Verschiedene Interpreten – Baby Klassik (2012)

frontcover1Da kann man jetzt eigentlich schreiben: „Aus gegebenen Anlass“ … :

Die positive Wirkung, die klassische Musik auf Babys hat, ist unumstritten. Die sanften Klänge beruhigen, es entstehen positive Gefühle, und Ängste werden abgebaut. Für „Baby Klassik“ wurde mit viel Liebe die Musik speziell auf die Bedürfnisse unserer Kleinen abgestimmt. Die wunderschön interpretierten Werke von Mozart, Bach, Brahms und vielen mehr tragen dazu bei, dass sich nicht nur die Babys, sondern auch deren Eltern rundum wohl fühlen und entspannen.
Das liebevoll gestaltete Booklet enthält kleine Tipps, Tricks und Kniffe, die helfen können, die Babys besser zu verstehen und das neue gemeinsame Leben spielend zu meistern. (Produkt-Info)

Mit Ausnahme des ersten Titels empfinde ich die Musik durchaus passend für diese kleine Zielgruppe … Klar das sind etliche Klassiker dabei, die einfach das Ohr schmeicheln („Für Elise“ oder der großartige „Pachelbel'“ von Pachelbel).

Sehr interessant fand ich dann das liebevoll gestaltete Begleitheft (die Texte verfasste Ruth Seiberts) , in dem auch wissenswertes über die beruhigende oder auch heilende Kraft der Musik zu finden sind

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Da freut sich der besorgte Großvater … 

Und dann hat – vermutlich ne Oma – folgenden Gedanken zu diesem Album formuliert:

Mithilfe der CD findet man für das Kleinkind einen schönen Übergang vom Tag zur Nacht. Bei regelmäßigem Abspielen vor dem Schlafengehen wird die CD nach kurzer Zeit zu einem festen Ritual: Wenn die beruhigende Musik erklingt, wird geschlafen – egal wie spät es ist. Vermutlich klappte das Ritual auch mit Kinderliedern, aber wir möchten unseren einjährigen Enkel damit (und mit anderer, kindgerechter Klassik) ein wenig prägen und seinen Geschmack entsprechend bilden.

Und da grinst der Bildungsbürger um die Ecke … aber ich kann ja meiner Enkeltochter nicht die Liveaufnahmen der MC 5 überreichen … aber gedanklich bin ich schon bei weiteren Musikzusammenstellungen abseits der Klassik … denn ich will ja mein Enkelkind auch ein wenig prägen *ggg*

Die Tipps für die ersten Monate mit einem Baby (50 an der Zahl) erscheinen mir recht hilfreich … und sie erinnern mich schmunzelnd an meine Zeiten als frischgebackenen Vater … heute hoffe ich, dass für meine Tochter eine interesssante Lektüre sind

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Und am Schluss des Albums erklingt dann die gute alte Spieluhr: „Guten Abend, gut Nacht“ !

Und; man kann die Musik doch glatt auch genießen, wenn man kein Baby ist !

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Titel:
01. Phillippe Entremont: Variationen über Twinkle (Mozart) 2.18
02. Wolfgang Emamnuel Schmidt: Karneval der Tiere – Der Schwan (Saint-Saens) 2.59
03. Phillippe Entremont: Albumblatt „Für Elise“ (Beethoven) 3.02
04. Tafelmusik Baroque Orchestra: Eine kleine Nachtmusik – Romanze (Mozart) 4.39
05. Ekaterina Dershavina: Aria aus Goldberg-Variationen (Bach) 4.20
06. Shigenori Kudo & Naoko Yoshino: Greensleeves (Traditional) 3.33
07. Andreas Bach: Kinderszenen: Träumerei (Schumann) 2.23
08. Ralph Manno & Staaatskapelle Weimar: Klarinettenkonzert A-Dur: Adagio (Mozart) 7.43
09. Tchikovsky Chamber Orchestra: Streichquartett F-Dur: Serenade (Haydn) 5.46
10. London Festival Orchestra: In the Bleak Midwinter (Holst) 3.30
11. Philharmonia Virtuosis of New York: Canon in D (Pachelbel) 5.47
12. Fou Ts´ong: Nocturne Es-Dur (Chopin) 3.41
13. Philadelphia Orchestra: Notenbüchlein für Anna Magdalena: Bist du bei mir (Bach) 3.44
14. Jean-Pierre Pampal & Marielle Nodmann: Sicilienne op. 78 (Faure) 3.29
15. Philharmonia Virtuosis of New York: Air (Bach) 5.00
16. Peter Sorger: Guten Abend, gut Nacht (für Spieluhr) (Brahms)

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Die Inspiration, mich mit dem Thema „Baby Musik“ zu beschäftigen, kam von der Graugans: dafür ein herzliches Dankeschön !

