VA – Meinrad Spieß – 4 Versperpsalmen (Musica Bavarica – Benediktinerabtei Irsee) (1981)

FrontCover1.JPGUnd nun vom sündigen St. Pauli direkt in das zölibatäre Benediktiner Kloster in Bad Irsee.

Dort lebte unnd wirkte vor etlichen Jahrhunderten ein gewisser  Meinrad Spieß:

Meinrad Spieß, eigentlich Matthäus Spieß (* 24. August 1683 in Honsolgen; † 12. Juni 1761 in Irsee) war ein deutscher Komponist.

Der auf den Namen Matthäus getaufte Bauernsohn kam im Alter von elf Jahren als Klosterschüler in die reichsfreie Benediktinerabtei Irsee, wo er nach Gymnasialunterricht und ersten Musikstudien im Jahre 1701 das Noviziat antrat und 1702 die Profess ablegte (Ordensname: Meinrad). Daran schloss sich ein philosophisch-theologisches Studium an, das 1707 mit der Priesterweihe seinen Abschluss fand.

Auf Grund seiner außerordentlichen musikalischen Begabung wurde Pater Meinrad ein dreijähriger Aufenthalt in München ermöglicht (1709–1712), wo er als Schüler des

Meinrad_Spieß.jpg

Meinrad Spieß

kurfürstlichen Hofkapellmeisters Giuseppe Antonio Bernabei (1649–1732) am Hofe von Max II. Emanuel seine entscheidende musikalische Prägung erfuhr.

Nach seiner Rückkehr war Spieß von 1713 bis ca. 1750 als Musikdirektor für die musikalische Gestaltung der Liturgie und von festlichen Anlässen im Stift Irsee verantwortlich. In diese Zeit datieren seine erhaltenen Kompositionen sowie das Lehrbuch “Tractatus Musicus Compositorio – Practicus” (Augsburg 1745), das ihn weit über die Grenzen seines Wirkungsbereiches hinaus als Musikgelehrten bekannt machte. Innerhalb seines Ordens bekleidete P. Meinrad verschiedene Ämter im Kloster (Subpriorat, Priorat, etc.) und trat überregional als Orgel- und Glockenexperte hervor; die Disposition der weitgehend erhalten gebliebenen Irseer Klosterorgel von Balthasar Freiwiß (Aitrang) von 1749/50 wurde von ihm maßgeblich mitbestimmt.

1743 nahm ihn Lorenz Christoph Mizler als einzigen süddeutschen Komponisten in seine “Correspondierende Societät der musicalischen Wissenschaften” auf, der u. a. auch Bach, Händel und Telemann angehörten. Im Jahr 1750 wird P. Anselm Schwink als Musikdirektor genannt, während Spieß vermehrt der musikalischen Korrespondenz nachging. Spieß verstarb im 78. Lebensjahr. (Quelle: wikipedia)

Meinrad_Spieß_Noten1.jpg

Und seiner Musik ist diese LP aus der Edition „Musica Bavarica“ gewidmet.

Diverse Ausführende darunter der Chor der Herz Jesu Kirche, München und das Convivium Musicum Ensemble (ebenfalls aus München) zelebrieren hier seine „Vier Vesperpsalmen (aus „Chitara Davidis Noviter Animata. Hoc Est Psalmi Vespertini… Opus II.“) Die Gesangsparts übernehmen dabei Mitglieder des Bayer. Staatsorchesters.

Nun gut …im Rahmen der hier immer wieder mal auftauchenden geistlichen Chorwerke der Christenheit machen diese Kompostionen und auch die hier vorliegende Aufnahmen keinen schlechten Eindruck. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Für mein unbedarftes Musikvrständnis für dieses Genre müsste er eigentlich weitaus bekannter sein.

Sehr griffig, sehr ergreifend, berührend, intensiv dieses Werk … wenngleich natürlich der christliche Hintergrund mir weiterhin ein Dorn im Auge ist. Zuviele Schandtaten hat sich die Kirchen im Laufe all der Jahrhunderte geleistet, als dass ich da einfach hinweg scuahen könnte … sorry.

Aber im Rahmen des kulturellen Erbes ist diese LP durchaus ein Gewinn.

schallplatten-verzeichnis1

Beiliegendes Schallplatten-Verzeichnis der Edition „Musica Bavarica“

Aber dann noch das Stichwort „Kloster Irsee“, diesen Namen könnte man aus den Medien kennen und er taucht immer wieder mal auf, z.B. wenn sich bayerische Landtagsfraktionen zu irgendwelchen „Klausuren“ treffen:

Das Kloster Irsee ist eine ehemalige Abtei der Benediktiner in Irsee nahe der Stadt Kaufbeuren in Bayern in der Diözese Augsburg. Es ist heute ein Tagungs- und Bildungszentrum des Bezirks Schwaben.

Das der heiligen Maria geweihte Kloster wurde 1186 durch Markgraf Heinrich von Ronsberg auf dem Irseer Burgberg (heute Standort der Friedhofskirche St. Stephan) gegründet. Wassermangel zwang die Mönche bereits um 1190 zu einem Neubau am heutigen Standort im Tal. Die Hauptvögte des Klosters waren von 1390 bis 1803 die Habsburger.

KlosterIrsee01.jpg

Im Bauernkrieg wurde die Anlage 1525 zerstört und bis 1535 wiederaufgebaut. Nach erneut schweren Zeiten und Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg begann im Barock eine neue Blütezeit des Klosters. Nachdem der baufällige Kirchturm des mittelalterlichen Gebäudes 1699 einstürzte und auch den Chor zerstörte, wurde die Klosterkirche 1699–1704 von Franz Beer im barocken Stil wieder aufgebaut. Die Neuerrichtung der übrigen Klostergebäude erfolgte von 1707 bis 1730. Eine originelle Besonderheit der Kirchenausstattung ist die Schiffskanzel, eine Kanzel in Form eines Schiffsbugs samt Mast, Takelage, aus Leinen gefertigtem Segel und Engelsfiguren als Schiffsjungen. In verglasten Schreinen sind drei Katakombenheilige (Eugenius, Candidus und Faustus), die in stehender Haltung montiert sind, in den Seitenschiffen zu sehen.

Bier.jpg

Ne Klosterbrauerei gibt´s dort auch

Die Abtei wurde 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Der bayerische Staat verpachtete 1803 die Wirtschaftsbetriebe und Klostergründe und versteigerte das Inventar. Den Großteil der Bibliothek schenkte König Ludwig I. im Jahr 1833 der von ihm wiedergegründeten Benediktinerabtei Metten.

Das Kloster Irsee hatte seit dem 16. Jahrhundert den Status einer Reichsabtei. Daher hatte der Abt von Irsee seit dem 16. Jahrhundert einen Sitz auf der schwäbischen Prälatenbank im Reichstag, wo er an sechster Stelle rangierte. Zum Herrschaftsgebiet des Klosters gehörten bei der Auflösung 1803 rund 3.000 Einwohner.

