Die Toten Hosen – Nur zu Besuch – Unplugged im Wiener Burgtheater (2005)

FrontCover1Also … Punkrock und unplugged .. das ist schon ne ganz besondere Kombination … Und nachdem Die Toten Hosen eh nichts auslassen … gab es dann dieses prachtvolle Konzert:

Die Toten Hosen können´s auch ruhig: Nur zu Besuch präsentiert die Düsseldorfer Punkrocker sehr überzeugend im Unplugged-Gewand.

Im edlen Ambiente des Wiener Burgtheaters gingen Campino & Co. am 17. November 2005 ohne massive Verstärkerwände und elektrische Gitarren auf die Bühne, um für ihre Fans und die Kameras von MTV einen bunten Strauß erstklassiger Songs in ungewöhnlichen Versionen zu spielen. Adrenalin-Kicks und wilde Mosh-Pits sucht man hier vergeblich, die Stimmung ist aber dennoch bombastisch, und die Akustik-Arrangements lassen bewährte Hosen-Hits wie „Opel-Gang“, „Hier kommt Alex“, „Wünsch dir was“, „Eisgekühlter Bommerlunder“ oder „Schönen Gruß, auf Wiedersehn“ in gänzlich neuem Licht erstrahlen. Insbesondere die Piano- und Streicher-Parts verleihen den Klassiker-Tracks eine klangliche Vielfalt, die deutlich über die Songstrukturen der Originalversionen hinausgeht. Und als zusätzliche Kaufanreize erwarten den Hörer noch Raritäten wie „The Guns Of Brixton“ oder „Weltmeister“, die sich problemlos zwischen den Gassenhauern behaupten können. (Michael Rensen)

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Die Hosen ohne Strom, anders gut … Als Hosenfan der erste Stunde habe ich mich riesig auf dieses Album gefreut. Hatte mich damals beworben auf ihrer HP für dieses Konzert, leider kein Losglück gehabt. Nun zum Album, es ist ein cooles Feeling die Hosen mal ohne Strom zu hören. Schon der 1. Song Blitzkrieg Bop, lässt keine Zweifel aufkommen die Hosen unplugged, ja es funktioniert. Weitere Highlights sind Opelgang (wunderschöne Umsetzung), Hier kommt Alex (Gänsehaut pur), The Guns Of Brixton, Böser Wolf und Eisgekühlter Bommerlunder (wo Campino den Sinatra macht). Sicherlich fehlen einige Klassiker, aber es durften ja wir Fans abstimmen auf der HP was gespielt wird. Überraschend ist Hand in Hand (von den Beatsteaks) mit denen sie in Argentinien auf Tour waren, also das der Titel dabei ist. Weltmeister ist wieder ein typischer Hosen Song zur Lage der Nation. Gesanglich geht Campino ganz schön ab für ein Unplugged Konzert, war sicher nicht so einfach für ihn, das die Gitarren nicht so krachen. Für Hosenfans hat dieses Album einen Ehrenplatz im Schrank sicher, alle anderen sollten ruhig mal reinhören, es lohnt sich. (T. Nowakam)

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Ergänzend darf ich vermelden:
Punkrock und unplugged .. das ist schon ne ganz besondere Kombination …  ja … und das klappt auch noch. Die Toten Hosen können auch akustisch Druck ohne Ende machen … und hier hat man auch mal die Möglichkeit, sich ein wenig mehr auf die Texte zu konzentrieren … Was viel besseres konnte uns nicht passieren … als dass sich damals im Jahre 1983 damals auf ihren ganz speziellen Weg gemacht haben …

Ach ja: Die neuen Arrangements für Die Toten Hosen schrieb Hans Steingen, mit dem die Band seit 1996 und dem Album Opium fürs Volk zusammenarbeitet.

