Verschiedene Interpreten – Das neue Lied – Auswahl I (1968)

FrontCover1Wenn ich mal viel Zeit, könnte ich ja mal so ne Art Seminararbeit schreiben mit dem Thema „Das christliche Lied im Laufge der Zeit“ (unter besonderer Berücksichtigung der 60er Jahre *ggg*)

Hier hätten wir ein ganz besonders feines Beispiel:

Da haben wir massenhaft religiöse Texte (unter Einbeziehung der Schuld, die dann von Gott vergeben wird) … und dieses für mich naive Gottesvertrauen bleibt mir weiterhin fremd. Aber anhand dieser Texte lässt sich sehr gut, die christliche Philosophie bzw. Ideologie studieren.

Dann haben wir aber zum anderen die Musik … und die kann sich z.T. zumindest hören lassen.

Dies gilt insbesondere für die Aufnahmen des Wolfgang Lauth Sextett:

Wolfgang Lauth (* 15. Mai 1931 in Ludwigshafen; † 30. August 2011 in Mannheim) war ein deutscher Jazzmusiker (Pianist, Bandleader, Komponist).
Inhaltsverzeichnis

Nach dem Studium an der Musikhochschule in Mannheim gründete er ein Quartett, dem zunächst Werner Pöhlert (Gitarre), Wolfgang Wagner (Bass) und Joe Hackbarth (Schlagzeug) angehörten, und das sich dem Cool Jazz widmete. Für den Hauspianisten des Heidelberger Cave 54 wurden die Jazzfestivals in Frankfurt am Main zum Sprungbrett in die nationale Szene: 1955 und 1956 wurde er zum Jazzmusiker des Jahres gewählt. Das Wolfgang-Lauth-Quartett erinnerte nun nicht nur von der Besetzung her an das Modern Jazz Quartet, da Lauth auch eine Vorliebe für Barockmusik pflegte. 1956/57 ging Lauth mit Joachim-Ernst Berendt auf eine Tournee unter dem Motto „Jazz und Alte Musik“, die mit 150 Vorstellungen zum erfolgreichsten Projekt der deutschen

Wolfgang Lauth

Wolfgang Lauth

Jazzföderation wurde und für den LP-Mitschnitt 1958 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt. 1957 veränderte sich der Sound der Band: Anstelle der Gitarre ertönte nun das Vibraphon von Fritz Hartschuh; als Bassist war nun Wolfgang Wagner tätig. Für eine Erweiterung der Gruppe zum Septett wurden Albert Mangelsdorff, Joki Freund und Gerald Weinkopf verpflichtet.

Statt amerikanische Standards zu spielen, spezialisierte sich Lauth auf Originalkompositionen, verjazzte aber auch deutsche Operetten- und Schlagermelodien wie „Kauf Dir einen bunten Luftballon“. Durch seine Verbindung von Jazz und Barockmusik sowie Musical- und Schlagermelodien erlangte Lauth große Popularität. Zwischen 1965 und 1967 schuf Lauth drei viel beachtete Ballett-Kompositionen für das Nationaltheater Mannheim, die er mit seinem Jazz-Ensemble, dem neben Hartschuh auch Emil Mangelsdorff und Sigi Schwab angehörten, mehr als 130 Mal aufführte. Bei den Donaueschinger Musiktagen 1967 wurde seine Kantate „Denn Liebe ist stark wie der Tod“ für Chor und Jazz-Ensemble uraufgeführt (Schallplatte 1968). Daneben nahm er auch mit dem Organisten Klaus Wunderlich auf. Ende der 1960er Jahre zog er sich zunächst aus dem aktiven Jazz-Geschehen zurück. In den letzten Jahren ist Lauth wieder mit den Jazz Seniors von Fritz Münzer aufgetreten.

Wolfgang Lauth2.jpgWolfgang Lauth war für die Musik von Manfred Baiers für die BASF produzierten Dokumentarfilm „Um Jahrmillionen voraus“ („Millions of Years Ahead of Man“) über die südamerikanische Blattschneiderameise verantwortlich, der 1976 für den Oscar für den besten Dokumentar-Kurzfilm nominiert war.

Etwa 30 Jahre arbeitete Lauth unter der Leitung des Redakteurs Sigurd König für den damaligen SDR, Sendestelle Heidelberg, als musikalischer Leiter und Hauskomponist. Er schrieb in dieser Zeit unzählige Chansons für Interpreten wie Karin Eickelbaum, Doris Gallart, Iska Geri, Edith Hancke, Hanns Dieter Hüsch, Hans Korte, Otto Stern, Gerd Vespermann u. v. a.

1999 veröffentlichte Lauth seine Erinnerungen mit dem Titel These Foolish Things. (Quelle: wikipedia)

Und so hören wir gekonnt in Szene gesetzte Jazzmusik mit eltoichen solisitschen Ausflügen, da kann man doch glatt über den Text hinweghören.

Und dann ist noch die Eva Vargas:

Eva Vargas (* 20. September 1930 in Freiburg im Breisgau; † 28. Juni 2010 in Heidelberg) war eine deutsche Sängerin, Komponistin, Journalistin und bildende Künstlerin.

