Tobias Haase – Einmal um die Welt (2001)

FrontCover1Immer wieder kann man auf interessante Musiker stoßen, die mit ihrer Musik wirklich eindringlich unter die Haut gehen können. Und immer wieder muss man dann leidr feststellen, dass gerade solche Musiker mehr als einmal eher eine Schattendasein in der deutschen Musikszene führen müssen. Hier ein weiteres Beispiel:

„Einmal um die Welt . . . so heisst das Soloalbum mit Studiotiteln und 8-Spur Aufnahmen von Tobias Haase. Ungewohnt offen und ungeschliffen hat der Singer-Songwriter seine 2.Veröffentlichung belassen. Es geht los mit dem Hit „Licht am Horizont“, worin der Wunsch nur einmal ganz oben zu stehen ebenso nicht fehlen darf, wie die Mitsingballade „Einmal um die Welt“ oder „immer Weitergehn“.

Haase´s Songs machen Mut, obwohl ein Hang zur gesunden Depression gepaart mit ungebrochener Hoffnung manchmal anderes vermuten lässt. Die Platte macht aber alles in allem einen runden Eindruck. Ein Gemisch aus grossen Bandarrangements mit Streichern, Rockband und eigenwilligen spartansichen Liedermacherarrangements geben ein rundes Bild ab. Ob die Platte jemals die Charts stürmen wird sei dahingestellt, wie jeder weiss, stimmt da sowieso nix mehr, aber auf jeden Fall hat die CD mehr Beachtung verdient, anbetracht dessen, was auf dem deutschsprachigen Sektor gerade geboten wird. Kleine, liebevolle Details sind im Booklet versteckt, und wer sich in die Welt eines Tobias Haase begibt, kommt so leicht nicht mehr davon weg.  (Alexander Merkel)

Diesen Worte kann ich mich grundsätzlich nur anschließen. Musikalisch fein und abwechslungsreich arrangiert und die Texte erzählen einfach Geschichten, wie sie das Leben halt so schreibt (kleiner Anleihen an die Pur-Poetik sind hörbar), wenngleich mit der Themenschwerpunkt „Liebe“ ein wenig zu üppig ausgefallen ist. Aber das „Problem“ habe ich ja schon seit längerer Zeit: Es gibt doch noch viele andere Themen, die unser Leben bestimmen und prägen … aber da red´ich wohl noch 100 Jahre an ne Wand hin. Die Aufnahmen entstanden übrigens zwischen 1994 und 2000.

Aber was soll´s: Auf jeden Fall eine Entdeckung wert !

Und noch heute ist dieser Tobias Haase aktiv: Als Unterhaltungsmusiker für diverse gesellschaftliche Anlässe wie Hochzeiten oder Firmenevents … und da scheint er so ganz schön ordentlich ausgebucht zu sein … Immerhin ! Aber ich vermute mal, sein ursprünglicher Anspruch war ein anderer …

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Besetzung:
Michael Deak (bass)
Tobias Haase (vocals, guitar, keyboards)
Frank Laubender (guitar)
Sebastian Leins (piano)
Christian Nickel (saxophone)
Uwe Reith (guitar)
Matthias Waßer (guitar)
Harald Wester (drums)
Patrick Wind (keyboards)

Schlaflied

Titel:
01.  Licht am Horizont (Haase) 4.20
02.  Ein letztes Mal (Berttram) 4.12
03.  Einmal um die Welt (Haase) 3.07
04.  Ich träum, du träumst (Haase) 3.38
05.  Immer weitergehen (Haase) 3.08
06.  Nie mehr (Haase) 3.06
07.  Nur geträumt (Haase) 3.58
08.  Anna (Haase) 3.21
09.  Weil ich dich liebe (Haase) 3.35
10.  Schlaflied (Waßer/Haase) 2.51

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Mood Indigo – Autumn In New York (späte 90er Jahre ?)

FrontCover1.jpgUnd wieder mal ein Beitrag zu dem Thema „kennt kein Schwein“, aber es gab, bzw. es gibt sie noch:

mood indigo entstand 1995 aus drei erfahrenen Jazz­musikern und dem gemeinsamen Wunsch, auch einmal in einer Formation gezielt den sanfteren Tönen Ausdruck zu verleihen. Alle drei wussten, auf welchen Anspruch sie sich einlassen, wenn sie mit Gesang, Saxofon und Gitarre bekannte und weniger bekannte Jazz-Standards interpretieren, die in der kammer­musi­ka­lischen Beset­zung besondere Transparenz bekommen.

Dieter Pellkofer (Gesang)
Nach einer klassischen Klavierausbildung langjährige Büh­nen­er­fah­rung u.a. mit Trouble in Paradise (Pop-Funk), Mrs. Heavy Jones (Deutsch-Rock) und mesa (Jazz-Funk)

Ludger Pfeil (Tenor- und Sopransaxofon)
Seit vielen Jahren in einem weiten Spektrum von Stil­rich­tungen von Free Jazz bis Pop zuhause, Auftritte u.a. mit EX-B (Jazz-Funk) und EGGS (Jazz-Standards)
Freiberuflicher Gitarrenlehrer, Studium am Münchner Gitar­ren-Institut, Engagements mit EGGS (Jazz-Stan­dards), mesa (Jazz-Funk), Nightline (Top 40), House of Jade (Jazz-Standards) und Subwave (Avantgarde Jazz­-Rock)

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Ludger Pfeil

Peter Satzger (Gitarre)
Freiberuflicher Gitarrenlehrer, Studium am Münchner Gitar­ren-Institut, Engagements mit EGGS (Jazz-Stan­dards), mesa (Jazz-Funk), Nightline (Top 40), House of Jade (Jazz-Standards) und Subwave (Avantgarde Jazz­-Rock) (Quelle: Selstdarstellung)

Peter Satzger

Peter Satzger

Nachdem 2000 der versierte Bassist Gary Tood hinzukam, gehe ich mal davon aus, dass diese Privatprssung Ende der 90er Jahre entstanden ist …

Leider verät die Hülle kaum weitere Details (weder Aufnahmedatum noch Komponisten), was mir einfach nicht verstänndlich ist … gerade wenn man damals noch relativ unbekannt war … Da hätte ich mir ein wenig Liebe für diese Privatpressung gewünscht.

