Verschiedene Interpreten – Classica d‘ Italia (ca. 90er Jahre)

FrontCover1Und hier ein musikalisches Werbegeschenk der Fa. Eismann, passend zur musikalischen Untermalung des sonntäglichen Frühstücks mit der Frau Gemahlin.

Die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH ist ein Unternehmen zum Vertrieb von Tiefkühllebensmitteln mit Sitz in Mettmann bei Düsseldorf.

1964 wurde die Milchhof-Eiskrem GmbH & Co. KG durch Genossenschaften der regionalen Milchversorgung aus Köln, Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen gegründet, die 1974 die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH als Tochterunternehmen gründete. Im gleichen Jahr begann der Direktvertrieb von Eis, Torten und Tiefkühlkost. 1981 wurde das Geschäft über Deutschland hinaus in die Schweiz und die Niederlande sowie nach Belgien, Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und Österreich ausgeweitet. 1985 wurde die Motta Eiskrem GmbH übernommen. 1995 wurde Eismann in die Tiefkühlsparte der neu gegründeten Schöller-Holding eingebracht. 1997 wurde die skandinavische Hjem-IS Europa übernommen sowie der Mutterkonzern Milchhof-Eiskrem GmbH & Co. KG in Eismann Family GmbH & Co. KG umfirmiert.

Eismann01

Eisman Lieferwagen, 50er Jahre

Wegen des wachsenden Tiefkühl-Angebots von Discountern wie Aldi oder Lidl geriet der Umsatz im Heimlieferservice von Eismann um den Jahrtausendwechsel in eine Krise. 2001 übernahm die schweizerische Nestlé (wenn ich diesen Namen nur lese … !) einen Großteil der Schöller-Holding und damit auch Eismann. 2004 stieß Nestlé die Eismann GmbH wieder ab, weil Eismann nicht zum Kerngeschäft des Konzerns zählte und die erhofften Einspareffekte nicht zustande gekommen waren. In der Folge übernahm das damalige Management von Eismann mit Hilfe verschiedener Finanzinvestoren die Führung der GmbH.

In neun europäischen Ländern sowie Brasilien gibt es zusammen über 220 Vertriebsstellen, davon 90 in Deutschland, von denen aus die bestellten Lebensmittel mit Kühlfahrzeugen (Kleintransporter) zu den Endverbrauchern geliefert werden. Das Unternehmen beschäftigte 2012 etwa 4700 Mitarbeiter und Partner (selbständige Gewerbetreibende), davon etwa 1100–1200 selbständige Handelsvertreter und über 700 Mitarbeiter in Deutschland. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Gegensatz zum Mitbewerber Bofrost über selbständige Handelsvertreter, die die Ware zum Verbraucher bringen. Eismann tritt als Chargenfertiger auf, die Produkte werden ähnlich wie im stationären Handel von großen Herstellern im Rahmen von Auftragsfertigung produziert.

Eismann02

Eisman Lieferwagen, 60er Jahre

Eismanns Loslösung von Nestlé im Jahr 2004 erfolgte mit Unterstützung des Finanzinvestors ECM, der das Eismann-Management mit 15 Prozent beteiligte. 2008 besaßen die Geschäftsführer 76,5 % der Unternehmensanteile, während der Rest von der englischen Investorengruppe Intermediate Capital Group (ICG) gehalten wurde.

Ende 2011 verkaufte ICG seine gesamten Anteile sowie das Management einen Großteil der Anteile an den niederländischen Private-Equity-Investor Gilde Buy Out Partners, der dadurch Mehrheitsgesellschafter wurde.

Diverse Eismann Kataloge

Diverse Eismann Kataloge (einer liegt der Präsentation bei)

1990 gründete Eismann die Tochter Family Frost für den ostdeutschen Markt, welche nach der Trennung von Nestlé zunächst dort verblieb und erst im Jahr 2007 wieder in die Eismann-Gruppe integriert wurde. 1992 expandierte Family Frost nach Polen, in die Tschechische Republik und Ungarn. Seit 1996 kamen Kroatien, Slowenien, Spanien, Portugal und Rumänien hinzu.

Zu Family Frost gehörten 1300 Verkaufswagen und 130 Depots. Die Eismann-Tochter beschäftigte europaweit 2500 Mitarbeiter.

Family Frost wurde in den eismann-Konzern integriert und tritt nicht mehr als eigene Marke im Markt auf.

Family Frost

Lieferwagen der Firma Family Frost

Nach Unternehmensangaben erwirtschaftete der Eismann-Konzern im Jahr 2012 einen Umsatzerlös von rund 480 Millionen Euro, davon 240 Millionen Euro in Deutschland (jeweils inklusive Mehrwertsteuer). Das Unternehmen ist im Segment des Heimdienstmarkts die Nummer zwei hinter dem Marktführer Bofrost. Nach eigenen Angaben beliefert Eismann weltweit circa 2 Millionen Haushalte, davon über 1 Million in Deutschland. Hauptzielgruppe von Eismann sind hierbei Familien mit Kindern sowie Menschen ab 50 Jahren.

