Erste Allgemeine Verunsicherung – Nie wieder Kunst (1994)

FrontCover1Also bei diesem Album der EAV darf man sich getrost fragen … was für ein Zeug haben die wohl geraucht  ….

Nie wieder Kunst (wie immer …) ist das neunte Studioalbum der österreichischen Popgruppe Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV) und erschien am 24. November 1994. Das Album erreichte Platz eins der österreichischen Albumcharts und blieb 25 Wochen in der Hitparade. In der Schweiz erreichte das Album Platz 17, in Deutschland belegte es Platz 40. In Österreich erhielt Nie wieder Kunst zudem Doppelplatin für mehr als 60.000 verkaufte Einheiten.

1995 kam das Video Kunst-Tour ’95 in den Handel, das Aufnahmen der Konzerttournee beinhaltet. Im selben Jahr erschien das Live-Album Kunst-Tour ’95 – live!.

Klaus Eberhartinger und Thomas Spitzer hatten schon vor sechs Jahren Kenia zum Rückzugsgebiet erkoren. Unbehelligt von den Nebenerscheinungen, die ein Popmusikerleben, zumindest das eines Multisellers, mit sich bringt, konnten die beiden dort ausspannen und auch Ideen entstehen lassen. Nach der letzten Veröffentlichung war die Gruppe exzessiv getourt und hatte eine Erholungspause nötig. In Kenia folgte auf Regeneration und Ideensammlung schließlich Tatendrang. 1993 wurde in Do-it-yourself-Manier ein Studio her- und eingerichtet, wobei man bisweilen improvisieren musste, da es beispielsweise keine schalldichten Fenster in dem afrikanischen Land gab. Aus fast 40 Ideenskizzen kristallisierten sich langsam – manches wurde nach Wien mitgenommen, um es mit den Bandkollegen zu diskutieren und zu verbessern – die 16 Titel des Albums heraus.

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Nach langer Zeit ist Nie wieder Kunst das erste EAV-Album, dessen Kritiken eher negativ ausfielen. Auf der inoffiziellen Website der Band wurde das Album als textlich gut, musikalisch aber eher schwach bezeichnet. Die primäre Verwendung von Synthesizern und Computern anstelle klassischer Musikinstrumente stieß ebenfalls auf schlechte Kritik, ebenso die mangelnde Beteiligung von Eik Breit und Nino Holm an der Komposition der Lieder.

„So gut wie das Album anfängt, geht es jedoch leider nicht weiter. Zum ersten Mal gibt es Schwachstellen: Lieder, die sich beim ersten Mal nicht sofort als Ohrwurm zwischen Hammer und Amboss einnisten […] Musikalisch hat die EAV offenbar auch abgespeckt. Noch nie wurde so massiv der Computer anstatt selbstgespielter Instrumente benutzt, noch nie wirkten die Lieder so synthetisch. Erdige Stücke wie „Einmal möchte ich ein Böser sein“ oder „Eierkopf Rudi“ sind die Ausnahme.“

– Kritik auf verunsicherung.de[6]

Der Musikexpress machte „eine fast schon dadaistische Ader aus“.[

Das Cover des Albums zeigt eine von Thomas Spitzers Comicfiguren. In der rechten Hand hält sie eine Banane, die aus der Schale flutscht. In einer Sprechblase ist der Titel des Longplayers zu lesen. Der Hintergrund des Motivs ist Grau und am oberen Bildrand ist in gelben Buchstaben der Name der Musikgruppe lesbar. Die CD von Nie wieder Kunst enthält ein Booklet mit den Songtexten und diversen Comicbildern von Nasenbären, die seit dem 1990 erschienenen Album Neppomuk’s Rache neben den Pinguinen die Hauptfiguren in Spitzers Comicmotiven darstellen.

Und hier die Bedeutung von ein paar der Songs … und um was es darum geht:

300 PS
Das Lied handelt von einem Mann, der in Autos den wahren Sinn des Lebens sieht und sich eines mit 300 PS zulegt. Als er auf der Autobahn von einem Wagen mit 400 PS überholt wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Am Ende des Lieds kommt er ins Irrenhaus.

Hallo
Klaus ruft verschiedene Ex-Freundinnen an, mit denen er vor sehr langer Zeit Beziehungen hatte, und versucht – erfolglos – sie dazu zu bewegen mit ihm auszugehen. Dabei haben die meisten bereits Familien oder haben sich anderweitig verändert. Eine hat einen Sohn, dessen Vater nach seiner Geburt verschwunden ist – und Klaus muss herausfinden, dass er der Vater ist.

Die Zeit
Ein Mann liegt im Bett und philosophiert über die Zeit. Er findet immer neue Gründe, ins Bett zurückzukehren und den läutenden Wecker zu zerschlagen. Am Ende ist der Tag vorbei und er ist noch kaum aufgestanden, also schläft er wieder ein und „freut sich auf den neuen Tag“, an dem er jedoch wieder den Wecker zerschlägt und weiterschläft.

Geburtstag
Dieses kurze Stück (1 Min., 08 Sek.) ist ein Geburtstagslied, das jedoch keine Glückwünsche, sondern Hass auf das Geburtstagskind ausdrückt.

Eierkopf-Rudi
Dieses Lied kritisiert den Nationalsozialismus und handelt von einem Neonazi namens Rudi. Wegen ihrer gegen den Nationalsozialismus gerichteten Lieder erhielt die EAV schon Drohbriefe und Bombendrohungen.

Edi
Dieses Lied handelt von einem Dackel namens Eduard, der seinem Herrchen ständig Schwierigkeiten bereitet, jedoch die Konsequenzen nicht tragen muss. Im Refrain wird mit ihm geschimpft (Pfui! Edi, Pfui!)

Singles

Die Singles aus diesem Album

..schwört sich die EAV – und besingt das genaue Gegenteil!
Ihre Musik ist Kunst, die Texte Sau Komisch, die Ideen einmalig und die Melodien nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen. Mit NIE WIEDER KUNST feiert die Erste Allgemeine Verunsicherung ihr Comeback- NIE WIEDER KUNST ist das erste Album seit der Vierjährigen Pause nach WATUMBA. Und dieses Album ist bereits eindeutig besser als sein manchmal langweiliger Vorgänger- obwohl man sagen muss, dass Eik Breit und Nino Holm (zwei der Gründungsmitglieder der EAV) bei diesem Album fast gar nichts mehr mitgearbeitet haben. Doch Spitzer und Eberhartinger stellen ihr können unter Beweis, und haben diese Meisterleistung auf den Markt gebracht.

