Kraan – Tournee (1980)

FrontCover1Von denen hätte ich im Lauf der Zeit durchaus öfters berichten können, wenn nicht gar müsen:

„Tournee“ der zweite Livestreich von Kraan ist wieder mal ein Beweis dafür, wie kraftvoll, energiegeladen, rhythmisch explosiv, aber auch gefühlvoll, verträumt, melancholisch die Musik von Kraan sein kann. Auf gerade mal sechs Titeln (drei Titel vom 77er „Wiederhören“ Album, sowie drei bis dato unveröffentlichte Tracks) – die von verschiedenen Konzerten aus dem Jahr 1979 stammen und leider auch etwas lieblos ausgeblendet werden – kochen die vier Schwaben eine explosive Mischung aus federndem, leichten Jazzrock mit deutlicher Betonung im Rock, etwas Funk und Krautelementen.
Neben dem unauffälligen, aber sehr effektiven Schlagzeug von Udo Dahmen, ist es vor allem dem unheimlich variablen Bass-Spiel Hellmut Hattlers zu verdanken, dass die Musik von Kraan ohne Ende groovt. Darüber legen Gitarrist Peter Wollbrandt und Keyboarder Ingo Bischof feine Muster, die mal unterstützen, aber auch unvermittelt in ausufernde Soli ausbrechen. (Kristian Selm)

 

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Zum ersten Mal bewusst gehört hab ich die Platte vor zwei oder drei Jahren bei meinem Vater der die schalplatte noch besitz. Damals war ich doch recht verwundert. Das waren doch nicht die Kraan die ich von „Andy Nogger“ u.ä kannte. Vor allem dieser Keyboard Sound störte mich. Nach diesem Erlebnis ignorierte ich diese Platte so wie ich es vorher getan hatte und vergaß sie fast. Dann vor ein oder zwei Monaten kopierte mir mein Vater ein paar MP3 Files auf einen USB stick. Unteranderem auch diese Platte, mit der Bitte ich solle sie mir doch mal anhören. Und vor drei Tagen war es dann so weit. Ich überspielte sie auf mein Mobiles abspielgerät und lauschte auf dem Weg zur Ausbildung. Gleich der erste Song „Borgward“ fängt sehr groovie an. Gitarre und Key spielen ein wunder bares Riff und dann Jazzt es los. Ein Song bei dem ich auch morgens früh im Bus nicht still sitzen kann. Der zweite Song „Almrausch“ geht etwas ruhiger los nimmt dann aber Fahrt auf und wartet mit einem Hammer Gitarrenpart auf. „Peterchens Reise“ lädt zum entspannen und Träumen ein bevor es mit „Vollgas Ahoi“ mit Vollgas weitergeh, gemeinsam mit „Borgward“ mein Favorit auf der Platte. Da kommt Spielfreude pur bei mir rüber. Danach folgt „Yaki Yagua“ ein Song der vor allem durch starke instrumental Parts überzeugt, bevor das ruhige „Silky ways“ die platte abrundet und beendet.

Für mich eine Tolle Entdeckung. Genau das was ich von einer Kraan Platte erwarte: Es rockt, jazzt, hroovet und macht einfach Spaß. (Shamble)

Genauso und nicht anders isses !

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Besetzung:
Ingo Bischof (keyboards)
Udo Dahmen (drums)
Hellmut Hattler (bass)
Peter Wolbrandt (guitar, vocals)

BackCover

Titel:
01. Borgward 8.13
02. Almrausch 5.59
03. Peterchens Reise 6.57
04. Vollgas Ahoi 7.54
05. Yaqui Yagua 7.50
06. Silky way 4.31

Musik und Texte: Udo Dahmen – Hellmut Hattler – Peter Wolbrandt  – Ingo Bischof

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Mike Krüger – Der Nippel (1980)

MikeKrügerFrontCoverEr war und ist ein Vollblut-Blödelbarde und gehört in diesem Genre wohl zu den Trendsettern, der seit 1975 überwiegend sehr erfolgreich aktiv ist.

Als sein Titel „Mein Gott Walther“ zur Nummer der deutschen Charts wurde, schmiss er sein Architektur-Studium hin und blödelte sich seitdem durch die deutschen Lande.

Auch wenn man möglicherweise der Ansicht sein sollte, Krüger eigne sich am besten für vollbesetzte Bierzelte um dort dann den Massengeschmack zu bedienen (denn gelegentlich steigt er auch arg tief in die Zotenkiste), so kommt man dennoch nicht um die Kenntnis herum, dass er nicht nur einen gewaltigen Wortwitz hat, sondern auch ein wahres Füllhorn an skurillen Ideen … wie man auch auf diesem Live-Album hören kann.
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Karl Dall und Mike Krüger

Besetzung:
Mike Krüger (vocals, guitar)
+
Karl Dall (vocals bei 15.)

