Günter Wollstein – Revolution von 1848 (2006 – 2010)

TitelBei meiner Vorstellung des Albums „VA – Leipziger Folk Sessions Vol. 1 – 18 aus 48 – Das Beste von der Barikade (1998)“ habe ich ja bemängelt, dass man zwar die Lieder des Revolutuinsjahre 1848/49 wunderbar interpretiert habe, dass man aber „vergessen“ hatte, den geschichtlichen Hintergrund dieser lieder zu skizzieren.

Dann will ich das hier mal nachholen. Um was ging es damals und wie lief das dann so ab:

Ausgehend von Frankreich brach 1848 eine Revolutionswelle über Europa herein und erfasste den größten Teil des europäischen Kontinents. Unruhen und Kämpfe erschütterten die politische und gesellschaftliche Ordnung in Frankreich, den deutschen und italienischen Staaten, dem gesamten österreichischen Vielvölkerstaat und den Grenzzonen des Osmanischen Reiches auf dem Balkan. In Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und in Skandinavien verstärkten sich Reformbewegungen. Zentrales Anliegen der politisch aktiven Bevölkerung in den meisten Kernräumen der Revolution war die Schaffung von Nationalstaaten. Hinzu kam die Demokratisierung der politischen Herrschaftssysteme und Neuordnung der Sozialverfassungen. Die nationalen, liberalen und sozialen Bestrebungen scheiterten mit der gewaltsamen Niederschlagung der Revolution 1849. Der Sieg der restaurativen Mächte leitete vielerorts reaktionäre Jahre ein, in denen sich moderne Ideen nur langsam Bahn brachen.

Außenpolitische Misserfolge, Wirtschaftskrise und soziale Unruhen verstärkten in den 1840er Jahren in Frankreich die Opposition gegen König Louis Philippe I. (1773-1850). Demonstrationen weiteten sich zu einer Revolution aus, in deren Folge der König abdankte und am 24. Februar 1848 die Republik proklamiert wurde. Im Deutschen Bund sprang der Funke der Revolution zuerst auf den Südwesten über. Am 27. Februar wurden auf einer Volksversammlung in Mannheim von liberaler und demokratischer Seite die „Märzforderungen“ erhoben, die innerhalb weniger Tage in fast allen deutschen Staaten zu hören waren und Unterstützung in weiten Teilen der Bevölkerung erhielten: Versammlungs-, Rede- und Pressefreiheit, allgemeine Volksbewaffnung, unabhängige Justiz, politische Gleichberechtigung aller Staatsbürger, Verfassungseid des Heeres und nicht zuletzt Einberufung einer Nationalversammlung.

Kartoffelrevolution

Sturm auf die Kartoffelstände, Lithografie von Vinzenz Katzler zur sogenannten „Kartoffelrevolution“ 1847 in Berlin

In den meisten Regionen Deutschlands kam es Ende Februar und im März 1848 zu politischen Kundgebungen oft heterogener Volksgruppen, die ganz unterschiedliche Interessen verfolgten. Unter dem Druck der Ereignisse machten die Staatsoberhäupter Zugeständnisse im liberalen Sinne und gaben konstitutionelle Versprechungen. Die Einsetzungen reformwilliger Ministerien in den deutschen Einzelstaaten sollten die revolutionären Bestrebungen eindämmen. Doch vor allem das liberale Bürgertum stritt auch für die nationale Einheit und eine freiheitliche Gesamtverfassung. Handwerker, Bauern, Arbeiter und Landarbeiter forderten demgegenüber in einer Vielzahl lokal unterschiedlicher Protestaktionen eine Lösung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Probleme. Die bäuerlichen Schichten kämpften insbesondere für Agrarreformen – waren ihre Forderungen erfüllt, erlosch zumeist ihr Interesse an weiterem revolutionärem Protest.

Karikatur1

Das Lichten eines Hochwaldes, Karikatur gegen die deutsche Kleinstaaterei und ihre Zollschranken, Wochenblatt Fliegende Blätter, 1848

Proletarisierte Handwerker in Großstädten kämpften für ein sicheres Auskommen durch Gewerbeschutz. Frustriert und radikalisiert von ihrer sozialen Situation waren Handwerksmeister und Gesellen federführend an den blutigen Barrikadenkämpfen beteiligt, die am 18. März 1848 Berlin erschütterten und rund 300 Menschenleben forderten. Vom Blutvergießen ergriffen, ging der preußische König Friedrich Wilhelm IV. auf Forderungen ein und berief ein liberales „Märzministerium“. Seine Proklamation „An mein Volk und an die Deutsche Nation“ mit den Worten „Preußen geht fortan in Deutschland auf“ schien die Verwirklichung der deutschen Einheit und die Einführung einer konstitutionellen Monarchie in Preußen zu verheißen. Um ein geeintes Staatswesen zu formen, tagte ab dem 18. Mai 1848 die erste frei gewählte deutsche Volksvertretung in der Frankfurter Paulskirche.

Die Nationalversammlung umfasste etwa 600 Abgeordnete aus allen Staaten des Deutschen Bundes. In Ermangelung von Parteien, die sich in Deutschland erst in den 1860er Jahren zu organisieren begannen, bildeten sich Fraktionen mit jeweils unterschiedlichen politischen Vorstellungen und Zielen. Auf fraktionsübergreifende Zustimmung stieß der im Dezember 1848 vom Paulskirchenparlament verabschiedete Grundrechtskatalog, der das politische Fundament des neuen Nationalstaates bilden sollte: Gleichheit vor dem Gesetz, Presse-, Meinungs-, Versammlungs- und Glaubensfreiheit, Unverletzlichkeit der Person und des Eigentums sowie der Schutz vor staatlicher Willkür sollten gewährleistet werden. Die individuelle und staatsbürgerliche Freiheit garantierenden Grundrechte wurden Bestandteil der am 27. März 1849 von der Nationalversammlung verabschiedeten „Verfassung des Deutschen Reiches“. Sie sah einen kleindeutschen Nationalstaat mit konstitutionellem System vor. Die Befürworter der „großdeutschen“ Richtung hatten zuvor die Einbindung Deutsch-Österreichs in das zu gründende Reich gefordert, die nichtdeutschen Länder der Habsburger-Monarchie sollten jedoch ausgeschlossen werden. Der österreichische Vielvölkerstaat beharrte aber auf seiner staatsrechtlichen Einheit. Auch deshalb entschieden die Anhänger einer „kleindeutschen Lösung“ den Konflikt für sich.

