Marius Müller-Westernhagen – Halleluja (1989)

FrontCover1Für mich ist das eher ein durchschnittliches Westernhagen Album, aber das sehen viele ganz, ganz anders:

Halleluja (aus dem hebräischen: Lobpreiset Gott!) ist das 12. Studioalbum von Marius Müller-Westernhagen. Es wurde am 25. August 1989 bei WEA Records veröffentlicht.

Halleluja ist Westernhagens zweite Zusammenarbeit mit dem Produzenten René Tinner. Wie der Vorgänger Westernhagen wurde das Album im Can Studio in Weilerswist eingespielt. Die Band bestand wieder aus der Rhythmusgruppe Charlie T. (Manfred Terstappen) am Schlagzeug und Raoul Walton am Bass. Komplettiert wurde die Band durch Helmut Zerlett an der Hammond-Orgel und Jay Stapley an der Gitarre. Die Aufnahmen für Bläser, Streicher, Perkussion und Flügel wurden durch Studiomusiker im Studio The Church in London aufgenommen und von Danny Dawson betreut. Die Bläsersektion in London bestand aus Vince Sullivan (Posaune), John Thirkell (Trompete, Posaune) und Chris Davis (Saxophon). Auf dem Titel Sexy spielte Pete Wingfield den Flügel. Für den Titel Engel wurde ein von Rick Wentworth arrangiertes Streicherensemble unter der Leitung von Gavin Wright aufgenommen; Westernhagens Ehefrau Romney übernahm den Gesang.

Das Album erreichte zwei Wochen nach der Veröffentlichung die deutschen Media-Control-Charts, hielt sich drei Wochen auf dem Spitzenplatz und insgesamt 79 Wochen.Ein Konzert der auf die Veröffentlichung folgenden, ausverkauften Tournee wurde für das Album Live mitgeschnitten. Die Tournee machte Westernhagen auch außerhalb Deutschlands bekannt.

Westernhagen01

Nach einer Goldenen und Platinschallplatte im Jahr 1990 wurde das Album 1993 vom Bundesverband Musikindustrie mit der zweiten Platinschallplatte für mehr als eine Million verkaufte Tonträger ausgezeichnet. (Quelle: wikipedia)

Das Fachmagazin Stereo kürte Hallejuja zur „LP des Monats“. Der Musikexpress urteilte in seiner Rezension: „Rock ’n’ Roll mit deutschen Texten klang selten lauter und besser. Westernhagen beschränkt sich nämlich auf das Wesentliche: Gefühle statt Duselei, Teamarbeit statt Technologie, Sex statt umweltpolitischer Kummerfalten“.

Und ich kann mir nicht helfen: Sex klingt anders. Und auch wenn das Album doch so etliche gute Songideen hat, so richtig zündet es dann eben doch nicht, von einer explosiven Rock-Scheibe ist das Album meilenweit entfernt.

Westernhagen02

Besetzung:
Marius Müller-Westernhagen (vocals, guitar, harmonica)
Christian Schneider (saxophone)
Jay Stapley (guitar)
Charlie T. (drums)
Raoul Walton (bass)
Helmut Zerlett (keyboards)
+
Chris Davis (saxophone bei 01., 04., 06., 07.)
Madeleine Lang (background vocals bei 01., 07.)
Jody Linscott (tambourine bei 04., percussion bei 06., 09. + 10.)
Romney Müller-Westernhagen (vocals bei 10.)
Arno Steffen (background vocals)
Vince Sullivan (trombone bei 01., 04., 06., 07.)
John Thirkell (trombone bei 01., trumpet bei 04., 06.)
Pete Wingfield (piano bei 01.)
Gavin Wright (violin bei 10.)
+
Black Föös (background vocals bei 07.)

Booklet1

Titel:
01. Sexy 5.30
02. Illusion 3.08
03. Weil Ich dich liebe 4.47
04. Fertig 3.16
05. Lieben werd‘ ich dich nie 4.24
06. Nur ein Traum 4.13
07. Halleluja 4.45
08. Für ’ne bess’re Welt 2.52
09. Der Chor der Blöden 8.13
10. Engel 3.40

Musik und Texte: Marius Müller-Westernhagen

LabelB1

 

*
**

Mehr von Marius Müller-Westernhagen:
Mehr

Wieder lieferbar: Katja Ebstein

Wie gewünscht (click on the pic):

Katja Ebstein – Witkiewicz (2005):
FrontCover1

Wer sich über einen Beitrag, der nicht mehr lieferbar ist, dennoch gerne nochmals informieren möchte, schreibe bitte an:

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

Ich werde dann natürlich versuchen, solche Wünsche zeitnah zu erledigen, okay ? Auch weitere (Musik) Wünsche kann man mir gerne mitteilen; ich schau dann, was sich machen lässt.

Und dann noch folgende Information:

In manch früheren Beiträgen habe ich – aus gegebenem Anlass – ein Passwort verlangt; dies ist gegenwärtig nicht mehr notwendig.

Männerchor Nesselwang – Allgäuer Berglieder (ca. 1975)

FrontCover1So ganz einfach war es nicht, Informationen über den „Männerchor Nesselwang“ zusammen zu tragen.

Und das wundert irgendwie ein wenig, denn dieser Chor feiert just in diesem Jahr sein 150jähriges Bestehen. Dabei geht man in den aktuell zu erhaltenden Informationen davon aus, dass  der Verein am 1. Juni 1866 unter dem Namen „Gesangverein an der oberen Wertach“ gegründet wurde.

Auf der Rückseite dieser Single (Privatpressung) wird allerdings das 1898 genannt … rätselhaft.

