Stephan Sulke – Ausgewähltes (1983)

FrontCover1Er ist ein Großmeister der leisen Töne:

Stephan Sulke (* 27. Dezember 1943 in Shanghai) ist ein Schweizer Liedermacher, Keyboarder und Gitarrist.

Sulke, Sohn Berliner Juden, wurde in China im sogenannten Shanghaier Ghetto geboren, weil seine Eltern vor den Nationalsozialisten geflüchtet waren. 1949 wollte die Familie nach Deutschland zurück, doch starb der Vater und seine Mutter heiratete in der Schweiz, so dass Sulke hauptsächlich dort aufwuchs. Gelegentlich kam er zu den Großeltern nach Berlin und auch in die USA.

1963 erschien in Paris unter dem Pseudonym „Steff“ seine erste Single Mon tourne-disque, für die er den Grand Prix du Premier Disque erhielt. 1965 veröffentlichte er in Deutschland die Single He, Little Blondie (Little Honda), in den USA eine weitere (Where Did She Go), die vor allem in den Südstaaten erfolgreich wurde. Deshalb veröffentlichte er bis 1967 weitere Singles in den USA, aber auch in Frankreich. 1967 kehrte er wieder in die Schweiz zurück und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Zürich und Bern, ohne einen Abschluss zu erlangen. Gleichzeitig veröffentlichte er unter verschiedenen Pseudonymen Schallplatten in Englisch und Französische Sprache.

StephanSulke1969 baute er sein eigenes Tonstudio in Biel, wo er für Künstler aus der Jazz- und Pop-Szene Aufnahmen machte. 1972 gründete er eine Elektronik-Firma für Studiotechnik in London, die später nach Biel verlegt wurde. 1974 erschienen dann unter seinem richtigen Namen seine ersten eigenen Lieder in deutscher Sprache. Er wurde bald im ganzen deutschsprachigen Raum bekannt und war auch in zahlreichen Fernsehsendungen zu Gast. Neben seinen eigenen Liedern schrieb er aber auch Texte für andere Künstler wie etwa Katja Ebstein oder Erika Pluhar. Das Lied Ich hab’ dich bloß geliebt wurde 1983 von Herbert Grönemeyer auf seiner LP Gemischte Gefühle gecovert.

1982 erschien sein wohl bis heute bekanntestes Lied Uschi. Damit erreichte er im Juli Platz 3 der ZDF-Hitparade. Daraufhin erschienen weitere Titel, die aber nicht mehr an den Erfolg von Uschi anknüpfen konnten. 1982 machte er auch als Buchautor von sich reden. Kekse hieß sein Werk, gefolgt von Liebe gibt’s im Kino (1984).

1987 zog sich Sulke zunächst aus der Branche zurück. Ab 1991 arbeitete er mit dem Architekten Kurt Feldweg in Berlin an verschiedenen Bauprojekten.

StephanSulke2Im Frühjahr 1994 meldete sich Sulke mit schweren Kopfverletzungen an der polnischen Grenze bei der Polizei in Frankfurt (Oder); er gab an entführt und verprügelt worden zu sein. Da sein 500er Mercedes später ausgebrannt aufgefunden wurde, spekulierte die Polizei auf die sogenannte Auto-Mafia als Täter.

Danach zog sich Sulke 1994 zeitweilig aus der Öffentlichkeit zurück. 1999 brachte er aber eine neue CD heraus, und im Jahr 2000 war er auch wieder auf der Bühne zu sehen und tourte erfolgreich durch Deutschland und die Schweiz.

2001 geriet Sulke in die Schlagzeilen, da er bei seinen Immobiliengeschäften auch einen Vertrag mit dem MDR geschlossen hatte. So wurde mit dem damaligen Leiter des MDR Udo Reiter 1992 ein Wohnungsbauprojekt vereinbart, da nach der Wiedervereinigung der Wohnungsmangel auch für MDR-Mitarbeiter spürbar war; aber unterm Strich dem MDR bis 2005 mehrere Millionen Euro Verlust einbrachte.

2002 trat Sulke auch als Maler und Bildhauer in Erscheinung. In Frankfurt am Main war seine Ausstellung Bilder und Skulpturen von Stephan Sulke zu sehen.

2005 schrieb Sulke zusammen mit Christian Berg das Kindermusical Heidi.

Zeitungsartikel

Eigentlich mag ich ja solche Sampler gar nicht so recht. Hier mache ich mal ne Ausnahme. Zum einen dachte ich mir, dass „Ausgewähltes“ ein kleiner, aber feiner Überblick über seine „ersten Jahre“ als Liedermacher sind und zum anderen befinden sich fünf bis dahin unveröffentlichte Versionen auf der LP.

Mir hat´s dabei ganz besonders „Mein lieber Onkel May“ angetan, eine liebevolle Hommage an Karl May, jenen Autor, der so vielen Jungs glühende Backen geschenkt hat.

Wer sich von der Poesie des Stephan Sulkes gefangen nehmen will .. bitteschön ! .

InletsBesetzung:
Stephan Sulke (vocals, guitar, keyboards)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1Titel:
01. Lotte 3.00 (*)
02. Mein lieber Onkel May 2.09 (*)
03. Ulla 2.26 (*)
04. He du da 1.49
05. Der Mann aus Rußland 2.49 (*)
06. Ich hab dich bloß geliebt 3.04
07. Mensch Johnny 3.08
08. Heut seid ihr alle eingeladen 2.56
09. Butzi 2.09
10. Den einen noch 3.23
11. Schnulzensingender Poet 2.20
12. Bist wunderbar 2.51
13. Uschi 1.50
14. Die Moral 4.05
15. Die andere 2.39
16. Der Typ von nebenan 3.55 (*)

Musik und Texte: Stephan Sulke

(*) bisher unveröffentlichte Versionen

LabelB1

*
**

Mein lieber Onkel May, das war ein toller Mann.
Mein lieber Onkel May, an den kam keiner ran.

Wie der mich mit auf Reisen nahm in seine heile Welt,
so mitten aus den Schulaufgaben, komm wenn’s dir gefällt,
da tauschte ich mein Zimmer und bekam wein weites Sternenzelt.
Bei dem war alles klar, da gab’s nur Böse oder gut,
der eine war der Feuerhans der andre war der Shout,
und manchmal floss dabei ein wenig Blut.

Mein lieber Onkel May, war das ein toller Mann.
Mein lieber Onkel May, an den kam keiner ran.

Wie der doch immer alles ohne Zögern gleich verstand,
der konnte einen Vogel treffen, mit der linken Hand,
und ich saß schön im Feuerschein in einem wilden fremden Land.
Mit dem, da ging das Reiten machmal ganze Tage lang,
des nachts, da schliefen wir an einem düstern Felsenhang,
und manchmal wurde mir ein bisschen bang.

Mein lieber Onkel May, das war ein toller Mann.
Zu schade, Onkel May, dass ich nicht mehr mit dir reiten kann.

Verschiedene Interpreten – Witzischgkeit kennt keine Grenzen (1995)

FrontCover1Tja, die Deutschen und der Humor, das ist schon ne ganz spezielle Beziehung und das wird dann auch auf diesem Sampler mehr als deutlich.

Diese Hansa Musik Produktion erschien damals scheinbar in Zusammenarbeit mit den beiden Zeitschriften „Super TV“ und „die zwei“, zwei Publikationen die mir nicht sonderlich geläufig sind.

„die zwei positioniert sich an der Schnittstelle zwischen Frauen- und Programmzeitschrift. Neben dem aktuellen Fernsehprogramm liegt der redaktionelle Fokus auf klassischen Inhalten der Regenbogenpresse wie Stars & Sternchen, Adelsgeschichten, Rezepten und Ratgeberthemen.“

Die Super TV ist eine überregionale klassische Fernsehzeitschrift mit wöchentlicher Erscheinungsweise. In der Super TV werden neben redaktionellen Beiträgen, die besonders auf die Bevölkerung der neuen Bundesländer ausgerichtet ist, eine Vielzahl von Programmübersichten aufgelistet.

SuperTVMärz1990

SuperTV, März 1990

„Die Super TV erscheint in der Mediengruppe Klambt.

Super TV war ein gemeinsames Projekt der süddeutschen Zeitschriftenverlage Burda und Gong, welche die 1990 gestartete Programmzeitschrift eigens für den Osten Deutschlands konzipiert hatten. 1996 übernahm Burda vom Gong Verlag sämtliche Anteile an der Super TV. Im Gegenzug erhielt Gong von Burda dessen langjährige Programmzeitschrift Bild+Funk. 2005 trennte sich Burda zugunsten seiner damaligen Neuerwerbungen TV Spielfilm und TV Today von der Super TV und verkaufte diese an den mittlerweile zur Funke Mediengruppe gehörenden Gong Verlag zurück. Dort wurde die Super TV relauncht und in dessen Programmzeitschriften „Gong“ / „Bild+Funk“ eingliedert.“ (Quelle: wikipedia).