Der Europaverband der Selbständigen Deutschland kritisiert in einem WDR-Beitrag von die story im Oktober 2011 das Geschäftsmodell der freien Handelsvertreter. Ein neuer Handelsvertreter muss für die Übernahme der Besuchsrechte eines bestehenden Kundenstamms einen vertraglich festgelegten Betrag bezahlen, die sog. Einstandsvereinbarung. Schon während der Probezeit akquiriert der neue Verkaufsfahrer Neukunden für Eismann und führt sie dem Konzern zu. Eismann erwiderte darauf jedoch, dass diese Neukunden-Akquisition dem Handelsvertreter als dessen Einkommen bezahlt wird. Da ein Vertreter zu Beginn noch nicht so viel Umsatz durch den Verkauf erwirtschaftet, wird Eismann zufolge so sein Einkommen gesichert, damit er eine Grundlage für eine positive Geschäftsentwicklung erhält. Verlässt der Handelsvertreter das Unternehmen – gewollt oder ungewollt –, werden die Besuchsrechte z. B. an einen anderen Handelsvertreter übergeben.

Katarin Witt

Werbung mit Katarina Witt

Im TV-Beitrag wird dargestellt, wie eine hohe Mitarbeiterfluktuation dazu beitrage, dass Eismann ein positives Ergebnis nur mithilfe dieser Einnahmen aus den Einstandsvereinbarungen erziele. Eismann bestreitet dies auf der firmeneigenen Website. Die durch den WDR recherchierte hohe Fluktuation von 1.200 Mitarbeitern innerhalb von drei Jahren (2008 bis 2010) wurde von einem Mitarbeiter der Vertriebsleitung bestätigt, indem er eine Fluktuation von 30 bis 35 % pro Jahr nannte. Das Unternehmen reagierte auf die Vorwürfe der Sendung mit Stellungnahmen auf einer eigenen Internetseite. Der WDR begegnete dem im März 2012 mit einer aktualisierten Version des Beitrages. (Quelle; wikipedia)

Diese Firma steht schon auch irgendwie für die Konsumgeschichte der Bundesrepublik Deutchland mit all den sich verändernden Essens- und Konsumgewohnheiten … wobei mich diese Firma noch nie als Kunden begrüßen durfte.

BookletBackCover1

Nun denn: hier hören wir also „Die schönsten Impressionen“ der Klassik aus Bella Italia …
Discographische Informationen sind auf dieser CD eine Seltenheit. Gespresst wurde sie von sie von der Grüezi Music AG / Rondo 22816, ansonsen schweigt man sich dezent aus. Ein Umstand der bei mir als Archivar und Sammler auf Missbilligung stößt !

Aber nett anzuhören ist die Musik natürlich schön und meine Frau Gemahlin schmeichelte mir doch auch gleich: „Du hast heute aber schöne Musik aufgelegt“.

BookletBackCover1

Titel:
01. Giuseppe Verdi: Gloria All’egitto Ad Iside 2.38
02. Antonio Vivaldi: La Primavera 3.24
03. Giuseppe Verdi: La Donna È Mobile 2.10
04. Giuseppe Verdi: Marcia Trionfale 1.41
05. Gioachino Rossini: Ouverture (aus „Der Barbier von Sevilla“ 7.44
06. Giuseppe Verdi: Libiamo Né Lieti Calici 3:11 I
07. Giuseppe Verdi: Ouverture 1° Atto (aus „La Traviata“) 3.45
08. Giuseppe Verdi: Va, Pensiero, Sull ‚ali Dorate (aus „Nabucco“) 4.39
09. Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonia No.4, A-Dur, „Sinfonia Italian“ 11.29
10. Gioachino Rossini: Ouverture (aus „L’Italiana In Algier“) 7.55
11. Giuseppe Verdi: Vedi! Le Fosche Notturno Spoglie 2.47
12. Antonio Vivaldi: L’inverno 3:28

CD1

*
**

25 Jahre Eismann

aus: „Bulletin des Direktvertriebs“ (Oktober 1999)

Peter Hofmann – (2) Ivory Man – Songs & Ballads (1984)

FrontCover1Und jetzt wird es dann gleich schwülstig bis zur Schmerzgrenze … aber erstmal ich den Peter Hoffmann erstmal vorstellen:

Peter Hofmann (* 22. August 1944 in Marienbad, Sudetenland; † 29. November 2010 in Selb, Fichtelgebirge) war ein deutscher Opernsänger (Tenor), der auch als Rockmusiker bekannt wurde.

Peter Hofmann wuchs in Darmstadt auf und begann mit 16 Jahren als Sänger und Gitarrist in verschiedenen Rock-and-Roll-Bands. Als Schüler des Ludwig-Realgymnasiums (heute Lichtenbergschule) trieb er Leistungssport und war unter anderem hessischer Jugendmeister im Stabhochsprung und Zehnkampf.

Als Zeitsoldat diente er bei der Fallschirmjägertruppe in Lebach und Bergzabern und war zuletzt Stabsunteroffizier. Schon in dieser Zeit begann er mit Gesangsstunden bei Emmy Seiberlich in Karlsruhe. Nach dem Abschied von der Bundeswehr studierte er ab 1969 an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Sein Operndebüt gab er 1972 am Theater Lübeck als Tamino in Mozarts Oper Die Zauberflöte. Ab der Spielzeit 1974/1975 war Hofmann für zwei Spielzeiten bis Sommer 1976 am Opernhaus Wuppertal engagiert. 1975 gastierte er mit der Rolle des Loge in Das Peter Hofmann03Rheingold am Opernhaus Dortmund. 1976 sang er in Wuppertal erstmals die Rolle des Siegmund in Richard Wagners Die Walküre. Mit dieser Rolle gastierte er Anfang 1976 bereits auch an der Staatsoper Stuttgart und an der Hamburgischen Staatsoper, bevor ihm im Sommer 1976 mit dem Siegmund bei den Bayreuther Festspielen im Jahrhundertring unter der musikalischen Leitung von Pierre Boulez der endgültige Durchbruch als Opernsänger gelang. 1976 erhielt Hofmann einen Fünf-Jahres-Vertrag am Staatstheater Stuttgart und war dort festes Ensemblemitglied. Bis 1983 trat er dort regelmäßig auf.