Eine kompakte Darstellung der Geschichte dieses Chos lies sich im Internet nicht infen, wohl aber diese Übersicht, die jedoch nicht wirklich zufriedenstellt:

„Über all die Jahre fanden sich im Kreis der Sänger Persönlichkeiten die als Vorstand und Dirigent den Chor führten. Es mussten zwei Weltkriege überwunden werden, Zeiten der Entbehrung und auch die Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs stellten große Herausforderungen für den Chor dar. Zeiten von Versammlungs- und Auftrittsverboten schränkten das Chorleben ein und das Aufkommen von Radio und Fernsehen stellte eine große Konkurrenz für Lifeauftritte dar.
Die Sänger ließen sich nicht beirren und zeigten beständig großes Engagement und Probenfleiß. Die gesangliche Qualität des 1963 in „Männerchor Nesselwang“ umbenannten Chors war und ist über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt.
150 Jahre – ein herausragendes Ereignis. Dies wollen wir während des ganzen Jahres 2016 feiern. Aber nicht nur im Chor. Wir laden im Lauf des Jahres verschiedene Gesangsgruppen asin um die Vielfältigkeit des Chorgesangs zur demonstrieren. Zu allen Veranstaltungen sind Sie als Freunde des Chorgesangs und der Chormusik herzlich eingeladen.“

Männerchor Nesselwang

Der Männerchor Nesselwang in der aktuellen Besetzung (2016)

Ein wenig rätselhaft auch das Erscheinungsjahr dieser Single … natürlich sind wieder mal nähere Informationen auf derHülle nicht zu finden, aber ich taxiere das Erscheinungsjahr mal auf ca. 1975, denn im Jahre 1977 beendete der Chorleiter Hubert Henkel seine Tätigkeit und übergab den Dirigentenstab an einen Arno Möst ab.

Zu Gehör gebracht werden hier traditonelle Berglieder aus dieser Region (mit beeindruckenden Jodelpassagen von Martin Heer).

Vielleicht muss man ja in dieser Region aufgewachsen sein, um ein vertieftes Verstädnis für diese Musik haben … meinen Geschmack trifft diese Musik nun nicht wirklich, aber unabhängig davon, Respekt für dieses musikalische Engagement !

esselwang

Das schöne Nesselwang im Allgäu

Besetzung:
Männerchor Nesselwang unter der Leitung von Hubert Henkel

BackCover1

Titel:
01. Im Langs (Im Lenz) (Traditional) 3.42
02. Im Herbscht (Traditional) 3.38
03. Alpengruß (Wicker) 3.30
04. Wo die Alpenrosen blühen (Abt) 3.45

LabelA1

*
**

Logo

Aktuelles Logo

Gilla Cremer – Hildegard Knef – So oder so (2005)

FrontCover1Eine wirklich feine Hommage an Hildegard Knef von Gilla Cremer:

Gilla Cremer (* 19. Dezember 1956 in Königswinter, Nordrhein-Westfalen) ist eine deutsche freischaffende Schauspielerin und Autorin/Produzentin eigener Solostücke.

Gilla Cremer wuchs als viertes von fünf Kindern in Königswinter am Rhein auf. Ihr Vater war Kaufmann, ihre Mutter von Beruf Gärtnerin.

Nach dem Abitur 1976 lebte Gilla Cremer zwei Jahre in den USA. In Austin/Texas und New York nahm sie Unterricht in Modern Dance, unter anderem mit der Tänzerin und Performance-Künstlerin Deborah Hay, und verfolgte Lehrstunden am Actors Studio. Beeinflusst von den Schriften der Theaterregisseure Peter Brook und Jerzy Grotowski ging sie für ein Jahr nach Bali/Indonesien und studierte dort Maskentanz, Maskenschnitzerei und Kung-Fu. 1979 begegnete sie Eugenio Barba vom Odin Teatret und nahm in den folgenden Jahren als Schauspielschülerin an der „Internationalen Schule für Theateranthropologie – ISTA“ in Bonn, Volterra, Holstebro und Bologna teil. Es folgten Schauspielseminare mit Günther Einbrodt (Tabori Gruppe), Ingemar Lind, Werner Schroeter, Augusto Fernandez u. a.

1981 war sie Mitbegründerin der Freien Gruppe „Theater Tilbut“ in Frankfurt. Nach der Geburt ihres ersten Kindes 1984 begann ihre Arbeit als Solistin. Seit 1987 produziert, schreibt und spielt Gilla Cremer ihre Soloproduktionen unter dem Namen „Theater Unikate“. Mittlerweile hat sie 13 Produktionen im Repertoire, mit denen Sie im In- und Ausland auf Gastspielreisen geht. Sie arbeitete mit den Regisseuren Max Eipp, Hans-Ulrich Becker, Johannes Kaetzler, Michael Heicks, Eva-Maria Martin, Brigitte Landes und Dominik Günther.

Gilla Cremer01

In Zusammenarbeit mit dem „Magdalena Project“, einem internationalen Netzwerk von und für Frauen aus unterschiedlichen Theatersparten, zeigt sie ihre Stück auch in englischer Sprache und gastierte in Dänemark, Frankreich, Polen, Ungarn, Neuseeland und den Niederlanden.

Neben ihrer solistischen Arbeit spielte sie 1999 in der Produktion „Kohelet“ unter der Regie von David Mayaan und seiner Gruppe Akko/Israel in Weimar und auf den Wiener Festwochen. 2006 war sie Gast im Schauspiel Hannover in der Produktion „Mobil“. Von 2001 bis 2009 gastierte sie am Thalia Theater Hamburg in „Damen der Gesellschaft“ sowie mit ihren Soloproduktionen „Meeresrand“ und „So oder so – Hildegard Knef“.

In ihren sozialkritischen Stücken reibt sich die Schauspielerin an äußerst widersprüchlichen Frauenfiguren, beleuchtet deutsche Befindlichkeit von 1933 bis heute und stellt ihre Arbeit immer wieder in den Dienst sozialer Anliegen. Mit ihrer Produktion „Meeresrand“ engagiert sie sich für das Thema Kinderarmut und die Nöte alleinerziehender Mütter. „Die Kommandeuse“ und „Vater hat Lager“ gastieren im Zusammenhang mit bildungspolitischen Aktionen an Schulen. (wikipedia)

Gilla Cremer02

 

Gilla Cremer verwebt Texte aus Hildegard Knefs Liedern, Gedichten und Büchern zu einem facettenreichen Hörbild von »Deutschlands letzter Diva«. Gemeinsam mit dem Pianisten Gerd Bellmann führt sie durch die Höhen und Tiefen der außergewöhnlichen Biografie einer faszinierenden Frau: »Die Knef« war ein umstrittener und selbstkritischer Star mit vielen Begabungen. Unvergessen sind aber vor allem ihre Lieder, die Gilla Cremer packend und berührend singt. (Pressetext)