Weihnachten 2018 (18): Verschiedene Interpreten – Hörmal – Denkmale zum Klingen bringen – Festliche Weihnachtsmusik (2014)

FrontCover1Eine wirklich gute Idee:

Da gibt es die Deutsche Stiftung Denkmalschutz:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist inzwischen zur größten Bürgerinitiative in Sachen Denkmalschutz in Deutschland gewachsen. Die Stiftung hilft vor allem dort, wo öffentliche Mittel nicht ausreichend zur Verfügung stehen. So konnten viele fast verloren geglaubte Kulturschätze in ganz Deutschland bewahrt werden. Dass dies gelang, ist vor allem den über 200.000 Förderern zu verdanken.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

– ist eine private, gemeinnützige Stiftung
– hat das Vertrauen von über 200.000 Förderern
–  hat die denkmalgerechte Restaurierung von bereits mehr als 4.500 Denkmalen gefördert
– konnte schon mehr als 500 Millionen Euro für ihre Arbeit einsetzen
– wurde 1985 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten
– koordiniert bundesweit den Tag des offenen Denkmals
– begeistert Kinder und Jugendliche durch das Schulprogramm denkmal aktiv und die Jugendbauhütten für den Denkmalschutz
– bietet Fachleuten und Laien vielfältige Veranstaltungen in ihrer DenkmalAkademie
– ist bundesweit durch Ehrenamtliche in rund 80 Ortskuratorien vertreten

TitelbildJahresbericht2013Wer kurz nach der deutschen Wiedervereinigung Quedlinburg, Görlitz oder Erfurt besuchte, sah, dass hier rasch gehandelt werden musste. Viele Denkmale drohten für immer verloren zu gehen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte hier viel bewegen und leisten – doch ein Blick in die Zukunft zeigt, dass wir erneut vor einer gewaltigen Aufgabe stehen. In den Jahren der solidarischen Kraftanstrengung zugunsten der Menschen und Denkmale in den östlichen Bundesländern ist ein erheblicher Sanierungsbedarf in den westlichen Bundesländern aufgelaufen. Staat und Kommunen können diese Aufgabe kaum alleine bewältigen. Ohne die Bürgergesellschaft, ohne ein neues Mäzenatentum, ohne eine weitere Stärkung des Ehrenamts werden auch diese Denkmale nicht zu retten sein.(Selbstdarstellung)

Und diese Stiftung veröffentlich auch CD´s, nicht nur, aber auch zum Weihnachtsfest. Hier die aktuelle CD, die man kostenlos erwerben und natürlich mit einer Spende die Stiftung unterstützen kann.

Und wer das mit dem Geschenk nicht glaubt, lese gleich nochmals:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz verschenkt auch vor Weihnachten 2014 wieder eine Musik-CD mit festlicher Weihnachtsmusik.

Die CD enthält in diesem Jahr Werke von Felix Mendelssohn Bartoldy, Johann Sebastian Bach, Johann Melchior Molter, Gottfried Heinrich Stölzel, Francesco Onofrio Manfredinin, Giuseppe Sammartini, Johann Pachelbel, Johann Wenzel Stamitz, Dieterich Buxtehude sowie traditionelle deutsche Weihnachtslieder.

Zur Einstimmung läuten wie in den letzten Jahren die Glocken der bayerischen Wieskirche in Steingaden.

Dank des Einsatzes der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnten bereits über 4.300 wertvolle Kirchen, Schlösser und Burgen, Parklandschaften, Bürgerhäuser und technische Denkmale vor dem Verfall gerettet und erhalten werden.

