Frankfurter Madrigalensemble + Hessisches Kammerorchester – Georg Philipp Telemann – Lukas Passion 1744 (1973/2001)

FrontCover1Tja, nun beginnen für die überzeugte Christenheit drei ganz wichtige Tage, die dann an Ostern endet, dem Tag, wo die Auferstehung Christie gefeiert wird und damit der zentrale Tag christlichen Denkens.

Und auch wenn ich nicht (mehr) zu dieser überzeugten Christenheit gehöre, so wird dieser blog schon auch vor diesem jahreszeitlich bedingten Thema geprägt sein.

Und natürlich haben sich die abendländischen Künstler aller Zeiten geradezu überschlagen,, um diesem Ereignis ihren künstlerischen Stempel zu geben.

So auch Georg Philipp Telemann (* 14. März/ 24. März 1681 in Magdeburg; † 25. Juni 1767 in Hamburg):

Es waren die Texte und Inhalte des Lukas-Evangeliums, die den Komponisten Georg Philipp Telemann vor 270 Jahren zu seiner Lukas-Passion von 1744 inspirierten. Telemann vertonte die Botschaft des Evangeliums mit ausdrucksstarker Musik und stellte sie in einer Grundstimmung voll erhabener, lichter Schönheit dar. (Quelle: hna.de)

Hier nun eine Fassung des Frankfurter Madrigalensemble (heute: Frankfurter Konzertchor e.V.), die zusammen mit dem Hessisches Kammerorchester bereits im Jahre 1973 entstanden ist.
Ausdrucksstarke und spannungsgeladene deutsche Passion und eine tolle und auch preiswerte Alternative zu den bekannten Bach-Werken. Von den zwanzig überlieferten Telemann-Passionen ist keine wie die andere, was diesen Komponisten immer wieder hörenswert macht.

Anders als sonst üblich wird dieses Werk bestimmt von dem stetigen Wechsel zwischen Rezitativ und Chor; auf Arien wird weitgehend verzichtet, was das Hören kurzweilig macht. Die Arien sind spannungsgeladen, fast weltlich.Vorliegende Einspielung des Hessischer Kammerorchesters ist musikalisch von guter Qualität und stimmlich gut besetzt, wenngleich mir etwas zu dumpf und „deutsch“. (Thomas Franken)

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Oder aber auch:
„Die Aufnahme ist erstaunlich präsent und überzeugt durch ihre musikalische Darstellung.“ – Kirchenzeitung Bistum Aachen 1.11.09

Nun, ich erinnere mich noch zu gut daran, wie ich als vom Elternhaus angehalten wurde, Ministrant zu werden und wie ich dann mit viel Inbrunst und roten Backen all die katholische Liturgie dieser Tage mitgestaltete … und natürlich hate ich da viele warme Erinnerungen, die mich allerdings später nicht davon abhielten, insbesondere zur katholischen Kirche ein mittlerweile völlig distanziertes Verhältnis zu entwickeln.

Aber der Telemann, der hatte schon ein feines Händchen, wenngleich mir seine Instrumentalwerke („Tafelmusik“) dann doch deutlich lieber sind.

SiegfriedHeinrich

Siegfried Heinrich

Besetzung:
Theo Altmeyer (Evangelist – Tenor)
Gerd Beusker (Pilatus, Petrus, Hauptmann – Tenor)
Gehard Faulstich (Jesus – Bariton)
Adalbert Kraus (Arien – Tenor)
Uta Spreckelsen (Arien – Sopran)
+
Frankfurter Madrigalensemble  und das Hessische Kammerorchester unter der Leitung von Siegfried Heinrich

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Titel:

CD 1:
01. Choral – Wann meine Sünd mich kränken 1.23
02. Rezitativ 3.51
03. Choral – Wer fleißig betet 0.51
04. Rezitativ 0.53
05. Aria – Die freundlichsten Küsse 7.00
06. Rezitativ 0.12
07. Chor – Herr, sollen wir mit dem Schwert 0-21
08. Rezitativ 2.06
09. Arie – Wie sich ein winz’ges Lüftchen regt 5.06
10. Rezitativ 3.44
11. Arie – Du, o ewiges Erbarmen 5.55
12. Rezitativ 0.19
13. Chor – Weissage uns 0.20
14. Rezitativ 0.36
15. Chor – Bist du Christus 0.19
16. Rezitativ 1.20
17. Chor – Bist du denn Gottes Sohn? 0.26
18. Rezitativ 0.14
19. Arie – Ihr werdet mich sehen 5.39
20. Rezitativ 0.04
21. Chor – Was dürfen wir weiter Zeugnis 0.36
22. Rezitativ 0.18
23. Chor – Diesen finden wir 1.25
24. Rezitativ 0.43
25. Chor – Er hat das Volk erregt 0.52
26. Rezitativ 2.19