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Eindeutiger Höhepunkt des Albums ist, ganz klar, EINMAL MÖCHT‘ ICH EIN BÖSER SEIN. BARBARA hat eine super Melodie, ganz zu schweigen von dem Text erst, und DIE ZEIT ist ein weiterer Meilenstein der Sprachfähigkeit Eberhartingers (klar das da mit Computer nachgeholfen wurde, aber es hört sich trotzdem geil an). Der wohl verwirrenste Song des Albums ist eindeutig DIE GESCHICHTE. Klasse.
Der Titelsong NIE WIEDER KUNST, verrückt, durchgeknallt, und, leider ist dies auch der Schwachpunkt des Gesamten Albums, die Melodie- die erweist sich nämlich als sehr interresant – jedoch erst nach ein paar mal hören, da sie sich nicht sofort als Ohrwurm erweist!
Wieder ein durchgeknallter Liebessong: FLUGZEUG (LIEBSTE MEIN). Gigantisch.
Eine lustige Idee, und dazu noch genial umgesetzt, ist CINDERELLA: Eine neue Handlung der alten Kindergeschichte (obwohl diese hier sicher nichts für Kinder ist), mit etwas mehr Humor gewürzt, und der Erkentniss am Schluss: >>IN WAHRHEIT GEHEN MÄRCHEN ANDERS AUS<< lässt die EAV diesen Song zu einem wahren Hochgenuss vermitteln.

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So sans … die  Buam … 

Und Kritisch war die EAV auch diesmal: EIERKOPF-RUDI kritisiert die Dummheit der Ausländer-feindlichkeit, ganz klar nicht so direkt, man muss den Text schon verstehen, um diese Moral zu erkennen, doch erkennbar. Und typischist, bei all dem ernsten Getue darf der Humor nicht fehlen.
Zum Schluss muss ich meinen Senf noch über 300 PS (AUTO…) ablassen: Der Text ist einmalig. Leider wieder eine Melodie, die einem erst nach mehrmaligen Hören so richtig gefällt, doch sonst eigentlich ganz nett.
Das die Jungs so gut weitermachen sollen, brauche ich ja wohl nicht mehr zu sagen, den mit IM HIMMEL IST DIE HÖLLE LOS!, hat die EAV gezeigt, dass sie so gut ist, wie zu GELD ODER LEBEN `s Zeiten. (Data)

Seh ich genauso …. also:

Wer auf schrägen Humor steht … der kriegt hier davon die volle Ladung …

Hab´ ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich auf schrägen Humor stehe ?

Von daher: ein Geniestreich der besonders schrägen Art.

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Auch bei Merchandising haben die Jungs es krachen lassen … 

Besetzung:
Klaus Eberhartinger (vocals)
Thomas Spitzer (guitar, vocals)
Andy Töfferl -(Background vocals)
+
David Bronner (keyboards, background vocals)
Andi Cutic (guitar bei 15.)
Oliver Gattringer (drums bei 16)
Manfred Kammerhofer (violin bei 16.)
Wolfgang Killian (guitar bei 16.)
Othmar Klein (clarinet, saxophone bei 16.)
Thomas Lang (drums)
Christian Leitgeb (guitar)
Bernhard Locker (guitar)
Stefan Maass (percussion)
Heribert Metzker (marching drums bei 05.)
Alfred Pfleger (violin bei 16.)
Bernhard Rabitsch (trumpet bei 13.)
Thomas Rabitsch (keyboards bei 15,)
Erwin Reder (organ bei 16.)
Manfred Schweng (bass bei 16.)
Ken Taylor (bass)
+
background vocals:

Kurt Keinrath – Brigitte Prybil

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Titel
01. Nie wieder Kunst (Spitzer) 3.58
02. Flugzeug (Eberhartinger/Spitzer) 3.54
03. Cinderella (Eberhartinger/Spitzer) 4.22
04. The Frogs Are Coming (Spitzer) 1.07
05. 300 PS (Spitzer) 4.06
06. Barbara (Eberhartinger/Spitzer) 4.13
07. Die Zeit (Eberhartinger/Spitzer/Bronner) 3.55
08. Edi (Spitzer/ThierResch/Beit) 3.04
09. Geburtstag (Eberhartinger/Spitzer) 1.08
10. Einmal möcht‘ ich ein Böser sein (Spitzer) 3.47
11. Hallo (Spitzer) 4.27
12. Zwirch & Zwabel (Eberhartinger/Spitzer/Bronner) 3.34
13. Die Geschichte (Eberhartinger/Spitzer) 4.41
14. Ibrahim (Eberhartinger/Spitzer/Bronner) 1.42
15. Eierkopf-Rudi (Spitzer/Eberhartinger/Bronner/Keinrath) 4.36
16. Leckt’s mi (Eberhartinger/Spitzer/Bertl) 4.07

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Illustration

 

 

Hurra, Hurra, die EAV ist wieder da
Hurra, Hurra, das wird ein gutes Jahr!

Nie wieder Kunst, Kunst, Kunst, Kunst;
Nie wieder Kunst, Kunst, Kunst

Was ist Kunst? … Keine Ahnung von Kunst … Was? Kunst

Die ersten Pyramiden,
die bauten nicht die Syrer,
sondern die Ägypter
ganz ohne Baggerführer.

Kunst – schräg
Kunst – spitz
Kunst – gleich hoch wie Dreieck!
Kunst, Kunst

Es bemalte Michelangelo
sixtinisch die Kapelle
im Dienst der Kirchenfürsten
und bekam so manche Schelle.

(Halleluja…Halleluja)
Wem nützt Kunst?
Kunst ist teuer!

Goethe schrieb‘ auf eig’nen Faust,
den Kopf zerbrach sich Plato.
Bevor van Gogh sein Ohr verlor‘
hörte er bis anno dato nur:
„Du junger Wilder,
verkauf deine Bilder!“

Literaten, Pinselschwinger,
Psychopaten, Wenigbringer,
Philosophen – meistens g’soffen
wozu seid ihr da?!

Die Kunst, die Kunst
sie ist eine Gunst,
von Göttern gegeben – umsunst!
Von Kunst keinen Dunst,
wir hab’n sie nie studiert,
und schau – es funktioniert!