MeurerHolst

Andreas Meurer + Andreas von Holst

Besetzung:
Michael Breitkopf (guitar)
Andreas Frege (vocals, kazoo)
Andreas von Holst (guitar, banjo)
Andreas Meurer (bass)
Stephen George Ritchie (drums)
+
Esther Kim )pino, accordeon)
Raphael Zweifel (cello)

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Titel:
01. Blitzkrieg Bop (R.Ramone/D.Ramone) 2,23
02. Opel-Gang (Frege/v.Holst/Meurer/Trimpop/Breitkopf) 2.34
03. Auswärtsspiel (Frege) 3.14
04. Popmusik (Frege/van Dannen) 2.30
05. Nichts bleibt für die Ewigkeit (Frege/v.Holst/Müller) 3.24
06. Hier kommt Alex (Meurer/Frege) 4.19
07. The Guns Of Brixton (Simonon) 2.38
08. Das Mädchen aus Rottweil (Frege/v.Holst) 3.34
09. Der letzte Kuss − 2:44 (Breitkopf/Meurer / Campino) 2.44
10. Wünsch Dir was (Meurer/Frege) 3.46
11. Der Bofrost Mann (van Dannen/Frege) 2.42
12. Böser Wolf (Meurer/Frege) 3.10
13. Pushed Again (Breitkopf/Frege) 4.07
14. Weltmeister  (v.Holst/van Dannen/Frege) 2.58
15. Alles aus Liebe (Frege) 4.22
16. Freunde (Frege/v.Holst) 4.25
17. Nur zu Besuch (Frege/v.Holst) 4.36
18. Hand in Hand (Baumann/Götz/Kurtzke/Scholz/Teutoburg-Weiss) 3.48
19. Eisgekühlter Bommerlunder (Molinare/Trimpop) 4.22
20. Schönen Gruß, auf Wiederseh’n (Rohde/Frege) 3.29

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Helge Cramer u.a. – WAAhnsinn – Der Wackersdorf-Film (1986)

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Am 26. April 1986 ereignet sich in Tschernobyl der GAU, dessen Folgen Wochen und Monate das tägliche Leben in Europa bestimmten.
Vor diesem Hintergrund bekam die öffentliche Diskussion um den geplanten Bau der atomaren Wiederaufbereitungsanlage – WAA – im oberfänkischen Wackersdorf eine neue Dimension. Der bis dahin eher lokale Widerstand gegen dieses Vorhaben wurde zu einem nationalen Thema und manifestierte sich am 26./27. Juli 1986 beim 5. Anti-Waahnsinns-Festival als eine Demonstration mit 120.000 Teilnehmern:

WAAhnsinn – Der Wackersdorf-Film ist ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 1986. Die Musikdokumentation entstand im Rahmen des Anti-WAAhnsinns-Festival in Burglengenfeld. Sie wurde durch die gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf zusammenarbeitenden Oberpfälzer Bürgerinitiativen finanziert. Alle Beteiligten verzichteten auf Lohn und Honorare.
Der Film lief nach seiner Fertigstellung auf mehreren Filmfestivals. Er wurde auf der Alpinale als Bester sozialkritischer Film ausgezeichnet. Eine 1987 durch Helge Cramer geschaffene, deutlich umfangreichere Video-Rekonstruktion des Gesamtmaterials wurde unter dem Titel Waahnrock ebenfalls auf mehreren Festivals gezeigt.

Der Film berichtet über das fünfte Anti-WAAhnsinns-Festival, das am 26. und 27. Juli 1986, nur 90 Tage nach der Katastrophe von Tschernobyl, in Burglengenfeld stattfand. Das Festival markierte den Höhepunkt der Bürgerproteste gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf. Mit rund 100.000 bis 120.000 Besuchern war es das bis dahin größte Rockkonzert der deutschen Geschichte.

Als Künstler wirkten unter anderen BAP, Udo Lindenberg, Wolfgang Niedecken, Rio Reiser, Herbert Grönemeyer, Haindling, Biermösl Blosn, Wolf Maahn und Die Toten Hosen mit. Der Film legt seinen Schwerpunkt auf die Auftritte der Musiker, zeichnet dabei aber auch das Umfeld nach, in dem die Veranstaltung stattfand.