CD 2:
27. Arie – Schönste Freundin edler Seelen 7.33
28. Rezitativ 1.59
29. Chor – Hinweg mit diesem 0.21
30: Rezitativ (0:38)
31: Chor – Kreuzige ihn (0:19)
32: Rezitativ (1:44)
33: Arie – Deiner Feinde bösem Willen (5:32)
34: Rezitativ (1:11)
35: Chor – Ach klage, wer nur klagen kann (3:47)
36: Rezitativ (4:26)
37: Chor – Er hat andern geholfen (0:36)
38: Rezitativ (0:16)
39: Chro – Bist du der Juden König (0:56)
40: Rezitativ (2:57)
41: Arie – Holdselige Worte, süßes Versprechen (6:01)
42: Rezitativ (1:45)
43: Arie – Ich befehl‘ an meinem Ende (7:12)
44: Rezitativ (1:22)
45. Choral – So fahr ich hin zu Jesus Christ 1.20

Musik: Georg Philipp Telemann

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Verschiedene Interpreten – Lieder sind die besten Freunde – Die schönsten Melodien von Ralph Siegel (1983)

FrontCover1Tja, der Ralph Siegel:

Ralph Siegel (* 30. September 1945 in München) ist ein deutscher Musiker, Schlagerkomponist und Musikproduzent.

Ralph Siegel ist eine der prägenden Figuren des Eurovision Song Contest („Grand Prix“) und nahm bisher mit 25 Kompositionen am internationalen Musikwettbewerb teil. Er ist mit über 2000 Titeln bei der GEMA registriert. Er ist Inhaber der Plattenfirma Jupiter Records und der Siegel-Musikverlage.

Ralph Siegel kam als Sohn des Schlagerkomponisten Ralph Maria Siegel und der Operetten-Sängerin Ingeborg Döderlein auf die Welt. Sein Großvater Rudolf Siegel war als Opernkomponist, Dirigent und Generalmusikdirektor in Krefeld tätig.

Schon in frühester Kindheit lernte Siegel verschiedene Instrumente zu spielen, darunter Schlagzeug, Gitarre, Akkordeon und Klavier. Nachdem er in Harmonie- und Kompositionslehre unterrichtet wurde, schrieb er im Alter von zwölf Jahren seine ersten Musiktitel unter dem Pseudonym Peter Elversen.

Ralph Siegel

Ralph Siegel als Knirps

Mit 19 Jahren schrieb er den von Don Gibson gesungenen Hit It’s a Long Long Way to Georgia, der in den amerikanischen Country-Charts bis auf Platz 8 kletterte. Ralph Siegel machte sich ab 1966 einen Namen in der deutschen Schlager-Szene, indem er Titel für bekannte Sänger wie Mary Roos, Heino, Angela Wiedl, Rex Gildo, Michael Holm, Chris Roberts, Costa Cordalis, Mireille Mathieu, Udo Jürgens, Peter Alexander, Roy Black und Marianne Rosenberg schrieb.

1974 gründete er seine eigene Plattenfirma Jupiter-Records. Im selben Jahr nahm Ralph Siegel zum ersten Mal am Finale des Eurovision Song Contest teil. Ireen Sheer sang seinen Titel Bye Bye I Love You und belegte für Luxemburg den vierten Platz. Es folgten weitere Teilnahmen an dem internationalen Musikwettbewerb – bis heute nahm er mit 23 Kompositionen teil.

Besonders erfolgreich war er im Jahr 1975, als er zusammen mit Udo Jürgens die Hits Der Teufel hat den Schnaps gemacht, Geschieden, Ein ehrenwertes Haus und Griechischer Wein produzierte.

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Erfolgreich war Ralph Siegel in den 1970er-Jahren als Produzent der Gruppe Dschinghis Khan, die unter anderem an einem Eurovision Song Contest teilnahm und dabei den vierten Platz erreichte. Es folgten mehrere vordere Platzierungen in den deutschen Musikcharts.

Seinen größten Erfolg feierte Ralph Siegel beim Eurovision Song Contest 1982 in Harrogate, als die Sängerin Nicole mit dem von Siegel komponierten Lied Ein bißchen Frieden den Grand Prix gewinnen konnte. Damit war Siegel nach Klaus Munro, der 1972 mit dem Lied Après toi für Luxemburg siegte, der zweite deutsche Komponist, der bei dem Wettbewerb einen ersten Platz belegen konnte. Zudem erreichte er 1980 (Theater, gesungen von Katja Ebstein), 1981 (Johnny Blue, gesungen von Lena Valaitis) und 1987 (Laß die Sonne in dein Herz, gesungen von Wind) einen zweiten Platz, sowie 1994 (Wir geben ’ne Party, gesungen von Mekado) und 1999 (Reise nach Jerusalem, gesungen von Sürpriz) einen dritten Rang.

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Mit Katja Ebstein & Co. …

Bei seinen letzten Grand-Prix-Teilnahmen für Deutschland im Jahr 2002 mit I Can’t Live Without Music (Corinna May) (Platz 21 von 24) und 2003 mit Let’s Get Happy (Lou) (Platz 11 von 26) war Ralph Siegel weniger erfolgreich. Seitdem schreibt Ralph Siegel auch Titel für Künstler aus anderen Ländern. Im Jahr 2004 nahm er mit It’s a Wonderful Life, gesungen von den Schwestern Ali & Lis, an der maltesischen Vorentscheidung teil, nach einer Niederlage produzierte er aber stattdessen den Beitrag On Again … Off Again, interpretiert vom Duo Julie & Ludwig. 2005 war Siegel mit sechs Liedern beim Malta Song for Europe vertreten, von denen fünf die Top 10 erreichten. Auch in Bosnien und Herzegowina versuchte er sein Glück mit dem von der Sängerin Tinka gesungenen Titel Sometimes I Wish I Were a Child Again.