Nie wieder Kunst

Den Mozart und den Wagner
hör ich gerne, wenn ich jausen,
nur beim Herrn Stockhausen
kriegt mein Hamster Ohrensausen!

Schräg … aaah … viel zu schräg!
Kunst; Nie wieder Kunst

Andy Warhol – Superstar!
Joseph Beuys – kein Einwand!
Doch Albrecht Dürer’s Hände,
die wo beten, find ich Leinwand!

Sie beten noch immer
in jedem Schlafzimmer!

Pinselschwinger, Winselsinger,
bringt’s mir wer ein Ottakringer!
Alles, was i net versteh‘,
des is ka Kunst und für’s WC

Die Kunst, die Kunst
sie ist eine Gunst,
von Göttern gegeben – umsunst!
Die Kunst
Von Kunst keinen Dunst,
wir hab’n sie nie studiert,
und schau – es funktioniert!

Nie wieder Kunst, Kunst

Musizierer, Texteschmierer
Tachinierer, Rohrkrepierer!
Wollt ihr den totalen Krieg?
Der Sieg gehört der Volksmusik!

Dreihulijouo…..Dreihulihulijouo

Künstler – wollt ihr überleben?
Dann müßt Ihr es billig geben!

Die Kunst, die Kunst
sie ist eine Gunst,
von Göttern gegeben – umsunst!
Von Kunst keinen Dunst,
wir hab’n sie nie studiert,
und schau – es funktioniert!

Nie wieder Kunst, Kunst

Die Kunst, die Kunst
sie ist eine Gunst,
von Göttern gegeben – umsunst!
Sie macht Dich selten reich
und wenn, dann erst als Leich‘ –
darum – nie wieder Kunst!
Kunst, Kunst, Kunst, Kunst

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Ricardo Havenstein – Johann Sebastian Bach – Hofkapellmeister zu Köthen (1995)

FrontCover1Einfach nur klassisch gut:

Ricardo Havenstein wurde 1964 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Mit 12 Jahren erhielt er seinen ersten Gitarrenunterricht. Bereits mit 15 Jahren debütierte er als Solist am Teatro des Libertador in Córdoba.
1982 zog Ricardo Havenstein nach Deutschland um in der Meisterklasse von Eliot Fisk an der Hochschule für Musik in Köln sein Können zu vervollkommnen. 1988 absolvierte er dort sein Studium mit der höchsten Bewertung.

Er startete eine intensive Konzerttätigkeit in ganz Europa und trat in den renommiertesten Konzertsälen, wie der Beethovenhalle Bonn, der Hochschule der Künste Berlin und im Gasteig in München auf. Konzertreisen führten ihn nach Österreich, Italien, Spanien, Dänemark, Ungarn und USA.
Zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen dokumentieren sein hohes künstlerisches Niveau. (Selbstdarstellung)

Ergänzende biographische Notiz:

In dem Begleitheft dieser CD findet sich dann noch folgender Satz:

„Seit Ende 1995 lebt er mit seiner Familie wieder in Argentinien.“

Mittlerweile scheint er wieder nach Deutschland zurückgekehrt zu sein .. .ein Wanderer zwischen den Kontinenten …

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Ich vermute mal, dies ist sein Debütalbum (es wird nicht mal auf seiner eigenen Website erwähnt). Vermutlich liegt der Grund in der Tatsache begündet, dass diese CD als ne Art „Sonderauflage“ von dem Magazin „Gitarre & Laute“ veröffentlicht wurde, und vermutlich in keiner allzugroßen Stückzahl.

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Die Musik von Johann Sebastian Bach, die hier wiedergegeben wird, bezieht sich ausschließlich auf seine sog. „Köthener Zeit“ … und bevor er dort seine Zelte aufchlagen konnte, musste er erstmal in den Arrest:

Hüllentext

Weitere Informationen dann im Begleitheft.

Es geht wirklich auf keine Kuhhaut, was der Bach alles so komponiert hat … diese CD ist sovoll von innig-intensiven Melodien … und die Transkription von Klaviermusik auf Gitarre ist auch kein Zuckerschlecken.

Aber der Ricardo Havenstein meistert das mühelos undm so hören wir eine zauberhafte Musik, die ob ihrer Nachdenklichkeit auch gut in diese Jahreszeit passt.

Wer in der Adventszeit besinnliche Muik hören will, ohne das entsprechende Weihnachtsgedöns … hier habe ich eine Alternative ! Und was für eine !

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Oder aber auch:

„… ein junger Musiker und eine ausgereifte Meisterschaft rufen bei Ricardo Havenstein einen Virtuosen der Gitarre hervor, mit feiner Sensibilität und aussergewöhnilichem Talent. Er besitzt eine der vollendesten Techniken seiner Generation, mit einem prächtigen und ungewöhnlichen Klang. Er verfügt über Intensität in der Interpretation jedes Werkes, estaunliche Sicherheit und eine besondere Erhabenheit, jene Erhabenheit von der die Gitarre so viel benötigt. Die Musik Argentiniens hat in diesem Interpreten, ehrwürdiger Bewunderer der Kunst Bachs, einen Botschafter unbezweifelten Ranges.“ (Revista Clásica).

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Personnel:
Ricardo Havenstein (guitar)

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Titel:

Französische Suite BWV 813 in e-Moll
01. Alemande 3.55
02. Courante 1.43
03. Sarabande 4.16
04. Air 1.39
05. Menuet 1.27
06. Gigue 2.48

Aus dem Wohltemerierten Klavier:
07. Präludium Nr. 9 BWV 854 / 1.40
08. Präludium Nr. 4 BWV 849 / 3.01
09. Präludium Nr. 12 II BWV 881 / 2.25
10. Präludium Nr 1. BWV 846 / 1.61
11. Präludium Nr. 13 BWV 858 / 2.19
12. Präludium Nr. 8 BWV 853 / 4.11
13. Prälidium Nr. 6 BWV 851 / 1.44
14. Präludium Nr. 12 BWV 857 / 4.06
15. Präludium Nr. 5 BWV 850 / 1.25

Suite BWV 818 in a-Moll:
16. Alemande 3.55
17. Courante 1.37
18. Sarabande simple 4.05
19. Sarabande double 2.20
20. Gigue 3.27

21. Präludium BWV 934 / 3.33
22. Präludium BWV 935 / 1.42
23. Invention Nr. 6 BWV 777 / 4.01
24. Fughetta BWV 961 / 2.37
25. Präludium BWV 926 / 1.04
26. Arie aus den Goldberg Variationen BWV 988 / 3.01

Musik: Johann Sebastian Bach

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Ricardo Havenstein, 1994

Ach ja … Ricardo Havenstein betreibt mit seiner Frau Brigitte auch ein ganz spezielles argetinisches Reisebüro („Finest Argentinia“): Und sie leben wieder in Argentinien:

FinestArgentinia

Joy Fleming – Viele Gesichter (1994)

JoyFlemingFrontCoverViele Gesichter hatte sie wahrlich … die Joy Fleming … und jetzt ist sie tot.:

Ihren ersten Hit landete Joy Fleming Anfang der Siebzigerjahre mit „Neckarbrückenblues“, der Song in Mannheimer Mundart machte sie weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt bekannt.

