Manfred Preis + Jonathan Alder – Saxophil (1994)

FrontCover1Ein Schmankerl von besonderer Güte !

„Die große erhoffte Verbreitung in der klassischen Musik fand das 1842 von Adolphe Sax erfundene Saxophon nicht. Es ist doch eher als Instrument der unterhaltenden und Tanzmusik und natürlich des Jazz populär. Deshalb sind das Instrument und sein Spieler im klassischen Konzertleben eigentlich Fremdkörper. Saxophonisten fallen im herkömmlichen Orchester auch weniger durch ihr Aussehen auf, als dadurch, daß sie gewöhnlich eigens verpflichtet werden und stilistisch anders spielen als ihre Kollegen.

Die Berliner Philharmoniker sind in der glücklichen Lage, jeden Saxophonpart mit Manfred Preis besetzen zu können, der sonst Klarinette und Baßklarinette spielt. Weil aber der Saxophonist auch unterbewertet ist, jedenfalls trifft das für den philharmonischen Alltag zu, nimmt es nicht wunder, wenn der sich dann auch außerhalb des Orchesters sein Betätigungsfeld sucht – mit originaler, für sein Instrument komponierter Musik (da gibt es freilich nicht viel) und solcher, die arrangiert worden ist. Dabei handelt es sich um klassische, unterhaltende und auch populäre Musik, wie die vorliegende Auswahl zeigt.

Manfred Preis´ Idee war, die Faszination – oder sollte man besser sagen: das Charisma – des Saxophons einzufangen und zu vermitteln: Sinnlichkeit, Melancholie, Schwärmerei, Leichtigkeit und Schwere, Heiterkeit und Wehmut – also gerade Ausdrucksmomente, die die meisten Menschen an diesem Instrument faszinieren.

Die Auswahl der Stücke wurde bewußt so getroffen, daß die Hörer nicht herausgefordert werden sollen. Die Werkem sollen sanft berühren und die Gefühle und Stimmungen zum Schwingen bringen. Unter den vielen Kompositionen, die infrage kommen könnten, fand der Saxophonist die hier gespielten als die geeignetsten. Für ihn bietet diese Auswahl die Farbigkeit und die reiche Ausdrucksvielfalt des Instrumentes am besten.“ (Helge Grünewald; aus dem Begleitheft)

Jonathan Alder hat sich einen Namen gemacht als Klavierpartner von solche Weltberühmte Künstler wie Christa Ludwig, Dame Gywneth Jones, Lucia Popp,Cheryl Studer, Francisco Araiza, Placido Domingo, Hans Sotin und Barry MacDaniel. Auch Kammermusikauftritte mit u. a. den Cellisten Pierre Fournier oder derRussische Geige, Viktor Tretjakow, führten ihm um den Globus.

Seit 1989 hat Jonathan Alder eng mit den Berliner Philharmoniker zusammen gearbeitet, zunächst unter Claudio Abbado und danach Sir Simon Rattle.

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Jonathan Alder

Zahlreiche Aufnahmen, z. B. mit den Philharmonische Geigem Berlin (10 Violinists vom Berliner Philharmoniker ) Christa Ludwig, Cheryl Studer und Barry MacDaniel beweisen die Qualitäten von diesem Jonathan Alder folgte 1989 ein Ruf als Professor für Lied und Oratorium am Salzburger Mozarteum, aber 1993 war er wieder in seinem, inzwischen wahl- heimat Stadt, Berlin, als Professor an der Hochschule der Künste, jetzt Universität der Künste geholt.

Er wurde in Cambridge, Großbritannien geboren und studierte an der dortigen Universität, Komposition, Musikwissenschaft, Klavier, Horn und Gesang.

Seiner musikalische Laufbahn begann als Knaben-Sopran an der King´s College Choir School, Cambridge gefolgt von 5 Jahre am Londoner Westminster Abbey; wo nach er ein Musik Stipendium an der King´s School Canterbury, gewann. Es folgten zwei weitere Auszeichnungen Ein “ Musik Exhibition“ an der Trinity College Cambridge. Seiner formelle musikalische Ausbildung wurde mit den 1 Jährigen “ Corporation of London Scholarship for Piano Accompaniment “ an der Guildhall School of Music & Drama abgerundet.

Es folgte fünf Jahre freischaffendes musizieren in London. Während diese Zeit hielt Jonathan ein Stelle als Countertenor am St. Pauls Cathedral inne. Er teilt seine Zeit zwischen Gesang, u. a. Montiverdi Choir unter Sir John Elliot Gardiner und Klavier Begleitung. Sein Ruf als Klavierbegleiter und Coach wuchs schnell.

Pianistisch wurde er ausgebildet vom Ronald Smith (Canterbury) James Gibb (London)  Paul Hamburger (London) Erik Werba (Wien).

Während seine Londoner Zeit, zwischen 1972 und 1976, hat er das große Glück als Klavierbegleiter für den von Pierre Bernac gestalltete alljährlich, sowohl in London als auch in Frankreich, stattfindende Meisterkurse in französischer Lied Literatur eingeladen zu werden.

Dadurch lernte er seine Frau, die Christa Ludwig und Janet Baker Schülerin war, die Mezzo Sopran, Janice Alford kennen. Zusammen als Duo, wurden sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. in Paris und in Wien. Sie veranstalten seitdem auch Konzerte und Meisterkurse.