Danach übernahm Hofmann vor allem Wagnerrollen an den wichtigsten Opernhäusern der Welt wie der Opéra Garnier (Paris) und der Metropolitan Opera in New York. Er sang die Titelrollen in Tristan und Isolde, Lohengrin, Parsifal und Walther von Stolzing in Die Meistersinger von Nürnberg – Rollen, in denen er nicht nur wegen seines kraftvollen Gesangs, sondern auch wegen seiner hünenhaften Erscheinung mit für einen Opernsänger ungewöhnlich langen blonden Locken auffiel.

Im Juli/August 1989 hatte Hofmann mit dem Siegmund auch seine letzten Auftritte bei den Bayreuther Festspielen. Hofmann trat bis 1992 in Wagner-Rollen weiterhin als Opernsänger auf. 1992 sang er am Nationaltheater Mannheim nochmals die Titelrolle in Wagners Bühnenweihfestspiel Parsifal.

Parallel dazu widmete sich Hofmann weiterhin der Rockmusik und veröffentlichte erfolgreich einige Platten, auf denen er bekannte Rock- und Popballaden interpretierte.

Peter Hofmann07

Wie muss man drauf sein, um sich ablichten zu lassen ???

Dieser Ausflug in die U-Musik wurde mit vier Gold- und zwei Platin-Schallplatten belohnt. Bereits das erste Album Rock Classics erhielt nach kurzer Zeit Doppel-Platin. Die Alben Unsre Zeit, Peter Hofmann 2, Monuments und Rock Classics Vol. 2 wurden in Deutschland mit Gold ausgezeichnet. Das letztgenannte Album wurde auch in Österreich mit Gold prämiert. In der Folgezeit war Hofmann sowohl im Opern- als auch im U-Musik-Bereich aktiv und präsentierte sich zeitweise als Rocker mit Lederkluft und schweren Motorrädern. Er wollte nie ein Opernsänger im herkömmlichen Sinne sein.

Ab 1990 spielte er die Titelrolle in dreihundert Aufführungen von Das Phantom der Oper, mit denen das neu erbaute Theater Neue Flora in Hamburg seinen Betrieb aufnahm. Peter Hofmann erhielt Auszeichnungen wie diverse Bambis bis zum Grammy.

1997 war Hofmann neben Gojko Mitić bei den Karl-May-Spielen Bad Segeberg als Old Firehand in Winnetou und Old Firehand zu sehen.

Im Jahr 2003 erschien die Biografie Peter Hofmann – Singen aus Leidenschaft. Im Oktober 2012 erschien das Buch seines Bruders Fritz Hofmann Peter Hofmann – Geschichten aus einem bewegten Sängerleben.

Aus seiner ersten Ehe hatte er zwei Söhne, seine zweite Ehe mit der Opernsängerin Deborah Sasson wurde 1983 auf dem Standesamt Kemnath geschlossen und dauerte bis 1990. Hofmann lebte viele Jahre auf Schloss Schönreuth in der Oberpfalz, anschließend einige Jahre im ehemaligen Schulhaus von Friedersreuth bei Pressath und dann mehrere Jahre bis zu seinem Tode zurückgezogen mit seiner dritten Frau Sabine (geborene Zimmerer) und der 2003 geborenen Tochter Laura im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge.

Peter Hoffmann5

1994 entdeckte Hofmann an sich erste Anzeichen der Parkinson-Krankheit, konnte die Auswirkungen jedoch zunächst mit Hilfe von Medikamenten beherrschen und weiter als Sänger auftreten. 1999 gab er seine Krankheit öffentlich bekannt und trat nach seiner Weihnachtstournee im Jahr 2000 nicht mehr auf. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit konnte er kaum noch sprechen, nicht mehr selbständig essen und war auf den Rollstuhl angewiesen. Jahrelang unterstützte er die Parkinson-Forschung mit seinem Peter-Hofmann-Parkinson-Forschungsprojekt.

MINOLTA DIGITAL CAMERA

Am Ende seiner Tage: schwer gezeichnet von der Krankheit

In der Nacht zum 30. November 2010 starb Hofmann in einer Klinik, in die er wenige Tage zuvor mit dem Verdacht auf Lungenentzündung eingeliefert worden war.

In der Stadtbücherei Kemnath ist ihm ein Gedenkraum gewidmet. Gezeigt werden zahlreiche Fotos, ein Gemälde, das ihn als Siegmund in Bayreuth zeigt, die erste seiner vielen Goldenen Schallplatten sowie eine DVD-Dokumentation. Den zentralen Platz im Raum nimmt eine Bronzebüste ein.

Am 16. März 2018 wurde auf Initiative seines Bruders Fritz eine Gedenktafel am Geburtshaus Peter Hofmanns in Marienbad eingeweiht.