Aber zurück zu diesem Sampler … ursprünglich dachte ich ja, na ja … wird ganz sicher kein Brüller sein … ist es auch nicht, aber dieser Sampler ist zumindest interessanter als ich dachte.

Und das liegt vor allem daran, dass auch etliche DDR Künstler mit am Start waren.

Und mittlerweile weiss ich auch, dass diesen Humoristen aus der DDR schon sehr erfolgreich waren (bei Jürgen Harts „Sing mei Sache sing“ wusste ich es ja schon, siehe hier)

Ansonsten ist die CD auch ne nette Entdeckungsreise. Namen wie „Schauorchester Ungelenk“,  oder Possenspiel sagten bis jetzt noch gar nichts.

Von der westdeutschen Front sind natürlich Hape Kerkeling („Hurz“), Frank Zander und Mike Krüger bestens bekannt und ja, der Mike Krüger hatte schon seine ganz spezielle Note …

Und dann gibt es noch so ein paar Songs, die mich wirklich ein wenig zum schmunzeln brachten:

  • Wir haben die Stones kaputtgespielt
  • Das Trampolin
  • Zehn böse Autofahrer
  • Hurz

Einen ganz besonderen Tiefpunkt stellt dann der Tom Gerhadt dar, der dann bei mir sofort das Prädikat „völlig bescheuert“ erhielt. Und der Hugo Egon Balder ist auch kein besondere Leuchte (da hilft es ihm auch nix, dass er mal kurzfristig Schlgzeuger bei „Birth Controll“ war)

Und noch ein paar weitere Schmankerl: Die Herzbuben sind die Urformation der „Prinzen“ und ihr Lied „Du hast den Farbfilm vergessen“ wurde 1974 von Michael Heubach komponiert. Nina Hagen interpretierte den Titel mit der Gruppe Automobil.

KerkelingSchenkEin Wiederhören mit Heinz Schenk ist auch dabei und ja … auch er war ein ganz besonderer Entertainer. Das Lied „Witzischkeit kennt keine Grenzen“ stammte übrigens von dem ersten Hape Kerkeling Film „Kein Pardon“.

Und so könnte ich zu den einzelnen Auffnahmen noch diverse weitere Geschichten erzählen … aber … das spar ich mir jetzt einfach mal …

So z.B. dass wir mit Rolf Herricht & Hans-Joachim Preil (einem sehr erfolgreichem Komiker-Duo der DDR eine kurze Kostprobe ihres Könnes aus dem Jahre 1968 hören können und mit Eberhard Cohrs („Ein blöder Heini“) gar ins Jahr 1965 wandern.

Oder aber auch: Selbst Silly macht hier Klamauk und zwar gemeinsam mit ihrem Drummer Mike Schafmeier.

Und vielleicht findet der eine oder andere auf dieser CD Aufnahmen, die besonders berühren … weil sie eben damals für Heiterkeit gesorgt haben.

Booklet1

Titel:
01. Hape Kerkeling: Das ganze Leben ist ein Quiz (1991) (Hagemann/Kerkeling/Colagrossi) 3.32
02. Mike Schafmeier & Silly: -Der letzte Kunde (1982) (Schramm/Karma) 5.05
03. Schauorchester Ungelenk: Und Schulz (1994) (Bruhn) 2.26
04. Gerd Dudenhöffer: Toupet (Dudenhöffer) 1.30
05. Wolfgang Lippert: Erna kommt (1983) (Bause/Brandenstein) 3.55
07. Frank Zander: Oh, Susie (1976) (Zander/Marcard) 4.10
08. Helga Hahnemann: Wo is mein Jeld (1986) (Bause/Gentzmer) 3.39
09. Mike Krüger: Das Trampolin (1994) (Krüger) 3.03
10. Possenspiel: Wir haben die Stones kaputtgespielt (1986) (Knippenberg/Possenspiel) 2.27
11. Herkuleskeule: Der Staatsbesuch (1978) (Traditional/Schaller/Elsner) 2.13
12. Wigald Boning: Schirschandudel (1991) (Boning) 2.51
13. Hape Kerkeling: Hurz (1992) (Hagemann/Kerkeling) 3.22
14. Egon: Dorfrock  (1986) (Jeske/Dietz) 2.38
15. Tom Gerhardt: Hallo, ich bin Bätmann (1993) (Gerhardt/Lang) 3.46
16. Illegal 2001: Nie wieder Alkohol (1994) (Schlüter/Vollbehr/Lötzsch) 3.13
17. Hugo Egon Balder: Sing-ling (Single-Song) (1991) (Mayberg) 2.54
18. Rolf Herricht & Hans-Joachim Preil: Der Klavierkauf (1968) (Preil) 1.24
19. Herzbuben: Du hast den Farbfilm vergessen (1989) (Heubach/Demmler) 2.51
20. MTS: Zehn böse Autofahrer (1975) (Traditional/Schmitt) 1.45
21. Eberhard Cohrs: Ein blöder Heini (Cohrs) 6.02
22. Jürgen Hart: Sing mei Sache sing (1980) (Bause/Hart) 4.05
23. Hape Kerkeling & Heinz Schenk: Witzischkeit kennt keine Grenzen (1993) (Hagemann(Kerkeling) 3.35

CD1

*
**

BookletBackCover1

Verschiedene Interpreten – Bye Bye, Lübben City (2008)

FrontCover1Also, im Jahr 2008 erschien so ein Buch mit dem Titel „Bye Bye, Lübben City. Bluesfreaks, Tramps und Hippies in der DDR“ und dieses Buch war eine längst überfällige, und sorgsam recherchierte der Blues-Szene in der DDR:

Lübben hat genauso wenig eine City wie Hintertupfingen und Kleinkleckersdorf. Es ist ein verschlafenes Nest im Brandenburgischen, fernab vom Schuss – ein Ort, wo der Blues lauert. »Bye bye, Lübben City«, die Hymne der ostdeutschen Langhaarigen-Szene, erklärt diese Stadt zum Synonym für den grauen, tristen Alltag in der DDR. Wer nicht den schleichenden Tod vor der Glotze sterben will, geht auf die Piste und hält den Daumen in den Wind.

Das haben seit den Sechzigern unzählige Jeans- und Parka-Träger getan, so, wie es die Berliner Band Monokel in ihrem Song beschreibt: Fünf lange Tage fordern Schule oder Arbeit Tribut, doch am Freitagabend wird Gas gegeben. Und zwar richtig! Montag reiht man sich mit schwerem Schädel, aber voller Batterie wieder in die Tretmühle ein.

Sie nennen sich ›Kunden‹ oder ›Blueser‹, tragen Jesuslatschen, Fleischerhemden und den obligatorischen Shelli. An den Wochenenden sind sie ständig auf Achse. Ausgedehnte Tramptouren führen sie kreuz und quer durch den Osten.

LübbenCity02

Zwiebelmarkt in Weimar, Oktober 1971

Sie feiern in abgeschiedenen Dorfsälen ihre Happenings mit Love & Peace & Suff, okkupieren den Weimarer Zwiebelmarkt oder das Schmöllner Pfefferbergfest. Zu Ostern pilgern sie nach Prag, im Sommer ans Schwarze Meer und im Herbst nach Krakau. Ihr Leitbild bleiben bis in die achtziger Jahre die Ideale der Hippie-Bewegung, der Geist von Woodstock.

Musik ist der Motor. Sie lieben das ›Handgemachte‹, ›Authentische‹: Folk, Southern Rock, vor allem aber siedend heißen, elektrischen Blues. Die Rolling Stones, Doors und ZZ Top sind ihre Helden, Jimi Hendrix, John Mayall und Bob Dylan ihre Götter. (danielweissbrodt.de)

BackCover1

Und hier der passende und auch dringend notwendige Soundtrack zum Buch, denn nur so kann man sich davon überzeugen, mit welcher Kraft und Leidenschaft hier dem Blues mit all seinen unterschiedliche Varianten und Spielarten gefrönt wird.