Jonathan Alder lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Berlin. (Quelle: vdl.udk-berlin.de)

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Manfred Preis

Nie im Leben hatte er daran gedacht, Bassklarinette zu spielen. Doch dann war bei den Berliner Philharmonikern eine Stelle als Bassklarinettist ausgeschrieben. Manfred Preis, Absolvent der Münchner Musikhochschule und der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie Klarinettist des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin, bewarb sich darauf – und wurde angenommen. Seither liebt er das tiefe Holzblasinstrument. Manfred Preis engagiert sich jedoch nicht nur im Orchester sondern auch kammermusikalisch, beispielsweise als Karinettist im Trio Berlin, bei den Bläsern der Berliner Philharmoniker und in diversen Kammermusikgruppen. Außerdem ist er seit Jahren ein gefragter Saxophonist. Als Pädagoge arbeitet er unter anderem an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg und mit internationalen Jugendorchestern. (Quelle: bolero-berlin.de)

Und hier hören wir ein buntes Potpourri von musikalischen Kleinoden und es überrascht erstmal, dass so etliche Kompositionen von Fritz Kreisler zu hören sind. Aber dafür gibt es auch eine Erklärung:

„Fritz Kreisler … war ja selbst ein Grenzgänger, ein großer klassischer Geiger, der unter fremden oder Fantasienamen komponierte, also gerne in die Rolle eines anderen schlüpfte“ (Helge Grünewald).

Claude Debussy ist ein weiterer (klassischer) Komponist, der sich nicht zu schade war, auch leichtere Musik zu komponieren …

Man höre, staune, genieße …

Prädikat: superb !

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Und noch heute musizieren die beiden zusammen …

Besetzung:
Jonathan Alder (piano)
Manfred Preis (saxophone)

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Titel:
01. Arabesque (Debussy) 4.21
02. Salut d’Amour op.12 (Elgar) 3.10
03. Schön Rosmarien (Kreisler) 1.51
04. La fille aux cheveux de lin (Debussy) 2.17
05. Piece en forme de habenera (Ravel) 3.10
06. Melodie (Rubinstein) 3.13
07. Rondino (Kreisler/Beethoven) 2.35
08. Liebesleid (Kreisler) 3.39
09. Le petit negre (Debussy) 1.39
10. Romance célebre „Plaisir d´amour“ (Martini) 2.52
11. Vocalise op.43 Nr.14 (Rachmaninoff) 5.39
12. Narcissus (Nevin) 1.54
13. Old Refrain (Kreisler) 4.27
14. Pan – Valse phantastique (Velebil) 7.49
15. Sonnet (Westbrook) 3.57
16. Petite piece (Debussy) 1.22
17. Romanze (Both) 2.49
18. In A Sentimental Mood (Ellington) 2.09
19. Liebesfreud (Kreisler) 3.15

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Billiger

Das geht auch a bisserl günstiger …

Wiebke Schroeder – Zwing mich zum Glück (1994)

FrontCover1.jpgWiebke wer ? Wiebke Schroeder … und ich gestehe nicht nur dieses Album, sondern auch die Künstlerin lässt mich ein wenig ratlos zurück. Zu zwiespältig scheint mir das alles …

Da ist zum einen dieses Album (es war ihr 2. Album und letztes Album) … für die damalige Zeit moderner Pop-Rock, durchaus anhörbar und da sind dann all diese Texte, bei denen man mehr als einmal das Gefühl hat, da wollte jemand der Pe Werner den Rang ablaufen.

Es geht dabei natürlich eigentlich nur um das Thema „Liebe“ und der Titelsong „Zwing mich zum Glück“ hätte damals eigentlich alle Feministinnen auf die Barikade bringen müssen (wobei das dazugehörige Gitarrensolo wahrlich nicht von schlechten Eltern ist).

Schmachtende Liebe gepaart mit emanzipatorischen Anwandlungen … keine Ausnahme in jenen Jahren … der Zeitgeist jener Jahre brachte wohl auch Frauen in einen gewissen Rollenkonflikt. Von uns Männern will ich da gar nicht erst reden.

Viele Textzeilen sind – für sich genommen – durchaus – bemerkenswert … und dennoch hinterlässt das Album zwiespältige Gefühle … vielleicht weil sich zumindest für mich die Frage der Authentizität, oder besser formuliert, die Frage nach nach gelebter Authentizität stellt.

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Und die Wiebke Schroeder (geboren in Rostock) hatte bis 1989 Gesang, Klavier und Schauspiel an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und der Hochschule für Musik Dresden studiert ! Da denk ich mir doch … verdammt nochmal … das ist doch ein Potential … ist dieses wirklich mit einem Album wie diesem schon ausgereizt ?

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Hm, auf jeden Fall ist dieses Album nicht ohne den zu Ingo Politz zu verstehen:

Ingo Politz (* 1959) ist ein deutscher Musiker, Komponist, Musikproduzent und Schlagzeuger.

Politz nahm Klavier- und Schlagzeugunterricht und besuchte mehrere Musikschulen. 1983 schloss er sein Studium an der Musikhochschule Hanns Eisler in Ost-Berlin ab.

Politz begann seine Karriere als Schlagzeuger bei Keks, ging dann zu Neumis Rock Circus und später zu Datzu.