Gilla Cremer führt das Publikum durch das Leben der Knef, begleitet von Gerd Bellmann am Klavier. Sie spielt, erzählt, tanzt und singt sich durch die Höhen und Tiefen dieser außergewöhnlichen Biografie: Kindheit beim Großvater, Theater, Kriegsgefangenschaft, Film, Hollywood, Berlin, Skandal, Broadway, Berlin, Geburt der Tochter, Bundesverdienstkreuz, Bücher, Chansons, drei Ehemänner. Ein Leben auf der Überholspur. ›So oder so – Hildegard Knef‹ ist eine Liebeserklärung an eine vielseitig begabte Künstlerin, eine wirkliche Entdeckungsreise für alle, die »die Knef« als Klatsch- und Schlagertante verbucht hatten, ein bewegender Abend für ihre Fans und eine ungewöhnlich unterhaltsame Spiegelung der deutschen Geschichte. (freizeit-row.de)

Gilla Cremer03

„Hildegard Knef“ – noch immer strömt dieser Name zahlreiche Assoziationen aus, die vom Kinofilm „Die Sünderin“ über das Lied „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ bis hin zum Bestseller „Der geschenkte Gaul“ vom Künstlerischen her reichen bis hin zu der unruhigen Privatsphäre, die von Scheidung, Wohnortwechseln, Brustkrebs und Lifting überzeichnet wurde.

Mit dieser Produktion des Hörspiels von Gilla Cremer erfährt das Lebenswerk dieser vielseitigen Künstlerin eine wunderschönes Abrundung anlässlich ihres 80. Geburtstages, den sie am 28. Dezember 2005 begangen hätte.
Fast 80 Minuten lang taucht man hinein in die Welt dieser grandiosen Frau, welche in ihrem künstlerischen und privaten Leben so manche „Achterbahn“ gefahren ist.

Auch wenn die Stimme von Gilla Cremer nicht an die besondere, rauchige Stimme von Knef direkt heranreicht, so ähnelt sie ihr doch, und das facettenreiche Leben wird hautnah spürbar.
Gilla Cremer spricht als Hildegard Knef in solch berührender Weise, dass man meint, sie spräche mit einem selber.
Immer wieder von stimmig gesungenen Liedern sowie eindrücklichen Klavierimprovisationen begleitet, werden Leben und Werk Hildegard Knefs hervorragend miteinander verwoben.

Gilla Cremer04

Sowohl die Kriegserlebnisse und die Nachkriegszeit als auch die Pressereaktionen auf das Leben und Arbeiten Knefs oder auch die Aussagen ihr nahestehender Personen werden außerordentlich lebendig.
Erinnerungen werden mit dieser CD geweckt und der Wandel der – insbesondere bundesrepublikanischen – Gesellschaft wird anschaulich gemacht. So manches Mal mag man ausrufen „Unglaublich!“ oder auch „Unfassbar!“.

Eine ungewöhnlich respektvolle, wertschätzende und von der Aufnahmequalität sehr überzeugende CD, die jede Person, welche die Grandiosität von Hildegard Knef zu schätzen weiß, überzeugen wird. Eine vorbildhafte, authentische Präsentation der sogenannten „letzten deutschen Diva“!

Gilla Cremer05

Die CD enthält zwar keine Originalaufnahmen, sie zeigt aber – insbesondere in einem wunderbar verbundenen Medley -: Hildegard Knef war und ist einzigartig!
Das Begleitheft enthält eine knappe aber eindrucksvolle Zusammenfassung ihrer Vita, drei Fotografien und nähere Angaben zur Verfasserin und Interpretin dieses „Hörbildes“, Gilla Cremer, und auch zum Musiker Gerd Bellmann.

Diese überzeugende CD endet mit einem wunderbar passenden Satz: „Wie viele Menschen waren glücklich, dass Du gelebt?“
Es werden nicht wenige sein … (sandammeer.at)

Eine wirklich eindrucksvolle Produktion des Senders Radio Bremen.

 

BackCover1

Besetzung:
Gerd Bellmann (piano, vocals)
Gilla Cremer (vocals)

Booklet03A

Titel:
01. Zirkus 3.59
02. Jugend 3.57
03. Krieg 3.50
04. Anfänge bei Theater und Film 5.30
05. Ostseelied 2.18
06. Erster Versuch in Hollywood 2.44
07. Tage hängen wie Trauerweiden 2.03
08. Rückkehr nach Berlin 4.00
09. Ich bin zu müde um schlafen zu gehen 1.24
10. Der Durchbruch – In dieser Stadt 3.37
11. Brodway – Tapetenwechsel 4.29
12. Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen 3.28
13. Das Glück kennt nur Minuten 2.57
14. Die große Liebe 2.14
15. Ohne dich 1.42
16. Geburt der Tochter 1.46
17. Karriere als Sängerin und Schriftstellerin – Medley 6.33
18. Brustkrebs 1.53
19. Doch hör nicht auf mich 4.36
20. Trennung – Ich gebe alles auf 1.55
21. 17mm fehlten mir zum Glück 3.15
22. Wird Herbst da draussen 6.45
23. Für mich solls rote Rosen regnen – Instrumental 2.26
24. Absage 0.33

Texte: Hildegard Knef + Gilla Cremer
ergänzende Musik: Gerd Bellmann

CD1

*
**

Die Website von Gilla Cremer:
Website

»Ich jogge nicht, ich laufe Amok.« (Hildegard Knef)

Mehr von Hildegard Knef:
Mehr

Peter Alexander – Schaukellied + Verliebte muß man gar nicht erst in Stimmung bringen (1960)

FrontCover1Tja, der Peter Alexander, dieser alte Romantiker und dieser alte Komödiant …

Und von beiden seiner beliebtesten Varianten bekommt man hier je ein Beispiel zu höen.

Klar, das „Schaukellied“ ist seiner romantischen Ader zuzuordnen, woei ich mir – warum auch immer – des Eindrucks nicht erwehren kann … dass diese Schaukel auch irgendwie als erotische Metapher verstanden werden kann. Hm … grübel …

Aber dann sein „Verliebte muß man gar nicht erst in Stimmung bringen“ (viel sperriger kann ja ein Titel nicht sein), bei der er seine komödiantische Ader freien Lauf lässt …  er parodiert den französischen Chansons, der guten alten Rock & Roll und dann natürlich auch den großen Hans Moser (das beherrschte er nun wirklich perfekt).

