Karlheinz Böhm – Antonio Vivaldi – Die vier Jahreszeiten für Kinder erzählt (1983)

FrontCover1.jpgHm, wie fange ich jetzt am besten an …

Also, scheinbar gab es 1972 in Frankreich eine Schallplatten-Serie, in der man versuchte, klassische Musik „kindgerecht“ aufzubereiten.

Diese Idee griff man dann auch – wesentlich später – in Deutschland auf.

Als Sprecher dieser MC konnte man den Karlheinz Böhm gewinnen und hier zum Einstieg in diese Edition (weitere Teile werden folgen), der Versuch, „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi an das Kind zu bringen.

Dazu bediente man sich eines „Märchens“ aus der Feder von Lucien Adès:

Lucien Adès (* 20. Januar 1920 in Constantine, Algerien; † 17. Juli 1992 in Paris), war ein französischer Autor und Produzent. Nach dem zweiten Weltkrieg eröffnete er in Paris eine Buchhandlung. In den folgenden Jahren entwickelte er das Konzept Bilderbücher mit Schallplatten zu kombinieren.

Als seine Schallplattenbücher gut von seinen Kunden angenommen wurden, verkaufte er seine Buchhandlung und stellte die Idee im Pariser Büro der Walt Disney Productions vor. Es kam zu einer Zusammenarbeit und in den nächsten 30 Jahren produzierte Éditions Lucien Adès zahlreiche Schallplattenbücher.

Lucien Adès

Lucien Adès

Das Konzept wurde in den USA adaptiert und dort ebenfalls sehr erfolgreich.

Für die französischen Ausgaben wurden bekannte Schauspieler engagiert, so übernahm z.B. beim Titel 20.000 lieues sous les mers (20.000 Meilen unter dem Meer) Jean Gabin die Rolle des Erzählers.

1997 wurde Lucien Adès postum die Auszeichnung Disney Legends verliehen, mit der Personen geehrt werden, die einen außerordentlichen Beitrag zu den Disney-Filmen geleistet haben. (Qulle: vintagebooks.de)

Französische Originalausgabe (1972)

Die französische Originalausgabe (1972)

Und der erzählt die Geschichte der Prinzessin Erde, die sich schrecklich langweilte …  da beschloss ihr Vater, der Sonnenkönig, ihr vier Prinzen zuzuführen, die letztlich um ihre Hand anhalten  sollten.

Die Prinzessin – gar nicht dumm – will alle vier für jeweils einen Tag testen … und so mühten sich Prinz Pfirsichblüte, Prinz Kirsche, Prinz Ahorn und Prinz Tanne um die Prinzessin und präsentierten ihre jeweiligen Qualitäten …

Für wen oder was sich dann diese Prinzessin entschieden hat, sei hier nicht verraten … a bisserl Spannung darf schon sein.

Die Rolle der beiden Geschlechter löste bei mir mehrfach ein Runzeln der Stirn aus … aber dafür gibt´s ja – quasi als Ausgleich – diese wunderbare Musik von AntonioVivaldi.

Und diese abschließenden Gedanken haben mich dann doch sehr angesprochen:

Kindheit und Jugend gehören dem Frühling
Der Sommer ist die Zeit der Kraft und Stärke
Der Herbst ist die Weisheit des reifen Alters bevor 
Der Winter über die letzten Jahre des Lebens den Mantel der Ruhe und Besinnlichkeit legen

 

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Besetzung:
Karlheinz Böhm (Sprecher)
Michael Harck (Prinz Pfirsichblüte)
Henry König (Prinz Ahorn)
Gottfried Kramer (Prinz Tanne)
Heidi Schaffrath (Prinzessin Erde)
Rüdiger Schulzki (Prinz Kirsche)
+
Paul Kuentz Chamber Orchestra
+
Monique Frasca-Colombier (violin)

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Titel:
01. Die vier Jahreszeiten für Kinder erzählt (Teil 1) 17.45
02. Die vier Jahreszeiten für Kinder erzählt (Teil 2) 17.41