Die Abteikirche diente ab 1804 als neue Pfarrkirche und das Konventgebäude als Pfarrhof. Außerdem zogen das Rentamt und weitere Behörden in die ehemalige klösterliche Einrichtung. Erst 1812 verließen die letzten Konventualen ihr ehemaliges Kloster. In den freigewordenen Räumen richtete man Dienstwohnungen für den Ortspfarrer und örtliche Beamte ein.

Das Rentamt zog 1828 aus, und der Staat bemühte sich vergeblich, einen Käufer für die leerstehende Klosteranlage zu finden. 1832 schließlich entschieden die Vorläufer der späteren Regierung und des Bezirkstags von Schwaben, in Irsee eine „Kreisirrenanstalt“ einzurichten. Am 1. September 1849 eröffnet, stieß die für damalige Begriffe fortschrittliche Anstalt rasch an Kapazitätsgrenzen. Die zusätzliche geschaffene „Kreis-Heil- und Pfleganstalt“ im nahen Kaufbeuren (eröffnet 1876) entlastete die Einrichtung in Irsee, die von 1900 an als Zweiganstalt von Kaufbeuren geführt wurde.

KlosterIrsee02.jpg

Fein speisen kann man hier sicher auch

Von 1939 bis 1945 wurden durch den NS-Staat im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“ über 2000 Patienten, darunter viele Kinder, aus den seit 1929 unter der Leitung von Valentin Faltlhauser stehenden Einrichtungen in Irsee und Kaufbeuren in Vernichtungsanstalten deportiert und umgebracht oder vor Ort getötet.
Tagungs- und Bildungszentrum

1972 wurde der Krankenhausstandort im Kloster aufgelöst. Der Bezirk Schwaben beschloss daraufhin am 11. Oktober 1974 die Restaurierung der Klosteranlage und Umwandlung in ein Bildungszentrum, da die vorhandene Raumstruktur sich als sehr günstig erwies. Die Renovierungsarbeiten waren 1981 abgeschlossen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 21,25 Millionen DM.

Käuterbad.jpg

Da möchte man sich doch glatt dazugesellen (Das Kräuterbad im Tagungs- und Bildungszentrum Kloster Irsee)

Das Schwäbische Tagungs- und Bildungszentrum Kloster Irsee öffnete 1984. Das Tagungshotel verfügt über 81 Gästezimmer und 15 Tagungsräume. In den Räumen ist das Bildungswerk des Bayerischen Bezirketags untergebracht. Hier finden die Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Psychiatrie, Neurologie für ärztlich, therapeutisch und administrativ tätige Berufsgruppen statt.

Auch findet sich hier die Schwabenakademie. Sie bietet ein breitgefächertes Programm mit geistes- und kulturwissenschaftlichen Seminaren, Kursen zur Persönlichkeitsbildung und zur künstlerischen Praxis. Konzerte, Lesungen, Vorträge und Ausstellungen sowie Tagungen gehören mit dazu. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Konferenzen werden regelmäßig publiziert. (Quelle: wikipedia).

Ein Kloster im Wandel der Zeit …

KlosterIrsee03.jpg

Besetzung:
Julia Falk (Alt)
Albert Gassner (Tenor)
Theo Nikolai (Baß)
Erika Rüggeberg (Sopran)
+
Erich Keller (violine)
Karl Maureen (organ)
Convivium Musicum München unter der Leitung von Erich Keller
+
Chor der Herz Jesu Kirche, München

Musikalische Gesamtleitung: Josef Schmidhuber

BackCover1.JPG

Titel:
01.  Dixit Dominus 8.37
02. Laetatus Sum 15.20
03. Laudate Pueri 11.34
04. Nisi Dominus 11.45

Musik: Meinrad Spieß

labela1

*
**

Widmung.jpg

Dieser Hinweis fand sich auf der Innenhülle: „Geistl. Rat Konrat Schreiegg“ war über viele, viele Jahre der Stadtpfarrer der Stadt Starnberg (und Mitglied bei der CSU war er auch)

 

St. Georgs-Chorknaben Ulm – 5 Lieder (1976)

FrontCover1Nun ja, ganz sicher nicht jedermanns Geschmack (und auch meine Begeisterung für diese Musik hält sich arg in Grenzen), aber dieser blog soll halt nun u.a. auch die kulturelle Vielfalt „aus deutschen Landen“ präsentieren und so findet halt nun auch diese Single ihren Weg in diesen blog:

Die St.-Georgs-Chorknaben wurden 1968 vom damaligen Vikar Wilhelm Wahl gegründet und geleitet. Schon nach wenigen Monaten konnte der über 30-köpfige Knabenchor mehrstimmige Choräle und Motetten singen.
Von 1970 – 1973 leitete Vikar Manfred Schlichte den Chor. Das aktive Leben des Chores zeigte sich schon damals durch Chorfreizeiten, Teilnahme an Diözesantreffen und internationalen Kongressen. 1973 übernahm der damals 16-jährige Christoph Denoix – bis dahin selbst Sänger der Georgschorknaben – die Leitung bis zum Jahr 1982. Immer stärker wurde der Chor ins Gemeindeleben miteinbezogen und so konnten die räumlichen und wirtschaftlichen Bedingungen für eine gedeihliche Arbeit verbessert werden. Prof. Georg Jelden übernahm 1979 die stimmbildnerische Betreuung des Chores. Von 1982 – 1983 waren Rainer Buchmaier, von 1983 – 1988 Stefan Geyer – ebenfalls ehemaliger Sänger – und von 1988 – 1991 Klaus Zinnecker Chorleiter der St.-Georgs-Chorknaben und führten die Chorarbeit kontinuierlich weiter. Mit Thomas Stang wurde 1991 erstmals ein Chorleiter der Chorknaben hauptamtlich angestellt. Träger der Chorleiterstelle ist die Katholische Gesamtkirchengemeinde Ulm, Sitz des Chores war und ist die Kirchengemeinde St. Georg, die auch die Probenräume zur Verfügung stellt.

Der Chor wird durch den 1978 gegründeten „Verein der Freunde der St.-Georgs-Chorknaben“ ideell und finanziell unterstützt. Die St.-Georgs-Chorknaben sind Mitglied im Verband der Pueri Cantores. (von der website des Chores)

Hier also nun diese seltene Single aus der Zeit, als Christoph Denoix (zum Zeitpunkt der Aufnahme war 19 Jahre alt) die Leitung des Chores hatte. Bereits 1974 hatte der Chor eine Platte mit „weihnachtlichen Liedern“ veröffentlicht, hier nun ihre zweite Aufnahme „mit romantischen Motetten“, die im September 1976 im renommierten Tonstudio Bauer, Ludwigsburgrealisiert wurden.

Und aus dem jugendlichen Chroleiter, Christoph Denoix ist dann noch sowas ganz ordentliches geworden: Von 1981 – 1987 war er Kantor in Berlin und Limburg, es folgten 3 Jahre der freiberuflichen Tätigkeit und ab 1990 wirkt er in dem damals neu gegründeten Chor „von humana Ulm“. Und seit 2001 ist er der musikalische Leiter der „Sommerlichen Ulmer Musiktage“.

