Die Ärzte – Live in München ’94 (1994)

FrontCover1Keine Frage: die deutsche (Punk-) Rockmusik wäre ohne „Die Ärzte“ deutlich ärmer. Es gibt sie bis heute, allerdings hatten sie sich 1988 schon mal getrennt, aber …

1993 beschlossen Bela B. und Farin Urlaub zusammen mit dem Depp-Jones-Gitarristen Rodrigo González am Bass die Neugründung der Band. Ihre neue Plattenfirma suchten sie mit einer ganzseitigen Anzeige („Beste Band der Welt sucht Plattenfirma“) in der Zeitschrift Musik Markt. Somit konkurrierten einige Plattenfirmen um das beste Angebot, die Ärzte entschieden sich für Metronome. Außerdem erwarb Bela bei der Beckenfirma Paiste einen Endorsement-Vertrag, der ihm das Produkt für Konzerte, Proben und Aufnahmen zusicherte. Durch Rodrigo lernte Farin den Gitarrenbauer Thomas Harm kennen, der für ihn Gitarren als Unikate nach seinen Vorstellungen anfertigte. Es wurde das Album Die Bestie in Menschengestalt aufgenommen, mit dem die Rückkehr der Ärzte gelang. Die erste Singleauskopplung Schrei nach Liebe griff den aufkeimenden Rechtsextremismus im vereinten Deutschland auf. Zwischen Oktober 1993 und August 1994 spielten sie zunächst auf der Plugged-Tour und anschließend auf der namentlich an den Sat.1-Film-Film angelehnten Tour Tour insgesamt 155 Konzerte.

TicketUnd eins dieser Konzerte führten sie nach München, wo sie in der damals sehr beliebten TV-Sendung „Live aus dem Alabama“ auftraten. Und natürlich wurde dieser Mitschnitt überall mitgeschnitten und so kam es, wie es kommen sollte: Ein Bootleg von diesem Auftritt erschien.

Dazu muss man aber wissen, dass die Ärzte zu bootlegs ein ziemlich entspanntes Verhältnis haben. Es gibt da sogar eine Seite im Internet (kill-them-all), wo man sich tonnenweise mit Bootlegs von dieser Band versorgen können. Die Philosopie der Macher dieser Seite:

„Kill-Them-All wird von den die Ärzte unterstützt, um Bootleggern das Handwerk zu legen bzw. deren Geschäft zu vermiesen. Kill-Them-All soll Euch nicht als Anreiz dienen Konzerte mitzuschneiden. Mitschneiden ist und bleibt auch auf die Ärzte-Konzerten verboten. Wer ein Konzert mitschneidet, macht das immer auf eigene Gefahr und muss mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Genauso sind Anfragen bei HAR bzw. Medienanstalten nach Aufnahme-Erlaubnissen o.Ä. zwecklos und ohne Erfolgsaussicht.“

Die Macher der eben Seite schreiben über diese Aufnahme:

„Enthält einen TV-Mitschnitt des Konzertes in der Alabamahalle, München am 07.03.1994, der im Rahmen der Show „Live aus dem Alabama“ übertragen wurde. „Schrei nach Liebe“ stammt nicht von der TV-Übertragung, sondern von einem Publikumsmitschnitt.“ (Schade, denn „Schrei nach Liebe“ ist für wohl einer der bedeutendsten Ärzte-Songs !)

Und wir bekommen, was wir verdienen, wenn wir uns die Ärzte anhören: Überdrehter Brachial-Rock vom Feinsten !

Und dass diese CD auf dem „Destroy Racism Records“ Label erschien, ist dann noch das geniale Sahnehäubchen zu diesem Album !

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03.1994 – Bravo, „Bei den Ärzten tobt der Wahnsinn!“, Konzertbericht

Besetzung:
Bela B. (drums, vocals)
Rodrigo González (bass, vocals)
Farin Urlaub (guitar, vocals)