Nebenbei arbeitete er als Studiomusiker und komponierte Songs. Privat war Politz in dieser Zeit mit Katarina Witt liiert. Ab 1989 war er als Toningenieur in einem Studio tätig, in dem er 1991 auf den Musiker Bernd Wendlandt traf.

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IngoPolitz & Bernd Wendlandt

Wendlandt gründete einst als Schlagzeuger eine Synthie-Pop-Band, nach dem Ausstieg des Sängers übernahm er diesen Posten und er begann ein Gesangsstudium. Nebenbei arbeitete er als Tontechniker, bis er Ingo Politz kennenlernte. Beide taten sich fortan als Komponisten- und Produzententeam zusammen. Aus dem 8-Spur-Studio sind inzwischen drei professionelle Aufnahmestudios geworden.

1992 veröffentlichten sie ihre erste gemeinsame Produktion mit Wiebke Schroeder, aus der die Single Hände weg von meiner Seele (Eastwest) hervorging. 1992 erreichte die Single den 70. Platz der Media-Control-Charts. Für den Text der Sängerin wurde sie in jenem Jahr mit dem Fred-Jay-Preis für ihren innovativen Umgang mit der deutschen Sprache ausgezeichnet. Außerdem erhielt sie die Goldene Stimmgabel als die Beste Newcomerin des Jahres. Ihre Folgesingle Ohne Dich erreichte Platz 72. Ein Jahr später erschien das Album Zwing mich zum Glück. (Quelle: wikipedia)

Und da frag ich mich … was ist denn nach diesem Album passiert … Da bekommt eine den Fred-Jay-Preis, da bekommt eine die „Goldene Stimmgabel“ … und verschwindet nach diesem Album in der Versenkung …

Irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los … da ist eine an ihren eigenen Maßeinheiten der Liebe gescheitert.

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Aber die Wiebke Schroeder hat dann irgendwann mal weiter gemacht — und zwar als Rundfunkmoderatorin für Sender wie Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern, Berliner Rundfunk 93,4 , Fantasy Augsburg.

Und zur Zeit ist sie scheinbar bei DONAU 3 FM, ebenfalls Augsburg beschäftigt.Und in Augsburg wohnt sie mittlerweile wohl auch.

Und auf ihrer Facebook Seite präsentiert sie sich weiterhin als ne Art femme fatal …

FemmeFatale

Und bei mir bleibt das Gefühl zurück … da ist ein gewaltiges Talent unter die Räder gekommen …

Ach ja, und der Gitarrist Bodo Kommnick dürfte den einen oder anderem von der Gruppe „Lift“ bekannt sein.

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Besetzung:
Rüdiger Barton (organ)
Rene Decker (saxophone)
Uwe Hassbecker (guitar)
Max Hughes (guitar, bass)
Bodo Kommnick (guitar)
Jens Kuphal (keyboards)
Günther Laudahn (guitar)
Ingo Politz (keyboards, drums, programming)
Stefan Schirrmacher (guitar)
Jens Schroeder (cello)
Wiebke Schroeder (vocals)
Bernd Wendlandt (keyboards. programming)

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Titel:
01. Lieb‘ mich noch einmal (Politz/Wendtland/Schroeder) 3.35
02. Zwing mich zum Glück (Politz/Wendtland/Schroeder) 3.14
03. Maßeinheit Liebe (Politz/Wendtland/Schroeder) 4.07
04. Sorgen um dich (Politz/Wendtland/Schroeder) 2.53
05. Waffenstillstand (Politz/Wendtland/Schroeder) 3.54
06. Viel zu weit fort (Politz/Wendtland/Schroeder) 3.32
07. Teufel im Leib (Kuphal/Schroeder) 3.53
08. Gesucht und gefunden (Kuphal/Schroeder) 3.20
09. Fernweh (Politz/Wendtland/Schroeder/Wuthe) 3.00
10 Mach mir wieder Mut (Politz/Schroeder) 3.34
11. Aus den Augen aus dem Sinn (Politz/Wendtland/Schroeder) 3.38
12. Weich und warm (Politz/Wendtland/Schroeder) 4.45
13. Vorbei (Kommnick/Schroeder) 1.42

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Immerhin …

SchmidbauerS – SchmidbauerS (1994)

FrontCover1Klar, Insider wissen natürlich, dass es sich bei dem Ensemble SchmidbauerS um ein Projekt von Werner Schmidbauer handelt:

Werner Schmidbauer (* 24. August 1961 in München) ist ein deutscher Fernsehmoderator, Musiker und Liedermacher.

Werner Schmidbauer ist seit Ende der 1970er Jahre als Liedermacher auf Tour; erst mit Valery McCleary und Ecco Meineke als Trio Folksfest, später auch mit seiner Band SchmidbauerS. Seit 1998 tritt er zusammen mit Martin Kälberer als Schmidbauer & Kälberer auf.

Im Fernsehen arbeitet Werner Schmidbauer vorwiegend für den Bayerischen Rundfunk. So moderierte er insgesamt 460 Mal die Sendung Live aus dem Alabama. Anschließend trat er die Nachfolge von Fritz Egner in der Kinderreihe Dingsda (1994–1999) an.