1975 vertrat Fleming mit dem Song „Ein Lied kann eine Brücke sein“ Deutschland beim Grand Prix, landete damals jedoch weit hinten auf Platz 17. Trotzdem wurde die Sängerin, die vom Blues, Soul und Jazz kam, hierzulande immer wieder mit diesem Lied assoziiert. Über 40 Jahre lebte Fleming auf einem Bauernhof in Sinsheim bei Mannheim mit ihrem französischen Lebenspartner.

Am Mittwochabend starb die Mannheimer Sängerin mit der schwarzen Stimme im Alter von 72 Jahren, wie ihr Sohn und ihr Manager am Donnerstag bestätigten. In ihrer Mitteilung hieß es: „Mit ihr verlieren wir eine großartige Sängerin, eine aufopferungsvolle Mutter und eine liebevolle Lebensgefährtin, welche voll im Leben stand.“ (Quelle: Der Spiegel)

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Und das Gesicht, das sie auf dieser CD zeigt, gehört zu den wirklich beeindruckenden Gesichtern.

Bedauerlicherweise wird dieses Album in der online basierten Fachliteratur kaum erwähnt. Und das ist ausgesprochen schaden, denn hier kann sie sich mit ihren ganz besonderen Stärken präsentieren:

Und zwar mit ihrer ausdrucksstarken Blues-und Soul getränkten Stimme.

Und eine Kunde von amazon brachte es mit ein paar wenigen Worten auf den Punkt:

Joy Fleming – eine tolle Sängerin!!!
Das war noch eine Künstlerin / Sängerin, die singen kann. Und dies in verschiedenen Musik-Richtungen.
Heute ist sie über 70 Jahre! (Sigi aus Bremen)

Man höre sich z.B. den eindrucksvollen Gospel „Zaubermann“ an, wo sie fast unbegleitet als Ausnahmesängerin brilliert:

TextZaubermann

Und erinnert man sich an ihr Interview, das ich mal anderswo präsentiert habe, dann versteht man den Song „Laßt die Kinder frei“ noch, viel, viel, besser. Gänsehaut pur … Gesanglich kann man sie hier durchaus mit Maggie Bell vergleichen und das will schon was heißen !!!

Eine feine Band hatte sie da … und wenn ich mir das recht gemerkt habe, spielten noch eine lange Zeit für Joy Fleming … das nenn´ ich auch ne Form von Tradition, und zwar im feinsten Sinne des Wortes.

Also: Joy Fleming: das ist genuss pur … anhören und sich überzeugen lassen !

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Besetzung:
Maher Fladung (guitar)
Joy Fleming (vocals)
Martial Krier (keyboards)
Martin Quinten (drums)
Alain Wittische (bass)

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Titel:
01. Du rufst mich an 3.23
02. Mr. Boogie 3.29
03. Viele Gesichter 3.33
04. Spring‘ auf 3.47
05. Zaubermann 2.18
06. Liebesland 3.49
07. Feuer und Flamme 3.29
08. Laßt die Kinder frei 3.30
09. Raff‘ Dich auf 3.31
10. In Dich verschossen 3.41
11. Spitze 3.34
12. Meine Freunde 2.38

Musik und Texte: Joy Fleming, Maher Fladung, Bernd Liebenow

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Joy Fleming (* 15. November 1944 in Rockenhausen, Nordpfalz; † 27. September 2017 in Sinsheim-Hilsbach)

 

Konzertplakat

Und das Konzert muss leider ausfallen

Carolina Brauckmann – Lesbisch makes the world go round (1994)

FrontCover1Gestern war ja ein großer Tag für die Schwulen- und Leben-Bewegung in Deutschland. Der deutsche Bundestag verabschiedete mit großer Mehrheit das sog. „Ehe für alle“ Gesetz. Dass es dazu dann plötzlich so schnell kam … nun das ist ein Lehrstück politischer, machtpolitischer Raffinesse …

Aber das interessiert die von dieser Entscheidung betroffenen Menschen erstmal nicht … Ihr lange Kampf um wirklich Gleichstellung beim Thema Ehe ist Geschichte.

Und da dachte ich mir, diese CD ist wie geschaffen für den heutigen Tag.

Carolina Brauckmann (* 26. Juni 1954) ist eine deutsche Liedermacherin und Historikerin. Sie produzierte seit Beginn der 1980er Jahre mehr als 100 deutschsprachige Stücke und gilt als bekannteste lesbische Liedermacherin Deutschlands oder auch „Grande Dame des lesbischen Chansons“.

Brauckmann wuchs als jüngstes von sechs Kindern in Lüdenscheid auf. Nach dem Abitur studierte sie in Freiburg im Breisgau Germanistik, Geschichte und Anglistik an der Albert-Ludwigs-Universität. In dieser Zeit war sie u. a. sechs Jahre lang Mitglied in der Redaktion der Freiburger Frauenzeitung. und engagierte sich in der Frauenrechtsszene. Gemeinsam mit Sully Roecken forschte sie im Stadtarchiv Freiburg, die beiden Wissenschaftlerinnen publizierten 1989 das Werk Margaretha Jedefrau, das sich mit Frauengeschichte auseinandersetzt und überregional beachtet wurde. Danach arbeitete sie sieben Jahre im Feministischen Archiv in Köln und war u. a. Mitinhaberin einer Internetagentur.