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Titel:

01. Aller Anfang ist schwer (Krüger) 3.36
02. Der Nippel (Krüger) 3.38
03. Meine Tochter lernt jetzt sprechen (Krüger) 1.48
04. Liebe Party-Gäste (Herborn) 1.20
05. Wir feiern heut ’ne Party (Krüger) 3.37
06. Befehl zur Vereidigung (Krüger) 2.25
07. Gesang Befohlen (Potpourri)
07a. Zum Frühsport (Traditional/Krüger) 0.30
07b. Alle die Soldaten (Traditional/Krüger) 0.14
07c.  Stabs-U.V.D. (Y.M.C.A.) (Belolo/Morali/Willis/Krüger) 0.40
07d. Guten Abend, Gut‘ Nacht (Traditional/Krüger) 0.35
08. Guten Morgen, Hier Spricht Ihr Kapitän (Krüger) 2.26
09. Hitparade (Potpourri)
09a. Nachts steig‘ ich beim Nachbarn Ein (Nachts, wenn alles schläft) (Jay/Carpendale/Horn-Bernges/Krüger) 2.19
09b. Du nimmst alles, was du kriegst (So Bist Du) (Meinunger/Maffay/Krüger) 2.47
09c. . Das Lied vom ostfriesischen Manuel (Das Lied von Manuel) (Gietz/Feltz/Krüger) 1.09
10. Wir trinken wenig (Krüger) 2.03
11. Wir machen Tierstimmen nach (Herborn) 2.09
12. Das Doppel (Herborn) 0.12
13. Das Netz ist viel zu hoch (Krüger) 2.21
14. Sketch: Groupie (Krüger) 0.16
15. Wir sind so schön (I Got You Babe) (Bono/Krüger) 3.09
16. Sketch: Uhrenverkäufer (Krüger) 1.05
17. Was du heute kannst besorgen (Krüger) 0.18

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Roberto Blanco – Roberto Live (1980)

FrontCover1Auch der muss mal an die Reihe kommen …

Roberto Zerquera Blanco (* 7. Juni 1937 in Tunis, Tunesien) ist ein deutscher Schlagersänger, Schauspieler und Unterhaltungskünstler afrokubanischer Eltern.

Blanco wurde als Sohn des kubanischen Folklore- und Varieté-Künstlers Alfonso Zerquera und dessen Ehefrau, einer kubanischen Tänzerin und Sängerin, Mercedes Blanco in Tunis geboren. Er wuchs in Beirut und Madrid auf. Seine Mutter starb, als er zwei Jahre alt war. Nach der Schulzeit begann er in Madrid ein Medizinstudium, das er aber nach zwei Semestern abbrach.

Blanco kam 1956 nach Deutschland. 1957 spielte er in dem Film Der Stern von Afrika mit. Seine Gesangskarriere begann er bei Josephine Baker. Im Jahr 1958 sang er einen Schlager in dem deutschen Farbfilm Bühne frei für Marika. In den 1960er-Jahren wurde er Schlagerstar und trat in verschiedenen Filmen (Alle Menschen werden Brüder nach Johannes Mario Simmel und Drei Männer im Schnee nach Erich Kästner) auf. 1969 gewann er die Deutschen Schlager-Festspiele mit dem Titel Heute so, morgen so. Im Jahr 1971 erhielt Blanco die deutsche Staatsbürgerschaft. In der Folgezeit nahm er einige Schlagerschallplatten auf und hatte 1972 mit Ein bißchen Spaß muß sein des Komponisten Christian Bruhn und Der Puppenspieler von Mexiko seine größten Erfolge. Blanco war Gast in Musiksendungen des Fernsehens, darunter mehrmals in der ZDF-Hitparade.

Singles

Seine ganz frühen Singles (195´63 – 1965), alle für das Label „Golden 12“

Blanco bekam 1973 seine eigene Fernsehshow Heute so, morgen so. Mehrmals bewarb sich Blanco beim Eurovision Song Contest: 1970 wurde er Fünfter der deutschen Vorentscheidung mit Auf dem Kurfürstendamm sagt man Liebe, 1973 belegten seine Titel Ich bin ein glücklicher Mann und Au revoir, auf Wiedersehen die Plätze 4 und 11; 1979 schließlich wurde er Vierter mit Samba si! Arbeit no!. 1976 gab es zudem die Roberto Blanco Show, die am 21. Dezember 1976 eine Einschaltquote von 49 Prozent erreichte.

Im Jahre 1980 wurde Roberto Blanco mit der Spielshow Noten für zwei Nachfolger von Rudi Carrells Am laufenden Band, doch wurde die Sendung 1982 nach vier Folgen auf seinen eigenen Wunsch abgesetzt. Weitere Sendungen mit Blanco waren Roberto – Ein Abend mit Roberto Blanco und Musik ist meine Welt (beide im Ersten Deutschen Fernsehen). Im Jahr 1986 ging er erstmals nach Kuba, wo er 1987 als erster ausländischer Künstler einen eigenen Show-Block in der „Tropicana“-Revue in Havanna erhielt.

