Verschiedene Interpreten – Saturn´s Mega-Soundcheck (1991)

FrontCover1Irgendwie interssant und zugleich irgendwie ziemlich schräg, diese CD „für Boxen – Kopfhörer – Die gesamte HiFi-Anlage“.

Die gab´s mal bei den mir zutiefst unsympathischen Saturn – Mega – Läden …

Eigentlich stammen ja diese Aufnahmen von dem audiophilen Label Bell (früher Jeton) und das waren schon Meister in Sachen Aufnahmetechnik.

Und das hört man auch hier …

Natürlich vor allem in den prachtvolle ausgewählten Musikstücken … klar: Bell Records war damals eben eine audiophiler Meisterbetrieb ….

Und dann gibt es eine nervtötender Reihe von Testtönen (die allerdings in dem lehrreichen Begleitheft auch erklärt werden …. ist ja ne echte Wissenschaft, die Akustik !)

Booklet03A

Und manch´ der Geräuschebezeichnungen entbehren nicht der unfreiwilligen Komik wie z.B. „Das unwillige Streichholz“ oder „Eichhörnchen turnt von links nach rechts “ – aber keine Frage: da uss man sein Handwerk schon versehen, um derartige Geräusche so transparent in digitale Signale umzuwandeln ! Unnd ja … das Bier, das ins Glas fließt … das klingt schon saugut.

Und wie gesagt: die CD enthält dann doch diverse musikalische Leckerbissen (vornehmlich aus dem Bereich des Jazz) … deshalb lohnt sich auch das hören … auch wenn diverse Sinustöne einem ganz gewaltig auf den Wecker gehen (dafür gibt´s dann das Geräusch „Wecker ticken/klingeln“).

Booklet01A

Titel:
01. Anton Bogner: Toccata D-Moll BWV 565 (Bach) 2.56
02. Silvia Droste: Summer Knows (A. Bergman/M. Bergman/Legrand) 5.06
03. Pete York´s New York: Wade In The Water (Heath) 2:55

Testsignale – Messtöne:
04. Rosa Rauschen – Mono – 10 Db  1.00
05. Rosa Rauschen – Nur Links 0.30
06. Rosa Rauschen – Nur Rechts 0.30
07. Rosa Rauschen – Gegenphasig 1.00
08. Weisses Rauschen – Mono – 10 Db 0.30
09. Sinuston 400 Hz – Mono – 10 Db 1.00
10. Sinuston 400 Hz – Mono – 3 Db 0.30
11. Sinuston 1KHz – Mono – 0 Db 1.00
12. Sinuston – 1 KHz – 0 Db – Links 0.30
13. Sinuston – 1KHz – 0 Db – rechts 0.30
14. Sinuston – 1 KHz – Mono – 10 Db 0.40
15. Sinuston – 6 KHz – Mono – 14 Db 1.00
16. Sinuston 10 KHz – Mono – 10 Db 1.00
17. Sinuston 12 KHz – Mono – 12 Db 1.00
18. Sinuston 1 KHz – -10 Db links Burst, rechts Dauerton 1.00
19. Sinuston 1 KHz – -10 Db rechts Burst, links Dauerton 1.00
20. Sinuston 1 KHz – Mono – 10 Db Burst auf beiden Kanälen 0.40
21. Rechteck 400 Hz – 10 Db 0.40
22. Rechteck 1KHz – 10 Db 0.40

23. Charly Antolini: Carambolage (Antolini/Schmid-Grandy) 3.25
24. Ichu: Sicuriada (Traditional) 3.12
25. Chris Barber: Who’s Blues (Wheeler) 4.40

Geräusche:
26. Morgenstimmung im Walde 1.12
27. Starker Donnerschlag 0.09
28. Donner mit 3 Uhr Geläut 1.24
29. Eine Party wird vom Gewitter überrascht 1.40
30. Meeresbrandung 1.07
31. Sturm an der Steilküste 1.12
32. Trillerpfeife (2x) 0.10
33. Pistole 0.05
34. Vorbeirennende Schritte 0.10
35. Kanonenschläge, Böllerschüsse, Raketen 1.00
36. Streichholz:
36.1. Das unwillige Streichholz 0.10
36.2. Das willige Streichholz 0.10
37. Weckerticken 0.13
38. Weckerklingeln 0.10
39. Uhrenschlag 0.14
40. 4 Uhrenschläge 0.25
41. Glas geht zu Bruch (4x) 0.20
42. Hund (3x) 0.15
43. Pferd (2x) 0.10
44. Schaf (3x) 0.15
45. Elefant  0.10
46. Wellensittich 0.44
47. Tiger (2x) 0.11
48. Eichhörnchen turnt von links nach rechts 0.37
49. 999 Hühner 0.32
50. Hummeln in blühendem Strauch 0.37
51. Sekt entkorken und eingiessen 0.14
52. Sprudel öffnen und eingiessen 0.16
53. Bier öffnen und eingiessen 0.22
54. Türklingel (2x) 0.15
55. Telefonklingeln (5x) 0.24
56. Telefontuten (7x) 0.33
57. Der verlorene Schlüsselbund 0.04
58. Ans Weinglas klingeln (3x) 0.27
59. Leiser Wirbel auf grosser Trommel 0.20
60. Triangel 0.13
61. Beckenschlag (2 Becken) 0.15
62. Beckenwirbel 0.27
63. Röhrenglocke 0.48
64. Tam Tam 1.02
65. Beifall 0.40