Und ich sag´s mal so … da hören wir nun wirklich einen Knaller nach dem anderen … das geht schon mit dem titelgebenden Song los … mit einer kleinen Verneigung vor Cream und deren „Crossroads“ Interpretation:

Das Leben der Anderen:
Einige kannte ich ja schon, aber wer bitte ist/war Klaus Renft oder Alexander Blume!? Dass die DDR über eine ganz vorzügliche (Blues-)Musikszene verfügte, die gelegentlich oder öfter so gar nicht dem offiziellen Kulturbild der Funktionäre entsprechen wollte, wussten auch im Westen einige. Aber – und das legt dieser Sampler zum gleichnamigen Buch deutlich genug nahe -, „das Leben der Anderen“ scheint doch einiges mehr gewesen zu sein als die subkulturellen Gitarren- und Harmonikaergüsse ein paar versprengter Freaks, Hippies und Tramps. 16 blues-rockmusikalische Perlen von 16 verschiedenen Bands/Interpreten aus dem einstigen Arbeiter- und Bauernstaat finden sich da, fast alle mit deutschen Texten und in durchgängig ober-erstklassigem Remastering. Das lässt sich hören – in jeder Hinsicht! (Romulus)Was sind wir gepilgert – von Peitz nach Altenburg, vom Freyburger Winzerfest bis in die Samariter Kirche – und immer war er bei uns – der BLUES. Wer wirklich wissen will wer uns neben Canned Heat und Janis Joplin begleitet hat sollte hier reinhören – eine CD nicht nur für Freaks, aber unbedingt für sie…. (amigoberlin)

VorwortBuchausgabe

Aus dem Vorwort des Buches

Was hier gespielt wird,das ist einfach die Bundesliga des DDR Blues,wobei sicher auch die Auswechselbank ihr Mitsagen hat.Schade find ich nur,dass grad die Bluesfans aus dem Westen kaum Ahnung davon haben und wohl auch nicht wollen ? (das ist gelinde gesagt, völliger Quatsch). In Verbindung mit dem Buch stellt es einen wunderbaren Flair des Blueses in der DDR her,der sich leider seine Eigenständigkeit nicht erhalten konnte.Jungs,ich hab Euch schon live erlebt und war davon mehr als beeindruckt!Im Blues wohnt die Seele der Musik und das gilt es zu bewahren ! (Ralf Ackermann)

Und gerde weil ich mich als klassischer Wessi aus den Südstaaten der Republik sehr für diesenn „DDR-Blues“ interessiere …werde ich mich z.B. mit der Band „Panta Rhei“ (für mich eine ganz wertvolle Neuentdeckung und die großarige Veronika Fischer ist auch dabei !) vertiefter beschäftigen.

Und dann schoss mir noch so ein Gedanken durch den Kopf … vielleicht ist diese Musik auch deshalb so intensiv, dann all diese Musiket erlebten ne ganz andere Form der Repression … als ir sie hier als Wessis erlebt haben. Und Blues und Repression … diese Begriffe gehören schon zusammen.

Booklet1

Titel:
01. Monokel: Bye Bye, Lübben City (Kühnert/Linke) 4.22
02. Keimzeit: Ratten (Leisegang) 3.39
03. Engerling: Mama Wilson (Bodag) 4.56
04. Hansi Biebl Band: Für Chuck Berry (Biebel/Schmidt) 5.23
05. Karussell: Autostop (Huth/Demmler) 3.09
06. Stefan Diestelmann Folk Blues Band: Reichsbahn-Blues (Diestelmann) 4.14
07. Jürgen Kerth: Geburtstag im Internat (Kerth) 4.31
08. Panta Rhei; Blues (Swillms/Gerlach) 5.54
09. Klaus Renft Combo: Cäsars Blues (Gläser/Pannach) 5.28
10. Zenit: Dr. Blues (Stolle) 3.24
11. Alexander Blume: Honky Tonk Train Blues (Lewis) 2.55
12. Gitarreros: Johnny B. Goode (live) (Berry) 4.48
13. Jonathan Blues Band: Daddy’s Boogie (Pabst) 5.27
14. Engerling: Der Zug oder die weiße Ziege (Bodag) 4.33
15. Bayon Blues: Vom Gras (Theusner/Gerlach) 4.20
16. Amiga Blues Band: Hoochie Coochie Man (Morganfield) 3.54

CD1

  • (demnächst)
    **
LübbenCity01

Viel geiler geht´s nicht … 

Rolf Zuckowski – Ich kenn ein Haus – 6 Richtige für den Kindergarten (2005)

FrontCover1Für mich ist dieser Rolf Zuckowski der ungekrönte König, wenn nicht gar Kaiser des modernen Kinderliedes (wobei ich Leute wie Frederick Vahle etc. nicht vergessen habe).

Nun, Rolf Zuckowski ist ja Jahrgang 1947 und irgendwann mal istg dann halt Zeit, sich als Kinderlieder-Poet zu verabschieden …

Wenn man dann aber eine eindrucksvolle Liste von eigenen Lieder hat (sein erstes Album erschien im Jahre 1977 (Rolf´s Vogelhochzeit), dann kann man mit diversen Samplern Restverwertung betreiben.

Und genau um ein solches Album handelt es sich bei diesem Beispiel; es gehört zu der Serie „6 Richtige – für jeden Anlass die passende CD!“.

Und natürlich kriegt der sentimentale Kerl in mir feuchte Augen, denn viele dieser Lieder erinnern mich – mal wieder – an meine Zeit als Papa, der zwei wunderbare Töchter hatte und liebte und dem es das größte Vergnügen bereitete, mit diesen Töchtern lautstark Rolf Zuckowski Lieder zu singen.

RolfZuckowski02
Wobei der Rolf Zuckowski ja nicht nur ein traumhaft sicheres Gespür für kindgerechte Gassenhauer-Melodien hatte, sondern insbesondere mit seinen Texten ein ums andere mal sein Plädoyer für eine kindgerechte Welt präsentierte. Und auch heute noch sind viele seiner Texten einfach ein wertvoller Beitrag, nicht nur für die Rechte der Kinder, sondern auch für Werte wie Toleranz und Respekt:

Die Lisa hat nen Lockenkopf und kaffeebraune Haut,
ein langes weißes Schnuffeltuch und schreien kann sie auch
Der Ole trägt ne Brille und hat Haare blond wie Stroh,
er singt den ganzen Tag aus voller Kehle irgendwo
und eines Tages hört man ihn bestimmt im Radio.

Zum Glück gibts zwischen Kindern so manchen Unterschied,
sonst wär die Langeweile groß und es gäb bestimmt nicht dieses Lied

Das eine Kind ist so, das andre Kind ist so
doch jedes Kind ist irgendwann geboren irgendwo.
Das eine Kind ist groß, das andre Kind ist klein,
doch jedes Kind will träumen und vorallem glücklich sein.
Vorallem glücklich sein.

Mohammed hat grad deutsch gelernt und türkisch kann er auch,
und wenn er seine Witze reißt liegt alles auf dem Bauch.
Su-Wong, die kann Karate und besiegt den stärksten man,
Sie legt ihn auf den Rücken schneller als er gucken kann
und ihre großen Augen sehn ihn dabei lachend an.

Zum Glück gibts zwischen Kindern so manchen Unterschied,
sonst wär die Langeweile groß und es gäb bestimmt nicht dieses Lied.

Das eine Kind ist so, das andre Kind ist so
doch jedes Kind ist irgendwann geboren irgendwo.
Das eine Kind ist groß, das andre Kind ist klein,
doch jedes Kind will träumen und vorallem glücklich sein.
Vorallem glücklich sein.

Maria kommt aus Griechenland.
Rodrigo aus Peru.
Ich komm aus Hamburg-Altona.
Na, und woher kommst du?
Die Welt ist groß und überall gibts Kinder so wie dich.
Und jedes sucht auf seine Art den Sonnenschein für sich
Und jedes sucht auf seine Art den Sonnenschein für sich.

Zum Glück gibts zwischen Kindern so manchen Unterschied,
sonst wär die Langeweile groß und es gäb bestimmt nicht dieses Lied

Das eine Kind ist so, das andre Kind ist so
doch jedes Kind ist irgendwann geboren irgendwo.
Das eine Kind ist groß, das andre Kind ist klein,
doch jedes Kind will träumen und vorallem glücklich sein.
Vorallem glücklich sein.

Booklet01AOder aber auch:

Kinder sind das grösste
Kinder sind beliebt
alle Leute freu’n sich
dass es‘ Kinder gibt

Solange sie putzig sind
und nicht zu schmutzig sind
solange sie niedlich sind
und immer friedlich sind

Doch wenn sie mehr kapier’n
und den Respekt verlier’n
was hör’n sie dann:
Was geht denn dich das an

Kinder sind das grösste
Kinder sind beliebt
alle Leute freu’n sich
dass es‘ Kinder gibt

Solang sie drollig sind
und nicht zu mollig sind
Solang sie witzig sind
und immer spritzig sind

Doch wenn sie zu viel fragen
ihre Meinung sagen
hör’n sie bloss:
Werd‘ du man erst mal gross …

Alles klar ?

Für alle kleinen und großen Kinder … der Mann hat was zu sagen … und er hat sich in seinen Liedern auch nie gescheut, heikle Themen anzusprechen … Respekt !