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Mit Franz.-Josef, Strauß, ca. 1980

In den 1990er Jahren trat er zusammen mit Tony Marshall mit Stimmungsliedern auf. Einer ihrer größten gemeinsamen Hits war Resi bring Bier, eine deutsche Version des Titels Crazy for you von David Hasselhoff. Das deutsche Fernsehen (MDR) widmete ihm 1997 eine Jubiläumssendung, in welcher die ihn im Mambotanz bezwingende Startänzerin Marlène Charell, aber auch ihr Ehemann Roger Pappini, Peter Kraus und andere Prominente auftraten. 1994 war er auch als Produzent tätig. Es erschien das Album Por tu amor mit Liedern in seiner spanischen Muttersprache und mit Musikern aus Südamerika. 1996 gastierte er auf Lotto King Karls Single Da ist die Tür. Er ist auch Dauergast bei Schlager-Oldie-Veranstaltungen, so etwa beim jährlichen Schlager-Festival von Radio Bremen, bei dem er seine eigenen Hits darbringt und auch Kollegen begrüßt.

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Roberto Blanco in dem Film „1 1/2 Ritter“

2008 spielte er in dem Film 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde einen Kleinkriminellen im Mittelalter, der auch seinen Namen hat.

2011 sprach er in dem Film Rio den Riesentukan Rafael und veröffentlichte mit Du lebst besser, wenn Du lachst ein neues Album. Am 4. August 2011 trat Blanco als Gast zusammen mit der Thrash-Metal-Band Sodom auf dem Wacken Open Air 2011 auf und sang Metal-Versionen von Ein bißchen Spaß muß sein und Amarillo. Der Auftritt war Teil einer Kampagne gegen Alzheimer.

Von Oktober bis Dezember 2012 spielte Blanco die Rolle des selbstverliebten Fernsehmoderators Heinz Wäscher in Hape Kerkelings Musical Kein Pardon im Capitol-Theater Düsseldorf.

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Roberto Blanco und seine Frau Luzandra Blanco, die 40 Jahre jünger ist als der Schlagerstar

2013 veröffentlichte Blanco zusammen mit dem DJ- und Rapper-Duo Finger & Kadel die Single Ein bisschen Spaß muss sein, eine Neuinterpretation seines Schlagers mit Merkmalen von Electronic Dance und Hip-Hop.

2014 nahm er, ähnlich wie Matthias Reim vor ihm, seine eigene finanzielle Situation aufs Korn und produzierte aus seinem bekanntesten Hit zusammen mit der Werbeagentur Jung von Matt für die Autovermietung Sixt ein Video mit dem Titel „Ein bisschen spar’n muss sein“.

2014 sprach er in dem Film Rio 2 – Dschungelfieber erneut den Riesentukan Rafael.

2016 veröffentlichte er gemeinsam mit Waterloo eine Neuaufnahme des Oldies Brauner Bär und Weiße Taube von Gus Backus, unter anderem in einer Dance-Version.

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Damals war die Welt noch in Ordnung, bei der Scheidung gab es dann einen furtchbaren Rosenkrieg

Blanco ist Ehrenmitglied der CSU. Die Partei ehrte damit sein künstlerisches Werk. Er engagiert sich für Obdachlose und Kinder, beispielsweise durch Patenschaften bei World Vision Deutschland oder Unterstützung des Projektes Ärzte ohne Grenzen.

Roberto Blanco hat zwei eheliche Töchter und einen Sohn (* 2001) aus einer außerehelichen Affäre. Seine Tochter Patricia Blanco nahm 2009 an Big Brother und 2015 an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil.

Die Scheidung von seiner Schweizer Ehefrau Mireille wurde nach fast 50 Ehejahren im Dezember 2012 rechtskräftig. Im Jahr darauf heiratete er die Kubanerin Luzandra Straßburg. Blanco wohnte ab 2015 für kurze Zeit in Mondsee im Salzkammergut in Oberösterreich und ist Ende 2016 nach Ermatingen in die Schweiz umgezogen. (Quelle; wikipedia)

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Hier mit dem Münchner Oberbürgermeister Reiter auf der „Wies´n“

Nun ist es ja nicht so, dass ich ein glühender Blanco-Vereherer wäre, dennoch bitete dieses Live-Doppelalbum ein paar überraschende Momente.

Er fängt es erstmal ganz geschickt an, verpackt seine „größen Hits“ gleich zu Beginn des Konzertes (live aufgenommen im Rosenpalast, Mannheim). Und dann setzt er auf eine Reihe von thematischen Medleys mit einem internationalem Zuschnitt (von den Beatles zu Harry Belafonte) … daei kommt ihm zu gute, dass in seinem Orchester versierte Jazz- und Studiomusiker sitzen, zu nennen wären da z.B. der Jazzgitarrist Stefan Dietz und der US Bassist Garry Todd.

Und so kommt es vor, dass das Orchester hin und wieder seine ganz Güte aufblitzen lässt (z.B. bei dem Saxophon Solo bei „My Sweet Lord“), viel zu wenig natürlich für meinen Geschmack, denn so etliche der Liedchen, sind halt Liedchen, deren Erfolg ich nie verstehen werde, aber mitklatschen kann man halt ziemlich gut.