66. Papa Bue: Dardanella (Bernard/Fisher/Block) 4.43
67. Ray Brown & Laurindo Almeida:  Malaguena (Lecuona) 4.45
68. T.N.T. : Trouble In Paradise (Hargesheimer) 3.53

CD1

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AlternativeFrontCovers

Alternative Frontcover

 

Ich bin mal wieder unterwegs ….

… und diesmal führt mich mein Weg – ein wenig überraschend –  nach Dubai …

Dubai1

Ich bin sehr gespannt, mit welchen Eindrücken ich dann wieder am kommenden Montag zurückreisen werde … Mir scheint, Dubai ist einerseits eine schillernde, andererseits auch zwiespältige Stadt …

Dass ich dort Artefakte deutschsprachiger Kultur entdecken werde, vermute ich mal eher nicht *ggg* … aber wer weiß … ich halte diesbezüglich ja immer meine Äuglein offen ..

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Ich wünsche allen Lesern diese blog alles gute für die kommenden Tage.

Deutsches Rundfunkarchiv – Rückkehr in die Fremde – Remigranten und Rundfunk in Deutschland (1945-1955) (2000)

FrontCover1Hier hören wir nun eine Produktion des Deutschen Historischen Museums Berlin, des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M. und Potsdam – Babelsberg, des Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, der Akademie der Künste, des Museums für Post und Kommunikation und des Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute (AsKI)
Diese CD erschien anläßlich einer Ausstellung, die ab März 2000 – beginnend in Berlin – an mehr als zehn Orten der Bundesrepublik Deutschland bis in das Jahr 2002 zu sehen war.

Die Ausstellung, im Auftrag des Arbeitskreises selbständiger Kulturinstitute e.V. Bonn federführend von der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv in Kooperation mit der Stiftung Archiv der Akademie der Künste in Berlin erarbeitet, befaßte sich mit Remigranten und Rundfunk in Deutschland von 1945 bis 1955. Sie geht den Fragen nach, unter welchen Bedingugen Remigranten, die während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur aus Deutschland hatten fliehen müssen, im Nachkriegsdeutschland, vor allem beim Rundfunk, haben Fuß fassen können und wie sie inhaltlich die Programme dieses Mediums (mit)geprägt haben.
In 17 Tonaufnahmen ist neben Persönlichem vor allem Politisches festgehalten – in Interviews mit Betroffenen, Kommentaren und Vorträgen, Hörspielen und Hörfolgen. (Verlagsankündigung)

Booklet04A

Ein Tondokument  … das einen einerseits gruseln lässt … insbesondere jener „Bericht aus dem Konzentrationslager Oranienburg“ vom 30.09.1933 …  wobei es wohl stimmt, das der SPD Politiker Alfred Faus damals im KZ Oranienburg nicht zu Tode geprügelt wurde:

1917 trat Faust der USPD bei. 1918, nach seiner Rückkehr nach Bremen, trat er für die Bremer Räterepublik ein. Im Dezember 1918 war er Delegierter beim 1. Reichsrätekongress in Berlin. Im Januar und Februar war Faust Mitglied des Rats der Volksbeauftragten in Bremen. Außerdem war er auch Mitglied des Bremer Vollzugsrates sowie Leiter des Kommissariats für Presse und Propaganda und Redakteur der beschlagnahmten Bremer Bürger-Zeitung.

Nach der Niederschlagung der Räterepublik wurde Faust Chefredakteur der Bremer Arbeiterzeitung. Im März 1919 wurde er in die verfassungsgebende Bremer Nationalversammlung gewählt. Von 1920 bis 1933 war Faust Mitglied der Bremer Bürgerschaft. Im Jahr 1922 wechselte er zusammen mit der Rumpf-USPD zur SPD über.

AlfredFaust

Alfred Faust

Beruflich war damit der Wechsel als Redakteur zu der von Wilhelm Kaisen geleiteten Bremer Volkszeitung verbunden. 1928 wurde er Chefredakteur der Zeitung.

Am 6. November 1932 wurde Faust in den Reichstag gewählt aber erst im März 1933 wurde seine Wahl bestätigt. Ende März 1933 verhalf Faust Rudolf Breitscheid zur Flucht in die Schweiz, kehrte aber selbst nach Bremen zurück. Bereits am 28. April 1933 wurde er von der SA der Nazis in Schutzhaft genommen und in die Konzentrationslager Mißler in Findorff und Ochtumsand sowie im Bremer Untersuchungsgefängnis gefangen gehalten. Besonders im KZ Mißler wurde Faust körperlich stark misshandelt.

