Verschiedene Interpreten – Grüße aus den Bergen (60er Jahre)

FrontCover1Weiß der Geier, warum man sich erdreistete, auf der Single das Wort „Langspielplatte“ zu placieren. Ist natürlich Quatsch, es handelt sich um eine lupenreine Single (wenngleich auch mit einer Spielzeit von 12 1/2 Minuten).

Und das ist nicht der einzige Quatsch. Bei dem Titel „Grüsse aus den Bergen“ denkt man natürlich es handelt sich um bayerische Volksmusik aus den Bergregionen. Das ist zumindest bei dem „Schwanthalerhöher-Landler“ ganz und gar nicht der Fall. Die Schwanthalerhöhe ist beleibe kein Wanderweg in den Bergen oder so, sondern schlicht und ergreifend eine Stadtteil von München.

Und das weiß ich ganz genau, denn genau in diesem Stadtteil ist meiner Mutter aufgewachsen. Er grenzt an den Stadtteil Westend und in unmittelbarer Nähe befindet sich dann auch die Theresienwiese, auf der dann jährlich das Oktoberfest veranstaltet wird.

Ansonsten handelt es sich um typisches Produkt des Billig-Labels „Baccarola“ (aus dem Hause Ariola) und es wird schon die eher unverfälschte bayerische Volksmusik feilgeboten. Und nachdem diese Single sich noch in einem hervorragendem Zustand befindet, garantiere ich ein ungestörtes Hörvergnügen.

DieBerge

Die Berge, wie ich sie im Jahr 1971 sah und fotografierte (links im Bild: mein mittlerweile verstorbener Bruder)

Besetzung:
Marianne Jilg (Meisterjodlerin) und das Salvenberg-Trio
Simon Huber (Zither) mit seinen Solisten

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Titel:

Marianne Jilg:
01. Erzherzog-Johann-Jodler (Traditional) 3.27
02. Der Kuckuck (Traditional) 3.18

Simon Huber:
03. Schwanthalerhöher-Landler (Freundorfer) 2.48
04. Der Weg zum Herzen (Freundorfer) 2.53

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Verschiedene Interpreten – Blues News (1969)

FrontCover1.jpgGuckt man sich mal die Titelliste dieser famosen LP an, kann man sich erstmal zu Recht fragen, was die hier eigentlich verloren hat …

… Und ich antworte ganz einfach mit einem fröhlichem „jede Menge“ … denn …

… solche Alben (dies kostete damals schlappe 10 DM) brachten uns Westdeutschen den Blues bei … und das auf eine ganz und gar beeindruckende Weise …

Das Label Polydor verfügte damals über diverse hochkarätige Künstler/Musiker, deren Basis entweder der Blues war oder die eh und je legendäre Bluesmusiker (wie z.BN. Muddy Waters) waren.

Und mit Muddy Wters geht´s auch gleich los und clever und aufgweckt wie die Jungs von Polydor damals waren, interpretiert er hier einen Rolling Stones Hit (Let´s Spend The Night Together“) und schon war die Brücke zwischen weißem und schwarzem Blues geschlagen.

Das Album wurde nicht nur gut vermarktet, sondern bot auch ein paar Gimmicks an. Das ging los, dass diese Album im weißen Vinyl zu haben war:

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… und dann gab´s noch beigelegte Poster … für das Jugendzimmer … Mein älterer Bruder hatte eins dieser Poster doch tatsächlich bei sich aufgehängt:

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Und ein Begleittext auf der Innenhülle lehrte uns, ws es mit dem Blues so auf sich hatte:

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Und dann all diese Bands und Musiker … da kann ich heute noch mit der Zunge schnalzen.

Muddy Waters – Jimi Hendrix – Howlin‘ Wolf – Buddy Guy – Cream – Taste

Und gäbe es einen Bildungskanon für diese damalige Musik … da müsste eigentlich alle enthalten sein … Denke ich da an die zwei Hendrix Nummern („Red House'“ und „Voodoo Chile“) … sowas gehört für mich zur musikalischen Allgemeinbildung … Basta !