Der Song stammt aus einem „musikalischem Lustspiel in zwei Teilen“ namens „Kleiner Schwindel in Paris“ (1957).

Wer den amüsanten Charmeur Peter Alexander in Höchstform hören möchte, kann es hier tun.

Interessant dann noch, dass von dieser Single mindesens 2 weitere Auflagen erschienen sind, eine dann im Jahr 1971 und zwar als ne Art Werbe-Single für die Firma „Bernsdorp“ (eine Schokoladenfirma, die ihren Ursprung in den Niederlanden hatte)

Und dann will ich noch darauf hinweisen, dass beide Titel für die damalige Zeit eine erstaunliche Laufzeit hatten …

AlternativesFront+BackCover

Zweite Veröffentlichung aus dem Jahr 1965

Besetzung:
Peter Alexander (vocals)
+
Orchester Franz Marszalek

AlternativesFrontCover1

Werbesingle für die Firma „Bernsdorp“

Titel:
01. Schaukellied (Hollaender/Freund) 4.59
02. Verliebte muß man gar nicht erst in Stimmung bringen (Stolz/Gilbert) 5.59

LabelA1

*
**

Mehr von Peter Alexander:
Mehr

PeeWee Bluesgang – Boudoir De Luxe (2012)

FrontCover1Die Pee Wee Bluesgang (PeeWees) ist eine sechsköpfige Gruppe aus Deutschland, die Bluesrock spielt.

Im Jahr 1977 in Iserlohn gegründet, traten die Pee Wees mit vorwiegend eigenen Stücken auf. Ihre Mitglieder waren der Sänger und Frontman Richard Hagel, der Gitarrist Thomas Hesse, der Bassist Heribert Grothe; am Schlagzeug saß Martin Siehoff und das Saxophon spielte Karlos Boes.

Ihren ersten Auftritt hatte die Band in der Balver Höhle bei einem Jazzfestival.

Sänger und Keyboarder war während der ersten zwei Jahre Reiner Hänsch von der Band Zoff. 1979 verließ Hänsch die PeeWees und Richard Hagel wurde Sänger. Am Keyboard saß nun Stefan Janke, welcher aber die Band bereits nach kurzer Zeit wieder verließ – nach einem Gig im Onkel Pö in Hamburg.

1980 mussten Piano-Spuren des damaligen Studio-Albums noch aufgenommen werden, wofür dann der Hamburger Keyboarder Thomas Waßkönig einsprang – zumal das Rehearsal der Plattenfirma für das Album unmittelbar bevorstand und Zeitnot herrschte. Nach diesen Aufnahmen, welche Richard Hagel und Hesse sehr gefielen, wurde Waßkönig von 1980 bis 1984 fester Bestandteil der Band, danach wechselte er (zurück) zu der Band Grobschnitt.

Zwei Jahre nach ihrer Gründung erschien die erste LP. Durch Teilnahme an Open-Air-Konzerten im Ausland wurde die Band über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt. Es gab Tourneen unter anderem zusammen mit Chicken Shack, Canned Heat, Jack Bruce und den Stray Cats. 1980 durfte man in Polen auftreten. Im Jahr danach spielte die Pee Wee Bluesgang im Rockpalast des WDR in Köln.

PeeWeeBluesgang02

Anfang der 1980er Jahre waren die PeeWees auch Begleitband von Drafi Deutscher bei Live-Konzerten.

Seit Mitte der 1990er Jahre ersetzte das Saxophon dann das Keyboard.

Am 31. Dezember 2008 löste sich die Gruppe, die bis dahin 15 Alben herausgebracht hatte, auf.

2010 feierte die Band ihr Comeback. Seitdem spielen die PeeWees in geänderter Besetzung. Andreas Müller ersetzte Heribert Grothe an der Bass-Gitarre. Neu hinzugekommen am Keyboard ist Nico Kozuschek. (wikipedia)

PeeWeeBluesgang03

Hier ihr Reunion- Album aus dem Jahr 2012.

Und so kündigte die Band sich damals selber an:

Endlich ist es soweit. Das Comeback des Jahres:
Die PeeWee´s sind wieder vereint.
Viele Leute haben es gewünscht, erhofft und ersehnt. Nun hat das Warten ein Ende.
In neuer Besetzung bieten die PeeWee´s das Beste aus 35 Jahren Blues- und Rockmusik. Mit der neuen CD „Boudoir de Luxe“ ist die Iserlohner Bluesrock- Formation zurück auf der Bühne- und wie!
Lauter, schneller und lebendiger, als je zuvor.
Auch wenn die PeeWee`s in neuer Besetzung auftreten, stehen Frontmann Richard Hagel und Gitarrist Thomas Hesse für Kontinuität und ausgelassene Spielfreude.

The cult is back!
Das Warten hat ein Ende. Die PeeWee Bluesgang ist wieder da. Als im Jahr 2008 die Bandgeschichte nach 32 Jahren zu Ende ging, war es für viele Fans ein Schock. Viele haben gesagt: das kann doch nicht das Ende sein.
So ist es!
Richard Hagel und Thomas Hesse haben beschlossen, dass die PeeWees wiederauferstehen.
Lauter, schneller und lebendiger als je zuvor rockt die Band mit neuem Lineup die Bühnen dieser Welt. Die neue Besetzung bietet das Beste aus 34 Jahren Blues- und Rockmusik. Im Gepäck die neue CD „Boudoir de Luxe“.