An der Spitze des Bundesstaates sollte ein erblicher Kaiser stehen. Am 28. März 1849 wählten die Abgeordneten mit knapper Mehrheit Friedrich Wilhelm IV. zum „Kaiser der Deutschen“. Der König von Preußen lehnte die Kaiserkrone jedoch ab, weil der ihm angetragenen Würde seinen Worten nach der „Ludergeruch der Revolution“ anhafte. Zugleich erkannten Österreich, Preußen, Bayern, Hannover, Sachsen und andere Staaten die „revolutionäre“ Reichsverfassung nicht an. Damit war der Versuch gescheitert, einen konstitutionell verfassten Nationalstaat auf parlamentarischem Weg zu gründen. Radikaldemokratische Kräfte versuchten daraufhin, die Reichsverfassung gewaltsam durchzusetzen. Vor allem in Sachsen, in der Pfalz und in Baden flammten Aufstände auf. Doch den inzwischen wieder fest installierten monarchischen Regierungen gelang es rasch, die „Reichsverfassungskampagne“ militärisch niederzuschlagen. Als am 23. Juli 1849 badische Revolutionäre in der Festung Rastatt vor preußischen Truppen kapitulieren mussten, war das Ende der Revolution in Deutschland besiegelt. (Arnulf Scriba – Deutsches Historisches Museum, Berlin, 2014)

Soweit der kurze historische Abriss … Viel ausführlicher ist natürlich die Broschüre, die ich hier gerne mal vorstellen möchte.

Das ist auch kein Wunder, zum einen hat die Broschüre 68 Seiten, und zum anderen ist Autor kein geringer als Günter Wollstein:

Günter Wollstein (* 28. Oktober 1939 in Landsberg/Warthe) ist ein deutscher Historiker.

Günter Wollstein studierte Geschichte, Politik und Latein an den Universitäten Marburg und Berlin. Er promovierte 1972 über Vom Weimarer Revisionismus zu Hitler: das Deutsche Reich und die Grossmächte in der Anfangsphase der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland und Wollsteinlegte 1976 seine Habilitationsschrift (begleitet von Andreas Hillgruber) mit dem Thema Das „Großdeutschland“ der Paulskirche. Nationale Ziele der bürgerlichen Revolution 1848/49 vor. Wollstein lehrte von 1972 bis zu seiner Emeritierung 2004 als Professor an der Universität zu Köln. In den letzten Jahren lehrte er als Gastprofessor an der Karlsuniversität Prag. Seine Forschungsschwerpunkt ist die Deutsche Revolution 1848/1849 und die Außenpolitik im Übergang von der Weimarer Republik zum Dritten Reich. (Quelle: wikipedia)

Und obwohl Wollstein mittlerweile im Ruhestand ist, kehrt bei ihm keine Ruhe. Er schreibt darüber:

„Bis Oktober 2004 wirkte ich am Historischen Seminar der Universität zu Köln. Seitdem bin ich im Ruhestand. In diesem spezialisierte ich mich auf die Präsentation von Spielfilmen und deren historische Deutung.“

Auch nicht schlecht.

Aber zurück zum Thema: Diese Broschüre erschien im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung und zwar in der Reihe „Informationen zur politischen Bildung“ als Nr. 265 (erstmalig im Jahr 2006)

Wer sich für politisch-historische Zusammenhänge interessiert kommt an diesem Band gar nicht vorbei, denn erstmalig hat sich „das deutsche Volk“ in einer derartige Breite und auch Wucht gegen die Obrigkeit aufgelehnt. Und ja … als diese tapferen Frauen und Männern verdienen unseren Respekt und deshalb ist es nur gut, dass wir auch heute noch ihre Lieder kennen und singen (sofern man des Singens mächtig ist, mitsummen gilt auch !)

Karikatur2

 

Beispiel01

Märzforderungen

Paulskirche

Grundrechte

Sehr erstaunlich … dieser Vergleich …

Maueranschläge

VersammlungrechtFürFrauen
Kehraus

So, genug der Vorschau, hier geht´s zur Präsentation:

*
**

Erstazsgabe Wochenblatt Fliegende Blätter

Die Erstausgabe des Wochenblattes „Fliegende Blätter“

AFET – Zur Heimerziehung im Zeitraum 1945 – 1970 (2010)

TitelWas sich im Nachkriegsdeutschland in den Erziehungsheimen abgespielt hat, lässt sich mit Worten kaum beschreiben. In den Jahren 1967 u.f. wurde das Thema zwar von deutschen Zeitschriften (Quick, Stern) aufgegriffen, führten aber zu keinen nennenswerten Reaktionen. Einen weiteren Versuch unternahm Ulrike Meinhoff mit dem Film „Bambule“, der ursprünglich am 24. Mai 1970 in der ARD ausgestrahlt werden sollte. Dazu kam es aber nicht, da Ulrike Meinhoff sich nur zehn Tage zuvor an der Befreiung von Andreas Baader beteiligt hatte und damit in den Untergrund abtauchte.

Erst viel, viel später wurde das Thema „Heimerziehung“ ein Thema, das eine breitere Öffentlichkeit fand. Die Opfer fanden den Mut, jene z.T. barbarischen Erziehungsmethoden zu thematisieren, zu veröffentlichen.

Es begann eine breite gesellschaftliche Debatte über die Verantwortung für die Zustände in diesen zurückliegenden Jahrzehnten.

Und natürlich waren alle die  Wohlfahrtsverbände und Erziehungsorganisationen im Blickpunkt und man forderte zu Recht Aufklärung (und Entschädigung).

Einer dieser Verbände war der A.F.E.T.:

1906 wurde der erste Allgemeine Fürsorge-Erziehungs-Tag (A.F.E.T) nach Breslau einberufen, um wie es der damalige Vorsitzende Seiffert formulierte  sich gegenseitig und mit den Dezernenten über mancherlei Fragen zu orientieren und zur  gegenseitigen Förderung beizutragen.

1912 wurde der A.F.E.T. e.V. in das Vereinsregister eingetragen mit dem satzungsgemäßen Zweck  persönliche Fühlung  zu schaffen und die Sache der Fürsorge- (Zwangs-) Erziehung auf jede Weise zu fördern.

Im Laufe seines Bestehens gab der AFET wesentliche Impulse zur Qualifizierung öffentlicher Erziehung und öffnete sich über die Einrichtungen hinaus für Dienste, Behörden und Verbände der Erziehungshilfe.

Logo
Eine generelle Neuorientierung und Umstrukturierung der Hilfe für Kinder, Jugendliche und ihre Familien mündete 1990/91 in die Einführung des SGB VIII, damit zum Wandel von der Fürsorgeerziehung zur Erziehungshilfe.
Dieser Entwicklung trug der Verband durch eine Namensänderung Rechnung: Der Allgemeine Fürsorge-Erziehungs-Tag wurde umbenannt in Arbeitsgemeinschaft für Erziehungshilfe

In den Folgejahren veränderten sich die Anforderungen an die Fachpraxis gravierend. Die damit einhergehenden, sich verändernden Erfordernisse an verbandliche Arbeit führten zur Umstrukturierung des Verbands und zur Anpassung der Satzung an diese Veränderungen im Jahr 2004. In diesem Zusammenhang wurde der Name nochmals verändert in AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. (Quelle: Selbstdarstellung)

Im Jahre 2009 reagierte der Verband auf die gesellschaftliche Diskussion zum Thema Heimerziehung:

Der AFET hat eine Expertise unter dem Titel „Zeitgenössische Positionen des AFET-Allgemeiner Fürsorgeerziehungstag e.V. (bis 1971) und seiner Nachfolger: Arbeitsgemeinschaft für Erziehunghilfe (AFET sowie AFET-Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. zur Heimerziehung im Zeitraum 1945 bis 1970“ in Auftrag gegeben.

Die Expertise wurde von Dipl. Päd. Melanie Mangold unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Schrapper von der Universität Koblenz-Landau erstellt.