Eva Vargas lebte seit 1965 in Heidelberg, seit 1984 im Trafohaus des Heidelberger Stauwehrs bei Wieblingen. Sie nannte ihre selbst kreierte Kunst „Rest-Art“ und führte damit verbundene Ausstellungen und Aktionen mit ökologischen, humanitären und politischen Zielsetzungen durch. Ihre Tätigkeiten umfassten die Bereiche Literatur, Musik, Malerei, Gestaltung und Aktion. Sie war Inhaberin und Leiterin des Kleinsttheaters auf Rädern „Heidelberger Lumpen-Paradies“. Sie initiierte wiederholt Förderprogramme in Schulen, Jugend- und Strafanstalten.

Am 28. Juni 2010 starb sie an den Folgen einer Krebserkrankung. (Quelle: wikipedia)

Eva VargaS hat eine wirklich beeindruckende Entwicklung hingelegt … da gibt es z.B. ihr Bild „Orgasmus in grün“ …. ein weiter Weg  von christlichen Texten bis hin zu einer freien künstlerischen Entfaltung.

EvaVargas

Na ja, und dann noch „The Believers“, die gewannen beim 4. Preisausschreiben der Evangelischen Akademie Tutzing/Obb. den Förderpreis für christliche Beatmusik …

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Vermutlich aufgrund dieses Erfolges spendierte man ihnen diese Single, die auch auf diesem Sampler zu hören ist.

Musikalische Archäologen der 60er Jahren können hier also jede Menge rares Zeug entdecken … wenngleich man da dann doch textliche Banalitäten billgend in Kauf zu nehmen hat.

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Titel:
01. Wolfgang Lauth Sextett (*): Das Alte ist vergangen (Lauth/Lehmann/Jourdan) 3.27
02. Eva Vargas: Von Zeit zu Zeit (Vargas) 2.09
03. Wolfgang Lauth Sextett (*): Draußen vor der Kirchentür (Lauth/Lehmann/Jourdan) 3.26
04. The Believers: Er offenbart sich überall (Hein/Bader) 2.04
05. Eva Vargas: Wenn Gott es will (Vargas) 2.05
06. The Believers: Einst war sie Welt (Stremmel) 2.17
07. Uwe-Borns-Chor: Diesen Tag, Herr (Schneider) 3.00
08. Musica Nova Chor Regensburg: Gott meint es gut mit dir (Schneider) 1.40
09. Wolfgang Lauth Sextett (*): Beth-Lehem (Lauth/Lehmann/Juhre) 3.33
10. Uwe-Borns-Chor: Bleibe bei uns, Herr (Schneider) 3.34
11. Wolfgang Lauth Sextett (*): Keiner kann von Worten leben (Lauth/Lehmann/Jourdan) 3.30
12. Motettenchor Pforzheim: Herr, wohin sollen wir gehen (Schweizer/Valentin) 2.37
13. Musica Nova Chor Regensburg: Laß uns spüren, daß du da bist (Zoller) 2.17
14. Musica Nova Chor Regensburg: Weil du „Ja“ zu mir sagst (Blarr/Heuser) 1.34
15. Motettenchor St. Matthäus München: Danke (Schneider) 1.47

(*) Das Wolfgang Lauth Sextet wird gesanglich unterstützt von der „Hann. Mündener Kantorei“.

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Unfreiwillig komisch … dieser Text zur Existenzbererechtigung der „Beat Musik“

 

Jürgen Werth – Gefährten (1989)

FrontCover1Also, mit dieser explizit christlich Liedermacher Szene habe ich nun wirfklich nicht viel am Hut … aber natürlich kann hier hin und wieder auch mal ein Exemplar dieser Gattung auftauchen. So wie jetzt;:

Jürgen Werth (* 14. Mai 1951 in Lüdenscheid) ist ein deutscher Journalist, Buchautor und Liedermacher. Von 1994 bis 2014 war er Direktor des Evangeliums-Rundfunks bzw. hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender von ERF Medien in Deutschland. Er lebt als freier Schriftsteller in Wetzlar.

Werth begann im Alter von 14 Jahren, eigene Lieder zu schreiben. Er hat bei der Westfälischen Rundschau in Hagen, Lüdenscheid und Dortmund eine Ausbildung als Journalist absolviert. Ab 1973 war er bei ERF Medien (früher: Evangeliums-Rundfunk) in Wetzlar beschäftigt. Von 1977 bis 1984 war er Leiter des Jugendprogramms „e.r.f. junge welle“, 1986 wurde er Chefredakteur. 1994 übernahm er das Amt des Direktors von seinem Vorgänger Horst Marquardt. Werth moderierte bis Juni 2014 im Fernsehprogramm ERF1 insgesamt 246 mal die Gesprächssendung „Werthe Gäste“,[2] sowie die „Wartburg-Gespräche“. Er war drei Jahre lang Sprecher der ARD-Sendung Das Wort zum Sonntag. Seit 2007 war er hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender. Sein Nachfolger ist seit Oktober 2014 Jörg Dechert.