Die Spenden für die CD fließen in die Restaurierung gefährdeter Kirchen. (Quelle: werbegeschenkemuseum.de)

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Klassische und damit festliche Weihnachtsmusik wird geboten … dargeboten von hochkarätigen Ensembles … und ja … ich geniesse derart festliche Musik. Gelegentlich frage ich mich, warum gerade die Barockmusik so viel von dieser festlichen Weihnachtsmusik geschaffen hat. Ich vermute mal, dass all die damaligen Komponisten auch sehr stark ihren Lohn von kirchlichen Fürstentümern erhalten haben … dass Brot ich ess´, des Lied ich sing´.

Aber diese profanen Gedanken sollen natürlich keinen abhalten, schwelgend diese Musik zu geniessen. Und wer sich mit dieser Stiftung näher beschäftigen will, dem habe ich den Jahresbericht 2013 beigelegt.

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Titel:

Kirchenglocken:
01. Wieskirchen, Steingade 0.52

Felix Mendelssohn Bartholdy:
02. Dresdner Philharmonie + Dresdner Kreuzchor: Vom Himmel hoch da komm ich her 5.37

Johann Sebastian Bach:
03. Deutsche Bachsolisten + Süddeutscher Madrigalchor: Gloria in excelsis deo 1.18

Johann Melchior Molter:
04. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Concerto Pastorale – Larghetto 1.43

Gottfried Heinrich Stölzel: Weihnachtsoratorium in Form eines Kantatenzyklus):
05. Weimarer Barockensemble: Ehre sei Gott in der Höhe 1.54
06. Weimarer Barockensemble: Des lasst uns alle fröhlich sein 0.40
07. Weimarer Barockensemble: Ich sehe den Himmel offen 0.42
08. Weimarer Barockensemble: Breit aus die Flügel beide 0.56
09. Weimarer Barockensemble: Kündlich groß ist das gottselige Geheimnis 1.50

Max Reger:
10. Friedemann Winklhofer + Windsbacher Knabenchor: Schlag mein Kindelein 3.45

Francesco Manfredini:
11. Neues Berliner Kammerorchester: Concerto grosso „per il Santissimo Natale“ 4.08

Johann Sebastian Bach:
12. Vokalensemble Frankfurt + Concerto Köln: Weihnachtsoratorium – Ehre sei dir, Gott, gesungen 6.04

Felix Mendelssohn Bartholdy:
13. Dresdner Kreuzchor: Ave Maria, op. 23, Nr. 2 5.52

Giuseppe Sammartini:
14. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Concerto grosse op. 5/6  4.39

Johann Pachelbel:
15. Regensburger Domspatzen: Der Herr ist König 4.04

Johann Wenzel Stamitz:
16. Kurpfälzisches Kammerorchester Ludwigshafen-Mannheim: Sinfonia Pastorale – Presto 3.15
17. Kurpfälzisches Kammerorchester Ludwigshafen-Mannheim: Sinfonia Pastorale – Larghetto 4.19

Dietrich Buxtehude:
18. Hans-Jürgen Kaiser: Präludium D-Dur 5.57

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Johann Pachelbel – D’Erfurt a Nuremberg (2002)

FrontCover1Von Johann Pachelbel ist natürlich vor allem sein getragener Kanon und Gigue in D-Dur bekannt. Aber der Meister hat natürlich weitaus mehr zu bieten, wie z.B. seine Orgelwerke. Hier zahlreiche Beispiele aus einer französischen Produktion:

„Sein 350. Geburtstag bringt dem großen Barockmeister Johann Pachelbel endlich wieder die Aufmerksamkeit, die er verdient. Verdeckt durch die einseitige Bach-Rezeption des 19. und 20. Jahrhunderts, die in den Meistern des 17. Jahrhunderts nur Vorläufer des Leipziger Thomaskantors zu sehen vermochte, geriet der in Nürnberg geborene und verstorbene Pachelbel ins Abseits. Mit ihm, der süd- wie norddeutsche Elemente der freien und gebundenen Orgelkunst in sich vereinte, wusste die Zeit nicht allzu viel anzufangen, beschränken sich doch im Gegensatz etwa zu Buxtehude auch seine Anforderungen an die Spieltechnik häufig aufs Manualspiel und auf Orgelpunkte im Pedal. Dass große Kompostionskunst aber nicht von den Anforderungen an die Spieltechnik abhängt, das demonstriert diese CD vorzüglich. Die großen Variationsformen sind vertreten durch die Chaconne f-Moll, die Partita „Was Gott tut, das ist wohlgetan“, durch die Aria „Sebaldina“ aus dem „Hexacordum Apollinis“ (Nürnberg 1699) und die Chaconne D-Dur. Die verschiedenen Toccaten- und Fantasieformen sind wiedergegeben durch mehrere Beispiele, darunter die Durezza in g-Moll, verschiedene Choralbearbeitungen ergänzen die Werkübersicht.