Bei der deutschen Vorentscheidung im Jahr 2005 wollte Siegel unter dem Pseudonym Mario Mathias auftreten, um ein wertfreies Urteil auf sein Lied zu ermöglichen. Jedoch wurde bereits vor der Sendung bekannt, dass das Lied, das von Nicole Süßmilch und Marco Matias interpretierte A Miracle of Love, von Siegel stammt. Er erreichte den zweiten Platz.

Ralph Siegel

Mit „Dschinghis Khan“

1987 gewann er unter dem Pseudonym „Peter Elversen“ die deutsche Vorentscheidung, ein Pseudonym, das er seit Jugendtagen nutzt. Weitere bekannte Pseudonyme sind Werner Zylka, Peter Match und Serge Bonheur.

2006 komponierte er das von Christian Berg geschriebene Musical Lachen! – Die Zeit der Clowns, das am 12. Juli in Cuxhaven uraufgeführt wurde.

2010 machte Ralph Siegel eine Prostata-Krebserkrankung öffentlich, nachdem er seit 2007 daran erkrankt war.[1] In dieser Zeit entzog sich Ralph Siegel den Medien sehr, trat aber 2010 pünktlich zu seinem 50-jährigen Komponistenjubiläum[2] unter anderem auch mit seinem neuen Künstler Marcus Kuno wieder öffentlich in Erscheinung[3] und produzierte für ihn im hauseigenen Tonstudio den Titel Flieg mit mir zum siebten Himmel[4] mit seinem Texter-Freund Bernd Meinunger.

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Mit Lena Valaitis

Die meisten seiner Titel schrieb Ralph Siegel mit dem Texter Bernd Meinunger. Unter dem Pseudonym John O’Flynn schrieb dieser auch erfolgreich englischsprachige Texte, unter anderem für die estnische Gruppe Vanilla Ninja, aber auch für Chris Norman, die Bellamy Brothers oder das Projekt E-Rotic.

Im Mai 2014 trat er erstmals nach 1982 wieder auf einer Eurovision-Song-Contest-Bühne auf und begleitete seine Protagonistin Valentina Monetta am Klavier.[5] Für den Eurovision Song Contest 2015 schrieb und komponierte er den Song für San Marino. Bei dem Wettbewerb „Die Stimme von Morgen“ suchte Siegel 2015 neue Künstler und entdeckte dabei Julia Kollat (Schlaflos wegen dir), die Siegerin, sowie den zweitplatzierten Maurice Zappe (Willkommen im Kopf).[6] Beim deutschen Vorentscheid Unser Lied für Stockholm für den Eurovision Song Contest 2016 trat Laura Pinski mit Siegels Komposition Under the Sun We Are One an und wurde Vierte.

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Mit Nicole und dem Texter Bernd Meinunger

In erster Ehe war Ralph Siegel 1975 mit der Slowakin Dunja Siegel verheiratet, woraus die zwei Töchter Giulia Siegel (* 1974) und Marcella Siegel (* 1976) entstammen. Die Ehe wurde 1989 geschieden.

1992 erfolgte mit Dagmar Kögel, geb. Weber die zweite Hochzeit. Aus dieser Ehe entstammt seine dritte Tochter Alana Siegel (* 1996). Das Paar trennte sich 2002.

Seine dritte Ehe mit der Sopranistin Kriemhild Siegel, geb. Jahn, dauerte von 2006 bis zur offiziellen Trennung im August 2014. Die gerichtliche Scheidung erfolgte dann im Jahr 2016.

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Ralph Siegel nach einem Gespräch mit seinem Vermögensverwalter …

Auf dem Münchner Oktoberfest lernte er 2015 die Schweizer Musikmanagerin Laura Käfer kennen. Die 4. Hochzeit erfolgte im September 2018. Nach 3-jähriger Beziehung heirateten sie in der Kirche Grünwald bei München. In die Ehe bringt Laura Siegel Stieftochter Ruby Siegel (* 2000) geb. Käfer.

Wegen der stetigen Teilnahme der von Ralph Siegel geschriebenen Songs am Eurovision Song Contest wurde auch Kritik an ihm laut. Bemängelt wurde, dass die Musik von Siegel eine Bevorzugung erfahre, die zu einer Verarmung und Verflachung des Wettbewerbs führe. Seit dem Gewinn eines parodistischen Titels von Guildo Horn im deutschen Vorentscheid des Jahres 1998 scheint diese Kritik jedoch entkräftet zu sein.

Michael Hanfeld, Medienjournalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, schrieb 2009 über Siegel:

„Stefan Raab hat für Deutschland auf der internationalen Fernsehmusikbühne mehr geleistet als Ralph Siegel mit seinen geschätzt 102 Retortenliedern, die stets so klangen, als habe er das Melodienblatt bei Dieter Bohlen aus dem Papierkorb gefischt.“ (Quelle: wikipedia)

Und 1983 spendierte das ZDF dem Ralph Siegel einen Gala-Abend mit seinen „schönsten Melodien“ … ausgestrahlt am 29. September 1983.