Einzig allein Savage Rose schauen da ein wenig traurig und verstört um die Ecke … ist zwar netter Psych Rock ala Jefferson Airplane … aber hat mit dem Blues nun eher wenige zu tun …

Sei´s drum: Ein Album das ich weiß nicht wie viele Jugendliche damals in den Bann gezogen hat … und deshalb passt dieses Album allemal mehr als gut in diesen blog … talkin´ `bout my generation …

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Titel:
01. Muddy Waters: Let’s Spend The Night Together (Jagger/Richards) 3.12
02. Jimi Hendrix Experience: Red House (Hendrix) 3.48
03. Howlin‘ Wolf: Evil (Burnett) 4.06
04. Buddy Guy: I Suffer With The Blues (Guy/Barge) 2.44
05. Cream: Take It Back (Bruce/Brown) 3.05
06. The Taste: Leaving Blues (Ledbetter) 4.05
07. Howlin‘ Wolf: Built For Comfort (Dixon) 5.08
08. Cream: Born Under A Bad Sign (Jones/Bell) 3.06
09. Muddy Waters: Same Thing (Dixon) 5.37
10. Jimi Hendrix Experience: Voodoo Chile (Hendrix) 5.13
11. The Savage Rose: Long Before I Was Born (A.Koppel/.Koppel) 3.17

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Und wieder einmal haben wir es dem ehrenwerten Herrn Ärmel zu verdanken, dass ich diese wunderbare Reminiszenz an jene Jahre präsentieren kann … vielen Dank !!!

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Michael Ende – Englisch lernen mit Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer (Teil 1) (2007)

FrontCover1Für was der Name Michael Ende alles herhalten muss … und natürlich hat Michael Ende mit dieser Kinder-CD nix, aber auch gar nix zu tun (die Erben werden sich aber über die Tantiemen gefreut haben).

Wie der Titel schon ist die Geschichte von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer ein Vehikel für spielerischen Erlernen der englischen Sprache.

Mastermind dieser pfiffigen Idee ist ein gewisser Robert Metcalf:

Robert Metcalf (* 1947 in Birmingham) ist ein Kinderliedermacher mit britischer Herkunft.

1973 kam Metcalf als Jurastudent für ein Praktikum nach Berlin, wo er bis heute lebt. Er studierte in Berlin Sozialpädagogik und arbeitete zunächst in der Drogenberatung. Seit 1991 arbeitet Metcalf als selbstständiger Sänger und Songwriter. Sein Markenzeichen ist eine schwarze Melone.

Neben zahlreichen CD-Veröffentlichungen wurden seine Lieder auch im Kinderfernsehen ausgestrahlt, beispielsweise in Unser Sandmännchen und in der Sendung mit dem Elefanten. (Quelle: wikipedia)

Robert Metcalf

Der Engländer Robert gerät eines Tages mit seinem Boot in einen heftigen Sturm und kentert. Zum Glück wird er von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer aus dem Wasser gefischt. Mit ihrer Lokomotive Emma sind diese gerade auf dem Weg nach Mandala. Robert beschließt, seine neuen Freunde auf der abenteuerlichen Reise zu begleiten. Und weil man unterwegs immer ein wenig Englisch gebrauchen kann, kommt Robert gerade zum richtigen Zeitpunkt …

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Nun, das ganze ist einfach nur niedlich und auch witzig (z.B. bei der Flut von englischen Schimpfwörtern …) … und ich hab so gar keine Ahnung, mit welchen didaktischen Methoden die „Kleinen“ möglichst optimal an eine Fremdspreche herangeführt werden können, aber mir scheint diese Variante doch ziemlic gelungen zu sein.