Und um genau diese Expertise geht es hier nun:

Einleitung

Hier ein paar Passagen aus der Expertise:

Passage01
Passage02

AusschnitteAusZeitschriften.jpg

Ausschnitte aus den Zeitschriften Quick + Stern (1967 – 1969)

Passage03

Passage04Und man darf in diesem Zusammenhang schon mal daran erinnern, dass es (wieder mal) die „68er Generation“ war, die sich damals am lautesten zu diesem bedrückendem Thema äusserten, auch wenn dies erst viele, viele Jahre später dann „erfolgreich“ war.

Ein trauriges Kapitel; hier kann man sich darüber ein wenig informieren (das schadet keinem, sag ich mal provozierend, denn die Augen vor diesem Thema haben wir zu lange geschlossen gehabt). Und von daher wird uns das Thema hier noch öfters beschäftigen.

Schlafsaal.jpg

Schlafsaal in einem Kinderheim (50er Jahre)

*
**

WirBittenUmVerzeihung

Stellungnahme der Kinder- und Jugendhilfe Westuffeln (ehemals: Evangelischen Knabenheim Westuffeln)

Lucia Marjanovic – Enid Blytons Fünf Freunde auf Deutsch – Übersetzungen, Neubearbeitungen, Fortführungen (2010)

TitelAls Kind habe ich die „Fünf Freunde“ ne zeitlang wohl abgöttisch geliebt … als Vater konnte ich sie meinen Töchtern ziemlich gut nahebringen … na ja und heute, schmunzel ich ein wenig milde, ob meiner Irrungen und Wirrungen bezüglich dieser Werke von Enid Blyton.

Und natürlich hat mich dann folgende Magister doch sehr interessiert:

Enid Blyton ist ein Phänomen, an dem seit über 50 Jahren kaum ein Kind vorbeikommt. Die Serie Fünf Freunde erscheint seit 1953 auf Deutsch und erfreut sich seither ungebrochener Beliebtheit.

Allerdings lesen heutige Leser einen anderen Text, als Enid Blyton geschrieben hat. Einerseits ist dies bedingt durch die Übersetzungen, andererseits durch die Neu¬bearbeitungen der 90er Jahre. Der Verlag hat nie besonderen Wert darauf gelegt, die englische Herkunft der Geschichten kenntlichzumachen, weswegen wahrscheinlich nicht allen Lesern bewusst ist, eine Über¬setzung vor sich zu haben.

Wenn man alle Bände liest, fallen einem allerdings zahlreiche Inkonsistenzen auf, die durch die unterschiedlichen Übersetzer bedingt sind. Mal ist mehr, mal weniger vom englischen Hintergrund der Originale zu spüren. Im Allgemeinen ist die Übersetzung ziemlich vollständig, sinnentstellende Fehler kommen äußerst selten vor.

EnidBlyton

Enid Blyton

In den 90er Jahren wurden die Texte überarbeitet, die Übersetzungen vereinheitlicht und an „das heutige Publikum“ angepasst, was sich u. a. darin äußert, dass die Fünf Freunde jetzt eine moderne „Jugendsprache“ sprechen, die in ihrer antiquierten Welt wie ein Fremdkörper wirkt. Außerdem wurden die Geschichten an gegenwärtige Vorstellungen von politischer Korrektheit und Gendergerechtigkeit angepasst, jedoch mit eher zweifelhaften Ergebnissen. Denn obwohl sich die Mädchen öfter verbal gegen die Buben behaupten, bleiben sie auch in der Neubearbeitung nur zu oft vom eigentlichen Abenteuer ausgeschlossen, aus keinem anderen Grund, als dass sie Mädchen sind. Gleiches gilt für die Darstellung von „Zigeunern“ und Ausländern. Selbst wenn deren Charakterisierung mit weniger negativen Worten erfolgt, bleibt sie doch im Wesentlichen unverändert. Eingebrachte Modernismen deuten trotz zahlreicher Anachronismen auf einen Handlungszeitraum in den 90er Jahren hin, wodurch der historische Kontext weitgehend verlorengeht und die Rollenverteilung und die Darstellung von anderen Volksgruppen umso schlimmer erscheinen lässt. Da der Erfolg der Serie anscheinend nach wie vor ungebrochen ist, erschienen zahlreiche Fortsetzungsbände, die von der Französin Claude Voilier und der Deutschen Sarah Bosse stammen. Dabei verfolgt der deutsche Verlag eine geschickte Marketingstrategie, die Originalserie und Fortsetzungen als einheitliche Reihe erscheinen lässt. Zu diesem Zweck wird die wahre Autorschaft nur versteckt im Impressum angegeben, oder gar nicht, wie bei den Spielbüchern. Noch immer erscheint Enid Blytons Name auf Cover und Titelblatt. Sogar ein Autorenportrait mit Foto ist auch in jenen Bänden vorhanden, die gar nicht von Enid Blyton selbst stammen. Das Konzept scheint aufzugehen, denn mittlerweile ist die Serie auf 59 Bände angewachsen. Die Namen „Enid Blyton“ und „Fünf Freunde“ sind Selbstläufer geworden, was erklärt, warum sich die Fortsetzungsbände von Claude Voilier und Sarah Bosse, die qualitativ weit unter den Originalen liegen, und die Spielbücher, die ihren Zweck nur unzureichend erfüllen, so gut verkaufen.

UnterschiedlicheBuchausgaben

Unterschiedliche Buchausgaben von „Fünf Freunde und ein Zigeunermädchen“

Wie intensiv sich die Autorin mit dem Thema beschäftigt hat (was die allein an Büchern zu lesen hatte … Respekt !) zeigt dieser Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis1

Mir macht es einfach Freude, wenn jemand sich mit soviel Akribie einem Thema nähert und bei manchen Erläuterungen zu Übersetzungsfehlern, die z.T. hanebüchen sind, wird einem ein wenig schlecht.

Unabhängig davon kann ich jedem diese Lektüre nur empfehlen, zumindest jenen, die sich früher einmal mit diesen Büchern beschäftigt haben. Ein feineren Abschluss meines persönliches Kapitels „Fünf Freunde“ konnte ich nicht finden.

Und hier noch zur Erinnerung die Titel von älteren Ausgaben dieser Serie:

AlteAusgaben01

AlteAusgaben02

AlteAusgaben03

*
**

Buchausgabe.jpg

Buchausgabe 124 Seiten (Preis: 49,90 €)

Heiner Stahl – Jugendradio im kalten Ätherkrieg – Berlin als eine Klanglandschaft des Pop (1962-1973) (2010)

Titel1Bis heute höre ich gerne Radio und dementsprechend interessiere ich mich auch immer wieder mal für die sog. „Radiogeschichte“.

Einen großartigen Beitrag dazu hat Heiner Stahl geleistet und zwar mit dieser Dissertation, die hier nun auch als pdf Datei vorliegt. Und natürlich gibt es weitaus berufenere Geister als ich es bin, die sich ausführlich mit diesem Werk beschäftigt haben:

Die vorliegende Studie widmet sich einem der wirkungskräftigsten Medien der – zumindest virtuellen – Überwindung der deutsch-deutschen Grenze: dem Radio. Im Zentrum der Betrachtung steht das Jugendradio der 1960er- und frühen 1970er-Jahre. Die jungen Menschen waren die wohl am stärksten umkämpfte Klientel in der Hochzeit des Kalten Krieges. Sie integrierten das Radio und vor allem die Musik, die darüber empfangen werden konnte, in ihre soziale Praxis und nahmen dabei durchaus auch Einfluss auf die Programme.