Unmittelbar danach saß er bis 1934 in einem Gefängnis in Bremen ein. Nach seiner Entlassung wurde Faust aus Bremen ausgewiesen und siedelte nach Berlin über. Dort arbeitete er auf Vermittlung durch Ludwig Roselius bis 1944 im Angelsachsenverlag. Als dieser geschlossen wurde, floh Faust 1944 in seine Heimat Elsass und arbeitete dort bis 1949 als Redakteur in Mülhausen.

Faust kehrte im August 1949 nach Bremen zurück und leitete zunächst den Angelsachsenverlag. Er engagierte sich wieder in der SPD. Vom 11. Juli 1950 bis zu seinem Tod war er Leiter der Pressestelle des Bremer Senats. Nach seinem Tode fand für ihn ein Staatsakt im Bremer Rathaus statt. (Quelle wikipedia)
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Beeindruckend der „Abschied von Zürich “ von Wolfgang Langhoff, einem deutschen Schauspieler, dem ab 1933 folgendes passiert ist:

Am 28. Februar 1933 wurde Langhoff von der Gestapo verhaftet und zunächst im Düsseldorfer Polizeigefängnis inhaftiert, wo er schwerer Folter durch die SA ausgesetzt war. Wenige Tage später wurde er in das Düsseldorfer Zuchthaus Ulmer Höh verlegt. Im Juli 1933 wurde er ins Konzentrationslager Börgermoor im Emsland verbracht. Dort überarbeitete er im August 1933 einen Text von Johann Esser zum später weltberühmt gewordenen Moorsoldaten-Lied. Die Melodie komponierte der Mithäftling Rudi Goguel. Nach der Verlegung ins KZ Lichtenburg erfolgte 1934 die Entlassung Langhoffs im Rahmen der so genannten Osteramnestie. Insgesamt war Langhoff 13 Monate in Haft und Konzentrationslagern. Drei Monate später – im Juni desselben Jahres – floh er in die Schweiz, kurz vor Schließung der Grenze.

Wolfgang Langhoff

Wolfgang Langhoff

Am Schauspielhaus Zürich fand er Unterkunft und Arbeit als Regisseur und Schauspieler. 1935 wurde der autobiographische Bericht Die Moorsoldaten. 13 Monate Konzentrationslager veröffentlicht, der nach der Übersetzung durch Lilo Linke ins Englische weltweit Beachtung fand als eine der ersten Augenzeugenschilderungen der Brutalität in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Langhoff war Gründungsmitglied des Nationalkomitees Freies Deutschland in der Schweiz.

Nach seiner Rückkehr in die Sowjetische Besatzungszone war Langhoff für den Kulturbund Mitglied im 2. Deutschen Volksrat. (Quelle: wikipedia)

Nicht minder beeindruckend, der Kommentar zur Lage in Deutschland von Fritz Eberhard, mit dem vergeblichen Plädoyer gegen die Atombombe.

Und dann Ernst Reutter … der Humanist und Sozialdemokrat … und das Hörspiel von Walter Jens aus dem Jahr 1952 … beeindruckend ohne Ende.

Ein Tondokument … sofern man sich darauf einlassen will oder kann … einen nicht nur schaudern lässt, sondern auch ein wenig stolz macht … ob all dieser Menschen, dieser „deutschen“ Menschen … die sich dem Irrsinn, dem Wahnsinn des Nationalsozialismus widersetzt haben.

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Titel:
01. Bericht aus dem Konzentrationslager Oranienburg (30.09.1933)  4.23
02. Thomas Mann: Ansprache „Deutsche Hörer!“ (18.03.1941)  5.06
03  Tran und Helle: Über das Abhörverbot ausländischer Sender im Dritten Reich (1940) 2.26
04. Bruno Adler/Annemarie Hase: Frau Wernicke. Über das Abhören von „Feinsendern (11.03.1941) 3.02
05. Wolfgang Langhoff: Abschied von Zürich (12.10.1945) 2.36
06. Fritz Eberhard: Kommentar zur Lage in Deutschland (24.11.1945)  2.39.
07. Markus Wolf: Kommentar zum Ende des Nürnberger Prozesses (01.10.1946) 1.45
08  Hans Mayer:  im Gespräch mit Joachim-Felix Leonhard und Hans-Ulrich Wagner über die Remigration (20.05.1999) 7.12
09. Werner Milch: Vortrag über Victor Gollancz (03.11.1947) 3.21
10  Alfred Kantorowicz: Rede auf dem Ersten Deutschen Schriftstellerkongreß (05.10.1947) 4.05
11. Alfred Döblin: im Gespräch mit Herbert Bahlinger (08.08.1948  ) 2.08
12  Thomas Mann: Ansprache im Goethe-Jahr in der Paulskirche Frankfurt am Main (25.07.1949) 6.45
13  Friedrich Karl Kaul: Hörspiel „Funkhaus Masurenallee“ (16.10.1951) 5.14
14  Ernst Reuter: Ansprache „Wo uns der Schuh drückt“ (27.09.1953) 2.50
15. Walter Jens: Der  Besuch des Fremden (Hörspiel) (18.11.1952) 5.43
16. Erika Mann und Theodor W. Adorno: Im  Gespräch mit Adolf Frisé (29.01.1958)
17  Die Vergessenen: Hörfolge über das Leben deutscher Juden in Paris von Peter Adler (10.03. 1956) 4.27