Eigene Talkshows im BR folgten: zuerst Schmidbauers und zwischenzeitlich moderierte er im Wechsel die Sendung Unter 4 Augen. Seit 2003 ist er Moderator der Reihe Gipfeltreffen im Bayerischen Fernsehen, bei der Schmidbauer mit einem Gesprächspartner eine Bergwanderung unternimmt.

Seit 2006 ist Werner Schmidbauer zudem im Bayerischen Fernsehen mit dem Sendungsformat Aufgspuit – Werner Schmidbauer mit … zu sehen. In dieser Reihe lädt er Musikerkollegen ins Münchner Lustspielhaus ein, um zusammen live zu musizieren. Martin Kälberer fungiert dabei als musikalisches Bindeglied. Sein erster Gast am 7. Juli 2006 war Hans-Jürgen Buchner (bekannt als Haindling).

"Live aus dem Alabama" - Moderatorin Michaela Haas mit Werner Schmidbauer, der die Sendung ebenfalls jahrelang moderierte.

„Live aus dem Alabama“ – Moderatorin Michaela Haas mit Werner Schmidbauer, der die Sendung ebenfalls jahrelang moderierte.

Schmidbauer ist in zweiter Ehe verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Bad Aibling bei Rosenheim.

Für die Live-Talkshow „Live aus dem Alabama“ erhielt Schmidbauer 1984 den Adolf-Grimme-Preis. (Quelle: wikipedia)

Hier also sein Debütalbum als sich bereits einen Namen als Moderator der Kultsendung „Live aus dem Alabama“ gemacht hatte.

Und irgendwie hinterlässt dieses Album bei mir zwiespältige Gefühle: einerseits durchaus ansprechende Texte und eine zuweilen raffinierte Musik mit feinen Arrangements (so ist z.B. das Solo bei „Schwester“ ein Juwel !) und dann entsteht wieder jenes Gefühl, dass ich es hier mit einer Weichspüler Musik zu tun habe … Mit einer bösen Zunge könnte man glatt behaupten: Wer bei der holden Weiblichkeit punkten will … macht so eine Musik … oder anders ausgedrückt: es ist mir zuviel Liebesgesäusel … als ob´s so gar keine anderen Themen gäbe (ich weiss: das ist mein altes Klageslied … ), aber so ganz werd´ich da dem Schmidbauer doch nicht gerecht. Lieder wie „Mia gengan alle unsern Weg“ oder „Scho wieder so friah dunkel“ sind Beiträge ausserhalb des Herz/Schmerz – Genres … Am besten selber entdecken !

 

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Besetzung:
Tommy Eberhardt (drums, percussion)
Roald Raschner (keyboards, accordion)
Ozzy Schaller (guitar, mandolin)
Werner Schmidbauer (guitar, vocals, harmonica)
+
Rolf Berger (drums bei 07. + 11., background vocals)
Karl „Bumi“ Fian (trumpet)
Martin Fuss (saxophone)
Boco Di Lorenzo (background vocals)
Valerie McCleary (background vocals)
Jens Ohly (bass bei 07. + 11.)
Christian Radovan (trombone)
Oliver Ringlieb (piano bei 07. + 11.)
Franz Trojan (drums bei 08.)
Klaus Waschke (violin bei 11)

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Titel:

01. Loan di an mi 4.36
02. I bin frei 4.16
03. Strandlied 3.19
04. I bin liaber i 3.48
05. Da drauf drink ma oan 3.48
06. Mia gengan alle unsern Weg 5.41
07. Was dua i (Bisld und Schnaufd) 4.14
08. Schwester 4.27
09. Scho wieder so friah dunkel 5.01
10. Ausrast 5.38
11. Haben 2.26
12. Hätt‘ i bloß 4.37
13. Da wo de Leit san 2.31

Musik und Texte: Werner Schmidbauer

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Biermösl Blosn – Wo samma (1994)

FrontCover1Also, die Geschichte der Biermösl Blosn, ist schon ein ganz besondere Geschichte aus dem Lande der Bajuwaren:

Die Biermösl Blosn war eine bayerische Musik- und Kabarettgruppe, die 1976 von den Brüdern Hans (* 1953), Christoph (* 1959) und Michael Well (* 1958) gegründet wurde. Biermösl ist abgeleitet von Beerenmoos, ein Teil des Haspelmoors im Landkreis Fürstenfeldbruck. Blosn (Blase) ist ein bairischer Begriff für Clique, Gruppe.

Die Gruppe verband bayerische Volksmusik (Stubnmusi) und Mundart mit politischen und satirischen Texten und kann daher zum Bereich der sogenannten Neuen Volksmusik gerechnet werden. Am 18. Januar 2012 gab die Gruppe ihr letztes Konzert in Fürth.

Die drei Mitglieder der Biermösl Blosn entstammen der 17-köpfigen Familie des Schulmeisters Hermann Well (1913–1996) und seiner Frau Gertraud (geborene Effinger, 1919–2015) aus dem Dorf Günzlhofen bei Fürstenfeldbruck.

Christoph Well (genannt Stofferl, * 3. Dezember 1959 in Günzlhofen) studierte Trompete und war Solotrompeter bei den Münchner Philharmonikern und später Konzertharfenist.
Michael Well (* 10. Oktober 1958 in Günzlhofen) hat eine Ausbildung zum Solotubisten und Baritonisten, ebenfalls bei den Münchner Philharmonikern.
Hans Well (* 1. Mai 1953 in Willprechtszell), der Germanistik und Geschichte studierte, ist hauptsächlich für die Texte der Gruppe verantwortlich.