Auch die Witchen von Roberto Blanco sind nun nicht unbedingt der Knaller, außer, ja außer, wenn er Franz-Josef Strauss und Willy Brandz parodiert („Mathilda) … da staunt man dann schon ein bisschen. Auch die Eröffnung von „Day-O“ ist augenzwinkernd gelungen.

Sehr überraschend der Song““. Es ist eine Single aus dem Jahr 1965 und ist extlich shon fast als eine Anklage gegen den Rassismus zu verstehen … mir scheint, dem Roberto Blanco war es wohl wichtig, dieses so ganz alte Lied am Leben zu erhalten.

Und dann ein staubtrockener Blues namens „Die Antwort bist du“

Im Rahmen seines Metiers hören wir hier also einen souveränen Entertainer namens Roberto Blanco, der zumindest gelegentlich musikalisch überraschen kann.

… weniger souverän verlief dann letztlich sein Leben … vielleicht war es dann halt doch zuviel aufgesetzte Fröhlichkeit …

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Besetzung:
Roberto Blanco (vocals)
+
Orchester des Südwestfunks Baden Baden unter der Leitung von Jürgen Franke
Fritz Blumenhofen (drums)
Stevan Bodjo (flute)
Charly Campbell (percussion)
Stefan Diez (guitar)
Josef Güntner (trombone)
Dieter Mäder (trumpet)
Bernhard Prock (percussion)
Armin Rusch (piano)
Garry Todd (bass)

Booklet1

Titel:
01. Opening und Medley ‚Blanco-Hits‘ (7.45)
01.1. Der Puppenspieler von Mexico (Carr/Shuman/Siegel)
01.2. Heute so – morgen so (Schmidt/Loose)
01.3. Oh, Las Vegas (Callander/Murray/Zimber)
01.4. Lady Laura (Elias/Danova/Loose)
01.5. Pappi, lauf doch nicht so schnell (Callander/Stephens/Dahmen)
01.6. Amarillo (Greenfield/Sedaka/Thumser)
01.7. Dieses Jahr (Hirsh/Manor/Busch)
02. Begrüßung 1.00
03. Love Is In The Air (Young/Paul) 3.40
04. Schwarze Engel (Maciste/Siegel/Blanco) 3.33
05. . Beatles-Medley (4.28)
05.1.Can’t Buy Me Love (Lennon/McCartney)
05.2. Yesterday (Lennon/McCartney)
05.3. Obladi-Oblada (Lennon/McCartney)
06. Italien-Medley (4.01)
06.1. Piove (Modugno/Glando)
06.2. Come prima (Taccani/Di Paola)
07. My Sweet Lord (Harrison) 3.31
08. Wer trinkt schon gern den Wein allein (Hornung/Siegel/Meinunger) 4.25
09. Belafonte-Medley (11.16)
09.1. Day-O (Belafonte/Burges/Attaway)
09.2. Angelina (Burgie)
09.3. Island In The Sun (Belafonte/Burges/Feltz)
09.4. Coconut Woman (Belafonte/Burges)
09.5. Mathilda (Belafonte)
10. Cabaret (Kander/Ebb) 2.43
11. Ol‘ Man River (Kern/Hammerstein) 3.30
12. Trinidad (Simon/Meinunger) 3.19
13. Westside Story Medley (2.59)
13.1. Maria (Bernstein)
13.2. Tonight (Bernstein)
14. Die Antwort bist du (Traditional/Strasser/Mondrian) 2.43
15. Dixie-Medley (3.20)
16.1. When The Saints Go Marching In (Traditional)
16.2. Down By The Riverside (Traditional)
17. Ein bißchen Spass muß sein (Bruhn/Loose) 2.53
17. Louis-Prima-Medley (3.05)
17.1. Buona Sera, Signorina (de Rose/Sigman)
17.2. Oh Marie (Capua/Mazzucchi/Russo)
18. Going My Way (v.Heusen/Burke) 4.56
19. Ansage 1.29
20. Südamerika-Medley (5.12)
20.1. El Cumbanchero (Hernandez)
20.2. El Porompompero (Solano/Ochaita/Valerio)
20.3. Guantanamera (Traditional)
20.4. La Bamba (Traditional)
21. Der Puppenspieler von Mexico (Carr/Shuman/Siegel) 3.15
+
und alle vier Seiten des Albums – ungeschnitten:
22. Roberto Live (Teil 1) 22.10
23. Roberto Live (Teil 2) 23.32
24. Roberto Live (Teil 3) 19.3621.51
25. Roberto Live (Teil 4)

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Ingrid Peters – Ich halte zu dir + Angst vor dem Wort (1980)

FrontCover1.jpgAuch so ne Schlagersängerin, die aus meiner Sicht, durchaus auch das Zeug gehabt hätte, anspruchsvollere Lieder zu interpretieren.

Ingrid Peters (* 19. April 1954 als Ingrid Probst in Dudweiler, Saarland) ist eine deutsche Sängerin und Rundfunkmoderatorin.