Desweiteren weise ich daraufhin, dass diese Single (trotzt einer optischen ansprechenden Oberfläche der Single) hörbare Knister-Anteile hat … aber … so ist das halt.

BackCover1

Besetzung:
St. Georgs-Chorknaben Ulm unter der Leitung von Christoph Denoix

Booklet02A

Titel:
01. Loeus Iste (Bruckner) 3.12
02. Tantum ergo (Bruckner) 1.12
03. Alta trinita (Traditional) 2.22
03. Dein Wort, o Herr, wohnt weit und ewig im Himmel (Reger) 1.51
04. Dein, o Herrr, ist die Kraft (Reger) 1.27

LabelA1

*
**

Buchtal-Chor – Der Buchtal-Chor singt die Waldermesse (frühe 70er Jahre ?)

FrontCover1Wenn man es sich einfach machen möchte, dann könnte man folgendes schreiben:

Ferdinand Neumaier, der Komponist erzählte: Anlässlich der Jahresversammlung des Bayerischen Waldvereins wurde1952 beim Festgottesdienstes in Kötzting die Bauernmesse von Anette Thoma gesungen. Ein Gottesdienst aus dem Oberland.

Als ich nach der Messe meinen Freund Eugen Hubrich aus Straubing traf, rief der mir zu: “Du Ferdinand, woaßt was, i schreib für uns a Waldlermeß und du muaßt sie vertona!” Nach acht Tagen bekam ich von Eugen den Text dieser Waldlermesse. Sofort setzte ich mich ans Klavier, und am Abend war die Komposition in den Grundzügen fertig. Zwei Wochen noch feilte ich daran herum, bis ich endlich ganz damit zufrieden war.”
Die Waldlermesse war fertig und wurde noch im gleichen Jahr in der ehemaligen Klosterkirche in Rinchnach uraufgeführt.

Was für das “Oberland” die Bauernmesse von Anette Thoma oder für das Salzburger Land “D’Salzburger Arme Leut’ Mess” ist, das ist heute für die Niederbayern die “Waldlermesse”. Seit der ersten Aufführung ist die Waldlermesse bestimmt schon mehrere tausend Male in Niederbayern, Oberpfalz, Franken (Nürnberg, Schwand), Oberbayern und auch im benachbarten Österreich, bei einfachen wie bei hochfesttäglichen Anlässen, traditionsgemäß aber immer bei der Arberkirchweih, bei Wallfahrten, bei Hochzeiten wie bei Beerdigungen zu Gehör gebracht worden. Stets zur Freude und Erbauung der Zuhörer und zur Ehre Gottes. Einheimische und Fremde, Junge und Alte, alle lauschen andächtig zu. 1984 wurde von einer Kirchberger Wallfahrergruppe die Waldlermesse sogar in der Gotthardskirche in Cureggia (Nähe Lugano, Schweiz) zu Ehren des heimatlichen Kirchenpatrons St. Gotthard gesungen.

Ferdinand Neumaier01

Ferdinand Neumaier

Rektor Ferdinand Neumaier ist gedanklich mehrere Generationen zurückgewandert, um zu erfahren, wie damals altbayerische Lieder gesungen und gespielt wurden. Aus dem Singen und Musizieren, dem Urquell waldlerischen Brauchtums, kommen diese einfachen und doch vielsagenden Weisen. In der Waldlermesse reden die Bewohner des Waldes mit “ihrem Herrgott”, der selbstverständlich ihren Dialekt und damit “waldlerisch” bestens versteht. Es sind einfache Weisen in allgemein verständlicher Form, so wie sie einfache Bauern einstens ersannen, ausgerichtet für die Bewohner des Bayerischen Waldes, alles in ihrer ganz eigenen Sprache, teilweise traurig und schwermütig, aber zwischendurch auch herzhaft und zugleich etwas besinnlich. In den Texten der Waldlermesse spiegelt sich die große Weite des Waldes, das abgeschiedene Leben der Bewohner, abseits von allem Trubel, die teilweise große Armut, wie sie damals noch herrschte, aber auch die Freude und Zufriedenheit wider.

Oder aber auch:

Hier stieg vor 900 Jahren aus der Wildnis des Waldgebirges auch zum erstenmal der Lobgesang der rodenden Mönche zur Ehre Gottes auf, als St. Gunther dieses Klösterlein gründete , und hier, in den heimeligen Tälern unter den blauen Grenzbergen, ist heute noch jedes Lied des Volkes das Lob einer wundersamen Heimat, Ausdruck der Lebensfreude und Verehrung des Herrgotts und der Muttergottes. In diesem Wald ist Ferdinand Neumaier, der Komponist der Waldlermesse, aus einem alten Bauerngeschlecht im benachbarten Kirchberg geboren und hat das Erbe vieler singfreudiger Generationen übernommen. Aus dem Urquell waldlerischen Singens und Musizierens kamen ihm die Weisen zu. Die Worte stammen von einem nicht minder echten Waldler, von Eugen Hubrich aus Kötzting. Schlicht und einfach ließ er seine Landsleute mit ihrem Herrgott reden.

Eugen Hubrich

Eugen Hubrich

Frohes Ansingen, betendes Musizieren, schicksalsschwerer Wallfahrersang, andachtsvolles Brauchlied und Erinnerungen an uralten Krippengesang, Dank und Verehrung, aber auch Freude und Jubel, aufströmend bis zur ländlerischen Weise, in allem aber besinnlich und tiefgründig in den Ablauf einer Messe gefaßt, das ist die Waldlermesse. In der Arie zur hl. Wandlung verstummt das Wort und ehrfurchtsvoll und erhebend übernimmt ein Hirtenruf die Würdigung dieses hohen Augenblicks. Aus der Fülle und der Tiefe der Volksmusik kommt dieses Singen und Beten.
In der prächtigen Frührokokokirche von Rinchnach haben sich Volkssängerinnen und Volkssänger des Bayerischen Waldes zusammengetan, um in diesem ehrwürdigen Raum die Waldlermesse, begleitet von Zither, Gitarre, Hackbrett, Harfe, Klarinette und Baß, darzubringen. Sie kamen aus Arrach. Furth i. W.. aus Lindberg und Zwiesel

Wenn man den frommen und arttreuen Menschenschlag in dem herrlich grünen Waldgebirge mit seinen alten Kulturstätten, den Wallfahrtskirchen und Feldkreuzen, aber auch die alten Glashütten und die Holzhauer im weiten Forst vor dem geistigen Auge hat, dann wird die Waldlermesse zum großen Erlebnis. Dann grüßt eine ganze Landschaft mit ihren Menschen beim Klang der Glocken von Rinchnach. (Aus dem Vorwort eines Notenbüchleins)

WeitereAufnahmen

Weitere Aufnahmen der „Waldlermesse“

Aber dann, gibt es noch einen ganz anderen Aspekt:

Darf man Lieder eines überzeugten Nationalsozialisten im Gottesdienst singen?
Kirche Kirche

Die Waldlermesse ist kitschig, aber sehr beliebt. Katholiken sehen sie als Zeichen für „Volksfrömmigkeit“ und „christliche Werte“.
Der Urheber des Textes, der Lehrer Eugen Hubrich, war ein überzeugter Nationalsozialist.
Er knüpfe an die Blut-und-Boden-Ideologie des Nationalsozialismus an. Die Kirche duckt sich in der Frage weg.