BookletBackCover1

Titel:
01. Radio brennt (Urlaub/Bela B) 3.09
02. Außerirdische (mit My Generation) (Urlaub/Townshend) 2.38
03. Deutschrockgirl (Urlaub/Bela B) 2.26
04. Du willst mich küssen (Urlaub) 5.34
05. Schopenhauer (Urlaub) 1.12
06. 2000 Mädchen (Urlaub/Bela B) 4.04
07. Mach die Augen zu (Urlaub) 4.21
08. Hey Huh (in Scheiben) (Urlaub/Bela B) 2.14
09. Ohne dich (Urlaub) 2.21
10. Ansage 0.42
11. Sweet Sweet Gwendoline (Urlaub) 2.33
12. Omaboy (Bela B)
13. Quark (Urlaub) 4.22
14. Alleine in der Nacht (Bela B) 3.09
15. Elke (Urlaub) 2.40
16. Schrei nach Liebe (Urlaub/Bela B) 3.12

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Die Ärzte – Rock n Roll Realschule (unplugged) (2002)

FrontCover1Es war ja klar, dass auch „Die Ärzte“ irgendwann nicht mehr an dieser „unplugged“ Marotte von MTV vorbei kommen konnten. Und 2012 war´s dann halt soweit … Die Ärzte“ unplugged !

Am 31. August 2002 gaben die Ärzte im Albert-Schweitzer-Gymnasium in Hamburg ihr erstes Unplugged-Konzert. Nach Herbert Grönemeyer und den Fantastischen Vier waren die Ärzte der dritte deutschsprachige Interpret, für den ein MTV-Unplugged-Konzert veranstaltet wurde. Begleitet wurden die drei Musiker vom Schulorchester und -chor sowie dem Perkussionisten Markus Paßlick. Bei einzelnen Liedern kamen zusätzliche Instrumente wie eine Singende Säge oder eine Sitar zum Einsatz. Das Konzert fand in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasium in Hamburg statt und wurde von Produzent Uwe Hoffmann mit dem „GAGA-Mobil“ aufgezeichnet. Hoffmann produzierte auch die DVD und LP zu Rock ’n’ Roll Realschule mit.

In den etwa sechsstündigen konzertähnlichen Aufzeichnungsarbeiten spielten die Ärzte ein Potpourri aus ihrem gesamten Repertoire, das zu diesem Zeitpunkt rund 300 Songs umfasst. Aus den Mitschnitten veröffentlichten die Ärzte am 4. November 2002 die CD Rock ’n’ Roll Realschule (etwa 70 Minuten lang), die auch mit einem zusätzlichem Track als Doppel-Vinyl erschien. Am 6. Dezember 2002 erschien die gleichnamige DVD (150 Minuten mit umfangreichem Bonusmaterial, unter anderem das Lied „Dauerwelle vs. Minipli“ und diverse Videoclips sowie Probeaufnahmen für das Unplugged-Konzert).
Lieder

Wie bei den Ärzten üblich wurden die Texte einiger Lieder gegenüber den Studioversionen teilweise abgeändert. So heißt es zum Beispiel in Ignorama statt wie in der Studioversion „…haben die Backstreet Boys sich aufgelöst“ „…haben sich Bro’Sis endlich aufgelöst“.

Mit „Monsterparty“ ist zudem ein älterer Song enthalten, der zuvor nie live gespielt, sondern lediglich auf der Lesetour 2001 in einer Acapella-Version angedeutet worden war.

Die Ärzte nahmen auch eine Unplugged-Version von ihrem „Schlaflied’“ auf, welches aufgrund der Indizierung des Liedes jedoch vorerst unveröffentlicht blieb und erst 2005 als Video-Track auf dem Album Devil erschien.

Auf der ausgekoppelten Single befinden sich noch drei weitere Lieder, die nicht auf dem Album zu finden sind: „Ist das alles?“ (lediglich auf der Vinylversion), „Sommer, Palmen, Sonnenschein“ und „3-Tage-Bart“. (Quelle: wikipedia)

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„Die beste Band der Welt“ ist wieder da. Und wie! Nach Farins Ausflug als Solokünstler haben Bela, Rod und Herr Urlaub Ende August im Albert-Schweitzer-Gymnasium in Hamburg wieder zusammen gefunden. Dort zogen sie auf Einladung von MTV den Stecker aus der Dose, schnallten sich die Klampfen um und zeigten, dass eine akustische Gitarre nicht automatisch verträumte Lagerfeuerromantik bedeuten muss. Ob elektronisch verstärkt oder unplugged, Die Ärzte profilieren sich einmal mehr als die „Besserpunks“.