Peters wuchs im Saarbrücker Stadtteil Malstatt auf und legte am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium das Abitur ab. Anschließend studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Saarbrücken und erwarb ihr Diplom in Arbeitslehre und Sport. Gleichzeitig erlernte sie an der Musikschule Saarbrücken das Klavierspiel. 1973 begann Ingrid Peters ihre musikalische Karriere als Sängerin in einer Band.

1976 folgte die erste Schallplatte. Für ihr Album Komm doch mal rüber mit der gleichnamigen Hitsingle erhielt sie die Goldene Europa und es folgten weitere Hits. Ihre ältere Schwester Linda Bergen versuchte in jener Zeit ebenfalls, im Musikgeschäft Fuß zu fassen, der Durchbruch gelang ihr jedoch nicht. Zwischen 1976 und 1986 standen insgesamt vier Lieder von Ingrid Peters in den offiziellen deutschen Verkaufshitparaden. 1979 bewarb sie sich mit Du bist nicht frei bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest und erreichte Platz 8. Mit ihrem Lied Afrika belegte sie 1983 in der ZDF-Hitparade Platz 1. Im selben Jahr wurde Ingrid Peters beim Seoul-Song-Festival in Südkorea Dritte. Außerdem bewarb sie sich 1983 zusammen mit July Paul erneut bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Ihr Titel Viva la mamma kam auf Platz 2. Beim Eurovision Song Contest 1986 nahm Peters mit dem Titel Über die Brücke geh’n teil und belegte den achten Platz.

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Danach legte sie eine mehrjährige Pause ein und kündigte ihren Plattenvertrag mit Ralph Siegel. 1997 trat sie bei den Deutschen Schlager-Festspielen mit dem Titel Komm und halt mich fest (Musik: Willy Klüter) wieder auf und erreichte Platz 6. Seither schreibt sie nahezu alle ihre Texte und auch einen Teil der Melodien selbst. Das erste selbsterstellte Album war Aufgewacht. Einer ihrer künstlerischen Höhepunkte war ein Auftritt im Jahr 2000 bei der großen Silvester-Show in Peking. 2002 brachte sie in ihrer Heimatstadt Saarbrücken ihr One-Woman-Musical Bin ich denn total verrückt?! mit der Premiere im Congress Centrum Saar auf die Bühne.

Seit 2004 singt Ingrid Peters Advents- und Weihnachtskonzerte in Kirchen, teilweise mit Peter Horton. 2005 erschien ihr Album Mit meinen Augen mit den Auskopplungen In deinen Augen sieht’s nach Regen aus und Weit. 2007 nahm sie den Titel Solang’ aus Liebe für das letzte Album von Drafi Deutscher, The Last Mile, auf. 2009 kam ihr Album mit Titeln wie Schwester, Freundin und Draußen, in einer anderen Welt auf den Markt, von denen einige im Jahr 2008 ausgekoppelt wurden.

Insgesamt war Ingrid Peters in weit mehr als 800 Fernsehsendungen zu sehen. Ihr künstlerischer Schwerpunkt sind allerdings Bühnenauftritte, wobei sie Auftritte mit einer Live-Band solchen mit Halbplayback vorzieht. Seit mehr als zehn Jahren ist sie auch als Rundfunkmoderatorin bei SR 3 Saarlandwelle tätig.

Von 1987 bis 1994 moderierte sie im SWR-Fernsehen das Schülerquiz Die 6 Siebeng’scheiten.

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Im September 2011 nahm Ingrid Peters an dem TV-Format Cover my Song des Senders VOX teil. Dabei traf ein Schlagerstar jeweils auf einen Nachwuchsrapper, in diesem Fall Dr. Knarf. Er coverte Komm doch mal rüber als Rap, während Peters den Rap 8 Takte zu einem Schlager umarbeitete. Diese neue Version von Komm doch mal rüber erschien nach der Sendung als Download, 8 Takte auf dem Ingrid-Peters-Album Lass es rocken.

Unter dem Titel Zurück nach vorne konzipierte sie gemeinsam mit dem französischen Gitarristen und Entertainer Laurent Kremer (Das Supertalent-Finalist 2014) eine weitere Konzertreihe für den intimen Rahmen von Kulturhäusern und Kleinkunstbühnen. Dieses Programm setzt sich aus Titeln der 50er bis 70er Jahre zusammen, in denen aus der Schülerin, Studentin und Bandsängerin Ingrid Probst die professionelle Sängerin Ingrid Peters wurde. Es enthält Titel von Gilbert Bécaud, von Dalida und Joan Baez, den Carpenters, Beatles, Janis Ian und vielen anderen. Die Premiere war am 8. April 2014 im Studio 1 des Saarländischen Rundfunks.

Ingrid Peters pflegt halbprofessionell die Malerei, dafür bildete sie sich autodidaktisch sowie bei der Kunstpädagogin Claudia Werel und dem Dortmunder Maler Wilfried Borowski aus.