Zu jenen Volksweisen, die sogar gestandene bayerische Mannsbilder sentimental werden lassen, gehört zweifellos die Waldlermesse. Sie hat eine riesige Fangemeinde. Bei unzähligen Hochzeiten und Fahnenweihen wird sie lauthals angestimmt. Ebenso bei der beliebten Arberkirchweih, die jedes Jahr im August gefeiert wird.

Am Großen Arber, dem höchsten Gipfel des Bayerischen Waldes, wohnen Hunderte Pilger der Waldlermesse bei. Nirgends klinge sie schöner als am Arber, heißt es. Der Präsident des Bayerischen Wald-Vereins, Helmut Brunner, rief den Besuchern am vergangenen Sonntag zu: „Diese Kirchweih ist nach wie vor ein Zeugnis für die Volksfrömmigkeit und unsere christlichen Werte.“

Waldlermesse01.jpg

Titelbild eines Notenheftes aus dem Jahr 2016

Bei näherer Betrachtung zeigt die Waldlermesse allerdings auch Schattenseiten. Trotz der unstreitig schönen Melodie von Ferdinand Neumaier sind deren Verse nicht mit der Liturgie der katholischen Kirche in Einklang zu bringen. Ein Beispiel: „Da zidert jed’s Asterl so fromm und so froh, / die Berg und die Baamerl, die leuchten nur so / die Waldorgel braust und der Wipfelwind saust, / oa Glück und oa Jubel, wohins d‘ nur grad schaust.“

Zweifellos schwingt hier ein pantheistischer Grundton mit. Kein Wunder, dass viele Pfarrer die Waldlermesse nach der Uraufführung anno 1952 boykottierten. Allerdings erklärten sie dem Kirchenvolk nicht, warum sie dagegen waren. Klartext redet aber der Passauer Domkapitular a. D. Max Huber: „Das ist doch alles Kitsch, ein Asterl kann nicht fromm sein.“

Die Begeisterung für die Waldlermesse hat unter dieser Kritik kaum gelitten. Da in ihr Tradition, Frömmigkeit und Naturliebe ineinanderfließen, gilt sie als echt und unverfälscht. Sie sei „aus dem Urquell waldlerischen Singens und Musizierens“ entsprungen, wie es Paul Friedl einst formulierte. Anders ausgedrückt: Die Waldlermesse gilt vielen als gottgegeben, sie ist quasi vom Himmel gefallen.

Der niederbayerische Bezirksheimatpfleger Maximilian Seefelder kann mit derlei Schwärmerei gar nichts anfangen. Schon in den Neunzigerjahren hat er die Frage aufgeworfen, was wirklich hinter der Waldlermesse steckt. Die Antworten, die er fand, haben vielen Traditionalisten nicht gefallen, er wurde heftig angefeindet. „Der Text der Waldlermesse ist nicht relevant“, sagt Seefelder. „Er genügt den liturgischen Anforderungen in keiner Weise, auch wegen seiner Vergangenheit.“

Tatsächlich war der Urheber des Textes, der Lehrer Eugen Hubrich, ein überzeugter Nationalsozialist. Seine Haltung schimmert auch in seinen Nachkriegstexten durch. „Er unterlegte dem Wald eine religiöse Dimension und sah in ihm Überkräfte am Werk, wozu sich eine völkisch-nationale Gesinnung gesellte“, kritisierte der Passauer Historiker Josef Breinbauer analog zu Seefelder den Text der Waldlermesse.

Die Kirche duldet das Werk, um Konflikten zu entgehen

Er knüpfe an die Blut-und-Boden-Ideologie des Nationalsozialismus an. Schon deshalb passte die Waldlermesse nie zur katholischen Liturgie. Trotzdem tragen sie Kirchenchöre und Gesangsvereine eifrig vor. Ungeachtet ihres zweifelhaften religiösen Charakters ist sie ein Identifikationsfaktor, dessen Problematik verdrängt wird. Die Kirche hat das Werk nicht kanonisiert, oberhirtlich duldet sie es, um keine weiteren Konflikte zu schüren.

Sogar Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der ehedem oberste Glaubenshüter der Kirche, hat vor Jahren auf dem Arber die Kirchweih zu den Klängen der Waldlermesse gefeiert. Wohl wissend, dass die Volksseele schnell hochkocht, wenn man lieb gewonnene Dinge hinterfragt. „Natürlich darf man die Waldlermesse singen“, sagt Bezirksheimatpfleger Seefelder, „aber man sollte wissen, was dahintersteckt.“ (Hans Kratzer, Süddeutsche Zeitung vom 25. August 2017)

Dieser Beitrag zeigt davon, dass diese Waldlermesse bis heute seinen Stellenwert, insbesondere in dieser Region hat … Hm …

Und wenn ich an den darbietenden Buchtal-Chor denken, wird es auch nicht besser, denn der war ein Werks-Chor der Keramischen Betriebe Buchtal (so wie sich damals nannten)

Eugen Hubrich2

Die Buchtal A.G. in Schwarzenfeld in der Oberpfalz war ein Produzent keramischer Belagsmaterialien, der am 12. November 1937 als „Buchtal AG, Keramische Betriebe der Reichswerke ‚Hermann Göring‘, Oeslau bei Coburg“ gegründet worden war und heute als Agrob-Buchtal zum Keramik-Konzern „Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG“ gehört. Die Namensbezeichnung geht auf den Flurnamen „Buchtal“ zurück, der in der näheren Umgebung des Betriebes mehrfach vorkommt.

Im November 1937 einigten sich die Annawerke und die Reichswerke darauf, die Kuxe der Vereinigten Gewerkschaft mit der Gründung der Buchtal AG, Keramische Betriebe der Reichswerke „Hermann Göring“ zu teilen, wobei letztere mit 52 % der Anteile die Mehrheit bekommen sollte. Der Sohn des Aufsichtsratsvorsitzenden der Cremer-Gruppe, Gottfried Cremer, wurde mit der Planung, Errichtung und Führung einer modernen und leistungsfähigen Schamottefabrik beauftragt. Als Jahresproduktion wurden 50.000 Tonnen feuerfeste Materialien vereinbart. In seiner Buchtal-Chronik vermerkt Gottfried Cremer diesbezüglich: „Buchtal war gegründet worden zu dem ausschließlichen Zweck, hochfeuerfestes Material zu liefern für die Auskleidung der Hochöfen und Winderhitzer in Salzgitter und Linz, und zwar sowohl für den Ausbau als auch für den später zu erwartenden Reparatur- und Überholungsbedarf.“ Bereits im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung war Paul Pleiger, der organisatorische Kopf und Mitbegründer bzw. Direktor der Reichswerke und spätere Wehrwirtschaftsführer (Januar 1938), persönlich vor Ort, um mit den Spezialisten der Cremer-Gruppe die Errichtung des neuen Werkes in die Wege zu leiten.