Natürlich gibt es weitere Folgen von „Englisch lernen mit Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer“ und scheinbar war dieses Projekt so erfolgreich, dass man das ganze auch mit der „kleinen Hexe“ von Ottfried Preußler – also einem weiteren Kinderbuch-Klassiker fortsetzte. Well done !

Leider ist von dem werten Herrn Ärmel nur am Rande die Rede, aber der war ja nicht bei dieser Reise dabei … vermutlich befand er sich in dieser Zeit auf einem seiner fotografisch-philosophischen Streifzügen durch Bembeltown.

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Besetzung:
Besetzung

Titel:
01. Let’s Learn English 1.39
02. Englisch lernen mit Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer 1 – Teil 1  11.06
03. Everybody Needs A Name  2.12
04. Englisch lernen mit Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer 1 – Teil 2  9.02
05. Money  2.18
06. Englisch lernen mit Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer 1 – Teil 3 12.15
07.  Delicious 2.10
08. Englisch lernen mit Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer 1 – Teil 4 12.19
09. Bad Language 3.03
10. Englisch lernen mit Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer 1 – Teil 5  8.48
11. Welcome Stranger 3.08
12. Let’s Learn English 1.46

Musik: Robert Metcalf
Texte: Tanja Freitag – Martin Freitag – Andreas Wrosch

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Underground (Zeitschrift) – Juni 1969

01ADass es so lange gedauert hat, bis hier die nächste Ausgabe der „underground“ Schülerzeitschrift präsentiert werden kann, hat hauptsächlich damit zu tun, dass ich ne geraume Zeit gebraucht habe, meinen neuen Scanner zu kapieren (peinlich, aber wahr).

Aber quasi als Ausgleich fehlen hier nur ganz wenige Seiten … Und ein weiteres mal weht uns der damalige Zeitgeist um die Nase (Riffmaster wird poetisch *ggg*).

Und auch dieses Heft empfinde ich sehr intensiv, denn es bringt die damals wirklich wichtigen Dinge auf den Punkt … hier ein Auszug der Themen dieses Heftes:

  • Underground contra Familienministerium
  • Ferien ohne Kontrolle – Tag und Nacht im Jugendlager
  • Verklemmte Apostel – ein Psychotherapeut kommentiert
  • Ist Underground jugendgefährend – Gutachten einer Soziologin
  • Familie kaputt – Auswertung der underground Fragebögen
  • Schule für Untertanen – 3. Teil einer Systemkritik

… und … und … und ich möchte auch den Blick auf die Rubriken Zentralkartei lenken: Dort finden sich massenhaft Hinweise und Berichte über jene Zustände, die viele der damaligen Jugendlichen (so wie auch ich damals ein solcher Jugendlicher war) auf die Barrikaden trieb …

Warum das bitter notwendig war … man kann es in diesem Heft erfahren …

Und hier wiedermal ein kleiner Reigen aus dem Heft, bevor es dann zur Präsentation geht:

Endlich mal ein paar Anzeigen ...

Endlich mal ein paar Anzeigen …

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Ach .. all diese Kontaktanzeigen … waren sie damals erfolgreich ?

Ach .. all diese Kontaktanzeigen ... waren sie damals erfolgreich ?

Diese Präsentation hat zwei Teile: einmal das komplette Heft im pdf Format und dann noch jede Seite einzeln als jpg.Datei … Viel Vergnügen bei der Zeitreise

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Weitere Underground Ausgaben:

Underground

Die Happy – No Nuts No Glory (2006)

FrontCover1.jpgDie Happy ist eine deutsche Band aus Ulm. Der englische Name („Stirb glücklich“) ist eine Slang-Variante von Hals- und Beinbruch.

Gegründet wurde die Band Ende 1993 von dem Gitarristen Thorsten Mewes, dem Bassisten Julian Rosenthal, dem Schlagzeuger Marcus Heinzmann und der Sängerin Marta Jandová. Mewes und Heinzmann kannten sich aus einer Band, welche sich kurz zuvor aufgelöst hatte. Im Laufe der Zeit stießen sie auf Julian und Marta, die erst wenige Tage zuvor aus der Tschechischen Republik eingewandert war.