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1982 veröffentlichte sie ihr erstes Album Satirische Lesbengesänge rund um die Lebenswelt lesbischer Frauen und gab 1983 ihr Bühnendebüt als Sängerin. Als Besonderheit ihres Stils wird in der Rückschau die Kombination aus lesbischem Leben und Humor herausgestellt. Es folgte 1986 das zweite Album als LP und nach einer Pause von zehn Jahren vier CDs. Im Laufe ihrer mehr als dreißigjährigen Laufbahn als Komponistin und Musikerin gab sie zahlreiche Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowohl in alternativen oder subkulturellen Räumen – wie etwa noch in den 80ern in besetzten Häusern – als auch überregional in etablierten Häusern wie dem Jazzhaus Freiburg oder dem Kulturzentrum Schlachthof in Kassel.

Brauckmann022003 erhielt sie den Osnabrücker Rosa-Courage-Preis des ältesten kontinuierlich stattfindenden schwul-lesbischen Kulturfestivals in Deutschland. Sie trat bei der Eröffnung der Gay Games in Köln auf, außerdem gab sie zur Eröffnung der Women Pride im Rahmen der Cologne Pride 2012 ein Konzert.

In jüngerer Zeit ist Brauckmann auch als selbstständige Kommunikationstrainerin und Moderatorin tätig; ihr politisches Engagement entwickelte sich von der feministischen Frauenpolitik hin zur lesbisch-schwulen Emanzipationsbewegung, so etwa als Landeskoordinatorin für ältere Schwule und Lesben in Nordrhein-Westfalen.

Carolina Brauckmann lebt und arbeitet in Köln. (Quelle: wikipedia)

Hier eines ihrer früheren Werke …

Und sie stellt dann gleich mal klar, was Sache ist:

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Und da mir vielleicht der richtige Zugang zu diesem Album fehlt, mal ein paar Worte aus der „Szene“:

„Carolina Brauckmann hat eine phantastische, sehr erotische Stimme, sie erfindet wunderbare Melodien und Arrangements Marke Ohrwurm, sie begleitet sich selbst auf Klavier oder Gitarre und schreibt ihre Texte selbst, sehr intelligente, witzig-melancholische Texte. Wieso also verkauft dieses Super-Multitalent ihre CDs über einen kleinen Vertrieb, wieso ist sie nicht so bekannt wie die Knef oder Marlene in ihren Spitzenzeiten? Hilde und Marlene konnten beide nicht singen, Hilde komponierte ihre Songs nicht selbst, und Marlene dichtete weder noch komponierte sie.

Warum also ist die so viel bessere Brauckmann nur Insiderinnen bekannt? Weil es in der Musikbranche wie überall nicht nur um Talent geht, sondern auch um (Selbst)vermarktung. Dem Massenappeal steht bei Brauckmann ihre Kompromisslosigkeit als politische Künstlerin im Weg. Carolina ist Lesbe, und sie ist sich zu schade, diese Tatsache zugunsten einer besseren Vermarktung zu verbergen, im Gegenteil:

Der Lesbenalltag ist ihr Thema und ihre Inspiration. Ähnlich wie bei Marlene und Knef der Heteroalltag. Die Frauen-Lesben-Szene dankt es Carolina mit rauschenden Erfolgen bei ihren Veranstaltungen. Wir sind hingerissen von ihren Songs. Wir freuen uns, daß wir in unseren Reihen sowas Tolles haben. Was aber die KonsumentInnen der Mainstreamkultur betrifft, so sind sie zu bedauern. (Quelle: www.fembio.org)

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Aber nein … ich habe schon auch Zugang zu diesen Aufnahmen … Das liegt nicht nur daran, dass Caroline Braiuckmann ne wirklich profunde Musikerin ist und das Handwerk des Chansons perfekt beherrscht. Nein, das hat auch mit den Texten zu tun … die durchaus dem Anspruch „satirische Lesbengesänge“ zu produzieren, gerecht werden.

Und ihr sehr nachvollziehbares Lied „Lesbenehe“ thematisiert genaus das … das gestern dann zu einem guten Ende geführt hat.

Ein beeindruckendes Album … und mit all jenen kritischen Zeilen, dies sich dem männlich Geschlecht kann man schon ganz gut leben … denn: so verkehrt sind diese ja auch nicht.

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Für Volker Beck freut mich die gestrige Entscheidung ganz besonders: Seit 29 Jahren kämpfe er für diese „Ehe für alle“ und an seinem letzt Tag als Parlamentarier (er kandidiert nicht mehr zum nächsten Bundestag) konnte er nun jubeln !

Besetzung:
Carolina Brauckmann (vocals, piano, guitar)

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Titel:
01. Schwein gehabt 2.35
02. Lesbenehe 2.40
03. Quattro Stagioni 3.47
04. Isebill und Rosamund 3.44
05. Früher schon 2.58
06. Die Geschlechterforscherin 3.09
07. An einem Tag im November 3.40
08. Basic Instincts 3.51
09. Tschibo Affaire 3.57
10. Deja vu 3.34
11. Butch und Femme 4.09
12. Sub 4.42
13. Darling 5.25

Texte und Musik: Caroline Brauckmann
Musik bei 08.: Präludium Nr 1. aus Das wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach

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der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

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Wanderer – Forbidden Love + 2 (1995)

FrontCover1Gott sei´s getrommelt und gepfiffen … dass ich kein TV-Serien-Junkie bin … Das würde mir ja gerade noch fehlen …

Aber halt: Da gibt es eine Ausnahme und die heißt dann auch noch ausgerechnet „Verbotene Liebe“:

Verbotene Liebe ist eine deutsche Seifenoper, die vom 2. Januar 1995 bis zum 26. Juni 2015 im Vorabendprogramm des Ersten ausgestrahlt wurde.

Die Handlung der Serie ist zu Anfang an die australische Soap „Sons and Daughters“ angelehnt, die in Deutschland nicht ausgestrahlt wurde. Im Gegensatz zu Soaps wie Lindenstraße, Marienhof, Unter uns oder Gute Zeiten, schlechte Zeiten war der maßgebliche Teil der Handlung von Verbotene Liebe in der High Society angesiedelt, während Probleme des sogenannten Durchschnittsbürgers eher marginal behandelt wurden. Die Intrigen in den Adelsfamilien, wie man sie anhand derer von Anstetten, von Beyenbach oder von Lahnstein schilderte, erinnern eher an US-amerikanische Soaps wie Dallas oder Der Denver-Clan und setzten sich damit von besagten anderen deutschen Soaps ab, die weitaus mehr Identifikationspotenzial für den Zuschauer bieten. Verbotene Liebe spielte zudem bewusst auch mit den sozialen Unterschieden zwischen der gehobenen Gesellschaft Düsseldorfs und der Mittelschicht, wie sie beispielsweise von der Familie Brandner verkörpert wurde.