Die Produktion war von Anfang an auf die Kooperation und das zeitlich parallele Schaffen der beteiligten Regisseure hin ausgelegt. Die Planung sah vor, dass der zu diesem Zeitpunkt im Umfeld des Rockpalast tätige Wagner die Aufzeichnung der Bühnenshow verantwortete, während der Journalist Heitkamp zunächst den Aufbau des Festivals dokumentierte und später die Ereignisse im Backstage-Bereich filmte. Cramer

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dokumentierte den Großeinsatz der Polizei, fertigte das Material über die Protestierenden an und übernahm den Schnitt. Die Produktion wurde auf U-matic gedreht und geschnitten und später für die Kinos auf 35-mm-Film transferiert.(Quelle: wkipedia)

Der Spiegel schrieb damals Filmpremiere:
„Weihnachten ist auch für die Atomkraftgegner eine Zeit der Besinnung. „WAAhnsinn – Der Wackersdorf-Film“ fügt sich gut in diese Stimmung. In dieser Woche kommt die Dokumentation in die Kinos, die an das große Rockfestival erinnert, zu dem sich im vergangenen Juli mehr als 100000 Besucher in Burglengenfeld versammelt hatten.

Der Film (Regie Christian Wagner) zeigt Bilder von schikanösen Polizeikontrollen und solche, die seit Woodstock bekannt sind: Festivaliers im Schlafsackmorgendliches Zähneputzen im Zeltlager. Und auch die Musik glaubt man seit jenen fernen Tagen schon zu kennen. Prominente Vertreter der Richtung „deutscher Rock“, die manchem Popfreund ein Grausen ist, viele andere aber glücklich macht, sind dabei. Udo Lindenberg, Wolfgang Niedecken und „Bap“, Wolf Maahn und eine Endlos-Liste von Deutsch-Rockern spielen nun noch einmal im Kino auf. Alles vergeben, der Zweck heiligt die Mittel.“ (15. Dezember 1986)

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Und hier mal die Liste der Künstler/Akteure, die man in diesem Streifen zu sehen bekommt, und diese Liste ist wahrlich beeindruckend:

Wolfgang Ambros – Bap – Biermösl Blosn – Fritz Brause Band – Die Firma – Marian Gold – Chris McGregor – Herbert Grönemeyer – Anne Haigis – Haindling – Die Toten Hosen – Uli Hundt und der Wahnsinn – Frankfurter Kurorchester – Udo Lindenberg – Wolf Maahn und Unterstützung – Hedwig Mitteregger – Mo and the Gangsters of Love – Rio Reiser – Rodgau Monotones – Purple Schulz – Theatre du Pain und Hubertus Bensch – Eisi Gulp – Werner Kozwara – Freda Meissner-Blau – Helmut Ruge – Claudia Schenk – Pfarrer Andreas Schlagenhaufer – Günter Wallraff

Und eben fällt mir, dass ich ich in dieser Liste doch glatt noch den großartigen Kevin Coyne vergessen habe.

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Die Toten Hosen – noch ziemlich jung

Für die handwerkliche Qualität der Musikaufzeihnungen zeigte eben de Rockpalast Wagner und da weiß man schon was man hat.

Beeindruckend die Dokumentation rund um den Film … all diese gruseligen Bilder eines völlig überzogenen Verständnis von Staatsmacht – gewalt …

Daher mein Prädikat: Sehr empfehlenswert … eine zeitgeschichtliche Dokumentation von besonderer Güte !