Und so schauen dann ältere Blueser aus:
PeeWeeBluesgang01

„Musik hält jung“ schmunzelt Sänger Richard Hagel. Der charismatische Sänger und Frontmann hat nichts von seiner fantastischen Stimme und Bühnenpräsens eingebüßt. Vielmehr steht er in Zusammenarbeit mit dem legendären Gitarristen Thomas Hesse nicht nun für Kontinuität, sondern auch für modernste Stilistiken der Blues- und Rockmusik.
Unterstützt werden die beiden „Urpeewees“ dabei von ihrem langjährigen Schlagzeuger Martin Siehoff. Am Saxophon Karlos Boes, der auch schon seit 8 Jahren dabei ist. Der Saxophonist der Helge Schneider Band interpretiert den Blues in seiner elegantesten Art. Am Bass neu dabei Andreas Müller. Der phänomenale Bassist ist in allen musikalischen Sparten zu Hause. Bei den PeeWees kann er seine Liebe zum Blues voll ausspielen. Der Keyboarder Nico Kozuschek ist ein weiterer Neuzugang. Obwohl jung an Jahren ist er schon ein alter Bühnenhaudegen. Ob Soul, Jazz, Blues,Funk oder Rock, Nico bedient alle Stile perfekt.
Die Pee Wee Bluesgang hat in ihrer langen Geschichte tausende von Auftritten im In- und Ausland absolviert. Die Band weis nicht nur vor 80.000 Fans in Russland zu begeistern, sondern zeigt ihre musikalische Bandbreite bei Konzerten mit dem Philharmonischen Orchester Südwestfalen. Ob Bluesfestival oder Klassikevent, die Peewees ziehen die Menschen in ihren Bann.Booklet01A

Was im Jahre 1977 als bluesige Coverband entstand, ist heute eine der ältesten Bluesbands überhaupt. In den 70igern hieß es für Thomas Hesse & Co lernen von den Grossen: B.B. King, Hendrix, Clapton, Beck und vor allem Muddy Waters waren die Vorbilder.
Im Laufe der Jahre entstanden eigene Kompositionen, die den typischen Peewee-Sound ausmachen. Insgesamt 16 Alben und CDs zeigen das riesige Oeuvre der Bluesgang.
„Diesmal hören wir erst auf, wenn einer von uns mit dem Rollstuhl auf die Bühne muss“. Dieses Zitat von Richard Hagel ist das Credo der neuen PeeWee Bluesgang. So kann man die Peewees so manches Jahr auf der Bühne erleben! (Pressetext)

PeeWeeBluesgang04

Nun gut, ein wenig marktschreierisch ist dieser Promotext schon, aber das Album ist wirklich ne Wucht:

DEnn bereits das erste Stück lässt aufhorchen … was für eine wunderbar fauchende Wah-Wah Gitarre !

Mehr als einmal hatte die cih Assoziation zuu einem guten Whisky, der viele Jahre in Sherry-Fässern reifen durfte. Bluesgetränkte Rock- und z.T. auch Soulmusik, die über jeden Zweifel erhaben ist. Deftiger Blues-Rock, stimmungsvolle Balladen („Come Back To Me“)

Und auch ein Hauch der Dire Straits weht aus den Boxen („Saturday Night“). Und auch wunderbar: „It’s Just The Way“ (geradezu hymnisch)

Und natürlich ist mir aufgefallen, dass ich von denen bisher noch gar nicht berichtet habe … ist ja schon fast unverzeihlich … lässt sich aber nachholen !

Und als kleiner Vorgeschmack und als Bonus: „Hey Joe in einer ziemlich intensiven Livefassung aus dem Jahr 1983 !

BackCover1

Besetzung:
Karlos Boes: (saxophone)
Richard Hagel (vocals)
Thomas Hesse (guitar)
Nico Kozuschek (keyboards)
Andreas Müller (bass)
Martin Siehoff (drums)

Booklet02A

Titel:
01. 1 Just In Heaven (Hesse) 5.18
02. Too Much Soul (Hagel/Hesse) 4.58
03. Boudoir De Luxe (Hesse) 3.38
04. Saturday Night (Hesse) 3.38
05. Tikki Bar Is Open (Hagel/Hesse) 7.08
06. Come Back To Me (Hesse) 4.33
07. Give Me Your Love (Hagel/Hesse) 4.03
08. Can’t Pay (Müller) 3.25
09. It’s Just The Way (Hagel/Hesse) 4.31
10. Armageddon 2012 (Hesse) 5.04
+
11. Hey Joe (Roberts) (live September 1983) 8.12

CD1

*
**

Die aktuelle Website der Band:
Website

Wieder lieferbar: Su Kramer + Sir Eric & His Royal Garden Orchestra

Wie gewünscht (click on the pic)

Su Kramer – Frei sein (1971):
FrontCover1

Sir Eric & His Royal Garden Orchestra – Verbeatet Klassik (1967):
FrontCover1.JPG

Wer sich über einen Beitrag, der nicht mehr lieferbar ist, dennoch gerne nochmals informieren möchte, schreibe bitte an:

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

Ich werde dann natürlich versuchen, solche Wünsche zeitnah zu erledigen, okay ? Auch weitere (Musik) Wünsche kann man mir gerne mitteilen; ich schau dann, was sich machen lässt.

Und dann noch folgende Information:

In manch früheren Beiträgen habe ich – aus gegebenem Anlass – ein Passwort verlangt; dies ist gegenwärtig nicht mehr notwendig.

Willy Reichert – Willy Reichert (2002)

FrontCover1Vermutlich werden sich nur noch die Vertreter der reiferen Jugend an den köstlichen Willy Reichert erinnern:

Willy Reichert (* 30. August 1896 in Stuttgart; † 8. Dezember 1973 in Mietenkam im Chiemgau) war ein deutscher Komiker, Volksschauspieler und Sänger.

Willy Reichert wurde in Stuttgart als Sohn eines Maschinenmeisters geboren. Nach einer Ausbildung an der Fachschule des Dr. von Morgenstern in Braunschweig[ arbeitete er als Zuckertechniker in einer Zuckerraffinerie in Hildesheim, bis er 1915 einrücken und Soldat werden musste.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges nahm er Schauspielunterricht bei Max Bing am Stuttgarter Staatstheater. Im Jahr 1921 begann seine Karriere als Schauspieler am Stuttgarter Schauspielhaus, an das er nach einigen Jahren in der Provinz, u. a. an Häusern in Zwickau, Landsberg, Heilbronn und einem Abstecher zum Kabarett in München, 1926 wieder zurückkehrte. Hier spielte er von 1926 bis 1932 Theater. Mittlerweile hatte er sich vom jugendlichen Komiker mit Erfahrung im Opern- und Operettenfach zu einem profilierten Vortragskünstler entwickelt. Mit eigenem Repertoire gastierte Reichert bald nicht mehr nur im Friedrichsbau in Stuttgart, sondern an allen größeren Varietébühnen im Reich.