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Jürgen Werth, 1975

Werth hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und ist als Liedermacher tätig. Seine bekanntesten Lieder sind „Du bist du (Vergiss es nie)“, eine Übertragung des englischen Liedes „I got you“ von Paul Janz, und „Wie ein Fest nach langer Trauer“. Das letztere Lied ist in drei Regionalteilen zum Evangelischen Gesangbuch veröffentlicht: Baden, Elsass und Lothringen (666), Pfalz (666) und Württemberg (660). Er schrieb als Texter zusammen mit den Komponisten Johannes Nitsch und Hans-Werner Scharnowski mehrere Musicals, 2012 das Luther-Musical Bruder Martinus mit Siegfried Fietz.

Er gehörte viele Jahre dem Vorstand des evangelikalen Vereins ProChrist an, einem Organisator von mehrtägigen christlichen Evangelisations-Veranstaltungen, wo er auch als Moderator tätig war. Werth war von 2007 bis 2011 als Nachfolger von Peter Strauch Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz, dessen Hauptvorstand er seit 1997 angehört.

Werth entschuldigte sich 2011 öffentlich bei den Homosexuellen für Respektlosigkeit und schlimme Erfahrungen durch einzelne Evangelikale und rief auf, den Begriff evangelikal wieder im Sinne von evangelisch zu definieren und verwies auf die vier Soli der Reformation, die die evangelikale Bewegung kennzeichnen: Sola gratia, sola fide, sola scriptura, solus Christus. Nur die Gnade, der Glaube, die Schrift, Christus.

Jürgen Werth ist verheiratet mit Angela Werth. Die beiden haben drei erwachsene Kinder. (Quelle: wikipedia)

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Jürgen Werth mit Ehefrau

Und der Mann hat ja ganz emsig LP für LP veröffentlicht … Hier ist eine davon, es dürfte sein siebtes Album sein …

Und – siehe oben – all diese christlichen Texte – sie gehen mir z.T. gewaltig auf den Keks – Religion als Opium fürfs Volk und als Möglichkeit, kriegerische Auseinandersetzungen zu rechtfertigen … davon habe ich mittlerweile die Schnauze gestrichen voll.

Aber dennoch: eines muss man ihm lassen: Musikalis ch bewegt er sich – auch dank seiner Begleitmusiker –  auf hohem Niveau … mjusikalisch sind da etliche Perlen dabei .. und gelegentlich hat auch mal wieder der Reinhard Mey mit seiner stilprägenden Variante für die Liedermacher-Szene seine Händ mit ihm Spiel .. man höre sichj da mal „Dein Lächeln schmilzt Grönland“ an … und der Drummer heißt Boris Becker … *ggg*

Wirklich feinsinnige Musik zu Texten, die mir fremd sind und bleiben …

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Besetzung:
Boris Becker (drums, percussion)
Dirk Benner (keyboards)
Robert Foede (cello)
Luca Genta (cello)
Bettina Kahl (violin)
Dale King (harmonica)
Clemens Kitchen (accordeon)
Fritz Krisse (bass)
Johannes Nitsch (piano)
Carlos Roncall (flute)
Peter Schneider (guitar)
Peter Schulte (saxophone)
Jürgen Werth (vocals, guitar)

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Titel:
01. Du sollst leben (Werth) 4.09
02. Mut (Werth) 2.58
03. Adieu, du altes Haus (Werth) 4.24
04. Denn nur du kriegst das hin (Werth)
05. Kein Tag ohne Radio (Knibe/Werth) 3.34
06. Hast du Lust auf diesen Tag? (Traditional/Werth) 3.40
07. Sieh nach allen (Traditional/Werth) 4.08
08. Dein Lächeln schmilzt Grönland (Werth) 3.35
09. Einfach ich (Werth) 3.23
10. Wo sind sie geblieben? (Werth) 4.03
11. Komm ich zu dir (Werth) 3.01
12. Und da sind Menschen (Schneider/Werth) 4.43

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Musica-Viva-Chor Bamberg – Konzert im Kaiserdom (1994)

FrontCover1Geistliche Chorwerke sind nun nicht gerade mein Musik der 1. Wahl, aber sie können mich durchaus auch mal gefangen nehmen. Und so ist das auch bei dieser Einspielung aus dem Jahr 1994.

Dieser Chor hat mittlerweile auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel:

Der musica-viva-chor bamberg wurde 1988 von Fritz Braun gegründet und besteht aus etwa 40 musikalisch vorgebildeten Sängerinnen und Sängern. Hauptanliegen des Chores ist es, vor allem die weniger bekannte Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts aufzuführen, ohne jedoch die Verbindung zur Tradition europäischer Chormusik aufzugeben.

So findet sich im Repertoire des „musica-viva-chor bamberg“ neben zeitgenössischen Kompositionen von Vic Nees, Uwe Strübing, Thomas Jennefelt, György Orbán und Wilhelm Killmayer auch die Chorliteratur der „modernen Klassiker“ wie Paul Hindemith, Arnold Schönberg, Anton Webern, Antal Doráti, Francis Poulenc, Olivier Messian, Benjamin Britten, Zoltán Kodály und Béla Bártok.

Aus der Vokalmusik vergangener Epochen sind Werke von Claude Debussy, Maurice Ravel, die Motetten von Anton Bruckner, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdy fester Bestandteil des Chorrepertoires.