RolfZuckowski03
Besetzung:
Rolf Zuckowski (vocals, guitar)
+
diverse große und kleine Kinder als Sänger und Musiker

Tray1Titel:
01. Ich kenn‘ ein Haus (Das Kindergartenfest) (Zuckowski) 2.17
02. Im Kindergarten (Zuckowski) 3.01
03. Meine Füße (Oberpichler/Faber/Feils/Michaelis) 3.32
04. Das Auto Sausesamt (Lambert) 3.02
05. Das eine Kind ist so, das andre Kind ist so (Zuckowski) 3.43
06. Der Kindergarten ist jetzt aus (Oberpichler/Faber/Feils/Michaelis) 2.31
07. Kinder sind das Größte (Zuckowski) 2.29
+
Die Karaoke-Instrumental Playbacks zum mitsingen:
08. Ich kenn‘ ein Haus (Das Kindergartenfest) (instrumental) 2.18
09. Im Kindergarten (instrumental) 2.51
10. Meine Füße (instrumental) 3.32
11. Das Auto Sausesamt (instrumental) 3.02
12. Das eine Kind ist so, das andre Kind ist so (instrumental) 3.45
13. Der Kindergarten ist jetzt aus (instrumental) 2.30
14. Kinder Sind Das Größte (instrumental) 2.27

CD1

*
**

RolfZuckowski01

United Jazz + Rock Ensemble – Zwischenbilanz – Das Beste aus den Jahren 1977 – 1981 (1981)

FrontCover1Jetzt behaupte ich ganz einfach mal, was viel besseres (mit Ausnahme von Klaus Doldinger) konnte dem deutschen Jazz-Rock nicht passieren, als dass sich genaz dieses Ensemble zusammengefunden hat:

Das United Jazz + Rock Ensemble (abgekürzt United oder UJRE) war eine Fusion-Band, die von 1977 bis 2002 bestand und Größen des Jazz und Jazzrock aus ganz Europa vereinigte.

In seiner mit fünf bis sechs Bläsern annähernden Bigband-Besetzung spielte das Ensemble überwiegend Eigenkompositionen. Die Stilistik der Stücke ist vor allem dem Jazzrock verbunden, aber auch andere Musikstilrichtungen sind vertreten. Insbesondere Charlie Mariano brachte durch seine Erfahrung mit indischer Musik gelegentlich ethnische Einflüsse in das Repertoire der Band.

Im Jahre 1975 plante der Regisseur Werner Schretzmeier, die Jugendserie Goldener Sonntag für den Süddeutschen Rundfunk zu drehen. Für diese Serie sollte eine Studiogruppe gegründet werden. Schretzmeier wandte sich an Wolfgang Dauner, für den er schon früher, als Manager der Avantgarde-Gruppe et cetera, gearbeitet hatte. Wegen der Zielgruppe sollte die Musik rockiger und kein „reiner“ Jazz sein. Dauner sprach Bekannte an, die rock-orientierter waren als er, wie zum Beispiel Schlagzeuger Jon Hiseman. So entstand die Formation, mit bereits fast allen späteren Mitgliedern von United.

United01
Die einzelnen Mitglieder der Band hatten bereits vor der Gründung und auch parallel zur Existenz des United Jazz + Rock Ensemble erfolgreich Musik in unterschiedlichen Stilrichtungen gemacht, weshalb das UJRE auch „Band der Bandleader“ genannt wurde. Die fachlich herausragende künstlerische Stellung der Musiker wird auch dadurch belegt, dass einige von ihnen an (Musik-)Hochschulen lehrten bzw. noch lehren. Diese prägende Vielfalt aus verschiedenen, gleichwertigen Musikern, von denen jeder eigene Kompositionen – oft aus der Arbeit mit eigenen Ensembles – zum Repertoire beisteuerte, sorgte für viel Abwechslung und gab der Band einen gewissen experimentellen Touch.

Im Jahre 2002 kam mit der „Farewell Tour 2002“ der Abschied der Gruppe von gemeinsamen Auftritten. Dieses war nicht zuletzt durch die Parkinson-Erkrankung von Barbara Thompson begründet. (Quelle; wikipedia)

Und hier nun als Beleg für meine Anfangsthese ein erstes Beispiel für die Schaffenskunst dieses Ensemble, und zwar ein Sampler, der Live- und Studio – Aufnahmen aus den Jahren 1977 und 1981 enthält.

Was schreib ich da: Dass man mit der Zunge schnalzen muss ? Dass man ungläubig zuhört, dass man sich wundert, dass so ein hochkarätiges Ensemble so lange existieren konnte (mit der Gewissheit, dass hie noch öfters von diesem Ensemble die Rede sein wird) ?

Oder ganz einfach. Reinhören !

United02
Besetzung:

Ian Carr (trumpet, flugelhorn)
Wolfgang Dauner (piano, synthesizer)
Jon Hiseman (drums)
Volker Kriegel (guitar)
Albert Mangelsdorff (trombone)
Charlie Mariano (saxophone)
Ack Van Rooyen (trumpet, flugelhorn)
Barbara Thompson (saxophone)
Eberhard Weber (bass)
Kenny Wheeler (trumpet, flugelhorn)

BackCover1Titel:
01. Ausgeschlafen (Dauner)
02. Storyboard (Kriegel)
03. Gone With The Weed (Carr)
04. Circus Gambert (Kriegel)
05. South Indian Line (Mariano)
06. Be-Bop Rock (Dauner)
07. Wart G’Schwind (Mangelsdorff)

LabelA1*
**

Klaus Beyer – Die Fanklubplatte (1995)

FrontCover1So klingt das dann, wenn Diletantismus der furchtbarsten Art zur Kunstform erhoben wird:

Klaus Beyer (* 8. Juli 1952 in Berlin) ist ein deutscher Kerzenzieher, Filmemacher, Komponist und Poet.

Er lernte den Beruf des Kerzenwachsziehers (Gesellenprüfung 1971 in München) und arbeitete bis 1997 in einer Berliner Kerzenfabrik. 1980 begann er, Lieder seiner Lieblingsband The Beatles für seine Mutter ins Deutsche zu übersetzen und nahm die Songs neu auf Tonband auf, es entstanden auch erste Videos auf Super-8. 1984 wurde er von Gabi Poschmann im Umfeld der Genialen Dilletanten „entdeckt“. Seine
Filme wurden erstmals im Kreuzberger Frontkino öffentlich gezeigt, waren 1987 auf der documenta und bei zahlreichen Filmfestivals in São Paulo, Seoul, London und New York zu sehen. Bekannt wurde er auch durch mehrere Auftritte in Produktionen von Christoph Schlingensief. (Quelle: wikipedia)

Und bekannt wurde er eben auch durch seine krude Musik, die zu beschreiben kaum möglich ist. Unsäglicheres hat man selten gehört und ich frag mich ziemlich verwirrt, wie kann es sein, dass dieser Klaus Beyer so viele CD`s (oder sollte ich sagen: Machwerke) veröffentlicht hat.

Booklet01AHier kann man sich den „König der Dilettanten“ anhören und ich sag´s mal so: Wer glaubt, durch Buße im irdischen Leben sich die Hölle zu ersparen, sollte sich diese Aufnahmen anhören und ich mag kaum glauben, dass jemand soviele Sünden begannen hat, dass er nicht nach dem einmaligen Anhören dieser CD für den Rest seines Lebens geläutert ist und der direkte Aufstieg in den Himmel zu erwarten ist.

Diese CD hatte eine Auflage von 1.000 Stück und wurde nur an die Mitglieder des Fanklubs verkauft … und bei Konzerten konnte man sie wohl auch auch käuflich erwerben … nun ja.

Booklet05ABei den Aufnahmen verwandte er auch diverse „tape-looped clips“ von den Originalaufnahmen … von daher … ganz sicher auch ein kreativer Prozeß, aber dennoch: wer sich dieses Kunstwerk herunterlädt … sollte wissen, was er tut !

Wir erinnern uns: Angefangen hat alle damit damit, dass er für seine Mutter Beatles Songs ins deutsche übersetzte … hat sich nicht mal Siegmund Freud zum Thema Mutterkomplex geäussert ?

Oder
Homerecordings, sketches, spoken word, live recordings and his famous Beatles coverversions in German language (to tape-looped clips of their original music!). A best of (or worst of?) of recordings 1982-1994. (by .discogs.com)

KlausBeyer2

Klaus Beyer heute … tja

Besetzung:
Klaus Beyer (vocals, guitar, organ
+
Frank Behnke (guitar bei 25.)
Behnke Bros (bei 15.)

KlausBeyer

Klaus Beyer heute … tja

Titel:
01. Hallo Susanne (Anrufbeantworter ’94) (Beyer)    0.42
02. Ich sah ein Gesicht (Beyer) 2.30
03. Die Glatze (Original 1983) (Beyer) 1.30
04. Meine Liebe (All My Loving) (Lennon/McCartney/Beyer) 3.40
05. Es wird schon besser (Getting Better (Lennon/McCartney/Beyer) 2.53
06. Julia (Scheiße-Version) (Lennon/McCartney/Beyer) 1.00
07. Diverse Versuche (Beyer)  0.30
08. Schaff dir nie ein Auto an (Beyer)
09. Hey Jude (Lennon/McCartney/Beyer) 4.15
10. Hauptmann Pepper (Scheiße-Version) (Lennon/McCartney/Beyer) 0.20
11. Rockin‘ All Over The World (Fogerty) 215
12. Wenn der Sommer wiederkommt (Beyer) 2:.07
13. Grüß dich Sonnenschein (Chorus Zwischenteil) (Good Day Shunshine) Lennon/McCartney/Beyer) 0.20
14. Ansage: Klaus Beyer (Beyer) 0.40
15. Der Cowboy (Beyer) 2.40
16. Jede Kleinigkeit (Lennon/McCartney/Bleyer) 1.58
17. Eleanor Rigby (Lennon(McCartney/Beyer) 2.00
18. Nachrichten mit Wetterbericht (Beyer) 0.56
19. Ich verliere (I´m A Loser) (Lennon/McCartney/Beyer) 2.26
20. Kreuzberger Frauen (Urversion) (Gebrüder Blattschuss) 3.10
21. Ballade von Struppi (1982 Version) (Beyer)  2.15
22. Fleckenstift Eukrasit (Klappt-nicht Version) (Frankenfeld) 0.40
23. Gelbes Unterwasserboot (Yellow Submarine) (Lennon/McCartney) 2.45
24. Ich lieb dich so (Beyer) 1.34
25. Sie ist heute fort  (Beyer)   0.43
26. Endlosrille der Sgt. Pepper LP (Beyer) 0.44

CD1

*
**

Tray1

Die aktuelle website;

Website.jpg

Verschiedene Interpreten – Viktor Worms präsentiert Hits des Jahres – Ihre Siegertitel (1987)

FrontCover1.JPGAlte Sampler mit Schlagermusik der 60er Jahre gibt´s in diesem blog ja nicht zu knapp.

