aGEnda 21-Büro – Schalker Spuren – Ein Rundgang mit 15 Stationen (2011)

TitelNein, ich bin kein Fan von Schalke 04, wobei mir die Farben blau-weiss als eingefleischter Fan des TSV 1860 München schon sehr gefallen.

Und gefallen tut mir auch diese kleine Broschüre, die historische Orte, die eben mit dem Schalke 04 verbunden sind, auf eine sehr sympathische, liebevolle Weise präsentiert.

ber was verseckt sich hinter dem Herausgeber dieser Broschüre, diesem „aGEnda 21-Büro“ ?

„Im Jahr 1997 hat der Rat der Stadt einstimmig die Einführung der Lokalen Agenda 21 in Gelsenkirchen beschlossen. Die zentrale Aufgaben dabei: Was müssen wir heute vor Ort tun, um dauerhaft das soziale, ökologische und wirtschaftliche Gleichgewicht unserer Welt wieder herzustellen. Dazu wurde ein Jahr später zu einer ersten Ideen-Werkstatt eingeladen und das aGEnda 21-Büro eingerichtet.
Um aktiv eine ökologisch verträgliche, wirtschaftlich leistungsfähige und sozial gerechte Umwelt unter Berücksichtigung globaler Aspekte gestalten können, hat der aGEnda 21-Prozess eine Vielzahl von Projekten initiiert.

Und eines dieser Projekte war dann „Der runde Tisch Schalke“ und aus dieser Projektgruppe entstand dann die Projektgruppe „Image“. Und diese Projektgruppe definiert sich dann so:

„Schalke ist zweifellos einer der berühmtesten Stadtteile des Ruhrgebiets. Als Inbegriff des Arbeiterstadtteils schlechthin und als Wiege des FC Schalke 04 ist er weithin bekannt. Die Schalker Industrie genoss einst Weltruf. In der heutigen Zeit gilt Schalke als wenig attraktiv, lebens- und liebenswert. Der Stadtteil wirkt an vielen Stellen ungepflegt und heruntergekommen.
Die zum Runden Tisch Schalke gehörende Projektgruppe „Image“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Ruf Stadtteils sowohl nach innen als auch nachaußen hin zu verbessern. Die Rückbesinnung auf die eigene, glorreiche Geschichte soll zu einem neuen Selbstbewusstsein der BewohnerInnen beitragen.
Gleichzeitig soll der Frage nachgegangen werden, was das heutige Schalke ausmacht, wo eventuell verborgene Qualitäten des Stadtteils liegen, die es sichtbar zu machen gilt.“ (Selbstdarstellung)

Stichwort: Heimatkunde, früher eher verlacht … heute sehe ich das anders … und diese Mini-Broschüre ist ein Beispiel für gelungene Heimatkunde und ein Beispiel dafür, welche Faszination Fußball auf Menschen ausüben kann.

Und hier – wie immer – ein paar Appetithäppchen aus der Broschüre:

Beispiel1

Beispiel2

Eingang der Glückauf-Kampfbahn an der König-Wilhelm-
Straße, heute Ernst-Kuzorra-Platz an der Kurt-Schumacher-
Straße. (Quelle: Hermann Weber)

Beispiel3

“Flankengott“ Stan Libuda (links) bei einem Spiel in der  Glückauf – Kampfbahn
(Quelle: FC Schalke 04)

Beispiel5

Kuzorras Zigarrenladen befand sich anfangs noch am Schalker Markt (Quelle: FC Schalke 04)

 

Beispiel7

Die Schalker Mannschaft im ungewohnten Outfit. Das Gruppenbild entstand 1923. Die Fußballer bildeten damals eine eigene Abteilung im Turn und Sportverein Schalke 1877. In der Mitte: der Vereinsvorsitzende Fritz Unkel (Quelle: FC Schalke 04)

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