Die feierliche Betriebseinweihung fand im Juni 1939 unter der Beteiligung von Prominenz aus Partei, Wehrmacht, SS und Wirtschaft statt. Nach einer Besichtigung der Werksanlage, die in ihrer Zweckmäßigkeit und Anordnung „ganz der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung“ entspreche, wurde auch die Werkssiedlung Schwarzenfeld besucht. Als Festredner trat unter anderem Wilhelm Meinberg auf, Staatsrat und Vorstandsmitglied der Reichswerke Hermann Göring, die Feierlichkeit endeten „mit einem Treuegelöbnis an den Führer und den Weiheliedern der Nation“.

Um die zur Gründung der Buchtal-Reichswerke vertraglich vereinbarte Menge an feuerfesten Materialien produzieren zu können, wurden im Laufe des Jahres 1938 u. a. zwei weitere Tunnelöfen, Trockenkammern und ein zweiter Gasgenerator erbaut. Im Jahr 1939 wurden zudem u. a. ein betriebseigenes Kraftwerk zur Stromerzeugung, ein Dachziegelwerk und andere infrastrukturelle Bauten errichtet. Im Mai 1940 erstellte man „Unterkünfte für Fremdarbeiter“, im Januar 1941 „Sonderküchen für Fremdarbeiter (Franzosen und Russen)“ und im Januar 1944 „Bäder für diese Unterkünfte.“ Weitere Funktionsbauten, wie Schlosserei, Schreiner und Verwaltungsgebäude folgten.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs waren in Buchtal ca. 650 Menschen beschäftigt. Im Zuge der Mobilmachung der Deutschen wurden sogenannte „Fremdarbeiter“ für die als kriegswichtig eingestufte Produktion im Buchtal-Werk herangezogen. Zuletzt stellten die „Fremdarbeiter“ mehr als zwei Drittel der Beschäftigten, sie wurden teils als zivile Kräfte angeworben, teils als Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit herangezogen. Laut den Angaben des „Betriebsführers“ Cremer mussten in Buchtal durchschnittlich „80 Franzosen, 120 Polen und 250 Russen, bei letzteren Männer und Frauen“ arbeiten. Der Internationale Suchdienst ging 1950 von zirka 750 Personen ukrainischer Herkunft aus, die im Zivilarbeiter-Lager Schmidgaden zu leben hatten. Der Suchdienst bezog sich dabei auf den Bericht des Bürgermeisters. An anderer Stelle wird das Lager mit Bezug auf den Suchdienst als Zwangsarbeitslager bezeichnet (Quelle: wikipedia)

Alles klar, oder ?

Eine echte Aufarbeitung dieser Zeit erfolgte nach meiner Kenntnis nie … und so singen Mitarbeiter eines ehemaligen nationalsozialistischen Betriebes (gegründet wurde der Buchtal-Chor 1949) die Texte eines „nationalsozialistischen Christenmenschen“ …

Da nützt mir zumindest es kaum noch was, dass wir „unstreitig schönen Melodien von Ferdinand Neumaier“ zu hören bekommen.

Jubeltext.jpg

Und solche Texte kann man bis heute noch finden (Quelle: trachtenverband-bayern.de)

Die Rückseite der Hülle des 10″ Albums „ziert“ übrigens ein Bild, das wie folgt beschrieben wird:

„Sie sehen Buchtal, eingebettet in die nordbayerische Landschaft und die hören die Stimmen der Mitarbeiter unseres Werkes. Vielleicht macht es Ihnen ein wenig Freude“.

BackCover1.JPG

Einfach nur trostlos, dieses Bild

Besetzung:
Buchtal-Chor unter der Leitung von Hans Sirkoski

Booklet1

Titel:
01. Kyrie 2.32
02. Gloria 2.43
03. Credo 2.03
04. Zur Opferung 2.43
05. Sanctus 3.06
06. Bendedictus 2.04
07. Zur Kommunion 2.27
08. Ite missa est 2.21

LabelB1

*
**

Günstiger.jpg

Geht auch günstiger, wenn man denn mag …

Werkanalyse.jpg

Mit ihm Info-Päckchen: Eine Werkanalyse der „Waldlermesse“ von Dr. Maximilian Seefelder (Quelle: Studientagung zur Kulturarbeit in Niederbayern an der Universität Passau am 12. Juli 2003)

Verschiedene Interpreten – Das neue Lied – Auswahl I (1968)

FrontCover1Wenn ich mal viel Zeit, könnte ich ja mal so ne Art Seminararbeit schreiben mit dem Thema „Das christliche Lied im Laufge der Zeit“ (unter besonderer Berücksichtigung der 60er Jahre *ggg*)

Hier hätten wir ein ganz besonders feines Beispiel:

Da haben wir massenhaft religiöse Texte (unter Einbeziehung der Schuld, die dann von Gott vergeben wird) … und dieses für mich naive Gottesvertrauen bleibt mir weiterhin fremd. Aber anhand dieser Texte lässt sich sehr gut, die christliche Philosophie bzw. Ideologie studieren.

Dann haben wir aber zum anderen die Musik … und die kann sich z.T. zumindest hören lassen.

Dies gilt insbesondere für die Aufnahmen des Wolfgang Lauth Sextett:

Wolfgang Lauth (* 15. Mai 1931 in Ludwigshafen; † 30. August 2011 in Mannheim) war ein deutscher Jazzmusiker (Pianist, Bandleader, Komponist).
Inhaltsverzeichnis

Nach dem Studium an der Musikhochschule in Mannheim gründete er ein Quartett, dem zunächst Werner Pöhlert (Gitarre), Wolfgang Wagner (Bass) und Joe Hackbarth (Schlagzeug) angehörten, und das sich dem Cool Jazz widmete. Für den Hauspianisten des Heidelberger Cave 54 wurden die Jazzfestivals in Frankfurt am Main zum Sprungbrett in die nationale Szene: 1955 und 1956 wurde er zum Jazzmusiker des Jahres gewählt. Das Wolfgang-Lauth-Quartett erinnerte nun nicht nur von der Besetzung her an das Modern Jazz Quartet, da Lauth auch eine Vorliebe für Barockmusik pflegte. 1956/57 ging Lauth mit Joachim-Ernst Berendt auf eine Tournee unter dem Motto „Jazz und Alte Musik“, die mit 150 Vorstellungen zum erfolgreichsten Projekt der deutschen

Wolfgang Lauth

Wolfgang Lauth

Jazzföderation wurde und für den LP-Mitschnitt 1958 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt. 1957 veränderte sich der Sound der Band: Anstelle der Gitarre ertönte nun das Vibraphon von Fritz Hartschuh; als Bassist war nun Wolfgang Wagner tätig. Für eine Erweiterung der Gruppe zum Septett wurden Albert Mangelsdorff, Joki Freund und Gerald Weinkopf verpflichtet.