CD1

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(Diesmal ohne Passwort)
BookletBackCover1

Klaus Hoffmann – Ciao Bella (1984)

FrontCover1Für mich ist der Klaus Hoffmann nicht nur ein durch und durch sympathischer Kerl … nein, er ist zudem auch noch einer der eindruckvollsten Charaktere, die die deutsche Singer/Songwriter Szene kennt.

„Schon 34 Jahre ist Klaus Hoffmanns -Ciao Bella- Album alt. Der Berliner war da schon acht Jahre im Musikgeschäft und hatte jedes Jahr ein Album veröffentlicht. Hatte der Barde sich am Anfang voll und ganz dem französischen Chanson verbunden, so fand er sich später als Rebell gegen alte Regeln und unsinnige Traditionen vor dem Mikrophon wieder. Danach war Hoffmann vor allem ein Liedermacher und musikalischer Berlin-Chronist. Letztendlich verkörperte er seine eigene Marke, die bis heute Qualität garantiert.

Das Album -Veränderungen- war 1982 der Bruch vom reinen Chansonier in Richtung Liedermacher. Nicht Fisch nicht Fleisch, aber unglaublich interessant.

Danach folgte -Ciao Bella-. Wesentlich ausgereifter, mehr auf Spur gebracht, mit einer klaren Richtung zur deutschen Sprache und einer Musik, die so niemand anders spielte. Begleitet von einer Band, die Musiker mit hoher Klasse ihr eigen nennen konnte. Damit war ein brillantes Übergangsalbum geglückt, auf das Klaus Hoffmann heute als wichtigen Baustein seiner Karriere zurückschauen kann.

KlausHoffmann

Mit dem Opener -Toter Mann- zeigt Hoffmann wo es musikalisch auf diesem Album hingehen soll. -Vielleicht wirst Du nicht fliegen- ist wie eine vertonte Anleitung für ein freies, unbestimmtes Leben. -Ciao Bella- ist auch heute noch eine Hymne auf alles was Mütter ausmacht. Im Guten, wie im Schlechten. -Ich war ein guter Untertan- ist ein Song, der auch auf den ersten Hoffmann-Alben einen Platz gefunden hätte. Es sind Lieder wie -Kann nicht verzeihen-, die Hoffmanns Stärke im Umgang mit Text und Noten zeigen. Die Lieder -Ich hab Dich so gern- und -Tschüß- verkörpern den Charakter des Albums. Fast ein bisschen jazzig, frisch und unverbraucht.

Klaus Hoffmann singt noch immer. Anders, aber nicht schlechter. Seine Karriere hat ihn nicht auf den Olymp der Bekanntheit geführt; das musste sie auch nicht. Es gibt nur wenige Sänger, die eine derart treue Fangemeinde wie Hoffmann haben. Zuhörer, die seit Jahrzehnten das Schaffen des Berliner Sängers verfolgen.“ Thomas Knackstedt )
Ergänzen möchte ich noch, dass wir hier auch wirklich hochkarätige Musik hören (nicht immer üblich, bei guten Texten dieser Art) und auf das bärenstarke Saxophon will ich dann noch ganz eigens hinwiesen !
Und dann noch: ziemlich dramatisch sein „Allei“ … ach da könnte man ja noch viel eigene Gedanken bei steuern ….
Inlay01
Besetzung:
Martin Cyrus (guitar, vocals)
Klaus Hoffmann (vocals, guitar bei 03.)
Tom Holm Jr. (drums, percussion)
David Kreitner (saxophone)
Matthias Raue (keyboards, vocals)
Stefan Warmuth (bass)
BackCover

Titel:

01. Toter Mann 4.52
02. Freches Kind 3.17
03. Vielleicht wirst du nicht fliegen 3.48
04. Ciao Bella 3.39
05. Allein 5.03
06. Ich war ein guter Untertan 4.05
07. Hinter Türen 6.24
08. Kann nicht verzeihen 3.28
09. Ich habe dich so gern 2.40
10. Tschüß 3.38

LabelB

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MC

Da ist die Tür aus braunem Holz,
Berliner Altbau,
und in dem Flur, gleich links,
die Tür zu Eurem Bett,
vor dieser klebte ich oft nachts
mit meinem Kissen,
verheult und voller Angst von Träumen aufgeschreckt.

Da ist die Tür aus braunem Holz,
Berliner Altbau,
und in dem Flur, gleich links,
die Tür zu Eurem Bett,
vor dieser klebte ich oft nachts
mit meinem Kissen,
verheult und voller Angst von Träumen aufgeschreckt.