Seit seiner Bundeswehrdienstzeit als Fallschirmjäger in Merzig pflegte Hofmann eine enge Freundschaft zu dem Wolfsforscher Werner Freund, der sein militärischer Ausbilder war. Hofmann war Pate des Wolfes Peter im Wolfspark in Merzig. (Quelle: wikipedia)

Peter Hoffmann

Und diesem kaum nachvollziehbarem Erfolg von „Rock Classics“ (siehe: hier) wure der Peter Hoffman ein wenig übermütig und veröffentlichte dann auch noch dieses Album.

Dabei verhunzt er nicht nur den Beatles Klassiker „Let It Be“ (nur gerettet durch ein stimmungsvolles Saxophone-Solo von Benny Gebauer), nein er verstieg sich – wohl gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau Deborah Sasson dazu, eine Art Konzept-Album zu machen, das die ganze Zeit 2 ziert: „Ivory Man (A Rock Fantasy – Story by Deborah Sassonbased on an idea from Peter Hoffmann“)

Ich weiß nicht, was man den Beteiligten damals in den Tee geschüttet oder welches minderwertige Kraut sie geraucht haben … Aber die Story ist derart absurd und schwachsinnig, dass sich einem die Zehennägel aufstellen:

CDBooklet05

Nicht minder belanglos ist dann die dazu nun wirklich „passende“ Musik (trotz all der eigentlich großartigen Begleitmusiker) … sie trieft nur so von einem Wagnerischen Pathos, dass einem ganz übel werden kann, nein, übel werden muss !

Selten habe ich mir so ans Hirn gelangt … und ich übernehme keiner Verantwortung … die Risiken und Nebenwirkung hat jeder selbst zu verantworten …

Und ich … ich glaube ich brauche jetzt mal die volle Dröhnung einer geilen Status uo – Scheibe …

Nach der Präsentation von Alben hier, trenne ich mich von dem meisten .. hier mache ich es auch und dies mit einer tiefen Genugtuung.

BackCover1

Besetzung:
Mats Björklund (guitar)
Curt Cress (drums)
Roland Heck (synthesizer)
Fritz Hofmann (percussion)
Peter Hofmann (vocals, guitar bei 06.)
Billy Lang (guitar)
Pit Löw (synthesizer)
Dieter Petereit (bass)
Hermann Weindorf (keyboards, synthesizer)
+
Benny Gebauer (saxophone bei 03.)
+
Münchner Philharmoniker
+
background vocals:
Bimey Oberreit – Hans-H. Gebhard – Judy Cheeks – Patricia Shockley – Peter Bischof

Booklet1

Titel:

Songs & Ballads:
01. You’ve Lost That Lovin‘ Feelin‘ (Mann/Weil/Spector) 4.40
02. Fairytales (Heck/Köthe/Sasson) 4.07
03. Let It Be (Lennon/McCartney) 4.21
04. Wildfire (Heck/Köthe/Hopkins) 3.50
05. Unchained Melody (Zaret/North) 3.55

Ivory Man (A Rock Fantasy):
06. Time Warp +  Ivory Man (Heck/Köthe/Sasson) 6.05
07. The Journey – Lion’s Share (Opperman/Sasson/Hopkins) 3.47
08. Follow (Opperman/Sasson/Hopkins) 3.55
09. Paradise Shuffle + End Of The Rainbow (Opperman/Sasson/Hopkins) 7.07
10. Reflections + Hymn (Heck/Köthe/Dinier) 3.38

LabelB1

*
**

LPBookletFrontCover1

Textbeispiel

Au weia … 

 

Willy Hagara – Der Tanz mit dir + Ich bin einsam (Save The Pieces) (1967)

FrontCover1Und jetzt mal wieder ein tiefer Griff in die Schmalzkiste:

Willy Hagara (* 4. Juni 1927 in Wien; † vor dem 18. Mai 2015) war ein österreichischer Schlagersänger und Schauspieler.

Willy Hagara machte zunächst eine Ausbildung als Postbeamter und übte diesen Beruf auch aus. Dann gewann er 1946 einen Schlagerwettbewerb im Wiener Konzerthaus. Nun richtete er seine Aktivitäten ganz auf die neue Karriere aus, indem er Gesangsstunden und Schauspielunterricht nahm. In dieser Zeit war er hauptsächlich mit Volksliedern und als Sänger der Band von Johannes Fehring, dem späteren Leiter des ORF Big Band Orchesters, erfolgreich. Es sollten noch zehn Jahre vergehen, bis der Durchbruch mit dem Lied Eine Kutsche voller Mädels und die Taschen voller Geld kam. Bis Mitte der 1960er-Jahre spielte er in zahlreichen Filmen mit und verkaufte viele Platten.

1969 machte er eine Millionenerbschaft: Sein Vater, der Kaufmann Franz Hagara, hinterließ ihm eine Villa und mehrere Mietgrundstücke in Wien. Er wirkte noch in einigen Fernsehproduktionen mit und trat als Gast in Sendungen auf. (Quelle: wikipedia)

Nun ja, ein wenig dürftig ist dieser wikipedia schon …und ich werde mich sicherlich noch darum bemühen, ein paar mehr Informationen zusammen zu tragen … aber ein Anfang ist gemacht.