Statt amerikanische Standards zu spielen, spezialisierte sich Lauth auf Originalkompositionen, verjazzte aber auch deutsche Operetten- und Schlagermelodien wie „Kauf Dir einen bunten Luftballon“. Durch seine Verbindung von Jazz und Barockmusik sowie Musical- und Schlagermelodien erlangte Lauth große Popularität. Zwischen 1965 und 1967 schuf Lauth drei viel beachtete Ballett-Kompositionen für das Nationaltheater Mannheim, die er mit seinem Jazz-Ensemble, dem neben Hartschuh auch Emil Mangelsdorff und Sigi Schwab angehörten, mehr als 130 Mal aufführte. Bei den Donaueschinger Musiktagen 1967 wurde seine Kantate „Denn Liebe ist stark wie der Tod“ für Chor und Jazz-Ensemble uraufgeführt (Schallplatte 1968). Daneben nahm er auch mit dem Organisten Klaus Wunderlich auf. Ende der 1960er Jahre zog er sich zunächst aus dem aktiven Jazz-Geschehen zurück. In den letzten Jahren ist Lauth wieder mit den Jazz Seniors von Fritz Münzer aufgetreten.

Wolfgang Lauth2.jpgWolfgang Lauth war für die Musik von Manfred Baiers für die BASF produzierten Dokumentarfilm „Um Jahrmillionen voraus“ („Millions of Years Ahead of Man“) über die südamerikanische Blattschneiderameise verantwortlich, der 1976 für den Oscar für den besten Dokumentar-Kurzfilm nominiert war.

Etwa 30 Jahre arbeitete Lauth unter der Leitung des Redakteurs Sigurd König für den damaligen SDR, Sendestelle Heidelberg, als musikalischer Leiter und Hauskomponist. Er schrieb in dieser Zeit unzählige Chansons für Interpreten wie Karin Eickelbaum, Doris Gallart, Iska Geri, Edith Hancke, Hanns Dieter Hüsch, Hans Korte, Otto Stern, Gerd Vespermann u. v. a.

1999 veröffentlichte Lauth seine Erinnerungen mit dem Titel These Foolish Things. (Quelle: wikipedia)

Und so hören wir gekonnt in Szene gesetzte Jazzmusik mit eltoichen solisitschen Ausflügen, da kann man doch glatt über den Text hinweghören.

Und dann ist noch die Eva Vargas:

Eva Vargas (* 20. September 1930 in Freiburg im Breisgau; † 28. Juni 2010 in Heidelberg) war eine deutsche Sängerin, Komponistin, Journalistin und bildende Künstlerin.

Eva Vargas lebte seit 1965 in Heidelberg, seit 1984 im Trafohaus des Heidelberger Stauwehrs bei Wieblingen. Sie nannte ihre selbst kreierte Kunst „Rest-Art“ und führte damit verbundene Ausstellungen und Aktionen mit ökologischen, humanitären und politischen Zielsetzungen durch. Ihre Tätigkeiten umfassten die Bereiche Literatur, Musik, Malerei, Gestaltung und Aktion. Sie war Inhaberin und Leiterin des Kleinsttheaters auf Rädern „Heidelberger Lumpen-Paradies“. Sie initiierte wiederholt Förderprogramme in Schulen, Jugend- und Strafanstalten.

Am 28. Juni 2010 starb sie an den Folgen einer Krebserkrankung. (Quelle: wikipedia)

Eva VargaS hat eine wirklich beeindruckende Entwicklung hingelegt … da gibt es z.B. ihr Bild „Orgasmus in grün“ …. ein weiter Weg  von christlichen Texten bis hin zu einer freien künstlerischen Entfaltung.

EvaVargas

Na ja, und dann noch „The Believers“, die gewannen beim 4. Preisausschreiben der Evangelischen Akademie Tutzing/Obb. den Förderpreis für christliche Beatmusik …

BelieversSingleFC+BC

Vermutlich aufgrund dieses Erfolges spendierte man ihnen diese Single, die auch auf diesem Sampler zu hören ist.

Musikalische Archäologen der 60er Jahren können hier also jede Menge rares Zeug entdecken … wenngleich man da dann doch textliche Banalitäten billgend in Kauf zu nehmen hat.

BackCover1.JPG

Titel:
01. Wolfgang Lauth Sextett (*): Das Alte ist vergangen (Lauth/Lehmann/Jourdan) 3.27
02. Eva Vargas: Von Zeit zu Zeit (Vargas) 2.09
03. Wolfgang Lauth Sextett (*): Draußen vor der Kirchentür (Lauth/Lehmann/Jourdan) 3.26
04. The Believers: Er offenbart sich überall (Hein/Bader) 2.04
05. Eva Vargas: Wenn Gott es will (Vargas) 2.05
06. The Believers: Einst war sie Welt (Stremmel) 2.17
07. Uwe-Borns-Chor: Diesen Tag, Herr (Schneider) 3.00
08. Musica Nova Chor Regensburg: Gott meint es gut mit dir (Schneider) 1.40
09. Wolfgang Lauth Sextett (*): Beth-Lehem (Lauth/Lehmann/Juhre) 3.33
10. Uwe-Borns-Chor: Bleibe bei uns, Herr (Schneider) 3.34
11. Wolfgang Lauth Sextett (*): Keiner kann von Worten leben (Lauth/Lehmann/Jourdan) 3.30
12. Motettenchor Pforzheim: Herr, wohin sollen wir gehen (Schweizer/Valentin) 2.37
13. Musica Nova Chor Regensburg: Laß uns spüren, daß du da bist (Zoller) 2.17
14. Musica Nova Chor Regensburg: Weil du „Ja“ zu mir sagst (Blarr/Heuser) 1.34
15. Motettenchor St. Matthäus München: Danke (Schneider) 1.47

(*) Das Wolfgang Lauth Sextet wird gesanglich unterstützt von der „Hann. Mündener Kantorei“.

LabelB1

*
**

Hüllentext.jpg

Unfreiwillig komisch … dieser Text zur Existenzbererechtigung der „Beat Musik“

 

Jürgen Werth – Gefährten (1989)

FrontCover1Also, mit dieser explizit christlich Liedermacher Szene habe ich nun wirfklich nicht viel am Hut … aber natürlich kann hier hin und wieder auch mal ein Exemplar dieser Gattung auftauchen. So wie jetzt;:

Jürgen Werth (* 14. Mai 1951 in Lüdenscheid) ist ein deutscher Journalist, Buchautor und Liedermacher. Von 1994 bis 2014 war er Direktor des Evangeliums-Rundfunks bzw. hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender von ERF Medien in Deutschland. Er lebt als freier Schriftsteller in Wetzlar.

Werth begann im Alter von 14 Jahren, eigene Lieder zu schreiben. Er hat bei der Westfälischen Rundschau in Hagen, Lüdenscheid und Dortmund eine Ausbildung als Journalist absolviert. Ab 1973 war er bei ERF Medien (früher: Evangeliums-Rundfunk) in Wetzlar beschäftigt. Von 1977 bis 1984 war er Leiter des Jugendprogramms „e.r.f. junge welle“, 1986 wurde er Chefredakteur. 1994 übernahm er das Amt des Direktors von seinem Vorgänger Horst Marquardt. Werth moderierte bis Juni 2014 im Fernsehprogramm ERF1 insgesamt 246 mal die Gesprächssendung „Werthe Gäste“,[2] sowie die „Wartburg-Gespräche“. Er war drei Jahre lang Sprecher der ARD-Sendung Das Wort zum Sonntag. Seit 2007 war er hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender. Sein Nachfolger ist seit Oktober 2014 Jörg Dechert.