ChorBudapest1993

Das Ensemble konnte seit seiner Gründung beachtliche Erfolge erzielen und wurde zu Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen.
Wettbewerbe und Auszeichnungen:

  •     „Concorso Internazionale Corale1992“ in Riva del Garda, Italien (4. Platz)
  •     „Internationaler Chorwettbewerb 1993“ in Budapest, Ungarn (1. Platz)
  •     1993 „Berganza-Preis“ des Kunstvereins Bamberg

Wie gesagt: Solche Musik kann mich durchaus gelegentlich begeistert (auch wenn ich den Titel „Christus factus est“ eher für ein Gerücht halte) und so kann ich nur jedem einfach mal empfehlen reinzuhören.

„Vielleicht am meisten beeindruckte der ‚musica-viva-chor bamberg‘ mit seinem höchst konzentrierten Leiter Fritz Braun. Ob komplizierte Klangkonstruktionen der Wiener Schule oder die tiefe Frömmigkeit der geistlichen Motetten Bruckners, der ‚musica-viva-chor‘ wusste jeweils den Text und die Musik technisch und ausdrucksmäßig in selten gehörter Intensität und Perfektion umzusetzen.“ (Memminger Zeitung, 5. Juli 1993)
Na also !
Die hier eingespielten Werke sind zum großen Teil der Mitschnitt eines Konzertes am 8. Mai 1994 im Kaiserdom zu Bamberg.

Konzertplakat

Besetzung:
Erich Forster (Baß)
Claudia Götschel (Sopran)
Wolfgang Reh (Tenor)
Monika Rosival-Meißner (Alt)
+
Musica-Viva-Chor Bamberg unter der Leitung von Fritz Braun
+
Wolfgang Wünsch (Orgel)

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Titel:

Maurice Duruflé: Vier Motetten übr gregorianische Themen op. 10 für a-capella Chor:
01. Ubi caritas 2.27
02. Tot pulchra es 2.32
03. Tu es Petrus 0.53
04. Tantum ergo 2.51

Uwe Strübing:
05. Magnificat  für gemischten Chor und Orgel op. 31 (Uraufführung) 10.02

Benjamin Britten:
06. A Hymn To The Virgin für 8-stimmigen Doppelchor 2.51
07. Hymn To St. Cecilia op 27. 10.12

Felix Mendelsohn-Bartholdy: Zwei Pslamen für 8-stimmigen Chor:
08. Richte mich, Gott (Pslam 43) 4.04
09. Denn er hat seinen Engeln befohlen (Psalm 91) 3.46

Anton Bruckner:
10. Adagio aus dem Streichquartett (Transkription für Orgel von Erwin Horn) 14.18

Drei Motetten:
11. Locus iste 3.14
12. Christus factus est 5.04
13. Ave Maria 3.32

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* (demnächst)
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Mediation – Sehnsucht Leben (2011)

FrontCover1Nicht dass ich ein großer Freund christlicher Musik bin, wahrlich nicht. Aber ich akzeptiere sie halt als nicht wegzudenkenden teil unserer Geschichte und Kultur. Und von daher interessiert es mich gelegentlich, was sich auf dem Gebiet der christlichen Musik so alles tut.

Ein relativ aktuelles Beispiel ist diese CD der Formation „Mediation“.

Beworben wird sie so:

Mit der CD „Sehnsucht Leben“ präsentiert „Mediation“ eine große musikalische Vielfalt von afrikanischen Liedern bis hin zu rockigen Kirchensongs.

Die neue CD „Sehnsucht Leben“ kann nicht nur für „Insider“ des NGL (was auch immer das ist) eine Bereicherung sein, sondern für viele, die sich nach einem erfüllten Leben sehnen und die sich über den Zugang zur Musik neue Impulse für das eigene (Glaubens)leben erwünschen.
Außerdem ist sie vielseitig im pastoralen Kontext (Katechese, Exerzitien, Gottesdienst…) einsetzbar.“ (Quelle: Diözesanstelle Berufe in der Kirche, Bamberg)

Und so präsentiert sich die Band selber:

„Unter diesem Motto musiziert die Band Mediation seit ihrem ersten Auftritt am 24.12.1981 in der Christmette auf Burg Feuerstein.

Unser Name „Mediation“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Vermittlung“. Unser Name ist für uns Programm. Wir wollen mit unserer Musik dem Zuhörer vermitteln, dass Kirche nicht konservativ und langweilig sein muss.

Unsere Aufgabe sehen wir darin, mit neuen geistlichen Liedern den Kirchen-besuchern eine stimmungsvolle Alternative zur klassischen Kirchenmusik zu bieten. Wir wünschen uns, dass die Zuhörer begeistert mitsingen und der Funke überspringt – wir wollen kein Konzert geben.

Mediation

Unsere Musik wird getragen vom mehrstimmigen Gesang, begleitet von Keyboards, Bass, Gitarren, Schlagzeug und Panflöte. Besonderen Spaß haben wir an reinen A-capella-Stücken. Neben der großen Auswahl an „Neuen geistlichen Liedern“ (NGL) haben wir auch Gospels, Spirituals, Eigenkompositionen und Lieder in senegalesischen Stammessprachen (Wolof, Serrer und Diola) im Repertoire. Für neue Liedwünsche sind wir offen.

Unsere Besetzung besteht derzeit aus acht aktiven Musikern.

Unsere Zuhörer sind der Grund dafür, dass es die Band nach über 25 Jahren immer noch gibt. Sie bestätigen uns mit ihrem Lob darin, unser musikalisches Hobby weiter auszuüben.