Heiner Stahl untersucht aber nicht nur das Radio, sondern weitet seinen Blick auf den „Sound“ der Stadt, zu der auch Pop-Konzerte und Diskotheken gehörten. Sozialistische Machthaber drüben und demokratische Vertreter bzw. Alliierte hüben schätzten das Radio und die vornehmlich angloamerikanisch geprägte populäre Musik der Zeit einmütig als „Kommunikationswaffen“ (S. 17) ein, die eine Schlüsselrolle in der Systemauseinandersetzung spielten. Der Frage, wie ihre lange am Feinddenken orientierte Programmgestaltung von den jugendlichen Hörern umgedeutet wurde, geht Stahl in seiner Arbeit nach. Er kommt zu dem naheliegenden Schluss, dass die eigensinnigen Praktiken der Jugendlichen durchaus nicht immer herrschaftsbezogen, also im klassischen Sinn oppositionell waren. Ihre Haltungen und Aktionsformen stellten den Versuch dar, sich politischen Vereinnahmungs- und Ordnungsversuchen im privaten und öffentlichen Raum zu entziehen.

Die als Dissertation in Potsdam entstandene Studie versucht, an ältere Forschungsfelder wie die traditionell stark politisierte Geschichte des Kalten Krieges, der Jugendpolitik und des Medienkonsums anzuknüpfen und diese mit neueren kulturgeschichtlichen Ansätzen aus der Alltags- und Popgeschichte zu verzahnen. Zudem liegt die Studie ganz im Trend einer Aufwertung der in der Geschichtsschreibung lange vernachlässigten audiovisuellen Quellen.

Radio01Stahls Untersuchung rückt die historischen Akteure auf der Empfängerseite in den Mittelpunkt. Zentral ist dabei der Fokus auf die „selbst-erziehende Ebene“ (S. 35), die durch das „flüchtige Konsumieren von Musik und Sound im Radio, das Mitschneiden und die körperliche Erfahrung von Klang auf Live-Konzerten“ (S. 35) hergestellt wird. Das vorgeschlagene Konzept der „Soundscape“ (im Sinne von „Klanglandschaft“) nimmt neben der akustischen Dimension von Rundfunk- und Fernsehproduktionen auch die Produktions- und Rezeptionsbedingungen in den Blick, die je nach Umwelt oder persönlichem Kontexte andere Inhalte und Bedeutungen erzeugen. Durch die Nachzeichnung „akustischer Topografien“ (S. 41) sollen soziale Beziehungen sichtbar werden, die die spezifischen Herrschaftsverhältnisse einerseits und die regional unterschiedlichen eigensinnigen Aneignungsweisen der Konsumenten andererseits beschreiben.

In Anbetracht dieser methodischen Herausforderung macht die Fokussierung auf den Berliner Raum als „Verstärkeranlage für besorgte Jugendpolitiken und sich abbildende jugendkulturelle Trends“ (S. 16) Sinn. Stahl löst seinen Anspruch mit der umfassenden Beschreibung der Rundfunkstruktur und der Entwicklung der Jugendsendungen, der Untersuchung jugendpolitischer Reaktionen, transnationaler Popkultur und jugendlicher Alltagspraxis in Ost und West überzeugend ein. Lediglich die These, dass die Begrenzungen zwischen freiheitlich-kapitalistischen und sozialistischen Gesellschaften in der grenzüberschreitenden (pop-)kulturellen Sphäre aufgehoben waren (S. 44), wirkt überzogen. Denn schon im Zugang zur Popkultur und bei der Entzifferung ihrer Codes gab es durchaus systemspezifische Unterschiede, die sich nicht zuletzt in den „erlernten kulturellen Verfahren der Verständigung“ (S. 44) niederschlugen und auf die Stahl in seinem empirischen Teil selbst hinweist.

Zu Recht wird dagegen der Unterschied zwischen bürgerlicher und proletarischer Konsumkultur betont, der in der BRD und der DDR bis weit in die 1960er-Jahre als „ästhetische Sozialisationsinstanz“ (S. 57) gültig war. Erst nach und nach schwanden die sozialen Grenzen. Von Bedeutung dafür waren unter anderem die günstigen Transistorradios, die Anfang der 1960er-Jahre aufkamen, denn damit wuchsen die Möglichkeiten eines eigenständigen jugendlichen Medienkonsums. Mit Kofferradios Marke Spatz baby vom Volkseigenen Betrieb (VEB) Elektroakustik Hartmannsdorf oder dem Party-boy 210 von Grundig konnte man Radioprogramme auch außerhalb des häuslichen und oft von den Eltern überwachten Bereiches hören. Allerdings waren die in der DDR hergestellten Radiogeräte lange Zeit nicht in der Lage, Ultrakurzwellen (UKW) zu empfangen – eine Technik, auf die die westdeutschen Landesanstalten bereits 1960 umgestellt hatten, um mehr Programme anbieten zu können. Die DDR verfügte erst ab Mitte der 1960er-Jahre über die technischen Möglichkeiten, um flächendeckend auf UKW senden zu können und hinkte bei der Versorgung der Bevölkerung mit entsprechenden Radiogeräten noch lange hinterher.

Radio02Schon in den 1950er-Jahren beanspruchte eine wachsende Zahl von Jugendlichen mit zunehmendem Selbstbewusstsein auf beiden Seiten Deutschlands, an der internationalen Popkultur teilhaben zu können. Die konkurrierenden Rundfunksysteme reagierten zunächst zurückhaltend – Stahl spricht von einer „Verzögerungsgeschichte“. Erst ab 1964 integrierten sie verstärkt Popmusik in ihre Jugendprogramme, um im Wettbewerb um die jugendliche Aufmerksamkeit nicht vom Gegner abgehängt zu werden. Gleichzeitig wurden Jugendsendungen Mitte der 1960er-Jahre aufgewertet, indem sie von den Rändern der Wochenprogramme in die Mitte der vorabendlichen Sendeplätze rückten.

Die Untersuchung der verschiedenen Jugendprogramme, im Westen vor allem des RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) und des SFB (Sender Freies Berlin), im Osten des Berliner Rundfunks und seines zum Anlass des Deutschlandtreffens konzipierten Jugendprogramms DT64, zeigt, dass nicht nur in den Jugendprogrammen der Anteil der zunächst am deutschen Schlager orientierten musikalischen Unterhaltung wuchs. Auch in den anderen Programmen konnte man diesen Trend schon länger beobachten. Stahl konstatiert auf sozialistischer Seite zumindest beim Jugendradio seit den 1960er-Jahren einen ausgeprägten „Cold War Pragmatism“ (S. 55) , dem eine SED-Jugendpolitik gegenüber stand, die durch eine „gebrochene und aufgeschobene Fortschreibung von Mobilisierungsbemühungen“ (S. 79) gekennzeichnet war. Dazu gehörte, dass der Vertreter des FDJ-Zentralrates 1960 in der Jugendkommission des Politbüros forderte, einen DDR-Jugendsender nach dem Vorbild von Radio Luxemburg zu konzipieren, um auch jene Jugendlichen zu erreichen, die Westsender hörten. Dem wachsenden angloamerikanischen Einfluss versuchte man mit eigenen Formaten, in denen Jugendreporter in schnoddrigem Berlinerisch verkündeten, dass die DDR „mächtig im Kommen war“ (S. 163) etwas entgegen zu setzen.