Da ist die Tür, da roch es alt
nach Oma Müller.
Diese Frau war mehr ein strenger General,
sie war nicht gütig
und erst recht nicht wie im Märchen,
nur wenn sie da war,
war mir das meistens egal.

Da ist die Tür nach vorn raus,
das helle Zimmer,
es war Kulisse Eurer vielen Streitereien.
Ich hörte Ängste, immer wieder laute Fragen,
lädt er sie, oder läßt sie ihn bald allein.
Da gab es Partys,
Weihnachten und auch Geburtstag,
und wenn ihr aus wart,
machte ich mir dort mein Bett,
und ich wartete und zählte die Minuten
und Schatten warf
das Fenster auf das Parkett.

Hinter jeden dieser Türen
lernte ich verlieren,
habe ich verlieren gelernt.

Da ist die Tür zur Badestube, die Toilette,
da hab ich weniger gesessen als geheult,
denn da wurden mir die mütterlichen Sorgen
mit dem Rohrstock auf
den blassen Arsch gebleut.
Das hieß Bestrafung für umgangene Gesetze,
war ein Schlag-auf-Schlag-Erziehungsritual,
und ich hörte noch nach 25 Jahren,
das wäre für gesunde Kinder ganz normal.

Da ist die Küchentür, dahinter war der Sonntag,
denn ich war ein liebes, braves Sonntagskind,
ich aß am Sonnabend das Hühnchen erst als Suppe
und am Sonntag wußte ich, was Hühner sind.
Da ist die Kammer voll mit Kohlen
für den Winter
und eine Tür zum Träumen
für den kleinen Klaus.
Hinter dieser wartete auf mich der Sommer,
sie war verschlossen,
doch führte sie wohl hinaus.

Mireille Mathieu – La Paloma ade + Mein letzter Tanz (1973)

FrontCover1Nicht wegzudenken aus der westdeutschen Schlagerszene der 60er und 70er Jahre …

Mireille Mathieu (* 22. Juli 1946 in Avignon) ist eine französische Sängerin. In Frankreich wird sie auch La Demoiselle d’Avignon genannt, in Deutschland ist sie als „Spatz von Avignon“ bekannt. Mathieu hat rund 190 Millionen Tonträger verkauft

Mireille Mathieu wurde 1946 in ärmlichen Verhältnissen in Avignon geboren. Die Eltern Roger Mathieu (1920–1985), ein Friedhofs-Steinmetz und Marcelle-Sophie Poirier (1921–2016) bekamen 13 weitere Kinder; Frankreichs ehemaliger Staatspräsident Charles de Gaulle übernahm im Mai 1967 die Patenschaft des jüngsten.[8] Ihren ersten Gesangsauftritt hatte sie im Alter von vier Jahren in einer Mitternachtsmesse. Sie verließ die Schule ohne Abschluss, da sie ab 1960 als Hilfsarbeiterin in einer Konservenfabrik für das Auskommen der Familie mitarbeiten musste.

Im Juni 1964 gewann sie in Avignon mit Édith Piafs La vie en rose den Gesangswettbewerb „On chante dans mon quartier“ („Wir singen in meiner Nachbarschaft“). Aufgrund dieses Sieges erhielt sie eine Einladung nach Paris zum Vorsingen für die Fernsehshow Télé-Dimanche. Im November 1965 kam sie erneut nach Mathieu01Paris zu Proben für „Palmarès des Chansons“ im Olympia; sie nahm jedoch am Wettbewerb nicht teil, sondern zog erneut Télé-Dimanche vor. Dort startete sie am 21. November 1965 beim Gesangswettbewerb „Le Jeu de la Chance“ („Hasardspiel“), sang bei ihrem Fernsehdebüt das Piaf-Lied Jézebel und gewann zusammen mit Georgette Lemaire. Diese zog sich am 28. November 1965 zugunsten von Mathieu zurück, so dass für Mathieu der Weg für die Bühne frei war. Ende Dezember 1965 trat sie im Olympia-Theater im Vorprogramm von Sacha Distel („Sacha Show“) und Dionne Warwick auf. Johnny Stark – der schon Yves Montand, Françoise Hardy, Johnny Hallyday und Sylvie Vartan gefördert hatte – war bei der Show anwesend und wurde ihr Manager.

Auch Musikproduzent Eddie Barclay befand sich unter den Zuschauern und bot ihr einen Plattenvertrag bei seinem Label Barclay Records an. Noch im Dezember 1965 entstand eine Live-LP von ihrem Auftritt. Im Juni 1967 erreichte die Platte Rang 14 der deutschen LP-Charts. Gleichzeitig spielte Mathieu 1966 für das Barclay-Label einige Singles ein; die erste war Mon Crédo im März 1966, es folgte C’est ton nom. Mon crédo entwickelte sich zu einem großen Erfolg, der sich in 1,7 Millionen verkauften Exemplaren und ihrem ersten Nummer-eins-Hit in der französischen Hitparade zeigte. Bereits im Mai 1966 wurden hiervon alleine in Frankreich 500.000 Exemplare verkauft.

