen handelt es sich auch hier um eine hochwertige Aufnahme mit viel Liebe zum Detail.

Ändert freilich nichts daran, dass ich auch hier kein Glück hatte … die Welt der Märchen bleit mir wohl weiterhin verschlossen … aber „Der tapfere Asmun“ ist zumindest schön dramatisch.

BackCover

Besetzung:

Das Geschenk des Zauberers:
Robert Assmann (Izumo, Diener bei Schuma)
Ingeborg Medschinsky (Erzählerin)
Walter Niklaus (Der Zauberer)
Ingeborg Werzlau (Schuma, Schwester)
Unbekannt (Nama, ein kleiner japanischer Junge)
Ellinor Vogel (Frau Schuma, Mutter)
+
Instrumentalgruppe unter der Leitung von Hans-Joachim Geisthardt

Text: Charlotte Benz
Regie: Werner Hoffmann
Musik: Hans-Joachim Geisthardt

Die goldene Axt:
Maximilian Larsen (Der reiche Gutsbesitzer Wang Dschong)
Friedrich Links (Der gute Berggeist)
Gerhard Schulz (Erzähler)
Arno Wyzniewski (Der junge Kiu Sung)
+
Instrumentalgruppe unter der Leitung von Gerhard Bautzmann

Text: Ursula Kroszewsky
Regie: Theodor Popp
Musik: Ernst-Peter Hoyer

Das Katzenhaus:
Robert Assmann (Herr Bockowitsch / Alter Ziegenbock)
Wolf von Beneckendorff (Baron von Hahn)
Grete Böhme (Seine Frau / Fette Henne)
Rudolf Christoph (Erzähler)
M. Hübner (Junge Katze)
Georgia Kullmann (Nachbarin / Dickes Schwein)
Walter Richter-Reinick (Ihr Hausdiener / Kater Wasja)
Regine Toelg (Seine Frau / Alte Ziege)
Ellinor Vogel (Fürstin Koschka / Alte vornehme Angorakatze)
B. Witte (Waisenkind)
+
Instrumentalgruppe unter der Leitung von Siegfried Enders

Text: Martin Remané
Regie: Theodor Popp
Musik: Ernst-Peter Hoyer

Der tapfere Asmun:
Hans Anklam (Pletun)
Berti Deutsch (Stimme der Heimaterde)
Maximilian Larsen (Tairnads)
Reinhard Michalke (Asmun)
Gerhard Murche (Erzähler)
Sylva Schüler (Möwe)
+
Instrumentalgruppe] unter der Leitung von Gerhard Bautzmann
+
Chor:
Großer Chor des Berliner Rundfunks,
Kinderchor des Klubhauses der Eisenbahner

Text: Dmitri Nagischkin
Regie: Theodor Popp
Musik: Ernst-Peter Hoyer

Das Märchen „Der tapfere Asmun“ gab´s auch als Single:
Single1

Titel:
01. Das Geschenk des Zauberers 15.20
02. Die goldene Axt 12.22
03. Das Katzenhaus 15.30
04. Der tapfere Asmun 15.13

LabelB1
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Und gleich noch ne Single-Ausgabe von „Der tapfere Asmun“:
Single2

Hüllentext

Romy Haag – Flugblatt (1983)

FrontCover1Sie war schon eine – fast naturgemäß – eine schillernde Persönlichkeit und quasi die deutsche Antwort auf Amanda Lear:

Romy Haag (* 1. Januar 1951, nach anderen Angaben 1948 als Edouard Frans Verba in Scheveningen, Niederlande) ist eine deutsche Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin und ehemalige Nachtclubbesitzerin.

Mit 13 Jahren verließ Romy Haag ihre Familie und ging zum Zirkus. Ihre Karriere begann im traditionsreichen Circus Strassburger, als sie als Clown in Kindermatineen auftrat. Mit 16 Jahren zog sie mit dem Trapezkünstler des Zirkus nach Paris und debütierte im bekannten Pariser Nachtclub Alcazar als Schönheitstänzerin.[3]

Ein US-amerikanischer Showmanager bot ihr eine Tournee an, sodass sie mit ihrem „Berliner Chansonprogramm“ auf Fire Island, Long Island und in Atlantic City auftrat. Dort verliebte sie sich in einen aus Berlin kommenden Straßenmusiker und ging mit ihm in die Stadt, die sie zwar besang, aber noch nicht kannte.

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Kein Cabaret im belebten Nachtleben der damals geteilten Stadt entsprach ihren Wünschen, sodass sie 1974, mit 26 Jahren, in Berlin-Schöneberg das Chez Romy Haag eröffnete, das mit der Zeit sehr erfolgreich wurde. Viele berühmte Gäste wie Udo Lindenberg, Zizi Jeanmaire, Patricia Highsmith, Bryan Ferry, Freddie Mercury, Lou Reed und Mick Jagger, den sie 1973 kennenlernte,[4] besuchten das Cabaret. David Bowie ging mit Haag 1976 eine Beziehung ein, zog nach Berlin und absolvierte seine erste Deutschland-Tournee.