Mit der Singebewegung der Freien Deutschen Jugend, die Elemente der amerikanischen Hootenanny-Bewegung aufgriff, sollte das Bedürfnis nach internationaler Popkultur befriedigt und gleichzeitig eine eigene deutsche und „saubere“ Popkultur angeboten werden. In diesem Zusammenhang sind auch die weitreichenden Verbote von Beat-Bands nach dem 11. Plenum des ZK im Dezember 1965 zu sehen, das Stahl zufolge nur eine „begrenzte Nachwirkung“ (S. 18) auf die Jugendprogramme im Radio ausübte. Am jugendpolitischen Profil, das mit der Sendung westlicher Titel weitgehend Rücksicht auf jugendliche Bedürfnisse nahm, wurde festgehalten. Den Hintergrund bildeten demnach gegenläufigen Interessen der ZK-Abteilungen Kultur und Agitation. Die Abteilung Kultur wollte sich durch Radio03eine strenge antiwestliche Haltung gegenüber der für Radio und Fernsehen zuständigen Abteilung Agitation profilieren. DT 64 etablierte zudem in den kommenden Jahren publikumswirksame Veranstaltungen, die die Popularität des Senders extrem erhöhten und setzte mit der Förderung bestimmter DDR-Gruppen Zeichen einer „popkulturellen Tiefenwirkung“.(S. 258) Bei der praktischen Jugendarbeit blieb man hingegen eher bei administrativen und disziplinierenden Stilen, die die Jugend zum Aufbau des Sozialismus anhalten sollten und eigenständige Freizeitaktivitäten möglichst unterbanden.

Stahl untersucht die jugendlichen Mediengewohnheiten vornehmlich in einer Zeit, in der das Radio noch das dominierende Informations- und Unterhaltungsmedium war, weil vor allem Anfang der 1960er-Jahre noch vergleichsweise wenige Haushalte über Fernsehgeräte verfügten, was sich im Laufe des Jahrzehnts zumindest in Westdeutschland rasant änderte. Auf die Unterschiede in der Verbreitung konkurrierender Medien und der damit zusammenhängenden Bedeutung des Radios in DDR und BRD geht er allerdings nicht ein. Dies ist schade, könnten doch an diesem Beispiel die strukturellen Unterschiede, die für das asymmetrische Medienverhalten in beiden deutschen Gesellschaften paradigmatisch waren, anschaulich gemacht werden. In der BRD löste das Fernsehen durch eine stärkere Verbreitung von Fernsehgeräten gerade bei Jugendsendungen wie dem Beat-Club, der seit 1965 ausgestrahlt wurde, das Radio schneller ab als in der DDR. Dort wurde erst ab 1973 mit der Sendung rund eine eigene Jugendmusiksendung im Fernsehen angeboten.

HeinerStahl

Der Autor: Heiner Stahl

Nichtsdestotrotz weitet die Untersuchung Heiner Stahls das Blickfeld der klassischen Mediengeschichte auf höchst produktive Weise, indem er sie als Ergebnis von Aushandlungen und Herrschaftsbeziehungen betrachtet. Die untersuchten Wechselwirkungen zwischen Selbstverwaltung der Anbieter, Außenlenkung und kollektiven Rezeptionspraktiken bietet nicht nur neue Einsichten in das sozialistische Herrschaftsgefüge, sondern auch in die Herrschaftsbeziehungen demokratischer Medienlandschaften.(Rebecca Menzel, Zentrum für Zeithistorische Forschung, 2012)

Soweit diese ausführliche Besprechung. Ich konnte das ganze Buch noch nicht lesen (und ich gestehe, das ist mit so pdf Datein auch nicht so ganz leicht … ) Aber die Passagen, die ich schon lesen konnte, habe mir doch sehr ob der Kenntnistiefe des Autors sehr überzeugt.

Vorder+Rückseite1.jpg

Vorder + Rückseite des Buches

Und natürlich dürfen hier Informationen über dieses rührigen Heiner Stahl (der diverse seine Publikationen kostenlos ins Internet gestellt hat) nicht fehlen:

Autor

Und nun zur Präsentation …

*
**

ÜberDasBuch

Panini – Fussball 91 (Sammelalbum) (1991)

TitelIch bin zwar noch nicht so recht im WM Fieber, aber das Panini-Album passt halt ganz gut in diese Zeit;

Die Panini S.p.A. ist eine international tätige italienische Unternehmensgruppe, die hauptsächlich im Druck- und Verlagswesen tätig ist.

Das in Modena ansässige Unternehmen ist besonders für seine Sammelalben und die dazugehörigen Aufkleber bekannt. Darüber hinaus ist die Unternehmensgruppe in weiteren fünf Bereichen tätig, diese umfassen Verlagswesen, Vertrieb, Lizenzrechthandel, Panini Digital sowie neue Medien.

Die Panini-Gruppe ist in mehr als 100 Ländern tätig und außerhalb Italiens auch in Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Mexiko, Niederlanden, Russland, Schweiz, Spanien, Türkei und in den USA mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Die Panini S.p.A. erzielte 2014 mit mehr als 1000 Mitarbeitern einen Umsatz von 751 Millionen Euro.

Das heutige Unternehmen wurde 1961 gegründet. Seine Wurzeln reichen jedoch bis 1945, als Veronica Panini in der Altstadt von Modena einen Zeitungsstand kaufte, den zunächst ihre Mutter Olga mit den Söhnen Benito und Giuseppe betrieb. 1954 wurde unter dem Namen Agenzia Distribuzione Giornali Fratelli Panini ein Zeitungsvertrieb gegründet.

Panini7

Die vier Panini Brüder in den 60er Jahren

1961 gaben die Brüder Panini, denen sich 1963 auch Umberto und Franco Cosimo Panini anschlossen, nach anfänglichen Misserfolgen mit Blumenbilder-Sammelalben das erste Sammelalbum mit 90 Aufklebebildern italienischer Fußballmannschaften heraus. Zunächst wurden die Päckchen mit den Sammelbildern in Hand- bzw. Heimarbeit produziert,[2] zum Mischen der Bilder wurde ein Butterfass benutzt. In den 1970er Jahren erfand Umberto Panini eine automatische Verpackungsmaschine namens Fifimatic, die sicherstellt, dass in einem Päckchen keine Doppelten vorkommen.

In der Folge wurde das Geschäft international ausgebaut, unter anderem mit dem Vertrieb in Deutschland ab 1974. Bis 1988 wurde das Unternehmen als Familienbetrieb geführt, ehe es an die Maxwell-Gruppe verkauft wurde. Diese wechselte das Management aus und setzte weitere Änderungen durch, die sich jedoch aufgrund unterschiedlicher Unternehmenskulturen negativ auf das Geschäft auswirkten.