Die legendäre Single „Gott mit dir, du Land der BayWa“ (1979):

Die legendäre Single "Gott mit dir, du Land der BayWa" ()

 

Großes Vorbild der drei Brüder ist der Kraudn Sepp (1896–1977) aus dem Isarwinkel. Sie begannen 1976 mit Volksmusikauftritten, wie sie sie schon zuvor unter Anleitung ihres Vaters absolviert hatten. Sie arbeiteten häufig mit Gerhard Polt zusammen und traten gelegentlich in der ARD-Sendung Scheibenwischer auf. Drei ihrer Schwestern, Moni, Vroni und Burgi, gründeten nach ihrem Vorbild 1986 die bayerische Volksmusik- und Kabarett-Gruppe Die Wellküren. Ein weiteres Musikprojekt aus dem Kreis der Well-Familie war die Formation Well-Buam, die sich die Wiederbelebung der authentischen bayerischen Volks(tanz)musik zur Aufgabe gemacht hat und bei der Christoph und Michael Well mitwirkten.

Die Musik der Biermösl Blosn zeichnet sich u. a. durch die zum Teil ironische Integration anderer Musikstile wie etwa der keltischen Folklore, ungewöhnliche Instrumentierungen wie Dudelsack, Alphorn, Harfe oder Didgeridoo, aber vor allem durch bissige satirisch-politische bzw. gesellschaftskritische Texte aus (beispielsweise bedachten sie Kardinal Josef Ratzinger mit dem Spitznamen Alpen-Ayatollah), die häufig auf traditionellen bayerischen Reim- und Gesangsstilen (Gstanzl) beruhen und im Dialekt vorgetragen werden.

Beleidigung
Sie erlangte bundesweite Bekanntheit, als sie 1981 – „versehentlich“ zum traditionellen Maibockanstich im Münchner Hofbräuhaus eingeladen – die Regierungspartei CSU in Zusammenhang mit der Massenverhaftung von Nürnberg vor den versammelten Ministern und Landtagsabgeordneten scharf kritisierten und so einen politischen Eklat verursachten. 1981 erhielt die Gruppe in Mainz den Förderpreis zum Deutschen Kleinkunstpreis. In Bayern wurden ihr 1985 und 1996 trotz eindeutiger Nominierungen durch die jeweilige Jury entsprechende Auszeichnungen verweigert.

Die 17 köpfige Well-Familie

Mit den Mitgliedern der Band Die Toten Hosen sind die Well-Brüder seit der gemeinsamen Teilnahme am Anti-WAAhnsinns-Festival freundschaftlich verbunden. 1990 wirkten sie zusammen mit Gerhard Polt an dem Erfolgsalbum Auf dem Kreuzzug ins Glück der Toten Hosen mit. 1997 folgte der Sonderpreis Reif & Bekloppt des Prix Pantheon, 1999 der Bayerische Kabarettpreis in der Kategorie Musik-Kabarett.

Die Biermösl Blosn mit Campino von den Toten Hosen:

Die Biermösl Blosn mit Campino von den Toten Hosen

Auch der Bayerische Rundfunk beantwortete das politische Engagement der Musiker – etwa gegen die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf – mit einem zeitweiligen Sendeboykott. In der Zwischenzeit hat sich jedoch das politische Klima im Bayerischen Rundfunk etwas gewandelt, und so widmete der Sender 2004 der Gruppe eine eigene 45-minütige TV-Sendung innerhalb der Reihe Alpenrock.

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Im Jahr 2005 wurde der Gruppe beim Tanz- und Folkfest TFF.Rudolstadt der Weltmusik-Preis Ruth verliehen. Zum Abschluss des Jahres 2005 tourten sie mit den Toten Hosen und mit Gerhard Polt durch verschiedene Theater und Opernhäuser und spielten unter der Regie von Hanns Christian Müller das Programm Abvent (sic). 2007 erhielten sie gemeinsam mit Gerhard Polt in München den Großen Karl-Valentin-Preis und 2008 wurden sie mit dem Göttinger Elch ausgezeichnet.

Am 18. Januar 2012 fand der letzte Auftritt statt. Die Gruppe löste sich danach auf. Hans Well nannte als Grund für die Trennung Meinungsverschiedenheiten über die künftige Ausrichtung. Zudem gäbe es Schwierigkeiten, mit Liedern auf die veränderten politischen Rahmenbedingungen zu reagieren, wie etwa den Atomausstieg und dass die CSU nicht mehr „das, was sie einmal war“, sei. Er denke mit dem Kabarettisten Dieter Hildebrandt über gemeinsame Auftritte nach.

Christoph und Michael Well starteten im Februar 2012 in den Münchner Kammerspielen mit dem „Hausmusikabend“ Fein sein, beinander bleibn unter Franz Wittenbrinks Regie, zusammen mit ihren Schwestern, der Gruppe Wellküren, dem Bruder Karl, der Mutter sowie (in einem Kurzauftritt) Gerhard Polt.

Der älteste Bruder Hans tritt zusammen mit seinen Kindern Sarah, Tabea und Jonas Well als Hans Well & Wellbappn auf.