Die Happy war 1998 eine der ersten Bands, die beim Bandpool von der Vorgängereinrichtung der heutigen Popakademie unterstützt wurden. Im selben Jahr gewann Die Happy den Nachwuchswettbewerb Baden-Württemberg rockt.

Einen großen Karriereschub erfuhr die Band im Jahr 2001 mit ihrer Single Supersonic Speed vom gleichnamigen Album, die es in die Top 50 der deutschen Singlecharts schaffte. Seitdem konnten sich Die Happy durch die regelmäßige Veröffentlichung von DieHappy01Musik-Alben und zahlreiche Konzerte eine breite Fanbasis aufbauen. Die veröffentlichten Tonträger haben unterschiedliche Charterfolge zu verbuchen, zumindest die Studioalben ab Supersonic Speed konnten sich alle in den deutschen Album Top 100 platzieren.

Mit ihrem Album Four & More Unplugged, welches am 11. November 2005 erschienen ist, hat sich Die Happy den Traum erfüllt, viele der rockigen Songs als Akustikversionen aufzunehmen. Neben den Rockshows absolvierte die Band wiederholt auch Touren mit Akustik-Shows.

Als Marta bekannt gab, 2010 in der Castingshow Popstars als Juror vertreten zu sein, löste dieses Engagement heftige Proteste unter den Fans aus. Die Band gab daraufhin das Statement ab, dass Martas Arbeit im Fernsehen nichts mit Die Happy zu tun habe und die Musik dadurch nicht leiden würde.

Die Happy haben am 11. Februar 2012 im Roxy in Ulm ihr 1000. Konzert absolviert. (Quelle: wikipedia)

Und bis heute rocken sie durch die deutschen Lande …

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Hier nun mal der fünfte Longplayer „No Nuts No Glory“ der deutschen Alternativcombo Die Happy. Die charismatische Sängerin ist zurück mit zehn neuen Songs die allesamt etwas härter ausgefallen sind als auf den Vorgängeralben. Wohl gefällts, denn damit haben Marta und ihre Mannen wieder erheblich an Drive zurück gewonnen. Alte Fans werden durch mehr Feuer unterm Hintern belohnt. Gleich der Opener zieht so richtig durch und bietet ein kleines Stell Dich ein auf die weiteren neun Songs, die alle sehr gelungen sind. Auch wenn die Songs in den besten Stellen ausgefadet werden, man kann erkennen, dass die Kreativphase der Band noch lange nicht vorbei ist. Man strotzt vor Energie und zeigt dies auch. Jedoch auch die Balladen können sich hören lassen. Vor allem mit „Whatever“ ist ein richtiger Ohrwurm entstanden, den man sehr schnell aufnehmen wird.

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„No Nuts No Glory“ ist sehr authentisch und zeigt, dass die Band ihren Stil gefunden hat. Auch wenn es diesmal wieder härter als zu Anfangstagen zur Sache geht, eines haben die fünf Alben gemeinsam: Sie versprühen ihre Spielfreude sozusagen stetig und eignen sich gerade deshalb sehr für die Kellerparty nebenan. Dabei wirken Die Happy noch lange nicht so billig wie die ganzen amerikanischen Collegerocker. Zu verdanken haben sie dies vor allem ihrem großen Gespür für Melodien, die einem auch nach mehreren Durchgängen nicht auf die Nerven gehen.

Die Happy machen einfach alles richtig. Würde ihr neues Album dem gleichen Trend folgen wie ihr letztes Werk, so wäre viel von der Attraktivität der Band verloren gegangen. Indem dass die Band aber wieder zu ihrer härteren Wurzel zurückgekehrt ist, bleibt sie weiterhin interessant für ihre alten, sowie auch neuen Fans. (Stephan/.metal.de)

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Ich zähle nun ganz sicher nicht mehr zur Zielgruppe dieser Band … aber … diese Band hat Substanz …

Also: Hier gibt´s gewaltiges was auf die Ohren und das nicht zu knapp und ich behaupte mal keck: Dieses Album muss keinen internationalen Vergleich scheuen.