Höchste Zeit also, dass ich mal moderner werde. Und schon bin ich im Jahr 1987 gelandet … Und da präsentiere ein Viktor Worms die Hits des Jahres:

Viktor Worms (* 30. August 1959 in Düsseldorf) ist ein deutscher Journalist und Fernsehmoderator.

Nach seinem Abitur am Gymnasium Koblenzer Straße in Düsseldorf absolvierte Worms 1981 ein Volontariat bei Radio Luxemburg. Danach war er als Redakteur und Moderator für den Sender tätig. Bekanntheit erzielte er von 1985 bis 1989 als Moderator der ZDF-ViktorWorms1.jpgHitparade. Von Oktober 1990 bis September 1991 moderierte er auf Tele 5 die Sendung Stadt, Land, Fluss. Daneben arbeitete er seit 1988 für Antenne Bayern, erst als Moderator, von 1988 bis 1994 als Unterhaltungschef und Leiter hörergerichtetes Marketing, 1994 wurde er Programmdirektor bei Antenne Bayern. Gleichzeitig war er bis 1998 als freier Hörfunkberater (z. B. in Österreich / Moderationstrainer für die BLM, München) tätig.

Vom 1. Dezember 1998 bis zum 31. August 2001 war Worms ZDF-Unterhaltungschef. Dort war er unter anderem für die Produktion von Wetten, dass..? verantwortlich.[1] 2002 war er zehn Monate lang Geschäftsführer von Dolce Media, der TV-Produktionsfirma von Christoph und Thomas Gottschalk, seit 2003 ist er Geschäftsführer der MPS Mediconsulting GmbH, die 2004 in Worms Mediapartner GmbH umbenannt wurde. Von 2002 bis 2008 beriet er die Aktion Mensch. Bis 29. März 2008 produzierte er im Auftrag von Dolce Media mit seiner Firma Wetten, dass..?, vom 15. Juli 2008 bis Ende 2010 war er Redaktionsleiter und Produzent der ZDF-Show Willkommen bei Carmen Nebel.

ViktorWorms2.jpg

Viktor Worms als Medienberater im Jahr 2017

Worms war 2011 für Red Bull Media House als Berater tätig. Außerdem arbeitete er zusammen mit André Heller 2011 an der Show Magnifico. (Quelle: wikipedia)

SinglePack1.jpg

Und hier präsentiert er eben – wie bereits oben erwähnt die „Hits des Jahres“.

In den 80er Jahren habe ich die Schlagerszene so gut wie überhaupt nicht beachtet, umso überraschter war ich, dass ich doch so etliche Titel noch kannte, bzw. noch im Kopf hatte. Da sieht man mal wieder, wie sich Ohrwürmer festsetzen können.

SinglePack2.jpg

Es geht eigentlich ganz gut los, aber nur weil die Juliane Werding bei mir ein Stein im Brett hat (warum auch immer … aber ne gute Stimme hat sie auch). Und dann folgen einige Künstler, die damals einen großen Namen hatte:

Münchener Freiheit – Nicki –  Roland Kaiser – Ingrid Peters – Howard Carpendale und die Nicole. Insbesondere Nicki und Nicole lösen noch heute in mir allergische Reaktionen aus … gleiches gilt übrigens auch für die Flippers !

Karl Gott und Drafi Deutscher gab´s auch noch …

SinglePack3.jpg

Sänger wie Ibo oder G.G. Anderson sagen wir überhaupt nichts, aber bei dem Ibo Song hat Mich Hannes von Franz K. mitgewirkt. Da fällt einem nur noch der Begriff des Fremdschämens ein.

Und an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist dann der Wolfgang Fierek mit seinem „Resi, i hol di mit meim Traktor ab“. Sorry, da gibt´s dann wirklich mal das Prädikat dümmlich.

Völlig durchgeknallt (wir kannten ihn damals nicht anders … der Frank Zander mit einer Parodie eines Falco Songs.

SinglePack4.jpg

Und auch dieses Album diente einem guten Zweck: diesmal sollten die „SOS Kinderdörfer“ unterstützt werden … zumindest hier gibt´s ne Zustimmung meinerseits. Entsprechende salbungsvolle Worte kann man auch noch lesen … sogar Professor Dieter Stolte, damals Intendant des ZDF griff zur Feder … siehe unten.

Aber „Ba-Ba-Banküberfall“ ist natürlich weiterhin großartig … Wiener Schmäh der Extraklasse !

BackCover1.JPG

Titel:
01. Juliane Werding: Stimmen im Wind (Steinhauer/Kunze) 3.30
02. Münchener Freiheit: Ohne dich (Zauner/Strobel/Kunze) 4.05
03. Nicki: Wegen dir (Steinhauer/Frey) 3.49
04. Roland Kaiser: Midnight Lady (Bohlen/Kaiser/Hammeerschmidt) 4.08
05. Ingrid Peters: Über die Brücke gehn  (Blum) 2.52
06. Howard Carpendale: Lisa ist da (Key Largo) (Higgins/Limbo/Thielon) 3.41
07. Nicole: Lass mich nicht allein (Siegel/Meinunger) 3.45
08. Karel Gott & Darinka: Fang das Licht (Zmozek/Kunze) 3.33
09. Erste Allgemeine Verunsicherung: Ba-Ba-Banküberfall (Spitzer) 3.35
10. Frank Zander: Jeannie (Die reine Wahrheit) (R.Bolland/F.Bolland/Falco/ Zander/Hammerschmidt) 5.15
11. G.G. Anderson: Mädchen Mädchen (Grabowski/Stein/Kastning) 2.57
12. Die Flippers: Die rote Sonne von Barbedos (Busse/Rupprich) 3.28
13. Wolfgang Fierek: Resi, i hol di mit meim Traktor ab (Haller/Meinunger) 3.20
14. Ibo: Ibiza Teil 2 (Gerke/Hannes) 3.16
15. Drafi Deutscher: Herz an Herz Gefühl (Sensuality) (Deutscher/Meinunger) 4.15
16. Peter Schilling: Ich vermisse dich (Schilling) 3.20

LabelB1.JPG

*
**

Hüllentext1.jpg

Hüllentext2.jpg

Rolf Zuckowski & seine Freunde – Ich schaff‘ das schon (1990)

FrontCover1.jpgFür mich war und ist der Rolf Zuckowski ein Glücksfall, nicht nur für meine Töchter …

Rolf Zuckowski (* 12. Mai 1947 in Hamburg) ist ein deutscher Musiker, Komponist, Musikproduzent und Autor von Kinderliedern. Zuckowski zählt mit über 20 Millionen verkauften Tonträgern zu den kommerziell erfolgreichsten Künstlern in Deutschland.

Rolf Zuckowski ist der Sohn eines Seemanns und einer Friseurin. 1961 schenkte ihm sein Vater eine Gitarre. Als Mitglied der Schulband The Beathovens des Albrecht-Thaer-Gymnasiums in Hamburg, das er besuchte, war Zuckowski Sänger und Gitarrist; dort sammelte er 1965 erste Erfahrungen in der Musik. Sein erstes Album entstand; Happy to be happy. Das bedeutete den Anfang seiner Musikerkarriere. Im selben Jahr, also 1967, nahm er das Studium der Betriebswirtschaft in Hamburg auf, das er 1972 mit dem Diplom abschloss. 1971 brachte Zuckowskis Frau Monika das erste Kind, Anuschka, zur Welt. Zuckowski wurde 1972 Assistent der Geschäftsführung im Musikverlag Hans Sikorski. 1974 wurde sein Sohn Alexander geboren.