Einen weiteren Nummer-eins-Hit hatte sie im November 1966 mit Paris en colère aus dem Kinofilm Brennt Paris?. Als sie im Oktober 1967 die französische Version von The Last Waltz (La dernière valse; Text: Hubert Ithier) herausbrachte, konnte Barclay Records hiervon bis Dezember 1967 über 200.000 Exemplare in Frankreich verkaufen. Am 6. März 1966 trat sie in den Vereinigten Staaten in der Ed-Sullivan-Show vor 50 Millionen Zuschauern auf; im selben Jahr gastierte sie im Ost-Berliner Friedrichstadt-Palast erstmals in Deutschland. Anfang Mai 1967 war sie zum ersten Mal in Deutschland auf Tournee; danach tourte sie 26 Tage durch die Sowjetunion. Bereits zu jener Zeit wurde sie von den Medien als „neue Piaf“ gefeiert. Im Mai 1967 stimmten Billboard zufolge 39 % der Befragten in Frankreich für Mireille Mathieu als beliebteste französische Sängerin. Die Jugendzeitschrift Bravo berichtete im selben Monat über die Tournee. Ihre erste Platte in Deutschland war im Juli 1967 die LP Mireille Mathieu I mit Chansons.

Mathieu02

Ungewöhnlich für die Mathieu: mal freizügig

Akropolis Adieu aus dem September 1971 war ihr erster Millionenseller. Ihr größter kommerzieller Erfolg war La Paloma Ade aus dem Oktober 1973 mit über einer Million verkaufter Singles, der Titel erreichte in Deutschland Platz 1 und war für 27 Wochen in den Charts. Zwei Chöre wurden hierfür im Overdubbing aufgenommen, der Refrain-Beginn war auftaktartig unterbrochen. (Quelle: wikipedia)
Und hier dieser Schmachtfetzen … ein Schmachtfetzen wie er im Buche steht … mit neuem Text:

Wenn rot wie Rubin die Sonne im Meer versinkt
ein Lied aus vergangener Zeit in den Herzen klingt.
Das Lied es erzählt von einem der ging an Bord
und da sagte er zur Liebsten ein Abschiedswort:
Weine nicht
wenn ich einmal nicht wiederkehr!
Such einen andern dir
nimm es nicht zu schwer!
Und eine weiße Taube fliegt dann zu dir
bringt einen letzten Gruß übers Meer von mir.

La Paloma ade!
Wie die wogende See so ist das Leben ein Kommen und Gehn
und wer kann es je verstehn?

Sie sah jeden Morgen fragend hinaus zum Kai –
sein Boot „La Paloma“ es war nie mehr dabei.
Denn eine weiße Taube zog übers Meer!
Da wußte sie es gibt keine Wiederkehr!

Nun gut … die Geschichte des Liedes (das ja eigentlich aus Spanien stammt und vermutlich 1863 erstmalig aufgeführt wurde – von wegen deutsches Volkslied !) und seine weltweite Verbreitung ist schon interessant … vielleicht berichte ich davon mal später.

Die B-Seite ist dann ein gefälliger Walzer, kann man, muss man aber nicht hören oder kennen.

Aber was die Mireille Mathieu betrifft: Die hat schon eine beispiellose Karriere hingelegt … bedenkt man, wie bescheiden ihr Leben begann ! Respekt !

LaPaloma

Besetzung:
Mireille Mathieu (vocals)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker
BackCover1
Titel:
01. La Paloma ade (Yradler/Bruhn/Buschor) 3.47
02. Mein letzter Tanz (Bruhn/Buschor) 3.51
LabelB1

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Wanderer – Forbidden Love + 2 (1995)

FrontCover1Gott sei´s getrommelt und gepfiffen … dass ich kein TV-Serien-Junkie bin … Das würde mir ja gerade noch fehlen …

Aber halt: Da gibt es eine Ausnahme und die heißt dann auch noch ausgerechnet „Verbotene Liebe“:

Verbotene Liebe ist eine deutsche Seifenoper, die vom 2. Januar 1995 bis zum 26. Juni 2015 im Vorabendprogramm des Ersten ausgestrahlt wurde.

Die Handlung der Serie ist zu Anfang an die australische Soap „Sons and Daughters“ angelehnt, die in Deutschland nicht ausgestrahlt wurde. Im Gegensatz zu Soaps wie Lindenstraße, Marienhof, Unter uns oder Gute Zeiten, schlechte Zeiten war der maßgebliche Teil der Handlung von Verbotene Liebe in der High Society angesiedelt, während Probleme des sogenannten Durchschnittsbürgers eher marginal behandelt wurden. Die Intrigen in den Adelsfamilien, wie man sie anhand derer von Anstetten, von Beyenbach oder von Lahnstein schilderte, erinnern eher an US-amerikanische Soaps wie Dallas oder Der Denver-Clan und setzten sich damit von besagten anderen deutschen Soaps ab, die weitaus mehr Identifikationspotenzial für den Zuschauer bieten. Verbotene Liebe spielte zudem bewusst auch mit den sozialen Unterschieden zwischen der gehobenen Gesellschaft Düsseldorfs und der Mittelschicht, wie sie beispielsweise von der Familie Brandner verkörpert wurde.