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Nun gut … fangen wir mit den positiven Aspekten dieses Doppelalbums an: Ein Teil der Verkaufserlöse soll der Deutschen Krebshilfe zugeflossen sein, jene Organisation, die damals von Mildred Scheel populär gemacht wurde …

Ansonsten hören wir 28 Lieder aus der Feder des Ralph Siegel … und die Creme de la Creme der damaligen deutschen Schlagerszene gaben sich dabei die Türklinke in die Hand.

Und um mal ehrlich zu sein, gäbe es da nicht drei Lieder von der Katja Ebstein (ich weiß, ich hab einen Narren an ihr gefressen) wäre dieses Album wirklich extrem harteKost … ich sag da nur Nicole und Dschinghis Khan.

Andererseits haben wir ja die Karwoche und da tut Buße gut … wer also einiger seiner Sünden abbüssen will … kann sich dieses Album anhören.

Ich für meinen Teil hab meinen Teil dazu beigetragen … Aber weitere Bußaktionen mit Ralph Siegel sind erstmal gestrichen.

Aber natürlich kommt man nicht umhin, festzustellen und zu akzeptieren, dass der Ralph Siegel eine der zentralen Figuren der deutschen Schlagerwelt in all den vergangenen Jahrzehnten war.

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Titel:
01. Ralph Siegel und Chor: Lieder sind die besten Freunde (Siegel/Kunze) 1.14
02. Nicole: Ein bißchen Frieden (Siegel/Meinunger) 3.04
03. Katja Ebstein: Theater (Siegel/Meinunger) 2.48
04. Dschinghis Khan: Rom (Siegel/Meinunger) 5.51
05. Lena Valaitis: Johnny Blue (Siegel/Meinunger) 3.02
06. Peggy March: La Provence (Siegel/v.Schneckendorff) 4.19
07. Peter Alexander: Feierabend (Siegel/Meinunger) 3.28
08. Karel Gott: Babička (Siegel/Meinunger) 3.49
09. The Hornettes: Mannequin (Siegel/Meinunger) 2.56
10. Peter Alexander: Und manchmal weinst du sicher ein Paar Tränen (Siegel/Behrle) 3.56
11. Katja Ebstein: Was hat sie, das ich nicht habe (Siegel/Meinunger) 2.56
12. Roy Black: Sand in deinen Augen (Siegel/Hertha) 3.58
13. Ireen Sheer: Goodbye Mama (Siegel/Loose) 3.01
14. Dschinghis Khan: Dschinghis Khan (Siegel/Meinunger) 3.02
15. Michael Schanze und die Fußball-Nationalmannschaft: Ole Espana (Siegel/ Meinunger) 3.36
16. Dschinghis Khan: Moskau (Siegel/Meinunger) 5.26
17. Rex Gildo: Fiesta Mexicana (Siegel/Holm) 3.06
18. Peggy March: Einmal verliebt – immer verliebt (Siegel/Bauer/Jung) 2.51
19. Chris Roberts: Ich mach ein glückliches Mädchen aus dir (Siegel/Hertha) 2.40
20. Peter Alexander: Steck dir deine Sorgen an den Hut (Siegel/Kunze) 3.12
21. Katja Ebstein: Abschied ist ein bißchen wie sterben (Siegel/Meinunger) 3.58
22. Nicole: Ich hab‘ dich doch lieb (Siegel/Meinunger) 3.48
23. Chris Roberts: Du kannst nicht immer 17 sein (Siegel/Hertha) 3.44
24. Rex Gildo: Marie, der letzte Tanz ist nur für dich (Siegel/Holm) 3.12
25. Ulli Martin: Ich träume mit offenen Augen von dir (Siegel/Jung) 3.37
26. Martin Mann: Meilenweit (Siegel/Holm) 2.36
27. Peter Alexander: Schwarzes Gold (Siegel/Meinunger/Schüler) 3-54
28. Dschinghis Khan: Loreley (Siegel/Meinunger) 3.59

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Und wem das noch nicht reichen sollte: Da gibt´s dann noch z.B. diese Box mit 14 CD´s + einer DVD…

Micky Maus – Heft 42 (11.10.2005)

Titel.jpgUnd wieder mal ein Griff in meine Comics-Kiste.

Und es müssen ja nicht immer nur „uralte“ Comics sein, hin und wieder kann hier auch mal ein „alter“ Comic vorbeischauen. Alt heißt in diesem Fall 14 Jahre alt, denn dieses Heft erschien im Oktober 2005.

Zur Auffrischung:

Micky Maus (englisch Mickey Mouse) ist eine von Walt Disney und Ub Iwerks erschaffene Zeichentrickfigur in Form einer anthropomorphen Maus. Sie gehört aufgrund ihrer weltweiten Bekanntheit zu den berühmtesten Kunstfiguren überhaupt. Micky Maus ist die bekannteste Figur aus der Disneywelt und trat auch als Comicfigur auf. Anfänglich nur in Zeichentrickfilmen zu sehen, wurde Micky Maus rasch auch zum Comicstar und wurde im Laufe der folgenden Jahre auch international zu einem großen Erfolg.