WillyReichert01

Willy Reichert, 1960

Er erfand 1931 zusammen mit dem Stuttgarter Oscar Heiler die Kunstfiguren „Häberle und Pfleiderer“. Bis in die 1940er Jahre hatte das Komikerduo mit diesen schwäbischen Figuren auf den Varietébühnen Süddeutschlands großen Erfolg. In den 1950er und 1960er Jahren wurden die beiden Künstler durch regelmäßige Rundfunk- und (später) Fernsehsendungen populär.

Nach Kriegsende holte Fritz Kortner Reichert ans Theater zurück. Er trat wieder am Stuttgarter Schauspielhaus und in der Stuttgarter Komödie auf.

In den 1950er Jahren spielte Reichert, meist als urwüchsiger Schwabe, auch in zahlreichen Heimat- und Unterhaltungsfilmen mit. In seinen letzten Jahren wirkte er neben der Rundfunkarbeit in verschiedenen Fernsehserien mit. Großen Erfolg hatte er in seinen Hauptrollen in den TV-Serien Die Gäste des Felix Hechinger, Willy Reichert in …, Schwäbische Geschichten, Chronik der Familie Nägele und Deutschland, deine Schwaben. In dem Fernsehspiel Der Vogel läßt das Singen nicht, das zu seinem 70. Geburtstag im Jahre 1966 gesendet wurde, spielte er den Dorfpfarrer Michael von Jung.

Willy Reichert war auch als Sänger schwäbischer Lieder bekannt. Die erfolgreichsten, die heute immer noch in den Wunschkonzerten gespielt werden, sind Wo ein grüner Besen winkt, Karle Hank, Auf der Feuerbacher Heide, Auf dem Echterdenger Flugplatz, Dront am Neckar steht a Bänkle, Joggele, mei Bua (I bin Soldat, vallera), M’r muass a faulenze könne, O dees wär schee, i wenn i Geld gnug hätt und Das Hobellied.

WillyReichert02

Willy Reichert + Oscar Heiler

Reichert galt als der populäre schwäbische Humorist schlechthin. Thaddäus Troll nannte ihn „den bekanntesten und beliebtesten Schwaben, seit Theodor Heuss tot ist“. Er war indes kein Komiker des lauten Lachens, eher schon ein Vierteles-Philosoph (Reichert), der seine wunderlichen Zeitgenossen still belächelt. Sein sonores Baßorgan unterstrich noch das Heiter-Besinnliche in seiner Ausstrahlung, das „tiefe Staunen, das Lächeln des Weisen“.

Willy Reichert, der auch zahlreiche Bücher und Gedichtbände in schwäbischer Mundart veröffentlichte, wurde 1956 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Er lebte mit seiner Frau Elisabeth und seinen zwei Kindern, Thomas und Julia, in Mietenkam im Chiemgau, wo er im Alter von 77 Jahren verstarb. Reichert wurde auf dem alten Gemeindefriedhof in Grassau, Landkreis Traunstein beerdigt. Die Willy-Reichert-Staffel zur Karlshöhe in Stuttgart-Süd wurde nach ihm benannt. (Quelle: wikipedia)

Hier eine bunte Mischung aus seinem Schaffen in der Nachkriegszeit. Bedauerlicherweise hat er der Süddeutsche Rundfunk versäumt, diesem Sampler auch nur mit einem Hauch von Informationen zu versorgen … Ärgerlich, das gerade sein Haussender derart lieblos diese Veröffentlichung gestaltet hat.

Ändert aber nichts daran, dass die Aufnahmen schon einen arg erheiternden Charakter haben …

Hören, genießen !

Single

Besetzung:
Willy Reichert
Oscar Heiler
+
diverse Studiomusiker

BookletBackCover1

Titel:
01. Auf em Echterdenger Flugplatz (Zimber) 5.11
02. Dront‘ am Neckar steht a Bänkle (Ritter) 2.58
03. Linie 1 (Reichert) 3.22
04. O dees wär schee, I wenn i Geld gnuag hätt (Keller) 2.09
05. Die Erbschaft (Hofmeier) 5.44
06. Mr muaß au faulenza könna (Schmid/Zimber) 2.28
07. Stuegerter Souvenirs (Zimber) 5.34
08. Herrlich, ihr Brüder (Ukrainischer Holzschnitt) (Faber/Mehring) 5.04
09. s‘ Lotterle (Lang) 5.15
10. Joggele, mei Bua (I ben Soldat vallera) (Reichert) 3.32
11. Angellied (Hahn)2.30
12. Das Hobellied (Kreutzer/Raimund) 3.09

CD1

*
**

Straßenschild

Reinhard Mey – Mein Apfelbäumchen (1989)

FrontCover1Und wieder mal ein famoses Album des gereiferten Reinhard Mey; diesmal ein Sampler der besonderen Art. Und es hat schon seinen Grund, dass ich dieses Album mal wieder aus dem Regal gezogen habe:

„Mein Apfelbäumchen“ entstand als Benefizalbum im Rahmen einer Aktion zu Gunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe. Es trägt 16 Lieder zusammen, deren Entstehung Reinhard Mey so erklärt: „Ich glaube, Kinder zu haben, ist das aufregendste Abenteuer, das wir erleben können. Es ist der schwerste Beruf und die größte Herausforderung, die ich mir denken kann, und die glücklichste Erfahrung zugleich. Ich bin dankbar dafür. Dies sind die Lieder, die ich bis heute darüber geschrieben habe“. Eines davon „Mein Apfelbäumchen“, das dem Album den Titel gibt geht auf den Ausspruch Martin Luthers zurück „Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen“. Reinhard Mey hat damit einen Apfelbaum gepflanzt, der auch nach Jahrzehnten noch seine Früchte für die Kinder trägt, denn nach wie vor geht sein Honorar für dieses Album in voller Höhe an die Deutsche Krebshilfe – und es ist das erfolgreichste Album des Künstlers überhaupt. Das Geheimnis des immer neuen Beststellers mag darin liegen, daß jede der Geschichten, die Reinhard Mey in diesen Liedern erzählt, mit jeder neuen Generation, mit jedem Kind, das geboren wird, von neuem beginnt. (Pressetext)

Hüllentext

Ein wundervoller Reinhard Mey Klassiker, der Kinder und Familien ganz genau kennt und liebevoll besingt:

Wer Kinder hat, kennt alle Vergnügungen, Sorgen, übermächtig liebevollen Gefühle und Turbozeiten, die Reinhard Mey auf dieser CD besingt. Dies gelingt ihm so zartfühlend, nachdenklich machend und überzeugend, dass die Musik und ihre Inhalte zum Eltern-Suchtmittel der vergnüglichen Selbstbespiegelung werden.
Dies ist eine Eltern-CD, keine Kinder-CD, alle Einnahmen daraus werden seit jeher von Reinhard Mey der Kinder – Krebshilfe gespendet.