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Besetzung:
Marta Jandová (vocals)
Thorsten Mewes (guitar)
Ralph Rieker (bass)
Jürgen Stiehle (drums)

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Titel:
01. Addictive 3.39
02. Wanna Be Your Girl 3.01
03. Hello 3.33
04. None Of Your Business 2.53
05. Cherry Girl 4.28
06. Attitude 3.19
07. The Ordinary Song 3.24
08. Whatever 4.04
09. You Cry 3.31
10. Extraordinary Me 3.17
11. San Francisco 4.27
12. Just Like You 4.08
13. Gimme Gimme 4.01
12. Black Painted Heaven 2.39

Musik und Texte:
Marta Jandová – Thorsten Mewes – Ralph Rieker – Jürgen Stiehle (drums)

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Die aktuelle website der Band:

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Ute Lemper – Sings Kurt Weill (1988)

FrontCover1Also für mich ist die Ute Lemper schon eine der großen Ausahmekünstlerinnen, die auch internationale Erfolge aufweisen kann:

Ute Gertrud Lemper (* 4. Juli 1963 in Münster) ist eine deutsche Musicaldarstellerin, Chansonsängerin und Schauspielerin.

Ute Lemper erhielt Klavier- und Ballettunterricht. Sie studierte Tanz am Institut für Bühnentanz in Köln und Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Lemper war unter anderem in den ersten deutschsprachigen Produktionen von Cats zu sehen.Darüber hinaus war sie bei Peter Pan, Der blaue Engel, Chicago zunächst in London und später in New York am Broadway, Cabaret in Paris und bei Starlight Express zu sehen. Für ihre Engagements in New York zog sie mit ihren beiden Kindern in die Vereinigten Staaten. 1982 nahm sie am ersten Popkurs in Hamburg teil, wurde jedoch schon nach der Halbzeit von Peter Weck nach Wien geholt.

Für die deutschen Versionen der Disneyfilme Arielle, die Meerjungfrau (Synchronisation von 1989) und Der Glöckner von Notre Dame (1996) sang sie die Parts der weiblichen Hauptfiguren Arielle und Esmeralda.

1991 trat Lemper im Rahmen der Wohltätigkeitsveranstaltung Stars in der Manege als Vertikalseilartistin auf.

Außerdem ist sie Interpretin von Kurt-Weill-Werken. Lempers Interesse gilt dabei besonders Komponisten und Autoren der Zwischenkriegszeit sowie der Kriegsjahre, insbesondere aus dem Cabaret. Daneben ist ihre Zusammenarbeit mit Michael Nyman erwähnenswert. Ute Lemper lebt heute in den USA, an der Upper West Side in New York, und hat in Konzerthäusern weltweit Erfolge. Aus ihrer Ehe mit dem US-Komiker David Tabatsky gingen ein Sohn (* 1994) und eine Tochter (* 1996) hervor. Mit dem Musiker Todd Turkisher, der als Schlagzeuger mit ihr auf Tour geht und den sie 2011 heiratete, hat sie zwei Söhne (* 2005, * 2011).

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2007 war Lemper Jurymitglied in den ersten sieben Folgen der zweiten Staffel der RTL-Tanzshow Let’s Dance, im Finale der Show wurde sie von Dieter Bohlen vertreten, da sie eine Konzertverpflichtung hatte.

Ute Lemper hatte im Jahr 1994 einen Kurzauftritt in Robert Altmans Film Prêt-à-Porter. Sie tritt als hochschwangeres Model, zum Ende des Films sogar nackt auf. Auf die Frage, was ihr Bauch zu bedeuten habe, erwidert sie: „Großer Fisch im Aquarium“ (im Original: „Big fish in the trunk“).