In Deutschland erscheinen die Comics seit 1951 regelmäßig in der Heftreihe „Micky Maus“. Schon in den 1930er Jahren hatte es vereinzelte Abdrucke von Micky-Comics in Zeitungen gegeben und 1937 eine kurzlebige Schweizer Micky Maus Zeitung. (Quelle: wikipedia)

Also: Micky Maus in unverwüstlich !

Dieses Heft – entdeckt auf irgendeinem Flohmarkt – fand ich interessant, da – ziemlich ungewöhnlich – Asterix & Obelix auf dem Titelbild auftauhen.

Der Grund dfür ist ein sehr einfacher: Man wollte (verstecke) Werbung für den neuen Asterix Band Nr. 33 machen, denn auch dieser erschien im Ehapa/Egmont Verlag, Berlin.

Das führte dann dazu, dass in diesem Heft eine seltener Asterix Kurzgeschichte („Gallischer Schulanfang“ aus dem Jahr 1966) erschien.

Ansonsten ist das Heft im Vergleich z.B. zu früheren Ausgaben der 60er Jahre (da lagern in meiner Comic-Kiste noch so ein paar Exemplare …und warten auf das Licht des Tages …) mehr „Magazin“ Beiträge haben …

Für Nostalgiker  wie ich es wohl bin, ist es dann aber wiederum tröstlich, dass bei all den Comics weiterhin eine eher „altmodische“ Ausrichtung beibehalten wurde …

Ich wünsche allen großen und kleinen Kindern viel Vergnügen bei dieser Zeitreise in das Jahr 2005 (mit all den  Trends dieses Jahres) …

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Um die Wartezeit auf den nächsten Band zu versüßen, liefern Goscinny und Uderzo in der Pilote-Ausgabe 363 vom 6. Oktober 1966, einer Sondernummer zum Schulbeginn nach den Sommerferien, die kurze Episode „Rentrée Gauloise“ (Gallischer Schulanfang). Die Story thematisiert in ihrer Pointe die erfolgreiche Verteidigung von Gergovia durch die Gallier unter der Führung von Vercingetorix. Obelix, der das genaue Datum der Schlacht und damit ein glorifiziertes Sinnbild für den gallischen Widerstand nicht verinnerlicht hat, wird ob dieser Bildungslücke vom Druiden und Lehrmeister zum Nachsitzen verdonnert. (Quelle: comedix.de)

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Speedstacker ?

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Die drei Knilche mag ich bis heute … 

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Auch so ne Art Schleichwerbung

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Schöne neue Welt … 

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Die Rückseite des Heftes

Verschiedene Interpreten – Musik aus Asien und Afrika (Ende 50er/Anfang 60er Jahre)

FrontCover1Nicht, dass einer denkt, das Interesse an Weltmusik sei erst in den letzten Jahren entstanden. Nein, es gibt wohl schon sehr lange so eine kleine, versprengte Gruppe von Menschen, die sich für musikalische Klänge aus ganz anderen Erdteilen interessieren konnten.

Und natürlich wurden Rundfunkjournalisten, die speziell für das Ausland oder im Ausland arbeiteten in besonderer Weise mit diesen anderen Kulturen „frontiert“.

Und genau davon handelt die 10″ LP, die von der „Deutschen Welle“ irgendwann mal Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre veröffentlicht wurde (man fragt sich unwillkürlich, welche Vertriebswege hatten die denn damals für so eine skurille Scheibe ?)

Die Deutsche Welle (kurz: DW) ist der staatliche Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied der ARD. Die deutschen Standorte befinden sich in Bonn und Berlin, wobei der Standort in Bonn als Hauptsitz fungiert. Die DW sendet in 30 Sprachen, sie bietet Fernsehen (DW-TV), Radio und Internet (dw.de) sowie internationale Medienentwicklung im Rahmen der DW Akademie. Wegen ihres Auftrags, das Ausland zu bedienen, sendete die Deutsche Welle in Deutschland selbst nie über Ultrakurzwellen (UKW), konnte aber – bis zur weitgehenden Aufgabe der Sender – über die viel weiter reichenden Mittel- und Kurzwellen weltweit empfangen werden.

Die DW ging 1953 erstmals auf Sendung. Der Sender ging aus der Deutsche Welle GmbH hervor, die im August 1924 von Ernst Ludwig Voss in Berlin gegründet wurde, und am 7. Januar 1926 regelmäßig auf Sendung ging. Eigentümer waren zunächst zu 70 % die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft und zu 30 % das Land Preußen. Ab 1931 sendete die Deutsche Welle aus dem Berliner Haus des Rundfunks, am 1. Januar 1933 wurde die Deutsche Welle GmbH offiziell in die Deutschlandsender GmbH überführt.

Die Deutsche Welle sieht sich in der Tradition des ersten deutschen Auslandsrundfunks, des Weltrundfunksenders der Weimarer Republik. Der Weltrundfunksender wurde 1933 von den Nationalsozialisten in den Deutschen Kurzwellensender umgenannt.