Niehaus01

Die damalige Stars der Vorabend-Serie: Valerie Niehaus und Andreas Bruckner

In der Serie wurden immer wiederkehrende, sich sehr ähnelnde Handlungsstränge und Rollen durchgespielt. Die Rotationsabstände waren auf etwa ein, zwei Jahre angelegt, bis eine alte Story mit neuen Darstellern neu abgedreht und gesendet wurde. Dabei gab der Titel „Verbotene Liebe“ die Vorgabe für die Rahmenhandlung. Entweder war der oder die Auserwählte vergeben, ein unwissender Verwandter, anderer sexueller Orientierung oder einer anderen sozialen Schicht zugehörig usw. Waren diese Probleme geklärt, drohten Beziehungskrisen durch vermuteten Betrug, durch möglicherweise lebensbedrohliche Unfälle, fehlende Liebesbeweise insbesondere bei pubertären Rollen oder durch Schwangerschaften, die früher in der Regel wegen des vorsätzlichen oder ungewollten Verlustes des Embryos nicht ausgetragen wurden. Dies änderte sich jedoch stark ab 2006, als insgesamt drei Neugeborene beziehungsweise Kleinkinder in die Serie eingeführt wurden. Daneben war auch der plötzliche Wunsch einer Rolle nach einem Wohnortswechsel ein sehr populäres Handlungsmodul, um eine Beziehung in Frage zu stellen. Schließlich wurde dieses Motiv von Drehbuchschreibern mehrmals genutzt, um eine Figur, deren Darsteller aussteigen will, aus der Serie hinauszuschreiben.

Wiederkehrende Muster durchliefen neue Darsteller auch bei ihrer Einführung. Häufig tauchte ein Bruder, eine Schwester, ein Vater oder eine Mutter auf, von der vorher nie gesprochen wurde, oder es wurde ein bisher unbekannter Verwandter gesucht. (Quelle: wikipedia)

Also, der übliche Kram halt …

Hier die erste Folge … via YouTube:

Der Beginn dieser Serie (Januar 1995) fällt just in jene Phase meines Lebens, in der ich – wegen einer „verbotenen Liebe“, das Ende meiner 1. Ehe einläuten musste … Der Preis dafür war u.a., dass ich meine geliebten Töchter nicht mehr täglich sehen konnte.

Und diesen Töchtern fällt nichts besseres ein …. als – entsprechend ihrem damaligen Alter – diese Vorabendserie zu ihrer Lieblingssendung zu erkoren … Folge.: Wenn man dann bei Papa war (und das war damals sehr häufig) … war die Sendung ein Pflichttermin, an dem ich teilzunehmen hatte.

Und um meinen Töchter dann ne Freude zu machen (ich war damals ja heftig ob meiner Schuldgefühle gebeutelt), kaufte ich damals dann diese Maxi-CD mit dem Titelsong in drei unterschiedlichen Fassungen.

Harald Steinhauer

Harald Steinhauer

Und, was soll ich schreiben: Der Titelsong dieser Serie ist ein wahrer Ohrenwurm … für den Harald Steinhauer verantwortlich war. Harald Steinhauer ist ein ausgefuchste Profi im Musikgeschäft gewesen … er hat u.a. Musiker und Bands wie die Spider Murphy Gang, Heino, Monika Martin, die Kastelruther Spatzen, Juliane Werding, die Cagey Strings und Nino de Angelo. künstlerisch betreut.

Wie gesagt, ein Song mit Suchtcharakter (ein perfekter Sound, ein schmeichelnder Sänger und auch ein knackiges Gitarrensolo sind zu hören). Eine Rockballade die sich gewaschen hat.

Und für mich ist es weitaus mehr als nur eine geniale Rockballade (man kann es auch „billige Auftragsarbeit“ nennen) … Verbotene Liebe … und jetzt wird´ ich wohl ein wenig arg persönlich … ist wohl auch ein zentrales Thema meines Lebens gewesen. So gesehen ist dieser Song wohl auch einer der Soundtracks meines Lebens … ob mir das nun gefällt oder nicht.
Verbotene Liebe/ Historie
Schauspieler Daniel Brühl („Inglourious Basterds“, r.) taucht in einer seiner ersten Rollen als Straßenjunge Benji in der Soap auf.