Als Produzent, Liedtexter und Dirigent beim Eurovision Song Contest feierte Zuckowski Erfolge mit der Band Peter, Sue & Marc. Außerdem schrieb er Texte für zahlreiche

RolfZuckowski1981.jpg

Rolf Zuckowski, 1981

weitere Künstler. Inspiriert durch das Leben mit seinen Kindern, vertonte er 1974[3] die Bilder seines Freundes Peter Meetz, eines ehemaligen Mitglieds und Schlagzeugers seiner ersten Band The Beathovens. So entstand 1977 das Singspiel Rolfs Vogelhochzeit. 1978 gab er erste Konzerte in Schulen und Kindergärten in Niedersachsen. Es folgte die Veröffentlichung von Rolfs Schulweg-Hitparade 1979 in Zusammenarbeit mit der Aktion „Ein Herz für Kinder“, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat und der Deutschen Verkehrswacht und die darauf folgende erste bundesweite Tournee 1980 für die Aktionen „Kind und Verkehr“ sowie „Ein Herz für Kinder“.

Rolf und seine Freunde wurden ab 1981 mit dem Lied Du da im Radio und der LP/MC Radio Lollipop im Rundfunk und mit der eigenen Hörfunk-Serie Hallo du da bei Radio Luxemburg bekannt. Ebenfalls 1981 wurde Zuckowski Nachfolger von Georg Bossert und Anke Engelke als Moderator der Kindersendung Moment mal bei Radio Luxemburg. Das Lied … und ganz doll mich, eine Coverversion des Liedes Ich mag von Volker Lechtenbrink, wurde 1982 in Wetten, dass..? präsentiert. Rolf und seine Freunde wurden bundesweit populär. Das Album Lieder, die wie Brücken sind erschien und wurde zum Markenzeichen für die Arbeit von Rolf Zuckowski. Er erreichte Platz 1 in der ZDF-Hitparade mit … und ganz doll mich. Es folgte ein neues Album: Wir warten auf Weihnachten.

Im Jahr 1983 entwarf Zuckowski für Peter Maffay das Konzept-Album Tabaluga und schrieb Titel dafür, unter anderem Nessaja (Ich wollte nie erwachsen sein). Zudem produzierte er ein neues Album; Was Spaß macht. Zuckowski entwickelte 1984 die Große Show für kleine Leute, die im ZDF ausgestrahlt wurde. … und ganz doll mich kam mit 3776 von Kindern getexteten Zeilen als „längstes Lied der Welt“ ins Guinnessbuch der Rekorde. Im selben Jahr wurde Zuckowskis Sohn Andreas geboren. 1987 startete eine neue Fernsehserie unter dem Titel Singen macht Spaß mit zwölf Folgen im ZDF. Das Lied In der Weihnachtsbäckerei wurde 1987 in Wetten, dass..? vorgestellt und über Nacht zum neuen Volkslied. In Zusammenarbeit mit der Finkwarder Speeldeel entstand 1989 das Album HH zum 800. Hafengeburtstag. Außerdem war Rolf Zuckowski Erzähler bei Das große Abenteuer Musik, einer Klassik-Serie für Kinder. (Quelle: wikipedia)

RolfZuckowski1988.jpg

Und das war ja eigentlich nur der Anfang … bis heute ist noch in Sachen Musik aktiv ..

Und hier ein Sampler aus dem Jahr 1990 (die Aufnahmen stamme aus den 80er Jahren) … jede Menge Mutmacher Lieder für kleine und große Kinder … und bei dem Vatersong „So wollt‘ ich doch nie sein“ kann ich mich gut an die eigene Nase fassen … und bei „Meine Mami“ denke ich voller Dankbarkeit an die Mutter meiner Töchter (oder auch: meine 1. Ehefrau).

Und mit viel Gefühl betrachte ich dann meine drei Enkelkinder und zwei davon hören noch heute nur zu gerne … Rolf Zuckowski und deshalb wird diese CD dann demnächst den Besitzer wechseln.

BackCover1.jpg

Titel:
01. Ich schaff‘ das schon 4.44
02. Hallo Welt 2.56
03. Lichter in der Dunkelheit 2.54
04. Papa bist du müde 2.35
05. Ohne dich 3.06
06. Meine Mami 2.55
07. So wie du bist 3.07
08. Gemeinsam unterwegs 2.45
09. Was Spaß macht ist verboten 3.20
10. Gepäck für’s Leben 2.56
11. Wir sind Kinder, der Stoff aus dem die Zukunft ist 3.22
12. So wollt‘ ich doch nie sein 3.08
13. Ich flieg‘ mit dem Wind 4.01
14. Es geht immer noch ein bißchen weiter 3.22

Musik und Texte: Rolf Zuckowski

CD1.jpg

*
**

Nordsee (Fast-Food-Kette) – Aerobic fit mit Nordsee (irgendwann in den frühen 80er Jahren)

FrontCover1Vielleicht erinnert sich noch einer an diesen Aerobic-Irrsinn, der in den 80er Jahren durch Deutschland tobte.

Und davon profitieren wollte auch die Fast-Food-Kette „Nordsee“ … und von daher haben wir wieder mal ne Werbeplatte im Angebot, die eigentlich keiner braucht, aber dennoch ein schmunzeln auslösen kann. Und natürlich löste dieses Album bei mir den Impuls aus, wieder mal ein wenig Firmengeschichte zu treiben:

Die Nordsee GmbH (ehemals Nordsee Fischspezialitäten GmbH) betreibt unter der Bezeichnung Nordsee eine Schnellrestaurantkette mit den Schwerpunkten Fisch und Meeresfrüchte. Sie entstand aus dem Frischfischhandel, der durch Salate und Fischbrötchen (z.B. mit Fischfrikadelle als Bremer) ergänzt wurde. Später kamen auch gegrillter, gedünsteter und gebratener Fisch, Fischnuggets und ähnliche Snacks sowie Wraps ins Sortiment.

Die Filialstruktur von Nordsee teilt sich in die drei Bereiche Snack (397 Standorte), Restaurant (386 Standorte) und Meeresbuffet (168 Standorte), die häufig in einer Filiale kombiniert auftreten.

Nordsee1896.jpg

Die Anfänge … 1896

Nordsee wurde am 23. April 1896 in Bremen von einer Gruppe Bremer Reeder und Kaufleute unter Führung des Reeders Adolf Vinnen (1868–1926) als Deutsche Dampffischerei-Gesellschaft Nordsee gegründet. Sie gingen auf Fischfang, um den Menschen im Binnenland auf schnellstem Wege frischen Fisch anbieten zu können, und eröffneten noch im gleichen Jahr das erste Nordsee-Restaurant in Bremen. Die Deutsche Dampffischerei-Gesellschaft Nordsee hatte ihren Sitz in Nordenham, wo das Unternehmen vom Land Oldenburg ein Gelände pachtete und einen Fischereihafen baute.

Im Laufe der Zeit schaffte es Nordsee, eine der größten Fischfangflotten Deutschlands aufzubauen, von der jedoch bis zum Ende des Ersten Weltkrieges viele Schiffe versenkt oder enteignet wurden. Nach dem Krieg fusionierte Nordsee mit verschiedenen Fischerei- und Fanggesellschaften, so dass 1931 fast die Hälfte aller deutschen Fischereifahrzeuge für Nordsee auf Fischfang gingen. 1932 gab es in Deutschland bereits 128, in Österreich 32 Filialen. 1934 siedelte das Unternehmen von Nordenham nach Bremerhaven über.

Anzeige1911.jpg

1894 ließ der Reeder Heinrich Hohnholz bei den Werften von Georg Seebeck und Schichau Seebeck seine ersten Fischdampfer zum Hochsee-Fischfang bauen. 1905 wurde seine Reederei zur Hochseefischerei Bremerhaven AG, mit einer besonderen Sparte für die Heringsfischerei. 1914 hatte die Reederei 24 Fischdampfer für die Fischerei in der Nordsee aber auch an der westafrikanischen Küste und vier Herings-Dampflogger. 1929 ging die Reederei in die Reederei Nordsee auf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich die Expansion fort. Es wurden nach und nach immer mehr Fischläden (Meeresbüffets) eröffnet. Ende der 1950er Jahre kam es dann zu einem Verkauf an eine Käufergemeinschaft aus Dresdner Bank und Unilever. Unilever hielt seine Anteile bis 1997.

Nordsee1939.jpg

Ein Nordsee-Fahrer, 1939

In der Mitte der 1960er Jahre kam das neue Nordsee-Konzept, Nordsee-Quick, hinzu. Das erste Restaurant dieser Art wurde in Darmstadt eröffnet. 1964 wurde das erste Nordsee Quick-Restaurant eröffnet; zehn Jahre später entstand in Göttingen die 100. Filiale dieser Art.

Ab 1997 wurde die Nordsee an Apax Partners verkauft. Diese spalteten die Nordsee-Tochterfirmen ab, darunter die Deutsche See Fischmanufaktur und Frozen Fish International, Hersteller der bekannten Iglo-Tiefkühlfischprodukte.
Die verbleibenden Unternehmen wurden unter dem Dach der Nordsee Holding zusammengeführt. 1999 führte Nordsee den so genannten Snack Shop als kleinere Verkaufsstelle im Vergleich zu den Restaurants ein.
2004 kam es zu einer Neuaufstellung des Sortimentes. Mit neuen Produkten und neuem Auftreten versuchte Nordsee, ihr Image zu verbessern.