JürgenWerth01

Jürgen Werth, 1975

Werth hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und ist als Liedermacher tätig. Seine bekanntesten Lieder sind „Du bist du (Vergiss es nie)“, eine Übertragung des englischen Liedes „I got you“ von Paul Janz, und „Wie ein Fest nach langer Trauer“. Das letztere Lied ist in drei Regionalteilen zum Evangelischen Gesangbuch veröffentlicht: Baden, Elsass und Lothringen (666), Pfalz (666) und Württemberg (660). Er schrieb als Texter zusammen mit den Komponisten Johannes Nitsch und Hans-Werner Scharnowski mehrere Musicals, 2012 das Luther-Musical Bruder Martinus mit Siegfried Fietz.

Er gehörte viele Jahre dem Vorstand des evangelikalen Vereins ProChrist an, einem Organisator von mehrtägigen christlichen Evangelisations-Veranstaltungen, wo er auch als Moderator tätig war. Werth war von 2007 bis 2011 als Nachfolger von Peter Strauch Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz, dessen Hauptvorstand er seit 1997 angehört.

Werth entschuldigte sich 2011 öffentlich bei den Homosexuellen für Respektlosigkeit und schlimme Erfahrungen durch einzelne Evangelikale und rief auf, den Begriff evangelikal wieder im Sinne von evangelisch zu definieren und verwies auf die vier Soli der Reformation, die die evangelikale Bewegung kennzeichnen: Sola gratia, sola fide, sola scriptura, solus Christus. Nur die Gnade, der Glaube, die Schrift, Christus.

Jürgen Werth ist verheiratet mit Angela Werth. Die beiden haben drei erwachsene Kinder. (Quelle: wikipedia)

Tray1

Jürgen Werth mit Ehefrau

Und der Mann hat ja ganz emsig LP für LP veröffentlicht … Hier ist eine davon, es dürfte sein siebtes Album sein …

Und – siehe oben – all diese christlichen Texte – sie gehen mir z.T. gewaltig auf den Keks – Religion als Opium fürfs Volk und als Möglichkeit, kriegerische Auseinandersetzungen zu rechtfertigen … davon habe ich mittlerweile die Schnauze gestrichen voll.

Aber dennoch: eines muss man ihm lassen: Musikalis ch bewegt er sich – auch dank seiner Begleitmusiker –  auf hohem Niveau … mjusikalisch sind da etliche Perlen dabei .. und gelegentlich hat auch mal wieder der Reinhard Mey mit seiner stilprägenden Variante für die Liedermacher-Szene seine Händ mit ihm Spiel .. man höre sichj da mal „Dein Lächeln schmilzt Grönland“ an … und der Drummer heißt Boris Becker … *ggg*

Wirklich feinsinnige Musik zu Texten, die mir fremd sind und bleiben …

BackCover1

Besetzung:
Boris Becker (drums, percussion)
Dirk Benner (keyboards)
Robert Foede (cello)
Luca Genta (cello)
Bettina Kahl (violin)
Dale King (harmonica)
Clemens Kitchen (accordeon)
Fritz Krisse (bass)
Johannes Nitsch (piano)
Carlos Roncall (flute)
Peter Schneider (guitar)
Peter Schulte (saxophone)
Jürgen Werth (vocals, guitar)

Booklet03A

Titel:
01. Du sollst leben (Werth) 4.09
02. Mut (Werth) 2.58
03. Adieu, du altes Haus (Werth) 4.24
04. Denn nur du kriegst das hin (Werth)
05. Kein Tag ohne Radio (Knibe/Werth) 3.34
06. Hast du Lust auf diesen Tag? (Traditional/Werth) 3.40
07. Sieh nach allen (Traditional/Werth) 4.08
08. Dein Lächeln schmilzt Grönland (Werth) 3.35
09. Einfach ich (Werth) 3.23
10. Wo sind sie geblieben? (Werth) 4.03
11. Komm ich zu dir (Werth) 3.01
12. Und da sind Menschen (Schneider/Werth) 4.43

CD1

*
**

Booklet05A

Musica-Viva-Chor Bamberg – Konzert im Kaiserdom (1994)

FrontCover1Geistliche Chorwerke sind nun nicht gerade mein Musik der 1. Wahl, aber sie können mich durchaus auch mal gefangen nehmen. Und so ist das auch bei dieser Einspielung aus dem Jahr 1994.

Dieser Chor hat mittlerweile auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel:

Der musica-viva-chor bamberg wurde 1988 von Fritz Braun gegründet und besteht aus etwa 40 musikalisch vorgebildeten Sängerinnen und Sängern. Hauptanliegen des Chores ist es, vor allem die weniger bekannte Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts aufzuführen, ohne jedoch die Verbindung zur Tradition europäischer Chormusik aufzugeben.

So findet sich im Repertoire des „musica-viva-chor bamberg“ neben zeitgenössischen Kompositionen von Vic Nees, Uwe Strübing, Thomas Jennefelt, György Orbán und Wilhelm Killmayer auch die Chorliteratur der „modernen Klassiker“ wie Paul Hindemith, Arnold Schönberg, Anton Webern, Antal Doráti, Francis Poulenc, Olivier Messian, Benjamin Britten, Zoltán Kodály und Béla Bártok.

Aus der Vokalmusik vergangener Epochen sind Werke von Claude Debussy, Maurice Ravel, die Motetten von Anton Bruckner, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdy fester Bestandteil des Chorrepertoires.

ChorBudapest1993

Das Ensemble konnte seit seiner Gründung beachtliche Erfolge erzielen und wurde zu Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen.
Wettbewerbe und Auszeichnungen:

  •     „Concorso Internazionale Corale1992“ in Riva del Garda, Italien (4. Platz)
  •     „Internationaler Chorwettbewerb 1993“ in Budapest, Ungarn (1. Platz)
  •     1993 „Berganza-Preis“ des Kunstvereins Bamberg

Wie gesagt: Solche Musik kann mich durchaus gelegentlich begeistert (auch wenn ich den Titel „Christus factus est“ eher für ein Gerücht halte) und so kann ich nur jedem einfach mal empfehlen reinzuhören.

„Vielleicht am meisten beeindruckte der ‚musica-viva-chor bamberg‘ mit seinem höchst konzentrierten Leiter Fritz Braun. Ob komplizierte Klangkonstruktionen der Wiener Schule oder die tiefe Frömmigkeit der geistlichen Motetten Bruckners, der ‚musica-viva-chor‘ wusste jeweils den Text und die Musik technisch und ausdrucksmäßig in selten gehörter Intensität und Perfektion umzusetzen.“ (Memminger Zeitung, 5. Juli 1993)
Na also !
Die hier eingespielten Werke sind zum großen Teil der Mitschnitt eines Konzertes am 8. Mai 1994 im Kaiserdom zu Bamberg.