Unser Honorar ist grundsätzlich Nebensache, da wir kein kommerzielles Interesse verfolgen. Wir freuen uns natürlich über freiwillige Spenden und Spritgeld.“

Das Album ist handwerklich blitzsauber produziert (und der Gesang ist mehr als kompetent !) und die bunte Vielfalt der Lieder ist schon beeindruckend; insbesondere die Songs aus den USA oder Afrika erlebe ich schon als Bereicherung, auch wenn mich die „christliche“ Botschaft eher kalt lässt. Hat nicht auch Bob Dylan einen ganzen Songzyklus christlicher Lieder aufgenommen ? Hier findet man übrigens auch eine Komposition von Robbie Robertson (The Band) … Also: wahrlich kein schlechtes Album

Und dem Motto der Band kann ich nur zu 100% zustimmen:

„Musik, die die Seele nicht berührt, ist letztlich nur Geräusch!“

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Besetzung:
Johannes Berner (keyboards, vocals)
Karin Gerwien (guitar, vocals)
Michael Klecker (drums, vocals)
Ursula Niedermayer (guitar, vocals)
Michael Poßer (keyboards, vocals)
Helmut Voß (bass, vocals)
Marianne Walter (guitar, vocals)
Gabi Wunderlich (flute, vocals)

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Titel:
01. Freude (Etwas in mir) (Frey) 2.19
02. Laudate omnes gentes (Berthier) 1.16
03. Du unser Vater (Schönfelder/Wickendick) 1.50
04. Simjeno (Senegalesisches Marienlied) (Jouga) 1.45
05. Ein Licht in Dir geborgen (Linßen) 3.43
06. Shine Your Light (Robertson) 2.55
07. In Gottes Namen (Barth/Horst/Janssens) 2.55
08. Freunde, dass der Mandelzweig (Ben-Chorim/Baltruweit) 2.17
09. Gamano N`etam (Senegalesisches Danklied) (Jouga) 3.20
10. Da wohnt ein Sehnen tief in uns (Eckert/Quigley) 4.25
11. A tau u (Kyrie aus Südafrika) (Traditional) 1.18
12. Ich bin der Weinstock (Stimmer-Salzeder) 2.26
13. Let Us Break (Traditional) 1.54
14. Schritte wagen (Bittlinger) 4.43
15. Fear Not (Pringle) 3.29
16. Si ya hamba (v.Tonder) 1.40
17. Dies ist mein Gebot (Traditional/Schreiber/Tommek) 2.09
18. I Believe In Jesus (Nelson) 2.54
19. Jesus, wir sehen auf dich (Strauch) 1.54
20. Ein guter Geist (Bayer) 4.12

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Siegfried Fietz – Jerusalem – Zwischen Hoffnung und Vollendung (1973)

FrontCover1Fängt man mal an, sich mit „christlicher Musik“ zu beschäftigen — kommt man aus  dem Staunen nicht mehr heraus … denn diese ganz spezielle Musik-Szene in Deutschland ist ja sowas von aktiv und auch vielseitig …

Einer der zentralen Protagonisten dieser Szene ist der Siegfried Fitz:

Siegfried Fietz (* 25. Mai 1946 in Berleburg) ist ein deutscher Liedermacher (Songwriter, Komponist, Produzent) und Bildhauer.

Seit vielen Jahren prägt er die konfessionelle Szene mit seiner Musik, die weit über den deutschsprachigen Raum hinaus bekannt ist. Fietz gilt als Vorreiter moderner christlicher Musik (Neues Geistliches Lied) im deutschsprachigen Raum. Besonders populär wurde seine Vertonung des Dietrich-Bonhoeffer-Textes Von guten Mächten wunderbar geborgen.

Fietz wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Hilchenbach im Siegerland auf. Seine Eltern, beide Flüchtlinge aus Ostpreußen, waren streng gläubig. Schon im Alter von fünf Jahren lernte er erste Töne auf der Geige seines Vaters. Wenig später lernte er Gitarre. Im Alter von 15 Jahren begann er mit Gesangsunterricht und im Alter von 17 mit Klavierunterricht, den er sich finanzierte, indem er anderen Jugendlichen Gitarrenunterricht gab. Im Alter von 18 Jahren bekam er die Möglichkeit, den C-Schein als Kirchenmusiker zu machen und dadurch das Orgelspielen zu erlernen.

SiegfriedFietz

Parallel zu seiner musikalischen Weiterbildung machte er eine Ausbildung zum Schlosser und Kaufmann.

Seine ersten Konzerte gab er zusammen mit seinem Freund Klaus Panthel bei den Offenen Abenden Siegen, die bis zu 10.000 Besucher aus ganz Deutschland verzeichneten. Bei diesen Konzerten merkte Fietz schnell, dass neue, deutschsprachige Lieder gebraucht würden, die seine Generation mitsingen wollte. Da ihm das Schreiben von Liedern leicht fiel, schrieb er für jeden dieser OAS-Abende neue Lieder und so entstanden die ersten Lieder des Fietz Teams.