Hier eine Single aus dem Jahr 1967 …  und beide Titel gehören für mch in die Kategorie „Illussionsmusik“ und ich behaupte einfach mal frech … diese Musik wurde speziell für die Damenwelt konzipiert …

BackCoverBesetzung:
Willy Hagar (vocals)
+
unbekanntes Orchester

WillyHagaraTitel:
01. Der Tanz mit dir (Gietz/Feltz) 2.36
02. Ich bin einsam (Save The Pieces) (Meshell/Weinstein/Relin/Baar) 2.20

LabelB1
*
**

Popol Vuh – Das Hohelied Salomos (1975)

FrontCover1Popol Vuh war eine dieser deutschen Bands, die charakteristisch für jenes Zeug waren, das man dann damals weltweit „Kraut-Rock“ nannten:

Die nach dem Popol Vuh, einem zentralen Schriftstück der Maya-Kultur zur Schöpfungsgeschichte der Welt, benannte Gruppe wurde 1970 von Florian Fricke gegründet.

Stilistisch werden Popol Vuh dem Krautrock zugerechnet. Ihr Musikstil ist jedoch sehr originär und verbindet Rock mit elektronischer New-Age-Musik und spirituellen Elementen. Auf Grund des Einsatzes von verschiedenster Percussion, exotischen Instrumenten wie der Sitar, den internationalen Sängerinnen sowie Florian Frickes Affinität zu Yoga, Spiritualität und fernöstlicher Kultur kann man Popol Vuh im weitesten Sinne auch der Worldmusic zuordnen. Die Band selbst hat sich stets bemüht, sich der Genre-Zuordnung zu entziehen und ihre Musik ausschließlich mit Fantasiebegriffen wie Magic Music, Love Music, Cosmic Space Rock u. ä. bezeichnet.

Gründungsmitglied Fricke zählt zu den Pionieren der damaligen Elektronikmusiker. Die Besetzung der Band wechselte im Lauf der Zeit kontinuierlich. Bereits seit Beginn dabei war Frank Fiedler. Später sollte Daniel Fichelscher (Amon Düül II) als langjähriges Mitglied dazustoßen. Ein bedeutendes und bekanntes zeitweiliges Mitglied der Band war Klaus Wiese.

PopolVuh
Die Band wurde zunächst von Liberty Records unter Vertrag genommen, wo man sich in Gesellschaft von Amon Düül und Can befand, und wo noch im Gründungsjahr 1970 die von Gerhard Augustin produzierte Debüt-LP Affenstunde vorgelegt wurde. Die ersten beiden Alben von Popol Vuh sind geprägt durch den Klang des legendären Moog III-Synthesizers, der später an Klaus Schulze abgetreten wurde. Das zweite Album In den Gärten Pharaohs erschien 1971 auf Rolf-Ulrich Kaisers Pilz-Label und ist zur Hälfte live in einer Kirche eingespielt. Beim dritten Album Hosianna Mantra (1972) stießen Conny Veit und die koreanische Sängerin Djong Yun zur Stammbesetzung. Yun sollte auch wieder auf dem übernächsten Album Einsjäger & Siebenjäger 1975 zu hören sein.

Die 1970er-Jahre gelten als produktivste Phase von Popol Vuh. Neben Studioalben und seltenen Live-Auftritten wurde die Band durch ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Werner Herzog bekannt, für dessen Filme wie Aguirre, der Zorn Gottes, Nosferatu – Phantom der Nacht oder Fitzcarraldo sie die Soundtracks schuf. Kennzeichnend für Aufnahmen aus dieser Zeit ist die Verwendung des Mellotrons. Dieses Vorläuferinstrument späterer Sampler ermöglichte es, Chorstimmen oder Orchesterklänge in den Klang der Band zu integrieren.

Der erste Auftritt im Ausland fand 1976 in Mailand statt. Ab 1978 arbeitete Popol Vuh zeitweilig wieder mit Gerhard Augustin zusammen, der weitere Alben und Soundtracks der Band produzierte. Ab 1983 trat Popol Vuh in den Schatten des auf zahlreichen Weltreisen stattfindenden Filmschaffens von Fricke und Fiedler. Alben erschienen nun weniger häufig als in den 70er-Jahren, dennoch regelmäßig.

Mitte der 1990er-Jahre meldeten sich Popol Vuh mit City Raga (unter Verwendung von Stimmaufnahmen der Atemtherapeutin Maya Rose) zurück. In die Arbeit der 1990er-Jahre flossen nun auch aktuelle Musikströmungen aus dem Techno-Bereich mit ein. Neben Fricke und Fiedler war mittlerweile auch Guido Hieronymus zu einem festen Mitglied der Band geworden. 1999 erschien das letzte Album Messo di Orfeo.

Mit dem frühen Tod von Florian Fricke im Jahr 2001 ging auch die Geschichte von Popol Vuh zu Ende.

Glo

Florian Fricke

„Das Hohelied Salomon“, greift wiederum inhaltlich biblische Themen auf und setzt diese in psychedelisch-verträumten Krautrock um, setzt somit die Tradition der Vorgängeralben „Seligpreisung“ (1973) und „Einsjäger & Siebenjäger“ (1974) fort. Mastermind Florian Fricke nimmt sich erstaunlich zurück, sein musikalischer Beitrag beschränkt sich lediglich aufs Klavier – von den Elektronikspielereien früherer Tage also keine Spur mehr.