Musik: Antonio Vivaldi
Text: Lucien Adès

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Theodor Storm – Der kleine Häwelmann (Hörspiel) (60er Jahre)

FrontCover1.JPGEin klassisches Märchen aus deutschen Landen, ausnahmsweise mal nicht von den Gebrüdern Grimm, sondern von Theodor Storm:

Der kleine Häwelmann ist ein Märchen von Theodor Storm, das er im Jahr 1849 für seinen Sohn Hans schrieb. Häwelmann ist niederdeutsch und bezeichnet ein kleines Kind, das übertriebene Aufmerksamkeit für sich fordert.

Zu Beginn des Märchens findet sich ein kleines Gedicht als Motto. Es bezeichnet den kleinen „Häwelmann“ als den Sonnenschein der Familie und steht damit ein wenig im Kontrast zur nachfolgenden Geschichte, in der sich der Kleine als aufsässiger, ungeduldiger Bursche zeigt, der nicht schlafen will.

Der kleine Häwelmann kann nicht einschlafen. Seine Mutter im großen Bett daneben rollt ihn noch in seinem Rollenbettchen ein wenig im Halbschlaf hin und her, aber dann schläft sie fest ein. Der kleine Häwelmann ist aber immer noch munter. Der Mond schaut durch das Fenster und sieht, wie er sich aus seinem Nachthemd ein Segel gebaut hat und mit seinem Rollenbett im Zimmer umherrollt.

Als er drei Mal die Reise gemacht hatte, guckte der Mond ihm plötzlich ins Gesicht. „Junge“, sagte er, „hast du noch nicht genug?“

„Nein“, schrie Häwelmann, „mehr, mehr! Mach mir die Tür auf! Ich will durch die Stadt fahren; alle Menschen sollen mich fahren sehen.“

„Das kann ich nicht“, sagte der gute Mond; aber er ließ einen langen Strahl durch das Schlüsselloch fallen; und darauf fuhr der kleine Häwelmann zum Hause hinaus.

TheodorStorm

Theodor Storm

In der Stadt schlafen aber alle und das ist ihm zu langweilig. Darum will er in den Wald zu den Tieren. Im Wald schlafen aber die Tiere auch, außer Hinze, einem kleinen Kater, der von Ast zu Ast springt und „illuminiert“, d.h. mit seinen funkelnden Augen die Sterne imitiert. Doch Häwelmann ist es auch hier langweilig, und er ruft wieder „mehr, mehr!“

Der kleine Häwelmann fährt schließlich bis zum Ende der Welt und mitten in die Sterne am Himmel hinein, so dass etliche vom Himmel fallen; dem Mond rollt er frech über die Nase. Das ärgert den Mond so sehr, dass er sein Licht auslöscht und nun auch die Sterne schlafen gehen. Häwelmann fährt weiter umher, bis schließlich die Sonne aufgeht und ihn ins Meer wirft.

OriginalIllustration

Originalillustrationen von Else Wenz-Vietor

Jetzt darf das Kind, dem das Märchen erzählt wurde, fragen:

Und dann?

Ja und dann? Weißt du nicht mehr? Wenn ich und du nicht gekommen wären und den kleinen Häwelmann in unser Boot genommen hätten, so hätte er doch leicht ertrinken können!

„Der kleine Häwelmann“ wurde 1926 als Bilderbuch mit Bildern der Kinderbuchillustratorin Else Wenz-Viëtor im Stalling-Verlag Oldenburg neu publiziert und damit eigentlich erst einem größeren Publikum bekannt. Die Illustrationsarbeit Wenz-Viëtors gilt als eine ihrer besten. In dieser Ausgabe wurde das Buch zum Bilderbuchklassiker und erlebt bis in die jüngere Zeit immer wieder neue Auflagen.