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Die damalige Stars der Vorabend-Serie: Valerie Niehaus und Andreas Bruckner

In der Serie wurden immer wiederkehrende, sich sehr ähnelnde Handlungsstränge und Rollen durchgespielt. Die Rotationsabstände waren auf etwa ein, zwei Jahre angelegt, bis eine alte Story mit neuen Darstellern neu abgedreht und gesendet wurde. Dabei gab der Titel „Verbotene Liebe“ die Vorgabe für die Rahmenhandlung. Entweder war der oder die Auserwählte vergeben, ein unwissender Verwandter, anderer sexueller Orientierung oder einer anderen sozialen Schicht zugehörig usw. Waren diese Probleme geklärt, drohten Beziehungskrisen durch vermuteten Betrug, durch möglicherweise lebensbedrohliche Unfälle, fehlende Liebesbeweise insbesondere bei pubertären Rollen oder durch Schwangerschaften, die früher in der Regel wegen des vorsätzlichen oder ungewollten Verlustes des Embryos nicht ausgetragen wurden. Dies änderte sich jedoch stark ab 2006, als insgesamt drei Neugeborene beziehungsweise Kleinkinder in die Serie eingeführt wurden. Daneben war auch der plötzliche Wunsch einer Rolle nach einem Wohnortswechsel ein sehr populäres Handlungsmodul, um eine Beziehung in Frage zu stellen. Schließlich wurde dieses Motiv von Drehbuchschreibern mehrmals genutzt, um eine Figur, deren Darsteller aussteigen will, aus der Serie hinauszuschreiben.

Wiederkehrende Muster durchliefen neue Darsteller auch bei ihrer Einführung. Häufig tauchte ein Bruder, eine Schwester, ein Vater oder eine Mutter auf, von der vorher nie gesprochen wurde, oder es wurde ein bisher unbekannter Verwandter gesucht. (Quelle: wikipedia)

Also, der übliche Kram halt …

Hier die erste Folge … via YouTube:

Der Beginn dieser Serie (Januar 1995) fällt just in jene Phase meines Lebens, in der ich – wegen einer „verbotenen Liebe“, das Ende meiner 1. Ehe einläuten musste … Der Preis dafür war u.a., dass ich meine geliebten Töchter nicht mehr täglich sehen konnte.

Und diesen Töchtern fällt nichts besseres ein …. als – entsprechend ihrem damaligen Alter – diese Vorabendserie zu ihrer Lieblingssendung zu erkoren … Folge.: Wenn man dann bei Papa war (und das war damals sehr häufig) … war die Sendung ein Pflichttermin, an dem ich teilzunehmen hatte.

Und um meinen Töchter dann ne Freude zu machen (ich war damals ja heftig ob meiner Schuldgefühle gebeutelt), kaufte ich damals dann diese Maxi-CD mit dem Titelsong in drei unterschiedlichen Fassungen.

Harald Steinhauer

Harald Steinhauer

Und, was soll ich schreiben: Der Titelsong dieser Serie ist ein wahrer Ohrenwurm … für den Harald Steinhauer verantwortlich war. Harald Steinhauer ist ein ausgefuchste Profi im Musikgeschäft gewesen … er hat u.a. Musiker und Bands wie die Spider Murphy Gang, Heino, Monika Martin, die Kastelruther Spatzen, Juliane Werding, die Cagey Strings und Nino de Angelo. künstlerisch betreut.

Wie gesagt, ein Song mit Suchtcharakter (ein perfekter Sound, ein schmeichelnder Sänger und auch ein knackiges Gitarrensolo sind zu hören). Eine Rockballade die sich gewaschen hat.

Und für mich ist es weitaus mehr als nur eine geniale Rockballade (man kann es auch „billige Auftragsarbeit“ nennen) … Verbotene Liebe … und jetzt wird´ ich wohl ein wenig arg persönlich … ist wohl auch ein zentrales Thema meines Lebens gewesen. So gesehen ist dieser Song wohl auch einer der Soundtracks meines Lebens … ob mir das nun gefällt oder nicht.
Verbotene Liebe/ Historie
Schauspieler Daniel Brühl („Inglourious Basterds“, r.) taucht in einer seiner ersten Rollen als Straßenjunge Benji in der Soap auf.

Besetzung:
Ein Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1

Titel:
01. Forbidden Love (short Version) 3.34
02. Forbidden Love (TV Version) 3.46
03. Endless Love Theme (Instrumental) 3.44

Musik: Harald Steinhauer + Johan Daansen
Text: Helmut Frey + Curtis Briggs

CD1

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Dreams come at night, that you holding me tight
but you won’t be there when I’m crying, can’t hide my love cause I’m not strong enough
how can I go on without lying? babe,

Forbidden Love goes straight to your heart
and I can’t stand the pain when I call out your name
Forbidden Love goes straight to your heart and your soul loosing control, oho,

I couldn’t believe that I try to deseave a friend who will trust me forever
I’m just a man, I will do what I can, I tell you the truth now or never, babe

I’m trying to hide all these feelings inside
how can I go on when you leave me, ohoho.

 

Und hier ne Art Parodie auf das Lied … hat was:

 

Oscar Klein Sextett + The Cinema Sound Stage Orchestra – Der Clou (1974)

FrontCover1Oscar Klein (* 5. Januar 1930 in Graz; † 12. Dezember 2006 in Plüderhausen, Deutschland) war ein österreichischer Musiker des Oldtime und Mainstream Jazz. Er spielte Trompete und Gitarre, aber auch Banjo, Klarinette und Mundharmonika. „Überzeugend wie kaum ein anderer europäischer Trompeter“ beherrschte er das traditionelle Ausdrucksspektrum dieses Instruments, während er als Gitarrist auf Einflüssen von Eddie Condon, Freddie Green und Toots Thielemans eine eigene Stilistik aufbaute.
Aufgrund der jüdischen Herkunft musste Kleins Familie vor den Nazis fliehen. Klein erhielt 1943, als er dort während des Faschismus mit seiner Familie in einem kleinen italienischen Bergdorf interniert war, Mandolinen-Unterricht beim Dorflehrer.[2] Während der Ausbildung an der Basler Kunstgewerbeschule ab 1944 entdeckte er im Hot Club Basel den Jazz. Bei den „Feetwarmers“ um den Trompeter Freddie Höhn und den Klarinettisten Otto Flückiger machte er erste Erfahrungen als Gitarrist. 1948 trat Klein in Florenz eine Stelle als Zeichen- und Handarbeitslehrer an und versuchte dort, gleichgesinnte Musiker zu finden. Für die geplante Original Florence New Orleans Band fehlte allerdings der Trompeter, und so kam er zu seinem zweiten Instrument.