Panini8

Die ersten vier Panini Sammelalben aus Italien

1992 ging das in der Zwischenzeit in finanzielle Schwierigkeiten geratene Unternehmen mit der Übernahme durch die Investmentgesellschaft Bain Gallo Cuneo und die De Agostini Gruppe wieder in italienischen Besitz über. Unter den neuen Eigentümern wurde das von Maxwell eingesetzte Management ausgewechselt und das Unternehmen wieder auf seinen ursprünglichen Kurs gebracht. Nach Abschluss einer zweijährigen Sanierungsphase wurde Panini an die US-amerikanische Marvel Entertainment Group verkauft. Diese setzte den von Bain Gallo Cuneo und De Agostini eingeschlagenen Kurs fort und gründete mit Marvel Italia (seit 2001 Panini Comics) auch einen Comicverlag, der in die Panini-Gruppe eingebunden wurde.

1999 ging das Unternehmen an die vom Industriellen Vittorio Merloni kontrollierte Fineldo SpA und damit wieder in italienischen Besitz über. Geleitet wird Panini seither von Aldo Hugo Sallustro, der einen bedeutenden Minderheitsanteil hält.

Panini9

Damals wie heute: strahlende Kinderaugen

Das erste Panini-Sammelalbum wurde 1961 herausgegeben und hatte italienische Fußballmannschaften und -spieler der italienischen Fußballmeisterschaft 1961/1962 zum Inhalt. Zwar wurde später das Angebot auf andere Bereiche wie zum Beispiel Anfang der 1980er Jahre mit Captain Future auf Animefiguren erweitert, doch bildete Fußball lange Zeit das eigentliche Hauptthema bei den Sammelalben. Auf internationaler Ebene wurden anfänglich hauptsächlich Sammelalben zu Fußball-Weltmeisterschaften vertrieben, erstmals bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko. Die Stickerkollektion zur Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien war die erste offiziell in Deutschland erhältliche. Während der WM 2006 wurden allein in Deutschland 800 Millionen Aufkleber verkauft. 1979 gab Panini in Kooperation mit dem Bergmann Verlag das erste Sammelalbum der Fußball-Bundesliga heraus. Seit der Fußball-Europameisterschaft 1980 in Italien gibt Panini auch bei jeder Fußball-Europameisterschaft Sammelalben heraus. Das erste in Deutschland offiziell erhältliche Panini-EM-Sammelalbum war das zur Fußball-Europameisterschaft 1984 in Frankreich. Das Sammelalbum zur Fußball-WM 2018 ist mit 682 Bildern à 18 Cent das bisher größte und teuerste Fußball-Sammelalbum, das Panini herausgebracht hat.

Neben Sammelalben in den Bereichen Sport und Entertainment (Walt-Disney-Themen, Harry Potter bspw.) mit den dazugehörigen Aufklebern gibt Panini auch Sammelkarten zu verschiedenen Sportarten sowie Anime- und Comicfiguren heraus.

Panini10

Das könnten auch Geldscheine sein

In Deutschland ist Panini seit 1974 vertreten. Zunächst in München ansässig, wurde der Sitz der deutschen Tochtergesellschaft 1993 nach Nettetal verlegt. Gleichzeitig wurden die österreichische und die niederländische Niederlassung mit eingegliedert.

Auf dem deutschen Markt vertreibt Panini die auch in anderen Ländern vertriebenen Produkte wie Sammelalben zu Fußball-Weltmeisterschaften und -Europameisterschaft, Comics, Magazine und Jugendbücher. Bis 2008 gab Panini in Deutschland zudem auch ein Sammelalbum der Fußball-Bundesliga heraus. Dieses wurde erstmals 1979 in Kooperation mit dem Bergmann Verlag herausgegeben. Im März 2008 verlor Panini jedoch die Lizenz für die deutsche Bundesliga bis 2012 (3 Jahre ab Saison 2009/2010) an den amerikanischen Konkurrenten Topps. Durch eine Einigung mit dem Konkurrenten wurde in der Saison 2008/2009 ein letztes Bundesliga-Stickeralbum herausgebracht.

2003 wurde die in Stuttgart ansässige Dino Entertainment übernommen, der seither als zweiter deutscher Panini-Standort betrieben wird. Damit stieg Panini zu einem der drei Marktführer im deutschen Comicmarkt sowie zum zweitgrößten Jugendbuchverlag in Europa auf. Am Hauptsitz von Panini Deutschland in Stuttgart sind rund 70 Mitarbeiter beschäftigt. Das deutsche Tochterunternehmen veröffentlicht jährlich 130 Buchtitel, 121 Comictitel, 70 Magazintitel und 20 bis 25 Sticker-Kollektionen. Das Verlagsprogramm umfasst zudem DVDs und Kalender. Der Verband LIMA hat Panini 2011 bereits zum vierten Mal mit dem Titel Lizenznehmer des Jahres ausgezeichnet.

Panini11

Die ersten vier Fussball Sammelalben von Panini in Deutschland

Im September 2008 stieß Panini auch in den Markt der Videospielmagazine vor und veröffentlichte mit consolPlus (Konsolenspiele) und GamersPlus (PC-Titel) zwei Magazine, die sich mit Computerspielen beschäftigen. 2010 trennte sich Panini von den zwei Zeitschriften, die fortan bis zu ihrer Einstellung vom hauseigenen Verlag consol.MEDIA veröffentlicht wurden.

Im August 2010 kündigte Panini an, den Sitz seiner Deutschland-Tochter von Nettetal nach Stuttgart zu verlegen. Im September wurde zusätzlich beschlossen, den Hauptsitz von Panini in die Rotebühlstraße nach Stuttgart zu verlegen. Am neuen Stammsitz war Panini bereits seit 2003 mit den Produktbereichen Magazine (für Mädchen, Frauen und Jungs), Comics/Mangas, Büchern sowie Produktion und Vertrieb vertreten. Hinzugekommen sind seit 1. September 2010 die Geschäftsführung sowie die Sparten Sticker, Magazine (für Kinder) und DVDs. Zu den Bereichen Kids, Boys und Girls kam Anfang 2013 Women hinzu, der mit den Titeln sensa und LandKind gestartet ist.

Seit März 2015 erscheint mit „Mein Papst“ ein monatliches Fanmagazin zu Papst Franziskus – eine Adaption der italienischen Monatsillustrierten „Il mio Papa“ (Quelle: wikipedia)

Soweit so gut … aber kommen wir nun zum Geschäft und das muss man sich mal vorstellen:

Panini6.jpg

Quelle: ran.de

Puuuh … und dann noch der niemals wirklich ausgeräumte Verdacht, dass bestimmte „Star_Bilder“  verknappt werden …

Es ist einfach unglaublich, dass dieses Geschäftsmodell, wo den Kindern und den Eltern das Geld regelrecht aus der Tasche gezogen wird … so erfolgreich ist. Man könnte es glatt Wucher nennen.

Aber: Viel besser kann man den Wahn, dem ein Sammler erliegen kann, nicht illustrieren.

Nun ja, da redet ja der richtige !