Besetzung:
Ein Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1

Titel:
01. Forbidden Love (short Version) 3.34
02. Forbidden Love (TV Version) 3.46
03. Endless Love Theme (Instrumental) 3.44

Musik: Harald Steinhauer + Johan Daansen
Text: Helmut Frey + Curtis Briggs

CD1

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Dreams come at night, that you holding me tight
but you won’t be there when I’m crying, can’t hide my love cause I’m not strong enough
how can I go on without lying? babe,

Forbidden Love goes straight to your heart
and I can’t stand the pain when I call out your name
Forbidden Love goes straight to your heart and your soul loosing control, oho,

I couldn’t believe that I try to deseave a friend who will trust me forever
I’m just a man, I will do what I can, I tell you the truth now or never, babe

I’m trying to hide all these feelings inside
how can I go on when you leave me, ohoho.

 

Und hier ne Art Parodie auf das Lied … hat was:

 

Herman van Veen – Die seltsamen Abenteuer des Herman van Veen (Folge 2) (1977)

FrontCover1Vermutlich werden nur die „hard core“ Fans von Hermann van Veen dieses Album kennen.

Die seltsamen Abenteuer des Herman van Veen (De wonderlijke avonturen van Herman van Veen) ist eine Kinder- und Jugendfernsehserie aus dem Jahr 1977 und wurde im ARD-Programm ausgestrahlt. Der Sänger, Liedermacher und Entertainer Herman van Veen erlebt äußerst merkwürdige Abenteuer. Er lebt mit seiner Frau Marlous und 8 anderen Künstlern und Musikern in einer Windmühle. Sie steht inmitten von Hochhäusern. Die Bilder im Hauptraum der Mühle sind Ausgangspunkt der Geschichten. Van Veen kann sie lebendig machen, weshalb immer wieder Besucher oder er selbst in den Bildern verschwinden.

Drehort der Serie war München. Die Serie wurde in deutscher Sprache aufgenommen und später in Niederländisch nachsynchronisiert. (Quelle: wikipedia)

Oder aber auch:

6 tlg. halbstündige Serie für Kinder, in der der holländische Entertainer Herman van Veen merkwürdige Abenteuer erlebt. Ausgangspunkt für die meisten sind die Bilder in der alten Windmühle, in der Herman lebt. Van Veen kann diese Bilder lebendig machen, weshalb immer wieder Besucher oder er selbst in den Bildern verschwinden oder Gegenstände einfach aus dem Bild herausnehmen. Die Mühle kann außerdem fliegen. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

v.Veen01

Nun, in den 70er Jahren hatte ich wahrlich besseres zu tun, als Kinderserien im Fernsehen anzuschauen … von daher ist dieses Jahrzehnt hinsichtlich der medialen Berieslung der Kleinen mehr oder weniger komplett an mir vorbeigeruscht …

Umso gespannter war ich dann … als ich diese LP auflegte … eine LP aus jenen Jahren, als „Kinderläden“, gewaltfreier Erziehung und Summerhill die Runde machten.

Und wir hören kleine, zutiefst sympathische musikalische, gefällige Miniaturen (die kürzeste Nummer dauert gerade mal 16 Sekunden !) und gelegentlich taucht dann auch der sanfte Poet Herman van Veen auf … wie z.B. bei „Nicht zu kaufen“ (ne textliche Variante von Udo Jürgens´“Weas wirkluch zählt auf dieser Welt“).

Es gab da mal so einen Spruch, der da lautete „Phantasie an die Macht“ … und genau davon handelt dieses Album !

v.Veen02

Herman van Veen, 1977

Besetzung:
Martijn Alsters (flute)
Hans Koppes (tuba, euphonium)
Harry Sacksioni (guitar)
Ger Smit (trimbone, euphonium)
Herman van Veen (vocals, violine)
Erik van der Wurff (Keyboards)
+
Eva – Cindy – Wilma – Erika – Roman – Remco – Mia – TheaBackCover1

Titel:
01. Pingpong-Song (v.Veen)  1.37
02. Duell (v.d.Wurff) 2.00
03. Das woll’n wir doch mal seh’n! (v.Veen/v.d.Wurff/Woitkewitsch) 1.25
04. Denen zeigen wir’s (v.Veen/v.d.Wurff/Chrispijn) 3.45
05. Mathe-Lied (v.d.Wurff) 1.31
06. Ganz einfach (v.Veen/v.d.Wurff) 1.01
07. Rechnen-Walzer (v.d.Wurff) 3.32
08. Pssst, Pssst! (v.d.Wurff) 2.16
09. Unter Wasser (v.Veen/v.d.Wurff/Woitkewitsch) 3.02
10. Das Lied von der Eile (v.Veen/v.d.Wurff) 1.06
11. Das Lied vom Einkaufszettel (v.Veen/v.d.Wurff/Woitkewitsch) 0.43
12. Nicht zu kaufen (v.Veen/v.d.Wurff/Woitkewitsch) 3.08
13. Siehst du? (v.d.Wurff) 1.12
14. Schnüffeln (v.d.Wurff) 0.16
15. Rakete (v.d.Wurff) 1.36
16. Wir kommen auf dich zu geflogen (v.Veen/v.d.Wurff/Woitkewitsch) 2.35
17. Türen (v.d.Wurff) 1.31

LabelB1

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