Wie der Untertitel schon sagt, hören wir hier „Vocal Jazz“ der alten Schule.

Und wie schwierig das sein kann, hört man leider genau bei diesen Aufnahmen, denn der Gesang kommt eigentlich nie so richtig auf Betriebstemperatur (insbesondere bei den vielen Kompositionen aus Südamerika, Jobim & Co.) … so leid es mir tut, das lässt sich nicht nders beschreiben.

Dieter Pellkofer

Dieter Pellkofer

Ganz anders dann die instrumentalen Beiträge, die sind wirklich vom Feinsten … Aber aufgrund der superben Instrumentalpassagen kann ich die Aufnahme, trotz des Gesanges empfehlen.

Und – sehr erfreulich – diese Formation ist immer noch aktiv, sie spielt z.B. regelmässig in Münchens kleinstem Jazz Club, dem „Mister B´s“:

MisterBs

Besetzung:
Dieter Pellkofer  (vocals)
Ludger Pfeil (saxophone)
Peter Satzger (guitar)

BackCover1

Titel:
01. What A Difference A Day Made (Grever/Adams) 4.19
02. How High The Moon (Lewis/Hamilton) 4.07
03. Desafinado (Jobim/Mendonça/Hendricks/Cavanagh) 6.38
04. Autumn In New York (Duke) 4.41
05. Whisper Not (Golson) 4.52
06. Morning (Fischer) 4.21
07. Autumn Leaves (Kosma/Prévert/Mercer) 4.57
08. Tenderly (Gross/Lawrence) 5.34
09. One Note Samba (Jobim/Mendonça) 4.04
10. This Masquerade (Russell) 5.53
11. When I Fall In Love (Young/Heyman) 6.55
12. Agua de beber (Jobim/de Moraes) 3.00
13. Ev´ry time We Say Goodbye (Porter) 5.03

CD1

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Mood Indigo2018

Mood Indigo, 2018 (mit dem Bassisten Gary Todd)

Milva – Meisterstücke (1998)

FrontCover1Eigentlich kann ich ja Sampler der billigen Art gar nicht leiden. Aber bei der Milva mache ich da gerne mal ne Ausnahme … denn sie ist für mich (und ganz sicher nicht nur für mich) eine ganz und gar bemerkenswerte Sängerin aus Italien, die sich auch hier in Deutschland einen Namen gemacht hat.

Maria Ilva Biolcati, als Milva international bekannt, ist eine äußerst vielseitige Sängerin. Egal ob Chansons, Schlager, Opernarien oder Brecht/Weill-Kompositionen – die Frau mit dem dramatischen roten Haar (daher ihr Spitzname „La Rossa“) beherrscht all dies gleichermaßen virtuos.

Geboren als Tochter einer Fischhändlerfamilie, musste sie früh mitarbeiten; der Vater hatte das Vermögen weitgehend verspekuliert. Nach einer Gesangsausbildung begann Milva als Nachtclubsängerin, gewann mit 21 den Talentwettbewerb der RAI und kam so zum ersten Plattenvertrag. 1961 schaffte sie mit Platz 3 beim San Remo-Festival den Durchbruch in Italien, trat erstmals als Schauspielerin auf und heiratete ihren Manager Maurizio Corgnati. Die einzige Tochter Martina kam 1963 zur Welt.

Milva01In den folgenden Jahrzehnten stieg Milva zum international gefeierten Star auf: sie sang in vielen Sprachen, wurde aber besonders in Deutschland und Frankreich sehr beliebt. Die Zusammenarbeit mit Giorgio Strehler brachte Milva zur intensiven Beschäftigung mit Brecht-Interpretationen, auch selten gehörten und wieder entdeckten Kostbarkeiten. Daneben ist sie bis heute Astor Piazzollas Lieblingssängerin – keine andere haucht seinen Tangoschöpfungen so viel Leben ein. An der Mailänder Scala war Milva in Opernhauptrollen zu sehen, in Paris gab sie die „Seeräuber-Jenny“ in Brechts Dreigroschenoper. Eine ihrer Tourneen widmete Milva den Chansons der Edith Piaf. Namhafte Komponisten wie Theodorakis und Morricone schrieben Lieder für sie, an ihren deutschen Plattenproduktionen arbeiteten u.a. Herbert Grönemeyer und Udo Lindenberg mit. Als Schauspielerin trat sie in mehreren Filmen auf, u.a. an der Seite Gina Lollobrigidas und unter der Regie von Werner Herzog.

Privat dagegen hat Milva viel Leid erfahren. Die Ehe mit Corgnati zerbrach 1969. Von 1986-96 lebte sie mit dem Schauspieler Luigi Pistilli zusammen, der zunehmend unter Depressionen litt und im April 1996 Selbstmord beging. Eigentlich wollte sich die Künstlerin 1992 ins Privatleben zurückziehen, feierte aber zwei Jahre später ein grandioses Comeback und steht seitdem wieder auf Bühnen in aller Welt. (Quelle: fembio)

Milva02

Nun ja, 2009 war dann Schluss mit den großen Tourneen ….