Man merkt bei jedem Ton und jeder Phrase, dass Reinhard Mey selbst Vater ist und jedes geschilderte Gefühl, das er besingt in allen Höhen und Tiefen selbst durchlebt hat. Ein feines Eltern-Kinder-Meisterwerk (Merlot)

REinhardMey01Ein Geschenk … und eines das mir nicht besser hätte gemacht werden können. Vater zu werden, ist eines der schönsten aber auch ungreifbarsten Dinge die mir in meinem Leben passiert sind. Unendliche viele, verwirrende Gefühle die mich beherrscht haben werden in dieser CD zum Ausdruck gebracht. Ich genieße es jedes mal wieder die Lieder zu hören und es rührt mich jedes mal wieder zu tränen wie sehr die Texte meiner Gefühlswelt zur Sprache verhelfen. Es wirkt wie ein Heilmittel die Fluten von Emotionen annähernd zu bewältigen und zu begreifen.
Die Melodien im klassischen Liedermacher Stil, gefühlvoll und witzig ergänzen diese CD zu einem wunderbaren Musikspiel. Morgens zur Arbeit hin, abends zurück, nachts mit dem Kind im Arm, tagsüber beim Spaziergang während unsere Tochter geschlafen hat ….diese Lieder haben mir unvergessliche Momente geschenkt. Daher nur zu empfehlen mit dem Besten was an Bewertungspunkten möglich ist!! (Cashu)

So isses … und mit dem Lied „Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht“ zeigt der Mey ne wirklich klare Kante … sonst kennt man ihn so gar nicht.

Ein zutiefst sympathisches und menschliches Album !

Nun ja, und mein ganz persönlicher Grund ist ein sehr einfacher und trotzdem sehr aufregender: in den nächsten Tage werde ich dann wohl zum vierten mal Opa … da braucht man wirklich Nerven wie Drahtseile …. schmunzel.

BackCover1

Besetzung:
Reinhard Mey (vocals, guitar)
+
diverse Studiomusiker

Booklet04A

Titel:
01. Mein Apfelbäumchen (1986) 3.52
02. Keine ruhige Minute (1981) 2.28
03. Menschenjunges (1977) 5.22
04. Beim blättern in den Bildern meiner Kindheit (1986) 4.15
05. Zeugnistag (1981) 4.21
06. Vaters Nachtlied (1986) 2.53
07. Zu deinem dritten Geburtstag (1985) 2.55
08. Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht (1986) 4.54
09. Aller guten Dinge sind drei (1988) 3.14
10. Die erste Stunde 1983) 3.07
11. Und nun fängt alles das noch mal von vorne an (1985) 3.40
12. Lulu (1988) 3.09
13. Alles ist gut (1981) 3.35
14. Ich frag‘ mich seit ’ner Weile schon (1981) 3.25
15. Abends an deinem Bett 1981) 3.24
16. Kleiner Kamerad  1986)4.05

Musik und Texte: Reinhard Mey

CD1

*
**

Ich denk‘, ich schreib‘ euch besser schon beizeiten
Und sag‘ euch heute schon endgültig ab –
Ihr braucht nicht lange Listen auszubreiten
Um zu sehen, dass ich auch zwei Söhne hab‘!
Ich lieb‘ die beiden, das will ich euch sagen
Mehr als mein Leben, als mein Augenlicht
Und die, die werden keine Waffen tragen!
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!
Ich habe sie die Achtung vor dem Leben
Vor jeder Kreatur als höchsten Wert –
Ich habe sie Erbarmen und Vergeben
Und wo immer es ging, lieben gelehrt!
Nun werdet ihr sie nicht mit Hass verderben
Keine Ziele und keine Ehre, keine Pflicht
Sind’s wert, dafür zu töten und zu sterben –
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!
Ganz sicher nicht für euch hat ihre Mutter
Sie unter Schmerzen auf die Welt gebracht –
Nicht für euch und nicht als Kanonenfutter
Nicht für euch hab‘ ich manche Fiebernacht
Verzweifelt an dem kleinen Bett gestanden
Und kühlt‘ ein kleines glühendes Gesicht
Bis wir in der Erschöpfung Ruhe fanden
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!
Sie werden nicht in Reih‘ und Glied marschieren
Nicht durchhalten, nicht kämpfen bis zuletzt
Auf einem gottverlass’nen Feld erfrieren
Während ihr euch in weiche Kissen setzt!
Die Kinder schützen vor allen Gefahren
Ist doch meine verdammte Vaterpflicht
Und das heißt auch, sie vor euch zu bewahren!
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!
Ich werde sie den Ungehorsam lehren
Den Widerstand und die Unbeugsamkeit –
Gegen jeden Befehl aufzubegehren
Und nicht zu buckeln vor der Obrigkeit!
Ich werd‘ sie lehr’n, den eig’nen Weg zu gehen
Vor keinem Popanz, keinem Weltgericht
Vor keinem als sich selber g’radzustehen!
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!
Und eher werde ich mit ihnen fliehen
Als dass ihr sie zu euren Knechten macht –
Eher mit ihnen in die Fremde ziehen
In Armut und wie Diebe in der Nacht!
Wir haben nur dies eine kurze Leben –
Ich schwör’s und sag’s euch g’rade ins Gesicht:
Sie werden es für euren Wahn nicht geben!
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

Mehr von Reinhard Mey:
Mehr

Eugen Cicero – Balladen (1979)

FrontCover1Eigentlich kam er ja aus Rumänien, aber erfolgreich war dann bei uns:

Eugen Cicero (eigentlich Eugen Ciceu, * 27. Juni 1940 in Klausenburg, Rumänien; † 5. Dezember 1997 in Zürich) war ein klassisch ausgebildeter Jazz-Pianist. Er wurde mit seinen Jazz-Interpretationen und -Bearbeitungen von barocken, klassischen und romantischen Werken bekannt. Seine Interpretationen von Jazzstandards enthielten stets Zitate aus klassischen Werken.