Die kleine Geschichte Storms ist eine auch tatsächlich für Kinder konzipierte Märchenerzählung im damals überall anzutreffenden Stil des Kunstmärchens. Eine besonders hübsche Idee ist es, dass sich der Erzähler und der Zuhörer am Ende selbst als Personen der Handlung einbringen, indem sie den abgestürzten Häwelmann aus dem Meer retten. (Quelle: wikipedia)

Buchausgaben

Diverse Buchausgaben

Auf dieser LP endet die Geschichte allerdings anders … da sind die Wolken hilfreich … Aber auch so macht dieses Hörbuch aus den 60er Jahren amüsant … wunderbar kindlich-naiv …

Und zumindest 2 Erzähler sind mir noch bekannt: Da ist die ganz junge Susanne Uhlen (* 17.1.1955; die Tochter von Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Kieling und der Schauspielerin Gisela Uhlen)

SusanneUhlen1964

Susanne Uhlen als Werbemodell, 1964

Und dann noch der Erik Schumann, ein deutscher Schauspieler, der mir als erstes in einer Karl May Verfilmung 1965 (Old Surehand, Teil 1) aufgefallen ist und der eine beeindruckende schauspielerische Vita aufweisen kann.

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Erik Schumann in „Old Surehand“ (1965)

Aber zurück zu diesem Hörspiel:

Die Marlies Schoenau als Glashexe ist herrlich diabolisch … und das ganz Hörspiel wurde einfach sehr sympathisch inszeniert.

Kurzum, selbst einem alten Knacker wie mir kann so ein Hörbuch noch Spaß machen.

Und wie oft habeich meinen Töchternin den 80er Jahren dieses Märchen vorgelesen und wie oft riefen sie dann „mehr…mehr … “

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Besetzung:
Wolfgang Dörich (Haushofmeister)
Lore Eberhard (Mutter)
Hans Ernst Jäger (Mond)
Harry Kalenberg (2. Popanz und Brausewind)
Alexander Malachowski (Hahn)
Herbert Mensching (1. Popanz und Nieselpeter)
Margot Philipp (Sonnenscheinchen)
Alfred Pottien (Erzähler)
Horst Sachtleben (Tollpatsch)
Marlies Schoenau (Glashexe)
Erik Schumann (Sternschnuppe)
Susanne Uhlen (Häwelmann)

Text: Theodor Storm
Bearbeitung: Anke Beckert

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Titel:
01. Der kleine Häwelmann (Teil 1) 14.20
02. Der kleine Häwelmann (Teil 2) 15.14

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Wolfgang Adenberg + Alexander Bermange – Die sieben Raben (Gebrüder Grimm) (2007)

frontcover1Also, da gibt es das Städtchen Hanau:

Hanau („die lebensfrohe Stadt am Main und Konzig – das Tor zum Spessart und Vogelsberg“ – Eigenwerbung) hat nicht nur ca. 92.oo Einwohner … nein Hanau ist mehr:

Hanau ist die Geburtsstadt der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm und Ausgangspunkt der Deutschen Märchenstraße.

Und so kommt es, dass Hanau seit 33 Jahren (also seit 1985) als besondere Attraktion die „Brüder Grimm Festspiele “ präsentiert.

Hier eine Aufnahme aus dem Festspieljahr 2007, das ich eigentlich allen (ob groß oder klein) gerne ans Herz legen möchte.

Und darum geht´s in diesem Brüder Grimm Märchen:

Einem Vater wird nach sieben Jungen endlich ein Mädchen geboren. Der Vater schickt seine Söhne zur Quelle, um mit einem Krug Taufwasser für das Töchterchen zu holen. Die sieben Brüder streiten, und ihnen fällt der Krug in den Brunnen.
Sie getrauen sich nicht nach Hause zurück und der Vater macht sich Sorgen, als sie lange nicht zurückkehren.
Er denkt, sie spielen nur und haben das Wasser vergessen. In seinem Ärger sagt er: „Ich wollte, dass die Jungen alle zu Raben würden.“ Der gedankenlose Wunsch wird umgehend erfüllt – der Vater sieht sieben Raben durch die Lüfte flattern.
Das Töchterchen wächst auf, ohne zu wissen, dass es Brüder gehabt hat, denn die Eltern verschweigen ihr deren Schicksal. Endlich erfährt es durch andere Leute, was geschehen ist – und dass diese ihr die Schuld an dem Vorgefallenen geben. Obwohl die Eltern ihr erklären, es könne nichts für das Verhängnis, fühlt es sich weiter schuldig und macht sich allein auf den Weg, die Brüder zu suchen, wobei sie nur einen Ring ihrer Eltern, ein Stühlchen und Verpflegung mit auf die Reise nimmt.
Das Mädchen durchwandert die ganze Welt, kann ihre Brüder aber nicht finden. Endlich, die Welt ist zu Ende. Sie kommt zur Sonne, die ist viel zu heiß für Menschenkinder, dann zum Mond, der ihr aber viel zu kalt und böse ist. Die Sterne jedoch sind ihr freundlich gesinnt, und der Morgenstern gibt ihr ein Hinkelbeinchen (einen Hühnerknochen), mit dem es den Glasberg aufschließen könne – dort seien die Brüder zu finden.
Am Glasberg angekommen, möchte das Mädchen das Beinchen auspacken, doch es hat den Schlüssel verloren. In ihrer Not schneidet es sich einen Finger ab, steckt ihn in das Schloss, und das Tor öffnet sich.
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Die sieben Raben. Gezeichnet von Franz Stassen Berlin. (Einem alten Volksmärchen nacherzählt von Wilhelm Kotzde; 1912)

Drinnen trifft es auf einen Zwerg, der sagt ihr, die sieben Raben seien nicht zu Haus, aber er deckt ihr den Tisch mit sieben Tellern und Bechern. Das Mädchen nimmt von jedem etwas, in den letzten aber lässt sie ihren Ring fallen. Als die Raben zurückkehren, wollen sie essen, bemerken aber, dass jemand ihnen zuvorgekommen ist. Sie sprechen: „Wer hat von meinem Tellerchen gegessen? Wer hat aus meinem Becherchen getrunken? Das ist eines Menschen Mund gewesen.“ Der siebente Rabe findet auf dem Grund seines Bechers den Ring, erkennt ihn und denkt: Wäre doch nur unsere Schwester hier, so wären wir erlöst.
Sie hört den Wunsch hinter der Tür und tritt hervor, und die Brüder sind erlöst und kehren zusammen nach Hause zurück.
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Interpretation:
Mit seiner schwarzen Farbe verkörpert der Rabe die Trauer. Er steht bis heute sprichwörtlich für den Winter (im Gegensatz zur Schwalbe, Sommer). Laut der Enzyklopädie des Märchens erscheint der Rabe im Märchen oft im Kontext der Motive Seelenreise und Höllenfahrt. Er trägt die Seelen der Verdammnis fort. Andererseits gehört der Rabe zu verschiedenen Licht- oder Sonnengottheiten (Odin, Lugh, Apollon). Raben kreisen beispielsweise um den Berg des Barbarossa. Nach Friedel Lenz sind die Raben Sinnbild für die göttlichen Eingebungen des Geistes.
Sowohl das Glas als auch der Zwerg oder die Alte können ebenfalls als Symbole einer gefühlsarmen, distanzierten Weisheit verstanden werden ). Die Zahl Sieben kommt in vielen Märchen in Zusammenhang mit der Zeit vor. Mit den Sternen sind hier offenbar die sieben Planeten gemeint: Das Kind bekommt den Schlüssel vom Morgenstern, also der Venus. Der Planet Venus heißt auch Abendstern, er erscheint bei Dämmerung (s. Interpretation Die zwölf Brüder). Venus ist in der römischen Mythologie die Göttin der Liebe. Indem der Ring in den Becher gelegt wird, wird der Geist (männlich) mit der Seele (weiblich) vereint
Nach Hedwig von Beit bedeutet der Verlust des Taufgeschirrs das Scheitern einer verfrühten geistigen Erneuerung an unreifen Kräften, mit Verlust des Selbst im Unbewussten oder animalischen. Der Ausspruch der sieben Raben „Wer hat von meinem Tellerchen gegessen? Wer hat aus meinem Becherchen getrunken? Das ist eines Menschen Mund gewesen“ klingt wie die sieben Zwerge bei Schneewittchen. Es existiert auch eine Variante von Schneewittchen, bei der die sieben Zwerge im Glasberg wohnen. Im Beziehungsnetz der Märchen stiftet die Verwandlung der Brüder in Tiere eine Verbindung des Rabenmärchens zu dem Grimm-Märchen Brüderchen und Schwesterchen, wo Brüderchen von der Stiefmutter in ein Reh verwunschen ist. Allerdings ist die Erlösung des einen Brüderchens durch Schwesterchen im Unterschied zum Rabenmärchen hier Nebenschauplatz. (Quelle: Wikipedia)
Und nun zur Musik dieses Musicals:
„Alexander Bermanges variantenreiche Musicalkomposition „Die sieben Raben“ vereint zahlreiche Musikstile zu einem harmonischen Ganzen: vom ansteckenden ‚ungarischen Tanz‘ im Stück „Fest in Budapest“ über „Rock-Opera“-Songs wie „Alles dreht sich um mich“ (die Arie der Sonne) bis hin zum Big-Band-inspirierten „Wir Raben, wir haben es gut“ und zu Jerry-Herman-Anklängen (z. B. „Hello Dolly“, 1964) in „Tanz einen himmlischen Tanz“ (die stimmungsvolle Sing- u. Tanznummer der Sterne). Verwoben mit diesen eingängigen Melodien und Songs sind aber gleichermaßen dissonante Klänge und Motive, durch die hochdramatische Szenen (der böse Fluch, der Alptraum des Mädchens) atmosphärisch gestaltet werden können.“ (Werbetext)
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Alte Grußkarte mit dem Motiv des Märchens „Die sieben Raben“