Beeindruckend die Namen der Komponisten: Klaus Doldinger, Mikis Theodorakis, Dario Farina, Vangelis, Ennio Morricone, Udo Lindenberg und Peter Maffay !

Beeindruckend aber auch die deutschen Übersetzungen, insbesondere von Thomas Woitkewitsch.

Auch wenn die große Zeit der Milva nun vorbei ist … diese Frau hat auch heute noch was zu sagen !

AltrnativesFC+BC

Alternatives Front + Back Cover

Besetzung:
Milva (vocals)
+
diverse Studiomusiker

Booklet1

Titel:
01. Hurra, wir leben noch (Doldinger/Woitkewitsch) 3.11
02. Vielleicht war es Liebe (Conte/Woitkewitsch) 4.27
03. Zusammenleben (Theodorakis/Woitkewitsch) 3.46
04. Helden (Farina/Kunze) 3.59
05. Gefühl und Verstand (Farina/Kunze) 4.17
06. Ich hab‘ keine Angst (Woitkewitsch/Vangelis) 4.16
07. Der Morgen danach (Woitkewitsch/Vangelis) 2.36
08. Ich bin ganz ich (Bartzsch/Buckow/Heinen/Kaiser) 3.18
09. Du bist sehr müde, Liebling (Lauzi/Cassano/Woitkewitsch) 3.27
10. Ich weiss, was ich will (Kunze/Vangelis) 3.04
11. Er stand da und weinte (Jannacci/Woitkewitsch) 4.15
12. Ein kommen und gehen (Lindenberg) 4.41
13. Freiheit in meiner Sprache (Morricone/Lucignani/Woitkewitsch) 3.07
14. Keine Stunde tut mir leid (Brozat/Maffay) 4.48

CD1

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Meisterstücke

 

LetzteTournee

Die Ankündigung zur letzten Deutschland Tournee, 2009

Rio Reiser – Balladen (1996)

FrontCover1Er kam mir mit seiner Musik nie besonders nah, dennoch war er natürlich so eine Art Fix-Stern in der deutschen Rockmusik:

Angefangen hatte es natürlich mit Ton, Steine Scherben … aber … 1980 … hatten

„Ton Steine Scherben und Rio Reiser rund 200.000 DM Schulden, sie konnten und wollten sich aber als „Ikone der Linken“ nicht an „die Industrie“ verkaufen. Annette Humpe (Ex-Ideal), die 1984 bereits Rios erste Single Dr. Sommer/B-Seite produziert hatte, stellte den Kontakt zu George Glueck (Reisers späterem Manager) her.

Udo Arndt produzierte zusammen mit Annette Humpe 1985/1986 Reisers erstes Soloalbum Rio I. für die CBS. Das Album baute auf den zahlreichen Demos auf, die die Scherben für eine mögliche weitere LP aufgenommen hatten. Reisers Solo-Karriere begann mit seinen beiden größten Hits König von Deutschland und Junimond und war so erfolgreich, dass er nach kurzer Zeit schuldenfrei war.

Rio Reiser01Viele Fans von Ton Steine Scherben konnten (und wollten) es allerdings nicht gutheißen, dass Reiser als Idol der linksalternativen Szene ein kommerziell erfolgreicher Musiker im Fahrwasser der NDW sein sollte. Dabei verkannten sie, dass die meisten der Lieder, die Reiser im Laufe seiner Solokarriere aufgenommen und gespielt hat, alte Scherben-Lieder waren (Junimond, Menschenfresser, Jetzt schlägt’s Dreizehn, Irrenanstalt und König von Deutschland wurden schon 1976 live gespielt). Nur waren sie hier glatter, gefälliger oder besser produziert. Eingespielt wurden die Platten allerdings von einer Reihe professioneller Studiomusiker (anstatt wie bisher im Kollektiv). Bei den Live-Auftritten wurde Reiser von zahlreichen Musikern aus dem Scherben-Umfeld begleitet, so spielte bis zum Jahr 1988 R.P.S. Lanrue in Rios Live-Band mit.

1986 beendete Rio Reiser mit einer Allstar-Band (u. a. mit Herbert Grönemeyer, den Rodgau Monotones, den Toten Hosen und Herwig Mitteregger) vor über 100.000 Zuschauern das Anti-WAAhnsinns-Festival. Als letztes Lied spielte er allein am Klavier eine Version von Somewhere over the Rainbow.

Die Nachfolge-LP Blinder Passagier (1987) bzw. deren Verkauf konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen, die das Debüt geweckt hatte. Statt stur einen Nachfolge-Hit für König von Deutschland zu produzieren, schrieb Reiser neben Rocksongs lieber Seemanns-, Sehnsuchts- und Schlaflieder. Die Tournee zum Album war trotzdem ein voller Erfolg und führte ihn im Oktober 1988 für zwei Konzerte auf Einladung der FDJ nach Ost-Berlin.

Rio Reiser02Das Konzert, für das Reiser noch ein paar Scherben-Klassiker mehr als üblich ins Programm genommen hatte (und das mit Alles Lüge begann), wurde aufgezeichnet und vom DDR-Jugendradiosender DT 64 ausgestrahlt. Allerdings fehlte bei der Ausstrahlung der Scherben-Song Der Traum ist aus: Die Zeile „Gibt es ein Land auf der Erde, wo der Traum Wirklichkeit ist? […] Ich weiß es wirklich nicht – Ich weiß nur eins, und da bin ich sicher: Dieses Land ist es nicht!“ – ursprünglich der Bundesrepublik gewidmet – wurde von tausenden Ost-Berlinern „mehr mitgebrüllt als mitgesungen“ und zeigte ein Jahr vor der Wende, wie wenig sich die anwesenden Zuhörer mit ihrem Staat identifizieren wollten. Als Vorgruppe spielte Lutz Kerschowski, der später als Gitarrist in Rios Band spielte und heute sein musikalischer Nachlassverwalter ist.