Panini12

Der Geschäftsführer des Panini Verlags, Frank Zomerdijk, ist zufrieden … wen wundert´s

Dieses Heft (50 Seiten) enthält die Sammelbilder für die Bundesliga Saison 1991/92, zudem die Mannschaften der 2. Liga sowie der DDR-Oberliaga vorgestellt. Diese Oberliga spielte das letzte mal, ab der Saison 1992/93, dannach begannen sie die Ligen zu verschmelzen. Allerdings hatten nur 8 ehemaligenDDR-Manschaften das Glück, in die 1. und 2. Bundesliga aufgenommen zu werden !

Das Heft ist übrigens eine Leihgabe meiner jüngeren Tochter …  die bereits mit 9 Jahren ne kleine Fussballnärrin war. Na ja, und dann hat halt der Papa die Bilder gekauft….

Und um diese Mannschaften geht´s :

Beispiel02.jpg

So manche sind längst in Vergessenheit geraten, das gilt übrigens auch für 90% der damaligen Spieler … das ist ja wie in der Geschichte der Rockmusik: wieviele unzählige Bands gab es da … und welche Namen haben sich gehalten ?

Aber ein blog wie dieser öffnet dann eben seine Pforten um all den „namenlosen“ wieder ein Gesicht zu geben … so auch hier.

Das Album ist nicht komplett … von daher gilt das Motto: Mut zur Lücke !

Beispiel01.jpg

Beispiel03.jpg

Beispiel04.jpg

Beispiel05

Beispiel06

Beispiel07.jpg

Beispiel08.jpg

Beispiel09

WM Poster (Ausschnitt)

Beispiel10

Beispiel11

Beispiel12.jpg

Beispiel13.jpg

Beispiel14

Beispiel15.jpg

Beispiel16

Beispiel17.jpg

Die waren damals noch in der 2. Liga

Beispiel18

Beispiel19

Die Rückseite des Heftes

Panini4

Ganz schön viel Kohle …

*
**

Panini5

Qualle: Der Spiegel vom 16.Juni 2018

 

Christina Ida Hitzfeld -Wandel von Werbung – Werbung im Sprachwandel (Dissertation) (2010)

TitelVorweg: mich interessiert Sprache sehr – mich interessieren auch die sprachlichen wie graphischen Strategien der Werbeindustrie, will die Mechanismen der Werbeindustrie besser verstehen, will mich wohl so dem manupulativen Teil dieser Werbe-Strategien entgegenstellen, wissend dass ich eine gewisse Anfälligkeit für diese Strategien habe (meine Frau weiss davon ein Lied zu singen *ggg*).

Und als mir neulich diese Dissertation mit dem Titel „Wandel von Werbung – Werbung im Sprachwandel“ in die Hände fiel, erregte das natürlich auf der Stelle meine Aufmerksamkeit.

Hier erstmal die Kurzfassung dieser Dissertation:

„Das Wort Werbung löste Anfang des 20. Jahrhunderts in vielen Bereichen das der Reklame ab. Die Arbeit zeichnet im ersten Teil die Entwicklung und Geschichte des Begriffs Werbung nach und versucht eine Abgrenzung zu den Begriffen und Bedeutungen von Reklame und Propaganda. Weiter wird erörtert, ob es sich bei Werbesprache um eine Sondersprache oder um „instrumentalisierte Sonderform von Alltagssprache“ handelt.

Der zweite Teil der Arbeit widmet sich anhand eines systematisch erfassten Datenkorpus der Frage, ob sich die artifizielle Werbesprache selbst innerhalb der letzten fünfzig Jahre verändert hat und wie dieser diachrone Sprachwandel, der im einzelnen auch Rückschlüsse auf die Allgemeinsprache und ihren Wandel zulässt, sich sichtbar machen lässt. Mit einem Raster aus vornehmlich rhetorischen Stilmitteln werden Veränderungen der Werbesprache im Nachrichtenmagazin „Spiegel“ erfasst und besprochen.“

Eigentlich wird diese Kurzfassung dieser Arbeit nicht gerecht, denn hier hat die Autorin sich den Luxus geleistet, das Thema wirklich akribisch aufzuarbeiten. Allein um das  Kapitel „Werbesprache im Forschungsüberblick“ zu arbeiten, stürzte sie sich in eine Flut von bereits vorhordenen Forschungsergebnissen …

Spiegel01_1947Das setting ihrer Untersuchung stellt sich wie folgt dar:

„Um die aufgestellten Bedingungen der systematischen Auswahl und der Überprüfbarkeit der Sammlung zu erfüllen sowie dem Anspruch gerecht zu werden, am Ende einen repräsentativen Querschnitt durch 50 Jahre deutsche Werbegeschichte zu erhalten, wurde die Auswahl der aufgenommenen Anzeigen wie folgt begrenzt:
Eingang in das vorliegende Korpus fanden alle Spiegel Anzeigen jeweils aus Heft Nr.50 der folgenden Jahre: 1947, 1950, 1955, 1960, 1965, 1970, 1975, 1980, 1985, 1990, 1995, 2000 und 2005. Da das seitdem wöchentlich erscheinende Politmagazin „Der Spiegel“ 1947 zum ersten Mal publiziert wurde, findet sich hier die einzige Ausnahme der sonst in fünf Jahres Schritten erfolgten Auswahl. Der Spiegel wurde als Medium aus den gleichen Gründen ausgewählt, die REICH-RANICKI anführt.

„Warum aus dem „Spiegel“? Ich weiß, so weit bin ich in der Branche doch bewandert, daß im „Spiegel“ die Anzeigen viel Geld kosten. Daher, so dachte ich mir, sind sie von Firmen aufgegeben, die viel Geld haben. Und diese Firmen, die über viel Geld verfügen, haben auch die besten Werbetexter. Also habe ich mir gesagt: „Das lohnt sich malanzuschauen“.

Heft Nr. 50 wurde gewählt, da in der Vorweihnachtszeit mit besonders vielen Produktanzeigen zu rechnen ist und sich durch die jährliche Wiederholung der Anzeigen einzelner Firmen auch Vergleichsmöglichkeiten der Anzeigen innerhalb einer Produktart, ja sogar ein und desselben Produkts, ergeben.
Bewusst wurde der Untersuchungszeitraum erst mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges angesetzt, da das Jahr 1945 eine tiefe Zäsur, auch in Bezug auf die deutsche Sprache, brachte. Die sprachliche „Stunde Null“ hat es zwar wohl so nicht gegeben, dennoch beginnt für Deutschland mit der Nachkriegszeit wieder die freie Marktwirtschaft in einem demokratischen Staat, was Nebeneffekte wie das Neuerwachen des ganzen Wirtschaftszweiges Konsumwerbung mit sich bringt.“ (Seite 55)

Beispiel01Anzeigenbeispiel 1947

Wie gesagt: die Materialfülle ist erdrückend (auch wenn ich bestimmte Kommentierungen der Autorin, z.B. hinsichtlich der psychoanalytischen Kritik an Werbung nicht teile) und diese Materialfülle ist beeindruckend.

Und wenn dann Christina Ida Hitzfeld in die Tiefen der Sprache einsteigt, kann einem schon schwindlig werden … siehe dieser Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

Beispiel06

Das nenn ich Akribie !