Die instrumentale Führungsrolle überlässt er bereitwillig Gitarrist Daniel Fichelscher, aber auch Sängerin Djong Yun übernimmt eine sehr prägende Rolle. Die leicht indisch angehauchten Kompositionen beeindrucken vor allem durch ihre relaxte Atmosphäre, graben sich aber ebenfalls in schwebender Spielweise ins Gedächtnis ein. Leider werden einige Titel viel zu früh ausgeblendet, noch bevor sie gerade in Fahrt gebracht, ihre volle Schönheit entwickeln können. (Kristian Selm)

Das Hohelied Salomons – das Lied der Lieder, welches nur um ein Thema kreist: die Liebe. Und die Liebe birgt ja geradezu ein unendliches Spektrum an unterschiedlichen Empfindungen. Manchmal möchte man Bäume ausreißen, manchmal möchte man auf einen flüchten. Ich denke jeder findet dazu passende Bilder, entsprechend bunt und vielgestaltig ist auch Popol Vuhs interpretation des alttestamentarischen Buches. Manchmal aufbrausend mit „Pauken und Trompeten“, mal elegisch fast zärtlich, manchmal kaum wahrnehmbar, manchmal kurz, manchmal ausladend, traurig oder jubilierend. Wer liebt, der hat etwas zu erzählen…

Popol Vuh taten es mit diesem vielschichtigen Album. Wieder unterstützt von Djong Yun und der deutschen Sitar-Koryphäe Al Gromer Khan gelingen auch diesmal ganz zauberhafte Momente, „Der Winter ist vorbei“ z.B. welches wie ein mittelalterliches Lied wirkt und mit der indischen Instrumentierung eine ganz unwirkliche Gestalt bekommt, oder das romantische mit einer jubelnden E-Gitarre versehene „Du tränke mich mit deinen Küssen“. Es sind Momentaufnahmen, deshalb werden sie vielleicht auch einfach ausgeblendet, aber kann man von der Liebe anders sprechen, als in Augenblicken, in Momentaufnahmen?

So zieht das Album wie eine flüchtige Begegnung am Hörer vorbei, und für einen Moment bleibt es stehen und mit ihr die Zeit und dieses kurze Lächeln was dann folgt, wird man nicht vergessen. Das Album hat nach all den Jahren nichts von seiner Flüchtigkeit und von seinem Reiz verloren. Es ist einfach nicht zu fassen und deshalb so wertvoll. (Michael Hirle)

Gerade den letzten Gedanken möchte ich ausdrücklich bestätigen. Wer sich für Musik dieser Art interessiert oder gar begeistern kann, wird feststellen, wie zeitlos diese Ausnahmen sind … einfach nur bemerkenswert.

PopolVuh2
Besetzung:

Daniel Fichelscher (guitar, percussion)
Florian Fricke (piano, electronics)
Djong Yun (vocals)
+
Alois Gromer (sitar)
Frank Fiedler (electronics)
Shana Kumar (tabla)
Robert Wedel (electronics)

BackCover
Titel:
01. Steh auf, zieh mich Dir nach (Fricke) 4.44
02. Du schönste der Weiber (Fichelscher/Fricke) 4.28
03. In den Nächten auf den Gassen (Fricke) 1.33
04. Du Sohn Davids I (Fricke) 2.59
05. In den Nächten auf den Gassen II (Fricke) 3.26
06. Der Winter ist vorbei (Fricke) 3.42
07. Ja, deine Liebe ist süßer als Wein (Fichelscher) 3.36
08. Du Sohn Davids II (Fricke)  3.47
09. Du tränke mich mit deinen Küssen (Fichelscher/Fricke) 4.58

LabelB1

*
**

MC

Verschiedene Interpreten – Frohe Alpenwanderung mit Alfons Bauer (1966)

FrontCover1Und da ist er mal wieder, der ungekrönte König der Zither, der ein beachtliches Maß an Musikaufnahmen hinterlassen hat.

Alfons Bauer (* 13. Mai 1920 in München-Freundorf; † 3. Februar 1997) war ein deutscher Komponist und Zitherspieler.

Alfons Bauer erlernte als 8-Jähriger das Zitherspiel und nahm als 15-Jähriger seine erste Schallplatte auf. Nach der Schule erlernte er zunächst den Beruf des Hutmachers, da seine Eltern ein Hutmachergeschäft betrieben. Anschließend studierte er am Konservatorium in München Klavier und Tonsatz. Alfons Bauer arbeitete hauptsächlich im Studio und trat weniger live auf. Für seine innovativen Rundfunk- und Schallplattenproduktionen stellte er verschiedene Besetzungen zusammen, bestehend aus professionellen Orchestermusikern. Eine langjährige Zusammenarbeit verband Alfons Bauer mit dem Akkordeonvirtuosen Georg Schwenk, der auch zahlreiche Titel für ihn arrangierte. Bis in die 1950er Jahre hatte er schon mehr als 1 Million Schallplatten mit seiner Zither verkauft. Dann gründete er eine eigene Schallplattenfirma und war auf dem Sektor der volkstümlichen Musik tätig. Er schrieb auch Titel für andere Künstler, zum Beispiel für Maria und Margot Hellwig, Hansl Krönauer und Esther Egli. Er komponierte über 200 Titel. Auch in der DDR war Alfons Bauer sehr populär, seine Titel wurden dort vor allem in den 1950er und 1960er Jahren oft im Rundfunk gespielt. Viele davon erschienen auch auf Schallplatte. 1972 veröffentlichte er in der Bundesrepublik Deutschland eine Schallplatte des bekannten DDR-Volksmusikers Herbert Roth.

Alfons Bauer02

Bauer spielte auch zusammen mit dem Orchester James Last und dem Berliner Rundfunkorchester Melodien von Johann Strauss bis Robert Stolz und Ralph Benatzky ein. Er gehörte zusammen mit Rudi Knabl zu den erfolgreichsten Zitherspielern des 20. Jahrhunderts.