Ab 1965 war das Fietz-Team in ganz Deutschland unterwegs. Zur Hauptbesetzung über Jahre hinweg gehörten – neben der „Urbesetzung“ Fietz, Panthel und Bernhard Well – die Musiker Bernd Gaumann, Helmut Gerhard, Hermann Plate, Siegfried Roth, Helmut Utsch und Harald Weller.

Den Namen Fietz-Team legte Hermann Schulte fest, in dessen Wetzlarer Verlag, den heutigen Gerth Medien, die erste Single der Band veröffentlicht wurde. Fietz war mit dem Namen nicht glücklich: „Damals gab es ein ‚Janz Team‘ und damit wollten wir nicht verwechselt werden.“

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Der Kontakt zu Schulte hatte zur Folge, dass dem damals 20-jährigen Fietz eine Stelle als Musikproduzent in seinem Verlag angeboten wurde. Für diese Position, aber auch um Komposition bei Gustav Adolf Schlemm zu studieren, zog er nach Wetzlar.

Im Verlag Hermann Schulte Wetzlar produzierte Fietz unter anderem Lieder für Jürgen Werth oder Manfred Siebald, veröffentlichte jedoch auch eigene Werke wie das Paulus Oratorium – Lass dir an meiner Gnade genügen.

2016 fand die Uraufführung des Musicals „Franziskus – Ein Heiliger und ein Papst“ im Rahmen des Katholikentages in Leipzig statt.

Parallel zu seiner Arbeit im Verlag Hermann Schulte Wetzlar veröffentlichte Fietz unter dem Künstlernamen Manuel Thaler über die Plattenfirma CBS auch Lieder wie Jeder Sonnenstrahl ist ein Versprechen oder Ein Rucksack und ein Knotenstock. Er hoffte, durch die Zusammenarbeit mit einem Major-Label mehr Menschen auf seine christlichen Texte aufmerksam machen zu können. Er bemerkte jedoch schnell, dass er bei CBS nicht die Lieder singen durfte, die er gerne wollte, und somit beendete er 1974 nicht nur die Arbeit für CBS, sondern auch die Zusammenarbeit mit dem Verlag Hermann Schulte Wetzlar ging zu Ende und er gründete zusammen mit seiner Frau den Abakus Schallplatten und Ulmtal Musikverlag Barbara Fietz (heute: Abakus Musik)

Booklet

Das Booklet einer weiteren Veröffentlichung dieses Albums

.Im Abakus Musik Verlag wurden inzwischen über 320 Produktionen veröffentlicht, davon etwa 250 von Fietz selbst. Laut GEMA hat er inzwischen über 4500 Lieder geschrieben und gibt pro Jahr ca. 40 Konzerte. Bei vielen dieser Konzerte wird er von Gerhard Barth an Gitarre und Bass begleitet oder er tritt zusammen mit seinem Sohn Oliver Fietz auf, der selbst als Solo-Musiker tätig ist.

Fietz arbeitete neben anderen zusammen mit Ivan Rebroff, Eberhard Weber, Johannes Jourdan, Petula Clark, Johannes Nitsch, Uwe Kröger, Eva Lind, Clemens Bittlinger, Bill Ramsey, Edwin Hawkins, Olivia Molina, Dieter Falk, Coretta Scott King und dem Apollo-15-Astronauten James B. Irwin.

Von 1986 bis 1996 moderierte er beim Hessischen Rundfunk die Sendung Lieder zwischen Himmel und Erde mit bis zu 150.000 Zuhörern.

AlternateLabels

Die Labels dieses weiteren Albums …

Fietz arbeitet auch als Bildender Künstler (abstrakte Malerei, Holzskulpturen). Seine erste Ausstellung fand im November 2009 statt und seitdem gibt es regelmäßig Ausstellungen in ganz Deutschland mit seinen Werken. Im Juli 2015 eröffnete er in Greifenstein-Allendorf einen Skulpturenpark. Auf 20.000 Quadratmetern stellt er rund 50 Plastiken aus Holz, Stein und Metall aus, die er seit 1995 geschaffen hat.
Privates
Siegfried Fietz ist verheiratet mit Barbara Fietz (* 1945) und hat drei Kinder. Er wohnt und arbeitet in Greifenstein-Allendorf im Lahn-Dill-Kreis als Musiker, Produzent und Komponist. (Quelle: wikipedia)

Man kann ja stehen wie mal will, zu dieser „christlichen Musik“ (mir persönlich ist sie eher mehr als suspekt), aber dieser Siegfried Fietz verstand bzw. versteht sein Handwerk (und dabei hat er sich der Elemente der Gospelmusik schwer verinnerlicht) … Gekonnt und perfekt bettet er seine Musik in die „christliche Botschaft“ ein …  ich denke mal, auf Kirchentagen und #hnlichen Events kann und köonte er seine Alben wunderbar verkaufen.

Und ..  seine Version von „Amacin Grace“ ist eine grandios gelungene Version … dies habe ich als nicht gläubiger Mensch festzustellen.