Und das obwohl sie sich zur Aufnahme ihres jüngsten Geniestreichs mal richtig in Schale geworfen haben. In adretten roten Schuluniformen mit blau abgesetzten Krawatten, das Logo des Albert-Schweitzer-Gymnasiums auf Höhe der linken Brust zur Schau stellend, erstrahlte der immer noch jugendliche Anarchismus der Ärzte nur um so greller. Begleitet von einer kompletten Schülerband spielten sich die Ärzte durch 20 Jahre Bandgeschichte.

Lange nicht gehörte Songs aus der Zeit, als die Bezeichnung „geniale Dilettanten“ noch einem Ritterschlag gleichkam, entfalten mühelos ihren unwiderstehlichen Charme. So galoppiert der uralt Hit „Kopfhaut“ munter in den Sonnenuntergang und „Komm zurück“ wächst sich dank der orchestralen Untermalung der Hamburger Pennäler zur melodramatischen Teenagertragödie aus, die einem die Tränen in die Augen treibt.

Doch die Ärzte wären nicht die Ärzte würden sie ihre Erfüllung als gefühlsduselnde Nostalgiker finden. Schließlich wollen sie auch in Zukunft noch gut von ihren Plattenverkäufen leben. Deshalb gibt’s mit „Monsterparty“ auch einen bisher unveröffentlichten Song. Ganz Business-Mann erklärt Farin auch gleich charmant ironisch: „Die Älteren werden merken, dass das der Song ist, wegen dem man die CD kaufen muss“. So stilvoll betrieb einst nur Malcolm McLaren den Ausverkauf des Punkrock.

Es ist eben diese Rotznasigkeit, die die Ärzte seit nunmehr rund 20 Jahren zu einem wohltuenden Störfaktor in der deutschen Musikszene macht. Während die Konkurrenz aus Düsseldorf moralschwanger den Zeigefinger hebt und sich im Biotop der Selbstermächtigung weidet, zeigen einem die Ärzte immer noch am liebsten den ausgestreckten Mittelfinger und setzen im nächsten Moment ein sympathisches Lächeln auf, das jede Großmutter eine Hymne auf die „Die Beste Band der Welt“ anstimmen ließe. Die Streberleichen aus Berlin waren eben schon immer die „Besserpunks“. (Daniel Straub)

Nun denn, das unplugged Konzept funktioniert bei den Ärzen nicht wirklich. Wer hören will, wie man ein genial-zorniges Lied wie „Schrei nach Liebe“ kastrieren kann, kann sich ja gleich mal anhören. Und schmunzelnd nahm ich zur Kenntnis, dass auch altgediene Punker mit „Westerland“ so ne richtige Heimat-Mitgröhl-Nummer geschaffen haben.

Also, mir sind „Die Ärzte“ rauh und ungeschliffen dann doch deutlich lieber !

 

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Besetzung:
Bela B. (drums, vocals)
Rodrigo González (bass, guitar, vocals)
Farin Urlaub (guitar, bass, vocals)
+
Markus Paßlick (percussion)
+
Schulorchester und -chor des Albert Schweitzer Gymnasiums, Hamburg unter der Leitung von Jochen Arp

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Titel:
01. Schrei nach Liebe (Urlaub/Bela B.) 3.54
02. Ich ess Blumen (Bela B.) 3.23
03. Langweilig (Urlaub) 3.42
04. Meine Ex(plodierte Freundin) (Urlaub) 2.04
05. Monsterparty (Bela B./Urlaub) 3.28
06. Hurra (Urlaub) 3.46
07. Kopfhaut (Urlaub/Bela B./Runge) 2.42
08. Zu spät (Urlaub) 3.41
09. Westerland (Urlaub) 4.18
10. 1/2 Lovesong (Gonzalez/Bela B.) 4.14
11. Komm zurück (Urlaub) 3.29
12. Der Graf (Bela B.) 3.34
13. Ignorama (Bela B./Gonzalez) 2.58
14. Is ja irre (Urlaub) 1.36
15. Bitte bitte (Urlaub) 2.59
16. Mit dem Schwert nach Polen, warum René? (Bela B./Gonzalez) 4.36
17. Die Banane (Bela B./Gonzalez) 4.59
18. Manchmal haben Frauen… (Bela B.) 5.28
19. Medley – 4.59
Ohne Dich (Urlaub)
Paul (Urlaub)
Quark (Urlaub)
Schunder-Song (Urlaub)
Meine Freunde (Urlaub)
Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas! (Urlaub)
Rettet die Waale (Urlaub)
Der Lustige Astronaut (Urlaub)
Las Vegas (Bela B.)