Er war seit 1968 verheiratet mit der Sängerin und Folklore-Tänzerin Rita geb. Fendt. Aus seiner ersten Ehe hat er eine Tochter.

Sein Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof in Gauting.

Alfons Bauer erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1975 die Hermann-Löns-Medaille (*). (Quelle: wikipedia)

Alfons Bauer01

Hier eine seiner zahlreichen LP´s … diesmal geht´s um eine „frohe Alpenwanderung… “ Nun gut … einerseits die übliche alpenländische Volksmusik, andererseits sind aber  wieder mal ein paar musikalische Schmankerl vorbei.

Der regionale Schwerpunkt dieser LP liegt im Salzburger Land (wie man unschwer der List der mitwirkenden Musikanten entnehmen kann).

Da ist insbesondere „Ein Abend am Traunsee“ zu erwähnen, ein Kleinod instrumentaler Volksmusik.

Und dann der „Wehmutsjodler“ … viel inniger kann man Wehmut nicht gesanglich ausdrücken.

Na ja … und gejodelt wird dann natürlich auch noch ….

Und, ach ja, dass Label „Die Volksplatte“ war ein Sub-Label von EMI -Electrola

BackCover1

Besetzung:
Alfons Bauer (zither)
+
Salzburger Vierklang – Die Schönauer Musikanten – Duo Merhaut-Delacher – Tanzgruppe der Alpinia – Michl Berger – Duo Frei- Ellersdorfer – Die Lohmayer-Dirndl´n – Die Salzburger Musikanten – Der Volksliedchor von Radio Salzburg – Sepp Kufner und seine Salzburger Spitzbuben

Traunsee

Der Traunsee

Titel:
01. Original Salzburger Glockenspiel 0.21
02. Mühlbacher Volksmusikmarsch (Traditional) 2.47
03. Knappentanz (Traditional) + Salzburger Bauerntanz (Peth) 1.18
04. Ja, weil du so schön tanzen kannst (Traditional) 1.31
05. Stoaröserl Landler (Traditional) 1.19
06. Binderlied (Traditional) 1.33
07. Tiroler Landler (Ellersdorfer) 0.52
08. I bin a jungs Bürscherl (Berger) 1.31
09. Bankerl Tanz (Traditional) 0.48
10. Almerisch (Ellersdorfer) 1.17
12. Ein Abend am Traunsee (Frank) 2.39
13. Frisch von der Leber (Tanzer) 0.52
14. Hops, drah di (Traditional) 0.39
15. Auf der Köpplschneid (Traditional) 1.07
16. Gestern auf d’Nacht (Traditional) 0.52
17. Salzburger Glockenspiel (Traditional) 1.35
18. Salzburger Bauernschottisch (Frei) 0.39
19. Wehmutsjodler (Traditional) 1.40
20. Jagerwalzer (Traditional) 2.06
21. Faschingspolka (Traditional) 1.04
22. Und s’Dirndl steht beim Bacherl (Traditional) 0.59
23. Pinzgauer Plattler (Traditional) 1.00
24. Immer fröhlich (Traditional) 1.24
25. Dui-Jodler (Peth) 0.44
26. Wilde Jagd (Stelzer/Rieser) 0.55

LabelB1
*
**

Inlets

 

(*) zu Hermann Löns sollte man folgendes wissen:

Zur Person Hermann Löns gibt es Anwürfe, die ihn als Trinker und Frauenfeind beschreiben:

„Weiber sind keine Vollmenschen, denn sie haben keine Seele, sondern nur einen Uterus.“
„Ein Mann wie ich braucht jede sieben Wochen eine andere Geliebte.“

Der Bückeburger Mediziner Kantorowisz erklärte in einem gerichtlichen Attest, er habe Löns wegen „schwerer nervöser Störungen“ und eines „krankhaften Wandertriebs“ behandelt. Der Patient leide zudem an „periodischer Trunksucht“ (Quartalstrinker).

Seine nationalistische Einstellung mit antisemitischen Anflügen bekundete er freimütig:

„Ich bin Teutone hoch vier. Wir haben genug mit Humanistik, National-Altruismus und Internationalismus uns kaputt gemacht, so sehr, daß ich eine ganz gehörige Portion Chauvinismus sogar für unbedingt nötig halte. Natürlich paßt das den Juden nicht …“

Der Löns-Kritiker Thomas Dupke  ist der Auffassung, dass Löns’ spätere Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten nicht ohne sein eigenes Zutun zu Lebzeiten kam, da er sich häufig sozialdarwinistisch und rassisch-völkisch äußerte. (Quelle: wikipedia)

James Last – In Concert (1971)

FrontCover1Als James Last am 9. Juni 2015 verstarb, schrieb ich in einem anderen blog:

Jetzt ist auch er tot, der Hansi Last aus Bremen:

James Last ist im Alter von 86 Jahren am 9. Juni nach kurzer schwerer Krankheit im Beisein seiner Familie in Florida verstorben.

Der herausragende und bedeutende Künstler hat für die Musik gelebt und Musikgeschichte geschrieben. James Last war der erfolgreichste deutsche Bandleader aller Zeiten.

Die Welt verliert mit ihm einen einzigartigen Botschafter, dessen starke und verbindende Sprache die Musik war.

Wir nehmen Abschied von dem Menschen, Freund und Visionär, der durch seine beeindruckende Kraft und Offenheit, Professionalität, Bescheidenheit und Lebenslust Vorbild sowie Inspiration weltweit für viele Generationen war.