„Der Musik kam in diesem Musical eine ganz besondere Bedeutung zu. Alexander S. Bermange arbeitet mit Pop- und Swing-Elementen, mischt eine Prise Folkloristisches und einen kräftigen Schuss Broadway mit hinein und gewinnt so genau die richtige Mischung.“ (Hanauer Anzeiger, 18. 6. 2007)

„Eine rundum gelungene Inszenierung (…) Die Musik hat einmal mehr Alexander S. Bermange für das Märchenfestspielmusical komponiert. Gelungen sind ihm fast durchgehend eingängige Melodien, mal flott, mal eher besinnlich.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. 6. 2007)

„Opulente, farbenfrohe Bilder mit Tanz und Musik führten die Gäste durch eine dichte Inszenierung. Alexander S. Bermange, der für die Musik verantwortlich zeichnete, zeigte dabei ebenso viel Fingerspitzen- und Feingefühl wie Wolfgang Adenberg, der die Texte für Geschichte und Lieder verfasst hatte.“ (Hanau Post, 18. 6. 2007)

Und das ist der Komponist, Alexander Bermange
Der britische Komponist und Autor hat eine klassische Ausbildung zum Pianisten absolviert und begann sehr früh, eigene Stücke zu erarbeiten. 1999 beendete er sein Studium an der Oxford University. Seither ist er vor allem für Produktionen am Londoner West End und Broadway tätig.
Die deutsche Musicalfachwelt lernte ihn bei einem Kongress in Hamburg kennen, wo seine Beiträge, u.a. Ausschnitte aus seinem Musical „Nessie“ und „Walking On The Sun“, zu den eindrucksvollsten Nummern gehörten.
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Alexander Bermange

Zu weiteren Werken zählen „Aladdin“ und „Close Encounters“ sowie Musical-Kompositionen für die Hanauer Festspiele. 2003 zeigte er in einem Showcase am West End Schattenlos, das 2007 mit zwei Frank Wildhorn Awards beim Musicalfestival in Graz ausgezeichnet wurde, dem Publikumspreis und dem zweiten Jurypreis.
In Großbritannien ist er außerdem für seine Comedy-Songs bekannt, die in einem BBC-Programm gesendet werden. Alexander S. Bermange wurde er von der britischen Presse bereits als neuer Andrew Lloyd Webber gefeiert.