Bei einem Ferienbesuch in Innsbruck begegnete er dem Klarinettisten Fatty George; 1952 wurde er Mitglied von dessen Band. Diese Band war eine der wichtigsten der Wiener Jazz-Szene der 1950er Jahre, mit Musikern wie Bill Grah, Karl Drewo und Joe Zawinul. 1958 wechselte Klein zur Schweizer Chicago-Stil-Band Tremble Kids.

Er heiratete die Jazzsängerin Miriam Klein und gründete in Basel eine Familie. Von den vier gemeinsamen Kindern ist der 1961 geborene David Klein ebenfalls als Musiker und Komponist bekannt geworden.

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Oscar Klein (rechts) mit Romano Mussolini

Ab Ende 1959 arbeitete er mehrere Jahre in der Dutch Swing College Band.[3] Seit 1963 war er vor allem als Bandleader mit verschiedenen eigenen Formationen unterwegs. Zuerst in einem Trio mit Miriam Klein und Isla Eckinger, später vor allem mit Oscar Klein’s Jazzshow. Daneben arbeitete er mit Gastsolisten, wie Albert Nicholas, Joe Turner, Cootie Williams und Joe Venuti und erwarb sich internationale Anerkennung. Seit 1973 legte er einen Reigen von Alben unter eigenem Namen vor, trat aber auch wieder mit den Tremble Kids auf und – bis zu dessen Tod im Jahre 1982 – mit Fatty George. 1981 gründete er „Big Four“, eine italienisch-schweizerische Gruppe des Chicago Jazz. Anfang der 1990er tourte er mit wechselnd besetzten „European Dixieland All Stars“ und trat auch mit seinen „European Alls Stars“ auf, zu denen Charly Antolini und Barbara Dennerlein gehörten. Er arbeitete auch mit Romano Mussolini, dem Sohn des faschistischen „Duce“, zusammen.

In der Schweizer Fernsehserie „History of Jazz“ wirkte er als Moderator. Er gab außerdem viele Jahre lang erzieherische Konzerte in Schulen, zuerst zusammen mit Jerry Ricks, später mit Thomas Moeckel. Er glaubte fest, dass eine Jazzdarbietung sowohl musikalisch hochstehend als auch unterhaltend sein kann.

BuchEr war nicht nur einer der bedeutendsten Musiker des europäischen „Trad-Jazz“, sondern auch ein hervorragender Entertainer, mit (schon fast legendären) humoristischen Ansagen und der Kapitänsmütze als optischem Markenzeichen.
Oscar Klein hat weiterhin mit folgenden Musikern Aufnahmen gemacht: Lionel Hampton, Roy Eldridge, Earl Hines, Bud Freeman, Wild Bill Davison, Peanuts Hucko, Sammy Price, Ralph Sutton, Emil Mangelsdorff, Dexter Gordon, Slide Hampton, Wallace Bishop, Fritz Pauer, Lino Patruno, Jan Jankeje, Ludwig Stimmler, Hans Rettenbacher, Henri Chaix, Jimmy Woode, Gus Backus und Michael Pewny.

Insgesamt hat er mehr als 50 CDs und 130 LPs eingespielt.

Zusätzlich unterrichtete er Gitarre und veröffentlichte zusammen mit dem Schüler Caesar Perrig Pickin’ the blues. Ein Lehrbuch für Finger-Stil Gitarre, zu dem auch zwei LPs gehören.

Oscar Klein starb in seiner Wahlheimat Plüderhausen in Baden-Württemberg, wo er zuletzt mit seiner zweiten Frau Karin lebte. (Quelle: wikipedia)
OscarKlein02
Hier ein frühes Werk aus diesem reichen musikalischem Leben>:
Der Film „Der Clou“ (Original „The Sting) mit Robert Redford Paul Newman und begeisterte 1974 auch ganz Deutschland. Und das nicht nur wegen der pfiffigen Gansterkomödie … nein, auch der Titelsong „The Entertainer“ von Scott Joplin (komponiert im Jahre 1902 (!!!) …. machte den Film so shympatisch.
Und da lag es nahe, den Erfolg des Films auch musikalisch zu verwerten … Und natürlich war auch das Billig-Label „Europa“ da mit von der Partie (mal ganz abgesehen von den ganzen Scot Joplin Wiederveröffentlichungen).
Und wer wäre besser dafür geeignet, jene alten Zeiten musikalisch wieder auferstehen zu lassen, als eben der Traditionalist Oscar Klein (der schon zuvor diverse Trad-Jazz Alben für „Europa“ eingespielt hatte).

Kann man hier nun mal wieder nachhören … all jene beschwingt-sentimentalen Melodien aus einer längst vergangenen Epoche … die aber bis heute irgendwie noch in unseren Herzen lebendig ist.

Und wie verdammt gut das auch eute noch klingen kann … nun, man höre sich mal den „Red Head Blues“ an.
Joplin
Besetzung:
Oscar Klein Sextett:
Henri Chaix (piano)
Oscar Klein (guitar, trumpet, Banjo)
+
ein kleiner Haufen anderer Musiker
+
The Cinema Sound Stage Orchestra
Und noch ein Haufen unbekannter Musiker

BackCover1
Titel:
01. The Entertainer (Joplin) 3.02
02. Café Society Memories (Chaix) 2.21
03, Easy Winners (Joplin) 2.45
04. Fingerbreaker (Klein) 2.22
05. Red Head Blues (Klein) 2.47
06. Aunty Betty’s Cake Walk (Brac) 2.36
07. Solace (Joplin) 3.42
08. Sky Rag (Brac) 2.38
09. Dusty Banjo (Klein) 2.38
10. Boogie For Everybody (Chaix) 2.41
11. Clarinet À La Swing (Chaix) 2.09
B6  Baton Rouge Rag (Brac) 3.00

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Herbert Grönemeyer – Live (1995)

FrontCover1Jetzt ein wahrer Ruhrpott-Star und Poet, der sich natürlich deutschlandweit einen ganz besonderen Ruf erworben hat.