Nach einem Gastauftritt mit Band (und drei Songs für den Soundtrack) im Schimanski-Tatort Der Pott 1989 ging Reiser mit seiner dritten LP *** (Sternchen; 1990) neue musikalische Wege. Produziert von Udo Arndt und Reinhold Heil – als „Die Kuhjaus“ (angelehnt an den Fälscher Konrad Kujau) – verzichtete es weitgehend auf rockige Töne zugunsten von elektronischen Klängen und gesampelten Streichern. Die LP enthält mit Zauberland ein Lied, welches als Abgesang auf die untergehende DDR verstanden wurde. Es war jedoch schon Jahre zuvor geschrieben und bereits 1988 auf Konzerten gespielt worden.

Rio Reiser031990 erhielt Reiser aufgrund seiner kompositorischen Leistungen im Bereich „Deutschsprachige Musik“ den Fred-Jay-Preis für seine Kompositionen für Marianne Rosenberg.

1991 erschien das Album Durch die Wand, mit dem er zu ungeschliffenen rockigen Tönen zurückkehrte. Die Kritiken waren überaus positiv, das Publikumsinteresse hielt sich jedoch in Grenzen. Darüber hinaus musste die geplante Tournee aufgrund eines sich (aus nicht bekannt gegebenen Gründen) verschlechternden Gesundheitszustandes des Sängers abgesagt werden.

Im November 1991 sollte Reiser in der Talkshow Holgers Waschsalon von Holger Weinert auftreten, stattdessen brannte er am Tag der Aufzeichnung mit seinem neuen Freund durch.

Beim Heute Die-Morgen Du-Konzert in Frankfurt am Main im Jahr 1992 trat Reiser zusammen mit einigen der bekanntesten deutschen Gruppen auf und begleitete Marianne Rosenberg am Klavier zu Der Traum ist aus. Für diesen Anlass schrieb er (und spielte diesen dann auch) gemeinsam mit Ulla Meinecke den Song „Zeitreise“ – später veröffentlicht als „13. Dezember“.

Rio Reiser04Annette Humpe produzierte 1993 das Album Über Alles. Es überraschte mit einer „Volksmusik aus Beat, Polka, Ventures-Gitarren, Westcoast, Shanties und Bob Dylan“ sowie mit „Rave- und House-Soundelementen“.[7] Die Platte enthält mit Irrenanstalt einen Song, der zwar für die Theatergruppe „Brühwarm“ geschrieben wurde und bereits 1977 erschienen war, der sich aber auch im Live-Repertoire der Scherben fand.

1994 erschien die in Zusammenarbeit mit Hannes Eyber entstandene Autobiografie König von Deutschland, die – von kurzen Schlaglichtern abgesehen – seine Solokarriere ausspart. Etwa zur gleichen Zeit spielte er seinen größten Hit König von Deutschland mit teilweise neuem Text für das gleichnamige Best-Of-Album neu ein.
Gedenktafel am Malzhaus in Plauen; hier fand Rio Reisers letztes Konzert statt

Reisers sechste und letzte Soloplatte heißt Himmel und Hölle und war zugleich das letzte Album, das er bei Sony Music veröffentlichte. 1995 sollte ursprünglich nur der Song Träume als Titellied für den Münchener Tatort Im Herzen Eiszeit aufgenommen werden, in dem Rio eine Hauptrolle spielte. Man entschied sich aber kurzerhand dafür, ein ganzes Album aufzunehmen. Eingespielt wurde die Platte von der gleichen Studiobesetzung, die schon bei Reisers Debütalbum 1986 mitgewirkt hatte. „Eine der schönsten und zugleich düstersten Platten aus deutschen Landen“, urteilte Hollow Skai. In dem Song Hoffnung singt Rio Reiser zehn Jahre nach König von Deutschland und nur wenige Monate vor seinem Tod: „Nehmt mir die Krone ab, die mich erdrückt, nehmt mir die Krone weg, nehmt sie zurück. Ich weiß, irgendwo ist da ein Licht, doch ich kann euch nicht führen, denn ich weiß den Weg nicht“.

Rio Reiser06Im Frühsommer 1996 begab sich Reiser trotz seines schlechten Gesundheitszustands auf Deutschland-Tour, die auch mehrere Open-Air-Konzerte in Berlin vorsah. Aber kurz vor dem ersten geplanten Auftritt musste die Tour abgebrochen werden. Rio Reiser gab sein letztes offizielles Konzert am 24. Mai 1996 im ausverkauften „Malzhaus“ in Plauen/Vogtland. Seit seinem Tod wird an diesem Ort Rios letzter Auftritt mit einer Gedenktafel gewürdigt. Fünf Tage vor seinem Tod teilte er R. P. S. Lanrue mit, dass er seine nächste Platte wieder bei der hauseigenen David Volksmund Produktion herausbringen wollte, um wieder unabhängig zu sein.