Und das ist der Texter, Wolfgang Adenberg:
Wolfgang Adenberg (* 8. März 1967 in Köln) ist ein deutscher Musicalautor, Textdichter und Übersetzer. Von ihm stammen u. a. die Musicals Moulin Rouge Story, Fletsch und Emil und die Detektive, alle mit Musik von Marc Schubring. Besondere Bekanntheit erlangte der gelernte Jurist durch seine Übersetzungen weltbekannter Musicals wie Titanic, 42nd Street, We Will Rock You oder The Scarlet Pimpernel. Seit 2002 übersetzt er die regelmäßig aktualisierten Texte von Starlight Express. Adenberg ist Absolvent des ersten Jahrgangs (1996) der Celler Schule. Auf seinem CD-Label „Anything Goes Records“ produziert und veröffentlicht er Aufnahmen rarer Musicals oder verwandter Genres, u. a. die erste deutschsprachige Aufnahme der Dezemberlieder von Maury Yeston, interpretiert von Pia Douwes.
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Wolfgang Adenberg

Es mag ja sein, dass dies ein Musical aus der Provinz ist (es lebe die Provinz !) … aber selten haben ich ein derartig sympathisches Musical gehört …
Von daher gibt es von mir mal wieder 1000 Sympathiepunkte, denn auch das Ensemble ist einfach nur prachtvoll !
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Das Ensemble

Besetzung:
Barbara Bach (Rosikas Mutter/Sonne)
Julia Breckheimer (Rosika)
Hartmut Schröder (Rosikas Vater/Mond)
Rosikas Brüder/Sterne:
Jürgen Amonath (Stefan)
Thomas Müller-Brandes (Gabor)
Rüdiger Schade (Arpad)
Christiane Schneidt (Janko)
Verena Wüstkamp (Joschi)
Mirjam Wolf (Wenzel)
Sven Zinkan (Lukas)
Hella Boysen (Wahrsagerin, Hebamme)
Corinna Maria Lechler (2. Frau)
Jan Schuba (Pellegrin)
Anita Vidovic (1. Frau)
Die Band:
Alexander S. Bermange (piano)
Stefan Kreuscher (bass)
Dieter Plaue (drums)
Jürgen Schwab (guitar, Keyboards)
Mark Schwarzmayr (Keyboards)
+
Eiko Fues (violin bei 02.)
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Titel:
01  Scheren, Scheren 2.27
02. Ein Fest in Budapest 2.06
03. Es gibt so viel mehr auf der Welt 3.57
04. Von uns weißt du’s nicht 2.01
05. Webet, webet, webet 0.47
06. Ein Schwesterchen 3.12
07. Wunschlos glücklich 3.50
08. Wunschlos unglücklich 1.14
09. Wie tief bin ich gesunken 4.33
10. Gib uns Kra-Kra-Kra-Kra-Kraft 3.09
11. Kein Zauber hält mich auf 3.40
12. Wir Raben, wir haben es gut 3.45
13. Alles dreht sich um mich 3.27
14. Ich rieche, rieche Menschenfleisch 3.19
15. Tanz einen himmlischen Tanz 4.34
16. Ich bin immer bei euch 3.11
17. Schere, Schere – Reprise 0.54
18. Der Schatz bleibt mein 2.09
19. Finale: Es gibt so viel mehr auf der Welt 4.07
Musik: Alexander Bermange
Text: Wolfgang Adenberg
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Auch heuer öffnet das Amphitheater Schloss Philippsruhe, Hanau seine Pforten für die 33. Brüder Grimm Festspiele