Hans Well veröffentlichte die Biographie 35 Jahre Biermösl Blosn am 9. April 2013 im Verlag Antje Kunstmann. Eine Biographie der Biermösl Blosn aus Sicht von Christoph und Michael Well unter dem Titel Biermösl Blosn: Tokio – Kapstadt – Hausen erschien ebenfalls im April 2013.

Christoph, Michael und Karl Well treten seit 2013, zum Teil gemeinsam mit Gerhard Polt, unter der Bezeichnung Wellbrüder aus’m Biermoos auf.

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Die Journalistin Annette Ramelsberger bezeichnete 2011 in der Süddeutschen Zeitung das Werk der Biermösl Blosn als „Stachel im Fleisch der Obrigkeit, die anarchische Seele des Volkes“ sowie als musikalische Rückgängigmachung der „Enteignung des Begriffs Heimat durch die CSU Schritt für Schritt, Lied für Lied“. Sie habe „das Zerrbild des Jodel-Bayern ersetzt durch messerscharfen Witz und intelligente Boshaftigkeit“, was ein großes Verdienst dieser Gruppe sei. Da die alten Feindbilder nunmehr „zerbröselt“ seien, wäre es nun „folgerichtig, dass sich die Biermösl Blosn trennt“, da sie „gewonnen“ hätte. Sie habe „gegen Wackersdorf gespielt, gegen die Unverantwortlichen bei der Bayerischen Landesbank und gegen die Verantwortlichen in der Regierung“ und war „jahrelang wirksamste Opposition“. Sie habe „mitgeholfen, das Land zu verändern.“ Nun sei sie nicht mehr in Bayern „kratziger Außenseiter, sondern gehätscheltes Kulturgut“ und würde von „allen geliebt“ sowie „kein Aufreger mehr.“ Man könne daher auch sagen „Mission erfüllt.“ (Quelle: wikipedia)

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Hier zum Einstieg in die einmalige Welt der Biermösl Blosn wohl eines ihrer besten Alben:

„Die drei Bayern-Brüder Well alias Biermösl Blosn nehmen wieder mal kein Blatt vor ihre dialekt-geformten Münder: Die 18 G’stanzl ihrer Wirtshaus-Live-Show, in der sogar die Toten Hosen mitraunzen, gerieten zur zünftigderben Abrechnung mit Gott und der Welt. Wo der Bavaria-Poet Haindling im bayerisch-exotischen Dschungel expedidiert, geht die Blosn auf Volksmusik-Kabarett-Safari; schräge Dudelsack- und Blasmusik- Stakkatos spicken sie mit Mund(un)art-Gedichtetem wie „… bin i mit meim Verlanga zum Papst ganga …“. A mords‘ Gaudi für Bayern-Fans. (Quelle: Audio)

„Wo samma“ könnte man nach „Wellcome to Bavaria“ als zweitbestes Album der drei Well-Brüder bezeichnen. Das Titellied ist eine feinsinnige Korruptionshymne („Samma die mehran, samma die schweran, wer ko der ko, nehma damma scho..wer ko der ko, da samma net aso“), die von merkwürdigen afrikanischen Instrumenten begleitet werden, die irgendwie an Klostöpsel erinnern (zu sehen auf der DVD „Tschurangrati“). Daneben gibt es mindestens vier weitere Lieder der obersten Kategorie.

„Milbertshofner Hausmusik“ erzählt von Abgründen zwischen Stubenmusi und Frauenmisshandlung, „Asylantenschwemme“ treibt bayrische Fremdenangst auf die Spitze und „Kenia ken i aa“ besingt die Nöte von Sextouristen in Afrika. „Drehleier unplugged“ ist irisch Folk auf bajuwarisch und „Da boarisch Hiasl“ eine wunderbare Neuinterpretation des alten Räubererliedes in Kooperation mit den Toten Hosen. Dazwischen gibt es auch ein paar mittelprächtige Stücke, aber insgesamt ein essentielles Werk der drei aufmüpfigen Prachtbayern.(Wirtshausberater)

Und mit dem Lied „Asylantenschwemme“ sind sie erneut höchst aktuell und ansonsten kriegen insbesondere der katholische Klerus, die Bayerische Staatsregierung sowie der schwarze Sumpf in bayerischen Landen und Kommunen bekommen ihr Fett weg, und das nicht zu knapp ! Und das ist gut so !

Die Texte stammen alle aus der Feder von Hans Well, die Musik hat dann der geniale Christoph „Stofferl“ Well beigesteuert.

Booklet04ABesetzung:

Besetzung

Man sieht richtig: Auch die Toten Hosen hatten ihren Anteil an diesem Album

Titel:
01. Seid’s alle do (Traditional/H.Well) 3.05
02. Schrei aus Holz (C.Well) 2.57
03. ’s Diandl liabn (Traditional/H.Well) 2.46
04. Hey, Madonna (C.Well/H.Well) 4.01
05. Schimmeltod (C.Well/H.Well) 3.52
06. Da Mozart (L. Mozart) 3.18
07. Milbertshofener Hausmusik (C.Well/H.Well) 2.52
08. Asylantenschwemme (C.Well/H.Well) 3.04
09. Drehleier unplugged (Traditional) 3.09
10. Pfaffenhausen (Traditional(H.Well) 3.24
11. Kenia ken i aa (C.Well/H.Well) 3.05
12. Da Händl (Händel) 3.06
13. Da boarisch Hiasl (als Gäste die Toten Hosen) (Traditional/H.Well) 4.24
14. Kinderparty (C.Well/H.Well) 2.43
15. Tschurangrati Landler (C.Well)  2.47
16. Der Holzweg (Traditional/G.Well) 3.29
17. Wie reimt sich das zusamm‘ (Traditional/H.Well) 3.34
18. Wo samma (C.Well/H.Well) 3.36

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Hannes Schmidauer – Schmidauer (1994)

FrontCover1Eigentlich ein Jammer, dass dieser österreichische Musiker so ziemlich in der Versenkung verschwunden ist, denn Hannes Schmidauer hatte durchaus ein beachtliches Potential.