Rio Reiser starb am 20. August 1996 im Alter von 46 Jahren an Kreislaufversagen aufgrund innerer Blutungen (Ösophagusvarizen) infolge langjährigen Alkoholkonsums.“ (Quelle: wikipedia)

„Rio Reiser strahlte Kraft und Macht aus, die er vom Publikum bekam, und er gab sie wieder zurück. Charisma ist eine Fähigkeit, die sich nicht erlernen läßt, und sie hat nichts mit Image und bloßer Bühnenpräsenz zu tun. Selbst bei einem banalen Song konnte er irgendein bestimmtes Wort so singen, daß es einem kalt den Rücken runterlief.“ (Nachruf von Blixa Bargeld im Spiegel)

Tja … das klingt natürlich eher als gut … und warum auch immer, auch mit diesem Sampler bleibt er mir fremd …  weiß der Kuckuck warum.

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Titel:
01. Für immer und dich (1986) (Reiser) 5.36
02. Junimond (1986) (Hartmann/Reiser) 3.54
03. Nur dich (1991) (Reiser/Kerschowski) 4.15
04. Alles (1990) (Reiser) 4.03
05. Zauberland (1987) (Reiser/Schöneberg) 3.34
06. Der Sommer kommt (1987) (Reiser) 3.24
07. Zu Hause (1991) (Kerbl/Reiser) 4.15
08. Du bist es (Reiser/Eyber) 4.31
09. Mitten in der Nacht (1993) (Reiser) 3.57
10. Träume (1995) (Riser) 6.38
11. Wann? (1987) (Reiser) 3.34
12. Übers Meer (1987) (Reiser) 4.11
13. Strasse (1995) (Reiser) 5.10
14. Wohin gehen wir (1993) (Reiser) 4.18
15. Nach Hause (1991) (Reiser) 3.33
16. Stiller Raum (1987) (Reiser) 5.35
17. Eislied (1995) (Reiser/Möbius) 2.45
18. Lass mich schlafen (1987) (Reiser) 3.03

CD1
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Diese CD war zugleich auch ein Werbevehikel für Sony und seine „Discman“ Produkte. Ob das dem Rio Reiser gefallen hätte ?

 

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Rio Reiser (* 9. Januar 1950 als Ralph Christian Möbius in Berlin; † 20. August 1996 in Fresenhagen, Nordfriesland

Frankfurter Gitarrenduo – Im Laufe der Zeit – Aufnahmen von 1974 – 2003 (2003)

FrontCover1Das Frankfurter Gitarrenduo, das sind Michael Teuchert und Olaf Van Gonnissen.

Michael Teuchert spielt seit seinem 4.Lebensjahr Gitarre.Mit 8 Jahren hatte er sein Konzertdebüt in Frankfurt/Main, dem zahlreiche Konzerte, Rundfunk- und Fernsehauftritte als Solist, im Gitarrenduo und in verschiedenen Kammermusikbesetzungen folgten.Michael Teuchert studierte an der Goethe-Universität in Frankfurt Philosophie und Geschichte und an der Frankfurter Musikhochschule Gitarre bei seinem Vater, dem bekannten Gitarrepädagogen Prof. Heinz Teuchert.Während seiner Studienzeit gründete er mit Olaf Van Gonnissen das „Frankfurter Gitarrenduo“. Mit diesem Duo bereiste er seit 1972 die ganze Welt, war Gast bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehanstalten und nahm eine Reihe von CDs mit Musik aus allen Stilepochen auf, die zu den bestverkauften Gitarren-CDs ihrer Zeit gehörten.Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit lag schon früh ein wichtiger Schwer- punkt seiner Arbeit im TeuchertUnterrichtsbereich. Er war Dozent an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und an Dr.Hoch’s Konservatorium in Frankfurt.Seit 1980 ist er Professor für Gitarre an der Frankfurter TeuchertMusikhochschule.Mittlerweile sind aus seiner Gitarrenklasse eine ganze Reihe ausgezeichneter Pädagogen und etliche künstlerisch sehr erfolgreiche Gitarristen hervorgegangen, die zahlreiche internationale Wettbewerbe gewinnen konnten.Zwei der besten Gitarrenduos unserer Zeit, das „Duo Kvaratskhelia“ und die „Katona-Twins“, die alle wichtigen internationalen Duo- und Kammermusik- wettbewerbe gewannen, studierten viele Jahre in seiner Gitarrenklasse. (Hochschule für Musik, Frankfurt/Main)

Olaf Van Gonnissen (* 1954 in Tiengen) ist ein deutscher Gitarrist.

Im Alter von vier Jahren erhielt er zunächst Violinunterricht, wechselte dann aber mit acht Jahren zur Gitarre. 1970 bis 1975 studierte er Gitarre an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main bei Heinz Teuchert. Schon während des Studiums gründete er mit Michael Teuchert das „Frankfurter Gitarrenduo“, das vor allem in den siebziger Jahren sehr bekannt war und sieben CDs aufnahm.

Olaf1992 wurde er Mitglied des „Mutare Ensemble Frankfurt“, 2003 außerdem des „World Guitar Ensemble“. Daneben konzertiert er in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen sowie auf historischen Instrumenten (Laute, Vihuela, Barockgitarre).

1974 übernahm Olaf Van Gonissen einen Lehrauftrag an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt, ab 1977 unterrichtet er auch an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. 1999 wurde er Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Zu seinen ehemaligen Schülern und Studenten gehören u.a. Anna Koch, Christian Schulz, Stephan Wolke, Steffen Brunner, Stefan Hladek und Malte Vief.