DW-Studio1953

DW-Studio beim NWDR, 1953

Die Deutsche Welle ging am 3. Mai 1953 mit deutschsprachigem Hörfunk auf Kurzwelle erstmals auf Sendung. Die Grußadresse „an die lieben Landsleute in aller Welt“ wurde vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gesprochen. Wenige Wochen später, am 11. Juni 1953, wurde zwischen den Mitgliedern der ARD der Vertrag über die Einrichtung des gemeinsamen Kurzwellenprogramms „Deutsche Welle“ unterzeichnet. Die Verantwortung für das Programm lag zunächst beim damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), später beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln, so dass dessen jeweiliger Intendant auch für die „Deutsche Welle“ verantwortlich war. Bereits ein Jahr später startete die Deutsche Welle Radiosendungen auf Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Polnisch.

Im Jahr 1960 wurde die „Deutsche Welle“ per Bundesgesetz eine eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Das am 26. Oktober 1960 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz über die Errichtung von Rundfunkanstalten des Bundesrechts vom 29. November 1960 legte fest, dass die Deutsche Welle als Kurzwellensender Rundfunksendungen für das Ausland und der mit diesem Gesetz ebenfalls gegründete Deutschlandfunk Rundfunksendungen für (ganz) Deutschland und das europäische Ausland produzieren sollten. Mit Inkrafttreten des Gesetzes am 16. Dezember 1960 galten die beiden neuen Anstalten nach § 33 als errichtet. Der Auftrag der ARD an den WDR, die „Deutsche Welle“ als Gemeinschaftseinrichtung zu betreiben, erlosch. Die DW mit Sitz in Köln trat jedoch am 7. Juni 1962 der ARD bei, so dass die ursprüngliche Verbindung der ARD mit der DW wieder hergestellt wurde.

1962 wurde das Hörfunkprogramm erweitert. Seitdem sendete die Deutsche Welle zusätzlich auf Persisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch, Serbisch und Kroatisch. (Quelle: wikipedia)

ArabischeRundFunkStationDW

Arabische Rundfunkredaktion der Deutschen Welle, 1960

Und genau in diese Zeit fällt die Veröffentlichung dieser LP, die wahrlich nicht für die Massen produziert wurde.  Auf der Rückseite der Hülle findet man dann folgenden erläuternden Text zur Intension der LP:

„Diese Schallplatte soll einen Ausschnitt aus der bunten Palette der Musikprogramme der Deutschen Welle, die ihre Sendungen in 29 Sprachen auf Kurzwelle in allte Teile der Welt ausstrahlt, widerspiegeln. Daher stehen Folklore und moderne Tanzmusik und tradtionelle Klassik unbekümmert nebeneinander“.

Die Ansagen sind dann in der jeweiligen Landessprache gehalten, die Rückseite bietet kurze Texte zum besseren Verständnis der Musikstücke an. So ist z.B. das chinesiches Lied „Li da ma“ ein „lustiges Lied von der dicken, glücklichen Tante Li“).

Bedauerlicherweise ist die Klangqualität ab der Seite 2 (Titel 06. und weitere) gelegentlich arg beeinträchtigt. Gefällt mir auch nicht, dennoch wollte ich diese Scheibe hier mal präsentieren, denn spannend sind solche Aufnahmen allemal. Und für weitergehende Informationen über die „Deutsche Welle“ habe ich noch zwei pdf. Daeien beigelegt.

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Titel:
01. Si gule pong (Indonesien) 1.46
02. A ja sanam (Ceylon/Sri Lanka) 1.26
03. Shaba chararkha chandan da (Indien) 2.28
04. Raga bhupali todi (Indien) 1.58
05. Bruhi mukundeti – Raga Kuranjil (Indien) 2.57
06. Tani-Avarta (Indien) 1.04
07. Li da ma (China) 1.16
08. Aldoressi (Kongo) 2.09
09. Karamba (Senegal) 1.38
10. Munakampala (Uganda) 2.28
11. Ruf der Trommel (Malu und Guinea) 0.41
12. Arabische Volksweisen (Arabische Länder) 1.27
13. Solo für die persische Trommel Zarb (Iran) 1.48
14. Reng-e-Schadi (Iran) 2.02

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VW-Bus Deutsche Welle

Die drei Fragezeichen (Folge 03) – Die drei Fragezeichen und der Karpatenhund (1979)

FrontCover1.jpgNun geht´s weiter mit dieser legendären Kultserie und darum geht´s in der Folge 3:

Bei mir spukt es! Mit diesem verzweifelten Ausruf von Mr. Prentice beginnt ein neues Abenteuer für die drei ???. Ein Abenteuer, das immer verwickelter wird und bei dem sogar der sonst so superschlaue Erste Detektiv, Justus Jonas, eine Zeitlang völlig im Dunkeln tappt. – Welche unheimliche Gestalt geht in der Wohnung von Mr. Prentice ein und aus und versetzt diesen in immer größere Ängste und Schrecken? Was ist die Quelle jener gespenstischen Lichtblitze in seinem Arbeitszimmer, sechs Meter über der Straße? Wer hat die wertvolle gläserne Skulptur des Karpatenhundes verschwinden lassen, und wer versucht, allen Mietern den Aufenthalt in dem großen Appartementhaus unmöglich zu machen? Die wenigen Spuren weisen in verschiedene Richtungen, und für unser Detektivtrio gilt es wieder einmal, eine harte Nuß zu knacken. Werden sie Licht in das Dunkel bringen?…

Persönlich fand ich Folge 3 nie so überragend, und hielt sie für vollkommen überschätzt. Dennoch ist sie bei den Fans der Serie ungebrochen ein Favorit und selbst Oliver Rohrbeck kürte den Karpatenhund zu seiner Lieblingsfolge. Er begründete das mit dem typischen klassischen Charakter. Drei Detektive kommen in ein Haus und beginnen zu ermitteln. Und nebenher passiert so allerlei.