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Rio Reiser + Campino

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Die toten Hosen – Opel Gang (1983)

fcthMan kann getrost sagen, dass die „Toten Hosen“ ein Phänomen sind. Angefangen haben sie als knackige Punkkapelle … eine von vielen der damaligen Zeit. Ich glaube, dass insbesondere die starke Persönlichkeit von Campino der Band geholfen haben, all die Jahre/Jahrzehnte mittlerweile nicht nur zu überleben, sondern auch musikalisch stets überzeugend und glaubwürdig zu bleiben. Und so feiern sie heuer mit einer großen Tournee ihr 30jähriges Jubiläum und geblieben ist dabei nicht nur die Power, sondern auch – und das beeindruckt mich insbesondere – ihre klaren gesellschaftspolitischen Positionen.

Die Band „Die Toten Hosen“ wurde 1982 von Campino, Andreas von Holst, Andreas Meurer, Michael Breitkopf, Trini Trimpop und Walter November als Nachfolger von ZK im Ratinger Hof in Düsseldorf gegründet. Für das erste Konzert Ostern 1982 im Bremer Schlachthof wurde die Gruppe vom Veranstalter versehentlich als „Die Toten Hasen“ angekündigt. Im selben Jahr erschien die Debütsingle Wir sind bereit und danach Reisefieber. Gitarrist Walter November verließ die Band aufgrund eines Drogenproblems 1983 überraschend. Die dritte Single mit dem Partylied Eisgekühlter Bommerlunder gilt als erster Achtungserfolg, da sie gelegentlich im Radio gespielt wurde. Als erstes Album erschien 1983 Opel-Gang unter dem bandeigenen Independent-Label.

Die Aufnahmen zur Debütplatte „Opel Gang“ gerieten zu einem Endlosmarathon – aufgrund der desolaten Finanzlage innerhalb der Band: „Hatten wir eine Mark gespart, ging es ins Studio, war das Geld durch, hieß es Plakate kleben und jobben.“  (O-Ton Tote Hosen).

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Besetzung:
Michael Breitkopf (guitar)
Andreas „Campino“ Frage (vocals)
Andreas von Holst (guitar)
Andreas Meurer (bass)
Trini Trimpop (drums)

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Titel:
01. Tote Hose (Von Holst) 1.24
02. Allein vor deinem Haus o. dein Vater der Boxer (Frege/Meurer/Trimpop/Von Holst) 2.18
03. Modestadt Düsseldorf (FregeVon Holst/Breitkopf/Trimpop) 2.16
04. Reisefieber (Frege/Meurer/Von Holst/Breitkopf/Trimpop) 3.46
05. Kontakthof (Frege/Von Holst) 2.38
06. Opel-Gang (Frege/Meurer/Von Holst/Breitkopf/Trimpop) 1.47
07. Willi muß ins Heim (Frege/Meurer/Trimpop/Von. Holst) 2.17
08. Wehende Fahnen (Frege/Trimpop/Von Holst) 3.08
09. Schwarzer Mann (Frege/Meurer/Von Holst/Breitkopf/Trimpop) 1.10
10. Geld (Frege/Meurer/Trimpop/Von Holst) 2.13
11. Ülüsü (Frege/Meurer/Von Holst) 2.33
12. Es Ist nichts gewesen (Frege/Von Holst) 2.38
13. Sommernachtstraum (Frege/Meurer/Trimpop/Von Holst) 1.37
14. Hofgarten (Von Holst/Meurer/Breitkopf) 3.07
15. Bis zum bitteren Ende (Frege) 2.19

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Die Roten Rosen – Wir warten auf´s Christkind (1998)

frontcover1Für mich definitiv ein Klassiker der Weihnachtsmusik:

Wir warten auf’s Christkind ist ein Album der Musikgruppe Die Toten Hosen, das die Band unter dem Pseudonym „Die Roten Rosen“ zusammen mit Jon Caffery produzierte und zu Weihnachten 1998 beim bandeigenen Label JKP erstmals veröffentlichte.

Das Album enthält, neben einer Reihe „verrockter“ Coverversionen deutsch- und englischsprachiger weihnachtlicher Volkslieder und Popsongs, eine Neueinspielung ihres satirischen Stückes Frohes Fest aus dem Jahr 1987. Die tragikomischen Lieder Weihnachtsmann vom Dach und Weihnachten bei den Brandts sind neue Stücke.