Ein wenig amüsant wird es, als die Autorin in einem Exkurs das Gespräch mit dem profiliertem Werbetexter Samuel Christ sucht:

Beispiel07

Und weiter:

Beispiel08

Wenn sich „Witz und Doppelsinn … schwer, wenn nicht überhaupt nicht, mit rhetorischen Mitteln (zu) fassen oder beschreiben“ sind, dann stößt die Autorin mit diesem Satz an die Grenzen ihrer Dissertation (und ich sehe vor mir den akademischen Elfenbeinturm).

AnzeigenSamuelChrist
Anzeigen mit Texten von Samuel Christ

Ungeachtet dessen: Wer sich für dieses Thema interessiert wird hier mehr als gut bedient und Anregungen zum weiterdenken gibt es mehr als genug.

Und hier noch ein paar Illustrationen aus der Dissertation, bevor´s dann zur Präsentation geht:

Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04

Beispiel05

*
**

Gerald Rimbach, Jennifer Nagursky, Helmut F. Erbersdobler – Lebensmittel-Warenkunde für Einsteiger (2010)

TitelEs ist ja nicht völlig verkehrt, sich mit den Grundlagen unserer Ernährung zu beschäftigen:

Wie sind Milch, Fleisch und Eier zusammengesetzt? Wie gesund ist Fisch als Lebensmittel? Wie werden pflanzliche Öle hergestellt? Welche Inhaltsstoffe kommen in Obst und Gemüse, Gewürzen, Kaffee, Tee, Kakao, Bier und Wein vor? Was sind funktionelle Lebensmittel?

Studierenden der Ökotrophologie, der Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften steht mit diesem nunmehr in der zweiten Auflage vorliegenden Werk ein Lehrbuch zur Verfügung, das auf solche Fragen kompetent und umfassend Antworten gibt. Es deckt das komplette Gebiet der Warenkunde von Lebensmitteln pflanzlicher und tierischer Herkunft ab und ist nach den verschiedenen Warengruppen systematisch gegliedert. Die Autoren gehen dabei insbesondere auf die Zusammensetzung der Lebensmittel sowie die Bewertung aus Sicht der Ernährungsphysiologie, der Gesundheit und der Toxikologie ein. Zwei neue Kapitel beschäftigen sich mit funktionellen Lebensmitteln und Biolebensmitteln. /Verlagsankündigung)

Und dieses Lehrbuch für Studierende scheint sich als ne Art Standardwerk etabliert zu haben:

“Lehrbuch für Studenten über chemische Zusammensetzung und Inhaltsstoffe von Lebensmitteln in Gliederung nach Warengruppen. Geht besonders auf gesundheitliche und toxikologische Aspekte ein und wird ergänzt durch zahlreiche Tabellen und Skizzen. Gründlicher, klar strukturierter Ersteinstieg. … Für Studenten die erste Fachdarstellung zum Thema …“ (Pleuß, in: ekz-Informationsdienst, 2010, Issue 2010/34)

Beispiel74

Gerald Rimbach

“… Da es dafür bisher kein Lehrbuch gibt das gleichermaßen Fachübergreifend die ernährungsphysiologischen, gesundheitlichen and toxikologischen Aspekte abdeckt, haben sie jetzt eine Lucke im Schrifttum geschlossen. … Das Buch richtet sich an Studierende der Ökotrophologie der Ernährungs und der Lebensmittelwissenschaften. Die zahlreichen Tabellen instruktiven Abbildungen und Schemazeichnungen sind gute Lernhilfen. Ganz besonders zu loben sind die leichte Lesbarkeit der Texte und die ausgezeichnete didaktische Konzeption des Buches.“ (in: Ernährungs-Umschau, December/2010, Issue 12, S. 688)

“Die Herstellung und die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln verschiedener Warengruppen werden in diesem Lehrbuch beschrieben. … ist nach Warengruppen gegliedert. … Ergänzende Literaturhinweise am Ende jedes Kapitels bieten dem Leser die Möglichkeit, sich weiter in die Thematik zu vertiefen. Das vorliegende Werk liefert einen umfassenden Überblick über die Warenkunde von Lebensmitteln und richtet sich damit neben Studenten auch an andere Ernährungsfachkräfte.“ (in: info, 2011, Issue 3, S. 43)

Das Inhaltsverzeichnis:

  • Milch
  • Käse und andere Milchprodukte
  • Eier und Eiprodukte
  • Fleisch und Wurstwaren
  • Fisch und Fischerzeugnisse
  • Getreide
  • Hülsenfrüchte
  • Speiseöle
  • Obst und Gemüse
  • Zucker, Honig und Sirup
  • Gewürze
  • Kaffee, Tee, Kakao
  • Bier
  • Wein
  • Spirituosen
  • Funktionelle Lebensmittel

 

Auch wenn ich keine „Ernährungsfachkraft“ bin … vieles ist nun wirklich interessant, vieles ist allerdings auch sher kryptisch …

Beispiel75

Jennifer Nagursky

Und so interessant die einzelnen Kapitel auch sind (auch hinsichtlich des Kaufverhaltens von uns Konsumenten), so sehr fällt dann schon auf, dass zwar schon der Wissenschaftlichkeit Genüge getan wird, aber … das eigentlich unverzichtbare Thema: Produktionsbedingungen bei der Ernährungsmitteln gänzlich ausgeklammert wird. Ich denke da ganz konkret an die Ausbeutung jener Länder und jener Menschen, die dafür sorgen, dass wir keinerlei Mangel leiden müssen … sei es an Kaffee, Tee oder anderen Produkten.

Und analog des großartigen Brecht Gedichtes „Fragen eines lesenden Arbeiter“ stellen sich doch etliche Fragen, die hier komplett unbeantwortet bleiben.

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel03.jpg

Beispiel04

Beispiel05

Beispiel06

Beispiel07.jpg

Beispiel08

Beispiel10

Beispiel09

Beispiel10

Beispiel11

Beispiel12

Beispiel13

Beispiel14

Beispiel15

Beispiel16

Beispiel17

Beispiel18

Beispiel19

Beispiel20

Beispiel21

Beispiel22

Beispiel23

Beispiel24

Beispiel25

Beispiel26

Da versteh ich nur Bahnhof …

Beispiel27.jpg

Beispiel28

Beispiel29

Beispiel30

Beispiel31

Beispiel32.jpg

Beispiel33

Beispiel34

Beispiel35

Beispiel36

Beispiel37

Beispiel38

Beispiel39

Beispiel40

Beispiel41

Beispiel42

Beispiel43

Beispiel44

Beispiel45

Beispiel46

Beispiel47

Beispiel48

Beispiel49

Beispiel50

Beispiel51.jpg

Beispiel52

Beispiel53

Beispiel54

Beispiel55

Beispiel56

Beispiel57

Beispiel58

Beispiel59.jpg

Beispiel60

Beispiel61

Beispiel62

Beispiel63.jpg

Beispiel64

Beispiel65

Beispiel66

Beispiel67

Beispiel68

Beispiel69

Beispiel70

Beispiel71

Beispiel72.jpg

Beispiel73

*
**

Beispiel76

Helmut F. Erbersdobler