In früheren Malphasen benutzte sie die Technik des Aquarellierens und des Malens mit Pastellkreide, heute malt sie fast ausschließlich mit Acryl-Farben. Ihre wichtigsten Werkphasen sind Landschaften, Mallorcinische Impressionen, Blumen und eine Blaue Serie. Ihr Stil änderte sich vom Figürlichen hin zur abstrakten Malerei, sie präsentierte ihre Werke bei neun Verkaufsausstellungen. Zur Bedeutung ihrer Kunst für sie selbst sagt sie: „Wenn ich mich nicht kreativ ausdrücken könnte, würde ich platzen“.

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Am 9. Oktober 2007 erhielt Ingrid Peters die höchste Auszeichnung des Saarlandes für Verdienste einzelner Bürger, den Saarländischen Verdienstorden, für ihr gesamtes Lebensbild als Sympathieträgerin für das Bundesland. In der Begründung der Landesregierung, welche die Auszeichnung vergibt, wird angeführt, Peters wirke national und international als „Botschafterin für das Saarland“ (Quelle: wikipedia)

Hier ne Single aus dem Jahre 1980 … und beide Lieder behandeln natürlich mal wieder das allseits beliebte Herz-Schmerz Thema … klar eingängige Musik, aber so manche Zeilen sind durchaus nachdenkenswert.

Prädikat: nett !

 

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Die Homepage von Ingrid Peters: Der letzte Eintrag stammt vom Juni 2014 … hm …

Besetzung;
Ingrid Peters
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

 

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Als Malerin überzeugt sie mich noch mehr …

 

Titel:
01. Ich halte zu dir (Russell/Davis/Schüler) 3.48
02. Angst vor dem Wort (Halle/Meinunger/Schüler) 4.25

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La Düsseldorf – Individuellos (1980)

FrontCover1Nachdem ich nun heute Mittag zu einem Kurztrip nach Düsseldorf aufbreche (Donnerstag bin ich dann wieder daheim), schien mir dieses Album passend:

Schräg, sehr schräg für meine Ohren, damals wie heute, wobei ich zu gestehen habe, dass mir Musik aus der Sparte „Synth-pop, Experimental“ einfach nicht sonderlich behagt … aber — wie allseits bekannt – ist das hier ja kein blog, der sich ausschließliche meinen musikalischen und sonstigen Leidenschaften verpflichtet fühlt, sondern eben eher eine Dokumention der kunterbunten Vielfalt aus deutschen Landen … von daher passen La Düsseldorf wunderbar dazu:

La Düsseldorf war eine deutsche Rockband, die 1975 aus der Gruppe Neu! hervorgegangen ist.

Mitglieder waren der ehemalige Kraftwerk-Schlagzeuger Klaus Dinger (Gesang, Gitarre, Keyboards), Thomas Dinger (Gesang, Perkussion) sowie Hans Lampe (Perkussion, Elektronik). Typisch für die Musik von La Düsseldorf sind lange, über weite Strecken instrumentale Stücke, die mit Klangkollagen und spärlichem Gesang, der oft nur deutsche, englische oder zuweilen auch französische Sprachfetzen enthält, ergänzt werden.

LADüsseldorfDie Musik von Neu! und La Düsseldorf übte großen Einfluss auf die Musik von Brian Eno und David Bowie aus. Bowie nannte La Düsseldorf „the soundtrack of the eighties“.

Als Meilensteine gelten die 1976 herausgebrachten Songs Düsseldorf und Time. 1978 hatten sie mit dem Titel Rheinita aus dem Album Viva einen großen Erfolg, unter anderem in den Hörfunkhitparaden Schlagerrallye und Diskothek im WDR von WDR 2. Die Alben der Band wurden nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten zwischen Bandmitgliedern und Plattenfirmen im September 2005 in Deutschland wieder- bzw. erstmals auf CD veröffentlicht, jedoch nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen.

2006 erschien das Album Mon Amour, das ursprünglich im Jahre 1983 als La Düsseldorf 4 erscheinen sollte. Verantwortlich für den späten Veröffentlichungstermin waren auch hier Rechtsstreitigkeiten. Bereits im Jahre 1985 war dieses Werk als LP/CD erschienen – damals unter dem Namen Néondian.

Am 23. September 2006 fand sich das letzte Aufgebot von La Düsseldorf auf der Düsseldorfer Königsallee zu einer entspannten Fotosession zusammen. Klaus Dinger beabsichtigte unter dem Arbeitstitel Japandorf, sämtliche Werke von La Düsseldorf mit den japanischen Musikern Masaki Nakao, Miki Yui, Kazuyuki Onouchi und Satoshi Okamoto neu einzuspielen.