Die Folge leidet jedoch sehr unter ihrer altbackenen Art. Die Story ist zudem nicht wirklich spannend, und brenzlig wird es für die drei Detektive auch nie. Die Folge wird eher sehr distanziert erzählt. Also das Geschehen beobachten Justus, Peter und Bob immer aus sicherer Entfernung. Nur einmal werden sie heftig attackiert und Justus geht dabei sogar zu Boden. Auch Cover und Klappentext versprechen mehr, als der Inhalt halten kann. Ein richtiger Hund kommt in der Geschichte zudem nicht vor, was aber bei den drei Fragezeichen normal ist. Denn die „Titeltiere“ waren meist nur Symbole oder Reliquien. So auch bei der „Schwarzen Katze“, und der „Silbernen Spinne“.

Dennoch zehrt diese Folge natürlich von ihrem Nostalgiebonus. Für viele Fans war es die erste Folge, die sie hörten. Ein bisschen Mystik ist auch mit im Spiel und verleiht der Handlung etwas Geheimnisvolles, etwas das es zu ergründen gilt. Doch so spektakulär wie es in der Story immer angedeutet wird, ist die Auflösung am Ende gar nicht, und für alles gibt es sowieso eine rationale Erklärung. Das aber weiß der geübte Drei???-Hörer schon im Voraus.

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Gab´s natürlich auch als Buchausgaben

Die Sprecher tragen zum Nostalgiebonus bei. Die ganz alten Hasen des Hörspiels sind dabei. Auch Gerlach Fiedler (gestorben 2010), der als Niedland die Serie zum zweiten Mal beehrt und mit seiner düster-tiefen Stimme zur unheimlichen Stimmung beiträgt, die diese Folge ausmacht. Wie früher üblich waren die Dialoge kurz und in wenigen Sätzen wurden soviele Informationen wie möglich an den Hörer weiter gegeben. Damit wurden Längen vermieden und Tempo erzeugt, so dass ein Hörspiel schließlich auf eine Länge von 40-45 Minuten kam.

Die Musik ist trotz des Alters recht hörbar und vor allem die melodische Titelmelodie sucht noch heute ihres Gleichen. Musikalisch war man bei EUROPA seinerzeit also ein ganzes Stück moderner, als man das von 1979 hätte erwarten dürfen. Die Neuabmischung aus heutigen Tagen reicht daran nicht heran, wenn man den Vergleich hat.

Die Cover sind wie immer einfach gehalten, zeigen aber das Wichtigste der Geschichte: den Karpetenhund.

Fazit: Lauschige Unterhaltung, die allerdings nicht vor Spannung strotzt.

Ok, damit wäre alles geklärt … und – wer auch immer -kann sich einen Trip in die Kindheit gönnen.

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Besetzung:
Katharina Brauren (Mrs. Boogle)
Philip Kunzmann (Gernot Endemann) (Sonny Elmquist)
Gerlach Fiedler (Niedland)
Andreas Fröhlich (Bob Andrews, Dritter Detektiv,  Recherchen und Archiv)
Hans Hessling (Mr. Prentice)
Rolf Hundertwasser (Mr. Hassel)
Ernst von Klipstein (Pfarrer)
Rolf Mamero (Polizist)
Karl-Ulrich Meves (Mr. Murphy)
Peter Pasetti (Hitchcock, Erzähler)
Pamela Punti (Miss Chalmers)
Oliver Rohrbeck (Justus Jonas, Erster Detektiv)
Jens Wawrczeck (Peter Shaw, Zweiter Detektiv)

Buch: H. G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: B. Brac/B. George

BackCover1.jpg

Titel:
01. Die drei Fragezeichen und der Karpatenhund (Teil 1) 22.57
02. Die drei Fragezeichen und der Karpatenhund (Teil 2) 22.51

MC1A

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Heidi Brühl – Ich liebe den Mondschein + Geh nicht vorbei (1960)

FrontCover1Heidi Rosemarie Brühl (* 30. Januar 1942 in München; † 8. Juni 1991 in Starnberg) war eine deutsche Schlagersängerin und Schauspielerin.

Bereits als Fünfjährige nahm Heidi Brühl Tanzunterricht. Der Produzent und Regisseur Harald Braun erkannte ihr Talent und gab ihr eine kleine Rolle in dem 1954 erschienenen Film Der letzte Sommer als kleine Schwester der Hauptdarstellerin (gespielt von Liselotte Pulver). Doch erst die Immenhof-Filme machten sie in Deutschland bekannt.

