Verschiedene Interpreten – Festival des politischen Liedes 3 (1973)

FrontCover1Tja, da knn man schon schön gerührt sein … jedenfalls geht´s mir so:

Das Festival des politischen Liedes war eine der größten Musikveranstaltungen in der DDR. Es wurde vom Oktoberklub begründet und fand zwischen 1970 und 1990 jedes Jahr im Februar als offizielle Veranstaltung der FDJ in Ost-Berlin statt. Der Hauptveranstalter war zunächst die FDJ-Bezirksleitung Berlin, ab 1975 der FDJ-Zentralrat. 1980 wurde eine Kompilation der ersten 10 Jahre des Festivals unter dem Titel Zehnkampf – Festival Des Politischen Liedes 1970–1980 herausgegeben. Im gleichen Jahr wurde ein hauptamtliches Büro „Festival des politischen Liedes“ gegründet. Die Organisation des Festivals erfolgte zu großen Teilen ehrenamtlich. Künstler aus 60 Ländern traten auf, darunter Prominente wie Mikis Theodorakis, Miriam Makeba, Quilapayún, Inti-Illimani, Silvio Rodríguez, Mercedes Sosa, Canzoniere delle Lame und Pete Seeger. Das erste Festival fand vom 15. bis zum 21. Februar 1970 statt.

Nach der Wende und friedlichen Revolution in der DDR verlor das Festival seine Funktion und die kulturelle Infrastruktur, auf der es basiert hatte. Um das Festival fortzuführen, wurde ein Förderverein gegründet, der 1991 bis 1994 das ZwischenWelt Festival als „neues Festival des politischen Liedes“ durchführte. Der Verein löste sich 1995 wegen finanzieller Probleme auf.

Im Jahr 2000 erfolgte mit einem kleinen Festival ein Neustart unter veränderten Vorzeichen. Die heutige inhaltliche Ausrichtung manifestiert sich seit 2001 in dem neuen Namen Festival Musik und Politik.

Maskottchen des Festivals war ein roter Spatz namens Oki. Der Name Oki ist abgeleitet von Oktoberklub. (Quelle: wikipedia)

Berlin, 3. Festival des politischen Liedes

Einen angeregten Erfahrungsaustausch führten die jungen Musiker der Gruppe „Pacholy“ aus der Bergarbeiterstadt Ruda Slaska mit polnischen Jugendlichen, die gegenwärtig im Kombinat VEB KWO arbeiten, während einer Veranstaltung mit Gästen aus der DDR, Ungarn, Polen, Dänemark, und der BRD im Kulturhaus des KWO. (Original Bildunterschrift der damaligen DDR Bildagentur)

Hier Ausschnitte aus dem 3. Festivalprogramms … und neben diversen DDR – Gruppen tritt auch der Dieter Süverkrüp auas der BRD auf … dazu noch etliche internationale Combos.

Man mag ja feststellen, dass hier viel politische Naivität am Werke war, man muss – aus meiner Sicht – feststellen, vor den politisch falschen Karren haben anspannen lassen.

Aber man kann auch fesstellen, dass etliche der Mitwirkenden ihr Herzblut in die Themen Ausbeutung und Imperalismus gesteckt haben … Und dafür überhäufe ich sie mit Sympathiepunkten.

Und: Viele der Lieder, handeln von Themen, die uns heute noch bewegen müssen … denn heute reden wir von den Folgen er Globalisierung … von nichts anderem handeln auch diese Lieder.

Und bei „Wem soll getraut werden“ krieg ich heute noch eine Gänsehaut …

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Titel:
01. Oktober-Klub Berlin: Lied vom Vaterland (Andert) 4.07
02. Fria Proteatern: Habt ihr gehört, Genossen (Forslund/Idering/Ringbom/Ohrlander) 2,24
03. Dieter Süverkrüp: Ballade von Hans Dickhoff (Süverkrüp) 4.52
05. Gruppe Agit-Prop und KOM-Theater: Auf welcher Seite stehst du (Chydenius/Oksanen) 2.33
06. Silvio Rodriguez: Waffen gegen Waffen (Rodriguez) 2.43
07. Gruppe Sergej Nikitin: Pferde im Ozean (Berkowskij/Slutzkij) 2.41
08. Gruppe vietnamesischer Studenten und Fria Proteatern: Hymne der FNL (Sieng) 2.16
09. Quilapayún: Für Vietnam (Carrasco/Gómez) 2.27
10. Dr. Bhupen Hazarika: Lang lebe Bangladesh (Hazarika) 2.13
11. Gruppe Basta: Camilo Torres (Vigletti) 2.06
12. Gruppe Kalaka: Zigeunerlied (Mikó/Bari) 3.11
13. Agitpop: Europawalzer (Würgler/Holst/Jensen) 3.09
14. Die Conrads: Wem soll getraut werden (Die Conrads/Maiwald) 4.11
15. Oktober-Klub Berlin: Friedenslied (Heicking/Andert) 3.47

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Fria Proteatern

Fria Proteatern aus Schweden

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