Heute lebt er mit seiner Familie in Kronberg im Taunus. (Quelle: wikipedia)

BackCover1

Keine Frage: hier sind Könner am Werk und wie der Titel erahnen lässt handelt es sich bei diesen Aufnahmen um eine Werkschau von den Anfängen bis hin in das Jahr 2003. Von besonderer Bedeutung ist da naürlichdie im Mai 2003 eingespielten Stücke des Jazzgitarristen Volker Kriegel. „Leider ist Volker Kriegel im Juni dieses Jahres im Alter von 59 Jahren gestorben. Wir haben so keine Gelegenheit mehr gehbt, seine Meinung über das Ergebnis unserer gewissermaßeb klassischen Interpretation seiner Musik zu erfahren“ bedauern die Musiker in dem booklet zu dieser CD …

Und diese CD ist absolut hörenswert, zumindest für den, der sich auch diesen hervorragenden Interpetationen klassischer Gitarrenmusik erfreuen kann.

FrankfurterGitarrenduo2

In den 70er Jahren

Besetzung:
Olaf Van Gonnissen (guitar)
Michael Teuchert (guitar)

FrankfurterGitarrenduo

Im Jahr 2003

Titel:

Antonio Vivaldi – Sonate D-Dur:
01. Allegro non molto 4.00
02. Larghetto4.19
03. Allegro 2.02

Maurice Ravel:
04. Pavane pour une infante défunte 6.22

Mario Castelnuovo-Tedesco:
05. Präludium und Fuge E-Dur 4.32

Daniel Lesur:
06. Élégie 5.56

Jacques Ibert:
07. Entrácte 3.40

Johann Sebastian Bach:
08. Kontrapunktus Nr. 1 BWV 1080 2.35
09. Fuge a-moll BWV 1000 5.14

John Dowland:
10. My Lord Willoughby’s Welcome Home 2.43
11. Fantasia 4.23

Mauro Giuliani:
12. Gran Variazioni Concertanti op. 35 10.44

Enrique Granados:
13. Danza Oriental 4.45

Franz Burkhart:
14. Toccata 4.01

Volker Kriegel:
15. Postcard To Wolfgang Müller 2.17
16. Octember Variation 2.10
17. Achterbahn 2.18

CD1

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Christine Westermann & Götz Alsmann – Zimmer frei (1998)

FrontCover1Es war einmal … ein Zimmer frei:

Zimmer frei! (Vollständiger Titel: Zimmer frei! – Prominente suchen ein Zuhause) war eine von Götz Alsmann und Christine Westermann moderierte wöchentliche Fernsehshow im WDR, die von Juli 1996 bis zum 25. September 2016 in 694 regulären Folgen ausgestrahlt wurde.

Die beiden Moderatoren stellten zwei Bewohner einer fiktiven Wohngemeinschaft (WG) dar, die für ein „freies Zimmer“ einen „Mitbewohner“ suchten. Der prominente Gast der Sendung stellte den Interessenten für das Zimmer dar. Während der Sendung lernten die Moderatoren (und damit auch das Publikum) den Gast durch Gespräche näher kennen und testeten seine „WG-Tauglichkeit“ mit verschiedenen Spielen und Aufgaben.

Der grundsätzliche Ablauf war immer gleich: Nach der Begrüßung setzte sich der Gast mit den Moderatoren zum Essen an den Tisch. Die Mahlzeit wurde nach den Vorlieben des Gastes gestaltet und wurde zuerst vom Kölner Koch Jörg Blöck, später vom Koch Frank Eicks (Bad Münstereifel), kurz vor Beginn der Sendung zubereitet. Während des Essens begannen die Gespräche über das Leben und den Beruf des Gastes. In einem Einspielfilm stellte ein Außenreporter zum Beispiel die Wohnung, die Arbeitsstätte oder das Urlaubsdomizil des Gastes vor und führt ein Interview mit dessen Freunden, Nachbarn oder Kollegen. Zu den wechselnden Außenreportern zählten unter anderem Manes Meckenstock, Katja Mitchell, Thorsten Schorn, Jörg Thadeusz, Lutz van der Horst und Sabine Heinrich.

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Außerdem musste der Gast ein Bilderrätsel lösen, das von Schauspielern und Laienschauspielern dargestellt wurde. Der zu erratende Begriff stand immer im Zusammenhang mit dem Prominenten und wurde für die Fernsehzuschauer eingeblendet. Da die Moderatoren bei Bedarf halfen, wurde das Rätsel immer gelöst. Als Belohnung erhielt der Gast ein Buch, einen Schal oder eine CD zur Sendung.

Im weiteren Verlauf der Sendung wurden weitere Spiele eingestreut, bei denen sich der Gast bewähren musste. Bei diesen Partyspielen ging es weniger um den Sieg als um den Nachweis von Humor.

Ernster ging es im „WG-Zimmer“ zu. Dieses lag auf einer Empore, die über eine Wendeltreppe zu erreichen war, und war thematisch in Bezug zum Gast dekoriert. Hier führte Christine Westermann ein Interview über das Privatleben des Gastes.
Martin Reinl mit dem Hund „Wiwaldi“ und dem Zirkuspferd „Horst-Pferdinand“

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Das „WG-Zimmer“, erreichbar über eine Wendeltreppe

Anschließend wurden die Gespräche auf dem Sofa oder am Tisch fortgesetzt. Dabei wurde der Gast immer mit einer besonderen Figur konfrontiert, mit der er interagieren musste. Ab 2002 trat in dieser Funktion regelmäßig der von Puppenspieler Martin Reinl verkörperte Hund „Wiwaldi“ auf und trieb seine Späße mit dem Prominenten. In den Anfangsjahren war Gerburg Jahnke als Nachbarin „Nora Nölle“ zu sehen, die die WG besuchte und mit dem Gast plauderte. Es folgte von 1998 bis 2008 Cordula Stratmann als „Annemie Hülchrath“, die ebenfalls eine Nachbarin spielte, die in bunter Kittelschürze den Gast mit skurrilen oder absurden Begebenheiten ihres Umfeldes konfrontierte und so aus der Reserve lockte. In älteren Sendungen trat außerdem der Comedian Johann König auf, der den Gast in – nicht immer ernste und teilweise skurrile – Gespräche verwickelte.