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Eine Solo-LP von Thomas Dinger mit dem Titel Für mich wurde 1982 veröffentlicht. Diesem wie auch den 1-A Düsseldorf-Alben des Bruders von Klaus Dinger war jedoch nur ein kommerziell bescheidener Erfolg beschieden. Das 1986 zusammen mit Damo Suzuki und Nils Kristiansen aus der Taufe gehobene Studioprojekt 1-A Düsseldorf litt lange Jahre an einem fehlenden verwertbaren Output. Damo Suzuki blockierte die Veröffentlichung sämtlicher mit ihm eingespielten Aufnahmen. Die ersten öffentlich sichtbaren Lebenszeichen von 1-A Düsseldorf waren die Bonus-Kostproben auf der erst 1998 als CD wiederveröffentlichten LP Für mich. Thomas Dinger starb am 9. April 2002, sein Bruder Klaus am 21. März 2008. (Quelle: wikipedia)

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Nun ja … wie eingangs schon erwähnt … diese Musik ist nicht recht mein Ding … selten hat mich Musik emotional so kalt gelassen … aber erfolgreich waren sie dennoch: Warum sie gerade in Japan ne ganz große Nummer waren, entzieht sich dabei allerdings meiner Kenntnis.

JapanLabels

Labels der Japan-Pressung

Besetzung:
Klaus Dinger (vocals, guitar, keyboards)
Thomas Dinger (vocals, percussion)
Hans Lampe (percussion, electronics)
+
Andreas Schell (piano bei 09.)

BackCover

Titel:
01. Menschen 1 (K.Dinger) 5.46
02. Individuellos (K.Dinger) 3.07
03. Menschen 2 (K.Dinger) 2.56
04. Sentimental (K.Dinger) 4.24
05. Lieber Honig 1981 (K.Dinger) 5.53
06. Dampfriemen (K.Dinger/T.Dinger) 3.33
07. Tintarella Di… (T.Dinger) 4.40
08. Flashback (K.Dinger) 3.52
09.  Das Yvönnchen (K.Dinger/T.Dinger/Lampe) 6.03

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Trinkhalle Düsseldorf

Trinkhalle in Düsseldorf (von mir so gesehen im Jahr 2012)

Gitte – Bleib noch bis zum Sonntag ! (1980)

FrontCover1Die Gitte hat ja ne wirklich bemerkenswerte Karriere hingelegt. Angefangen hat sie halt als Schlagersängerin und wer kennt nicht „Ich will ne Cowboy als Mann“ (ein bemerkenswertes Frühwerk weiblicher Emanzipation !).

Aber die Gitte hatte viel mehr drauf. Und davon kann man sich z.B. bei dieser LP überzeugen. Nach diversen (Un)Taten als Schlagersängerin (u.a. mit Rex Gildo) schlug sie dann Ende der 70er Jahre einen neuen Weg ein.

„Ein Imagewechsel hin zur ernsthaften Pop-Interpretin Anfang der 1980er Jahre brachte ihr nun auch die Aufmerksamkeit der Kritik. Freu dich bloß nicht zu früh (die deutsche Version des Andrew-Lloyd-Webber-Hits „Take that look off your face“) wurde 1980 ein großer Erfolg (Platz 10). Das Musikstück war Teil des von Lloyd Webber geschriebenen und im Original von Marti Webb aufgenommenen Ein-Akt-Musicals für eine Person Tell me on a Sunday. Gitte Hænning nahm eine deutsche Version des Musicals unter dem Titel Bleib noch bis zum Sonntag auf. Für dieses Konzeptalbum erhielt sie 1980 den Deutschen Schallplattenpreis.“ (evertim)

Die deutsche Texte zu diesem Andrew-Lloyd-Webber verfasste Michael Kunze und – man glaubt es kaum – er hatte dabei ein mehr als glückliches Händchen (und fast jeder Text, ob zärtlich, nachdenklich oder zornig lädt zum Nachdenken ein) … und so ist dieses Album rundherum gelungen, denn auch die Musik, eingespielt von Cracks wie … man lese einfach mal nach …  ist einfach nur angemessen und gut …

Und deshalb ist ein für mich kein Wunder, dass dieses Album den „Deutschen Schallplattenpreis 1981“ erhalten hat.

Interessant auch, dass diese LP auch in der damalige DDR auf dem Amiga-Label erschien … ob das ein Ritterschlag war … ich weiß es nicht … aber immerhin … auch aus der „sozialistischen“ Warte war dieses Album für die DDR-Bürger zumutbar.

Schlicht und ergreifend: ein reifes Album !

AmigaAusgabe

Front+Back Cover der Amiga-Ausgabe

Besetzung:
Lance Burton (saxophone, flute)
Curt Cress (drums, percussion)
Stephan Diez (guitar)
Howard Katz (trumpet)
Dave King (bass)
James Polivka (trumpet)
George Roetzer (trumpet)
Kristian Schultze (keyboards)
Giuseppe Solera (flute, saxophone, harmonica)
Michael Thatcher (keyboards)
Paul Vincent (guitar)

BackCover

Titel:
01. Freu Dich bloß nicht zu früh 3.31
02. Würdest du mich mal ausreden Lassen 2.16
03. Ich sterb nicht dran (I) 1.41
04. Ein Brief nach Hause 1.15
05. Sheldon Bloom 3.28
06. Have A Nice Day 2.58
07. Ich hab geglaubt, du bist verliebt 2.30
08. Ich sterb nicht dran (II) 2-18
09. Ein zweiter Brief nach Hause 1.18
10. Komm bald mit demselben Blick zurück 3.16
11. Erzähl mal von dir 2.16
12. Freu dich bloß nicht zu früh (Reprise) 0.57
13. Bleib noch bis zum Sonntag 3.36
14.  Ich sterb nicht dran (III) 2.17
15. Ich bin wie du, du bist wie ich 2.44
16. Was dir niemand vorher gab 3.14
17. Würdest du mich bitte ausreden lassen 2.46