Hannes stammt aus einer  österreichischen Musikerfamilie und hat eine klassische Ausbildung am Linzer
Bruckner-Konservatorium hinter sich. In den 80ern spielt er bei den in  Austria bekannten Bands: Die MOLLIES und SMART IMPORT.
Sein erstes überaus gelungenes Soloalbum als Songwriter mit deutschen (auch Mundart) Texten und ansprechender Rock und Pop Begleitung, brachte Ihn den Nachwuchspreis fuer Liedermacher der Hans-Seidel–Stiftung und des Bayerischen Rundfunks ein.
Seine Auftritte bei der Live-Veranstaltung : Songs an einem Sommerabend auf Kloster Banz brachte ihm sehr  große Anerkennung vom Publikum und Musiker-Kollegen.

Für Fans von Fendrich oder Ludwig Hirsch ein Muss (Quelle: Kaleidoscope-music)

Viel mehr war über dieses wirkliche Talent nicht in Erfahrung zu bringen … hm.

Dabei sind die Texte durchgehend mehr als nachdenkenswert … und die musikalische Bandbreite dieser Band ist beeindruckend: von sanften Balladen über knackigen Funk bis hin zu …. und ein aufs andere mal staunt man über den hohen Reifegrad dieser Musik und dieser Texte !

Diese Präsentation ist also mein Geheimtipp des Monats !

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Besetzung:
Thomas Deutsch (bass)
Gernot Eder (keyboards, saxophone)
Peter Klinger (drums)
Manfred Puchner (guitar)
Hannes Schmidauer (keyboards, vocals)

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Titel:
01. Klanes Kind 4.10
02. Mann von Welt 4.16
03. Halt mi ganz fest 4.37
04. Süchtig 3.10
05. Nie hat er glacht 3.34
06. Nasn voll 3.46
07. s Lebn is anders 4.28
08. Alles im Eimer 3.44
09. Wannsd di beliagst 3.16
10. Niemals 4.00
11. Alter Wein 3.41

Alle Lieder wurden von Hannes Schmidauer geschrieben

CD1

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Franziska Kleinert – Messer im Herz (1994)

FrontCover1Dass es ganz schön schwierig sein würde, für die deutsche Rocksängerin Franziska Kleinert die wichtigsten Informationen zusammen zu tragen, hätte ich ja nicht gedacht.

War sie doch eine lange Zeit mit Musikern und Gruppen Julia Neigel, Pur, Wolfgang Petry und Peter Maffay unterwegs.

Na ja , auf jeden Fall hab´ ich hier ihr Debütalbum, das bei mir durchaus gemischte Gefühle auslöst.

Zum einen kann man eigentlichen jedem Song guten Noten ausstellen, eine wunderbare Stimme, griffige Arrangements und auch für genügend musikalische Abwechslung ist gesorgt.

KleinertMaffay

Franziska Kleinert mit Peter Maffay

Aber: ich hab´s hier schon mehrfach geschrieben: Es geht mir mittlerweile tierisch auf den Senkel, dass – insbesondere Sängerinnen – textlich nur die alte, ewige Beziehungskiste drauf haben. Natürlich sind Themenkreise wie Liebe und Sexualität ein zentrales Thema, aber es gibt weiss Gott noch andere Bereiche, die man textlich bearbeiten, bzw. behandeln könnte.

Und davon ist auf diesem Album nichts, aber auch gar nichts zu finden (kleine Ausnahme: „Vater“ mit deutlichen Anleihen bei der Gruppe „Pur“).

Da hilft dann auch nichts mehr, wenn sie mit dem Song „Verführst“ ein eigentlich schönes Beispiel selbstbewußter weiblicher Sexualität zum besten gibt. Komponiert und getextet wurde dieses Lieder allerdings von einem Mann *ggg*

Nach 4 CD´s hat sich dann die Franziska Kleinert Band aufgelöst, es folgte ein kurzes Intermezzo mit der Band Green Turns Blue …

Single

Die Single zur CD: Auch dieses Cover ist ein echter Hingucker …

Und wenn ich es richtig überblicke, hat sie mittlerweile – nachdem ihr der große Durchbruch nie gelang, ihre musikalische Karriere an den Nagel gehängt und betreibt nun mit ihrem Mann Thomas Pallmann das Hotel „Hohensteiner Hof“ in Bönnigheim. Scheint ja ne feine Adresse zu sein.