1987 hatte sie eine Serienrolle in der ZDF-Serie Das Erbe der Guldenburgs in der Rolle der Peggy Brinkley. Des Weiteren spielte sie 1985 eine Nebenrolle an der Seite von Stephan Remmler in dem Film Drei gegen Drei.

Hauptrollen spielte sie in französischen Filmproduktionen wie Moscou Parade, Coupable d’innocence und zuletzt 1997 in dem von Benoît Lamy inszenierten Thriller Der Mann im Lift (Combat des fauves), in dem sie als Femme fatale den im Lift stecken gebliebenen Richard Bohringer quält. Weiters spielte sie in Appetite (1998) von George Milton an der Seite von Trevor Eve eine alternde Pornodarstellerin und war in A River Made to Drown In (1997) mit Richard Chamberlain zu sehen.

Ferner wirkte sie in Ilona Zioks international preisgekröntem Cabaret-Film Kurt Gerrons Karrusell mit, der 1999 in der Panorama-Sektion der Berlinale seine Weltpremiere feierte. Darin sang sie Die Moritat von Mackie Messer, deren erster Interpret im Theater Kurt Gerron gewesen war. (Quelle: wikipedia)

Und ihre Interpretation all dieser klassischen Kurt Weill Songs kann man nur beeindruckend nennen. Sie intoniert bissig, scharf, schneidend …

Und bei Mackie Messer krieg ich ne Gänsehaut …

Und wenn ich vorhin schrieb, dass Ute Lemper eine Ausnahmekünstlerin ist, dann trifft das umso mehr auf den Komponisten Weill zu !

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Besetzung:

Ute Lemper (vocals)
Wolfgang Sebastian Meyer (harmonium)
Kai Rautenberg (piano)
+
RIAS Berlin Kammerensemble unter der Leitung von John Mauceri

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Titel:

Der Silbersee:
01. Fennimores Lied (Kaiser/Weill) 3.08
02. Cäsars Tod (Kaiser/Weill) 2.46

Die Dreigroschenoper:
03. Die Moritat von Mackie Messer (Brecht/Weill) 3.12
04. Salomon-Song (Brecht/Weill) 4.25
05. Die Ballade von der sexuellen Hörigkeit(Brecht/Weill) 3.23

Berliner Requiem:
06. Zu Potsdam unter den Eichen (Traditional/Weill) 2.08
07. Nannas Lied (Brecht/Weill) 3.42

Der Silbersee:
08. Lied des Lotterieagenten (Kaiser/Weill) 4.42

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny:
09. Alabama-Song (Brecht/Weill) 4.39
10. Denn wie man sich bettet (Brecht/Weill) 4.28
11. Je ne t’aime pas (Brecht/Weill) 3.42

One Touch Of Venus:
12. I’m A Stranger Here Myself (Perleman/Nash/Weill) 3.01
13. Westwind (Perleman/Nash/Weill) 2.47
14. Speak Low (Perleman/Nash/Weill) 4.11

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Truck Stop – Trucker bleibt Trucker (1999)

FrontCover1Tja, eigentlich wollte ich ja schon lang mal wieder über die erfolgreichste deutsche Country-Band, Truck Stop berichten … jetzt ist es soweit …

Gründungsmitglied dieser Band war Günter „Cisco“  … und im „Spiegel“ fand ich vor Jahren folgende Zeilen:

40 Jahre lang war er mit Truck Stop unterwegs, feierte Erfolge mit Songs wie „Großstadtrevier“ und „Take it easy, altes Haus“. Nun ist der ehemalige Sänger der Countryband, Günter „Cisco“ Berndt, im Alter von 72 Jahren gestorben.