Nordsee1955.jpg

Ein Nordsee-Laden, 1955

004 wurden zwei Nordseefilialen in Tschechien in Prag und Brünn eröffnet. Auch in Rumänien und Ungarn gibt es Filialen.
In der Schweiz gibt es Nordseefilialen, es handelt sich dabei aber um Franchisingfilialen, die rechtliche Inhaberin ist die Candrian Seafood AG. Die Restaurants befinden sich an von Candrian Catering bevorzugten Lokalitäten wie Zürich Hauptbahnhof und dem Flughafen Zürich.
2011 wurde eine Filiale in der Provinz Novara bei Mailand im Shoppingcenter in Vicolungo eröffnet.

2005 wurde durch die Heiner Kamps gehörende Kamps Food Retail Investment SA (KFRI) gemeinsam mit dem japanischen Bankhaus Nomura die Nordsee GmbH vom bisherigen Eigentümer Apax erworben. Kamps war bereits seit vielen Jahren Minderheitsgesellschafter.

Nordsee1964

Noch ein Nordsee-Laden, 1964

2006 verkaufte Nomura ihren Anteil von 19,5 Prozent an die KFRI, die dadurch fast 100 Prozent der Anteile besaß. Im Dezember 2006 wurde bekannt, dass KFRI für 130 Millionen Euro an International Food Retail Capital (IFRC) mit Sitz in Zypern verkauft wird. Die Anteilseigner von KFRI waren neben Kamps das Molkereiunternehmen Müller Milch, der Finanzinvestor APC Capital und der Formel-1-Manager Willi Weber. Kamps und Müller sind ebenfalls bei IFRC beteiligt.

Im Mai 2009 wurde im Columbus-Center Bremerhaven das erste unternehmenseigene Strandcafe in eine Filiale integriert.

2013 hatte das Unternehmen ca. 6000 Beschäftigte in weltweit 397 Filialen. Die Filialen verteilen sich auf Deutschland (335), Österreich (36), Schweiz, Tschechien, Rumänien, Ungarn, Slowakei, Bulgarien, Dubai, Ägypten, Belgien und Polen. Der Umsatz belief sich auf 349 Mio. Euro im Jahr 2012.

Nordsee1994.jpg

Und noch ein Nordsee-Laden, 1994

Nordsee hat aktuell in den Berufen Systemgastronomie und Einzelhandel etwa 150 Auszubildende. In der Hauptverwaltung in Bremerhaven werden zudem Ausbildungsplätze für die Berufe Bürokaufmann und Informatikkaufmann angeboten. (Quelle: wikipedia)

Seit „Nordsee“ auch im Besitz von dem unsäglich/unerträglichem „Molkereiunternehmen Müller Milch“ ist, meide ich dieses Etablisment durchgehend.

Und nun zu dieser Aerobic LP:

Es war wohl Jane Fonda, die damals mit ihrem Videos zu diesem Thema speziell die Frauen motivierte … sich diesem Metier zuzuwenden.

JaneFonda

Und wer den Disco-Sound diser Zeit mag, findet hier diverses rares Material, neben so einigen Stars dieser Zeit (u.a. „Kool & The Gang)“) sind auch diverse Songs zu hören … die man wohl anonymen Studiomusikern zuschreiben muss.

Aber selbst ich konnte ein wenig Gefallen an dieser LP finden: Sätze wie – „Macho Modus an“ – „Und jetzt die Beine weit auseinandergrätschen und und ganz tief in die Hocke gehen, der Oberkörper wird dabei aufrechtgehalten und die Hände liegen locker auf dem Boden, jetzt mit dem ganzen Körper leicht auf und ab wippen … und wippen“ oder „wir bewegen die Hüfte abwechselnd links und recht … in der gleichen Haltung klappen wir die Hüfte vor und zurück“ oder „wir lassen die Hüfte locker von links nach rechts schwingen“   finde ich einfach nur genial …„Macho Modus aus“

eins, zwei, drei, vier, fünf,  sechs, sieben, acht … vergessen sie das gleichmäßige atmen nicht … tief durchatmen … immer weiterhüpfen … schön locker bleiben …

BackCover1.JPG

Titel:
01. Work That Body (Dehnung) 3.49
02. Passion (Dehnung) 3.45
03. Maneater (Kopf/Schulter) 4.12
04. Wot (Hüfte) (Captain Sensible) 3.10
05. Aerobic Dancing (Bauch) 5.50
06. Saddle Up (Beine) (David Christie) 3.07
07. Can’t Take My Eyes Off You (Gesäss) (Boys Town Gang) 3.43
08. (Ooh La La ) Let’s Go Dancin‘ (Fussgelänke)  (Kool & The Gang) 3.55
09. Do You Wanna Funk ? (Patrick Cowley feat. Sylvester) (Joging) 3.21
10. Don’t Go (Joging)  2.40
11. Aerobic Disco (Joging)  6.53
12. Just An Illusion (Entspannung) 3.54

LabelB1.JPG

*
**

Verschiedene Interpreten – 40 Years Of Enja Records (2011)

FrontCover1.jpgWir haben hier in Deutschland ja schon einige Labels, die man nun wahrlich „renommiert“ nennen darf.

Dazu gehört ganz sicherlich auch Enja Records:

Enja ist ein unabhängiges Plattenlabel für Modern Jazz.

Enja wurde 1971 in München von Matthias Winckelmann und Horst Weber ins Leben gerufen. Weber und Winckelmann gründeten damals ihr Label mit geliehenem Geld und konnten damit Mal Waldron im Domicile aufnehmen und die Lizenzen nach Japan verkaufen. Zu den frühen Künstlern des Labels zählen auch Albert Mangelsdorff, Attila Zoller und der japanische Trompeter Terumasa Hino. Anfangs war eine Konzentration auf den neuen europäischen Jazz beabsichtigt (Enja steht für European New Jazz). Doch schon bald wurde sehr viel breiter produziert. Beispielsweise „entdeckten“ die Labelchefs John Scofield (der allerdings mit zunehmendem Erfolg zu einem größeren Label wechselte) und führten im Katalog schon bald weitere US-amerikanische Musiker wie Chet Baker, Freddie Hubbard, Dizzy Gillespie und Gene Ammons. Diese Aufnahmen wurden teilweise für Nordamerika in Lizenz durch Inner City Records bzw. Naxos veröffentlicht. Auch nahmen sie Archivmaterial hinzu, etwa von Eric Dolphy und von Charles Mingus.

In den 1970er Jahren hatten sie Erfolge mit Chet Baker und Abdullah Ibrahim, in den 1980er Jahren besonders mit dem Oud-Spieler Rabih Abou-Khalil. 1986 entschieden die beiden Labelgründer, ihre Geschäfte zu trennen. Sie teilten den Katalog (der damals rund 350 Titel umfasste und zurzeit (2012) etwa 800) und gründeten zwei voneinander unabhängige Tochterlabel, die beide bis heute bestehen. In Winckelmanns Enja-Zweig erscheinen rund 15 Titel pro Jahr; er hat sich auch weiter in Richtung World Jazz geöffnet und um das Klassiklabel Marsyas und die Booking-Agentur Enja Booking erweitert. Mehrfach wurde Alben aus dem Katalog der ECHO Jazz verliehen, aktuell (2017) der Saxophonistin und Flötistin Anna-Lena Schnabel für ihr Debütalbum Books, Bottles & Bamboo. (Quelle: wikipedia)

Also, da haben wir den Horst Weber:

Horst Weber (* 21. Februar 1934 in Aachen; † 24. Februar 2012 in Garmisch-Partenkirchen) war ein deutscher Jazzproduzent und Mitbegründer des Jazzlabels enja.

Weber lernte das Schneiderhandwerk. Zunächst arbeitete er als Entwurfsschneider und Modedesigner, unter anderem freiberuflich für das Deutsche Mode-Institut, für das er während der 1960er Jahre auch nach Japan reiste; dabei knüpfte er Kontakte zur japanischen Jazzszene. Daneben war er in der Region Aachen als Konzertveranstalter

Horst Weber1.jpg

Horst Weber

aktiv, bevor er Ende der 1960er Jahre nach München zog. 1971 gründete er dort gemeinsam mit Matthias Winckelmann das Plattenlabel enja; als erstes Album veröffentlichten sie Black Glory, eine Aufnahme des Pianisten Mal Waldron aus dem Münchner Jazzclub Domicile. Später folgten Alben von Albert Mangelsdorff, Terumasa Hino, Masahiko Sato, Chet Baker, Charles Mingus oder Abdullah Ibrahim. Mit Gerd Filtgen schrieb Weber eine Biographie über Charles Mingus. 1986 trennten sich Winckelmann und er, weil sie zu unterschiedliche Vorstellungen von der Arbeitsintensität und der weiteren Ausrichtung der Produktionen hatten, und gründeten eigenständige Labels unter der alten Dachmarke. Den gemeinsamen Katalog von damals 350 Alben teilten sie sich auf, indem sie auswürfelten, wer künftig auf seinem Enja-Label welche Künstler veröffentlichen dürfe. Weber setzte zunächst weiter auf Produktionen aus Japan und aus München. Anfang der 2000er Jahre übergab Weber die Leitung seines Labels an Werner Aldinger und zog sich aus dem laufenden Geschäft zurück.