Brockmann

Der Radio- und Event Moderatot Thomas Brockmann über Franziska Kleinert

Besetzung:
Michael Dorka (harmonica)
Ferdinand Förster (keyboards, guitar)
Franziska Kleinert (vocals, keyboards)
Claus Mathias (guitar, background vocals)
Boris Sander (guitar)
Willi Schneider (keyboards)
Bodo Schopf (drums, percussion)
Ken Taylor (bass)

Booklet02A

Titel:
01. Wenn Du glaubst (Siemes) 3.21
02. Vollmond (Gessle/Moray) 3.48
03. So viel zu sagen (Kleinert) 3.36
04. Schwestern (Siemes) 3.41
05. Nur mit dir (Kleinert) 3.09
06. Messer im Herz (Siemes) 3.57
07. So oder so (Siemes) 3.40
08. Wenn du gehst (Kleinert) 3.27
09. Wiedersehn (Siemes) 3.38
10. Verführst (Siemes) 3.15
11. Montag (Siemes) 3.36
12. Herzkönigin (Siemes) 3.08
13. Vater (Siemes) 4.25

CD1

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Hohensteiner Hof

Der Hohensteiner Hof in Bönnigheim mit Franziska Kleinert und Thomas Pallmann

Und hier liegt Bönnigheim:

Bönnigheim

Musica-Viva-Chor Bamberg – Konzert im Kaiserdom (1994)

FrontCover1Geistliche Chorwerke sind nun nicht gerade mein Musik der 1. Wahl, aber sie können mich durchaus auch mal gefangen nehmen. Und so ist das auch bei dieser Einspielung aus dem Jahr 1994.

Dieser Chor hat mittlerweile auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel:

Der musica-viva-chor bamberg wurde 1988 von Fritz Braun gegründet und besteht aus etwa 40 musikalisch vorgebildeten Sängerinnen und Sängern. Hauptanliegen des Chores ist es, vor allem die weniger bekannte Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts aufzuführen, ohne jedoch die Verbindung zur Tradition europäischer Chormusik aufzugeben.

So findet sich im Repertoire des „musica-viva-chor bamberg“ neben zeitgenössischen Kompositionen von Vic Nees, Uwe Strübing, Thomas Jennefelt, György Orbán und Wilhelm Killmayer auch die Chorliteratur der „modernen Klassiker“ wie Paul Hindemith, Arnold Schönberg, Anton Webern, Antal Doráti, Francis Poulenc, Olivier Messian, Benjamin Britten, Zoltán Kodály und Béla Bártok.

Aus der Vokalmusik vergangener Epochen sind Werke von Claude Debussy, Maurice Ravel, die Motetten von Anton Bruckner, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdy fester Bestandteil des Chorrepertoires.

ChorBudapest1993

Das Ensemble konnte seit seiner Gründung beachtliche Erfolge erzielen und wurde zu Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen.
Wettbewerbe und Auszeichnungen:

  •     „Concorso Internazionale Corale1992“ in Riva del Garda, Italien (4. Platz)
  •     „Internationaler Chorwettbewerb 1993“ in Budapest, Ungarn (1. Platz)
  •     1993 „Berganza-Preis“ des Kunstvereins Bamberg

Wie gesagt: Solche Musik kann mich durchaus gelegentlich begeistert (auch wenn ich den Titel „Christus factus est“ eher für ein Gerücht halte) und so kann ich nur jedem einfach mal empfehlen reinzuhören.

„Vielleicht am meisten beeindruckte der ‚musica-viva-chor bamberg‘ mit seinem höchst konzentrierten Leiter Fritz Braun. Ob komplizierte Klangkonstruktionen der Wiener Schule oder die tiefe Frömmigkeit der geistlichen Motetten Bruckners, der ‚musica-viva-chor‘ wusste jeweils den Text und die Musik technisch und ausdrucksmäßig in selten gehörter Intensität und Perfektion umzusetzen.“ (Memminger Zeitung, 5. Juli 1993)
Na also !
Die hier eingespielten Werke sind zum großen Teil der Mitschnitt eines Konzertes am 8. Mai 1994 im Kaiserdom zu Bamberg.

Konzertplakat

Besetzung:
Erich Forster (Baß)
Claudia Götschel (Sopran)
Wolfgang Reh (Tenor)
Monika Rosival-Meißner (Alt)
+
Musica-Viva-Chor Bamberg unter der Leitung von Fritz Braun
+
Wolfgang Wünsch (Orgel)

BackCover1

Titel:

Maurice Duruflé: Vier Motetten übr gregorianische Themen op. 10 für a-capella Chor:
01. Ubi caritas 2.27
02. Tot pulchra es 2.32
03. Tu es Petrus 0.53
04. Tantum ergo 2.51

Uwe Strübing:
05. Magnificat  für gemischten Chor und Orgel op. 31 (Uraufführung) 10.02

Benjamin Britten:
06. A Hymn To The Virgin für 8-stimmigen Doppelchor 2.51
07. Hymn To St. Cecilia op 27. 10.12

Felix Mendelsohn-Bartholdy: Zwei Pslamen für 8-stimmigen Chor:
08. Richte mich, Gott (Pslam 43) 4.04
09. Denn er hat seinen Engeln befohlen (Psalm 91) 3.46

Anton Bruckner:
10. Adagio aus dem Streichquartett (Transkription für Orgel von Erwin Horn) 14.18

Drei Motetten:
11. Locus iste 3.14
12. Christus factus est 5.04
13. Ave Maria 3.32

CD1

* (demnächst)
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