Maschen – Er galt als Galionsfigur der wohl bekanntesten Countryband Deutschlands: Truck-Stop-Gründer und Sänger Günter Berndt alias Cisco. Wie jetzt bekannt wurde ist der Musiker Ende vergangenen Jahres im Alter von 72 Jahren in seinem Haus im niedersächsischen Maschen gestorben. „Cisco ist nun für immer von uns gegangen und wir sind in tiefer Trauer“, heißt es auf der Internetseite von Truck Stop. Die Nachricht sei vollkommen unerwartet gekommen.

Günter Cisco Berndt

Günter „Cisco“ Berndt

Cisco hatte die Band 1973 in Hamburg gegründet. Ihre erste LP „Truck Stop“ erschien noch auf Englisch, wenige Jahre später entschied die Gruppe, Country-Songs auf Deutsch zu singen. Zu den Klassikern der Band gehören die Erkennungsmelodie der ARD-Krimireihe „Großstadtrevier“ und der Song „Der wilde wilde Westen“. 1979 landeten die Musiker mit dem Titel „Take it easy, altes Haus“ auf dem zweiten Platz des Vorentscheids für den Eurovision Song Contest.

Mehr als 40 Jahre war Cisco mit Truck Stop in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Im Fernsehen traten die Countrymusiker vor allem in Schlager-Sendungen auf. Cisco verließ die Gruppe 2013 aus Altersgründen, sein letztes Konzert mit Truck Stop spielte er in Hamburg. (Quelle: Der Spiegel)

Und auch wenn die Musik von Truck Stop nicht unbedingt meine Musik ist, ist halt dennoch festzustellen, dass sie vermutlich wie kaum eine andere Band, die Countrymusik nicht nur eingedeutscht haben, sondern sich auch der Stilmittel des Country mit einer Souveränität zelebrieren konnten, dass man schon ins Staunen kommen könnte.

TodesmeldungWebsiteTruckStop

Und hier, als kleine Verbeugung vor einem Leben, das nun zu Ende gegangen ist, ein Sampler aus dem Jahr 1999, der Songs aus den Jahren 1986 und 1987 präsentiert. Und um ganz genau zu sein: Dieser Sampler ist ein Querschnitt der beiden Alben „Louisiana Ladies“ und „Freunde bleiben“, präsentiert von einem Uwe Hübner einem Radio- und Fernsehmoderator (ARD, RTL).

Und ganz sicher wird hier diese Vorzeige-Band der deutschen Countrymusik intensiver vorgestellt werden.

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Besetzung:
Cisco Berndt (bass, vocals, guitar)
Knut Bewersdorff (pedal steel-guitar)
Erich Doll (guitar, banj0)
Teddy Ibing (drums, vocals)
Lucius Reichling (vocals, fiddle, guitar, mandoline)

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Titel:
01. Die Lady und der Tramp (Bewersdorff) 3.11
02. Louisiana Ladies (Reichling/Eckhardt) 3.15
03. Der Traum vom großen Abenteuer (Bewersdorff/Doll) 3.15
04. Die beste aller Frauen (Bewersdorff/Lechtenbrink) 2.55
05. Freunde bleiben (Brozat/Eckhardt) 3.33
06. Es ist nicht wahr (Brozat/Eckhardt) 3.44
07. Herz aus Gold (Bewersdorff/Doll) 3.22
08. Trucker, Cowboy, Mann (Bewersdorff/Doll) 2.55
09. Oh, Mann du weißt doch (Lost/Eckhardt) 3.01
10. Willst du ’nen Kerl oder ’n Adonis (Reichling/Eckhardt) 2.59
11. Ich würd so gern mal wieder sündigen (Brozat/Reichling) 2.55
12. Highways (Lost/Eckhardt) 3.11
13. Trucker bleibt Trucker (Bewersdorff/Eckhardt) 3.22
14. In der Hitze der Nacht (Reichling/Doll) 3.45
15. Banditos der Liebe (Reichling/Doll) 3.23
16. Mann, so ein flotter Käfer (Bewersdorff/Doll) 2.44

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