Der Name des Albums ist an das Motto der Sendung Wir warten aufs Christkind angelehnt, die seit den 1960er Jahren über mehrere Jahrzehnte im Kinderprogramm der ARD regelmäßig am 24. Dezember ausgestrahlt wurde. Bei der musikalischen Gestaltung des Albums wurde die Band von der britischen Punkband The Boys beeinflusst, die 1980 unter dem Bandnamen „The Yobs“ The Yobs Christmas Album veröffentlicht hatten.

Die Aufnahmen fanden im Sommer statt. Die Band berichtet, damals Unmengen an Weihnachtsgebäck gegessen und viel Glühwein getrunken zu haben, um in die richtige weihnachtliche Stimmung zu kommen. Für das Projekt erfanden die Musiker neue Künstlernamen: Campino nannte sich „Judas Inocenti“, Andreas von Holst war „Johannes der Säufer“, Michael Breitkopf war „King Scratch Salomon“, Andreas Meurer „Cardinal Mendoza“ und Wolfgang Rohde trommelte als „Herr Rohdes“. Auch Vom Ritchie, der schon damals wegen Rohdes Wirbelsäulenproblemen öfters am Schlagzeug einsprang, ist auf dieser Platte vertreten und nannte sich „Vom, The Baptist“.

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Als Gastmusiker wirkten Monique Maasen von Asmodi Bizarr, Matt Dangerfield und Honest John Plain von The Boys und Arturo Bassick von The Lurkers mit.
Andreas von Holst singt Still, still, still während eines Konzerts in Freiburg im Breisgau (2008)

Die Toten Hosen stellen die „Roten Rosen“ meist scherzhaft als eine andere Band dar. So empfehlen „Die Roten Rosen“ in ihrem Booklet einen „Die Toten Hosen Kalender“ als Produkt von „guten Kollegen“ und in der Online-Biographie der „Toten Hosen“ ist zu lesen: „Zurück in Düsseldorf musste die Band feststellen, dass sich bereits die Roten Rosen bei ihnen im Proberaum breit gemacht hatten. Man wurde genötigt, mit ihnen am Weihnachtsalbum „Wir warten auf’s Christkind“ zu arbeiten.“

Das Album enthält überwiegend Coverversionen bekannter Weihnachtslieder, in denen man das klassische Arrangement durch harte Gitarrenklänge ersetzte. Auch textlich weichen viele Lieder vom Original ab. So heißt es zum Beispiel in Ihr Kinderlein kommet:

„Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all, zum Kiffen herkommet in Bethlehems Stall und seht, was in dieser hochheiligen Nacht, das Gras aus Jamaika für Freude uns macht.“

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Beim Lied Frohes Fest handelt es sich um eine Neueinspielung eines Titels von der B-Seite der Single Sascha … ein aufrechter Deutscher aus dem Jahr 1992. Das Stück war zuvor bereits 1987 auf dem Sampler How Much More Black can it Be erschienen – hier allerdings noch mit anderem Text. Alle Jahre wieder und Leise rieselt der Schnee waren ebenfalls für die Sascha-Single eingespielt worden, jedoch noch in völlig anderer Version.

Der Song Still, still, still wurde später von Jamba zur Untermalung der Mobiltelefon-Applikation Der besoffene Elch benutzt. (Quelle: wikipedia)

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Und die Toten Hosen wären nicht die Toten Hosen … wenn ihnen bei diesem Thema so gar nichts heilig ist … Ein Weihnachtskracher nach dem anderen, bitterböse, auch zynisch aber immer sowas von auf den Punkt gebracht.

