Alexander Calvelli + Michael Dückershoff – Relikte der Arbeit (1999)

TitelHier mal ein kleines Mitbringsel aus jenen Tagen, die ich neulich in Dortmund verbringen durfte.

Und ich liebe es ja, auch in Museen und Ausstellungen zu gehen und mich hat seit geraumer Zeit das Ruhrgebiert und der in dieser Region notwendige Strukturwandel der letzten Jahrzehnte interessiert, einfach deshalb, weil dieser Strukturwandel exemplarisch verdeutlicht, mit welcher Wucht wirtschaftliche Veränderungen die Menschen treffen kann.

Und nicht nur in Dortmund gibt es es dann das sog. LWL-Industriemuseum – Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur:

„Das LWL-Industriemuseum hält an acht historischen Orten die Geschichte des Industriezeitalters wach. Wir erzählen Ihnen von den Menschen, die einst in den Fabriken und Bergwerken arbeiteten. Und wir füllen die Industriedenkmäler mit neuem Leben: Zu unseren Schauvorführungen, Ausstellungen und Veranstaltungen kommen jedes Jahr mehr als 400.000 Menschen. So ist das Westfälische Landesmuseum für Industriekultur auch ein Forum für die vielfältige Kultur der Region.“ (Selbstdarstellung)

Und dann gab´s im September 1999 eine Ausstellung mit dem Titel „Relikte der Arbeit – Industriebilder und Stadtlandschaften“ und hier ist der Katalog der damaligen Ausstellung:

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Alexander Cavelli, befaßt sich seit seinem Studium der Malerei an der Fachhochschule Köln (von 1984–1988) intensiv mit den Themen Industrie und Technik, mit Bahnverkehr und Stadtlandschaft. Eine Auswahl seiner in letzter Zeit entstandenen Bilder soll in diesem Katalog vorgestellt werden. Der Titel „Relikte der Arbeit“ ist hier doppeldeutig zu verstehen und verweist einerseits auf die künstlerische Auseinandersetzung mit den Überresten der vergangenen, stillgelegten Industrie, andererseits auf Darstellungen der noch verbliebenen Arbeitsplätze, insbesondere in den traditionellen Bereichen des Bergbaus und der Stahlindustrie. (aus dem Vorwort)

Ich für meinen Teil war und bin ganz begeistert über diesen kleinen Katalog (66 Seiten) und deshalb wollte ich natürlich mehr über den Künstler wissen:

Alexander Calvelli (* 13. August 1963 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Industriemaler.
Calvelli ist für seine scheinbar photorealistischen, aber oft auch subtil verfremdeten Darstellungen aus der Welt der Industrie, des Bergbaus und der Schifffahrt bekannt. Er stellt gleichermaßen produzierende und stillgelegte Anlagen in einer rein ästhetischen Sichtweise dar, die auf jede Ideologie und Interpretation verzichtet. Damit macht er die sonst verborgenen fundamentalen Elemente unserer Industriegesellschaft sichtbar, setzt aber auch Denkmäler für jene Arbeitswelten, die im Aussterben begriffen sind.

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Alexander Calvelli

Alexander Calvelli ist der Bruder des Schauspielers Hannes Jaenicke. Von 1984 bis 1988 studierte er Malerei an der Fachhochschule Köln. Mit einem Stipendium des DAAD verbrachte er von 1988 bis 1991 einen Studienaufenthalt in Florenz, gefolgt von Studien in Rio de Janeiro und Córdoba bis 1993. Danach wurde er Stadtmaler der Stadt Leverkusen. (Quelle: wikipedia)

Man mag ja von photorealistischer Malerei halten was man will (ich bin ein begeisterter Freund dieser Stilrichtung), aber wenn jemand mit soviel Intensität sich speziell der Industriekultur zuwendet … dann ist das wohl auch ein Zeichen von ganz großem Respekt vor jenen Regionen und den Menschen dort ….

Und deshalb sprechen mich dann jene Bilder, die auch von „den Menschen“ leben, ganz besonders an Herz gewachsen …

Alexander Calvelli … den Namen merk´ ich mir !

Und die begleitenden Texte von Michael Dückershoff sind allemal lesenswert und hilfreich zum Verständnis dieser Ausstellung und seines Kataloges.

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Zuweilen ganz schön futuristisch …

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Wuchtig und monumental

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