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Weil ich zu faul war, all die Namen des Schulorchesters abzutippen …

Die Ärzte – Jazz ist anders (2007)

FrontCover1Mit diesem Album wollten es Die Ärzte wohl wieder mal wissen. Auf jeden Fall war der Promotionsaufwand für diese Scheibe ganz schön enorm.

Zur Promotion wurde das Album vor der Veröffentlichung mit „Jazz isst anders“ betitelt, was einige Fans über ein zweites Konzeptalbum nach Le Frisur, diesmal übers Kochen und Essen, spekulieren ließ. Nicht nur, dass die einzelnen Titel des Albums umbenannt wurden (z. B. Küchenjunge, statt Junge oder Schimmelblau statt Himmelblau), auch die komplette Diskographie wurde passend zum Thema Kochen geändert, ähnlich dem Löschen von Bela aus der Bandbiographie zur Veröffentlichung von der Single „Dinge von denen“ aus dem Album Geräusch.

Die Verpackung der CD-Version ähnelt einem Pizzakarton und hat ca. die Maße 130 x 130 x 20 mm. Der ebenfalls in einem Pizzakarton erhältlichen Vinyl-Version liegt ein Internetgutschein bei, mit dem der Käufer sich die Lieder kostenlos im MP3-Format (256 kbps) herunterladen kann. Die Schallplatte selbst ist eine Picture-LP, wobei die A-Seite einen Pizzabelag darstellt und die B-Seite einen Pizzaboden. Die 7″-Bonus-EP stellt eine Tomatenscheibe dar.

Die Bonus-EP verfügt zusätzlich über den Hidden Track „Nimm es wie ein Mann (a.k.a Kurt Cobain)“, welcher sich auf der CD vor dem eigentlich ersten Stück befindet bzw. beim MP3-Download als vierter Song der EP erscheint. Auf der Vinyl-Version befindet sich der Hidden Track auf der B-Seite nach dem dritten Titel. Quelle: wikipedia)

PizzapackungAAber damit noch nicht genug:

Zur Tournee „Es wird eng“ und „jazzfäst“ verkauften die Ärzte exklusiv für 7,00 € eine CD, welche eine alternative Version des Albums ist, die den Titel „Jazz ist anders Economy“ trägt. Hierbei handelt es sich um eine Version des Albums, die die Ärzte unter Live-Bedingungen im Proberaum einspielten und dabei sowohl Melodien als auch Texte massiv veränderten.[8] Neben den – wie auch auf dem originalen Album enthaltenen – 16 Titeln findet sich ein kurzer Hidden Track auf dem Album, bei dem es sich um eine Kurzfassung des Liedes „Was hat der Junge doch für Nerven“ handelt. (Quelle: wikipedia)

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Jetzt aber endlich zur Musik:

„Es war derart viel von einer Krise der Ärzte zu lesen, dass mancher gleich den Marburger Bund einschalten wollte. Verschwörungstheoretiker wähnten „Jazz ist anders“ nach langer Pause und diversen Nebenjobs bereits als Schwanengesang. Ein Kollege vom Musikexpress fühlte sich sogar dazu hingerissen, den Beatles-Vergleich zu zücken: Das elfte Album der Ärzte sei ihr „Let it be“, mit Songs so hingebungsvoll romantisch und sowieso voller Anspielungen auf das baldige Ende. „Vorbei ist vorbei.“ Und dann steckt auf der Bonus-Tomate im Pizzakarton von „Jazz ist anders“ auch noch ein Lied titels „Wir waren die Besten“. Das Präteritum als Abschied.