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Besetzung:
Siegfried Fitz (guitar, vocals)
+
Orchester und Chor

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Titel:
01. Wie das Licht nach der Nacht (Amacing Grace) (Traditional/Wagner) 2.27
02. Wir singen Schalom alechem (Traditional/Jourdan) 4.25
03. Es gibt für die Welt die Verheissung (Traditional/Spitzer/Jourdan) 2.50
04. Herr, wenn der Wunsch (Fietz/Spitzer) 2.50
05. Wo die roten Tulpen blühen (Traditional/Jourdan) 2.24
06. Geh doch durch die Dunkelheit (Fietz/Spitzer) 2.23
07. Jerusalem (Ich hab im Traum gesehen) (Adams/Schmidt-Eller) 5.18
08. Es liegt ein Mensch geschlagen (Fietz/Jourdan) 2.34
09. Seht, seht, seht das Licht (Traditional/Jourdan) 3.12
10. Wenn manchmal das Leben dir wird zu schwer (Fietz/H.v.B.) 3.00
11. Von guten Mächten (Fietz/Bonhoeffer) 4.07
12. Und Hoffnung wird Vollendung sein (Fietz/Jourdan) 3.17
13. Stimm die Lieder an (Kumbajah) (Traditional/Wagner/Jourdan) 3.25
14. Nehmt Abschied, Brüder (Traditional/Jourdan) 2.21

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Verschiedene Interpreten – Bayerische Messe aus dem Andechser Land (1977)

FrontCover1Tja … das ist wieder so eine LP, die mich ganz eigentümlich berührt.

Also das sog. „Andechser „Land liegt südwestlich von München, ist Teil der „Ammersee Region“ und liegt im Landkreis Starnberg.

Andechs ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Starnberg und ein Wallfahrtsort. Berühmt ist Andechs für das gleichnamige Benediktinerkloster, das auch dank seines unter der Marke Andechser vermarkteten Bieres seit alters her vielbesucht ist, wie auch durch die Milchprodukte der Andechser Molkerei Scheitz, der größten deutschen Bio-Molkerei.

Andechs war Stammsitz der europaweit bedeutenden Grafen von Andechs und Herzöge von Meranien, die in direkter Linie 1248 ausstarben. Nach einer sagenumwobenen Wiederauffindung des verlorenen Reliquienschatzes der Grafen von Andechs im Jahre 1388 lebte Andechs als Wallfahrtsort wieder auf und erlebte eine neue Blüte. 1455 erfolgte die Klostergründung auf dem Heiligen Berg. Bis zur Säkularisation war das Gebiet ein Teil der geschlossenen Hofmark Erling.

1803 wurde das Kloster aufgelöst. Der Ort Erling unterhalb des Klosters wurde 1818 eine selbstständige politische Gemeinde. 1850 wurde das Kloster Andechs als Pfründe für die Abtei St. Bonifaz (München) unter Ludwig I. von Bayern neu gegründet. (wikipedia)

Karte

Wir hören hier allerdings keine „alte“ Messe, sondern ein in den 70er Jahren enstandenes Werk, eine Auftragsarbeit:

„Diese hier vorliegende „Messe aus dem Andechser Land“ gab Alfons Bauer, einer der bekanntesten und bedeutendsten Pfleger und Kenner bayerischer Musik in Auftrag: ad maiorem gloriam dei, als Reverenz an das Land „benedicta Bavaria Benedictina“ und zu Ehren der Künstler aus dem Andechser Land“ (Hüllentext)

Komponist war der August Peter Waldenmaier:

Als Sohn der Musikereheleute August und Katharina wurde er am 14. Oktober 1915 in Dachau geboren. Nach privatem Klavierunterricht bestand er – ohne elterliche Zustimmung – 1932 die Aufnahmeprüfung bei der Münchner Akademie für Tonkunst und erhielt bald einen Freiplatz. Er belegte Komposition, Dirigieren und Chorleitung.

Kriegsbedingt kam der junge Künstler nach Dresden, wo er am Konservatorium Repetitor der Opernschuleund 1941 – 1945 Solorepitor wurde und so erste wichtige Kontakte zu bekannten Sängern der Opernszene knüpfen konnte. Nach dem großen Luftangriff auf die Stadt, bei der er (während eines auswärtigen Liederabends) alles verloren hatte, kam er in den letzten Kriegstagen in seine Heimat zurück und veranstaltete seine ersten Konzerte. Das von ihm gegründete „Theater im Schloss“ ging an die „Schwäbische Landesbühne“ über, bei der August Peter Waldenmaier (Pseudonym Peter Walden) Opern und Operetten dirigierte.

1948 begann er beim Bayerischen Rundfunk, bei dem er bis 1960 als Aufnahmeleiter für die „Gehobene Unterhaltungsmusik“ tätig war. Dazu kamen Arbeiten für das Fernsehen wie z.B. „100 Jahre Staatstheater am Gärtnerplatz“ mit Johannes Heesters u.a. sowie weitere Operettenproduktionen.

August Peter Waldenmaier1Bei der „Schwäbischen Landesbühne“ lernte der vielseitige und renommierte Musiker die Sopranistin und Pianistin Hertha Assmann kennen. 1967 haben die beiden Künstler in Dachau geheiratet.

Über 150 Kompositionen und 1200 Arrangements für Orchester, Chor und Operette hat der Träger des Goldenen Ehrenrings der Stadt Dachau (1969) und des Bundesverdienstkreuzes am Bande (1978) als freier Künstler geschaffen. So hat er auch der „Harmonie“ durch die Aufführung zahlreicher auch eigener Arbeiten und Chorwerke sowie hervorragender Opern- und Operettenkonzerte zu neuer Blüte und großen Erfolgen verholfen!