Außerdem musste der Gast sich bei der Hausmusik bewähren. Mit Götz Alsmanns Begleitung sang oder musizierte er ein Lied seiner Wahl. Nach der „ultimativen Lobhudelei“, bei der ein enger Vertrauter des Gastes in einem kurzen Einspielfilm dessen Vorzüge pries, endete die Sendung mit der Abstimmung des Publikums. Die 140 Zuschauer im Studio votierten mit grünen und roten Karten für oder gegen die Aufnahme des Gastes in die fiktive Wohngemeinschaft. Die meisten Gäste erhielten höchstens zehn rote Karten.

Zimmer frei! startete im Sommer 1996 als Lückenfüller für die Sommerpause. Der WDR probierte verschiedene neue Sendekonzepte aus, von denen nur diese Sendung überlebte. Zunächst waren 18 Ausgaben in sechs Wochen vorgesehen, kein langfristiges Format. Götz Alsmann nannte die Sendung seinerzeit „einen Bildschirmschoner“. Das Konzept wurde von einem Team aus Autoren und Redakteuren aus unterschiedlichen Bereichen des WDR entwickelt. Grundlage war die Idee von Heiner Heller, einem 1Live-Redakteur, eine Talkshow im Umfeld einer Wohngemeinschaft anzusiedeln (Quelle: wikipedia)

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Gruppenbild mit einem Teil der Gäste der Abschiedssendung

Und die Trauer war dann ganz schön groß, als diese durchgeknallte Sendung dann nach immerhin 694 (!!!!) eingestellt wurde.

Denn schön früh hatte diese Sendung einen gewaltigen Kultstatus … davon zeugt auch diese CD … die schon zwei Jahre nach dem Start veröffentlicht wurde.

Und wir hören hier blühenden Blödsinn … in Reinkultur … all de Promis jener Jahre (manche kennt man gar nicht mehr) … und sie alle machen sich zum Affen … und nicht alle Gags zünden … und das liegt wohl daran … dass diese Sendung eben auch von den Bildern lebte … allein der Götz mit seinem Haarschnitt … und von daher empfehle ich … -bei entsprechendem Interesse … einen Besuch bei youtube … dort kann man sich dann diverse Sendungen anschauen … es lohnt sich für Freunde mit einem Faible für schrägen Humor ….

Und als running gag mus der Jürgen Drews herhalten … und das Begleitheft ist auch irgendwie crazy.

Booklet05A

Titel:
01. Christine Westermann & Götz Alsmann: Alles auf Anfang 0.37
02. Jenny Elvers: Frauenthemen 1.10
03. Bettina Rust & Hella von Sinnen & Elisabeth Volkmann: Schampus für alle? 0.19
04. Lotti Huber: Lotti Huber über Lotti Huber 1.50
05. Jürgen Drews: Jürgen muss leider draussen bleiben 0.30
06. Cleo Kretschmer: Miss-Gesang 0.11
07. Guido Westerwelle & Ingo Appelt: Mach mir den Kohl 5.04
08. Bettina Böttinger: Für mich soll’s rote Rosen regnen 1.46
09. Jürgen Drews: Jürgen muss leider draussen bleiben ( II ) 0.29
10. Guildo Horn: Fragen und Antworten 2.39
11. Guildo Horn: Kunstglöcknern 1.05
12. Reinhard Mey: Rein (Hard) Privat 1.26
13. Reinhard Mey & Gerburg Jahnke: Lied für das Huhn 3.34
14. Jürgen Drews: Jürgen muss leider draussen bleiben ( III ) 0.33
15. Reinhard Mey: Ein Bett im Kornfeld 2.37
16. Thomas Koschwitz & Dieter Krebs: Zimmer frei vom feinsten 0.23
17. Jürgen Becker: Himmlische Ankündigung 0.34
18. Christine Westermann & Götz Alsmann: Zwischen Himmel und Hölle 1.44
19. Christine Westermann & Götz Alsmann: Gottes Liebe ist so wunderbar 0.33
20. Birgit Schrowange: Das Wort zum Sonntag 1.23
21. Birgit Schrowange: Sauerland- Powerland 1.46
22. Jürgen Drews: Jürgen muss leider draussen bleiben ( IV ) 0.23
23. Ulla Kock am Brink & Sissi Perlinger & Christine Westermann: Niveaukontrolle 0.10
24. Peter Kern: Lied vom Kutscher 2.28
25. Herbert Feuerstein: Intimsphären, Brillen und Altersprobleme 2:36
26. Ulla Kock am Brink: Er war gerade 18 Jahr 0.44
27. Jürgen Drews: Jürgen muss leider draussen bleiben ( V ) 0.42
28. Thomas Koschwitz; Witz komm raus 0.24
29. Thomas Koschwitz & Christine Westermann: My Way
30. Jürgen Drews: Jürgen muss leider draussen bleiben ( VI ) 0.47
31. Lilo Wanders: Der Wander- Bra 2.22
32. Nessi Tausendschön: Je T’aime 2.22
33. Lilo Wanders & Cordula Stratmann & Annemie Hülchrath: Auf den Hund gekommen 4.38
34. Jürgen Drews: Jürgen muss leider draussen bleiben ( VII ) 0.29
35. Sissi Perlinger: Lied vom kleinen Unterschied 1.49
36. Michael Gantenberg: BvB – ne!  0.57
37. Michael Gantenberg: Love Me Tender 0.46
38. Marijke Amado & Ingo Appelt: Wie Kinder so sind 1.59
39. Marijke Amado & Gotthilf Fischer: Miniplayback 1.34
40. Jürgen Drews: Jürgen muss leider draussen bleiben ( VIII ) 0.21
41. Christine Westermann & Götz Alsmann: Ein moderner Klassiker 0.26
42. Michael Holm: 28 Pferde und 1 Frau 1.12
43. Michael Holm: Mendochino (Japanische Version) 1.33
44. Michael Holm: Blockflötenversuche 0.38
45. Jürgen Drews: Jürgen darf rein 1.36
46. Gerburg Jahnke: Liebeskenntnisse- „Flaschsong“ 2.14
47. Christine Westermann & Götz Alsmann: Auf Wiedersehen 1.01