„Wer hätte das gedacht? Nach elf Jahren Funkstille meldeten sich Ende ‘98 urplötzlich Die Roten Rosen zurück aus der Versenkung. Auf ein einziges Album hatten es die alter egos der Toten Hosen bislang gebracht: Never Mind the Hosen — Here’s die Roten Rosen, eine Schlager-Parade mit Knalleffekt, war dafür aber ein echter Volltreffer. Nun also der zweite Hammer? Naja. „Ein Album für alle, die nach der Bescherung noch durchdrehen wollen“ sollte es laut Sänger Judas Inocenti aka Campino werden — und das fiel bei Punk-Versionen von „Oh Tannenbaum“, „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „Ihr Kinderlein kommet“ auch alles andere als schwer. Ebenso punkig der Rest des besinnlichen Programms: Ein paar internationale X-Mas-Traditionals und Evergreens, ein Medley sowie zwei neue Songs zum selben Thema. So die Single „Weihnachtsmann vom Dach“, ein Hosen-typischer, bitterböser Abgesang auf den vom weihnachtlichen Rummel frustrierten Geschenkelieferanten, der es zwar in die Charts schaffte, sich aber schon nach kurzer Zeit wieder verabschiedete. Wen wundert’s? Während Jägermeister, Altbier und Bommerlunder auch außerhalb der Faschingszeit schmecken, liegen weihnachtliche Leckereien eben schon kurz nach den Feiertagen wieder wie Blei in den (CD-) Regalen. Soll heißen: Rein musikalisch ist Wir warten aufs Christkind zweifellos ein nettes, unverkennbares, aber leider auch recht belangloses Hosen-, pardon, Rosen-Album. Aufgrund der thematischen Einseitigkeit dürfte sich der Appetit nämlich selbst bei hungrigen Fans auf die Adventszeit beschränken.“(Stefan Kirmair)

Und mit „Weihnachtsmann vom Dach“ haben sie dann ebengleich einen eigenen Weihnachtsklassiker geschaffen … ebenfalls keine leichte Kost … aber bitter nötig … um mal einen anderen Aspekt in sonstigen Weihnachtssentimentalität zu bringen.

Dazu passend, das Video … siehe unten

Alles in allem … ein unverzichtbarer Beitrag zum Thema „Weihnachten in Deutschland“ !

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Besetzung:
Michael Breitkopf (guitar)
Andreas „Campino“ Frege (vocals)
Andreas von Holst (guitar)
Andreas Meurer (bass)
Wolfgang Rohde (drums)
+
Michael Durrie (vocals bei 12.)
Ritchie (drums)
Ariane Raphael (vocals bei 01.)
Leonie Spiekermann (vocals bei 12.)

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Titel:
01. Ave Maria (Traditional) 1.56
02. Stille Nacht, heilige Nacht (Mohr/Gruber) 1.50
03. Ihr Kinderlein kommet (Traditional) 1.40
04. Oh Tannenbaum (Traditional) 1.20
05. Merry X-Mas Everybody (Lea/Holder) 3.19
06. Weihnachtsmann vom Dach (Frege/v. Holst) 4.02
07. Auld Lang Syne (Traditional) 2.32
08. The Little Drummer Boy (Simeone/Onorati/Davis) 3.49
09. Leise rieselt der Schnee (Traditional) 2.55
10. Alle Jahre wieder (Traditional) 1.28
11. Frohes Fest (Frege/v. Holst) 3.41
12. White Christmas (Berlin) 3.49
13. Weihnachten bei den Brandts (Frege/Breitkopf) 3.42
14. Hark! The Herald Angels Sing (Traditional) 2.20
15. We Wish You A Merry Christmas (Traditional) 3.07
16. Medley: 5.29
16.1. In Dulci Jubilo
16.2. Oh du fröhliche
16.3. Vom Himmel hoch
17. Happy X-Mas (War Is Over) (Lennon/Ono) 2.38
18. Jingle Bells (Traditional) 3.09
19. I Wish It Could Be Christmas Every Day (Wood) 3.52
20. Still, still, still (Traditional) 1.28

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