Am 5. Januar 1995 ist der Komponist und Kapellmeister in Dachau gestorben. Auf dem Waldfriedhof hat er seine letzte Ruhestätte gefunden. (Quelle: olching.de)

Auch wenn diese Musik ganz sicher nicht meine Hutschnur ist … stimmungsvoll ist sie schon und wie so oft bei christlicher Musik bin ich von der Innigkeit beeindruckst (allein … mir fehlt der Glaube) … und dann wiederum angewidert von dem, was die kirchliche Obrigkeit mit diesen tiefgläubigen Menschen veranstaltet … und zwar ganz sicher nicht im Namen Gottes.

Aber gut, mit diesem Widerspruch kann ich gut leben und dank der Weisheit meines Alters muss ich eine solche Musik auch nicht mehr in Bausch und Bogen verurteilen oder gar verteufeln …

Und beeindruckende Elemente findet man hier immer wieder mal, sofern man sich einer solchen Musik überhaupt öffnen will oder kann.

Aber vielleicht kommt meine wohlwollende Haltung auch daher, dass ich aus beruflichen Gründen desöfteren auch durch das Andechser Land fahren muss … mir diese Gegend also einfach sehr vertraut ist.

Inlet02A

Besetzung:
Hans Lengefeld (Bass)
Heinz Maria Lins (Bariton)
+
Alfons Bauer (zither)
Rita Bauer (dulcimer)
Eduard Ellersdorfer (guitar)
Christian Knoll (organ)
Horst Ramthor (harp)
+
Frauenterzett und Männerquartett des Bayerischen Rundfunks
Das Herchenhahn Streichquartett
Das Residenz- Bläserquintett

BackCover1

Titel:
01. Präludium und Kyrie 4.07
02. Gloria 2.00
03. Credo 3.44
04. Offertorium 1.55
05. Sanktus 2.27
06. Benedictus 1.28
07. Agnus Dei 1.51
08. Ite missa est 3.52
09. Postludium 2.09

Musik: August Peter Waldenmaier
Text: Heinz von Alten

LabelB1

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Ergänzungen

Notenausgabe der Messe + Alte Postkarte Kloster Andechs und dem dortigen „Bräustüberl“

 

 

Verschiedene Interpreten – Bauernmesse (frühe 60er Jahre)

FrontCover1Hier gibt´s ja immer wieder auch mal christliche Musik und das rührt vorrangig aus meiner Familiengeschichte … die sehr stark von einer extrem katholischen Erziehung geprägt war … Und die meisten dieser christlichen LP´s/Singles, die ich hier präsentieren kann, stammen aus „Familienbesitz“ (einschließlich all meiner Onkel und Tanten, von denen ich Raritäten wie diese übereignet bekommen habe).

Hier nun mal eine sog. „Bauernmesse“ … „nach Weisen aus dem bayerischen-österreichischen Alpen“ …

Und meine Gedanken gleiten bei dieser Musik an jene Zeit zurück, wo ich noch mit Hingabe Ministrant war … mit roten Backen die christliche Botschaft in mich aufgesogen habe … soweit ich sie als Kind verstehen konnte ….

Heute ist mir diese Welt mehr als fremd … aber ich habe es auch nicht mehr nötig (wie früher), mich über die Menschen, die von diesem christliche Glauben beseelt waren und sind, lustig zu machen …

Zumal die Innigkeit dieser Musik schon ergreifend sein kann … und dass mich insbesondere die instrumentalen Aufnahmen ansprechen, ist ja auch keine Neuigkeit.

Zuweilen beschleicht mich das Gefühl, dass ich jenen Christenmenschen ihr „Gottvertrauen“ neide … aber dann … nein … in diese verlogene, bigotte Welt dieser katholischen Kirche will ich nie und nimmer mehr eintauchen …

Das ändert nichts daran, dass wir hier Musik hören … die wohl zu dem kollektiven Bewusstsein zumindest der Bajuwaren gehört.

Wieskirche

Der Aufnahmeort: Die Wieskirche in Steingaden (Landkreis Weilheim-Schongau/Obb.)

Besetzung:
Das Wasterl Fanderl Quartett
Die Lohmeyer Dirndl
Die Riederinger Sänger
Eine Instrumentalgruppe
+
Lisel Fanderl (Hackbrett)
Ursula Lentrodt (harp)
Alfons Bauer (Zither)-
Arthur Piechler (organ)
+
Die Glocken der Wieskirche

Musikalische Leitung: Alfons Bauer

BackCover1

Titel:
01. Glockengeläute 0.28
02. Eingang 0.37
03. Vor dem Kyrie 1.14
04. Kyrie 1.20
05. Vor dem Gloria 1.42
06. Gloria 1.22
07. Nach dem Gloria 0.40
08. Credo 1.09
09. Offertorium 1.34
10. Vor dem Sanctus 1.08
11. Sanctus 1.43
12. Andachtsjodler 3.04
13. Benedictus 2.06
14. Nach dem Benedictus 0.32
15. Agnus Dei 1.41
16. Nach dem Agnus Dei 1.36
17. Ite missa est 1.15
18. Ausgang + Glockengeläute 1.09

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