Doch, Moment! Bonus-Tomate? Pizzakarton? Genau, schon das Artwork des elften Albums von Die Ärzte albert herum, als hätte es seit „Geräusch“ keine vier Jahre gut gefüllter Pause gegeben. Da muß niemand erst warm laufen, das zündet direkt. Der gestandene Ärzte-Hörer wird es sogar verkraften, dass die Berliner es vom Start weg überraschend ernst meinen. Ob es die hoffnungsfrohe Melancholie von „Himmelblau“ ist oder das selbstbewusste „Lied vom Scheitern“ – Ironie ist anders. Moll sind die Akkorde, und die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber natürlich mogeln sich die Debilitäten dann doch wieder hinterrücks in die Texte: „Ich bin immer dann am besten / Wenn mir keiner ins Regal pisst.“

Die Zielgruppenbefriedigung auf „Jazz ist anders“ geht eben so: Rod gibt sich „Breit“, Bela sieht zu „Hämoglobin, Weib und Gesang“ ein „Licht am Ende des Sarges“, und Farin hüpft Ballermann-kompatibel durch „Lasse redn“. Denn dort lauert zwischen Elektronikzwitschern und den abstrusen Verleumdungen der lieben Nachbarn eine ewige Wahrheit: „Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild / Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht / Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht.“

Die neue Ernsthaftigkeit, die sich schon im wunderbaren „Junge“ Gedanken über die Zukunft macht, war schon auf „Geräusch“ keineswegs ein schicker Ersatz fürs Erwachsenwerden. Die eingebauten Hintertürchen zeigen einen dritten Weg jenseits von Ha-Ha-Lustigkeit und Düsseldorfer Betroffenheit. Da ist eben eine mörderische Tragödie wie „Nur einen Kuss“ ebenso möglich wie die bittere Beziehungsabrechnung „Heulerei“ oder das selbstmitleidige „Living hell“. Und weil aus dem Nebenher wieder ein Miteinander geworden ist, passen die Songs zueinander wie Arsch auf Eimer.

Die Lust steckt nämlich in den Details. Im Zappelfunk von „Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend)“ mit seinem herrlichen „Pflegeleicht“-Refrain, im Schallala-Kitsch von „Niedliches Liebeslied“ oder im tollwütigen Kreischen der herrlichen Raubkopiererbestrafungsphantasie „Tu das nicht“: „Und es läuft keine Musik auf Deiner Beerdigung / So.“ Aber „Jazz ist anders“ ist ohnehin viel zu lebendig für den Friedhof. „Dracula wohnt nicht mehr hier / Hier gibt’s nur noch den lustigen Vampir.“ Jetzt muss sich nur noch die Schinkenformscheibe aus dem neuen Die-Türen-Album mit der Tomate von „Jazz ist anders“ vermählen. Alles wird guten Appetit.“ (Oliver Ding)

Nicht verschwiegen werden soll allerdings auch, dass die webnsie laut.de zu einem ganz anderem Urteil kommt.

Mir ist das eher wurscht, denn ich gehöre eh nicht zur Zielgruppe dieser Band. Aber dennoch: Die Ärzte bleiben eine ganz schön schwergewichtige Formation unter dem deutschen Himmel.

Aber jetzt beschäftige ich mich dann doch lieber mit der 4. Folge der Edition „Swing tanzen verboten“.

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Besetzung:
Bela B. (Dirk Felsenheimer) (drums, vocals, guitar)
Rodrigo González (bass, vocals, guitar, piano)
Farin Urlaub (Jan Vetter) (vocals, guitar, bass)

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Titel:
01. Himmelblau (Urlaub) 3.16
02. Lied vom Scheitern (Felsenheimer) 3.29
03. Breit (Urlaub/González) 3.14
04. Lasse redn (Urlaub) 2.49
05. Die ewige Maitresse (González/Felsenheimer) 2.24
06. Junge (Urlaub) 3.07
07. Nur einen Kuss (Urlaub) 4.25
08. Perfekt (Felsenheimer) 2.35
09 . Heulerei (Urlaub) 2.13
10. Licht am Ende des Sarges (Felsenheimer) 2.47
11, Niedliches Liebeslied (González/Felsenheimer) 3.40
12. Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend) (Urlaub) 2.13
13. Allein (Urlaub) 3.50
14. Tu das nicht (Felsenheimer) 3.52
15. Living Hell (Urlaub) 3.41
16. Vorbei ist vorbei (Urlaub) 3.04
17.  Nimm es wie ein Mann (a.k.a. Kurt Cobain) (Felsenheimer/González) 1.54

+ die EP:

18. Wir sind die Besten (Urlaub) 2.29
19. Wir waren die Besten (Felsenheimer) 4.14
20. Wir sind die Lustigsten (González) 4.35

CDA

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