Dieses Herbert Groenemeyer-live-Album aus dem Jahr 1995 enthält 18 Songs, die auf der Chaos-Tour in den Jahren 93 und 94 aufgenommen wurden. Dementsprechend enthält die Scheibe viele Tracks des Chaos-Albums. Ebenfalls zahlreich vertreten sind Hits der Platten „Bochum“, „Ö“ und „Luxus“.

Die großartigen Kompositionen Groenemeyers kommen bei solchen live-Auftritten endlich in angemessener Art und Weise zur Geltung. Vor allem die älteren Stücke wie „Bochum“ oder „Männer“ klingen in ihren Studio-Versionen doch ziemlich saft- und kraftlos; diesen typischen 80er-Sound mit viel Elektronik und wenigen Gitarren kann man sich heutzutage wirklich nicht mehr anhören, und so ist man froh, dass der Deutschrock-Poet im live-Bereich ein hervorragender Showmann und Sänger ist und stets von einer großartigen Rock-Band begleitet wurde und wird.

Das begeisterte Publikum erzeugt in Kombination mit dem druckvollen Sound und der packenden, emotionalen Performance der Musiker und natürlich des Sängers eine absolute Gänsehautatmosphäre – Groenemeyer live ist eine der mitreißendsten Platten im Pop-Musik-Business überhaupt.

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Dass die Texte Groenemeyers genauso ungewöhnlich wie ausdrucksstark sind, ist unbestritten. Der Songschreiber ist zweifellos in der Lage, die ganze Palette menschlicher Empfindungen in Worten und Musik auszudrücken.
Zu den besten Stücken auf der CD zählt für mich die Piano-Ballade „Kein Verlust“ mit seinen bitteren Zeilen, die menschliche Enttäuschung ausdrücken, und zwar in typischer Groenemeyer-Manier („…hast meine Schwäche genossen…auf mein Sentiment gebaut…meine Karten verraten – am anderen Tisch…“).

Ein weiterer großartiger, zum Klavier vorgetragener Song hat hingegen eine ganz andere Charakteristik: „Halt mich“ ist mit Sicherheit eines der schönsten Liebeslieder aller Zeiten, so viel Glück und Begeisterung steckt in dieser Komposition.
Neben den mitreißenden Rock-Nummern „Bochum“ und „Vollmond“ möchte ich noch den Mid-Tempo-Song „Land unter“ hervorheben.
Dieser vom Akkordeon begleitete Song hat eine wehmütige Charakteristik; man fühlt sich in eine rauhe, aber dennoch romantische Nordsee-Szenerie versetzt – Gänsehautfeeling pur.

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Auch die bislang unerwähnten Stücke dieser live-Platte wissen zu überzeugen. Die bis zur Mitte der 90er veröffentlichten Hits Groenemeyers sind allesamt vertreten. Hätte der Meister der deutschen Pop-Musik nicht mittlerweile weiteres, großartiges Songmaterial veröffentlicht, würde ich bei „Groenemeyer live“ von der ultimativen Herbert-Platte sprechen. Sie ist eine ausführliche Best-of-Scheibe mit live-Aufnahmen, die so gut wie alle Studio-Versionen der entsprechenden Songs durch diese unheimlich packende Stadion-Atmosphäre und die intelligenten, druckvollen Arrangements um Längen übertreffen. (Michael Schäfer)

In der Tat ein begeisterndes Album … da weiß ich gar nicht, welche Songs ich da hervorheben soll …

Doch. das ist „Sie“ (eine sensible Ballade über Männergewalt) und dann noch „Vollmond“ … da steht der Hammer !

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Besetzung:
Herbert Grönemeyer (vocals, keyboards)
Norbert Hamm (bass)
Jakob Hansonis (guitar)
Frank Kirchner (saxophone)
Alfred Kritzer (keyboards, accordion, vocals)
Nippy Noya (percussion)
Armin Rühl (drums)
Stefan Zobeley (guitar)

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Titel:
01. Chaos (Grönemeyer) 5.21
02. Deine Liebe klebt (Grönemeyer) 4.05
03. Kein Verlust (Grönemeyer) 4.15
04. Männer (Grönemeyer) 2.02
05. Kinder an die Macht (Grönemeyer) 2.27
06. Alkohol (Mrotzek/Hamm) 5.14
07. Land nter (Grönemeyer) 5.03
08. Morgenrot (Grönemeyer) 4.10
09. Halt mich (Grönemeyer) 3.32
10. Bochum (Grönemeyer) 4.13
11. Die Härte (Grönemeyer) 3.2
12. Sie (Grönemeyer) 3.44
13. Was soll das (Grönemeyer) 4.49
14. Vollmond (Grönemeyer) 6.10
15. Flugzeuge im Bauch (Grönemeyer) 4.23
16. Marie (Grönemeyer) 4.35
17. Mambo (Grönemeyer) 5.11
18. Ich hab dich lieb (Grönemeyer) 4.29

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Tray1

Sie sieht in ihm den Filmriß
Das Leben abrupt gestoppt
Kann mit niemandem darüber reden
Das macht sie bekloppt
Es liegt Ewigkeiten zurück
Gelähmt, panisch als passiert es ihr jetzt
Gegenwärtig sein stierer Blick, seine Fäuste
Widerwärtig sein Atem, gehetzt
Sie hat versucht den Traum zu reparieren
Sich aus ihm zu befrei’n
Sie hat lange verzweifelt gewartet
Die Jahre zeigen kein Erbarmen
Das heilt keine Zeit
Immer auf Scherben laufen
Schweigen ein zu schweres Gewicht
Ohnmächtig gegen den Giganten

Seine Nächsten verrät man nicht

Die Nacht ist viel zu leise
Die Seele hämmert so laut
Die Vergangenheit kommt anfallartig
Gebrochen an dem ekligen Stau
Sie hat versucht den Traum zu reparieren
Sich aus ihm zu befrei’n
Sie hat lange verzweifelt gewartet
Die Jahre zeigen kein Erbarmen
Das heilt keine Zeit
Sie hat versucht den Traum zu reparieren
Sich aus ihm zu befrei’n
Sie hat lange verzweifelt gewartet
Die Jahre zeigen kein Erbarmen
Das heilt keine Zeit
Sie hat lange verzweifelt gewartet
Die Jahre zeigen kein Erbarmen
Das heilt keine Zeit