Sie spielte dort die junge und lebenslustige Dalli und sang mit den Kindern aus Malente (in der Holsteinischen Schweiz zwischen Lübeck und Kiel gelegen) das „Ponylied“ (eigentlich gesungen von den Schöneberger Sängerknaben). Die drei Filme Die Mädels vom Immenhof (1955), Hochzeit auf Immenhof (1956) und Ferien auf Immenhof (1957) wurden ein kommerzieller Erfolg. Danach beschloss Brühl, eine Ausbildung zu absolvieren. Sie studierte fünf Jahre Gesang, Tanz, nahm Schauspielunterricht und ließ sich in Englisch und Französisch ausbilden.

HeideBrühl19591959 schickte Brühls Vater ein Demoband seiner Tochter zur Plattenfirma Philips, die nach weiteren Probeaufnahmen einen Plattenvertrag mit ihr abschloss. Zuerst wurde sie zusammen mit Corina Corten als die Dolly Sisters vermarktet. Bereits im August 1959 kam Brühls erste Soloplatte Chico Chico Charlie in die deutschen Hitparaden, wo sie bis zum fünften Platz aufstieg.

Bis 1967 konnte sie zwölf weitere Titel in den deutschen Hitlisten platzieren. Den größten Erfolg erreichte Heidi Brühl mit dem Titel Wir wollen niemals auseinandergehn von Michael Jary. Mit diesem Lied trat sie in der Schlagerparade , der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision 1960 an, landete aber hinter Wyn Hoop nur auf Platz zwei. Beim Grand Prix Eurovision 1963 vertrat sie Deutschland und belegte mit dem Titel Marcel von Charly Niessen den 9. Platz.

In der Folgezeit widmete sie sich dem Musical. Sie spielte und sang vor allem in Annie Get Your Gun von Irving Berlin. (Quelle: wikipedia)

Hier ein Beispiel aus ihren frühen Jahren, ich nenne sie mal die „naiven Jahre“. eben mit jenen Texten, die damals (und heute ?) die deutsche Schlagerszene prägten.

Dass sie dann später auch noch ganz anders konnte, belegt dieses Bild:

HeidiBrühl

Heidi Brühl, lasziv

Besetzung:
Heidi Brühl (vocals)
+
Orchester Heinz Alisch + Chor

HeidiBrühl2.jpg

Die drei Erstplatzierten beim deutschen Vorentscheid für den Grand Prix 1960: Gerhard Wendland, Heidi Brühl und Wyn Hoop (v.l.)

Titel:
01. Ich liebe den Mondschein (Niessen) 2.18
02. Geh nicht vorbei (Lonely Guitar) (Dodd/Blecher) 2.40

LabelB1

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Record Collector´s Magazin – Record Collector´s Magazin Nr. 1 (1982)

TitelWann sich in Deutschland die Plattensammler-Szene so richtig etabliert hat, kann ich gar nicht so genau datieren. Mitte bis Ende der 70er starteten die ersten speziellen Sammler-Zeitschriften, von denen heute wohl nur noch der „Oldie Markt“ (dieses Magazin hieß damals aber – so glaube ich – noch anders) aktiv ist.

Als „Konkurrenzprodukt“ erschien dann im Mai 1982 erstmalig das „Record Collector´s Magazin“. Und hier mal gleich die Nr. 1 dieses Magazins.

Dabei verfolgte man eine ähnliche Strategie wie der „Oldie Markt“: Man bot den Sammlern die Möglichkeit, z.B. im Rahmen einer Auktion rare Teile zu veräußern (so war z.B. für eine Witthüser & Westrup Live-LP das Mindesgebot 100 DM !), aber auch eine Festpreis-Rubrik gab es.

Zudem bemühte man sich auch um einen „umfangreichen redaktionellen Teil“ mit diversen Informationen für den begierigen Sammler.

In dieser Erstausgabe kann man sich so z.B. Lou Reed´s damals neue Scheibe „Blue Mask“ informieren, einen Beitrag über Rockabilly gibt es auch. Plattenbesprechung und „News“ gehörten natürlich auch dazu.

Am interssantes wohl das Interview mit Hannes Wader anlässlich seines neuen Live-Albums.

Der Herausgeber des Magazins, ein Manfred Schmidt aus Frankfurt räumt in seinem Vorwort gleich ein, dass es in „Form und Inhalt noch Mängel“ gibt; aber das war Sammlerfreaks wie ich einer war (und wohl noch bin) ziemlich gleichgültig. Begierig saugten wir alle nur erhältlichen Informationen auf, denn damals war es noch arg schwierig, umfassende Informationen über Musiker, Musikstile, Discographien etc. zu erhalten.

Über dieses Magazin findet sich eigentlich gar nichts im Internet und nun nach einem „Manfred Schmidt“ zu googlen, macht auch keinen rechten Sinn.

In meinem Keller-Archiv habe ich auch noch die 2. Ausgabe, ich vermute mal, sehr lange existierte diese Sammler-Zeitschrift nicht. Und natürlich würde ich mal wieder gerne wissen, was aus all diesen Enthusiasten geworden ist … im Laufe der Jahre.

Hier ein paar Beispiele aus dem Heft (40 Seiten)

Beispiel01
Beispiel02
Beispiel03
Beispiel04
Beispiel05
Beispiel06
Beispiel07
Beispiel08
Beispiel09
Beispiel10

 

Und hier geht´s zur Präsentation:

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