Und dann natürlich noch den Matthias Winckelmann:
Matthias Winckelmann (* 1941 in Berlin) ist ein deutscher Jazzproduzent und Mitbegründer des Jazzlabels enja.

Winkelmann, der in Frankfurt am Main aufwuchs, lernte als Jugendlicher Trompete und begeisterte sich für Jazzmusik. Er studierte in München Volkswirtschaftslehre und

Matthias Winckelmann.jpg

Matthias Winckelmann

Soziologie und interessierte sich zunächst für die Arbeit als Entwicklungshelfer. 1971 gründete er gemeinsam mit Horst Weber das Plattenlabel enja. Als erstes Album veröffentlichten sie Black Glory, eine Aufnahme des Pianisten Mal Waldron aus dem Münchner Jazzclub Domicile, die Winckelmann persönlich aus dem Auto heraus bei den deutschen Plattenläden vertrieb. Später produzierte er Alben von Attila Zoller, George Gruntz, Walter Norris, Chet Baker, Bennie Wallace, Abbey Lincoln oder Abdullah Ibrahim, der Winckelmann für World Jazz begeisterte. 1986 trennten sich Weber und er und gründeten eigenständige Labels unter der alten Dachmarke. Den gemeinsamen Katalog teilten sie sich auf, indem sie auswürfelten, wer künftig auf seinem Enja-Label welche Künstler veröffentlichen dürfe. Winckelmann setzte zunehmend auch auf europäischen und auch orientalisch beeinflussten Jazz und produzierte Musiker wie Rabih Abou-Khalil, Dhafer Youssef, Renaud Garcia-Fons, Gianluigi Trovesi oder Daniel Schnyder. Auch gründete er mehrere Sublabels wie Blues Beacon, Tiptoe und Marsyas. (Qulle: wikipedia)

Und anlässlich des 40jährigen Jubiläums dieses Ausnahmelabels gab es in der Jazzszene natürlich etliche Jubiläumsbeiträge … stellvertretend für die vielen hier ein Beitrag aus dem Magazin „Jazz Thing“, die sich auch gleich an diesem hier präsentiertem Jubiläumssampler („Promotional copy – Not for sale !“) beteiligten:

Nur an Matthias Winckelmann scheint die Zeit spurlos vorbeigegangen zu sein. Der Gründer von Enja Records geht auch nach 40 Jahren mit unvermindertem Enthusiasmus ans Werk, gräbt weltweit weiter nach guter Musik und plaudert herrlich enthusiastisch über seine Veröffentlichungen im Slang der 70er-Jahre. Weil vieles davon immer noch „dufte“, „frech“ und „großartig“ ist, gibt es nun in Jazz thing exklusiv einen Sampler mit 16 Highlights aus der Enja-Geschichte.

Jazz thing presents 40 Years Of Enja Records„European New Jazz“ oder kurz „Enja“: Hinter diesen Buchstaben verbirgt sich eines der vitalsten Independent-Labels des Kontinentes. Der Name könnte jedoch zu falschen Schlüssen führen. Matthias Winckelmann, der die in München ansässige Plattenfirma 1971 mit Horst Weber aus der Taufe hob, suchte nach einem kurzen, einprägsamen Begriff, der in viele Sprachen übertragbar war und eine weibliche Endung besitzen sollte. „Enja“ erfüllte all diese Voraussetzungen, die Definition wurde später nachgeschoben.

EnjaTeam2011.jpg

Das Enja Team im Jahr 2011 (v.l.n.r.): Sebastian Schreiner, Milena Albrecht, Matthias Winkelmann, Olga Spathelf, Werner Aldinger.

In der Tat hielten Winckelmann und Weber früher allenfalls sporadisch in der Alten Welt nach neuen Klängen Ausschau. Doch im Laufe der Zeit haben sich die Parameter merklich erweitert. Inzwischen stellt der Jazz klassischer Prägung nur mehr eine von vielen Facetten der über 700 Produktionen dar. Enja sieht es 2011 als seine Aufgabe an, die Gegenwart der modernen Musik abzubilden und den Entdeckergeist von einst ins fünfte Jahrzehnt hinüberzutransportieren.

Ein durchaus schwieriges Unterfangen, hat sich doch nicht nur der Tonträgermarkt im Laufe der Zeit radikal verändert, sondern auch die grundsätzliche Auffassung über Jazz. Als Matthias Winckelmann und Horst Weber anfingen, ließ sich die Zahl der Labels noch an einer Hand abzählen. Der Frankfurter Winckelmann studierte in München, der Aachener Weber besaß als gelernter Schneider und Konzertveranstalter gute Kontakte nach Japan. „Wir waren begeisterte Amateure ohne jede Kenntnis vom Business. Trotzdem beschlossen wir, es wenigstens mal mit einer Platte zu versuchen.“ Die hieß „Black Glory“ und stammte von dem Pianisten Mal Waldron.

Matthias Winckelmann2.jpg

Anlässlich des Jubiläums im Jahr 2011: Enja-Chef Matthias Winckelmann posiert hier vor einem Eric-Dolphy-Porträt

Während der folgenden Jahre erwarben sich die beiden Freunde mit einem guten Gespür für den Zeitgeist, einer gesunden Portion kaufmännischem Geschick, Aufrichtigkeit und Stehvermögen einen glänzenden Ruf als verlässliche Partner. Zu den Besonderheiten von Enja gehört, dass die Gründer von 1986 an getrennte Wege gingen und sich den damaligen Katalog teilten. Keiner wollte jedoch auf den liebgewonnenen Namen verzichten. Nach Jahren der räumlichen Distanz arbeiten beide Enjas heute wieder unter einem Dach in der Münchner Frundsbergstraße. Horst Weber (79) hat die Geschäfte mittlerweile an Werner Aldinger abgegeben und lebt in Garmisch, Matthias Winckelmann (70) ist nach wie vor aktiv. Von ihm und Aldinger stammt auch die Auswahl der Enja-Jubiläums-Compilation für Jazz thing. (Reinhard Köchl)

Und dann gab´s dann natürlich eine Galaveranstaltung … und zwar am20. Oktober 2011 im Münchner Gasteig (Carl-Orff-Saal), dabei gab´s dann nicht nur die üblichen Festreden, sondern auch Liveauftritte des italienische Brass-Ensemble La Banda (Ruvo di Puglia) und Kontrabassvirtuose Renaud García-Fons (Prädikat: außergewöhnlich).

Und hier kann man sich nun anhören … wie sich 40 Jahre Ejna Rcords anhören …  und gleich noch ein Prädikat: Zeitlos ! Diese Auswahl zu erstellen war vermutlich arg mühsam … bedenkt man all die Schätze des Labels.

Und dann bin ich gespannt was los ist, denn dieses >Label 2021 ihr 50jähriges Jubiläum feiert … denn ein Ende ist nicht abzusehen … und das ist gut so !

BackCover1.jpg

Titel:
01. Blairman/Warren/Mangelsdorff/Sato:  Intro (excerpt) (1971) (Mangelsdorff) 1.39
02. Bobby Jones: Bringin‘ In The Sheep (1974) (Jones) 3.22
03. Tommy Flanagan: Maybe September (1982) (Faith) 4.57
04. John Scofield Monk’s Mood: (Solo) (Monk) (1979) 6.02
05. Chet Baker: My Funny Valentine (1988) (Rodgers) 9.34
06. Bennie Wallace: My Heart Belongs To Daddy (1982) (Porter) 5.55
07. Abdullah Ibrahim: Calypso Minor (1979) (Ibrahim) 5.00
08. Archie Shepp/Mal Waldron: Lady Sings The Blues (2002) (Holiday/Nichols) 3.34
09. Dusko Goykovich/Ekrem Sajdic Gypsy Groovz: Ĉoĉek Sréce (2001) (Sajdic) 6.04
10. Glenn Ferris: Qui? (excerpt) (1997) (Aznavour) 4.21
11. Aki Takase: Ain’t Misbehavin‘ (2003) (Razaf/Waller/Brooks) 4.52
12. Susi Hyldgard: Blush (2006) (Garner/Hyldgaard) 4.26
13. Florian Weber: Alone Together (2009) (Dietz/Schwartz) 5.35
14. Dhafer Youssef: Yabay (2000) (Youssef/Muthspiel) 3.16
15. Renaud García-Fons: Jam Bulería (1997) (García-Fons) 3.04
16. Rabih Abou-Khalil: Afterthought (excerpt) (2002) (Abou-Khalil) 1.27

CD1.jpg

*
**

Logo.jpg