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1977 erschien ihre erste Single „Liege-Samba“, für die Udo Lindenberg Text und Musik schrieb. Mit ihm ging sie auch auf Tournee. Im Jahr darauf folgte die Single Superparadise. 1979 wurde in der New Yorker Profile Gallery eine Foto-Hommage über sie präsentiert, und 1981 erschien ihre erste LP mit dem Titel So bin ich, für die Klaus Hoffmann die Texte schrieb.

Nach neun Jahren verkaufte sie 1983 ihren Nachtclub und ging auf Entdeckungsreise um die Welt. Sie unterzog sich mit 35 Jahren einer geschlechtsangleichenden Operation in der Schweiz. Zurück in der Bundesrepublik Deutschland, begann sie 1986 einen neuen Abschnitt in ihrer Karriere und tourte mit dem Programm „City in the Night“ durch die deutschsprachigen Länder und die USA.

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Sie spielte in 26 Filmen, unter anderem in Plastikfieber, Zum Beispiel Otto Spalt, Die Hamburger Krankheit und Mascara mit Charlotte Rampling, und veröffentlichte 17 stilistisch unterschiedliche Platten wie ihre LP Flugblatt oder das Musical Tell!.

Mitte der 1980er Jahre bekam sie als Hauptfigur der Videoinstallation Queen Zero eine Art-Performance im New Yorker Museum of Modern Art.

1997 wurde Haag auf der Berlinale 1997 mit einem Ehrenpreis für ihr filmisches Lebenswerk mit dem Special Teddy Award ausgezeichnet, einem Preis für Filme mit dem Themenschwerpunkt schwul, lesbisch oder transsexuell.

Im Schloss Bellevue: Romy Haag im Gespräch mit Regisseur Robert von Ackeren (Mitte) und Bundespräsident Walter Scheel (Foto von 1978). In ihrer Autobiografie beschreibt Haag, wie sie auf dem Empfang zunächst gemieden wurde – dann kam der Bundespräsident und begrüßte sie herzlich. Seither, erzählt Haag im Interview, lassen sich Politiker gern mit ihr fotografieren, um öffentlichkeitswirksam die eigene Toleranz zu untermauern. (Quelle: Der Spiegel):
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1999 erschien ihre Autobiografie Eine Frau und mehr. Darin beschreibt sie ihr Leben, die Künstlerszenen in den USA und in Berlin der 1970er Jahre sowie ihre Bekanntschaft mit Amanda Lear.

2010 spielte sie in der Internet-Seifenoper Doc Love an der Seite von Dieter Bach, Oliver Bender und Ellenie Salvo González eine Sprechstundenhilfe.

Im Laufe der Jahre trat sie mit folgenden Musikern auf: Conny Göckel (Keyboard), Alexander Kraut (Keyboard), Lutz Woite (Bass), Friedel Schwarz (Bass), Erik Küppers (Gitarre), Blacky Schwarz (Gitarre), Roland Götz (Schlagzeug), Hansi Wallbaum (Schlagzeug), Uli Moritz (Schlagzeug), Eberhardt Fortmann (Saxophon).

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Hier ihr 2. Solo-Album … damals war sie als frivoler Paradiesvogel in aller Munde …

Die hier vorgetragenen Chansons sind salonfähig, textlich immer wieder ansprechend, wenngleich ich mir eine etwas „konservativere“ Instrumentierung gewünscht hätte.

So aber prägt der Zeitgeist (= die Neue Deutsche Welle) die Arrangements den Sound der Langspielplatte.

Fast wäre man geneigt gewesen, auf Hildegard Knef zu verweisen … aber eben nur knapp.

Aber das gilt nicht für den Titelsong: Hier zitiert zu Sound-Collagen von dem Produzenten Raymond Bacharach die Grundnormen des Grundgesetzes … beeindruckend mit einem Hauch von Pathos !

BackCover

Besetzung:
Romy Haag (vocals)
Norbert Hoena (percussion)
Alexander Kraut (keyboards)
Joe Koli (bass)
Jan Lankwitz (guitar)

MaxiSingle

Titel:
01. Flugblatt (Bacharach/Grundgesetz) 3.20
02. Illusionen (Meyer/Rotter) 3.32
03. So oder so ist das Leben (Beckmann/Mackeben) 3.29
04. Auf der Flucht (Lankwitz/Hoena/Haag) 3.17
05. Non Je Ne Regrette Rien (Dumont/Vaucaire) 4.21
06. Nur nicht aus Liebe weinen (Beckmann/Mackeben) 5.56
07. The Man I Love (G. Gershwin/I. Gershwin) 3.41
08. Die Spinne (Kraut/Koli/Haag) 3.21
09. Liberté (Bacharach/Haag) 3.11
10. Ich weiss, dass Liebe oft nur Stunden hält (Kraut/Koli/Haag) 3.21

LabelB1
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