Musik: Andrew Lloyd Webber
Originaltexte: Don Black
Deutsche Texte: Michael Kunze

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MC1A

Orchester des staatlichen jüdischen Theaters Bukarest – Bin ich mir a Fidler (Jüdische Volkslieder) (1980)

FrontCover1Ich gestehe, ich bin mit jüdischer Musik nicht sonderlich gut vertraut; umso mehr freute ich mich, als ich diese Schallplatte vor einiger Zeit entdeckte.

Tja, was sind nun „jiddische Volkslieder“ ?

Jiddische Volkslieder zeigen sich als einzigartige Ausprägung einer Kultur, die über Jahrhunderte ein nicht unbedeutender Teil des europäischen Lebens war und die vor mehr als sechzig Jahren ein gewaltsames Ende fand. Dennoch erlebt jüdische Musik, insbesondere Klesmermusik in ihren verschiedensten Ausformungen, in Europa seit ca. dreißig Jahren einen neuen Aufschwung. Die Emotionalität dieser Musik ist „modern“ geworden, die Fragen nach Ursprung und Bedeutung der Lieder bleiben häufig ungestellt, die historischen, sozialen und kulturellen Hintergründe werden oft nicht berücksichtigt.

Das jiddische Volkslied ist immer im Kontext der ihn umgebenden Gesellschaft, der aschkenasischen, d.h. deutsch-jüdischen Kultur der Juden (Ost-)Europas zu sehen (Aschkenas ist das hebräische Wort für Deutschland). Seine Melodien sind vielfältig beeinflusst: Manche Lieder gehen zurück auf mittelalterliche deutsche Weisen. Slawische wie rumänische Musik und der orientalisch gefärbte Synagogalgesang hatten großen Einfluss und prägten das typische Kolorit des jiddischen Volksliedes. Der Begriff selbst ist im deutschen Sprachraum erst ab ca. 1880 existent: Mit damaligem Beginn der Volksliedforschung in Osteuropa – nahezu zeitgleich mit dem vermehrten Aufkommen jiddisch schreibender Schriftsteller, bot sich den jüdischen Einwohnern die Möglichkeit sich mittels Musik und Sprache als Volk selbst zu definieren, sich eine Identität abseits der Religion zu schaffen. (cantastorie)

Und das aufführende Ensemble kann auf eine ziemlich lange Geschichte zurückblicken: Die Anfänge dieses Theaters gehen bis in den Jahr 1876 zurück. Und das dort tätig Orchester nahm eben genau jene KP auf, die ursprpünglich 1980 veröffentlicht wurde.

JüdischesTheaterBukarest

Jüdisches Theater, Bukarest

Dannach wurde es noch zweimal auch auf CD veröffentlicht … irgendwie ein tröstliches Gefühl, dass solche rare und musikalisch wirklich interessante Sachen doch noch ne gewisse Überlebenschance haben … denn, auch wenn die Musik gelegentlich ein wenig überkandidelt klingt … interessant ist sie allemal !

LPBackCover1

Besetzung:
Orchester des staatlichen jüdischen Theaters Bukarest  unter der Leitung von Chajim Schwartzmann

AlternativeFrontCover

Alternative Frontcover

Titel:
01. Ruchele Schapira: A Nigndl 2.50
02. Nuscha Grupp-Stoian: Gei ich mir spazirn 1.49
03. Leonie Waldmann-Eliad: Leig ich mir mein Kepale 3.07
04. Dorian Livianu: Iamce Ram Ciam 1.36
05. Nuscha Grupp-Stoian: Di Mame is gegangn 2.29
06. Bebe Bercovici: Inter a klein Beimale 2.22
07 . Ruchele Schapira: Di Warnicikes 2.25
08. Carol Marcovici: Ein Mul Ti Ich Si Banaien 2.44
09. Bebe Bercovici + Trici Abramovici: Lomir Singen Ciri Bim, Ciri Bom 2.45
10.  Bebe Bercovici + Trici Abramovici: Wus Dergeisti Mir Di Iurn 3.23
11.  Leonie Waldmann-Eliad: Oi Awram 1.17
12.  Carol Marcovici: Di Mame Kocht Warenikes 1.44
13.  Nuscha Grupp-Stoian: Leig Ich Mir Mein Kepale 3.55
14.  Dorian Livianu: Mit a Nudl un a Nudl 2.17
15.  Trici Abramovici: Asoj Wie-s Is Bitter 2.40
16.  Carol Marcovici: Bin ich mir a Schneiderl  1.25
17.  Leonie Waldmann-Eliad: Meheteineste meine 2.29
18.  Bebe Bercovici + Trici Abramovici: Wus-Je Wilsti? 2.1

Alle Lieder: Traditionals

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