CD1

 

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Verschiedene Interpreten – Die schönsten deutschen Country und Trucker Songs (Folge 3) (1991)

FrontCover1Natürlich wird hier die deutsche Countrmusik eher stiefmütterlich behandelt. Das wird sich vermutlich auch nicht grundlegend ändern, aber hin und wieder soll auch diese Musikrichtung hier Raum gegeben werden.

Da gab´s mal auf dem Privatsender „RTL puls“ ne Sendung, die hieß „Kilometer 330“:

Kilometer 330 war der Titel einer Musiksendung, die von dem damaligen Sender RTLplus zwischen dem 19. Februar 1989 und dem 6. September 1992 in unregelmäßigem Turnus im Vorabendprogramm ausgestrahlt wurde. In den Jahren 1998 und 1999 wiederholte das MDR Fernsehen einige dieser Folgen in seinem Nachmittagsprogramm. Bei diesem TV-Format handelte es sich um das erste und bislang einzige Format im deutschen Free TV, das sich ausschließlich mit deutschsprachiger Country-Musik befasste.

In den 45 bis 60 minütigen Folgen der Sendung traten regelmäßig unterschiedliche Interpreten der zumeist deutschen Trucker- und Country-Musik-Szene, wie Truck Stop, Western Union, Tom Astor oder Linda Feller, auf. Moderator war der österreichische Sänger Jonny Hill. Die Sendungen wurden nicht live übertragen, sondern aus Aufzeichnungen zusammengeschnitten. (Quelle: wikipedia)

Na ja … und dann gab´s natürlich entsprechende Vermarktungsstrategien wie z.B. die Veröffentlichung von Country-Samplern mit den Hits aus dieser Sendung.

Linda Feller

Linda Feller

Hier die Folge 3 …

Und es geht schon so richtig rühselig los und zwar mit dem größten Hit von Johnny Hill „Ruf Teddybär Eins-Vier “ … da könnt´man glatt feuchte Augen kriegen.

Und klar, die großen Stars wie Truck Stop, Tom Astor (dessen „Hallo, guten Morgen Deutschland“ war so ne Art Country-Hymne auf die Wiedervereinigung) und Gunter Gabriel (sein „Intercity Linie Nr. 4“ ist auch ein interessanter Titel … da er sich – ganz Gunter Gabriel halt – mit dem Leben und vor allem Arbeiten der „einfachen Menschen“ beschäftigt) dürfen auch nicht fehlen.

Nashville Music Company

Nashville Music Company

Eine Linda Feller war wohl auf tragische Liebesschmerzlieder abonniert …  Und Bands/Sänger wie „Frank Baum & Country Green“, „Boss Band“ oder die „Greyhounds“ sind mir gänzlich unbekannt gewesen … Das gilt auch für die „Nashville Music Company“, deren „Country in good old Germany “ zu den besseren Titeln dieser LP zählt.

Also … viel Trucker Romantik und viel Country-Idylle … wahrlich nicht meine Welt …. aber hin und wieder darf das ja auch mal sein …

FrankBaum

Frank Baum & Country Green

Titel:
01. Jonny Hill: Ruf Teddybär Eins-Vier (Royal/Burnette/Sovine/Hill/Krüger/Greif) 4.45
02. Truck Stop: Arizona – Arizona (Doll/Bach) 2.54
03. Linda Feller: Warum kann ich nicht vergessen (Strecker/Hill-Greif) 3.39
04. Frank Baum & Country Green: Das Lied der Strasse singen 18 Räder (Jost/Hill-Greif) 3.46
05. Boss Band: Portland daheim (Mott/Gierlinski) 3.52
06. Jonny Hill: Lichter auf den Hügeln (Hill-Greif) 2.31
07. Nashville Music Company: Country in good old Germany (Makowsky) 3.47
08. Tennessee: Traumfrau (Sycho) 3.46
09. Tom Astor:  Hallo, guten Morgen Deutschland (Astor/Löhmer) 2.37
10. Max Zwo: Lady Country-Music (Huber/Mantel) 3.23
11. Jonny Hill: Das fremde Gesicht (Hill-Greif) 3.20
12. Linda Feller: Es fällt mir schwer dir zu glauben (Jost) 3.55
13. Jonny Hill: Sie waren sich zu spät begegnet (Hill-Greif) 3.52
14. Gunter Gabriel: Intercity Linie Nr. 4 (Gabriel/Thorsten) 4.11
15. Frank Baum & Country Green: Wie ein Stern in der Nacht (Jost) 4.13
16. Greyhounds: Mein Diesel (Klos) 3.21
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