Er spielte jedes Stück als Improvisation, und so war keine Aufführung mit einer anderen identisch, belegt durch mehr als 70 Einspielungen auf Tonträgern. 1976 erhielt er den Deutschen Schallplattenpreis für seine Bearbeitung von Kompositionen Franz Schuberts.

Eugen Cicero begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspielen, mit sechs gab er ein Mozart-Klavierkonzert mit dem Sinfonieorchester von Klausenburg. Seine Eltern, der Vater Teodor Ciceu war orthodoxer Priester, seine Mutter Livia – ungarischer Abstammung – eine professionelle Chorsängerin, unterstützten seine musikalische Ausbildung. Er bekam mit elf Jahren Unterricht bei Aurelia Cionca, einer der bekanntesten Pianistinnen Rumäniens. Es folgte Unterricht bei Ana Pittiș. Später studierte er an der Hochschule in Bukarest, von der er jedoch aus politischen Gründen im kommunistischen Rumänien verwiesen wurde. Zwei Jahre später wurde er wieder aufgenommen, und 1962 wurde er Hochschulprofessor für Musik.

Eugen Cicero 01Anfang der 1960er Jahre führte ihn eine Konzerttournee mit einem Sextett nach Ost-Berlin; nachdem die Musiker von der rumänischen Botschaft ein Tagesvisum für den Westteil der Stadt erhalten hatten, kehrten sie von dort nicht mehr zurück. Die meisten Musiker der Band gingen nach Nordamerika, Cicero blieb in der Bundesrepublik Deutschland. Der Schlagzeuger Charly Antolini vermittelte ihn an die Plattenfirma SABA/MPS, wo in den nächsten Jahren sieben gemeinsame Einspielungen erfolgten. Von West-Berlin aus zog er weiter nach Westdeutschland und in die Schweiz, wo er seine spätere Frau, die Tänzerin Lili Cziczeo, kennenlernte. 1965 spielte er die LP Rokoko-Jazz ein, die weltweit über eine Million Mal verkauft wurde.

1966 kehrte er nach Berlin zurück und verbrachte hier einen wesentlichen Teil seines weiteren Lebens. Er spielte von 1956 bis 1971 beim RIAS Tanzorchester, später bei der SFB Big Band von Paul Kuhn, mit den Münchner Philharmonikern, dem Arrangeur und Big-Band-Leiter Peter Herbolzheimer und vielen anderen Größen des Jazz. 1970 wurde sein Sohn Roger Cicero geboren, der bis zu seinem Tod im März 2016 ebenfalls ein bekannter Jazzmusiker war. 1980 wurde die Ehe mit Lili Cziczeo geschieden. 1982 übersiedelte er in die Schweiz und wurde Vater einer Tochter. Er trat häufig in Japan auf und spielte dort auch eine Reihe von Aufnahmen ein. Eugen Cicero starb am 5. Dezember 1997 im Alter von 57 Jahren nach einem Hirninfarkt.

Bei vielen seiner Kollegen war er wegen seiner Großzügigkeit sehr beliebt – er teilte häufig seine Einnahmen mit finanziell weniger erfolgreichen Musikerkollegen. Die Presse wie auch die Promotion seiner Plattenfirma beschreibt seine Musik als Mischung von Jazz und Klassik. Cicero verstand es, die klassischen Elemente nahtlos in sein Spiel einzubauen. Er konnte jederzeit vom triolisch-amerikanischen in barocken-klassischen Stil wechseln, ohne dass der Bogen verloren ging oder ein stilistischer Bruch eintrat. Ein Beispiel seiner Improvisationskunst ist seine ideenreiche Interpretation der Mozartschen Variationen über das Kinderlied Ah vous dirai je Maman (Morgen kommt der Weihnachtsmann).

Oft trat er als Solist auf. Der spieltechnische Unterschied zwischen rechter und linker Hand war bei ihm gänzlich aufgehoben, ähnlich wie bei Art Tatum und Oscar Peterson. Cicero bevorzugte jedoch das Spiel mit anderen Musikern. Bekannt ist der „Cicero-Lauf“, Eugen Cicero 02eine Folge sehr schneller chromatisch-abfallender kleiner Terzen, die nur mit einer – meist der rechten – Hand gespielt werden und die Cicero oft als verbindendes Element bzw. Farbmuster zwischen zwei Themen einsetzte. Vereinzelte Kritik erntete Eugen Cicero wegen seiner zeitweiligen Nähe zur sogenannten U-Musik – etwa vergleichbar mit James Last, Paul Kuhn oder Erwin Lehn. Cicero war ein Pionier des Crossover, lange bevor dieser Begriff Einzug in die Musiktheorie hielt. (by wikipedia)

Hier ein Werk aus seiner Spätphase und man kann nur staunen, auf welch hohem Niveau er auch hier musiziert. Mag ja sein, dass die Musik auf diesem Album so easy und ganz einfach klingt … aber diese Leichtigkeit muss man auch erstmal hinbekommen …

Und allein wie er kunstfertig seine eigenen Kompostitionen mit denen der großen Meister (Bach, Ravel, Chopin) vermengt, ist beeindruckend.

Ein Album für ruhige Stunden … eine Wohltat für die Seele.

Und gerade deshalb hätte ich mir genau für dieses Album eine künstlerisch etwas amibitionierte Covergestaltung gewünscht, denn das Auge hört mit …

Eugen Cicero 03

Eugen + Roger Cicero

Besetzung:
Eugen Cicero (piano)
Joe Nay (drums)
Johann Anton Rettenbacher (bass)

BackCover1
Titel:
01. Pavane For A Dead Princesse (Ravel) 4.19
02. Cicero’s Waltz Op. 69 Nr. 2 (Cicero/Chopin) 3.58
03. Cicero’s Präludium und Fuge (Cicero/Bach) 4.21
04. Sarabande For A Blond Princesse (Cicero/Rettenbacher) 3.45
05. Cicero’s Prélude Op. 28 Nr. 6 (Cicero/Chopin) 4.42
06. Here’s That Rainy Day (van Heusen) 4.25
07. Misty (Burke) 2.44
08. The Summer Knows (Legrand) 4.56

LabelB1

*
**

Mehr von Eugen Cicero:
Mehr