Die 1999 erbaute Orgel mit 27 Stimmen auf zwei Manualen und Pedal in St. Etienne in Baigorry des elsässischen Orgelbauers Rémy Mahler in Pfaffenhoffen ist für Pachelbels Werk ein durchaus geeignetes Instrument, nur wenige Einschwinggeräusche von Gedackten irritieren den Hörer. Das Booklet verschweigt leider die genaue Stimmung (tempérament légèrement inégal) und die Stimmtonhöhe.

Schade nur, dass mit Olivier Vernet ein in barocker Spielpraxis nicht tief versierter Organist am Instrument saß. So erklingt die Chaconne f-Moll in vielfach wechselnden Registrierungen bei instabilem Tempo, das Programm vereint absichtlich verschiedene Stücke nach Tonarten und „Gehalt“, so z.B. Toccata c-Moll mit Fuge c-Moll und dem Ricercare c-Moll, als wäre hier irgendein Bezug deutlich zu machen. Verschiedene Choralbearbeitungen aus den „Acht Chorälen zum Praeambulieren“ (Nürnberg 1693 und wohl schon in Erfurt vor 1690 gedruckt) sind über die CD verstreut, ohne dass ihre Zusammengehörigkeit und Zweckbestimmung im leider nur fanzösisch/englischen Booklettext auch nur erwähnt würde. Dieses gibt auch die Größe der Instrumente, die Pachelbel in Erfurt (Ludwig Compenius 1649, II/24) und Nürnberg (Traxdorf/Leyser 1444/1691, II/18) zur Verfügung standen, falsch wieder. Statt dessen verweist der Autor Gilles Cantagrel auf häusliche Vespern, in denen Pachelbels Kinder auf dem Spinett ihre Fertigkeiten vorgeführt hätten! Über solche hausgemachte Ideen vergisst er aber die liturgische Vesperpraxis mit ihren alternatim gestalteten Magnificat-Aufführungen in den evangelischen Kirchen an der Wende zum 18. Jahrhundert zu erwähnen. So beweist diese CD, dass es auch heute noch einen Weg zurückzulegen gilt, um sich musikwissenschaftlich und spieltechnisch einwandfrei und unbelastet von vorgegebenen Urteilen und Praxen dem großen Meister und Lehrer Johann Pachelbel zu nähern.“ (Rainer Goede)

Auch wenn der Herr Goede doch ziemlich kritische Anmerkungen zu diesemAlbum macht … hörbar ist sie dennoch und nachdem mir Orgelmusik dieser Art durchaus behagt,wird sie immer wieder meine Ohren erfreuen.

Olivier Vernet

Olivier Vernet

Besetzung:
Olivier Vernet (organ)

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Titel:
01. Chaconne En Fa Mineur 6.39
02. Prelude En Sol Mineur 1.06
03. Fantaisie En Sol Mineur  3.04
04. Choral: Warum betrübst du dich meine Seele 3.16
05. Fantaisie En Mi Bemol Majeur  2.54
06. Choral:  Was Gott tut das ist wohl getan 9.08
07. Choral: Vom Himmel hoch da komm ich her 2.07
08. Toccata En Fa Majeur 2.28
09. Choral: Wie schön leuchtet der Morgenstern 2.56
10. Aria Sexta Sebaldina 8.17
11. Choral: Wir glauben all an einen Gott 3.48
12. Toccata En Fa Majeur 2.05
13. Choral: O Lamm Gottes unschuldig 4.29
14. Toccata En Ut Mineur 2.15
15. Fugue En Ut Mineur  1.38
16. Ricercar En Ut Mineur 4.42
17. Toccata En Mi Mineur 1.42
18. Prelude En Sol Majeur 0.52
19. Choral: Allein Gott in der Höh sei Ehr 3.41
20. Chaconne En Re Majeur  7.46

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