Konzertplakat

Besetzung:
Erich Forster (Baß)
Claudia Götschel (Sopran)
Wolfgang Reh (Tenor)
Monika Rosival-Meißner (Alt)
+
Musica-Viva-Chor Bamberg unter der Leitung von Fritz Braun
+
Wolfgang Wünsch (Orgel)

BackCover1

Titel:

Maurice Duruflé: Vier Motetten übr gregorianische Themen op. 10 für a-capella Chor:
01. Ubi caritas 2.27
02. Tot pulchra es 2.32
03. Tu es Petrus 0.53
04. Tantum ergo 2.51

Uwe Strübing:
05. Magnificat  für gemischten Chor und Orgel op. 31 (Uraufführung) 10.02

Benjamin Britten:
06. A Hymn To The Virgin für 8-stimmigen Doppelchor 2.51
07. Hymn To St. Cecilia op 27. 10.12

Felix Mendelsohn-Bartholdy: Zwei Pslamen für 8-stimmigen Chor:
08. Richte mich, Gott (Pslam 43) 4.04
09. Denn er hat seinen Engeln befohlen (Psalm 91) 3.46

Anton Bruckner:
10. Adagio aus dem Streichquartett (Transkription für Orgel von Erwin Horn) 14.18

Drei Motetten:
11. Locus iste 3.14
12. Christus factus est 5.04
13. Ave Maria 3.32

CD1

* (demnächst)
**

Mediation – Sehnsucht Leben (2011)

FrontCover1Nicht dass ich ein großer Freund christlicher Musik bin, wahrlich nicht. Aber ich akzeptiere sie halt als nicht wegzudenkenden teil unserer Geschichte und Kultur. Und von daher interessiert es mich gelegentlich, was sich auf dem Gebiet der christlichen Musik so alles tut.

Ein relativ aktuelles Beispiel ist diese CD der Formation „Mediation“.

Beworben wird sie so:

Mit der CD „Sehnsucht Leben“ präsentiert „Mediation“ eine große musikalische Vielfalt von afrikanischen Liedern bis hin zu rockigen Kirchensongs.

Die neue CD „Sehnsucht Leben“ kann nicht nur für „Insider“ des NGL (was auch immer das ist) eine Bereicherung sein, sondern für viele, die sich nach einem erfüllten Leben sehnen und die sich über den Zugang zur Musik neue Impulse für das eigene (Glaubens)leben erwünschen.
Außerdem ist sie vielseitig im pastoralen Kontext (Katechese, Exerzitien, Gottesdienst…) einsetzbar.“ (Quelle: Diözesanstelle Berufe in der Kirche, Bamberg)

Und so präsentiert sich die Band selber:

„Unter diesem Motto musiziert die Band Mediation seit ihrem ersten Auftritt am 24.12.1981 in der Christmette auf Burg Feuerstein.

Unser Name „Mediation“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Vermittlung“. Unser Name ist für uns Programm. Wir wollen mit unserer Musik dem Zuhörer vermitteln, dass Kirche nicht konservativ und langweilig sein muss.

Unsere Aufgabe sehen wir darin, mit neuen geistlichen Liedern den Kirchen-besuchern eine stimmungsvolle Alternative zur klassischen Kirchenmusik zu bieten. Wir wünschen uns, dass die Zuhörer begeistert mitsingen und der Funke überspringt – wir wollen kein Konzert geben.

Mediation

Unsere Musik wird getragen vom mehrstimmigen Gesang, begleitet von Keyboards, Bass, Gitarren, Schlagzeug und Panflöte. Besonderen Spaß haben wir an reinen A-capella-Stücken. Neben der großen Auswahl an „Neuen geistlichen Liedern“ (NGL) haben wir auch Gospels, Spirituals, Eigenkompositionen und Lieder in senegalesischen Stammessprachen (Wolof, Serrer und Diola) im Repertoire. Für neue Liedwünsche sind wir offen.

Unsere Besetzung besteht derzeit aus acht aktiven Musikern.

Unsere Zuhörer sind der Grund dafür, dass es die Band nach über 25 Jahren immer noch gibt. Sie bestätigen uns mit ihrem Lob darin, unser musikalisches Hobby weiter auszuüben.

Unser Honorar ist grundsätzlich Nebensache, da wir kein kommerzielles Interesse verfolgen. Wir freuen uns natürlich über freiwillige Spenden und Spritgeld.“

Das Album ist handwerklich blitzsauber produziert (und der Gesang ist mehr als kompetent !) und die bunte Vielfalt der Lieder ist schon beeindruckend; insbesondere die Songs aus den USA oder Afrika erlebe ich schon als Bereicherung, auch wenn mich die „christliche“ Botschaft eher kalt lässt. Hat nicht auch Bob Dylan einen ganzen Songzyklus christlicher Lieder aufgenommen ? Hier findet man übrigens auch eine Komposition von Robbie Robertson (The Band) … Also: wahrlich kein schlechtes Album

Und dem Motto der Band kann ich nur zu 100% zustimmen:

„Musik, die die Seele nicht berührt, ist letztlich nur Geräusch!“

Booklet04A

Besetzung:
Johannes Berner (keyboards, vocals)
Karin Gerwien (guitar, vocals)
Michael Klecker (drums, vocals)
Ursula Niedermayer (guitar, vocals)
Michael Poßer (keyboards, vocals)
Helmut Voß (bass, vocals)
Marianne Walter (guitar, vocals)
Gabi Wunderlich (flute, vocals)

BookletBackCover1

Titel:
01. Freude (Etwas in mir) (Frey) 2.19
02. Laudate omnes gentes (Berthier) 1.16
03. Du unser Vater (Schönfelder/Wickendick) 1.50
04. Simjeno (Senegalesisches Marienlied) (Jouga) 1.45
05. Ein Licht in Dir geborgen (Linßen) 3.43
06. Shine Your Light (Robertson) 2.55
07. In Gottes Namen (Barth/Horst/Janssens) 2.55
08. Freunde, dass der Mandelzweig (Ben-Chorim/Baltruweit) 2.17
09. Gamano N`etam (Senegalesisches Danklied) (Jouga) 3.20
10. Da wohnt ein Sehnen tief in uns (Eckert/Quigley) 4.25
11. A tau u (Kyrie aus Südafrika) (Traditional) 1.18
12. Ich bin der Weinstock (Stimmer-Salzeder) 2.26
13. Let Us Break (Traditional) 1.54
14. Schritte wagen (Bittlinger) 4.43
15. Fear Not (Pringle) 3.29
16. Si ya hamba (v.Tonder) 1.40
17. Dies ist mein Gebot (Traditional/Schreiber/Tommek) 2.09
18. I Believe In Jesus (Nelson) 2.54
19. Jesus, wir sehen auf dich (Strauch) 1.54
20. Ein guter Geist (Bayer) 4.12

CD1

*
**