Eine öffentliche Trauerfeier in Hamburg ist geplant.
Es ist davon auszugehen, dass die Trauerfeier in den nächsten Wochen stattfindet.
Details werden in Kürze bekanntgegeben. (Quelle: Semmel Concerts Entertainment GmbH)

Nun, ich spare mir da mal weitere Worte, hab statt dessen fast wahlos in meinen Stapel alter James Last Scheiben gegriffen und diese schöne „In Concert“ Aufnahme zu Tage gefördert. Und die Komposition „Tristesse“ ist einfach nur passend für den heutigen Tag …

Überrascht war ich damals über die unglaublich große nationale Anteilnahme …

Schon 1971 gab es ein schier unüberschaubare Flut von James Last LP´s

Besetzung:
James Last Orchester
+
Günter Platzek (organ)

BackCover1Titel:
01. Prelude From L’Arlesienne Suite No. 1 (Bizet) 3.31
02. Moonlight Sonata (Beethoven) 4.22
03. Feuertanz (Ritual Fire Dance) (de Falla) 3.55
04. Für Elise (Beethoven) 2.50
05. Pastorale From L’Arlesienne Suite No. 2 (Bizet) 4.10
06. Farandole From L’Arlesienne Suite No. 2 (Bizet) 2.41
07. Italian Caprice (Tchaikovsky) 6.05
08. Tristesse (Etude Op. 10 No. 3) (Chopin) 4.53
09. Rondo Alla Turca (Mozart) 3.17
10. Toccata und Fuge (Bach) 6.54

LabelB1

*
**

InMemoriam

Sounds (Zeitschrift) – August 1974

TitelUnd wieder mal …  wurde ich im Keller fündig … und konnte so weitere alte „Sounds“ Hefte sichten.

Zur Erinnerung:

Sie war definitiv das Flagschiff des deutschen Rockmusik- Journalismus ! Die Rede ist von dem legendärem Magazin „Sounds“:

Sounds, deutsche Musikzeitschrift, erstmals 1966 von Rainer Blome in Solingen herausgegeben; später wurden Redaktion und Verlag der Zeitschrift zunächst nach Köln, dann nach Hamburg verlegt.

Die Zeitschrift im Format DIN A4 erschien zunächst unregelmäßig, dann zweimonatlich und schließlich monatlich. Thematisch widmeten sich die ersten Ausgaben – Untertitel: Die Zeitschrift für Neuen Jazz – dem zeitgenössischen Jazz, zumal dem Free Jazz, etwa der Musik von Ornette Coleman, Sonny Rollins und Albert Ayler; Aylers Feststellung: »Our music is no longer about notes, it’s about sounds« wurde der Titel der Zeitschrift entnommen. Der Rockmusik wandte sich die Redaktion vermehrt erst ab 1968 zu, ging aber schon1967 mit einer Kritik der LP »Freak Out« der Mothers of Invention, Frank Zappas Band, auf die Rockmusik der Zeit ein.

Schon bald aber stand die Rockmusik im Mittelpunkt des Interesses der Redaktion, die Berichterstattung über den aktuellen Jazz fristete nur noch ein Schattendasein und der Untertitel wurde in »Die Zeitschrift für Popmusik« geändert. 1970 verkaufte Blome, der 1968 den Redaktionssitz nach Köln verlegt hatte, den Titel an Erika Azderball, blieb aber Herausgeber. War Sounds bis dahin unregelmäßig erschienen, so gab es ab Februar 1970 zehn Ausgaben, mit Doppelnummern der Monate Juli/August. 1972 wechselte die Zeitschrift abermals den Besitz, neuer Eigentümer wurde Jonas Porst. Mitte des Jahres verließ Blome die Redaktion, die nunmehr von Michael Wallossek geleitet wurde; im August des Jahres trat Jürgen Legath in die Redaktion ein.  (Quelle: wikipedia) … und hier kann man weiterlesen.

Bei diesem Heft hatten schon längst das Dreigestirn Jürgen Legath, Teja Schwaner und Jörg Gülden das Heft in der Hand …es waren die profiliertesten Jahre von „Sounds“.

Die wichtigen Themen in diesem Heft waren:

  • The Kinks
  • Jon Mark
  • War (ohne Eric Burdon)
  • Robert Fripp
  • Jan Garbarek
  • Steely Dan
  • und die üblichen Rubriken (News, LP-Besprechungen, Bücher, Film usw.)

Und auch für dieses Heft gilt: eine Fundgrube für Rock-Archäologen !

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel26

Beispiel03

Beispiel04

Beispiel05

Beispiel06

Beispiel07

Beispiel08

Beispiel09

Beispiel10

„Das da“ war ein Magazin von Klaus Rainer Röhl und Peter Rühmkorf

Beispiel11

Beispiel12

Beispiel13

Beispiel14

Beispiel15

Ganz schön weitsichtig: Den Jan Garbarek kannte man hier noch so gut wie gar nicht …

Beispiel16

Beispiel17

Beispiel18

Beispiel19

Beispiel20

Ein weiteres Essay von dem legendären Helmut Salzinger alias Jones Überohr

Beispiel21

Beispiel22

Beispiel23

Beispiel24

Beispiel27

So liest sich das, wenn ein Jörg Gülden zur Feder griff … 

*
**

Beispiel25

Die Rückseite des Heftes

Mehr Sounds:

Mehr